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Secrets Not Included: Post-Quantum-Cryptography (PQC) - Jetzt schon?

Secrets Not Included
Secrets Not Included

54 plays · Mar 5, 2026

Quantencomputer sind nicht mehr bloß Theorie, dass verändert die Sicherheit unser Verschlüsselungsmethoden. Sollte jetzt schon etwas gemacht werden?  -- Ole [https://www.linkedin.com/in/kai-ole-hartwig-b06b9979/]  ist Gründer der Moselwal Digitalagentur [https://moselwal.de/?utm_source=zencastr&utm_medium=podcast&utm_campaign=secrets-not-included] und Beschäftigt sich mit Hyperautomatisierurng (auch mit KI), Sicherheit und CMS. Daniel [https://www.linkedin.com/in/daniel-langemann/]  ist Geschäftsführer der xebro GmbH [https://xebro.de/?utm_source=zencastr&utm_medium=podcast&utm_campaign=secrets-not-included] und sein Schwerpunkt liegt auf PHP, Symfony, E Commerce, DevOps und AWS. --

Transcript

Kai Ole Hartwig: Neue Woche, neues Glück.

Kai Ole Hartwig: Herzlich willkommen wieder bei Secrets Not Included, wieder mit Daniel und Ole.

Kai Ole Hartwig: Diesmal schon die sechste Folge, Daniel.

Kai Ole Hartwig: Das ging schneller als erwartet, wenn ich ehrlich bin.

Daniel Langemann: Ja, und es hat mehr Spaß gemacht als erwartet.

Daniel Langemann: Die Folgen zeichnen sich echt fast von alleine auf.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, das ist jetzt ja, weil wir unsere KI-Agenten jetzt hier hinschicken, oder nicht?

Daniel Langemann: Genau, eigentlich sitzen wir gerade auf der Couch und der KI-Agent, der sich für mich ausgibt, macht gerade das Video und quatscht auch noch den Text.

Kai Ole Hartwig: Ja, selbstverständlich.

Kai Ole Hartwig: Wir haben natürlich das Skript vorher reingegeben und jetzt läuft das hier alles vollautomatisch ohne uns.

Kai Ole Hartwig: Das Schöne ist aber ja, dass unsere KI-Agenten zum Glück noch nicht so schlau sind, um Verschlüsselung zu brechen.

Kai Ole Hartwig: Aber damit kommen wir vielleicht bald hin, wenn wir den Quantencomputern geben.

Daniel Langemann: Das ist ein sehr interessantes Thema.

Daniel Langemann: Also Verschlüsselung generell, weil halt die meisten es nutzen, aber kaum wissen, wo sie es nutzen oder es ihnen überhaupt nicht auffällt, wo sie es nutzen.

Daniel Langemann: Mittlerweile HTTPS ist quasi Standard.

Daniel Langemann: Also, Browser zeigt das ja sogar schon an, wenn die Seite nicht mehr HTTPS hat.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: Google wertet Seiten ab, auch wenn es in Anführungsstrichen nur ein Blog ist, also wo keine Sicherheits- oder Zahlungsdaten oder so rübergehen.

Daniel Langemann: Selbst die Sachen werden abgewertet.

Daniel Langemann: Und ich bin auch ehrlich, ich weiß gar nicht mehr, wann ich die letzte Seite eingerichtet habe, wo kein HTTPS mit dran ist.

Daniel Langemann: Aber ob es jetzt von AWS oder mit CertBot oder so, da kümmert man sich ja schon fast gar nicht mehr drum, weil es einfach Standard ist.

Kai Ole Hartwig: Genau, jetzt verkürzen sich ja auch in naher Zukunft die Lebensdauer der Zertifikate.

Daniel Langemann: Ja, auf drei Monate.

Kai Ole Hartwig: Ja, stufenweise auf drei Monate, nicht in einem Schritt.

Daniel Langemann: Genau, das Ziel sind drei Monate, wenn ich das richtig im Kopf habe.

Kai Ole Hartwig: Ja, und das betrifft ja erstmal die Transportschicht für den Webbrowser an sich.

Kai Ole Hartwig: So ganz primär, das heißt, alle drei Monate ändert sich da etwas.

Kai Ole Hartwig: Bedeutet aber auch, dadurch, dass sich die Zertifikate häufiger erneuern, erhöht sich am Tagesende die Sicherheit, weil die größte Sicherheitsgefahr sind langlebige Credentials, die nie geändert werden.

Kai Ole Hartwig: Gerade wenn wir auf Infrastruktur schauen und es ist gut, wenn sich Zertifikate jetzt häufiger ändern.

Kai Ole Hartwig: auch wenn man gerade bei LinkedIn wieder so ein bisschen Panikmache liest mit, ja, ihr müsst jetzt nochmal schnell euer Zertifikat erneuern, damit ihr noch eins bekommt, das ein Jahr lang gültig ist.

Daniel Langemann: Würde ich auch sagen, wenn ich die verkaufe.

Kai Ole Hartwig: Nein.

Kai Ole Hartwig: Ja, nein, falscher Schritt.

Kai Ole Hartwig: Ihr müsst das Erneuern automatisieren.

Kai Ole Hartwig: Ihr müsst eure Prozesse jetzt anpassen.

Kai Ole Hartwig: Und ja, wenn ihr das jetzt nicht hinbekommt, dass in vier Monaten alles cool ist,

Kai Ole Hartwig: dann kauft jetzt nochmal ein Zertifikat und erneuert das.

