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Spam-Schutz im Zeitalter der KI-Agenten: Warum "Computer says no" nicht reicht

Secrets Not Included
Secrets Not Included

19 plays · Jul 29, 2026

Daniel hat ein Problem mitgebracht, das jeder kennt, der je etwas ins Internet gestellt hat: Spam. Von zugespammten Gästebüchern vor 20 Jahren bis zu Bots, die heute mit Claude im Rücken ganze Bewertungssysteme fluten – Daniel und Ole sprechen über Captchas (und warum die für Menschen mit Legasthenie eine Zumutung sind), Honeypots, künstliche Verzögerungen bei Double-Opt-in-Mails und warum es beim Spam-Schutz nie die eine Lösung gibt, sondern immer mehrere Schichten wie bei einem löchrigen Käse. Spannend wird's, wenn KI-Agenten selbst zu ganz normalem, gewolltem Traffic werden: Was macht ein Shop mit dem Kunden, der gar nicht mehr selbst klickt, sondern seinem ChatGPT sagt "kauf mir eine Klimaanlage"? Und warum verschiebt sich durch KI gerade die ganze Make-or-Buy-Rechnung bei Security-Tools? Nebenbei: GPG-Verschlüsselung, warum Oles E-Mail-Adresse öffentlich ist, und wieso der Podcast garantiert nicht von einer KI übernommen wird – auch wenn die genug Material dafür hätte.

Transcript

Daniel Langemann: aus unserer Finca ich schon wieder ja

Kai Ole Hartwig: So, willkommen zurück zu Secrets Not Included.

Kai Ole Hartwig: Wie ihr seht, wir haben es zurückgeschafft.

Kai Ole Hartwig: Erstaunlicherweise, aus unbekannten Gründen.

Kai Ole Hartwig: Und Daniel hat heute Dinge mitgebracht, er wollte über Spam reden.

Kai Ole Hartwig: Ja, du schon wieder, du schon wieder.

Kai Ole Hartwig: Ich sitze hier, diesmal trinke Tee und sehe gut aus oder so.

Daniel Langemann: Ja, beim Thema, also wir sind immer sehr bemüht, richtige Themen zu finden oder interessante Themen zu finden.

Daniel Langemann: Und wir waren stets bemüht.

Kai Ole Hartwig: Lüge doch nicht.

Kai Ole Hartwig: Okay, wir waren stets bemüht.

Kai Ole Hartwig: Ja, okay.

Daniel Langemann: Und ja, ich habe einfach an einem Projekt, an dem ich mitarbeite, haben wir...

Daniel Langemann: ja mit Spam-Problemen.

Daniel Langemann: Also egal, was du im Internet machst, egal, was du betreibst, hast ja immer Spammer irgendwie mit drin und alle wollen irgendwie entweder versuchen, dich zu hacken oder einfach dein System zweckentfremden.

Daniel Langemann: Und das passt, oder fand ich eigentlich, passt da auch zu dem Security-Thema.

Daniel Langemann: dass bei dem Projekt, wo ich jetzt das Thema mitgebracht habe, da geht es einfach darum, dass man an Gewinnspielen teilnehmen kann und dann seine E-Mail-Adresse, Texte beitragen kann und das dauert natürlich in der Regel keine fünf Minuten, wenn du sowas online hast, wo dann die ersten Bots kommen und dann einfach richtig rumspammen, weil sie denken, sie könnten dann irgendwie ein paar Euro gewinnen oder

Daniel Langemann: Script-Kiddies, die ihren Spaß dabei haben, natürlich dann irgendwie Sachen da reinzuschreiben und dann Schimpfwörter zu sehen und sich dann auch richtig freuen.

Kai Ole Hartwig: Ja, also es tut mir leid, ich werde heute immer, glaube ich, unkontrolliert zwischendrin lachen, weil ich gerade an das Leben des Brian heißt, glaube ich, im Deutschen und Little Britain denken muss.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Computer says no.

Kai Ole Hartwig: Das hast du gebaut.

Kai Ole Hartwig: Richtig?

Daniel Langemann: Ja, also genau, das ist eigentlich das Fazit.

Daniel Langemann: Darauf läuft es hinaus, dass der Computer Nein sagt.

Kai Ole Hartwig: Okay, perfekt, dann sind wir fertig.

Daniel Langemann: Fertig, Feierabend.

Daniel Langemann: Kürzeste Folge ever.

Kai Ole Hartwig: Computer says no.

Daniel Langemann: Ach, ja.

Kai Ole Hartwig: Fertig.

Kai Ole Hartwig: Also, ich

Kai Ole Hartwig: Es gibt ja so diese Standardmaßnahme, die mich immer unfassbar nervt.

Kai Ole Hartwig: Captures.

Kai Ole Hartwig: Weil ich finde, Captures sind so diese unlösbare...

Kai Ole Hartwig: Schrott, ich brauche immer fünf Versuche oder so und bin dann mega genervt, weil ich diese Buchstaben da nicht auf die Kette bekomme, weil die ja so verzerrt sind.

Daniel Langemann: die Ampel zu finden.

Daniel Langemann: Achso.

Kai Ole Hartwig: Also immer so kleiner Seitenhieb für Menschen mit so LRS oder so, Legasthenie ist so verzerrte Buchstaben.

Kai Ole Hartwig: Echt scheiße.

Kai Ole Hartwig: Auch wenn da so ein Strich durchgeht oder so.

Kai Ole Hartwig: mega nervig.

Kai Ole Hartwig: Also ich komme damit nie klar.

Kai Ole Hartwig: Und wenn du auf hier vorlesen klickst, das funktioniert in 90% der Fälle nämlich auch nicht sauber.

Daniel Langemann: ich noch nie draufgeklickt.

Daniel Langemann: Muss ich demnächst mal versuchen.

Daniel Langemann: Ich bin noch gar nicht auf die Idee gekommen.

Kai Ole Hartwig: Ja, das ist dann immer so meine verzweifelte Tat, um zu sagen, okay, ich kann den Shit jetzt wirklich nicht entziffern gerade.

Kai Ole Hartwig: Ähm,

Kai Ole Hartwig: So, lies mir doch mal vor, damit ich es eintippen kann und dann rödeln sich die meisten Dinger da einen ab und funktionieren nämlich gar nicht.

