Transcript
Speaker: Herzlich willkommen zum Webwise Recruiting Talk.
Speaker: Alles eine Frage der Einstellung.
Speaker: Echtes Recruiting-Wissen, echte Erfahrungen, echte Erfolgsrezepte.
Speaker: Aus der Personalabteilung, direkt in dein Ohr.
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zum Workwise Recruiting Talk.
Speaker: Ich bin Lisa und ich habe heute Richard mit dabei.
Speaker: Richard, du bist CEO und Gründer von Cloudfreunde, aber magst du dich selber einfach kurz vorstellen unseren Hörern und Hörerinnen und ja auch ein paar Worte zu Cloudfreunde sagen, was ihr da so macht?
Speaker: Hallo Lisa, ich freue mich heute bei euch zu sein.
Speaker: Ich bin einer der Gründer von den Cloud-Freunden.
Speaker: Wir haben uns auf das Thema interne Kommunikation mit den Mitarbeitern im Unternehmen spezialisiert.
Speaker: Also sind der Lösungspartner, wenn es darum geht, jeden Mitarbeitenden im Unternehmen zu erreichen, zu verstehen und zu begeistern.
Speaker: Das ist so unser Ziel, was wir haben.
Speaker: Und wir helfen den Unternehmen, indem wir Intranets bauen, Mitarbeiter-Apps bauen und dafür sorgen, dass sich wirklich jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin gut abgeholt fühlt.
Speaker: Ja, cool.
Speaker: Schön, dass du da bist.
Speaker: Und ja, das ist auch genau das Thema, über was wir beide sprechen wollen, interne Kommunikation.
Speaker: Jetzt hast du gerade schon gesagt, es geht um erreichen, begeistern und einfach mitnehmen.
Speaker: Aber vielleicht machen wir es zum Start nochmal ein bisschen konkreter.
Speaker: Was für Kommunikationskanäle gibt es da?
Speaker: Welche Botschaften werden üblicherweise vermittelt?
Speaker: Was verstehen wir unter interner Kommunikation?
Speaker: Also ich denke da immer gerne an mein Studium zurück, an auch den Leitsatz, man kann nicht nicht kommunizieren.
Speaker: Das ist dieses Axiom, was wir vielleicht alle schon mal auch in der Schule oder im Studium gehört haben.
Speaker: Kommunikation ist ja Basis unseres menschlichen Zusammenlebens.
Speaker: Wir sind kommunizierende Wesen, wir machen das nonverbal und verbal.
Speaker: Und natürlich haben wir über die Zeit verschiedenste Mechanismen, wie wir miteinander kommunizieren und auch im Unternehmenskontext gibt es das.
Speaker: Da gibt es informelle Kanäle, die wir alle kennen.
Speaker: Da gibt es die berühmte Raucherecke, da gibt es die Flurgespräche, wenn man im Büro ist.
Speaker: Da gibt es den Pausenraum und es gibt natürlich, sagen wir mal, formale Kanäle im Unternehmen.
Speaker: Also man hat klassisch vielleicht ein Intranet im Unternehmen, man hat eine Mitarbeiterzeitung vielleicht, die im Unternehmen ist.
Speaker: Da gibt es also ein ganzes Konvolut an Kanälen.
Speaker: die im Unternehmen da sind.
Speaker: Das ganze Thema mal auch strategisch zu ordnen und zu schauen, welche Kanäle nutzen wir im Unternehmen, welche Kanäle sind sinnvoll im Unternehmen, wo haben wir vielleicht auch Probleme, wo erreichen wir gewisse Mitarbeitergruppen nicht, Stichwort vielleicht operative Mitarbeiter, also die, die keinen klassischen PC-Arbeitsplatz haben.
Speaker: Das sind so Überlegungen, die
Speaker: wir dann auch in die Unternehmen tragen und die wir gemeinsam mit diesen Unternehmen auch lösen.
Speaker: Und ich finde es ja ganz spannend, weil ihr seid ja eigentlich ein Unternehmen, was so an der Spelle Recruiting ist und im ersten Moment müsste man ja so ein bisschen im Kopf denken, was hat jetzt Recruiting mit interner Kommunikation zu tun und wie passt das zusammen?
Speaker: Aber vielleicht können wir das ja im Laufe des Podcasts auch so klären und uns überlegen, wie wir diese zwei Themenbereiche zusammenflechten können.
Speaker: Ja, perfekte Überleitung.
Speaker: Lass uns doch direkt damit weitermachen, wie interne Kommunikation mit der Personalsuche auch zusammenhängt.
Speaker: Auf der einen Seite natürlich ist interne Kommunikation ein super wichtiger Faktor für die Unternehmenskultur an sich, würde ich sagen.
