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Secrets Not Included: Warum Kubernetes-Projekte scheitern – obwohl Kubernetes nicht schuld ist

Secrets Not Included
Secrets Not Included

63 plays · May 28, 2026

Kubernetes klingt nach Skalierung, Automatisierung und Cloud-Native-Magie. In der Praxis scheitern Projekte aber oft nicht an Kubernetes selbst, sondern an fehlenden Prozessen, falscher Architektur, zu wenig Team-Erfahrung und einer ordentlichen Portion Overengineering. Ole und Daniel sprechen über Managed Kubernetes, State, GitOps, Readiness-Probes, kaputte Deployments, schlaflose Nächte – und darüber, wann Docker Compose vielleicht die bessere Entscheidung ist.

Transcript

Kai Ole Hartwig: Willkommen zu Secret.

Kai Ole Hartwig: Secrets not included, verdammte Axt.

Kai Ole Hartwig: Diese Woche wieder mit dem Ole, der nicht sprechen kann und dem Daniel, der sich einen abgrenzt darüber, dass er die Einleitung nie spricht.

Daniel Langemann: Ich muss mich immer noch davon drücken, das zu sagen.

Daniel Langemann: Hm.

Kai Ole Hartwig: Es wird aber eine wunderbare Folge Secrets not included und wir wollten ein bisschen mit euch über Kubernetes-Projekte sprechen, die scheitern und obwohl es gar nicht an Kubernetes liegt.

Kai Ole Hartwig: Ich finde, ein bisschen provokantes Thema, Daniel.

Kai Ole Hartwig: Nach unserer letzten Folge, die chaotisch war, zu Security-Zertifizierungen, jetzt sagen wir Kubernetes ist voll super.

Daniel Langemann: Ich als Fanboy, AWS-Fanboy würde das nie sagen.

Daniel Langemann: Ja, ECS, ja.

Daniel Langemann: Ach nee, EKS gibt es auch, genau.

Kai Ole Hartwig: Ach so, okay.

Daniel Langemann: Also für mich ist ECS das bessere Kubernetes.

Daniel Langemann: Wir wollten provokanter sein.

Kai Ole Hartwig: Du würdest sagen, wie heißt es bei AWS nochmal?

Kai Ole Hartwig: EKS-Zertifizierungen?

Kai Ole Hartwig: Der ECS ist doch die Container-Plattform, die komplett selbstverwaltend ist und wo du dich auch nicht um gar nichts kümmerst, außer dass du da einen Container hinschmeißt.

Kai Ole Hartwig: Oha!

Kai Ole Hartwig: Und EKS ist ja das Managed Kubernetes von AWS.

Kai Ole Hartwig: Jetzt können wir noch AKS nennen, das ist das managte Kubernetes in Azure.

Kai Ole Hartwig: Und GKE ist es, glaube ich, bei Google Cloud, wenn ich mich richtig erinnere, als Managed-Produkt.

Daniel Langemann: Ja, gut, habe ich noch nicht gehabt, aber ja, kann sein.

Kai Ole Hartwig: Ja, ich habe mit allen schon gespielt.

Daniel Langemann: Ich muss ja noch Cloudfleet in den Raum werfen.

Kai Ole Hartwig: Plus OpenShift.

Kai Ole Hartwig: So.

Daniel Langemann: Hast du damit mal zu tun gehabt?

Kai Ole Hartwig: Nee, tut mir leid.

Kai Ole Hartwig: Mit den Förmchen habe ich noch nicht gespielt.

Kai Ole Hartwig: Was ist das?

Kai Ole Hartwig: Ich kenne es gar nicht, tatsächlich, Daniel.

Daniel Langemann: Also es ist halb gemanagt, Kubernetes, du hast also Managed Master,

Daniel Langemann: Du kannst den so konfigurieren mit Credentials, mit allem drum und dran, dass der automatisch bei Hetzner oder anderen Dienstleistern VPS-Server startet und ihn in den Cluster mit einbindet.

Daniel Langemann: automatisch.

Daniel Langemann: Das habe ich letztens in einem Setup, das ist sehr sexy.

Daniel Langemann: Für mich als AWS-Fanboy mag ich doch ein bisschen Kubernetes.

Kai Ole Hartwig: Okay.

Daniel Langemann: Damit auch wirklich alle triggern jetzt.

Kai Ole Hartwig: Ich meine, wenn du ECS nutzt, was liegt da drunter?

Daniel Langemann: Ja, aber ich muss mich nicht anziehen.

Kai Ole Hartwig: Also ich weiß es tatsächlich gar nicht, ob es ein Kubernetes ist, was drunter gebaut ist oder ob es was Eigenes ist.

Daniel Langemann: Angeblich die kürzeste Folge ever.

Kai Ole Hartwig: Ähm...

Kai Ole Hartwig: Okay.

Kai Ole Hartwig: Immerhin hast du nicht gesagt, dass du Azure-Fanboy bist, dann hätten wir nämlich die Folge beenden müssen.

Kai Ole Hartwig: Ja, dann wäre ich weg gewesen.

Kai Ole Hartwig: Mit AWS-Fanboy kann ich leben, ne?

Kai Ole Hartwig: Du weißt ja selber.

Kai Ole Hartwig: Wie hieß es?

Kai Ole Hartwig: Cloud-Tier?

Daniel Langemann: Cloud-Fleet, also Sponsoring.

Kai Ole Hartwig: Ja, Cloud-Fleet.

Kai Ole Hartwig: So, also wie kann ich mir das vorstellen?

Kai Ole Hartwig: Ich habe da eine Plattform, ich logge mich ein und sage, hier, mach mal bei Hetzner mir die VPS hin und dann startet ihr das?

Daniel Langemann: Also du loggst dich da ein, erstellst, sagen wir mal, in der Web-Oberfläche deinen ersten Cluster und hast dann alles, was du kennst, dein Managed.

Kai Ole Hartwig: Ja, ja, gut.

Daniel Langemann: Also das ist halt einfach eine Masternode aus deinem Kubernetes.

Daniel Langemann: Nichts muss sich nur nicht drum kümmern, die kümmern sich darum, dass das funktioniert.

Daniel Langemann: Dann gibt es halt die Möglichkeit, da, sagen wir mal, Token von Hetzner oder anderen allen Cloud-Diensten, sagen wir mal, zu hinterlegen, sodass das Ding auf deinen, also das Cloud-Fleet Zugriff auf deinen Account hat und dann kann Cloud-Fleet, also das kannst du bei Hetzner automatisch auch über die CLI oder wie bei AWS auch,

Daniel Langemann: Einfach dann Nodes spawnen, die automatisch in einem Netzwerk laufen, also nicht mehr öffentlich verfügbar sind, sondern auch abgeschlossen sind nach außen hin.

Kai Ole Hartwig: Ja, gut.

Daniel Langemann: Die laufen dann im Netzwerk und werden automatisch gestartet.

Daniel Langemann: Wenn du immer mehr Pots startest, die Ressourcen reservieren, die aber nicht vorhanden sind, weil du sagst, ich brauche zwei CPU dafür, dann geht der einfach hin und startet den nächsten, der auch darauf passt.

Daniel Langemann: Hast du dann irgendwas Großes und dann auch passend von der Größe her skaliert er.

Daniel Langemann: wenn du deployst.

Daniel Langemann: Also mich macht man damit glücklich als AWS.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Das klingt jetzt so nach dem, was ich eigentlich erwarten würde.

Kai Ole Hartwig: Ist auch

Kai Ole Hartwig: Ja, ja, und ich sage so, okay, das ist das bare Minimum, was ich beim Managed-Koog-Mannitis irgendwie erwarte, dass es Managed ist.

Kai Ole Hartwig: Aber wo liegt, also die Masternode, Controlplane, sowas liegt dann halt nicht bei Hetzner oder deinem Anbieter oder... Okay.

Daniel Langemann: Genau, das ist Cloudfleet.

Daniel Langemann: Die haben da die Hoheit drüber, das ist das, was die anbieten.

