Transcript
Speaker: Herzlich willkommen zum Webwise Recruiting Talk.
Speaker: Alles eine Frage der Einstellung.
Speaker: Echtes Recruiting-Wissen, echte Erfahrungen, echte Erfolgsrezepte.
Speaker: Aus der Personalabteilung, direkt in dein Ohr.
Speaker: Hi und herzlich willkommen zum Workwise Recruiting Talk.
Speaker: Heute gibt es hier gleich zweimal Lisa von Workwise zu hören, denn heute mit dabei ist Lisa, unsere Leiterin des Product Teams.
Speaker: Und ja, bevor wir so richtig einsteigen ins Thema und heute nochmal über Wander sprechen wollen, magst du dich unseren Hörern und Hörerinnen einmal kurz selbst vorstellen und ein paar Worte zu dir und zu deinen Aufgaben sagen?
Speaker: Ja, sehr gerne.
Speaker: Schön, dass ich da bin.
Speaker: Ich bin jetzt sieben Jahre bei Workwise.
Speaker: Ich habe tatsächlich im Account Management gestartet und habe dann diverse Stationen bei uns intern gemacht.
Speaker: Also habe irgendwie gefühlt jede Perspektive einmal gesehen, die man von so einer Recruiting-Plattform aus auf das Thema Recruiting haben kann.
Speaker: Also von direkten Kundenbetreuung über Marketing und jetzt schlussendlich beim Produkt angekommen.
Speaker: Davor quasi die rechte Hand von unserem Gründer, bevor der sich jetzt erstmal quasi in den frühen Ruhestand verabschiedet hat.
Speaker: Genau, und habe jetzt das Team übernommen.
Speaker: Und seit Mitte letzten Jahres sind wir dann auch jetzt in Arbeit gewesen, Wanda umzusetzen.
Speaker: Beziehungsweise da hieß sie halt noch nicht Wanda, sondern wir wussten nur, dass wir irgendwie so eine Art End-to-End-Recruiter-Experience für unsere Kunden schaffen wollten.
Speaker: Und Wanda ist dann im Laufe der Monate gekommen.
Speaker: der Name dafür geworden und wir sind jetzt ganz stolz, dass es soweit ist und wir den Release wagen konnten.
Speaker: Ja, sehr, sehr cool auf jeden Fall.
Speaker: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, heute hier zu sein und mit mir nochmal näher über Wander zu sprechen.
Speaker: Ich habe gerade schon gesagt, in der letzten Folge mit Tilman ging es auch schon um Wanda, aber für alle, die die Folge vielleicht noch nicht gehört haben oder Wanda noch nicht in Action erlebt haben, was genau ist Wanda, wie kann man sich das vorstellen und was kann sie so?
Speaker: Wanda ist unsere KI-Recruiting-Assistenz auf der Plattform.
Speaker: Das klingt jetzt erstmal sehr Marketing-lastig, diese Beschreibung.
Speaker: Die Idee ist, auf unserer Plattform konnte man eigentlich eh schon alle Recruiting-Prozesse digital abbilden.
Speaker: von der Karriereseite, die man bei uns stellen kann, dann alles, was die Schritte dazwischen sind, also Stellenbeschreibung überhaupt veröffentlichen, dann Kandidaten kommen rein, man bearbeitet die, man lädt die zu Terminen ein bis zur Einstellung und so weiter.
Speaker: Das heißt, es war diese Digitalisierung des Recruiting, die wir die letzten Jahre auch mitgemacht haben.
Speaker: Und jetzt ist der nächste Schritt mit den ganzen neuen Möglichkeiten, die uns die LLMs jetzt bieten, nachdem die große Überarbeitung und der große Release von denen stattgefunden hat, haben wir gesagt, okay, jetzt haben wir die Möglichkeit, ganz viele von den Prozessen, die wir jetzt digitalisiert haben, auch zu automatisieren, weil LLMs einfach mehr können als
Speaker: sehr regelbasierte Möglichkeiten.
Speaker: Und deswegen haben wir gesagt, gut, die KI soll jetzt da greifen, wo sie wirklich Arbeit abnehmen kann für unsere Recruiter, die mit der Plattform arbeiten.
Speaker: Und Wanda ist jetzt mal der Anfang.
Speaker: Wir haben gesagt, Wanda ist es, damit das irgendwie verständlich ist, dass da irgendeine Instanz was für einen tut.