Speaker: Also von daher auch ein
Speaker: Ja, ein wichtiger Aspekt, der darüber entscheidet, ob Mitarbeiter langfristig im Unternehmen bleiben wollen und produktiv arbeiten können.
Speaker: Aber darüber hinaus, glaube ich, gibt es auch einige Punkte, an denen die interne Kommunikation auch die Personalsuche direkt beeinflusst.
Speaker: Was sind da so Sachen, die dir allen fallen dazu?
Speaker: Also es gibt, ich finde, da gibt es ganz, ganz viele Aspekte.
Speaker: Ich glaube, das, was wir sehen bei der Personalsuche einerseits im Recruiting ist, wenn ich jetzt Bewerber bin oder du wirst es vielleicht auch kennen, dann gehe ich gerne auf Seiten wie Kulunu und lese mir mal durch, wie die ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter so ihr Unternehmen bewerten.
Speaker: Und da ist Kommunikation zum Beispiel auch ein wichtiger Faktor.
Speaker: Das ist ein Feld, was auch bewertet wird bei Kulunu.
Speaker: Und in der Regel gibt es da Defizite.
Speaker: Und so etwas hat natürlich dann schon mal eine Auswirkung auf mich als Bewerber, ob ich mich überhaupt bei so einem Unternehmen dann bewerben würde.
Speaker: Also das ist schon mal das, was ich eigentlich habe.
Speaker: Und wir haben schon den ersten Connect hergestellt zum Recruiting.
Speaker: Der zweite Connect ist natürlich, dass ich dadurch ja auch gewisse Sorgfaktoren habe.
Speaker: Je nachdem, welche Generation man auch fragt.
Speaker: Ich bin jemand, der sehr mobil unterwegs ist und viel mit seinem Handy macht.
Speaker: Vielleicht geht es dir genauso.
Speaker: Wenn ich als Unternehmen vielleicht eine Mitarbeiter-App habe und meinen Mitarbeitenden eigentlich die Möglichkeit gebe,
Speaker: Ja, 24-7 auf Unternehmensinformationen und Ressourcen zuzugreifen, dann ist das auch ein gewisser Pull-Faktor, der einfach sich unterscheidet von dem Unternehmen, die das vielleicht in der Branche nicht haben.
Speaker: Ja, und somit auch ein guter Benefit in so einem Bewerbungsgespräch, in so einem Recruiting-Funnel.
Speaker: Wenn ich dann weiter über das Thema Recruiting nachdenke, dann geht ihr natürlich eure normalen Steps dort ab.
Speaker: Ihr habt die Bewerberkommunikation, ihr habt das Bewerbungsgespräch.
Speaker: Ihr habt im Idealfall dann natürlich die Zusage der Bewerberin.
Speaker: Und dann beginnt ja in der Regel so eine Pre-Boarding-Phase, also wo wir den Vertrag unterschrieben haben, aber wo der Kollege oder die neue Kollegin noch nicht im Unternehmen starten.
Speaker: Und das ist ja eine ganz sensible Phase, wo wir schauen wollen, dass wir diese neuen Kollegen in Anführungszeichen auch im Loop halten.
Speaker: Dass wir schauen, dass sie uns nicht von der Stange fallen und uns nicht irgendwie ghosten oder am ersten Tag gleich wieder kündigen.
Speaker: Und in dieser Preboarding-Phase, da haben natürlich solche Kanäle, die wir gerade schon so ein bisschen andiskutiert haben, eine enorme Wirkung, damit wir auch sicherstellen können, dass die Kollegen und Kolleginnen, die unterschrieben haben, auch am ersten Arbeitstag bei uns
Speaker: Und im Unternehmen dann anfangen.
Speaker: Und wenn wir das geschafft haben, dann haben wir natürlich diesen ersten Tag, das Onboarding.
Speaker: Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber man kann sich in der Regel immer an den ersten Arbeitstag im Unternehmen erinnern.
Speaker: gut strukturiert ist, wenn man die entsprechenden Informationen vorerhalten hat, wenn der Arbeitsplatz eingerichtet ist, wenn man auch saubere Wissensquellen im Laufe des Onboardings hat, also dass man im Intranet zum Beispiel ganz schnell auf Sachen wie, wie ist die Urlaubsregelung im Unternehmen, wie sind die HR-Policies, wie mache ich das mit den Reisezeiten, wer sind meine Ansprechpartner, wenn ich das super und einfach strukturiert habe für meine Kollegen und Kollegen, die neu im Unternehmen arbeiten,
Speaker: dann habe ich einen ganz, ganz großen Vorteil und kann und zahle wieder auf das Ziel ein, diese Menschen im Unternehmen zu behalten.
