Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Next Stop Future.
Speaker: Schön, dass ihr wieder dabei seid.
Speaker: Wir hoffen, ihr hattet einen tollen Sommer.
Speaker: Wir kennen die Sustainable Development Goals jetzt seit zehn Jahren.
Speaker: Wir wissen, woran es sagt, wir haben eine Agenda 2030 und kommen trotzdem an vielen Stellen kaum oder nur sehr langsam voran.
Speaker: Genau aus dieser Beobachtung sind vor einigen Jahren die Inner Development Goals entstanden.
Speaker: Kein neues Programm, sondern, wie unser heutiger Gast es beschreibt, ein fehlendes Puzzleteil.
Speaker: Wir sprechen heute mit Katharina Moser.
Speaker: Sie hat den IDG Summit in Stockholm vier Jahre lang kuratiert und moderiert und bringt uns aus erster Hand mit, wie aus einem eigentlich abstrakten Rahmenwerk inzwischen ein weltweites Netzwerk aus über 800 Hubs geworden ist.
Speaker: Es geht um innere Entwicklung als Voraussetzung für echtes Handeln und um die Frage, ob das wirklich für alle gilt oder nur für die, die es sich leisten können.
Speaker: Viel Spaß bei dieser Folge.
Speaker: Schön, dass wir uns jetzt hier so gefunden haben und es geklappt hat.
Speaker: Und erst mal schön, dass du dabei bist bei unserem Podcast.
Speaker: Es freut uns sehr.
Speaker: Du bist tatsächlich die erste nach der Sommerpause.
Speaker: Wir waren jetzt ein paar Wochen off und steigen jetzt wieder ein.
Speaker: Und ich finde eigentlich mit einem, nicht eigentlich, ich finde mit einem sehr schönen Thema, den Inner Development Goals.
Speaker: Ich denke, das ist etwas, was
Speaker: viel doch mit Zukunft zu tun hat und mit Zukunftsgestaltung zu tun haben könnte auch, um es mal so auszudrücken.
Speaker: Da wollen wir heute mal so ein bisschen tiefer reinschauen.
Speaker: Aber zuallererst, das machen wir ja immer bei uns so im Podcast, wenn wir einen Gast haben, stell dich doch mal vor.
Speaker: Erzähl mal ein bisschen was zu dir.
Speaker: Wo kommst du her?
Speaker: Warum machst du das, was du machst?
Speaker: Und was umtreibt dich vielleicht gerade auch so momentan?
Speaker: Ja, schön.
Speaker: Dann sage ich erst mal Hallo.
Speaker: Hallo Katharina, hallo Anja.
Speaker: Freut mich sehr, dass ich bei euch im Podcast dabei sein kann.
Speaker: Sozusagen mit neuer Energie aus dem Sommer in den Herbst.
Speaker: Ich habe immer so ein bisschen ein
Speaker: Jedes Jahr am Ende des Sommers ein bisschen ein Gefühl, das ich aus der Schulzeit noch kenne, jetzt geht wieder ein neues Jahr los.
Speaker: Ich glaube, das ist gerade ein bisschen auch wieder präsent.
Speaker: Wer bin ich, was mache ich?
Speaker: Ich komme ursprünglich aus Salzburg, habe die letzten 20 Jahre sowas in Wien verbracht und bin jetzt gerade vor kurzem mit meinem Partner in die Salzkammer gut gezogen an den See.
Speaker: was diesen heißen Sommer wirklich so eine Wohltat und ein tägliches Glück war, dass man einfach Wasser hat, in das man reingehen kann.
Speaker: Ich würde sagen, ich habe so meinen Werdegang wahrscheinlich ein bisschen
Speaker: konventionell begonnen und an einen anderen Weg eingeschlagen.
Speaker: Also meine ersten Jobs waren beim österreichischen Außenministerium.
Speaker: Ich war ein Jahr in London und habe dort für eine NGO gearbeitet und war dann irgendwie drei Jahre beim Europäischen Forum Alpbach.
Speaker: Also es ging oft so um einen Connect zwischen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und aber in sehr strikten vorgegebenen Rahmen.
Speaker: Ich habe mich dann vor über zehn Jahren selbstständig gemacht, immer mit der Frage, wie kann man denn abstrakte, komplexe Themen auch angreifbar machen?
Speaker: Also wie kann man denn da ein Erlebnis daraus gestalten, etwas, was auch emotional uns irgendwie berührt?
Speaker: Und das war so die Frage, wo ich dann in meiner Selbstständigkeit angefangen habe, Projekte und Produkte zu entwickeln, die immer eben auch so das menschlich-ganzheitliche berühren.
Speaker: in dem Zug sehr viel gemacht zum Thema Experience Design, wie kann man Zusammenkünfte von Menschen eigentlich so gestalten, dass da wirklich was Wirkungsvolles, was Stimmungsvolles, was Sinnvolles rauskommt.
Speaker: Ich glaube, wir haben alle die Erfahrung gemacht, dass man
Speaker: auf so vielen Veranstaltungen, Events, Konferenzen ist, wo Geld, Zeit, Energie reingepulvert wird und man sich am Schluss fragt, warum eigentlich.
Speaker: Und da glaube ich, gibt es einen großen Hebel, einen der sicher auch nach Corona uns nochmal viel stärker bewusst geworden ist, dass eigentlich menschliches Zusammenkommen so ein Urbetürfnis ist und ganz oft über die Art, wie wir das tun, recht oberflächlich bleibt.
Speaker: Und ich glaube, das war so eine Frage, die mich lange beschäftigt hat, wo ich auch viele eigene Veranstaltungen designt habe und dann eben auch angefangen habe, dieses Wissen, diese Erfahrung rund um Veranstaltungsdesign, menschliche Verbindung, eben auch in meinem Angebot mit Unternehmen, mit Organisationen irgendwo reinzubringen.
Speaker: Und ganz viel war für mich auch immer die Moderation, also dieses, wie kann man denn wirklich gut durch Gespräche, durch Verbindung führen.
Speaker: Und das war eigentlich so ein bisschen der Anhaltspunkt, der mich dann auch zu den Inner Development Goals gebracht hat.
Speaker: Jetzt mache ich nur kurz einen Punkt, weil da erzähle ich gerne noch ein bisschen mehr, aber das ist vielleicht so ein bisschen mal generell, dass es mir immer darum ging, so ein ganzheitliches Menschheitsbild zu betrachten, den Menschen nicht nur als rationales Wesen, sondern eben auch als emotionales Wesen, der durch Erfahrung ganz anders lernen und sich verändern kann.
Speaker: Und wie kann ich das selber auch irgendwie beeinflussen und dazu beinragen?
Speaker: Ja, ich finde das total spannend, weil Anja und ich, wir haben ja den Podcast schon eine Weile und ich sage mal, gerade diese emotionale, individuelle Ebene, die kommt immer wieder zum Tragen bei so vielen Themen.
Speaker: Und das haben wir gemerkt oder merken es auch in unserer Arbeit, weil sie schöne Prozesse aufsetzen möchten, Strategien haben, Vorhaben haben,
Speaker: wie sehr natürlich da es letztendlich auf die Menschen ankommt.
Speaker: Und das ist immer so ein sehr, kommt manchmal vielleicht so ein bisschen platt daher, dieser Satz.
Speaker: Es kommt auf die Menschen an, aber letztendlich ist es so.
Speaker: Und daher finde ich es wirklich schön, dass wir heute zu diesem
Speaker: Thema der Inner Development Goals sprechen, weil gerade im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit, wo Sie ja natürlich auch einen sehr starken Bezug zu haben und zu den Sustainable Development Goals ist das natürlich ein kritischer, einerseits ein kritischer Punkt, andererseits ein absolut relevanter und wiederum aber sehr positiver Punkt auch dann für Veränderung.
Speaker: Und das ist auch etwas, was ich in meiner Arbeit immer wieder gemerkt habe, dass es zumindest aus meiner Perspektive, ich weiß nicht, wie es euch geht und das würde mich jetzt bei dir auch ganz besonders interessieren und dann sind wir auch schon im Thema, Katharina, dass das tatsächlich ein Hebel ist oder eine Lücke ist,
Speaker: die oft tatsächlich eine Lücke geblieben ist, gerade bei dem großen Thema der Nachhaltigkeit und gerade bei den schönen Strategien.
