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Unfiltriert & Kaltgehopft: Cold IPA auf die 1

Unfiltriert & Kaltgehopft - der Craftbier Podcast
Neue historische Biere, frische Releases und ehrliche Realtalks über „mittelmäßige“ Craft Biere – bevor es dann ernst wird: Mit Hobbybrauer Christian Tille  sprechen Alex & Gerrit über Brautage, Community, Fehlerkultur und den Weg vom ersten Sud zum Gewinnerbier. Highlight der Folge: sein prämiertes Cold IPA, das jetzt bei Maisel & Friends im großen Maßstab gebraut wird. Dazu gibt’s Festival‑Ausblicke, Reisepläne und jede Menge Biernerd‑Insights.

Transcript

Speaker: Der Kropf, der Podcast.

Speaker: Da sind wir, Alex.

Speaker: Hi, Folge 9, es geht los.

Speaker: Hi.

Speaker: Bist du bereit?

Speaker: Ich bin sowas von bereit, Gerrit.

Speaker: Ich trinke gerade noch hier mein Braunbier aus.

Speaker: Aber ganz kurz, lass uns das mal direkt erwähnen.

Speaker: Wir haben jede Menge Support bekommen in Folge 8.

Speaker: Vielen Dank an Thirsty Bierkennen, Elauxo, Hopfenung, Man on a Mission, Hopfenkumpel, die Laura, Lauret das will, unsere Podcast-Kollegen, die Birologen und natürlich

Speaker: nochmal ganz privat, der Klinger und den David, den wollte ich nochmal grüßen.

Speaker: Sagt dir jetzt nicht viel.

Speaker: Ist ein kleiner Insider.

Speaker: Und bevor ich, oder bevor du jetzt das erste Bier aufmachst und ich mein Bier austrinke, lass uns doch mal ganz kurz in die neue Folge von Jens Bierspiegel reinhören.

Speaker: Oh ja, da habe ich Lust drauf.

Speaker: Jens Bierspiegel.

Speaker: Hallo und willkommen zu Jens' Bierspiegel.

Speaker: Ich habe gemerkt, ich muss die Schlagzahl erhöhen, weil Gerrit und Alex sich öfter treffen und über Bier reden.

Speaker: Dazu passt natürlich ein Double IPA, weil ich doppelt so schnell trinken muss.

Speaker: Gute Idee, oder?

Speaker: Wir bleiben in Mainz.

Speaker: Schwarze, rose Craft Beer.

Speaker: Tolle Brauerei, mag ich sehr.

Speaker: Nicht nur vom Label, auch von den Designs und natürlich vom Geschmack.

Speaker: Ich habe mir für heute Shine Bright Like a Simon rausgesucht.

Speaker: Shine Bright Like a Simon.

Speaker: Shine Bright Like a Simon.

Speaker: Ja, ein Double IPA, gebraut mit Mosaik Galaxy und Motueka, also eine Hopfensymphonie sozusagen, so ähnlich wie ich eben eine Symphonie sang.

Speaker: Das ist die Dose, sieht übrigens irgendwie aus so ein bisschen wie, wenn man durch ein Kaleidoskop schaut.

Speaker: Und ja, also es ist, yeah, es ist ein Double IPA, für mich ist es eher ein Double Nipah.

Speaker: Weil mir tatsächlich so der letzte Hopfenbums fehlt.

Speaker: Anscheinend ist da doch genügend Hopfen drin.

Speaker: Zumindest führt es schon ein wenig zu Sprachschwierigkeiten, wie es scheint.

Speaker: Naja, lecker Bierchen.

Speaker: Auf jeden Fall sehr, sehr lecker.

Speaker: Der Name kommt daher, dass Schwarze Rose aus vier Brauern besteht.

Speaker: Davon heißen mindestens zwei oder sogar drei Simonn.

Speaker: und einer Daniel, wenn ich richtig informiert bin.

Speaker: Gerne da auch nochmal Feedback geben, ob das stimmt, weil ich erzähle ja auch gerne mal Quatsch.

Speaker: Aber was gibt es zu dem Bier zu sagen?

Speaker: Also schön hopfig, die Hopfen gut rausgearbeitet, ein richtig tolles Bier, macht Spaß, schön cremig, liegt toll im Mund, schmeckt 7,6 Prozent, tun ja Übriges dafür, dass man dann halt auch mit Hopfen Bums Schwierigkeiten hat in der Aussprache.

Speaker: Aber das gehört ja dazu, so ein bisschen zumindest.

Speaker: Ich habe es sehr gemocht.

Speaker: Mein zweites Bier aus Mainz, was ich vorstelle.

Speaker: Ich kann empfehlen, da einfach mal ein gemischtes Paket zu bestellen.

Speaker: Schwarze Rose lohnt sich, Grünkunstrosen lohnt sich auch.

Speaker: Ich kenne auch, kennt ihr die Eulichenbiere?

Speaker: Auch lecker, ein bisschen anderes Thema, ein bisschen traditioneller, aber trotzdem alle ehren wert.

Speaker: Also wirklich eine tolle Brauerei auch.

Speaker: Also Mainz ist tatsächlich nicht nur für Wein, für Wein, für Weingut.

Speaker: sondern auch für Craft Beer eine absolute Empfehlung, würde ich sagen.

Speaker: Ja, und das soll es dann auch gewesen sein für heute.

Speaker: Ich hoffe, ich konnte euch den Mund ein wenig wässrig machen und freue mich auf meinen nächsten Beitrag.

Speaker: Und ja, bis dahin, lasst es euch gut schmecken, trinkt gutes Bier und erzählt darüber.

Speaker: Bis bald!

Speaker: Dann hatte der Jens aber wieder mal richtig einen rausgehauen.

Speaker: Oder?

Speaker: Ein geiles Bier, muss ich sagen.

Speaker: Also das macht wirklich Durst.

Speaker: Und ich habe es ja gerade schon einklingen lassen.

Speaker: Hast du das Bier schon geöffnet?

Speaker: Ich trinke hier gerade das Braunbier.

Speaker: Ein ganz neues Bier.

Speaker: Ich glaube, du hast das Paket auch bekommen.

Speaker: Von Konrad Graser.

Speaker: Ja, habe ich auch bekommen.

Speaker: Ein sehr spannendes Projekt, das hier der aktuelle Besitzerbräu von Schlenkerler

Speaker: der die Hellerbrauerei ist.

Speaker: Genau.

Speaker: Der hat herausgefunden, dass seine Vorfahren oder, was war er recherchiert, seine Vorfahren.

Speaker: Sein Urgroßvater war Konrad Graser.

Speaker: Gibt es das?

Speaker: Und die hatten eigentlich auch eine Brauerei.

Speaker: Und da hat er versucht, irgendwie historische Biere nachzubrauen.

Speaker: Unter anderem das Braunbier, das du vor dir hast.

Speaker: Hattest du schon mal ein Braunbier?

Speaker: Boah, Braun Ale, definitiv.

Speaker: Braunbier?

Speaker: Untergärig?

Speaker: Glaube nein.

Speaker: Also ich muss sagen, es schmeckt richtig gut.

Speaker: Ich mag ja so ein Ticken.

Speaker: Also es ist halt braun.

Speaker: Und es ist so ein bisschen süßlicher.

Speaker: Schmeckt so ein bisschen teigiger.

Speaker: Bisschen brotig.

Speaker: Und ich mag das ja ganz gerne.

Speaker: Dunkle Biere.

Speaker: Das schmeckt mir wirklich gut.

Speaker: Es ist ein super Einstieg heute in diese Folge.

Speaker: Tatsächlich steht auch Gerrit...

Speaker: Es ist ja hier ein Dokument mitgekommen.

Speaker: Man liest ja natürlich immer das, was irgendwie bei den Promopaketen mit dabei ist.

Speaker: Liest man natürlich auch als aktiver Influencer.

Speaker: Nee, das ist nur die... Ja, ja, ja, gut.

Speaker: Und zwar wird hier die Maische bei dem Braunbier so ein bisschen als Maische-Teig vorvergoren.

Speaker: und lange eingewirkt.

Speaker: Deswegen könnte es auch ein bisschen teigiger, brotiger schmecken.

Speaker: Es erinnert beinahe an flüssiges Brot.

Speaker: So das Zitat.

Speaker: Ja, vielleicht ist das ja auch eine Frage, die wir dann gleich unseren Gast stellen können.

Speaker: Bei der ist ja nochmal so ein bisschen mehr da eben in der Branche tätig, sag ich jetzt mal.

Speaker: Und der hat da vielleicht noch ein bisschen mehr Ahnung von den ganzen Abläufen.

Speaker: Aber es gibt ja nicht nur das Braunbier.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Die haben unter anderem ein fränkisches Pilz mit geröstetem Hopfen.

Speaker: Hast du das schon mal gehört?

Speaker: Ich finde es total interessant.

Speaker: Gerösteter Hopfen, das klingt schon ganz geil.

Speaker: Das könnte man wahrscheinlich auch mit Quark auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen.

Speaker: Würde ich auch mal bestellen, definitiv.

Speaker: Neben den gerösteten Mandeln, aber mal einen gerösteten Hopfen knabbern.

Speaker: Ja, also sehr spannende Biere, die da gerade auf den Markt kommen.

Speaker: Hast du sonst noch irgendwelche Biere, die du gerade irgendwie so auf dem Radar hast, wo du sagst, boah, super spannend, was gerade irgendwie passiert oder was jemand irgendwie released?

Speaker: Ich persönlich gucke gerade, wo ich das Yankee und Kraut...

Speaker: Colossus Maximus Session Quadruple West Coast IPA.

Speaker: Stimmt, ja.

Speaker: Finde.

Speaker: Gibt das schon?

Speaker: Das gibt's schon.

Speaker: Ich glaube, die Sophie hat's irgendwo schon mal in München auch gefunden und gekauft.

Speaker: Ich muss, ich komme da bloß in die Ecke sehr schlecht hin.

Speaker: Muss mal gucken, wo ich das herbekomme.

Speaker: Aber da freue ich mich oder suche ich so ein bisschen danach.

Speaker: Ansonsten gar nicht so viele Releases gerade, die irgendwie...

Speaker: Ich glaube so ein bisschen, also ich habe jetzt nicht so viel gesehen, wo ich jetzt irgendwie sage, wow.

Speaker: Ja, ich muss sagen, ich habe mich ein bisschen zurückgehalten auch tatsächlich.

Speaker: Also ich habe viel wahrgenommen, was mich so zuletzt sehr enorm angesprochen hat, war natürlich auf jeden Fall der dicke Monkish-Willis bei Beer & Beer.

Speaker: Als großer US-Craftbier-Fan.

Speaker: Aber ich habe mich ein bisschen zurückgehalten, denn ja, ich sage mal, ab dem nächsten Wochenende geht es ja erstmal so richtig rund.

Speaker: Und was soll ich, ich sage mal, die Biere alle dann irgendwie in den Kühlschrank stellen.

Speaker: Wenn ich denn...

Speaker: woanders auch jede Menge Bier bekomme.

Speaker: Und ja, aber ich glaube, es ist immer Bewegung auf dem Markt.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber wie sieht es denn bei dir aus?

Speaker: Was gab es denn da so bei dir?

Speaker: Die letzten Wochen, meinst du?

Speaker: Ja.

Speaker: Ich habe tatsächlich, also ich habe mir ein bisschen nachgedacht in der Vorbereitung der Folge, schreibe ich mir ein bisschen auf, was ich gut fand.

Speaker: Ich muss aber auch sagen, dass ich in der letzten Zeit auch mal ein paar Craft-Biere hatte, die ich nur so mittelmäßig fand.

Speaker: Das ist aber okay.

Speaker: Ja, aber es ist mal erwähnenswert, weil ich glaube, wir sind immer in so einer...

Speaker: in so einer Bubble, wo man irgendwie, alles ist immer nur cool und schön und das beste Bier ever und hier der nächste Hopfenklatscher und weiß ich nicht, das nächste Stout, das noch länger gereift ist und noch mehr Prozent hat.

Speaker: Es gibt auch mal Bier, was nur so okay schmeckt.

Speaker: Warum bist du denn jetzt so?

Speaker: Nein, ist okay.

Speaker: Das muss man einfach mal gesagt haben.

Speaker: Ich hatte allerdings auch Bier, das mir wirklich gut geschmeckt hat.

Speaker: Davon gehe ich daraus.

Speaker: Und zwar zum einen...

Speaker: Der wunderbare Moment, Gerrit, du kennst ihn.

Speaker: Getane Gartenarbeit.

Speaker: Man trottet zurück an den heimischen Kühlschrank oder man hat es sich schon mal mit rausgestellt und macht die Dose auf und freut sich einfach über ein wunderbares Pils.

Speaker: Ich hatte das Sierra Nevada Pils getrunken.

Speaker: Das kommt in so einer 0,284 oder sowas Milliliter Dose.

Speaker: Die kleinste Dose, die dünnste Dose der Welt, gefühlt.

Speaker: Aber... Das Ansetzen lohnt sich kaum, so schnell ist es weg.

Speaker: Also was war so ein Pröbchen?

Speaker: Ja, genau.