Speaker: Das hilft enorm.
Speaker: Und andersrum ist es natürlich ein schädlicher Faktor, wenn ich sowas eben nicht habe und wenn ich diese Strukturen nicht geschaffen habe.
Speaker: Und deshalb ist es für uns so wichtig, sich damit auseinanderzusetzen.
Speaker: Und deswegen ist es eben auch direkt mit Recruiting verbunden, weil du bist im Recruiting am Ende nicht erfolgreich, wenn dir die Leute...
Speaker: in den ersten Monaten des Onboardings gleich wieder von der Stange gehen.
Speaker: Wenn ich nur den KPI habe, Leute zu rekrutieren, okay, dann kann ich das machen, aber es hat sich das ja auch ein bisschen gewandelt.
Speaker: Es wird darauf auch gesetzt, dass das Thema Retention noch mehr in den Fokus kommt und dementsprechend sollte ich das auch ganzheitlich betrachten.
Speaker: Ja, ich glaube, gerade Onboarding ist ein sehr, sehr wichtiger Punkt, auch aus Erfahrung gesprochen.
Speaker: Da kann ganz schön was auf einen zukommen, einfach auch an
Speaker: Kommunikationswegen, Tools, Plattformen, alle haben so irgendwie ihren unterschiedlichen Stil, sind für unterschiedliche Arten von Nachrichten irgendwie gedacht.
Speaker: Also allein um das System erstmal zu checken, ist einiges an Übung und Abholen notwendig zwischen, ich weiß nicht, Slack, Asana, Mail in unserem Fall zum Beispiel.
Speaker: Hast du vielleicht ein paar Tipps, die du unseren Hörerinnen und Hörern mitgeben kannst, wie so ein
Speaker: gutes Onboarding aussehen kann, was ja direkt die neuen MitarbeiterInnen abholt?
Speaker: Ja, ich kann es natürlich erstmal nur aus unserer kommunikativen Sicht darstellen, was für uns einfach wichtig ist, genau, dass wir diese Struktur reinkriegen.
Speaker: Ich glaube, es ist sogar wichtig für alle Mitarbeitenden, aber besonders auch für die Kollegen und Kollegen, die neu sind,
Speaker: dass man eine gewisse Strategie, wir nennen das Governance, findet, wo im Unternehmen was kommuniziert wird.
Speaker: Also wir arbeiten auch mit den Unternehmen eben diese formellen und informellen Kanäle herauszufinden und ihnen auch eine gewisse Beschreibung zu geben.
Speaker: Wir haben viele Unternehmen, die sind eher im Microsoft-Umfeld, aber es ist am Ende egal.
Speaker: Du hast Apps, wo du mehr chattest.
Speaker: Du hast Apps, wo du dich vielleicht mehr informierst über unternehmensweite Informationen.
Speaker: Du hast Dinge wie eine Betriebsversammlung, wo auch Informationen formuliert werden.
Speaker: Und das erstmal alles aufzuschreiben und zu strukturieren und zu gucken, für welchen Kanal nutzen wir welche oder welchen Kanal nutzen wir für welche Botschaften.
Speaker: Das hilft sehr.
Speaker: vielen Unternehmen und auch vielen Mitarbeitenden in Unternehmen, wenn ich klar weiß, okay, diese und jene Information, zum Beispiel eben, ich habe es vorhin gesagt, die aktuelle HR-Policy, die finde ich eben im Intranet und das ist unternehmensweites, gültiges Wissen, das ist auch nie veraltet, das liegt nicht irgendwo in einem Asana oder in einem Teams-Up, wo wir alle wissen, dass es vielleicht gar nicht mehr aktuell ist oder wo nur ein bestimmter Teil der Mitarbeitenden darauf Zugriff hat.
Speaker: Das sind einfach Dinge, wo ich sage, okay, diese Struktur hilft enorm, um den Mitarbeitenden im Onboarding einfach diese Sicherheit zu geben, schnell das Unternehmen hilft mir strukturell, mich in dieser neuen Rolle auch einzufinden.
Speaker: Genau, so der wichtigste Punkt bei der internen Kommunikation, habe ich jetzt schon öfter mal gesagt, ist natürlich, dass das Recruiting auch nachhaltig ist am Ende, dass die MitarbeiterInnen möglichst lange und möglichst produktiv im Unternehmen bleiben wollen und bleiben können.
Speaker: Was sind denn da typische Probleme, die dir begegnen?
Speaker: Sei es jetzt, was habt ihr vielleicht schon selbst erlebt, aber was siehst du auch bei Kunden von euch?
Speaker: Was sind so häufige Stolpersteine in Sachen Kommunikation, die ich mir vielleicht bei mir auch mal anschauen könnte?
