Transcript
Speaker: Ich gucke mir an, was es gibt oder was ich machen könnte und was sind meine Möglichkeiten und dann tue ich den bestmöglichen Unterschied so.
Speaker: Wir müssen Klimaschutz sofort und so viel wie möglich machen und temporär über ein bis zwei Jahrzehnte in den absoluten Vordergrund rücken und dem alles unterordnen, außer sozusagen, wenn wir mit diesem Fokus wieder gleichartige Probleme schaffen.
Speaker: ein bisschen wieder zurückkommen zu dem Selbstentdecken, rausfinden, wie es geht und nicht erwarten, dass es serviert wird und am besten noch mit einem Wochenende an irgendeinem See verbunden, der man dann als guter Architektenkunde irgendwann eingeladen wird von den großen Industriefirmen oder so.
Speaker: Das kann man sich alles abschminken.
Speaker: Bauwende Deep Dive, der Podcast mit Hinrich und Sandra.
Speaker: Wir sind zwei Bauwende-Aktivistinnen und wollen der Frage auf den Grund gehen, wie wir die Bauwende ins Rollen bekommen.
Speaker: Hallo Hinrich.
Speaker: Hallo Sandra.
Speaker: Und hallo Dirk.
Speaker: Dirk Schamer.
Speaker: Hallo Hinrich und Sandra.
Speaker: Hallo.
Speaker: Also ich habe hier ein bisschen was vorbereitet, weil du hast wirklich viel gemacht in deinem Leben und deswegen lese ich das jetzt einfach vor.
Speaker: Heute begrüßen wir Dirk Schamer.
Speaker: Dirk Schamer ist Architekt, Gründer und Geschäftsführer von Delta Grün Architektur in Lüneburg und einer der prägenden Akteure des modernen Strohbaus in Deutschland.
Speaker: Seit mehr als 25 Jahren plant er energieeffiziente, wohngesunde Gebäude aus Holz, Stroh und Lehm, vom Experimentalbau bis zum mehrgeschossigen Wohnungsbau.
Speaker: Über die Planung hinaus hat Schama wichtige Strukturen für den Strohbau mit aufgebaut.
Speaker: 2002 etwa initiierte er das Deutsche Strohballenbaunetzwerk und gründete im Ökodorf Siebenlinden den Fachverband Strohballenbau Deutschland, dessen Vorstand er bis 2016 angehörte.
Speaker: Mit der Gründung von Baustroh trug er zudem dazu bei, Stroh als qualitätsgesicherten Dämmstoff für das professionelle Bauen zu etablieren.
Speaker: Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu Brand-, Wärme-, Schall- und Feuchteschutz begleiteten diesen Weg.
Speaker: Projekte wie Strohpolis, das norddeutsche Zentrum für nachhaltiges Bauen, Speicherbogen, Strohtel und Querbeet zeigten die Entwicklung vom Pionierbau bis zum mehrgeschossigen gemeinschaftlichen Wohnungsbau.
Speaker: Der rote Faden seiner Arbeit, bauen, erproben, forschen, Standards schaffen und Wissen weitergeben, mit dem Ziel, ökologisches Bauen aus der Nische in die reguläre Architektur zu überführen.
Speaker: Und damit bist du prädestiniert für unseren Podcast und herzlich willkommen.
Speaker: Ja, hallo, herzlich willkommen, Dirk.
Speaker: Aber jetzt übergeben wir dir das Wort.
Speaker: Wie bist du, außer dem, was Hindrich schon gesagt hat, denn da hingekommen, wo du heute stehst?
Speaker: Und was waren die Meilensteine, die dich dabei besonders geprägt haben?
Speaker: Ähm...
Speaker: Ja, also ich habe Zimmerer gelernt und so wie es das Schicksal wollte, war das eine Zimmerei, die sich gerade aufmachte, mit Lehm zu bauen.
Speaker: Das war 1987 und auch mit Stroh.
Speaker: Und wir haben Recycling, Reuse und sowas gemacht.
Speaker: Wir haben alte Fachwerkhäuser wieder neu aufgestellt.
Speaker: Und das hat sozusagen meine Begeisterung für Holz und Lehm jedenfalls geweckt.
Speaker: Stroh als Beimengung für Lehm.
Speaker: Und ab da habe ich sozusagen die Welt durch diese Augen gesehen und da gab es kein Zurück mehr.
Speaker: Also alles, was dann kam, war klar, ich möchte gerne Architektur studieren, weil das den größeren Zusammenhang verstehen und darüber dann weiter mit Holz, Stroh und Leben.
Speaker: Und dann, das war der Teil, also Zimmerei, Studium.
Speaker: Und dann kam das Ökodorf Siebenlinden und der Wunsch der Leute dort, noch mal weitgehender das ökologische Bauen zu betreiben.
Speaker: Auch den typisch, den bis dahin vorhandenen Holzrahmenbau irgendwie noch mal zu hinterfragen oder eben und trotzdem nicht nur für sich eine Lösung zu finden, sondern auch beispielhaft zu sein, modellhaft zu sein und dann
Speaker: Gab es da einige, die den Strohbau, den Strohballenbau aus Amerika kannten, 97, 98 war das dann.
Speaker: Und dann haben die gesagt, komm mal vorbei, hier kommen zwei von einer internationalen Konferenz, die erzählen uns das, wie das geht.
Speaker: Und ich habe gesagt, das schimmelt doch.
Speaker: wenn man das ganz alleine einsetzt.
Speaker: Genau, und so ging das weiter.
Speaker: Es sind natürlich mehrere Punkte noch.
Speaker: Du hast Zeit, oder?
Speaker: Wir wollen die hören.
Speaker: Also du hast quasi Architektur schon studiert mit dem Fokus auf Stroh und Leben.
Speaker: Wie war das denn?
Speaker: Also in meinem Studium kam es nicht vor, kam das in deinem Studium dann vor?
Speaker: Nee, auch nicht, aber weil ich absichtlich eben an eine Hochschule gegangen bin, die Projektstudium macht,
Speaker: Und ich so, nebenbei bin ich ja noch aus dem Wendlern, Blycho, Dangenberg, Gorleben, da war die Devise, es gibt nichts Gutes außer man tut es.
Speaker: Und da vor allen Dingen gegen irgendwas sein, also vor allen Dingen nicht gegen irgendwas, sondern gegen eben das atomare Zwischenlager und so weiter.
Speaker: Aber ich bin dann da rausgegangen mit dem, es gibt nichts Gutes außer man tut es für irgendwas.
Speaker: Und dann habe ich mir einen Platz gesucht, eine Hochschule, in der ich Projektstudio machen kann.
Speaker: Ich kann mir viel mehr Studieninhalte selber dahin bauen, wo ich sie haben will.
Speaker: Und das ist auch ziemlich gut gelungen.
Speaker: Also wir haben dann ziemlich gleich eben mit einer ersten Gruppe, sozusagen mit einer Studierendengruppe ein Projekt machen können, tatsächlich genau für das Ökodorf Siebenlinden.
Speaker: NutzerInnen beteiligte Planung, das war 1994.
Speaker: Genau, aber sonst war das natürlich exotisch und trotzdem waren da eben Professoren, also lauter Alt-68er, die da in ihren letzten Jahren waren, die auch mehr wollten, die Lust darauf hatten, wo offene Türen da waren.
Speaker: Super.
Speaker: Ja, also wie ging es dann weiter?
Speaker: Schilde ruhig die nächsten Steps von deinem Werdegang.
Speaker: Und was mich schon noch interessieren würde, weil mir nicht klar ist, ob jeder das Ökodorf Siebenlinden kennt und dem das was sagt.
Speaker: Vielleicht kannst du dazu auch noch mal zwei, drei Worte sagen.
Speaker: Genau, also heute ist das Ökodorf Siebenlinden eine kleine Siedlung geworden, die eben an etwas über 150 Menschen wohnen da, Erwachsene und Kinder.
Speaker: Und die Idee war, ich weiß gar nicht, die fing an, natürlich, bevor ich sie kennengelernt habe, wahrscheinlich Ende der 1980er Jahre, waren das Gruppen, die sich aus den Städten kamen, die die Idee hatten, wir gründen eine neue Siedlung ganz außerhalb, selbst versorgt und neu, ohne irgendwelche gesellschaftlichen Bindungen, mit allem, was gut ist, sag ich mal.
Speaker: Und dann war die Wende, dann gab es sozusagen plötzlich auch Möglichkeiten, das umzusetzen, die es in Westdeutschland vorher nicht gab.
Speaker: Wir haben ja sozusagen vom Baugesetzbuch her nicht die Möglichkeit, irgendwo im Außenbereich neue Siedlungen zu gründen, sondern das sind immer Erweiterungen.
Speaker: Und diese Erweiterungen, das bringt natürlich mit sich, dass man eigentlich zu viel Normales mit dabei hat.
Speaker: Und dann gab es eben...
Speaker: verschiedene Möglichkeiten.
Speaker: Wir haben eben in 93, 94 im Studium ein Standort in Sachsen-Anhalt dann mit den Studierenden zusammen.
Speaker: wie der funktionieren könnte, gab dann noch einen.
Speaker: Und dann der dritte, eben der ist es dann geworden, an dem ich dann auch 97, 98 meine Diplomarbeit für BenutzerInnen beteiligte Siedlungsplanung unter Berücksichtigung von Geomantie und Permakulturplanung, die dann sozusagen von anderen mit dazu kamen,
Speaker: machen durfte.
Speaker: Genau, also und das, genau, weitere Ziele des Ökodorfs, also am Ende ist es eben, ja, war dann zu der Zeit eben Neubauen, weil man eben alles das, was es schon gab, sozusagen einfach besser neu machen wollte.
Speaker: Heute würde wahrscheinlich würde sich so eine Siedlung einfach ganz klar mitten im Bestand gründen und nicht neu bauen, denke ich mir.
Speaker: Was natürlich aber auch den sozialen Aufbau etwas schwieriger macht, weil im Bestand sind eben auch andere Menschen und mit denen kann man dann nicht freie Liebe und gemeinsame Ökonomie und was alles noch für Ideen dabei waren oder sind oder ganz neue Spiritualität ausprobieren.
Speaker: Genau, das waren, so weit fassend war das eben.
Speaker: Und dann gab es eben Menschen, die gesagt haben, wir müssen noch ganz anders bauen.
Speaker: Wir können mit Holz, Stroh und Lehm im Grunde vom Acker, vom Wald, aus dem Boden Häuser bauen.
Speaker: Und dann ist das das, was wir brauchen, höchsten Energiestandard, vielleicht dreigeschossig mitten auf dem Land, was für Norddeutschland viel ist, aber um nicht so viel Boden zu versiegeln.
Speaker: Und das ist da angefangen worden, an diesem Standort dann 1998 und seitdem habe ich sie begleitet und mehrere Objekte dort geplant, immer NutzerInnen beteiligt.
