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KI ist nur so gut wie du: Warum Expertise über Mittelmaß entscheidet

Secrets Not Included
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26 plays · Jul 14, 2026

Zwei Stunden in einer überhitzten Blockhütte, ein verpasster Rückflug und eine steile These: KI-Output ist Mittelmaß – außer du bist selbst ein Profi in deinem Feld. In dieser Folge von Secrets Not Included sprechen Daniel und Ole darüber, warum die Qualität von KI-generiertem Code, Text und Design am Ende genau da landet, wo dein eigenes Fachwissen aufhört. Es geht um das leere-Blatt-Phänomen, warum "gut genug" oft schon eine Steigerung ist, ob Prompts auf Englisch wirklich bessere Antworten liefern, das neue europäische Open-Source-Frontier-Modell mit 24 EU-Sprachen – und die Frage, ob man der KI mit "Bitte" und "Danke" tatsächlich bessere Ergebnisse entlockt. Dazwischen: Kerzenlicht-Prompting, Katzenwaschen-Vergleiche und die Erkenntnis, dass echte Qualität nur entsteht, wenn man selbst weiß, wonach man sucht. Für alle, die zwischen KI-Hype und eigenem Anspruch die richtige Balance suchen.

Transcript

Kai Ole Hartwig: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Secrets Not Included wieder mit Daniel und Ole.

Kai Ole Hartwig: Und wir wollten weiter darüber diskutieren, nachdem wir hier unseren Rückflug verpasst haben, warum KI nur Mittelmaß ist, außer man ist ein

Kai Ole Hartwig: Pro in seinem Bereich.

Kai Ole Hartwig: Wir waren uns in der letzten Folge einig, dass wir uns uneinig sind.

Kai Ole Hartwig: Ja, dass wir eigentlich in die Blockhütte fahren wollten.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Also unsere schöne Blockhütte in Schweden war es.

Kai Ole Hartwig: Ja, du willst nach Finnland, das kann man ja abwechseln.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht haben wir auch eine an der Grenze.

Kai Ole Hartwig: Ein Teil in Finnland, ein Teil in Schweden.

Kai Ole Hartwig: Wir sollten einen Reisepodcast machen im Sommer.

Kai Ole Hartwig: Oh ja.

Kai Ole Hartwig: Coding around the world oder sowas.

Kai Ole Hartwig: Jetzt halt uns dafür, dass wir einfach an anderen Orten sitzen und immer noch das Gleiche machen wie zu Hause.

Kai Ole Hartwig: Wir gehen nicht raus, sitzen zu Hause.

Kai Ole Hartwig: Ja, weil dann so mit dem Camperband.

Kai Ole Hartwig: Tatsächlich habe ich schon einige auf Insta gesehen, die mit dem Camperband rumfahren und halt remote arbeiten und programmieren und so.

Kai Ole Hartwig: Ich bin neidisch.

Kai Ole Hartwig: Ja, weiß ich nicht.

Kai Ole Hartwig: Also alle, die das machen, mein Neid gehört euch.

Kai Ole Hartwig: Na, ich weiß nicht.

Kai Ole Hartwig: Mit Kindern?

Kai Ole Hartwig: Haben die Kinder dabei?

Kai Ole Hartwig: Nee, aber hätten wir ja.

Kai Ole Hartwig: Du fährst alleine im Campervan rum und lässt die KI im Mittelmaß programmieren.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Mit Starlink dann.

Kai Ole Hartwig: Ja, ein bisschen Internet.

Kai Ole Hartwig: Also du bist ja außerhalb von Deutschland, da hast du mit dem Handy immer Internet, da brauchst du kein Starlink.

Kai Ole Hartwig: Also ich habe schon Videokonferenzen auf Berge gemacht und da habe ich bessere Verbindungen gehabt.

Kai Ole Hartwig: Ja, das ist ja genauso, wenn du mit dem Zug über die deutsche Grenze fährst Richtung Brüssel und dann weiter nach London.

Kai Ole Hartwig: Du hast selbst in dem Eurotunnel, im Eurotunnel hast du Internet.

Kai Ole Hartwig: Ohne Probleme kannst du YouTube streamen.

Kai Ole Hartwig: Und wir in unserer Blockhütte hier müssen gucken, wo wir es WLAN herkriegen.

Kai Ole Hartwig: Also haben wir uns doch wieder verraten, dass wir in Deutschland sind.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Egal, wir wollten Richtung KI.

Kai Ole Hartwig: Die gibt es ja auch nicht.

Kai Ole Hartwig: Wobei ich habe, bevor wir jetzt mehr in die Technik einsteigen, ich habe gestern noch gelesen, dass jetzt tatsächlich ein europäisches Open-Source-Frontier-Modell entstehen soll mit EU-Mitteln.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube 430 Milliarden oder so.

Kai Ole Hartwig: Krass, das wäre geil.

Kai Ole Hartwig: Wo ich mich so ein bisschen gefragt habe, also das ist ein Zusammenschluss aus unterschiedlichen, ich glaube Fraunhofer-Institut ist auch beteiligt.

Kai Ole Hartwig: So, jetzt hatten wir ja so ein paar Versuche schon, also Mistral ist ja das erfolgreichste Ding, aber das hält jetzt ja auch nicht mit mit der Geschwindigkeit, sowohl aus dem US-Raum als auch aus dem asiatischen Raum.

Kai Ole Hartwig: Und ich glaube, der große KI-Stern in Deutschland mit Bundesmilliarden gefördert ist doch, naja, glorreich untergegangen.

Kai Ole Hartwig: Ich bin gespannt, ob das jetzt anders wird.

Kai Ole Hartwig: Ob man endlich mal Geschwindigkeit in dieses Thema reinbekommt.

Kai Ole Hartwig: Was ich aber spannend finde, ist, dass das europäische Modell gleich, und das ist ein ambitionierter Ansatz aus meinem Verständnis,

Kai Ole Hartwig: auf allen 24 Sprachen der EU trainiert werden sollen.

Kai Ole Hartwig: Ach, mhm.

Kai Ole Hartwig: Ja, normalerweise ist es ja so, dass die Modelle vorwiegend in Englisch trainiert werden oder in einer Sprache trainiert werden und dann erst andere Sprachen lernen.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Und das soll halt direkt in diesen 24 Sprachen trainiert werden.

Kai Ole Hartwig: Meinst du, das verändert die Datenqualität oder beziehungsweise die Qualität der Antworten dadurch?

Kai Ole Hartwig: Also wäre jetzt echt interessant.

Kai Ole Hartwig: Ich habe mir noch nie Gedanken dazu gemacht, dass... Beziehungsweise ist ja schon lustig.

Kai Ole Hartwig: Es gibt Leute, die reden auch mit allen anderen Frontier-Modellen immer noch in Englisch, weil die...

Kai Ole Hartwig: denken oder beziehungsweise ich denke, dass das keinen Unterschied macht.

Kai Ole Hartwig: Ich habe mir nie Gedanken dazu gemacht.

Kai Ole Hartwig: Ich quatsche mittlerweile so ein Denglisch, mal das Englisch irgendwie, weil das Ticket in Englisch war und dann schwenke ich wieder auf Deutsch.

Kai Ole Hartwig: Ich habe jetzt einmal oder ein paar Mal gehört, so dass die Leute wirklich Englisch mit der KI reden, weil die auf Englisch trainiert wurde und dementsprechend wohl auch die Antwortqualität höher sein soll.

Kai Ole Hartwig: Ich habe es nie ausprobiert und weiß ich nicht.

Kai Ole Hartwig: Ne, also jetzt mal zurück zu den Anfängen von Open Clown.

Kai Ole Hartwig: Da war es gerade so, dass am Anfang die Skills und so zum Teil nicht getriggert wurden, wenn du die deutschen Entsprechungen dafür genutzt hast.

Kai Ole Hartwig: Also da war es halt wirklich so, dass halt mehr oder weniger genau die Wortwahl vorkommen muss, damit das jeweilige Ding da funktioniert hat.

Kai Ole Hartwig: Es macht schon Unterschiede, definitiv.

Kai Ole Hartwig: Und deswegen gibt es ja auch in der Programmierung zum Beispiel spezielle Sprachmodelle für PHP und so weiter.

Kai Ole Hartwig: Also wenn man jetzt nicht mit einem Frontier-Modell irgendwie programmieren möchte, sondern mit kleinen Modellen, mit Small-Modellen, dann gibt es ja spezielle Modelle für PHP, für JavaScript und so weiter und so fort.

Kai Ole Hartwig: Echt?

Kai Ole Hartwig: Also ich bin bis QN3-Coda-Next gekommen und das hat bis jetzt so gut funktioniert, dass ich nicht weitergesucht habe eigentlich.

Kai Ole Hartwig: Naja, die Frage ist ja immer, wie viel Hardware hast du zur Verfügung?

