Transcript
Speaker: Ich habe schon so viel erreicht und trotzdem hing mein Selbstwert an meinen Ergebnissen.
Speaker: Vielleicht kennst du das auch von dir, dass du dich großartig fühlst, wenn du deine Ziele erreichst, wenn du deine To-Do-Liste abgehakt hast oder positives Feedback von anderen bekommst.
Speaker: Und das ist alles gut und schön, aber was, wenn mal Dinge nicht so klappen?
Speaker: Was, wenn du kein positives Feedback bekommst?
Speaker: Oder wenn du vielleicht weniger arbeiten kannst, weil du Mama geworden bist, krank bist oder was auch immer?
Speaker: Und genau darum geht es heute, wie du deinen Selbstwert loslösen kannst von externen Ergebnissen und wie du ihn weiter stärkst.
Speaker: Und zwar über einen vielleicht etwas anderen Weg, als du das bisher schon gemacht hast.
Speaker: Ich möchte dich mitnehmen in meine Jahresreflexion, denn ich habe dieses Jahr nicht klassisch den Jahresrückblick gemacht mit Journal und so weiter, sondern ich lag einfach in meinem Bett, habe meine Gedanken aufgenommen, sie von AI transkribieren lassen und sie dann in Notion sortiert.
Speaker: Das war nicht perfekt, aber es war ehrlich und trotzdem machbar in wenig Zeit.
Speaker: Und dabei ist mir was Krasses aufgefallen.
Speaker: Mir ist auch gefallen, dass ich Dinge mache, egal ob ich jetzt ein Coaching gebe, ein großes Event plane oder im Kleinen irgendwas organisiere.
Speaker: Und ich will es dabei immer richtig gut.
Speaker: Ich möchte anderen gerecht werden.
Speaker: Ich möchte sie begeistern.
Speaker: Und was ich nicht gemerkt habe oder was mir nicht so ganz bewusst war, dass ich oft Angst hatte dabei, nicht genug investiert zu haben.
Speaker: Konkretes Beispiel.
Speaker: Ich habe letztes Jahr dieses krasse 200-Money-Event für Hessen macht Zukunft organisiert.
Speaker: Und ich wollte, dass es richtig, richtig geil wird.
Speaker: Zum einen, weil ich es einfach liebe, andere zu begeistern.
Speaker: Ich bin so ein Schöngeist.
Speaker: Ich finde es geil, Dinge cool zu machen.
Speaker: Es ist so ein Herzenswunsch von mir.
Speaker: Und das ist eine große Stärke, dass ich bereit bin, viel zu investieren, um da wirklich alles rauszuholen.
Speaker: Und gleichzeitig hatte ich eine gewisse Angst.
Speaker: Habe ich schon genug gemacht?
Speaker: Sollte ich noch mehr machen?
Speaker: Und mir ist auch gefallen, dass ich das öfters habe, dass ich zum Beispiel, wenn ich Geschenke gekauft habe, so eine Angst hochkomme.
Speaker: Eben ist das Geschenk gut genug.
Speaker: Habe ich genug investiert?
Speaker: In diesem Fall Geld.
Speaker: In anderen Fällen vielleicht an Zeit, an Liebe, an Ressourcen.
Speaker: Und dann habe ich mich gefragt, wenn das Ergebnis nicht gut ist, stelle ich mir vor, das Event wäre misslungen.
Speaker: Stell dir vor, ich habe jetzt ein Coaching gegeben und kriege negatives Feedback.
Speaker: Was bedeutet das dann über mich selbst?
Speaker: Bin ich gut genug, auch wenn das Ergebnis nicht gut war?
Speaker: Und da war die Erkenntnis plötzlich da, wirklich schwarz auf weiß.
Speaker: Mein Selbstwert hing bzw.
Speaker: hängt immer noch, zumindest teilweise, an meinen Ergebnissen.
Speaker: Früher habe ich das sogar bewusst geübt.