Speaker: Bis 2022, würde ich sagen, war dann mein letztes Projekt dort.
Speaker: Also Hinrich, du hattest ja noch gefragt, wie kam es dann zur Gründung von Delta Grün?
Speaker: Vielleicht ist das auch noch so ein Meilenstein, der uns hier oder die Gästinnen, Hörenden, meine ich, interessieren würde.
Speaker: Ja, also genau, tatsächlich habe ich mein Büro ja im Jahr 2000 gegründet.
Speaker: Also zwei Jahre war ich angestellt, habe Holzrahmenbau gelernt in einem anderen Architekturbüro, das bundesweit aufgestellt war von der Methodik her.
Speaker: Und dann habe ich eben bis 2021 sozusagen als Einzelunternehmer, Freiberufler das Architekturbüro gehabt und mit dem großen Projekt Querbeet, was wir eben
Speaker: vorletztes Jahr fertiggestellt haben, 40 Wohneinheiten.
Speaker: Als das kam, war klar, das möchte ich sozusagen nochmal umfirmieren, auch auf eine GmbH und Leute angestellt, richtig als Angestellte, nicht mehr nur als freie Mitarbeitende.
Speaker: Und das war ein rein, also Delta-Grün war sozusagen so gesehen als GmbH einfach aus reinen Seuchenüberlegungen und dann war klar, okay, da können wir uns nochmal einen neuen Namen geben.
Speaker: Was ist es denn eigentlich, was uns treibt, was mich treibt, war eben sozusagen das Delta und das Grün, also einfach schon mit Blick auf zum Beispiel Lebenszyklusanalyse wirklich so,
Speaker: das im Unterschied Bessere zu tun und zwar das Bestmögliche, aber eben vor allen Dingen auf das Delta immer zu gucken.
Speaker: Das heißt Delta im Sinne von mathematische Delta.
Speaker: Also ich gucke mir an, was es gibt oder was ich machen könnte und was sind meine Möglichkeiten und dann tue ich das Bestmögliche, den bestmöglichen Unterschied.
Speaker: So ist der Name und so ist die Gründung dafür.
Speaker: Und
Speaker: Genau, und jetzt sind wir wieder in einem neuen Projekt unterwegs, 2026 eben mit einem schönen Projekt, was wir gerade wieder machen dürfen.
Speaker: Also bevor wir darauf eingehen, würde ich gerne noch mal eine Verständnisfrage.
Speaker: Also du hast während deiner Diplomarbeit für Siebenlinden diese Siedlung mitentwickelt.
Speaker: Habe ich das richtig verstanden?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also das war die Idee, dass ich die Siedlung mitentwickle.
Speaker: Und dann ist es aber, und es waren wirklich teils 40 Menschen immer dabei, an mehreren Wochenenden haben wir da eben nach einer Methodik, ich habe Bezug genommen auf die Mustersprache von Christopher Alexander, auf Kohousing, auf Leberecht Miggel, der sozusagen aus der Gartenstadt-Bewegung kam, oder war sozusagen das damit verarbeitet.
Speaker: Und wir haben eben auch Methoden ausprobiert, wie geht eigentlich Partizipation
Speaker: mit uns Menschen in einer Form, die einfach auch gelingen kann.
Speaker: Nicht nur jeder sagt, was er will, sondern es wird sozusagen nochmal auch in guter Form eingeübt.
Speaker: Das war auch Teil, also die Methodik der Partizipation war auch Teil dessen, aber eben genau die genannten Grundlagen.
Speaker: Und
Speaker: Dann ist daraus ein Diplom geworden.
Speaker: Diplome haben ja immer auch ihre eigenen Notwendigkeiten, was man dann irgendwann darstellen muss.
Speaker: Also so eine gewisse Eigenständigkeit dann, Loslösung von der in der Partizipation erreichten Ziele.
Speaker: Und das lag dann da, das liegt dann da als Ergebnis.
Speaker: Und dann war aber eben tatsächlich...
Speaker: war auch ein Wechsel der Menschen dort und der Herangehensweise, wie das dann so ist, es ist ein Architekt dort hingezogen, der aus meiner Sicht so ein bisschen aus der alten Schule war, dem waren Sichtachsen wichtig, so eine 70er Jahre Schule irgendwie, also war und Masterplan und so weiter, damit ist er aber auch ein bisschen gescheitert, weil eben letztendlich wirklich die Menschen da vor Ort eigentlich immer...
Speaker: gefragt werden müssen.
Speaker: Und das ist auch ein Stück weit nicht gut gelungen, würde ich sagen, denn das Problem mit so einer wachsenden Siedlung, die keinen richtigen Masterplan hat, ist halt auch, naja, was schon da ist, ist schon da.
Speaker: Und die, die das, was schon da ist, sich daran gewohnt haben, was sie damit können, die wollen eben nicht im Ausblick noch ein Haus im Weg stehen haben.
Speaker: Okay.
Speaker: Das hätte sozusagen vorher im Plan sein müssen, damit man hätte sagen können, das ist doch klar, dass wenn ihr 300 Menschen wollt, dass wir hier nicht nur mit sechs Häusern am Ende enden werden oder so.
Speaker: Also das ist gelungen im Prinzip, nur das zeigt sozusagen alle, die sich mit partizipativen Prozessen beschäftigen, die Herausforderungen, die im Menschlichen da liegen, die sind wir natürlich da auch.
Speaker: Klar.
Speaker: Hast du dann auch selbst dort gelebt oder lebst du dort?
Speaker: Nee, genau.
Speaker: Das habe ich nicht gemacht.
Speaker: Das war meine Situation so kurz davor und dann habe ich mich dagegen entschieden, aus methodischen Gründen, wenn man so will, weil ich eben gesehen habe, dass ich quasi nur gut oder für mich das ganz starke, klare Gefühl hatte, ich kann nur professionell arbeiten, wenn ich nicht Teil der Gruppe bin.
Speaker: Und das sehe ich auch heute noch so.
Speaker: Und das bestätigt sich eigentlich in jedem einzelnen Projekt wieder neu, wenn ich nicht eine innere Distanz haben kann, auch zu den Interessen des Bauherrn.
Speaker: Eine Nähe einerseits, aber eben auch eine innere Distanz, dann geht die professionelle Rolle verloren.
Speaker: Ich wollte gerade sagen, das ist ja eine Rollenklarheit, dass du nicht Teil der nutzenden Gruppe bist, sondern quasi wirklich als Architekt dort...
Speaker: mitbesprichst, aber in der Rolle des Architekten bleiben kannst.
Speaker: Mach keine Geschäfte mit Freunden, oder?
Speaker: Oder irgendwie so in der Art.
Speaker: Ja, spannend.
Speaker: Zwei Fragen.
Speaker: Du hast vorher das Wort Lebenszyklusanalyse aufgeschrieben, das hast du im Vorgespräch auch schon mal erwähnt.
Speaker: Und vielleicht magst du es uns und den Hörenden erklären, was bedeutet es und was, wenn du sagst, das ist ein Transformationsinstrument, wie kommt es und warum?
Speaker: Ja, da springen wir dann ja so richtig weit.
Speaker: Da springen wir jetzt richtig rein.
Speaker: Genau, also ich würde sagen, in der Phase Ökodorf Siebenlinden war halt noch viel gefühltes ökologisches Bauen, also Leben ganz klar, Holz ganz klar.
Speaker: Und dann haben sich einfach, wie man es auch so kennt aus der Ökobauszene, viele, viele Lösungen.
Speaker: Jeder hat so das Gefühl, das Ereignis ist das Beste und es gab keinen richtigen Maßstab.
Speaker: Wir hatten ansonsten draußen
Speaker: das heute, ich kann es immer noch nicht sagen mögen, das Gebäudemodalisierungsgesetz, damals hieß es ENEV und dann hieß es GEG.
Speaker: Also wir konnten den Wärmebedarf im Betrieb ausrechnen und so weiter.
Speaker: Dann auch das CO2 und dann auch die Primärenergie nicht erneuerbar, also der Teil.
Speaker: Also es gab sozusagen eine fortschreitende Methodik, die unbefriedigend war.
Speaker: Auf der methodischen Seite, es gab sozusagen viel Gefühltes, Richtiges, gibt es auch heute immer noch,
Speaker: Und mal ist es richtig, mal nicht.
Speaker: Und das, was ich schon als Durchbruch sehe, bei aller Kritik an Bürokratie von großen Nachhaltigkeitsbewertungssystemen, ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbewertungssystemen, wo man ja sagen kann, mein Gott, da bezahlen wir jetzt viele Menschen nicht mehr für das produktive Bauen, sondern nur noch für Qualitätssicherung aufschreiben, Zettel heranholen, nachweisen und ein bisschen besseres Bauen.
Speaker: Jetzt mal dem vorgegriffen, wo das noch hinführt.
Speaker: Aber zurück zur Lebenszyklusanalyse.
Speaker: Es gibt eben die Idee, dass wir sozusagen nicht nur den Wärmebedarf im Betrieb darstellen, ausrechnen, sondern eben auch früher eine Weile hieß es graue Emissionen, grauen Energiebedarf, also die...
Speaker: den Herstellungsenergiebedarf bzw.
Speaker: die Emissionen.
Speaker: Hinzu kamen dann alle möglichen anderen Umweltwirkungen und Ressourcenbedarfe, die heute quasi bilanziert werden können, eben über den Lebenszyklus.
Speaker: Eben hatten wir also Betriebsphase, Herstellungsphase.
Speaker: Dazwischen gibt es noch irgendwie...
Speaker: Baustelle, dann gibt es Instandhaltung, dann gibt es eben am Ende Entsorgung und dahinter noch das, was an Potenzial verbleibt nach Ende des Lebenswegs, das Modul, ominöse Modul D.
Speaker: Was im Grunde sozusagen aus dieser Verbrauchen und Wegschmeißen-Ideologie, die wir noch haben, dann das Ganze zum Kreislauf machen würde.
Speaker: Also eben kreislauffähiges Bauen ist da das, was wir dann am Ende das Potenzial wieder nehmen und vorne wieder einführen, anstatt so eine lineare,
Speaker: Und das ist ein tolles Instrument nach wie vor.
Speaker: Und manchmal kommt es mir bloß so vor, um so in so einer lustigen fossilen Analogie zu sein, als hätten wir da einen Porsche Motor auf dem Bobbycar montiert.
Speaker: Weil die kann so viel mehr, glaube ich, davon bin ich überzeugt, für Transformation leisten, als sie das jetzt zur Zeit auf dem Bobbycar gerade macht.
Speaker: Und auch.
Speaker: Ich würde gerne nochmal, also wir bleiben, wir haben diesen Sprung im Kopf, den wir gerade gemacht haben.