Kai Ole Hartwig: Aber viel spannender ist ja der Trend,

Kai Ole Hartwig: den wir jetzt sehen, dadurch, dass Quantencomputer in greifbare Nähe rücken, dass unsere klassischen Verschlüsselungsalgorithmen nicht mehr greifen.

Kai Ole Hartwig: Wenn wir auf den SSH-Key schauen, soll man der Schlange RSA nicht mehr einsetzen.

Kai Ole Hartwig: An anderen Stellen im TLS, also im HTTPS-Bereich, ist es auch schon länger deprecated und soll nicht mehr benutzt werden.

Kai Ole Hartwig: Manchmal sieht man das noch in freier Wildbahn, dass das trotzdem jemand supportet.

Kai Ole Hartwig: Aber eigentlich sterben ja so ein bisschen die unsicheren Algorithmen langsam wieder aus.

Kai Ole Hartwig: Aber wir werden sehen müssen, dass wir in nächster Zeit, in absehbarer Zeit, ein, zwei, drei Jahre, den Sprung dahin machen, dass alle Verbindungen quantensicher verschlüsselt sind.

Daniel Langemann: Warum?

Daniel Langemann: Also was ist der Hintergrund?

Daniel Langemann: Weil es gibt ja Verschlüsselungen, die werden unsicher und es gibt welche, die sind weniger unsicher oder werden weniger unsicher oder abgewertet, sage ich mal so.

Kai Ole Hartwig: genau das sind ja die zweite kategorie ist ja das was wir heute als sicher noch betrachten aber die reale gefahr sage ich mal ist du speicherst heute schon dinge und lässt sich später einfach entschlüsseln das heißt in dem bereich

Kai Ole Hartwig: wo wir mit kritischen Daten hantieren.

Kai Ole Hartwig: Also im E-Commerce wäre es so eine Kreditkarte, die ja auch eine gewisse Laufzeit an Gültigkeit einfach hat.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: wird es wichtig sein, möglichst schnell Algorithmen einzusetzen, die wirklich auch Postquanten-Kryptographie sicher sind.

Kai Ole Hartwig: Sprich, die auch ein Quantencomputer nicht entschlüsseln kann, weil wenn jemand diese Systeme einsetzen kann und das ist halt greifbar nah, dass es möglich ist, dann sind auch die Algorithmen entschlüsselbar, die wir heute noch als sicher betrachten.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Und gerade wenn wir auch auf IT-Infrastruktur jetzt wieder schauen, wir beide sollten schon lange keine RSA-SSH-Keys mehr einsetzen.

Kai Ole Hartwig: Und wir kennen ja auch alle die Mechanismen, wie man mittlerweile die Systeme konfigurt, dass die sagen, nee, also das ist jetzt zu alt, das machen wir nicht mehr.

Kai Ole Hartwig: Und das ist halt eigentlich der nächste logische Schritt, dass wir unsere SSH-Keys dann mal wieder nehmen und austauschen gegen neue.

Kai Ole Hartwig: Das macht eh Sinn, das regelmäßiger zu machen.

Kai Ole Hartwig: Und betrifft ja auch nicht nur SSH-Keys.

Kai Ole Hartwig: Wir haben ja noch viel mehr Stellen im Internet, die eigentlich relativ schlecht geschützt sind, wenn wir gerade mal auf E-Mails schauen.

Daniel Langemann: GPG-Käse.

Kai Ole Hartwig: E-Mails...

Kai Ole Hartwig: sind halt in 99,9% der Fälle, würde ich mal ganz frech behaupten, unverschlüsselt.

Kai Ole Hartwig: Also im Sinne von, okay, wir bauen zwar einen gesicherten Tunnel zwischen den Servern auf, der wird wieder mit TLS verschlüsselt, also das gleiche wie HTTPS, aber die E-Mail an sich ist halt nicht verschlüsselt.

Kai Ole Hartwig: Also bedeutet halt, wenn wir die Kommunikation

Kai Ole Hartwig: Sicherheiten wollen, zumindest mal, dass dieser Tunnel, den wir aufbauen, dass der nicht bröckelt und niemand reinkommt und irgendwie in fünf Jahren Betriebsgeheimnisse lesen kann.

Kai Ole Hartwig: Oder andere Informationen, die vielleicht einfach jetzt nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen.

Daniel Langemann: Ich finde, was auch immer untergeht bei dem Thema, ist nur nicht mal das Verschlüsseln, sondern gerade das Signieren finde ich sehr interessant von E-Mails, weil, und da habe ich schon öfter von gehört, dass Leute zum Beispiel Social Profiling betreiben,

Daniel Langemann: Und dann im Namen des Geschäftsführers eines Unternehmens an zum Beispiel die Buchhaltung schreiben mit, oh mein Gott, ich brauche unbedingt, mach mal 50.000 Euro auf das Konto.

Daniel Langemann: Und wenn das Unternehmen groß genug ist, dann ist das schnell durch.

Daniel Langemann: Und dafür sind zum Beispiel ja signierte E-Mails sehr gut, dass man sagen kann, guck mal, der Absender ist wirklich die Person.

Daniel Langemann: Gerade wenn du wichtig genug bist, finde ich das sogar fast interessanter oder wichtiger als Verschlüsseln im Sinne von Geheimhalten von der Infos, ne?

Kai Ole Hartwig: Ja, wir sind jetzt auf verschiedenen Ebenen unterwegs.

