Transcript
Speaker: Heute in dieser Podcast -Episode geht es um das Thema vegane Ernährung als unternehmerische Verantwortung und ich habe heute die Ehre, eine Unternehmerin des Jahres aus dem Jahr 2014 neben mir sitzen haben zu dürfen.
Speaker: Die liebe Daniela Tickes vom Eppinghof. Ich bin also im Sauerland und bin hier in einem wunderschönen Familienhotel, das ein ehemaliger Bauernhof war. Und der Bauernhof, ihr seid jetzt in der 15. Generation, der absolute Wahnsinn.
Speaker: Und ja, was sich da alles ergibt und jetzt kommt natürlich eben auch für Daniela als, ich nenne es mal noch, Flexi -Garnerin, der eigene Prozess, wie kann ich mich selber gesund und nachhaltig ernähren und welche Verantwortung habe ich auch gegenüber den Familien, die herkommen.
Speaker: Das diskutieren wir heute und du erlernst ganz, ganz viel, wie kann vegane Verantwortung übernommen werden, nicht nur in Unternehmen, natürlich auch für dich selber, für deine Kinder, für dein Umfeld, sodass wir eine Welt erschaffen, die in Friede und Gesundheit für den Planeten und auch für uns Menschen da ist. Liebe Daniela, ich freue mich mega, dass du da bist. Herzlich willkommen. Danke Christian und danke für die schöne Anmoderation.
Speaker: Ja, 15 Generationen haben wir gehört, das ist ja schon eine krasse Hausnummer. Wie kommt denn jetzt jemand wie du dann dahin, die wahrscheinlich Jahrhunderte lang auch Viehzucht hatten und Fleisch gegessen haben, wie kommst du jetzt dahin, dass du dir auf einmal Gedanken machst, wie kannst du dich plant -based vegan ernähren?
Speaker: Zum einen bin ich eh schon gewohnt, Außenseiterin zu sein als erste Frau, die den Hof übernommen hat. Als erste Frau, die den Hof übernommen hat und nicht am Hof die meiste Zeit wohnt, sondern sich ein Privatleben auch zugesteht. Aber ich glaube, ich bin da vor allem zugekommen durch das Yoga.
Speaker: Ich praktiziere Kundalini -Yoga ziemlich jeden Morgen, früh, bevor die Kinder aufstehen, für mich alleine. Seitdem ist einfach so viel passiert. Das ist so viel Bewusstseinsarbeit. Wie lange machst du Yoga? Yoga mache ich jetzt knapp drei Jahre erst.
Speaker: Und da ist ganz, ganz, ganz viel passiert in deinen Gedankengängen eben auch, also durch diese Bewusstseinsförderung, durch die vielleicht wie nennt sich Achtsamkeit, dann eben auch achtsam gegenüber der Umwelt zu sein, nicht nur gegenüber dir selber sozusagen.
Speaker: Ja, genau. Also bei diesem Yoga passieren halt einfach auch chemische Prozesse im Gehirn und im Körper und das kann ich jetzt alles gar nicht erklären. Ich bin ja zumindest noch keine Yoga -Lehrerin, aber es ist vielleicht kein Zufall, dass in der gleichen Zeit einfach da wahnsinnig viel passiert ist.
Speaker: War das eine Art Yoga zu praktizieren, dass du quasi rauskommst aus deinem eigenen Stress? Du warst Unternehmerin des Jahres 2014. Du kannst gerne dazu ein bisschen was erzählen. Was bedeutet es denn so, einen Betrieb hier zu führen mit über 70 Mitarbeitern? Und ich glaube, du hast erwähnt, 2000 Familien, die hier pro Jahr herkommen, richtig?
Speaker: Ja, genau, es sind über 2000 sogar mittlerweile. Und ja, ungefähr 70 Köpfe an Mitarbeitern. Wir haben auch viele Teilzeitkräfte, viele Mütter. Ja, was ist das? Es ist eine super umfangreiche, abwechslungsreiche Herausforderung. Immer wieder neue Aufgaben.
Speaker: Der 360 -Grad -Blick und Generalisten sind da gefragt. Da ich mich ungern festlege, liegt mir das, mich einfach in verschiedenen Gebieten zu betätigen. Es macht total viel Spaß und es gibt auch Momente, wo ich mich recht alleingelassen fühle, fühlte.