Speaker: Ich habe Erfolge anerkannt.
Speaker: Ich habe Erfolge gefeiert.
Speaker: Ich habe meine Stärken sichtbar gemacht und aufgeschrieben.
Speaker: Ich habe über sieben Jahre lang Komplimente gesammelt und so eine Kompliment Collection geführt.
Speaker: Ich habe wirklich
Speaker: bewusst üben müssen, meine Leistung positiv zu bewerten, weil früher hatte ich wirklich einen schlechten Selbstwert.
Speaker: Ich habe mich nicht gut gefühlt.
Speaker: Ich habe mich nicht wertvoll gefühlt.
Speaker: Ich fand es schwer, meine Erfolge wirklich anzuerkennen und zu sehen und zu wissen, hey, ich habe Stärken und die sind wertvoll.
Speaker: Ich kann wirklich hier einen Wert schaffen auf dieser Welt.
Speaker: Und ich durfte ganz, ganz viel Liebe und Arbeit da reinstecken.
Speaker: um einen Selbstwert auch über Erfolge nähern zu können.
Speaker: Und per se ist da auch nichts Schlechtes dabei.
Speaker: Erfolge können und sollten auch unseren Selbstwert nähern.
Speaker: Sie geben uns Motivation, eine gewisse Selbstwirksamkeit und sie zeigen, ich kann etwas bewirken.
Speaker: Das Problem ist nicht Erfolg selbst, sondern das Problem ist, dass wenn Erfolge die einzige Quelle für unseren Selbstwert sind, dann ist es nicht gesund.
Speaker: Denn wenn unser Selbstwert, also wie wir uns selbst sehen, wie gut wir uns selbst fühlen, zu stark an Ergebnissen hängt oder an Ergebnisse gekoppelt ist, dann passiert Folgendes.
Speaker: Habe ich Erfolg, dann bin ich wertvoll.
Speaker: Habe ich Misserfolg, dann stimmt was nicht mit mir.
Speaker: Und hier hängt dann unser Selbstwert oder hier ist dann unser Selbstwert wie so ein Ping-Pong-Ball, der hoch und her hüpft.
Speaker: Das Feedback von außen entscheidet dann, wie ich mich fühle.
Speaker: Ob ich mich gut fühle, gut genug bin oder auch nicht.
Speaker: Und ich glaube, du hörst schon, dass es ein Problem geben kann.
Speaker: Weil dann ist unser Selbstwert nicht konstant.
Speaker: Und ich weiß, wenn ich sage konstant, meine ich nicht, es ist immer gleich, weil wir sind nicht gleich.
Speaker: Aber dass wir so eine Range haben, eine konstante Range, in der wir...
Speaker: in der wir uns selbst bewegen oder in der sich unser Selbstwert bewegt.
Speaker: Dass ich okay bin, egal ob ich gute oder schlechte Ergebnisse habe.
Speaker: Dass ich okay bin, auch wenn ich meine To-Do-Liste nicht abgehackt habe.
Speaker: Auch wenn ich vielleicht schlechtes Feedback bekommen habe oder keine Komplimente.
Speaker: Das meine ich, wenn ich sage, unser Selbstwert ist konstanter und losgelöster von diesen externen Faktoren.
Speaker: Und das wünsche ich mir so sehr für mich und für dich auch, dass wir dahin kommen, dass wir unseren Selbstwert dieses Jahr noch auf eine andere Weise aufbauen, als nur über die klassischen Erfolge oder abgehackten To-dos.
Speaker: Und zwar, indem wir Selbstwert ein bisschen größer sehen.
Speaker: Und zwar, dass Selbstwert nicht bedeutet, ich finde alles toll an mir, sondern dass ein stabiler Selbstwert bedeutet, ich bin gut, auch wenn es gerade nicht gut läuft.
