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Speaker: Willkommen im VEGEN Podcast und zum zweiten Teil unseres Interviews mit Dr. Paul Hammer von Biomes. Heute erfährst du, wie eine gesunde Ernährung aussieht, die stille Entzündungen reduziert für die ganze Menschheit. Viel Spaß beim Zuhören mit deinem Mr. Brokely. Toxine in Nahrungsmitteln, schlechte Luft, Feinstaub. Das hat alles natürlich einen Einfluss auf uns und fördert Entzündungen.
Speaker: Die Frage ist doch, wie resilient, also wie widerstandsfähig sind wir gegen diese Entzündung? Wie können wir unseren Körper trainieren, dass der damit klarkommt und nicht irgendwann in chronischen Erkrankungen sich diese Entzündung dann manifestieren? Und da hat natürlich unsere Lebensweise und vor allem natürlich auch unsere Ernährungsweise einen extrem großen Einfluss. Und da kann man rangehen. Und da gibt es schon viele Studien, die das zeigen.
Speaker: Und das Spannende ist ja, man hat ja so einen Vergleich. Weißt du, wir haben unsere westliche Lebensweise und dann gibt es so die traditionelle, ursprüngliche Lebensweise von Völkern in Tansania oder am Amazonas indigene Völker. Und wenn man die mal so vergleicht, da fällt schon mal auf, dass diese traditionellen Völker, die haben gar keine westlichen Zivilisationskrankheiten. Also die kennen kein Diabetes, die kennen kein Übergewähl, die kennen keine Herz -Kreislauf -Erkrankungen.
Speaker: Und wenn man sich dann mal deren Ernährungsweise anschaut und unsere Ernährungsweise anschaut, dann fällt schnell auf, okay, da ist doch ein großer Unterschied und da muss doch irgendwas dran sein. Und das ist ja mittlerweile auch in Studien bewegt. Also wir in der westlichen Welt ernähren uns sogenannte Western Style Diet. Das ist eine Ernährung, die ist reich an gesättigten Fettsäuren. Besser sind ungesättigte Fettsäuren. Da sind sehr viele gesättigte Fettsäuren drin, die bestammen vor allem aus tierischen Produkten.
Speaker: Die stammen aber auch aus Palmenfett zum Beispiel. Wir in der westlichen Welt essen aber auch sehr viel Zucker, sehr viel industriell verarbeitete Lebensmittel, viel Fructose und gleichzeitig ist es sehr arm an wichtigen Ballaststoffen und fermentierten Lebensmitteln, die wiederum Einfluss hätten auf eine gesunde Darmikrobion, auf ein gesundes Gleichgewicht zwischen Entzündungsfördern und entzündungshemmelnden Zytokinen.
Speaker: Und das ist logisch, das sieht jeder. Das versteht man auch. Und da kann man rangehen. Und da gibt es einige Studien, die das zeigen. Die positiven Effekte zeigen, wenn man sich richtig ernährt und die richtigen Darmmikromen hat.
Speaker: mega gute Studien, die blenden wir natürlich dann ein in den Shownotes, sowie alle anderen Informationen natürlich auch. Du hast es angesprochen, indigene Völker oder sage ich mal, Völker, die noch relativ natürlich leben. Da spielt natürlich nicht nur der Unterschied der Ernährung eine Rolle, sondern eben auch das, was du und ich auch erwähnt haben. Also der ganze Lebensstil ist ja ein anderer. Also klar können wir über die Ernährung wahrscheinlich sehr, sehr viel schon steuern. Und wenn wir aber gleichzeitig nicht die anderen
Speaker: Sachen eben auch in ein gutes Gleichgewicht bringen. Wie unsere geistig -seelige Verfassung, den ganzen Stress, den wir uns machen, arbeitstechnisch, privatechnisch und so weiter. Wenn wir weniger in die Natur gehen, auch da natürlich auch in Kontakt mit der Natur kommen. Das machen ja die indigenen Völker ja auch ganz anders. Die leben noch mit der Natur.
