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#89 - Kaloriendefizit: Warum es bei 95 % NICHT zu nachhaltigem Gewichtsverlust führt

Chainless Woman
Chainless Woman

184 plays · Oct 22, 2026

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Speaker: Ich kann diesen Kack mit diesem scheiß Kaloriendefizit einfach nicht mehr hören, weil es ist egal, wo du hinschaust, ob bei Abnehminfluencern, bei Ernährungsberatern, bei Ernährungswissenschaftlern, bei Ärzten.

Speaker: Es hält sich super, super hartnäckig, der Glaube, wenn ich einem Körper Nährstoffe entziehe, dann nehme ich Nährstoffe.

Speaker: Das stimmt auch, das ist die halbe Wahrheit.

Speaker: Ich nehme dann vielleicht auch ab.

Speaker: Die Frage ist, was nehme ich ab?

Speaker: Und die Frage ist, bleibt das Gewicht auch?

Speaker: Und da gibt es eine ganz klare Studienlage dazu, dass es mit einem Kaloriendefizit bei 95 Prozent der Menschen nicht funktioniert.

Speaker: Und deswegen sprechen wir heute nochmal darüber, weil das am Ende des Tages einfach nur die Menschen kaputt macht, aber sie nicht langfristig an ihr gewünschtes Ziel bringt.

Speaker: Musik

Speaker: Herzlich willkommen zum Chainless Woman Podcast.

Speaker: Mein Name ist Natascha Wilms und seit über zehn Jahren begleite ich Frauen, die unter emotionalem Essen und ständigen Gewichtsthemen und Abnehmen versuchen leiden.

Speaker: Wenn du dauerhaft diesen Kreislauf, diesen Kampf gegen dich selbst und gegen dein Essverhalten verlassen möchtest, bist du genau richtig hier, denn in diesem Podcast schauen wir uns die Ursachen für diese Herausforderung an und wir schauen uns echte nachhaltige Lösungen an, damit du nicht immer und immer wieder von vorne anfangen musst.

Speaker: Mein Name ist Lena und ich arbeite jetzt inzwischen seit über fünf Jahren Vollzeit als Coach und habe mich in dieser Zeit insbesondere auf die Wechselwirkung von Körper- und Psyche, Nervensystemarbeit und emotionalem Essen spezialisiert.

Speaker: Und ja, bin jetzt seit ungefähr zweieinhalb Jahren mit Natascha hier bei Janice Wum dabei und begleite hier Frauen und ja, freue mich, dass wir uns in diesem Podcast regelmäßig hören dürfen.

Speaker: Und man wird es wahrscheinlich auch gleich ein bisschen merken, weil ich habe da teilweise echt Puls, denn ich sehe ja auch auf Instagram immer wieder die Reels von Influencern, von Ernährungsgurus, die das ihren Leuten raten.

Speaker: Und ja, deswegen herzlich willkommen, Lena.

Speaker: Hi.

Speaker: Super wichtiges Thema, sowohl für Betroffene als auch für Fachpersonal.

Speaker: dass Menschen in irgendeiner Form begleitet.

Speaker: Selbst wenn man Coach ist und man begleitet vielleicht zum Beispiel Mütter, die Herausforderungen mit ihren Kindern haben oder so, dann spielt ja bei der Resilienz der Mutter und bei der Konfliktfähigkeit und der Geduld der Mutter auch ihr Essverhalten eine Rolle.

Speaker: Das heißt, Ernährung ist ja die Basis des Lebens und wenn wir uns dem Körper nicht richtig nähren, weil wir da eine Herausforderung mit haben, dann schwappt es in sämtliche Lebensbereiche über.

Speaker: Wie leistungsfähig ich im Job bin, in der Karriere, wie beziehungsfähig und geduldig und fähig zur Nähe ich in partnerschaftlichen Beziehungen bin,

Speaker: wie gesund und fit ich bin, um mit den Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen.

Speaker: Das heißt, es ist ein ganz, ganz, ganz, ganz wichtiges Thema.

Speaker: Und wir sehen, dass sowohl bei den Menschen, die wir begleiten, als Coaches sozusagen beim Thema emotionales Essen, dass diese Konditionierung, man kann schon sagen, es ist ja eine Hypnose, eine Form von Hypnose, können wir ja nochmal auch drüber sprechen, weil das

Speaker: überall und das seit Jahrzehnten immer wieder in suggestionsartigen Wording gesagt wird und es aber schon längst valide Daten dazu gibt, auch aus der Forschung, dass das so eigentlich nicht funktioniert.

Speaker: Und ja, deswegen schön, dass du da bist, schön, dass du zuhörst oder zuschaust hier beim Instagram Live und ich bin ganz gespannt, wie diese Podcast-Folge wird, denn ich versuche

Speaker: diese Logik mal aufzuhebeln, die dahinter steht.

Speaker: Und Lena wird mich dabei unterstützen.

Speaker: Ich glaube, das ist ganz wichtig, weil am Anfang, als ich mich noch nicht mehr mit dem Thema beschäftigt habe, war diese mathematische Gleichung wieder ja so hinterzustehen, scheint hinter diesem Kalorien-Defizit, auch in meiner Wahrnehmung total logisch.

Speaker: Also

Speaker: Wenn man mathematisch aufstellt, okay, du nimmst einfach weniger zu dir, das heißt weniger Kalorien, die vielleicht auch zur Gewichtszunahme führen können, plus du verbrauchst auch noch zusätzlich mehr, das heißt es kommt weniger rein und es fließt gleichzeitig mehr ab.

Speaker: Gleich am Ende bleibt weniger von dem übrig an Gewicht oder an Fett oder an was auch immer, was vorher da war.

Speaker: Also rein mathematisch klingt das ja erstmal logisch, wenn man das so betrachtet.

Speaker: Und das, was halt bei einer mathematischen Formel eben nicht mitgedacht wird, ist, dass wir ja mehr sind als einfach eine Art,

Speaker: 1 plus 1 gleich 2 Gleichung und dass da eben ganz viele verschiedene Stoffwechselprozesse, Hormonsystemprozesse, körperliche, emotionale Prozesse dranhängen, die dieser einfachen Gleichung eben keineswegs gerecht werden.

Speaker: Und wir müssen natürlich, da können wir ja jetzt gleich auch nochmal drüber sprechen, wir müssen natürlich auch zeitlich rauszoomen.

Speaker: Also von mir aus funktioniert diese Gleichung ja auch für einen gewissen Zeitraum.

Speaker: Aber was ist, wenn wir Menschen nach, keine Ahnung, einem, drei oder fünf Jahren später

Speaker: nachdem sie ständig in Diäten waren oder im Kaloriendefizit fragen, sind sie dann immer noch zufrieden mit ihrem Gewicht?

Speaker: Konnten sie ihre Kalorien ganz natürlich wieder hochstellen und haben trotzdem Gewicht verloren?

Speaker: Oder gibt es den sogenannten Jojo-Effekt?

Speaker: Und diese ganzen Dinge müssen wir einfach immer wieder ansprechen und analysieren, weil wir diesen klassischen Wiederholungseffekt haben.

Speaker: Es wird so oft gesagt, so oft gehört, dass Kaloriendefizit gleich abnehmen bedeutet.

Speaker: Da ist noch lange nicht gefragt, wie gesund es dann ist.

Speaker: Das kommt dann ja noch zusätzlich dazu.

Speaker: Dass irgendwann das ganz natürlich in unserem Gehirn ankommt.

Speaker: Ah, okay, ich will abnehmen, dann brauche ich ein Kaloriendefizit.

Speaker: Ohne, dass ich mich damit näher beschäftigt habe, habe ich es einfach so oft gehört von ganz vielen Menschen, die scheinbar ja die Gewichtsform oder die Körperform haben, die ich mir wünsche.

Speaker: Also muss das ja stimmen.

Speaker: Und das ist ja so gesehen das perfide, weil je häufiger dann genau diese Schleifen gedreht werden von Kaloriendefizit, umso schwerer wird es langfristig, den Körper eben wieder so zu stabilisieren, dass er auf gesunde Weise abnehmen kann.

Speaker: Und deswegen ist es, glaube ich, sehr wichtig, dass wir darüber sprechen.

Speaker: Und wir haben ja eben kurz gesagt,

Speaker: dass es für den Anfang vielleicht ganz cool wäre.

Speaker: Du hast ja selber auch deine Ernährungswissenschaften, Ausbildung oder Studium dazu.

Speaker: Und du sagtest ja schon, dass es da auch ein, zwei so sehr plakative Beispiele oder Erfahrungen gibt, die den Umgang mit diesem Thema sehr gut verbildlichen.