Daniel Langemann: Die haben einen Free Account mit einer Uptime, glaube ich, von 95 Prozent und dann natürlich auch Paid mit, also wenn du es professionell oder produktiv nutzen willst, hast du natürlich ein Paid mit 99,99 oder so waren, also genug.

Daniel Langemann: Und das ist dann halt managed.

Kai Ole Hartwig: Okay, aber an deinem Kubernetes scheitern ja meistens die Projekte auch nicht.

Kai Ole Hartwig: Also Managed-Produkte ist jetzt ja nichts Neues.

Kai Ole Hartwig: Ich finde, das ist ein cooles Produkt.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ich würde es noch mehr feiern, wenn ich ehrlich bin, wenn die Masternode dann quasi auch bei dem Anbieter liegt oder bei einem der Anbieter, die ich auswähle, wenn ich ehrlich bin.

Kai Ole Hartwig: ja, da kommt wieder so dieses Souveränitätsding bei mir durch, wo ich sage, okay, ich bin AWS-Fanboy für viele Dinge und, aber wenn ich es

Daniel Langemann: Das ist DSGVO-konform.

Daniel Langemann: Die liegen, also die hosten in Deutschland und ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass die auch unter der Haube auch bei Hetzner und anderen hosten in Deutschland.

Daniel Langemann: Also DSGVO-konform.

Kai Ole Hartwig: Spannend.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja gerade der Punkt halt mit der Souveränität.

Kai Ole Hartwig: Wenn ich jetzt sage, okay, mein Rechenzentrum ist in Frankfurt, aber es wird halt vom US-Unternehmen betrieben, dann bin ich halt immer noch nicht richtig souverän.

Kai Ole Hartwig: Dann liegt es halt nur auf dem Server, der in Deutschland steht.

Daniel Langemann: Das ist eine GmbH.

Kai Ole Hartwig: Das hilft mir aber nicht.

Kai Ole Hartwig: Hm?

Daniel Langemann: Das ist eine deutsche GmbH, glaube ich, sogar dahinter.

Kai Ole Hartwig: Ja, das heißt ja nicht, dass du nicht trotzdem unter den Cloud Act fällst.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja das Absurde.

Daniel Langemann: Die haben ein Zertifikat, das hatten wir in der letzten Folge, dem glaube ich.

Daniel Langemann: Nee, Nee, also die sind DSGVO-konform genug für mich, dass ich mich dazu entschieden habe.

Kai Ole Hartwig: Zertifikat.

Kai Ole Hartwig: Aber es ist mir auch DSGVO-Kon... Also, um das mal zu sagen, um jetzt auch den Hater auf mich zu ziehen.

Daniel Langemann: Als AWS-Fillen-Bäumer auch was anderes auszuprobieren.

Kai Ole Hartwig: Ähm...

Kai Ole Hartwig: Für viele unserer Kunden und auch für mich ist AWS oder Azure, das sind eher die Kunden, also es ist das DSG.

Kai Ole Hartwig: VO-konform genug.

Kai Ole Hartwig: Ja, da müssen wir uns gar nichts vormachen.

Kai Ole Hartwig: Es gibt diese Souveränitätsbeschränkung, jetzt reichen wir wieder vom Thema ab.

Kai Ole Hartwig: Anyway, es gibt diese Souveränitätsdiskussion,

Kai Ole Hartwig: Wenn wir aber in die reale Wirtschaft reinschauen, müssen wir ehrlicherweise sagen, dass US-Hyperscaler bei vielen der Standard sind aus guten Gründen und die man auch nicht mal eben abgelöst bekommt.

Daniel Langemann: Ich brauche so ein AWS-Fähnchen.

Daniel Langemann: Dafür würde ich sogar tanzen.

Kai Ole Hartwig: Ja, und das scheitert halt nicht am Produkt des Managed Kubernetes.

Daniel Langemann: Nee, aber wir wollten eigentlich über Kubernetes reden.

Kai Ole Hartwig: Ja, vielleicht können wir aber erstens auch sponsern.

Kai Ole Hartwig: Ich würde auch Credits nehmen.

Kai Ole Hartwig: Oh, nee, das nicht.

Kai Ole Hartwig: Also tanzen ist jetzt eine völlig andere Kategorie.

Kai Ole Hartwig: Also, nee.

Kai Ole Hartwig: Sorry, not sorry.

Kai Ole Hartwig: Da bin ich.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Aber eigentlich scheitert der Kubernetes bei vielen Stellen schon, wo man ehrlich sagen muss, eigentlich brauchst du gar kein Kubernetes.

Kai Ole Hartwig: Oder du hast gar nicht die Prozesse dafür.

Kai Ole Hartwig: Oder

Kai Ole Hartwig: gar nicht die passende Teamgröße auch um managed oder self-hosted das Ganze zu machen.

Daniel Langemann: Self-hosted, also Respekt, wer das alleine die ganze Zeit macht, da geht viel Zeit für drauf.

Daniel Langemann: Also es ist nicht unmöglich, aber das kostet Zeit, also so ein Cluster am Laufen zu halten, zu aktualisieren, alle Notes und so.

Kai Ole Hartwig: Hier ist es halt Arbeit, kann man automatisieren.

Kai Ole Hartwig: Also, wir haben tatsächlich Tests dafür laufen, das automatisiert selber zu betreiben.

Kai Ole Hartwig: So, mehr möchte dazu nicht sagen.

Daniel Langemann: Aha, gibt es da Betriebsgeheimnisse?

Kai Ole Hartwig: Aha.

Kai Ole Hartwig: Na, es gibt einfach...

Kai Ole Hartwig: was heißt Betriebsgeheimnis, ich verrate gerne alle Geheimnisse, ich habe da gar keinen Stress mit, aber das ist natürlich in der Qualität, in der ich das haben möchte, bekomme ich es noch nicht automatisiert.

Daniel Langemann: Hm.

Kai Ole Hartwig: Das ist jetzt aber vielleicht ein ohne Problem.

Kai Ole Hartwig: Ich habe so eine Allergie dagegen, nachts aufzustehen, wenn so ein Ding abstürzt.

Kai Ole Hartwig: Das nimmt dir natürlich so ein Managed Service komplett ab, weil da steht jemand anderes für dich auf.

Daniel Langemann: Ja, aber genau das ist das Problem.

Kai Ole Hartwig: Voll cool.

Kai Ole Hartwig: außer du hast natürlich Probleme, dass du das allgemein nicht hinbekommst mit den Containern oder so oder mit GitOps oder deinen Prozessen, CI, CD's, Secret-Verwaltung.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: Also so gerne, wie ich auch Kubernetes mache, zum Beispiel mein Problem ist, ich bin, oder ich lasse mich gerne, oder ich verzettel mich gerne.

Daniel Langemann: Du kannst ja so viel damit machen und eigentlich alles damit machen.

Daniel Langemann: Und das ist mein großes Problem.

Kai Ole Hartwig: Klasse, das ist Overengineering, ne?

Kai Ole Hartwig: Ja, perfekt.

Daniel Langemann: Ja klar, natürlich.

Daniel Langemann: Du kannst alles und tausend Sachen machen und

Daniel Langemann: Du kannst dich da komplett verlieren in dem Setup.

Daniel Langemann: Da musst du schon, wenn du alleine bist oder mit ein, zwei Entwicklern nur unterwegs bist und du hast Managed Kubernetes, wo du nicht nachts aufstehen musst, musst du dich trotzdem zusammenreißen, dass du das nicht übertreibst, dass du nicht zu viele Sachen da reinklatscht, dass du guckst, dass du den State da raushältst und du kannst so viele Sachen machen.

Daniel Langemann: Du liest immer ganz viele Sachen und dann willst du hier noch was ausprobieren, da noch was ausprobieren.

Kai Ole Hartwig: Mit State der Großhälzer ist das natürlich ein total interessanter Punkt.

Kai Ole Hartwig: Was machst du mit der Datenbank?

Daniel Langemann: Ja, die ist managed woanders.

Daniel Langemann: Das ist ja fies.

Kai Ole Hartwig: Wunderbar, ist auch meine Standardantwort.

Kai Ole Hartwig: Ich kenne aber Menschen,

Kai Ole Hartwig: die im Kubernetes ihre Datenbank betreiben.