Speaker: Ich hätte jetzt, und bitte sieh uns das nach, wir sind ja zwei Menschen, die so unterschiedliche Fragen stellen.
Speaker: Ich würde gerne noch einmal, nochmal einen Schritt zurück mit meiner Frage, weil ich mir gerade so versuche vorzustellen,
Speaker: Das war ja Pionierphase, oder?
Speaker: Also das klingt ja so richtig, also ich habe da so ein Bild vor dem Kopf, sieben Linden, Ökos, die mit Stroh selber Häuser bauen, das ist Pionierphase, so erlebe ich das oder korrigiere mich.
Speaker: Und du bist ja dann diesen Weg gegangen, diesen Sprung haben wir gerade ja sehr groß gemacht, du warst dann bei der Professionalisierung dabei, du bist einer der Akteure und das fände ich nochmal spannend,
Speaker: Wenn du diesen Weg nochmal so ein bisschen skizzieren kannst, also wie entstanden denn dann überhaupt die Fragen?
Speaker: Oder wie ist plötzlich aus dem Öko, der nach Gefühl gebaut hat, der du vielleicht nie warst, aber in deiner Umgebung, der Profi geworden?
Speaker: Naja, also dann gab es diesen kleinen Informationsabend 1999 mit David Eisenberg und Harald Wedig, die auch beide noch aktiv sind, die quasi David Eisenberg aus den USA, Harald Wedig Deutscher, der eben die beide...
Speaker: der Deutsche sozusagen schon das, was aus Amerika da kam oder wiederentdeckt wurde, nachdem es vor über 100 Jahren da schon mal stattgefunden hat, eben die Strohbauweise.
Speaker: dahin brachte auf Einladung von den Siebenlindnern, da kommen natürlich noch jede Menge Abzweigungsgeschichten, also ich werfe nur rein, Club 99 ist eine Untergruppierung gewesen im Ökodorf Siebenlinden, die sich noch genauer überlegt haben, was sie wollen und dazu zählte eben die Strohbauweise.
Speaker: Und dann ging ich da raus den Abend und hab gesagt, na gut, okay, mach ich jetzt.
Speaker: Und klingt gut, ich baue es erstmal für mich, bevor ich das für irgendjemand anderen baue.
Speaker: Und hab dann zack, mir beim Freund auf dem Grundstück hinten gesagt, komm, ich baue da was hin und zieh da ein.
Speaker: Und dann haben wir das gemacht.
Speaker: Das war ein 40 Quadratmeter Ateliergebäude, wo ich dann selbst gewohnt hab.
Speaker: Und parallel waren sie in Linden, die wollten das auch, aber waren ein bisschen langsamer, weil sie einfach ein größeres Vorhaben hatten und weil sie für dieses Vorhaben alles komplett per Hand, komplett recycelt, komplett aus dem Wald, komplett aus dem Boden dafür geholt haben.
Speaker: Und dann eben dieses Gebäude, das auch an einigen Stellen veröffentlicht ist, erstellt haben.
Speaker: Aber was wir dann erlebt haben bei diesen beiden Gebäuden, war sehr prägend.
Speaker: Nämlich die Frage, wir wollen es, bis dato, es gab schon ein paar andere Stohhäuser, das waren alles keine illegalen Bauten, aber es wurde einfach gebaut.
Speaker: Und die Idee, die Sieben Linden getragen hat, weil wir wollen ja auch modellhaft sein, also muss das alles beantragt, genehmigt sein.
Speaker: Und dann kam so viel Gegenwind.
Speaker: Das brennt doch natürlich und das kann ja gar nicht halten.
Speaker: Wir wollten ja eigentlich auch lasttragend bauen, so wie die Vorbilder in Nordamerika.
Speaker: Wir mussten dann bei dem ersten Haus 6 cm Lehmputz machen, wegen der vermeintlichen Leichtentflammbarkeit.
Speaker: Wenn wir das heute in Feuerwiderstandstest geben würden, würde da F240 rauskommen oder so bei 6 cm.
Speaker: Lehmputz also so hoch schossen sozusagen, die schoss die Gegenreaktion der vermeintlichen oder der Experten, der anerkannten Experten, die aber einfach nicht gewohnt waren, was wir da machen wollten.
Speaker: Und das wäre das Stichwort für die nächste längere Rede.
Speaker: Ich lasse euch nochmal dazwischen erstmal.
Speaker: Genau.
Speaker: Genau, also so habt ihr die Konfrontation mit der Realität, mit der Expertenwelt gesucht offenbar und seid auf Widerstand gestoßen.
Speaker: Du hast erwähnt Strohballenbau, vielleicht kannst du nochmal einfach eine begriffliche Klärung machen, weil ich mir nicht sicher bin, ob das jedem klar ist, was genau ist denn eigentlich Strohballenbau?
Speaker: Und du hast auch davon gesprochen, ihr wolltet es lastabtragend machen.
Speaker: Was wäre dann da der Unterschied?
Speaker: Also wovon sprechen wir da eigentlich?
Speaker: dass mal jeder so ein Bild bekommt.
Speaker: Und ich schieße, das mache ich gerne, noch gleich eine zweite Frage hinterher.
Speaker: Was ist eigentlich so geil an Strom?
Speaker: Genau, also das ist einfach schon da.
Speaker: Es hat sozusagen CO2 aus der Luft gebunden durch das Wachstum.
Speaker: Und wenn wir es wieder in die Erde gehen lassen, was wir wollen, damit der Boden, die Humusbilanz stimmt, der Nährstoffkreislauf gut ist,
Speaker: dann würde es dieses CO2 wieder in spätestens fünf Jahren komplett abgegeben haben.
Speaker: Wenn wir es aber rausnehmen aus dem Kreislauf, dann können wir das verzehnfachen, die Verweildauer des CO2, genau das, was wir brauchen, also 50 Jahre.
Speaker: Damit wären wir sozusagen, was die Klimakrise angeht, über den Berg.
Speaker: Also könnten wir sozusagen massenhaft CO2-Speicher bauen mit diesem Stroh,
Speaker: Und das Interessante ist, also das sind natürlich Dinge, die habe ich damals, die haben wir ungefähr so gesagt am Anfang.
Speaker: Heute sage ich sie so, weil wir uns noch viel genauer damit beschäftigt haben, unter anderem wegen der Lebenszyklusanalyse.
Speaker: Also wir haben Millionen Tonnen Stroh im Jahr zur Verfügung.
Speaker: Damit können wir Millionen Quadratmeter Häuser dämmen.
Speaker: Das sind alles große Summen.
Speaker: Und wir können auch Millionen Tonnen CO2 pro Jahr binden, also ungefähr vier Millionen Tonnen mit der jährlichen Ernte.
Speaker: Wenn wir von der jährlichen Ernte 10 bis 20 Prozent nehmen würden, was frühere Studien gezeigt haben, das ist in Ordnung, wenn wir das rausnehmen.
Speaker: Stört die Landwirtschaft und auch die nachhaltige Landwirtschaft nicht groß.
Speaker: und ist machbar und bringt ein irres Potenzial an Bauen.
Speaker: Wir können auf den Schlag, könnten alle gebrauchten deutschen Wohneinheiten, wenn man denn meinte, man müsste sie neu bauen, könnten wir damit dämmen, also Außenwand und Dach.
Speaker: Und 4 Millionen Tonnen sind das 1,7-fache der jährlichen Inlandsflug-Emissionen, die man da mit binden könnte.
Speaker: Also es ist einfach schon da.
Speaker: Es bindet CO2, der sonst einfach zurückgehen würde.
Speaker: Und das ist ein entscheidender Unterschied zum Holz beispielsweise.
Speaker: Also ja, über eine ganz lange Rotation geht auch das Holz auch im Wald wieder zurück.
Speaker: Aber wir haben eben die Situation, dass wir die Zeit nicht haben, jetzt so viel Wald entstehen zu lassen, so viele Bäume, damit wir da so viel mit bauen können.
Speaker: Das ist ein sehr langsamer Zyklus.
Speaker: Und wir wissen auch, dass das Ökosystem Wald auch noch ganz andere Aufgaben hat und auch Probleme hat, weswegen wir nicht jetzt plötzlich alle Häuser holzmassiv bauen können, nur um sozusagen die Speicherwirkung hochzudrehen.
Speaker: Und beim Stroh könnten wir das aber quasi bis zum Anschlag, so weit, wie wir es überhaupt nur verbauen könnten, könnten wir den Regler aufdrehen und hätten richtig, richtig, richtig viel CO2-Speicherpotenzial gewonnen.
Speaker: Das ist die Frage, die zweite Frage, die du gestellt hast, was ist daran so gut?
Speaker: Es ist einfach schon da, es könnte einen riesengroßen Beitrag leisten, es wäre viel günstiger als irgendwelche technischen Kohlendioxidentnahmen, das zu tun und hätte nebenbei noch den Zweck, dass man da drin wohnen kann.
Speaker: Genau, und ich weiß jetzt gar nicht mehr deine erste Frage.
Speaker: Die technische Frage, was ist das eigentlich?
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Genau, also und dann stellt sich ja die Frage, dann sind da eben, es ist einfach schon da, und zwar in welcher Form.
Speaker: Aha, Quaderballen, okay, das änderte sich gerade immer mehr und ändert sich, weil Rundballen und so weiter.
Speaker: Aber in der alten, ganz klassischen, traditionellen oder lange, viele Jahrzehnte typischen Form, die Quaderballen sind wie Bausteine, kann ich übereinander stapeln, das wäre dann lastabtragender Strohballenbau.
Speaker: Mit ein paar Verfahrenskniffen geht das auch ganz in Ordnung.
Speaker: Also da gibt es auch Menschen in Deutschland, die nach wie vor daran arbeiten, das vielleicht bis zweigeschossig hinzukriegen, vielleicht dann eben eher mit den ganz großen Quaderballen, 1,20 Meter dicke Wände, das muss man wollen und können vom Grundstück und so weiter, aber hätte natürlich eine tolle Speicher.
Speaker: Menge, das Lastabtragende und ich habe mich dann direkt erst mal davon verabschiedet und bin sozusagen in den Holzbau damit gegangen.
Speaker: Klar, ich bin Zimmerer, dazu sage ich zum Holz natürlich nicht nein, aber auch, weil mir das so vorkam, als wenn das sozusagen relevant werden soll, dann können wir nicht darauf warten, dass wir mit diesen elastischen Ballen viergeschossige Gebäude lasttragend bauen können, nur um Holz zu sparen, das ja auch
Speaker: trotz der allem immer noch ein nachhaltiger Baustoff ist.
Speaker: Also eben dann ausfachen.
Speaker: Das ist sozusagen die zweite Methode.
Speaker: Alles zusammen ist der Strohballenbau oder Strohbau, wie man möchte.
Speaker: Ich finde Strohballenbau wieder gut, weil es, wir haben eine Weile gedacht, wir wollen das nicht mehr so nennen, um offener zu sein.
