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#88 - Das Gesundheitssystem geht vor die Hunde, und wir sollen dabei zusehen?

Chainless Woman
Chainless Woman

140 plays · Oct 15, 2026

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Speaker: Untertitelung des ZDF, 2020

Speaker: Herzlich willkommen zum Chainless Woman Podcast.

Speaker: Mein Name ist Natascha Wilms und seit über zehn Jahren begleite ich Frauen, die unter emotionalem Essen und ständigen Gewichtsthemen und Abnehmen versuchen leiden.

Speaker: Wenn du dauerhaft diesen Kreislauf, diesen Kampf gegen dich selbst und gegen dein Essverhalten verlassen möchtest, bist du genau wichtig hier, denn in diesem Podcast schauen wir uns die Ursachen für diese Herausforderung an und wir schauen uns echte nachhaltige Lösungen an, damit du nicht immer und immer wieder von vorne anfangen musst.

Speaker: Heute habe ich eine unglaublich starke Frau an meiner Seite und ich bin super froh, dass sie sich die Zeit genommen hat, hier zu sein, denn bei ihr ist aktuell richtig, richtig viel los.

Speaker: Bea ist Kinderärztin und sie hat in den letzten Monaten etwas geschafft, was nur sehr wenigen gelingt.

Speaker: Sie ist laut geworden.

Speaker: Und sie ist für unser Gesundheitssystem, für die Kinder, für die Familien und all die Menschen in dieser Gesellschaft aufgestanden.

Speaker: Sie hat sich vor Kanzler Merz gestellt und vor den Reichtag.

Speaker: Und sie spricht darüber, was die neuen Gesundheitsreformen langfristig für unsere Gesellschaft und uns alle bedeuten.

Speaker: Genau deshalb wollte ich unbedingt mit ihr sprechen, denn ich glaube, es braucht gerade zwei Dinge gleichzeitig.

Speaker: Menschen wie Bea, die laut werden, damit sich dieses kranke System verändert.

Speaker: und jede einzelne von uns, die dort Verantwortung übernimmt, wo sie kann, damit wir nicht darauf warten müssen, dass uns jemand rettet.

Speaker: Bea und ich kämpfen an unterschiedlichen Fronten für ein und dieselbe Sache.

Speaker: Dass Menschen, denen es nicht gut geht, die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.

Speaker: In unserer Coaching-Arbeit hier begleiten wir Menschen, die unter enormem Druck stehen und ihre Gefühle mit Essen bewältigen.

Speaker: Und wenn sie Eltern sind, dann spüren auch ihre Kleinsten diesen Druck.

Speaker: Und ich bin zutiefst überzeugt davon, gesunde, glückliche Eltern bringen gesunde, glückliche Kinder hervor.

Speaker: Doch die aktuelle Entwicklung macht mir große Sorgen.

Speaker: Und deshalb freue ich mich heute sehr, mit Bea darüber zu sprechen, wie es um unser Gesundheitssystem steht und welche Möglichkeiten wir haben, diesem System nicht zum Opfer zu fallen.

Speaker: Hallo liebe Bea, ich freue mich sehr, dass du da bist und dass du die Zeit gefunden hast.

Speaker: Bei dir ist ja richtig, richtig viel Trubel.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Vielleicht magst du uns erstmal so ein bisschen mitnehmen, wer bist du und was war bei dir auch in den letzten Wochen los?

Speaker: Denn das kann man ja auch kalt erzählen.

Speaker: Danke für die Einladung, Tasha.

Speaker: Wir haben ganz lange gebraucht, um das hier möglich zu machen.

Speaker: Die Terminkalender dann in Einklang zu bringen war ganz schön schwierig.

Speaker: Genau, also mein Name ist Dr. Bea Mercher, ich bin Kinderärztin, ich bin auch Master of Public Health.

Speaker: Für die, die das nicht wissen, das ist sozusagen ein Zusatzstudium, wo man die Medizin nicht auf Patientenebene, sondern auf Populationsebene versteht.

Speaker: Also da guckt man sich quasi die großen Probleme der Bevölkerung an.

Speaker: Ich bin zweifache Mama, bin alleinerziehend.

Speaker: Ich befinde mich gerade in Scheidung.

Speaker: Alle, die das kennen, wissen, das ist meistens nicht so schön.

Speaker: Und ich bin halt auf Social Media bekannt als Dr. Bär.

Speaker: Den Spitznamen habe ich im Ausland bekommen.

Speaker: Ich bin viel im Ausland unterwegs gewesen.

Speaker: Ich habe drei Jahre in Brasilien gelebt.

Speaker: Ich hatte einen Brasilianer geheiratet.

Speaker: Ich war lange in Kolumbien.

Speaker: Ich war in Guinea und Lesotho, humanitäre Arbeit machen.

Speaker: Und da haben sie mich immer Dr. Bär genannt und so sozusagen dieser Spitzname dann gekommen.

Speaker: Und ja, ich war ganz lange einfach nur mit kindermedizinischem Content unterwegs und dann ist mein Content jetzt irgendwie so ins Politische gerutscht.

Speaker: Eigentlich war das gar nie mein Ziel.

Speaker: Es ist eher aus so einer Notsituation heraus entstanden, weil ich gesehen habe, hier passieren ganz schlimme Dinge in unserem Gesundheitssystem und sie bekommen überhaupt nicht die mediale Aufmerksamkeit.

Speaker: Also die Öffentlich-Rechtlichen behandeln das fast gar nicht.

Speaker: Wie sagt man so schön, die tangieren das marginal.

Speaker: Vielleicht mal in einem Nebensatz oder so.

Speaker: Und die anderen Medien auch, finde ich, viel zu wenig dafür, dass es so ein elementares Thema unseres Alltags ist.

Speaker: Also gesundheitliche Versorgung ist die Basis für alles.

Speaker: Weil jeder weiß, der mal krank war, dann geht nicht mehr viel anderes.

Speaker: Das heißt, das andere ist eher

Speaker: ein Zusatz, aber die Gesundheit muss natürlich gesichert sein und die gesundheitliche Versorgung muss gesichert sein.

Speaker: Und als ich dann erkannt habe, hier werden jetzt Gesetze erlassen, auch wirklich auf eine Art und Weise, die mich sehr stutzig gemacht hat, was den Gesetzgebungsprozess angeht, dann habe ich gesagt, jetzt rede ich darüber, jetzt fülle ich sozusagen dieses Vakuum.

Speaker: Und das ist extrem gut angenommen worden.

Speaker: Also meine Reichweite ist explodiert, meine Followerzahl ist explodiert, die Leute

Speaker: sind wirklich dankbar gewesen, dass sie mal informiert werden, weil ich auch viele Dinge, die vielleicht so bruchstückhaft vereinzelt irgendwo stehen, in einen großen Kontext bringe.

Speaker: Sind viele dankbar, so diese Zusammenhänge dann auch zu verstehen, wie alles zusammenhängt.

Speaker: Ja, und dann ist natürlich alles total eskaliert, als ich dann am 27.

Speaker: August beim RTL

Speaker: Termin da war am Tisch mit Friedrich Merz.

Speaker: Wurde ich eingeladen, als Bürgerin mit unserem Bundeskanzler zu sprechen und das wurde dann in den Medien sehr fragwürdig geframed, als Beschimpfung des Bundeskanzlers und Schlagabtausch, was ja gar nicht stimmt.

Speaker: Ich habe da ganz sachlich einfach mit ihm gesprochen.

Speaker: Er hat mich dann ja auch als Nutznäßerin bezeichnet des Gesundheitssystems.

Speaker: was laut du denn Schmarotzer und Parasit bedeutet, als Ärztin einfach ihre ehrliche Arbeit macht.

Speaker: Und das ist halt alles viral gegangen.

Speaker: Und dann bin ich jetzt wirklich sehr groß geworden.

Speaker: Und nebenbei habe ich sozusagen unabhängig von diesem RTL-Termin noch angefangen, Kundgebungen in Deutschland zu organisieren gegen die Kürzungen im Gesundheitswesen.

Speaker: Mittlerweile demonstrieren wir auch gegen die Kürzung im Pflegewesen, weil da auch ganz schlimme Gesetzesvorhaben auf dem Weg sind, die wirklich die pflegerische Versorgung der Menschen total zerstören würde und zerstören wird, wenn sie erlassen sind.

Speaker: Und wir sprechen aber auch über Kürzungen bei Kindern, bei Familien, Alleinerziehenden.

Speaker: Also wir sind wirklich breit aufgestellt.

Speaker: wir kritisieren einfach diese Kürzungsorgie, diesen Kahlschlag im Sozialstaat, also das, was eigentlich Deutschland ausmacht.

Speaker: Also Deutschland ist ja in seiner ganzen Essenz ein Sozialstaat und das wird komplett in Frage gestellt von dieser Regierung und das wollen wir so nicht akzeptieren.

Speaker: Ich kann auch sagen, warum, weil die Begründung, mit der es gemacht wird, es sei kein Geld, da ist

Speaker: ist nicht legitim, weil wir noch nie so hohe Steuereinnahmen gehabt wie jetzt, fast eine Billion Euro, das muss man sich mal überlegen, obwohl es Deutschland nicht so gut geht, so hoch ist die Steuerlast in Deutschland und es wird an allen Ecken und Enden das Geld verschleudert, verschwendet, versinkt, korrumpiert und so weiter und dann habe ich gesagt, das kann ja nicht sein, also man kann ja nicht Geld in die Welt raustragen und bei den Kindern im eigenen Land sparen,

Speaker: wirklich der ausschlaggebende Punkt war, wo der Kinderarzt meines Sohnes mir mitgeteilt hat, er kann jetzt nicht mehr jedem Kind eine U-Untersuchung anbieten.

Speaker: Das war sozusagen dieser Kipppunkt, wo ich gesagt habe, also das als Kinderärztin, das kann ich ja nicht mehr akzeptieren.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Ich kann auch erklären, warum ich das nicht akzeptieren kann, weil viele sagen vielleicht, ach Gott, was wird da gemacht?

Speaker: Ja, gewogen, gemessen.

Speaker: Da passiert das halt nicht.

Speaker: Nein, aber es geht ja nicht nur darum zu schauen, dass das Kind sich körperlich entwickelt.

Speaker: Wir gucken ja auch nach Entwicklungsstörungen, wir gucken nach Hörstörungen.

Speaker: Und was zum Beispiel auch ganz wichtig ist, wir gucken natürlich auch nach Verwahrlosung, Missbrauch, Deprivation.

Speaker: Ich meine, diese Verpflichtung, die ist jetzt ja nicht in allen Bundesländern, aber es wird zumindest mal ein Brief und so geschickt.

Speaker: Das Jugendamt ist da manchmal, je nach Bundesland, mehr oder weniger hinterher.

Speaker: Aber die Geschichte ist sehr traurig.

Speaker: Das wurde gemacht, weil Kinder in Deutschland verschwunden sind.

Speaker: Im Sinne von, die waren dann irgendwann in Gefriertruhen.

Speaker: Ja.

Speaker: Die sind irgendwo angekettet an einem Bett gefunden worden.

Speaker: Also wirklich ganz dramatische Geschichten.

Speaker: Und das darf halt nicht passieren.

Speaker: Also diese Kinder dürfen nicht geboren werden und dann verschwinden.

Speaker: Mit dem Eintrag ins Geburtsregister müssen die Kinder sozusagen dann engmaschig kontrolliert werden, um halt solche Tragödien zu vermeiden.

Speaker: Und als ich das dann gehört habe, das war halt mit meinem Weltbild nicht zu vereinbaren.

Speaker: Ja, ja, absolut.

Speaker: Und du sprichst mir da total aus der Seele.

Speaker: Ich meine...

Speaker: Wir arbeiten oder ich arbeite ja nicht im Gesundheitssystem, aber irgendwie angelehnt daran, weil wir präventiv arbeiten und in den letzten Jahren immer mehr schon die Problematik gesehen haben, dass nicht richtig untersucht wird.