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Und kannst du draufballern?

Kai Ole Hartwig: Und Small-Modelle laufen ja zum Beispiel auch auf deinem Handy.

Kai Ole Hartwig: Ach so, Small, okay.

Kai Ole Hartwig: Also für mich, okay.

Kai Ole Hartwig: Ich jammer immer, dass ich mit meinem Spark kleine Modelle ausführen kann, aber ja, es geht kleiner.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber das sind ja auch Large Language Models.

Kai Ole Hartwig: Es gibt ja auch Small Language Models und Visual Models.

Kai Ole Hartwig: Models, was auch immer dazwischen kommt.

Kai Ole Hartwig: Und da ist natürlich das Ding, wenn man in die Richtung denkt, auch mit dem Training, denke ich schon, dass die Qualität, die sprachliche Qualität deutlich höher wird.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja auch so, wenn du mit Mistralen deutsche Texte schreiben lässt, ist das Deutsch ein schöneres, also ich kann es da nicht anders beschreiben, ja,

Kai Ole Hartwig: ein schöneres Deutsch, als wenn du jetzt ein anderes System dafür würdest.

Kai Ole Hartwig: Ich muss Mistral mal, glaube ich, länger ausprobieren.

Kai Ole Hartwig: Also es war am Anfang einmal ausprobiert, evaluiert und dann ist man so bei den Großen hängen geblieben, Chetipetier und Claude, aber Mistral ist ja auch unfassbar schnell.

Kai Ole Hartwig: Also sie kommen halt einfach nicht mit dem technischen Fortschritt quasi überein.

Kai Ole Hartwig: Also es gibt nicht so häufig Releases und das finde ich halt schon irgendwie

Kai Ole Hartwig: schade, weil an für sich finde ich dieses französische Modell, was es ja ist, auch DevScal, eigentlich sehr, sehr spannend und zu dem Zeitpunkt, wo sie rausgekommen sind, fand ich sie auch wirklich gut.

Kai Ole Hartwig: Jetzt haben sie halt so ein bisschen den Anschluss verloren und das finde ich halt schade.

Kai Ole Hartwig: Ist das wirklich so, dass die großen Modelle so viel besser werden mit jedem Release?

Kai Ole Hartwig: Weil also Fable ist aus dem Vor, also da habe, zumindest ich habe es dann auch definitiv gemerkt, aber

Kai Ole Hartwig: Vorher habe ich so ein paar Mal bei OpenAI das Gefühl gehabt, das habe ich auch schon ein paar Mal gelesen, dass die Modelle so zwei Wochen vorher dümmer werden gefühlt und dann natürlich die Erleichterung kommt, wenn das nicht mehr gebremste Model rauskommt.

Kai Ole Hartwig: Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber so fühlt es sich auch an.

Kai Ole Hartwig: Ich habe zwar das Gefühl, dass da generierter Code, so Problemlösungen, es wird ein bisschen besser, aber auch nur, wenn du keine Ahnung von der ganzen Materie hast.

Kai Ole Hartwig: Also es hängt ein bisschen davon ab, wie du das nutzt.

Kai Ole Hartwig: Wenn ich jetzt sehr spezifisch unterwegs bin und in meinem Großteil des Alltags nutze ich es wirklich für Code-Generierung,

Kai Ole Hartwig: oder Analyse.

Kai Ole Hartwig: Und da sage ich dann auch, ich möchte gerne, dass die Klasse das hat.

Kai Ole Hartwig: Guck mal, diese Methode hast du fünfmal irgendwo, lager das mal aus.

Kai Ole Hartwig: Da merke ich in den letzten Modellen ein wenig Unterschied und manchmal bin ich sogar auf kleineren Modellen unterwegs und gucke einfach Tokens zu sparen, weil ich da auch gar keine Unter... Also ich finde, man merkt einen Unterschied bei Planung von komplexen Dingen.

Kai Ole Hartwig: Da ist das größere, leistungsfähige Modell meistens besser.

Kai Ole Hartwig: Aber wenn der Plan einmal geschrieben ist, dann kann das auch meistens ein kleines Modell wunderbar ausführen.

Kai Ole Hartwig: Aber es gibt ja Paper, die halt auch sagen, je häufiger zum Beispiel eine Datei von der KI angefasst wird, je höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Datei dann kaputt geht.

Kai Ole Hartwig: Und dass das, was da drin ist, kaputt geht.

Kai Ole Hartwig: Und das ist, glaube ich, auch, ich habe immer so ein bisschen das Gefühl, ich weiß nicht, ob das stimmt und ich kenne auch tatsächlich keinen

Kai Ole Hartwig: keine wissenschaftliche Untersuchung jetzt in irgendeiner Art und Weise dazu, dass die Modelle sich in einer Art und Weise quasi so ein bisschen abnutzen durch diese Benutzung.

Kai Ole Hartwig: Ja, da kommen ja viel mehr Sachen rein und dann kommt ja auch sehr viel, ich sag mal, nicht so Schlaues rein.

Kai Ole Hartwig: Das tut mir leid, das war eine Blödheit im Code, der öffentlich verfügbar zum Lernen genutzt wurde.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, das ist ja... Die Bugs, die da entstehen, entstehen ja auch nur, weil sie schon mal woanders waren.

Kai Ole Hartwig: So, ne?

Kai Ole Hartwig: oder weil es einfach keine bessere fertige Lösung gibt, wo die KI gelernt hat, was ist jetzt diese Lösung.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja ein ganz logischer Schluss.

Kai Ole Hartwig: Wenn es eine gewisse Datenquelle gibt, beziehungsweise wo die Daten auch alle herkommen, öffentliche GitHub-Repos, Stack Overflow, denke ich mal, haben die viel abgegrast, zumindest was Code-Generierung und Lösungen betrifft.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich.

Kai Ole Hartwig: wissen ja alle Entwickler, dass da nicht das Beste kam.

Kai Ole Hartwig: Und schon früher haben wir über die Leute geschimpft.

Kai Ole Hartwig: Was heißt nicht das Beste kam?

Kai Ole Hartwig: Also man durfte natürlich nur die Sachen da rauskopieren, wo der Haken dran war, dafür das ist eine echte Lösung.

Kai Ole Hartwig: Großes Geheimnis von Stack Overflow.

Kai Ole Hartwig: Und dann vielleicht auch gucken, wenn die Lösung zehn Jahre alt ist, ob da vielleicht nicht noch ein anderer Kommentar war, dass...

Kai Ole Hartwig: nach den letzten fünf anderen Versionen deiner Programmiersprache sich schon wieder was geändert hat.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Und das ist natürlich auch eine Herausforderung.

Kai Ole Hartwig: Und das führt aber ja auch genau dazu, wenn man halt sich nicht auskennt in seinem Fachgebiet, dass man natürlich sehr mittelmäßige Ergebnisse bekommt.

Kai Ole Hartwig: Zum einen ist halt die Qualität auch einfach Mumpitz.

Kai Ole Hartwig: Also das gibt es ja auch.

Kai Ole Hartwig: Und das ist halt die...

Kai Ole Hartwig: Gefahr ja so ein bisschen, dass wenn du es gar nicht selber einschätzen kannst, du dann halt mit diesem Mittelmaß unfassbar glücklich bist.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Manchmal ist Mittelmaß aber auch völlig ausreichend, das darf man da nicht vergessen.

Kai Ole Hartwig: Wenn wir mal so heute bei LinkedIn und so reinschauen, es lohnt sich ja gar nicht, etwas anderes zu produzieren als das Mindestmaß an Qualität.

Kai Ole Hartwig: Und werde ich ein bisschen böse, wir verlangen ja aber auch nur von Mitarbeitern

Kai Ole Hartwig: dass die Arbeitsqualität eine mittlere Güte hat.

Kai Ole Hartwig: Mehr darfst du einem Mitarbeiter nicht abverlangen.

Kai Ole Hartwig: Also warum sollte die KI mehr Leistung bringen müssen, als das, was der Mensch bringen muss?

Kai Ole Hartwig: Wenn wir immer nur sagen, die mittlere Güte ist ausreichend, dann ist es ja unser Anspruchsdenken, dass eigentlich falsch ist, dass wir sagen, wir wollen vernünftige Qualität.

Kai Ole Hartwig: Immer und überall.

Kai Ole Hartwig: Aber das ist auch das, was ich beim letzten Mal schon sagte.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, wir beide haben Luxusprobleme mit Terraform, mit K3S, K8S-Diskussionen.

Kai Ole Hartwig: Wir sind ganz, ganz weit weg bei vielen Sachen,

Kai Ole Hartwig: Bei vielen Problemen auch, die viele andere da draußen haben und wo wir sagen, das ist nur Mittelmaß, viele sind darüber froh, dass dieses Mittelmaß eigentlich eine Steigerung ihrer Qualität ist, die sie jetzt da drin haben.