Daniel Langemann: Also ich hänge immer an diesen Google-Capture-Dingern mit den Bildern, wo dann so, weiß ich, ich klicke auf das Auto in dem Bild und dann ist so die Stoßstange auf so einer ganz kleinen Ecke, wo ich immer sage, gehört das Bild dazu oder nicht?

Daniel Langemann: Und egal, was ich mache, also mal klicke ich drauf, mal nicht, ist es immer falsch.

Daniel Langemann: Oder... Mh... Mh...

Kai Ole Hartwig: Ja, aber das finde ich zum Beispiel wesentlich besser, weil es halt schon einfacher zugänglich ist.

Kai Ole Hartwig: Ich muss nicht so etwas wie Buchstaben oder Zahlen erkennen.

Kai Ole Hartwig: Also zu sagen, klicke da an, wo überall Fahrräder drauf sind oder so Zeugs, das ist in dem Fall einfacher.

Kai Ole Hartwig: Ja klar, ich muss diesen ganzen Satz lesen, das ist jetzt nicht so meine Schwierigkeit.

Kai Ole Hartwig: weil so Standardborder wie Fahrräder, Auto und so weiter sind ja trotzdem automatisiert und nachdem ich an der Fernuni studiert habe, klappt das mit dem Lesen auch wesentlich schneller und besser als bei vielen anderen Menschen durch entsprechende Technik, die man ja lernen kann, sowas wie Schnelllesen, übrigens total spannendes Ding, aber das hilft bei Swam ja nicht.

Daniel Langemann: Also gerade wenn die nicht verfremdet sind.

Daniel Langemann: Oder drehen.

Kai Ole Hartwig: Und deswegen finde ich so diese Recapture-Dinger

Kai Ole Hartwig: mit den Bildern wesentlich zugänglicher oder wo du so ein Puzzleteil an die richtige Stelle schieben musst oder so.

Kai Ole Hartwig: Ich finde, das sind eigentlich ganz, ganz gute Lösungen, zumindest für sehende Menschen, ne?

Daniel Langemann: Ja, genau.

Daniel Langemann: Die ganzen anderen Geräte, sage ich mal, die sind dann da ausgeschlossen.

Daniel Langemann: Das ist auch schon wieder problematisch.

Daniel Langemann: Und das ist auch eigentlich das Grundproblem von Captures oder von vielen Techniken, die man einsetzen kann.

Daniel Langemann: Du hast immer False Positives, also immer Treffer, wo du sagst, nee, der darf jetzt zum Beispiel nicht posten, den betrachte ich als Spam und schließe dann Leute aus.

Daniel Langemann: Also

Daniel Langemann: die dann eigentlich berechtigt wären.

Daniel Langemann: Oder umgekehrt genauso, wo du sagst, ach guck mal, der verhält sich ja wie ein Mensch, obwohl das gar keiner ist.

Daniel Langemann: Du hast natürlich dann auch den Bot, der Aktivitäten betreibt.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Daniel Langemann: Und ich glaube, das ist einfach fast genauso wie bei dem Thema Security selbst.

Daniel Langemann: Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit.

Daniel Langemann: Also du schaffst es nicht.

Daniel Langemann: Auch beim Spam ist es so, dass du sagen musst, es gibt so ein bisschen, was durchkommt.

Daniel Langemann: Oder du musst in Kauf nehmen, dass du den einen oder anderen Nutzer ausschließt, wenn du es zu scharf schaltest.

Daniel Langemann: Da so den richtigen Punkt zu finden, das ist immer schwer.

Daniel Langemann: Aber es gibt nicht diese Möglichkeit mit, ich schmeiß das Tool XY rein.

Daniel Langemann: Also es gibt ja viele fertige Bezahltools auch, Cloudflare, wie sie nicht alle heißen, die du davor schaltest und dann bist du magisch sicher vor allem bösen.

Kai Ole Hartwig: In der Cloudflare kannst du vor alles davor schalten und machst einfach nur Haken an Haken, ne?

Kai Ole Hartwig: Aber vielleicht nochmal zur Einordnung, wir gehen jetzt ja über Spam über den Shop oder die Webseite und nicht den E-Mail-Spam.

Daniel Langemann: Ja, genau.

Daniel Langemann: Also zum Beispiel, früher war es so das Gästebuch, was du innerhalb von fünf Minuten zugespampt bekommen hast.

Kai Ole Hartwig: So, vielleicht, ja.

Daniel Langemann: So vor 20 Jahren hatte ja jeder ein Gästebuch und musste jeder eins haben.

Kai Ole Hartwig: Ja, mit den Pornolinks, die dann drin waren.

Daniel Langemann: Ja, zum Beispiel.

Kai Ole Hartwig: Oder wenn sie mal Drogen kaufen.

Daniel Langemann: Ja, oder es gab so viel, aber...

Daniel Langemann: Auch heutzutage gibt es ganz viele Sachen, wo du sagen kannst, ich möchte einfach, also zum Beispiel Bewertungen, Online-Bewertungen in Online-Shops, solche Sachen, ist ja eigentlich etwas, was man gerne haben möchte.

Daniel Langemann: Echtes Nutzer-Feedback.

Kai Ole Hartwig: Ja, auch für halt semantische Daten Richtung Product Card für Google, ne?

Kai Ole Hartwig: Google Shopping und so.

Kai Ole Hartwig: Oder wie ist das jetzt?

Kai Ole Hartwig: Google Products?

Kai Ole Hartwig: Na, du weißt, was ich feine.

Daniel Langemann: Ja, genau das.

Daniel Langemann: Dieses komische Dings da zum Kaufen so.

Kai Ole Hartwig: Ja, was halt oben in den Google Suchergebnissen dann diese netten Karten anzeigt und dann klickt man drauf und dann ist die Klimaanlage doch weg.

Daniel Langemann: Also das ist so die eine Baustelle.

Daniel Langemann: Ich meine, gerade im E-Commerce hast du oft, dass du deine Nutzer natürlich, dass du möchtest, dass deine Nutzer sich anmelden.

Daniel Langemann: Und dann hast du durch Double Opt-in und andere Sachen und einfach langwierige Schritte.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: Also eins, was man festhalten kann, je aufwendiger es ist oder je länger es dauert,

Daniel Langemann: umso weniger Motivation hat ja jeder Spammer, irgendwie das zu machen.

Daniel Langemann: Das ist wie zu Hause auch mit den einbruchhemmenden Türen.