Speaker: In Bayern sagt man ein Schnitt.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Der Schnitt in der Dose.

Speaker: War aber eine kleine Belohnung, ne?

Speaker: Ja, aber gut.

Speaker: Hat gereicht, war super.

Speaker: Ansonsten habe ich...

Speaker: Fast gereift getrunken.

Speaker: Im Keller habe ich nach einem fast gereiften Double Barrier Age Bier gesucht.

Speaker: Und da findet man bei mir immer was von Blackout aus Rumänien, die auch schon öfter mal hier erwähnt wurden.

Speaker: Aus dem fünften Jubiläum, also jetzt auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel.

Speaker: Irgendwie zwei verschiedene Fässer, zwei verschiedene Whiskyfässer.

Speaker: Ich glaube, einer war Jack Daniels.

Speaker: Das war schon einfach Masterclass in Fassreifung.

Speaker: Also die

Speaker: die können das wirklich.

Speaker: Ich rede so oft über die, wir müssen echt mal schauen, dass irgendein Shop in Deutschland diese Biere auf Lager hat.

Speaker: Absolut, also das würde ich supporten, definitiv.

Speaker: Aber mir fällt es gerade an, ich hätte doch ein Bier.

Speaker: Aber das, ich weiß gar nicht mehr, wie es da ist.

Speaker: Aber ich kann mir was zu erzählen.

Speaker: Kurz und knackig.

Speaker: Erzähl mal weiter, hast du noch feine Biere?

Speaker: Zwei, tatsächlich.

Speaker: Wow.

Speaker: Zum einen mal eine Collab, die mich erreicht hat aus Nürnberg von Probierjunge und Orca Brau.

Speaker: Ein Double West Coast Red Ale.

Speaker: Ganz schöner Hype um dieses BAL.

Speaker: Hat alles gehabt, was draufstand.

Speaker: Nur auf Lautstärke 10 gedreht.

Speaker: Also das war wirklich so zum Maximum aufgedreht.

Speaker: Aber hey, das macht Spaß.

Speaker: Das ist Craft Beer in modern und gerade diese würzigen Red Ale Noten mit dem Hopfigen haben echt Spaß gemacht mit der Bitterkeit.

Speaker: Also

Speaker: Ja, ich glaube, ich habe das Bier auch schon mal getrunken.

Speaker: Und ich glaube, es hält, was draufsteht, sage ich mal.

Speaker: Also das West Coast ist, glaube ich, gut getroffen.

Speaker: Ja, voll.

Speaker: Das Rotbier, das passt auch ganz gut.

Speaker: Hat ja aber auch 7,5% sogar.

Speaker: Und das ist nicht ohne.

Speaker: Ich glaube, da merkt man schon, was man im Glas hat.

Speaker: Aber es ist doch schön, dass es so gut ankommt.

Speaker: Hat mich natürlich super gefreut, dieses Projekt.

Speaker: Und ja, hat Spaß gemacht.

Speaker: Ja, glaube ich.

Speaker: Und last but not least ein Quadruple IPA von Soma.

Speaker: Das hieß Red Line.

Speaker: Ah ja.

Speaker: Das war dick.

Speaker: Das war dick, okay.

Speaker: Das war wirklich fett, aber auch nicht irgendwie alkoholisch oder sowas.

Speaker: Das war einfach...

Speaker: für 11, 12 Prozent irgendwie so in den Dreh, hat das echt gut harmoniert.

Speaker: Ultrasüß.

Speaker: Nee, auch nicht.

Speaker: Irgendwie eine gute Balance aus Süße, Fruchtigkeit, fetter Körper, das war, wie man sich sowas vorstellt.

Speaker: Das klingt echt cool, ja.

Speaker: Da fällt mir gerade ein, du hattest doch mal in irgendeiner Folge von den Hoppulligans dieses Six-Tuppel-

Speaker: Richtig.

Speaker: Hast du das eigentlich mal gewogen?

Speaker: Habe ich gemacht.

Speaker: Die Rohversion des Reels ist bei mir auf dem Handy.

Speaker: Ich muss das nur nochmal fertigstellen.

Speaker: Ich habe das letztens auch getrunken.

Speaker: Ich erwähne es jetzt mal hier nicht als irgendwie so, ja, Biere, die uns im Kopf geblieben sind.

Speaker: Das ist im Kopf geblieben.

Speaker: Das hatte nämlich irgendwie 17%.

Speaker: Natürlich ist das im Kopf geblieben.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber ich nehme dem Reel nichts vorweg.

Speaker: Es war ein Unterschied.

Speaker: Es war auf jeden Fall ein Unterschied zu erkennen zwischen einem normalen IPA und einem Sixtupel-IPA, also fünffach, nicht Quadruple, sondern fünffach.

Speaker: Wahnsinn.

Speaker: Also, die sind auch bekannt dafür, einfach nochmal eine Schippe draufzulegen.

Speaker: Wenn jemand irgendwas gemacht hat, dann machen die nochmal eine Schippe mehr drauf.

Speaker: Ja, aber weißt du, es wird ja jetzt nicht mehr lange dauern, dann wird ja die nächste Stufe kommen.

Speaker: Und da bin ich schon gespannt drauf.

Speaker: Ich hatte ein leckeres Bier, das ist mir eingefallen.

Speaker: Ich weiß den Namen aber gerade tatsächlich gar nicht.

Speaker: Ich habe im Regal zugegriffen, in meinem Keller, und das war ein Imperial Start.

Speaker: Und es war super lecker.

Speaker: Es war aber schon seit 2022 in meinem Keller.

Speaker: Und es war in einer 0,3er Flasche.

Speaker: Irgendwas Spanisches war das.

Speaker: Ich weiß aber nicht mehr genau, was.

Speaker: Nächstes Mal kriegt ihr dann die Aufmerksamkeit.

Speaker: Cervezas La Pirata.

Speaker: Ja, guckst du nebenbei.

Speaker: Du hast mir das Bild geschickt, du hast mir das geschickt, hast da so schöne handgehäkelte Deckchen, schaust im Hintergrund wahrscheinlich irgendwie wie ein Torwart sich hechtet und Schalke spielt, schätze ich mal.

Speaker: Nee.

Speaker: Aber du hast es mir geschickt, dementsprechend weiß ich das.

Speaker: Ja, und das war wirklich gut.

Speaker: Also ich finde, dieser Stil, wenn du den einlagerst, dann kommt das nochmal viel kompakter hinterher rüber und das war wirklich gut.

Speaker: Das war so lecker.

Speaker: Also das hat mir echt richtig gut geschmeckt.

Speaker: Ich finde auch tatsächlich, dass so nicht fassgereifte Imperial Stouts ganz oft durch eine Lagerung

Speaker: nochmal eine neue Komplexität dazugewinnen.

Speaker: Also, wenn man da wirklich die Kapazität dafür hat oder sagt, das Imperial Sound schmeckt einem schon frisch sehr gut, finde ich das immer sehr schlau, sich da nochmal eins auf Lager zu legen.

Speaker: Oder zwei.

Speaker: Vielleicht auch drei.

Speaker: Je nach Kapazität.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Schön.

Speaker: Und das war ja eine ganze Menge, die du da probiert hast.

Speaker: Und weißt du, was mir aufgefallen ist?

Speaker: Nein.

Speaker: Vor ein paar Tagen.

Speaker: Ich habe Neuigkeiten von BrewDog.

Speaker: Kennst du die noch?

Speaker: Wir haben schon lange nicht mehr darüber geredet.

Speaker: Nee, wir haben wirklich.

Speaker: Also Folge 9.

Speaker: Es gibt mal wieder was Neues.

Speaker: Ich kann es kaum fassen, Gerrit.

Speaker: Was gibt es denn Neues?

Speaker: Es gibt jetzt einen Shop.

Speaker: Ja.

Speaker: Craft Beer Land, die verkaufen jetzt die Brewdog-Produkte.

Speaker: Ach.

Speaker: Gibt's nicht, oder?

Speaker: Als offizieller Distributor, oder wie läuft das?

Speaker: Nee, das ist ein eigener Shop.

Speaker: Also die haben in der Vergangenheit halt viel mit denen zusammen gemacht und verschickt, aber die haben es nochmal betont,

Speaker: dass sie halt nicht offiziell irgendwie der Vertrieb von BrewDog Deutschland sind oder ähnliches.

Speaker: Okay.

Speaker: Aber da kriegt man quasi die Biere, die man sonst im BrewDog Online-Shop bekommen hat, bekommt man jetzt dort.

Speaker: Also nichts Neues natürlich.

Speaker: Ich weiß jetzt auch nicht, wie frisch das alles da so ist, muss ich sagen.

Speaker: Aber es ist ein teiles Lebenszeichen.

Speaker: Ja.

Speaker: Also wie ich das irgendwie vernommen habe, ist das irgendwie so aus der Insolvenzmasse herausgekaufter Bestand.

Speaker: verkauft wird.

Speaker: Also da kann man auch bestimmt für einen Schmalenthaler mal irgendwas abgreifen.

Speaker: Stimmt.

Speaker: Ja.

Speaker: Muss man einfach mal reinschauen.

Speaker: CraftBilland auf Instagram.

Speaker: Genau.

Speaker: Schaut da mal vorbei und kauft Brudox.

Speaker: Genau.

Speaker: Ansonsten habe ich noch Neuigkeiten aus der Szene.

Speaker: Und zwar was Positives.

Speaker: Wir wollen immer positive Neuigkeiten.

Speaker: Wir wollen keine weiteren Brauereischließungen oder irgendwas verkaufen.

Speaker: Unser Gast...

Speaker: ist ja heute auch, und ich glaube, es geht ja schon fast gar nicht positiver.

Speaker: Und deshalb, wir müssen jetzt anfangen mit positiven Nachrichten hier.

Speaker: So ist es.

Speaker: Wir müssen das langsam einleiten.

Speaker: Ich glaube, der steht auch da, der müsste gleich schon längst da sein.

Speaker: Also wir müssen jetzt mal ein bisschen auch zusehen hier.

Speaker: Ich gebe mal Gas.

Speaker: Und zwar in Ingolstadt braut ja Yankee und Kraut und die haben sich jetzt zusammengetan mit noch einer zweiten Brauerei.

Speaker: und einem Wirt und machen jetzt ein eigenes Zelt auf so einem Pfingstfest, auf so einem Volksfest.

Speaker: Janky und Kraut schenkt dort ihr eigenes Weißbier aus, die andere Brauerei in Helles.

Speaker: Und ich muss einfach mal sagen, das ist cool, dass irgendwie so eine Craft-Bier-Brauerei so ein bisschen in so einem Mainstream-bayerischen Volksfest ankommt mit einem Zelt und dort Bier ausschenkt.

Speaker: Das gibt mir Hoffnung und stimmt mich positiv.

Speaker: Wieso nicht, sage ich mal.

Speaker: Ob es ankommt, das kann ich jetzt nicht beurteilen.

Speaker: Werden wir sehen.

Speaker: Aber du magst es.

Speaker: Du findest die Idee super?

Speaker: Ich finde die Idee super.

Speaker: Auf solchen Festen wird ausreichend konsumiert.

Speaker: Und wenn...

Speaker: wenn 2% der Konsumenten am Ende des Tages nochmal irgendwie Yankee und Kraut positive Erinnerungen haben und da was bestellen.

Speaker: Hey, warum nicht?

Speaker: Okay.

Speaker: Das macht auch die Menge, die dann da rausgeht.

Speaker: Also das gibt einen guten Schub.

Speaker: Freut mich.

Speaker: Absolut.

Speaker: Finde ich super.

Speaker: Du, dann fragt der Patschwo aber nochmal.

Speaker: Der will nicht mehr locker lassen.

Speaker: Wann denn hier dein Make West Coast Great Again 2 oder wie auch immer

Speaker: was denn da Sachstand ist.

Speaker: Der lässt dich locker, der hat schon wieder fünf Minuten Sprachnachricht gemacht.

Speaker: Ja, der Wasserstand ist unverändert.

Speaker: Der Wal ist zwar tot, aber wir können nichts Neues zu diesem Bier vermelden.

Speaker: Timmy, ne?

Speaker: Vielleicht müssen wir da irgendwie mal den Henning demnächst mal einladen, aber wir können ja dann nicht irgendwie dasselbe Bier nochmal brauen lassen und dasselbe Label draufpappen.

Speaker: Naja.

Speaker: wir appellieren weiter an die Witterverbrauerei, braut das einfach nochmal mit dem selben Label, Freigabe hiermit erteilt, den anderen ist das auch egal, und ja, das war gut.

Speaker: Ich würde es gerne probieren, ich habe es nicht getrunken, glaube ich, ich glaube nicht, ne.

Speaker: Du, und ich habe ja in der letzten Folge noch Tulle Thorn erwähnt.

Speaker: Ja.

Speaker: Und ich habe erzählt, dass die in Deutschland sind noch dieses Jahr.

Speaker: Ja.

Speaker: Es ist mittlerweile gedroppt.

Speaker: Ich kann es jetzt auch dann erzählen.

Speaker: Die werden im Oktober beim Sudden Death Festival dabei sein.