Speaker: Und vielleicht startest du damit einfach mal.

Speaker: Ja, also ich würde gerne, bevor ich mit konkreten Beispielen auch aus meiner Ernährungsberaterausbildung reingehe, was ich da auch gelernt habe, was im Prinzip nur...

Speaker: das untermauert, was wir alle hier lernen, weil da keine ganzheitliche Betrachtungsweise ist, sondern eben genau diese, dass man die Vorstellung hat.

Speaker: Das stammt auch noch aus einer Zeit, wo wir die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche und dem Organsystem mit dem Nervensystem und auch den

Speaker: der Wechselwirkung zwischen Körper, Psyche, Organsystem und der Umwelt und auch der Geschichte, die die jeweilige Person hat, noch nicht begriffen hatten.

Speaker: Das heißt, man ging irgendwann mal davon aus, der Körper ist wie eine Maschine.

Speaker: Der arbeitet immer gleich.

Speaker: Wenn ich jetzt eine Maschine habe, dann kann ich auch mit einer einfachen Rechenformel da rangehen, weil ich davon ausgehe, die Maschine braucht so und so viel Benzin und Öl.

Speaker: Gebe ich viel Gas, braucht die mehr Öl, gebe ich weniger Gas, braucht die weniger Öl oder Benzin.

Speaker: Und wenn ich jetzt Strukturen abbauen möchte,

Speaker: dann muss ich einfach weniger zuführen.

Speaker: Das war die Idee dahinter.

Speaker: Der Körper ist eine Maschine.

Speaker: Wir sind uns sicherlich alle einig, dass der Körper keine Maschine ist, sondern dass der Körper ein organisches, ein biologisches, ein organisches System ist, das fähig ist, sich anders wie eine Maschine oder ein Stein seiner Umgebung anzupassen.

Speaker: Also Billionen von Zellen sind in der Lage, auf Grundlage der Geschichte, die sie erlebt haben, also der Erfahrung in der Vergangenheit, als auch auf Grundlage des aktuellen Seins, sogar auf Grundlage der Epigidensik, also was haben die Eltern, Großeltern in der Ahnenlinie erlebt, Anpassungen zu vollziehen.

Speaker: Und genau aufgrund dieser Anpassungsfähigkeit sprechen wir dann regelmäßig mit Menschen, gerade wenn wir Posts zu dem Thema machen und ich dann irgendwie schreibe, 1600 Kalorien ist die Menge, die eigentlich ein Mädchen, ein siebenjähriges Mädchen verbraucht.

Speaker: Und dann Frauen darunter schreiben, die sagen, was?

Speaker: Und nein, ich kann nicht mehr essen, die 1400 Kalorien, dann nehme ich zu und so weiter.

Speaker: Und da ist halt einfach ganz spannend zu sehen, wie fest es sitzt.

Speaker: Und da ist ja die Frage, warum ist der Körper in einen Zustand gelangt?

Speaker: Musste sich so derart anpassen, dass er nur noch 1400 Kalorien für Stoff wechseln kann?

Speaker: Und wenn ich jetzt nach dieser Kaloriendefizit-Logik gehe, müsste man ja dieser Frau jetzt sagen, ah ja, dein Stoffwechsel hat sich offensichtlich auf 1400 Kalorien angepasst.

Speaker: Wenn du jetzt noch abnehmen willst, dann musst du 1000 Kalorien essen, weil du musst ja im Kaloriendefizit essen.

Speaker: Also

Speaker: Das macht mich schon so krantig, weil das einfach, da denke ich mir so, okay, wo soll es denn hingehen?

Speaker: Soll dieser Mensch irgendwann von Luft und Liebe leben oder nur von Lichtnahrung?

Speaker: Also wir bringen ja den Körper immer weiter in einen Zustand des Mangels,

Speaker: Er hat keine Ressourcen mehr für Regenerationsprozesse, für Regulationsprozesse, für Verarbeitungsprozesse auf psychischer Natur.

Speaker: Das Gehirn braucht ja auch Energie, um das, was wir jeden Tag erleben, vielleicht sogar auch traumatische Erfahrungen oder emotional belastende Erfahrungen zu verarbeiten.

Speaker: Das zeigt sich ja dann daran, dass nicht mehr genügend Nährstoffe da sind, um Schlafhormone zu produzieren.

Speaker: Ich kann dann nicht mehr gut schlafen und im REM-Schlaf, in der Traumschlafphase, würde ich jetzt aber emotionale Themen regulieren und verarbeiten.

Speaker: Und in der Tiefschlafphase würde ich körperliche Reparaturprozesse anstoßen.

Speaker: Kann mein Körper schon alles gar nicht mehr, weil ich ihm immer weiter Nährstoffe entziehe.

Speaker: Das heißt,

Speaker: Du versuchst abzunehmen, indem du einem sowieso schon völlig überforderten, überlasteten, unregenerierten System noch mehr entziehst und es in noch mehr Unsicherheit bringst.

Speaker: Und ein Körper, der sich unsicher fühlt, der wird irgendwann blockieren.

Speaker: Der hat keinen Bock mehr auf Bewegung, der hat keine Energie mehr, sich was Gesundes zu essen, zu kochen, der hat keine Energie mehr, sich mit dem schreienden Kind auseinanderzusetzen oder mit den Bedürfnissen des Partners, der hat keine Energie mehr, sich, weiß ich nicht, zu engagieren in seinem Job und für seine Karriere und dann nennen wir das irgendwann Burnout.

Speaker: Das heißt, ich schaffe mich selbst.

Speaker: in ein emotionales und auch zelluläres Burnout, in dem ich immer weiter und weiter und weiter die Kalorien reduziere und versuche, mich mehr zu bewegen.

Speaker: Das haben wir ja dann die Situation, dass Menschen uns dann auch fragen, so, ich mache eigentlich alles richtig.

Speaker: Ich

Speaker: Ich gehe 10.000 Schritte am Tag.

Speaker: Ich gehe die ganze Zeit regelmäßig ins Training.

Speaker: Ich merke schon, ich gehe schon gar nicht mehr mit Lust und Spaß und Kraft, sondern ich quäle mich da irgendwie hin.

Speaker: Ich merke, es wird immer schwieriger.

Speaker: Ich habe keine Energie mehr.

Speaker: Abends falle ich einfach aufs Sofa und bestelle mir was beim Bestelldienst, weil ich es nicht mehr schaffe, mich nach der Arbeit noch in die Küche zu stellen und mir was Gesundes vorzukochen für die nächsten Tage.

Speaker: Und dann geht diese Abwärtsspirale los.

Speaker: Und das alles nur...

Speaker: Weil wir Menschen und gerade uns Frauen von klein auf erzählen, du kannst nur schön schlank und gesund sein, wenn du deinem Körper Nährstoffe entziehst.

Speaker: Du kannst nur schön schlank und gesund sein, wenn du diszipliniert bist.

Speaker: Und da liegt ein Menschenbild dahinter, das finde ich katastrophal, das bedeutet nämlich im Endeffekt, dass man dem Menschen seit Geburt an unterstellt, du bist nicht, deine Impulse nach Essen, nach emotionaler Versorgung, nach körperlicher Versorgung sind falsch,

Speaker: Und du musst die konstant mit Disziplin unterdrücken, damit du in diese Gesellschaft passt.

Speaker: Also das ist ein absoluter, man kann schon sagen, fast Missbrauch, der da stattfindet.

Speaker: Und der fortgeführt wird durch dieses Gebetsmühlenartige, du musst nur im Kaloriendefizit essen, dann wirst du abnehmen, bla bla.

Speaker: Und das geht mir tierisch auf den Sack, auch wenn ich keinen habe.

Speaker: Weil das nervt einfach,

Speaker: Selbst wenn du als Coach oder als Abnehm-Influencer oder als Ernährungswissenschaftler oder Arzt diese Dinge wiederholst undifferenziert mit Halbwissen,

Speaker: dann sorgst du weiter dafür, dass Menschen gegen ihren Körper arbeiten und das öffnet Türen und Toren für Essstörungen.

Speaker: Ich war ja selber darin.

Speaker: Ja, und das ist ja eigentlich genau das Perfide daran, dass einerseits wird Quantität über Qualität gestellt, weil Kaloriendefizit bedeutet ja noch lange nicht, dass die Kalorien, die dann zu sich genommen werden,

Speaker: wirklich hochwertige Nährstoffe sind, sondern häufig auch so Ersatzprodukte, damit man eben möglichst schnell das Hungergefühl dämpfen kann und die Kalorien irgendwie möglichst gering hält.

Speaker: Aber das, was der Körper davon dann wirklich gut verwerten kann, steht ja nochmal auf einem ganz anderen Blatt.