Kai Ole Hartwig: Und leider muss ich auch zugestehen, wenn man Typo3 in Kubernetes als Typo3-Cluster betreibt, also im Kubernetes-Cluster, ein geklasterter Typo3, hat man auch das Problem, dass Typo3 zum Teil stateful ist oder halt zumindest nervige Dateien geshared haben muss.

Kai Ole Hartwig: Du kannst viel in Walkie, Redis oder so auslagern, alles voll geschenkt, aber du hast halt so einen nervigen File Cache, der auch noch leider total ätzend ist in hinsichtlich der Skalierbarkeit.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Also du kannst jetzt nicht sagen, na ja, scheiß drauf, auf jedem Note wird das halt geschrieben.

Kai Ole Hartwig: Das Verzeichnen ist halt schreibbar, dann ist das halt nicht 100% Read Only.

Kai Ole Hartwig: Macht er aber nicht, weil er dann feststellt, ah, die Datei fehlt, die ich erwarten würde, schreibt die zwar neu, vergibt aber einen neuen Hash und dann hast du halt für jede Note, ständig wird der Cache neu geschrieben.

Kai Ole Hartwig: Total Banane.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: So, aber das sind jetzt ja echte Probleme, die aus der Applikationsebene kommen.

Kai Ole Hartwig: Dafür gibt es auch in Kubernetes Lösungen.

Kai Ole Hartwig: Man kann auch entsprechend Sachen sharen oder über File-System Lösungen machen, alles nicht sexy.

Kai Ole Hartwig: Funktioniert aber sehr erfolgreich.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, wir sind mit die Ersten gewesen, die Typo3-Cluster in Kubernetes betrieben haben, wo es Millionen Zugriffe im Monat oder auch zum Teil bei guten Werbekampagnen am Tag gab.

Kai Ole Hartwig: Das war nicht so das Thema.

Daniel Langemann: Mm.

Daniel Langemann: Mm.

Kai Ole Hartwig: Aber da lernt man halt auch, wenn man sowas mal gemacht hat,

Kai Ole Hartwig: Wo brauchst du denn wirklich Kubernetes und wo kannst du eigentlich noch den ganzen Shit mit Docker Swarm abarbeiten, ohne dass du Kubernetes mit allem Overhead brauchst?

Kai Ole Hartwig: Weil wir hatten nämlich am Anfang einfach einen Docker Swarm da laufen, bis der dann aufgegeben hat und man nicht mehr deployen sollte, weil das Ops Team Angst hatte, dass alles zusammenbricht.

Kai Ole Hartwig: Und wir dann innerhalb von vier Wochen auf Kubernetes migrieren mussten.

Daniel Langemann: Oh, ihr habt echt mit Anlauf alle Probleme mitgenommen.

Kai Ole Hartwig: wo es dann auch interessante Architekturprobleme gab.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich.

Kai Ole Hartwig: Also wir hatten natürlich dann so etwas wie die Datenbank fürs CMS, das ist nur die Startseite und Content-Seiten und so und dann hing da noch ein Shop dran und so.

Kai Ole Hartwig: Also komplex.

Kai Ole Hartwig: Wir hatten dann halt so Probleme wie, dass jemand auf die Idee gekommen ist, wir benutzen

Kai Ole Hartwig: Datenbanken mit Public IPs, also sprich unser Traffic läuft aus dem Cluster raus, einmal rum zur Datenbank über das öffentliche Internet.

Daniel Langemann: Das ist cool.

Daniel Langemann: Das guckt mir nichts an.

Kai Ole Hartwig: Ist cool.

Kai Ole Hartwig: Ist halt total scheiße, weil halt so der rausgehende Traffic irgendwie limitiert ist.

Kai Ole Hartwig: Und auch irgendwie die Datenbank dann zeitweise nicht erreichbar war und halt voll abgeschmiert ist das ganze System, weil halt die Datenbank nicht erreichbar war.

Kai Ole Hartwig: Die Datenbank hat aber gesagt, nö, ist alles in Ordnung.

Kai Ole Hartwig: Also eigentlich eitel ich hier nur rum.

Kai Ole Hartwig: Ja, weil das nicht das Problem war, logischerweise.

Kai Ole Hartwig: Das war halt das Architekturproblem, sobald die Datenbank

Kai Ole Hartwig: intern verfügbar war über das private IP-Netz, alles total easy.

Kai Ole Hartwig: Aber natürlich gibt es auch kleine und feine Unterschiede zwischen Docker Swarm und Kubernetes, die dir dann bei so Hau-Ruck-Aktionen voll auf die Füße fallen.

Daniel Langemann: Was mehr?

Daniel Langemann: Also erzähl mehr, ich bin neugierig.

Daniel Langemann: Was ist noch passiert?

Kai Ole Hartwig: Was möchtest du mehr wissen?

Daniel Langemann: Alles.

Daniel Langemann: Also generell, also was wir gerade hatten, war State.

Daniel Langemann: Also wenn du es einfach haben willst, hältst du den State aus Kubernetes raus.

Daniel Langemann: Egal ob es Redis, also Datenbanken ist, Redis vielleicht noch, da ist es egal, wenn der gekehlt wird.

Kai Ole Hartwig: Ja, Redis kannst du doch gut, also Redis, wenn du das rein fürs Caching benutzt, ist das ja nicht stateful.

Kai Ole Hartwig: So, also kein Thema, also kannst du drinnen haben.

Kai Ole Hartwig: Datenbanken geht auch.

Kai Ole Hartwig: Das haben wir woanders gemacht, in einem anderen Projekt, ein bisschen ein kleineres Setup, wo das dann auch noch OpenShift hatte und so Sachen, also noch mehr Herausforderungen, was Sicherheitsarchitektur angeht.

Kai Ole Hartwig: Und, ähm,

Kai Ole Hartwig: Du kannst halt entsprechende Volume für Cache-Dateien auch sharen, das geht.

Kai Ole Hartwig: Dann hast du eventuell Bandbreitenprobleme,

Kai Ole Hartwig: Da musst du halt mit Hardware, mit Power arbeiten, damit das halt kein Problem gibt.

Daniel Langemann: Nope.

Kai Ole Hartwig: Da gibt es keine elegante Lösung für.

Kai Ole Hartwig: Du kannst natürlich dir auch irgendwelche Sync-Prozesse bauen, die dann diese Cache-Dateien hin und her synken.

Kai Ole Hartwig: Da gibt es auch, ich glaube, Flyway oder ähnliches als File-System.

Kai Ole Hartwig: Nimmt dir auch Sachen ab, das kannst du auch machen.

Kai Ole Hartwig: Oder du sagst halt einfach, ja komm, diese Cache-Dateien, das ist jetzt auch nicht so viel Stuff.

Kai Ole Hartwig: Wir haben eh viel RAM.

Kai Ole Hartwig: Da war RAM noch billiger als heute.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau, wir schmeißen diese gecacheden, das mounten wir quasi in den RAM und sind glücklich damit.

Kai Ole Hartwig: Dann ist es schnell, dann haben wir kein Problem, fuck it.

Kai Ole Hartwig: Also scheiß auf, was da passiert.

Kai Ole Hartwig: Im Hintergrund ist es schnell, es zieht die Zeit nicht runter und natürlich kannst du und solltest du auch immer so Sachen machen wie vernünftiges Caching als Full-Page-Cache vor das System setzen.

Daniel Langemann: Also redest von dem Warnisch zum Beispiel.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Bein schwer auch das Produkt meiner Wahl.

Kai Ole Hartwig: Es gibt aber Alternativen, die nicht so schön funktionieren oder die auch schön funktionieren.

Kai Ole Hartwig: Also mittlerweile in kleinen Setups bin ich auch ein sehr großer Freund von Caddy fürs Caching geworden.

Daniel Langemann: Mit Caddy?

Daniel Langemann: Okay.

Kai Ole Hartwig: Ja, das macht das nämlich auch hervorragend.

Daniel Langemann: Habe ich noch nicht im Einsatz.

Daniel Langemann: Okay.