Speaker: und vielleicht auch schon mal sehr unruhig, innerlich sehr unruhig. Das ist jetzt nur noch manchmal so, da hat das Yoga einen bestimmten großen Beitrag geleistet. Und zum Yoga gekommen, hast du eben gefragt, wie ich dazu gekommen bin. Ich hatte an meiner Vision arbeiten wollen und habe einen Coach dazu gesucht.
Speaker: Und die sagte mir, ja, ich mache Coaching mit dir, aber nur, wenn du auch Yoga mitmachst. Und mir war das sympathisch. Ich hätte es nur noch nie ausprobiert. Ich habe gesagt, na klar. Und ich habe ihr gesagt, ja, dann, ich mache dann dieses Coaching, aber nur, wenn wir in die Natur gehen. Und dann haben wir mit Bergwandern Coaching gemacht, wo ich dann Yoga gemacht habe. Und das ist einfach da, ja, das war ein Wow. Und seitdem mache ich das für mich ohne Lehrer.
Speaker: Ich kann mir vorstellen, dass du da als Außenseiterin gerne mal durchgehst. Vor allem hier im Sauerland, da ist ja noch sehr viel Tradition, denke ich mal. Sehr, sehr viel Land. Da ist, wenn wir jetzt wieder auf die Ernährung zurückkommen, bestimmt sehr viel Fleisch angesagt. Hier sind auch überall Kühe auf der Weide, sehr viele Milchprodukte angesagt. Und du hast da selber auch Kinder.
Speaker: Kommen wir mal dazu, was genau war das für ein Bewusstseinswandel? Also kamen dann auf einmal Infos zu dir und Infos wie beispielsweise, Milch schadet eher, dass sie nutzt oder zu viel Fleisch ist ungesund und so weiter und du wolltest dann deinen eigenen Kinder dafür schützen oder was genau macht dieser Bewusstseinswandel gerade bei dir?
Speaker: Also es sind total viele Aspekte. Ich habe festgestellt, je mehr ich mich damit befasse, ich will gar nicht Befasste sagen, also ich fühle mich nicht als am Ende da mit den Inklus, was das je gibt, aber je mehr ich mich damit befasse, desto mehr Türen öffnen sich, desto mehr weiß ich, was ich noch nicht weiß, aber desto mehr Fakten sprechen einfach auch dafür.
Speaker: Und es geht um ethische Werte, wie die Tiere gehalten werden zum Beispiel. Jetzt haben wir zum Glück hier in der Umgebung tatsächlich viele Bauern, die auf Bio umstellen, wo ich halt auch mal öfter mal wieder Kälber mit den Kühen sehe. Aber grundsätzlich, da werden die Kälber halt relativ bald von den Kühen getrennt. Das kriegen wir ja in der Regel nicht mit. Alleine meine Muttergefühle, die halten mich davon ab, das zu unterstützen.
Speaker: Verstehen deine Kinder und auch auf der anderen Seite deine Eltern, was du quasi für einen Bewusstseinswandel durchmachst? Also ich gehe jetzt noch nicht rum und vielleicht will ich das auch nie machen.
Speaker: mit dem belehrenden Zeigefinger und meine jetzt meine Sicht ist die richtige und erkläre, dass meinen Eltern, also meinen Kindern natürlich, das passiert so nebenbei. Erwähne ich schon mal was oder wenn die dann schon mal irgendwo was mitkriegen, oh nein, das Tier wird getötet und im nächsten Moment dann aber vielleicht irgendwo eine Wurst essen wollen, dann sage ich schon, du weißt schon, dass da auch ein Schwein für... Wie gehen die damit um?
Speaker: Ich glaube, das hickert so ganz langsam. Also ich erwarte jetzt nicht, dass die dann irgendwie sofort sagen, wow, ich verzichte auf Fleisch. Meine Tochter hat wohl mal in der Schule für eine gewisse Zeit sich für ein Jahr oder so vegetarisch angemeldet. Dann war es aber auch irgendwie mal wieder vorbei. Also das Ding ist halt auch, dass mein jetziger Ex -Partner
Speaker: eine Mahlzeit nicht zu schätzen, als wenn kein Fleisch dabei ist. Verstehe. Und deine Eltern, die sind ja doch am Leben, richtig? Die sind hier mit auf dem Hof. Genau. Der Bauer Johannes. Der Bauer Johannes, genau. Die sind ja wahrscheinlich auch sehr traditionell aufgewachsen. Gerade auch ältere Leute tun sich damit auch schwer, diesen Wertewandel oder Sinneswandel mitzuerleben. Ich meine, die waren ja auch nahe an den Tieren. Die haben sie vielleicht sogar selber geschlachtet. Für die war das was ganz Natürliches. Wie ist da der Umgang?