Speaker: Und da wird jetzt noch die verschiedenen Fähigkeiten noch weiter bekommen, auch in den nächsten Monaten.
Speaker: Jetzt für den Start kann sie einmal
Speaker: kannst du sie direkt ansprechen im Chat.
Speaker: Das heißt, alle Fragen, die du zum Recruiting hast generell, also wie schreibe ich eine gute Anzeige, wie kann ich jemanden nett absagen oder AGG-konform absagen und so weiter.
Speaker: Oder auch zu der Workquest-Plattform selbst, also wie kann ich jemanden über die Plattform ablehnen und so weiter.
Speaker: Das kannst du da alles fragen.
Speaker: Man muss nicht darauf warten, dass einer unserer Recruiting-Consultants gerade frei ist.
Speaker: Und in den Recruiting-Prozessen selbst kann sie aktuell schon unterstützen, indem sie einmal die Bewerbung sichtet und bei sehr guten Profilen, also gerade wo gute Passung ist, kann sie dir die hervorheben und sie erklärt dir auch, warum die jetzt besonders gut passen.
Speaker: Und bei Kandidaten, wo es dafür eben nicht gereicht hat, schaut sie drüber und sagt, okay, hier gibt es ein paar Diskrepanzen, hier sind eben Unklarheiten, das sind Sachen, die ich noch mit dem...
Speaker: Kandidaten oder der Kandidatin klären würde und schreibt die entsprechende Vorabfragen, die man dann entweder direkt im Chatbauen stellen kann oder aber auch im Gespräch, wenn man das lieber telefonisch klärt.
Speaker: Ja, sehr cool.
Speaker: Jetzt ist Wanda auf jeden Fall schon mal da.
Speaker: Wir nehmen hier gerade ungefähr eine Woche nach dem Release auf.
Speaker: Wie lief es denn?
Speaker: Hat alles so geklappt, wie ihr euch das vorgestellt habt?
Speaker: Es ist alles überraschend smooth gelaufen.
Speaker: Ich glaube, ganz am Anfang hatten wir irgendwie einen kleinen Bug, dass Wanda den einen oder anderen mit dem falschen Namen angesprochen hat.
Speaker: So ein Klassiker irgendwie.
Speaker: Man prüft es 10.000 Mal an einem Tag selbst aus irgendeinem Grund, macht sie die Wähler aber nicht.
Speaker: Das konnten wir ganz schnell auch schon beheben.
Speaker: Ansonsten lief es wirklich super smooth.
Speaker: Wir hatten direkt viele Unternehmen, die es auch angeschaltet haben, global für ihre Stellen.
Speaker: Also gesagt haben, ich möchte es bei allen eingeschaltet haben und auch für alle, die zukünftig ich online nehmen werde hier.
Speaker: Und aktuell sind wir eben in der Phase, wo wir uns alles nochmal auch anschauen, was sie denn so produziert an Weddingfragen und Empfehlungstexten und so weiter, um sicherzustellen, dass wir irgendwie auch nichts übersehen haben vorab, weil natürlich gibt es nun endlich eine
Speaker: Masse an Kombinationen von Kandidatendaten und Stellenanzeigen, Informationen.
Speaker: Das heißt, wir konnten jetzt nicht alles absehen.
Speaker: Das ist aber auch der Vorteil von KI-Features.
Speaker: Aber damit wir nichts irgendwie superkritisches noch übersehen haben, deswegen checken wir jetzt gerade nochmal alles, was reinkommt, aber sind bisher super zufrieden.
Speaker: Habt ihr auch schon erstes Feedback von den NutzerInnen bekommen, wie Wanda sich so im Alltag schlägt?
Speaker: Wir haben gestern tatsächlich in einem Meeting, das wir immer mit den operativen Führungskräften haben, auch drüber gesprochen.
Speaker: Da hat Simon, unser Head of Customer Success and Support, erzählt, dass er
Speaker: ein bisschen gemischt Reaktionen gab, nicht weil man es grundsätzlich schlecht findet, aber weil die Leute einfach unterschiedlich weit sind, wie sehr sie sich auf KI-Features einlassen.
Speaker: Also die einen waren total happy und haben sich gefreut, dass sie jetzt weitere Unterstützung bekommen und dass sie was einschalten können.
Speaker: Und andere waren vielleicht noch ein bisschen zögerlicher und müssen es noch eine Weile auf sich wirken lassen.
