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die Wahrheit über Fasten l Prof. Dr. Michalsen l #1197

Higher Health Podcast
Higher Health Podcast

432 plays · Mar 6, 2025

Prof. Dr. Andreas Michalsen - Ernährungsmediziner & Fastenarzt bekannt aus der ARD und Spiegel Bestseller Autor Prof. Dr. med. Andreas Michalsen ist einer der profiliertesten Ärzte Deutschlands. Der Berliner Charité-Professor, Internist, Ernährungsmediziner und Fastenarzt genießt international höchstes Ansehen. Mit seinen Bestsellern "Heilen mit der Kraft der Natur" und "Mit Ernährung heilen. Besser essen - einfach fasten - länger leben" hat er das Ernährungsverhalten unzähliger Menschen positiv beeinflusst. Warum kann Fasten so viele positive Effekte haben, ist aber nicht für jeden die beste Wahl? Welche Lebensmittel fördern wirklich die Gesundheit, und wo sind die gängigen Empfehlungen irreführend? Erfahre, warum Ballaststoffe für deinen Darm unverzichtbar sind, was hinter der Debatte um Obst und Honig steckt und welche Ernährungsfehler viele machen. Außerdem: Die Carnivore-Diät – warum sie anfangs oft gut funktioniert, langfristig aber Probleme verursachen kann und was das für deine Gesundheit bedeutet. Inhaltsverzeichnis: 0:00 Intro 2:00 Wie wäre die Welt, wenn wir besser leben? 7:00 Fasten 13:00 Du sollst auf keinen Fall fasten! 16:30 Prof. packt über Veganer aus 21:00 Die Obst Kontroverse 23:30 Honig 25:30 Superlebensmittel 27:00 Ballaststoffe 31:00 Carnivore 32:00 Cholesterin Spiegel von 1200 ✨ Mehr von Prof. Dr. Andreas Michalsen: Website ➡ https://www.prof-michalsen.de [https://www.prof-michalsen.de/] YouTube ➡ https://www.youtube.com/@prof.michalsen8711 Online-Fastenkurs ➡ https://www.prof-michalsen.de/online-fastenkurs/ ✨ Mehr von Mr. Broccoli: Homepage: https://www.vegan-athletes.com [https://www.vegan-athletes.com/] Abonniere meinen YouTube Kanal: https://www.youtube.com/@mrbroccoli Instagram: https://www.instagram.com/mrbroccoli.official/ Telegram (für besonders brisante Themen): https://t.me/mrbroccoli_vegan Newsletter: https://www.vegan-athletes.com/newsletter-vegan-athletes/ ➤➤➤ Meine 10 Favoriten für mehr Gesundheit: https://www.vegan-athletes.com/empfehlungen/ ➤➤➤ Falls dich das Thema "Förderung von Leistungsfähigkeit" interessiert, werden dich diese Artikel wahrscheinlich begeistern: Mit Superfoods zu neuer Lebensenergie: diese 21 solltest Du kennen! : https://www.vegan-athletes.com/superfoods-liste/

Transcript

Speaker: Herzlich willkommen beim Higher Health Podcast.

Speaker: Wir verraten Mr. Brokkoli und spannende Gäste Informationen jenseits des Mainstreams.

Speaker: Verabschiede dich von schlechter Laune und chronischen Beschwerden und komm in deine beste Figur und dein Bestes selbst.

Speaker: Stärke deinen Geist und optimiere deine Gesundheit mit Mr. Brokkoli.

Speaker: Viel Spaß bei der Folge.

Speaker: Animal-based Ernährung ist das Beste, um sein Mikrobiom komplett zu schrotten.

Speaker: Dann geht es mir zwar im ersten Moment gut, weil ich keine Leerungen habe, aber ich kriege dann mit höherer Wahrscheinlichkeit fünf Jahre später entzündliches Rheuma, eine Multiple Sklerose oder einen Schwerganfall.

Speaker: Und das muss man sich einfach irgendwie klar machen.

Speaker: Je öfter man fastet, das ist wie Sport, desto besser trainiert man.

Speaker: Egal welche Methode, da mache ich keine Schönredereien.

Speaker: Wenn man noch nie gefastet hat, ist der erste, zweite Tag, das ist meistens wirklich sehr, sehr mühsam.

Speaker: So, was aber passiert, wenn man das vierte oder fünfte Mal fastet,

Speaker: Heute haben wir den, ich sage schon, weltbekannten Professor Dr. Andreas Michalzen hier.

Speaker: Er ist einer der Menschen, die ich am meisten bewundere, denn er ist auf dem Boden geblieben.

Speaker: Er hat ganz, ganz bodenständige Tipps, wie du ein gesundes, langes Leben führen kannst.

Speaker: Und noch dazu ist er Chefarzt.

Speaker: Er ist

Speaker: Chefarzt bei der Inneren Medizin, Naturheilkunde im Immanuel Krankenhaus in Berlin.

Speaker: Er ist aber auch Inhaber der Stiftungsprofessur für klinische Naturheilkunde und so viel mehr.

Speaker: Ich kann so viel mehr zu diesem Mann erzählen, doch das macht er vielleicht...

Speaker: Vorab seine Bücher und auch seinen Online-Fasten-Kurs werden wir natürlich hier unten drunter verlinken.

Speaker: Absolute Empfehlung dafür.

Speaker: Aber lieber Andreas, erstmal schön, dass du da bist.

Speaker: Was wäre denn, wenn wir Menschen wirklich, so wie du es lernst, richtig fasten und uns angemessen ernähren würden?

Speaker: Wie würde die Welt da aussehen?

Speaker: Ja, also die Welt, die Menschen wären gesünder, ja.

Speaker: 100 Prozent.

Speaker: Sie würden tatsächlich auch länger leben, länger gesund leben.

Speaker: Den Tieren würde es übrigens auch besser gehen, weil wenn nicht so viel Fleisch gegessen wird, freuen die sich auch.

Speaker: Das Klima wäre geschützt.

Speaker: Und ich glaube, grundsätzlich hätten alle ein bisschen bessere Stimmung, weil gutes Essen und Fasten führen zu mehr Lebensqualität, mehr Lebensfreude.