Kai Ole Hartwig: Ich sage jetzt mal die Transport-Ebene, dass die sicher bleibt.

Daniel Langemann: Mm.

Daniel Langemann: Mm.

Kai Ole Hartwig: Das wäre so, wo wir sagen, wir sollten schauen, dass wir da auf dem TLS-Protokoll möglichst sichere Algorithmen jetzt schon einsetzen und schauen, dass wir zukunftsfähig werden, dadurch, dass wir Updates machen, dass wir einfach unser OpenSSL updaten und dann schauen, dass wir das einrichten, dass die neuen Verschlüsselungsalgorithmen verwendet werden.

Kai Ole Hartwig: Die kommen nämlich jetzt so nach und nach, Schritt für Schritt.

Kai Ole Hartwig: Das ist nicht so, dass ich mich jetzt hinsetzen kann und sagen kann, naja, das läuft alles, wenn ich einfach ein Update mache.

Kai Ole Hartwig: Da sind wir noch nicht.

Kai Ole Hartwig: Aber wir sollten uns darauf vorbereiten.

Kai Ole Hartwig: Und dann natürlich der Punkt, zu validieren, wer schickt mir denn eigentlich diese Nachricht?

Kai Ole Hartwig: Und das fängt ja bei der Einrichtung der Mail-Systeme an.

Kai Ole Hartwig: Wenn du deine S-Einträge entsprechend setzt,

Kai Ole Hartwig: dann sollte dein System eigentlich eine E-Mail ablehnen, die nur ausgibt, von einer Person geschickt zu sein, die aber nicht vom richtigen Mail-Server kommt.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Das ist so ein Ding, das sollte unbedingt so passieren.

Kai Ole Hartwig: Wenn du erstmal in dem System drin bist und Zugriff auf die E-Mail hast, dann ist es eh zu spät.

Kai Ole Hartwig: Aber dann natürlich signieren mit Zertifikaten, total schönes Thema.

Kai Ole Hartwig: Da ist dann aber auch wieder die Frage, wie bewahre ich denn das Zertifikat auf?

Kai Ole Hartwig: Habe ich das auf, ja, liegt mir das hier auf so einem schicken, warte mal, hier, Yubiki, hier habe ich gerade noch einen neuen.

Daniel Langemann: Ah, okay.

Daniel Langemann: Richtig.

Kai Ole Hartwig: habe ich das darauf abgelegt und musste eingesteckt sein, das unterstützen leider nicht mal alle Systeme, ja, also Apple Mail kommt damit gar nicht zugrecht, Apple möchte, dass das in die eigene Zertifikatsverwaltung übertragen wird, dass es funktioniert, das ist ein bisschen, finde ich, nicht cool, ich fände es cooler, wenn ich sagen kann, nein, das Zertifikat liegt da und wenn das halt nicht da ist, dann kannst du es halt nicht signieren, dann kannst du meinetwegen auch diese E-Mail nicht verschicken, ähm,

Kai Ole Hartwig: Aber das sind ja zwei Ebenen.

Kai Ole Hartwig: Also eine die Transport-Ebene sicher halten und dann das andere sicherstellen, das ist tatsächlich die Person, die mir schreibt.

Kai Ole Hartwig: Wie machst du das denn mit deinen Keys für das Signieren?

Kai Ole Hartwig: Oder signierst du deine E-Mails?

Daniel Langemann: Ich habe damit angefangen, habe es dann wieder sein lassen, weil genau aus dem Grund, das ist leider exotisch, also für uns ist das jetzt nett, wir richten das ein, kein Problem.

Daniel Langemann: Alle anderen Gesprächspartner sind, das hat kaum einer eingerichtet und

Daniel Langemann: Das macht dann mehr Probleme, als es hilft, beziehungsweise Rückfragen waren und so, was ist das, was bedeutet das, das kaut da welch da unten dran.

Daniel Langemann: Also das wurde dann wirklich als Signatur unten im Text mit eingefügt und den anderen Nutzern angezeigt und wenn du dann kein passendes Programm hast,

Daniel Langemann: und der andere auch gar nicht, also das verifiziert, dann bringt das auch nichts.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: Also es ist schade.

Daniel Langemann: Ich habe es eine Zeit lang zum Beispiel mit einem guten Kumpel von mir gemacht, gerade weil es dann so um Buchhaltungssachen ging und so.

Daniel Langemann: Da habe ich ihm das auch eingerichtet und erklärt und es hat super funktioniert, weil mir das da wichtig war.

Daniel Langemann: Also genau dieses Beispiel mit, da geht es um Geld, um Rechnungen und, und, und.

Daniel Langemann: Und da habe ich dann gesagt, das möchte ich gerne so haben, aber ansonsten schwer einzurichten.

Daniel Langemann: Das ist halt wieder die Hürde für die Nutzer zu groß, um akzeptiert zu werden, leider.

Kai Ole Hartwig: Viele Unternehmen gehen ja hin und haben einen entsprechenden Proxy dafür.

Kai Ole Hartwig: Und leider sind die manchmal auch gegen alle Richtlinien, die es gibt, konfiguriert.

Kai Ole Hartwig: Ich hatte den Fall, ich habe meiner Krankenkasse eine E-Mail geschickt mit meiner Signatur.

Kai Ole Hartwig: Dann habe ich die automatisch verschlüsselt bekommen, die Antwort.