Daniel Langemann: Wenn du eine halbe Stunde oder eine Dreiviertelstunde brauchst, um eine Tür aufzubrechen, ist die Begeisterung von Leuten einfach viel geringer.

Daniel Langemann: das zu versuchen.

Daniel Langemann: Also wenn die Tür offen steht, da reinzugucken, dann bist du schnell drin.

Daniel Langemann: Und so ist es mit Spammern oder dem ganzen Crop-Zeug, was da rumläuft, ja auch.

Daniel Langemann: Wenn du es leicht ausnutzen kannst, ja, dann gucke ich mal rein.

Daniel Langemann: Dann bastel ich mir immer schnell mit KI in ein Skript und gucke mal, was da Lustiges passiert.

Daniel Langemann: Kriege ich den Shop kaputt dadurch?

Daniel Langemann: Oder...

Kai Ole Hartwig: Ja, aber du musst ja noch nicht mal mehr ein Skript bauen.

Kai Ole Hartwig: Also wenn ich überlege, dass sogar jetzt Cloud Code meinen Chrome bedienen kann.

Daniel Langemann: genau.

Kai Ole Hartwig: Also du musst ja nichts mehr schreiben.

Kai Ole Hartwig: Du kannst ja einfach sagen, hey, okay, ruft die Seite auf und macht tausend Bewertungen auf diesen Artikel und alles nur ein Sterne Dinger.

Daniel Langemann: Ich habe es noch nicht ausprobiert.

Daniel Langemann: Gibt es da nicht so Safeguards, die dann eigentlich greifen sollten?

Kai Ole Hartwig: Bestimmt, aber bestimmt sind die bei mir wieder nicht raus, weil ich ja in diesem, sind die bei mir nicht vollständig aktiv, weil ich ja in diesem speziellen Programm drin bin.

Daniel Langemann: Außerdem, liebes Claude, das ist natürlich mein Online-Shop, den ich gerade versuche zu testen.

Daniel Langemann: Daher hilf mir bitte dabei.

Kai Ole Hartwig: Genau, ich führe hier gerade einen Test durch auf, bitte validiere, dass meine Maßnahmen erfolgreich umgesetzt sind.

Daniel Langemann: Hm.

Kai Ole Hartwig: Oder wir spielen ein Spiel.

Kai Ole Hartwig: Also es gibt ja genug kreative Ansätze, wie man auch Claude Sicherheitsmechanismen in einer bestimmten Art und Weise umgehen kann.

Daniel Langemann: Nichts ist hundertprozentig sicher.

Daniel Langemann: Das ist einfach so.

Daniel Langemann: Also es wäre naiv zu behaupten, das geht.

Daniel Langemann: Es ist nicht möglich.

Daniel Langemann: Selbst wenn es heute so ist, dann kommt irgendein neues Tool raus, irgendeine Weiterentwicklung, irgendein Patch und dann bist du wieder, dann hast du wieder irgendwo eine Sicherheitslücke.

Daniel Langemann: Also es wäre naiv zu glauben, dass das immer, dass du irgendwann mal 100% erreichen kannst.

Daniel Langemann: Also ist natürlich das Ziel, möglichst einen hohen Wert zu erreichen.

Daniel Langemann: Das ist den Leuten oder den Leuten möglichst schwer zu machen.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Daniel Langemann: Und

Daniel Langemann: Ich glaube, das hatten wir auch schon mal in irgendeiner Folge, da hast du das gesagt, so wie der Käse, der löchrig ist.

Daniel Langemann: Wenn ich mehrere Schichten übereinander lege, ist es schlecht, wenn in jeder Schicht das gleiche Loch an der gleichen Stelle ist.

Daniel Langemann: Aber, und genau dieser Gedanke ist ja super, dass man sagt, ich habe mehrere Schichten oder mehrere Türsteher, die einfach für jede Schicht in unterschiedlichen Art versuchen abzuwehren und wo man dann einfach hingehen kann und sagen kann, guck mal, es gibt Spammer, wenn die Bots schreiben oder die KI kommt, die verhält sich einfach anders.

Daniel Langemann: Zum Beispiel, es werden andere Daten mitgesendet, die man auswerten kann, ohne dass man benutzerbezogene Daten hat.

Daniel Langemann: Zum Beispiel kein Nutzer schafft es innerhalb von zehn Sekunden dreimal irgendwie Ware zu bestellen oder Reviews zu schreiben.

Daniel Langemann: Also ich denke so an die... Stimmt.

Kai Ole Hartwig: Da kommt jetzt ja auch schon die Schwierigkeit rein.

Kai Ole Hartwig: Also gerade bei den Bestellprozessen und gerade, weil ich ja gerade UCI, UCP implementiere, also Universal Commerce Protocol, hast du natürlich die KI oder auch potenziell ja Google-Suche mit KI da rumrennen und dir hingeht,

Kai Ole Hartwig: und dann halt ganz zügig unterwegs ist mit den Interaktionen.

Daniel Langemann: Oh, ja, das auch.

Kai Ole Hartwig: Also das heißt ja auch, diese Kriterien verändern sich und verschieben sich.

Kai Ole Hartwig: Also das, was du ja gesagt hast, ist schon richtig.

Kai Ole Hartwig: Theoretisch würde kein Nutzer in dieser Zeit das schaffen.

Kai Ole Hartwig: Praktisch verändern sich aber ja gerade unsere Benutzer, die wir auf den Systemen haben.

Kai Ole Hartwig: aber wer ja auf einmal Agentic Traffic haben, der berechtigterweise auch hingeht und einkauft oder interagiert in bestimmten Aktionen, der aber dann im Idealfall gar nicht mit der Seite interagiert, sondern mit den entsprechenden Protokollen.

Daniel Langemann: Mm.

Daniel Langemann: Mm.

Kai Ole Hartwig: Und umso wichtiger ist es dann aus meiner Sicht auch zu sagen, okay, Spam-Schutz bedeutet ja nicht nur, wir führen Maßnahmen an, einen wie Honeypots oder ähnliches,

Kai Ole Hartwig: sondern halt auch zu sagen, wir unterstützen so Protokolle wie UCP oder wie WebMCP etc., damit diese Agenten

Kai Ole Hartwig: den vorgesehenen Weg gehen und gehen können überhaupt und wir deswegen niemanden nachher ausschließen, weil jemand sagt, ah, okay, kauf mir, also niemanden in seinem Chat-GPT oder so erzählt, hey, kauf mir eine Klimaanlage und dann geht das in dem Shop nicht, weil einfach die Spam-Erkennung erkennt, nö, das ist kein Mensch, damit hat die Spam-Erkennung in dem Fall ja sogar recht, weil der Mensch sitzt ja gar nicht selber vorm Rechner, sondern der sitzt an seinem Handy oder so,

Daniel Langemann: Ja, genau.

