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Speaker: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast des IAA Austrian Chapters.
Speaker: Mein Name ist Florian Schleicher, ich bin Vorstandsmitglied und in dieser Serie interviewe ich die Menschen, die hinter dem neuen Vorstand stecken.
Speaker: Wer sie sind, was sie antreibt und was sie für die Branche vorhaben.
Speaker: Heute spreche ich mit Bettina Schuckert.
Speaker: Sie ist IAA-Vizepräsidentin und Chair des EFI Boards.
Speaker: Herzlich willkommen, liebe Bettina.
Speaker: Servus Florian, danke, dass ich da sein darf.
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Lass uns mal mit ein paar lockeren Einstiegsfragen anfangen.
Speaker: Wer bist du und was machst du in deinem Dayjob abseits von der IAA eigentlich?
Speaker: Ja, danke für die Frage, Florian.
Speaker: In meinem Brotjob sozusagen bin ich bei der Gewiste Marketingleiterin seit nahezu einem Jahr jetzt.
Speaker: Und welche Funktion hast du in der IAA?
Speaker: Ich bin Vizepräsidentin seit dem heurigen Jahr.
Speaker: Wir haben ja den Vorstand neu gewählt und innerhalb dieser Vizepräsidentschaft bin ich auch Vorstand des EFI-Boards.
Speaker: Das heißt, ich bin diejenige, die in Österreich im Austrian Chapter für den EFI verantwortlich ist.
Speaker: Und jetzt noch so eine private Frage.
Speaker: Jetzt haben wir auf der einen Seite deinen Brotjob, wie du es genannt hast, angesprochen, das, was du bei der IAA ehrenamtlich machst.
Speaker: Womit verbringst du denn so deine Wochenenden, wenn dir niemand aus der Branche zusieht?
Speaker: Ich sitze tatsächlich wahnsinnig viel am Fahrradl und ob das jetzt ein Mountainbike oder ein Rennrad ist, ist eigentlich egal.
Speaker: Der Unterschied ist die Beschaffenheit, auf der ich unterwegs bin.
Speaker: Ich verbringe sehr viel Zeit im Salzkammergut, konkret in Mondsee.
Speaker: Und wenn ich nicht am Radl sitze, bin ich trotzdem in der Natur draußen, weil es tatsächlich, wenn du viel in Büros und geschlossenen Räumen sitzt, dann zieht es mich am Wochenende und wann immer Zeit ist, einfach hinaus.
Speaker: Im zweiten Teil des Interviews möchte ich dir ein paar Hot Takes vorstellen.
Speaker: Da geht es mir einfach darum, das sind ein bisschen provokante Thesen über die Branche und die Themen, die sich da gerade bewegen.
Speaker: Und mich würde interessieren, stimmst du dem zu oder nicht zu und warum in der Kürze?
Speaker: Fangen wir mal mit dem ersten an.
Speaker: Werbeawards ist ja auch dein Thema.
Speaker: Gibt es manche Leute, die sagen, das ist doch eigentlich nur die Branche, die sich selbst feiert?
Speaker: Was sagst du dazu?
Speaker: Bis zu einem gewissen Grad ist es die Branche, die sich selbst feiert und sie soll sich auch feiern, weil sie ist gut und richtig und wichtig.
Speaker: Awards zeichnen Arbeiten aus, die auszeichnungswürdig sind, weil sie gut funktioniert haben, weil sie gut verschiedene Kanäle kombiniert haben oder weil sie einfach kreativ ganz herausragend waren.
Speaker: Und am Ende des Tages kannst du über Award arbeiten und Rückschlüsse darauf ziehen, welche Agentur dafür verantwortlich ist.
Speaker: Einfach sehr schön dir einen Überblick machen, welche Themen können welche Agenturen besonders gut und welche Agentur spricht dich besonders an.
Speaker: Nächster Hot Take, KI.
Speaker: Wird das, glaubst du, mehr Werberinnen ersetzen, als die Branche zugeben will?
Speaker: Florian, das ist eine Frage, mit der ich mich ganz bewusst, ich sage es jetzt platt heraus, nicht befasse.
Speaker: Wir haben in unserem täglichen Doing innerhalb der Kommunikations- und Werbebranche so viele Tätigkeiten, die repetitiv,
Speaker: eintönig, langatmig sind, wo ich mehr als glücklich darüber bin, dass KI mein neuer, bester Kollege ist und mich dabei unterstützt, damit ich mich nämlich auf die Dinge konzentrieren kann, die tatsächlich spannend sind und die am Ende den Unterschied ausmachen.
Speaker: Ich sehe die KI tatsächlich als Unterstützung und nicht als Ersatz von echten Menschen.
Speaker: Dritte Frage, brauchen die meisten Marken eher eine Mutchefin als eine CMO?