Speaker: Absolut, das kann ich super bestätigen.

Speaker: Intervallfasten ist ja ein Megatrend, den du ja auch schon vor vielen Jahren aufgefasst hast und ich glaube, ich mache seit 2016 zumindest dieses 16.8 und mittlerweile 18.6 und 19.5 sozusagen.

Speaker: Ich fühle mich damit sehr, sehr wohl.

Speaker: Und jetzt erzähl uns doch mal ganz kurz, wie sieht denn so ein optimaler Tag eines Prof. Dr. Andreas Michalzen aus, den die Menschen so adaptieren könnten oder können, wenn es so nach dir geht und dass die Welt dann Friede vor der Eierkuchen ist.

Speaker: Also das muss ich fairerweise natürlich sagen, 100% schaffe ich auch nicht.

Speaker: Also auch ich kenne den inneren Schweinehund und habe natürlich auch

Speaker: Manchmal zu viel Stress um die Ohren, selbst gewählt.

Speaker: Aber ist halt auch so.

Speaker: Aber gut, ich gebe mir Mühe.

Speaker: Ich würde es mal so sagen, das auch zu leben, was ich so gerne empfehle.

Speaker: Ja, wie beginnt mein Tag?

Speaker: Also ich versuche nicht mit Wecker aufzustehen, sondern immer spontan aufzuwachen.

Speaker: Das gelingt mir eigentlich in der Regel gut.

Speaker: Zweitens, ja, dann kommt eine, ich dusche nur kalt.

Speaker: Also außer beim Haare waschen mache ich Wechselwachen.

Speaker: Haare waschen, eiskalt, finde ich doch eine Challenge.

Speaker: Also, dann kommt also die kalte Dusche.

Speaker: Ja, und dann kommt ein Frühstück.

Speaker: Das ist meistens ein Müsli mit getrockneten Wildheidelbeeren, mit Leinsamen, mit Nüssen, ein bisschen Kefir oder sowas noch rein.

Speaker: Ja, Mittagessen.

Speaker: Muss ich immer schauen, was es am Krankenhaus gibt.

Speaker: Wir sind nicht schlecht unterwegs, aber es ist kein Sternerestaurant.

Speaker: Ich ernähre mich dann halt auch da vegetarisch.

Speaker: Ich versuche mindestens einmal am Tag Sport zu machen.

Speaker: Ich habe den großen Vorteil, ich kann zur Klinik radeln.

Speaker: Das sind sieben, acht Kilometer.

Speaker: Dann habe ich schon mal so eine kleine Basis und versuche dann noch ein bisschen Joggen, Krafttraining, solche Sachen zu machen und abends ein bisschen Meditation und oder Yoga.

Speaker: Ja, das ist so mein Ablauf.

Speaker: Kurze Unterbrechung, um dir ein kleines Geschenk zu machen.

Speaker: Wir alle wissen, wie wichtig nicht nur die körperliche, sondern eben auch die geistig-seelische Gesundheit ist und wie wichtig in Bezug dessen die guten Kontakte, die engen Freunde und der Kontakt zu Gleichgesinnten ist.

Speaker: Deshalb haben wir die School Vegan Masterclass Community gegründet, in der du ganz einfach Kontakt zu Gleichgesinnten finden kannst.

Speaker: Melde dich jetzt an und bevor du sagst, eine Minute Aufwand ist mir zu viel und nicht noch ein weiteres Netzwerk, machen wir dir ein Geschenk und zwar bekommst du eine Flasche hochwertigstes Bio-Leinöl kostenfrei mit jeder Anmeldung zu dir nach Hause.

Speaker: Wie es geht, erfährst du hier unten.

Speaker: Und jetzt zurück zur Show.

Speaker: Also wählst du quasi dann eben auch eine Intervallfasten-Möglichkeit, aber du frühstückst und lässt das Abendessen dann meistens zumindest klein ausfallen oder machst du das immer so ein bisschen individuell?

Speaker: Genau.

Speaker: Beim Intervallfasten ist es so, ich habe zeitlang auch 16 zu 8 gemacht.

Speaker: Das hatte dann aber zur Folge, dass meine Kinder nicht ganz mit mir zufrieden waren, weil die gerne frühstücken.

Speaker: Und

Speaker: Für mich ist das auch immer ein wichtiges Thema.

Speaker: Das macht ja keinen Sinn, wenn man Intervall fastet und dann einsam wird.

Speaker: Also das muss ja schon passen.

Speaker: Und insofern, es ist auch ein bisschen so, dass für die meisten Menschen, denen es leicht fällt, früh aufzustehen, und dazu gehöre ich, also ich bin eher eine Märche als eine Eule, für die ist es schon gut zu frühstücken.

Speaker: Also ich kann das ganz gut, das Frühstück weglassen, aber...

Speaker: über den Tag verteilt habe ich doch mehr davon, wenn ich gut frühstücke.

Speaker: Ich versuche da wirklich früher Abend zu essen und eben wenig Abend zu essen.

Speaker: Und ich habe, weil das eben mit der Familie nicht ganz 100% kompatibel war, bin ich von 16 zu 8 auf 14 zu 10.

Speaker: Und das ist auch das, was ich, sagen wir mal, den meisten Menschen empfehle, wenn es eben nicht anders geht.

Speaker: Wenn jemand 16 zu 8 oder

Speaker: 18 zu 6, Warrior Diet, einmal am Tag essen.

Speaker: Alles schick, kann man machen.

Speaker: Aber wenn es nicht geht, soll man jetzt nicht denken, oh Gott, jetzt kann ich nicht Intervallfasten.

Speaker: Walter Lombur, ein Freund von mir, der ja auch großer Fastenforscher, der sagte zu mir, das Intervallfasten beginnt mit 12 zu 12.

Speaker: Allein das ist schon Intervallfasten und wenn man nicht dauernd snackt dazwischen.

Speaker: Also entspannt bleiben, ich mache 14 zu 10 und ja,

Speaker: Wenn die Kinder mal größer sind, gehe ich wieder auf 16 zu 8.

