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Marc Kobza - Young Professionals Präsident IAA Austrian Chapter

IAA Voices - Austrian Chapter
IAA Voices - Austrian Chapter

25 plays · Jul 22, 2026

Marc Kobza ist Gründer und CEO von kobza+collective, einer internationalen Brand Strategy & Creative Consultancy mit Sitz in Dubai. Mit seiner Agentur entwickelt er strategisch fundierte Marken und Produktwelten für nationale und internationale Kunden, darunter Majid Al Futtaim und Carrefour. Davor war Marc Kobza in führenden Agenturen tätig, darunter adam&eveDDB in London und TLGG in Berlin. Zuletzt leitete er als Managing Director die Wiener Kreativagentur KTHE | Team Farner, wo er deren dynamische Entwicklung maßgeblich prägte. Seine Projekte wurden mehrfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem EFFIE, der CCA Venus, dem Red Dot: Best of the Best und dem Österreichischen Staatspreis für Marketing. Im IAA Vorstand verantwortet Marc Kobza die internationale Vernetzung des Austria Chapter mit IAA Global sowie die Leitung des Young Professionals Program. Hier spricht er mit IAA Vorstandsmitglied und Marketingstratege Florian Schleicher [https://www.linkedin.com/in/florianschleicher/] über seine Pläne und beantwortet Fragen rund um die IAA.

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast des IAA Austrian Chapters.

Speaker: Mein Name ist Florian Schleicher, ich bin Vorstandsmitglied und in dieser Serie interviewe ich die Menschen, die hinter dem neuen Vorstand stecken, wer sie sind, was sie antreibt und was sie für die Branche vorhaben.

Speaker: Heute spreche ich mit Marc Kopzer, der das IAA Young Professionals Board leitet.

Speaker: Herzlich willkommen, Marc.

Speaker: Hallo, Florian, danke für die Einladung.

Speaker: Fangen wir mit ein paar lockeren Einstiegsfragen an, Marc.

Speaker: Wer bist du und was machst du in deinem Dayjob abseits der IAA?

Speaker: Ich bin Marc Hopzer und ich habe vor eineinhalb Jahren, fast zwei Jahren, eine Creative Consultancy, an einem Amaz-Kopzer-Collective, gegründet.

Speaker: Und mit der machen wir viel Kommunikations- und Markenberatung, hauptsächlich im Retail- und Hospitality-Bereich, im Eigenmarkensegment, Eigenmarkenentwicklung, Product Launches, etc.

Speaker: Okay, cool.

Speaker: Und nebenbei leitest du das IAA Young Professional Spot bei der IAA.

Speaker: Was kann man sich darunter vorstellen?

Speaker: Was machst du da?

Speaker: Im Prinzip sind wir als Young Professionals die Repräsentanz der Jungen, der Next Generation der Kommunikationsbranche in Österreich und versuchen mit den Young Professionals einerseits die Vernetzung zu schaffen mit allen Leuten der Branche und andererseits einen Wissenstransfer in der Branche zu gewährleisten, zu ermöglichen.

Speaker: Das heißt, jetzt haben wir so ein bisschen abgedeckt, was du beruflich machst, was quasi dein Ehrenamt ist bei der IAA.

Speaker: Womit verbringst du sonst so deine Freizeit, wenn gerade niemand aus der Branche zuschaut?

Speaker: Ich mache relativ viel Sport, spiele gern Tennis, Golf.

Speaker: Ich habe jetzt vor kurzem Eishockey für mich entdeckt.

Speaker: Oh wow.

Speaker: Und sonst genieße ich gerne die Sonne und treffe mich mit Freunden und Bekannten.

Speaker: In dem zweiten Teil von dem Podcast geht es mir darum, so ein paar Gespenster oder Themen, die gerade so durch die Branche geistern, ein bisschen abzuklopfen und deine Meinung dazu einzuholen.