Kai Ole Hartwig: sondern das darf man halt auch nicht unterschätzen.

Kai Ole Hartwig: Und das meine ich auch mit, wir haben halt andere Probleme oder wir haben grundsätzliche Probleme gelöst und jetzt sind wir ganz glücklich darüber, dass wir uns jetzt darüber streiten können, wo dann der Terraform State zum Beispiel hingehört oder auf welche Art und Weise wir jetzt ein Cluster skalieren wollen, was da die bessere Methode ist.

Kai Ole Hartwig: Mehr über keinen natürlichen.

Kai Ole Hartwig: Du hast gesagt, wir müssen streiten, also...

Kai Ole Hartwig: Erst horizontal, dann vertikal, Daniel.

Kai Ole Hartwig: Vertikale Skalieren macht immer andere Probleme als Horizontskalieren und die Probleme von vertikal sind größer als von horizontal.

Kai Ole Hartwig: Damit wir das jetzt für ein für alle Mal geklärt haben und ich hier meinen Wasser weiter leer mache.

Kai Ole Hartwig: Zurück zur KI.

Kai Ole Hartwig: Nein, nein, wir müssen uns jetzt bitte weiter streiten, was davon jetzt die Mittelmaßlösung ist.

Kai Ole Hartwig: Aber natürlich, und das ist halt

Kai Ole Hartwig: Dieses Mittelmaß ist für viele auch eine Steigerung der eigenen Qualität, weil sie halt auch vielleicht gar nicht sonst auf die Idee kommen, Dinge auf diese Art und Weise zu lösen.

Kai Ole Hartwig: Aber beschreibt das eigentlich dann, wie tief du in einem Thema drin bist, wie weit dir die KI helfen kann?

Kai Ole Hartwig: Also für mich, irgendwann habe ich auch gelesen, dieses weiße Blattphänomen.

Kai Ole Hartwig: Ich Entwickler, lass mich mal Doku schreiben oder Präsentation.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja wie Katzen waschen oder duschen.

Kai Ole Hartwig: Das macht mir genauso viel Spaß.

Kai Ole Hartwig: Deswegen habe ich keine Katzen.

Kai Ole Hartwig: Aber mit KI kann ich einfach sagen, ich brauche eine Präsentation zu dem Thema und auf einmal steht da irgendwas.

Kai Ole Hartwig: Das sieht scheiße aus.

Kai Ole Hartwig: Ich baue das Ding komplett um.

Kai Ole Hartwig: Aber du fängst nicht bei Null an.

Kai Ole Hartwig: Genau.

Kai Ole Hartwig: Davor hätte ich vorm leeren Blatt gesessen und gesagt, oh, äh,

Kai Ole Hartwig: Da mach ein Foto hin, da, ah nee, doof, weg, nochmal von vorne.

Kai Ole Hartwig: Und so habe ich etwas, wo ich sage, okay, komm, organisieren wir mal, das ist thematisch nicht so richtig, da möchte ich tiefer einsteigen.

Kai Ole Hartwig: Und schon habe ich diesen ersten Schritt, diesen Blocker für mich gelöst.

Kai Ole Hartwig: Und das ist bei vielen anderen Themen auch so, wo ich merke, ich bin nicht tief genug drin.

Kai Ole Hartwig: Also Präsentationen halten zum Beispiel, Vorträge, was auch immer.

Kai Ole Hartwig: Aber damit schaffe ich es.

Kai Ole Hartwig: meine Fähigkeiten zu boosten erst mal.

Kai Ole Hartwig: Und kriege auch schon Feedback, wo es heißt, nee, so machen wir das nicht.

Kai Ole Hartwig: Geh mal über deine Internetseite drüber, ist das SEO-konform, Keyword.

Kai Ole Hartwig: Also da kannst du tausend Sachen fallen mir da ein, wo ich auch nicht gut bin, wo die KI sagt, ah, guck mal, das kannst du besser machen.

Kai Ole Hartwig: Jeder, der aber Ahnung hat, guckt sich das doch an, sagt, boah,

Kai Ole Hartwig: deine Seite ist KI generiert.

Kai Ole Hartwig: Und das ist mir auch schon passiert, wo ich sage, klar, hast du vollkommen recht, aber für mich ist das, ich bin hier unten gestarrt und bin schon hier hochgekommen.

Kai Ole Hartwig: Andere, die Ahnung haben, starten schon hier oben und sagen, guck mal, KI, ich möchte, oder ich sehe selber, dass das und das die Baustellen sind.

Kai Ole Hartwig: Lass das anfangen umzubauen.

Kai Ole Hartwig: Und das ist halt so das Ding, also ich gebe dir wirklich recht, man kann sehr schnell sehr viel mittelmäßige Sachen rausbringen mit KI.

Kai Ole Hartwig: Du kannst aber halt auch wirklich Qualität damit liefern, wenn du selber das Fachwissen hast und quasi die KI dann in die richtigen Denkmuster bringst, damit die Ergebnisse so sind, dass du halt wirklich gute Ergebnisse hast.

Kai Ole Hartwig: Ich merke das auch.

Kai Ole Hartwig: Ich habe letztens versucht, neues Design zu machen.

Kai Ole Hartwig: Design ist jetzt einfach nicht so.

Kai Ole Hartwig: Meine

Kai Ole Hartwig: meine Welt, ich kann zwar beschreiben, was so emotional quasi stattfinden soll.

Kai Ole Hartwig: Also ich sage immer, ich kann drei Farben.

Kai Ole Hartwig: Naja, schon ein bisschen mehr.

Kai Ole Hartwig: Also dafür habe ich auch genug mit UX zusammengearbeitet, um so Grundprinzipien zu verstehen.

Kai Ole Hartwig: Und dann sage ich aber auch wieder so, ja okay, also dieser ästhetische Trend zum Beispiel, dieser block-brutalistische Trend, den man jetzt zum Teil hat,

Kai Ole Hartwig: Kennst du nicht Plutalismus?

Kai Ole Hartwig: Doch schon, aber eher, ich verbinde das mit Architektur.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich, das ist ein Architekturprinzip und das ist auch ein Designprinzip.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja genauso wie Bauhaus, auch Architektur ist, aber ja auch vor allem ein Designprinzip.

Kai Ole Hartwig: Ja, es ist auch ein Baumarkt, okay.

Kai Ole Hartwig: Aber Bauhaus ist vor allem ein, ich glaube auch in Deutschland entstanden, ein Designtrend, genau wie Plutalismus sehr europäisch geprägt ist.

Kai Ole Hartwig: So gut kenne ich mich aus, ja?

Kai Ole Hartwig: Okay, perfekt.

Kai Ole Hartwig: Also, ihr könnt die KI mir helfen.

Kai Ole Hartwig: Ich sage jetzt auch lieber nicht weiter dazu, weil dann kommt wieder irgendjemand und sagt, nein, aber das Designprinzip gehört noch dahin und das ist die falsche Analogie dafür und das war die Idee komplett anders und dann sage ich, ja, aber das ist ja das, wie es heute empfunden wird.

Kai Ole Hartwig: Deswegen gehen wir jetzt mal schnell weg, aber es gibt halt auch im Webdesign gibt es ja Trends, wir hatten auch mal den

Kai Ole Hartwig: Verschiedene Trends ja immer wieder mit Neon und so weiter und so fort.

Kai Ole Hartwig: Das sind ja sehr einfache, begreifbare Trends.

Kai Ole Hartwig: Aber wir hatten auch, wie heißt es denn gleich, das Verschwungene der 40er Jahre.

Kai Ole Hartwig: Was war es denn?

Kai Ole Hartwig: Verschwungene der 40er Jahre?

Kai Ole Hartwig: Ja, mit wiederholenden Mustern und so.

Kai Ole Hartwig: Ich bin froh, dass ich den Trend verpasst habe anscheinend.

Kai Ole Hartwig: Mal zum Hintergrund, so mit Pattern und sowas.

Kai Ole Hartwig: Ja, auch.

Kai Ole Hartwig: Egal, es ist zu warm.

Kai Ole Hartwig: Mir fällt das ein, wenn wir fertig sind und 20 Grad weniger haben.

Kai Ole Hartwig: Aber genauso gibt es im Moment brutale große Schriften, die auftreten.

Kai Ole Hartwig: Und da sage ich so, das ist nicht mein ästhetisches Empfinden, was ich auf einer Webseite haben möchte.

Kai Ole Hartwig: Ja, wenn du keinen Inhalt hast, muss der Text groß sein.

Kai Ole Hartwig: Das habe ich schon bei Strafarbeiten damals gelernt.

Kai Ole Hartwig: Ja, das ist halt ein Stilmittel.

Kai Ole Hartwig: Du möchtest damit etwas bewirken.

Kai Ole Hartwig: Ich sage, wenn das kommt, dann ist das nicht die Emotion, die ich haben möchte.