Speaker: Genau, also wir haben vor uns über die Struktur gesprochen.
Speaker: Wir haben natürlich noch nicht über die Art und Weise gesprochen, wie wir Inhalte kommunizieren im Unternehmen.
Speaker: Es macht sicherlich einen Unterschied, ob ich bewusstes Storytelling betreibe oder ob ich die Information so herausgebe, wie sie an mich geflossen ist.
Speaker: Auch das ist sicherlich ein Punkt, wo wir mit den Unternehmen arbeiten.
Speaker: Wie kann ich durch ein gewisses redaktionelles Management auch dafür sorgen, dass die Inhalte, die ich kommunizieren will, bei den richtigen Zielgruppen auch ankommen.
Speaker: Das finde ich ein ganz, ganz wesentlicher Aspekt, weil wir alle in dieser medialen Welt einfach mit einer Informationsflut auch umgehen müssen.
Speaker: Und diesen Grundlärm, diesen Pegel quasi zu trennen von dem, was wirklich die relevanten Informationen für mich und meinen Arbeitsalltag sind, das fällt vielen Personen schwer.
Speaker: Wenn das Unternehmen dazu dann noch beiträgt, indem es ganz, ganz viel Kommunikation versendet, indem es ja auch regelmäßig vielleicht E-Mail-Status gibt mit hunderten Leuten auf CC, wo man dann überlegt, ist das jetzt eigentlich für mich relevant oder nicht.
Speaker: dann sind das einfach solche typischen Fehler quasi, die man auch dann relativ leicht abstellen kann.
Speaker: Also das sind schon wesentliche Aspekte.
Speaker: Was wir auch natürlich sehen ist, dass die Unternehmen teilweise, weil sie das nicht im Blick hatten oder weil sie sagen, diese Gruppe ist vielleicht für uns noch nicht relevant genug, dass sie nicht alle Mitarbeitergruppen im Unternehmen mit einer gewissen internen Kommunikationsstrategie
Speaker: Also worauf will ich hinaus?
Speaker: Es gibt einen Großteil von Mitarbeitern in vielen produzierenden Unternehmen oder auch, sagen wir mal jetzt, wenn du im operativen Bereich bist, Pflegeheime, Altenheime zum Beispiel, da hast du ja ganz, ganz viele Mitarbeiter, die nicht klassisch am PC sitzen.
Speaker: Die haben maximal ihr Handy und die sind genauso trotzdem auf Unternehmensinformationen angewiesen.
Speaker: Die haben aber diesen digitalen Zugang gar nicht.
Speaker: Die haben ja gar keinen Zugang.
Speaker: PC-Arbeitsplatz, die können nicht auf ein klassisches Intranet zugreifen, die haben vielleicht so ihr schwarzes Brett irgendwo in ihrem Pausenraum stehen, aber das hängt dann auch vom Vorgesetzten oder von der Vorgesetzten ab, wie gut da die Informationen und wie neu die Informationen sind.
Speaker: Vielleicht kennt das auch jeder von uns aus seinen täglichen Arbeiten.
Speaker: oder wenn er mal so operative Erfahrungen hat, wie groß da diese Lücke ist zwischen Office-Workern und Frontline-Workern im Hinblick auf die Informationsbeschaffung und im Hinblick auf digitale Teilhabe.
Speaker: Und auch das ist was, wo wir sagen, wir arbeiten mit den Unternehmen so weit, dass wir wirklich alle Mitarbeitergruppen in den Fokus setzen und dass wir
Speaker: Gerade in diesen Bereichen schauen, wie wir diese Kollegen und Kolleginnen erreichen können, weil gerade auch operative Mitarbeiter sind ja jetzt mal im Altenheim oder wenn sie auch irgendwo in einem Handelsunternehmen an der Kasse sitzen, sind ja das direkte Gesicht zum Kunden oder zum Patienten.
Speaker: Und deswegen ist es eigentlich umso relevanter, diese Mitarbeitergruppe auch zu erreichen und mit aktuellen Informationen auszustatten und sie zu informieren und damit auch zufriedenzustellen, weil sie alle dieses Informationsbedürfnis haben.
Speaker: Es geht dir so, es geht mir so, es geht meiner Mutti so, die Krankenschwester ist.
Speaker: Die wollen alle erfahren, was im Unternehmen los ist, was sich die Geschäftsführung denkt, wie mit gewissen Problemen gegangen wird.
Speaker: Die wollen Feedback geben, die wollen chatten.