Speaker: Vielleicht auch noch mit ihrem Recruiting Consultant drüber sprechen, was da konkret passiert.
Speaker: Aber grundsätzlich erst mal sehr, sehr positive Resonanz gehabt.
Speaker: Okay, das ist doch schon mal schön.
Speaker: Ja, KI liegt auf jeden Fall im Trend, ist jetzt auch, ich glaube, zum dritten Mal in Folge in unseren Recruiting-Trends, da haben wir auch einen Artikel zu, jedes Jahr neu, auf jeden Fall ganz vorne mit dabei.
Speaker: Und ich frage mich so ein bisschen, ob es daran liegt, dass KI allgemein ein großes Thema ist, auch in der Arbeitswelt ein großes Thema ist oder...
Speaker: ob sich der HR-Recruiting-Bereich nochmal besonders dafür eignet oder besonders davon profitieren kann.
Speaker: Was ist da so deine Einschätzung?
Speaker: Verhält sich da die HR-Branche nochmal ein bisschen anders als die Arbeitswelt allgemein?
Speaker: Ich glaube, anders auf jeden Fall.
Speaker: Nicht unbedingt im, ich will es nicht falsch sagen, aber nicht unbedingt im positiven Sinne.
Speaker: Ich glaube, weil es eben um Recruiting geht und um sehr wichtige Entscheidungen für Menschen, wenn sie sich bewerben,
Speaker: gibt es da einfach diverse Sachen, auf die man ganz genau schauen muss.
Speaker: Das heißt, ich glaube, genauso wie bei allen anderen Prozessen, die man sich vorstellen kann, ist die Liste an Möglichkeiten extrem lang und die gibt es auch im Recruiting und im HR, wo KI unterstützen kann.
Speaker: Ich glaube, da sieht man auch, es gibt eine Reihe an Startups, die genau dort angreifen, dass die Schwierigkeit, sagen wir mal, im Recruiting ist eben, das zu
Speaker: man genau aufpassen muss, dass man irgendwie keine automatisierten Entscheidungen treffen lässt von der KI, weil die Menschen einfach natürlich noch verbeurteilt werden müssen und man kann nicht bei jeder Entscheidung drüber gucken.
Speaker: Das heißt, es geht immer darum zu schauen bei den KI-Features, dass wir da halt wirklich sicher fahren und das sieht man auch im
Speaker: Im AI Act, der aufgesetzt wurde, haben wir uns, ich und Tilman, uns auch sehr intensiv angeschaut.
Speaker: Also wochenlang haben wir den gewälzt und diskutiert und besprochen, was man machen kann und soll und wie man Risiken vorbeugen kann und so weiter.
Speaker: Und da ist auch konkret gerade das Thema Recruiting auch aufgegriffen, weil eben die EU auch anerkannt hat, dass es halt ein besonders
Speaker: kritisches Thema ist.
Speaker: Die sagen auch nicht, man darf es nicht nutzen, aber man muss auf jeden Fall aufpassen, dass man es mit Bedacht tut.
Speaker: Und deswegen glaube ich, ist es da nochmal ein besonderes Thema, wenn auch nicht in der Form, dass da irgendwie mehr Möglichkeiten sind als woanders.
Speaker: Ich glaube, da gibt es ähnlich wie bei anderen Prozessen, aber eben mit ein bisschen mehr Obacht an der Front.
Speaker: Okay, ja, gute Überleitung vielleicht auch direkt zu meiner nächsten Frage, denn wir haben schon drüber gesprochen und ich glaube, auf LinkedIn hast du auch in einem Post schon geschrieben, dass wir auf jeden Fall vermeiden wollten, dass unser KI-Feature, unser Tool irgendwie gimmicky wird.
Speaker: Und ich denke mal, Sicherheit ist auf jeden Fall ein Aspekt, der da mit rein zählt, aber
Speaker: Was heißt das für dich konkret?
Speaker: So wann ist ein KI-Tool ein Gimmick und wann ist es wirklich hilfreich?
Speaker: Was sind da so deine Kriterien für?
Speaker: Ich glaube, die ist schon in der Frage drin.
Speaker: Also es ist dann kein Gimmick, wenn es wirklich hilfreich ist.