Speaker: Sehr cool.

Speaker: Ja, zu dem scheinfrasten Konzept von Professor Walter Longo kommen wir gleich noch dazu.

Speaker: Ich finde das total toll, denn viele Menschen machen sich natürlich dann viel, viel mehr Stress.

Speaker: Was sollen sie essen?

Speaker: Wann sollen sie essen?

Speaker: Und dann geschieht das, dass sie so viel Stress haben, dass es eigentlich kontrakreistisch

Speaker: kontraproduktiv ist, selbst wenn sie dann nichts essen und dann mit ihren Kindern am Frühstückstisch da sitzen und die Kinder fragen jetzt mal, warum isst du nichts?

Speaker: Da bin ich komplett bei dir und finde das sehr gut.

Speaker: Du bist ja jetzt auch nicht nur der Intervallfasten-Mentor und Professor Deutschlands,

Speaker: sondern du setzt dich ja, glaube ich, eben auch für durchaus auch längere Fastenperioden ein.

Speaker: Und ich gehe mal fast davon aus, dass du dann wahrscheinlich auch ein paar Mal im Jahr, wahrscheinlich ein paar Tage dann komplett fastest, oder?

Speaker: Genau, also das Heilfasten, also über mehrere Tage müssen mindestens fünf sein, oder das Scheinfasten, da kommen wir ja noch drauf, das ist für mich nochmal, das ist schon die Königsdisziplin,

Speaker: des Fastens.

Speaker: Das Intervallfasten ist der kleine Bruder, kleine Schwester sozusagen, da hat man auch schon ein bisschen was.

Speaker: Aber beim Heilfasten, da sehen wir natürlich, da sehe ich und mein Team, da sehen wir medizinisch richtig starke Wirkungen.

Speaker: Also wenn man jetzt eben schon ein paar Zipperlein hat oder Bluthochdruck oder Diabetes oder Rheuma, da hat man ja nochmal einen anderen Fokus.

Speaker: Und da ist das Heilfasten halt

Speaker: wahnsinnig effektiv und auch schnell wirksam.

Speaker: Man kann es auch zur Vorbeugung machen.

Speaker: Also ich bin zum Glück gesund und ich mache zweimal, dreimal im Jahr fünf Tage Fasten.

Speaker: Inzwischen Scheinfasten, weil das kann man doch, kann ich zumindest, doch ein bisschen leichter neben der Arbeit her machen.

Speaker: Aber beides geht.

Speaker: Also das Heilfasten nach Boringa oder Meier ist super.

Speaker: Aber das Scheinfasten geht halt auch.

Speaker: Ja, finde ich spannend.

Speaker: Das ist natürlich auch immer eine Typenfrage.

Speaker: Also ich zum Beispiel tue mir mit Scheinfasten viel schwerer wie zum Beispiel sogar Trockenfasten.

Speaker: Du machst auch Trockenfasten.

Speaker: Ich habe auch schon Trockenfasten gemacht, bis zu 60 Stunden.

Speaker: Das war mein Maximum bisher.

Speaker: Ich kenne Menschen, die haben sieben Tage durchgezogen, aber auch mit sehr guter Vorbereitung.

Speaker: Also das soll jetzt hier keine Anleitung zum Nachmachen sein.

Speaker: Ich denke, da brauchst du schon einen sehr gesunden Körper, auch sehr viel Vorbereitung und auch die mentale Einstellung dazu.

Speaker: Und ansonsten gibt es ja sehr viele Kontroversen dazu.

Speaker: Die alten russischen Traditionen, meine ich zumindest, haben ja schon sehr oft auch trocken gefastet.

Speaker: Aber das Scheinfasten fällt mir persönlich schwerer, weil jedes Mal, wenn ich was esse, wird dann dieser Hungerreiz noch mehr getriggert.

Speaker: Und da muss jeder seine Richtung finden.

Speaker: Ich finde das Konzept des Scheinfastens dennoch sehr, sehr gut, weil es Menschen wie zum Beispiel auch dir die Möglichkeit gibt, während des normalen Alltags zu fasten, ohne quasi komplett den Stoffwechsel runterzudrücken und vielleicht auch gar nicht mehr fokussiert zu sein.

Speaker: Ich denke mal, das ist so eines der wesentlichen Vorteile zusammen, aber auch finde ich, dass die Proteinzufuhr reduziert wird und dann dadurch auch mal ein...

Speaker: eine Pause der Leber, der Nieren und so weiter gegeben wird.

Speaker: Ja, also ich stimme da völlig mit dir überein.

Speaker: Es ist am Ende auch natürlich immer sehr persönlich, mit welcher Methode man lieber fastet.

Speaker: Wir haben natürlich unsere medizinischen Gründe und Aspekte, das eine oder das andere zu empfehlen.

Speaker: Beispielsweise das Wasserfasten, das hat eine Tradition in Russland, in Amerika auch sehr stark

Speaker: Und das wird erlebt, gerade auch so eine gewisse Renaissance in der Diabetologie bei Fettleber.

Speaker: Mir ist das zu krass und es wird ein bisschen mehr Muskel abgebaut, als man muss oder sollte nach meiner Meinung.

Speaker: Aber ich sehe schon auch, manche Leute sagen zum Beispiel, hopp oder topp, wenn ich faste, dann habe ich es leichter, wenn ich einfach nur Wasser und Tee und sonst gar nichts mache.

Speaker: Das akzeptiere ich dann auch.

Speaker: Ich kenne auch Leute, die immer Buchinger fasten und sagen, nee, das Scheinfasten, genau.

Speaker: Ach ja, und dann isst man doch wieder was, dann kriegt man wieder Hunger.

Speaker: Also das muss man für sich ja persönlich ein bisschen rausfinden.

Speaker: Es gibt noch einen Punkt, je öfter man fastet, das ist wie Sport, desto besser trainiert ist man.

Speaker: Also egal welche Methode, beim ersten Mal fasten, also wenn jetzt zum Beispiel jemand zuhört, der noch nie gefastet hat und sagt, hey, jetzt mache ich das,

Speaker: dann muss man immer berücksichtigen, das erste Mal ist meistens hart.