Speaker: Und ich glaube, der Punkt, der am allerwichtigsten ist, nochmal zu wiederholen, weil er wirklich in die Köpfe rein muss,

Speaker: ist, dass wir einem System, was deswegen kein Gewicht mehr verlieren kann oder vielleicht sogar Gewicht zunimmt, was der Körper eigentlich nicht braucht, weil vorher schon Mangel und Nährstoffmangel da war,

Speaker: noch mehr Nährstoffe entziehen und dadurch erhoffen, was ja eigentlich eine irrationale Illusion ist, dass dadurch dann der Körper das hat, was er braucht, um Gewicht wieder abzunehmen und gesund zu werden.

Speaker: Und wie absurd das ist, kann man sich vielleicht an dem Beispiel ganz gut vorstellen.

Speaker: Stell dir vor, wir würden

Speaker: den Schlaf so rationieren wie Essen.

Speaker: Beides ganz wichtig über Lebensquellen, dass wir ausreichend schlafen, dass wir ausreichend Nahrung zu uns bekommen.

Speaker: Sowohl starke Hungerzeiten als auch starker Schlafentzug sind für die Psyche und für den Körper Dauerstress.

Speaker: Und stell dir vor, du würdest zum Arzt gehen oder zum Ernährungsberater oder zum Coach oder zu wem auch immer und du hast Probleme mit deinem Schlaf, schläfst eh schon irgendwie nur noch so sechs Stunden.

Speaker: Und die Empfehlung wäre ja gut, also dann würde ich sagen, schlaf doch nochmal drei Stunden weniger.

Speaker: Dann geht es dem Körper bestimmt bald besser und dann bist du wahrscheinlich am Ende auch regenerativer.

Speaker: Da würden wir ja alle denken, ja Moment mal, das macht ja gar keinen Sinn, also mir geht es ja darum, dass ich wieder mehr schlafen kann, damit mein Körper wieder...

Speaker: das bekommt, was er braucht, um dann auch den Tag und auch die Nacht zu meistern.

Speaker: Aber vor der Logik des Kaloriendefizits würde man einfach den Schlaf noch mehr reduzieren, noch weniger von dem geben, was der Körper eigentlich braucht, um das, was eh schon in Disbalance ist, auszugleichen.

Speaker: Da würde jeder sagen, der Arzt, der hat sie ja nicht mehr alle, also da gehe ich nicht mehr hin, da würde ich jetzt niemanden hinschicken.

Speaker: Aber bei dem Kaloriendefizit hat es sich einfach so durchgesetzt, weil es eben auch so emotional und auch mit so vielen Ängsten beladen ist,

Speaker: und gleichzeitig auch mit ganz vielen, teilweise selbst,

Speaker: essgestörten oder essstörungsanfälligen Influencern, die das halt immer wieder betonen und dann ihre Körper darstellen, die eigentlich schon sichtbare Zeichen auch dafür haben, dass da eine Unterversorgung stattfindet, aber häufig eben dieses Körperideal, sage ich mal, so veranschaulichen, dass sich das einfach so hartnäckig durchsetzt und dann auch in Liebe kämpft werden, das sehen wir auch in den Posts, wenn wir dazu mal was posten, die eigentlich auf diesen Missstand aufmerksam machen.

Speaker: Die sind dann plötzlich die, die es noch nicht verstanden haben, weil das Kaloriendefizit, das muss auf jeden Fall stimmen.

Speaker: Anders kann es ja nicht sein.

Speaker: Und das ist einfach das Gefährliche daran.

Speaker: Weil so werden dann ja auch Kinder groß, TikTok und so weiter.

Speaker: Man sieht ja immer Jüngere, die dann auch auf diese ganzen Ersatzprodukte umsteigen und schon quasi Fitnesswahnartig ins Fitnessstudio rennen und so weiter.

Speaker: Also es ist definitiv ein Thema, was

Speaker: Ja, was man einfach nicht müde wäre, immer wieder anzusprechen, auch wenn man sich so manchmal denkt, nee, also, wir haben jetzt schon so oft was dazu gesagt, aber ja.

Speaker: Ja, ja, also der Punkt ist ja,

Speaker: Also schau dir doch mal die Menschen ganz genau an, die das äußern.

Speaker: Also versuch mal ein bisschen tiefer zu schauen, als einfach nur dieses Oberflächlich.

Speaker: Und das ist natürlich für Menschen, die da gerade voll drinstecken und die Ängste legen sich da auch ein bisschen wie ein Schleier auf das Ganze drauf und man hat vielleicht selber auch ein bisschen ein verschobenes Schönheitsideal oder Anspruch an sich und deswegen ist es häufig auch so schwierig.

Speaker: Aber

Speaker: Also ich habe alleine diese Woche zwei Reels gesehen von ziemlich großen Influencern-Schrägstich-Anbietern, Marken von, ich sag mal, Proteinfasten über intuitives Essen.

Speaker: So, und keiner, also wenn ich mir die Leute angucke, in dem Reel, rot unterlaufende Augen, blasse Lippen, ja, shredded as fuck,

Speaker: Als Frau ein Sixpack und eigentlich eine Figur wie eine Elfjährige.

Speaker: Sorry, dass ich da jetzt eine Bewertung reingebe, aber es ist einfach so.

Speaker: Da ist keine Weiblichkeit da.

Speaker: Die Brüste sind gemacht oder es sind keine da.

Speaker: Der Po ist flach, die Beine sind super dünn, ein Sixpack ist da und

Speaker: dann erzählt die in ihrer Caption was von gesunder, intuitiver Ernährung.

Speaker: Und du siehst offensichtlich, dass dieser Körper am Verhungern ist.

Speaker: Und dass es ihr eigentlich nicht gut geht.

Speaker: Und das ist einfach super schwierig für viele, das zu durchschauen.

Speaker: Weil du denkst erstmal, ja, die ist ja schlank.

Speaker: Jetzt erzählt die was von...

Speaker: Proteinfasten oder von intuitiven Essen oder Intervallfasten oder Clean Eating oder Name It, so, Low Carb und dann muss das ja stimmen.

Speaker: So, jeder kann jetzt Google oder ChatGPT mal bemühen, nochmal, es gibt valide Daten dazu.

Speaker: dass bei 95 Prozent der Menschen, die mit einem Kaloriendefizit abnehmen, nach fünf Jahren mindestens die Ausgangslage wieder da ist oder das Gewicht über die Ausgangslage hinaus zurückgekommen ist.

Speaker: Weil, und da darf sich jetzt jeder ein bisschen erwischt fühlen, der sich selber auch immer wieder mit so einer Selbsthypnose quasi erzählt, ja, aber das hat ja funktioniert.

Speaker: Ich habe ja schon abgenommen damit.

Speaker: Und da muss man ja die Frage stellen, woran bemisst du Erfolg, dass du einfach mal kurzzeitig abnimmst.

Speaker: Okay, super, dann hat es funktioniert.

Speaker: Aber dann stelle ich jetzt die Frage und das tut ein bisschen pieksen, warum bist du jetzt hier, hörst dir das an und suchst immer noch nach einer Lösung für dein immer wiederkehrendes Thema mit deinem Essverhalten?

Speaker: Und nein, die Antwort ist nicht, dass du einfach nur zu disziplinlos bist.

Speaker: Die Antwort ist, dass diese Methode so nicht funktioniert.

Speaker: Die löst das Thema mit dem Essverhalten nicht.

Speaker: Es macht das Thema eigentlich nur noch größer.

Speaker: Anders ausgedrückt, tolle Psychologin, mir fällt der Name nicht mehr ein, ich zitiere sie oft.

Speaker: weil die mich auch aus meinem Denken rausgeholt hat.

Speaker: Wenn du das Abnehmen fokussierst, wirst du scheitern, weil das Essverhalten niemals

Speaker: die Ursache war.

Speaker: Es war niemals das Problem.

Speaker: Es war ein Lösungsversuch.

Speaker: Und es kann nicht die Lösung sein, dass du weiter das Kaloriendefizit und das Essverhalten fokussierst, dir dann noch erzählen lässt, du musst dir einfach nur mit Süßstoffen irgendwelche Produkte dich zukippen, um das irgendwie zu kontrollieren.

Speaker: Also wenn du dein Leben lang kämpfen möchtest, wenn du dein Leben lang

Speaker: kontrollieren möchtest, wie du isst, um das irgendwie zu erhalten, okay, bitte, dann geh den Weg.

Speaker: Aber ich kenne keine einzige Frau, die sich hinsetzt und sagt,

Speaker: Ja, also ich bin echt happy, dass ich jeden Tag irgendwie mich da so durchmogeln muss.