Daniel Langemann: Mhm.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Und hat gerade seinem TGPT oder welchem KI-System auch immer erzählt, hey, kauf mir diese Klimaanlage bitte.

Kai Ole Hartwig: So, und das ist ja gerade so die Herausforderung, dass wir auf der einen Seite Seite KI-supporteten Spam-Traffic haben oder KI-supporteten Spam-Traffic

Kai Ole Hartwig: ungewollten Traffic im Allgemeinen.

Kai Ole Hartwig: Es gibt ja viel mehr Aktionen, die da stattfinden.

Kai Ole Hartwig: Auf der anderen Seite aber natürlich den gewollten Traffic haben, den wir vielleicht noch gar nicht richtig supporten und den Menschen auch noch haben.

Daniel Langemann: Ja, also es ist

Kai Ole Hartwig: Und jetzt haben wir diese Schnittsmengen aus Superschnell ist schlecht, Superschnell ist gewünscht und der normale Nutzer verhält sich so.

Daniel Langemann: Selbst wenn wir die ganzen KI-Themen rauslassen, auch vor zehn Jahren war es schon so, drei Shops daneben haben drei unterschiedliche Profile, wie die Leute sich durch die Seite klicken und damit interagieren.

Daniel Langemann: Oder drei Projekte, da müssen wir nicht mal Shops sein.

Daniel Langemann: Einfach drei Projekte, das ist ganz unterschiedlich.

Daniel Langemann: Also so, dass du sagen kannst, das ist... Genau.

Kai Ole Hartwig: Ja, abhängig von der Zielgruppe, wie ist die UX und so weiter und so fort.

Daniel Langemann: Genau.

Daniel Langemann: Und da kannst du ganz schnell, also ganz schwer sagen, guck mal, ich habe Schema F, ich presse das da drauf und alle sind safe und alle sind sicher.

Daniel Langemann: Weil das läuft in dem einen Shop gut und im nächsten ist es einfach Mist oder trifft gar nicht oder bremst alle aus.

Daniel Langemann: Deswegen ist das, also es gibt nicht diese eine Lösung trifft alle,

Daniel Langemann: oder matcht alles, sondern diese Schichten, wie wir das gesagt haben, es gibt unterschiedliche Arten, wie man da hingehen kann.

Daniel Langemann: Man kann zum Beispiel sagen, wie kommuniziert dieser Browser, wie schnell, wie langsam ist das ein Browser.

Daniel Langemann: Es gibt Bots, die senden mehr Informationen mit oder weniger Informationen mit.

Daniel Langemann: Man baut, wie du gerade gesagt hast, Honeypots, also so Stolperfallen, wo man sagt, guck mal, der Bot läuft immer hin und füllt das aus, aber dieses Feld sieht nie im Leben ein Mensch, der wird das gar nicht ausfüllen, sodass die Bots sich ein bisschen verraten.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: kann hingehen und an dem System auch sagen, ich beobachte einfach IP-Adressen.

Daniel Langemann: Und ich weiß, dass es zum Beispiel, wenn der fünfmal versucht, sich im Admin-Bereich anzuloggen und danach dann zehn Sekunden später versucht, sich was zu kaufen, natürlich hat der da nichts zu suchen.

Daniel Langemann: Kein normaler Nutzer würde das in der Geschwindigkeit machen oder schaffen.

Daniel Langemann: Also viele Bots kennen ja deinen Job vorher.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber auch das ist ja heute einfach kein valides Kriterium mehr.

Kai Ole Hartwig: Gerade wenn wir auf IPv4-Adressen schauen, kommen ja sehr viele Benutzer heute dank, ich glaube, es heißt IP-Trunking oder so, mit der gleichen Adresse an, dann sind eigentlich echte, unterschiedliche Benutzer.

Kai Ole Hartwig: Gerade aus dem Mobilfunknetz hast du das, aus dem ESL-Netz,

Daniel Langemann: IPv4 Live.

Daniel Langemann: Mhm.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: mit den IPv4 Lite Sachen, da hast du das halt, dass die geteilt wird und du eigentlich gar keine eigene Adresse mehr hast.

Kai Ole Hartwig: So, und da kommen dann ja auch schon wieder so Schwierigkeiten her.

Kai Ole Hartwig: Klar, wir setzen auch sowas ein, oder ich setze gerne so etwas ein wie CrowdSec, weil es ja schneller reagiert als so ein Fail to Ban.

Kai Ole Hartwig: Ähm,

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Und aus meinem Dafürhalten immer, also funktioniert einfach besser für das, was ich beobachte bei uns an Traffic.

Kai Ole Hartwig: Und wobei wir das zum Beispiel auch, kurze Anekdote dazu, auch im internen Netz zwischen einzelnen Pots einsetzen zur Analyse und auch im Zweifelsfall intern Pots wegblocken, wenn wir den Verdacht haben, dass da was nicht koscher ist mit dem Traffic, der da auf einmal kommt.

Daniel Langemann: Also interne Kommunikation zwischen zwei Pods.

Kai Ole Hartwig: Also im Namespace oder meinetwegen auch im Cluster, je nachdem wie man den Cluster ja gebaut hat, kann es ja unterschiedlich sein, beobachten wir mit unter anderem CrowdSec den Traffic zwischen den einzelnen Pots und wenn der verdächtig wird, dann blocken wir auch einzelne Pots weg.

Daniel Langemann: Mhm.

Daniel Langemann: Mhm.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Hat natürlich eine eine

Kai Ole Hartwig: Ein bisschen was von, da muss man vorsichtig mit sein.

Kai Ole Hartwig: Also das ist jetzt nichts für, oh ja, ich klicke das rein und ich mache das einfach.

Kai Ole Hartwig: Dafür muss man wissen, welcher Traffic denn in Ordnung ist.

Kai Ole Hartwig: So, damit man nämlich dann halt entsprechend reagieren kann.