Kai Ole Hartwig: Ich finde, Design und ästhetische Dinge muss man fühlen.

Kai Ole Hartwig: Oder das sollte bestimmte Emotionen und Gefühle auslösen.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Wir dürften jetzt völlig ab.

Kai Ole Hartwig: Kennst du State Modern in London?

Kai Ole Hartwig: Nö.

Kai Ole Hartwig: Ach Daniel, okay.

Kai Ole Hartwig: Ich würde sagen, okay, die nächste Folge machen wir dann aus dem Tate.

Kai Ole Hartwig: Ich weiß aber gar nicht, was die Regeln im Tate sind, um einen Podcast aufzuzeichnen.

Kai Ole Hartwig: Aber da gibt es das Tate Modern.

Kai Ole Hartwig: Wer es nicht kennt, steht an der Themse in London und war halt früher ein Kraftwerk.

Kai Ole Hartwig: Wie so viele Sachen, die umgewandelt wurden, sind in London.

Kai Ole Hartwig: Und in dieser Turbinenhalle gibt es immer wieder krasse Sonderausstellungen.

Kai Ole Hartwig: Und vor einigen Jahren, oder vielleicht sogar von einem Jahrzehnt her oder so, ja, über ein Jahrzehnt muss es her sein, gab es eine Installation, eine Kunstinstallation aus Rutschen, wo du runtergerutscht bist, von ganz oben oder aus der mittleren Etage runter.

Kai Ole Hartwig: Und dann gab es auch Kunstinstallationen, wo einfach ein Container aufgestellt wurde, ein Überseekontainer, und da konntest du reinlaufen.

Kai Ole Hartwig: Und der Effekt da war natürlich komplett gegensätzlich.

Kai Ole Hartwig: Oder handgefertigte Ton-

Kai Ole Hartwig: Samenkörner von Sonnenblumen, die über diese kompletten Turbinenhalle verteilt waren.

Kai Ole Hartwig: Und das meine ich mit Design,

Kai Ole Hartwig: Und muss eine Emotion auslösen.

Kai Ole Hartwig: Wenn du in so einen schwarzen Container... Das löst bei mir Verwirrungen aus, ja.

Kai Ole Hartwig: Wenn du in so einen schwarzen Container rein oder dunkel werdenden Container reinläufst, entwickelst du natürlich eine gewisse Empfindung.

Kai Ole Hartwig: Auch die Geräuschkulisse nimmt dann ab von außen.

Kai Ole Hartwig: Und dann ist es auf einmal dunkel und das ist etwas komplett anderes.

Kai Ole Hartwig: Wenn du dann durch diese Millionen oder Milliarden von Samenkörnern wirst, die gefertigt wurden, handgefertigt,

Kai Ole Hartwig: Dann ist das natürlich... Das warst du ja Leute, haben die geschnitzt oder was?

Kai Ole Hartwig: Nee, aus Ton geformt und dann auch angemalt.

Kai Ole Hartwig: Eine Person, glaube ich.

Kai Ole Hartwig: Wenn ich das nicht im Kopf habe.

Kai Ole Hartwig: Ich beschwere mich nie wieder, wenn ich Templates schrubben muss.

Kai Ole Hartwig: Dann hast du natürlich ein... Dann ist das etwas völlig anderes, als wenn du diese lange Rutsche mit viel Spaß runterrutscht, wo du auch Tage vorher mal so ein Ticket bekommst, um ein Mal da runter zu rutschen.

Kai Ole Hartwig: So, ja, dann, es gab auch zwei kurze, da musste man das nicht machen, aber so, dann ist das natürlich etwas komplett anderes als Erlebnisse, als Emotionen, die da folgt, genauso als einfach dieser Boden einmal aufgerissen wurde und ein tiefer, tiefer Riss reingefertigt wurde in diese Turbine.

Kai Ole Hartwig: Den sieht man auch heute noch, ja, da wurde zugespachtet, aber du siehst ihn noch heute.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: So, und das ist natürlich etwas, ähm,

Kai Ole Hartwig: Das sind natürlich rein menschliche Überlegungen, die dann zu einem großartigen Kunstwerk und zu einer Stilrichtung nachher unter Umständen führen.

Kai Ole Hartwig: Und das sind halt Prozesse, die eine KI nicht schaffen kann.

Kai Ole Hartwig: weil sie Emotionen nicht versteht.

Kai Ole Hartwig: Und deswegen kommt auch ganz häufig Mittelmaß raus, weil das ist das, was ganz häufig repliziert irgendwo schon mal da ist.

Kai Ole Hartwig: Ja, wenn dieser brutalistische Trend quasi gerade überall auftaucht und gehypt wird, so ein bisschen in den Ranking-Listen,

Kai Ole Hartwig: dann wird die KI dazu tendieren, das zu machen.

Kai Ole Hartwig: Wenn man jetzt schreiben würde, Typo3-Cluster sind der geilste Scheiß und das Ganze überall im Internet verteilt und das quasi für die KI die führende Meinung wird, dann wird die KI immer wieder vorschlagen, naja, ihr müsst Typo3-Clustern und das macht ihr am besten in einem K3S, weil das ist die beste Lösung.

Kai Ole Hartwig: Kommt zu uns, wenn ihr das braucht.

Kai Ole Hartwig: Genau, so.

Kai Ole Hartwig: Und wenn ihr das braucht, geht zu Ole und Daniel, die sind diejenigen, die das können und die das bauen.

Kai Ole Hartwig: Also das Prinzip von KI und warum diese Mittelmäßigkeit entsteht, ist ja, sie sucht das Muster, die Vergleichbarkeit, die Gleichheit und repliziert die Gleichheit.

Kai Ole Hartwig: Sie kann nicht kreativ, wir müssen jetzt echt sehr tief absteigen, was im menschlichen Kopf bei Kreativität passiert, weil das ist ja nicht linear.

Kai Ole Hartwig: Die KI geht ja hin und berechnet, also jetzt ganz simpel gesagt, was das wahrscheinlich nächste Wort ist oder welcher wahrscheinlich nächste Pixel ist oder so.

Kai Ole Hartwig: Und zumindest, wenn ich das auf Seiten nochmal runterbreche, was sie ja oft macht, ist, die baut ja eine Seite, die in sich stimmig ist.

Kai Ole Hartwig: Aber dann hast du daneben noch eine Seite und da noch eine Seite.

Kai Ole Hartwig: Du hast noch deinen LinkedIn-Account und da bist du dann natürlich erstmal komplett falsch positioniert, weil alles in eine andere Richtung ist.

Kai Ole Hartwig: Das ist kein Guss oder das kriegt sie nicht hin.

Kai Ole Hartwig: Sie kriegt das nicht hin, weil das Design-System

Kai Ole Hartwig: nicht da war und nicht durchgängig angewendet wurde.

Kai Ole Hartwig: Wenn du nämlich dann wieder weißt, hey, okay, ich brauche ein Designsystem, dann bekommt sie es auch hin.

Kai Ole Hartwig: Aber sie wird halt niemals von alleine hingehen und einen Riss in einen Turbinenhallenboden produzieren, weil der Standard, wenn man so will, das Mittelmaß, das einheitliche Pattern ist, wir machen einen glatten Boden.

Kai Ole Hartwig: Wir hängen ein Bild an die Wand, stellen uns davor und versuchen, was rein zu interpretieren.

Kai Ole Hartwig: Das ist Standardkunst.

Kai Ole Hartwig: Also, so würde ja jeder oder würde die KI ja das sagen, weil das tausendmal so im Internet zu sehen ist.

Kai Ole Hartwig: Naja, auch wenn du dann halt einen gewissen Stil vorgibst, dann bekommt sie es ja auch hin, diesen nachzuahmen.

Kai Ole Hartwig: Wenn du jetzt sagst, ich möchte das Expressionismus so expressionistisch haben, dann wird sie in diese Richtung gehen, weil sie gelernt hat, okay, das ist, da gibt es diese Elemente drin.

Kai Ole Hartwig: Um jetzt nochmal ein bisschen den Bogen zum Programmieren wiederzukriegen.

Kai Ole Hartwig: Also ich finde die Richtung eigentlich gar nicht schlechter.

Kai Ole Hartwig: Ne, also es ist genau das Gleiche.

Kai Ole Hartwig: Es ist genau das Gleiche oder ich würde genau das Gleiche auch beim Programmieren sagen.

Kai Ole Hartwig: Nur die Beispielen mit dem Programmieren sind halt meistens so abstrakt, dass du nur mit Entwicklern darüber reden kannst.

Kai Ole Hartwig: Also deswegen das Kunstbeispiel ist super, weil das können mehr Leute verstehen.

Kai Ole Hartwig: Aber das Gleiche gilt ja auch für Quellcode.