Speaker: Also das Line-Up ist jetzt schon super, also wirklich stark.

Speaker: Es fehlen, glaube ich, jetzt noch zwei, drei Brauereien.

Speaker: Und ich kann euch jetzt schon sagen...

Speaker: Also ich kenne, ich glaube, zwei Brauereien von denen, die noch nicht released sind.

Speaker: Das wird noch geiler.

Speaker: Und ja, ich bin da.

Speaker: Ich habe zufällig Tickets gekauft und freue mich natürlich auch schon wirklich sehr dann auf dieses fantastische Line-Up.

Speaker: Das ist wirklich für ein deutsches Festival ein 1 plus Sternchen.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Eins mitständig, nicht eins mitständig.

Speaker: Und ja, so ist dann halt mein weiterer Weg.

Speaker: Und der weitere Weg sieht auch vor, dass ich am Donnerstag verreisen werde.

Speaker: Wenn die Folge quasi online kommt, bin ich schon fast im Bus, weil ich dann zum Flughafen fahren werde.

Speaker: Ich fliege aber nicht nach Köln, aber in Köln wird sich die Anreise am Donnerstag, am Freitag oder am Samstag auch lohnen, denn vom 21. bis zum 23.15. beim Lieber Valdi, beim Dustin, im Büdchen Casablanca

Speaker: findet auch was Cooles statt.

Speaker: Und zwar gibt es da eine Menge Biere von Lieberwaldi, von Garage.

Speaker: Es gibt auch das Algorithmus frei vom Fass.

Speaker: Und noch viel andere geile Orca-Brausorten.

Speaker: Und danach, was ich persönlich sehr gerne mag, ist die Brauerei Knoblach.

Speaker: Knoblach, ne?

Speaker: Und es gibt aber auch, also die Kühlschränke da, die können sich auch echt sehen lassen.

Speaker: Die haben auch da wirklich eine schöne Craft Beer-Auswahl.

Speaker: Es lohnt sich, da vorbeizuschauen, wenn man vielleicht im Rheinland wohnt, in Köln irgendwie einmal vorbeizuschauen, algorithmusfrei vom Fass.

Speaker: Schmeckt bestimmt auch, also schmeckt geil, ich habe es ja letzte Woche in Nürnberg getrunken.

Speaker: Und dazu gibt es Coburger Bratwurst.

Speaker: Auch cool.

Speaker: Auch cool.

Speaker: Vermutlich schmeckt es auch super gut.

Speaker: Ja, kenne ich tatsächlich, schmeckt gut.

Speaker: Ja?

Speaker: Ja, schmeckt gut.

Speaker: Was will man mehr?

Speaker: Wo reist du denn am Donnerstag hin?

Speaker: Ich würde sehr gerne eigentlich auch nach Köln, aber ich fliege nach Kopenhagen, denn mein Highlight des Jahres steht an.

Speaker: Ich bin ein großer Fan vom MBCC-Festival, also Mikaela Bier Celebration.

Speaker: findet wieder statt, also am Freitag und am Samstag.

Speaker: Ich fliege Donnerstag schon hin, denn Donnerstag ist auch ordentlich schon was los.

Speaker: Ich glaube, es geht, jetzt läuft schon tatsächlich diese Woche, alle, die diese Gold-Tickets haben, da finden dann immer schon die ganze Woche vorher auch hier und da Veranstaltungen statt.

Speaker: Ich bin ab Donnerstag dann in Kopenhagen, ab Donnerstag Mittag und werde dann viele Top Take Overs besuchen.

Speaker: Unter anderem gibt es da einen Laden, der heißt Peders und da findet immer eine Veranstaltung statt von den World's Best Homebrewers.

Speaker: Und was man da ins Glas bekommt, überwiegend dunkel natürlich, dann Star Wars auch.

Speaker: Aber das kannst du dir nicht vorstellen.

Speaker: Also das ist sowas von bis ins letzte Detail perfektioniert.

Speaker: Wie unser Gast übrigens auch.

Speaker: Ja, die Hobbybrauer sind natürlich auch welche, die wirklich auch da dran fallen und die Biere wirklich perfektionieren.

Speaker: Ist er denn schon da, Gerrit?

Speaker: Nee.

Speaker: Ich habe ihn noch nicht gesehen.

Speaker: Das hat noch nicht geklingelt.

Speaker: Aber ich werde auch noch Tabtec-Over besuchen von Uchu, von Omnipolo, von Topling Goliath, von Malo Bobo.

Speaker: Kennst du Malo Bobo?

Speaker: Ja.

Speaker: die machen auch echt verrücktes, leckeres Zeug.

Speaker: Ja, Mäh.

Speaker: In die Mäh-Sache, genau.

Speaker: Und wie gesagt, Freitag, Samstag, Freitag das Festival, Session 1 und 2, ab 10 bis 14 Uhr, dann zwei Stunden Pause, 16 bis 20 Uhr.

Speaker: Und am Samstag das gleiche nochmal, von 10 bis 14 Uhr.

Speaker: Und da ist das Besondere zwischen, also in der letzten Pause quasi, zwischen Session 3 und 4, gibt es noch ein...

Speaker: Bottlesharing-Event für die, die Lust haben und den Hals nicht voll bekommen.

Speaker: Das ist von den Bierblogger.dk irgendwie organisiert, glaube ich.

Speaker: Der Eintritt ist quasi eine mitgebrachte Flasche.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dann steht man einfach drum mit, was weiß ich, letztes Mal waren es glaube ich dann 30 Leuten und hat einfach nochmal, obwohl man ja eh schon sehr, sehr viel Bier getrunken hat, da einfach nochmal fancy Zeug irgendwie ausgetauscht.

Speaker: Natürlich.

Speaker: Und das ist wirklich verrückt.

Speaker: Ja, das ist das nur ein Plusungsschreiben.

Speaker: Nehme ich mit, denn ich habe ja auch erst...

Speaker: Ich habe jetzt kürzlich mein 7500 Check-ins auf Antip gemacht.

Speaker: Und das Braunbier, was ich jetzt hier habe, ist jetzt auch fast leer.

Speaker: Und das ist mein 7500 erstes.

Speaker: Und wir schauen mal, wie viele Check-ins ich in der nächsten Folge habe.

Speaker: Gerne.

Speaker: Ich glaube, wir kommen auf die 8000.

Speaker: Glaube ich auch.

Speaker: Weil ich bin ja nicht nur bei Mikala, ich feiere die Woche danach nochmal nach Estland.

Speaker: Nicht nochmal, sondern erstmalig nach Tallinn zum Craft Beer Weekend.

Speaker: Das ist auch eine zweitägige Veranstaltung, Freitag, Samstag.

Speaker: Allerdings jeweils eine Session a sechs Stunden.

Speaker: Genau, und das ist ganz spannend für mich, weil ich bin da im Hotel, wo die ganzen Brauer übernachten.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Ich bin mir sicher, so wie ich mich kenne, ich werde da auch die eine oder andere Story erleben, die ich dann hier auch preisgeben werde.

Speaker: Wir freuen uns sehr.

Speaker: Ja, und vielleicht auch einfach Samstagmorgen von der Brauer Margarita Party Pool Party.

Speaker: Wer weiß es schon.

Speaker: Ansonsten, ja, guckt einfach gerne mal in meine Storys und jetzt hat es getingelt, oder?

Speaker: Ja, ich habe es gehört.

Speaker: Okay, also guckt in meine Storys und jetzt will ich euch die warten lassen.

Speaker: Ich freue mich sehr.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Lassen wir ihn noch mal rein.

Speaker: Wir machen mal die Tür auf und begrüßen unseren Gast.

Speaker: Hi Christian.

Speaker: Hallöchen, ich grüße euch.

Speaker: Schön, dass du da bist.

Speaker: Wir freuen uns riesig.

Speaker: Ich glaube, wir sind unheimlich dankbar, dass du aktuell eine Lücke in deinen Terminkalender für uns gefunden hast.

Speaker: Ich glaube, du bist so mit die meistgefragte Person in der Craft Beer Welt, in Deutschland zumindest.

Speaker: Ja.

Speaker: Vielen Dank dafür und vielen Dank natürlich auch.

Speaker: Du hast uns im Vorfeld ein kleines Care-Paket zukommen lassen.

Speaker: Wir haben ein paar Biere von dir erhalten.

Speaker: Bevor wir da aber näher drauf eingehen, stell dich doch mal unseren Zuhörern kurz und knackig vor.

Speaker: Wer bist du?

Speaker: Woher kommst du?

Speaker: Ja, schon mal schönen guten Abend.

Speaker: Freut mich riesig hier zu sein bei euch zu Gast.

Speaker: Mein Name ist Christian Tille.

Speaker: Ich bin 39, wohne in Kotzweg-Anhalt.

Speaker: Das ist eine kleine Stadt zwischen Lutterstadt, Wittenberg und Dessau.

Speaker: Und berufsmäßig bin ich Zersparnungsmechaniker.

Speaker: Ja, spannend.

Speaker: Das klingt jetzt überhaupt nicht nach Bier.

Speaker: Nein, überhaupt nicht.

Speaker: Das ist richtig.

Speaker: Ist ja auch nur Hobby.

Speaker: Eben.

Speaker: Das muss man, glaube ich, dazu sagen.

Speaker: Christian, du bist Hobbybrauer und bist genau deswegen heute bei uns.

Speaker: Nicht immer über Zerspanungstechnik zu sprechen, sondern über das Hobbybrauen.

Speaker: Und deswegen wollen wir, glaube ich, mit dir heute so ein bisschen sprechen.

Speaker: Gerrit und ich haben

Speaker: Gerrit, wie viel Erfahrung hast du im Hobbybrauen?

Speaker: Oh, also ich muss sagen, ich habe hier so einen 50-Liter-Klarsteinkessel stehen.

Speaker: Der steht aber jetzt schon ein paar Jahre hier im Keller und wurde nicht mehr angerührt, weil es ist ja auch ziemlich aufwendig, so einen Sudtag einzulegen, viel Vorbereitung mit Lagerung und Abfüllung und so weiter.

Speaker: Da kommt natürlich immer was zusammen.

Speaker: Und wie viel habe ich jetzt mittlerweile gebraucht?

Speaker: Ich glaube, ein IPA, ein Weizen, ein

Speaker: Stout und das war es eigentlich auch schon.

Speaker: Also so viel war nicht mehr dabei.

Speaker: Das klingt doch ganz gut.

Speaker: Auch wenn der Gerrit jetzt weg ist.

Speaker: Also Christian, wir sprechen einfach mal weiter.

Speaker: Gerrit kommt bestimmt gleich wieder.

Speaker: Ich habe tatsächlich, glaube einmal mit so einem Braukessel, den man auf dem Brauset, den man im Topf macht.

Speaker: Kennst du bestimmt auch.

Speaker: Genau damit habe ich einmal

Speaker: gebraut und dann nie wieder, weil die Arbeit einfach unfassbar groß war für, was kommt denn auf so einem Topf raus?

Speaker: Fünf Liter Bier?

Speaker: Ach, komm, das spare ich mir.

Speaker: Seit wann bist du denn Hobbybrauer?

Speaker: Ich bin Hobbybrauer seit 3.10.2018, das weiß ich noch ganz genau, weil es ein Feiertag ist und ich mir den ausgesucht habe, weil ich da den ganzen Tag auch Zeit hatte.

Speaker: Aber wie du sagtest, Braun nimmt ja doch schon einige Stunden in Anspruch und da wollte ich einfach komplett den ganzen Tag frei haben.

Speaker: Weil gerade beim ersten Mal, wer weiß, was alles passiert.

Speaker: Ist denn beim ersten Mal auch was passiert?

Speaker: Ja.

Speaker: Eigentlich lief alles relativ normal ab.

Speaker: Also ist jetzt nichts Schlimmes passiert.

Speaker: Alles recht bedacht, recht langsam auch gemacht.

Speaker: Nebenbei noch mal das Buch studiert, gelesen, die Anleitung, damit man ja nichts vergisst, weil es ja doch schon alles komplett neu und alles auch sehr aufwendig, gerade wenn man das noch nie gemacht hat.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Wie kamst du denn dazu, dass du überhaupt dir gedacht hast, jetzt brauche ich am 3.10.2019 einfach mal los?

Speaker: Das ist tatsächlich aus Bierknappheit hier mein Ort passiert.

Speaker: Ich war regelmäßig immer an der Marina in Kostweg, das ist ein Campingplatz mitten einer kleinen gastronomischen Einrichtung.

Speaker: Und da gab es immer das Lutherporter, das habe ich euch auch geschickt, genau deshalb habe ich euch das auch mitgeschickt, weil das hat quasi seinen Grund, wenn man es so sieht.

Speaker: Und das gab es irgendwann nicht mehr, weil es einfach nicht mehr lieferbar war.

Speaker: Und da dachte ich halt, Mensch, das trinkst du so gerne.

Speaker: Man kann das doch bestimmt auch irgendwie selber brauen.

Speaker: Und so fing es dann an.

Speaker: Man hat sich etwas belesen, erst mal gegoogelt, dann das erste Buch gekauft, was leider nicht so toll war.

