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Martin Eicher - Vorstandsmitglied IAA Austrian Chapter

IAA Voices - Austrian Chapter
IAA Voices - Austrian Chapter

19 plays · Jul 8, 2026

Martin Eicher ist aktuell Leitung Marketing & Innovation der Wiener Ottakringer Brauerei. Als ganzheitlicher FMCG-Marketing-Profi verbindet er strategische Klarheit mit hoher Umsetzungskraft und bringt seine Themenl ieber ins Ziel, als nur darüber zu reden. Dafür baut er auf >18 Jahre Branchenerfahrung - u.a. bei Vöslauer, Egger Getränke sowie der REWE Group (BILLA). Seit 2022 verantwortet Martin Eicher bei Ottakringer Marketing, PR und Innovation und treibt die Weiterentwicklung der Marke aktiv. Als geborener Berliner und Wahl-Wiener steht er für gesunden Pragmatismus, Kommunikation mit Mut & Haltung – und für Innovationen, die am Markt funktionieren. Hier spricht er mit IAA Vorstandsmitglied und Marketingstratege Florian Schleicher [https://www.linkedin.com/in/florianschleicher/] über seine Pläne zum Members Hub und beantwortet Fragen rund um die IAA.

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast des IAA Austrian Chapters.

Speaker: Mein Name ist Florian Schleicher, ich bin Vorstandsmitglied und in dieser Serie interviewe ich die Menschen, die hinter dem neuen Vorstand stecken.

Speaker: Wer sie sind, was sie antreibt und was sie für die Branche vorhaben.

Speaker: Heute spreche ich mit Martin Eicher aus dem Vorstand, der den Schwerpunkt auf das Thema Members Hub hat.

Speaker: Herzlich willkommen, Martin.

Speaker: Servus, Florian.

Speaker: Danke für die Erinnerung.

Speaker: Sehr gerne.

Speaker: Fangen wir mal damit an.

Speaker: Was machst du eigentlich in deinem Dayjob abseits der IAA?

Speaker: Ja, damit starte ich gerne.

Speaker: Also ich bin aktuell tätig bei der Orta-Kringer-Bauerei und auch dort den Bereich Marketing und Innovation leiten.

Speaker: Das mache ich seit circa vier Jahren, relativ genau.

Speaker: Und ja,

Speaker: Ich bin seit 17 Jahren jetzt im wunderschönen Österreich, ursprünglich aus Berlin.

Speaker: Und ja, bei Otterkänger kümmere ich mich um die Marke, um viel Markenerlebnis auch, um das Areal, um unsere Veranstaltung und darum, dass in einem sehr hart umkämpften Biermarkt die Marke ein Schlüsselfaktor für den Erfolg bleibt und sich Menschen mit Otterkänger identifizieren.

Speaker: Ja, das ist eine wahnsinnig coole Marke, für die du da arbeiten kannst.

Speaker: Merci, merci.

Speaker: Danke, macht mir auch viel Freude.

Speaker: Der Biermarkt ist enorm emotional und ja,

Speaker: eine Marke zu verantworten.

Speaker: Und diesen Segment macht definitiv viel Spaß und die Marke lässt viel zu und das versuche ich zu nutzen und zu genießen.

Speaker: Das kann ich mir vorstellen.

Speaker: Und als ob du damit nicht genug zu tun hättest, bist du auch noch bei der IAA ehrenamtlich tätig.

Speaker: Welche Funktionen hast du denn dabei?

Speaker: Ja, bin ich relativ frisch noch, muss ich dazu sagen.

Speaker: Seit Anfang des herrigen Jahres freue ich mich dabei zu sein.

Speaker: Darf die Sicht der Auftraggeber mit in die IAA, in das IAA-Board mit einbringen.

Speaker: Und ich habe ein Projekt jetzt aktuell übernommen,

Speaker: nämlich die Konzeption und auch die Umsetzung eines digitalen neuen Member Hubs.

Speaker: Ziel ist es, dort eine Plattform zu schaffen für alle IAA-Member, die nicht nur informiert, nämlich wirklich die Chance gibt für echte Vernetzung, für echte Interaktion, für Partizipation und wir hoffen, dass wir jetzt im Juli launchen und damit einen schönen Mehrwert für die IAA liefern.

Speaker: Ja, da bin ich schon sehr gespannt drauf.

Speaker: Jetzt hast du in deinem Dayjob schon einiges zu tun, machst bei der IAA einiges.