Kai Ole Hartwig: Was ich cool finde, das Problem war,

Kai Ole Hartwig: Der Schlüssel von denen war nach aktuell geltenden Standards nicht gültig, im Sinne von zu lange gültig.

Daniel Langemann: Ah.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Und dann hat sich logischerweise, weil halt die Integrität nicht stimmte von diesem ganzen Ding, es halt auch geweigert ist zu entschlüsseln.

Kai Ole Hartwig: Völlig richtigerweise aus meiner Sicht.

Kai Ole Hartwig: Das endete nur dann in dieser Diskussion, nein, wir machen alles richtig.

Kai Ole Hartwig: Ja, weil dann, das hilft ja nichts, wenn du diese Nachrichten dann ja nicht lesen kannst, weil sie dir alles verschlüsselt schicken, automatisiert, dieser Schlüssel nicht gültig ist und du dann letztendlich die Richtlinien des BSI auch um die Ohren hauen musst, weil das ist ja das Einzige, worauf man in Deutschland achtet.

Kai Ole Hartwig: Man achtet ja nicht auf internationale Standards und sagen muss, nein, ihr müsst das anders machen.

Kai Ole Hartwig: Und das ist, finde ich, die

Kai Ole Hartwig: der viel größere Pain-Point, wenn ich das einrichte und jemand anderes hat das auch eingerichtet, dann finde ich das grundsätzlich gut, dann finde ich auch gut, wenn dann automatisch verschlüsselt wird.

Kai Ole Hartwig: Aber aus meiner Sicht muss natürlich jeder, der das einrichtet, gilt ja auch übrigens für alle Verschlüsselungsmöglichkeiten,

Kai Ole Hartwig: dafür sorgen, dass es nach dem aktuellen Stand der Technik ist.

Kai Ole Hartwig: Und das ist manchmal auch nicht die BSI-Richtlinie, sondern irgendwie die internationalen Standards.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Und wenn da halt drinsteht, das SSL-Zertifikat gilt nur noch drei Monate, dann ist das so.

Kai Ole Hartwig: Da kann das BSI meinetwegen schreiben, aber in Deutschland sollen das zwei Jahre sein.

Kai Ole Hartwig: das hilft keinem weiter, weil sich international an andere Dinge gehalten wird.

Kai Ole Hartwig: Und gerade bei öffentlichen Stellen, wir schreifen jetzt gerade ein bisschen ab, aber gerade bei öffentlichen Stellen, finde ich, ist es eigentlich wichtig, dass diese Dinge vollständig und richtig eingerichtet sind und auch funktional sind, in jedem Fall, dass es auch so ist, dass man es einfach benutzen kann.

Kai Ole Hartwig: Und

Kai Ole Hartwig: Jetzt muss man ja sagen, selbst IPv6 ist ja noch nicht überall angekommen.

Kai Ole Hartwig: Das ist aber ja wieder ein komplett anderes Thema, da reden wir glaube ich nochmal ein andermal drüber.

Daniel Langemann: Oh ja.

Daniel Langemann: Hmm.

Kai Ole Hartwig: Aber deswegen ist es wichtig, dass wir uns heute schon Gedanken um Übermorgen machen oder auch morgen mit Post-Quantum-Algorithmen, wo es halt einfach wichtig ist, sich den Plan zu machen, abzudaten und abzugraden.

Kai Ole Hartwig: Mal wirklich zu sagen, jetzt sind wir an dem Punkt, wir verarbeiten personenbezogene Daten, wir

Kai Ole Hartwig: selbst wenn es nur das Kontaktformular ist.

Kai Ole Hartwig: Wir wollen, dass das sicher zu uns übermittelt wird und die Dateneingabe sicher ist.

Kai Ole Hartwig: Das heißt, wir müssen uns damit beschäftigen, dass sich die Häufigkeit der Zertifikate verändert, dass wir andere Standards in den Verschlüsselungsalgorithmen unterstützen müssen.

Kai Ole Hartwig: Und die Standards werden jetzt halt heute

Kai Ole Hartwig: tatsächlich heute ja eingepflegt in die Repos aus Vanata alles rein und wir müssen den Upgrade Pfad dahin finden, dass wir auch die aktuelle Version von OpenSSL nutzen.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Und das mal zumindest nach allem, was an Kommunikation nach außen läuft.

Kai Ole Hartwig: Wenn ich jetzt MTLS in meinem Cluster benutze, okay, da hat das vielleicht jetzt nicht die Top Priorität,

Kai Ole Hartwig: wenn dann überhaupt irgendeine Verschlüsselung genutzt wird.

Kai Ole Hartwig: Aber auch das für Entwickler bedeutet es letztendlich, dass in den nächsten Jahren

Kai Ole Hartwig: sage ich jetzt mal, definitiv so etwas mal wieder fällig wird wie neue SSH-Keys.

Kai Ole Hartwig: Dass sich die im DevOps-Bereich einfach mehr Automatisierung Richtung Zertifikate muss vorhanden sein.

Kai Ole Hartwig: Ja, wer das heute noch nicht hat, der muss jetzt hingehen und jemanden da dran setzen, der sich damit beschäftigt, dass das automatisiert wird.

Daniel Langemann: Ansonsten brauchst du nachher jemanden, der nur noch Zertifikate tauscht, im schlimmsten Fall.

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Wenn du da reinrennst und manuell ständig Zertifikate tauschen möchtest oder musst, das möchtest du ja vielleicht noch nicht mal, dann hast du halt einfach ein Problem.