Speaker: Dass Klienten bei uns landen, die irgendwie im Gesundheitssystem niemanden finden, der sie mal ganzheitlich betrachtet und der auch, ich sag mal, auf Symptome wie chronische Erschöpfung oder so ganzheitlich eingeht, beobachtet.

Speaker: weil da ja schon sehr viel Druck da war, wenig Geld da war, die Ärzte wenig Zeit haben, so auf die Klienten und Patienten einzugehen.

Speaker: Und dieser Druck und diese emotionale Belastung, die macht sich natürlich, also ich bin der Überzeugung, wenn Eltern gesund sind und glücklich, dann entstehen da auch glückliche, gesunde Kinder raus.

Speaker: Wenn wir aber immer mehr kranke Erwachsene haben, die völlig unglücklich sind und überfordert von ihrem Leben, dann werden darunter am Ende die Kinder leiden und wir werden zu einer sehr, sehr kranken Gesellschaft und die Entwicklung sehen wir ja jetzt gerade auch schon.

Speaker: Und es ist mega, also ich kriege ein bisschen Gänsehaut, weil jemanden zu haben, der da mal rauszoomt und auch mal sagt, schaut mal, wo das hinsteuert und diese Zusammenhänge auch mal klar macht, weil wir kämpfen da halt auch gegen Windmühlen, wenn sich das System nicht ändert.

Speaker: Es ist ganz wichtig, was du sagst, weil es ist ja nicht so, dass ich ein hervorragendes Gesundheitssystem hier versuche zu retten.

Speaker: Also wir haben ein, ich sage immer, das brennt Lichterloh.

Speaker: Also unser Gesundheitssystem, das steht jetzt schon am Abgrund.

Speaker: Also jeder, der mal versucht hat, einen Facharzttermin zu finden.

Speaker: der weiß, wie schwer es ist, jeder, der ein Kind hat, was Paukenräuerchen braucht, da eine OP zu bekommen.

Speaker: Jeder, der eine Psychotherapie braucht, da einen psychotherapeutischen Therapieplatz zu bekommen.

Speaker: Jeder, der eine Mutter-Kind-Kur nach langem Kampf mit dem medizinischen Dienst endlich bewilligt bekommt, weiß, wie schwer es ist, dann an den Platz in der Mutter-Kind-Klinik ranzukommen.

Speaker: Das eine ist ja, dass man es bewilligt bekommt.

Speaker: Das andere ist, dass man die Leistung erhält.

Speaker: Und ich habe ja eine Juristin in meiner Bewegung dabei, die hat auch gesagt, das nennt sich auf Juristen deutsches Systemversagen, dass man den Anspruch auf dem Papier hat, aber es in der Realität nicht abrufen kann oder darf, weil der Zugang verwehrt wird.

Speaker: Und das heißt, dieses Gesundheitssystem ist wirklich schon sehr, sehr, sehr schlecht im Moment, so wie es auch finanziert wird, so wie es strukturiert ist.

Speaker: Die Zweiklassenmedizin mit den gesetzlichen und Privatversicherten ist ja schon an sich fragwürdig.

Speaker: Und jetzt wird noch massivst gekürzt.

Speaker: Und dann kommt die Politik und versucht uns zu vermitteln,

Speaker: das sei ein Paradigmenwechsel und jetzt würde sich die Versorgung verbessern.

Speaker: Und da versuche ich immer auch mit diesem, auf dieser Metaebene dieses Gaslighting zu exposen sozusagen, was da betrieben wird.

Speaker: Also die machen jetzt irgendwelche Posts und machen irgendwelche Reels.

Speaker: Ich frage mich immer, wer sitzt in deren Social Media Teams?

Speaker: Also dass die sich noch im Spiegel anschauen können, so eine

Speaker: so einen Mist zu veröffentlichen, sodass die sich nicht selber doof vorkommen.

Speaker: Also jetzt heute Morgen gucke ich ein Reel von Friedrich Merz, wo er sagt, wir machen Politik für alle Menschen in diesem Land.

Speaker: Ich habe nur kommentiert, sie glauben wirklich, wir sind so dumm, diese Lügen zu glauben.

Speaker: Oder sie denken wirklich, wir sind so dumm, dass wir diese Lügen glauben.

Speaker: Weil jeder, der ein bisschen sieht, was los ist, das stimmt ja nicht.

Speaker: Es wird ja massivst gekürzt bei den Schwächsten, bei den Alleinerziehenden, der Unterhaltsvorschuss,

Speaker: Das Elterngeld wird gekürzt.

Speaker: Die Liste ist so lang.

Speaker: Das müssen riesige Mindnems werden, um zu zeigen, wo überall gekürzt wird.

Speaker: Das heißt, wir haben dieses total kaputte Gesundheitssystem,

Speaker: Und jetzt wird gekürzt und uns wird gesagt, jetzt würde alles besser werden.

Speaker: Und wenn es halt wirklich jemanden gibt, der das glaubt, dann hat ja die Maschinerie an, man muss schon, also Propaganda ist immer so ein hartes Wort, aber diese an Meinungsbildung, nenne ich das jetzt mal, an öffentlicher Meinungsbildung, hervorragend funktioniert.

Speaker: Weil jeder, der Kontakt mit unserem Gesundheitssystem hat, weiß ja, wie...

Speaker: katastrophal das ist.

Speaker: Also da muss man nur mal in einer Notaufnahme gehen und da ist er total, also man muss aber sagen, irgendwie kriegsähnliche Zustände.

Speaker: Ich meine, da liegen ja die Leute dann auf dem Flur und ich hatte heute jetzt gerade ein Gespräch

Speaker: Mit jemandem, der mir gesagt hat, dass seine Schwägermutter eine Aphasie hatte.

Speaker: Also das bedeutet akuter Sprachverlust, konnte nicht mehr sprechen.

Speaker: Also bis man es ausgeschlossen hat, immer ein Schlaganfall.

Speaker: Also akuter Sprachverlust bei einer Erwachsenen, bis zum ersten Mal immer ein Schlaganfall.

Speaker: Sechs Stunden lang lag es in der Notaufnahme, kein Arztkontakt.

Speaker: Bis sie dann gesehen wurde, dass TT gefahren worden ist, ist jetzt ein Pflegefall.

Speaker: Und der ist halt so wütend natürlich auf dieses System, dass er mich kontaktiert hat und gesagt hat, wie kann ich dich unterstützen in deiner Arbeit?

Speaker: Und das heißt, da ist auch, ich habe das nämlich in diesem Interview mit dem Herrn Merz da gesagt, ich bin an dem Punkt, wo ich das Leid der Menschen sehe, ist eines meiner Zitate und das ist das, was ich meine.

Speaker: Also jetzt hast du diesen...

Speaker: Diese Frau da, wenn man die natürlich mit der Aphasie direkt ins CT geschoben hätte, sofort den Schlaganfall gesehen hätte, dann hätte man eine sogenannte Lyse machen können.

Speaker: Also man löst diesen Thrombus, der sich dann im Gehirn bildet.

Speaker: Dann hätte die vielleicht nach einer längeren Reha nochmal ihre Fähigkeiten erlangen können.

Speaker: Dann wäre die vielleicht nochmal Teil des Lebens.

Speaker: Das ist ein Pflegefall.

Speaker: Das heißt sogar volkswirtschaftlich ist das ja eigentlich keinem mehr zu erklären.

Speaker: Also menschlich natürlich eine Tragödie, volkswirtschaftlicher Schaden.

Speaker: Das ist ein

Speaker: Das heißt, dieser Mensch, der wird jetzt zum pflegenden Angehörigen.

Speaker: Jetzt kommt das Pflegedeuer-Ordnungsgesetz, kürzt jetzt alles bei der Pflege.

Speaker: Also es ist so vielschichtig.

Speaker: Und das ist das, was ich versuche zu sagen.

Speaker: Man muss das in einem Zusammenhang bringen, um die Gräueltaten, die da begangen werden, zu verstehen.

Speaker: Ich bin wirklich die Frau der drastischen Worte, wurde auch schon viel dafür kritisiert.

Speaker: Aber ich mache das aus dem einfachen Grund, weil ich möchte auch jetzt Leute, die das hier heute hören, sagen, das ist ja der Wahnsinn, was hier abgeht.

Speaker: Wie kann ich mich beteiligen, das zu verhindern?

Speaker: Und dann sagen sie vielleicht, ich gehe zu einer Kundgebung von BR.

Speaker: Und dann habe ich schon alles erreicht.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Ja, wir brauchen auf jeden Fall eine andere Kultur, was das Thema Aufstehen und die Meinung sagen angeht.

Speaker: Wir sind ja immer sehr gut darin, durch die Blume zu reden und um den heißen Brei und man braucht es einfach direkte Worte, damit man den Gong hört.

Speaker: Genau, so habe ich das nämlich auch nach außen kommuniziert.

Speaker: Mir wurde ja Polemik und Populismus und was nicht alles vorgeworfen.

Speaker: Ich habe gesagt, ja gut, aber mein Ziel habe ich erreicht.

Speaker: Die breite Öffentlichkeit hat gehört, dass es das Problem gibt und es wird darüber gesprochen und

Speaker: Wenn ich mich jetzt hingesetzt hätte und wieder mit so milden Worten gesagt hätte, weil der Bundeskanzler meinte zu mir, ich könnte ja sagen, ich sei nicht einverstanden, da wäre doch kein Medienhaus drauf angesprungen, oder?

Speaker: Was wäre das für eine Schlagzeile?

Speaker: Kinderärztin ist nicht einverstanden mit der Gesundheitsreform.

Speaker: Das bringt ja keiner.

Speaker: Was haben sie gebracht?

Speaker: Kinderärztin oder Ärztin nennt mehr als Menschenverachtend, ne?

Speaker: Das ist natürlich schon in sich falsch, weil ich habe nicht März-Menschen verachtend genannt, ich habe das Gesetz, das er erlassen hat, Menschen verachtend genannt, wo man wieder sieht, wie so die Qualität der journalistischen Arbeit ist.

Speaker: Aber im Prinzip war es mir dann egal, weil es kam in der Bild, es kam auf Spiegel, es kam auf Fokus, es kam auf NTVs, auf allen Kanälen.

Speaker: Und dadurch habe ich natürlich dann eine ganz breite Masse an Menschen erreicht.

Speaker: Und viele haben davon halt zum ersten Mal gehört.

Speaker: Die wussten halt gar nicht, dass dieses Gesetz überhaupt erlassen wurde.

Speaker: Ja, na ja, schön über den Sommer, dann war wieder Fußball.

Speaker: Also ich glaube, jede Person, die in die Situation kommt, wirklich von dem Gesundheitssystem Hilfe zu brauchen, wird das schon gespürt haben in den letzten Jahren.

Speaker: Wir haben ja eine Riesendiskussion auch um Corona zu dem Thema überlastend das Gesundheitssystem gehabt.

Speaker: Da stelle ich mir natürlich auch die Frage, wo soll das jetzt hinführen, wenn wir wieder in eine Pandemie rutschen oder so irgendwas kommt.

Speaker: Weil statt, dass man jetzt aufrüstet sozusagen im Gesundheitsbereich, rüstet man noch ab, obwohl wir ja eigentlich jetzt, sag ich mal, erst die Erfahrung 2020, 2021, 2022 gemacht haben, was passiert, wenn es wirklich mal Probleme gibt.

Speaker: Aber ich würde, also was würdest du sagen?

Speaker: Weil für mich hat das gerade schon so eine Art

Speaker: Wir sind irgendwie so gefühlt in so einem Zustand von so einer Massenhypnose.

Speaker: Lethargie ist ja eine Massenlethargie, Resignation.

Speaker: Genau, so eine maximale Resignation.

Speaker: Was sagst du, wie können wir damit umgehen gerade?

Speaker: Was braucht es jetzt, damit sich da was verändern kann?

Speaker: Also ich glaube, jeder muss sich klar werden, also wir leben ja in einer Demokratie.

Speaker: Also ich bin zumindest noch der Überzeugung, dass wir in einer Demokratie leben.

Speaker: Demokratie heißt aber auch, wenn wirklich das Volk regieren will, dass das Volk dann auch Verantwortung hat.