Speaker: Und das Spannende ist, dass mir klar geworden ist, dass Selbstwert, da geht es nicht nur um so ein positives Selbstbild, was wir losgelöst sehen oder sehen können von externen Ergebnissen, sondern dass es da vor allem auch um die Beziehung geht, die du mit dir selbst hast.
Speaker: Die Psychologin Frederike Potrek-Rose nennt das einen bedingungslosen Selbstkontakt.
Speaker: Dass wir dahin kommen, dass wir eine richtig gesunde Beziehung zu uns selbst haben.
Speaker: Dass wir uns natürlich auch positiv selbst sehen.
Speaker: Nicht als perfekt.
Speaker: Also wir müssen nicht dahin kommen zu sagen, ich finde alles an mir toll, weil ich glaube, dass das
Speaker: gar nicht sein muss.
Speaker: Und wenn du dich auch gerne mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigst, dann kennst du das auch, dass du das Gefühl hast, du bist nie fertig.
Speaker: Dass es immer noch ein nächstes Level gibt, dass du immer noch besser, reifer, klarer, liebevoller werden kannst.
Speaker: Und deswegen braucht es das gar nicht, dieses ich bin gut, so wie ich bin, ich bin fertig.
Speaker: Das brauchst du gar nicht.
Speaker: Aber was es vielleicht brauchen könnte oder was so gut und so schön ist, wenn wir dahin kommen, dass wir gut sind, auch wenn es nicht gut läuft.
Speaker: Dass wir gut sind, auch wenn wir etwas nicht erreicht haben.
Speaker: Dass wir gut sind und uns gut fühlen können, auch wenn gerade andere vielleicht uns in einem negativen Licht sehen.
Speaker: Etwas anderes von uns wollen.
Speaker: Und ich möchte dich einladen, dass du, wenn du möchtest, dieses Jahr auch an deinem Selbstwert arbeiten möchtest, deinen Selbstwert weiter stärken möchtest, dass du das dieses Jahr über deine Beziehung tun könntest, über die Beziehung, die du zu dir hast.
Speaker: Und ein Weg, wie wir das machen können, ist, dass wir unseren Fokus verschieben.
Speaker: Dass wir uns zum Beispiel am Ende der Woche nicht fragen, habe ich das Ziel erreicht?
Speaker: Da habe ich meine To-dos erreicht und abgehakt.
Speaker: Sondern indem wir uns die Frage stellen, wer werde ich gerade oder wer bin ich geworden?
Speaker: Habe ich mit Integrität und Selbstrespekt die Woche gewonnen?
Speaker: die Woche gemeistert und bin ich positiv mit mir diese Woche umgegangen.
Speaker: Es sind diese kleinen Mindset-Shifts, die uns helfen, uns nicht länger über unser Tun zu definieren, sondern unseren Wert in dem zu verankern, wer wir sind.
Speaker: Und das geht, indem wir in unsere Beziehung zu uns selbst investieren, mit uns liebevoll umgehen, zu uns zu stehen, auch wenn Misserfolge passieren, an uns selbst zu glauben, auch wenn andere uns vielleicht abgeschrieben haben.
Speaker: Es bedeutet aber auch zu üben, Grenzen zu setzen, auch wenn es anderen nicht gefällt.
Speaker: Und das Spannende ist, dass ich gerne dahin kommen möchte, dass mein Selbstwert konstant ist.
Speaker: Und dann habe ich diesen superschönen Satz gehört.
Speaker: Mein Wert ist konstant, meine Ergebnisse variabel.
Speaker: Weil es passiert so viel und so viel von dem, was wir im Außen erreichen, hängt nicht nur an uns selbst ab, sondern auch an ganz vielen anderen Umständen, die wir nicht beeinflussen können.
Speaker: Ob ein Video viral gilt, hängt nicht nur von unserer Videoqualität ab, sondern auch, ob der Algorithmus gerade mitspielt, dass gerade irgendwie bei den anderen auch ein Thema ist.
Speaker: Da hängt ja so viel zusammen.