Speaker: Ja, also zum einen war das ja früher noch ein bisschen anders. Da kannten wir halt auch die Schweine sozusagen beim Namen und dann ist da auch mal eine Träne geflossen, wenn ein Tier geboren wurde und es ist eine Träne geflossen, wenn ein Tier abgeholt wurde. War euch Kinder oder auch bei den Erwachsenen? Ich denke auch bei den Erwachsenen, aber das
Speaker: Das erzählen die ja nicht so. Aber jedenfalls, ich sag mal so, zumindest ist mein Eindruck, dass da eine Berührung im Herzen einfach auch stattfindet. Und ich glaube, dass die einfach extrem wichtig ist. Die haben wir ja verloren, weil das irgendwo passiert und die Leute abstumpfen müssen, alkoholisiert zum Schlachtarbeitsplatz gehen müssen, damit sie das irgendwie erleben können. Gibt's das ja? Also das habe ich des Öfteren gehört.
Speaker: Ja, also meine Eltern sind auf ihre Art, eine etwas altmodischere Art, quasi auch bewusst. Also mein Vater sagt zum Beispiel, okay, morgens Essen wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettler. Und er meditiert auch schon mal mit den Gästen. Er nennt das dann nicht so. Er sagt, lass uns mal einfach mal zwei Minuten still sein. Also er ist da irgendwo auch auf dem Weg.
Speaker: Er hinterfragt jetzt nicht so wie ich die tägliche Mahlzeit. Und meine Mutter ist Hauswirtschaftsmeisterin. Die hat also eigentlich uns schon als Kindern so, was den Gesundheitsaspekt angeht, einfach, ja, muss nicht jeden Tag Fleisch sein. Und sie backt auch hier die Kuchen für die Gäste und backt immer mehr auch mal zuckerfrei und glutenfrei, also auch in die Richtung. Und auch vegane Kuchen.
Speaker: Also, an unserem Essentag, als wir hierher kamen, gab es direkt einen veganen Pflaumenkuchen. Sehr, sehr lecker. Also, meine Kinder haben den geliebt, sozusagen. Und ich sehe auch überall glutenfreie Sachen. Also, eigenes Brot wird gebacken, glutenfrei. Dann haben wir glutenfreie Müsli. Also, da legt ihr schon sehr, sehr viel Wert drauf. Und es gibt quasi immer auch immer eine vegane Option am Buffet, sozusagen. Es gibt ein riesen Rohkostbuffet, habe ich gesehen, mit vielen Salaten und so weiter.
Speaker: Du versuchst da im Moment auf jeden Fall einen guten Mittelweg zu finden. Und ich finde, das gelingt auch sehr, sehr gut. Denn ich kann mir vorstellen, dass es auch natürlich viel Kritik bei Gästen gibt, wenn die jetzt ein rein veganes Restaurant vorfinden würden und es ist so nicht ausgeliefert.
Speaker: Hörst du ab und an mal solche Kritiken oder was ist das, was du am meisten hörst von den Gästen, was wird am meisten gewünscht? Wollen die viel Fleisch? Wollen die viel Fisch? Wollen die viele Milchprodukte? Was ist so der Trend?
Speaker: Solche und solche Gäste. Das sind alles Familien bei uns. Wir haben uns dann ein Prozent darauf spezialisiert. Und in der Regel auch mit Kindern so 0 bis 10 Jahre alt. Wir haben letztens mal ein Experiment gemacht. Ich liebe Experimente. Wir haben ein Healthy Soul Food Abend gemacht und haben da überwiegend vegane Gerichte angeboten. Also Dahl, vegane Dips, Rohkostbuffet und so. Und dann haben wir so die Gäste befragt. Das war eine große Range von
Speaker: Zwei hatten wohl direkt auch den Koch schon nach Rezepten gefragt, weil sie so begeistert waren. Dann habe ich so den einen oder anderen beobachtet, der so ein bisschen unschlüssig, weil er es halt nicht kannte, einen Moment gebraucht hat, bis er was gefunden hat.