Speaker: Also so ein paar Hot Takes, wo mich einfach interessieren wird, stimmst du dem zu oder hast du da eine ganz andere Meinung?

Speaker: Und die erste Frage ist, diese ganzen Werbe-Awards, die wir so haben, ist das nicht hauptsächlich die Branche, die sich selbst feiert mit diesen Awards?

Speaker: Ich finde es grundsätzlich gut, sich zu feiern und stolz auf die Arbeit zu sein, die man leistet.

Speaker: Ich glaube, schwierig wird es in dem Moment, wenn man Arbeiten feiert, die so nicht relevant sind oder es vielleicht nicht gab.

Speaker: Aber hier als IAA, glaube ich, haben wir einen starken Case mit dem Effi, der auch tatsächlich die Effektivität der ganzen Arbeiten vermittelt.

Speaker: Und dann finde ich es schon schön, die Showcases der Branche zu sehen.

Speaker: Also ich bin eigentlich ein Fan.

Speaker: Nächste Frage, KI.

Speaker: Das vergeht ja kaum ein Gespräch, wo man nicht darüber spricht.

Speaker: Wird das mehr Werberinnen ersetzen, als wir alle glauben?

Speaker: Ich glaube, das ist wahnsinnig schwer zu beantworten.

Speaker: Ich glaube, was es bereits macht, ist, dass es die Arbeit effizienter macht und einfach viel einfacher ist.

Speaker: Und ich glaube, dass sich die guten Leute dann mehr auf das Wesentliche konzentrieren können und die einfachen Arbeit abgenommen werden.

Speaker: Also Arbeitsprozesse gehen schneller.

Speaker: Viele Sachen sind viel einfacher als davor.

Speaker: Und deswegen ist es für mich nicht

Speaker: unbedingt ein Ersetzen, sondern ein Tool im Prinzip, um bessere Arbeit zu ermöglichen und dass der Mensch mit seiner Kreativität auch bessere Arbeit liefern kann und sich mehr auf das konzentrieren kann als einfache andere Sachen.

Speaker: auch bei dem Thema sind, was ist wirklich wichtig, ist so meine Wahrnehmung, dass auch oft in Unternehmen der Mut ein bisschen fehlt, wirklich kreative, spannende Umsetzungen zu machen.

Speaker: Jetzt ist meine Frage, haben die meisten Marken eigentlich einen Mutchef, eine Mutchefin nötiger als eine CMO?

Speaker: Ich glaube, ein guter CMO ist auch gleichzeitig ein Mut-Chef oder Mut-Officer.

Speaker: Ich gehe d'accord, dass es oft an Mut fehlt und dass wir uns in Österreich sicherlich oft mehr trauen sollten und trauen können und dürfen.

Speaker: Also ich glaube, gute Arbeit und gute kreative Arbeit kann nur funktionieren, wenn sie anders ist und differenzierend ist und mutig ist.

Speaker: Deswegen, ich glaube, das tut jedem Unternehmen gut.

Speaker: Und ein guter CMO kann das eigentlich gut argumentieren intern.

Speaker: Die nächste Frage finde ich besonders spannend, weil wir jetzt beide aus derselben Generation sind.

Speaker: Und ich weiß nicht, wie es dir ging, aber meine ersten Agentur- oder Werbeerfahrungen waren, dass bei jedem Pitch-Präsentation bei jeder großen Kampagne war eigentlich immer so dieser 30-Sekunden-Spot das Kernstück.

Speaker: Und wenn ich jetzt an meine eigene Arbeit denke und das, wie es jetzt ist, ist es das überhaupt nicht mehr, ist aus deiner Sicht dieser 30-Sekunden-TV-Spot viel unwichtiger,

Speaker: als viele vielleicht noch glauben?

Speaker: Ich würde es ein bisschen anders framen.

Speaker: Ich glaube nicht, dass er unwichtig ist, aber so wie du sagst, ich glaube, er ist nicht mehr das Leitmedium und das Herzstück einer Kampagne.