Daniel Langemann: Finde ich interessant.

Kai Ole Hartwig: Ja, also wenn du jetzt halt Ja, genau.

Daniel Langemann: Also Reverse Proxy davor, oder?

Kai Ole Hartwig: So, damit lädtest du natürlich schön, dass wenn dein dahinterliegendes System, egal ob Shop oder CMS, ist ja völlig Latte, aber wenn das halt mal gerade neu lädt, kannst du halt sehr viele Seiten und Sachen einfach gern für den Moment ausliefern.

Daniel Langemann: Oder...

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, beim Shop ist tatsächlich panisch einfach geiler in jedem Fall.

Kai Ole Hartwig: Wenn ich so drüber nachdenke, weil du flexibler bist, das hat mehr Möglichkeiten für so reine Content-Sachen, kannst du aber das halt wunderbar auch mit der Kette abbilden.

Daniel Langemann: Ja, ja.

Kai Ole Hartwig: oder NGX geht auch als Reverse-Proxy, ne?

Kai Ole Hartwig: Den mag ich jetzt an der Stelle nicht so hundertprozentig, weil der immer irgendwie einfach keine richtig geile Erfahrung mitgemacht hat, aber hat sich, aber ich weiß, es geht, wir haben das auch gemacht, das ist halt, manchmal nehme ich halt Dinge, weil sie sich für mich besser anfühlen, ne?

Kai Ole Hartwig: So, und weil die Ergebnisse für sich sprechen, ja?

Kai Ole Hartwig: Wenn die Geschwindigkeit in der Auslieferung gleich ist, was soll ich mir Gedanken darüber machen?

Daniel Langemann: Wenn du schnell bist, die letzten 5% optimieren, kannst du viel Lebenszeit mit verschwenden.

Kai Ole Hartwig: Ja, so.

Daniel Langemann: Das Das ist in Ordnung.

Kai Ole Hartwig: Ja, was will ich, also Time to First Byte bei 8 Millisekunden, ne, damit.

Kai Ole Hartwig: Wenn es schlecht ist, 15 Millisekunden.

Kai Ole Hartwig: Also, sorry, da gibt es Systeme, die ich kenne, die haben mehr Probleme.

Kai Ole Hartwig: Ja, so.

Kai Ole Hartwig: Also, ähm,

Daniel Langemann: Und wenn, dann hat man andere bei den Zeiten.

Daniel Langemann: Ja, aber wir waren ja dabei, das Date, also sagen wir mal, entweder das Date rauszuhalten oder halt, wenn das, vernünftig umzusetzen.

Kai Ole Hartwig: Das sind genau.

Daniel Langemann: Und also ich bin auch nicht, dass ich sage, so ne, State überhaupt nicht da rein.

Daniel Langemann: Das ist für mich einfach so die nächste Stufe, weil dann musst du schon wirklich Ahnung haben von Datenbank, dann fängst du an vielleicht sogar mit Master Slaves und Replikation und allem.

Daniel Langemann: Dann bist du schon wieder auf der nächsten Stufe, wo du wieder mehr Know-how einfach von dem ganzen Thema haben musst und wieder so eine Baustelle mehr hast, gerade wenn du alleine bist.

Kai Ole Hartwig: Genau, dann hast du auch das Thema HA-Proxy wahrscheinlich und solche Sachen noch davor und auch beim Amaradis oder Wall-Key halt das Ganze geklustert zu machen, da gibt es ja auch zwei Varianten für mit Sentinel oder als Cluster.

Kai Ole Hartwig: Und ja, dann musst du tiefere Ahnung haben.

Kai Ole Hartwig: Aber genau das ist halt die Herausforderung, in die viele Teams dann ja halt reinlaufen einfach, wenn sie sagen, ah, wir gehen jetzt auf Kubernetes und wir wollen jetzt mit Clustern arbeiten, dass du halt sehr viel, sehr tiefes Wissen brauchst.

Daniel Langemann: Extrem tief.

Daniel Langemann: Also es war wie...

Kai Ole Hartwig: Und zum Teil gehen die Probleme dann auch runter auf die fucking CPU-Architektur.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: wir haben auch einen Fehler gehabt, ich bekomme ihn gerade nicht mehr aus dem Kopf so ganz zusammen, aber wo wir dann halt am Tagesende festgestellt haben, weil das Problem auch nirgendwo so richtig reproduzierbar war und nur ein Produktivsystem aufgetreten ist.

Kai Ole Hartwig: Total ätzend.

Kai Ole Hartwig: Was wir dabei gelernt haben ist aber, wir hatten dann Staging und Testsystem, also sogar noch zwei Systeme davor,

Kai Ole Hartwig: dass im Produktivsystem tatsächlich in den Nodes eine andere CPU lief, ein anderer CPU-Typ.

Kai Ole Hartwig: Und da es irgendwelche Probleme gab, ich bekomme es leider nicht mehr ganz zusammen, aber es war crazy shit.

Kai Ole Hartwig: Wir haben das auch gefixt bekommen und das ist gar kein Thema, wenn man weiß, wo es herkommt, dann kann man immer...

Daniel Langemann: Hat uns nur fünf Personentage gekostet, zwei Entwickler, Rande vom Burnout, aber wir haben es geschafft.

Kai Ole Hartwig: Es war mehr.

Daniel Langemann: Ja, aber genau das ist ja das.

Kai Ole Hartwig: Aber also, weil ja auch Reproduzierbarkeit war halt wirklich scheiße.

Kai Ole Hartwig: Ja, wenn du nur auf dem Produktivsystem das reproduzieren kannst und dann halt erstmal tief reingraben musst, noch mit anderen Teams sprechen musst, um dann rauszufinden, ah, da ist dann halt doch so ein Mikro-Unterschied irgendwo in diesem ganzen Shit drin.

Daniel Langemann: Wenn der sich dann auch noch auswirkt, außer dann

Kai Ole Hartwig: Genau, so.

Kai Ole Hartwig: Das ist aber auch wieder kein Kubernetes-Problem.

Kai Ole Hartwig: Das sind natürlich Architekturentscheidungen, die da vorgetroffen werden, wo man sagt, ja, okay, irgendwie das Staging-System, wir sparen jetzt doch mal eine Mark 50 in der Stunde.

Daniel Langemann: Aber solche Sachen hast du immer.

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: So, und es ist ja auch verrückt, also du musst ja auch erst mal auf diese Traffic-Größen kommen, dass du solche Probleme hast, mit denen du dich beschäftigen musst.

Kai Ole Hartwig: Die meisten, und das ist halt das Krasse, setzen Kubernetes ein, wo sie es einfach nicht brauchen.

Kai Ole Hartwig: Die bauen für die eine Million Besucher, die mal eben kurz nach der Fernsehwerbung kommen.

Kai Ole Hartwig: Sie haben aber fünf.

Kai Ole Hartwig: So, wir haben an vielen Stellen, muss man halt sagen, Kubernetes ist total nett, aber für Kubernetes brauchst du viel Wissen, viel Erfahrung, tiefes Wissen und gute Prozesse.

Kai Ole Hartwig: davor, also vor diesem ganzen Ding mit ICD, mit Secrets, mit GitOps, mit Security Policies, im Plattform Engineering und hast eine riesige Komplexität da am Tagesende stehen und musst die ja bedient bekommen mit Leuten und mit Wissen.

Kai Ole Hartwig: Deswegen sage ich auch, ey, wenn wir das irgendwie hier automatisiert machen mit dem Kubernetes,

Kai Ole Hartwig: dann muss das aber auch echt gut laufen.

Kai Ole Hartwig: Deswegen machen wir auch erstmal Tests, deswegen mit Raspberry Pis erstmal so ein Cluster gebaut und mal schauen, wie zuverlässig bekommen wir das Ding hin, bevor wir irgendwo anders das hinschmeißen.

Kai Ole Hartwig: Das Wissen ist gar nicht so das Problem.

Kai Ole Hartwig: Man muss sich halt bewusst sein, das Ding ist komplex.