Speaker: Also dann kann man nicht diese Verantwortung jemandem geben und sagen...

Speaker: der wird sich schon um mich kümmern.

Speaker: Und wenn er es nicht macht, dann meckere ich so vor mich hin.

Speaker: Nee, da muss man auch sozusagen aktiv am politischen Prozess teilnehmen.

Speaker: Und das kann man auf ganz vielfältige Art und Weise.

Speaker: Man kann Petitionen unterschreiben.

Speaker: Ich habe zum Beispiel eine Petition gegen die Krankschreibung auf dem ersten Tag.

Speaker: Das kann man gerne unterschreiben, kann ich dir den Link zukommen lassen oder wenn man jetzt bei Google einfach eingibt, Dr. Beer Petition kommt das.

Speaker: Setzen wir einfach unten in die Schrauben aus.

Speaker: Genau, das ist mittlerweile die drittgrößte Petition auf der Plattform, wo ich bin.

Speaker: Da haben schon 550.000 Menschen unterschrieben.

Speaker: Je mehr da unterschreiben, desto mehr Druck hat man natürlich auch auf die Politik, die man ausnehmen kann.

Speaker: Das nächste ist, man muss seinen Abgeordneten kontaktieren.

Speaker: Also jeder Wahlkreis hat einen Abgeordneten und der vertritt jetzt mal diese Menschen in diesem Wahlkreis.

Speaker: Und natürlich bastelt der da so vor sich rum.

Speaker: Und denkt, er macht schon das Richtige, er ist ja auch immer seinem Fraktionszwang und wie das alles heißt, unterlegen.

Speaker: Also dieses ganze Gesetz ist ja nur im Rahmen des Fraktionszwangs verabschiedet worden.

Speaker: Das GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz oder das GKV-Spargesetz, worüber ich die ganze Zeit spreche.

Speaker: Ich habe jetzt mit ein paar Bundestagsabgeordneten gesprochen, auch von der SPD und alle haben mir gesagt, ja, aber das ist eine Katastrophe, das Gesetz, aber mir wurde gesagt, ich soll es machen.

Speaker: Also da muss man ganz tief durchatmen, um bei den Personen dann noch die Kontenanz zu bewahren.

Speaker: Wisst ihr eigentlich, wie zerstörerisch das Gesetz ist?

Speaker: Aber ja, der Fraktionsfrieden und die Koalition, so wird das dann wichtiger.

Speaker: Das heißt, ihr müsst eure Abgeordneten anschreiben.

Speaker: Ich habe ja damals, Ende Juni war das, also vor Verabschiedung des Gesetzes, habe ich Aufrufe gemacht.

Speaker: Wir haben die Server crashen lassen.

Speaker: Also es gibt eine Seite, die heißt Hausarzt.

Speaker: Das ist sehr einfach gemacht, kann man einfach seine Postleitzahl eingeben, dann kommt der Name des Abgeordneten, dann klickt man drauf, dann kommt eine vorgefertigte Mail, wo halt drin steht, wir wollen nicht, dass die haushätztliche Versorgung schlichter wird.

Speaker: Das kann man natürlich alles rauslöschen.

Speaker: Es geht einfach darum, dass man schnell weiß, wer sein Abgeordneter ist und dass die E-Mail einem rausgesucht wird.

Speaker: Und dann kann man ja schreiben, das muss ja gar nichts Großes sein, man kann einfach schreiben, sehr geehrter Herr XY, sehr geehrte Frau XY, warum erlassen Sie solche Gesetze?

Speaker: Ich komme jetzt schon nicht an einem Arzttermin, da kann man sich mal ein bisschen den Frust von der Seele schreiben, weil die müssen dann auch mal antworten.

Speaker: Und natürlich, wenn die vor sich in Berlin da irgendwie rumdoktern, in diesem komplett kaputtgesparten Gesundheitssystem, denken die, es ist doch alles wunderbar, es kommt ja kein Gegenwind, es kommen keine kritischen Stimmen.

Speaker: Das heißt, jeden Tag müssten da Tausende von E-Mails reinflattern.

Speaker: Da müssten jetzt schon mal sagen, also hier, das Volk ist ein bisschen aufgebracht oder die Zivilgesellschaft oder Bevölkerung, wie man auch immer jetzt diese Menschen in diesem Land jetzt alle nennen möchte, ohne immer gleich geframed zu werden.

Speaker: Aber das heißt, diese Menschen müssen die kontaktieren.

Speaker: Das heißt also Petition, dann die direkten E-Mail-Systeme,

Speaker: Kontakte zum Abgeordneten und jetzt kommt das nächste, dann muss man einfach auf die Straße kommen.

Speaker: Also ich mache ja diese Kundgebungen.

Speaker: Ich war schon in Hannover, in Stuttgart, in Frankfurt, in Essen, in Idar-Oberstein, ganz klein hat jemand angemeldet, bin ich hingefahren in Berlin.

Speaker: Und wenn natürlich da Tausende, mein Wunsch ist ja mal so 100.000, also eigentlich müssten es ja Millionen sein, weil das betrifft ja 74 Millionen direkt, die gesetzlich Versicherten, ne?

Speaker: Also

Speaker: Die 90% gesetzlich Versicherten, das betrifft aber auch alle anderen, nämlich die Privatversicherten, weil wenn dieses Gesetz greift und dann wird das alles gespart, dann ist auch die Notfallversorgung tot, dann sind die Krankenhäuser 2030 jedes zweite zu 20%.

Speaker: was du meinst, wird ja alles runtergefahren.

Speaker: Die gehen auch nicht mal auf.

Speaker: Das ist dann weg, das Krankenhaus.

Speaker: Das wird nicht wieder eröffnet.

Speaker: Das heißt, man muss das jetzt verhindern.

Speaker: Die Geburtskliniken schließen noch und nöcher.

Speaker: Jeden Tag gehen irgendwo Geburtskliniken zu, Kinderkliniken schließen, Palliativstationen schließen.

Speaker: Die Notfallstationen werden ja immer und immer überlasteter.

Speaker: Die Wartezeiten werden immer länger.

Speaker: Also wer jetzt schon sechs Stunden wartet, dann stellt euch darauf ein, dass ihr 2027 zehn Stunden wartet.

Speaker: Das wird dann eine tagesführende Aufgabe verwendet.

Speaker: Und das Krasse ist natürlich, da kriegt man keine Facharzttermine mehr.

Speaker: Da muss man ja in die Notaufnahme.

Speaker: Man wird ja nicht gesund.

Speaker: Es ist ja nicht so, dass ich krank zum Arzt gehe und sage, ich kriege keinen Termin, dann bin ich gesund.

Speaker: Ich bin ja noch genauso krank.

Speaker: Ich kriege nur keine Behandlung.

Speaker: Was machen die Leute?

Speaker: Dann strömen die alle in die Notfallstation.

Speaker: Das machen natürlich die Mitarbeiter.

Speaker: Das ist ja jetzt schon schlimm.

Speaker: Die Mitarbeiter machen das aber irgendwann auch nicht mehr mit.

Speaker: Die sagen, ich verschwinde.

Speaker: Dann kannst du noch Leiharbeiter holen.

Speaker: Die sind dreimal so teuer wie ein Angestellter.

Speaker: Das heißt, es wird alles ad absurdum geführt.

Speaker: Und das heißt, wie du sagst, eigentlich müsste man aufrüsten.

Speaker: Die Bevölkerung wird älter und kränker.

Speaker: Wir müssten eigentlich unser Gesundheitssystem aufrüsten und mehr Krankenhäuser haben.

Speaker: Und alles wird alles kurz und klein gehauen.

Speaker: Alles wird privatisiert.

Speaker: Alles ist nur noch profitorientiert.

Speaker: Die Freiberuflichkeit der Ärzte wird unmöglich gemacht.

Speaker: Die werden alle in die Anstellung von konzerngeleiteten medizinischen Versorgungszentren gedrängt.

Speaker: Es ist sehr, sehr komplex.

Speaker: Ich habe viele Podcasts, wo ich vier Stunden lang sozusagen diese ganzen Hintergründe erklärt habe.

Speaker: Das ist jetzt heute nicht unser Thema.

Speaker: Ich reiße es nur so ein bisschen an.

Speaker: Aber das heißt, diese Leute, eigentlich sind es halt alle Menschen in diesem Land, die müssten sagen bis hierhin und nicht weiter.

Speaker: Es reicht, so heißt ja auch meine Bewegung, es reicht.

Speaker: Gesundheit statt Sparbaren.

Speaker: dass man wirklich auf die Straße geht.

Speaker: Weil wenn ich diese Bilder habe, also ich habe immer einen Videografen, wenn ich diese Bilder habe von Tausenden von Menschen, die klatschen, die schildern, die skandieren, dann kann man halt auch das mal posten oder nochmal einem Herrn Lindemann schicken und sagen, schauen Sie mal.

Speaker: Also die Bevölkerung ist damit nicht einverstanden.

Speaker: Aber wenn natürlich, also in Stuttgart waren so zweieinhalbtausend, Berlin war ja toll, da waren ja 14.000 in Berlin.

Speaker: Aber zum Beispiel jetzt in Hannover, ich komme ja selber aus Hannover, regnerischer Tag, 600, was hat man dann für...

Speaker: für ein Standing, dann würde man sagen, ja gut, 600, es gibt immer Leute, die gehen auf alle Demonstrationen, das heißt, ich brauche halt wirklich die Leute auf der Straße, jetzt am Samstag direkt bin ich am 17.

Speaker: Oktober in Köln, da habe ich große Hoffnung, also ich hoffe mal, so Köln, das ist, denke ich,

Speaker: vielleicht durch Karneval und so, auch so ein bisschen hartgesotteneres Publikum, die vielleicht auch bei Regen noch Karneval feiern.

Speaker: Vielleicht kommen die dann auch bei Regen.

Speaker: Ich weiß ja nicht, man weiß es ja in Deutschland nie, wie das Wette wird.

Speaker: Ich hoffe einfach, ich habe noch ein cooles Programm, ich habe eine Kindertanzgruppe, ich habe eine berühmte Schlagersängerin, weil ich mache ja meine Kundgebung so als Festivalcharakter, weil ich möchte auf der einen Seite zeigen, wie katastrophal alles ist und dass wir uns werden müssen.

Speaker: Auf der anderen Seite möchte ich zeigen, wie kann das Leben doch schön sein in Gesundheit und Frieden und Freiheit.

Speaker: Und deswegen habe ich immer auch diese Sänger.

Speaker: Ich habe auch eine eigene Hymne für meine Bewegung, das Lied Punkt 12.

Speaker: Und ich hoffe, dadurch die Leute auch ein bisschen zu motivieren, dass sie auch lange bleiben und sich das anhören.

Speaker: Für Kinder ist es vielleicht auch schön.

Speaker: Und auch Leute, die vielleicht nur vorbeilaufen, dass die stehen bleiben.

Speaker: Ja, da steckt ganz viel Herzblut gerade drin.

Speaker: Stimmt, da ist ganz, ganz, ganz viel in der Arbeit.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Ich habe mehrere Fragen.

Speaker: Ich muss gerade überlegen, wo ich anfange.

Speaker: Also zuallererst mal frage ich mich, was glaubst du, woran es liegt?

Speaker: Also liegt es einfach an den Medienhäusern, die das nicht groß genug machen, das Thema?

Speaker: Oder...

Speaker: Woran liegt es, dass die Leute sich nicht engagieren oder auf die Straße mitgehen in größerem Ausmaß?

Speaker: Also ich glaube, das ist wie immer im Leben so multifaktoriell.

Speaker: Es ist ganz selten, dass man eine Ursache hat.

Speaker: Ich meine, das erste ist natürlich, wie du sagst, die Medienhäuser, wenn man guckt, wem gehören die eigentlich, dann gehören die Parteien.

Speaker: Zu den größten Prozentzahlen.

Speaker: Natürlich nicht zu 100 Prozent, aber das sind meistens so die größten Anteilseigner, nennt man das ja.

Speaker: Matzak zum Beispiel, wo ich jetzt aus Hannover komme, gehört der SPD.