Kai Ole Hartwig: Genau dieser Riss im Boden zum Beispiel, wo du sagst, ich brauche etwas, ich habe vorausschauend, werde ich dieses Problem haben.

Kai Ole Hartwig: Oder der Gesamtgedanke dieser Architektur ist, ich möchte klein starten.

Kai Ole Hartwig: Wenn Kunden kommen, möchte ich aber zum Beispiel auch in der Lage sein, etwas zuzubauen.

Kai Ole Hartwig: Oder bei der Möglichkeit, vielleicht hat man sich mit seinen Gründern darauf geeinigt, wir starten mit AWS und ECS, wollen aber den Login vermeiden.

Kai Ole Hartwig: und bauen unsere Applikation so, dass wir jederzeit einen Hetzner oder einen K3S daneben stellen können und dahin deployen können.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht ist das ja die Annahme, die wir haben, und dann bauen wir den ganzen Quelltext so.

Kai Ole Hartwig: Natürlich kann man der KI das alles mitgeben, eine AgentsMD und immer mehr Kontext, immer mehr Kontext.

Kai Ole Hartwig: Aber der Mensch, der sich entscheidet, eine Richtung vorzugeben, oder irgendwelche anderen Sachen zu machen,

Kai Ole Hartwig: dann, das macht die KI nicht, sie erstellt sich keinen Plan, langfristigen Plan und guckt dann auch nicht, ob die Sachen, die gemacht sind, darauf zum Beispiel einzahlen, weil die KI geht hin und los, das Problem immer möglichst schnell.

Kai Ole Hartwig: Und das sehe ich auch im Quelltext.

Kai Ole Hartwig: Guck mal, ich habe ein Problem, es gibt eine Klasse, die einen Datenbank-Eintrag repräsentiert.

Kai Ole Hartwig: Oh, diese Klasse muss jetzt aber noch irgendwelche,

Kai Ole Hartwig: weiß ich nicht, irgendwelche anderen Werte anzeigen, ja, da kommt da noch eine Methode dran.

Kai Ole Hartwig: Und ich sage so, nein, in Zukunft könnte es ja sein, dass diese Klasse gar nicht mehr da ist oder ich brauche das als Service.

Kai Ole Hartwig: Und genau diesen Gedanken habe ich noch nie gesehen, dass die KI das gemacht hat.

Kai Ole Hartwig: Wenn ich ihr nicht selber gesagt habe, guck mal, das ist wiederholender Code, es gibt das Solid-Prinzip, versuch die Sachen zu abstrahieren, wiederhole dich nicht.

Kai Ole Hartwig: Ja gut, da ist mein Ansatz tatsächlich anders.

Kai Ole Hartwig: Ich gebe quasi der KI mit, wie als Beispiele mit hier, das habe ich so gelöst.

Kai Ole Hartwig: Also auch gar nicht so explizit, sondern implizit.

Kai Ole Hartwig: Das liegt da und ich sage, wir verwenden die gleichen Design-Patterns wie bisher.

Kai Ole Hartwig: Bitte mach keinen Fehler.

Kai Ole Hartwig: Richtigster Schlusssatz.

Kai Ole Hartwig: Ich gebe ihr quasi Vorlagen und Vorgaben mit, wir gehen in diese Richtung.

Kai Ole Hartwig: Und das ist nämlich der Unterschied.

Kai Ole Hartwig: Wenn ich jetzt hingehe und sage, kreiere mir eine Website mit Wow-Effekt für, weiß ich nicht, Anwaltskanzlei XYZ,

Kai Ole Hartwig: dann wird keine Webseite mit Wow-Effekt rauskommen, weil sie halt sagt, okay, die meisten Rechtsanwaltsseiten sehen so aus, also orientiere ich mich daran und dann wird das schon passen.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, das ist halt so dieses, die KI sucht die Muster und glaubt, dass diese Muster die richtige Lösung sind und nimmt das dann halt als schnelle Lösung an.

Kai Ole Hartwig: Und deswegen ist dieser Planungsmodus so wichtig und so wichtig, dass man halt

Kai Ole Hartwig: Strukturvorgaben macht.

Kai Ole Hartwig: Jetzt wird immer noch nicht so ein Ausnahmeding einfach so

Kai Ole Hartwig: entstehen, weil das muss man immer noch sagen, okay, wir weichen jetzt quasi von dieser Norm, von dem Standard, von dieser Gleichheit ab und brechen aus.

Kai Ole Hartwig: Das macht ja auch Ausnahmekunst.

Kai Ole Hartwig: Wir brechen aus der Gleichheit aus und sagen halt, das Kraftwerk ist jetzt ein Ort der Kunst und da schaffen wir auch besonders große Kunstwerke und genauso müssen wir das mit Webseiten und mit der KI machen.

Kai Ole Hartwig: Also die KI wird uns immer...

Kai Ole Hartwig: die Gleichheit liefern und wir müssen dafür sorgen, dass sie nach oben am besten, manchmal vielleicht auch nach unten, ausbricht und damit etwas liefert und baut, kreiert, möchte ich jetzt gar nicht so sagen, aber in Code produziert, dass dann unserem Anspruch gerecht wird, dass es

Kai Ole Hartwig: Top-Notches.

Kai Ole Hartwig: Aber genau dieses Beurteilen kannst du halt nur, wenn du über Mittelmaß bist.

Kai Ole Hartwig: Genau diese fortlaufenden Gedanken kannst du ja nur machen, wenn du dich mit der Materie auskennst, also egal was es ist, dich mit der Materie auskennst, weißt, wo du hin möchtest, weißt auch, wie du das erreichst und das artikulieren kannst.

Kai Ole Hartwig: Du musst halt in dieser Zone, was ich meinte, du hast diese Luxusprobleme.

Kai Ole Hartwig: Du kannst dich nur, du hast andere Probleme überwunden, die andere haben und kannst sie auch lösen reproduzierbar.

Kai Ole Hartwig: Also wenn du ja in diesem

Kai Ole Hartwig: schöner Wohnbereich und Luxusproblembereich bist, dann hast du ja die Lösungen für alle anderen Probleme gefunden, zumindest auf einem oder anderen Weg.

Kai Ole Hartwig: Du hast ja quasi die Kapazitäten frei, dich damit zu beschäftigen und dir zu überlegen, Terraform ist doch eine schicke Sache.

Kai Ole Hartwig: Terraform ist auch ein schönes Beispiel, dass du auch zum Beispiel KI, die produziert ja nicht immer das gleiche Ergebnis für den gleichen Prompt.

Kai Ole Hartwig: Also

Kai Ole Hartwig: Es ist ja nicht deterministisch, was dabei rauskommt.

Kai Ole Hartwig: Und das ist so eine der ersten Sachen, die ich für mich gelernt habe.

Kai Ole Hartwig: KI ist nicht dafür da, dir deinen Quellcode zu generieren, sondern KI ist dafür da, dir etwas zu bauen, was Quellcode generiert.

Kai Ole Hartwig: Ist das so?

Kai Ole Hartwig: Also ich versuche oft und viele Sachen so zu machen.

Kai Ole Hartwig: Zum Beispiel bei den letzten...

Kai Ole Hartwig: Systemen, wo ich mal durch PHP-Updates machen musste.

Kai Ole Hartwig: Da habe ich nicht gesagt, guck mal durch und sag mir, wie weit ich bin und alle Fälle, sondern ich habe gesagt, ich möchte einen Scanner bauen, der automatisch alle Stellen findet.

Kai Ole Hartwig: Ich meine, da sind wir wieder, ich wusste das für mich, ich schmeiße einen Docker-Container dahin, mache einen Find, PHP-L und validiere einfach gegen eine neuere PHP-Version.

Kai Ole Hartwig: Super easy, weil ich in dem Bereich mich gut auskenne, hatte ich diese Lösung für mich.

Kai Ole Hartwig: Und ich habe gesagt, baue mir einen Scanner, der danach sucht, was für Pattern gibt es noch, die ich suchen können möchte.

Kai Ole Hartwig: Regex mit reingebaut, Doctrine, Rector, da waren so ein paar Tools, die mit eingebaut wurden.

Kai Ole Hartwig: Und dann hatte ich auf einmal, und das, was dann noch dazu kam, das hätte ich nie gebaut,

Kai Ole Hartwig: KI hat da noch etwas gebaut, was aus Output passt und einfach am Ende ein Ergebnis ausgeht und sagt, du bist zu 80% fertig.

Kai Ole Hartwig: Ja, siehst du, dann sage ich, naja, aber wenn ich das Ergebnis schon habe oder die Vorlage für einen Plan schon habe,

Kai Ole Hartwig: dann kann ich jetzt die KI den Plan ausarbeiten lassen, um die Programmiertätigkeit zu erledigen.

Kai Ole Hartwig: Das ist dann der dumme Teil, ja.

Kai Ole Hartwig: Natürlich, Fleißarbeit und Code generieren, das ist perfekt für die KI.