Speaker: Und ich meine das nicht despektierlich, aber die lange gebraucht haben, lange geschrieben worden, mit vielen Akteuren ausgearbeitet worden, dass genau dann diese Perspektive
Speaker: Wie geht es diesen Menschen dann in diesem Prozess, in diesem System, in diesem Wandel und wie können sie dazu beitragen oder wie sind sie überhaupt fähig dazu beizutragen?
Speaker: Ja, wurde dann doch ab und zu vergessen.
Speaker: Oder es war, wie gesagt, eine Lücke, die geblieben ist, die dann auch dazu geführt hat, dass vielleicht nicht durch diesen Prozess alleine und schon gar nicht auch danach das erreicht wurde, was man sich vielleicht vorgestellt hätte.
Speaker: Und das ist ja nie im Kleinen als auch im Großen.
Speaker: Und das ist ja, glaube ich, etwas, was diese Inner Development Goals sehr, sehr zentral adressieren und was auch so ein bisschen der Ursprung der Entwicklung war.
Speaker: Genau.
Speaker: Also im Grunde sind die IDGs, also ich nenne sie mal ganz gern wie so ein Missing Puzzle Piece.
Speaker: Also es ist nichts Neues, was entstanden ist.
Speaker: Es ist wie so ein, ah, da gibt es noch ein Puzzle, das hat irgendwo gefehlt.
Speaker: In der Entstehungsgeschichte waren sie ja eben sehr nah an den SDGs dran.
Speaker: Und so wie du gerade sagst, sind die SDGs ja im Grunde eine Roadmap für uns als Menschheit, die uns aufgezeigt haben, so was sind unsere Kernprobleme und im Grunde ja auch eine Agenda, wie könnten wir mit ihnen umgehen, was muss getan werden und diese Roadmap bis 2030.
Speaker: Die Frage war insofern nicht mehr länger, was müssen wir tun, sondern eigentlich eher, warum tun wir es denn dann noch nicht?
Speaker: Also warum sind wir denn auch jetzt 2026 noch so weit entfernt davon, diese SDGs, die mit 2030 auch nochmal ein Update erfahren werden, wirklich zu erreichen oder da wirklich voranzukommen?
Speaker: Und das war eigentlich so die große Frage, die sich die Gründungsorganisationen der IDGs gestellt haben.
Speaker: Es war eine ganz interessante Zusammenstellung, weil es waren drei Organisationen und eine davon war die Designagentur, die auch die SDGs designt hat.
Speaker: Das heißt, diese Frage, wie kann man komplexe Inhalte definieren,
Speaker: in Kommunikationsformen, auch in Design, in Bildsprache verwandeln, die auch wirklich Mainstream verstanden wird, war von Anfang an eine ganz zentrale.
Speaker: Weil bei den SDGs war es ja auch so, die sind am Anfang losgegangen als ellenlange Papers und inzwischen sind es 17 klare Symbole, die wir alle kennen von diesen Konferenzen, wo dann die hübschen kleinen Kartonboxen rumstehen und es ist irgendwie so ein bisschen ins General Knowledge übergegangen.
Speaker: Und das war insofern auch für die IDGs von Anfang an wichtig, also so die Frage, was brauchen wir für innere Fähigkeiten, um eben mit den SDGs voranzukommen, beziehungsweise schon noch breiter gefasst, um einfach mit der Komplexität unserer Welt, der immer schneller werdenden Welt, den Herausforderungen umgehen zu können und unsere eigene Fähigkeit damit umzugehen zu stärken.
Speaker: Das war also die Ursprungsfrage.
Speaker: Sie haben das dann wirklich auch in die internationale wissenschaftliche Community gebracht und in der ersten Iteration waren es einige tausend Antworten, sozusagen einige tausend Menschen, die dazu beigetragen haben, diesen ersten IDG-Framework, hat er damals noch geheißen, zu erstellen.
Speaker: Und im Grunde ist es nichts anderes als einfach eine Grafik, die innere Entwicklung ein bisschen greifbarer macht, also aufgeteilt in fünf Bereiche.
Speaker: In Being, Sein, mit uns selbst, mit unseren Gedanken, unseren Emotionen sein, Thinking, rationale Fähigkeiten wie Komplexitätsbewusstsein oder Langzeitbewusstsein, Relating, Fähigkeiten, die uns helfen, gut miteinander in Verbindung zu gehen, Wertschätzung.
Speaker: Collaborating, wie kann man gut zusammenarbeiten und eben Acting, Handeln, was braucht es, um wirklich ins Tun zu kommen.
Speaker: Und das war im Grunde der Anfangs-, also der Startpunkt ein bisschen für die IDGs, wirklich auch zu sagen, wir versuchen innere Entwicklung begreifbarer zu machen, auch irgendwo simpler, damit auch mehrheits-, also mainstream-fähig auch zu machen.
Speaker: Das war schon von Anfang an der Ansatz.
Speaker: Und das ist im Grunde auch nach wie vor das Ziel, dass man dann einfach das Bewusstsein dafür, dass
Speaker: innere Entwicklung dieses Puzzle Piece sein kann, das noch gefehlt hat, um uns da wirklich handlungsfähig zu machen.
Speaker: Dieses Bewusstsein zu stärken und dann natürlich auch Räume zu schaffen, wo wir gemeinsam diese innere Entwicklung üben können.
Speaker: Was ist das eigentlich?
Speaker: Und auch so ein Gefühl von Agency, von wir sind hier wirklich handlungsfähig zu stärken.
Speaker: Das ist so der generelle Ansatz der IDGs.
Speaker: Und nochmal, bevor wir nochmal ein bisschen weiter einsteigen, wie bist du dazu dann gekommen?
Speaker: Also hast du das gesehen und hast gesagt, ich mach mit?
Speaker: Ja, genau so.
Speaker: Also wirklich ein klassischer LinkedIn-Post zum ersten Mal gelesen, mir gedacht, okay, wow, das spricht mich an.
Speaker: Habe dann ganz random den damaligen Geschäftsführer, den Jan, gestalkt, ihm ein E-Mail geschrieben.
Speaker: Das war ein Monat, bevor sie die erste große Veranstaltung, den ersten IDG-Summit hatten.
Speaker: Und dadurch, dass ich eben in Moderationen einfach viel mache, habe ich gefragt, hier braucht es ja nicht noch irgendwen, der auf einer Seitenbühne irgendwie was moderiert.
Speaker: Ich finde das spannend, ich würde da gerne mitmachen.
Speaker: Und der hat ganz begeistert zurückgekriegt und geschrieben, ja klar, wir haben noch jemanden für die Hauptbühne, komm doch.
Speaker: Und so bin ich dann wirklich so ein bisschen in der Anfangsphase einfach dazugekommen, habe dann die Leitung vom IDG Summit übernommen und jetzt eben die letzten vier Summit kuratiert, designt und moderiert.
Speaker: Und ich glaube, für mich war es wahrscheinlich ähnlich wie für viele andere, was mich an den IDGs angesprochen hat.
Speaker: Also ich glaube, ich fand es von Anfang an interessant, dass sie eben nicht die nächste Theorie sind, nicht irgendwie das nächste Programm, für das man irgendwie eh keine Zeit hat, sondern im Grunde wie eine neue Sprache, die vieles, was schon da ist, einfach verbindet.
Speaker: Also ich habe mit ganz vielen Menschen geredet und so ging es mir auch, die einfach gesagt haben, im Grunde mache ich das schon mein Leben.
Speaker: Also ich bin irgendwie in dieser Form, wie ich an meine Arbeit herangehe oder was ich in die Welt bringen will, vertrete ich diese Vision schon so lange, aber ich hatte keinen Namen oder keine Sprache dafür.
Speaker: Und da glaube ich, bringt das ganz viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, die sich eben unter dieser Vision finden.
Speaker: Und ich glaube, was auch für mich irgendwie überzeugend war, ist, dass es eben nicht um innere Entwicklung als Selbstzweck geht, sondern dass eben schon dieser klare Konnex damals noch zu den SDGs beziehungsweise eben generell einfach zu äußerer Transformation, zu Systemwandel, strukturellen Wandel, dass es immer auch darum geht, was macht denn unsere innere Transformation im Außen und nicht nur ein
Speaker: wir setzen uns jetzt alleine in Stille, Kämmerchen und meditieren, um irgendwie ein besserer Mensch zu werden.