Speaker: Da rede ich auch, da mache ich keine Schönredereien.

Speaker: Also wenn man noch nie gefastet hat, ist der erste, zweite Tag, das ist meistens wirklich sehr, sehr mühsam.

Speaker: So, was aber passiert, wenn man das vierte oder fünfte Mal fastet, merkt man, boah, das geht immer leichter von der Hand.

Speaker: Und in so einem, glaube ich, muss man seine Form finden und die kann man dann irgendwie auch am besten.

Speaker: Ja, finde ich genauso.

Speaker: Also ich weiß auch, ich habe das erste Mal vier Tage gefastet.

Speaker: Ich wäre beinahe gestorben.

Speaker: Also wirklich.

Speaker: Meine Frau damals hat gesagt, wenn du jetzt noch ein Teil der Klänge erfasst hast, verlassen wir dich.

Speaker: Das soll jetzt nicht abschreckend wirken.

Speaker: Ich habe auch tatsächlich seither nie wieder vier Tage gefastet.

Speaker: Das Krasse ist aber, dass wir, also ich muss dazu sagen, ich bin ein sehr schlanker Typ.

Speaker: Also ich habe sowieso unter 10 Prozent Körperfett.

Speaker: Und mache sehr viel Sport und habe einen schnellen Stoffwechsel.

Speaker: Dann kommen wir ja schon zum nächsten Thema, dass wir ja alle unterschiedlich sind.

Speaker: Also dadurch, dass ich jetzt zum Beispiel Tage, also wirklich seit Jahren 16 bis 18 Stunden jeden Tag faste.

Speaker: Und das Krasse ist ja, dass wir alle fasten.

Speaker: Wir alle fasten ja in der Nacht.

Speaker: Das ist ja das Natürlichste dieser Welt.

Speaker: Und dann ist es ja eben auch so, dass wir das eben auch aufkumulieren können.

Speaker: Also wem empfiehlst du Fasten auch über längere Tage, weil das ja von jedem auch nicht gleich gut vertragen wird und manchmal ja sogar dann auch kontraproduktiv sein kann?

Speaker: Klar, man sagt immer so, Schwankerinnen, Finger weg davon, Kinder natürlich auch, Schwerkranke auch.

Speaker: Genau.

Speaker: Wer ist da noch betroffen?

Speaker: Genau, also es gibt ein paar Kontraindikationen, wo man einfach nicht fasten soll.

Speaker: Punkt.

Speaker: Du hast es schon genannt.

Speaker: Das ist Schwangerschaft, Stillzeit.

Speaker: Bitte?

Speaker: Oh, jetzt war gerade irgendein Break.

Speaker: Hörst du mich noch?

Speaker: Alles gut, so weit.

Speaker: Okay, dann rede ich da noch.

Speaker: Also, es gibt ein paar ganz klare Kontraindikationen, wo man nicht...

Speaker: Fasten soll, darf, aus medizinischer Sicht, Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder, Jugendliche und natürlich alle Menschen, die irgendwie schon mal eine Anorexie, Magersucht und sowas hatten, bitte nicht fasten.

Speaker: Dann gibt es noch Gicht und wenn die Gallensteine, wir haben viele Menschen, wenn die Gallensteine Koling oder Beschwerden machen, sollen wir auch nicht fasten.

Speaker: So, und dann...

Speaker: Dann ist die andere Sache, die du gerade erwähnt hast, und die auch ganz wichtig ist.

Speaker: Natürlich gibt es einfach Menschen, denen fällt es leichter und Menschen, denen fällt es schwerer.

Speaker: Und da habe ich schon ganz früh Studien dazu gemacht und das überrascht wenig.

Speaker: Menschen, die ein bisschen mehr Fettreserven haben, ein bisschen mehr Fettpolster, denen fällt es leichter.

Speaker: Also das ist einfach so.

Speaker: Wenn jemand zwar eigentlich unglücklich ist, weil er ein bisschen Übergewicht hat, dann sage ich, super, für sie ist das fast ideal, weil das wird für sie ein Lauf.

Speaker: Die Stimmung wird dann Tag zu Tag besser.

Speaker: Und im anderen Fall, wenn jemand eben schon wenig Fettmasse hat, wie du es bei dir kennst, das ist manchmal eine Schwierigkeit, wir behandeln ja auch mit Fasten.

Speaker: Jemand mit rheumatoider Arthritis, diesem entzündlichen Gelenkräumen, möchte nur gern fasten lassen, hat vielleicht einen Body Mass Index von 19,5, also schon an der Grenze zum Untergewicht kratzt, ne?

Speaker: Das ist echt, das ist ein Ritt.

Speaker: Also da wird es einfach schwierig.

Speaker: Deswegen ist es so, je schlanker man ist, desto weniger braucht man im Prinzip auch das Fasten.

Speaker: Da würde ich sagen, da ist man mit Intervallfasten wahrscheinlich gut bedient.

Speaker: Das Interessante ist, sagen wir mal, wenn Menschen wirklich halt sagen, ja, ich habe doch immer so ein bisschen Röllchen und das...

Speaker: Und das will ich weghaben.

Speaker: Ja, und dann sagt man, ja super, zweimal im Jahr fünf Tage fasten und die Sache ist gefixt.

Speaker: Das ist so der Idealfall fürs Heilfasten.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, der Idealfall, wenn du schlank sein willst, ist ja sowieso eine gute Intervallfastenroutine zu integrieren und deine tollen Rezepte beziehungsweise deine Ernährungsempfehlungen zu befolgen.

Speaker: Denn das ist ja quasi das, was zählt am Ende.

Speaker: Das sind nicht die Tage nach Neujahr, die du irgendwie versuchst, gesund zu leben, sondern die Tage dazwischen, die 360 Tage dazwischen und

Speaker: dementsprechend gilt es da eben auch, sich gesund zu ernähren.

Speaker: Was ist denn da, du hast ein Buch geschrieben, deine Quintessenz, was ist denn deine Quintessenz in ganz kurzen Worten, was die Ernährung angeht?