Daniel Langemann: Ich finde das auch zum Beispiel, also genau, da wollte ich gerade sagen, also wir reden jetzt so ein bisschen von den Unmanaged-Sachen, beziehungsweise was ich auch immer wieder mal, also so groß wie du hatte ich es noch nie im Einsatz, aber was ich bis jetzt immer hatte, ist so, dann betreibst du es eine Zeit lang und die Config ändert sich.

Kai Ole Hartwig: Egal ob managed oder unmanaged.

Kai Ole Hartwig: Ja, weil, also

Daniel Langemann: Du musst ja alleine schon, wenn du alleine bist, immer wieder hinterherarbeiten, sagen, guck mal jetzt,

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Daniel Langemann: willst irgendwie Config Appline oder mit einem Helm-Chart arbeitest du oder so und dann kommt eine Fehlermeldung, ach guck mal, dieser Parameter passt nicht mehr.

Daniel Langemann: Dann googelst du, ah, guck mal, Version hat sich geändert, das muss ich jetzt alles umbauen.

Daniel Langemann: Okay, dann fängst du an, Kies hin und her zu schubsen, während das System gerade aber am Abrauchen ist, weil du bist ja nur darauf aufmerksam geworden, weil irgendein Alerting gerade angegangen ist.

Kai Ole Hartwig: Naja, gut, du brauchst immer zwei Cluster, ne?

Kai Ole Hartwig: Also du darfst nicht nur mit einem Cluster arbeiten, du brauchst genauso einen Testcluster, wie sonst du ein Testsystem brauchst.

Daniel Langemann: Ja, aber das Problem ist ja, du baust das einmal, alles schick.

Daniel Langemann: Also das einmal aufbauen und aufsetzen, da bist du recht schnell.

Daniel Langemann: Gerade mit KI hast du ja super schnell Sachen generiert.

Daniel Langemann: Und dann steht ein Cluster da und läuft.

Daniel Langemann: Aber du musst ja regelmäßig Zeit reinbuttern, sag ich mal, um Config-Up aktuell zu halten, wenn sich Sachen ändern.

Daniel Langemann: Da war doch jetzt auch das, hier was rausfliegt hier, der Nginx-Kanal.

Kai Ole Hartwig: Ja, der NGX ist ja schon lange raus.

Daniel Langemann: Oder ist schon lange raus, so geil bin ich.

Kai Ole Hartwig: Als Ingress, ja, so, also NGX Ingress ist, glaube ich, Anfang des Jahres rausgeflogen, wenn ich es richtig im Kopf habe von der Timeline.

Daniel Langemann: Ja, vollkommen.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Also, es war ja auch angekündigt.

Kai Ole Hartwig: Also, das ist jetzt nicht so die richtige Überraschung.

Kai Ole Hartwig: Das

Kai Ole Hartwig: aber es ist halt eine wirkliche Disziplin, wo du jeden Tag dran arbeiten musst, ja, das ist halt nicht hinstellen und glücklich sein, auch bei Managed Kubernetes nicht, aber auch diese ganzen Sachen, die Probleme, die ich jetzt derzeit habe, ne, das waren auch zum Teil Managed Kubernetes, ja, also, das ist gar nicht mal so, dass es jetzt ein Unmanaged Service wäre, der OpenShift war Unmanaged, aber da waren auch ganz andere Themen noch, genau, so, also, das, das ist halt so dieser Punkt, ähm,

Daniel Langemann: Bleiben noch genug Probleme für dich übrig, auch wenn der managet ist.

Daniel Langemann: Was ist denn die Ursache?

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ursache.

Kai Ole Hartwig: Immer Menschen.

Kai Ole Hartwig: Aber schau mal, es ist doch so, entweder du hast ein Team, das einfach nicht das notwendige Wissen hat.

Kai Ole Hartwig: Das kannst du relativ gut lösen, indem mehr Wissen aufgebaut wird oder du andere Leute dazu holst oder, oder, oder.

Kai Ole Hartwig: Deine Prozesse müssen sauber sein, deine Applikationen müssen das auch ganz halt unterstützen.

Kai Ole Hartwig: Du brauchst GitOps, du brauchst Standards, also echte sichere Standards, du brauchst Security Policies, du brauchst echtes Plattform Engineering.

Kai Ole Hartwig: Was habe ich denn vergessen?

Kai Ole Hartwig: Also das Einführen der erste Tag in Kubernetes ist nicht das Problem.

Daniel Langemann: Ja, und das ist glaube ich auch die Falle.

Daniel Langemann: Du bist sehr schnell da, hast schnell was aufgesetzt, siehst was Schönes, skalieren Sachen, Lämmchen blinken gefühlt und alles ist hübsch.

Kai Ole Hartwig: Ja, skalieren, nächstes Thema, horizontal oder vertikal skalieren oder beides gleichzeitig.

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: So, ja, und vertikal skalieren macht ganz andere Probleme als horizontal skalieren, weil horizontal horizontal ist halt einfach mehr Ressourcen, wenn ich es gerade richtig im Kopf habe.

Kai Ole Hartwig: Vertikal heißt, wir bauen immer weiter daneben.

Kai Ole Hartwig: Daneben bauen kann aber halt zum Beispiel deine TCP-Connection-Budgets aufbrauchen und solche Sachen.

Daniel Langemann: Hm.

Daniel Langemann: Hm.

Kai Ole Hartwig: aufbauen.

Kai Ole Hartwig: Wenn jetzt deine Datenbank halt nicht hochskaliert, während deine Applikation hochskaliert, hast du vielleicht nachher einfach keine freien Verbindungen mehr zur Datenbank.

Daniel Langemann: Aber du hast Glück, Container, die warten darauf.

Daniel Langemann: Oh ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, und dann hast du Round Robin aktiviert als Verteilungstaktik und dann landet halt auf einmal die Hälfte des Traffics auf Nodes, die gar nicht ready sind, weil du vergessen hast, da eine vernünftige Readiness-Probe und Liveness-Probe reinzubauen, weil du halt vorher zum Beispiel auf normalen Docker-Setups oder Docker-Compose, Docker-Swarm, etc., was dann nie sauber gearbeitet hast und das einfach nicht eingebaut hast.

Daniel Langemann: Kennst du auch von einem Freund die Geschichte, ne?

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht.

Kai Ole Hartwig: Natürlich.

Kai Ole Hartwig: Also wir haben solche Fehler niemals gemacht.

Kai Ole Hartwig: Wir haben natürlich perfekt angefangen und immer das perfekt implementiert gehabt und sind nie in solche Themen gegangen.

Kai Ole Hartwig: Das sind ja nur Geschichten, die ich mal gehört habe, in dunklen Ecken des Internets.

Kai Ole Hartwig: Ja, das ist kein Lernen durch Schmerzen, weil... Ja, so.

Kai Ole Hartwig: Also, Daniel, du weißt, ich mache niemals Fehler.

Daniel Langemann: Ja, ich auch nicht.

Daniel Langemann: Doch, selbst da im Traum.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: während ich schlafe.

Kai Ole Hartwig: Was?

Kai Ole Hartwig: Du kennst meine Träume doch gar nicht.

Kai Ole Hartwig: Also ich träume nachts nicht von Kubernetes-Clustern, das kann ich dir verraten.

Kai Ole Hartwig: Zumindest sofern ich mich daran erinnere nicht.

Kai Ole Hartwig: Träumst du von Kubernetes-Clustern?

Daniel Langemann: Also mich haben schon mal ein paar Sachen echt in den Schlaf verfolgt.

Daniel Langemann: Genau solche Sachen, wo du so davor sitzt und sagst, boah, ich verstehe nicht, warum es nicht funktioniert.

Daniel Langemann: Ich kriege es nicht reproduziert und es tritt die ganze Zeit auf und du kommst nicht hinterher.

Daniel Langemann: Und das ist einfach so Sachen,

Daniel Langemann: habe ich so ein paar Mal mitgenommen.

Daniel Langemann: Also unfreiwillig, hat auch nicht Spaß gemacht, das waren keine schönen Träume.