Speaker: Und dafür Lösungen zu finden, diese Mitarbeitergruppen einzubinden, dafür sind wir am Ende auch da und schauen, wie wir über eine möglichst niedrigschwellige
Speaker: nämlich über dieses Telefon, über dieses Handy, was ja jeder von uns hat, wie wir diese Gruppe auch erreichen können und den guten Nebeneffekt hat, dass Kollegen und Kolleginnen, die wie du und ich auch im Office-Bereich, im Bürobereich arbeiten, natürlich auch jederzeit mit dem Handy mit den Kollegen und Kolleginnen in Kontakt kommen können und wir auch somit so ein bisschen
Speaker: das Ganze aufbrechen.
Speaker: Also dass wir nicht verschiedene Kommunikationsplattformen im Unternehmen haben, sondern dass wir alle auf einer Plattform kommunizieren und uns informieren können.
Speaker: Also wir sagen immer, du hast das Unternehmen dann in der Hosentasche.
Speaker: Und ich finde, das ist ein schöner Ansatz, weil es die Sachen einfach am Ende auch zusammendenkt.
Speaker: Ja, klingt auf der einen Seite auf jeden Fall super praktisch und ein einfacher Weg, um da connected zu bleiben im Arbeitsalltag.
Speaker: aber ich könnte mir auch vorstellen, dass da so ein bisschen die Gefahr besteht, dann auch die Arbeit im wörtlichen Sinne mit nach Hause zu nehmen und gar nicht mehr abschalten zu können, sondern einfach immer irgendwie im Hinterkopf, im Augenwinkel da die neueste Nachricht zu haben.
Speaker: Was sind da eure Ansätze, um da irgendwie die Balance zu halten und nicht zu
Speaker: zu weit in den privaten Alltag von den MitarbeiterInnen einzubetreten.
Speaker: Ja, das ist eine relevante Frage, gerade auch, wenn wir mit Betriebsräten dann sprechen, wie können wir sicherstellen, dass die Mitarbeitenden auch ihre Ruhe und Pausenzeiten haben.
Speaker: Und es gibt technische Möglichkeiten.
Speaker: Also wir können natürlich den Zugang begrenzen auf gewisse Schichtzeiten, gerade jetzt auch für operative Mitarbeiter, auch für Büromitarbeiter.
Speaker: Man sagt, nur in diesem Zeitraum erhältst du diese Nachrichten.
Speaker: Man kann es auch eine Stufe niedriger machen, indem man einfach sagt, kulturell im Unternehmen arbeiten.
Speaker: Wir kommunizieren nur zu gewissen Zeiten.
Speaker: Wir müssen jetzt gar nicht mit technischen Schranken dort arbeiten.
Speaker: Aber es ist ein relevanter Punkt.
Speaker: Wie kann ich die Kollegen und Kolleginnen dort auch schützen und diese Informationsbeschaffung auf den betrieblichen Kontext auch beschränken?
Speaker: Das ist aber trotzdem auch ein entscheidender Punkt.
Speaker: Es gibt ja auch Unternehmen, die sagen, wir brauchen diese Kanäle nicht.
Speaker: Und was machen wir Menschen dann?
Speaker: Wir suchen uns dann eben andere Kanäle.
Speaker: Also wir verlagern dann unsere Kommunikation im Team zu WhatsApp, Telegram, zu irgendwelchen Kanälen.
Speaker: Wir nennen das eigentlich so Schatten-IT, weil wir einfach dieses Kommunikationsbedürfnis haben.
Speaker: Wir wollen uns ja abstimmen.
Speaker: Was ist im Team los?
Speaker: Wie müssen wir vielleicht die nächste Schicht besetzen?
Speaker: Also da auch den Blick zu weiten und den Unternehmen klarzumachen, dass die Menschen sich dann andere Kanäle suchen und diese auch nutzen und ihr aber im Zweifel keine Kontrolle habt, was da an Daten abfließt, was da für Informationen herausgehen.
Speaker: Das ist natürlich der zweite Aspekt, den ich auch betrachten sollte.
Speaker: Ja, ich persönlich habe es für mich so gelöst.
Speaker: Ich habe Slack zwar auf dem Handy, aber die Benachrichtigung aus, weil ansonsten muss ich immer direkt reinschauen.
Speaker: Also das ist meine persönliche Lösung dazu.
Speaker: Machst du das während der Arbeitszeit, dass du die Benachrichtigung anmachst oder machst du das dann, sagen wir mal, standardmäßig außerhalb deiner normalen Arbeitszeit, dass die Benachrichtigung ausschaltet oder hast du es generell ausgeschaltet?
Speaker: Generell aus, aber während der Arbeitszeit ist es permanent offen am Laptop.
Speaker: Also da kriege ich es dann mit, nur auf dem Handy halt, nur auf Aufruf sozusagen.
Speaker: Klar, weil es könnte ja auch ein Stressfaktor sein, dieser, auf jeden Fall.