Kai Ole Hartwig: Wenn man das für seine Pots nicht sagen kann und nicht weiß, dann kannst du es natürlich nicht machen.

Kai Ole Hartwig: Und das kann natürlich dazu führen, dass wenn jetzt der sagt, ich isoliere den Webserver-Pod, dann halt einfach die Seite weg ist oder der Shop weg ist im Zweifelsfall.

Daniel Langemann: Ja, du blockst dich.

Daniel Langemann: Ups, die Datenbank ist weg.

Kai Ole Hartwig: Genau.

Kai Ole Hartwig: Auf der Positivliste Positivliste sollte das Anschlagen und Recht haben,

Kai Ole Hartwig: verhinderst du im Zweifelsfall den Datenabfluss damit.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Also das ist so eine Defense-in-Deep-Maßnahme, dass man halt intern auch gewisse Firewall-Regeln und so weiter hat.

Kai Ole Hartwig: Die sollte man ja auch grundsätzlich haben, auch statisch definiert und da halt ein wenig dynamischer.

Kai Ole Hartwig: Ist aber jetzt nichts für mache ich mal eben am Freitagnachmittag rein.

Daniel Langemann: Nee, also würde ich nicht empfehlen.

Daniel Langemann: Aber das betrifft alle Punkte.

Daniel Langemann: Die muss man wirklich planen und überlegen.

Daniel Langemann: Wobei das, was wir jetzt besprochen haben, ist ja wirklich Hardware-seitig oder sagen wir Infrastruktur-seitig.

Kai Ole Hartwig: Genau.

Daniel Langemann: Also du kannst das ja wirklich grob aufteilen.

Kai Ole Hartwig: Und... Ja, solltest du.

Daniel Langemann: Es gibt die Infrastruktur, wo du genau diese Themen abarbeitest.

Daniel Langemann: CrowdSec, Firewall-Regeln, wie sitzt die Infrastruktur auf.

Daniel Langemann: Da kann ich auch schon Rate-Limiting einbauen, dass da zum Beispiel keine VPN-Netzwerke zugelassen werden.

Daniel Langemann: Bei AWS kannst du wirklich die WAF, wirklich gibt es sogar Regelsätze mittlerweile oder schon länger.

Kai Ole Hartwig: Ja, kannst du bei EDAWAF, ne?

Kai Ole Hartwig: Das ist ja auch bei Azure...

Daniel Langemann: Ich sage nur AWS, weil wir werden bald davon hingesponsert, bestimmt.

Kai Ole Hartwig: Achso, stimmt, hoffentlich, ja.

Kai Ole Hartwig: Okay.

Kai Ole Hartwig: Die E-Mail hast du mir nicht weitergeschickt, Daniel.

Daniel Langemann: Und als bekennender Fanboy natürlich habe ich noch nie was anderes ausprobiert.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ich wollte nur natürlich auch einbringen, dass es andere Produkte gibt, anderer Hersteller oder auch Open-Source-Lösungen, die das hervorragend genauso abbilden, auch wenn ich bestimmte davon mehr mag und einige weniger mag.

Daniel Langemann: Genau.

Daniel Langemann: Hast du nett umschrieben, ohne das Wort Scheiße zu benutzen.

Daniel Langemann: Das finde ich schön.

Daniel Langemann: Aber zurück.

Kai Ole Hartwig: Ich wollte heute etwas seriöser wirken als sonst.

Kai Ole Hartwig: Also im Gegensatz zu dir habe ich aber nur ein T-Shirt an und kein Polo.

Daniel Langemann: Ja, ich wollte heute auch was seriöser wirken.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, perfekt.

Daniel Langemann: Seriöser Sprechen funktioniert nicht, also muss ich das mit Klamotten kompensieren.

Daniel Langemann: Das nächste Mal mit Krawatte, ja?

Kai Ole Hartwig: Okay.

Kai Ole Hartwig: Also kannst du machen, ich nicht.

Kai Ole Hartwig: Ich komme dann wieder im T-Shirt.

Daniel Langemann: So als Kompetenzverstärker, ne?

Kai Ole Hartwig: Ja, hervorragend.

Kai Ole Hartwig: Und dann vergiss auch nicht das Sakko.

Daniel Langemann: Ne, das Thema fangen wir nicht an.

Kai Ole Hartwig: Und weißes Hemd.

Daniel Langemann: Ich habe keins, in das ich mehr reinpasse, glaube ich.

Daniel Langemann: Okay.

Kai Ole Hartwig: Also Consultants habe ich gelernt, seriöse Consultants tragen weiße Hemden.

Kai Ole Hartwig: Jetzt sind wir völlig vom Spam-Thema abgewichen.

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Aber ja, natürlich, es gibt wie immer die Infrastrukturebene.

Kai Ole Hartwig: auf der man sinnvollerweise Maßnahmen ergreift, um das auch noch zu nennen, um mal so ein bisschen E-Mail-Spam noch einzuschmeißen, DKIM und DMARC SPF.

Kai Ole Hartwig: Und aus meiner Sicht sollten heute auch alle Seiten HTTPS Domain Records haben,

Kai Ole Hartwig: und den ESSEC verwenden.

Kai Ole Hartwig: Und da kommen wir nämlich wieder zu dem Thema, hey, beim Hyperscaler, beim US-Hyperscaler bekommst du es so dazu.

Kai Ole Hartwig: Bei den europäischen Alternativen musst du es immer gegen Geld dazu buchen.

Kai Ole Hartwig: Jetzt kann man sich, schade Marmelade,

Daniel Langemann: Ich brauche Feindchen.

Daniel Langemann: Hm.

Kai Ole Hartwig: kann man sich halt aussuchen, was man dann machen möchte.

Kai Ole Hartwig: Aus meiner Sicht gehört das aber auch mit zu den Maßnahmen.

Kai Ole Hartwig: Also die eigene Seite erstmal schützen, dass jemand anderes da nicht irgendeinen Schmuh einbringt.

Kai Ole Hartwig: Dann gehört natürlich auch sowas wie Content Security Policies und andere Security Headern.

Kai Ole Hartwig: Und dann haben wir die Applikationsebene, über die wir jetzt ja schon geredet haben.

Kai Ole Hartwig: Honeypots messen, ich sag mal Zeit messen, Verhalten messen und Auswerten und Captures und irgendwas Tolles habe ich bestimmt auch noch vergessen mit dem Zoom, der ich herkomme.