Kai Ole Hartwig: Ich sage mal ein

Daniel Langemann: Aber das sind so die Momente und das ist ja auch das, wo du sagst, also wo ich sage, ich habe damit angefangen, habe schnell Erfolge gehabt, habe dann einen eigenen Cluster da betrieben, habe mich voll toll gefunden und dann kommen so mit der Zeit die Probleme.

Daniel Langemann: Du musst dir Konfig hinterher,

Daniel Langemann: Flicken und dann hast du da noch ein bisschen Zeit verschwendet, wo du eigentlich was anderes bauen wolltest.

Daniel Langemann: Dann hast du Probleme, genauso wie du sagst, was mir auch nie passiert ist, diese Readiness-Probes und solche Sachen, dass das einfach nicht funktioniert hat, Sachen nicht ausgerollt sind oder nicht ausgerollt wurden.

Daniel Langemann: Dann stehst du da und sagst, mein Gott, ich habe das doch deployed.

Daniel Langemann: Ach nee, doch nicht.

Daniel Langemann: ich meine, das mit der CPU, so tief bin ich nie drin gewesen.

Daniel Langemann: Ich weiß nicht, ob zum Glück oder leider.

Daniel Langemann: Aber genauso wie, dann hast du, also genau das gleiche, den State im Kubernetes.

Daniel Langemann: Dann versuchst du irgendwann mal eine Datenbank da zu replicieren und dann bist du mit Master Slaves unterwegs, dann hast du da irgendwie eine Volumes, die du mountest, querlustig und Sachen abschießt und die kommen nicht zurück.

Daniel Langemann: Du hast, also es war alles ein Testsystem, aber dann

Daniel Langemann: Recoveren sich die Volumes nicht, die Daten sind weg, du hast kein Backup, super, wegschmeißen, von vorne anfangen.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: ist?

Kai Ole Hartwig: Wenn du ja eigentlich mit Pipelines deployst, aber auch lokal auf den Kontext Zugriff hast, aus Versehen deployst in den Produktiv-Cluster und alles nicht mehr funktioniert und kein Mensch weiß warum,

Kai Ole Hartwig: dann sind deine Volumes nämlich auch magisch nicht mehr verknüpft zum Beispiel.

Daniel Langemann: Scheiße.

Kai Ole Hartwig: Ja, dann ist quasi, du siehst nicht warum, aber auf einmal ist dieser Cluster quasi nicht mehr funktionell.

Kai Ole Hartwig: Also Kinders, wichtig ist Learning.

Kai Ole Hartwig: Ihr solltet niemals, nie nicht, wirklich niemals von lokal in den Kontext für eure Cluster kommen, die da irgendwo hinstehen und Container da hinschieben können.

Daniel Langemann: Ich bin gerade überlegen, also dein Freund, dem das passiert ist.

Kai Ole Hartwig: Das ist tatsächlich nicht mir persönlich passiert.

Daniel Langemann: Also für den Freund aus Minecraft.

Kai Ole Hartwig: Ich bin die... Aber ich habe es miterlebt.

Daniel Langemann: Also der eine Freund in Minecraft, der macht echt viel, also wenn ich so überlege.

Daniel Langemann: Und der muss auch einiges wissen.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Also Unfälle passieren halt.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja nicht, dass jemand eine böse Absicht hat und sagt, oh ja, ich bin jetzt in dem Kontext und ich deploy jetzt mal hier eben, weil ich das testen muss, diese Container.

Kai Ole Hartwig: Das sollte in einen ganz anderen Kontext gehen.

Kai Ole Hartwig: Das sollte in den lokalen Kontext gehen eigentlich.

Kai Ole Hartwig: So, nicht aufgepasst.

Kai Ole Hartwig: Schade Marmelade.

Kai Ole Hartwig: So, und dann funktionieren natürlich Dinge auf einmal nicht und dann hast du halt dieses Thema mit, da ist auf einmal der Cluster weg.

Kai Ole Hartwig: Oder vielmehr die Nodes funktionieren nicht mehr, weil da eine Container-Version ist, die keine Volume, oder die Nodes haben keine Volume-Verknüpfung mehr, der Pod und so weiter.

Kai Ole Hartwig: Alles ist auf einmal komisch.

Kai Ole Hartwig: So, das, das, das,

Kai Ole Hartwig: Ja, so, dann hast du auch ein Ops-Team oder ein Plattform-Team da auf einmal sitzen, das halt auch sagt, scheiße, wir wissen jetzt gar nicht, was geht denn hier ab.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: So.

Kai Ole Hartwig: Und dann hast du natürlich auf einmal echt alle Alarmglocken an.

Kai Ole Hartwig: Deswegen sage ich, schaut mal.

Kai Ole Hartwig: wer denn da eigentlich so wohin schreiben darf und minimiert mal, dass irgendjemand in diese Produktiv- und Staging-Cluster überhaupt reinschreiben kann von außen, außer eure CICD, also außer die GitOps-Prozesse.

Kai Ole Hartwig: Ja, weil, ja.

Daniel Langemann: Mhm.

Daniel Langemann: Ja, ist halt sehr verführerisch.

Daniel Langemann: Also zumindest habe ich das so am Anfang, sage ich mal, von der Containerisierung für mich gemerkt.

Daniel Langemann: Dieser Übergang war extrem schwer.

Daniel Langemann: Man war es gewohnt per SSH aufs Produktivsystem, aufs Testsystem.

Daniel Langemann: Du konntest da in die Logs gucken.

Daniel Langemann: Du konntest Commands ausführen, die dann irgendwie eine Migration angestoßen haben.

Daniel Langemann: Du konntest Cronejobs sehen.

Daniel Langemann: Und auf einmal, also bei AWS hat es sogar echt wehgetan am Anfang, dieses, ich deploye etwas und ich komme da irgendwie nicht mehr dran.

Daniel Langemann: Also per default erstmal nicht.

Kai Ole Hartwig: naja, du kommst ja schon dran, ne?

Kai Ole Hartwig: Also wenn man ehrlich ist, es gibt Wege,

Daniel Langemann: Du musst rückwärts wieder Wege machen, also du musst Wege finden,

Daniel Langemann: Und das fand ich auch ganz gut, dass das erstmal so war, dass ich nicht drangekommen bin und dass es schmerzhaft war.

Daniel Langemann: Dass du sagen musst, okay, wie komme ich jetzt an die Logs?

Daniel Langemann: Wo sind die Logs?

Daniel Langemann: Wie kann ich jetzt Commands ausführen und, und, und.

Daniel Langemann: Und bei Kubernetes ist es ja eigentlich auch so, dass das Setup so sein sollte, dass du da nicht drankommst.

Daniel Langemann: Und ich kann verstehen, dass daher auch dieses kommt mit, ab und zu möchte ich mich doch mal so in den Pott reinschalten und gucken, was da ist, ein bisschen debuggen.

Daniel Langemann: Also ist sehr verlockend, ne?

Kai Ole Hartwig: Ja, also ich halte es immer für gut und notwendig, wenn es so einen Breaking-Glass-Prozess gibt, dass man noch wo rankommt im Notfall.

Daniel Langemann: Mmh.

Daniel Langemann: Mmh.

Kai Ole Hartwig: wenn Dinge schieflaufen, aber du musst ja natürlich genau um diese Log Aggregation und so weiter, musst du dir vorher Gedanken machen.

Kai Ole Hartwig: Das ist halt ein geplanter Prozess.

Kai Ole Hartwig: Du kannst nicht einfach den Container da reinschmeißen und sagen, so, jetzt läuft er da und du wirst in Probleme laufen, wenn du das machst.

Kai Ole Hartwig: Und dann wirst du den Reflex haben und sagst,

Kai Ole Hartwig: Ich möchte jetzt aber da mal eben drauf und schauen, was da los ist.

Kai Ole Hartwig: Und genau da fängt halt das Problem an, weil dann ist die Planung und die Prozesse vorher nicht gelaufen.

Kai Ole Hartwig: Du musst dir halt Gedanken machen, machen, wie bekomme ich denn diese Informationen, die ich brauche, aus diesen Logs und wie kann ich denn auch diese Menge an Logs von diesen ganzen Services, die da laufen,

Kai Ole Hartwig: dann lesen und nachvollziehen und wie verfolge ich das denn eigentlich, wenn wir denn jetzt das Thema haben, dass der Nutzer auch noch auf unterschiedlichen Pods landet.