Speaker: Ich finde es wieder gut, weil es sozusagen diese ganz kurze Kette symbolisiert.
Speaker: Wir nehmen wirklich die Ballen, stellen die in die Wand rein, verpressen die in den
Speaker: im Holzrahmen sozusagen irgendwie gebaut und dann haben wir Wände, die sozusagen wandbildend sind, die dämmend sind.
Speaker: Wir haben sofort eine passivhaustaugliche Außenwandhülle ohne weiteren Aufwand, ohne weitere Schichten.
Speaker: Da kommt nur noch, wenn wir wollen, beidseitig Leben drauf, dann muss außen eine Holzschalung hin.
Speaker: Wenn wir das nicht wollen, kommt ein Kalkputz drauf.
Speaker: Fertig ist die
Speaker: Und da kommt die Lebenszyklusanalyse wieder ins Spiel, fertig ist die ökologischste Wandbauweise, die ich kenne und die ich in Vergleichen, wenn ich es irgendwie tue, errechne, solange jedenfalls gute Dämmung eine Rolle spielt.
Speaker: Mit einer Jurtenwand brauche ich mich nicht vergleichen, da spielt Dämmung keine Rolle und es gibt sicher noch irgendwelche dazwischen.
Speaker: Wenn man dann zum Beispiel sagt, Dämmen ist vielleicht doch nicht mehr so richtig, dann mag es noch was anderes geben.
Speaker: Wow.
Speaker: Auch dieser Absatz hat irgendwie wahnsinnig viele mögliche Abbiegungen.
Speaker: Ich habe die Frage, jetzt hast du gesagt, wenn du es errechnest und es geht auch um Zulassungen, gibt es denn dafür Zulassungen und brauche ich die?
Speaker: Also jetzt in einem Einfamilienhaus.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Wir haben ja Landesbauordnung, da müssen wir Bauprodukte einsetzen.
Speaker: Wir haben das EU-Bauproduktengesetz.
Speaker: Da braucht es sozusagen, um es irgendwas in Handel zu bringen, mindestens eine CE-Kennzeichnung.
Speaker: Und wir brauchen Leistungserklärungen.
Speaker: Wir brauchen die geteilte Verantwortung von jemandem, der was herstellt und sagt, das, was ich hergestellt habe, kann das und das.
Speaker: Darunter können wir nicht mehr zurück.
Speaker: Das kennen wir sonst unter Umstrichen Verbraucherschutz von Nahrungsmitteln ja genauso.
Speaker: Wir möchten ja nicht...
Speaker: irgendwas essen, von dem niemand verantwortet, dass es auch essbar ist, sondern das soll beim Bauen so sein.
Speaker: Und dann kommt, wir kommen noch aus einer Welt, wo wir gerade eben dachten, wir können den Lehm aus der Grube verwenden, den Balken aus dem Wald so direkt.
Speaker: Und ein bisschen geht das auch noch, aber wir müssen sozusagen die Baustoffe, die wir so zur Verfügung haben, genau die drei, Stroh, Lehm und Holz, müssen wir ein bisschen dem System, was wir da jetzt geschaffen haben von Bauprodukten her, ein bisschen schmackhaft machen, ein kleines bisschen reintunneln.
Speaker: Und dieses Reinpundeln von Stroh geht so.
Speaker: Also wir haben eben erst eine DIBT-Zulassung gehabt.
Speaker: Die kennt kaum einer noch, weil die geendet oder ein paar wenige gibt es noch.
Speaker: Mit Z vorne dran.
Speaker: Dann hat das gewechselt 2014 ungefähr.
Speaker: Sind wir zu den EU-Zulassungen beziehungsweise.
Speaker: Ganz kurze Zwischenfrage.
Speaker: Wofür steht DIBT?
Speaker: Ja, danke.
Speaker: Genau die Abkürzung.
Speaker: Deutsches Institut für Bautechnik.
Speaker: in Berlin, die sich um sowas kümmern.
Speaker: Und genau, dann hat es ja sozusagen eine EU, gibt es eine EU und die sagt, ey Deutschland, du kannst da nicht mehr was machen, was du willst, sondern du musst es so machen, dass der Marktzutritt der anderen EU-Länder und Unternehmen möglich ist.
Speaker: Und deswegen gab es eben diese...
Speaker: europäischen Systeme unabhängig nochmal von den Normen, also Bauproduktzulassungen, die jetzt nicht mehr Approval heißen, sondern Assessment, also eine European Technical Assessment, europäisch-technische Bewertung, das A. Assessment ist eben eine etwas andere Logik.
Speaker: Und genau, wenn ich darüber rede, mich reden höre, dann merke ich eben, das ist sozusagen 2002, hatte ich davon keine Ahnung.
Speaker: Ich war sozusagen eher auf der Guerilla-Seite unterwegs des Bauens.
Speaker: Also erstens, ich habe gefühlt, weiß ich schon, was gut ist im Bauen.
Speaker: Zweitens, ich will es einfach bauen, ohne dass ich auf irgendwen außen achten muss.
Speaker: Und dann kam eben der 6 cm Lehmputz.
Speaker: für die Zustimmung im Einzelfall, für das erste Gebäude in Siebenlinden.
Speaker: Und dann haben wir das gelernt, was alles da ist, was wir alles tun müssen und haben es einfach gemacht.
Speaker: Wir haben nicht gesagt, das System ist scheiße, sondern wir haben gesagt, darf man das überhaupt sagen im Podcast?
Speaker: So ein Wort, könnt ihr dann Piep machen.
Speaker: Ich bitte darum.
Speaker: Nein, nein, ich meine das schlimme Wort, was ich gerade gemeint habe.
Speaker: Egal.
Speaker: Jedenfalls,
Speaker: Genau, das System ist nicht in Ordnung, also verweigern wir uns.
Speaker: Nee, wir haben gesagt, wir gucken uns das so genau an, dass wir den Tunnel finden.
Speaker: Und wir haben ihn gefunden.
Speaker: Der Tunnel lautet, der Landwirt stellt seine Ballen ganz normal weiter her.
Speaker: Wir fahren die nicht aus ganz Deutschland in irgendeine Halle in Bottrop-Wanne-Eickel, äh, Halle in Bottrop-Wanne-Eickel, fahren die zu einen Tür rein und zu anderen wieder raus und fahren sie in ganz Deutschland verteilt, sondern...
Speaker: der Bau, der Hersteller, was hat das DEBT gesagt, die Sachbearbeiterin?
Speaker: Ja, wo ist denn das Herstellwerk?
Speaker: Ich brauche hier ein Herstellwerk.
Speaker: Ohne Herstellwerk geht hier gar nichts.
Speaker: Ja, und der Landwirt, dann ist das doch der Landwirt.
Speaker: Nee, da haben wir gesagt, das können wir nicht machen, weil der Landwirt, die Landwirte, das wird viel zu kompliziert, wenn wir die in alles einbinden.
Speaker: Die sollen einfach Landwirte sein.
Speaker: Ja, dann geht das nicht.
Speaker: Und so weiter.
Speaker: Und dann kam die Idee zur Firma Baustroh, die dann erst mal nur aus Bierbestand durch ganz Deutschland gefahren ist und der die Baustoffausweisung zum Landwirt gebracht hat, beziehungsweise zum Bauvorhaben.
Speaker: auch da sind, genau, hängen viel zu viele Geschichten ran für heute, das alles zu erzählen.
Speaker: Jedenfalls merkt man ja, da ist so eine ganze Welt von Begriffen, Abkürzungen, Logiken dahinter, die wir einfach, ich habe die einfach angenommen und andere auch.
Speaker: Ein paar sind nicht mitgekommen, die waren sauer, sagen, dass das jetzt die Strohbauweise nicht mehr nur Guerilla ist.
Speaker: oder konnten einfach nicht folgen und möchten es heute gern noch so betreiben.
Speaker: Ich glaube daran, dass wir, wenn wir wirksam und relevant werden sollen, dann müssen wir wollen, dann ist es gut, die Wege zu suchen, in denen wir das, was gut ist, da reinbringen, ohne daraus etwas Falsches zu machen.
Speaker: Eben kein Patent, keine Lizenz, dass die Bauweise bleibt frei, so wie die Ballen auf dem Acker überall frei sind.
Speaker: Bleibt die Bauweise frei, deswegen gemeinnütziger Verein dafür, der die Zulassung trägt oder die Dokumente, die Nachweise hat, damit alle das einfach machen können.
Speaker: Keiner, ich nicht irgendwie Start-up, tolles Unternehmen, Geld verdienen, sondern kein Geld verdienen.
Speaker: und dafür eine gute Idee versuchen, das ins Leben zu bringen und am Leben zu halten.
Speaker: Kannst du das ganz konkret machen?
Speaker: Das heißt, wenn ich jetzt ein Grundstück habe und ein Strohballenhaus bauen möchte, dann kriege ich die Zulassung über die Firma?
Speaker: Wie funktioniert das ganz konkret?
Speaker: Ja, du kannst die Strohballen vom Acker nebenan nehmen, dann würdest du eine Ordnungswidrigkeit nach Landesbauordnung begehen.
Speaker: Außerdem würde dir im Brandfall die Versicherung das nicht bezahlen.
Speaker: Aber du kannst das machen.
Speaker: Also es ist quasi nicht illegal.
Speaker: Ja, was ist es?
Speaker: Eine Ordnungswidrigkeit dann im Sinne der Landesbauordnung.
Speaker: Dann entdeckst du vielleicht, okay, das möchte ich nicht, ich würde das schon gerne versichert haben und außerdem fühlt es sich doof an, da gegen die Bauordnung zu gehen.
Speaker: Also gucke ich, was kann ich dann machen?
Speaker: Dann entdeckst du die Firma Baustroh, die das anbietet.
Speaker: Die bietet zwei Wege an.
Speaker: Das eine anrufen, bestellen, dann Christus geliefert von, sagen wir mal, irgendwoher, möglichst nah.
Speaker: Dann sind es vielleicht doch 200 oder 500 Kilometer.
Speaker: Heute ja schon regional, wenn man sich anguckt, wo die Sachen herkommen.
Speaker: Oder du sagst, ja, aber ich möchte das von hier haben und ich kümmere mich darum, dass ich hier einen Landwirt finde, der mit mitspielt.
Speaker: Dann sagt der Benedikt Käsberg von Firma Bauschow, gut, in Ordnung, dann soll der sich hier bei mir melden.
Speaker: Dann gibt es ein paar, ein bisschen Text und ein paar Absprachen, wie das zu erfolgen hat.
Speaker: Eigentlich wollen wir nur die ganz normalen,
Speaker: landwirtschaftlich guten Ballen, die ein Landwirt pressen würde, wenn ihm was am Herzen liegt an den Ballen.