Daniel Langemann: Token.

Daniel Langemann: Genau.

Daniel Langemann: Also die nervige Double-Opt-In-E-Mail ist eigentlich ein super Thema, um Spammern so ein bisschen auf die Nerven zu gehen.

Daniel Langemann: Also ist auch wieder so, das muss vernünftig konfiguriert sein, weil... Ja, ja, das kommt aus dem Rechtlichen.

Kai Ole Hartwig: Ja, bei das Double-Opt-In-Zeugs ist auch vor allem erstmal ein Compliance-Thema.

Kai Ole Hartwig: Also weglassen kannst du es nicht.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Spannend.

Kai Ole Hartwig: Spannend.

Daniel Langemann: Aber ich habe gemerkt, dass wenn die E-Mail zum Beispiel nicht in den ersten 10 Sekunden ankommt, sondern lass mal 30 Sekunden oder Minute brauchen,

Daniel Langemann: dass da schon die ersten Bots einfach so genervt sind, somit da kommt nichts, okay, hat nicht funktioniert, nächste IP, nächste E-Mail.

Daniel Langemann: Also, ist natürlich ganz problematisch, weil die Menschen natürlich erwarten, wenn ich auf Absenden klicke, möchte ich auch eine E-Mail sehen, weil wenn das zu lange dauert, dann verlieren die auch das Interesse oder haben das Gefühl, dass was kaputt ist.

Daniel Langemann: Aber das ist... Genau, also...

Kai Ole Hartwig: Ja, aber das steht ja auch häufig mittlerweile über den Formularen drauf, das kann x Minuten dauern, bis die E-Mail eintrifft.

Daniel Langemann: Also die Usability-Sicht ist natürlich schlecht.

Kai Ole Hartwig: Da habe ich mir auch tatsächlich bisher noch gar keine Gedanken darüber zu gemacht, dass man so eine künstliche Verzögerung an der Stelle auch idealerweise macht.

Daniel Langemann: Ja, das ist

Daniel Langemann: Also das zahlt halt genau darauf ein, dass je länger es für den Spammer oder das ScriptKey, die braucht, eine Aktion durchzuführen, umso uninteressanter wird das einfach.

Daniel Langemann: Wenn ich pro Stunde nur drei schaffe, ist es natürlich langweilig.

Daniel Langemann: Schaffe ich pro Sekunde drei?

Daniel Langemann: Da kann ich mich ja freuen, da kann ich tausend Sachen ausprobieren und kann ich ja sehen, wie dein System kaputt geht oder keine Ahnung.

Kai Ole Hartwig: Ja, ich bin halt auch so jemand, der grundgenervt ist davon, wenn nicht diese E-Mail direkt ankommt.

Kai Ole Hartwig: So, ja, weil ich will ja in dem Moment das auch abschließen und vom Tisch haben und mich nicht erinnern.

Daniel Langemann: Ja, ja, also

Kai Ole Hartwig: Ah, okay, da kommt noch mal irgendwas und dann muss ich da noch klicken.

Kai Ole Hartwig: Ganz schlimmer ist ja auch, wenn du so Double Opt-in E-Mails als zweiten Faktor drin hast oder in irgendein Code als E-Mail noch geschickt wird und dann kommt die nicht sofort.

Daniel Langemann: Ja, also genau, du hast dich angemeldet und brauchst dann den Code, um den in die E-Mail, also auf der Seite einzugeben, um das zu bestätigen, die Aktion.

Kai Ole Hartwig: ja so ja für den hintergrund ich habe mir dazu ehrlich gesagt wirklich keine gedanken gemacht dass es vielleicht absicht sein könnte dass das einfach absichtlich langsam ist ja schön ich hätte gerne meine e mails trotzdem schnell

Daniel Langemann: Ich bin vollkommen bei dir, also Usability ist das Super-GAU, ne?

Kai Ole Hartwig: Ja, mach das für alle anderen, aber für mich bitte nicht.

Daniel Langemann: Kannst du mal kurz deine E-Mail-Adresse laut sagen, damit ich was mitschreiben kann?

Kai Ole Hartwig: Ja, schau bei GPGE den öffentlichen Schlüssel nach, dann hast du ja meine E-Mail-Adresse.

Daniel Langemann: Ach, du bist so einer, der sogar öfter veröffentlicht, ja?

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich, mein Public Key ist öffentlich, damit du mir verschlüsselte E-Mails schicken kannst.

Kai Ole Hartwig: Du schickst mir ja nie verschlüsselte E-Mails, Daniel.

Daniel Langemann: Ja, ich habe gar nicht mehr geguckt.

Kai Ole Hartwig: Das liegt ja an dir.

Kai Ole Hartwig: Also ich gebe jedem die Chance.

Kai Ole Hartwig: Also mein Schlüssel ist öffentlich hinterlegt, wird mit jeder E-Mail mitgeschickt.

Kai Ole Hartwig: Es liegt nur an der Gegenseite, das Angebot mit mir sicher zu kommunizieren, end-to-end verschlüsselt auch anzunehmen.

Daniel Langemann: Ich habe es aufgegeben, danach zu suchen, ob Leute das nutzen.

Daniel Langemann: Ich war eine Zeit lang alleine, gefühlt.

Kai Ole Hartwig: Ich habe fest, also GPG ist ja nicht so verbreitet wie dieses andere Format, SMIME.

Kai Ole Hartwig: Da findest du tatsächlich mehr mit.

Kai Ole Hartwig: Aber mich nervt einfach, dieses Zertifikat da zu besorgen.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: So, der Prozess und das dann einbinden und dann brauche ich es auf mehreren Geräten und dann verteile ich diesen privaten Schlüssel schon wieder auf mehrere Geräte,

Kai Ole Hartwig: okay, müsste ich bei GPGE auch.

Kai Ole Hartwig: Jetzt nutze ich natürlich einen Anbieter, der das einfach mit drin hat und wenn ich in dem Client bin über den Zero Assess und Zero Trust und so weiter Mechanismen, das halt anders funktioniert, um jetzt Werbung zu machen, ProtonMail, zahle ich selber, ja?

Daniel Langemann: Sponsor.

Kai Ole Hartwig: Keine bezahlte Werbung hier, ich halte das nur für sinnvoll.