Daniel Langemann: Mhm.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ja, und dann reden wir halt noch nicht davon, dass irgendwie ein Istio oder so mitläuft und du auch noch

Kai Ole Hartwig: mtls hast und sidecar container und so weiter und so fort ja das kommt dann ja auch noch alles oben drauf dann hast du dann zwei container mit der applikation import laufen aber dann laufen da noch drei sidecar container kurz rum was für secrets was für mtls was für keine ahnung was noch der auf die idee kommt was brauchst und dann hast du eine ganz andere komplexität als wenn du das in einem docker compose setup passt als wenn du das auf einer normalen vps laufen hast und

Daniel Langemann: Vielen Dank.

Kai Ole Hartwig: Und du hast halt sehr, sehr viele, sehr komplexe Themen, mit denen du auf einmal als Team oder als Einzelkämpfer, als Einzelkämpfer ja fast unmöglich, aber als Team konfrontiert bist, die du handhaben musst.

Kai Ole Hartwig: Und wo du auf einmal feststellst, okay, deine Containerisierung und deine Plattformstrategie, das passt alles nicht so richtig zu dem, was du da gerade machen möchtest.

Kai Ole Hartwig: Du rennst auf einmal gegen so einen Berg, gegen so eine Steilküste, stehst du, das Wasser wird immer höher,

Kai Ole Hartwig: Und musst du das auf einmal managen.

Kai Ole Hartwig: Und das ist halt etwas und stellst halt fest, okay, du brauchst eigentlich gerade sehr viele, sehr gute Leute mit sehr viel Wissen, die durch die Gegend rennen und das ganze Ding mit dir zusammen machen.

Daniel Langemann: Und spätestens nach dem ersten Inzident, wenn der Shop offline ist, der Puls bei 180 ist, der PO, alle fünf Minuten anruft und fragt, ob man schon was sehen kann, wird man dazu übergehen, das dann zu optimieren?

Kai Ole Hartwig: Ja, den PO kann man ja ruhig stellen, einfach das Telefon aus der Wand reißen.

Daniel Langemann: Ein Vorteil von Remote-Arbeit.

Kai Ole Hartwig: Teams abschalten.

Daniel Langemann: Das dauert, bis der die 50 Kilometer überwunden hat.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: So, also, ähm, aber, ja, natürlich, sobald du den ersten Inzident hast und alle darstellen und sagen, was denn jetzt passiert, ähm,

Kai Ole Hartwig: denkst du auf einmal auch noch ganz andere Dinge nach.

Kai Ole Hartwig: Das sind ja ganz viele Learnings aus ganz viel Erfahrung, aus ganz viel dumme Fehler machen, aus ganz viel in den ganzen Teams, die daran beteiligt waren, wusste es niemand besser.

Daniel Langemann: Mhm.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Und dann kommst du in neue Teams und musst das immer wieder predigen, beibringen, weiter multiplizieren.

Kai Ole Hartwig: Das Wissen, die Systeme entwickeln sich weiter.

Kai Ole Hartwig: Es gibt andere Möglichkeiten.

Kai Ole Hartwig: Es gibt neue Stolpersteine, neue Möglichkeiten, sich das Knie aufzuschlagen.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja nicht so, dass die Systeme stehen bleiben und so bleiben, wie sie sind, sondern jeden Tag kommen neue Security-Sachen, jeden Tag kommen...

Kai Ole Hartwig: oder jede Woche kommen Änderungen, jeden Monat gibt es Sachen, die eingespielt werden, die Sachen verändern.

Kai Ole Hartwig: Also das heißt, du begibst dich damit definitiv auf einen kontinuierlichen Weg der Weiterentwicklung mit vielen blutigen Knien.

Daniel Langemann: Ja, hört sich gut an.

Daniel Langemann: Definitiv.

Kai Ole Hartwig: So, also es macht Spaß, also ich liebe diese geklasterten Systeme, ich liebe die Möglichkeiten von Kubernetes.

Kai Ole Hartwig: Ich mag das, wenn Systeme einfach skalieren und schnell sind und funktionieren, aber da gehört verdammt viel Wissen und Erfahrung dazu, auch um zu sagen, man macht jetzt nicht dieses pure Over-Engineering.

Kai Ole Hartwig: Ja, mal zu wissen, wo man einfach sagen muss, so ein Docker Compose auf einem normalen VPS mit ein bisschen fancy

Kai Ole Hartwig: Readiness Probe, Lifeness Probe und vernünftigen Restart Policies und vielleicht starten wir auch mal mehr als eins oder so, wenn wir ganz crazy unterwegs sein wollen.

Kai Ole Hartwig: Ist manchmal geiler und stabiler, als sich zu sagen, wir stellen einen Cluster ein.

Daniel Langemann: Ja, diese Fähigkeit nicht zu übertreiben.

Kai Ole Hartwig: Aber die Lebenserfahrung brauchst du ja auch, ne?

Daniel Langemann: Also zumindest, wenn es um Produktivsysteme geht.

Daniel Langemann: Also bei meinen Spielprojekten habe ich immer übertrieben.

Daniel Langemann: Ja, ja.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, dafür sind ja Spielprojekte auch da.

Kai Ole Hartwig: Ehrlicherweise, man braucht ja Projekte auch zum Lernen.

Kai Ole Hartwig: Und es gibt ja wenig Projekte, in denen du wachsen und lernen kannst.

Kai Ole Hartwig: Ja, die werden ja leider wieder immer weniger.

Kai Ole Hartwig: Wir hatten eine Zeit, da sind die mehr geworden.

Kai Ole Hartwig: Da konnte man sich auch in Projekten mit so etwas entwickeln und Ideen ausprobieren, auch mit entsprechenden Teams.

Kai Ole Hartwig: Und da hat man das auch als entsprechende Möglichkeiten gesehen.

Kai Ole Hartwig: Aber gerade sind die sehr ragesät.

Kai Ole Hartwig: So.

Kai Ole Hartwig: Na, und ich glaube, gerade ist es ganz gut, wenn man halt diesen wilden Mix mal mitgemacht hat, ein AKS, ein GKE, äh, wer heißt der gleich, ECS und so weiter, EKS und noch OpenShift.

Kai Ole Hartwig: So, also, und Docker Swarm und so weiter und so fort.

Kai Ole Hartwig: Ja, dann hast du halt ein Wissen, Wissen, wo viele Leute nicht rankommen oder nicht haben.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: wo man halt auch gut sagen kann, es ist halt einfach eine dumme Idee, was man hier gerade macht.

Kai Ole Hartwig: Ohne das auch wirklich, und das kommt dann ja, wenn ich sowas sage, manche Menschen nehmen mir das ja so extrem übel, wenn ich sage, nee, das ist alles dumm, was hier jetzt gerade passiert und dumme Ideen.

Kai Ole Hartwig: Aber das ist einfach gelernt aus Schmerzen, liebe Freunde der Nacht.

Kai Ole Hartwig: das ist jetzt nicht, weil ich sage, ich kann das alles so viel besser und ich habe nie diese Fehler gemacht.

Kai Ole Hartwig: Nein, ich war an dieser Stelle, ich habe diese Fehler gemacht oder ich habe vorher erkannt, dass es eine dumme Idee ist und habe diesen Fehler nicht gemacht, weil ich die Dokumentation gelesen habe und dann vielleicht zwei, drei Tage darüber nachgedacht habe, ob das wirklich jetzt der richtige Weg ist und zu dem Entschluss gekommen bin, nee, das ist eine dumme Idee.

Daniel Langemann: angemacht.

Kai Ole Hartwig: Und daraus kommt das dann, dass ich dann halt manchmal sage, nee, Freunde, nee, bitte nicht.

Kai Ole Hartwig: Wir gehen einen anderen Weg.

Daniel Langemann: Ja, definitiv.

Daniel Langemann: Also Kubernetes löst nicht alle Probleme und wenn du in deinem Team... Genau, genau.