Speaker: Und ich glaube, danach muss man sich richten, wenn ein Feature mit KI gelabelt ist und ein Nutzer setzt sich damit auseinander, nutzt es vielleicht zum ersten Mal und merkt irgendwie, sobald man
Speaker: ein bisschen abweicht vom Standardweg, dann funktioniert nichts mehr oder man kriegt nur noch blödsinn Antworten vom Chatbot oder auf einmal schreibt sie ganz komische Fragen da rein, zum Beispiel in unseren Fällen, das wäre jetzt so gewesen, wir pushen irgendwas auf den Nutzern, damit wir sagen können, wir haben KI-Features und ich glaube, das sieht man dann an vielen Stellen auch, dass halt Features in den letzten Monaten, Jahren auf den Markt gekommen sind, bei verschiedenen Tools und deswegen glaube ich, gibt es auch genau so eine gewisse
Speaker: Zurückhaltung bei vielen Nutzern, weil sie halt ein, zwei, drei Chancen gegeben haben bei solchen Tools und dann halt gemerkt haben, okay, die sind überhaupt nicht zu Ende gedacht.
Speaker: Da hat jemand mit der heißen Nadel gestrickt und vieles stimmt irgendwie gar nicht oder macht keinen Sinn.
Speaker: Und dann wurden die vielleicht trotzdem als Support-Bots vorne dran geschaltet und der Nutzer, für den ist es eigentlich nur schlechter geworden, weil er kriegt da keine ordentliche Aussage und zu einem Mitarbeiter ist es noch schwieriger geworden, durchgestellt zu werden.
Speaker: Und ich glaube, genau da ist es dann, wenn es eigentlich mehr
Speaker: stört, als es hilft, dann ist es auf jeden Fall ein Gimmick.
Speaker: Ab da, wo der Nutzer wirklich sagt, okay, jetzt bin ich schneller an mein Ergebnis gekommen, ab da ist es wirklich ein hilfreiches Feature.
Speaker: Jetzt ist Wanda ja ein Roboter, ein sehr niedlicher Roboter für alle, die sie vielleicht noch nicht gesehen haben.
Speaker: Und ja, sie heißt Wanda, sie hat offensichtlich einen Namen und man kann auch mit ihr persönlich chatten.
Speaker: Warum habt ihr euch dazu entschieden, das Feature, das Tool zu personifizieren?
Speaker: Also warum ist Wanda Wanda?
Speaker: Ja, das ist eine gute Frage.
Speaker: Wir haben da auch lange drüber nachgedacht.
Speaker: Wir haben ja auch über die letzten Jahre diverse Features released und nicht entschieden, dass es irgendwie unter einem Namen laufen muss.
Speaker: Wir hatten einmal das Gefühl, dass es für den Nutzer sehr ersichtlich sein muss, wo KI im Spiel ist und wo nicht.
Speaker: Das machen wir einmal über Farben.
Speaker: Jeder, der sich einloggt oder auf die Website guckt und jemand da anschaut, der merkt, das sind auch irgendwie besondere Farben gegenüber unserer normalen Brand.
Speaker: Also ein Gradient ist, glaube ich, der Klassiker geworden bei KI-Features, um zu sagen, ah, hier ist übrigens AI im Spiel.
Speaker: Aber die Idee zu haben, da ist jemand oder eine Instanz, die dich unterstützt, wie es eine Assistenz, wenn du angenommen, du hast einen Werkstudenten eingestellt und eine Werkstudentin eingestellt, die dir unter die Arme greift, die dir Bewerbung vorsichtigt und sagt, die musst du dir auf jeden Fall anschauen oder die dir irgendwie schon mal schreibt, hier sind ein paar Unklarheiten.
Speaker: Und da würde man auch immer zu einer Person referenzieren.
Speaker: Und die Idee ist eben, dass je mehr sie dann auch kann über die nächsten Monate, hoffentlich jetzt schon, aber dann auch umso mehr später,
Speaker: dass für den Nutzer das im Grunde sich anfühlt wie eine weitere Kollegin, die sie haben, die ihnen eben da, wo sie danach fragen, also da, wo sie die Features einschalten, unter die Arme greift, im Recruiting besser zu werden.
Speaker: Und unser Eindruck war einfach, dass das einfacher nachvollziehbar, also transparenter und zugreifen ist, wenn wir dem ganzen Namen und ein Gesicht geben, als wenn das jetzt einfach verstreute Features sind.
Speaker: War das euch quasi von Anfang an klar?