Speaker: Was machst du denn so privat in deinen Wochenenden, wenn gerade niemand aus der Branche dabei ist?

Speaker: Ja, auch einiges.

Speaker: Aber ich versuche dann wirklich Wochenende auch Wochenende sein zu lassen und versuche Wochenendthemen zu tun.

Speaker: Ich habe eine Familie, drei Kinder, mit denen bin ich meistens unterwegs.

Speaker: Ich bin gerne draußen, heißt nicht zu Hause.

Speaker: Gerne raus in die Weinberge oder zu Freunden.

Speaker: Bisschen grillen, bisschen laufen.

Speaker: So sieht ein gutes Wochenende für mich aus.

Speaker: Auf jeden Fall abwechslungsreich.

Speaker: Und ja, bei Temperaturen wie diesen noch gerne mal ins Bad raus.

Speaker: Das ist so mein klassisches Wochenende.

Speaker: Und ja, die Abwechslung macht es am Ende.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Jetzt würden mich zu ein paar Themen, also so fünf Hot Takes interessieren, wie du gerade die Branche einschätzt.

Speaker: Fangen wir mal damit an, Werbe-Awards.

Speaker: Die stehen ja auch ein bisschen unter dem Ruf, dass es eigentlich hauptsächlich die Branche ist, die sich da selbst feiert.

Speaker: Stimmst du dem zu oder nicht?

Speaker: Ich würde dem eher zustimmen als nicht zustimmen.

Speaker: Aus meiner Sicht gibt es extrem viele Awards.

Speaker: Ich persönlich würde dafür plädieren, prinzipiell ein paar weniger davon zu haben und sich auf die zu konzentrieren, die auch wirklich echten Impact am Markt haben.

Speaker: prämieren, dann sind Awards schon okay.

Speaker: Ich finde, gute Arbeit.

Speaker: Darf auch eine Bühne bekommen und ja, ich freue mich auch dran, aber unterm Strich würde ich eher zustimmen und sagen, in Summe ist ein bisschen too much.

Speaker: Gerne ein bisschen weniger, dafür klarer.

Speaker: Großes Thema in der ganzen Branche gerade, AI.

Speaker: Wird das mehr Werberinnen und Marketeers ersetzen, als wir uns alle vielleicht vorstellen?

Speaker: Ich weiß nicht, was wir uns aktuell vorstellen, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es mehr

Speaker: mehr Aufgaben übernehmen wird, als uns sicherlich lieb ist.

Speaker: Ich persönlich glaube nicht, dass es die Spitzenleistung betrifft, also wirklich gutes Konsumentinnen- und Konsumentenverständnis, gute Markenführung, Strategie, die Kraft, irgendwie eine Marke klar und konsistent zu halten, das ist wirklich Human Key, aber sind wir ehrlich, in der Branche und in Summe, in der

Speaker: In der gesamten Kommunikationsbranche passiert eben doch ganz viel Durchschnitt.

Speaker: Das ist die breite Masse.

Speaker: Und ich glaube, die kommt massiv unter Druck mit KI.

Speaker: Und ich sehe es ja selbst, wie schnell die Entwicklungen da sind und wie auch meine Kolleginnen und Kollegen, wie schnell sie sich daran gewöhnen, was möglich ist, in welcher Zeit, zu welchen Kosten.

Speaker: Und ich glaube, da kommt die Branche ganz massiv unter Druck.

Speaker: Und ja, dem würde ich zustimmen.

Speaker: Dritte Frage aus den Hardtakes.

Speaker: Du bist ja jetzt selbst CMO.

Speaker: Wie viel Anteil davon an deiner Rolle ist es auch Mutchef zu sein für deine Mitarbeiterinnen, für deine Kolleginnen, für Agenturen?

Speaker: Also ich glaube, ein guter Marketingleiter, ein guter CMO sollte gleichzeitig auch immer Mutchef sein, aber jetzt nicht...

Speaker: Weil Mut irgendwie sexy ist und man heute irgendwie laut und schrill sein muss und irgendwie mutig sein.

Speaker: Ich habe den Eindruck manchmal, dass Mut irgendwie übersetzt wird mit unsicheren Entscheidungen treffen und sie einfach trotzdem machen.

Speaker: Und das war eben dann mutig.

Speaker: Ich glaube, wichtiger ist wirklich, ein sehr klares Bild darüber zu haben, für was seine Marke steht, wer man ist, was man tut, was man auch nicht tut.