Speaker: Ich denke mal plant-based, aber nicht vegan.

Speaker: Fasstest du das ganz kurz zusammen?

Speaker: Also vegan ist gut, aber ich halt aus der Erfahrung weiß ich natürlich, es ist für viele Menschen schwierig.

Speaker: Also sagen wir so, deswegen, wer vegan unterwegs ist, super, ne?

Speaker: Da muss man halt ein bisschen drauf achten.

Speaker: Ansonsten ist meine Devise Pflanzen betont, also möglichst kein Fleisch, kein Fisch, vor allem keine Wurst.

Speaker: Den Fisch habe ich aus ökologischen und ethischen Gründen irgendwann rausgeschmissen.

Speaker: Und abwechslungsreich mit viel Gemüse, viel Hülsenfrüchte, das ist einfach sehr wichtig, damit das Protein dann auch reinkommt.

Speaker: Möglichst auch ultrahoch verarbeitete Produkte, ja,

Speaker: Man kann schon mal eine Tüte Chips aufmachen, aber es sollte echt selten sein.

Speaker: Linsenchips halt dann.

Speaker: Und natürlich beim Gemüse, Obst, wenig oder kein Fleisch.

Speaker: Das andere ist natürlich beim Zucker aufpassen.

Speaker: Ich gehöre nicht zu denen, die sagen, jedes Zuckermolekül ist gleich Teufelswerg.

Speaker: Es ist eine Dosisfrage.

Speaker: Und insofern einfach beim Zucker aufpassen, lohnt sich sehr.

Speaker: Man muss sich nicht low carb ernähren.

Speaker: Und das ist der dritte Punkt, dass ich sage, es geht mir ein bisschen auf den Wecker, im Zuge dieses Protein-Hypes sind Kohlenhydrate in Verruf gekommen und es wird zu wenig differenziert.

Speaker: Natürlich ist eine Limonade was Unnötiges, was Ungesundes.

Speaker: Vollkornnudeln oder ein Sauerteig, Vollkornbrot, ist was Gesundes für die allermeisten Menschen.

Speaker: Und das ist für das Mikrobiom dann auch wiederum extrem wichtig, Ballaststoffe, also gesunde Kohlenhydrate zu sich nehmen.

Speaker: Das sind so meine Eckpfeiler, wo ich sage, ja, pflanzlich, Vollkorn, Kohlenhydrate, Hülsenfrüchte, dann ist man gut unterwegs.

Speaker: Super, lass uns da mal ganz kurz auf ein paar sehr kontroverse Themen eingehen, die ja überall auch zwischen Gesundheitsinfluencern oder Ärzten auch diskutiert werden.

Speaker: Das eine ist ja Obst.

Speaker: Wir leben ja hier im kalten Deutschland, wo es ein halbes Jahr, würde ich mal sagen, kein Obst gibt, nicht mal Beeren und so weiter.

Speaker: Was hältst du davon?

Speaker: Also da gibt es ja einen riesen Trend, gerade auch unter Veganern, die dann einen Haufen Obst essen, vor allem Südfrüchte und so weiter und sagen, ja, das gehört ja nicht zum Zucker, sondern wir haben ja das ganze Obst da und die Belaststoffe sind mit drin und so weiter.

Speaker: Also ich denke, auch da wieder Kontrollen.

Speaker: ein bisschen zu betrachten, wer ist das, der das da ist?

Speaker: Ist das ein schlanker Typ, der vielleicht auch ganz gut ein bisschen mehr Zucker vertragen kann oder ist das jemand, der eh schon Übergewicht hat?

Speaker: Aber ist es grundsätzlich gut, viel Obst zu essen?

Speaker: Fast.

Speaker: Ich sage es mal so.

Speaker: Also in der Saison mit sehr viel Beeren und vielleicht einem Obst, was relativ wenig Zucker hat, bin ich toll bei dir, oder?

Speaker: Also es ist halt so, mit dem Obst muss man aufpassen, dass man das nicht in den Fruchtzucker, in die Fruktose-Schublade packt.

Speaker: Fruktose ist ja schlecht, macht Fettleber und hat Diabetes.

Speaker: Aber es wird Fruktose, wenn sie im ganzen Obst ist, mit Schale, mit Kern und mit allem drum und dran, wird von so vielen Ballaststoffen umschlossen, dass es was anderes ist.

Speaker: Da gibt es eine Studie, die finde ich völlig spektakulär.

Speaker: Ich weiß nicht, wie Sie sie eigentlich durchgeführt haben.

Speaker: Aber da haben sie Probanden über

Speaker: fünf Tage sollten die 20 Stück Obst am Tag essen, 20 Portionen.

Speaker: Und es kam weder zu Problemen im Blutzuckerspiegel noch in der Leber.

Speaker: Es war sogar gut für den Cholesterinspiegel.

Speaker: Also so, dass ich sage, das muss man sich klar machen, wenn man das ganze Obst, das ist am besten ungespritzt, ist es in der Regel ganz gut.

Speaker: Jetzt ist das Zweite, die Qualität vom Obst spielt eine Rolle.

Speaker: Das wird oft vergessen, dass natürlich die

Speaker: beziehungsweise die Lichtenergie, die Polyphenole, das ist auch ein bisschen davon abhängig, wo das Obst gerade zu welcher Jahreszeit wächst, transportiert wird und am Ende ankommt.

Speaker: Deswegen würde ich schon sagen, der Sommer ist ein bisschen mehr geeignet für ganz, ganz viel Obst als der Winter.

Speaker: Andererseits kann man im Winter auch ein bisschen Vitamin C oder ein paar Polyphenole gebrauchen.

Speaker: Ich mache es dann so, ich nehme getrocknete Wildheidelbeeren aus,

Speaker: eben auch in meinem Müsli, weil das ist halt schon am Ende schon gesund.

Speaker: Und dann kommt aber ein Punkt, und das ist jetzt quasi pure Naturheilung, dass man es nicht theoretisch nur abhandelt, sondern dass man sagt, vertrage ich es eigentlich?