Speaker: Also ich kenne das auch, wenn man lange erreichbar ist, dann ist es auch ein gewisser Stressfaktor.
Speaker: Und schön, dass du da einen Weg für dich gefunden hast.
Speaker: Ja, muss man, glaube ich, auch in einem gewissen Maß einfach selber für sich schauen, wie viel, ja, wie viel Involvement möchte ich da und zu welchen Zeiten möchte ich es auch explizit nicht und da auch, ja, einfach selber ein bisschen auf sich aufpassen.
Speaker: Ja.
Speaker: Wenn man da anfällig für ist.
Speaker: Genau, also das ist ein relevanter Punkt.
Speaker: Es gibt eine gewisse Eigenverantwortung und es gibt auch die Möglichkeit über technische und organisatorische Maßnahmen, ich sage das jetzt mal so gestochen, diesen Schutz oder diesen Filter quasi herzustellen.
Speaker: Ja, das ist auf jeden Fall auch gut.
Speaker: Aber okay, lass uns mal den Prozess vielleicht ein bisschen durchspielen, was ich machen kann, wenn ich, sagen wir, eine neue Konuno-Bewertung reinbekommen habe, wo drin steht, oh,
Speaker: So würde es wahrscheinlich niemand schreiben, aber das mit der internen Kommunikation, das läuft nicht so.
Speaker: Irgendwie bin ich überhaupt nicht im Bilde, was die Führungsebene da entscheidet zum Beispiel.
Speaker: Oder ja, ich kriege gar nicht mit, was die Teamkollegen aus den anderen Bereichen so machen.
Speaker: Solche Themen könnte ich mir da vorstellen.
Speaker: Was mache ich dann als HR-Professional mit der Aufgabe da oder mit dem Wunsch,
Speaker: da eine Verbesserung einzuleiten.
Speaker: Wie gehe ich da am besten vor?
Speaker: Ja, also Lisa, als erstes würde ich eine Wette abschließen.
Speaker: Wenn du mal auf Kununu gehst und so Unternehmen so mit vielleicht unter drei Sternen dir anguckst, du wirst ganz schnell genau solche Sätze finden, dass Kollegen und Kolleginnen sich überhaupt nicht informiert fühlen und dass sie ein dringendes Bedürfnis trotzdem spüren.
Speaker: Also das ist auch Teil für uns teilweise der
Speaker: der Transparenzmachung gegenüber der Geschäftsführung, dass es Realität ist.
Speaker: Man kann natürlich dann auch in einem anderen Schritt mit einer Mitarbeiterbefragung arbeiten.
Speaker: Aber komme ich gleich dazu, du hast ja über diesen Prozess gefragt.
Speaker: Also wenn ich so ein gehäuftes Feedback bekomme aus Mitarbeitergesprächen, aus Kununu,
Speaker: dann ist man ja schon geneigt zu sagen, okay, das könnte ein Problem sein.
Speaker: Und entweder gehe ich dann nochmal in eine Validierung rein, ich könnte eine Mitarbeiterbefragung nochmal machen, ich könnte schauen, ist dieses Problem dann wirklich unternehmensweit, ist es vielleicht auch nur...
Speaker: lokal, wo wir dieses Defizit haben, hängt es vielleicht mit gewissen Strukturen oder Führungspersönlichkeiten zusammen.
Speaker: Das kann man machen als Schritt nochmal dazwischen.
Speaker: Und wenn ich dann dieses Problem identifiziert habe, dann ist es clever, natürlich darüber nachzudenken, wie gehen wir das Thema interne Kommunikation eigentlich strategisch an.
Speaker: Also je nach Unternehmensgröße habe ich ja dann nochmal einen
Speaker: eine Unternehmenskommunikation vielleicht auch im Unternehmen, also die sowohl vor allem externe Kommunikation gegenüber PR, Presse und so weiter spiegelt, die aber auch teilweise interne Kommunikationskomponenten hat.
Speaker: Und ich habe natürlich dort eine enge Verzahnung mit der HR-Kommunikation, weil die HR-Abteilung typischerweise eine Abteilung ist im Unternehmen, die ganz, ganz viel kommunizieren muss und die ganz, ganz viele
Speaker: Unternehmensweite, weil sie jeden Mitarbeitenden betreffen, Informationen teilen muss.
Speaker: Und deswegen ist es auch ein guter Connect.
Speaker: Und ich würde mir dann, wenn ich sage, wir müssen da was tun und vielleicht irgendwie selber tätig werden oder einen Partner finden, dann würde ich mir ein Projektteam zusammenstellen, was diese Komponenten hat.