Speaker: Und wir haben tatsächlich auch eine Familie dann gehört, die dann nach einer Pommesbude gefragt hat. Und natürlich muss man fairerweise sagen, wir haben ja den Gästen vorher nicht gesagt, ey, ihr wartet hier einmal die Woche einen veganen, rein veganen Abend oder wie auch immer. Und wir haben auch ein bisschen Cheatfood mit dabei gepackt für den Fall, dass halt wirklich der ein oder andere sonst gar nichts hat wird.
Speaker: Ja, mega spannend. Und es scheint jetzt so zu sein, dass da auf jeden Fall das im großen Sinne Anklang gefunden hat oder im überwiegenden Teil sozusagen. Manche sagen natürlich auch gar nichts, gehe ich davon aus. Was ich sehr, sehr toll finde, ich laufe hier überall rum und sehe natürlich vegane Optionen, vor allem Milchersatz, also Reismilch, Hafermilch.
Speaker: Mandelmilch habt ihr da, natürlich auch Sojamilch und vieles mehr. Es gibt tolle Tees, auch für die Kinder, Früchtetees und so weiter. Es ist alles so im Detail richtig, richtig schön angeordnet sozusagen. Wo siehst du denn, ist es für so einen großen Betrieb wie euch überhaupt möglich, auch in einem Horizont von drei, vier Jahren,
Speaker: da komplett umzustellen? Siehst du das überhaupt als realistisch an oder würdest du sagen, die Mehrheit ist da definitiv noch nicht so weit? Also im Moment würde ich sagen, ist die Mehrheit definitiv noch nicht so weit. Aber das ist ja immer, wenn wir von Erfahrung sprechen, ist ja immer ein Rückblick. Und es geht ja um die Zukunft. Und es geht ja auch um Pionierarbeit.
Speaker: Also ich halte es nicht für ausgeschlossen. Bin aber vorsichtig damit, zu sagen, hey, in drei Jahren gibt es bei uns, ich sage jetzt mal nur, in Anführungsstrichen, noch vegane Kost. Auch da, also ich sehe unser Hotel auch als Experimentierfeld. Denn, ja, vom Ausprobieren werden wir einfach schlauer. Und da werden heute andere Ergebnisse erzielt, als wenn wir in drei Jahren das Gleiche machen, da bin ich mir sicher.
Speaker: Und so werden wir einfach immer wieder ausprobieren und die ein oder andere Sackgasse vielleicht Jahre später nochmal vergehen. Also es gibt ja auch die ein oder anderen Experimente, wo beispielsweise selbst bei Hardcore -Jungs wie bei der Bundeswehr und so weiter dann nichts gesagt wurde und für einen Tag wurde die Kantine dann komplett umgestellt auf vegan und es gab dann ja trotzdem dann Steaks, Leberkäs, Würstchen und eben in der veganen Variante.
Speaker: Und hinterher wurden alle befragt und es hat glaube ich sogar keine, also nicht mal einer was gemerkt. Und das ist dann schon faszinierend, sowas dann eben auch mal zu probieren, nichts zu sagen und dann ja einfach mal das Ergebnis abzuwarten und daraus eine Studie zu machen. Ein anderes Beispiel ist ein Restaurant, der hat von heute auf morgen auf vegan umgestellt in Frankfurt. Dort hatten wir auch ein super Event mit dem Dr. Brian Clement und
Speaker: Die Bude ist nach wie vor voll, weil er halt trotzdem vegane Kuren und Torte nach wie vor anbietet. Er hat dann diesen Beyond Meat Burger. Also das ist schon immer noch, sag ich mal, konventionelle Küche. Aber halt alles in vegan und das geht ja heute mittlerweile auch. Es gibt ja fast alles daneben auch in vegan.
Speaker: Du hast es angesprochen, du siehst auch vegane Ernährung unter anderem als unternehmerische Verantwortung. Was genau meinst du damit und was sind da deine Ziele die nächsten Jahre?
Speaker: Ja, also es geht für mich so um vor allem drei Säulen. Das eine ist die gesundheitliche Verantwortung, das andere ist das Ethikbewusstsein und halt die ökologische Verantwortung. Und also vegan hat halt einfach mit gesunder Ernährung zu tun. Natürlich kann man auch sich vegan ungesund ernähren, das ist klar, aber da bist du der Experte, da sage ich jetzt nichts zu. Dann Ethik, also das ist halt das, wie
Speaker: dass wir die Tiere uns unterordnen, diese ganzen Themen, und Ökologie. Das hast du sich ja auch schon rauf und runter erklärt, mit wie viel Wasser, wie viel Soja, um was die Tierprodukte draufgehen. Diese Sachen waren mir schon länger privat relativ bewusst, sodass ich da diesen Weg gehe.