Speaker: Und ich glaube, das hat auch dazu beigetragen, dass die IDGs eine gewisse Seriosität erlangt haben, die viele Organisationen oder Movements, die auch in diesem Bereich sind,
Speaker: nicht zu ratten, weil ich kannte das selber auch, dass innere Entwicklung eben schnell abgetan wird in so eine Wu-Wu-Richtung.
Speaker: So ja, Soft Skills, das ist für uns nicht so wichtig und da kann man ja mal einmal im Jahr so einen Retreat machen.
Speaker: Und dadurch, dass es eben diesen klaren Konix hat, dass es schon auch eben um äußere Transformation geht, glaube ich, hat es da einfach nochmal eine andere Möglichkeit, anschlussfähig zu sein.
Speaker: Das hat sicher geholfen.
Speaker: Mich würde jetzt ganz kurz nochmal interessieren, wann, also du sagtest gerade, du warst mit auch relativ vom Anfang an dabei, wann hat sich das so entwickelt?
Speaker: Und du hattest auch gerade gesagt, dass es sehr eng an die SDGs gekoppelt ist, hattest aber so ein bisschen das eben auch nochmal eingeschränkt.
Speaker: Hat sich da was entwickelt in den letzten Jahren?
Speaker: Also wie würdest du diesen Prozess auch beschreiben?
Speaker: Also an die SDGs gekoppelt würde ich einfach sagen, im Sinne von, das war einfach der Ansatz, warum sie überhaupt entstanden sind.
Speaker: Dieses, hey, wir sind mit den SDGs, wir haben schon was, but we're not acting upon it.
Speaker: Otto Schama nennt das diesen knowing-doing-gap.
Speaker: Wir wissen es, but we're not acting upon it.
Speaker: Und das war, glaube ich, einfach die wichtigste Kernidee am Anfang.
Speaker: Daraus ist dieser erste Framework entstanden.
Speaker: Da geht es gar nicht so sehr darum, dass die IDGs an den SDGs angedockt sind, sondern eher, dass sie diese Bewusstseinsförderung in der Gesellschaft vorantreiben, dass es wirklich darum geht, kollektive Räume zu schaffen, wo innere Entwicklung stattfinden kann.
Speaker: Und das kann ein kollektiver Raum sein, der sich mit SDGs beschäftigt, das kann aber auch ein kollektiver Raum sein innerhalb einer Firma, innerhalb einer Organisation, eines Teams, auch im Privaten.
Speaker: Also dass es eben auch gar nicht so sehr darum geht zu dieses, oh, das ist jetzt meine nächste To-Do-Liste, diese ganzen Skills, Selbstoptimierung, sondern wirklich mehr darum,
Speaker: Kultur zu stärken dadurch.
Speaker: Und ich glaube, ein wichtiger Punkt auch noch, der sich jetzt auch gerade kürzlich nochmal geändert hat, ist, dass natürlich so ein Framework, wie es am Anfang geheißen hat, etwas sehr Starres ist.
Speaker: Also das wird nie innere Entwicklung in seiner ganzen Zeit abbilden können.
Speaker: Und das ist aber auch gar nicht der Ansatz.
Speaker: Also wie gesagt, da ging es mehr um so eine
Speaker: Kommunikationsform, die es total simpel macht, für ganz viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zu verstehen, um was es geht.
Speaker: Und am Anfang gab es eben diesen Framework mit den fünf Bereichen und den 23 Skills.
Speaker: Und eine wichtige Veränderung zum Beispiel war, dass jetzt im letzten Jahr dieser Framework auch upgedatet wurde, heißt jetzt IDG Guide.
Speaker: Aber viel wichtiger, glaube ich, war, dass man eben auch darauf Rücksicht genommen hat, dass in zum Beispiel unterschiedlichen Kulturen, unterschiedlichen nationalen Kontexten unterschiedliche Fähigkeiten relevant sind.
Speaker: Und einer der Skills, die eben auch in den Anfangsjahren von gleich kritisiert wurde, dass der nicht im ursprünglichen Framework drin war, ist Vergebung, forgiveness.
Speaker: Also wenn Kollegen in den
Speaker: in Kolumbien gearbeitet haben oder auch in Israel, dann war das natürlich einer der ersten Skills, die dann gekommen sind.
Speaker: So, hey, ohne Vergiss, es geht eigentlich bei uns gar nichts.
Speaker: Und dann wurde der zum Beispiel auch jetzt nochmal in den neuen Guide mit aufgenommen.
Speaker: Oder ein anderer Neuen, den ich auch relevant finde, ist im Bereich Handeln, denn einen guten Umgang mit unseren Ressourcen,
Speaker: Einerseits eben natürliche Ressourcen und andererseits, so verstehe ich es schon noch mit unseren eigenen Ressourcen.
Speaker: Aber ich glaube, ganz viele NGOs, Organisationen, Initiativen, gerade die, die besonders visionär sind, besonders irgendwie die Welt verbessern wollen, tun sich nicht immer selber einen Gefallen damit, wie sie auf sich selbst schauen.
Speaker: Also...
Speaker: Das ist, glaube ich, in all diesen Movements irgendwo ein ganz wesentlicher Aspekt, dass wir nicht vorankommen werden, wenn wir uns selber dabei ausbeuten.
Speaker: Das heißt auch ganz kurz noch eine Nachfrage.
Speaker: Das heißt, die Arbeit mit den IDGs ist auch tatsächlich etwas, was meistens in einem kollektiven Raum auch stattfindet.
Speaker: Hm.
Speaker: Ist das ein Klau?
Speaker: Absolut.
Speaker: Ich glaube, das kann man auf jeden Fall so sagen.
Speaker: Also im Grunde, wie gesagt, sind die IDGs ja nur ein, hey, wir zeigen euch was, wir geben euch ein Tool, macht was damit.
Speaker: Also die IDG-Kernorganisation ist ja gar nicht unbedingt die, oder die Initiatoren sind ja gar nicht unbedingt die, die sagen, so, und jetzt ist hier das neue Entwicklungsprogramm und hier irgendwie Leadership Training, sondern eher so dieses, hier ist die Idee, go.
Speaker: Und da gibt es so viele Menschen, die als Coaches, als Trainer, als Organisationsberater arbeiten, Führungskräfte, die schon lange eigentlich nach etwas Seriösem suchen, woran sie sagen können, hey, und in meiner Firma ist mir das wichtig.
Speaker: Politiker, die raus wollen aus dieser Kurzzeitdenke, die auch sagen, eine gewisse Präsenz, Empathie, Wertschätzung ist für die Art, wie ich Politik macht, relevant.
Speaker: Und denen so eine Art Tool zu geben, um zu sagen, okay, du bist nicht allein damit.
Speaker: Es gibt wissenschaftlich fundierte Basis dafür, dass diese Form der inneren Entwicklung maßgeblich dazu beiträgt, dass wir eben mit Herausforderungen anders umgehen können.
Speaker: Also das, glaube ich, war so ein ganz wesentlicher Punkt, dass, so wie du sagst, da wirklich auch Menschen in Kollektiven das für sich aufgegriffen haben und dann etwas daraus gemacht haben,
Speaker: Und natürlich bleibt innere Entwicklung auch was, wo man immer individuell auch eine gewisse Verantwortung trägt.
Speaker: Also ich glaube, es ist einfach eine Wechselwirkung.
Speaker: Und ich glaube, wenn ich allein damit bleibe, dann eben verkommt es schnell in so ein, ich muss da jetzt irgendwie mich selbst optimieren, ich muss mich eigentlich noch besser einer Welt anpassen, die sich verändern müsste.
Speaker: Und sobald es kollektiv wird, ist es in Wechselwirkung zu einer äußeren Veränderung.
Speaker: Ja.
Speaker: Und das ist ja schon im Zweierdialog.
Speaker: Also sobald ich irgendwo an meiner Kommunikationsfähigkeit arbeite, kann ich anders mit meinem Partner, meinen Freunden, meinen Eltern sprechen.