Speaker: Die SPD hat dafür gestimmt, ja.

Speaker: Die waren nicht da bei meiner Demo.

Speaker: Es waren so unabhängige Journalisten, die haben auch tolle Arbeit gemacht.

Speaker: Die übernehmen jetzt quasi die Arbeit der Öffentlich-Rechtlichen, für die wir eine Gebühr alle bezahlen müssen, ohne das entscheiden zu dürfen, ob wir das wollen oder nicht.

Speaker: Das Nächste ist, der Alltag der Menschen ist, wie du sagst, natürlich schon sehr stressig.

Speaker: Ich meine, die sind in diesem Hamsterrad mit Kindern, Arbeit.

Speaker: Rechnungen, wir merken es alle, das Leben wird immer teurer, Urlaub kann man sich kaum noch leisten, das heißt, wir haben wenig Erholung.

Speaker: Also dort überhaupt noch Zeit zu finden, sich politisch mit belastenden Themen zu beschäftigen, das belastet ja.

Speaker: Also wenn ich denn heute eine Zeitung aufmache, bin ich danach trauriger als vorher.

Speaker: Und das muss man sich auch erstmal antun.

Speaker: Ich verstehe das auch total, dass Menschen dann sagen, lasst mich bitte einfach alle in Ruhe.

Speaker: Ich will einfach nur meine Ruhe haben.

Speaker: Ich arbeite den ganzen Tag, ich bezahle meine Steuern, ich bezahle meine Rechnungen.

Speaker: Wenn ich in den Supermarkt gehe, kaufe ich fünf Sachen, bin ich 50 Euro los.

Speaker: Ich will jetzt einfach meine Sendung gucken.

Speaker: Und ich verstehe das total.

Speaker: Und das sollte auch jeder machen.

Speaker: Also jeder muss ja für sich so Me-Time definieren, Quality-Time.

Speaker: Aber ich versuche nochmal daran zu erinnern, dass wir in einer Demokratie halt auch eine Verantwortung haben, an diesem politischen Entscheidungsprozess mitzuwirken, weil sonst wird über unsere Köpfe hinweg regiert und man sieht ja, was dann passiert.

Speaker: Dann wird alles schlechter und kaputt gemacht.

Speaker: Und dann kann man halt am Ende auch nicht sagen...

Speaker: so ein Mist, weil man hat es ja dann, also mein Papa, Gott hab ihn selig, der ist leider verstorben, aber der hat einen wichtigen Satz gesagt, es gibt immer den, der etwas mit dir macht und es gibt den, der es mit sich machen lässt.

Speaker: Das heißt, wenn wir es auch mit uns machen lassen, was können wir uns dann vorwürfen?

Speaker: Also mein Traum ist ja, ein neues Leipzig 1989.

Speaker: Immer mehr Menschen, immer mehr Menschen, irgendwann 100.000 durch die Straßen, die einfach, ich stehe ja auch für keine politische Partei, für keine, ich stehe nur für die Sache, ich stehe nur dafür, dass wir ein gutes,

Speaker: solidarisches und für alle Menschen verfügbares Gesundheitssystem haben.

Speaker: Das ist meine Vision.

Speaker: Das hatten wir in Deutschland schon in den 80ern und 90ern.

Speaker: Dann ist durch bestimmte Entscheidungsträger, dass alles zerstört wurde im Sinne der Privatisierung und was dann da alles gelaufen ist.

Speaker: Das würde jetzt lange dauern, allein die Geschichte des deutschen Gesundheitssystems aufzuarbeiten.

Speaker: Das hört auch nicht immer.

Speaker: Aber ich möchte einfach sagen, mein Wunsch ist, dass die Leute...

Speaker: erkennen, dass es dieses Problem gibt.

Speaker: Sie müssen verstehen, wie dramatisch das Ganze ist.

Speaker: Ich verstehe, dass sie keine Kraft haben, aber ich versuche daran zu überliehen, dass sie es trotzdem irgendwie machen müssen.

Speaker: Ich sage immer, es heißt meine Bewegung ja auch, es ist Punkt 12.

Speaker: Ich gründe auch gerade einen Verein, einen eingetragenen Verein mit Gemeinnützigkeit.

Speaker: weil ich dann Spendenquittung ausstellen kann und vielleicht größere Spendengeber bekomme, weil wir sind ja rein Spenden finanziert.

Speaker: Kleinstspenden im Schnitt von 25 Euro finanzieren meine ganze Bewegung.

Speaker: Meine Hoffnung ist halt, dass die Leute wirklich erkennen, es ist jetzt Punkt 12, aber es ist halt genau eine Sekunde Punkt 12 und dann ist es fünf nach zwölf und dann ist es halt zu spät.

Speaker: Dann sind die Krankenhäuser zu und die gehen nicht mehr auf.

Speaker: Dann sind die Ärzte abgewandert in die Schweiz und die kommen nicht wieder.

Speaker: Dann sind die Pflegekräfte aus dem Beruf raus und die kommen auch nicht wieder.

Speaker: Und das heißt, das ist so kurzsichtig gedacht von dieser Politik, dass es wirklich zum Haare raufen ist.

Speaker: Also man sieht es ja, da kommt eine Nina Waken, das war die Gesundheitsministerin, die dieses furchtbare Gesetz erlassen hat.

Speaker: Das war wahrscheinlich ihre Aufgabe.

Speaker: Sie hat gesagt, prügelt das mal das Parlament.

Speaker: Hoffentlich merkt keiner, wie schlimm das ist.

Speaker: Hat sie geschafft.

Speaker: Man hat auch richtig angesehen, wie es erleichtert war, dass sie da ihren Job erledigt hat.

Speaker: Das ist die weg, Kanzleramtschefin.

Speaker: Sie ist befördert worden dafür, dass sie das zerstörerische Gesetz erlassen hat.

Speaker: Jetzt kommt Carsten Lindemann, der hat von Toten und Blasen keine Ahnung im Gesundheitswesen, der hat letztes Jahr im Mai selber noch gesagt, was würden die Menschen in Deutschland sagen, wenn ich jetzt Gesundheitsminister wäre.

Speaker: Das hat er selber noch quasi in die Lächerlichkeit gezogen.

Speaker: Jetzt ist er Gesundheitsminister.

Speaker: Das heißt, wir haben die ganze Zeit Juristen und Volkswirtschaftler und so in solchen Positionen, die null Ahnung davon haben, was der Alltag bedeutet im Gesundheitswesen.

Speaker: Und

Speaker: Es wird halt auch gar nicht mal so strukturell reformiert.

Speaker: Es wird halt immer nur weiter rumgedoktert und weiter rumgedoktert heißt immer, es wird alles schlimmer gemacht.

Speaker: Das bereitet mir wirklich schlaflose Nächte und jetzt hätte ich die schlaflosen Nächte damit verbringen können, an die Decke zu starren und ich habe sie halt jetzt kanalisiert in solche Grundgebungen.

Speaker: Ja, also das ist halt, glaube ich, wirklich eine Herausforderung, wie du es schon sagst.

Speaker: Also wenn wir die ganze Zeit mit dem Überleben beschäftigt sind, dann fehlen irgendwann die Ressourcen und das ist natürlich auch eine gute Strategie, die Leute in eine Situation zu bringen, wo sie gerade noch so Kraft haben, irgendwie ihren Alltag zu bewältigen, weil dann ist der Widerstand natürlich auch da.

Speaker: Natürlich, weil die nächste Mahnung im Briefkasten wartet schon.

Speaker: Es ist ja nicht so, dass da irgendjemand oft

Speaker: auf dich wartet, ja?

Speaker: Also die Mahnungen flattern weiter rein und der Kühlschrank will weiter gefüllt werden, der Alltag mit den Kindern läuft immer weiter, die Hausarbeiten müssen gemacht und die Wäsche muss gewartet.

Speaker: Das stoppt ja nicht.

Speaker: Das heißt, man muss es wirklich on top auf seinen Alltag irgendwie draufpacken.

Speaker: Aber ich versuche halt, die Leute davon zu überzeugen, wir müssen es jetzt machen, weil sonst ist es zu spät.

Speaker: Ich weiß, dass das nicht schön ist.

Speaker: Also ich könnte mir auch schönere Dinge vorstellen, die ich jetzt mit meiner Zeit machen könnte, ja?

Speaker: Ich würde zum Beispiel tausende Bücher gerne mal lesen, die ich hier stehen habe.

Speaker: Und ich würde auch total gerne mal mit meinen Kindern einen Tag im Zoo, ja.

Speaker: Aber das schaffe ich jetzt halt nicht.

Speaker: Und ich sage aber, so habe ich auch vielleicht mein Studium und so geschafft, weil ich gesagt habe, okay, jetzt strenge ich mich an, jetzt setze ich mich hin und lerne, aber dafür bin ich in der Zukunft dann eine Ärztin.

Speaker: Das heißt, ich verzichte jetzt mal.

Speaker: Da gibt es auch dieses berühmte Marshmallow-Experiment mit den Kindern, ne.

Speaker: Da hat man den Kindern ein Marshmallow hingelegt und hat gesagt, okay,

Speaker: wenn du diesen Marshmallow nicht isst, bis das hier klingelt, kriegst du einen zweiten.

Speaker: Und manche Kinder konnten das nicht, die haben den Marshmallow gestern einbekommen.

Speaker: Und die, die es ausgehalten haben, die haben dann den zweiten bekommen.

Speaker: Und dann hat man sich über die vielen Jahre angeschaut, was aus diesen Kindern geworden ist und konnte feststellen, die Kinder, die sozusagen diesen Verzicht ausüben konnten, aber dafür was extra bekommen, die waren im späteren Leben sogar erfolgreicher.

Speaker: Und das heißt, ich versuche, die Leute davon zu überzeugen, wir haben jetzt im Prinzip gerade ein Marshmallow-Experiment,

Speaker: stellt im Moment vielleicht mal so Spaßaktivitäten hinten an und kommt dafür auf eine Demo.

Speaker: Also manche sagen, ich komme nicht, weil ich mit meinen Kindern in den Vogelpark gehe oder so.

Speaker: Und dann sage ich, aber du kannst auch nächstes Wochenende auf einen Vogelpark gehen.

Speaker: Komm bitte heute auf meine Demo, weil die ist jetzt einmal hier in Hannover.

Speaker: Und wenn du kommst, dann wird der Platz voll.

Speaker: Dann habe ich Bilder, die ich einem Gesundheitsminister zeigen kann.

Speaker: dass die Leute sich das nicht gefallen lassen.

Speaker: Aber wenn sie natürlich nicht kommen.

Speaker: Und dann aber am Ende explodieren meine Reels zu den Kundgebungen.

Speaker: Dann schreiben alle.

Speaker: Ich fand es ganz interessant, dann schreibt einer, geht doch mal auf die Straße, hat einer kommentiert.

Speaker: Und ich habe nur kommentiert, gehen wir doch, aber ihr kommt nicht.

Speaker: Das heißt, die Leute müssen auch aus ihrer Einstellung raus, jemand anders soll das lösen.

Speaker: Also man muss dann halt auch wirklich Eigeninitiative mal zeigen.

Speaker: Also manche zum Beispiel schreiben auch, ja, aber warum kommst du nicht in meine Stadt?

Speaker: Wann kommst du in meine Stadt?

Speaker: Ich sage mal, also außer Hannover habe ich keine meiner Städte selber angemeldet.

Speaker: Das waren alles Leute, die gesagt haben, kommst du bitte zu mir?

Speaker: Ich habe gesagt, ich mache das, melde es an.

Speaker: Du bist dann sozusagen der Anmelder.

Speaker: Ich bin die Veranstalterin der Demos, kein Problem.

Speaker: Ich bezahle ja auch alles, aber ich möchte gerne Eigeninitiative.

Speaker: Und das heißt,

Speaker: jetzt zum Beispiel Hamburg hat jemand angemeldet, Köln hat jemand angemeldet, die der Oberständische, das sind alles Menschen, die haben es angemeldet.

Speaker: Ich habe immer gesagt, ich komme, ich organisiere alles.