Speaker: War das so das erste Bild von Wanda, was ihr auch im Kopf hattet oder hat sich das nochmal verändert über die Arbeit daran?
Speaker: Interessanterweise waren wir recht schnell bei einem Roboter.
Speaker: Der sah dann noch nicht ganz so schön aus, wie er jetzt zum Ende aussah, aber das war unser erster Instinkt, weil es natürlich am Ende irgendwie was Maschinelles auf eine Art ist.
Speaker: Damit wir dann aber natürlich nicht einfach nur auf diese erste Idee gehen, haben wir dann nochmal einige Runden gedreht.
Speaker: Wir haben verschiedene Varianten erstellt von Tieren zu menschlichen Avataren, verschiedenen Versionen vom Roboter, die wir auch hier mit unseren Mitarbeitern mal in die Runde geworfen haben, Feedback eingesammelt haben, zu schauen, was ist so die Resonanz, wie wirkt es auf die Leute, was für Assoziationen bringt es mit sich und sind am Ende einfach wieder rausgekommen, dass unsere erste Idee irgendwie die
Speaker: die greifbarste für alle ist oder die, die einem irgendwie total willkürlich vorkommt, wie jetzt irgendein Tier.
Speaker: Ich glaube, es gibt Unternehmen mit Namen, da kann man vielleicht irgendwie was mit einem Tier spüren und das macht Sinn für die Brand, aber in unserem Fall hatten wir das Gefühl, das macht nicht so viel Sinn.
Speaker: Deswegen ist am Ende der Roboter geblieben.
Speaker: Dann haben wir noch einige Runden gedreht, bis sie dann so ausgesehen hat, wie wir sie auch gut fanden.
Speaker: Und dann haben wir uns aber auch eingeloggt.
Speaker: Was wäre deine zweite Wahl gewesen, wenn es der Roboter nicht sein dürfte?
Speaker: Hattest du da einen Favoriten von den Optionen?
Speaker: Ja, wir hatten...
Speaker: verschiedene Varianten gemacht.
Speaker: Also es war auch am Anfang noch unklar, ob wir auf so einen Cartoon-Style gehen oder eher so, es gibt ja auch so Clay-Optik, die viel genutzt wird in dem Kontext und da hatten wir verschiedene Varianten und je nachdem war es dann gegangen.
Speaker: Es waren verschiedene Avatare auch irgendwie sinnvoller als andere.
Speaker: Wir hatten zwischenzeitlich noch eine Eule, die fand ich tatsächlich auch ganz cool, weil sie irgendwie so Weisheit ausstrahlen sollte.
Speaker: Deswegen hatten wir überlegt, vielleicht macht eine Eule Sinn.
Speaker: Und
Speaker: Der ein oder andere menschliche Avatar war auch ganz cool, aber dann wurde es uns zu schnell so zu niedlich und wir sind ja jetzt kein Chat-Anbieter oder so, sondern es soll ja irgendwie professionell sein und deswegen sind wir dann von den Varianten auch am Ende wieder weggegangen.
Speaker: Aber das waren noch so die Runner-Ups, würde ich sagen, für mich persönlich.
Speaker: Ja, ich habe am Anfang auch gedacht, Roboter, ja, das passt.
Speaker: Das war auch das Erste, was ich im Kopf hatte.
Speaker: Aber es ist natürlich auch so irgendwie die eindeutige Wahl dann am Ende.
Speaker: Sollten wir dann nicht kreativer sein?
Speaker: Aber ich finde es im Nachhinein doch eigentlich gut, dass es so...
Speaker: Ja, so selbsterklärend ist dann irgendwie, wie Wanda einzuordnen ist da.
Speaker: Ja, also genau darüber kam ich auch.
Speaker: Ich bin dann auch in die Runde und habe gesagt, okay, wir können einfach mit der ersten Idee fahren.
Speaker: Fällt uns nicht noch etwas anderes ein?
Speaker: Macht doch irgendwie jeder so einen Roboter.
Speaker: Und haben dann eben auch nochmal die Runden gedreht, fürs gute Gefühl, um zu wissen, dass wir jetzt nicht einfach nur mit der ersten Idee gegangen sind.
Speaker: Aber...
Speaker: Andererseits ist es natürlich auch bescheuert, dann einen Weg einzuschlagen, nur weil man bewusst irgendwie gegen den Strom fahren will.