Speaker: Ich bin echt happy, dass ich jeden Tag mich zusammenreißen muss, dass ich mich kontrollieren muss, um mein Gewicht und mein Essverhalten unter Kontrolle zu haben.

Speaker: Was jede einzelne Frau am Ende eigentlich sagt, wenn sie sich mal traut, den Wunsch auszusprechen, ist doch letztendlich, ich wünsche mir einfach, dass es kein Thema mehr ist.

Speaker: Ich wünsche mir einfach ein normales Essverhalten.

Speaker: Ich möchte einfach nicht, dass es mein Leben lang eine Rolle spielt.

Speaker: Und wenn ich sie nach der größten Angst frage, dann ist die größte Angst immer, dass sie das ein Leben lang begleiten wird.

Speaker: Und das, was wir gerade besprochen haben, den Fokus auf ein Kaloriendefizit zu legen und auf die Ernährung zu legen, ist der sicherste Weg, dass diese Angst zur selbsterfüllenden Prophezeiung wird.

Speaker: Weil du dich die ganze Zeit auf was fokussierst, was einfach nicht die Lösung sein kann.

Speaker: was deinen Körper in einen Notzustand versetzt.

Speaker: Und wenn ich dann so Reels sehe, wo dann darüber gesprochen, ja, also wenn du noch Hunger hast, aber dein Kalorienziel ist fast erreicht, dann habe ich den und den Trick für dich, weiß ich nicht, Lutsch Eiswürfel, trink einen Proteinshake, statt richtig zu frühstücken, kipp dich zu mit Süßstoffen,

Speaker: streck alles, mach irgendwie, damit du satt wirst, statt dass mal die Frage gestellt wird, was ist das denn für ein Hunger?

Speaker: Ist es ein körperlicher Hunger?

Speaker: Ist es ein emotionaler Hunger?

Speaker: Weil wenn es ein emotionaler Hunger ist und du versuchst, es ständig zu kontrollieren mit solchen Maßnahmen, dann ist das ziemlich gefährlich.

Speaker: Es wird ja nicht gelöst.

Speaker: Also das wird ja immer schlimmer, das emotionale Problem, was eigentlich den Hunger macht.

Speaker: Weil da fehlt ja was im System.

Speaker: Nicht nur zellulär, nicht nur nährstofftechnisch, sondern auch emotional.

Speaker: Und das macht ja krank, wenn das dauerhaft fehlt und ich das mit Süßstoffen zukippe.

Speaker: Ja, das ist das eine und das andere ist, selbst wenn der Hunger körperlich ist, dann stelle ich mir eben auch die Frage oder sollte man sich auch mal die Frage stellen, wo sind wir hingekommen, sage ich mal, dass wenn ich körperlich wirklich Hunger habe,

Speaker: dass da so eine Restriktion und so eine Strafe draufgelegt wird, so eine Bewertung von, oh, oh, das ist aber nicht gut, wenn du Hunger hast, wenn dein Körper dir Hunger signalisiert.

Speaker: Also musst du das mal schnell kontrollieren oder durch irgendwelche Tricks dein Gehirn austricksen, damit dieses Signal weggeht.

Speaker: Also das eine ist das Emotionale, stimme ich dir vollkommen zu, weil je mehr wir eben...

Speaker: dem Körper oder der Person emotional das wegnehmen, was sie vielleicht auch über das Essen, was möglicherweise auch nicht funktional war, versucht halt irgendwie auszugleichen.

Speaker: desto mehr Stress wird das Nervensystem haben.

Speaker: Aber selbst wenn es gar nicht emotional ist, sondern ein ganz natürliches Hungergefühl, dann ist es ja selbst inzwischen so weit, dass auch das schnell wieder künstlich weggemacht werden muss.

Speaker: Und ich sage mal, wir müssen uns ja nur mal angucken, wenn wir so ein, zwei Tage vielleicht nicht so viel essen, auch diese Hengui-Zustände, also dass Menschen dann eher genervt sind, schneller reizbar, einfach nicht so viel Kraft haben, nicht so viel Lust haben auf Dinge.

Speaker: Und in diesem Zustand versetzen wir den Körper in dem Wissen, dass wir das tun, über so einen langen Zeitraum und erwarten dann, dass es zu mehr Gesundheit, mehr Leichtigkeit und mehr gesundem Körperbewusstsein führt.

Speaker: Das ist in sich ja schon komplett widersprüchlich.

Speaker: Und ich glaube, dass verschiedene Faktoren zusammenspielen.

Speaker: Das eine ist, wie schon gesagt, einerseits die hypnotische Sprache, also dass wir es einfach immer wieder hören, dass es emotional so stark gekoppelt ist, sowohl für die Person, die möglicherweise unzufrieden ist mit ihrem Gewicht oder mit einem Essverhalten, das sie nicht glücklich macht.

Speaker: Auf der anderen Seite aber auch,

Speaker: mit der starken Verurteilung und Bewertung der Person, die zum Beispiel dann auf der anderen Seite sitzt, wie der Arzt, der Ernährungsberater, der Influencer, der dir dann sagt, ja gut, aber mit dem Gewicht kein Wunder, dass es dir so geht.

Speaker: Oder ja, dann musst du halt dich mehr zusammenreißen.

Speaker: Oder okay, wenn du dieses Programm hier buchst und es klappt bei dir nicht, dann muss es an dir liegen, weil guck doch mal unsere 20.000 Vorher-Nachher-Bilder an von Menschen, bei denen es aber geklappt hat.

Speaker: Also auch da gibt es ja dann eine ganz, ganz große Scham- und Schulddynamik, die auch durch die Umgangsweise mit diesem Thema noch zusätzlich verstärkt wird.

Speaker: Und dann kommen eben noch die Ängste dazu, was ist, wenn es ausgerechnet bei mir nicht funktioniert, wenn das bei mir das Thema bleibt, wenn ich immer weiter zunehme, mich immer unwohler fühle.

Speaker: Diese ganzen Faktoren spielen einfach so sehr zusammen, dass der rationale Zugang zu diesem Thema, wo ja relativ schnell allein durch Studien, allein durch Forschungsergebnisse, allein durch die Logik relativ schnell klar wäre, Kaloriendefizit kann langfristig keine Lösung sein.

Speaker: Nur, wenn wir emotional die ganze Zeit aktiviert sind, also unsere Amygdala, also der Teil, der eben für Emotionsverarbeitung zuständig ist und auch Alarmsignale sendet, wenn wir in Bedrohung sind oder das Gefühl haben, in Bedrohung zu sein, wenn der ständig überaktiviert ist, dann ist eben auch der Zugang zum rationalen Denken, den wir bräuchten, um vielleicht Dinge zu hinterfragen oder auch mal retrospektiv drauf zu blicken, okay, hat mir dieses Fasten oder die Diät oder das Kaloriendefizit

Speaker: wirklich gut getan?

Speaker: Hat es meinem Körper wirklich gut getan?

Speaker: Ging es mir wirklich besser oder habe ich nur kurzfristig abgenommen?

Speaker: Wie sind die Menschen, die das teilen oder auch in einem Programm begleiten, wie sind die mit mir umgegangen oder was strahlen die eigentlich für mich aus?

Speaker: Diese ganzen Faktoren werden durch diese emotionale Überflutung und durch diese hypnotischen Zustände, die da eben mit drin sind, einfach komplett runtergefahren.

Speaker: Und das macht es eben so schwer, diesem Mythos ein Ende zu bereiten, weil es natürlich gleichzeitig auch mit einer großen Hilflosigkeit, Angst und Ohnmacht einhergehen würde, wenn Menschen plötzlich wirklich erkennen würden, fuck, das, von dem ich geglaubt habe, das ist auf jeden Fall im Zweifel die Lösung.

Speaker: Weil bis jetzt war ich ja zumindest nur nicht diszipliniert genug.

Speaker: Aber wenn ich diszipliniert genug wäre, dann würde es auch bei mir klappen.

Speaker: Und jetzt müsste ich erkennen,

Speaker: es würde trotzdem nicht klappen.

Speaker: Es ist vielleicht sogar das Problem, dass ich so diszipliniert bin und alles kontrollieren möchte, dass ich viel zu wenig meinem Körper zugeführt habe und dann auch noch die Angst, dass ich dadurch möglicherweise meinem Körper schon geschadet habe, macht dann auf der anderen Seite die Einsicht,

Speaker: noch schmerzhafter und die Vermeidungsstrategien noch größer, weil ich dann vor einem noch größeren Fragezeichen stehen würde, mich noch einsamer fühlen würde und demnächst, wenn ich erzähle, ich mache das mit dem Kaloriendefizit mal nicht, weil ich glaube, das ist nicht so sinnvoll.