Speaker: Aber ich möchte schon gerne, dass, also wie gesagt, Hannover wohne ich ja, deswegen habe ich es gemacht, aber ich möchte, dass da auch die Leute, aber wenn ich jetzt auch noch mit den Polizisten und den Behörden und so kommunizieren muss, schaffe ich halt auch nicht mehr.

Speaker: So, und dann hieß das, ja, aber da kommt, also wir gehen ja am 7.

Speaker: November nach Dresden, ja, wieso kommst du nicht mehr in den Osten?

Speaker: Und ich sage,

Speaker: Meldet es an.

Speaker: Besprecht es mit mir, wenn ich Zeit habe und dann komme ich.

Speaker: Und jetzt hat mich vor kurzem jemand angeschrieben und hat gesagt, ich möchte gerne nach Leipzig.

Speaker: Und ich sage, macht das hier, das Datum, was ich kann.

Speaker: Wenn sie es macht, komme ich.

Speaker: Aber die Leute müssen, glaube ich, wirklich verstehen, dass ihnen das nicht abgenommen wird.

Speaker: Also da muss schon eine gewisse Eigeninitiative dann kommen.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Ja, das ist ja auch der Grund, warum wir hier so viel Aufklärung machen, weil viele dann wirklich in so einem, ja, wie so ein Totstellreflex, also völlig im Freeze-Zustand und in der Hoffnung, dass jemand kommt und sie rettet.

Speaker: Und ich meine, das ist ja mit der Thematik, mit dem Essverhalten und so sehr, sehr ähnlich.

Speaker: Und dieses Thema da in die Verantwortung zu kommen und erst mal zu gucken, wo stecke ich vielleicht auch meine Energie rein,

Speaker: in Sachen rein, die mich gerade null weiterbringen, sondern vielleicht wirklich eher nur so Scheinlösungen sind oder die Situation langfristig sogar noch verschlimmern.

Speaker: Und da ist auch so eine mangelnde Impulskontrolle drin.

Speaker: Also eben dieser Verzicht heute, um morgen einfach mehr davon zu haben.

Speaker: Ganz genau.

Speaker: Und das ist natürlich ein wieses Thema, weil ich das auch flächendeckend in der ganzen Gesellschaft sehe, dass dieses...

Speaker: dieser Wille dahin zu schauen, wo es wirklich unbequem ist und wo sozusagen die Ursache liegt, nicht so da ist.

Speaker: Und dann ganz häufig sich so ganz viele Stellvertreterprobleme angeschafft und angeguckt werden, wo dann die ganze Zeit die Energie reingesteckt wird.

Speaker: Und das Problem dabei ist ja,

Speaker: Das ist vielleicht in dem Moment erst mal leichter, sich damit abzulenken, aber langfristig funktioniert diese Vermeidung ja nicht.

Speaker: Es wird ja immer, immer schlimmer und irgendwann fliegt uns das um die Ohren.

Speaker: Vom Kleinen zum Großen, von den persönlichen Themen, die wir nicht anschauen, um diese Themen anzugehen und zu lösen, zu den Großen im System.

Speaker: Und das ist ja im Kleinen wie im Großen.

Speaker: Da zeigt sich halt eben auch ein bisschen, das Thema sind, wir haben echt

Speaker: wie eine schwierige Politik und da sind echt Menschen in der Regierung, wo man echt mal fragen darf, warum sind die da und dürften die da eigentlich sein, ja?

Speaker: Und gleichzeitig gibt es aber, wie du auch vorhin schon gesagt hast, die Bevölkerung, die eben auch eine Verantwortung dafür trägt, weil sie immer wegschaut, wenn es unbequem wird.

Speaker: Ja, oder sehr häufig wegschaut.

Speaker: Ich unterbreche hier ganz kurz, weil wir gerade über etwas gesprochen haben, was auch was mit dir zu tun haben könnte.

Speaker: Denn dieses Wegschauen, wenn es unbequem wird, das nehme ich bei dem Thema Ernährung, Essverhalten und Gewichtsthemen auch wahr.

Speaker: Wir versuchen hier ganz, ganz viel Aufklärung zu machen, was wirklich für Ursachen darunter liegen.

Speaker: Aber wenn es dann darum geht, wirklich in Kontakt zu treten mit den Ursachen und dem, was unter deinem Essverhalten liegt, dann scheren doch wieder viele zu Scheinlösungen aus, versuchen es nochmal mit mehr Disziplin, nochmal mit einem Kaloriendefizit, nochmal mit mehr Kontrolle.

Speaker: Und das ist sinnbildlich dafür, was ich damit sagen wollte mit den letzten Zeilen hier in einem Interview,

Speaker: was ich unter Wegschauen meine.

Speaker: Und natürlich passiert das nicht bewusst.

Speaker: Es passiert oft unbewusst.

Speaker: Es passiert aus Hilflosigkeit heraus und auch aus dem Mangel von Ressourcen heraus.

Speaker: Und trotzdem bieten sich immer wieder Möglichkeiten, so wie wir sie hier anbieten, um wirklich an die Ursache zu gehen.

Speaker: Viele von uns kümmern sich um den nächsten Plan, aber nicht um die Ursache.

Speaker: Und wenn du das nicht länger aufschieben willst, dann lass uns

Speaker: in einem kostenlosen Vorgespräch gemeinsam hinschauen, was hinter deinem Essverhalten steckt und wie es wieder normal werden kann.

Speaker: Den Link dazu findest du unten in den Shownotes.

Speaker: Und jetzt wieder zurück zur Bea.

Speaker: Ja, und ich meine, du siehst es ja jetzt, wo ich so laut geworden bin, wie dann auch Journalisten sich auf mich geschmissen haben, versucht haben, Lügen zu entdecken.

Speaker: Also muss man wirklich wissen, die haben meine ganzen Kontakte aus der Vergangenheit angeschrieben und wollten wissen, ob das alles stimmt, was ich sage.

Speaker: Meine alten Arbeitgeber wurden kontaktiert.

Speaker: Also bis nach Brasilien haben die Recherche betrieben.

Speaker: Wo ich halt nur gesagt, ja, ob das stimmt, ob ich eine Lügnerin bin.

Speaker: Aber das ist natürlich auch clever gemacht, weil dann geht es ja gar nicht mehr um die Gesetzesvorhaben, da geht es nicht mehr um die Erlassene, es geht jetzt nur noch um mich, also mich zu diskreditieren, um zu sagen, das ist eine Lügnerin.

Speaker: Wo ich jetzt auf mein Grundgebung auch immer sage, selbst wenn man jetzt, was nicht passieren wird, weil ich kein Scam bin, aber wenn man jetzt herausgefunden hätte, ich wäre eine Lügnerin,

Speaker: ist es eigentlich immer noch egal, weil das GKV-Spargesetz ist immer noch erlassen worden und die zerstörerischen Konsequenzen sind immer noch so.

Speaker: Aber das ist halt diese Strategie, weil da natürlich auch das Ziel ist, dass die Leute sich dann von mir abwenden und sagen, auf diese Kundgebung gehe ich nicht und auf die Demo, die macht ja dies, die macht ja das.

Speaker: Das stimmt ja alles.

Speaker: Ich kann jetzt auch hier nochmal sagen, mir wurde vorgeworfen, ich würde mich irgendwie daran bereichern, an einem Abo-Modell und so weiter.

Speaker: Also es ist halt komplett...

Speaker: fehlerhaft dargestellt worden.

Speaker: Also der Beitrag war immer freiwillig.

Speaker: Nur die, die gesagt haben, sie möchten mich unterstützen, weil ich halt unendlich viele ehrenamtliche Stunden jetzt schon geleistet habe, können das machen.

Speaker: Und 20 Prozent von meinem Gewinn stecke ich auch wieder in die Bewegung rein.

Speaker: Also das Spenden kommen direkt wieder zurück.

Speaker: Da hat man natürlich das so dargestellt, als würde ich die Leute jetzt abzocken.

Speaker: Also es war wirklich ein bisschen grotesk auch.

Speaker: Wo man sich natürlich schon fragt, was haben die jetzt davon, eine alleinerziehende Mutter, eine Ärztin, die jetzt einfach nur kämpft, für die Menschen so niederzumachen?

Speaker: Ist das dann nur für die Klicks?

Speaker: Ich meine, ich habe jetzt über 1,5 Millionen Follower über die verschiedenen Plattformen.

Speaker: Da kann man viel Reichweite mit generieren, wenn man jetzt auf diesen Zug mit aufspringt.

Speaker: Und noch das nächste Reaction Reel und noch das nächste Reaction Reel.

Speaker: Ich habe dann mir immer einfach nur gesagt, ich bin wie so ein Esel.

Speaker: Ich war ja lange in Lesotho.

Speaker: Ich habe da meine Masterarbeit gemacht.

Speaker: Und in Lesotho...

Speaker: reiten die wirklich noch Esel.

Speaker: Das kann man sich nicht erinnern.

Speaker: Die leben wirklich teilweise in Lehmhütten.

Speaker: Also ich war da in diesen Dörfern, in Lehmhütten und reiten auf Eseln.

Speaker: Und dieser Esel, das ist ein sehr faszinierendes Tier.

Speaker: Den bepackst du.

Speaker: Also eigentlich soll man den gar nicht reiten.

Speaker: Der hat nämlich einen ganz schwachen Rücken.

Speaker: Das ist nicht wie ein Pferd.

Speaker: Das macht den Rücken kaputt.

Speaker: Du musst eigentlich diese Packesel, diese Taschen einen Seiten haben.

Speaker: Und der läuft ja einfach immer weiter.

Speaker: Und das war so mein Bild.

Speaker: Ich habe gesagt, du bist wie so der Esel, der vielleicht noch mit Steinen beschwissen wird und so.

Speaker: Aber du läufst halt einfach immer weiter, weil...

Speaker: Ich mache es ja gar nicht in dem Sinne für mich.

Speaker: Also indirekt natürlich schon, ich bin chronisch krank, ich habe Rheuma, aber ich mache es eigentlich aus Liebe zu den Kindern in diesem Land.

Speaker: Also wenn ich mir ansehe, wie manche Erwachsene mich jetzt gecancelt haben und wie die über mich gesprochen haben, also wirklich ganz, ganz fragwürdige Menschen, die sich da eingemischt haben,

Speaker: Da denke ich mir schon so, boah, hättest du das für Erwachsene gemacht, weiß ich nicht.

Speaker: Aber die Motivation kommt für die Kinder.

Speaker: Weil das sind die, die hier noch lange leben müssen.

Speaker: Und wenn dann die Kinder nicht mehr operiert werden, wenn die ihre Paukenröhrchen nicht mehr bekommen und dann kriegen die ihr Wasser aus dem Mittelohr nicht raus und dann kriegen die die Sprache nicht richtig entwickelt, dann hat dieses arme Kind das ganze Leben, ich sage es jetzt mal so, versaut, wegen politischer Entscheidungen.

Speaker: Das kann ich halt nicht mit mir vereinbaren.

Speaker: Oder ein Kind, was nicht erkannt wird mit Misshandlungen.

Speaker: Da kann ich doch nie wieder ruhig schlafen.

Speaker: Wenn ich weiß, dass mit diesem Gesetz vielleicht irgendwo in Deutschland ein Kind nicht erkannt wird, was misshandelt wird und aus so einer Familie dann befreit wird, wie will ich dann jemals wieder glücklich werden?

Speaker: Das ist halt diese große Motivation.

Speaker: Und vielleicht noch eine Sache, und zwar, ich habe in meiner Bewegung auch die Vicky Zettel, die ist auch auf Social Media, die hat einen kleinen Sohn, Finny, der war mal ganz gesund, der ist jetzt schwerstbehindert, ganz tragische Geschichte.

Speaker: Und die kämpft auch ganz viel für pflegende Angehörige, die kämpft gegen das Pflege-Neuordnungsgesetz.

Speaker: Und dieses Kind, also das ist für mich dieser Finn, das ist für mich so das Sinnbild des Versagens des Systems.

Speaker: Weil der wird ja vollkommen fallen gelassen vom System, was dem schon vom medizinischen Dienst verwehrt wurde.