Speaker: Und jetzt hatte ich mit meinen Kindern eine dreimonatige Auszeit gemacht. Und dieser Abstand, der hat einfach das Bewusstsein nochmal verschärft. Und da ist mir, als ich zurückgekommen bin, klar geworden, wow, ich mache das privat und stehe da voll hinter. Und im Unternehmen, wo 70 Mitarbeiter arbeiten, wo diese über 2000 Familien im Jahr kommen, da wo also der richtig große Hebel ist, wo ich was bewirken kann, das vielleicht ein bisschen mehr als ein Tropfen auf einem heißen Stein ist, da
Speaker: Da mache ich noch gar nicht so wirklich viel. Und das möchte ich ändern. Also das ist mir, das ist einfach, ja, was vom Herzen kommt. Und da gibt es auch skeptische Stimmen, die sagen, na, meinst du denn? Und gibt es die Leute überhaupt? Aber es ist keine strategische Entscheidung, sondern es ist für mich eine Herzensentscheidung, die eine strategische Auswirkung hat. Das ist für mich ein großer Unterschied.
Speaker: Also ich sehe das ja auch hier. Ich habe ganz, ganz viele jetzt auch gesehen. Es fängt an vom Kaffee, dass der eben sehr, sehr fair gehandelt ist, dass der bio ist, dass die Hersteller wirklich auch die Produzenten vor Ort persönlich kennen. Ihr habt ein ganz, ganz tolles Unternehmensleitbild, wo dann eben auch auf menschlicher Ebene natürlich das ganze Miteinander da ist. Fairnessvoller Umgang miteinander.
Speaker: Vieles, vieles mehr. Oder auch bei der Babynahrung, die hier kostenfrei auch mit drin ist. Da geht es ja nur um Demeter. Da ist ja nur Demeter -Qualität. Da ist fast alles vegan, habe ich gesehen, bei diesen Produkten. Ihr legt sehr viel Wert auf die einzelne Qualität der Sachen. Und das ist natürlich, wo du eben siehst, A, von dem gesundheitlichen Aspekt, B, über den ökologischen Aspekt, weil eben fair gehandelte Produkte, fair angebaute Produkte, biologische Produkte,
Speaker: den Planeten natürlich eben auch schonen und natürlich der ethische Aspekt ganz klar. Sehen das die Mitarbeiter auch immer so? Ziehen die da mit oder auf welche Barrieren stößt du immer wieder und wie gehst du die an?
Speaker: Also es gibt immer mehr Mitarbeiter, die da mit einer Idee um die Ecke kommen. Ich habe das Rezept gesehen. Sollen wir das mal ausprobieren für die Gäste? Oder wie wäre es denn, wenn wir das austauschen und da was Vegans nehmen? Oder wenn wir den Gästen da diesen Ausdruck nicht mehr in die Hand geben, sondern das irgendwie digital zukommen lassen? Mit diesen Werten dahinter. Und das finde ich total klasse. Und ich merke, dass es einfach so
Speaker: immer so ein bisschen, bisschen mehr wird. Das ist ein langsamer, aber stetiger Prozess. Und mich freut das dann jedes Mal. Die Stimmen, die skeptisch sind, ja, die gibt es auch. Also ich nehme das wahr als halt auch irgendwo so eine gewisse Angst und halt auch, naja ich sag immer, Einstein hat glaube ich gesagt, Imagination is everything. Also es ist eine Frage der Vorstellungskraft.
Speaker: Und jetzt hätte ja nicht jeder das gleiche erlebt, sich mit dem gleichen beschäftigt. Und ich kann es mir einfach vorstellen. Und das ist halt wichtig, dass ich da auch irgendwo bei mir bleibe und nicht quasi eine Umfrage mache und den Durchschnitt der Ergebnisse nehme, sondern immer wieder im Zweifel mein Herz befrage.