Speaker: und bekommen ja dann eben auch Mikroorganismen von außen, so wie das Kind oder wir selber, wenn wir im Dreck spielen, dass wir uns dann wiederum mit der Natur verbinden. Und ich denke auch, je isolierter und je, ich nenne es jetzt mal, ähm, ähm, reiner wir leben, also diese Desinfektionsgeschichten und so weiter, desto weniger resilient werden wir, oder? Ja, absolut richtig. Also hast du gut zusammengefasst. Das ist ja auch so ein
Speaker: So ein Hype in unserer westlichen Welt, absolut Stereoleben, immer die Desinfektionsmittel. Du merkst es dann auch, dass dein Hautmikrobiom kaputt geht. Du hast sehr trockene Haut, rissige Haut. Das liegt daran, weil dein Hautmikrobiom halt deine normalen fördernden Bakterien ja auch durch die Desinfektionsmittel zerstört werden. Wir leben sehr steril. Wir duschen und waschen uns sehr, sehr oft. Wir sind immer in Räumen. Wir sind wenig in der Natur, wenig im Dreck. Deswegen haben wir auch
Speaker: Und das beweist man schon eine deutlich geringere Diversität, also eine Vielfalt an nützlichen Bakterien in und an unserem Körper im Vergleich zu diesen Indigenvölkern. Also allein unser Darmmikrobiom hat im Vergleich zu diesen Indigenvölkern ungefähr nur noch die Hälfte an Bakterien.
Speaker: verarten. Also wir verlieren an verschiedenen Arten. Es ist so wie Monokultur in der Landwirtschaft. Also wir werden immer weniger und da sind wir natürlich auch anfälliger für Erkrankungen, anfälliger für Stress. Und du sagst es, es ist nicht nur die Ernährung. Die Ernährung ist natürlich elementar, weil alles was wir essen natürlich von unserem Körper verstoffwechselt wäre. Da sind wichtige Nährstoffe drin, da ist ja auch unsere Energie auch drin. Aber natürlich ist es auch wichtig,
Speaker: wie wir leben, wenn wir nur auf der Couch sitzen und keine Bewegung haben, unseren Körper nicht trainieren, fit werden, frische Luft einschnappen, dann hat das natürlich auch einen negativen Einfluss. Und ja, das sind ja Effekte, die wir leider in der westlichen Welt sehen. Es gibt Trends zum Glück, auch dank dir oder uns, die da entgegenwirken und auch versuchen, Wissen zu transportieren.
Speaker: Es gibt immer mehr Menschen, die auf ihre Ernährung und ihre Lebensweise achten und auch achtsamer zu sich selber sind, mehr mit der Natur sind, mehr draußen sind und weniger versuchen, mehr Naturprodukte versuchen zu nutzen, anstatt von der Industrie vorgegebenen Produkte zu konsumieren.
Speaker: Lass uns da gerne mal in das Thema Ernährung weiter reingehen. Wir sind ja im Vegan Podcast und die meisten Menschen interessiert da das Thema Ernährung. Und da würde ich jetzt gerne mal so ein konkretes Beispiel machen. Es gibt ja verschiedene Ernährungsweisen, jetzt auch mal abseits der veganen Ernährung. Und auch innerhalb der veganen Ernährung gibt es dann wiederum verschiedene Ernährungsweisen.
Speaker: Also ich würde das gerne mal so zunächst mal ein bisschen abkürzen, dass ich grundsätzlich ein Fan von pflanzenbasierter Ernährung natürlich bin. Jedoch die aktuelle, ich nenne es jetzt mal vegane oder moderne vegane Ernährung, die sehe ich kritisch. Also in Zeiten von irgendwie Veggie Döner, Beyond Meat Burger und veganem Kit Kat.
Speaker: sozusagen hat das ganze ja auch quasi wahrscheinlich keinen positiven Einfluss mehr auf das Mikrobiom oder auf das Thema, was wir heute haben mit den Entzündungen. Also das heißt, wenn wir über eine vegane Ernährung sprechen, dann würde ich jetzt mal gerne die unverarbeitete pflanzenbasierte Ernährung als gegeben nehmen, die halt besteht aus sehr, sehr viel Gemüse, vielleicht sogar Wildkräuter mit drin.