Kai Ole Hartwig: Weil wir kennen das alle, wenn das Zertifikat tauschen nicht automatisiert ist, wird es vergessen.

Kai Ole Hartwig: Oder dann läuft das Zertifikat an einem Sonntag ab,

Kai Ole Hartwig: So, das heißt, am Donnerstag vorher hätte es getauft sein müssen und so Scherze, weil wir kennen ja alle die Regeln, die dann da irgendwie greifen mit, ja, okay, freitags wollen wir das eigentlich nicht machen, weil es könnte ja was kaputt gehen.

Kai Ole Hartwig: Ich sage auch, ja, da muss man mehr automatisieren, mit mehr Fallbacks arbeiten, mit mehr Intelligenz in diesen, also Intelligenz in den Systemen arbeiten im Sinne von Fehlererkennung und Rollbacks automatisierten.

Kai Ole Hartwig: so und das ist halt einfach ein Weg, wo wir hin müssen, ja, das ist ja auch Tayscale jetzt als quasi ja WireGuard VPN für nicht nur SSH, aber auch da, ja, was durch OpenClaw jetzt ja irgendwie gerade bekannter wird, dass es das gibt, das sind ja alles so Ansätze, ja, auch da,

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: muss das natürlich erstmal reinwandern in die Systeme.

Kai Ole Hartwig: WireGuard ist zum Beispiel einfach ein System, was Stand heute eben noch nicht Postquantenverschlüsselung in den Tunneln hat.

Kai Ole Hartwig: oder das halt noch nicht vollständig abgesichert ist.

Kai Ole Hartwig: Das heißt, das SSH an sich ist jetzt gerade mit OpenSSL sogar ein Schritt vorne, aber das ist ja auch die Grundlage dafür.

Kai Ole Hartwig: Also so muss man das auch sehen.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Also das heißt, wenn es in OpenSSL drin ist, dann kann es erst in die anderen Systeme reinwandern und da sind wir jetzt zum Glück bei OpenSSL.

Kai Ole Hartwig: An der Stelle, dass das jetzt reinwandert und wir halt auf absehbare Zeit das hoffentlich dann auch in allen anderen Tools sehen können,

Daniel Langemann: Du meinst damit andere Protokolle in OpenSSL oder basiert das, was du sagst, darauf, dass asymmetrische Verschlüsselung einfach zu einfach wird für Quantencomputer und symmetrische Verschlüsselung noch schwer genug bleibt, dass man erstmal den Transportkanal symmetrisch verschlüsselt?

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja ein laufender Prozess.

Kai Ole Hartwig: Das wird ja in einer gewissen Übergangszeit wird es einfach mit Sicherheit ein Hybrid-Modell sein, wo ich jetzt die aktuellen Systeme unterstütze und schon die neuen Systeme.

Kai Ole Hartwig: Ja, weil auch natürlich muss dann mein Arbeitsrechner auch dieses neue Protokoll unterstützen.

Kai Ole Hartwig: Da muss auch die neue Software drauf laufen und so weiter und so fort.

Kai Ole Hartwig: Das heißt, wir werden halt sehen,

Kai Ole Hartwig: oder sehen müssen, wie bei vielen Migrationen in diesem Bereich.

Kai Ole Hartwig: Wir haben heute das eine Protokoll noch aktiv, weil wir gesagt haben, hier die alten RSA-basierten Sachen, die haben wir alle abgeschaltet.

Kai Ole Hartwig: Und da wird dann jetzt wieder ein zweites dazukommen, genauso wie bei dem letzten Switch auf sichere Protokolle, wenn wir halt einige Zeit haben, wo wir zwei verschiedene

Kai Ole Hartwig: Verschlüsselungsalgorithmen in den Protokollen unterstützen und auf den baut, auf OpenSSL baut er einfach sehr, sehr viel auf.

Kai Ole Hartwig: Wenn das das unterstützt, dann werden es auch viele andere zügig unterstützen können, weil es einfach darauf aufbaut und bedeutet halt,

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Schlüssel tauschen, Zertifikate erneuern, neue Versionen installieren, Konfigurationen anpassen, dass das genutzt wird, um auch mal kleine Teststrecken zu bauen.

Kai Ole Hartwig: Wie funktioniert das denn?

Kai Ole Hartwig: Funktioniert das bei uns tatsächlich oder rennen wir in Schwierigkeiten rein?

Kai Ole Hartwig: Haben wir irgendwo einen Proxy, der das verhindert?

Daniel Langemann: Aber das bedeutet eigentlich für mich als Entwickler weniger Arbeit, oder?

Daniel Langemann: Weil ich gehe immer davon aus, dass egal ob ich jetzt einen V-Server habe, Docker-Container, irgendwas hoste, da sind Bibliotheken drauf und solange die jetzt nicht die nächsten zehn Jahre nicht aktualisiert wurden, also ich unterstelle jedem, dass er die aktuellsten Versionen installiert oder zumindest LTS-Versionen.

Daniel Langemann: Bei LTS-Versionen müssen wir jetzt nochmal gucken, da wird ein Down-Patching oft gemacht.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: dass man da auch noch aktuellere Sachen bekommt, aber wenn da die Bibliotheken von OpenSSL und so weiter aktualisiert werden, ist man ja erstmal auf der sicheren Seite.

Daniel Langemann: Also was Ops betrifft im Sinne von, wenn ich einen V-Server betreibe, wenn ich dann einen Certbot habe, der immer wieder Zertifikate aktualisiert, gehe ich mal davon aus, das wird im Automatisierungsprozess mitlaufen oder ein einmaliges Ding sein, dass man sagt, ich möchte gerne...