Speaker: Muss alles spendend finanziert werden.

Speaker: Und dann sehe ich dieses Kind und es gibt so ein Video auf der Seite von ihr, wo, bevor das passiert ist, also bevor er,

Speaker: schwer behindert geworden ist, schwer krank geworden ist, hat er so ein Video, wo er mit dem Handy wahrscheinlich seiner Mama sagt, ich mache jetzt ein Tiervideo.

Speaker: Und du hast dann diese Stimme von diesem kleinen Jungen und er sagt, ich bin der Finn, ich mache jetzt ein Tiervideo.

Speaker: Ich habe wirklich Tränen, also wirklich geweint, weil du hast dieses gesunde Kind und jetzt hast du dieses schwerstbehinderte Kind, Pflegegrad 5 und dann kriegt das nicht das, was es braucht.

Speaker: Ich meine, das Leben dieses Kindes ist ja...

Speaker: zerstört kann man ja wohl sagen, ja.

Speaker: Dann muss man doch wenigstens diesem Kind in seinem ganzen Leid das Leben irgendwie so schön machen, wie es geht, oder?

Speaker: Und so angenehm werden und so schmerzfrei wie möglich.

Speaker: Also da hat er auch so schmerzhafte Dystonien, nennt sich das, und das heißt, die Muskeln sind immer so aktiviert, das ist wie jetzt, als hätte der mal Muskelkrämpfe, das ist wirklich ganz, ganz traurig,

Speaker: Und ich kann nicht sagen, ja, mich betrifft es ja nicht.

Speaker: Ich habe ja kein Kind, was so ist.

Speaker: Deswegen engagiere ich mich nicht, weil irgendwann, Gott bewahre, dass das passiert, würde meinem Kind sowas passieren oder einem meiner beiden Kinder, dann möchte ich doch auch, dass es meinem Kind dann so gut wie möglich geht.

Speaker: Und das soll nicht von meinem Geldbeutel abhängig sein.

Speaker: Weil wie soll das sich eine alleinerziehende Mutter denn dann leisten?

Speaker: In der Anstellung.

Speaker: Und deswegen habe ich gesagt, jetzt werde ich halt laut, weil ich habe halt diese Reichweite und ich will die irgendwie nutzen.

Speaker: Ich habe halt diese soziale, also ich habe dieses Gefühl der sozialen Verantwortung.

Speaker: Ich habe die Reichweite, ich habe Kontakte.

Speaker: Wenn ich jetzt rede, hört man mir zu.

Speaker: Und da möchte ich das gerne halt dafür nutzen, hier irgendwie nochmal das Ruder rumzureißen.

Speaker: Ja, danke dafür an der Stelle.

Speaker: Ja, bitte.

Speaker: Ich kann auch sagen, es macht sich ganz ohne Eigeninteresse.

Speaker: Also wie gesagt, ich habe Rheuma, ich habe Morbus Bechterew.

Speaker: Ich nehme gerade, man sieht das hier in meinem Gesicht, das ist wieder ganz rund, ganz schlimm, das Mondgesicht, seit einem Monat wieder hochdosiert, Kortison.

Speaker: Und zwar, ich habe immer hier dieses SC-Gelenk, das ist das Gelenk zwischen Brustbein und Schüsselbein, also das Sternoklavikulargelenk, das SC-Gelenk.

Speaker: Und das hat sich vor über einem Jahr jetzt mittlerweile akut richtig schlimm entzündet.

Speaker: Es war alles hier wie betoniert, stärkste Krämpfe.

Speaker: Ganz lange hat man gedacht, dass ich eine Frozen Shoulder habe.

Speaker: Dann wurde ein MRT gemacht.

Speaker: So hat man herausgefunden, das ist eine akute Arthritis.

Speaker: Hochdusid-Kortison sieben Monate lang.

Speaker: Ich sah aus, 15 Kilo zugenommen, wie so ein Walross.

Speaker: Also ich habe mich gar nicht mehr wohl gefühlt, so aufgeschwemmt.

Speaker: Meine Hände auch jetzt schon wieder ganz doll geschwollen.

Speaker: So, und dann habe ich drei Therapien bekommen.

Speaker: Die dritte hat dann endlich angeschlagen.

Speaker: Das Kortison konnte ich komplett rausnehmen.

Speaker: Es ging mir gut.

Speaker: So, und jetzt vor einem Monat, vielleicht im Rahmen dieses Stresses, dieser ganze psychische Druck, da werden Lügen über einen erzählt.

Speaker: Und man weiß ja, es stimmt nicht, aber man hat auch keine Möglichkeit, das irgendwie...

Speaker: dagegen anzukämpfen, Schlafmangel und so weiter.

Speaker: Ich war auch gar nicht darauf vorbereitet, da so eine mediale Präsenz plötzlich zu haben.

Speaker: Ich hatte ja auch kein Team hinter mir, was mich jetzt beraten hat oder so.

Speaker: Ich habe natürlich dann auch kommunikative Fehler gemacht, weil ich einfach Laie bin.

Speaker: So wieder akut entzündet, mein Medikament nutzt nichts mehr.

Speaker: Es gibt die Möglichkeit, dass mein Körper vielleicht Antikörper dagegen entwickelt hat.

Speaker: Ich kann es nicht sagen, weil es nutzt gar nichts mehr.

Speaker: Jetzt habe ich ganz hoch, doppelt so hoch wie vorher.

Speaker: Die alte Dosis hat gar nicht mehr angesprochen.

Speaker: So, und jetzt rate mal, wann ich meinen Termin in der Rheuma-Ambulanz bekomme.

Speaker: Mitte Dezember.

Speaker: Das ist in zwei Monaten.

Speaker: Den Termin habe ich vor über einem Monat ausgemacht mit meinem Rheumatologen.

Speaker: Dass ich überhaupt einen Rheumatologen gefunden habe, ist schon ein Jackpot quasi, ja.

Speaker: Und ich habe das nämlich nur geschafft über diese Online-Plattform DoktorLib.

Speaker: Da hat jemand abgesagt und zwei Minuten später habe ich durch Zufall geguckt und der Rheumatologe meinte, da sitzen sechs am Lotto, dass sie jetzt hier sind.

Speaker: Und jetzt kriege ich die vierte Therapie nächste Woche in die Vene.

Speaker: Das heißt, ich bin gesetzt, es setzt sich versichert.

Speaker: Ich muss ja drei Menschen versichern, also meine Kinder und mich.

Speaker: Und als Alleinerziehende

Speaker: muss man das auch erstmal alles stemmen, weil man muss ja auch Miete und alles immer komplett alleine bezahlen.

Speaker: Ja, das heißt, natürlich freue ich mich auch, wenn das Gesundheitssystem für mich dann weiter zur Verfügung steht.

Speaker: Aber ich glaube, viele können das gar nicht mehr, weil diese Selbstliebe, das ist bestimmt auch etwas, was ihr bei euch viel thematisiert, oder?

Speaker: Die Selbstliebe, dass man sich auch erlaubt, sich selber zu lieben.

Speaker: Man sagt ja, man muss sich erstmal selber lieben, bevor man jemand anderen lieben kann.

Speaker: Aber viele können andere viel besser lieben als ich selber.

Speaker: Und deswegen sage ich häufig,

Speaker: okay, wenn du nicht für dich selber laut werden willst, weil du sagst, ach Gott, ja, ich komme schon irgendwie klar.

Speaker: Das ist halt diese fatalistische Einstellung, die viele in Deutschland mittlerweile haben.

Speaker: Ja, aber du liebst doch bestimmt deine Kinder oder du liebst deine Eltern oder du liebst deine Geschwister oder du liebst deine Großeltern.

Speaker: Dann mach es doch bitte für sie, weil sie werden auch alle leiden.

Speaker: Also deswegen hoffe ich immer, ich habe so verschiedene Strategien, wie ich irgendwie versuche, Menschen zu motivieren.

Speaker: Genau.

Speaker: Und deswegen, natürlich ist da auch ein gewisses Eigeninteresse,

Speaker: Aber ich glaube, meine rheumatische Erkrankung hilft mir eher, empathisch zu sein, weil ich weiß, was es bedeutet, in diesem System zu sein.

Speaker: Und ich meine, du hast jetzt gesprochen, du sprichst ja bestimmt über ME-CFS und Long-Covid und sowas, was dir bestimmt viel behandelt.

Speaker: Da habe ich in Berlin auf meiner großen Kundgebung nämlich auch extra was dazu gesagt.

Speaker: Diese Menschen werden komplett alleine gelassen.

Speaker: Die kriegen teilweise ja keine Diagnosen, die kriegen keine richtige Diagnostik.

Speaker: Die werden als psychosomatisch abgestempelt.

Speaker: Erforscht wird sowieso gar nicht.

Speaker: Die kriegen keine Pflegegrade und sonst was.

Speaker: Also die werden einfach komplett hängen gelassen von diesem Staat,

Speaker: Wer ist der Staat?

Speaker: Kann man auch lange darüber diskutieren.

Speaker: Wer ist eigentlich der Staat oder was ist der Staat?

Speaker: Und deswegen, da sind auch viele Kinder mit dabei.

Speaker: Wie viele Kinder am MECW ist.

Speaker: Und da gibt es auch diese Liegend-Demos.

Speaker: Also ganz dramatisch.

Speaker: Und deswegen, das sind alles Menschen, die haben keine Stimme.

Speaker: Die haben keine Stimme, die können das gar nicht.

Speaker: Und auch die Kraft nicht.

Speaker: Ja, natürlich.

Speaker: Deswegen müssen wir, das wollte ich sagen, wir müssen die Kraft haben.

Speaker: Ich sage auf meinen Demos immer,

Speaker: Wir als Gesellschaft müssen diese Menschen mittragen.

Speaker: Das ist unsere Verantwortung.

Speaker: Ich habe da mal einen Post so gemacht, das finde ich ganz spannend.

Speaker: Vielleicht kann ich das noch sagen, weil ich liebe auch so Evolutionsbiologie.

Speaker: Also wo kommen wir eigentlich her?

Speaker: Was steckt in unseren Genen?

Speaker: Und man hat einen Neandertalskelett gefunden.

Speaker: Das ist ein Neandertalerskelett.

Speaker: Das hatte verkrüppelte Beine.

Speaker: Also man konnte sehen, dieser Neandertaler konnte nicht laufen.

Speaker: Und dann hat man geguckt, wie alt war der?

Speaker: Der war über 40 Jahre.

Speaker: Das heißt, dieser Neandertaler, der muss versorgt worden sein.

Speaker: Das war ein Mann, der muss mitgetragen worden sein.

Speaker: Vielleicht von seiner Mama.

Speaker: Ich meine, heute eine Mütter, man hört ja nicht auf Mutter zu sein, weil das Kind erwachsen ist.

Speaker: Das heißt, diese Sippe an Neandertalern,

Speaker: die werden diese Menschen versorgt haben.

Speaker: Und das fand ich so faszinierend, weil als Gesellschaft, also wann wird man eine Gesellschaft, wenn man sich auch um die kümmert, die uns keinen Nutzen, das klingt jetzt richtig hart, aber die uns keinen Nutzen bringen, sondern die wir einfach nur lieben.

Speaker: Und wir wollen einfach nur, dass es diesen Menschen gut geht, weil sie uns wichtig sind.

Speaker: Und wir geben ihnen etwas von unserem knappen Essen ab, wenn ich jetzt an Neandertaler-Zeiten denke.

Speaker: Und wir tragen sie, obwohl das anstrengend ist.

Speaker: Und ich glaube, das verlernen wir gerade.

Speaker: Weil hier werden Menschen nur noch als Human Resources bezeichnet.

Speaker: Und wie Effizienz, Effizienz, Effizienz.

Speaker: Wir haben einen Bundeskanzler, der wirklich wie ein Wirtschaftsboss dieses Land durchregiert.

Speaker: Das ist aber nicht das, was wir brauchen.

Speaker: Ja, also...

Speaker: Deswegen möchte ich sagen, seid mehr wie der Neandertaler, seid mehr wie diese Neandertaler-Mama, die ihr verkrüppeltes, ich sage es immer so, also behindertes Kind wahrscheinlich, rumgetragen hat und gefüttert hat und gepflegt hat.