Speaker: Was ich dann am Brautag gemerkt habe, die Vorbereitung war da nicht ganz optimal.

Speaker: Aber gut, so hat es einfach dann angefangen.

Speaker: Das ist ja cool, dass du sagst, mein Lieblingsbier gibt es nicht mehr, ich versuche das einfach mal selbst nachzubrauen.

Speaker: Hattest du da irgendwie Kontakt mit der Brauerei vorab, dass du gesagt hast, so und so sind die Rohstoffe oder hast du einfach mal drauf losgebraut und gesagt, in dem Buch gibt es ein Rezept für einen Porter, ich probiere das mal?

Speaker: Nein, Kontakt hatte ich gar nicht zu der Brauerei und das allererste Bier war natürlich ein Pilz, weil Pilz trinkt jeder, kennt jeder, das ist ja auch ganz einfach zu brauen, denkt man.

Speaker: Das war wahrscheinlich schon die größte Herausforderung am Anfang im ersten Sud und der größte Fehler wahrscheinlich.

Speaker: den du heute, denke ich mal, nicht mehr so machen würdest.

Speaker: Genau, kann ich nur jedem von abraten, der anfängt mit Brauen, braucht ja keinen Pilz, irgendwas Obergäriges, am besten irgendwas Dunkles, weil das von Zeit nach am ehesten irgendwelche Braufehler, die man garantiert machen wird beim allerersten Sud.

Speaker: Wie viele Liter hattest du da gebraut im ersten Versuch?

Speaker: 20 Liter.

Speaker: Ich habe direkt ein Eigenkocher-Set gekauft bei Gastro Brennecke und da war mit alles bei.

Speaker: Du hast deinen Läuterbottich, du hast deinen Gäreimer und das alles auf 20 Liter skaliert.

Speaker: Und ja, so hat man halt sich probiert.

Speaker: Also wirklich noch richtig mit Malz maischen und nicht einfach nur irgendwelche Sirup oder was man alles mittlerweile bekommt zu kaufen, um zu starten.

Speaker: Also es war wirklich doch richtig von der Pike auf, kann man sagen.

Speaker: Richtig cool, dass du da direkt mit richtigem Equipment reingegangen bist.

Speaker: Es gibt ja viele Versuche, die dann erstmal mit einem Kochtopf starten und sich dann irgendwie professionalisieren.

Speaker: Aber du hast gesagt, nö, wenn dann mache ich das richtig, vermutlich auch so ein bisschen beruflich bedingt, wenn dann mache ich die Technik einmal gescheit und versuche das mal so gut zu machen, wie es einfach nur geht, dass er...

Speaker: Habe ich auch noch nicht.

Speaker: Also ich kenne ein paar Hobbybrauer, da glaube ich fängt jeder irgendwie an rumzuwurschteln und das irgendwie erstmal dreckig zu machen, bis er sich professionalisiert.

Speaker: Du machst das genau andersrum, das mag ich.

Speaker: Das ist ein sehr, sehr technischer Ansatz.

Speaker: Ja, das war eigentlich auch mein Ziel, wenn, dann würde ich es eigentlich auch gleich in Anführungszeichen richtig machen, dass man wirklich sagt, hier, ich habe jetzt alle Rohstoffe beisammen, kein Fertigmix, kein Großfertig-Set, wirklich die Rohstoffe einzeln vor dir liegen, du musst selber alles hinzufügen, selbst beim Maischen drauf achten, auf die Temperatur, beim Hopfenkochen und alles sowas.

Speaker: Aber leider war der erste Sud miserabel wegen Oxidation, was eben dann einfach so ist, wenn man absolut keine Ahnung hat, was es alles für Bierfehler gibt, auf was man alles genau achten sollte.

Speaker: Naja, aber so ist es eben.

Speaker: Ja, ich habe jetzt gerade... Aber es hat dir so viel Spaß gemacht, dass du dran geblieben bist.

Speaker: Und der Geschmack war dann auch nicht so ganz dramatisch oder zumindest so, dass du gesagt hast, mit ein paar Federn weniger...

Speaker: Sorry, Gerrit.

Speaker: Wir hatten hier so eine leichte Verzögerung.

Speaker: Aber Gerrit, du hast glaube ich gerade das New England IPA schon mal eingeschenkt, oder?

Speaker: Genau.

Speaker: Ich habe das New England IPA gerade geöffnet.

Speaker: Sieht auf jeden Fall im Glas sehr, sehr super aus.

Speaker: Und direkt nach der Öffnung der Flasche... Ich glaube, der Gerrit hakt heute etwas.

Speaker: Ja.

Speaker: Er hatte gerade glaube ich das New England IPA eingeschenkt.

Speaker: Keine Ahnung, woran es liegt.

Speaker: Wenn ich ehrlich bin.

Speaker: Jetzt bist du ein bisschen flüssiger, Gerrit.

Speaker: Ich weiß nicht, woran es liegt.

Speaker: Es tut mir leid.

Speaker: Alles gut.

Speaker: Du hattest das New England IPA auf jeden Fall gerade aufgemacht.

Speaker: Gleich habe ich schon leer, so lange wie ich mich hier wiederhole.

Speaker: Super gut.

Speaker: Also ich mache es auf.

Speaker: Es kommt direkt eine wirklich leckere Fruchtnote in die Nase.

Speaker: Ich würde behaupten, das ist so ein bisschen Maracuja-mäßig.

Speaker: Passionsfrucht vielleicht.

Speaker: Kann ich mich da... Passt das?

Speaker: Das passt ganz gut, ja.

Speaker: Sieht super im Glas aus.

Speaker: Echt ein wirklich ansprechendes Sonnengelb.

Speaker: Also wirklich gelb, nicht orange.

Speaker: Und ich glaube, auf dem Deckel steht 6,4% hat es bei 27 IBU.

Speaker: Echt top, muss ich sagen.

Speaker: Also das holt mich richtig ab.

Speaker: Ein optimales Sommerbier tatsächlich.

Speaker: Und ich glaube, so muss ein

Speaker: New England IPA auch schmecken.

Speaker: Also wenig bittere, meiner Meinung nach.

Speaker: Und richtig geile Frucht.

Speaker: Das macht richtig Spaß.

Speaker: Das freut mich natürlich zu hören, Gerhard.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Ich habe mir das Cold IPA nebenbei aufgemacht.

Speaker: Ist ja tatsächlich das Bavarian Cold IPA, das du gebraut hattest und bei Meisel & Friends Hobbybrauer-Wettbewerb eingereicht hast.

Speaker: Also ich finde es stark.

Speaker: Also da ist eine

Speaker: gerade so im Rest im Mund, eine sehr, sehr prägnante Bittere.

Speaker: Ich glaube, das ist so auch was, was Gerrit und ich gerne mögen am Bier, wenn es wirklich auch noch so ein Ticken bitter ist.

Speaker: Aber es kommt sehr, sehr viel Steinfrucht vorne raus.

Speaker: Und es ist sehr trocken trotzdem.

Speaker: Also ich glaube, das ist so eine schöne Mischung aus diesen ganzen Attributen, die ein Cold IPA haben darf.

Speaker: Und was ich persönlich tatsächlich mag, es hat ein bisschen...

Speaker: reduzierte Kohlensäuregehalt, der das Ganze vermutlich dann irgendwann sehr, sehr schnell trinkbar macht.

Speaker: Im Laufe meines Glases kann ich dann nochmal wieder davon berichten, ob das so ist.

Speaker: Aber es schmeckt.

Speaker: Ich trinke immer wieder mal nebenbei.

Speaker: Gerrit, ich würde meinen Fragenteil mal zu dir rüberschubsen.

Speaker: Nachdem der Christian und ich hier schon deinen Fragenteil abgearbeitet haben.

Speaker: Aber du machst einfach gerne weiter.

Speaker: Ja, ich war leider ein bisschen abgehakt, aber stoße einfach jetzt nochmal dazu.

Speaker: Mich würde natürlich, oder uns und unsere Zuhörer würde interessieren, in welchem Maßstab brauchst du denn eigentlich gerade?

Speaker: Also was für eine Kapazität läuft deine Anlage?

Speaker: Ja.

Speaker: Also ich habe angefangen mit 20 Litern und ich bin jetzt immer noch bei 20 Litern.

Speaker: Also einfach den Grund, bei 20 Litern lohnt sich der Aufwand schon eher als bei nur 5 Litern.

Speaker: Und man kann auch alles selber händisch erledigen.

Speaker: Als gesunder Mann kriegt man das halt noch hin, dass man 20 Liter und den Kochtopf selber hochhebt und bewegen kann.

Speaker: Das sieht ja bei 40, 50 Litern schon wieder ganz anders aus.

Speaker: Ja, und hast du ein spezielles Equipment oder ist das noch dein Standard, wo du 2018 mit angefangen hast oder hast du dich dann mittlerweile abgegradet, verbessert?

Speaker: Wie läuft das so aktuell bei dir ab?

Speaker: Also das hat sich natürlich nach und nach verbessert.

Speaker: Jetzt zum Beispiel habe ich einen 34 Liter Edelstahltopf mit einer Läuterhexe drin.

Speaker: Das ist quasi, stellt euch vor, ein Schlauch aus Edelstahl oder eine Feder aus Edelstahl, die halt wirklich ganz, ganz fein naschig ist, wo nur das Wasser, also die

Speaker: die Würze durchfließen kann und quasi das Malz zurückhält, was ich dann zum Läutern brauche.

Speaker: Und der Topf hat auch ein Rührwerk, einfach einen Scheibenwischermotor drauf und einfach einen Paddel, dass ich halt nicht mehr selber rühren muss und halt durchgängig gerührt wird, auch wegen der Temperatur, damit es einfach besser durchgemischt ist.

Speaker: Nehmt uns doch mal so ein bisschen mit, wie läuft denn so ein typischer Brautag bei dir ab?

Speaker: Also ich glaube mal, wie gesagt, ich wurde ja unterbrochen ein bisschen von der Technik.

Speaker: Ich habe hier so einen 50 Liter Klarstein irgendwie und schon mal so ein bisschen was gemacht, was aber, ich sage mal, so halb genießbar war.

Speaker: Es war jetzt nicht so enorm Qualität.

Speaker: Und wie läuft das denn so ab?

Speaker: Wie können wir uns das vorstellen?

Speaker: Also wie viel Zeit geht eigentlich für die wirkliche Vorbereitung vielleicht auch drauf?

Speaker: Also wenn ich jetzt mal an, das Rezept ist fertig und dann startet der eigentliche Brautag einen Tag davor.

Speaker: Und zwar bastel ich dann meinen Protaurus zusammen.

Speaker: Das ist mein Fermenter, alles mit Triclam.

Speaker: Und der wird dann natürlich erstmal desinfiziert.

Speaker: Das ist dann halt mit so einer Sprühkugel und einer Pumpe.

Speaker: Die lasse ich dann halt circa 20 Minuten durchlaufen mit warmem Wasser und einer Phosphor-Säure-Lösung, damit eben alles desinfiziert wird.

Speaker: Ja.

Speaker: Also einen Tag vorher schon, richtig?

Speaker: Einen Tag vorher, richtig.

Speaker: Damit ich das schon mal erledigt habe, dass ich mich am Brautag wirklich auf alles andere konzentrieren kann, außer Reinigung oder sonst irgendwas, damit das wirklich schon der Fermenter quasi fertig ist zum Einfüllen.

Speaker: Wenn das erledigt ist, dann wiege ich am Abend zuvor das Malz schon ab und schrote es auch, damit das auch erledigt ist, weil das sind auch so immer 15, 20 Minuten, bis das alles erledigt ist.

Speaker: Weil ich auch noch alles von Hand schrote mit Kurbel.

Speaker: Viele nutzen auch einen Akkuschrauber oder Bohrmaschine.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Da war ich nicht so recht zufrieden mit dem Mahlgrad.

Speaker: Das war mehr die Spelz, mehr zerfetzt als alles andere.

Speaker: Und deswegen mag ich es einfach von Hand.

Speaker: Bei den 20 Liter geht das dann noch.

Speaker: Das sind ja meistens ca.

Speaker: 4 Kilo Malz, die geschrotet werden müssen.

Speaker: Das hat man dann gemütlich in 10 bis 15 Minuten geschafft.

Speaker: Man spart sich natürlich auch den Weg ins Fitnessstudio, wenn man regelmäßig braut.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja gut, bei 4 Kilo geht das wirklich noch.

Speaker: Aber wenn das jetzt wirklich 50 Kilo wären, dann hätte ich da glaube ich auch nicht so viel Lust drauf, das von Hand jedes Mal zu machen.

Speaker: Ja, auf jeden Fall, aber das sind ja auch total spannende Einblicke.

Speaker: Das mag jetzt vielleicht für den einen oder anderen auch so ein bisschen langweilig anhören, der das vielleicht schon öfter mal gemacht hat, von den Zuhörern vielleicht auch.

Speaker: Aber ich finde es total interessant, also wirklich mal zu schauen, wie viel Zeit geht eigentlich drauf.

Speaker: Also man hört immer einen Brautag, das ist schon viel Arbeit.