Speaker: Genau die wollen wir haben, nichts anderes.
Speaker: Und dann würde er zu diesen Ballen von deinem Acker nebenan, im übertragenen Sinne, vielleicht irgendwo rundum in deinen Wohnort fahren oder zu dem Lager oder direkt zur Lieferung auf deiner Baustelle und würde da die erforderlichen Qualitätssicherungen vornehmen.
Speaker: Und dann gibt es einen Lieferschein, auf dem die CE-Kennzeichnung erfolgt, obwohl der Landwirt die Strohballen liefert.
Speaker: Der Lieferschein kommt über die Firma Bausto und da wird sozusagen dann auch die Leistung erklärt, also genau die, die wir brauchen, die normale Entflammbarkeit, die Wärmeleitfähigkeit im Wesentlichen.
Speaker: und die Klarheit, dass es quasi, also eigentlich die Themen Feuer, Viecher, Feuchte, wenn man so will, als Vorurteil, aber es kommt eben die notwendige Ärmeleitfähigkeit einfach, das ist das Wichtige, was wir ja haben wollen von dem Baustoff als erklärte Leistung.
Speaker: Und jetzt sind wir, Entschuldigung, aber jetzt sind wir, also hast du vorher die 6 cm vom Brandschutz erzählt, das heißt, es gibt da jetzt auch eine Brandschutzprüfung dazu oder ihr habt da einen Nachweis?
Speaker: Genau, also mit der ersten DBT-Zulassung Z irgendwas ging einher, dass quasi nachgewiesen war, dass das Baustroh, so wie wir es dann inzwischen genannt haben, oder die Baustrohballen, damit das abgegrenzt ist zu dem, was noch der landwirtschaftliche Ballen ist.
Speaker: Denn der gilt weiterhin versicherungstechnisch als leicht entflammbar, wenn Landwirte ihre Lager versichern.
Speaker: Aber in dem Moment, wo er übergeht in den Baustrohballen, ist es ein qualitätsgesichertes Produkt, das sich im Sinne der Prüfungen, die dafür da sind, als normal entflammbar erklären und verantworten lässt.
Speaker: Das ist das Entscheidende.
Speaker: Es braucht immer für jede erklärte Leistung auch eine Verantwortung, sonst existiert die Leistung nicht.
Speaker: Ich kann eben nicht sagen,
Speaker: Butter kann man essen, wenn ich das nicht auch verantworte, sozusagen, in dem übertragenen Sinne.
Speaker: Und so ist es mit dem.
Speaker: Und dann...
Speaker: Und Brandschutz, das ist sozusagen die Brennbarkeit, die ist mit der damals Zulassung heute ETA, also europäisch-technische Bewertung, erklärt als Leistung, genauso wie die Wärmeleitfähigkeit.
Speaker: Kurze Zwischenfrage, die ETA hat dieses Baustroh zwischenzeitlich auch, also das konnte man einfach überführen oder musste man das neu aufsetzen?
Speaker: Das musste man neu aufsetzen, aber im Wesentlichen ist es am Ende überführt worden.
Speaker: Es ist nur ein völlig anderes Verfahren gewesen.
Speaker: Das eine war ein rein nationales Verfahren und bei dem ETA-Verfahren werden halt alle 27 EU-Tastellen oder wie viele sind es in den europäischen Mitgliedstaaten werden halt dann beteiligt in irgendeiner Form.
Speaker: Und dann gibt es noch andere Regeln einzuhalten.
Speaker: Es braucht sozusagen Erstellungsregeln für dieses Format und so weiter.
Speaker: Aber letztendlich ist es sehr praktisch, identisch bis auf diverse Erleichterungen, die gekommen sind, auch um als Baustoffhersteller tätig zu sein.
Speaker: Da war Deutschland vorher...
Speaker: sehr viel umständlicher, als es eben jetzt wirklich eine gute Änderung, für uns war das eine sehr gute Änderung, auf die ETA umgestellt zu haben, weil die Herstellerei sozusagen, also das Ausweisen der Strohballen hier mit viel weniger Aufwand und Bürokratie verbunden ist seitdem.
Speaker: Also Brandschutz noch zu Ende.
Speaker: Also dann halt der Feuerwiderstand, dafür haben wir viele 10.000 von Euro verbrannt in Braunschweig am Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz, der NPA Braunschweig und haben da auch noch weitere Forschung, Entwicklung gemacht und so.
Speaker: Aber wichtig ist daran zu wissen, also es braucht eben einen Verwendbarkeitsnachweis für die baurechtliche Verwendbarkeit als feuerhemmende Außenwand, wenn man es eben braucht, also für ein Einfamilienhaus in der Regel ja nicht.
Speaker: Aber in dem Moment, wo ich in Gebäude Klasse 3 will, als tragende Außenwand oder in Gebäude Klasse 4 und 5 als nicht tragende Außenwand, brauche ich eben Verwendbarkeitsnachweis, allgemeines bauaufsichtiges Prüfzeugnis, heißt diese Dokumentart oder abgekürzt ABP.
Speaker: Gutes Thema, weil darüber haben wir vorher gesprochen.
Speaker: Also ein Verwendbarkeitsnachweis, ein allgemeines Bauaufsicht, aufsichtliches Prüfzeugnis, ABP, ist dasselbe.
Speaker: Also ein...
Speaker: Nein, das ist eine Form, eine mögliche Form des Verwendbarkeits, also eines Verwendbarkeitsnachweises, in dem Fall für Brandschutz viel üblich gewesen.
Speaker: Da tut sich was, ich kann es gar nicht genau darstellen, aber wir werden wahrscheinlich zukünftig eher mehr allgemeine Bauartgenehmigungen sehen für nicht genormte Bauweisen.
Speaker: Also bevor wir diesen Deep Dive machen in diese Regulierungswelt, den ich tatsächlich gerne da noch machen würde, weil das ja eine der Hürden zu sein scheint.
Speaker: Wir hatten ja vor kurzem ein Gespräch mit einer Bauträgerin, die voll in diese Welt reingeraten ist und da gelitten hat in dieser Welt.
Speaker: Diesen Deep Dive müssen wir also deswegen noch machen, weil das begegnet uns bei diesen Baustoffen ja sozusagen an allen Ecken und Enden.
Speaker: Würde ich jetzt schon gerne nochmal einmal wieder einen kleinen Schritt zurück in deinen Werdegang.
Speaker: Also du bist voll eingestiegen, hast diesen FASPA, nennt sich das glaube ich, Baustroh gegründet.
Speaker: Und was ist dann FASPA, ist aber parallel auch entstanden, oder?
Speaker: Habe ich das richtig verstanden?
Speaker: Also das eine war diese Baustroh-Geschichte und da muss ich einfach mal sagen, Dankeschön, weil das ist eigentlich eine grandiose Leistung, dass man eben quasi Open Source, so habe ich es verstanden, Zulassungen hat.
Speaker: Also so habe ich das richtig verstanden, oder?
Speaker: Naja, also die, das ein Teil ist daran eben nicht Open Source, weil du als Hersteller musst du, als Player musst du sozusagen mit beschränkter Haftung unterwegs sein, weil du ja eine Produkthaftung auch machen musst.
Speaker: Und da kannst du nicht als gemeinnütziger Fein oder als einfach nur Einzelunternehmer, Privatperson das machen, das wäre unvernünftig.
Speaker: Und das war sozusagen das Zugeständnis an diese Welt, wie die eben funktioniert, aber auch an einen Teil dieser Welt, der eigentlich vernünftig ist, nämlich Verantwortung.
Speaker: auch leisten sozusagen.
Speaker: Dann hat die Baustroh GmbH, wie sie heute auch heißt, dann eben selbst auch eine Produkthaftpflichtversicherung und so.
Speaker: Und da ist halt der Open Source-Gedanke einmal unterbrochen.
Speaker: Das war schmerzhaft, weil wir sozusagen als FASBAR ganz klar auch unser Selbstverständnis haben, dass wir diese Zulassung haben, dass die komplett in der Gemeinnützigkeit liegt.
Speaker: und liegen bleiben kann.
Speaker: Das ging aber auch nicht.
Speaker: Es war sozusagen im Sinne unseres Satzungszweckes sozusagen auch in Ordnung, das entwickelt zu haben oder diese Voraussetzungen dafür geschaffen zu haben.
Speaker: Aber wir haben dann eigentlich beinahe sofort gemerkt, dass das eben ausgegliedert sein muss.
Speaker: Und dann ist eben die Firma Bausto ins Spiel gekommen und die
Speaker: ist nicht Open Source.
Speaker: Letztendlich hat sie quasi den Finger daran, passiert es oder passiert es nicht.
Speaker: Aber alle, die dabei sind, die wissen, dass die Beteiligten, die das heute noch machen, dem Gedanken so eng verbunden sind, dass niemals auch nur ein Funke Misstrauen aufkommen müsste.
Speaker: Er taucht natürlich trotzdem auf, weil wenn es nur, wenn es irgendwo von nur eine Firma gibt, dann gibt es immer Menschen, die sofort an Monopol denken, an Missbrauch.
Speaker: auch wenn es gar nicht stattfindet.
Speaker: Und damit haben wir in Anfängen auch einige Mitstreitende verloren, die eben aus diesem Guerilla-Blickwinkel einfach diesen Schritt nicht mitgehen konnten und wollten.
Speaker: Also es gab FASPA, war sozusagen der Verein Baustroh, habe ich verstanden, der Verantwortungsträger.
Speaker: Und wenn man jetzt von da ausgehend nochmal so die Frage stellt, wie etabliert ist es denn jetzt diese Strohbauweise?
Speaker: Ist das immer noch ein Nischenprodukt?
Speaker: Also es hat die Guerilla-Phase offenbar verlassen.
Speaker: Es klingt ja so, als wäre es der Baustoff schlechthin.
Speaker: Also wir haben ja auch noch über ein paar Eigenschaften noch gar nicht gesprochen.
Speaker: Das würde ich auch gerne nochmal hören, nämlich insbesondere auch dieses Thema Wärmeschutz.
Speaker: Finde ich spannend, sommerlicher Wärmeschutz.
Speaker: Also wo stehen wir da jetzt?
Speaker: Wir stehen immer noch mit einem Bein in dem Märchen von den drei Schweinchen, wo sozusagen das Strohhaus umgepustet wird und das Schweinchen vom bösen Wolf gefressen wird.
Speaker: Also wir haben, wir stehen im Bauen mit beiden Beinen mitten in Gewohnheiten, die sich ganz schwer ändern lassen.
Speaker: in einem Sicherheitsbedürfnis von Menschen, wenn sie bauen, dass das die Stelle ist, wo sie sich alle am allerwenigsten auf vermeintliche Experimente einlassen oder eben auf nicht irgendwas Festes.
Speaker: Und genau, wir stehen noch nicht da, dass quasi das, was an Möglichkeit einfach da ist, genommen wird.