Speaker: Also das kann man wirklich nachlesen, dieses Sklett.

Speaker: Das hat auch einen Namen, ich kann es gerade nicht mehr sagen, aber auf meiner Seite ist der Poster drüber.

Speaker: Weil es halt für mich so schön zeigt, dass das in uns Menschen ganz lange drinsteckt, sich um andere zu kümmern.

Speaker: Das macht uns als Menschen halt aus.

Speaker: Wir lassen, also zum Beispiel jetzt ein Tier, was vielleicht sagt, okay, ich brauche das Essen, ich fresse meinen eigenen Jungen sozusagen.

Speaker: Das ist ja nicht der Mensch.

Speaker: Der Mensch sagt ja, ich möchte, dass es meinen Kindern gut geht, ich kümmere mich um die Schwachen.

Speaker: Und das muss halt auch dann staatlich möglich sein.

Speaker: Das muss möglich sein.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Und vor allem ist es dann halt vergebene Liebesmühe.

Speaker: Wir sehen das ja jetzt gerade auch.

Speaker: Es sind so unglaublich viele auch im Gesundheitssystem tätig, die bereit sind, sich selbst aufzuopfern.

Speaker: Und ich frage mich halt auch manchmal, wie soll das gehen, wenn wir Menschen haben, die selbst total krank sind und überfordert?

Speaker: Wie sollen die dafür sorgen, dass es anderen Menschen gut geht?

Speaker: Also das kann so nicht sein.

Speaker: Und da müssen wir auf jeden Fall

Speaker: Auch aufstehen und wie du sagtest, zu lernen, auch mal Grenzen zu setzen und zu sagen, jetzt reicht es, wie du mit deiner Bewegung eben.

Speaker: Und ja, genau dieses Argument versuche ich auch häufig zu bringen in Bezug auf, wenn du es nicht für dich tust, tue es für deine Kinder, weil aus emotionalem Essen wird vielleicht in der nächsten Generation eine Essstörung, das habe ich jetzt auch so erlebt.

Speaker: Genau.

Speaker: Also schau da mal bitte hin, wo du selbst vielleicht keinen gesunden Umgang mit deinen Grenzen hast, mit deinen Bedürfnissen hast, mit deinen Emotionen hast.

Speaker: Im Großen wie im Kleinen.

Speaker: Es zeigt sich immer ein gewisses Muster.

Speaker: Ganz genau.

Speaker: Was ich aber noch sagen wollte, bevor ich es vergesse, weil du das so beschrieben hast, wie die dann so auf dich losgegangen sind.

Speaker: Und diese Verschiebung von dem eigentlichen Thema, das du ansprichst, zu, okay, wo können wir, wo ist sie schuldig, wo hat sie Fehler gemacht?

Speaker: Und du hast vorhin auch von Gaslighting gesprochen.

Speaker: Also es erinnert mich schon sehr an ein Verhalten von einem Narzissen, der die Schuld verschiebt, der...

Speaker: sich immer als den Retter darstellt oder wenn es dann nicht mehr geht als das arme Opfer.

Speaker: Also es ist schon eine sehr, sehr fragwürdige Dynamik, die da vonstatten geht, wie man immer wieder den Fokus von der Ursache weglenken möchte.

Speaker: Ja, ich habe das sogar analysiert.

Speaker: Also ich habe mal, ich habe ja vier Minuten dreißig Redezeit gehabt in dieser Sendung.

Speaker: Ich hatte am allerwenigsten von den ganzen Rednern wahrscheinlich

Speaker: Ob das jetzt Absicht war oder nicht, ich möchte, ich hatte auf jeden Fall diese 4 Minuten 30.

Speaker: Und ich habe da mal analysiert, was der Bundeskanzler für kommunikative Strategien mit mir angewandt hat.

Speaker: Da war wirklich alles dabei.

Speaker: Also Strohmann-Argumente, Ad hominem, Tone-Policing.

Speaker: Also er hat mich kritisiert, wie ich das gesagt habe.

Speaker: Aber er ist in keinem Wort auf das Gesetz irgendwie eingegangen.

Speaker: Er hat mir Gefühle zugesprochen.

Speaker: Er hat gesagt, es war ein Gefühl von mir.

Speaker: Das ist ja kein Gefühl.

Speaker: wie die Menschen belastet werden.

Speaker: Das sind Zahlen.

Speaker: Das kann man mit Zahlen überlegen.

Speaker: Das geht zu weit.

Speaker: Da habe ich auch nur gesagt, es geht zu weit, was sie im Gesundheitswesen haben.

Speaker: Das ist eine persönliche Herabsetzung.

Speaker: Ich habe nicht ihn persönlich herabgesetzt.

Speaker: Ich habe seinen Gesetz Menschen ver... Ich habe ihm gesagt, warum brechen sie ihren Amtszeit, den Nutzen des Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden und erlassen solche menschenverachtenden und zerstörerischen Gesetze wie das GKV-Spargesetz.

Speaker: So, das heißt, da habe ich doch nicht ihn persönlich herabgesetzt.

Speaker: Ich habe gefragt, warum er als

Speaker: oberster Volksvertreter, als Führer, als Leiter, als Vorstand sozusagen, wie soll man sagen, Vorstandsvorsitzender von Deutschland, sowas mit verantwortet.

Speaker: Also wie gesagt, ich habe ja da zum Beispiel mit einer SPD-Abgeordneten gesprochen und die hat dann gejammert und gejammert, wie schlimm das Gesetz ist.

Speaker: Und ich stand da immer nur so und habe gedacht,

Speaker: wann sagt sie, dass sie dafür gestimmt hat?

Speaker: Ich weiß, dass sie dafür gestimmt hat.

Speaker: Und irgendwann hat sie gesagt, sie hat dafür gestimmt.

Speaker: Und dann habe ich nur gesagt, ja, schauen Sie jetzt, ist das aber ganz schön schwierig, das wieder rückgängig zu machen, weil das ist jetzt erlassen.

Speaker: Das ist vom Bundestag verabschiedet worden, im Bundesrat ist von Steinmeier, unserem Bundespräsidenten, unterschrieben.

Speaker: Ja, jetzt muss man das halt korrigieren.

Speaker: Und ich habe sie gefragt, warum haben Sie das denn unterschrieben?

Speaker: Wenn Sie jetzt so dagegen sind und wissen, wie zerstörerisch das ist, warum haben Sie das unterschrieben?

Speaker: Ja, es gibt ja auch dann die Fraktionsvorgabe und wir hatten nicht genug Zeit, uns das alles anzuschauen und außerdem muss der Koalitionsfrieden gewahrt werden.

Speaker: Und da war ich halt wirklich, also da ist mein Blutdruck hoch.

Speaker: Also das heißt, du fährst jetzt das Land hier gegen die Wand für den Koalitionsfrieden und auch der Fraktionszwang und so, das soll es ja eigentlich gar nicht geben.

Speaker: Eigentlich ist jeder Bundestagsabgeordnete primär mal seinem Gewissen

Speaker: gegenüber verantwortlich.

Speaker: Ich hatte ja auch eine Situation, da habe ich mal im eigenen Wahlkreis E-Mails geschrieben, wurde ignoriert, dem Wahlkreisabgeordneten.

Speaker: Immer wieder geschrieben, geschrieben, wurde ignoriert.

Speaker: Irgendwann haben die mich angerufen, weil ich habe immer gesagt, kommt noch was, kommt noch was?

Speaker: Kriege ich eine Antwort, kommt noch was?

Speaker: Dann wurde ich angerufen, habe ich mal mit denen gesprochen.

Speaker: Dann waren die so sauer auf mich, dann haben die einfach aufgelegt.

Speaker: Ja, einfach aufgelegt.

Speaker: Dann habe ich dann ein Reel drüber gemacht, dann hat deren Social Media Abteilung geschrieben, das sei gelogen.

Speaker: Dann habe ich gesagt, also echt, also

Speaker: Also ich habe wirklich schon einige Aufrege gehabt jetzt.

Speaker: Ich schwanke immer so zwischen absoluter Wut und dann noch wieder sehr viel Sarkasmus.

Speaker: Ich muss das mit ganz viel Humor aufarbeiten, weil sonst würde ich wahrscheinlich sehr traurig werden.

Speaker: Also ich freue mich auch immer über jeden, der das mit schwarzem Humor mit mir aufarbeitet, aber ich meine, man muss halt wirklich sagen, die Leute da draußen müssen bitte, die jetzt diesen Podcast gehört haben, bitte verstehen, hier passieren Dinge, die sind irreversibel in unserem Gesundheitswesen, das wird unser Gesundheitssystem massivst

Speaker: kaputt machen.

Speaker: Das sind Strukturen, die zerstört werden, die werden nicht mehr aufgebaut werden können.

Speaker: Jedenfalls nicht mehr dann in einer Legislaturperiode.

Speaker: Kann man auch nicht hoffen, naja, dann kommt halt die nächste Warn, dann wird das alles rückgängig.

Speaker: Nein, wenn dieses Krankenhaus zu ist, dann ist das zu.

Speaker: Dann sind diese Gerätschaften weg und so.

Speaker: Wer soll das alles nochmal kaufen?

Speaker: Das heißt, wir müssen das jetzt erhalten, was da ist.

Speaker: Und auch, wo du gesagt hast, diese Mitarbeiter, wie lange halten die noch durch?

Speaker: Weil die fahren auf Abs, die fahren über ihre Kapazität die ganze Zeit.

Speaker: Habe ich ja auch unter meinen Klienten, Ärzte, Pflegerinnen, so mit Sinn.

Speaker: Dass ich teilweise sogar schon empfehle, also hier ist jetzt die Frage, die du dir stellen musst, du oder dein Job.

Speaker: Und das ist natürlich, ich weiß, wie wichtig jede einzelne Person in diesem System ist, aber dann am Ende muss man sich dann auch selbst davor retten, in dem System zufrieden.

Speaker: Ja.

Speaker: Das heißt, die fahren einen Sportwagen, aber kein Öl kommt nach und kein Benzin kommt nach und irgendwann gibt es den Motorschaden, sodass ich dann teilweise auch mit denen erarbeite, wie sie es schaffen, das mit ihrem Gewissen zu vereinbaren, sich da abzugrenzen und dann gegebenenfalls, wenn es immer mehr Druck gibt, dann diesen Bereich zu verlassen, weil das ist unmenschlich.

Speaker: Ja, ich rede auch immer von der Menschenwürde.

Speaker: Ich frage immer, ist das alles noch menschenwürdig?

Speaker: Jetzt kurz bevor ich hier zu dir gekommen bin, habe ich noch ein Reel gepostet, wo ich, ich wurde ja von März als Nutzen-Nieser bezeichnet, so, des Gesundheitssystems.

Speaker: Und jetzt habe ich ein Reel gepostet von meiner Kundgebung in Frankfurt.

Speaker: wo ich gesagt habe, wer ist eigentlich das Gesundheitssystem?

Speaker: Also wenn ich als Ärztin Nutznießerin des Gesundheitssystems bin, dann ist ja das Gesundheitssystem irgendwie eine abstrakte Struktur, von der ich gemäß du denn, das ist das Synonym von Nutznießer Schmarotzer und Parasit irgendwie wie so ein Blutegelparasitär da dran hänge.

Speaker: Aber ich sage, das Gesundheitssystem sind die Mitarbeiter.

Speaker: Weil was ist denn das Gesundheitssystem ohne den Mitarbeiter?

Speaker: Dann sind das Gebäude mit Betten und Gerätschaften, aber keiner kann die bedienen.

Speaker: Glaubst du, dass Merz weiß, wie der ein MRT-Gerät bedient?

Speaker: Glaubst du, dass Merz ein Blinddarm operieren kann?

Speaker: Nein, das braucht ein Chirurg.

Speaker: Der Chirurg braucht ein Skalpell.

Speaker: Aber ich sage dir, ein Chirurg kann auch ein Blinddarm auf dem Boden operieren.

Speaker: Der könnte auch auf dem...