Speaker: Ja, Mut gehört natürlich dazu, gebe ich dir vollkommen recht und Mut ist das, was
Speaker: oftmals als erstes vom Schreibtisch fällt, wenn Budgets kleiner werden, Businesspläne tougher werden, wenn es einfach enger wird.
Speaker: Und ich würde gern trotzdem ein Plädoyer auf den Mut halten, weil er ist dasjenige, was uns auch unterscheidet von beliebigen Kampagnen und beliebigen Aussagen und
Speaker: Und von dem Einheitsbrei.
Speaker: Also habt mehr Mut.
Speaker: Vierte Frage.
Speaker: Der 30-Sekunden-Spot, welche Relevanz hat der eigentlich noch?
Speaker: Du meinst egal in welchem Kanal.
Speaker: Du meinst einfach den 30-Sekunden-Spot.
Speaker: Genau, richtig.
Speaker: Naja, da sprichst du jetzt mit jemandem, der seit 30 Jahren in der Branche unterwegs ist.
Speaker: Und ich habe ihn immer geliebt, den 30-Sekunden-Spot.
Speaker: Lass mich so ehrlich sein.
Speaker: Für mich ist ein 30-Sekunden-Spot im TV großartig.
Speaker: Nach wie vor.
Speaker: Ich schaue wirklich gerne Werbung an.
Speaker: Ich gebe es zu.
Speaker: Aber du machst natürlich den Punkt, die Aufmerksamkeitsspanne eines jeden von uns wird kurz und kürzer.
Speaker: Und auf Social Media schaut sich niemand 30 Sekunden an oder sehr wenige.
Speaker: Ja, alles wird kürzer, alles wird schneller.
Speaker: Ich würde den 30-Sekunden-Spot jedoch trotzdem noch nicht aufgeben, weil er kann Geschichten erzählen.
Speaker: Und letzte Frage aus den Hot Takes.
Speaker: LinkedIn, ist das mittlerweile mehr ein PR-Kanal zum Eigenmarketing geworden als ein echtes Netzwerk?
Speaker: Nein, sehe ich nicht.
Speaker: So natürlich sehe ich auch und sehen wir alle sehr viele Eigen-PR und KI-generierte Postings, wenn man durchscrollt.
Speaker: Aber meine Erfahrung ist sehr wohl, dass es eher zur neuen Visitenkarte geworden ist.
Speaker: Es ist einfach das soziale Medium.
Speaker: In der Businesswelt und es ist definitiv nicht wegzudenken aus unserem Leben.
Speaker: Im Gegenteil, wahrscheinlich du auch.
Speaker: Wir sind täglich darauf unterwegs und inspirieren uns, recherchieren über LinkedIn und speziell für ein B2B-Unternehmen setze ich mir kurz den Gewiss der Hut auf, ist LinkedIn ein absolut relevanter Kanal.
Speaker: Ja, jetzt würde ich gerne den Bogen wieder spannen und zurückkehren zur IAA und da würde mich noch ein bisschen mehr interessieren, rund um den EFI, woran arbeitest du denn gerade da und was möchtest du auch bis zum Ende deiner, unserer Amtszeit Ende 2027 erreicht haben, rund um den EFI?
Speaker: Naja, danke für die Info, wann unsere Amtszeit ändert.
Speaker: Ich habe das überhaupt nicht gewusst.
Speaker: Also haben wir noch Zeit?
Speaker: Können wir noch prägen?
Speaker: Aktuell haben wir ja am 12.
Speaker: Mai, glaube ich war es konkret, the doors geöffnet.
Speaker: The doors are open now.
Speaker: Das heißt, es kann eingereicht werden.
Speaker: Es wird schon fleißig eingereicht.
Speaker: Bis dahin, bis zum Entsperren des Tools haben wir...
Speaker: viele und intensive Abstimmungsrunden mit EFI Global gehabt.
Speaker: Die habe ich eh schon auch gesagt, sehr intensiv mitsprechen, weil der EFI einfach ein globaler Preis ist.
Speaker: Und wenn du dann EFI in Österreich gewinnst, dann hättest du ihn auch in Amerika gewonnen, weil die Punktevergabe und die Einreichungen und das Benchmarking einfach über die ganze Welt funktioniert.
Speaker: Wir schauen uns an die Cases, die hereinkommen, freuen uns an jedem Einzelnen.
Speaker: Die nächste Phase ist dann eine Jury entsprechend aufzustellen, auszusuchen und in Gang zu setzen.
Speaker: Ab Juli, August finden die Online-Votings statt, im September dann zwei Voting-Tage in Präsenz.
Speaker: Und wenn du mich jetzt noch gefragt hast, bis Ende 2027 NIS,
Speaker: Ganz wichtig, dass der Effi die Bedeutung beibehält, die er hat.