Speaker: Wenn es aber das ist, was für den Nutzer angreifbarsten und einfachsten zu verstehen ist, dann ist es immer noch die beste Wahl.
Speaker: Ja, jetzt hast du gerade schon gesagt, Wanda soll auch wie kleine Zusatzkollegin wahrgenommen werden und da einfach möglichst nah dran sein und auch so ankommen bei den NutzerInnen.
Speaker: Jetzt wird die Personifizierung von KI aber auch...
Speaker: ja nicht nur positiv gesehen, da habe ich auf LinkedIn auch öfter mal wieder gelesen, ich habe jetzt mal ein Zitat rausgegriffen aus einem Post, den ich dazu gefunden habe, nämlich je natürlicher die KI spricht, desto schneller vergessen wir, dass es einfach nur Technologie ist.
Speaker: Das Ergebnis, Vertrauen, gerne auch mal blindes Vertrauen.
Speaker: So siehst du da drin auch eine Gefahr, dass...
Speaker: dass das Vertrauensverhältnis zu Wander zu eng werden kann?
Speaker: Oder braucht man sich da gar keine Sorgen zu machen?
Speaker: Also die Gefahr gibt es immer, wenn man es unbeaufsichtig lässt und wenn man es irgendwie in transparent lässt.
Speaker: Ich glaube nicht, dass das Ziel sein sollte, irgendwie die Sprache mit Hürden zu versehen, damit der Nutzer immer wieder darauf hingewiesen wird, weil dann wird es wieder schnell einfach nur anstrengend.
Speaker: Das sollte ja nicht das Ziel sein für den Nutzer am Ende, sondern es soll für den oder sie sich am Ende
Speaker: natürlichsten Anfühlen eigentlich.
Speaker: Wichtig ist, dass jeder, da geht es im AI-Act zum Beispiel, ist das immer der Begriff, dass man die Kompetenz, die KI-Kompetenz schulen muss bei den Nutzern, bei Mitarbeitern und so weiter.
Speaker: Und ich glaube, das wird immer wichtiger jetzt in der Zeit, dass jeder versteht, wann bin ich mit KI im Austausch, bis zu welchem Grad kann ich auf KI vertrauen, bis wohin kann ich
Speaker: auf die Antworten setzen und wann muss ich auf jeden Fall auch nochmal mir das genauer anschauen und es auch interpretieren als das, was es ist, nämlich ein Tool irgendwie, also ein Programm, das Fehler machen kann.
Speaker: Wir haben uns deswegen auch vorgenommen an allen Stellen, wo es sein kann, dass ein Nutzer vielleicht schnell mal abdiftet und irgendwie aufhört mitzudenken, auch dazu zu schreiben, dass man da Fehler machen kann, dass man die Antwort nochmal prüfen soll, gerade an den kritischen Stellen.
Speaker: Und ich glaube, das ist der beste Weg, den man einschlagen kann.
Speaker: Also nicht die Nutzung selbst umständlicher oder irgendwie gebrochener zu machen für den Nutzer, um irgendwie darauf hinzuweisen, sondern lieber sehr transparent darauf hinzuweisen, so hey,
Speaker: cool, wenn du mit Wanda gut umgehen kannst und sie sollte auch eigentlich dir keine Stolpersteine legen, aber wenn sich irgendwas für dich komisch anfühlt oder wenn es irgendwie wirklich um die kritische Entscheidung für eine Zuse, Absage oder ähnliches geht, dann guck sie bitte nochmal mal genau an.
Speaker: Vergess nicht, selbst mitzudenken.
Speaker: Ich denke, das ist der beste Weg.
Speaker: Ja, selbst mitzudenken und Ergebnisse im Zweifelsfall nochmal kritisch zu hinterfragen, ist mit Sicherheit ein wichtiger Punkt, wenn man jetzt die optimale Arbeitsweise mit KI entwerfen will.
Speaker: Was gibt es da noch so für Tipps vielleicht, die du mitgeben kannst für die Arbeit mit Wanda vielleicht oder auch mit KI im Allgemeinen?
Speaker: Also die KI ist ja erstmal, die meisten sind ja Modelle, die sehr stark auf Allgemeindaten trainiert sind, also Gemini, GBT und so weiter.