Speaker: Mit einer Handykamera, ich war ja in Afrika, haben die mit Handykameras operiert, wenn Stromausfall war.

Speaker: Weil das Gesundheitssystem sind die Menschen darin.

Speaker: Und was ist denn das, was die Menschen, die in dem Gesundheitssystem arbeiten, verlangen?

Speaker: Dass sie durch ihre ehrliche Arbeit einen ehrlichen, angemessenen Lohn verdienen, ein Leben führen können, wo sie nicht dran zugrunde gehen.

Speaker: Das sind so Grunde.

Speaker: Eine grundlegende Forderung, dass man dafür demonstrieren muss, ist doch schon eine Schande, oder?

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Das sollte so selbstverständlich sein.

Speaker: Und das heißt, da fehlen so ganz, ganz grundlegende Erkenntnisse in der Politik.

Speaker: Weil da hat ja auch Merz zu mir gesagt, nach dem Motto, warum rege ich mich auf, es würden ja 500 Milliarden in unser Gesundheitssystem ausgegeben werden.

Speaker: Aber das ergibt das nicht aus.

Speaker: Das sind die Beiträge der Beitragszahl.

Speaker: Das heißt, das sind Menschen, die arbeiten, weil nur Menschen, die arbeiten, zahlen Beiträge.

Speaker: Und das sind 500 Milliarden.

Speaker: Jetzt könnte man ja meinen, das ist vielleicht total verrückt, dass wenn ich Geld für etwas ausgebe, dass ich mitentscheiden kann, wofür dieses Geld ausgegeben wird.

Speaker: Aber die Perversion unseres Gesundheitssystems ist wirklich pervers.

Speaker: Wir bezahlen Beiträge, die werden uns weggenommen und dann haben wir keine Kontrolle mehr darüber, was mit diesen Beiträgen passiert.

Speaker: Und dann werden uns die Leistungen verwehrt.

Speaker: Das heißt, wir bezahlen für eine Leistung, die wir dann nicht erhalten.

Speaker: Und dass da die Leute nicht sagen, das mache ich nicht mehr mit, ich gehe jetzt auf die Straße, ich demonstriere jetzt, ich will das so nicht mehr, das...

Speaker: In Hannover habe ich gerade gesagt, wenn wir in Frankreich wären, würde ja alles brennen.

Speaker: Ich will ja nichts, das brennt.

Speaker: Ich bin total pazifistisch, bin überhaupt nicht gegenwärtig.

Speaker: Aber einfach kommen, Präsenz zeigen, reden, teilen, Flyer aufhängen, die Radiostation anschreiben.

Speaker: Man kann so viel machen.

Speaker: Man muss sich einfach mal überlegen, wenn ich zum Beispiel in einen Supermarkt gehe und jetzt gebe ich dem an der Eingangstür 100 Euro

Speaker: Und ich glaube, dass, also ne, 100 Euro, das sind meine Beiträge in die Krankenkasse.

Speaker: Und ich habe das Verständnis, wenn ich nochmal komme, dass ich dann Essen kriege.

Speaker: Und wenn ich dann komme, sagt man mir, nein, komm in sechs Monaten nochmal.

Speaker: Da würde doch jeder sagen, gib mir mein Geld zurück oder lass mich rein oder ne, da wird es mal eine Diskussion geben.

Speaker: Aber nur im Gesundheitssystem akzeptieren wir diesen Skandal, dass man uns das Geld wegnimmt und wir kriegen keine Leistung.

Speaker: Und ich meine, wenn man sich überlegt, rede mal in deiner Community, wie lange es braucht, dass ein Kind eine OP bekommt, zum Beispiel diese Paukmöchen, wie lange es braucht, dass das Kind in ein sozialpädiatrisches Zentrum zur ADHS oder Autismusdiagnostik kommt und so weiter.

Speaker: Das ist wirklich fatal, ja, ist wirklich, wirklich fatal.

Speaker: Ja, ich glaube, wir sind da halt teilweise einfach auch ein bisschen blind, weil ich sehe das natürlich als Unternehmerin, wenn ich mir mein Konto angucke, was dann da an Sozialleistungen von den Mitarbeitern runtergezogen wird, da sehe ich dann das Minus und die Zahl, aber das ist

Speaker: Das wird einem natürlich vielleicht als Angestellter auch nicht so vor Augen geführt, was dann da alles, wenn ich mir nicht meinen Lohnbescheid wirklich mal durchlese und was dann der Arbeitgeberanteil da noch auf der anderen Seite finanziert, ja, dann ist das halt ganz schnell in Vergessenheit geraten, wofür wir da alles bezahlen.

Speaker: Und dann tut es auch nicht mehr so weh.

Speaker: Aber im Endeffekt, ja, muss man da vielleicht auch mal einfach seinen Lohnbescheid vornehmen und mal seinen Arbeitgeber fragen, wie viel geht denn da monatlich noch von deinem Konto ab, was du dann da auch noch bezahlst, beziehungsweise was ich ja bezahle im Prinzip, aber es nie bei mir landet, damit ich mein Gefühl dafür entwickle.

Speaker: Weil das sehe ich natürlich ganz anders und da geht mir schon auch manchmal der Puls, wenn ich dann die Zahlen auf dem Konto sehe, wie die sich so hoch und runter bewegen und dann wird da die Steuer runtergezogen und dann wird da die Versicherung runtergezogen.

Speaker: Dann denke ich mir manchmal so, sag mal, hackt es eigentlich?

Speaker: Das kriegst du ja als Arbeitnehmer dann häufig auch so gar nicht mit.

Speaker: Ja, ich meine, so viele Leute machen ja auch gar keine Steuererklärung und sowas, die wollen damit nichts zu tun haben.

Speaker: Aber ich appelliere wirklich nochmal an die Menschen, also ihr müsst natürlich nicht alles verantworten, das ist auch zu viel.

Speaker: Dafür haben wir Vertreter, dafür haben wir die Vertreter, damit wir das nicht selber machen müssen.

Speaker: Aber bitte, bitte, wenn euch eure Gesundheit und die Gesundheit eurer Liebsten irgendwas wert ist, bitte kommt auf meine Kundgebung.

Speaker: Wir haben da echt ein schönes Programm, wir haben immer verschiedene Redner.

Speaker: Ich habe zum Beispiel in Köln eine Kindertanzgruppe, ich habe eine berühmte Schlagersinger.

Speaker: Es lohnt sich, es ist ein schöner Tag und ihr macht noch was Gutes.

Speaker: Kannst du nochmal sagen, wann das genau ist?

Speaker: Genau, es ist jetzt am Samstag, 17.

Speaker: Oktober um 13 Uhr auf dem Heumarkt in Köln.

Speaker: Am 24.

Speaker: Oktober bin ich in Hamburg auf dem Rathausmarkt, nennt sich das.

Speaker: Am 7.

Speaker: November bin ich in Dresden auf dem Altmarkt.

Speaker: Und am 14.

Speaker: November bin ich in Oldenburg.

Speaker: Das werde ich noch posten, da weiß ich gerade den Ort noch nicht.

Speaker: Und dann kommt wahrscheinlich noch Leipzig jetzt, eine Woche später.

Speaker: Ich brauche natürlich auch Spenden, das ist alles spendenfinanziert, das heißt, wenn jemand mich unterstützen möchte, ich würde den GoFundMe-Link gerne noch schicken, da würde ich mich über eine Spende freuen.

Speaker: Also jede Unterstützung ist willkommen.

Speaker: Unser Gesundheitssystem ist etwas, das uns dienen sollte.

Speaker: Das sollte uns dienen, das sollte uns zur Verfügung stehen, damit wir gesund sind, damit erstmal die Basis, nämlich die Gesundheit, gesichert ist.

Speaker: Und dann können wir arbeiten und Steuern zahlen und ehrenamtlich arbeiten und pipapo.

Speaker: Aber wenn die Basis schon wegbricht,

Speaker: Wo soll das alles hin?

Speaker: Denkt an eure Kinder, die hier in 30, 40 Jahren leben sollen.

Speaker: Können doch nicht alle auswandern.

Speaker: So viele wollen auswandern.

Speaker: Ich sage immer, lasst uns doch lieber das Ruder rumreißen.

Speaker: Das ist doch hier unsere Heimat.

Speaker: Lasst uns dafür kämpfen.

Speaker: Ich freue mich auf jeden, der kommt.

Speaker: Ich rede immer mit allen, machen Fotos.

Speaker: Es ist überhaupt nicht so, dass ich da irgendwie getrennt bin oder so.

Speaker: Ich stehe da einfach rum.

Speaker: Auch wenn ich jetzt so viele Follower habe, ich bin immer noch genauso der gleiche Mensch wie vorher.

Speaker: Ich nehme mich überhaupt nicht wichtig oder irgendwas.

Speaker: Ich bin wirklich, ich gehe auch hier ganz normalen Supermarkt auf den Spielplatz und die Leute kennen mich und bedanken sich, das ist wirklich ganz schön, sage ich mal ja.

Speaker: Oder manche sagen, Mensch, Sie sind das, haben Sie nie erzählt?

Speaker: Dann sage ich, nee, ich bin ja immer noch die normale, gleiche Person.

Speaker: Aber auf jeden Fall danke nochmal, dass ich hier meine Message setzen durfte.

Speaker: Ich sehe dein Klientel.

Speaker: Ich sehe diese Menschen, die vom Gesundheitssystem im Stich gelassen werden, die irgendwie verzweifelt Lösungen suchen.

Speaker: Und ja, es tut mir alles furchtbar leid.

Speaker: Ja, mir auch, aber wir tun unser Bestes.

Speaker: Ich danke dir, Bea, dass du hergekommen bist und dass ich dir hier die Plattform bieten konnte, über das richtige Thema zu sprechen.

Speaker: Ich werde alles zu deinen Demos und wo man spenden kann unten in den Shownotes verlinken.

Speaker: Und dann sage ich auch von Herzen Danke für all die Kraft, die du da reinsteckst und was du alles gerade schulterst und aushältst auch an dir.

Speaker: Und lass dich nicht aufhalten.

Speaker: Ich glaube, da sind ganz viele Menschen da draußen, die voll und ganz hinter dir stehen.

Speaker: Das ist lieb, danke.

Speaker: Und dann wünsche ich allen ganz viel Kraft und vielleicht sehen wir uns mal bei einer Bekundgebung.

Speaker: Vielen, vielen Dank.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Ich hoffe, dieses Gespräch hat dich genauso wachgerüttelt wie mich.

Speaker: Bea hat einen Satz ihres Vaters zitiert, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht.

Speaker: Es gibt immer den, der es mit dir macht und den, der es mit sich machen lässt.

Speaker: Das gilt für unser Gesundheitssystem genauso wie für uns im persönlichen Raum.

Speaker: Wenn du Bea unterstützen möchtest, all ihre Termine zu ihren Kundgebungen, ihre Petitionen und den Link für Spenden findest du unten in den Shownotes.

Speaker: Und vielleicht bist du ja bereit, bei dir selbst anzufangen.

Speaker: Bea hat gesagt, viele können andere besser lieben als sich selbst.

Speaker: Und wenn du es nicht für dich tust, dann tu es für deine Kinder, für die nächsten Generationen.

Speaker: Denn aus emotionalem Essen kann in deinem Leben, aber auch in der nächsten Generation eine Essstörung werden.

Speaker: Und nur Menschen, die Kraft haben, die Ressourcen haben, können auch Widerstand leisten gegen solche Ungerechtigkeiten, die gerade in unserem Land passieren.

Speaker: Deshalb warte bitte nicht, bis es schlimm genug ist.

Speaker: In einem kostenlosen Vorgespräch können wir gemeinsam schauen, was hinter deinem Essverhalten steckt und wie es wieder normal werden kann.

Speaker: Wie du dir wieder deine Kraft zurückholst, um dein Leben aktiv zu gestalten und damit auch das Leben von uns allen in dieser Gesellschaft.

Speaker: Den Link findest du ebenfalls unten in den Shownotes.

Speaker: Ich danke dir von Herzen und freue mich auf die nächste Podcast-Folge mit dir.

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