Speaker: Jetzt hast du den ökologischen Aspekt angesprochen. Ich meine, unsere Welt ist ja auch im Umbruch. Die großen Waldbrände im Amazonas sind derzeit da. Überall ist quasi auch ein zu viel da. Und ihr habt ja ein Konzept, was so ein All -Inclusive -Konzept ist. Also hier gibt es quasi rund um die Uhr Essen und Getränke kostenfrei sozusagen. Du kannst sogar in die Bar gehen und dir selber ein Bier zapfen. Alles im Preis inbegriffen.
Speaker: Das bringt natürlich auch immer sogenannte Downsides mit sich. Also was ich sehr häufig beobachte ist, dass die Teller sich vollgemacht werden und dann bleibt die Hälfte übrig. Das heißt, es entsteht gegebenenfalls sogar mehr Abfall, mehr auch übrig gebliebenes.
Speaker: Wie gehst du damit um? Kannst du damit leben und sagst, okay, das ist ganz normal in der Gastronomie? Oder was sind da für Ansätze, wo du sagen kannst, okay, da vielleicht eben auch mehr mit den Gästen sprechen und zu sagen, okay, lass da bitte nichts übrig. Wie ist es mit der Thematik?
Speaker: Ja, also ich glaube, hier und da können wir bewusst helfen, mit Kleinigkeiten da bewusst zu machen, ohne erhobenen Zeigefinger. Wir haben aber auch eine Aktion, die nennt sich Tellerlehraktion, und die soll im Grunde unterstützen, gerade für die Kinder, dass sie sich halt nicht gleich zu viel draufnehmen. Wenn der Hunger am Anfang groß ist, dann leiden wir ja schon mal dazu, das passiert uns Erwachsene ja auch manchmal, dass wir einfach
Speaker: wirklich den Teller voll machen und dann stellen wir fest, das sah anders aus als das, was ich kenne und das schmeckt anders oder wie auch immer oder ich schaffe doch nicht so viel. Diese Tellerlehraktion quasi belohnt sozusagen die Kinder, die den Teller leer machen bzw. bewusst damit umgehen. Die müssen den Teller nicht unbedingt leer machen, das kann ja auch nach hinten losgehen. Wenn man dann mehr über seinen Hunger hinaus ist, ist das auch nicht gut.
Speaker: Deswegen stellen wir das den Eltern frei, wenn sie dem Kind diesen Stempel in das Tellerlehrkärtchen geben lassen. Cool. Dann gibt es eine Überraschung. Was ist mit den Eltern? Die gehen ja meistens noch maßloser damit um. Haben die auch Stempel?
Speaker: Also ich nehme das gar nicht so wahr. So sehr maßlos mit umgegangen. Die Eltern sind ja auch mit den Kindern zusammen und als Vorbild hier unterwegs. Ich habe den Eindruck, dass das gerade deswegen auch bewusster getan wird. Ja, schön. Dann können solche kleinen Aktionen wirklich eben auch Großes bewirken, selbst bei den Eltern. Weil wenn ich jetzt mal in so ein All -Inklusiv - oder in so ein Buffet -Restaurant gehe, das sieht bei Erwachsenen dann doch meistens auch anders aus, was dann auf dem Teller übrig bleibt.
Speaker: Ja, so eine der letzten Fragen, die mir kommt, was passiert mit übrig gebliebenen Lebensmitteln? Also ihr habt ja hier auch Tiere, wenn die dann quasi verfüttert oder was macht ihr da? Ach ja, das wäre schön, wenn wir das direkt unseren Tieren geben würden. Früher war das so tatsächlich, wir hatten zwei Schweine und die haben alles gekriegt. Aber irgendwann wurde das verboten, weil das halt hygienisch nicht einwandfrei ist. Aber es gibt hier im Ort eine Biogasanlage, die zwar jetzt in unserem Fall nicht die Essensreste verwertet, die werden aber woanders auch energetisch verwertet.
Speaker: aber die halt unseren Ferdemist zum Beispiel verwertet und da wiederum die Wärme, also Strom für eine Schule und das Sauerlandbad, das zwei Kilometer von hier liegt, versorgt, aber auch zum Beispiel unser Schwimmbad und unser ganzes Hotel in das ganze Dorf mit Wärme versorgt.
Speaker: Also hier ist es auf jeden Fall immer schön warm, das habe ich schon festgestellt, wir sind aber auch im Sommer. Im Winter ist es auch warm, glaub mir. Ihr seid das ganze Jahr über voll, über 2000 Familien pro Jahr, das ist ja eine unglaubliche Zahl. Wen begrüßt du denn, also wer kommt hier wirklich her? Das sind Familien, sagst du, mit Kindern zwischen 0 und 10 Jahren, die werden voll betreut dann eben auch.