Speaker: Ich habe neulich auf einem Kongress zur Holzbauweise, war das glaube ich, jemanden über die Grundfunktionen des Kapitalismus oder der Marktwirtschaft reden hören und was ich da als Augenöffner gehört habe, es so jetzt mit meinen Nicht-Volkswirtschaftler-Worten gesagt, dass
Speaker: Also Wirtschaften braucht immer einen Mangel.
Speaker: Am Anfang steht der Mangel und dann gibt, das ist sozusagen die Nachfrage, dann gibt es das Angebot.
Speaker: Und dann entsteht Wirtschaften und dann wird es natürlich auch ausgenutzt.
Speaker: Da haben wir sofort Bilder, wenn sozusagen eigentlich genug da ist, wird es künstlich verknappt, dann kann man den Preis hochtreiben und so weiter.
Speaker: Aber ohne den gefühlten Mangel, ohne den gefühlten Bedarf geht es nicht.
Speaker: Und wir kommen mit dem Stroh daher und sagen, ey, das ist unendlich da.
Speaker: Wir können es nahezu, es stimmt nicht unendlich, aber im Verglichen mit dem, was wir eigentlich direkt verarbeiten können, ist es so unendlich viel.
Speaker: Und das ist ein Geschenk, das ist eine unheimliche Chance, es ist einfach schon da.
Speaker: Aber es folgt überhaupt nicht dieser Logik, die wir sozusagen als so in dieser Wirtschaft lebende Menschen ja tagtäglich vorgelebt kriegen in Werbung in der Stadt, die man sich nicht entziehen kann.
Speaker: Es geht immer darum, irgendeine Eigenschaft zu bewerben, die das andere nicht hat.
Speaker: Und deswegen will ich das haben.
Speaker: Das ist uns noch nicht gelungen, diesen Riesenvorteil auf der einen Seite und dieses Haben-Wollen auf der anderen Seite versus den...
Speaker: ja, den mythologischen Ursprüngen von Sicherheitsbedürfnis und so weiter dem gegenüber so groß zu machen, dass es wirklich eine Sogwirkung gibt.
Speaker: Das ist jetzt quasi aktuell kurz gefasst eine mögliche Deutung.
Speaker: Ich habe viele Fragezeichen weiterhin.
Speaker: Der Holzbau ist, ja, Holzbau hat es ja schon schwer, zumindest hier in Norddeutschland schwer genug.
Speaker: Und dann natürlich so etwas wie die Strohbauweise womöglich erst recht trotz dieses tollen Potenzials.
Speaker: Bei Delta Grün setzt ihr nur Holz und Strohbau um oder wie macht ihr das da?
Speaker: Genau, also schon, ich habe quasi nur ein einziges anderes Gebäude geplant in meiner wie viel 26-jährigen Selbstständigkeit oder und das war eine Tischlerei, die wir gebaut haben, die anfänglich als Schohaus angefangen ist und dann mit USB-Platten und Zellulose geendet ist, einfach aus praktischen Gründen und ich glaube auch Witterung und Bauzeit war dann, wir waren dann gestanden vom Herbst und haben
Speaker: gesagt, das Ding muss fertig werden und dann haben wir umgeswitcht auf das alles andere, was ich seitdem geplant habe, hat Stroh mindestens in den Außenwänden, ein-, zweimal auch im Boden, viele Male in den Dächern, heute hauptsächlich in den Wänden.
Speaker: Und wo stoßt du oder stoßt ihr bei DeltaGrün dann an Grenzen, so Bauwände technisch?
Speaker: Also jetzt hast du gerade ein Beispiel geschildert, wo dann dank Winter ihr an Grenzen gestoßen seid.
Speaker: Also so die Frage, wie viel könnt ihr davon umsetzen, wie viele Menschen können davon leben?
Speaker: Naja, jetzt kann man sozusagen in Wirtschaftstheorie wieder gehen.
Speaker: Womit beginnt irgendwas?
Speaker: Also Menschen wollen bauen.
Speaker: Das ist sozusagen der Mangel.
Speaker: Wenn Sie jetzt entscheiden würden, wir wollen bauen mit Stroh, weil das sozusagen vielleicht wegen einem höheren CO2-Preis, vielleicht wegen der...
Speaker: deutlich gewordenen Klimakrise offensichtlich das bessere Material ist, dann würden die das mehr haben wollen, dann würde es mehr Anbieter geben, dann würde es stattfinden.
Speaker: Jedenfalls nicht an der Regulatorik, scheitert das eigentlich nicht.
Speaker: Höchstens am Verständnis der Regulatorik auf beiden Seiten, auf Seiten derjenigen, die planen und bauen und auf Seiten derjenigen, die zulassen oder genehmigen.
Speaker: Und natürlich ist dann immer der, wer ist zuerst da, die Henne oder das Ei oder so.
Speaker: Also wenn es nicht so viele professionelle Anbieter gibt, Anbietende gibt, dann stehen die guten, großen Architekturbüros bei uns immer.
Speaker: Und warum habt ihr denn nicht so einen Ordner wie von Knauf?
Speaker: Da steht da mit lauter Details und dann können wir das nur noch sagen, was wir haben wollen oder so.
Speaker: Und dann beratet ihr das und dann bestellen wir das sozusagen.
Speaker: Das ist ja auch.
Speaker: Das wäre auch meine nächste Frage tatsächlich gewesen.
Speaker: Gibt es davon, also gibt es irgendwie so eine Art Anleitung dafür?
Speaker: Naja, es gibt Seminare, die man besuchen kann.
Speaker: Es ist eben ganz schön viel Peer-to-Peer sozusagen.
Speaker: Also direktes Lernen auf Baustellen mitmachen.
Speaker: Wir haben, bieten aber auch, also genau, oder auch, und es gibt ein paar Bücher, aber meistens ist es wirklich besser, in den Seminaren zu lernen.
Speaker: weil es auch ein bisschen, wir merken das auch gerade bei den Architekturschaffenden, ist auch ein Tickchen mehr Umdenken gefragt.
Speaker: Wir sind als ArchitektInnen gerne mal so sozialisiert vom Studium her, dass wir sozusagen erst den Entwurf machen und dann darüber nachdenken, womit wird eigentlich gebaut und dann ist das Kind schon im Brunnen gefallen, wenn die Spannweiten zu groß sind und Aussteifung nicht möglich ist und Befensterung zu viel ist oder so.
Speaker: Also dieses...
Speaker: Material optimierte oder angepasste Denken und sozusagen nicht erstmal den Genius nicht da reinzusetzen, erstmal die unendliche Freiheit zu haben und dann muss das Material das schon möglich machen.
Speaker: Dirk, darf ich dich nochmal zurückholen?
Speaker: Zu euch und zu so?
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Wie viel setzt ihr davon um und wo stoßt ihr da bei Delta Green?
Speaker: Ich weiß gar nicht, wie viele Mitarbeiter ihr habt oder du hast.
Speaker: Wir sind jetzt gerade ganz klein geschrumpft.
Speaker: Also das ist sozusagen freie Mitarbeiter und ich.
Speaker: Ja, also wie setzt ihr das da um und wo stoßt ihr da an die Grenzen?
Speaker: Also ich hole dich quasi aus der großen Welt einmal ganz komplett drunter.
Speaker: Irgendwie war auch noch zwischendurch eine große Frage, aber vielleicht bin ich auch nur davon galoppiert, kann gut sein.
Speaker: Ähm, genau, ne, ja, wo stoßen wir an Grenzen?
Speaker: Ja, okay, da bin ich, genau, da bin ich nur abgebogen, jetzt weiß ich es wieder.
Speaker: Ähm,
Speaker: Na ja, an dem, also ich habe genug zu tun, ich mache das, ich habe für mich besondere Fragestellungen daran.
Speaker: Jetzt geht es darum, möglichst kostengünstig zu bauen.
Speaker: Beim letzten Projekt ging es darum, möglichst hoch zu bauen oder möglichst urban zu bauen.
Speaker: Das reicht mir und ansonsten versuche ich damit, also ich stoße an keine Grenzen, weil ich keinen größeren Bedarf für mich habe.
Speaker: Ich sehe ihn nur, wenn dann sozusagen im vorgelebten Tun, denke ich manchmal, es könnten noch mehr machen.
Speaker: Dann werde ich aber auch wieder dazu gerufen zu manch einen Projekten und freue mich sozusagen, dass es
Speaker: Vorhaben gibt, wo 99 Wohnungen in München gebaut werden sollen oder in 300 oder 400 in München irgendeinen neuen Siedlungsbereich oder 400 in... Dass wir die sofort wissen, welches Projekt ist das?
Speaker: Weil das wäre meine nächste Frage gewesen.
Speaker: Wie skaliert man das?
Speaker: Oder 400 irgendwo in Berlin oder so.
Speaker: Das sind dann immer Architekturbüros.
Speaker: Irgendwer hat eine Idee, der Bauherr oder so.
Speaker: oder die Planenden und dann bringen die es ein.
Speaker: Und das ist halt, langsam kippt das quasi, dass es interessanter wird, dass es wichtiger wird, immer mehr auch vom Lebenszyklusbereich her gedacht, von der Klimakrise als Lösung her gedacht.
Speaker: Vielleicht können wir da in die Shownotes so ein paar Beispielprojekte zusammenpacken.
Speaker: Und je nachdem, mit welchen Betreibern wir so sprechen, wenn wir da kommen und sagen, wir würden gerne mal in Strohballenbauweise arbeiten, dann sind da große Fragezeichen und viel Angst, viel wir können uns keine Experimente leisten, es muss funktionieren.
Speaker: Jetzt würde mich da einfach mal interessieren, was würdest du denen sagen?
Speaker: Und würdest du denen sagen,
Speaker: Sorry, ich bin ja am Kabel.
Speaker: Brille.
Speaker: Ach, die Brille.
Speaker: Ich klappe mit der Brille rum.
Speaker: Was würdest du denen sagen?
Speaker: Wie nimmst du denen die Angst?
Speaker: Wie etabliert ist in deinen Augen diese Bauweise?
Speaker: Weil wir haben noch keinen einzigen Strohballenbau realisiert.
Speaker: Wir wollen es oder ich würde es wahnsinnig gerne machen.
Speaker: Wie kommen wir dahin, dass wir es hinkriegen?
Speaker: Und es sind immer zwei Themen.
Speaker: Das eine ist die Angst oder wir sind es nicht gewohnt und das andere sind die Kosten.
Speaker: Was sagst du denen?
Speaker: Ja, man muss ein bisschen eintauchen in die Welt derjenigen, die das tun.
Speaker: Dann ergibt sich meistens viel.