Kai Ole Hartwig: Aber dann bist du deterministisch, weil du dann immer die gleiche Grundausgangslage hast.

Kai Ole Hartwig: Oder anderes Projekt habe ich zum Beispiel auch, darfst du keine Public, also weil es halt Closed Source ist und darf nicht veröffentlicht werden, kannst du kein Public Model draufschmeißen.

Kai Ole Hartwig: Wenn du zu viel Geld hast und dein MBA dir egal ist, kannst du das machen.

Kai Ole Hartwig: Würde ich nicht empfehlen.

Kai Ole Hartwig: Also dich hält nur Compliance davon ab.

Kai Ole Hartwig: Also rein technisch kannst du das selbstverständlich machen.

Kai Ole Hartwig: Du solltest es nicht machen.

Kai Ole Hartwig: Aber so rein technisch halte ich ja niemand davon ab.

Kai Ole Hartwig: Tim hat ja letztens erzählt, kurzer Einschub dafür, du kannst auch mal hier Gast werden, hatte ich ja schon mal gesagt, aber egal, dass er tatsächlich quasi seine eigene Software hat debuggen lassen durch die KI und dann nimmt er halt verschiedene Methoden, damit sein geistiges Eigentum geschützt ist.

Kai Ole Hartwig: Und der Bug war aber halt nur in der kompilierten Version, die verschlüsselt und hast du nicht gesehen.

Kai Ole Hartwig: Dann hat er die KI draufgeschmissen.

Kai Ole Hartwig: also Fabel tatsächlich, als es da war.

Kai Ole Hartwig: Und die hat sich dann Tools gebaut, um quasi das alles zu entschlüsseln und dann sehr geschickt zu debuggen können.

Kai Ole Hartwig: Das ist natürlich auch, also es gibt, finde ich, überraschende Momente manchmal mit der KI, wo man halt auch sagen muss, okay, die

Kai Ole Hartwig: kommt halt manchmal schon auf Ideen und Wege, auf die ich nicht unbedingt gekommen wäre.

Kai Ole Hartwig: Auch gerade, wenn man sie für Dinge einsetzt, wie Pentesting.

Kai Ole Hartwig: Manchmal kommen da nämlich gerade durch dieses Nicht-Deterministische, fallen dann manchmal Wege raus, wo ich wirklich beeindruckt bin, wo einfach auch so ein System...

Kai Ole Hartwig: sehr geschickt durch eine Kombination von Cache-Poising und einigen anderen Methoden gehackt wurde, das aber halt vorher durch einen ganz normalen Pentest durchgelaufen ist, schon durch einen professionellen, wo man irgendwie fünf Sicherheitsdrucken oder sowas gefunden hat und nicht ins System gekommen ist und die KI, übrigens das normale Opus, tatsächlich ins System erfolgreich eingedrungen ist.

Kai Ole Hartwig: Und halt mehr Sicherheitslücken gefunden hat.

Kai Ole Hartwig: Und auch einige offensichtlich echt kritisch.

Kai Ole Hartwig: Genau solche Sachen möchte ich ja wiederholbar haben.

Kai Ole Hartwig: Also dass ich sage, guck mal, ich habe jetzt zwei Monate gearbeitet.

Kai Ole Hartwig: Ich möchte den gleichen qualitativ hochwertigen Test nochmal ausführen können.

Kai Ole Hartwig: Und mich darauf verlassen können, dass wenn ich jetzt geistig umnachtet gewesen bin und den gleichen Fehler nochmal einbaue, dass der wieder gefunden wird.

Kai Ole Hartwig: Ja, und deswegen soll er halt MD-Dateien dafür immer schreiben.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Das schreibt der Blatt.

Kai Ole Hartwig: Das ja.

Kai Ole Hartwig: Also ich habe auch MD-Ordner oder Docs-Ordner, die mittlerweile, glaube ich, mehr Texte enthalten als den Quellcode selber.

Kai Ole Hartwig: Das finde ich auch mittlerweile relativ anstrengend, dass aber die KI hier hingeht und den Quellcode so akribisch dokumentiert.

Kai Ole Hartwig: Ich habe explizit drinstehen, ich will keine Kommentare.

Kai Ole Hartwig: Es gab so zwei, drei Ausnahmen, wo ich wirklich Bugs gefunden habe, wo ich dann zum Beispiel PCS-Fixer auskommentieren musste, weil berechtigte Gründe, Altlast, was auch immer, ja hast recht, macht man nicht mehr, ist aber nur...

Kai Ole Hartwig: Genau.

Kai Ole Hartwig: Bei solchen Sachen oder einen Bug habe ich gefunden, wo ich gesagt habe, das baue ich jetzt ein, ist nicht geil bei jedem Seitenaufruf, die BigQuery extra zu machen, aber das hat den Hintergrund, weil ansonsten an anderen Stellen, die ganz schlecht gebaut waren, Sachen nicht funktioniert haben.

Kai Ole Hartwig: Wenn diese Stelle bereinigt ist, kann auch diese hier entfernt werden.

Kai Ole Hartwig: Der Kommentar ist drin geblieben, aber KI macht halt oft, so genau wie Junioren auch, mit, weiß ich nicht, da unten steht eine Schleife, die läuft da rüber und lädt alle Benutzer aus der Datenbank.

Kai Ole Hartwig: Ja, danke, das sehe ich im Quelltext selber.

Kai Ole Hartwig: Aber ich merke schon, unsere Systeme machen sehr unterschiedliche Dinge.

Kai Ole Hartwig: Warum?

Kai Ole Hartwig: Weiß ich nicht, Daniel.

Kai Ole Hartwig: Nein, das ist doof.

Kai Ole Hartwig: Ich beleidige die anscheinend zu oft.

Kai Ole Hartwig: Ja, das mache ich zum Beispiel gar nicht.

Kai Ole Hartwig: Ich baue sehr viele Floskeln auch ein, ne?

Kai Ole Hartwig: Echt?

Kai Ole Hartwig: Also eher sowas wie bitte, danke, was ich ja auch im normalen Sprachgebrauch sehr, sehr wenig benutze.

Kai Ole Hartwig: Danke.

Kai Ole Hartwig: Oder bitte.

Kai Ole Hartwig: Ja, tatsächlich.

Kai Ole Hartwig: Bitte, danke.

Kai Ole Hartwig: Also wenn ich das sage, meine ich das schon ernst.

Kai Ole Hartwig: Aber ich benutze das sehr reduziert in meinem täglichen Sprachgewicht.

Kai Ole Hartwig: Ich weiß gar nicht, warum.

Kai Ole Hartwig: Aber viele Dinge, wo ich denke, ja komm, da hast du dich jetzt nicht angeschreckt.

Kai Ole Hartwig: Warum soll ich dich jetzt quasi... Aber anyway, völlig anderes Thema.

Kai Ole Hartwig: Auf jeden Fall bei der KI benutze ich das relativ häufig.

Kai Ole Hartwig: Und wenn die KI auch Dinge dann mal wirklich gut gemacht hat, dann sage ich ihr das zum Beispiel auch explizit.

Kai Ole Hartwig: Du denkst, die lernt das?

Kai Ole Hartwig: Ich weiß es nicht, Daniel.

Kai Ole Hartwig: Ich weiß nicht, ob die KI das lernt.

Kai Ole Hartwig: Also, wenn SkyNet irgendwann da ist, wird der T1000 zu dir kommen und über den Kopf streichen und sagen, hast du brav gemacht.

Kai Ole Hartwig: Ich habe halt den Eindruck, ich sage aber auch genauso bei Lösungen, die kacke sind, dass sie kacke sind.

Kai Ole Hartwig: Ich bin sehr eindeutig quasi mit meiner Sprache an der Stelle.

Kai Ole Hartwig: Ich habe den Eindruck, dass diese Eindeutigkeit der Sprache

Kai Ole Hartwig: das für die KI einfacher macht.

Kai Ole Hartwig: Ich denke dabei immer so an meine Zeit zurück, wo ich ja sehr viel mit Erlebnispädagogik unterwegs war.

Kai Ole Hartwig: Kindern, Erste-Hilfe, Rettungsschummen und so weiter, das Zeugs beigebracht habe, die ja auch im Prinzip meistens ja mehr aus der Richtung kam, Schule und Lernen ist doof.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Und die du jetzt mit einer Theoriestunde nicht begeistern konntest, aber mit sehr motivierender Sprache und sehr viel praktischen Sachen immer sehr weit gebracht hast, sehr gut an Ziele herangebracht hast und die wirklich gut wurden in diesen Sachen, nicht mittelmaß.

Kai Ole Hartwig: Und ich finde, wenn man so ein bisschen in der Sprache mehr wie mit Kindern, die gerade Sachen lernen und sich sonst schwer tun damit, interagiert und agiert,

Kai Ole Hartwig: dann sind die Ergebnisse auf einmal aneinander.