Speaker: Aber hier, du sagst Rezept schreiben im Vorfeld, dann einen Tag vorher schon desinfizieren und alles zurechtbauen und wie auch immer.

Speaker: Also das ist ja schon richtige, wirklich Arbeit, was dahinter steckt.

Speaker: Und wir reden jetzt gerade von 20 Liter, die du brauchst, sage ich jetzt mal.

Speaker: Also ja.

Speaker: Schön, cool.

Speaker: Ja, das ist ja einfach Hobby, das ist ja jetzt nicht, man muss jetzt die Zeit gegenrechnen und man will es ja nicht verkaufen, das ist ja wirklich einfach nur Hobby und da ist die Zeit, die drauf geht, ja quasi eigentlich egal, das macht einfach Spaß für mich, ich habe da meine Freude dran und wenn am Ende noch ein cooles Bier bei rauskommt, lohnt es sich umso mehr.

Speaker: Ja und dann, wann startest du in der Regel so deinen Brautag?

Speaker: Meistens rechtzeitig, gerade im Sommer, wenn es eh immer sehr heiß ist, dann stelle ich mir den Lecker schon auf 4 Uhr, dass ich dann da aufstehe und dann anfange.

Speaker: Da geht es eben los, in meinem großen Flitermessbecher, Wasser abmessen zum einen, dann wird irgendwann eingemaischt, dann läutern, dann Würze kochen und was eben alles dazugehört, runterkühlen.

Speaker: Und der eigentliche Brautag sind dann vielleicht auch nochmal mit Reinigung fünf bis sechs Stunden kann man rechnen.

Speaker: Woher beziehst du denn deine Rohstoffe?

Speaker: Immer aus dem Internet, weil hier in meiner Nähe gibt es keinen Shop, wo ich einfach um die Ecke gehen kann und mir alles holen könnte.

Speaker: Aber da bestelle ich auch immer in verschiedenen Shops, weil je nach Bierstil, was man machen möchte, gibt es auch nicht immer jede Zutat in einen Shop und ich habe keine Lust, dreimal Versandkosten zu bezahlen und aus jedem Shop eine Zutat zu holen.

Speaker: Da achte ich dann eben drauf, in welchem Shop gibt es die Zutaten, wo ich nur einmal dann bestellen muss.

Speaker: Entschreibst du dann oder entscheidest du dann dessen auch, was du als nächstes brauchst oder legst du den Stil zum Beispiel oder was du brauchen möchtest im Vorfeld fest?

Speaker: Das lege ich meistens fest.

Speaker: Ich habe meistens immer so drei Biere, die ich vorausplane, dass ich da auch die ganzen Zutaten dann auch da habe.

Speaker: Ich meine, Pilsner Malz, Münchner Malz, Wiener Malz habe ich eh immer da, weil ich das immer an 25 Kilo Säcken beziehe, weil es einfach günstiger ist, als wenn ich das eben kiloweise jedes Mal hole.

Speaker: Und immer halt nur die Spezialmalze oder mal ein Hafermalz.

Speaker: Jetzt für das Naipa habe ich zum Beispiel Hafer mit reingeworfen.

Speaker: Da hole ich dann halt einfach die Grammzahl, die ich brauche, weil viele bieten das ja auch an, dass man zum Beispiel nur 550 Gramm von diesem Malz kaufen kann.

Speaker: Und dann kaufe ich das auch nur.

Speaker: Nochmal zu deinem Bier, was ich gerade trinke, das New England.

Speaker: Also es liegt sich wirklich...

Speaker: So ein ganz angenehmer Fruchtteppich über die Zunge.

Speaker: Das ist echt wirklich gut.

Speaker: Das schmeckt richtig lange nach Frucht, auch bis hinten zum Abgang.

Speaker: Und selbst wenn das Bier dann nicht mehr im Mund ist, die Aromen sind so ein bisschen noch da.

Speaker: Schmeckt echt gut.

Speaker: Das ist auch noch das frischendste Bier, was ich gebraut habe und was ihr habt.

Speaker: Das ist, glaube ich, gerade mal drei oder vier Wochen im Tank.

Speaker: 17.4.

Speaker: Das ist der Brautag.

Speaker: Cool, das schmeckt echt wirklich gut.

Speaker: Ja, genau, also deine Rohstoffe beziehst du aus dem Internet und was würdest du denn so denken, natürlich ist das auch immer stilabhängig, weil man ja auch vielleicht auch manchmal mehr, manchmal weniger braucht, aber was kostet dich,

Speaker: so ein Sud im Durchschnitt, was würdest du sagen?

Speaker: Das ist tatsächlich stark stilabhängig.

Speaker: Wenn ich einfach einen Pilz brauen möchte oder einfach einen Kölsch oder Altbier, dann würde ich einfach mal sagen, mit 20 Euro kommt man fast hin, mit dem Malz ein bisschen Hopfen.

Speaker: Wenn du da deutschen Hopfen nimmst, bist du bei zwei, drei Euro für den Hopfen.

Speaker: Und dann eine Packung Hefe, drei bis fünf Euro, was man bezahlt, Trockenhefe.

Speaker: Beim NIPA oder beim Cold IPA sieht es natürlich ganz anders aus.

Speaker: Ich habe heute im Zug auf der Rückfahrt nach Hause mal überschlagen, also das Cold IPA für die 20 Liter, das sind 50 bis 55 Euro.

Speaker: Allein schon der Hopfen bei ca.

Speaker: 35 Euro liegt, der reingeknallt wurde.

Speaker: Steht drauf, was hast du für einen Hopfen drin?

Speaker: Bei dem Cold IPA oder beim NIPA?

Speaker: Bei dem Cold IPA, was du jetzt gerade erwähnt hast.

Speaker: Bei dem Cold Alpair ist Simcoe drin, da ist Mosaik drin und Citra als die Aromahopfen.

Speaker: Okay, das probiere ich gleich als nächstes.

Speaker: Bin schon ganz gespannt drauf.

Speaker: Ich hätte jetzt aber auch gesagt, rein von der Geschmacksaromatik her, dass irgendwie so ein klassischer US-Bitterhopfen da mit drin ist, also Simcoe.

Speaker: passt da ganz gut rein, weil das doch diese bisschen harzige Note da mit dabei hat.

Speaker: Die da finde ich ganz schön.

Speaker: Zum Bittern habe ich Magnum reingetan, um die Grundbittere zu haben.

Speaker: Aber den schmeckt man ja nicht raus, ist ja der Bitterhopfen, der kommt ja zeitig rein, da bleibt ja nicht mehr wirklich viel über von dem Erkümerprofil.

Speaker: Und was haben wir denn für Opfen in den Laipa drin?

Speaker: In den Laipa ist Quash drin, Eclipse und Superdelic.

Speaker: Aha, okay.

Speaker: Coole Sache auf jeden Fall.

Speaker: Das schmeckt wirklich super.

Speaker: Ich glaube, damit hättest du auch gewonnen.

Speaker: Nee, das will ich jetzt noch nicht sagen.

Speaker: Auf jeden Fall gut abgeschnitten.

Speaker: Definitiv nicht beim Steel Cold IPA.

Speaker: Aber ich finde es trotzdem spannend zu hören, wenn du sagst so 20 Liter, 55 Euro.

Speaker: Wenn man dann natürlich jetzt noch in der professionellen Brauerei die Arbeitszeit

Speaker: fair mitrechnen würde von, weiß ich nicht, sechs, acht Stunden, da kommst du schon hin, dass dann die Flasche irgendwie drei bis vier Euro kostet, die 0,3er-Flasche, dass auch noch was übrig bleibt am Ende des Tages.

Speaker: Also selbst im Hobbymaßstab ist das ja dann auch irgendwie...

Speaker: Ein Kostenpunkt, der, wenn man den umrechnet, gar nicht zu verachten ist.

Speaker: Wobei natürlich, das Hobby darf immer kosten.

Speaker: Also da schaut man ja nicht auf den Preis.

Speaker: Ja, aber die professionellen Brauer haben ja auch eine ganz andere Marge.

Speaker: Wenn ja pro Jahr ihre eine Tonne Hopfen kaufen, haben die einen ganz anderen Preis, als wenn ich hier meine 100 Gramm hole.

Speaker: Du, sag mir doch mal, vielleicht habt ihr das gerade schon besprochen, ich weiß es gar nicht, aber wie viele Sude hast du denn aktuell schon so hinter dir?

Speaker: Aktuell sind es 76 Sude.

Speaker: Und was war, oder was würdest du sagen, war so deine ungewöhnlichste Zutat, die du so verwendet hast bisher?

Speaker: Das ist gar nicht so lang her und zwar gibt es einen Wettbewerb von Störtebecker mit dem Greifswalder Mordzentrum und da bin ich einer der Glücklichen, der mitmachen durfte, weil das war begrenzt auf 15 Teilnehmer und wer sich zuerst anmeldet, der ist dabei und das habe ich halt geschafft.

Speaker: Und da habe ich quasi ein Moorbier gebraut und da ist als Zutat Moorbierke, Gagel und Mädesüß drin.

Speaker: Verrückt.

Speaker: Das ist ja richtig cool.

Speaker: Und was wurde es dann am Ende?

Speaker: Ich habe als Grundbier genommen ein Witt und dann später noch eine Saisonhefe nachgepitcht, um dem Vergergrad noch ein bisschen höher zu bringen, weil die Hefe nicht so wollte, wie ich wollte.

Speaker: Ja, hört sich auf jeden Fall sehr interessant und spannend an und natürlich auch ungewöhnlich, aber klar, Wahnsinn.

Speaker: Passt aber natürlich zu dem Thema.

Speaker: Wie viele Liter machst du so ungefähr, du bin nicht andersrum gefragt, wie viele Tanks hast du aktuell so parallel am Laufen?

Speaker: Du hattest jetzt von dem Fermenter gesprochen, aber machst da doch einiges, hast du da immer nur einen Tank belegt oder hast du mehrere inzwischen?

Speaker: Also einen Fermenter, ich habe wirklich nur einen.

Speaker: Aber ich mache mittlerweile alles in Keks, 19 Liter.

Speaker: Das ist eben auch mein Ziel, dass ich die immer vollkriege.

Speaker: Deswegen setze ich immer um die 20 Liter an, was im Fermenter landen soll, dass ich unter dem Strich um die 19 Liter rausbekomme.

Speaker: Und da habe ich normalerweise vier Stück im Kühlschrank.

Speaker: Ja.

Speaker: Damit bist du auch vor jeglicher Biernot erstmal gefeilt.

Speaker: Ja, also trocken wird es ja nicht.

Speaker: Das ist doch cool.

Speaker: Du hast mir im Vorfeld geschrieben, wir brauchen gar nicht wirklich über Craft Beer reden, weil du kein Craft Beer Trinker bist wirklich.

Speaker: Also doch schon, aber so viel kaufe ich nicht.

Speaker: Ich kriege halt immer so viel zugeschickt von den Hobbybrauern, wenn wir so viel tauschen.

Speaker: Ich muss quasi kaum was kaufen.

Speaker: Da wollte ich auch noch mal ein bisschen drauf eingehen, so auf diese Hobbybrauerszene, wo Gerrit und ich jetzt nicht so wahnsinnig wirklich, also Gerrit, wie viel Hobbybrauerbier trinkst du?

Speaker: Ich trinke wahrscheinlich vielleicht

Speaker: Bierflaschen im Jahr.

Speaker: Boah, ich auch extrem wenig.

Speaker: Also ich hatte jetzt, glaube ich, zuletzt auch ein Cold IPA von Friedis Brauers, also von Paul, nochmal probiert.

Speaker: Und der hatte da auch noch ein Double.

Speaker: Die waren schon überragend lecker.

Speaker: Und ich hatte dann noch zwei Sorten vom Stefan, also Mr. Brandy Buck auf Instagram auch.

Speaker: Er hat mir zwei geschickt.

Speaker: Das ist auch, aber so wirklich...

Speaker: Das kann man an einen, vielleicht zwei hinten abzählen, dann war es das auch.

Speaker: Tatsächlich.

Speaker: Und deshalb ist es ja auch gerade genau so super spannend.

Speaker: Auch danke nochmal, dass du wirklich hier heute als Gast bist, weil du hier auch nochmal ganz andere Einblicke reinbringst.

Speaker: Ja, voll.

Speaker: Und das total interessant ist.

Speaker: Also gut, das ist für mich jetzt nicht neu, dass die Hobbybrauerszene oder die Community auch so groß und aktiv ist.

Speaker: Und das ist ja auch wirklich was richtig Cooles.

Speaker: Also das macht ja richtig Spaß, das auch so ein bisschen von extern, sage ich mal, vielleicht zu betrachten tatsächlich.

Speaker: Also gut, für mich ist ja auch viel fachschinesisch dann irgendwie so dabei.

Speaker: Ich komme da nicht unbedingt irgendwie überall mit hinterher.

Speaker: Aber ich konzentriere mich dann so ein bisschen auf die Ergebnisse am Ende im Glas und freue mich, wenn ich dann noch so ein Leckerchen wie das Naipa jetzt von dir gerade probieren darf, was wirklich erstaunlich lecker ist.