Daniel Langemann: Zertifikat mit einer neueren Version, Verschlüsselung, was auch immer haben.

Daniel Langemann: Bei anderen Anbietern wird man das vielleicht gar nicht merken, dass da Zertifikate, also bei AWS, und wenn du da irgendwas machst, merkst du das doch, glaube ich, gar nicht.

Kai Ole Hartwig: Ja, da wählst du ja im Zweifelsfall nur aus, wenn du ältere Protokolle auch noch unterstützen möchtest.

Kai Ole Hartwig: Da muss man natürlich prüfen, ob das jetzt auch so ist, wann das kommt.

Kai Ole Hartwig: Da muss man in die Dokumentation einmal reinschauen.

Kai Ole Hartwig: Wenn du natürlich Maintainer von einem Open-Source-Tool bist oder irgendeiner Software, die das aktiv einsetzt, dann sieht das anders aus.

Kai Ole Hartwig: Dann kann das sein, dass du halt auch schauen musst, dass das bei dir korrekt implementiert ist.

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Hm.

Kai Ole Hartwig: Also kommt so ein bisschen darauf an, was du im Daily Doing machst oder auch in deiner Freizeit.

Kai Ole Hartwig: Wenn du dir jetzt überlegst, ich schreibe jetzt einen VPN-Client, weil ich das so cool finde, dann wirst du dich mehr damit beschäftigen müssen, als der Entwickler, der jetzt sagt, ah ja, ich deploy hier nur das CMS und den Rest macht eh jemand anderes.

Daniel Langemann: Ja, ich glaube schon, dass es relevant wird, gerade beim Debuggen.

Kai Ole Hartwig: So.

Daniel Langemann: Wenn zum Beispiel im Browser irgendwelche Sachen nicht mehr funktionieren oder komisch funktionieren, HTTPS, ist dann, wenn das zum Beispiel einer der Gründe sein kann, ist es schon sinnvoll zu wissen.

Daniel Langemann: Wenn Nutzer sich melden und sagen, guck mal, Checkout funktioniert nicht mehr in meinem Shop, weil, keine Ahnung, die Klickstrecke von dem PayPal-Anbieter oder irgendein anderer Payment-Anbieter irgendein altes Zertifikat nicht mehr unterstützt, dann stehst du schon da und

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: Dann das übliche It Works on my Machine hilft dann keinem, weil du den aktuellen Browser gerade hast.

Daniel Langemann: Aber eine andere Baustelle ist, glaube ich, auch noch Embedded Software.

Daniel Langemann: Also der kluge Kühlschrank, der vor zehn Jahren gekauft wird und der noch die nächsten 20 Jahre laufen wird und die ganzen Geräte, die ja keine Updates mehr kriegen oder kaum Updates bekommen.

Daniel Langemann: Ich glaube, das wird dann noch sehr interessant.

Kai Ole Hartwig: Ja, IoT an und für sich ist ein ganz spannendes Thema.

Kai Ole Hartwig: Habe ich ja mal eine Zeit lang mithantiert.

Kai Ole Hartwig: Spannenderweise.

Kai Ole Hartwig: Und ich habe mich auch sehr lange dagegen gewehrt, dass wir entsprechende Geräte bei uns im Haus haben.

Kai Ole Hartwig: Jetzt quatscht seit neuestem unsere Spülmaschine mit uns.

Kai Ole Hartwig: Und ich bin auch sehr gespannt, ob und wann da so ein Update kommen wird.

Kai Ole Hartwig: Ob es kommen wird.

Kai Ole Hartwig: Weil das

Kai Ole Hartwig: ist etwas, ich habe noch nicht gesehen, dass unsere Spülmaschine irgendwie mal gesagt hat, sie hat ihre Software, die Software geupdatet.

Kai Ole Hartwig: So, und die hängt halt, irrerweise, im Internet.

Daniel Langemann: Hmm.

Daniel Langemann: Hmm.

Kai Ole Hartwig: um damit man mit einer App die steuern kann.

Kai Ole Hartwig: Und da sind tatsächlich auch Funktionen, die ich nicht mehr an Tasten einstellen kann, sondern nur in der Software.

Kai Ole Hartwig: Ja, so einen speziellen Silent-Mode oder so.

Kai Ole Hartwig: Das finde ich... Und dann kannst du auch Programme halt runterladen, Spülprogramme runterladen für was anderes.

Kai Ole Hartwig: Finde ich ein bisschen...

Kai Ole Hartwig: Okay, es mag Anwendungen dafür geben.

Kai Ole Hartwig: Ich gehe immer noch hin, drücke einfach auf die Knöpfe auf Start und dann wird das Geschirr sauber.

Kai Ole Hartwig: Aber ja, das ist so ein Ding.

Kai Ole Hartwig: Natürlich hängt das bei mir in einem eigenen Faulahn und kommt nicht an andere Dinge dran.

Kai Ole Hartwig: Ich bin ja misstrauisch an der Stelle.

Kai Ole Hartwig: Also die Spülmaschine kann man ruhig hacken, die kommt nirgendwo anders hin in meinem Netzwerk.

Kai Ole Hartwig: Aber ja, diese ganze IoT-Geschichte wird natürlich spannend, weil in der Regel wissen wir oder aus Erfahrung wissen wir eigentlich, dass

Kai Ole Hartwig: in IoT-Geräten, also Internet of Things, Geräten immer Hardware verbaut ist, die halt nicht mit neuen Standards zurechtkommt.