Speaker: Also das ist eigentlich ganz entscheidend.

Speaker: Ich kenne Leute, die essen abends dann eine Salatplatte und Obst und wundern sich, warum sie dann Blähungen und Bauchzwicken kriegen.

Speaker: Wenn sowas da ist, wenn ich eigentlich Obst esse, aber ich merke,

Speaker: Also wenn ich mal darauf achte, merke ich, dass ich es eigentlich gar nicht gut vertrage.

Speaker: Dann braucht man auch gar keine Studien mehr lesen.

Speaker: Dann kann man sagen, okay, das ist wohl ein bisschen zu viel.

Speaker: Ja, ich bin da echt verwundert.

Speaker: Ich habe früher immer gedacht, Äpfel seien so generell gesund und habe immer nach diesem Spruch, an Apple a day keeps the doctor away gehandelt, was ja auch gar nicht so toll wäre, weil da wärst du ja arbeitslos.

Speaker: Aber jetzt ist es ja nicht gleich so, dass jeder immer gleich alles gut verträgt.

Speaker: Also es ist ja selbst ein Apfel, der ja von Natur aus eher so für uns gemacht ist und gesund scheint, wird ja quasi eben auch nicht von jedem vertragen.

Speaker: Also da bin ich voll bei dir, dass da eben auch schon geguckt werden darf, wie ist die individuelle Verträglichkeit.

Speaker: Und zweites Stichwort ist Honig.

Speaker: Honig wird ja von ganz vielen Menschen heute wieder so als das Heilmittel schlechthin dargepriesen.

Speaker: Mal davon abgesehen, dass wahrscheinlich 80 bis 90 Prozent des Honigs ähnlich wie mit dem Olivenöl mittlerweile gepanscht sind.

Speaker: Hat mir sogar ein deutscher Imker bestätigt.

Speaker: Was da getrieben wird, ist er auch wieder völlig fernab.

Speaker: Was hältst du von Honig?

Speaker: Ich meine, es schmeckt natürlich süß, jeder mag es.

Speaker: Und keiner will sich es da irgendwie ausreden lassen.

Speaker: Das scheinen ja Antioxidantien drin zu sein.

Speaker: Wir alle kennen Gelee Royale.

Speaker: Das ist das Zeug, was die Bienenkönigin bekommt.

Speaker: Ich glaube, das ist wirklich, wirklich potent.

Speaker: Was ist deine Meinung zu Honig?

Speaker: Ja, ich...

Speaker: Ich muss gleich natürlich gestehen, ich habe einen Bienenstock im Garten.

Speaker: Und der wird ganz ökologisch behandelt und Bienen bekommen auch genug zurück.

Speaker: Naja, das ist schon ein Punkt.

Speaker: Ich habe das ganze Thema Zucker verschiedener Arten auch wissenschaftlich immer, das recherchiere ich immer wieder und das ist ein Phänomen, weil Honig in allen Studien immer positiv rausfällt.

Speaker: Das heißt also, selbst

Speaker: Übergewichtsstudien oder Diabetesstudien zeigen immer, dass Honig eher eine Schutzwirkung hat.

Speaker: Also das ist, und das kann ich natürlich jetzt als Wissenschaftler nicht wegdrücken.

Speaker: Also insofern, ich gebe zu, mir schmeckt er auch sehr gut.

Speaker: Aber wenn ich einfach die Daten anschaue, Honig ist gesund in gewissem Maße.

Speaker: Und er ist antibiotisch, der ist antiviral, der ist antioxidativ.

Speaker: Du hast gesagt, der hat

Speaker: der hat einfach eine ganze Latte von Wirkungen, die sind schon gut.

Speaker: Mega spannend.

Speaker: Finde ich gut, dass du das sagst und selber auch Imker bist.

Speaker: Ich finde das mega gut und faszinierend, weil dann weißt du ja ganz genau, wie viel du dann eben auch davon nehmen kannst, dass die Bienen dann eben auch weiterhin ein gutes Leben haben.

Speaker: Und ganz wichtig ist ja eben auch, dass solche Bienen ja eben auch sehr gut behandelt werden und nicht quasi wie in der Massentierhaltung üblich, einfach nur als Werkzeug.

Speaker: für andere dienen und dann kann das ja eben auch wie alles ein sehr gutes Lebensmittel sein.

Speaker: Ich meine, ich bin seit zehn Jahren vegan, sage aber auch nicht, dass jeder vegan sein muss und dass jedes Fleisch schlecht ist und dass man auf gar keinen Fall Milch trinken soll.

Speaker: Ich habe selber mal auf einem Bauernhof gearbeitet, habe die Kühe gemolken und so eine Rohmilch ist einfach krass fasziniert.

Speaker: Also es ist nicht wie immer alles schwarz und weiß, finde ich.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Finde ich gut, diese Sicht von dir.

Speaker: Jetzt, was sind so für dich, lieber Andreas, noch so super Lebensmittel, wo du sagst, hey, boah, wenn du wirklich so 80, 20 machen willst zumindest, ja, also sagst, okay, willst du zumindest irgendwie 20 Prozent die Dinge richtig machen, die 80 Prozent vom Ertrag am Abend liefern, was sind das so für dich an super Lebensmitteln?

Speaker: Ja gut, ganz sicher, da bin ich natürlich wieder beim Frühstück, bei meinem Frühstück jetzt.

Speaker: Es kann ja auch später sein, wenn man Intervall fastet.

Speaker: Haferflocken und Kleinsamen sind für mich natürlich wahnsinnig gesunde Basis-Lebensmittel.

Speaker: Da gibt es kein Pardon.

Speaker: Dann ist...

Speaker: Kaffee ist nicht nur, dass ich natürlich gerne Kaffee trinke, ist Kaffee oder grüner Tee, je nachdem, was man mag, sind für mich wirklich auch sehr gesunde Getränke.

Speaker: Also auch das, ah ja.

Speaker: Also da...

Speaker: Da gebe ich auch ganz klar eine Empfehlung raus.

Speaker: Sonst Wasser natürlich.