Speaker: und vielleicht eben auch so mediterran style wie du sie auch gesagt hast mit sehr gesunden fetten mit sehr allweiß reichem essen bei vegan natürlich dann eben ohne vielleicht.
Speaker: Dann gibt es jetzt auch ähnliche, also eine ganz klare Western -Diet, wie es sich vielleicht der eine oder andere vorstellt, in Form von der amerikanischen Diät mit Hotdog, Burger, French Fries und Co. Da brauchen wir jetzt glaube ich nicht drüber reden, dass das keinen guten Einfluss hat.
Speaker: Gehen wir jetzt mal auf so eine Ernährung an, wie zum Beispiel die Western Price Ernährung. Die ist ja auch relativ bekannt und nennt sich ja eben auch gesund. Also die hat ja verschiedene Guidelines. Also auch solche Guidelines wie ganze, unbelassene Lebensmittel zu essen. Aber
Speaker: Auch gute Fette und all das finde ich ja eben gut. Aber die legen einen super krassen Wert drauf, dass du eigentlich täglich alle möglichen Arten von unverarbeiteten Fleisch isst, wilden Fisch isst, Vollfettmilchprodukte isst. Und klar auch frisches Obst und Gemüse, hauptsächlich biomäßig und so weiter.
Speaker: Inwieweit siehst du da, wenn wir jetzt mal diesen Einfluss nehmen der veganen Ernährung auf das Mikrobiom, wie weit siehst du das vielleicht eben auch aus deiner Sicht, wenn du jetzt täglich irgendwie tierische Produkte zu dir nimmst? Hat das mittlerweile? Also würdest du sagen, das ist grundsätzlich gut, weil wir früher auch so gelebt haben? Oder da würde mich deine Meinung aus deiner wissenschaftlichen Sicht interessieren.
Speaker: ist natürlich Ernährung ist ein Riesenthema und da gibt es ja viele viele Ansichten und klar ist, dass wir... Also ohne das jetzt dogmatisch zu sehen, also ich bin auch sehr offen für andere Meinungen, ich bin da kein Dogmatiker, also es muss hier nicht irgendwie die vegane Ernährung verteidigt werden oder sonst irgendwas. Nee, nee, das ist voll auf deiner Seite und ich meine,
Speaker: Natürlich, vegan ist ja nicht nur für Gesundheit. Du machst das ja auch zum Tierwohl und zum Klimaschutz. Also ich zumindest versuche mich ja überwiegend vegetarisch zu ernähren. Bin aber auch kein militanter Vegetarier, muss ich auch sagen. Also es gibt auch Momente, wo ich hochwertiges Fleisch, Bio -Fleisch auch esse. Ich glaube daran, wenn ich...
Speaker: auch traditionell dann zum Weihnachtsessen. Ich habe halt auch einen Jäger als Freund, der schießt ein Wild, der nimmt es aus, der weiß genau, ob das Tier gesund ist und Wild muss auch geschossen werden, es wird bevölkert. Aber nichtsdestotrotz, wenn wir mal in die Evolution reingucken, der Mensch als Säugetier war halt allesesser und hat sich auch viel vom Fleisch ernährt.
Speaker: Das Problem ist halt diese westliche Ernährung, dass wir halt in so eine Massentierhaltung, industriell verarbeitete Lebensthematik reinkommen. Das ist das eine. Und das andere ist, also viel zu viel Fleisch essen und zu verarbeitet Fleisch essen und auch kein gesundes Fleisch essen. Und das andere ist, dass wir eine Überbevölkerung der Menschen haben. Wir werden halt immer mehr Menschen, die immer mehr Hunger haben. Und gerade in den Schwellenländern, Entwicklungsländern ist der Appetit nach Fleisch ja noch viel, viel höher als jetzt bei uns.