Speaker: Also wenn man sich einfach mal blicken lässt, sozusagen auf einer Jahrestagung oder auf einem Kongress oder so,
Speaker: Dann sind da Akteure, die das machen, dann lerne ich eine Strohbauerin kennen, einen Putzer kennen und dann habe ich meine Mannschaft parat.
Speaker: Das ist natürlich nicht auf den Schlag.
Speaker: Gleich bei den 100 Wohnungsprojekten ist es ein bisschen schwieriger.
Speaker: Da müssen wir dann eben Ausschau halten nach industriellen Anbietern, die es inzwischen aber auch gibt.
Speaker: Wo dann auch oft bei solchen Projekten dann die Anforderungen gleich hoch sind.
Speaker: Also es ist so, ich glaube, ich würde den meisten raten, klein anzufangen, irgendwann doch nochmal ein kleines Vorhaben zu machen und dabei festzustellen,
Speaker: Was die Transformationsaufgabe in dem Fall ist, nämlich nicht nur neue Details zeichnen, sondern noch ein paar andere Dinge, eben Gewohnheiten ändern, wie schreibe ich aus, was für Firmen finde ich, wofür gebe ich Geld aus am Bau.
Speaker: Wir Architekten, wir können kostengünstig bauen.
Speaker: Aber es muss nicht alles, alles immer am billigsten sein.
Speaker: Das sieht man ja dann auch, wenn tolle Gestaltungen dann mal plötzlich Geld kosten dürfen.
Speaker: Also ich glaube, der Blick in die inneren Werte der Konstruktion ist dann vielleicht auch manchmal und vor allen Dingen auch die Prio, was darf was kosten,
Speaker: Da ist, glaube ich, eine, würde ich Mut machen, zu sagen, hey, okay, das, also Mut machen, kleinen Anfang, mal ein kleines Projekt machen, reingucken, dann mit, dann ist es schon so, man muss, es ist gut, wenn man bereit ist, auch Pionier zu sein und quasi Impulse zu setzen, die Firmen anzusprechen und dann eine positive Story daraus zu machen, für die auch,
Speaker: Eine Zimmerei, die entdeckt, dass es mit Strohballen auch geht.
Speaker: Das läuft oft quer zu deren üblichen Fertigungsweisen, Stichwort Gewohnheit, aber auch Stichwort Investitionen, die dann gemacht sind für Fertigungsanlagen, die eben eine ganz andere Technik haben.
Speaker: Und das ist zum Beispiel ein echtes Verbreitungshindernis, glaube ich.
Speaker: Wir haben tolle Holzbauanbieter in Deutschland, die aber oft viel investiert haben, viele, viele Millionen investiert haben in ihre...
Speaker: in ihre Hallen, in ihre Vorfertigung und das, wie wir Strohballen bauen, passt da halt nicht ganz dazu.
Speaker: Sonst die Frage auf dich bezogen oder auf ArchitektInnen,
Speaker: Was ist noch wichtig?
Speaker: Naja, einfach ein bisschen dranbleiben, nicht glauben, dass das alles mundgerecht serviert wird.
Speaker: Wir sind ein bisschen verdorben wegen dem natürlich aus Werbung und Verkauf resultierenden hohen Mundgerechtigkeitsfaktor, den die Industrie für andere Baustoffe für uns so bereithält.
Speaker: ein bisschen wieder zurückkommen zu dem Selbstentdecken, rausfinden, wie es geht und nicht erwarten, dass es serviert wird und am besten noch mit einem Wochenende an irgendeinem See verbunden, der man dann als guter Architektenkunde irgendwann eingeladen wird von den großen Industriefirmen oder so.
Speaker: Das kann man sich alles abschminken.
Speaker: Bei der Golf-Einladung von XY.
Speaker: Ach so, dann kann ich nicht mehr an den See fahren.
Speaker: Das ist ja total...
Speaker: Aber nochmal, also verstehe ich, was du sagst, dass wir quasi abends um 19 Uhr diesen einen Katalog aufmachen und da nachlesen wollen, wie dick ist denn jetzt diese F30 Innenwand in Bauschroh mit Tralala?
Speaker: Den gibt es also nicht.
Speaker: Aber es gibt Kosten, gibt es Kennwerte, gibt es Zahlen, wo ich, wenn ich jetzt an Hinricht stelle, wie du vorher gesagt hast, ihr wollt es umsetzen, mit was gehe ich denn in den Ding?
Speaker: Also außer mit, wir wollen das mal machen.
Speaker: Also da möchte ich gleich noch mit anknüpfen an die Frage, weil das ist ja die Frage, die für uns relevant ist.
Speaker: Also wenn es in München jetzt eine große Wohnanlage in Strohbauweise geben will, dann will ich da alles darüber wissen und da sofort hingehen.
Speaker: Und du hast aber, meine Frage wäre noch, du hast ja gesagt, es gibt industrielle Anbieter, also um das nochmal mit so anzuknüpfen.
Speaker: Also offenbar gibt es schon etwas Konfektionsware, vielleicht nicht so weitgehend wie bei Knauf, aber ein bisschen vielleicht schon, oder?
Speaker: Genau, also das gibt auf jeden Fall mindestens einen Anbieter, der quasi auf ganz hohem Niveau spielt.
Speaker: Das können auch in die Shownotes von mir aus rein.
Speaker: Also die haben quasi ein robotergesteuerte Fertigung in Bratislava, also von euch in München wahrscheinlich gar nicht weiter, als wenn wir das euch hier aus Hamburg liefern würden.
Speaker: Aber halt über ein bisschen schräg über die Alpen rüber.
Speaker: Genau, und damit sind halt Sachen gebaut worden, zuletzt eben 40.000 Quadratmeter Außenwand in den Niederlanden, in einem großen Logistikzentrum, was Henning Larsen Architektur geplant hat, also ein großes, großes Architekturbüro oder ein Zehngeschosser oder wie man es liest, 12 Geschosser in Hülye bei Malmö, Stadtteil von Malmö, also
Speaker: Das eine das Weltgrößte, das andere das welthöchste, strohgedämmte Gebäude.
Speaker: Das ist was eben dann mit Industrie und leichter fällt, diese unmittelbare Skalierung.
Speaker: Eigentlich ist die Skalierung in der Handarbeit auch möglich.
Speaker: Es müssen nur mehr Menschen mitkommen als bei, wenn ein Unternehmer entscheidet, ich baue jetzt ein Werk.
Speaker: dann ist das schnell gemacht.
Speaker: Dann kommt der natürlich auch irgendwann wieder an Grenzen, auch wenn mit Robotern gefertigt wird.
Speaker: Die haben vor, in ganz Europa Werke zu bauen.
Speaker: Das ist toll.
Speaker: Die eigentliche Skalierung ist, der Strohballen ist überall da.
Speaker: Die Menschen, die den in die Hand nehmen könnten, sind überall da.
Speaker: Die Zimmerer sind überall da.
Speaker: Der Lehm ist überall da.
Speaker: Wir müssten es nur tun.
Speaker: Wir müssen es einfach nur tun, alle zusammen verabreden, dass wir es tun.
Speaker: Vielleicht ist es sowas.
Speaker: Also wenn wir uns einfach verabreden, es zu tun, einfach mal alles andere liegen lassen, was man gerade so macht, wenn wir sagen, was wäre denn, wenn wir sagen, Klimaschutz sofort und so viel wie möglich wäre das, was heute angesagt ist mit der Klimakrise, dann ist es doch direkt einfach in die Augen gucken, anfangen, tun, verabreden.
Speaker: Super.
Speaker: Einfach machen.
Speaker: Einfach machen.
Speaker: Darf ich nochmal auf den Kosten rumseiten?
Speaker: Selbstverständlich.
Speaker: Also, gibt es denn Zahlen?
Speaker: Klar, zum Beispiel, wir haben eine schöne Broschüre bei der FNR geschrieben, die kann man sich runterladen, könnte auch in die Shownotes, also Leitfaden Strohbau heißt die, die ich zusammen, Benedikt Käsberg mit mir zusammen geschrieben hat, die schreiben wir schon seit vielen Jahren und geben die immer wieder neu raus.
Speaker: Wir haben uns bei der letzten Ausgabe wohl ein bisschen entschieden, nicht mehr ganz so genau die Kosten da reinzuschreiben, weil man eben, das wissen wir ja alle bei den Kosten, es gibt nicht die Kosten,
Speaker: Es gibt immer nur vermeintlich die Kostenschätzung, die wir dann verantwortlich erstellt haben, wo wir dann als ArchitektInnen quasi zu einer verantworteten Zahl kommen.
Speaker: Und das kann man genauso.
Speaker: Es würde sie geben, oder zum Beispiel bei dem Industrieanbieter, da gibt es dann einen Quadratmeter, gerade glaube ich 10 Euro hochgegangen, 185 Euro für das rohe Element pro Quadratmeter.
Speaker: Also ohne Putz und ohne Verkleidung.
Speaker: Genau, das hohe Element nicht aufgestellt als sozusagen, aber dann sind, das ist ein Durchschnittspreis, da gibt es dann Spezialelemente und so weiter.
Speaker: Genau, zum Beispiel und dann gibt es, ich müsste jetzt lügen, irgendwas bei 400 Euro haben wir schon vergeben, komplett fertig bis fertig, also von Innenfarbe bis Außenfarbe.
Speaker: Da habe ich mich nicht drauf, müssen wir auch in die Shownotes schreiben oder so, habe ich nicht drauf.
Speaker: Parat die Zahl, weil sie jetzt vor allen Dingen, und das ist mein Problem gerade mit den Kosten, ich weiß nicht, wie es euch anderen Architekturschaffenden geht, ich finde es mit den Kosten gerade richtig schwierig.
Speaker: Seit Ukraine und Covid ist es eben kaum möglich, irgendwas noch über Kosten verlässlich zu sagen, wenn ich nicht wirklich selber der bin, der diese Sache gerade verkauft.
Speaker: Das ist die Hörungen auch.
Speaker: Dass eigentlich jede Kostenberechnung in irgendeiner Form daneben liegt.
Speaker: Vor 2017 hätte ich euch genau sagen können, was Strohbau kostet.
Speaker: Ich habe auch immer ganz schnell Kostenschätzungen gemacht und die haben auch immer gestimmt.
Speaker: Aber seitdem geht das nicht mehr.
Speaker: Und natürlich ist es noch ein Regionalfaktor, gerade speziell zwischen hier oben Norden und Süden.
Speaker: haben wir ja ein ordentliches Gefälle und das Nutzen.
Speaker: Dementsprechend sind die Anbieterpreise ja auch einfach, dass da
Speaker: Dafür haben wir Werkzeuge.
Speaker: Irgendwann vielleicht demnächst kommt dann auch mal ein Projekt ins BKI rein, wo dann viele ArchitektInnen mitarbeiten für erste Schätzungen.
Speaker: Genau.
Speaker: Ja, super.
Speaker: Hinsich, du hast vorher nochmal gesagt, dass du nochmal auf dieses Thema Zulassung willst.