Speaker: Ich trinke es dann auch gleich.

Speaker: Aber Christian, was ich fragen wollte, die Hobbybrau-Szene, ihr seid ja alle wahnsinnig vernetzt und ihr schickt euch da immer Biere von hin und her,

Speaker: dann füllst du die ja jetzt hier in die Flasche ab.

Speaker: Was sind denn da so die größten Herausforderungen?

Speaker: Ich kann mich erinnern, ich komme zurück zu meinem Kochtopf, was mich am meisten genervt hat, war dieses unfassbar sauber Arbeiten müssen, wenn noch drei Leute rundherum sind und man am Ende von so einem Kochtopf-Brautag vielleicht schon mal ein kleines Bier dazwischen getrunken hat und man sich nicht mehr so ganz konzentrieren kann.

Speaker: Bin ich da richtig, dass das wirklich so ein kritischer Punkt ist, damit das Bier dann auch wirklich am Ende des Tages schmeckt?

Speaker: Also bei dem Abfüllen kannst du tatsächlich auch nochmal richtig was verkehrt machen, wenn du dort Sauerstoff irgendwie einträgst.

Speaker: Du kannst vorher alles tiptop machen, super sauber arbeiten, keinen Sauerstoff eintragen und dann zack, beim Abfüllen hast du Luft im Schlauch, weil irgendwas undicht ist oder hast einfach keine vernünftige Technik, um vernünftig abzufüllen, ja.

Speaker: Okay, also da das nächste Mal nochmal mehr drauf achten, dass man das irgendwie ordentlich und sauber macht.

Speaker: Aber das funktioniert auch gut, wenn du jetzt ein Apfelröhrchen zum Beispiel hast, damit ich auch angefangen habe, wenn du das einigermaßen in den Griff bekommst und weißt, wie das funktioniert, dann kann man damit auch super abfüllen, weil es gibt auch genug Gewinner in Hobbybrauerwettbewerben, die einfach nur einen Plasteimer haben und mit dem Apfelröhrchen abfüllen und die gewinnen am Ende auch.

Speaker: Man muss es halt einfach in Anführungszeichen können.

Speaker: Man muss es einfach drauf haben.

Speaker: Und ich glaube, man muss auch wahrscheinlich eher mal zu viel in die Flasche füllen als zu wenig.

Speaker: Weil ich glaube, wenn man da ein bisschen zu wenig macht und man ist da ein bisschen vorsichtig, dann hat man natürlich auch gleich wieder Sauerstoff in der Flasche.

Speaker: Man hat einfach nicht die Möglichkeiten aus der professionellen Brauerei dann nochmal den Schaum richtig

Speaker: den Sauerstoff rausdrücken zu lassen.

Speaker: Deswegen, glaube ich, muss man da eher überfüllen, glaube ich.

Speaker: Genau.

Speaker: Also man kann sagen, circa einen Daumenbreit mehr sollte der Kopfraum nicht sein, gerade wenn du mit Gär, nicht mit Gärröcheln, mit Abfüllröcheln abfüllst.

Speaker: Wie viele Pakete tauscht du so im Monat in der Hobbybrau-Szene?

Speaker: Was machst du da so hin und her?

Speaker: Ach, das ist auch wieder sehr verschieden.

Speaker: Ich

Speaker: sammle meistens meine Biere, weil ich habe immer circa vier Keks am Start und dann mache ich irgendwann mal einen riesen Abfülltag, wo ich dann auch fast drei Stunden beschäftigt bin, wenn ich da jetzt 50, 60, 70 Flaschen fülle.

Speaker: Und man kann sagen, vielleicht, gib mal Daumen,

Speaker: Vier Pakete pro Monat, würde ich jetzt mal sagen, die rausgehen.

Speaker: Das ist cool.

Speaker: Cool.

Speaker: Und auch reinkommen natürlich dementsprechend.

Speaker: Und auch reinkommen, genau.

Speaker: Das ist ja ein Hobbybrauer in der Hobbybrau-Szene, was ich total schön finde.

Speaker: Das ist ja irgendwie so ein Geben und Nehmen.

Speaker: Der eine schickt was und der andere schickt was zurück, dass man auch wirklich sagt, man tauscht und man probiert sich so ein bisschen durch.

Speaker: Und ich glaube, es ist auch wahrscheinlich...

Speaker: bezeichnet, dass man sich wahrscheinlich auch Feedback gibt, wenn irgendwas taugt oder nicht taugt oder man irgendwelche Verbesserungen hat.

Speaker: Genau, man lernt einfach dazu.

Speaker: Es ist eben auch wichtig, dass man kritikfähig ist, gerade in den ersten Monaten oder Jahren, wo noch nicht alles läuft, wenn er sagt, hier, guck mal hin,

Speaker: Deine Biere sind oxidiert.

Speaker: Wie ist denn dein Prozess?

Speaker: Wie füllst du ab, was wir gerade zum Beispiel hatten, um einfach den Fehler zu finden?

Speaker: Natürlich ist es auch richtig cool in der Szene, wenn dir Biere schmecken, du kriegst auch die Rezepte.

Speaker: Du fragst an hier, dein Bier ist cool.

Speaker: Wie jetzt zum Beispiel, Gerrit sagt, dein Naipa ist toll, will ich jetzt auch brauen.

Speaker: Gib doch mal dein Rezept.

Speaker: Da wird kaum jemand sagen, nee, kriegst du nicht.

Speaker: Da sagen alle, klar, hier hast du, probier mal nach, brauche mal nach und schiebe mal eine Flasche zum Vergleich.

Speaker: So ist einfach die ganze Community, ist einfach mega offen, mega hilfsbereit bei allen möglichen Themen.

Speaker: Weiß bei Rohstoffe bestellen, wenn aus den USA was bestellt wird, gibt es irgendwelche Sammelbestellungen, damit man das irgendwie auch Kosten sparen kann.

Speaker: Ich weiß noch damals mit Tommy Rölfs, da haben wir unsere Kühlspirale, die Jadet Hydra, bestellt aus den USA.

Speaker: Weil es dann einfach auch günstiger ist, wenn man da zwei oder vier bestellt, anstatt das Einzelnen zu machen.

Speaker: Das sind auch alles so Dinge.

Speaker: Und das ist einfach das Tolle an der Community.

Speaker: Ja, mega.

Speaker: Ich habe da eine Frage von unserem Zuhörer Patschwo.

Speaker: Welches war denn bisher dein bestes Bier und warum?

Speaker: Aber das Cold IPA, also das Gewinnerbier, nehmen wir davon mal aus.

Speaker: Dann ist es echt schwierig zu sagen.

Speaker: Dann ist es ja eigentlich fast schon das Cold IPA davor.

Speaker: Da gab es auch durchweg positive Kritik auch von Leuten, die in Anführungszeichen Ahnung haben, die Sommeliers sind oder Jatches sind oder sonst was.

Speaker: Weil das war tatsächlich mein allererstes hopfenbetontes Bier, also IPA.

Speaker: mit meinem Fermenter, den ich da neu bekommen habe quasi.

Speaker: Das war mein Start in Hopfen betonte Biere.

Speaker: Und damit das halt gleich so ein Erfolg wird, in Anführungszeichen, damit habe ich natürlich nicht gerechnet.

Speaker: Aber da ist eben auch wieder der Punkt, ich habe es auch sehr viel verschickt, weil ich einfach Feedback haben wollte, dass ich weiß, wo stehe ich bei IPAs mit meiner Technik, ob das passt oder nicht.

Speaker: Weil ich bin sensorisch nicht so begabt und federrum schmecke ich auch nicht so einfach aus.

Speaker: Man kennt sie ja durch irgendwelche Kurse.

Speaker: Aber trotzdem sind da so viele Leute viel, viel begabter und trainieren das viel mehr und sind Judges oder sonst irgendwas.

Speaker: Und die können dir da einfach viel besser Feedback geben.

Speaker: Mega.

Speaker: Hört sich echt gut an.

Speaker: Und dann wäre noch meine Frage, wie viel trinkst du denn von deinem eigenen Bier?

Speaker: Gibst du dir das meiste eigentlich so ab?

Speaker: Man kann sagen 50-50.

Speaker: Ja, cool.

Speaker: Die Hälfte fülle ich meistens immer irgendwie ab und geht raus an Arbeitskollegen, Freunden, Bekannten, natürlich andere Hobbybrauer.

Speaker: Und die anderen 50 Prozent, die trinken sich halt weg.

Speaker: Ich meine, ist im Keck einfach den Hahn drauf gesteckt, wird mal was rausgezapft, wenn man Durst hat und selber probieren will.

Speaker: Aber es ist auch einfach spannend, wie sich die Hobbybrauer Biere mit der Zeit nach und nach entwickeln.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber die sind ja nicht filtriert, da ist ja noch richtig lebend drin, kann man sagen.

Speaker: Und natürlich, obwohl die alle kühl im Kühlschrank stehen, passiert da von Woche zu Woche was.

Speaker: Wie viele Sude hast du denn bisher weggekippt?

Speaker: Weggekippt habe ich nur einen.

Speaker: Das war noch zu meiner Anfangszeit.

Speaker: Ich glaube, das war der fünfte oder sechste Sud.

Speaker: Da habe ich einen...

Speaker: Naipa nachgebraut, zumindest der Versuch und es war Hochsommer und das war noch zu der Zeit, wo ich über Nacht abgekühlt habe, weil ich noch keine Kühlspirale hatte und hat einfach über Nacht stehen lassen.

Speaker: Den nächsten Morgen wollte ich dann die Hefe geben, mach den Deckel auf und auf einmal gärt da schon was drin und ich dachte, hä?

Speaker: Das soll, glaube ich, nicht so sein.

Speaker: Und dann war das eben auch so ein Punkt.

Speaker: Da hat man ein Foto von gemacht, das dann in der Hobbybrauergruppe auf Facebook gepostet.

Speaker: Schaut mal hier, so sieht es aus.

Speaker: Über Nacht abkühlen lassen.

Speaker: Was ist da los?

Speaker: Und so fing es dann halt an, ja...

Speaker: Über Nacht abkühlen lassen ist nicht optimal.

Speaker: Das und das kann passieren.

Speaker: Du holst dir auch noch Sauerstoff rein und alles sowas.

Speaker: Am besten ist es mit einer Kühlspirale oder anderen Möglichkeiten, einfach direkt nach dem Wirt zu kochen, zu kühlen und dann sofort die Hefe drauf zu geben.

Speaker: Dann passiert sowas normalerweise nicht.

Speaker: So kam die erste Kühlspirale.

Speaker: Das war damals noch eine günstigere Edelstahl-Kühlspirale.

Speaker: Sehr interessante Einblicke.

Speaker: Also es ist echt wirklich

Speaker: Wirklich interessant.

Speaker: Ich bin da schon echt geflasht.

Speaker: Und nebenbei habe ich mir jetzt auch das Code IP aufgemacht.

Speaker: Und ich traue mich jetzt auch gar nichts zu sagen, weil du hast damit halt gewonnen auch.

Speaker: Und alleine schon die Optik, die ist ja total...

Speaker: Stiltypisch.

Speaker: Aber Christian, nimm uns mal mit.

Speaker: Wir erzählen die ganze Zeit, du hast gewonnen.

Speaker: Du hast dich bei Meisel beim Hobbybrauer Wettbewerb angemeldet.

Speaker: Thema war dieses Jahr Cold IPA und du hast genau dieses Bier dorthin geschickt.

Speaker: Und ich weiß gar nicht, wie viele Biere wurden dort eingeschickt?

Speaker: 154.

Speaker: 154.

Speaker: Ich wusste, bei einem Techniker muss ich fragen, der hat die Zahl absolut präzise im Kopf.

Speaker: Du hast gewonnen.

Speaker: Da ist man dann dort vor Ort und

Speaker: dein Name wird aufgerufen beim Gewinn.

Speaker: Hattest du damit gerechnet?

Speaker: Oder was ist dir durch den Kopf geschossen, als dein Name aufgerufen wurde?

Speaker: Nein, gerechnet habe ich damals natürlich nicht.

Speaker: Im Vorfeld war ich mit meinem Bier sehr zufrieden und ich habe gesagt, okay, ich will zumindest in die Zwischenrunde kommen.

Speaker: Und da bin ich schon sehr zufrieden, weil man muss auch erst mal einen Schritt weiter kommen.

Speaker: Das läuft so ab.

Speaker: Ich glaube, das waren fünf Tische und fünf Tische haben 30 bis 31 Bier bekommen und mussten die bewerten nach Punkten.

Speaker: Und pro Tisch kommen fünf Biere weiter in die nächste Runde.

Speaker: Dann wurden die fünf Biere genommen und die hat dann ein anderer Tisch bekommen.

Speaker: Und der musste dann aus den fünf zwei weiterschicken an den Finaltisch.

Speaker: Also sind zehn Biere an den Finaltisch gekommen.

Speaker: Und die Top Ten, die wurden vorher schon genannt von Michael Werner, dem Bierwerner, so heißt er jetzt, glaube ich.

Speaker: Und der hat sich übrigens auch gemeldet auf einen Fragesticker.

Speaker: dass du ein geiler Typ bist.