Speaker: Also daran ist nicht zu rütteln, es ist der wichtigste Werbepreis in unserem Universum.
Speaker: Er ist der Einzige, der Wirksamkeit auszeichnet und nicht nur Schönheit.
Speaker: und gefallen.
Speaker: Und beim Effi ist es tatsächlich auch möglich, über die Wirksamkeit für kleine Marken einzureichen.
Speaker: Weil es geht nicht darum, das riesige Budget zu haben, sondern aus dem Budget, das man zur Verfügung hat, einfach was wirklich Großes rauszuholen.
Speaker: Und auf jeden Fall, ich möchte ihm die Bedeutung erhalten, ausbauen und
Speaker: auch die Einreichungen entsprechend hochhalten und am Ende des EFI-Jahres wünsche ich mir auch, dass wir wie immer ein großes, fulminantes Fest haben, wo wir die Werbebranche uns selbst feiern und alle EFI-Gewinner auf die Bühne bringen.
Speaker: Ja, und ich weiß nicht, ob du das gesehen hast, hier hinter mir steht auch einer.
Speaker: Oh, cool.
Speaker: Da haben wir damals mit, als ich Marketingleiter bei Too Good To Go war, vier FIs gewonnen für die oft länger Gut-Kampagne rund um Mindesthaltbarkeitsdaten.
Speaker: Insofern weiß ich selbst, was für eine große Ehre es ist, sowas zu bekommen.
Speaker: Und eben wie du gesagt hast, das Besondere ist für mich ja auch, es geht nicht darum, wie kreativ das ist oder wie schön etwas ausgesehen hat oder wie lustig etwas war, sondern wirklich, wie gut hat es funktioniert.
Speaker: Und das ist, finde ich, das Besondere.
Speaker: Genau, du sagst es, weil...
Speaker: Too Good To Go ist ein perfektes Beispiel jenseits der Tatsache, dass ich Too Good To Go liebe und da wirklich auch ein großer Kunde bin von Too Good To Go.
Speaker: Habt ihr sicher nicht die Mörderbudgets gehabt, sondern ihr wart wahrscheinlich ein Startup damals, so lange gibt es Too Good To Go noch nicht und habt aus dem, was ihr zur Verfügung hattet, einfach eine super coole Kampagne gemacht und große Wirksamkeit bekommen.
Speaker: Ja, also das war richtig schön und eine super Auszeichnung.
Speaker: Und ich glaube, jeder, der ein F-E-Mal gewonnen hat oder mehrere, kann super stolz darauf sein.
Speaker: Insofern freue ich mich auch schon sehr auf die Einrechnungen dieses Jahr und dann auch zu sehen, wen wir dann im Herbst auch prämieren werden.
Speaker: Bettina, letzte Frage.
Speaker: Die IAA setzt sich mit der Quality Pitch Charter ja auch für strukturierte und faire Pitch Prozesse ein.
Speaker: Warum ist es aus deiner Sicht nicht nur ein Nice-to-have, sondern auch ein Wettbewerbsvorteil und gut für die ganze Branche?
Speaker: Weil einfach faire Rahmenbedingungen der Nährboden sind für gute Partnerschaften.
Speaker: Und das beginnt nun mal beim Pitch.
Speaker: Und jeder, der den Hauch einer Idee davon hat, wie viel Arbeit es für eine Agentur bedeutet, an einem Pitch teilzunehmen und wie viel Herzblut, Zeit und Ressource da hineinfließt, für den wird es tatsächlich selbstverständlich, diese Arbeit auch abzugelten.
Speaker: Und es ist ohne dies ja nur ein Einzelnen.
Speaker: Ein bisschen monetarisiertes Dankeschön, weil wenn ich dir sage, dass an Arbeitszeiten in große Pitches um 70.000 Euro hineinfließen und eine Abschlagszahlung zwischen dreieinhalb und fünf ist, dann wird das sehr klar, dass es hier tatsächlich nur um ein Danke geht und nicht um eine Abgeltung an Aufwand, der tatsächlich angefallen ist.
Speaker: Aber ja, um den Bogen zu schließen,
Speaker: Fairness, Arbeitsaufwand, Herzblut und gute Arbeit gehören entlohnt und das beginnt beim Pitch.
Speaker: Das, finde ich, sind perfekte Schlussworte.
Speaker: Vielen Dank, liebe Bettina, für deine Zeit und deine Einblicke.
Speaker: Ich danke dir, Florian.
Speaker: Das war der erste Podcast meines Lebens.
Speaker: Na bitte.
Speaker: Und dann gleich auch noch sowas Schönes.
Speaker: Genau.
Speaker: Vielen Dank dir.
Speaker: Und an alle Zuhörerinnen, danke fürs Mithören und bis zum nächsten Mal.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Ciao.