Speaker: Und auch das ist ein System, wo wir dann sehen, ah okay, ich habe mich verändert, es verändert sich was im Außen.
Speaker: Und
Speaker: Das greift da, glaube ich, mit rein, was ich ganz spannend finde und was mich wirklich so sehr umtreibt.
Speaker: Und das taucht einerseits bei den Sustainable Development Goals auf, also bei den 17 Nachhaltigkeitszielen, als auch letztendlich dann bei den Inner Development Goals.
Speaker: Weil zum Beispiel also bei den SDGs haben wir ja ein klares Ziel auch der Bildung.
Speaker: Und das Bildungsziel ist ja eigentlich so ein bisschen mit dem Fundament auch für ganz viele andere Sachen.
Speaker: Also weil, wenn ich entsprechende Bildung habe, Zugang zu Bildung habe, Zugang zu Wissen habe, kann ich ja tatsächlich auch erst einige andere Ziele überhaupt erfüllen.
Speaker: Ja, also es ist ja wirklich sehr...
Speaker: Nicht alle, aber es ist aus meiner Erfahrung sehr elementar.
Speaker: Und das spiegelt sich ja so ein bisschen auch wieder in den Inner Development Goals.
Speaker: Also wenn man sich das durchliest, auch im Sinne von, ich sage mal, so ein bisschen Werte und Visionen und wie man zu seiner Außenwelt steht, also was du jetzt gerade auch schon beschrieben hast, dass man auch vergibt, dass man auch...
Speaker: vielleicht Dinge auch einfach zulässt, ja, auch wenn sie einem jetzt nicht unmittelbar gefallen, aber dass man offen ist.
Speaker: Also da sind ja ganz verschiedene Aspekte in diesen Goals drin.
Speaker: Und ich sage mal so, vielleicht ein bisschen spitz formuliert,
Speaker: Ich glaube, das ist sehr gut möglich für Menschen, die einen bestimmten Status haben, die in bestimmter Weise privilegiert sind.
Speaker: Also wenn ich einen bestimmten Bildungsstatus habe, wenn ich ein bestimmtes Auskommen habe, wenn ich bestimmte weniger Sorgen habe, dann kann ich mich natürlich sehr, sehr stark mit solchen Dingen befassen.
Speaker: Da habe ich, glaube ich, auch einen anderen Zugang, eine Offenheit, einfach ein freies Leben, mich mit diesen Dingen auseinanderzusetzen.
Speaker: Und das haben wir ja ganz oft, das sehen wir jetzt auch gesamtgesellschaftlich.
Speaker: Wenn wir diese elementaren Fragen stellen oder wenn wir uns fragen, warum machen es viele halt nicht?
Speaker: Was ist der Grund?
Speaker: Dann ist es ja, muss man ja so ehrlich sein, auch oft einfach,
Speaker: überhaupt die Möglichkeit, in so Räumen zu denken oder den Zugang zu solchen Räumen zu haben, wo dann so Aspekte auch wirklich eine Rolle spielen und wo man sich entfalten kann.
Speaker: Wie nehmt ihr das wahr oder wie ist da so die Draufschau?
Speaker: Also ich sag mal,
Speaker: Ist das oder wie wird es auch genutzt?
Speaker: Ist das etwas, was jetzt durch, ich sage es jetzt mal ein bisschen spitz durch die westliche Welt geht?
Speaker: Und dann geht es durch viele Unternehmen und dann versuchen wir alle schön nach den Development Goals uns weiterzuentwickeln, aber die anderen haben eigentlich andere Probleme.
Speaker: Also wie schaust du da drauf?
Speaker: Also ich glaube, das ist eine ganz relevante Frage, die wir viel bekommen und die ja nicht nur für die IDGs relevant ist, sondern eben für Menschen, die sich mit inneren Entwicklungen auseinandersetzen.
Speaker: Und ich glaube, da wäre es auch zynisch zu sagen, wenn jemand irgendwie Probleme hat, wie er nächstes Monat die Miete zahlen kann oder wie er seine Kinder ernährt, dann zu sagen, mach doch mal ein bisschen mehr innere Entwicklung, wird schon.
Speaker: Und ich glaube, insofern sind ja auch die IDGs nicht die Antwort auf strukturelle Probleme.
Speaker: Also dass es da Probleme gibt, dass wir da Lösungen brauchen, ist ja genau der Punkt, wieso die Inner Development Goals oder innere Entwicklung versucht uns dabei zu helfen, unsere eigene Handlungsfähigkeit zu stärken.
Speaker: Dass wir eben nicht vor diesen strukturellen Problemen zurückschrecken und sagen, okay, geht uns nichts an.
Speaker: Also das ist, glaube ich, der eine Aspekt, der irgendwie relevant ist, dass es da einfach ganz reelle existenzielle Probleme gibt, wo Menschen wirklich wichtigere Themen haben.
Speaker: Und gleichzeitig ist ja innere Entwicklung eben nicht das, so wie du es gerade angesprochen hast, wie wir es oft in unserer westlichen Welt verstehen.
Speaker: Also da ist ja eine ganze Bubble, da ist ja eine ganze Industrie entstanden rund um
Speaker: Wellness, Coaching, Selbstoptimierung, Therapeuten sind inzwischen ein Statussymbol und nichts mehr, was einem unangenehm sein muss.
Speaker: Also da Apps rauf runter, so wie auf Social Media irgendwie jeder seine Trauma teilt und so.
Speaker: Also da gibt es ja auch was, was wir da ein bisschen verwestlicht haben.
Speaker: Und ich glaube, wenn es um innere Entwicklung geht, geht es ja nicht nur darum, kann ich mir leisten, irgendwie bei einem Yoga-Retreat in Bali dabei zu sein, sondern wie kann ich meine eigenen Fähigkeiten stärken?
Speaker: eben mit Herausforderungen auch besser umzugehen, mich auch in einer Situation, wo es im Leben mal schwierig ist, trotzdem Wege zu finden.
Speaker: Wie kann ich in Beziehungen Grenzen setzen?
Speaker: Wie kann ich handlungsfähig bleiben?
Speaker: Und ich glaube, das ist was, was uns als Menschen alle betrifft.
Speaker: und uns allen helfen kann.
Speaker: Also das ist nichts, wo ich dann einer Mutter, die eben irgendwie alleinerziehend ist mit Kindern und Mietezahlen sage, dich geht es nichts an, sondern eher so, wie kann ich dann wieder, und hier ist wieder das Kollektiv gefragt, wie kann ich dann hier auch Unterstützungsräume finden, dass man Menschen dabei unterstützt und ihnen hilft, eben diese Handlungsfähigkeit zu stärken.
Speaker: Und ich glaube, letztendlich ist innere Entwicklung nicht irgendwie ein Luxus für Wohlhaben, sondern ganz im Gegenteil.
Speaker: Ich glaube, auch unter den schwierigsten Bedingungen oder vielleicht manchmal sogar unter den schwierigsten Bedingungen entwickeln wir uns weiter.
Speaker: Also ich glaube, das kennen wir ja selber auch so.
Speaker: Also einerseits kennen wir von uns selber, über was für Lächerlichkeiten wir uns manchmal aufregen und durch was wir uns den Tag versauen lassen.
Speaker: Und andererseits, wenn wir es wirklich mal
Speaker: mit einer Situation im Leben zu tun hat, wo man vielleicht selber auch sich denkt, da schlucke ich jetzt ganz schön, sei es Krankheit, sei es ein Schicksalsschlag, dann sind es ganz oft eigentlich diese Situationen und diese Umstände, die auch zu einer Veränderung beitragen.
Speaker: Ich glaube, eines der bekanntesten Beispiele ist Viktor Frankl, der natürlich unter den unmöglichsten Umständen so eine menschliche Fähigkeit in sich gefunden hat, damit umzugehen.
Speaker: Und das ist so ein bisschen auch...
Speaker: Ich bin ein großer Fan seines Zitats, zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum.
Speaker: In diesem Raum liegt unsere Macht, unsere Reaktion zu wählen.
Speaker: Und das ist unsere Freiheit und unsere Möglichkeit zur Entwicklung.
Speaker: Und im Grunde sehe ich die IDGs oder eben innere Entwicklung sehr ähnlich.