Speaker: in Deutschland, wo es eher den Trend zur Reduktion eher hingeht. Und das kannst du ja gar nicht mehr abbilden. Ich meine, 70 Prozent aller Landflächen werden ja produziert, um Tierfutter herzustellen. Das ist ja Wahnsinn. Wenn du dir vorstellen würdest, davon einfach nur die Hälfte
Speaker: für Bäume zu nutzen, dass du Bäume pflanzt, damit du den CO2 rausholst aus der Atmosphäre, damit wir den Klimawandel entgegenwirken, wäre ein Riesenerfolg schon. Aber wir nutzen halt die größte Fläschheit, um Tierfutter zu erstellen. Das ist schon crazy und verrückt.
Speaker: Und deswegen kann man nicht nur für die eigene Gesundheit, ist es halt deutlich besser für die ganze Klima und für das ganze System, wenn man Fleisch reduzieren würde. Wenn man Fleisch bewusst konsumiert, in hoher Qualität und vor allem nicht jeden Tag, sondern so wie früher halt.
Speaker: am Sonntag halt vielleicht dann den Braten hat oder den Fisch, dann ist das auch vollkommen okay. Aber dafür muss ein Bewusstsein geschaffen werden. Wenn Leute sich dazu entscheiden, komplett auf Leicht zu verzichten, dann ist das auch okay. Wir müssen halt aufpassen, bestimmte Nährstoffe dann über andere Lebensmittel aufzunehmen. Also zum Beispiel für Omega 3 ist ja ein sehr wichtiges entzündungshemmendes Molekül im Übrigen.
Speaker: Was du halt zwar über Fisch kriegen kannst, aber wenn du halt die bestimmte Nüsse, Walnüsse zum Beispiel zu dir nimmst, hast du dort auch Omega -3 drin. Also man muss auch nicht immer gleich alles substitionieren mit Nahrungsergänzungsmitteln. Wäre auch eine Lösung, ist aber glaube ich, ja, besser immer über eine gesunde Ernährung zu machen. Also da kann man sehr tief reingehen. Was willst du?
Speaker: Was würdest du jetzt ohne wirklich da... Klar, wir können da eine philosophische Diskussion führen und vieles mehr, aber wir wollen uns ja quasi jetzt hier auf die Ernährung konzentrieren, weil wir natürlich auch die Zeit der Zuhörerinnen und Zuhörer oder auch deine Zeit schätzen. Was seht ihr denn in den Auswirkungen, wenn man das mal so ein bisschen global oder holistisch betrachtet, bei Menschen? Ihr fragt ja alles Mögliche ab in euren Fragebogen, wenn jemand einen Mikrobiom -Test macht.
Speaker: Was seht ihr denn in den Auswertungen, wenn Menschen, sagen wir mal, sich flexitarisch ernähren und täglich Fleisch, Milchprodukte oder eben auch Fisch essen, im Gegensatz zu Menschen, die das weniger tun oder sich sogar, also vegetarisch oder sich sogar vegan ernähren? Gibt es da Tendenzen, sage ich jetzt mal,
Speaker: Oder sagst du, nee, das hat natürlich viele Implikatoren und das können wir so isoliert nicht betrachten. Und das war's mit dem zweiten Teil des Interviews mit Dr. Paul Hamann von Biunges. Im dritten Teil erfährst du evidenzbasierte Zusammenhänge zwischen gesunder Ernährung und klassischer flexitarischer Ernährung. Bis zum nächsten Mal im Vigen Podcast mit deinem Mr. Brokkoli.
Speaker: Wusstest du, dass wir drei Episoden in der Woche veröffentlichen im VEGAN Podcast? Wenn du keine Episode verpassen möchtest, vor allem die neuesten News rund um die vegane Ernährung, optimale Fitness und deine strahlende Gesundheit sowie dein tolles Aussehen nicht verpassen möchtest, dann abonniere jetzt diesen Podcast.
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Speaker: Ich hoffe, dir hat die heutige Episode gefallen. Hier noch ein kleiner Reminder. Die Informationen in diesem Podcast sind ausschließlich informativ. Sie sollen nicht als Ersatz für eine ärztliche Behandlung genutzt werden. Die Diagnose und Therapie von Erkrankungen und anderen körperlichen Störungen erfordert die Behandlung durch Ärzte oder Heilpraktiker. Deshalb raten wir beim medizinischen Problemen und Fragen immer ärztlichen Rat einzuholen.