Speaker: Ich denke schon, es sollte jeden Tag, das ziehe ich auch selber durch, es sollte jeden Tag etwas Grünblättriges gegessen werden.

Speaker: Auch da ist es mir völlig egal, ob das Mangold oder Spinat oder Rucola oder Salat oder Petersilie ist.

Speaker: Hauptsache,

Speaker: eine Portion grüner Blätter kommt hier rein.

Speaker: Das ist, glaube ich, extrem, also das ist einer meiner extremen Favoriten.

Speaker: Dann jeden Tag eine Portion Hülsenfrüchte, gehört genauso dazu.

Speaker: Winsen oder Bohnen oder Kichererbsen.

Speaker: Also da, das sehe ich auch, das ist tagesfällig.

Speaker: Na gut, und jeden Tag ein Vollkorngetreide, man muss ja auch an die Sättigung denken.

Speaker: Ja,

Speaker: Da bin ich auch liberal.

Speaker: Also da sage ich auch, das können auch Vollkornpasta sein.

Speaker: Ich denke da einfach an diese Ballaststoffe.

Speaker: Da gibt es ja diese von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die Empfehlung 30 Gramm.

Speaker: Wir in Deutschland kommen im Schnitt so auf 22, 21 Gramm.

Speaker: Wenn man sich aber die Studien von indigenen Bevölkerungen, von nativen Bevölkerungen anschaut, die so ultragesund sind, die nehmen 50 Gramm Ballaststoffe zu sich.

Speaker: Also da

Speaker: Deswegen ist da für mich schon so das Gefühl, da bitte nicht sparen bei Vollkauengetreide.

Speaker: Dann noch zwei Sachen, die ich erwähnen will.

Speaker: Für mich sind bittere Gemüse sehr wichtig, weil Bitterstoffe sehr, sehr gesund sind.

Speaker: Das zeigen immer mehr Studien.

Speaker: Chicorée, Endivie, Pfeffer.

Speaker: Olivenöl ist letztlich auch bitter, Kaffee ist auch bitter.

Speaker: Also einfach daran denken, dass diese bittere Geschmacksqualität ist, was gut ist.

Speaker: Und dann natürlich die ganzen Kohlgemüse.

Speaker: Muss man auf die Blähungen achten, ist schon klar.

Speaker: Aber so ein paar Röschen Brokkoli, das geht doch immer.

Speaker: Das kann man ja schon irgendwie vertragen.

Speaker: Ich glaube, das sind so meine Favoriten.

Speaker: Und am Schluss empfehle ich immer allen, auch meinen Patientinnen und Patienten, dass ich sage,

Speaker: Bitte ein Gewürzregal, immer so, dass es einem dauernd vor die Augen fällt, greifbar haben.

Speaker: Dass da immer Kurkuma, Kreuzkümmel, Kardamom, also Gewürze sind sehr, sehr wichtig.

Speaker: Da sind wir in Deutschland ja nicht gerade so superbegabt damit.

Speaker: Und deswegen sozusagen das Superfood generell ist für mich das Gewürzregal.

Speaker: Finde ich super spannend.

Speaker: Du hast ja auch unlängst eine, du hast ja sehr viele YouTube-Videos auch gemacht.

Speaker: Ich habe sogar gesehen, du hast Shorts gemacht mit Salufast, auch über Kokuma.

Speaker: Also die werden wir auf jeden Fall verlinken, auch deine Salufast 5-Tage-Box zusammen mit deinem Buch Scheinfasten, mein Masterplan.

Speaker: Da steht ja auch nochmal ganz, ganz viel drin.

Speaker: Und wer da mehr wissen möchte,

Speaker: Der schaut da auf jeden Fall mal rein.

Speaker: Finde ich sehr, sehr spannend.

Speaker: Bin absolut bei dir, auch mit den Ballaststoffen.

Speaker: Da darf natürlich auch dann jeder gucken, wann ist es dann zu viel, was Thema Blähungen und so weiter angeht.

Speaker: Und auch mit den grünen Sachen.

Speaker: Also, dass ich noch nicht grün geworden bin, ist sowieso ein mega Highlight.

Speaker: Ich trinke Matcha, das ist mein eigener Schild.

Speaker: Dann Brokkoli natürlich ohne Ende.

Speaker: Ich liebe Spinat.

Speaker: Dann ziehe ich mir Chlorella rein, Spirulina.

Speaker: Also all diese Dinge.

Speaker: Ich bin ein absoluter grüner Verfechter.

Speaker: Und Chlorophyll spielt da für mich auch eine entscheidende große Rolle, auch für die Hautgesundheit.

Speaker: Willst du glatte Haut haben und all diese Dinge, dann nimm doch einfach Chlorophyll.

Speaker: Lieber Andreas, um deine Zeit zu schonen, letzte Frage.

Speaker: Du scheinst eben auch sehr stark so auf das Thema zu gehen.

Speaker: Okay, pflanzenbasiert, Ballaststoffe, viele Gewürze.

Speaker: Du hast Polyphenole angesprochen, also sekundäre Pflanzenstoffe unter anderem auch.

Speaker: Dann gibt es so dieses andere Lager, was immer größer aufkommt und mich würde interessieren, ob in deinem klinischen Alltag da...

Speaker: viele Menschen mittlerweile auch kommen, die hauptsächlich tierisch essen.

Speaker: Also es gibt das Pondar zu Blend-Based ist eben Meat-Based und dann gibt es die Extremen da, die heißen Carnivoren.

Speaker: Hast du dazu schon irgendwie auch in deiner klinischen Arbeit Erfahrungen gesammelt?

Speaker: Hast du dazu Studien gemacht?

Speaker: Kann das aus deiner Sicht gesund sein?

Speaker: Ja, es ist halt, genau, es ist unglücklicherweise ein Trend gerade.

Speaker: Ich kann immer nur den Kopf schütteln und denke mir, wie verrückt ist das denn?

Speaker: Ich meine, man muss jetzt nicht die Wissenschaft immer vergöttern und so, aber ich meine, es ist sowas von klar, dass das ungesund ist.