Speaker: Ich glaube, wie wir das vor fünf oder vor einigen Jahren noch gemacht haben, dass man dann gesagt hat, man macht den 30 Sekunden als Herzstück und für Social Media reichen die Cutdowns.

Speaker: Das ist es absolut nicht mehr, sondern jede Zielgruppe ist woanders zu Hause.

Speaker: Jeder hat andere Vorstellungen und oft funktionieren auch gute Dinge sehr gut, die auf Social Media leben und dann es in den TV bringen.

Speaker: Ich würde den TV-Spot per se nicht abwenden.

Speaker: Werten oder komplett abschreiben, weil ja doch auch eben das durch andere Kanäle wie Streaming und so weiter hat es ja doch noch seine Berechtigung.

Speaker: Ich glaube nur, wie gesagt, dass der TV-Spot als leitendes Medium, als Kernstück einer Kampagne, dass das nicht mehr relevant ist, beziehungsweise einfach nicht mehr zeitgemäß.

Speaker: Und letzte Frage aus den Hot Takes.

Speaker: LinkedIn.

Speaker: Du bist ja selbst auch Unternehmer.

Speaker: Ist das noch ein Netzwerk, wie es früher vielleicht mal war oder ist es eigentlich nur ein PR-Kanal mittlerweile?

Speaker: Es ist beides.

Speaker: Also das ist, glaube ich, auch die Schwierigkeit ein bisschen, die LinkedIn hat, weil gerade als Unternehmer ist es natürlich ein wichtiges Tool und natürlich gelingt es auch gut und ist uns auch schon passiert, dass man New Business über LinkedIn-Anfragen akquiriert.

Speaker: Ich rede jetzt nicht von Cold Nachrichten outgoing, aber

Speaker: dass das wahrgenommen wird, was man macht, dass man stolz ist und über seine Arbeit redet.

Speaker: Und das dann wahrgenommen wird und man dann Anfragen darauf bekommt, das passiert.

Speaker: Und deswegen ist es eigentlich schon ein gutes Tool.

Speaker: Und ja, wenn man nicht online präsent ist, ist man generell nicht präsent.

Speaker: Aber grundsätzlich geht es sicherlich viel stärker in eine PR-Source,

Speaker: als in ein tatsächlich konversationsgetriebenes Netzwerk.

Speaker: Ja, bin ich vollkommen bei dir.

Speaker: Kommen wir wieder zurück zu IAA.

Speaker: Woran arbeitest du denn da gerade jetzt im Rahmen vom Young Professional Board?

Speaker: Ich glaube, das Kernthema der Young Professionals war, dass wir als Young Professionals eigentlich immer ein...

Speaker: traditionell ein eigener Verein waren, wirklich der komplett losgelöst war von der Grundstruktur der IAA und sein eigenes Süppchen ein bisschen mitgekocht hat.

Speaker: Das heißt, das war eigentlich jetzt einmal das Kernthema zu sagen, okay, wir lösen diesen Verein auf, wir verschmelzen den mit der IAA, weil es geht nur, wenn man gemeinsam Dinge anpackt, gemeinsame Events veranstaltet,

Speaker: Das Mentoring-Programm, man muss einfach diesen Wissenstransfer und den Netzwerkgedanken viel stärker leben.

Speaker: Und davon bin ich überzeugt, dass das besser funktioniert, wenn es ein Verein ist, der sich um alles kümmert.

Speaker: Aber das war eigentlich das Hauptthema, das uns jetzt einmal beschäftigt hat.

Speaker: Und jetzt in Zukunft geht es darum, wie schaffen wir innerhalb dieser neuen Struktur gute Formate, wo wir es schaffen, die Jungen zu motivieren, zu Events zu kommen, zu...

Speaker: Lehrveranstaltungen, Workshops teilzunehmen und sich einfach mit der Branche auszutauschen.