Speaker: kriegt dann so einen Blick, der sagt, ja gut, dann versuch es mal auf eine andere Art und Weise, das ist jetzt ja scheinbar nicht so gut geklappt.

Speaker: Also insbesondere, wenn eben das Körpergewicht dem noch nicht entspricht, was ich mir wünsche.

Speaker: Und das ist eben, also das macht es natürlich auch für Coaches, die da alternativer oder ein bisschen kontroverser drauf schauen, auch schwierig.

Speaker: Das erleben wir ja auch regelmäßig, weil wir erstmal nicht nur mit den emotionalen Themen arbeiten,

Speaker: arbeiten müssen, die grundsätzlich dahinter stecken, dass überhaupt das Essverhalten stattfindet, sondern zusätzlich auch noch mit der großen Angst davor, mehr Kalorien zu sich zu nehmen, weil es eben diese Verwirrung in Anführungsstrichen gibt.

Speaker: Sobald ich wieder mehr esse, werde ich auf jeden Fall zunehmen.

Speaker: Das ist ja eigentlich etwas, was wir bei jeder Frau, die wir begleiten am Anfang,

Speaker: maximal begleiten müssen, diese Angst, hä, aber ihr setzt jetzt meine Kalorien nach oben, mein Ziel ist doch abzunehmen, ich fühle mich schuldig, ich habe Angst, sobald ich mehr esse, weil ich denke, ich nehme dann zu.

Speaker: Das heißt, der Körper wird mit Stresshormonen durchflutet, Essen wird mit etwas Negativen assoziiert und alleine diese Verknüpfung aufzulösen, ist ja schon ein ganzer Prozess für sich.

Speaker: Ja, und wir haben auch diesen Nocebo-Effekt.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Meine Placebo sagt jedem, der hier zuhört, wahrscheinlich was.

Speaker: Also, dass eben Medikamente eigentlich keinen Wirkstoff haben, aber dann eben doch wirken, weil wir ganz feste dran glauben.

Speaker: Und es gibt eben auch diesen Nocebo-Effekt.

Speaker: Das heißt, wenn wir der festen Überzeugung sind, dass etwas eine negative Wirkung hat, dann wird es zu einer höheren Wahrscheinlichkeit auch eine negative Wirkung haben, aber nicht unbedingt verhindern.

Speaker: weil die Sache an sich eine negative Wirkung hat, wie zum Beispiel, sage ich mal, das Stück Kuchen, sondern weil mein Blick auf dieses Stück Kuchen und der Gedanke, das jetzt zu essen und die Idee davon, dass ich ja dann so und so viel Kalorien esse und die jahrelange Konditionierung, häufig schon seit der Kindheit an, so viele Stresshormone und so viel

Speaker: biochemische Prozesse in mir anregt, dass ich tatsächlich von diesem Stück Kuchen zunehme.

Speaker: Aber wie gesagt, noch mal nicht, weil das Stück Kuchen mich jetzt fett macht, sondern weil ich der festen Überzeugung bin, dass es das tut.

Speaker: Und um das mal so ein bisschen klar zu machen, wie stark dieser Nocebo-Effekt ist.

Speaker: Es gab eine Untersuchung dazu, da hat man Menschen unter den Gehirnscanner gelegt und hat denen erzählt, sie kriegen eine wirkungslose Kochsalzlösung.

Speaker: Und tatsächlich hat man den Morphium gespritzt.

Speaker: Und man hat also unterm Gehirnscan gesehen, dass das Gehirnareal, das Schmerz signalisiert, noch genauso aktiviert war, wie vor der Morphiumgabe, nur weil die überzeugt waren, dass das keine Wirkung hat, was sie da gespritzt haben.

Speaker: Also unser Gehirn, unser System, unser Glaube daran, dass etwas wirkt oder nicht wirkt, hat eine enorme Auswirkung darauf, beim einen ein bisschen mehr und beim anderen ein bisschen weniger.

Speaker: Aber wenn ich diesem Brainwashing unterzogen wurde von klein auf...

Speaker: dann sitzt da eine Spur in meinem Körper- und Nervensystem und mit der muss man erst mal arbeiten.

Speaker: Deswegen ist es wichtig, dass was du sagst, weil zu uns ins Coaching, bei Chainless Woman, kommen vor allem Frauen

Speaker: die merken, ihr komplettes System wehrt sich bei dem Gedanken, jetzt nochmal diesen alten Weg zu gehen.

Speaker: Die kriegen sich nicht mehr aufgerafft.

Speaker: Also da, wo sie früher drei Monate oder sechs Monate oder ein Jahr durchgezogen haben, schaffen sie es heute nicht mal den einen Montag, den sie sich vorgenommen haben, bis sie abends wieder da sitzen, weil ihr komplettes System dicht macht.

Speaker: sie in den Freeze-Zustand rutschen und die Heißhungerattacken oder die emotionalen Essenssituationen schon so dolle werden.

Speaker: Und ich sage immer, auch wenn sich das in dem Moment nicht so anfühlt, weil das natürlich, wie du eben schon schilderst, mit ganz, ganz viel Hilflosigkeit einhergeht, weil das war ja bisher zumindest gefühlt der einzige Lösungsweg,

Speaker: Und jetzt stehe ich da und kann dem nicht mehr gehen.

Speaker: Und dann kommt natürlich unglaublich viel Ohnmacht und Hilflosigkeit auf.

Speaker: Wenn ich den Weg nicht mehr gehen kann, was soll ich dann jetzt machen?

Speaker: Dann bin ich ja der Situation ausgeliefert und ich kann so viel sagen, du bist der Situation nicht ausgeliefert.

Speaker: Das ist eigentlich erst mal ein Geschenk.

Speaker: dass deine Seele und dein Körper gerade so wach sind, dass sie sagen, egal was du dir in deinen Kopf gesetzt hast, ich gehe diesen Weg nicht mehr mit dir.

Speaker: Weil dein Nervensystem bzw.

Speaker: dein Körper, deine Seele, die versuchen zu überleben und haben die Aufgabe, dich am Leben zu halten.

Speaker: Und sehr wahrscheinlich, wenn du diesen Weg so weitergehen würdest, würde tatsächlich wirklich,

Speaker: eine Krankheit daraus entstehen.

Speaker: Deswegen ist es eigentlich Ausdruck von einer sehr gesunden, wachen Seele und einem sehr starken Körper, wenn du irgendwann merkst, krass, ich schaffe das nicht mehr.

Speaker: Ich komme da mit Willenskraft und Disziplin nicht mehr weiter, weil es nie die Lösung war.

Speaker: Und jetzt wird dein Körper endlich laut genug,

Speaker: Und wir als Coaches, wenn wir sowas begleiten, dann müssen wir in der Lage sein, Menschen in so einer Situation aufzufangen, weil das braucht ganz viel Korregulation, da kommen ganz, ganz viele Ängste hoch.

Speaker: Das ist ja wie der wahr gewordene Albtraum im Prinzip, den sie schon ein Leben lang mit sich rumtragen, die Angst, es niemals zu schaffen.

Speaker: Und

Speaker: Im Prozess müssen wir natürlich dabei begleiten, dass diese Angst immer wieder aufgefangen wird, weil optimalerweise kommt der Mensch dann irgendwann an den Punkt,

Speaker: den Glauben zuzulassen, das ist auch für mich möglich, weil solange ich innerlich daran festhalte, dass ich das nicht schaffe, wird auch das wieder zur selbsterfüllenden Prophezeiung.

Speaker: Und deswegen braucht es hier wirklich eine traumasensible Begleitung, weil da emotionale Ladung an die Oberfläche kommen kann, die wirklich überwältigend sich anfühlen kann.

Speaker: Das erlebt ja jede Frau schon, die

Speaker: Wenn man gestern wieder eine Essattacke hatte, heute sich auf die Waage stellt, da irgendwie ein halbes oder ein Kilo mehr drauf hat, dann fangen die Ohren an zu klingeln, der Kopf wird warm, alles wird heiß und dann wird hektisch irgendwie versucht, jetzt okay, Kalorien zu sparen, dann lasse ich jetzt das Frühstück aus und ich gehe jetzt hier nochmal eine Extrarunde und so.

Speaker: Da sieht man ja schon, wie hart krass die Ladung, die emotionale Ladung in dem Moment ist.

Speaker: Und jetzt, nachdem wir eine ganz lange Schleife gezpielt haben, komme ich mal auf diese Ernährungsberaterausbildung zu sprechen.