Speaker: Also ich glaube, viele der Herausforderungen, mit denen wir es aktuell zu tun haben, also wir brauchen nur aktuell unsere Feeds, die voll sind mit AI-Apokalypse,
Speaker: Ich glaube, viele dieser Themen führen bei uns Menschen entweder dazu, dass wir in Panik geraten und hysterisch, irgendwie aktionistisch irgendwas versuchen zu machen oder dass wir in Nihilismus verschwinden, zumachen, Vermeidung, ich will es nicht sehen.
Speaker: Und die Frage eben ist, wo finde ich da diesen Sweet Spot dazwischen?
Speaker: wo ich mich entwickeln kann, wo ich handlungsfähig bleibe und wo ich neue Lösungen überhaupt sehen kann.
Speaker: Ja, ich finde es total spannend, auch was du gerade gesagt hast, mit diesem vielleicht falsch verstandenen Inner Development, also im Sinne von, was wir auch mal zu sehen, was uns auch so ein bisschen gespiegelt wird.
Speaker: Also sich immer weiter optimieren und dann geht man mal in so einen Detox und dann kommt man ganz neu vor und dann
Speaker: Macht man aber eigentlich wieder weiter, wo man vorher aufgehört hat.
Speaker: Vielleicht durchaus.
Speaker: Und ich frage mich gerade so ein bisschen, ist das vielleicht auch eines, so ein bisschen, oder eine der Kernherausforderungen, was du eben gerade sagtest, dass wir das vielleicht auch zum größten Teil auch so ein bisschen falsch verstehen und dadurch eigentlich
Speaker: gar nicht in diesen Raum kommen oder in diese Situation kommen, wo man tatsächlich Dinge ändert, die dann auch dazu führen würden, dass sich im System etwas ändert.
Speaker: Also wenn du dich dann sozusagen in einer dieser Ebene immer weiter bewegst, die ja doch auch durch Social Media sehr oberflächlich ist und bei allem Respekt für viele da draußen, aber auch was du sagst, wir haben ja auch in den letzten Jahren so eine Coaching-Welle gesehen.
Speaker: Ich weiß gar nicht, für was man sich alles coachen lassen kann heutzutage.
Speaker: Und
Speaker: Das ist ja so ein bisschen, und alle haben den Anspruch eigentlich der wirklichen Veränderung, aber die Frage ist, ob wir sie wirklich vollziehen.
Speaker: Das ist glaube ich so etwas, was vielleicht damit zusammenhängt, dass wir sagen, ja wir wissen doch alle, aber warum machen wir das dann dann nicht?
Speaker: Oder warum
Speaker: Gibt es denn nicht wirklich diese Veränderung im System, die wir sehen möchten?
Speaker: Nimmst du das vielleicht auch so wahr?
Speaker: Also ich meine, du hörst und siehst ja auch viel durch deine Arbeit, dass das teilweise dadurch so ein bisschen überlagert ist, um was das eigentlich geht oder ginge.
Speaker: Ich glaube schon.
Speaker: Also ich sehe auch, dass sich da inzwischen eine Art Bubble und auch eine eigene Sprache entwickelt hat,
Speaker: so rundum innere Entwicklung, die uns wie auf so einer Oberfläche auch halten kann.
Speaker: Genau.
Speaker: Also man kann gut durchs Leben kommen, einfach so in so einer Sprache, in so einem Tun, wie wichtig einem das ist.
Speaker: Und da sehe ich schon noch eine Gefahr drin.
Speaker: Also für einen persönlich, dass man dann so das Gefühl hat, aber ich mache doch eh so viel, ich mache
Speaker: Klangbäder und ich tue jeden Tag Journalen und ich gehe dreimal die Woche zum Yoga und warum komme ich denn nicht weiter?
Speaker: Und ich glaube, es ist auch wirklich ein Feld, da gibt es jetzt auch nicht irgendwie die Anleitung, wie das wirklich funktioniert.
Speaker: Und die Frage ist vielleicht schon auch,
Speaker: wie ernst nehme ich mich denn da selber drin und wie weit ist es auch einfach nur eine Möglichkeit anzudocken an wieder ein eigenes Ökosystem, in dem das halt einfach so ein bisschen Gang und Gebe ist und hält mich das nicht ab, davon wirklich dorthin zu schauen, um was es dann bei mir geht.
Speaker: So, und da kann man natürlich auch irgendwie unterschiedliche Ebenen einziehen, was innere Entwicklung ist, weil es gibt natürlich schon auch einfach therapeutische innere Entwicklung, wo es wirklich nochmal um ganz tiefe Themen geht.
Speaker: Und ich glaube, also zum Glück, ich glaube, wir leben in einer Generation, in der das so gesellschaftsfähig wie noch nie zuvor ist und wo so viel Angebot da ist wie nie zuvor.
Speaker: Also da ist was sehr positiv dran, dass es uns diese Möglichkeit gegeben ist, eben diesen Zugang zu haben, Klammer auf, auch nur mit den jeweiligen Ressourcen dazu, Klammer zu.
Speaker: Und andererseits,
Speaker: gibt es uns aber auch so ein bisschen die Möglichkeit, uns darauf aufzuholen.
Speaker: Ich gehe eh Therapie, ich mache eh dies, ich mache eh das.
Speaker: Und sich dann dahin zu trauen, in diese Form von wirklich, und wo bin denn ich auch Teil eines Systems, das ich kritisiere, wo habe ich denn meine eigenen Schatten, wo habe ich denn meine blinden Flecken und
Speaker: wieso kann ich mich denn da irgendwie gut damit ablenken, dass ich das ein bisschen feel-good arbeite zu machen.
Speaker: Ich glaube, das ist natürlich sehr diffizil und da muss man wahrscheinlich individuelle Antworten drauf finden, um was es bei einem selber auch geht, was einem da wichtig ist und wie weit man da hinschauen will.
Speaker: Aber meine Erfahrung ist schon,
Speaker: dass wirkliche innere Arbeit in diesem Kontext, auch im therapeutischen Kontext, was ist, was eben oft gar nicht so laut ist und gar nicht so viel nach außen irgendwie drüber spricht, weil es schon sehr an unsere Kernsubstanz geht.
Speaker: Und da haben
Speaker: Wir auch gerade im deutschsprachigen Raum, international andere Kontexte, da haben wir auch viel, was wir noch aufarbeiten aus unseren Vorgängergenerationen, aus unseren Eltern, aus unseren Großelterngenerationen, was auch nochmal mit reinspielt in das, was wir aktuell tragen und was wir irgendwie gesellschaftlich auch wieder repensieren oder ausleben.
Speaker: Also genau, es ist nicht so eine leichte Antwort auf diese Frage.
Speaker: Ich finde das, also ich hatte mich auch, als ich mich zum ersten Mal mit den IDGs befasst habe, dachte ich auch, wo ist der Punkt der Selbstreflexion, also inwieweit ist es auch ein Stück weit die Selbstaktionierung, wo ich auf einer Welle mitschwimme, was ja auch im ganzen Thema der Achtsamkeit häufig vorgeworfen wird, was aber ja auch im Kern, wenn man jetzt mal
Speaker: Achtsamkeit bleibt auch einen ganz anderen Aspekt hat.
Speaker: Also letztendlich ist es ja etwas, was sehr tiefes ist und auch bei den IAGs, wenn man sie sich anschaut, hat es ja durchaus auch immer diesen selbstreflektiven Charakter.
Speaker: Und ich finde, dass, wenn man es aus der Entwicklung heraus betrachtet, und du hattest gerade auch die Geschichte nochmal erwähnt, ist es im Kontext von der Individualisierung eigentlich nur eine
Speaker: eine logische Schlussfolgerung, dass wir uns genau auf diesem Weg eigentlich gerade befinden.
Speaker: Weil natürlich mit der Individualisierung wir diese Freiräume bekommen haben, uns zu hinterstragen, uns in unseren eigenen Rollen zu hinterstragen und heute mehr denn je auch dazu gezwungen werden, uns eben auch neu zu definieren.