Speaker: Ob unser Buch ein Erfolg geworden ist oder unser Coaching oder unser Event oder unser Business, hängt nicht nur an deinem Input ab, sondern auch an Dingen, die du nicht beeinflussen kannst.
Speaker: Und deswegen ist es so schade, wenn wir uns selbst kleiner machen, wenn wir Dinge nicht erreicht haben.
Speaker: Ich bin gespannt, wie dir diese Episode gefällt.
Speaker: Lass es mich super, super gerne wissen.
Speaker: Und zum Abschluss möchte ich dir gerne noch ein paar Journal-Fragen mit an die Hand geben, die du entweder schriftlich, am liebsten schriftlich beantworten kannst oder wenn du gerade unterwegs bist, werde ich ein bisschen Musik einfach einpflegen.
Speaker: Dir einfach mal eine halbe Minute bis Minute Zeit geben.
Speaker: Dann kannst du für dich eigene Antworten finden und dann zur nächsten Frage übergehen.
Speaker: Denn ich weiß, es gibt so viel wertvollen Content in dieser Welt.
Speaker: Aber ich glaube, wir brauchen eigentlich nicht noch mehr Wissen.
Speaker: Vor allem nicht noch mehr Wissen von außen.
Speaker: Sondern was viel wertvoller ist, sind unsere eigenen Antworten.
Speaker: Wenn wir Raum schaffen, uns selbst zuzuhören, von uns selbst zu lernen.
Speaker: Mit den Worten, viel Spaß bei den folgenden Journal-Fragen.
Speaker: Okay, Frage Nummer eins.
Speaker: Wann habe ich zuletzt meinen Wert an ein Ergebnis gekoppelt?
Speaker: Und wie hätte ich mich gefühlt, wenn das Ergebnis egal gewesen wäre?
Speaker: Überleg mal, wann du in letzter Zeit da eine Verbindung gespürt hast von deinem Selbstwert oder einem guten Gefühl über dich selbst, ein gutes Bild von dir selbst und an etwas, was du kreiert hast.
Speaker: Vielleicht hilft es dir auch, an einen Misserfolg zu denken oder an einen großen Erfolg.
Speaker: Und schau mal und nutz das als Beispiel, um die Beziehung zwischen Selbstwert und Erfolg zu reflektieren.
Speaker: Lass uns als nächstes deine innere Beziehung zu dir selbst prüfen.
Speaker: Frage dich, wie gehst du mit dir um, wenn etwas nicht so gut läuft?
Speaker: Welche Gedanken hast du oft?
Speaker: Welche Wortlaute nutzt du mit dir selbst?
Speaker: Und dann frage dich, welche Worte oder Gesten der Selbstfreundlichkeit könnte ich mir in diesem Moment schenken?
Speaker: Was könntest du anders machen, um wohlwollend mit dir, vor allem in schwierigen Momenten, zum Beispiel bei Misserfolgen umzugehen?
Speaker: Und die letzte Frage, wir wollen deinen bedingungslosen Selbstkontakt stärken.
Speaker: Frage dich, welche meiner Eigenschaften, Handlungen oder Entscheidungen sind wertvoll, auch wenn sie nicht perfekt sind oder andere sie nicht anerkennen?
Speaker: Welche meiner Eigenschaften, Handlungen oder Entscheidungen sind wertvoll, auch wenn sie nicht perfekt sind oder andere sie nicht anerkennen?
Speaker: Bis zum nächsten Mal.
Speaker: Ich hoffe, du hattest ein paar wertvolle Erkenntnisse beim Reflektieren und beim Anhören dieser Folge.
Speaker: Lass es mich super gerne wissen.
Speaker: Du kannst mir gerne E-Mail schreiben an maxine.de.
Speaker: Ich freue mich, von dir zu hören und wünsche dir einen wunderbaren restlichen Tag.
Speaker: Bis ganz bald hier auf dem Podcast.