Kai Ole Hartwig: Nein, aber es bringt dir ein Bannschneuer Probleme mit, wenn du die haben möchtest.

Daniel Langemann: Das bringt einige mit.

Kai Ole Hartwig: Wenn du halt nicht das Team hast, nicht die Erfahrung hast, dann bringt es dir halt Probleme mit.

Daniel Langemann: Gleich hier.

Kai Ole Hartwig: Die zeigen aber halt meistens einfach sind das Symptome dafür, dass du einfach noch nicht bereit bist, das zu machen, weil dein ganzer Stack davor noch nicht bereit ist.

Kai Ole Hartwig: Und weil dein Team auch nicht bereit ist.

Daniel Langemann: Das ist halt ein Thema von Geschwindigkeit.

Daniel Langemann: Also wenn nur ein Teil deiner Prozesse beschleunigt wird, die anderen aber langsam bleiben, gewinnst du nichts, dann bewegst du nur schneller Artefakte von A nach B, aber der Rest passiert nicht oder umgekehrt.

Daniel Langemann: Du kommst gar nicht hinterher mit dem Artefakte bauen und deine Applikation langweilt sich, weil da nichts vornherum kommt.

Daniel Langemann: Und das ist...

Kai Ole Hartwig: Naja gut, aber also Kubernetes ist jetzt ja keine Beschleunigung für Sachen.

Kai Ole Hartwig: Also mehr Komplexität macht die Dinge in der Regel nicht schneller.

Kai Ole Hartwig: Du kannst damit, also du brauchst ja auch eine gewisse Kategorie an echten Herausforderungen.

Kai Ole Hartwig: wovor ein Kubernetes Sinn macht.

Kai Ole Hartwig: Wenn du halt nicht diesen krassen Traffic hast und dann bei einem Hyperscaler bist, sondern einfach nur eh deine festen Ressourcen hast und nicht dynamischen Traffic, ja, dann ist es auch völlig egal.

Daniel Langemann: Mhm.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ja, auch wenn du eh sagst, okay, das ist so vorhersagbar, in welchem Rahmen sich mein Traffic bewegt.

Kai Ole Hartwig: Wenn ich deine VPS kaufe in der richtigen Größe, dann bist du wahrscheinlich meistens billiger, als wenn du Skalierung mit Kubernetes machst.

Kai Ole Hartwig: bei der Kubernetes wird immer mehr Ressourcen nach oben drauf packen.

Kai Ole Hartwig: Also, bis sich ein Kubernetes lohnt, musst du schon sehr starke Wellenbewegungen haben.

Kai Ole Hartwig: Also, wenn du sagst, okay, ich merke die Mittagspause in Deutschland um 12 jeden Tag, also jeden Arbeitstag, und ab 18 Uhr merke ich das auch immer, dann geht es ganz krass nach oben und dazwischen brauche ich einfach viel weniger Ressourcen.

Kai Ole Hartwig: Ich sage jetzt mal, normal, also von von Mitternacht bis

Kai Ole Hartwig: 12 Uhr brauchst du zwei bis drei Pots, um Schlag 12 musst du hoch auf fünf bis sechs und dann um 14 Uhr wieder runter und dann ab 18 Uhr wieder hoch bis Mitternacht, dann hast du vielleicht dieses Thema.

Kai Ole Hartwig: Und dann hast du noch Fernsehwerbung, dann möchtest du nochmal höher gehen.

Daniel Langemann: Friday.

Daniel Langemann: Okay.

Kai Ole Hartwig: Oder dann hast du ein sonniges Wochenende,

Kai Ole Hartwig: Und dann ist dein Traffic auf einmal zehnmal so hoch, wie wenn es regnet.

Kai Ole Hartwig: Das erste Frühlingswochenende macht dir sonst die Server platt.

Kai Ole Hartwig: Dann reden wir über Kubernetes.

Kai Ole Hartwig: Oder du hast halt, es wird etwas bekannt gegeben und auf einmal greifen eine Million Leute drauf zu auf deine Seite und sonst sind es fünf.

Kai Ole Hartwig: Das sind so Szenarien, wo Kubernetes Sinn macht.

Kai Ole Hartwig: Und dann in der Kombination, wenn du dann eh Hardware da stehen hast, dann macht das vielleicht auch Sinn,

Kai Ole Hartwig: zu sagen, okay, wir haben hier ganz viele kleine Systeme auch im Kubernetes-Cluster stehen, da schwankt auch der Traffic immer so ein bisschen, für die lohnt sich das nicht, aber für die, die Hyperscaling machen müssen, da brauche ich ja auch die Hardware und dann ist sie wenigstens nicht ungenutzt, ne, das sind auch Nutzungsszenarien.

Daniel Langemann: oder wenn du größere oder mehr Teams hast und zum Beispiel da die Arbeitsweise anpassen willst und sagen, also wenn du mehr so in DevOps-Richtung gehen willst, dass die Leute selber Sachen deployen können, Preview-Umgebungen deployen können.

Kai Ole Hartwig: Ja, das kannst du aber auch in Dockers Form, ne?

Daniel Langemann: Ja, aber du bist, also in größeren Unternehmen ist das leichter umzusetzen, als wenn jeder da irgendwie so seine VPS sich holt und daher irgendwo Sachen hin deployt und wegräumt und

Kai Ole Hartwig: Genau, also du brauchst halt realistische Anwendungsszenarien für das ganze Ding.

Daniel Langemann: weil du das dann zentralisieren kannst.

Daniel Langemann: Aber dann reden wir mal wieder darüber, dass du da dediziert Leute hast, die den Kubernetes-Cluster betreuen oder den Managed-Cluster betreuen und sich darum kümmern, dass das Ding funktioniert.

Kai Ole Hartwig: Ja, so.

Kai Ole Hartwig: Weil halt automatisiert immer noch nicht so richtig funktioniert.

Kai Ole Hartwig: Gib mir mal noch ein paar Monate.

Kai Ole Hartwig: Ja, komm, was soll das denn?

Kai Ole Hartwig: Bisschen größer und wahnsinnig muss man nicht mal was sagen.

Daniel Langemann: Finde ich gut.

Daniel Langemann: Ich war der Erste, der dich kennt.

Daniel Langemann: Shotgun.

Daniel Langemann: Ich mochte dich schon, bevor du reich warst.

Daniel Langemann: Statistisch steigt die Wahrscheinlichkeit.

Kai Ole Hartwig: Falls ich denn reich werde von solchen verrückten Ideen.

Kai Ole Hartwig: Bisher hat er ja keine meiner verrückten Ideen zu Reichtum geführt.

Kai Ole Hartwig: Ja, vielleicht ist die Idee ausreichend verrückt.

Kai Ole Hartwig: Ach so.

Daniel Langemann: Verrückt machen wir im nächsten Thema, äh, in der nächsten Woche nochmal.

Daniel Langemann: Ne, wir sagen am Ende immer so, ja, das Thema machen wir in der nächsten Woche, dann weiter.

Daniel Langemann: Wir haben gerade kein Thema für die nächste Woche.

Daniel Langemann: Ne.

Daniel Langemann: Waren los.

Kai Ole Hartwig: Ja, haben wir da jetzt eins?

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Irgendwas.

Daniel Langemann: Verrückt und Security.

Kai Ole Hartwig: Okay, dann sehen wir uns nächste Woche mit einem Thema, was wir noch rausfinden, was auch mit verrückten Menschen zu tun hat.

Kai Ole Hartwig: Richtig?

Kai Ole Hartwig: Perfekt.

Kai Ole Hartwig: Verrückt und Security.

Kai Ole Hartwig: Ach so, okay.

Kai Ole Hartwig: Verrückt und Security.

Kai Ole Hartwig: Gut, dann sehen wir uns nächste Woche mit Verrückt und Security bei Secrets Not Included.

Kai Ole Hartwig: Macht's gut und bis dahin.

Kai Ole Hartwig: Ciao, ciao.

Daniel Langemann: Bis dann.

Kai Ole Hartwig

Daniel Langemann

Daniel Langemann

Kai Ole Hartwig

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Daniel Langemann

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Daniel Langemann

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Daniel Langemann

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