Speaker: Und das ist nämlich auch für mich dann ja so diese Erklärung, warum auch ein Stück weit diese Welle, von der du auch gerade gesprochen hast, wo Menschen andocken und sich auf so einer Wohlfühlblase
Speaker: mitschweben und mitmachen, das nämlich als ein Stück weit eben auch diese Identifikationsflächen nutzen für eine neue Identität.
Speaker: Und das ist nämlich das Laute, was du eben auch gerade gesagt hast, was über Social Media dann eben vielleicht nach draußen gebrüllt wird, aber letztendlich gar nicht tatsächlich diese eigentliche innere Entwicklung ist, die vielleicht ganz viel Freiräume innerhalb der Individualisierung ergibt.
Speaker: Aber und deswegen nämlich auch noch mal meine Frage von wohin, wann ich das so relevant finde,
Speaker: dass es eben kein individueller Prozess ist, den ich nur alleine mache, sondern tatsächlich etwas, was ich im Außen mitmache.
Speaker: Und da sehe ich tatsächlich eben diese Entwicklungen der Individualisierung, die sie gerade als Megatrend nimmt, dass ich durchaus eben mir diese Freiräume, diese Freiheiten bewusst auch nutze, aber eben im Austausch mit anderen innerhalb dieser Co-Kulturen.
Speaker: Und deshalb finde ich das unglaublich spannend, auch dass du gerade jetzt auch nochmal gesagt hast, wie viele Schichten es da eigentlich gibt und wo da wirklich auch diese Unterschiede sind.
Speaker: Und dass es natürlich nichts ist, was auch global im gleichen Takt läuft, sondern dass da natürlich auch unterschiedlich sind, individuell wie natürlich auch kulturell und von den einzelnen Unternehmen natürlich auch anders.
Speaker: Ja, und ich glaube, ein ganz wichtiger Punkt ist auch, also ich will auch gar nicht jeden kritisieren, der irgendwie öffentlich oder auf Social Media über innere Entwicklung spricht, auch über seine eigene, seine persönliche, weil ich glaube, da ist ja auch ein Aspekt von eben, ich mache das gesellschaftsfähiger drinnen, der total notwendig ist, wenn man auch selber in so einer Situation ist, zu sehen, ah, da gibt es Menschen, die sprechen da recht offen drüber.
Speaker: Und ich glaube, das ist vielleicht so ein Punkt, wie man irgendwo die Differenzierung sieht zwischen wir sprechen nur drüber,
Speaker: bildet sich das auch im Verhalten ab.
Speaker: Und da finde ich, kann man halt wirklich viel in Gruppen, Organisationen und so weiter beobachten,
Speaker: Nur weil ich darüber spreche, dass wir alles entwickelt sind, heißt es noch lang nicht, dass ich zum Beispiel die Fähigkeit habe, mit Konflikten umzugehen oder mich dem zu stellen oder meine Grenzen zu wahren oder auch mal mutig zu sein, wenn mir was wichtig ist, und meine Stimme zu erheben.
Speaker: Ich habe gerade vor zwei Tagen ein tolles Buch dazu angefangen von Priya Parker, The Art of Fighting.
Speaker: Tolle Frau und da ist es auch nochmal so dieses, wir schrecken so sehr vor negative Emotionen zurück, vor schwierigen Auseinandersetzungen, aber wir können irgendwie leicht darüber sprechen, dass wir uns alle Liebe wünschen und uns so nur das Beste wünschen und ich glaube, wenn das dann auseinander klafft,
Speaker: dass man, obwohl man sagt, man beschäftigt sich mit all diesen Dingen, sich nicht traut, Schwierigkeiten auch zu konfrontieren, sich mit dem auseinanderzusetzen, was auch systematisch in jeder Form von Organisation oder menschlichen Zusammenkunft schwierig ist, weil die einfach unterschiedlich sind.
Speaker: So, dann wird es wieder so ein bisschen zu einem, ja klar, okay.
Speaker: Also ich glaube, drüber sprechen und irgendwie sich im Verhalten ist wahrscheinlich was.
Speaker: Aber genau das ist doch eigentlich auch der Punkt bei den SDGs.
Speaker: Also das ist ja im Grunde genommen das, wo wir vielleicht nochmal da zurückkommen können, dass wir, also in den letzten Jahren gab es ja dann auch die To-Dos, also wo dann tatsächlich ja ein aufgefordert wird, was kann ich wirklich als Individualperson oder als kleinere Gruppe im Privaten wirklich tun?
Speaker: Also wie komme ich dann tatsächlich, wie gelingt diese Übersetzung vom Wissen in Partner?
Speaker: Also ich glaube, wenn man sich, also die IDGs jetzt einfach mal hernimmt, den Guide sozusagen, den wir haben, dann stehen im Handeln fünf Skills, Mut, Hoffnung und Optimismus, besserer Umgang mit Ressourcen, proaktiv handeln und Resilienz.
Speaker: Und wenn du jetzt sagst, wie kommt man irgendwie von der Vorstellung ins Handeln, dann glaube ich, kann man sich jedes von denen anschauen und sich denken, okay, also eben, es reicht halt noch nicht, eine Idee zu haben, eine Vorstellung zu haben.
Speaker: Ich muss auch mutig sein, ich muss auch dafür eintreten, auch wenn
Speaker: in meinem Team Menschen sind, die es doof finden oder die irgendwie eine andere Idee haben.
Speaker: Hoffnung und Optimismus.
Speaker: Also ich glaube, das ist so ein bisschen das, was ich vorher gesagt habe.
Speaker: Du kannst dich halt zurückziehen in auf, boah, irgendwie die Welt geht unter, wir können eh nichts mehr machen.
Speaker: Oder man kann Projekte so angehen oder was auch immer man tut so angehen, dass man trotzdem irgendwo dran glaubt, dass es Möglichkeiten gibt, dass sich wieder Räume öffnen.
Speaker: Da bin ich gerade ein bisschen im Bücher zitieren, aber da habe ich eines meiner Favorites, Rutger Bregmann, im Grunde gut.
Speaker: Also so dieses Menschen sich nicht so egoistisch oder wirklich nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht, sondern eigentlich liegt es tief in unserer Natur.
Speaker: dass wir kooperativ sind und dass wir gemeinsam Lösungen finden wollen, wie es uns allen damit besser geht.
Speaker: Auch meine Errichtungsbücher.
Speaker: Na schon.
Speaker: Genau, und ich glaube, die anderen Skills, also kann man jetzt ein bisschen runterdeklarieren, aber ich glaube, das ist so ein bisschen die Kraft von diesem Framework, dass man eben zu jedem Bereich sich auch anschauen kann, ah, okay,
Speaker: Das ist ja im Grunde nur eine Ansammlung von Buzzwords, von Fähigkeiten.
Speaker: Und die Frage ist ja dann, wie kann denn ich mutiger werden?
Speaker: Was hilft mir denn da?
Speaker: Oder was hindert mich denn daran?
Speaker: Und ich glaube, diese zwei Fragen sind bei jeder von diesen Fähigkeiten relevant.
Speaker: Und ich glaube, grundsätzlich hilft schon allein, die Aufmerksamkeit auf sowas zu legen.
Speaker: Also wenn man eben sagt, boah, irgendwie...
Speaker: Ich komme eigentlich nie ins Tun, aber ich will da irgendwie mal näher hinschauen, was mich denn da, warum das bei mir so ist.
Speaker: Dann einfach mal den Fokus drauf zu legen, einfach mal zu sagen, okay, für das nächste Monat ist proaktiv handeln für mich eine Fähigkeit, an der ich irgendwie arbeiten will und an der ich eben schauen will, in Alltagssituationen, heute, da war ich proaktiv, was hat mir denn da geholfen?
Speaker: Heute habe ich gemerkt, ich war wirklich ganz im Hintergrund und habe mich eigentlich nichts sagen getraut, was hat mich denn da irgendwie geändert.
Speaker: Und ich glaube, allein dieses Aufmerksamkeit auf etwas legen, ist schon die erste Form von Entwicklung.
Speaker: Also da braucht man gar nicht so sehr, und natürlich gibt es Tools und Methoden, Theorien, mit denen man sich zu jeder dieser Fähigkeiten beschäftigen kann.