Speaker: Das ist schön.

Speaker: Danke, Michael.

Speaker: Er hat heute Geburtstag.

Speaker: Heute?

Speaker: Ja, heute, ja.

Speaker: Oh, da muss ich dann noch eine SMS schreiben.

Speaker: Ja.

Speaker: Jedenfalls wurden die Top Ten ja schon aufgerufen, genannt.

Speaker: Und wo ich meinen Namen an 8.

Speaker: Stelle gehört, dachte, geil, du hast jetzt nicht nur eine Runde weiter geschafft, sondern du warst am Finaltisch.

Speaker: Wie geil ist das denn?

Speaker: Top Ten.

Speaker: Ja.

Speaker: Und damit war es eigentlich für mich schon erledigt, der Abend.

Speaker: Du hast dein Ziel erreicht, du bist Top Ten, mega gefreut.

Speaker: Es waren ja auch unter den Top Ten Namen, die schon einmal diesen Wettbewerb gewonnen haben.

Speaker: Der Markus Klössinger zum Beispiel, Paul Schüssler und Heiko Müller.

Speaker: Und da denkt man schon, okay, wenn die auch mit dabei sind,

Speaker: wird es wahrscheinlich nichts werden, aber du bist Top Ten, geil.

Speaker: Ja.

Speaker: Und ja, dann wurde Nummer drei verkündet, Nummer zwei verkündet.

Speaker: Und dann natürlich bei Platz eins dauert natürlich wieder alles länger.

Speaker: Dann erzählt der Micha, erzählt der Micha, zieht alles in die Länge.

Speaker: Und als er dann sagte, für ihn ist das auch jetzt ein bisschen emotional, wie er gewonnen hat,

Speaker: dachte ich, bist du es vielleicht doch?

Speaker: Weil ich habe ja ihnen knapp ein Jahr zuvor meine erste Version vom Cold IPA geschickt.

Speaker: Und der hatte mir ja auch geantwortet, ist das beste Cold IPA, was er jemals getrunken hat.

Speaker: Und dachte, na, bist du es vielleicht wirklich?

Speaker: Und dann wirklich hat er gesagt, Christian Zille.

Speaker: Und ich so, nein, das kann gar nicht sein.

Speaker: Und natürlich, seitdem war das Fern natürlich komplett ausgeschalten, weil was man da auf einmal fühlt und dann...

Speaker: Man ist einfach nur noch halb anwesend, sagen wir es mal.

Speaker: Ja, das glaube ich.

Speaker: Mega.

Speaker: Also das war wirklich schon ein mega Erlebnis, dass man dann doch einen Wettbewerb mal gewinnt und dann auch so einen recht großen.

Speaker: Das ist natürlich richtig, richtig geil.

Speaker: Ja, und vor allem den Preis.

Speaker: Du kannst jetzt einfach dein Bier auf der Riesenanlage da brauen.

Speaker: Das ist ja wohl...

Speaker: ultimativ gut.

Speaker: Also, mega.

Speaker: Also nochmal herzlichen Glückwunsch.

Speaker: Es schmeckt wirklich echt lecker.

Speaker: Ja, top.

Speaker: Was soll ich sagen jetzt?

Speaker: Es schmeckt einfach super.

Speaker: Wir hatten in der letzten Zeit ein paar Cold IPAs gerettet.

Speaker: Ich kann mich erinnern, Buddelship hat uns ein paar geschickt, die auch alle, also ich freue mich, dass der Stil doch nicht in Vergessenheit geraten ist, weil er doch einfach sehr, sehr trinkbar und sehr schön ist und trotzdem fruchtig.

Speaker: Also er verbindet irgendwie so eine Schöne Elemente aus verschiedenen Stilen in einer sehr eleganten Art und Weise, finde ich.

Speaker: Also

Speaker: Der macht Freude für den kommenden Sommer.

Speaker: Was passiert denn jetzt als nächstes, Christian, nach dem Gewinn?

Speaker: Für den Gewinner, für dich mit Meisel.

Speaker: Mit Meisel habe ich am 21.05. mein erstes Online-Meeting, wo es um den Namen und um das Logo geht.

Speaker: Das ist jetzt der nächste Schritt, der jetzt kommt.

Speaker: Spannend.

Speaker: Und die Deckelfarbe ist ganz wichtig.

Speaker: Ich bin ein großer Meisel-and-Friends-Fan und die haben ja immer einen anderen farbigen Deckel.

Speaker: Also da hoffe ich ja, dass jeder was Neues rausknallt.

Speaker: Ich weiß gar nicht, es gibt ja glaube ich schon alle Farben, aber irgendwas wird da sicher dabei sein.

Speaker: Welche Farbe hatte er?

Speaker: Grün, Grün gab es schon, ich glaube es gab schon mehrere Grüntöne.

Speaker: Deiner hat ja grün hier deinen Deckel.

Speaker: Ich weiß nicht, ob du alle immer die gleichen Deckel hast.

Speaker: Ich wechsle immer von Sorte zu Sorte, dass ich eigentlich schon von Weitem im Kühlschrank den Überblick habe, was habe ich noch für Bier da und was ist weg.

Speaker: Vielleicht kann man das Grün ja irgendwie übernehmen.

Speaker: Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt.

Speaker: Mein Favorit ist Violett.

Speaker: Violett?

Speaker: Wiederhobstureiter.

Speaker: Ah ja, okay.

Speaker: Mein Lieblingsbier von Meise & Friends.

Speaker: Auch gut.

Speaker: Ja, sehr kleines Bier.

Speaker: Die große Anlage.

Speaker: Wir haben vor vier Wochen, glaube ich, Hoppa Cabana zu Gast gehabt.

Speaker: Die sind ja auch aus dem Hobbybrauerverbund gestartet und machen jetzt Lohnbrauen.

Speaker: Und die haben gesagt, das ist gar nicht so einfach.

Speaker: Also das ist nicht wirklich eins zu eins übersetzen.

Speaker: Von dem Rezept einfach nur hochskalieren, damit man auf die Liter kommt.

Speaker: Das funktioniert einfach nicht.

Speaker: Kriegt man da als Hobbybrauer dann Hilfe von Meisel oder seid ihr noch gar nicht so weit in dem Prozess, dass du sagst, ich habe da überhaupt eine Ahnung, was da passiert?

Speaker: Also jetzt um das Brauen geht es überhaupt noch nicht.

Speaker: Das wird laut Micha erst Mitte August, Ende August spannend werden.

Speaker: Wenn ein Termin festgelegt wird, wann brauen wir das ein?

Speaker: Und wo es dann auch für den Braumeister, den Markus bei Meisel ernst wird, er hat ja die Aufgabe, das hoch zu skalieren.

Speaker: Ich meine, ich gebe das Rezept hin, das ist es, macht ihr was draus.

Speaker: Ich habe damit quasi gar nichts zu tun, was denke ich auch besser so ist.

Speaker: Weil wie du sagtest, man kann ja nicht einfach hier ein Rezept mal x und schon hast du das.

Speaker: Genau.

Speaker: Die Leute kennen ihre Anlage, die machen hopfenbetonte Biere, die wissen, denke ich, was sie tun.

Speaker: Ich habe da vollstes Vertrauen.

Speaker: Ja, aber es ist natürlich für dich bestimmt als Hobbybrauer dann auch spannend zu sehen, wie hat er das mengemäßig übersetzt in dieser Anlage.

Speaker: Also ich glaube, das ist...

Speaker: Als Nerd mag man das dann schon ganz gerne wissen, was ist da passiert.

Speaker: Darf man beim Brautag dann dabei sein?

Speaker: Ja, man darf dabei sein.

Speaker: Ich denke, man ist ja auch schon einen Tag vorher da, da wird ja denke ich mal noch ein kleines Meeting stattfinden, wo man dann Fragen stellen kann oder während des Prozesses man Fragen stellen kann.

Speaker: Also ich habe da von den Leuten, die das schon gemacht haben, ein Positives gehört.

Speaker: Das wird ein richtig geiler Tag.

Speaker: Ich bin auch dezent neidisch.

Speaker: Gerrit war ja letztens bei Orca zum Brautag.

Speaker: Ich war auch schon mal bei so Brautagen dabei.

Speaker: Das ist immer gut.

Speaker: Im letzten Sommer war ich ja beim Brautag vom Hopfenreiter dabei.

Speaker: Ich habe mir das mal angeschaut.

Speaker: Und das war natürlich auch phänomenal.

Speaker: Ich habe mir wirklich nur zugeschaut.

Speaker: Und ich liebe ja das Ganze, die ganze Anlage da.

Speaker: Meiser & Friends und die Erlebniswelt.

Speaker: Und das ist schon wirklich...

Speaker: mega, ne, und auch die Personen auch vor Ort, alle so nett und freundlich und sympathisch, also da ist man wirklich gut aufgehoben, ne, und, ähm, ich wünsche dir einfach ganz, ganz viel Spaß da auf deiner Reise, was dich da, ähm, so erwartet und genießt das in vollen Zügen und, ähm,

Speaker: Ja, einfach geil.

Speaker: Und ich freue mich schon auf das Endprodukt natürlich, was dann am Ende da rauskommt.

Speaker: Ich mich auch.

Speaker: Also Ende August sowas, Anfang September wird wahrscheinlich eingebraut.

Speaker: Nein, da geht die Planung los.

Speaker: Eingebraut wird erst im Dezember, wurde gesagt.

Speaker: Das wird das erste Limited bei Meisels für nächstes Jahr.

Speaker: Ah ja, cool.

Speaker: Gerrit, wir müssen uns doch ganz schön lange gedulden.

Speaker: Ja, das kriegen wir hin.

Speaker: Wir haben ja noch ein paar Biere im Kühlschrank.

Speaker: Aber Abo-Biere im Kühlschrank, Christian.

Speaker: Kommen wir nochmal zurück zu deinem Kühlschrank.

Speaker: Du sagst, du hast immer vier Keks da.

Speaker: Was hast du denn aktuell gerade bei dir rumstehen?

Speaker: Aktuell sind nur drei belegt, da ich gerade ganz schön viele Anfragen habe von vielen Leuten wegen Biertausch und alles sowas.

Speaker: Deswegen bin ich relativ zu recht momentan.

Speaker: In einem Kick ist das Morbier, dann in den anderen ist das Naipa und in dem dritten ist ein helles mit etwas Rauchmalz.

Speaker: Zwei Prozent habe ich mal reingegeben.

Speaker: Einfach um dem Helden noch ein bisschen mehr Charakter zu geben, dass es nicht so langweilig wird.

Speaker: Dann bist du beim Alex ja in der richtigen Adresse mit dem Helden.

Speaker: Da hast du gerade gesagt, dass Helles langweilig ist.

Speaker: Sein es nicht.

Speaker: Er hätte doch ein bisschen für Twist gesorgt.

Speaker: Ja, aber generell ist doch Helles ein wunderbarer Bierstil, den man einfach... Finde ich auch, ja.

Speaker: Nur ich wollte noch einen anderen Twist reinbringen.

Speaker: Du musst den Christian-Tille-Twist reinbringen und das ist einfach deine persönliche Note und hey, ich meine, das Helle vom Schlenkerler schmeckt auch nicht wie ein Augustiner.

Speaker: Genau.

Speaker: Daher habe ich auch die Idee, das Schlenkerler-Helle hat

Speaker: mich sehr gut abgeholt und das fand ich richtig toll.

Speaker: Deswegen habe ich auch gedacht, machst du mal eine Handvoll Rauchmalz mit rein, mal gucken, was bei rauskommt.

Speaker: Bei denen finde ich ja tatsächlich spannend, bei Schlenkerlern, dass ihre Behauptung ja immer noch ist, dass das Ganze nur durch die Hefe kommt, die sie ja vom Rauchmalz propagieren oder vom Rauchbier propagieren, vom Märzen und so weiter und dann in das Helle pitchen.

Speaker: Also da bin ich, das finde ich immer noch sehr

Speaker: Eine sehr steile These, dass da so viel Rauch durch die Hefe reinkommen könnte.

Speaker: Was denkst du dazu?

Speaker: Also ich kann es mir schon ganz gut vorstellen, weil wenn sie ihren Märzen brauen, das ist ja wirklich sehr, sehr rauchig.

Speaker: Und die werden ja die Erntehefe dann benutzen und für das Helle nehmen.

Speaker: Ich kann es mir schon vorstellen, weil so stark rauchig ist das Helle ja nicht.

Speaker: Nee, aber es schmeckt so, weiß ich nicht, nach einem 1% Rauchmalz.

Speaker: Das reicht ja schon aus, ja.

Speaker: Aber würde das nur die Hefe machen?

Speaker: Also, wundert mich als Laie vielleicht.

Speaker: Also, ich kann es mir vorstellen, wie gesagt, weil ich rieche auch in meinen Fermente immer rein und obwohl ich das ordentlich reinige, wenn ich den noch ein, zwei Tage auf ihn stehen lasse, riecht man halt noch trotzdem, was da drin ist.

Speaker: Gerade irgendwelche Fruchtnoten oder das Morbier, diese kräuterigen Noten von dem Morbier, hat man immer noch ganz gut gerochen.