Kai Ole Hartwig: sichere E-Mail-Kommunikation zu nutzen.

Kai Ole Hartwig: Also, wie gesagt, das Angebot quasi steht für jeden bei mir offen, mir verschlüsselt zu schreiben.

Kai Ole Hartwig: Deswegen ist auch meine E-Mail-Adresse ja kein Geheimnis.

Kai Ole Hartwig: Deswegen bekomme ich ja auch zum Teil Spam.

Kai Ole Hartwig: Wo ich es rausgenommen habe, ist LinkedIn.

Kai Ole Hartwig: Da steht in meinem Profil nicht mehr meine Telefonnummer drin und nicht mehr meine E-Mail-Adresse.

Daniel Langemann: Ja, das ist eine Seuche.

Kai Ole Hartwig: Klickt auf die Webseite, dann findet ihr das.

Kai Ole Hartwig: Aber seitdem es da nicht mehr drinsteht, hat auch die Anzahl an sinnlosen Verkaufs-E-Mails rapide abgenommen.

Daniel Langemann: Also mittlerweile KI-gesteuert mit Bots, also die dann Texte eins zu eins von der Website kopieren und sagen, Daniel, du bist das.

Daniel Langemann: Und dann sehe ich die Überschrift, wo ich sage, Alter, mach wenigstens den Rechtschreibfehler von mir weg.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Oder das ist ja dein Schwerpunkt und so weiter.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ich denke mir so, ja, schön.

Kai Ole Hartwig: Und ich brauche niemanden, der hingeht und mein Social Media macht, weil ich mache kein Social Media in der Form.

Daniel Langemann: Hmm.

Daniel Langemann: Hmm.

Kai Ole Hartwig: Oder hingeht und sagt, hey, ich mache euren Podcast viel besser, weil, hey, wir machen den absichtlich so schrottig.

Kai Ole Hartwig: Just-for-Fun-Veranstaltung.

Kai Ole Hartwig: Und

Kai Ole Hartwig: Ist ja schön, dass du dein Geld damit verdienst.

Kai Ole Hartwig: Ich weiß auch, dass Influencer wie Christian Wolf und Co.

Kai Ole Hartwig: mehrere 10.000 Euro für den Podcast im Monat ausgeben.

Kai Ole Hartwig: Ja, machen wir halt nicht.

Kai Ole Hartwig: Punkt.

Kai Ole Hartwig: Ja, wenn ich den Status habe und nur noch den Podcast so mache und ein bisschen durch die Weltreise und jeden Moment irgendwas filme,

Kai Ole Hartwig: finde ich mega cool, da bin ich nicht.

Kai Ole Hartwig: Punkt.

Kai Ole Hartwig: Wer das ändern möchte und mir gerne so viel Geld geben möchte, nur raus damit.

Daniel Langemann: Sponsoring.

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Hm.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, für Daniel ist er auch sehr offen für.

Kai Ole Hartwig: Habe ich so mal wahrgenommen, in anderen Stellen.

Kai Ole Hartwig: Aber hey, der Podcast ist ja auch kein Geheimnis, wird ja auch von der KI nachher geschnitten, aufbereitet,

Kai Ole Hartwig: Und so weiter und so fort.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja quasi dieses Schmalspur-KI-Setup.

Kai Ole Hartwig: Und da kommen ja auch immer ganz witzige Dinge bei rum.

Kai Ole Hartwig: Deswegen, hey, ja, vielleicht sollten wir auch einfach der KI mal sagen, hey, mach unseren Podcast.

Kai Ole Hartwig: Genug Material solltest du haben.

Kai Ole Hartwig: Jetzt wird es natürlich bei dir sehr schwierig, weil du auf einmal die KI irritierst, weil du auf einmal ein Folo anhast.

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Ja, das wird wieder alles kaputt machen.

Kai Ole Hartwig: ja, dann wechselt das bestimmt zwischendrin auch.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: Wir sind wieder vom Thema abgekommen.

Kai Ole Hartwig: So.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber ich wüsste jetzt auch nicht, was wollen wir denn noch zu Spam sagen, außer dass der KI jetzt mitspielt.

Daniel Langemann: Ja, also eigentlich finde ich...

Kai Ole Hartwig: Wir KI aber auch einfach sehr leicht die Daten für Spam entziehen können.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, darüber sind wir ja jetzt gerade so abgebogen.

Kai Ole Hartwig: Ähm,

Daniel Langemann: Du brauchst heutzutage noch nicht KI.

Daniel Langemann: Also ich klebe gerne überall diesen KI-Stempel drauf und baue überall KI ein.

Daniel Langemann: Ich bin ja auch viel damit unterwegs.

Daniel Langemann: Aber gerade bei diesem zum Beispiel Spam, also egal ob du einen Shop hast, irgendeinen anderen Dienst betreibst oder so und einfach nur Spam raushaben willst, einfach sich Gedanken machen, mehrere Schichten aufbauen, hardwareseitig, genauso wie auch applikationsseitig.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: Du kannst applikationsseitig viele Felder berücksichtigen und sagen, ich gebe

Daniel Langemann: vergebe Punkte und errechne dann sozusagen einen möglichen Spam-Score.

Daniel Langemann: Den kannst du dann zum Beispiel intern bei dir so definieren.

Daniel Langemann: Und solange man da einfach so ein bisschen Menschenverstand walten lässt und sagt, ich dreh das Ding nicht voll auf und halte jetzt Kunden vom Kaufen ab.

Daniel Langemann: Also lieber ein paar Bots durchkommen lassen,

Daniel Langemann: als irgendwie die Hälfte meiner Kunden abschießen und sagen so, nee, also du kommst ja nicht rein und Umsatz verlieren.

Daniel Langemann: Das wäre schlecht.

Daniel Langemann: Aber bis dahin brauchst du noch nicht mal KI.

Kai Ole Hartwig: Ja, und ich meine, wenn wir ja sagen würden, wir wollen KI in der Spam-Erkennung einsetzen, man versucht das ja auch schon in der Angriffserkennung jetzt, weil man setzt es in der Angriffserkennung ein,

Daniel Langemann: Mhm.

Daniel Langemann: Also ich finde das zum Beispiel super interessant, wenn Nutzer die Möglichkeit haben, so Bilder hochzuladen oder so.

Daniel Langemann: Darauf, da habe ich auch schon ein paar Dienste gefunden, muss ich mal genauer angucken.