Speaker: Das heißt, die greifen auf ein großes Netz an Allgemeinwissen zurück und wurden darauf trainiert, wenn man…
Speaker: Aber Prompted und der KI was gibt, wo man eine Unterstützung haben möchte, ist es immer wichtig, je mehr Kontext man ihr gibt, desto genauer kann sie darauf eingehen.
Speaker: Oder wenn man sehr suggestiv fragt, sind die meisten Modelle sehr darauf ausgelegt, dir in die Richtung, die du gefragt hast, auch eine Antwort zu geben.
Speaker: Das heißt...
Speaker: Je objektiver ich die Frage stelle, desto besser und je mehr Kontext ich mitgebe zur Frage, desto besser wird das Ergebnis.
Speaker: Das heißt, wenn du weißt, ich frage was und es könnte zum Beispiel in eine Richtung missverstanden werden, dann erklär direkt mit, dass es nicht das ist, sondern was anderes.
Speaker: Oder erklär einfach, wie es zur Situation gekommen ist.
Speaker: Ich habe das und das und das gemacht und jetzt stehe ich hier.
Speaker: Also je mehr man einfach mitgibt, desto genauer kann die Antwort sein.
Speaker: Und da, wo sie die Information nicht hat, kann sie eventuell auch die Lücke halt selbst füllen und das kann dann falsch sein.
Speaker: Okay, ja, dann lasst uns zum Abschluss von unserem Gespräch noch einmal den Blick in die Zukunft werfen.
Speaker: Wie geht es jetzt ganz konkret weiter mit Wanda?
Speaker: An was arbeitet ihr jetzt gerade und was kommt da als nächstes auf uns zu?
Speaker: Ja, wir haben schon die nächsten Sachen im Köcher quasi.
Speaker: Konkret ist es einmal die Stellenoptimierung auf der Plattform.
Speaker: Da sind gerade unsere Recruiting-Consultants sehr intensiv mit unseren Ansprechpartnern, also bei den Unternehmen, im Austausch.
Speaker: die Stellen so zu optimieren, dass sie für den passenden Kandidaten, die Kandidatin ansprechbar oder ansprechend sind und dass sie auch gefunden werden.
Speaker: Aber natürlich sind da die Kapazitäten immer auch begrenzt und deswegen war es uns ein Anliegen zu sagen, das ist eigentlich was, was auch die Plattform beziehungsweise dann Wanda können sollte.
Speaker: Das heißt, Nutzer stellt seine Stellanzeige ein und bekommt dann sehr individuelles Feedback darauf, wo noch Anpassungen gemacht werden sollten, wo eventuell
Speaker: Stichpunkte weiter ausgeführt werden sollten, weil sie noch zu unspezifisch sind, wo, was wir immer wieder erleben, wo vielleicht strukturierte Daten nicht ganz passend sind zu dem, was im Fließtext steht, genau solche Sachen, die man schnell mal überspringt oder überfliegt und dann vergisst, die vielleicht hinten im Recruiting-Prozess dann extra Schleifen bedeuten, die sollten dann hoffentlich Geschichte sein.
Speaker: Und eine große Sache, wo, glaube ich, viele sich super unsicher sind, wie sie vorgehen, wo wir auch hoffen, dann demnächst mehr Unterstützung geben zu können, ist das Active Sourcing.
Speaker: Konkret erstmal für unseren eigenen Pool.
Speaker: Wir haben ja einen sehr, sehr großen Pool an Kandidaten aufgebaut über die letzten zehn Jahre.
Speaker: Und wo viele Schwierigkeiten haben, ist einmal schnell zu erkennen, ist das jemand, der für uns passend sein könnte.
Speaker: Das heißt, Wanda wird dann irgendwie die Profile auch aufbereiten und quasi dir eine Kurzesammenfassung geben davon, warum die Person jetzt für dich interessant sein könnte.
Speaker: Und vor allem dann spannend, sie hilft dir dabei, individuelle Einladungsnachrichten zu verfassen.
Speaker: Das heißt, ich glaube, jeder, der mal Actis-Ossing gemacht hat, der weiß, dass die Erfolgsquote auch direkt damit zusammenhängt, wie gut die Nachricht ist, die man dann an die Person schreibt.
Speaker: Wenn man einfach nur ein generisches Hey, dein Profil sieht spannend aus, bewirb dich doch mal, schreibt, dann fühlt sich da selten jemand angesprochen.
Speaker: Wenn es aber wirklich darauf eingeht, Hey, deine Berufserfahrung dort und dort passt genau zu unseren Anforderungen.