Speaker: Und dann...

Speaker: sind manche Entscheidungen vielleicht auch, die von außen mutig wirken, eigentlich gar nicht wirklich mutig, nämlich nur logisch.

Speaker: So sehe ich das ein bisschen.

Speaker: Per se plädiere ich aber generell schon für die Ambition, auch mutig zu bleiben und mutig zu sein.

Speaker: Und Kompromisse sind meistens schlecht.

Speaker: Davon sehen wir viel.

Speaker: Ich verstehe, dass gerade Agenturen oft auch Richtung Marken mehr Mut sich wünschen.

Speaker: Es ist in der Praxis dann oft tatsächlich gar nicht so einfach, wie man es sich vielleicht vorstellt.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Gerade sicherlich in sehr großen Unternehmen.

Speaker: Die kenne ich dann auch nicht.

Speaker: Ich bin ja glücklicherweise eher in KMUs zu Hause und in mittelständischen Unternehmen.

Speaker: Aber so wie es eben ist, wenn viele Leute mitsprechen, ist es tendenziell auch immer sehr schwer, sehr, sehr, sehr, sehr mutige Entscheidungen durchzubekommen.

Speaker: Für meinen Teil, ich bin happy mit dem, wie wir arbeiten und was wir tun können.

Speaker: Ich sehe uns schon als mutige Brand in Summe.

Speaker: Ich glaube, das Thema kommt einfach auch daher, dass wir ja wissen, dass der Großteil der Marken nicht als einzigartig gesehen wird.

Speaker: Wir haben da immer darüber gesprochen, diese 5% der Marken, die wirklich als einzigartig von Konsumentinnen gesehen wird,

Speaker: Und ich glaube, das hängt einfach oft auch an dem, nicht mutig genug, sich wirklich auf ein Ding zu fokussieren, zu positionieren und einfach mal zu sagen, wofür man steht als Mutter.

Speaker: Absolut, absolut.

Speaker: Vierte Frage.

Speaker: Wie wichtig ist denn der 30-Sekunden-Spot noch für dich?

Speaker: Das ist keine klassische Zustimmen- oder Nicht-Zustimmen-Frage.

Speaker: Für unsere Marke, muss ich ganz klar sagen, ist er überhaupt nicht mehr zentraler Teil einer Kampagne.

Speaker: Und ich glaube auch heutzutage,

Speaker: Läuft es einfach ganz anders.

Speaker: Also es ist eine Vielzahl von Touchpoints, die man bespielen muss.

Speaker: Es ist ein Sammelsurium an Aktivierung, die man als Marke setzt, die ein Gesamtbild abgeben, was sich Menschen an identifizieren oder nicht.

Speaker: Und dabei kann ein 30-Sekunden-Spot natürlich eine ganz wichtige Rolle haben.

Speaker: Und daher sage ich auch, ein 30-Sekinder ist wichtig, wenn man ihn noch an die Konsumenten, an den Konsumenten bringt.

Speaker: Aber es ist bei Weitem nicht mehr so ein zentraler Baustein, wie es vielleicht vor 20 Jahren war.

Speaker: TV ist stark rückläufig.

Speaker: Ich nehme mich da selbst überhaupt komplett mit ein.

Speaker: Ich habe keinen Fernseher mehr zu Hause.

Speaker: Ich freue mich trotzdem aber, wenn ich dann irgendwann mal einen guten Spot eingespielt bekomme bei YouTube oder ähnliches.

Speaker: Dann schaue ich mir das auch gerne an.

Speaker: Also wenn das gut ist und man sich Mühe gibt, gutes Bewegtbild mit Emotionen, mit Story hat definitiven Wert und bewegt mich auch immer noch.

Speaker: Und daher kann man das schon weiterhin machen.

Speaker: Nur verlasst euch nicht drauf.

Speaker: Letzte Frage aus den Hot Takes.

Speaker: LinkedIn, ist das mittlerweile mehr PR-Kanal als ein echtes Netzwerk geworden?

Speaker: Ich glaube, die Entwicklung geht vielleicht ein bisschen in die Richtung.

Speaker: Ich verstehe die Kritik.

Speaker: Ich würde sagen, dennoch, am Ende geht es darum, wie man den Kanal nutzt und die Plattform nutzt, meine ich.

Speaker: Ich würde eher nicht zustimmen.