Daniel Langemann: Also ich habe jetzt nur mal kurz danach gegoogelt, dass du dann zum Beispiel, sagen wir mal so einen Dick-Pick-Filter hast, wo du sagen kannst, wie willst du sowas vorher rausfinden, wenn du Sachen veröffentlichst?

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: Moderation ist immer auch eine gute Option.

Daniel Langemann: Also nicht immer direkt blocken.

Daniel Langemann: Außer, dass du den Spammer natürlich keine Rückmeldung geben willst und sagen willst, guck mal, wenn du das machst, kommst du nicht durch, aber da kommst du durch, sondern man lässt erstmal alles durchgehen und blockt das intern oder führt zum Beispiel eine Moderationswarteschlange ein, wo man sagt, also alles, was komplett unverdächtig ist, kann direkt öffentlich sein.

Daniel Langemann: alle verdächtigen Sachen kommen einfach in die Warteschlange und dann kann dann jemand hingehen und sagen, alle von dieser E-Mail, von dieser IP-Adresse, hauen einfach weg, das war wirklich Spam.

Daniel Langemann: Aber das sind drei dazwischen, die sind aus Versehen dann reingerutscht.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube auch, also so etwas wie ja diese Bilderkennung, dafür muss man ja nicht extra einen externen Dienst und dieses ganze Compliance-Thema aufmachen dann schon wieder, sondern da kannst du ja auch lokale Modelle etc.

Kai Ole Hartwig: einsetzen oder halt ein privates System dir besorgen.

Daniel Langemann: Das ist super einfach, lässt dann drüber laufen, nachts fertig.

Kai Ole Hartwig: Ich finde...

Kai Ole Hartwig: Ja, ich finde, wir müssen nicht überall KI reinschmeißen, weil der Mehrwert ja meistens gar nicht so krass gegeben ist.

Kai Ole Hartwig: Also ich finde gerade Spam, ja okay, du wirst wahrscheinlich Muster erkennen damit, aber es ist viel wirkungsvoller, auf öffentliche Informationen zu greifen.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: KI ist zu langsam dafür.

Daniel Langemann: Also Reaktionszeiten.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: der braucht auch zu viele Daten, um das valide zu machen.

Kai Ole Hartwig: Datenmenge.

Kai Ole Hartwig: Und da fängt es ja schon an.

Kai Ole Hartwig: Und dann sammelst du erst mal diese Datenmenge und da leitest du dann raus ab, okay, das ist gut oder das ist nicht gut und dann fleckst du gewisse Sachen davon und

Kai Ole Hartwig: machen.

Kai Ole Hartwig: Und am Tagesende bist du dann ja mehr dran, diese Systeme fein zu tunen und zu schauen, stimmt das denn jetzt alles und anzupassen, als dass es etwas bringt.

Kai Ole Hartwig: Also die solide Basismaßnahmen, sage ich jetzt mal, solide technische, wiederholbare Maßnahmen, sind das, was immer noch am wirkungsvollsten ist gerade.

Daniel Langemann: Die funktionieren im Millisekundenbereich, also KI braucht halt ein paar Sekunden zum Antworten, wenn sie schnell ist.

Daniel Langemann: Und ein ganz wichtiges Thema ist zum Beispiel auch, gerade wenn es um Kundendaten oder Nutzerdaten geht, darfst du die ja auch nicht überall hinpumpen.

Daniel Langemann: Und das ist ja auch ein bisschen was.

Daniel Langemann: Du bist DSGVO-konform, wenn du deine eigenen Tools einsetzt.

Daniel Langemann: Und heutzutage mit KI bist du als Entwickler oder als kleine Gruppe so schnell, da brauchst du keine 10, 20-Mann-Teams mehr, die dir dann irgendwelche Tools bauen.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: sondern du bist meistens so nah mit dran, mit den guten Entwicklern, mit einer KI, das baut er dir in einem Tag mit ein, mit zwei Tagen mit ein und dann kannst du Scoring, du kannst dir erstmal beobachten und sagen, guck mal, wie entwickelt sich das, wäre das Spam, wäre das kein Spam und dann kannst du dich so rantasten und dann musst du nicht mehr externe Dienste zu kaufen, die Geld kosten, wo du DSGVO und Datenschutz anpassen musst und alles aus der Hand gibst, du hast auch viel mehr Überblick, also das, ne, früher,

Kai Ole Hartwig: Das ist auch ein gutes... Ja, äh... Ja.

Daniel Langemann: Also früher war ja oft so, dass man gesagt hat, Make or Buy und man hat halt eher gekauft, aber dank KI schlägt das immer mehr zu Make um, weil das Wissen ist keine Raketenwissenschaft und wenn du jemanden da sitzen hast mit KI, also wenn ich dich mit KI darauf loslasse, dann baust du alles um, was du findest und das sehr schnell, ohne dass Daten irgendwo abfließen, in Millisekunden Reaktionszeiten, dass du keine externen Dienste hast, von denen du abhängig bist und Geld sparst du auch noch dabei.

Kai Ole Hartwig: Sagst du?

Kai Ole Hartwig: Ich nehme dann mehr.

Kai Ole Hartwig: Ich... Ja.

Daniel Langemann: Ja, also Geld für externe Dienste, weil du hier, hier musst du ein Abo abschließen, da für ein Jahr Abo abschließen und dann kommst du wieder ans Limit, dann musst du das wieder aufstocken.

Kai Ole Hartwig: Genau.

Daniel Langemann: Deswegen.

Kai Ole Hartwig: Aber das ist auch ein gutes Wort.

Kai Ole Hartwig: Also bezahlt Odo Geld dafür, dass er programmiert.

Daniel Langemann: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Perfekt.

Daniel Langemann: Bin ich dabei.

Kai Ole Hartwig: Bist du dabei?

Kai Ole Hartwig: Okay, ich stelle gleich meine Schwabbüchse auf für dich.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, dann können wir Gedost sagen.

Kai Ole Hartwig: Es war eine wunderbare Folge Secrets Not Included.

Kai Ole Hartwig: Und wir hören und sehen uns nächste Woche wieder.

Kai Ole Hartwig: Macht's gut.

Daniel Langemann: Ja, bis nächste Woche.

Kai Ole Hartwig: Ciao.

Daniel Langemann: Tschö.

Daniel Langemann

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