Speaker: hier, ich glaube, dann weiß jeder so, okay, da hat sich irgendwie jemand das angeschaut, beziehungsweise da macht es wirklich Sinn, mich das zumindest anzuschauen.
Speaker: Und da geht es halt eben drum, dass dann Wanda einfach unterstützt, weil das auch oft eine Zeitfrage ist bei vielen Nutzern, dass man eher auf die Standardnachricht geht, weil es halt schneller geht.
Speaker: Und das soll jetzt auch nicht mehr der Blocker sein, sondern dann bereitet Wanda dir die Nachricht vor und du kannst im Pool stöbern ohne Ende.
Speaker: Das ist bei dir
Speaker: zwei konkreten Sachen, dann haben wir noch eine ganz lange Liste, welche Reihenfolge wir dann da einschlagen, das wird dann noch weiter diskutiert, gerne auch von den Nutzern, wenn es Sachen gibt, die besonders hoch im Kurs sind, dann auch immer gerne an uns feedbacken, wir freuen uns darauf einzugehen, aber so viel mal die zwei Sachen, die jetzt sehr bald in den nächsten Wochen noch dazukommen werden.
Speaker: Okay, spannend.
Speaker: Wie sieht denn so langfristig deine Wunschvorstellung aus von Wanda?
Speaker: So auch mit Dingen, die vielleicht jetzt technisch einfach noch nicht so möglich sind, aber wo soll sich Wanda irgendwann mal hin entwickeln?
Speaker: Also ich glaube...
Speaker: Was wir gerade sehen, und das war ja auch das, was Simon gefeedbackt hatte, das, was ich zwischendurch gesagt hatte, ich glaube, wir sind gerade noch in einer Phase, wo auch noch eine gewisse Skepsis gegenüber KI da ist und auch zu Recht, und das haben wir auch gerade drüber gesprochen, dass man auch irgendwann noch selbst Sachen checken muss und sich anschauen muss, dass es wichtig ist, nicht auch alles blind zu vertrauen, aber
Speaker: Ausgrund dieser Skepsis machen wir gerade teilweise noch mehr Schritte, als wir vielleicht machen müssten eigentlich.
Speaker: Das heißt, mein Wunsch oder auch unsere Vision, als wir das angegangen sind und wenn wir jetzt weiter darüber sprechen, war nicht immer zu sagen, Wanda soll jeden zu einem guten Recruiter machen, unabhängig davon, ob er oder sie...
Speaker: Recruiting-Expertise hat oder auch Fach-Expertise, also pro Stelle.
Speaker: Wir haben uns immer, unser Bild war immer die Corinna, die Assistenz der Geschäftsführung, also keine Ahnung warum Corinna, es war einfach ein random Name, die beauftragt wurde, einen Head of Controlling einzustellen,
Speaker: mit möglichst wenig Ressourcen natürlich.
Speaker: Und Corona als Saliba fordert und sagt, ich habe keine Ahnung, wie ich Recruiting mache, wo veröffentliche ich was, was muss ich denn da genau schreiben und wie gehe ich damit Kandidaten um?
Speaker: Und von Controlling habe ich sowieso überhaupt keine Ahnung.
Speaker: Und die Idee ist eigentlich, dass wir an den Punkt kommen wollen, dass selbst, als Corinna sich einloggt, Wanda sagt, hey, ich brauche einen Hit auf Controlling und dann quasi im Dialog mit Corinna
Speaker: alles tut, damit sie eben möglichst einfach und mit möglichst wenig Zeit invest an ihr gewünschtes Ergebnis kommt.
Speaker: Okay.
Speaker: Ja, Lisa, vielen Dank für deine Insights zu Wanda und warum sie so ist, wie sie ist.
Speaker: Superspannend, da einmal mit dir einzutauchen.
Speaker: Und dann, ja, würde ich sagen, sprechen wir uns schon in ein paar Wochen wieder.
Speaker: Sehr gerne.
Speaker: Das war der WorkRise Recruiting Talk.
Speaker: Wenn dir diese Folge gefallen hat, teile sie gerne mit deinen Kollegen oder Kolleginnen und deinem Netzwerk und lass uns eine Bewertung da.
Speaker: Wenn du keine Folge verpassen möchtest, abonniere jetzt unseren Podcast.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.