Speaker: Und es kommen jetzt auch immer mehr so Fallberichte von einzelnen Extremen,

Speaker: Menschen, also gerade vor zwei Wochen war einer in der amerikanischen Ärzteblatt-Jama war ein Bericht von einem, der sich auch Carnivore drei, vier Monate erwähnt hat.

Speaker: Und der wohl auch, der dann auf einmal überall so gelbe Flecken auf der Haut bekommen hat, auch auf den Augen.

Speaker: Der fühlte sich aber insgesamt ganz gut, so ganz vital und so.

Speaker: Der hatte dann einen Cholesterinspiegel von 1200.

Speaker: Und das Cholesterin ist, weil es

Speaker: weil es nirgends mehr gelagert werden konnte, auch nicht mehr in die Blutgefäße, ist es sozusagen in die Haut abgewandert.

Speaker: Das sind so verrückte Sachen, wo ich denke, man muss doch irgendwie auch seine Vernunft zusammenhalten.

Speaker: Aber gut, wir leben natürlich in einer Zeit, wo vieles übertrieben wird.

Speaker: Und ich denke, auch dieser Trend wird ganz sicher bald vorbeigehen.

Speaker: Ich meine, wenn ich eine Labormaus schreibe,

Speaker: fleischreich, mit gesättigten Fetten, mit viel tierischen Proteinen ernähre, dann ist das, das weiß jeder Laborforscher, das ist das Mittel, um im Experiment bei der Maus ganz schnell Nierenversagen und Herzversagen und einen Schlaganfall hervorzurufen.

Speaker: Und ich kann nur hoffen, dass nicht so viele Leute diesem Trend nachfolgen, weil sie werden es, muss ich glaube, als

Speaker: Arzt sagt, sie werden es irgendwie bitte bezahlen müssen später.

Speaker: Also das, ich hoffe mal, ist ein kurzlebiger Trend.

Speaker: Vielen lieben Dank für deine Einschätzung da.

Speaker: Ich frage einfach sehr viele verschiedene Menschen nach ihrer Meinung.

Speaker: Bei den meisten Ärzten herrscht da Konsens.

Speaker: Wir hatten jetzt einen, der sich selber auch animal-based ernährt.

Speaker: Es scheint ja hier eine große Besserung bei Leuten zu geben, die halt sonst gar nichts mehr vertragen, weil sie ihren Darm halt komplett zerschossen haben und dann halt quasi für eine gewisse Zeit lang vielleicht nur noch Fleisch vertragen.

Speaker: Genau, aber das ist so ein Punkt,

Speaker: Da gibt es ja dieses olle Sprichwort, man darf das Kind nicht mit dem Bade ausschütten.

Speaker: Natürlich ist Fleisch in irgendeiner Form, also es braucht zwar lange, bis es verdaut wird, aber es ist im ersten Moment verträglich.

Speaker: Das ist aber eine Falle.

Speaker: Das ist so ähnlich wie bei Menschen mit Reizdarmsyndrom.

Speaker: Die kriegen so eine Eliminationsdiät, die FODMAP-Diät und dann geht es

Speaker: Wenn man natürlich keine Hülsenfrüchte isst, kaum Ballaststoffe, dann kriegen alle weniger Blähungen, natürlich.

Speaker: Aber das ist sozusagen ein Scheingewinn, weil das Mikrobiom verschlechtert sich.

Speaker: Das wird auch bei dieser Animal-Based-Diät einfach völlig vergessen.

Speaker: Das Darm-Mikrobiom ist die zweite Klinik.

Speaker: ist fast genauso wichtig wie die Frage, was ist in unserer Ernährung eigentlich drin?

Speaker: Das eine sind Vitamine, Mikronährstoffe.

Speaker: Das zweite ist, wie geht es denen?

Speaker: Und eine Animal-Based Ernährung ist das Beste, um sein Mikrobiom komplett zu schrotten.

Speaker: Und dann geht es mir zwar im ersten Moment gut, weil ich keine Blähungen habe, aber ich kriege dann mit höherer Wahrscheinlichkeit fünf Jahre später entzündliches Rheuma, eine Multiple Sklerose oder ein

Speaker: Und das muss man sich einfach klar machen.

Speaker: Was wäre da deine Alternative vielleicht ganz kurz noch?

Speaker: Fasten?

Speaker: Genau, meine Alternative sind drei Dinge.

Speaker: Das eine ist Fasten und danach mit Probiotika, mit fermentierten Lebensmitteln, mit Präbiotika.

Speaker: aufbauen.

Speaker: Und ein zweiter Punkt, es gibt auch in der Naturheilkunde die Schule nach FX Mayer, ich kenne heute nicht mehr viel, das ist Franz Xaver Mayer, der hat dieses 30, 40 Mal Kauen propagiert.

Speaker: Das heißt, sich anzugeben, also natürlich jetzt nicht am Anfang eine Dose weiße Bohnen oder sowas zu essen, aber das, was man isst, langsam zu steigen und dabei ganz gut zu kauen, ganz langsam essen, dann erhöht sich die Verdauungskraft um 30 bis 40 Prozent, also Fasten

Speaker: Probiotika, fermentierte Lebensmittel und richtig wieder Kauen und Essen mit Muse.

Speaker: Wäre sowieso eine sehr gute, allgemeingültige Empfehlung.

Speaker: Also, das ist ja genau das, wozu du stehst, lieber Andreas.

Speaker: Vielen Dank, dass du dir heute die Zeit genommen hast.

Speaker: Das ist wirklich eine große Ehre mit dir, so wie du auftrittst.

Speaker: Und ich werde dich auf jeden Fall weiterempfehlen.

Speaker: Wie gesagt, hier die Verlinkung zu Andreas' seinen Büchern, dem Fastenkurs und auch der Salo Fastenbox hier unten drunter.

Speaker: genieß es und Andreas, du musst wieder zurück in die Klinik.

Speaker: Ich sage auch heute, stay healthy, stay weak and eat your broccoli.

Speaker: Der darf nicht fehlen, auch laut Andreas nicht und in diesem Sinne bleibst du dran.

Speaker: Bis ganz bald.

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