Speaker: Und ist das auch diese Vernetzung bzw.

Speaker: die Integration der Young Professionals mehr mit dem IAA allgemein?

Speaker: Ist das so das, was du bis Ende der Amtszeit, die wir haben, Ende 27 erreichen möchtest oder gibt es da noch was anderes?

Speaker: Ich glaube, wenn wir es schaffen, dass es nicht mehr als eigener Teil der IAA, sondern als losgelöster Teil, sondern als integrierter Bestandteil der IAA in einer Welt, wo es eine junge Branche ist, also es muss einfach als ein Teil gelebt werden.

Speaker: Wenn wir das schaffen und dazu gute Eventformate und Programme wie das Mentoring-Programm toll umzusetzen und die Jungen zu motivieren,

Speaker: sich untereinander zu treffen, Branchenkollegen zu treffen, haben wir schon eigentlich ganz gut viel erreicht bis Ende des Jahres.

Speaker: Cool, ja freue ich mich drauf.

Speaker: Und letzte Frage, ein großes Thema, das uns bei der IAA ja beschäftigt, ist die Pitch-Charter, wo es darum geht, dass wir strukturierte und faire Pitch-Prozesse haben.

Speaker: Warum ist das aus deiner Sicht auch für Agenturen und Dienstleisterinnen gut und wichtig?

Speaker: Ich halte die Quality-Bitch-Charta für enorm wichtig und grundsätzlich aus dem Gedanken auch heraus, dass man ja das Ziel hat, also zwischen Agentur und Auftraggeber, ist ja eigentlich, dass man gemeinsam was Tolles schaffen will.

Speaker: Und die Marke, an der man gemeinsam arbeitet,

Speaker: wachsen zu sehen, gut zu positionieren und einfach gemeinsame Erfolge zu feiern.

Speaker: Und ich halte dafür einen Weg, der partnerschaftlich ist, immer für den besseren Weg als Competitions, die vielleicht nicht gewertschätzt werden oder nicht vergütet werden etc.

Speaker: Und ich glaube, wenn man da in einen Prozess geht, der diese Gemeinsamkeit, dieses Partnerschaftlichen lebt, halte ich das für den richtigen Zugang.

Speaker: Ich bin grundsätzlich...

Speaker: Sowieso ein Befürworter eher von Chemistry-Meetings und Probeprojekten oder was auch immer, bevor man einen Pitch groß ausschreibt.

Speaker: Dass das nicht immer für alle möglich ist, das ist klar oder verstehe ich.

Speaker: Aber ich glaube, wenn man einen Pitch aufruft, dann sollte der partnerschaftlich sein.

Speaker: Es ist einfach nun mal so, dass aus Agentursicht ein Pitch eine enorme Arbeit ist und man sich da echt viel Mühe gibt, da das Bestmögliche abzuliefern.

Speaker: Und da finde ich, braucht es einfach ein faires Miteinander.

Speaker: Und deswegen finde ich die Pitch-Starter sehr, sehr wichtig.

Speaker: Irgendwelche abschließenden Gedanken, die du noch mitgeben möchtest, die dich rund um die AIA gerade beschäftigen?

Speaker: Nein, ich glaube, ich freue mich einfach grundsätzlich auf eine gute Periode.

Speaker: Ich glaube, wir haben einen wirklich tollen Vorstand.

Speaker: Die Vorstandskollegen sind alle wirklich toll.

Speaker: Wir haben eine gute Mischung aus Media, Auftraggebern, Agenturen,

Speaker: etc.

Speaker: Also ich glaube, da kommt noch viel Cooles auf uns zu und ich bin gespannt.

Speaker: Das sind perfekte Schlussworte, wie ich finde.

Speaker: Vielen Dank, Marc, für deine Zeit und deine Einblicke und an alle Zuhörerinnen, danke fürs Mithören und bis zum nächsten Mal.

Speaker

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