Speaker: Weil ich weiß es noch, ich habe in meiner zweiten Ernährungsberaterausbildung, da hatte ich schon ganz viel Vorerfahrung in, ja,

Speaker: auch durch eine erste Ernährungsberaterausbildung, durch die jahrelange Arbeit mit Menschen in dem Bereich, durch meine eigene Bodybuilding und auch Essstörungskarriere.

Speaker: Und das heißt, ich ging mit einem gewissen Vorwissen in diese staatlich anerkannte Ernährungsberaterausbildung in einem anerkannten, relativ bekannten Institut mit einer

Speaker: Dozentin, die irgendwie mehrere auch Studien und Titel hatte, Frau Doktor mit Biologie und keine Ahnung was.

Speaker: Und wir saßen in diesem Seminar oder in diesem Meeting, sag ich mal, wo wir gewisse Dinge besprochen haben.

Speaker: Und da hat eine Mutter

Speaker: erzählt, dass ihr Sohn, der ist Leistungsschwimmer, geht mehrmals die Woche schwimmen und es ist ja extrem körperlich anstrengend, schwimmen.

Speaker: Ich weiß nicht, da war die Sprache von fünfmal die Woche oder sechsmal die Woche.

Speaker: Teenie, also irgendwie im Teenie-Alter, 15, 16 Jahre alt und sie würde sich Sorgen machen, weil er sich jetzt nicht mehr traut, Kohlenhydrate zu essen.

Speaker: Und dann wurde halt in die Runde gefragt, wie wir damit umgehen würden und so weiter.

Speaker: Und dann sagte ich dann, ich komme ja auch aus der damaligen Zeit relativ frisch aus dem Leistungssport, fünfmal die Woche Training gemacht und...

Speaker: Ich sagte dann, er muss keine Angst vor den Kohlenhydraten haben, weil der Körper das braucht, um die Kraft umzusetzen, um auch das Training umzusetzen.

Speaker: Ist es für den Körper leichter, mit einer gewissen Menge Kohlenhydraten?

Speaker: Ich habe damals zu Bodybuilding-Zeiten mit fünfmal die Woche Sport 300 Gramm Kohlenhydrate am Tag gegessen.

Speaker: Da hatte ich meine spitzen Leistungen.

Speaker: Ich hatte 17 Prozent Körperfett.

Speaker: Ich habe 80 Kilo Kniebeugen gemacht.

Speaker: Ohne diese Menge an Kohlenhydraten hatte ich die Leistung faktisch nicht.

Speaker: Wir haben das ja damals alles getrackt.

Speaker: Ich wusste genau, ab 80 Gramm Fett werde ich, da ist meine Libido verletzt.

Speaker: Wunderbar, weil das für die Hormonproduktion so wichtig ist.

Speaker: Darunter und je tiefer es war, desto mehr hat sich das abgeschaltet und dann wurde es auch mit der Periode immer schwieriger.

Speaker: Ich wusste, wenn ich unter 250 Gramm Kohlenhydrate gehe, dann komme ich mit meiner Leistung nicht mehr höher.

Speaker: Ich schaffe also nicht, die Gewichte regelmäßig zu erhöhen.

Speaker: Das war dann immer in den Aufbauphasen.

Speaker: Das heißt, ich hatte aus der Praxis ganz, sage ich mal, ich hatte Erfahrung mit meinem eigenen Körper und auch durch den Austausch mit anderen Athleten.

Speaker: Das war jetzt nicht, ich werfe das jetzt einfach mal da so rein.

Speaker: Und dann setzte sich doch diese Dozentin dahin und sagte, nein, er braucht keine Kohlenhydrate.

Speaker: Er kann den Körper auf Ketogen umstellen, dann wird der Körper sich so umstellen, dass er die Energie auch aus dem Fett rausholen kann.

Speaker: Und das ist in dem Sinne korrekt.

Speaker: Es gibt sowas wie die Ketose.

Speaker: Das ist ein alternativer Stoffwechselzustand.

Speaker: Da muss sich das Gehirn umstellen, da muss sich das ganze System umstellen und dann kann der Körper...

Speaker: theoretisch aus Fett Energie ziehen.

Speaker: Ja, aber erstens ist es völlig unnötig.

Speaker: Also es wird gar nicht gebraucht, sich diesem Stress auszusetzen, weil was bedeutet das denn?

Speaker: Der Junge kann nicht mehr auf Familienfeiern normal mitessen, weil er muss aufpassen, dass er im Ketosezustand bleibt.

Speaker: Der kann nicht mehr mit Freunden unterwegs sein, weil sobald er einen Burger isst, fliegt er aus der Ketose raus.

Speaker: Und das ist ja völlig unnötig.

Speaker: Das heißt, daraus entwickelt sich eine Essstörung, weil der sowieso schon total die Angst hat.

Speaker: Und jetzt kommt dann noch jemand her, der halt irgendwie einen Doktortitel hat und erzählt, nee, nee, also Kohlenhydrate machen dick und der braucht doch die Kohlenhydrate nicht.

Speaker: Und ich saß da und dachte mir nur so, da laufen jedes Jahr hunderte von Coaches durch die Ausbildung.

Speaker: Mal abgesehen davon, dass ich halt dann gesehen habe, was man dann halt so lernt.

Speaker: Und da ist der Fokus halt sehr stark auf das Organsystem, aber auch nicht so richtig, wie das in Wechselwirkung steht, sondern du lernst halt dann, das ist das Verdauungssystem, das ist das Atmungssystem, das ist so Muskelskelette, welche lateinischen Namen haben die unterschiedlichen Muskeln und so weiter, und

Speaker: Du lernst, Kalorienformeln zu berechnen, du lernst, welche Vorgaben gibt es von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, die angelehnt ist an die WHO.

Speaker: Du lernst auch noch die alte Ernährungspyramide, die schon längst überholt ist.

Speaker: Und ich saß da und dachte mir so, also ich mache das jetzt nur, weil ich dann am Ende diesen Wisch habe, staatlich anerkannte Ernährungsberaterin, aber

Speaker: Es war damals für mich schon so wild zu sehen, was lernen Ernährungsberater eigentlich in diesem Prozess.

Speaker: Und dann kann man es natürlich auch keinem Ernährungsberater vorwerfen, dass er einfach das, was er gelernt hat, anwendet.

Speaker: Und das ist, wenn er nicht darüber hinaus denkt.

Speaker: Und deswegen machen wir hier auch so viel Aufklärung.

Speaker: Deswegen haben wir uns auch entschieden, die Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung anzubieten, weil wir einfach gemerkt haben,

Speaker: Es fehlt, also A, traumasensibel gibt es bei Ernährungscoach-Ausbildungen überhaupt nicht, auch bei Personal-Trainer-Ausbildungen überhaupt nicht.

Speaker: Das heißt, da ist noch nicht mal eine Awareness dafür da, wie Trauma oder wie, sag ich mal, emotional belastende Erfahrungen und ein überlastetes Nervensystem sich verändern.

Speaker: auf den Körper, auf den Stoffwechsel, auf das Essverhalten auswirkt.

Speaker: Da muss man sich mit Ernährungspsychologie beschäftigen, da muss man sich auch mit dem Nervensystem und Psychodynamik beschäftigen.

Speaker: Also was beeinflusst auch das Verhalten, weil das Verhalten ist nicht einfach nur kognitiv gesteuert.

Speaker: Es ist nicht so, dass wir etwas wissen und es dann einfach machen, sondern Essverhalten, Bewegungsverhalten ist erstmal etwas, was

Speaker: Das ist impulsiv gesteuert und das sitzt in einem ganz anderen Bereich im Gehirn.

Speaker: Das sitzt nicht im bewussten, im präfrontalen Kortex, das sitzt unten im Stammhirn, im Reptiliengehirn und im lymbischen System.

Speaker: Also da, sage ich mal, das Säugetieranteil des Gehirns.

Speaker: Deswegen reicht es halt nicht, jemandem einfach eine Ernährungspyramide zu erklären und es reicht auch nicht, ihm einen Ernährungsplan hinzuschieben.

Speaker: Und als Betroffene reicht es eben auch nicht, sich ganz viel mit Ernährung und mit dem Hormonsystem und mit dem Darm und mit Nervensystemregulationstools zu beschäftigen, weil das alles nur auf der rationalen Ebene ansetzt und in keinster Weise das auffängt, was das Nervensystem eigentlich geschichtlich macht.

Speaker: durch die Prägung epigenetisch, durch die Erfahrungen der Vorfahren, systemisch durch die Erfahrungen in unserem Familiensystem, aber auch im Gesellschaftssystem eigentlich dauernd beeinflusst.