Speaker: Die Entwicklung gefällt mir auch nicht, aber ich nutze LinkedIn immer noch gerne und nutze es tatsächlich auch zum Netzwerken und um mit neuen Menschen in Kontakt zu arbeiten.

Speaker: Und wenn mich eine Marke interessiert, mit der wir kooperieren wollen, wäre das Erste, was ich tue, über LinkedIn mit den Marketingleitern rauszusuchen, anzuschreiben und bin jetzt dato echt damit ganz gut gefahren und viele andere Kommentare und Artikel kann man ja auch einfach gekonnt überlesen, wenn sie einstellen.

Speaker: Jetzt hast du vorher schon erzählt, was du bei der IAA machst, nämlich du arbeitest an diesem Members Hub.

Speaker: Kannst du uns noch ein bisschen mehr erzählen, worum es da geht, warum es den auch geben soll?

Speaker: Sehr gerne.

Speaker: Und was das Ziel mit dem auch ist, dass du bis Ende deiner, unserer Amtszeit Ende 2027 erreichen möchtest?

Speaker: Also im Wesentlichen ist eigentlich eine ganz zentrale Basisanforderung an Netzwerkgruppen,

Speaker: so wie wir es bewerten, dass man, wenn man in ein Netzwerk eintritt, relativ schnell und transparent die Möglichkeit hat, andere Member zu finden, Informationen zu finden, Informationen zu den Boards zu finden, die Möglichkeit zu haben, auch seine Stimme abzugeben, sich einzubringen, zu partizipieren und dass das aktuell alles noch nicht ideal abgebildet ist.

Speaker: Und das wollen wir verändern mit einem neuen digitalen Member Hub,

Speaker: die es dann auch als App geben wird am Handy, also ganz state of the art, wo ich mich einlogge exklusiv für IAA-Member und ich dort sofort den Zugriff habe auf alle anderen IAA-Member.

Speaker: Kolleginnen und Kollegen suchen kann, ich Kontakt aufnehmen kann, ich mich zu den Boards belesen kann, ich mich einbringen kann, ich mich bei Events anmelden kann und letztendlich diese Plattform auch nutze für aktive Kommunikation, für Vernetzung.

Speaker: Soweit ist der Plan.

Speaker: Wir arbeiten gerade am Setup und GoLive ist im Juli geplant und ich finde gute Dinge, dass wir das zeitlich auch so umsetzen können.

Speaker: Cool.

Speaker: Ich bin schon sehr gespannt darauf, das dann auch live zu erleben und dann zu sehen, woran ihr da so gearbeitet habt.

Speaker: Letzte Frage, lieber Martin.

Speaker: Die AA setzt sich ja mit der Quality Pitch Charter auch für strukturierte und faire Pitch Prozesse ein.

Speaker: Warum ist das aus deiner Sicht nicht nur nice to have, sondern auch für Auftraggeberinnen ein Wettbewerbsvorteil?

Speaker: ganz klar aus Markensicht, es gibt so einen schönen Satz, von dem ich ganz viel halte, ich hoffe, du musst sie nicht piepsen, shit in, shit out, ja, ich persönlich finde einen fairen Pitch, das ist tatsächlich kein Gefallen an Agenturen, ja, es ist einfach nur eine Notwendigkeit, um gute Arbeit zu bekommen und

Speaker: auch eine Notwendigkeit, um sich in diesem Prozess wohlzufühlen und für beide Seiten ein nachhaltiges Miteinander auch sicherzustellen.

Speaker: Daher absoluter Befürworter und ich finde es eigentlich schade, dass man das Thema überhaupt am Tableau hat.

Speaker: Aber de facto ist es wichtig, dass sich die IA dafür einsetzt und ich habe auch den Eindruck, dass das mehr und mehr am Markt Hygiene wird und befürwortet sich ganz klar.

Speaker: Super, Dankeschön.

Speaker: Leo Martin, vielen Dank für deine Zeit, für deinen Einblick.

Speaker: Florian, danke für das Gespräch und die Einladung.

Speaker: Wir sehen uns bald beim nächsten Board-Meeting hoffentlich wieder in alter Frische.

Speaker: Genau, ich freue mich schon drauf.

Speaker: Und an alle Zuhörerinnen, danke fürs Mithören und bis zum nächsten Mal.

Speaker: Und meldet euch bei der IAA an.

Speaker: Ja, es lohnt sich.

Speaker: Sehr gut, macht das.

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