Kai Ole Hartwig: Ja, weil da wird der billigste Chip reingeknallt.

Kai Ole Hartwig: Da wird dann nur Wi-Fi 4 unterstützt, statt der aktuelle Stand.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ja, dann fängt es schon an, dass er WPA 3 nicht kann und solche...

Kai Ole Hartwig: Sachen beim WLAN und so.

Kai Ole Hartwig: Ich fürchte, wir werden da noch in Themen reinrennen, dass wir einfach dann tatsächlich unsicherer als heute mit den Geräten auf einer gewissen Art und Weise kommunizieren.

Kai Ole Hartwig: Also ich meine, das ist ja so, meine Verbindung oder die App-Verbindung zu dem Server vom Anbieter, die wird aktuell verschlüsselt sein, da mache ich mir wenig Sorgen.

Kai Ole Hartwig: Und gut verschlüsselt sein, da kann man das auch austauschen, das ist ein Web-Server, mit dem man spricht.

Kai Ole Hartwig: Viel spannender ist halt die Verbindung Anbieter zur Maschine selber, weil ja auch die Maschine halt einfach mit dem Chip leistungsfähig genug sein muss, diese Algorithmen landen zu können.

Daniel Langemann: Software-Updates und dann ist das durch.

Daniel Langemann: Also ich kann mir vorstellen, dass man da auch abwägen kann.

Daniel Langemann: Außer dass man sagen kann, guck mal,

Daniel Langemann: eine Spülmaschine hat jetzt vielleicht nicht den höchsten Stellenwert, was Absicherungen betrifft, wenn das, also ich weiß nicht, was da für Daten rübergehen.

Daniel Langemann: Was man sagt, vielleicht reichen auch noch alte Protokolle aus und dass die dann von den Anbietern unterstützt werden.

Daniel Langemann: Wenn ich jetzt daran denke, dass ich zum Beispiel auf dem Handy oder im Shop irgendwo Paymentsachen abgebe, das ist eine ganz andere Baustelle einfach, wo man sagt, da gehen gerade meine Kreditkarten ab.

Daniel Langemann: Daten durch die Leitung.

Daniel Langemann: Ich glaube, das ist schützenswerter als dein Lieblingsprogramm für die Spülmaschine.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber... Was ist denn, wenn jemand deine Spülmaschine übernimmt?

Daniel Langemann: Will ich auch nicht runterspielen, aber ich könnte mir vorstellen, dass solche Sachen gar nicht mehr angefasst werden, weil sich das nicht rechnet irgendwo.

Daniel Langemann: Ich muss sie trotzdem noch einräumen.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber im Sinne von, die geht zum Beispiel mitten im Spülgang auf oder ähnliche Sachen.

Daniel Langemann: Ja, ja.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Oder du bist im Urlaub und die startet immer und immer wieder und es wird Strom und Wasser verbraucht.

Kai Ole Hartwig: Also ich meine, das sind ja auch Sachen, die da einfach dann auf, ja, die halt theoretisch,

Daniel Langemann: Meistens sind es Botnetze, die relevanter werden.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: halt ein Angriffsszenario darstellen.

Kai Ole Hartwig: Ja, klar.

Kai Ole Hartwig: So ein Botnetz, der von der Spielmaschine aus irgendwie das Internet vollspamt für eine DDoS-Maschine, für eine DDoS-Attacke ist auch nicht cool.............

Daniel Langemann: Also das sind so die meisten Sachen, die mir immer bei sowas einfallen.

Daniel Langemann: Die Leute interessiert das, also wenig Leute, außer vielleicht andere Leute, die mich nicht mögen.

Daniel Langemann: Aber ein Großteil der Hacker, sage ich mal, interessiert das ja eher, ein großes Bot-Netzwerk aufzubauen.

Daniel Langemann: Und da ist dann eine von fünf Millionen Waschmaschinen natürlich hilfreich bei.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber es ist halt auch, ich sage jetzt mal, ScriptKiddy Prestigetechnik zu sagen, hey, ich steuere jetzt hier die Waschmaschinen und wir wissen es zum Beispiel ja auch von Kamerasystemen, dass die meisten Kameras auch völlig ungesichert im Netz hängen.

Daniel Langemann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Also da kann man jetzt den tollsten Algorithmus der Welt haben, der alle Daten sicher verschlüsselt und niemand kann das entschlüsseln, wenn die Dinge halt offen im Internet hängen, dann gibt es halt eine reale Gefahr, dass es irgendwer für irgendetwas cool findet zu benutzen.

Daniel Langemann: Hatten wir nicht das Beispiel mit dem Schlüssel unter der Fußmatte?

Daniel Langemann: Ich kann das beste Schloss haben, wenn ich den Schlüssel unter die Fußmatte lege, dann muss ich mich nicht wundern, wenn ich Besuch bekomme.

Daniel Langemann: Genau.

Kai Ole Hartwig: Ja, deswegen ist ja immer wichtig, den Schlüssel in den Blumentopf.

Kai Ole Hartwig: Ja, Fußmatte kann jeder.

Kai Ole Hartwig: Aber ja, das sind halt so Themen.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja genauso, wenn wir uns halt anschauen, Bluetooth oder auch Wi-Fi auf 2,4 Gigahertz hat halt eine große Reichweite.