Speaker: Und ja, da sieht man das Kaloriendefizit und der Fokus auf die Ernährung ist ein Mini-Schnipsel aus einem Riesenbild,

Speaker: Und da zoont man einfach nur auf diesen ganz, ganz kleinen Teil und meint, das ist die Lösung.

Speaker: Und das ist aber, das kann nicht sein, weil da hängt noch ganz, ganz, ganz, ganz viel dran.

Speaker: Und deswegen steht man auch allein auf weiter Flur und völlig verlassen da, wenn man versucht, da das Problem zu lösen.

Speaker: Und wenn ich mir einen Coach suche,

Speaker: der versucht es auch mit mir auf dieser Ebene, in diesem kleinen Ausschnitt zu lösen, dann verhärtigt das Muster nur noch.

Speaker: Und das war ja auch ein Grund für mich, warum ich gesagt habe, wir müssen die Ausbildung machen, weil also für mich war die schlimmste Erkenntnis als Coach, ich habe ja auch irgendwann mal damit angefangen zu checken, die kommt zu mir und sucht eigentlich Hilfe, aber alles, was ich gerade mit ihr mache, ist, dass ich eigentlich das Muster noch verstärke.

Speaker: weil ich ja genau auf derselben Ebene mit ihr ansetze, wo sie sowieso schon die ganze Zeit versucht anzusetzen, nur dass sie jetzt noch die Scham und die Schuldgefühle hat, mir rechtfertigen zu müssen, warum sie jetzt nicht das gegessen hat, was auf dem Plan steht.

Speaker: Und deswegen müssen wir das ändern.

Speaker: Das ist ganz, ganz, ganz wichtig, damit Menschen richtige Hilfe bekommen.

Speaker: Ja, und ein Teil, den man auch in dieser Erfahrung, die du da geteilt hast, halt auch nicht vergessen darf.

Speaker: Das eine ist, was die Antwort war von der

Speaker: Doktorandin oder was auch immer.

Speaker: Das andere ist, dass scheinbar noch nicht mal die Idee aufkam, zu fragen, was lässt Ihnen so eine Angst haben?

Speaker: Was ist die Angst?

Speaker: Es ging darum, okay, ja gut, die Angst kann man ja vermeiden, indem man einfach die Kohlenhydrate vermeidet und dann ist das Thema ja gelöst.

Speaker: Also der Körper kann mit diesem Mangelzustand, der aufgrund der Angst dann scheinbar gerade gewünscht ist, kann ja schon irgendwie kompensieren.

Speaker: Aber weshalb hat jemand eine Angst entwickelt, Kohlenhydrate zu sich zu nehmen und wie kann es die Lösung sein, dann einfach auf das zu verzichten, vor dem wir Angst haben?

Speaker: Also

Speaker: Selbst in der Therapie sagt man, dass man bei Ängsten möglichst nicht vermeiden sollte, damit man die Erfahrung macht, dass eben nichts Schlimmes passiert.

Speaker: Natürlich ist das zu einfach gedacht, weil wir müssen schon dem Nervensystem das geben, was es braucht, um auch das als sicher zu erfahren, ja, als sicher zu erleben, dass das, wovor wir Angst haben, doch gar nicht so dramatisch ist.

Speaker: Es geht nicht einfach zu sagen, ja gut, hast halt Angst, machst trotzdem.

Speaker: Aber das einfach zu vermeiden, zu sagen, ja gut, braucht der Körper auch nicht, er braucht keine Angst mehr davor haben, weil er kann es ja einfach weglassen.

Speaker: Dass das die Lösung sein soll, ist halt Ausdruck dessen, wie halt häufig gearbeitet wird und dass es halt sehr, sehr eindimensional betrachtet wird, rein auf dieser Ebene von, okay, was kann man denn weglassen, sodass der Körper zwar nicht komplett,

Speaker: kaputt geht in Anführungsstrichen, aber trotzdem immer auf der untersten Minimalebene noch irgendwie klarkommt.

Speaker: Das kann ja nicht langfristig das Ziel sein.

Speaker: Und neben der Ausbildung ist es ja auch der Grund, warum wir jetzt am Donnerstag in dem Workshop Beyond Symptoms nochmal darauf eingehen, auf welchen Ebenen wir eigentlich auf ein Symptom schauen müssen, ganz egal, ob es jetzt das Essverhalten ist, ein körperliches Symptom,

Speaker: Beziehungsthemen, emotionale Themen, Erschöpfungszustände und so weiter oder auch Blockaden als Coach, die ja auch ganz, ganz häufig da sind oder eigene Themen auch, wenn wir uns damit beschäftigen, selbst mit Menschen zu arbeiten oder sichtbar zu werden oder so, welche unterschiedlichen Ebenen dafür abgedeckt sein müssen und dann auch in den Gesamtprozess integriert werden müssen, damit sich solche Themen eben nicht nur kurzfristig für ein schönes Vorher-Nachher-Bild auf der Homepage ansehen,

Speaker: zeigen, sondern wirklich langfristig auch das Leben der Person, die zu uns kommt als Coaches, weil sie Hilfe braucht, weil sie alleine nicht weiter weiß, tatsächlich eine reale, leichter machende Veränderung mit sich bringt, sodass das Leben wieder mehr gelebt werden kann, statt immer weiter kontrolliert werden muss.

Speaker: Und genau, deswegen hier einmal die herzliche Einladung am Donnerstagabend 19.30 Uhr dabei zu sein, da schauen wir nämlich genau darauf und ja.

Speaker: Ja, das ist ein richtig, richtig guter Workshop.

Speaker: Wir werden uns genau anschauen, wenn du ein Symptom von dir selbst mitbringst.

Speaker: Das kann das Essen sein, das kann das Gewicht sein, das kann auch was ganz anderes sein.

Speaker: Oder von deiner Klientin, wenn du schon als Coach tätig bist, dann werden wir mit dir mit der Psychosoma-Fallanalyse arbeiten und wir werden uns ganz genau anschauen, auf welchen Ebenen hast du noch Blindspots.

Speaker: wo genau, das sind genau sechs Stück, musst du eigentlich hinschauen, damit sich dieses Thema wirklich für dich lösen kann.

Speaker: Es wird auch eine Aufzeichnung geben, das heißt, solltest du am Donnerstag nicht live dabei sein, dann kannst du dich trotzdem gerne eintragen, dann bekommst du von uns einfach nachträglich die Aufzeichnung, wir empfehlen aber natürlich live mit dabei zu sein, einfach weil dieses Ausfüllen der Fallanalyse begleitet von uns einfach extremer

Speaker: Es wird mindblowing sein, weil du einfach erkennen wirst, wo du noch nicht hingeschaut hast.

Speaker: Deswegen kannst du unter diesem Live hier, wenn du bei Instagram schaust, einfach gerne Symptom kommentieren.

Speaker: Dann schicken wir dir den Link zu.

Speaker: Ansonsten, wenn du dir den Podcast anhörst, auf dem anderen Kanal findest du den Link dazu unten in den Shownotes.

Speaker: Dann freuen wir uns sehr, wenn du da mit dabei bist.

Speaker: Der Workshop ist kostenfrei.

Speaker: wird es einfach richtig, richtig gut werden.

Speaker: Und noch eine Einladung hier an alle, die das eine oder andere Mal die Diskussion haben oder die Empfehlung kriegen, ist doch einfach im Kaloriendefizit.

Speaker: Du darfst sehr, sehr gerne diesen Podcast auch einfach teilen.

Speaker: Du musst dich gar nicht auf diese Diskussion einlassen, sondern du kannst einfach sagen, hör dir diesen Podcast an und lass mich damit in Ruhe.

Speaker: Weil das ist ja sehr schwierig, du hast es vorhin selbst gesagt.

Speaker: Also selbst wenn man dann sagt, ja, ich möchte das mit dem Kaloriendefizit nicht machen, wird man schräg angeguckt, weil selbst Menschen, die es anscheinend zumindest kennen,

Speaker: nicht betrifft und sie anscheinend ein normales oder gesundes oder perfektes Gewicht haben, sind ja genauso gebrainwashed.

Speaker: Das ist ja eine kollektive, man kann schon sagen, Psychose, ein gewisser Realitätsverlust durch diese vielen Jahrzehnte, auch gewisses Marketing durch die Pharmaindustrie, durch die Diät- und Fitnessbranche.

Speaker: Das ist ja ein Milliardenmarkt und das wird ja immer und immer wieder wiederholt.

Speaker: Und die haben ja was davon, dass Menschen weiter daran glauben.

Speaker: Und es ist sehr, sehr schwierig, irgendwann aus so einem psychotischen Zustand rauszukommen.