Speaker: Ich würde mir dazu noch den IT-Support holen, weil das eine ganz, ganz wichtige Anwendung
Speaker: Einheit ist, die natürlich dann auf der technischen Ebene dazu beitragen muss, dort vielleicht gewisse Maßnahmen zu ergreifen.
Speaker: Ich würde mir den Support vom Personalrat holen, beziehungsweise vom Betriebsrat, je nachdem wie ihr das im Unternehmen geregelt habt.
Speaker: Und
Speaker: würde dann schauen, wie man dieses Thema auch strategisch angeht.
Speaker: Also gibt es vielleicht Partner, gibt es Lösungen, die wir brauchen.
Speaker: Also wenn wir in der Mitarbeiterverfassung gemerkt haben, unsere Kollegen und Kolleginnen, die draußen unterwegs sind, in der Montage zum Beispiel, die haben verstärkt dieses Informationsbedürfnis und sagen, wir erreichen nie oder wir haben viele Bauunternehmen,
Speaker: die zum Beispiel Kollegen und Kollegen auf den Baustellen haben, deutschlandweit.
Speaker: Also wie erreiche ich die?
Speaker: Dann würde ich gucken, gibt es dafür Lösungen und dann schauen, wie kann ich mit dieser Projektgruppe, die ich gebildet habe, diese Lösung kennenlernen, vergleichen und mich dann vielleicht auch entscheiden.
Speaker: Und wenn ich dann in dieser Projektphase bin,
Speaker: und gesagt habe, hey, ich möchte vielleicht an unserem Internet arbeiten, ich möchte einen neuen Kanal wie eine Mitarbeiter-App machen oder ich möchte unsere Mitarbeiter-Zeitung digitalisieren und damit allen zugänglich machen, weil ich es vielleicht über ein E-Mail-Newsletter dann verschicken will, dann würde ich mir auch immer Kollegen aus den verschiedenen Fachbereichen noch aus, wir nennen das Soundingboard, holen.
Speaker: Also es ist nützlich, wenn ich zum Beispiel eine Mitarbeiter-App einführe, dass ich Kollegen und Kolleginnen habe von der Baustelle zum Beispiel, die einfach sagen,
Speaker: Das macht Sinn oder das macht keinen Sinn.
Speaker: Oder ihr könnt nie nur eine Information mit reinpacken, sondern es wäre auch cool, wenn ihr zum Beispiel uns eine Schadensmeldung mit reinpackt.
Speaker: Also wir kennen zum Beispiel einen Retailer, da geht in den Läden natürlich öfters mal was kaputt, da fällt was runter.
Speaker: Und das muss ja irgendwie gemeldet werden.
Speaker: Und anstatt da eine E-Mail zu schreiben, kann man zum Beispiel in diese Mitarbeiter-App dann ein Formular mit einbinden.
Speaker: Und dann geht das gleich im Headquarter in die richtige Abteilung.
Speaker: So, und dann hast du nicht nur eine Informationsbeschaffung vereinfacht, sondern du hast auch einen Prozess optimiert.
Speaker: Und sowas kommt ganz, ganz häufig erst aus dieser Zusammenarbeit zwischen dem Projektteam und den Einzelfachabteilungen und den Ideen, wie man deren Leben auch im Arbeitsalltag mit so einem neuen Kanal zum Beispiel vereinfachen kann.
Speaker: Genau dann und genau sowas hilft dann auch, so einen neuen Kanal zu legitimieren und ihn nutzen zu lassen, weil die Mitarbeiter merken, hey, der bringt mir vielleicht nicht nur Informationen, sondern der bringt mir auch für meinen Arbeitsalltag was.
Speaker: Also ich kann auch Themen wie eine Urlaubsbuchung da mit reinpacken.
Speaker: Also ich kann im Internet meinen Urlaub buchen, ich kann über die Mitarbeiter-App meinen Urlaub buchen, ich brauche nicht mehr...
Speaker: Formular XY, ich muss ihm ja zu meinem Vorgesetzten gehen, sondern es läuft dann automatisiert darüber.
Speaker: Also da kannst du ganz, ganz viel heben.
Speaker: Und das war jetzt mal in der Kürze quasi so ein Versuch darzustellen, wie du da agieren kannst und vor allem darauf abzuzielen, wie ich das Projektteam bauen würde, aus meiner Erfahrung aus.
Speaker: Soweit verstanden?
Speaker: Noch Fragen, Lisa?
Speaker: So weit verstanden, auf jeden Fall.
Speaker: Wie würdest du sagen, kann ich dann am besten bewerten, ob meine Maßnahme, meine neue App, was auch immer, erfolgreich war?
Speaker: Mache ich dann am besten eine Umfrage oder schaue ich mir die Nutzungszahlen an oder was gibt es dann noch so für Indikatoren, ob ich da auf dem richtigen Weg bin dann?