Speaker: Aber ich habe das auch in meinen Teams immer so gemacht, dass wir einfach wirklich vor jedem Summit ein halbes Jahr lang, welche drei IDGs sind für dich gerade irgendwie relevant,
Speaker: Und das müssen auch nicht immer die sein, in denen ich mich so gar nicht sehe.
Speaker: Also ich glaube, wir müssen auch in unserer eigenen Entwicklung nicht immer dort anfangen, wo wir uns denken, boah, da bin ich aber ein Loser, da muss ich jetzt, sondern eher so, da merke ich, da ist so ein bisschen ein Sweet Spot für mich, da traue ich mich noch nicht so ganz.
Speaker: Und dann wirklich mal beobachten, was ich in so einem Zeitraum von einer Woche, einem Monat, einem halben Jahr einfach entwickeln kann.
Speaker: Du hast ja vorhin auch den Summit erwähnt, um das jetzt auch mal nochmal, ihr seht schon in der praktischen Ebene, um das nochmal ein bisschen vielleicht auch zu machen, wer uns jetzt zuhört und sich fragt, okay, anscheinend gibt es diesen Guide.
Speaker: Man kann das natürlich nachlesen online und es gibt anscheinend auch einen Summit.
Speaker: Vielleicht können wir da nochmal so ein bisschen reingehen.
Speaker: Wie kann man denn sozusagen mit den
Speaker: in der Development Goals arbeiten.
Speaker: Wie wird vielleicht auch schon damit gearbeitet?
Speaker: Wo gibt es vielleicht Beispiele, die man sich anschauen kann, damit vielleicht auch Interessierte sagen können?
Speaker: Dann holen wir uns mal auch jetzt demnächst.
Speaker: Also ich glaube, der wichtigste Andockpunkt für ganz viele Menschen, um mit den IDGs sich auseinanderzusetzen, sind die Hubs.
Speaker: Das hat sich aus dem ersten Summit entwickelt, der in Stockholm stattgefunden hat und online übertragen wurde, dass sich Gruppen zusammengefunden haben, die sozusagen gesagt haben, wir machen eine Watchparty, wir wollen da auch dabei sein, aber wir schaffen es nicht nach Stockholm.
Speaker: Aus dem hat sich wirklich ein ganzes Movement entwickelt und ich glaube, da liegt eine Riesenstärke der IDGs, weil es sich dadurch eben so verbreitet hat und in so viele unterschiedliche Bereiche reingefunden hat.
Speaker: Inzwischen stehen wir, glaube ich, bei 800 Hubs weltweit.
Speaker: Also wir hatten eine Zeit, da ist wirklich jeden Tag ein neuer Hub irgendwo aufgepoppt.
Speaker: Ganz große Community im asiatischen Raum, Südamerika.
Speaker: Also es wurde der Guide ja auch inzwischen in irgendwie, weiß nicht wie viele Sprachen übersetzt.
Speaker: Es gibt inzwischen ein paar wirklich sehr schöne Online-Websites auch.
Speaker: Das eine heißt IDG Earth, das einem hilft, Hubs zu finden, Personen zu finden, die sich mit den IDGs beschäftigen.
Speaker: Auch Ambassadors, es gibt ein Ambassador Training, wenn man sagt, man arbeitet wirklich
Speaker: in Vorträgen, in Programmen, die man selber gestaltet, in Trainings, als Coach, wie auch immer, manchmal wirklich vertieft mit den IDGs arbeiten, dann kann man Ambassador Training machen, das gibt es online und auch in unterschiedlichen Locations.
Speaker: Also das heißt, auf dieser Seite kann man sich so ein bisschen anschauen, wer sind denn Menschen, die damit zu tun haben.
Speaker: Und eine andere Seite, die ich auch wirklich sehr sinnvoll finde, sind Inner Development Goal Tools,
Speaker: Und da ist eine Sammlung von inzwischen, glaube ich, 200 oder 300 Tools, Übungen, Spielen, Beispielen, wie man wirklich unterschiedliche Fähigkeiten trainieren kann, sei es individuell, sei es in Gruppe, sei es in Großgruppe.
Speaker: Also ein ganz tolles Tool, um Ressourcen irgendwo zu finden.
Speaker: Genau, und den IDG Summit haben wir jetzt eben vier Jahre lang jedes Jahr in Stockholm gemacht.
Speaker: Und da war unser Ansatz schon wirklich sehr klar, wie kann man denn so eine abstrakte Idee, die innere Entwicklung, so ein bisschen das, was ich am Anfang gesagt habe, in ein Leben transferieren und das irgendwie spürbar und erlebbar machen.
Speaker: Es war immer eine Dreitagesveranstaltung, der erste Tag war eine AZ-Konferenz, wo es viel um Inspiration und Vorträge ging.
Speaker: Und dann hatten wir immer Räume, die die einzelnen Dimensionen der IDGs dargestellt haben.
Speaker: Es gab einen Being-Raum, wo man dann einfach in Ruhe sitzen konnte.
Speaker: meditieren, für sich sein konnte, was auf einer Konferenz auch manchmal ganz gut ist.
Speaker: Oder eben Thinking, wo man diskutieren konnte, Relating, wo man miteinander in Verbindung gehen konnte.
Speaker: Bei Acting hatten wir immer irgendwie einen Bodyworkshop.
Speaker: Und am zweiten Tag ging es dann immer so ein bisschen mehr in die Materie, in unterschiedliche Bereiche rein.
Speaker: Also zum Beispiel in einem Nachhaltigkeitsbereich arbeitest, wie kannst du denn konkret das auch anwenden?
Speaker: Wir hatten immer einen, wo es auch um KI ging, einen ganz klar zur Wirtschaftsausrichtung, also wenn man ein Unternehmen ist, die vielleicht oft auch mit dieser Thematik noch wenig anfangen können.
Speaker: Was gibt es denn dafür Wege, irgendwie damit zu agieren?
Speaker: Und dann haben wir immer einen dritten Tag gehabt, der war ein Integrationstag, wo es irgendwie so auch ein bisschen darum ging, man geht eben so oft von Konferenzen wieder raus in seinen Alltag und hat schon wieder alles vergessen und ist schon wieder in der Arbeit und es ist irgendwie alles weg und das war uns irgendwie wichtig, da eben auch Raum zu schaffen, ganz bewusst, ohne Programm, einfach für die Community noch zusammen zu sein, selbst organisiert.
Speaker: Da gab es dann auch nochmal Diskussionsrunden und Workshops und Tanzen und Singern und was weiß ich, um
Speaker: Aber einfach die Möglichkeit noch miteinander ein bisschen zu sein.
Speaker: Okay, dann haben wir jetzt viermal gemacht und dieses Jahr setzen wir zum ersten Mal aus, auch weil das IDG-Movement gerade so ein bisschen durch eine Transformationsphase geht, auch eben weil es so schnell so stark gewachsen ist und natürlich dann immer wieder mal auch so bei einem globalen Movement die Frage kommt, okay, jetzt war es ja vier Jahre in Stockholm,
Speaker: Flugtickets sind teuer.
Speaker: Stockholm ist auch nicht die günstigste Stadt.
Speaker: Passt das noch?
Speaker: also dieser globalen Bewegung.
Speaker: Und da haben wir auch gesagt, okay, es geht im Moment grundsätzlich ein bisschen weg von dieser zentralen Organisation hin nochmal mehr zu dem dezentralisierten Netzwerk.
Speaker: Was passt denn da?
Speaker: Ist es dann wirklich so eine Großveranstaltung oder ist es mehr ein Unterstützen der Veranstaltungen, die im Netzwerk ja überall schon stattfinden?
Speaker: Und da haben wir uns jetzt auch mal ein bisschen eine Pause genommen, um da auch zu reflektieren, was für die aktuelle Bewegung eigentlich da noch
Speaker: ein gutes Format ist und hoffen, dass wir dann 27 da wieder weitermachen können.
Speaker: Da ist man mal gespannt.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: So, ein bisschen zum Abschluss.
Speaker: Ich blicke hier schon wieder auf unsere Uhr.
Speaker: Die ist schon wieder vorgeschritten.
Speaker: Das ist immer Wahnsinn.
Speaker: Wie schaust du denn ganz persönlich auf, ich sage jetzt mal, auch ein bisschen größer gedacht, weil, wie gesagt, unser Thema ist ja die Zukunft, die Zukunftsentwicklung, die Zukunftsgestaltung.