Kai Ole Hartwig: Die Signale kannst du halt auch wunderbar nutzen.

Daniel Langemann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: für Sachen und es geht dann halt weiter, als einem lieb ist und es ist immer kürzer, als man es tatsächlich braucht, wenn man mal was schnell übertragen will.

Kai Ole Hartwig: Ähm, so, aber das sind halt andere Probleme abseits Postquantenverschlüsselung des Algorithmus, ähm,

Kai Ole Hartwig: Und der wird ja eigentlich auch nur relevant, weil wir heute halt Daten speichern könnten, die wir später entschlüsseln, um dann halt an Informationen jeglicher Art zu kommen.

Kai Ole Hartwig: Ich sage jetzt mal, alles, was du nicht an die Öffentlichkeit haben möchtest, da ist es dir hoffentlich wert und jedem Unternehmen und jedem Entwickler wert, zu sagen, okay, wir schauen, dass wir möglichst schnell auf neue Algorithmen gehen,

Kai Ole Hartwig: die entsprechend sicher sind oder die schon unterstützen für diejenigen, die es auch unterstützen.

Kai Ole Hartwig: Ja, so ist es ja irgendwie.

Kai Ole Hartwig: Und wenn du das halt nicht hast, dann nimmst du halt den Älteren.

Kai Ole Hartwig: Und das ist halt einfach wieder ein wichtiger Weg durch die Entwicklung der letzten Jahre, was Quantencomputer angeht und jetzt halt auch Verschlüsselungsalgorithmen angeht.

Kai Ole Hartwig: Heißt das halt, wir spielen eine große Upgrade, Update-Runde,

Kai Ole Hartwig: in naher Zukunft, damit unsere Systeme sicherer sind.

Kai Ole Hartwig: Gleichzeitig erlauben wir dann unseren KI-Agenten wieder auf alles zu greifen.

Daniel Langemann: Das soll ja nicht langweilig werden.

Daniel Langemann: Genau.

Daniel Langemann: Ich befürchte das sogar.

Daniel Langemann: Äh.

Kai Ole Hartwig: Genau, das muss sich ja auch ausgleichen.

Kai Ole Hartwig: Mehr Sicherheit mit mehr Unsicherheit und dann sonst wird das ja nichts.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Hast du noch Fragen dazu?

Kai Ole Hartwig: Willst du noch was wissen?

Kai Ole Hartwig: Sagst du noch, nein, wir bleiben bei den alten Dingern, weil dann muss ich nichts machen.

Daniel Langemann: Genau, es ist alles einfacher.

Daniel Langemann: Hat früher doch auch gereicht.

Daniel Langemann: Nee, definitiv ist es Zeit zu wechseln.

Daniel Langemann: Der Aufwand, solche Sachen zurückzurechnen, wird immer weniger.

Daniel Langemann: Und wann die Sachen kommen, ist nicht die Frage, wann die kommen, sondern es ist Fakt, dass sie kommen werden.

Daniel Langemann: Ob das kurz- oder langfristig sein wird.

Daniel Langemann: Und mir geht halt dabei durch den Kopf.

Daniel Langemann: Man hat zum Beispiel irgendwo eine Textdatei auf dem Rechner, die ich immer verschlüssel, so als Backup mit allen Masterpasswörtern, beziehungsweise...

Daniel Langemann: 1Password haben viele in der Cloud, ich habe KeyPass und das Ding verschlüssel ich zum Beispiel auch auf einem USB-Stick zu Hause.

Daniel Langemann: Und das wäre dann theoretisch in Zukunft, wenn ich das Passwort vergesse, einfach wieder errechenbar, wenn Quantencomputing da ist.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Auch ganz praktisch, wenn man das Passwort vergisst.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Daniel Langemann: Und das ist ein ganz realer Vektor, wo man sagt,

Daniel Langemann: Also ich werde eh älter, vielleicht hilft mir das dann irgendwann mal.

Daniel Langemann: Aber das Problem ist, solche Daten, die man da verschlüsselt und da hat jeder genug Sachen, die nicht an die Öffentlichkeit, also die nicht für andere bestimmt sind, die man heutzutage verschlüsselt, die aber dann zum Beispiel in der Cloud abgelegt werden oder was auch immer und dann einfach später entschlüsselbar sind.

Daniel Langemann: Und das nur, weil es heute nicht lesbar ist, heißt das nicht, dass es so bleibt.

Kai Ole Hartwig: Genau.

Kai Ole Hartwig: Wunderbar.

Kai Ole Hartwig: Also stellen wir fest, wenn du Passwort vergisst von deinem Key Pass, dass du nicht updatest, dann geht das in ein paar Jahren wieder.

Daniel Langemann: Das ist ein schöner Slogan, gefällt mir.

Daniel Langemann: Ja.

Daniel Langemann: Genau, bis nächste Woche.

Daniel Langemann: Ciao.

Kai Ole Hartwig: Wunderbar.

Kai Ole Hartwig: Dann war das, glaube ich, das Schlusswort zur sechsten Folge.

Kai Ole Hartwig: Secrets not included.

Kai Ole Hartwig: Ich hoffe, ihr hattet so viel Spaß wie wir.

Kai Ole Hartwig: Und dann hören und sehen wir uns nächste Woche wieder.

Kai Ole Hartwig: Bis dahin, macht's gut.

Kai Ole Hartwig: Ciao.

Kai Ole Hartwig

Daniel Langemann

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