Speaker: Wo kann denn jemand mehr erfahren, wenn er sich da für den Ebbinghof mal interessiert? Ja, natürlich auf unserer Internetseite. Ebbinghof .com. Und auch bei Facebook findet ihr uns unter Ebbinghof, Instagram, YouTube. Haben wir auch einen so nicht ganz so gut gepflegten Kanal, aber ja. Wenn ich dir jetzt persönlich eine Frage stellen wollen würde als Zuhörer, gibt es da auch eine Möglichkeit?
Speaker: Dich zu kontaktieren? Ja, man kann mich auch bei Facebook finden. Oder halt über die Unternehmensseite einfach mit einer Weiterleitung. Gibt es etwas, was du unserer Zuhörerinnen und Zuhörer gerne noch mitgeben möchtest?
Speaker: Ja, ich finde es ganz genial, wenn man jetzt irgendwie den Kindern das Thema näherbringen möchte, wenn man das halt gemeinsam macht. Zum Beispiel halt in einem Seminar oder in einem Urlaub. Denn es ist halt erwiesen, dass, wenn wir unser Umfeld dabei haben, die Nachhaltigkeit dessen, was wir umsetzen wollen, halt deutlich größer ist, als wenn jetzt zum Beispiel einer ein Ernährungsseminar besucht,
Speaker: Und dann will er sich auf einmal anders ernähren und der Rest der Familie kocht separat. Und im Urlaub ist es halt ganz nett, weil unser Lernen, unsere Lernfähigkeit, unser Zellwachstum halt am idealsten funktioniert, wenn wir super entspannt sind. Und das funktioniert hier. Deswegen möchte ich auch mit der Ebbinghof Akademie, so ein zweites Standbein, in Zukunft einfach noch ein paar Sachen anbieten in die Richtung.
Speaker: Vielen lieben Dank für das tolle Learning. Im Urlaub funktioniert einiges besser, nicht nur das Zellwachstum, sondern eben auch vielleicht die Ernährung der Kinder und die Eigene. Von daher vielen lieben Dank für a. die unternehmische Verantwortung, die du übernimmst. Und ich denke, du hast es wieder verdient, eine Unternehmerin des Jahres zu sein. Und b. natürlich eben auch für alles Gute, was du tust, aus ethischen, ökologischen und natürlich auch gesundheitlichen Gründen. Und ja, das sollte Schule machen.
Speaker: Und dementsprechend bin ich auch immer daran interessiert, solche tollen Menschen und Projekte zu unterstützen. Und das ist der Grund, warum Daniela heute auch in unserem Podcast ist. Sie hat mir nichts dafür bezahlt oder sonst irgendwas. Wir wurden aber hier eingeladen auf dem Eppinghof und dürfen drei wunderbare Tage verbringen. Und das ist einfach wunderschön, das alles auch mal zu sehen. Die Kinder, Pony, Pferdereiten zu lassen und einfach ihr Leben leben zu lassen.
Speaker: Also von daher, definitive Empfehlung von mir und wenn dir diese Episode gefallen hat, dann leite sie doch weiter an jemanden oder an deine Familie oder an eine andere Familie, die du kennst, die davon eben auch profitieren kann. Ich denke, die Welt ist im Wandel, sehen wir das Positive und konzentrieren wir uns auf tolle Unternehmerinnen, auf tolle Menschen wie Daniela, die die Welt wirklich besser machen.
Speaker: Seid du der Welt auch ein Licht? Seid du der Welt ein Geschenk? In diesem Sinne, stay healthy, stay vegan, eat your broccoli, den es übrigens hier zuhauf gibt. Vielen lieben Dank dafür. Also meine Teller sind immer voll mit rohem Broccoli. Und ja, bis zum nächsten Mal, eure Daniela und der Christian. Willkommen im vegan Podcast mit der Nummer einzugehen.
Speaker: Vielen Dank fürs Zuhören! Hilf uns dabei noch mehr Menschen zu transformieren und gewinne eines unserer Top -Ebooks, den vegan Kickstarter. Was du dafür tun musst? Rezensiere und abonniere den vegan Podcast auf iTunes und schicke einen Screenshot via WhatsApp an 0160 94 99 36 22. Oder schaue einfach in den Show notes vorbei. Viel Erfolg!