Speaker: Ja, du hast es eigentlich schon gesagt, also du hast natürlich das ganze Repertoire von quantitativen und von qualitativen Messungen.
Speaker: Also ich kann natürlich sehen, wie viele Kollegen und Kollegen nutzen meinen Kanal.
Speaker: Ich kann messen,
Speaker: Wie werden einzelne Nachrichten zu gewissen Zeiten wahrgenommen?
Speaker: Ich kann natürlich auch eine Mitarbeiterbefragung machen und einfach darstellen, hat dieser neue Kanal mein Defizit dort gelöst?
Speaker: Also auch das ist Teil unserer Zusammenarbeit, dass wir in so einem Kick-Off uns auch überlegen, wie können wir denn eigentlich bewerten, dass wir erfolgreich sind?
Speaker: Also wenn wir sagen,
Speaker: okay, wir wollen, dass im nächsten Jahr 90% aller Mitarbeiter mindestens einmal im Monat diese App öffnen oder benutzen, dann ist das für uns ein Erfolg.
Speaker: Und wenn wir dann sagen, okay, regelmäßig nutzen mehr als 75% der Kollegen und Kollegen das, indem sie jede Woche da reinschauen, dann ist das für uns ein Erfolg.
Speaker: Und das kann natürlich je nach Unternehmenskultur so ein bisschen variieren, aber das sind so erste Richtwerte, wo man merkt, alles klar, das funktioniert, das passt.
Speaker: Sehr cool.
Speaker: Ja, Richard, vielen lieben Dank für deinen Input zum Thema interne Kommunikation und wie ich das Ganze vielleicht optimieren kann.
Speaker: Sehr, sehr spannend.
Speaker: Jetzt zum Ende unseres Gesprächs möchte ich nochmal ganz kurz auf das Thema Recruiting zurück.
Speaker: Ich kann mir vorstellen, dass du als Unternehmensgründer selber schon das ein oder andere Problem
Speaker: Bewerbungsgespräch geführt hast und Stelle ausgeschrieben hast.
Speaker: Deswegen zum Abschluss noch die Frage, was ist dein Recruiting-Hot-Take?
Speaker: Also was wir im Recruiting wirklich machen, ist sehr auf diese persönliche Beziehung setzen.
Speaker: Also wir schauen einfach, dass wir in unseren Recruiting-Prozessen arbeiten,
Speaker: uns ein bisschen unterscheiden vom Wettbewerb.
Speaker: Also wir schreiben die Leute dann nochmal auf den Social Media Plattformen ab.
Speaker: Ich schicke den Leuten, beziehungsweise die Fachabteilung schicke den Leuten auch gerne mal eine Sprachnachricht.
Speaker: Wir stellen auch im Bewerbungsgespräch nicht nur fachliche Fragen, sondern sind auch sehr auf Kultur aus, weil wir einfach, weil es für uns ein wichtiger Aspekt ist.
Speaker: Und viele Bewerber und Bewerber sagen,
Speaker: Nach so einem Gespräch mit uns, Mensch, ihr habt uns Fragen gestellt, die hat uns noch niemand vorher gestellt.
Speaker: Und das sind so vielleicht Dinge, die wir machen.
Speaker: Ich will nie alles verraten, weil das ist ja auch Teil unseres Vorteils.
Speaker: Aber da mal reingeschaut und ein paar Hacks, die Hacks würde ich euch mal geben an der Stelle.
Speaker: Und wenn ihr Lust habt, da noch mehr zu erfahren, wie wir das machen,
Speaker: Dann können wir entweder nochmal einen neuen Podcast machen oder ihr fragt auf LinkedIn nach.
Speaker: Aber ich glaube, das sind so erste zwei Hot-Ticks, die man nutzen kann.
Speaker: Sehr cool, danke dir.
Speaker: Und ja, auf das Angebot mit der zweiten Podcast-Folge komme ich immer gern zurück.
Speaker: Also würde ich sagen, stay tuned.
Speaker: Vielleicht sehen wir uns hier schon bald wieder.
Speaker: Ja, aber fürs Erste auf jeden Fall ganz vielen Dank für deine ganzen Insights und Tipps, Richard.
Speaker: Und ja, schön, dass du da warst.
Speaker: Danke dir, Lisa.
Speaker: Das war der WorkRise Recruiting Talk.
Speaker: Wenn dir diese Folge gefallen hat, teile sie gerne mit deinen Kollegen oder Kolleginnen und deinem Netzwerk und lass uns eine Bewertung da.
Speaker: Wenn du keine Folge verpassen möchtest, abonniere jetzt unseren Podcast.
Speaker: Bis zum nächsten Mal.