Speaker: Ich glaube, das Thema ist...
Speaker: Grundsätzlich in der Gesellschaft, glaube ich, sehr präsent.
Speaker: In der Politik kann man darüber streiten, inwieweit die Zukunft tatsächlich im Blick sind.
Speaker: Viele Menschen, glaube ich, wünschen sich eigentlich noch mehr auch positive Bilder oder positive Visionen.
Speaker: Also speziell auch hier in Deutschland, das ist immer wieder mal ein Thema, kommt es immer wieder zur Sprache.
Speaker: Deutschland hat eigentlich keine Vision, wo soll es mit dem Land hingehen.
Speaker: Es ist nun mal auch so ein bisschen das System, das immer am Bestehenden repariert wird oder zumindest angepasst wird.
Speaker: Aber ich glaube, gerade in diesen Zeiten wäre es umso dringender notwendig, dass es diese Bilder, diese Narrative auch für eine gesamte Gesellschaft, für ein Land gibt.
Speaker: Und ich glaube, das Bedürfnis ist da.
Speaker: Wie schaust du darauf, auch auf dieser persönlichen Entwicklungsebene,
Speaker: Wo sind wir denn da gerade?
Speaker: Also man hat ja das Gefühl, die Menschen sind unsicher, einige haben Angst, andere, wie du schon sagtest, haben vielleicht schon ein bisschen abgeschalten, haben sich in ihre Bubble, in ihre eigene Welt zurückgezogen.
Speaker: Und da könnte man ja jetzt mal ein bisschen sagen, wie sollen wir es denn dann schaffen?
Speaker: Wie nehmen wir die Menschen...
Speaker: auch mit für die Zukunft.
Speaker: Und wie schaffen wir es, dass doch der eine oder andere mal sagt, Mensch, vielleicht habe ich jetzt mal mehr Mut oder vielleicht werde ich dann doch mal aktiv.
Speaker: Und sei es im Verein vor Ort oder sei es mit irgendwelchen anderen Dingen, die tatsächlich dann auch so eine Bewegung zur Folge haben.
Speaker: Wie ist denn da so ein bisschen dein Blick drauf?
Speaker: Wir haben schon gesagt, vorher geschrieben, wir wollen keine Prognosen, weil das ist immer schwierig.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber uns interessiert natürlich, wie Menschen wie du darauf blicken, auch gerade im Bezug auf die Zukunft oder die Zukunft.
Speaker: Eine ganz kleine Frage zum Abschluss.
Speaker: Ich glaube, irgendwie zusammengefasst die Problematik,
Speaker: um die es bei den IDGs auch geht oder die sie adressieren wollen, ist eigentlich so eine Art Disconnect, also eine Unverbundenheit, die in der Welt zugenommen hat.
Speaker: Und zwar Unverbundenheit von uns mit uns selbst.
Speaker: Unverbundenheit miteinander, zwischeneinander und Unverbundenheit zur Natur, zur Welt, zu der wir uns ja nicht mehr dazugehörig fühlen.
Speaker: Und ich glaube, den Ansatz, den wir oder die Kraft, die wir in einer Entwicklung sehen, ist, dass hier wieder Verbindungen stattfinden.
Speaker: Also, dass ich mich selber besser spüre, dass ich wieder einen Zugang zu sowas wie einem inneren Kompass habe oder irgendwo ein Gefühl für, was fühlt sich denn eigentlich integer für mich an und
Speaker: Ist diese Haltung oder diese Handlung, die ich hier gerade vollziehe, eigentlich was, wo ich mich selber in den Spiegel schauen kann, ohne irgendwie vor dem anderen nicht rechtfertigen zu müssen?
Speaker: Und wie ist denn der Umgang mit meinen engsten Mitmenschen?
Speaker: Also lasse ich eigentlich all meine negative Energie vom Arbeitstag immer an meinen Partner aus, an meine Partnerin?
Speaker: Wie gehe ich mit meinen Kindern um, wenn ich zurückdenke daran, wie meine Eltern mit mir umgegangen sind?
Speaker: Wie sehr setze ich mich für Freundschaften ein?
Speaker: Was mache ich im Arbeitskontext?
Speaker: Und so die Ebene schon auch, finde ich, einen Zugang, wo ich Teil von Natur bin, wo ich auch Teil dieses Ökosystems bin.
Speaker: Entschuldigung.
Speaker: und wo das für mich eine Relevanz bekommt, wo ich auch in meinem Handeln einen Abgleich damit herstelle, was für einen Abdruck hinterlasse ich denn da, was für einen Beitrag mache ich da.
Speaker: Und ich glaube, da kann man sich, wenn man sich den Guide hernimmt, im Grunde ganz viele von diesen Fähigkeiten einfach nehmen und sich sagen, welche unterstützen mich denn darin, diese Verbindung auf diesen drei Ebenen zu stärken.
Speaker: Und ich glaube, es ist dann immer eine Frage von
Speaker: Wo finden sich denn Menschen, die das in ihrer Art und Weise tun?
Speaker: Und am Anfang sind es eben nicht die Massen.
Speaker: Am Anfang findet man aber vielleicht, wen im Freundeskreis so das Gefühl hat, mit dir kann ich echt offen reden, auch darüber, wie es mir gerade nicht so gut geht.
Speaker: Und vielleicht findet man im Arbeitskontext jemanden, der wirklich einem ehrliches Feedback drauf gibt, wie er einen erlebt oder einen Chef, der wirklich
Speaker: mit Wertschätzung einem irgendwie auch da in der Arbeitsentwicklung unterstützt.
Speaker: Vielleicht findet man Politiker, wo man sich denkt, ah okay, auch wenn ich dein Parteiprogramm nicht 100% unterstütze, sehe ich, du machst da was, wo du wirklich versuchst irgendwie was Besseres voranzutreiben.
Speaker: Oder umgekehrt, du bist eigentlich mein Parteiprogramm, aber hoppala, das sehe ich eigentlich gar nicht.
Speaker: Und ich glaube, da einfach ein bisschen mehr die Augen danach aufzuhalten.
Speaker: Wo sind denn diese einzelnen Menschen?
Speaker: Und vielleicht kann ich mit denen gemeinsam schon gar nicht mehr ganz so einzeln sein, sondern da irgendwo eben für mich persönlich und dann auch irgendwo in größeren Netzwerke und Communities finden von Menschen, die schon daran glauben, dass innere Transformation äußere Transformation stärken kann.
Speaker: Super, sehr schön.
Speaker: Hast du doch super beantwortet, diese kleine Futter-Führung.
Speaker: Vielen Dank dir, Katharina.
Speaker: Ja, ich danke euch.
Speaker: Bei uns warst.
Speaker: Freut uns sehr.
Speaker: Und ja, da sind wir gespannt, vor allen Dingen, wie es auch bei euch weitergeht und was ihr dann nächstes Jahr macht zu den Summit-Überlegungen oder vielleicht auch nicht.
Speaker: Schauen wir mal, was draus wird.
Speaker: Man kann euch natürlich folgen, dir natürlich folgen, bis auf LinkedIn und es gibt natürlich auch eine Webseite und da erfährt man immer alles.
Speaker: Und ich kann es nur empfehlen, sich damit mal zu beschäftigen.
Speaker: Und ja, durchaus denke ich, der ein oder andere Impuls ist definitiv dabei.
Speaker: Und das soll das ja auch sein.
Speaker: Also es reicht ja manchmal schon ein, ein Impuls, dass daraus vielleicht auch mal ein bisschen was Größeres wird.
Speaker: Und vielleicht konnten wir den heute auch geben.
Speaker: Das war zumindest so ein bisschen unser Ansinnen.
Speaker: Ja, freut mich sehr.
Speaker: Und für mich ist dieser Austausch auch immer sehr wertvoll.
Speaker: Man ist manchmal ja dann auch so ein bisschen eben in seiner eigenen Blase und auch mal mit Menschen wieder gemeinsam draufzuschauen, so ein bisschen rauszoomen, finde ich auch immer sehr schön.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Wunderbar.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Vielen Dank, Vaterina.
Speaker: Danke euch und dann noch einen schönen Nachmittag.