Speaker: Okay.

Speaker: Was würdest du denn als deinen Lieblingsbierstil beschreiben?

Speaker: Ui, Lieblingsbierstil, gute Frage.

Speaker: Eigentlich... Also zum Trinken.

Speaker: Irgendwas lagermäßig Fränkisches, würde ich sagen.

Speaker: Aber das geht irgendwie immer.

Speaker: Das kannst du nach dem Feierabend trinken, das kannst du beim Spazieren trinken.

Speaker: Du kannst auch nachts aufwachen, kannst du das reinkippen.

Speaker: Das funktioniert ganz gut.

Speaker: Ja, wie ich vorhin.

Speaker: Ich habe vorhin...

Speaker: Von Konrad Graser, das ist jetzt gerade aus Bamberg.

Speaker: Ein Braunbier hatte ich zu Beginn.

Speaker: Hast du da schon Begründungspunkte mit dem Stil?

Speaker: Mal so ganz nebenbei.

Speaker: Braunbier noch nicht, nein.

Speaker: Ja, das ist auch ein interessantes Bier, definitiv.

Speaker: Schmeckt sehr interessant.

Speaker: Ja, hat man gar nicht so häufig, ne?

Speaker: Brown Ale, ich glaube, das Braunbier war tatsächlich auch untergärig.

Speaker: Das ist eigentlich dann ja natürlich kein Ale, dementsprechend auch ein sehr interessanter Bierstil.

Speaker: Was trinkst du denn eigentlich, Christian?

Speaker: Ich sehe das die ganze Zeit, das sieht fast nach dem Porter aus.

Speaker: Ich habe das Luther Porter, ja.

Speaker: Und falls das irgendwann mal leer ist, habe ich noch das Leupser Dunkel.

Speaker: Ah, super.

Speaker: Das habe ich mir aus Bayreuth mitgebracht bei Getränkekeil.

Speaker: Wenn wir schon mal immer in Bayreuth sind und mit dem Auto unterwegs sind, dann wird da angehalten und fünf, sechs Kästen mitgenommen.

Speaker: Ja, die habe ich eine gute Auswahl, ja.

Speaker: Ich kann auch tatsächlich den Besuch der Brauerei Gradl in Leups absolut stark empfehlen.

Speaker: Das liegt so auf dem Weg zu meinen Schwiegereltern, knapp auf halber Strecke.

Speaker: Und bevor man auf den Rastplatz fährt, kann man auch drei Minuten weiter mit dem Auto fahren und ist dort mitten im Nirgendwo in Läups und sitzt dort einfach wunderbar und trinkt einfach dieses Läupser Dunkel, frisch vom Fass, quatscht mit den Brauern, isst wahnsinnig gute fränkische Bratwürste und Sauerkraut.

Speaker: Also das ist für mich...

Speaker: absoluter Ort, wo ich gerne hinfahre und da kommt auch immer so eine Kiste mit.

Speaker: Wenn man vor Ort eine Kiste kauft, muss man übrigens deutlich mehr Pfand bezahlen, als im Getränkemarkt, weil die die einfach wiedersehen wollen.

Speaker: Finde ich aber auch fair.

Speaker: Christian, das nächste Mal, wenn du in Bayreuth bist, das ist, ich würde mal sagen, so 20 Minuten Autofahrt, lohnt sich aber allein schon wegen des Biers vom Fass und Essen.

Speaker: Ja, ich glaube, in der Umgebung hast du alle fünf Kilometer etwas, wo es sich lohnt, anzuhalten und was zu trinken und zu essen.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Aber um die Sache rund zu machen, was ist denn so dein Bierstil, den du gar nicht magst?

Speaker: Oder beziehungsweise, gar nicht mögen ist ja immer so eine Sache, aber womit fängst du nicht so viel an?

Speaker: Worauf könntest du verzichten?

Speaker: Hm.

Speaker: Eigentlich mag ich fast alle Bierstile, weil alle einfach ihren speziellen Charakter haben und irgendwie will ich auch gar keinen vermissen.

Speaker: Aber wenn es jetzt etwas gäbe, wo ich eher sage, okay, das muss nicht unbedingt sein, dann geht es so Richtung Sauerbier.

Speaker: Da muss ich einfach Bock zu haben, um das zu trinken und das Wetter muss auch passen.

Speaker: Ja, spannend.

Speaker: Obwohl ich echt spannend finde, was zum Beispiel die Sauerbiere mit Praternomyces für Aromen reingezaubert bekommen.

Speaker: Es gibt ja auch einige Hobbybrauer, die sich darauf spezialisiert haben und was die mal abliefern und dafür Biere zeigen, das ist einfach der Wahnsinn.

Speaker: Da sagen sie auch, okay, da kann ich jetzt auch den ganzen Abend mal sowas trinken.

Speaker: Da kriege ich dann zwar schnell Sodbrennen, aber gut...

Speaker: Es schmeckt trotzdem super.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Da gibt es auch hier im Norden, Heinz, der da wahnsinnig tolle Biere braut im Hobbybrauer-Maßstab.

Speaker: Wobei nicht mehr ganz Hobbybrauer-mäßig.

Speaker: Auch wilde Biere.

Speaker: Der ist da jetzt, glaube ich, auch Teilhaber von der kleinen Brauerei oder kann da ein bisschen größeren Maßstab brauen.

Speaker: Hast du denn irgendwie mal vor, irgendwas...

Speaker: ein zweites Standbein neben deinem Beruf da mit dem Bier aufzubauen?

Speaker: Nein, das ist nicht geplant.

Speaker: Das ist aber wirklich Hobby bleiben.

Speaker: Weil ich habe einfach dann auch die Angst, da muss man das ja machen, um Geld zu verdienen.

Speaker: Man kann nicht mehr sagen, okay, ich plane jetzt für dieses Wochenende einen Brautag einzulegen und dann kommt doch irgendwas dazwischen.

Speaker: Dann kann ich beruhigt sagen, okay, schiebe ich das halt ein Wochenende weiter, meinen Brautag.

Speaker: Ja.

Speaker: Das geht dann halt nicht, wenn du damit Geld verdienen musst und dann musst du ja immer braun.

Speaker: Und das nicht nur einmal im Monat, wie es jetzt in der Regel ist, sondern viel, viel häufiger.

Speaker: Ja, ich verstehe das.

Speaker: Das ist einfach so ein Druck dann auf den Schultern und der Geldaspekt spielt dann auch eine größere Rolle, wo wir vorhin drüber gesprochen haben, dass man dann auch irgendwie das wieder refinanzieren muss.

Speaker: Und so sagst du einfach, ich habe jetzt Bock auf ein Naipa oder ein Cold IPA mit viel Hopfen, das kostet mehr, aber ich habe da Bock drauf und dann mache ich das.

Speaker: Oder du machst halt einfach ein klassisches Pils.

Speaker: Genau und allein schon wenn ihr halt jetzt sagt, es schmeckt mir riesig, das Bier, was du hier abgeliefert hast, das ist doch schon wert.

Speaker: Ja.

Speaker: Das ist mir auch egal, ob das jetzt 50 Euro kostet oder 20 Euro Sud ist.

Speaker: Das ist wie gesagt einfach Hobby.

Speaker: Da achte ich eben auch nicht auf das Geld, was ich da am Ende im Warenkörper, das wird bezahlt und dann ist gut.

Speaker: Ja.

Speaker: Okay, ich denke, so langsam kommen wir Richtung Abschluss.

Speaker: Wir haben immer zwei Fragen zum Abschluss, die wir unseren Gast dann immer stellen.

Speaker: Und ich würde ganz gerne an die Frage anknüpfen, was sollte aus deiner Sicht jeder Biertrinker mindestens einmal probiert haben und warum?

Speaker: Kann man sagen... Mein Code IPA.

Speaker: Genau, kann man sagen.

Speaker: Mein Code IPA.

Speaker: Ansonsten, ja, was musst du dir nochmal probiert haben?

Speaker: Ich finde auf jeden Fall die fränkische Bierkultur.

Speaker: Die Biere sind einfach hammermäßig.

Speaker: Die Dichte, die es dort gibt und du kannst da kaum was verkehrt machen.

Speaker: Da gehe ich auch voll und ganz persönlich mit, glaube ich.

Speaker: Gerrit, du bist da auch...

Speaker: Definitiv dabei.

Speaker: Fränkische Nagerbiere da.

Speaker: Da bin ich ganz vorne mit dabei.

Speaker: Ich war ja letzte Woche auch in Nürnberg.

Speaker: Und da ist ja auch einfach an jeder Ecke gibt es auch Verschiedenes.

Speaker: Und ich, ach, daran kann man sich einfach dumm und dämlich trinken.

Speaker: Es ist einfach so lecker.

Speaker: Ja, eben.

Speaker: Das ist richtig.

Speaker: Ich hatte noch eine Frage, eine Abschlussfrage.

Speaker: Wenn ich stelle normalerweise immer eine Frage zu...

Speaker: Plakat und Werbung, die passt überhaupt nicht zu dir.

Speaker: Deswegen habe ich die Frage umgemodelt.

Speaker: Welches Gadget aus deinem aktuellen Braus-Setup hättest du jetzt betrachtet gerne am Anfang schon gehabt?

Speaker: Das ist also eine richtige Nerd-Frage.

Speaker: Da ja Fermentation ganz, ganz wichtig ist, damit die vernünftig gesteuert wird, ist es natürlich dann der Drucktank, den ich habe, um zu fermentieren.

Speaker: Das ist natürlich auch das Teuerste, was man sich anschaffen kann.

Speaker: Ja, aber das holst du ja vermutlich nicht direkt am Anfang.

Speaker: Die Frage ist natürlich auch, hättest du am Anfang den schon richtig eingesetzt?

Speaker: Das kommt noch dazu, ja.

Speaker: Das ist ja auch irgendwie so, man wird ja immer spezieller mit seinem Setup, je weiter man sich auch weiterentwickelt in dem Wissensstand und in den Fähigkeiten.

Speaker: Von daher, das wächst ja mit einem, aber

Speaker: Klar, da wäre dein Pilz vielleicht auch ganz ordentlich geworden.

Speaker: Aber wärst du dann so ein glücklicher Brauer geworden, wie du heute bist?

Speaker: Vielleicht auch das nicht.

Speaker: Richtig.

Speaker: Hätte man viel weniger gefragt und sich schlau gemacht, wenn alles gleich super funktioniert hätte.

Speaker: Ja, aber ich mag das.

Speaker: Dass man in der Hobbybrauerszene einfach offen und ehrlich fragt und auch mal Fehler irgendwie darauf hingewiesen wird in einem freundlichen und höflichen Ton.

Speaker: Also, das ist eine positive Art und Weise.

Speaker: Ich kann verstehen, warum man gerne Hobbybrauer ist.

Speaker: Ja, ihr müsst mal auf irgendwelche Hobbybrauertreffen kommen.

Speaker: Es gibt mittlerweile so viele.

Speaker: Ich denke mir, ihr werdet auch begeistert sein von den ganzen verschiedenen Bieren, die es dort gibt.

Speaker: Wo bist du denn jetzt?

Speaker: Ich bin erst wieder dabei in Stralsund bei Störtebäcker.

Speaker: Ah ja, wann ist das?

Speaker: Das ist das 1.

Speaker: September-Wochenende.

Speaker: Ah ja, cool, okay.

Speaker: Okay, Christian.

Speaker: Am Ende geben wir der Folge immer gern einen Titel.

Speaker: Ich würde jetzt einfach mal in den Raum werfen, Cold IPA auf die 1.

Speaker: Das wird, glaube ich, vielleicht ganz gut zu dieser Folge passen.

Speaker: Ansonsten, wenn ihr nichts dagegen habt, würden wir die Folge so nennen.

Speaker: Und der Instagram-User Dennis-2610 sagt, du sollst beim nächsten Mal bitte auch anderen eine Chance lassen.

Speaker: Wird aber schwierig, wenn man so ein grandioses Code IPA vor sich hat und es ist wirklich richtig gut.

Speaker: Ja, wirklich.

Speaker: Also einfach nur danke, dass du dir die Zeit genommen hast, heute dabei zu sein.

Speaker: Wir haben heute Montag, die Folge kommt am Donnerstag.

Speaker: Wir wünschen dir wirklich ganz, ganz viel Spaß auf dem, was jetzt noch dann passiert.

Speaker: Genieß es.

Speaker: Gib zwischendurch gerne mal eine Wasserstandsmeldung, wie es dir so gefällt.

Speaker: Und wer weiß, vielleicht kommst du ja dann noch mal kurz mit deinem Endsud von Meiser & Friends dann vielleicht noch mal auf ein schnelles Bierchen hier bei uns in einer der nächsten Folgen, dann im nächsten Jahr.

Speaker: Genau.

Speaker: Sehr gerne, freilich.

Speaker: Und gut Sud sagt man, glaube ich, im Hobbybrauertum, oder?

Speaker: Genau.

Speaker: Perfekt.

Speaker: In diesem Sinne gut Sud, Christian, und bis bald.

Speaker: Danke euch auch.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Ciao.

Speaker: Ciao.

Speaker

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