Kai Ole Hartwig: Und ich habe in meinem System-Prompt ja auch drinstehen, es soll sich dann erinnern, dass ich eine LRS habe, also Schreiben meistens ziemlich chaotisch bei mir ist, es soll das quasi, man soll daran denken und soll das entsprechend die Buchstaben in die richtige Reihenfolge bringen, dass es Sinn ergibt.

Kai Ole Hartwig: Ich schreibe wie unter aller Sau.

Kai Ole Hartwig: Und gleichzeitig ist es aber daran denken soll, dass ich Informatik studiert habe und einen hohen technischen Anspruch an alles habe.

Kai Ole Hartwig: Das ist quasi in meinem System-Prompt mit drin.

Kai Ole Hartwig: Und dass ich die Lösung immer an der bestmöglichen Lösung orientiere.

Kai Ole Hartwig: Meinst du, wenn sie die Info nicht hat, dass sie dann einfach sagt, komm, ich nehme den Quick Win und ich bevollzuge den Quick Win über Nachhaltigkeit?

Kai Ole Hartwig: Muss ich mal ausprobieren.

Kai Ole Hartwig: Also ja, ich habe keinen System-Prompt.

Kai Ole Hartwig: Der System-Prompt ist so ein bisschen mehr, auch mit Hey, Performance und Blah und so.

Kai Ole Hartwig: Aber vom Grundgedanken her ist halt dieses Hey, pass auf, ich habe Plan von dem, was ich tue, auch wenn ich nicht schreiben kann.

Kai Ole Hartwig: Hat die eigentlich schon mal geantwortet, warum fragst du dann mich?

Kai Ole Hartwig: Nee, interessanterweise nicht.

Kai Ole Hartwig: Aber die Diskussionen sind halt schon anders.

Kai Ole Hartwig: Also dann, wenn ich dann so etwas schreibe wie Hey, also pass mal auf, mir ist das aufgefallen.

Kai Ole Hartwig: oder ich würde bevorzugen, die Lösung scheint mir sinnvoller zu sein, dann ist die Reaktion anders, als wenn das nicht drin ist.

Kai Ole Hartwig: Das kann jetzt natürlich purer Zufall sein.

Kai Ole Hartwig: Ich habe das nicht wissenschaftlich untersucht mit vernünftigen wissenschaftlichen Methoden.

Kai Ole Hartwig: Da sind wir aber auch wieder bei dem Problem.

Kai Ole Hartwig: Es ist halt nicht deterministisch.

Kai Ole Hartwig: Du kannst nicht sagen, also kannst du schon, oder?

Kai Ole Hartwig: Naja gut, also wenn du einer gewissen Anzahl an... Ich spiele gerade auch den Kopf durch.

Kai Ole Hartwig: Könnte man hingehen und sagen, ich mache einen fertigen Prompt,

Kai Ole Hartwig: Ja natürlich, das nennt sich ja Pump-Engineering.

Kai Ole Hartwig: Du kannst ein klassisches Pump-Engineering machen, indem du die Antworten wieder durch eine KI bewerten lässt und damit halt dir eine Matrix aufbaust, wann ist das Ergebnis das Beste.

Kai Ole Hartwig: So, das ist ja das klassische Prompt-Engineering.

Kai Ole Hartwig: Mist, das muss ich in LinkedIn noch erweitern anscheinend.

Kai Ole Hartwig: Habe ich gar nicht drinstehen in meinem Profil.

Kai Ole Hartwig: Anscheinend bin ich ja Prompt-Engineer, wenn ich das mache.

Kai Ole Hartwig: Hast du den Kurs gemacht bei Anthropic?

Kai Ole Hartwig: Der Anthropic-Kurs, der Prompt-Engineering in der Academy, der erklärt das wirklich...

Kai Ole Hartwig: wie man eigentlich an den besten Prompt herankommt.

Kai Ole Hartwig: Nicht, dass ich das jetzt ständig benutzen würde oder so, weil ich sage, irgendwie verbringt man schon ein bisschen sehr viel Token damit.

Kai Ole Hartwig: Aber das Prinzip, zu sagen, okay, ich erstelle ein System, das Prompts generiert, das die Ergebnisse bewertet und anhand dessen den Prompt wieder verbessert, als Prompt-Engineering-Methode, um

Kai Ole Hartwig: das nicht-deterministische System wieder vergleichbar zu bekommen, mit welchen Variationen bekomme ich denn grundsätzlich das bessere Ergebnis und dann habe ich nur in dem besseren Ergebnis Variationen drin.

Kai Ole Hartwig: Je nachdem, wie ich meine Parameter einstelle, verändert sich das auch wieder.

Kai Ole Hartwig: Finde ich, ist dann schon wieder spannend und macht Sinn, sich mal anzuschauen.

Kai Ole Hartwig: Kleine Side-Note.

Kai Ole Hartwig: Ich habe den Nvidia Spark und...

Kai Ole Hartwig: Mit KI habe ich versucht, das Ding ans Laufen zu kriegen.

Kai Ole Hartwig: Was hat die gemacht?

Kai Ole Hartwig: Genau das, was du sagst.

Kai Ole Hartwig: Die hat einen Prompt generiert, im Hintergrund die Config geändert, den Dienst neu gestartet und immer wieder den Prompt abgeschickt und dann Token pro Sekunde gemessen und solche Sachen.

Kai Ole Hartwig: Und daher habe ich auch solche Sachen schon ein paar Mal ausprobiert.

Kai Ole Hartwig: Auch Debugging-Sessions im Programmieren, da siehst du ja, der debuggt sich dann ja wirklich so dadurch, wenn man den lässt.

Kai Ole Hartwig: Also wenn man den Rechte gibt und die

Kai Ole Hartwig: die Logdateien und so weiter und so fort und Docker, Container, alles was er braucht und man sagt, hey, löst da dieses Problem und du meldest dich erst mal wieder, wenn das Problem jetzt gelöst ist, dann rennt er da ja auch so lange durch, bis er das gelöst hat oder bis man halt die Geduld verliert und sagt, nee, jetzt machst du zum zehnten Mal die gleiche Scheiße, das funktioniert anders.

Kai Ole Hartwig: Aber es ist halt beides möglich.

Kai Ole Hartwig: Was noch ein anderer Weg ist, den ich jetzt so ein paar Tage erst probiere.

Kai Ole Hartwig: Also ich merke zum Beispiel, also definitiv meine Prompts sind scheiße.

Kai Ole Hartwig: Das wussten wir jetzt ja schon länger.

Kai Ole Hartwig: Also einfach, weil ich irgendwie so dieses Googlen bei mir nicht rauskriege.

Kai Ole Hartwig: Also ich bin halt immer sehr knapp mit Keywords unterwegs oft.

Kai Ole Hartwig: Was ich aber für mich merke, ist zum Beispiel, reden und schreiben sind zwei ganz unterschiedliche Sachen.

Kai Ole Hartwig: Es gibt ja Tools mittlerweile, also mal abgesehen von Speech-to-Text, sagen wir mal auf Mac oder so, wo du einfach wirklich so diktierst, gibt es ja auch Tools, die theoretisch das, was du einsprichst,

Kai Ole Hartwig: in sinnvollen Texte umwandeln, weil das ist echt komisch, was da rauskommt, wenn ich rede.

Kai Ole Hartwig: Aber tun Sie das mit KI umwandeln, produzieren aber eigentlich, oder das ist jetzt auch ein Bauchgefühl, habe ich noch nicht weiter getestet oder gemessen,

Kai Ole Hartwig: Aber Promts, wenn ich diese abfeuere, kommt aber, also ich habe meistens dann größere Promts, wo viel mehr Infos drinstehen, die ich dann abfeuere, wo das Ergebnis dann natürlich besser wird.

Kai Ole Hartwig: Also ich habe das Problem mit den Promts, wenn ich die einspreche, dass die zu lernen sind.

Kai Ole Hartwig: Also wirklich, dass das Alpha nicht ist.

Kai Ole Hartwig: Ich kann es da nicht abschicken.

Kai Ole Hartwig: Ist es nicht 65k, das Prompt-Limit oder sowas?

Kai Ole Hartwig: Also zuerst bei meinem Open Code, glaube ich, habe ich aber 65k reduziert.

Kai Ole Hartwig: Ich quatsche zu viel.

Kai Ole Hartwig: Offenbar.

Kai Ole Hartwig: So, also und dann...

Kai Ole Hartwig: Sollte ja auch mittlerweile jeder wissen, Hölzchen auf Stöckchen, das bekomme ich auch wunderbar mit diesen Promptzellen.

Kai Ole Hartwig: Also da hilft es mir schon.

Kai Ole Hartwig: Mir wäre das jetzt nicht drauf gekommen.

Kai Ole Hartwig: Ah ja, genau, deswegen sage ich es ja nochmal.