Speaker: Weil du sagst dann, nein, ich mache da nicht mehr mit.

Speaker: Und alle anderen versuchen dich da aber dann wieder reinzuziehen.

Speaker: Die Schwester, die Mama, die Tante, der Papa, die Oma, die dann auf deinen Teller guckt und sagt, naja, okay, ich dachte, du wolltest da eigentlich abnehmen.

Speaker: Und genau, deswegen gerne einfach den Podcast teilen und

Speaker: innerlich mal den Stinkefinger zeigen.

Speaker: In gewisser Weise ist dieses Thema halt eine gesellschaftliche narzisstische Beziehung.

Speaker: Also das, was im Mikrokosmos eine Beziehung mit einem Narzissten ausmacht, ist bei diesem Thema ein Gesellschaftsphänomen.

Speaker: Und das zeichnet sich eben darüber aus, dass etwas, was chronisch toxisch ist, also ständig eigentlich

Speaker: mich vergiftet, mir das Gefühl gibt, minderwertig zu sein, dass meine Wahrnehmung falsch ist, dass meine Signale, meine Körperwahrnehmungen falsch sind, dass mir das so lange eingetrichtert wird von einem narzisstischen Partner oder einer narzisstischen Partnerin, dass ich das selbst irgendwann glaube.

Speaker: Und dann gibt es ja noch das sogenannte Flying Monkey, Flying Monkey,

Speaker: System, was die sich gerne zu eigen machen, nämlich dass andere Menschen im Umfeld mobilisiert werden, sodass die Person immer wieder damit konfrontiert wird, wenn die dann sagen, ja, nee, aber der ist doch voll nett und ja, das stimmt aber doch auch, was der sagt und nee, das kann ich mir gar nicht vorstellen, dass immer weiter die eigene Wahrnehmung eben in Frage gestellt wird.

Speaker: Und dieses ständige Gaslighting, was da passiert, also das ständige Umdrehen der eigenen Wahrnehmung, der Opfer-Täter-Dynamiken nenne ich es mal,

Speaker: Das sehen wir bei diesem Diätthema und Kaloriendefizithema, Gesundheitsthema usw.

Speaker: in einem kollektiven Beziehungssystem, sage ich mal.

Speaker: Also wenn der Körper komplett rebelliert, weil er seit Jahren oder Monaten durch irgendwelche Diäten in maximale toxische Zustände versetzt wird, wo der ganze Körper merkt, das ist nicht gesund für mich, das tut mir nicht gut, ich brauche was anderes, um glücklich zu sein,

Speaker: wird nicht das System kritisch beleuchtet und sich gefragt, vielleicht ist dann das, was mir die ganze Zeit so beigebracht wird, nicht gut für mich, sondern dann muss mit mir und mit meinem Körper was nicht stimmen und dann gehe ich zum Arzt oder zum Ernährungsberater oder zum Psychologen oder zu meinen Freunden und weil die demgleichen, man nennt das ja Medical Gaslighting, unterzogen sind,

Speaker: bestätigen sie das auch noch.

Speaker: Und ich fange immer mehr an, meine eigenen Wahrnehmung, meinen eigenen Körpersignalen zu misstrauen.

Speaker: Und so baut sich das einfach immer, immer, immer, immer weiter auf.

Speaker: Und etwas, was eigentlich hochgradig pathologisch ist, also was eigentlich krank ist, wird dann einfach normal, weil es so viele Menschen teilen.

Speaker: Und jeder, der mal in narzisstischen Freundschaften oder Beziehungen war, hat ein Gefühl dazu, wie es sich anfühlt,

Speaker: in diesem System auf eine Art alleine zu sein und nicht mehr zu wissen, bin ich jetzt gerade irre oder ist der andere wirklich irre?

Speaker: Und dann gibt es diese Momente von, nee, ich merke, ich habe recht und ich muss mich dem entziehen.

Speaker: Aber es ist einfach sehr, sehr schwer, wenn permanent diese Manipulationsmechanismen von außen auf uns einwirken.

Speaker: Und deswegen, ja, hier vielleicht einmal die Erinnerung, dein Körper weiß, was er tut, der weiß, was er braucht.

Speaker: Die Signale, die er sendet, sind richtig, die sind wichtig und es geht nur darum, mit jemandem zu arbeiten oder auch ein Handwerkszeug zu erlernen und auch eine innere Haltung zu erlernen und zu entwickeln.

Speaker: die diese Körpersprache wieder richtig zu übersetzen lernt, wo wir verstehen, was zeigt uns ein Körper da eigentlich gerade und was braucht er, also wonach schreit der Körper gerade.

Speaker: Genauso wie bei einem kleinen Baby, wo wir erstmal nicht wissen, ey, was braucht es gerade, irgendwas scheint da los zu sein und das Gefühl zu entwickeln, okay, was braucht das gerade und nicht zu sagen, boah, jetzt sei mal leise oder ich lege es mal in den Nebenraum, weil ich kann es gerade nicht mehr ertragen und es kann ja nicht normal sein, dass das Kind die ganze Zeit rumbrüllt.

Speaker: So ist quasi auch der Umgang mit dem Körper.

Speaker: Wenn wir wieder lernen, den zu übersetzen, den zu verstehen, wieder hinzuhören, wieder mehr uns selbst einen Vertrauensvorschuss zu geben vor irgendwelchen anderen Menschen, die bei Instagram keine Ahnung wie viele Millionen Geschäfte machen, dadurch, dass Menschen abnehmen wollen und es nicht schaffen, dann kann wirklich ein befreites Essverhalten möglich werden, sowohl für die Personen, die vielleicht gerade zuhören, weil sie selbst darunter leiden, als auch für die Personen, die sagen,

Speaker: Ich möchte Menschen wirklich ganzheitlich begleiten.

Speaker: Ich möchte wirklich, dass es ihnen besser geht.

Speaker: Ja, dass sie auch abnehmen, aber vor allem, dass sie innerlich leichter werden und dann eben auch der Körper leichter werden kann.

Speaker: Und das ist die Basis.

Speaker: Das ist das Fundament, auf dem alles andere aufgebaut wird.

Speaker: Viele kommen auch zum Coaching, zum Mentoring und wollen in die Selbstverwirklichung.

Speaker: Das ist das Dach des Hauses, ja.

Speaker: So, und keiner kann ein Haus vom Dach ausbauen.

Speaker: Wir müssen alle erstmal das Fundament gießen.

Speaker: Und das Fundament ist, wie wir uns selbst versorgen, wie wir mit unserem Körper umgehen, wie wir uns auch seelisch versorgen.

Speaker: Der Körper ist auch der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.

Speaker: Das heißt, am Ende des Tages, egal was du für ein Problem und für eine Herausforderung in deinem Leben hast, ob es mit einer Partnerschaft ist, ob es mit deinen Kindern ist, ob es finanziell ist, ob es karrieremäßig ist,

Speaker: Du bist der gemeinsame Nenner, ob du Resilienz hast, ob du Energie hast, ob du mit Ängsten umgehen kannst oder dich davon blockieren lässt, ob du deine Emotionen regulieren kannst, ob du die kanalisieren kannst in Leistungsfähigkeit, ob du ein Leben führen kannst, in dem du auch lebst und nicht nur arbeitest und leistest, da ist das Fundament gelegt in deinem Körper.

Speaker: Und egal, ob wir Menschen dabei begleiten wollen oder selber unsere Themen lösen möchten, wir müssen immer an diesem Fundament ansetzen.

Speaker: Dann läuft alles andere viel, viel leichter, weil wir nicht die ganze Zeit noch unseren Körper, weiß ich nicht, irgendwie noch dazu bringen müssen, weil uns die Puste ausgeht.

Speaker: Also deswegen hier auch nochmal zur Erinnerung, du bist das Fundament,

Speaker: gesundes Essverhalten, gesunder Körper ist die Basis für alles und alles andere funktioniert nicht halb so gut, wenn das nicht gegeben ist.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Dann, wie gesagt, du findest alle Infos auch nochmal bei Chained as Woman, wenn du selbst betroffen bist von emotionalem Essen in der Bio.

Speaker: Du findest alle Infos, wenn du sagst, ich möchte Menschen dabei begleiten, zu unserer Ausbildung bei Psychosoma auf dem Account und kommentiere hier gerne einfach Symptom, wenn du beim Workshop dabei sein möchtest und dann freuen wir uns da, dich am Donnerstag vielleicht sogar live zu sehen.

Speaker: Ja, schön.

Speaker: Gut.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Also, bis dann, wir freuen uns.

Speaker: Bis dann, tschüss.

Speaker: Ciao.

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