Kai Ole Hartwig: So, und deswegen ist für mich, ich tippe da das ein und vielleicht auch nur 10 Worte oder so.

Kai Ole Hartwig: Eigentlich sehe ich mir total.

Kai Ole Hartwig: Ich bin aber auch so jemand, wenn das Ding dann losliegt, dann lese ich dabei schon und wenn dann Unsinn drin steht, dann sage ich, nee, aber das machen wir bla bla bla.

Kai Ole Hartwig: Ja, also im Territor unterbreche ich das Ding auch und breche ab und sage, nee.

Kai Ole Hartwig: Ja, definitiv.

Kai Ole Hartwig: Habe ich schon ein paar Mal gemacht, ja.

Kai Ole Hartwig: Und, hör mal so, vielleicht erkenne ich meine Mittelmäßigkeit nicht, aber ich bin mit dem, was da rauskommt, meistens schon ganz zufrieden.

Kai Ole Hartwig: behaupten ja auch immer nur andere Leute, ich könnte was.

Kai Ole Hartwig: Ich habe das ja nie von mir selber behauptet.

Kai Ole Hartwig: Das sind ja immer andere Leute, die irgendwie auf die Idee kommen, dass ich den Shit, den ich da mache, auch wirklich kann.

Kai Ole Hartwig: Die geben dir auch noch Geld, damit du nicht widersprichst, ne?

Kai Ole Hartwig: Ja, auch das.

Kai Ole Hartwig: Oder schmeißen mir irgendwelches anderes Zeugs hin, das sie selber nicht gelöst bekommen.

Kai Ole Hartwig: Und so.

Kai Ole Hartwig: Also offensichtlich haben ja andere Leute den ganz guten, haben den Eindruck, dass ich irgendwie das mal grundsätzlich kann, was ich da mache.

Kai Ole Hartwig: Ist ja okay.

Kai Ole Hartwig: Wenn ich dann wieder vor der Debug-Session sitze, macht es ja zum Glück die KI mit dem Debug, dann kommen die Selbstzweifel nicht so hoch, wenn die KI Stunden lang da läuft oder so.

Kai Ole Hartwig: Das ist okay.

Kai Ole Hartwig: Und damit ist ja in Ordnung.

Kai Ole Hartwig: Mein Eindruck ist wirklich, man muss mit der KI, man muss die KI in einen bestimmten Modus, in eine bestimmte Stimmung bringen, damit die Ergebnisse vernünftig sind.

Kai Ole Hartwig: Danke.

Kai Ole Hartwig: Ich mache das nächste Mal Kerzen an.

Kai Ole Hartwig: Aber bitte erst, wenn es wieder kühler ist.

Kai Ole Hartwig: So schöne Kerzen, das Licht abgedunkelt.

Kai Ole Hartwig: Hallo KI.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Wir haben heute viel Zeit.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht solltest du dir eher eine Klimaanlage gönnen als Kerzen.

Kai Ole Hartwig: Und nachher ist meine Frau eifersüchtig auf mich.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Weil ich mehr mit der KI rede als mit ihr.

Kai Ole Hartwig: Okay, das ist ja dein Problem und nicht meins zum Glück.

Kai Ole Hartwig: Also in der Stimmung bringen.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube schon, also ich kann mir vorstellen, dass die Art und Weise, wie ich mit der KI kommuniziere, also ausgiebig, dass auch dieses Feedback, das war richtig, das war falsch, in der Session Einfluss darauf hat.

Kai Ole Hartwig: Also jetzt, um ein bisschen ernst zu werden, ich sehe da schon so, dass, oder die Aussage, also auch aus dem,

Kai Ole Hartwig: Also wenn du sagst, guck mal, ich habe mit Kindern gearbeitet oder habe sie motiviert, dass ich zum Beispiel, also jetzt im Kontrast zu mir, sehe ich ja, dass ich sehr knapp kommuniziere und sage, ich brauche das, ich möchte das, mach das so.

Kai Ole Hartwig: Dass das komplett gegensätzlich ist und dass der Prompt ein ganz anderer ist.

Kai Ole Hartwig: Und wenn ich jetzt bei mir im Kopf sagen würde, du hast ein Kind vor dir, was

Kai Ole Hartwig: eine gewisse kognitive Fähigkeit hat, was ich anleiten muss und dem ich aber auch dann explizit sagen muss, was ich erwarte.

Kai Ole Hartwig: Und gerade auch dieses nach dem zweiten, dritten Prompt zum Beispiel, wenn du so die Runden drehst oder den Plan ausbaust, sagst, das war richtig, das war nicht so, ich möchte mehr das.

Kai Ole Hartwig: Und auch durch dieses Bitte und Danke, dass die KI daraus natürlich auch wieder viel interpretieren kann.

Kai Ole Hartwig: Das glaube ich schon.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber halt auch so dieses sehr authentisch motivierend und bestätigend.

Kai Ole Hartwig: Also ich glaube nicht, dass die KI sagt, so ja, der Tag mit Ole war echt schön.

Kai Ole Hartwig: Das muss sie ja auch gar nicht.

Kai Ole Hartwig: Aber es geht ja darum, eine Basis zu schaffen für das System, wo das System...

Kai Ole Hartwig: sich, also ja, nicht lernt, ich möchte es nicht lernen nennen, aber wo man halt... Deine Intention erkennt, das ist das Problem hier.

Kai Ole Hartwig: Wo man halt das, die, die, also die Mathematik dahinter, die Wahrscheinlichkeitsberechnung weiß,

Kai Ole Hartwig: welches Ergebnis wahrscheinlich das ist, wo ich nachher sage, ja, das ist geil.

Kai Ole Hartwig: Das ist geil, das bedeutet für das Ding nicht.

Kai Ole Hartwig: Aber es hat halt gelernt, das ist eine positive Bestätigung.

Kai Ole Hartwig: Ja, das steckt da irgendwo in diesen neuronalen Netzen drin.

Kai Ole Hartwig: Und damit wird dann, erhöht man quasi die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ergebnis rauskommt.

Kai Ole Hartwig: Also so ist mein Verständnis im Moment davon.

Kai Ole Hartwig: Wenn, wahrscheinlich ist es nochmal ganz anders, aber jetzt habe ich ja auch nur Informatik studiert und nicht...

Kai Ole Hartwig: Computerlinguistik und neue reale Netze und so Zeug, sondern auch die wissensbasierten Systeme, die ich damals gelernt habe, viel, viel einfacher als das, was heute stattfindet.

Kai Ole Hartwig: Ich habe da ein Basisverständnis, möchte ich sagen.

Kai Ole Hartwig: Und das ist halt so eine Vorstellung in meinem Kopf, wie es funktioniert.

Kai Ole Hartwig: Oder wie es funktionieren könnte.

Kai Ole Hartwig: So, gerne erklär mir jemand, wer ist besser und revidiere meine Meinung, die ich im Kopf habe, aber mit diesem Modell bekomme ich halt meine Ergebnisse und fertig.

Kai Ole Hartwig: Und manchmal kommen da halt echt krasse technische Lösungen aus, oder sehr häufig kommen da echt krasse technische Lösungen aus.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Und ich finde, das ist ein schönes Schlusswort.

Kai Ole Hartwig: Du hast jetzt noch was.

Kai Ole Hartwig: Ich?

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Es ist warm.

Kai Ole Hartwig: Es ist warm, ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, vollkommen, du hast recht.

Kai Ole Hartwig: Je mehr Expertise man hat, umso besser werden die Promts, weil mehr Informationen drin hängen.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube auch, dass...

Kai Ole Hartwig: genau das, was du beschrieben hast, deine Intention ausdrücken mit bitte, danke und ich möchte so und bevorzuge das.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube schon, dass das auch dann den Vektor beeinflusst, in welche Richtung der Output geht.

Kai Ole Hartwig: Also natürlich hat das auch dann darauf Einfluss.

Kai Ole Hartwig: Definitiv.

Kai Ole Hartwig: interessanter Bereich und ich glaube, in zwei Monaten, drei Monaten können wir nur drüber reden, damit wieder alles anders sein.

Kai Ole Hartwig: Ach, in vier Wochen schon.

Kai Ole Hartwig: Das interessiert mich für ein Geschwätz von gestern.

Kai Ole Hartwig: Von einer Stunde.

Kai Ole Hartwig: Es ist so heiß, ich weiß das eh nicht mehr.

Kai Ole Hartwig: So, und damit verabschieden wir uns.

Kai Ole Hartwig: Übrigens, die nächste Hitzewelle ist schon angekündigt, habe ich gesehen.

Kai Ole Hartwig: Mit Tropennächten.

Kai Ole Hartwig: Macht's gut.

Kai Ole Hartwig: Das nächste Mal nehmen wir um drei Uhr nachts auf.

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

Kai Ole Hartwig

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