Speaker: Ich würde es sammen und fassen wollen.
Speaker: Kannst du das Thema Zulassungen, also was muss man, kannst du es kurz erklären?
Speaker: Ist es ein Thema, das man kurz erklären kann?
Speaker: Also du hast vorher schon gesagt, es gibt immer diese Bauordnung, also Länderbauordnung kennen wir oder Landesbauordnung, die kennen wir alle, aber wann brauche ich denn jetzt, es gibt ja auch tausend Abkürzungen, hatten wir vorher auch schon so ein paar, aber kannst du es nochmal so rahmen und wenn, also gibt es einen, also es ist immer diese Quick-Fix-Frage, gibt es einen einfachen Weg, sich das anzueignen?
Speaker: Vielleicht darf ich da noch was ergänzen zu der Frage, darf ich das?
Speaker: Ja, weil sich das für mich dran knüpft.
Speaker: Also ich erlebe es so, dass als Argument dafür, dass wir so wenig von regenerativen Materialien umsetzen, wird oft gesagt, ja, da gibt es keine Zulassung.
Speaker: Stimmt das dann?
Speaker: Also ich habe jetzt verstanden, es stimmt eigentlich nicht.
Speaker: Und wie groß ist diese Hürde wirklich?
Speaker: Also erstmal zum Bezug auf Stroh oder Strohballen, ist ein ganz normales Bauprodukt, kannst du ganz normal kaufen bei der Firma Baustroh oder du machst es ein bisschen ambitionierter, idealistischer, dann kommt es wirklich vom Acker nebenan und dann ist es trotzdem nachher ein ganz normales Bauprodukt.
Speaker: Das können wir.
Speaker: Und ihr braucht euch da einfach nicht mehr drum kümmern als um jedes andere Bauprodukt.
Speaker: Ihr müsst halt die Regeln lesen.
Speaker: Also die, die es anwenden würden, müssen die Regeln lesen.
Speaker: Andere Bauprodukte, die ETHAS haben, man muss die ETHAS kennen, was da drin steht.
Speaker: Und die Leistungserklärung kennen und die Anwendungsgrenzen sozusagen innerhalb der Anwendungsgrenzen einbauen.
Speaker: Ich kann eine Mineralwolle nicht zu einer tragenden Wand machen.
Speaker: Ich kann Strohballen nicht auf die Erde legen.
Speaker: Beton schwimmt nicht.
Speaker: Das sind ganz einfache Beispiele, aber das ist Tatsache ist eben, dass ich glaube, wenn ich nicht mit Stroh das alles hätte machen müssen, hätte ich es noch ein paar Jahre geschafft, als Architekt auch zu leben, ohne mir darüber bohs zu sein, dass ich diese Dinge kennen muss.
Speaker: wirklich kennen muss und nicht einfach irgendwo mal abgeheftet habe.
Speaker: Und das ist, glaube ich, so ein Punkt, wo ich deuten würde, dass die Frage herkommt, weil eigentlich hatten wir das Thema schon eben, genau das.
Speaker: Es ist einfach da, du kannst es machen, du musst dich nicht kümmern, aber du musst es kennen.
Speaker: Und das musst du, aber das ist kein Unterschied zu anderen Sachen.
Speaker: Das wirkt nur so, weil du gewohnt bist, die anderen Sachen einzusetzen und gewohnt bist, dass du es schon kennst oder denkst zu kennen.
Speaker: Also du ist jetzt übertragen gesehen.
Speaker: Also da kommt die Sache Gewohnheit ins Spiel.
Speaker: Das ist kein, Gewohnheit ist ja nicht mehr echtes Wissen, sondern es ist, ich bin gewohnt, dass ich mit Beton das und das machen kann.
Speaker: Denkt sowieso keiner mehr darüber nach, wie viel Stahl da eigentlich wirklich drin ist.
Speaker: Also zeichne ich die 20er Wand für einen Aufzugsschacht, fertig, aus.
Speaker: Und dann denke ich, ich kann das, aber es ist Gewohnheit und ich habe eigentlich nicht wirklich damit beschäftigt, was die Leistung der beteiligten Produkte dann da sind.
Speaker: Also daher kam tatsächlich die Frage, weil ich den Einzug habe im Gespräch mit verschiedenen Konstellationen, dass wir das eben eigentlich gar nicht so wirklich wissen.
Speaker: Also wir im Sinne nicht von ich oder du oder Hinrich oder Jakob oder Elisa.
Speaker: sondern dass es die Branche gar nicht so wirklich weiß.
Speaker: Also wo, wenn ich jetzt sage, ich möchte, habe immer konventionell gebaut, möchte ab morgen das nächste Projekt, scheint mir passend genug, ich habe da BauherrInnen, Auftraggebende, die sind da offen für, jetzt fange ich mal an, irgendwas einzusetzen.
Speaker: Mit was fange ich denn an?
Speaker: Also ich lese diese Landesbauordnung, ich lese eben diese Zulassung.
Speaker: Also so wie...
Speaker: Wie greife ich denn das Thema, ohne diese Angst zu haben, die wir in der Branche, glaube ich, immer haben, dass wir irgendeine Norm nicht kennen, dass wir irgendein Regelwerk missachten, weil wir es gar nicht wussten?
Speaker: Na, wir kommen halt von einem hohen Baum runter, der da lautet, wir sind gewohnt, dass Beton alles kann.
Speaker: Dämmung ist immer feuchteunempfindlich und so weiter.
Speaker: Das sind wir gewohnt.
Speaker: Und jetzt kommt plötzlich, oh, wir sollen mit irgendwas Empfindlichem bauen.
Speaker: Und dann sind wir vielleicht in einer Schockstarre, die gar nicht...
Speaker: die gar nicht sachgemäß ist.
Speaker: Die ist einfach nur ein Umgewöhnungsprozess.
Speaker: Ich muss jetzt statt jeden Abend Rotwein trinken, halt Mineralwasser trinken.
Speaker: Das würde mich auch schockieren.
Speaker: Egal, also so schlechtes Beispiel.
Speaker: Man hat Entzugserscheinungen sozusagen.
Speaker: Ja, vielleicht wollte ich das damit eigentlich sagen.
Speaker: Ich bin jetzt nur ein bisschen abgekriegt.
Speaker: Es gibt gewisse Entzugsentscheidungen und Erschütterungen im Nervensystem sozusagen oder im Nervenkostüm.
Speaker: Und dann, wenn man einmal umgeschaltet hat, zu sagen, ich gucke einfach, was mit den Sachen möglich ist, die ich als sinnvoll erachte.
Speaker: Dann kommt auch irgendwann ein feines Fahrwasser und es macht wieder viel Spaß, damit zu bauen.
Speaker: Und es ist eine hohe Befriedigung.
Speaker: Da finde ich.
Speaker: Und es gibt immer mehr Baustoffe, die ausreichend Verwendbarkeitsnachweise haben.
Speaker: Ein paar noch nicht.
Speaker: Es gibt auch Hersteller, die schon verkaufen, ohne einen Verwendbarkeitsnachweis zu haben.
Speaker: Das finde ich besonders spannend.
Speaker: Das haben wir uns verkniffen.
Speaker: Wir haben eben wirklich gesagt, wir machen...
Speaker: Wir haben uns wirklich sehr pepselig wie der Papst verhalten und alles erst gemacht, was wir machen sollten, bevor wir dann uns getraut haben.
Speaker: Also wir haben das sehr deutsch gelöst, der Fassbar e.V.
Speaker: Trotzdem hätte ich jetzt noch mal eine Frage, weil es gibt ja zweifelsohne Grenzen, ab denen ich dann eben nicht so wie ein Knaufkatalog für jeden beliebigen Wandaufbau ein zugelassenes System habe, wenn ich jetzt mit Holz, Stroh, Lehm arbeite.
Speaker: Und was passiert dann?
Speaker: Also dann gibt es ja diese Möglichkeiten der Zulassungen im Einzelfall und so weiter.
Speaker: Wie der sich dann ja oft als unüberwindbare Hürde zunächst mal darstellt, ohne es so genau zu wissen.
Speaker: Also wie, wenn man in diese Bereiche kommt, abhängig von Gebäudeklassen beispielsweise oder anderen Themen.
Speaker: Also welche Grenzen gibt es da?
Speaker: Wann werden die überschritten?
Speaker: Und wie ist das mit diesen Zulassungen im Einzelfall?
Speaker: Wie handelbar ist das?
Speaker: Genau, das richtige Wort heute lautet ja inzwischen vorhabenbezogene Bauartgenehmigung.
Speaker: Das kann man einfach machen, das ist ein bisschen anstrengend.
Speaker: Früher habe ich auch mit den ZIEs, also Zustimmung im Einzelfall, ein paar Projekte gemacht.
Speaker: Das ist immer ein bisschen anstrengender, aber auch möglich.
Speaker: Und tja, also letztendlich ist es sozusagen mit der Empfindlichkeit, da komme ich nochmal drauf zurück, also mit der Empfindlichkeit zu denken und zu planen, also was die Brennbarkeit angeht, was die Feuchteempfindlichkeit angeht,
Speaker: was die Druckfestigkeit angeht, also das, was der Baustoff leistet, wirklich ins Bauen hinein zu denken, dann kann ich loslegen.
Speaker: Und dann ist es eben so, dann gucke ich aufs Baurecht, dann muss ich nur noch wissen, okay, bis Gebäude Klasse 3 reicht Feuerhemm der Außenwand, darüber eigentlich mehr.
Speaker: Allerdings, wenn ich dann nicht tragende Außenwände mache, was sehr gut geht mit Strohbau,
Speaker: Dann kann ich sogar bis Gebäudeklasse 5 gehen.
Speaker: Dann habe ich noch ein Thema mit Schall.
Speaker: Das wissen wir auch.
Speaker: Also alle Leichtbauweisen haben bei sehr hohen maßgeblichen Außenlärmpegeln an Bahnlinien und dergleichen haben sie ein bisschen schlechtere Karten.
Speaker: Dann muss man auch einfach sagen, man nimmt die Bauweise oder die Materialien, die Lösungen in ihren Stärken.
Speaker: Und dann ist der Strohbau bei starken Außenemissionen nicht mehr in seinen Stärken.
Speaker: Das ist auch in Ordnung, das ist nicht schlimm, das muss ich auch nicht versuchen, weil dann gibt es eben, dafür gibt es dann eben andere Lösungen.
Speaker: Und was kosten solche Zulassungen, also nicht Zulassungen im Einzelfall, sondern Bauartgenehmigungen?
Speaker: Also genau, das kann ich jetzt nur aus der Zeit der Zustimmung im Einzelfall bewerten.
Speaker: Das war von 300 Mark bis 3.000 Euro alles dabei und das war dann irgendwie sozusagen sachbearbeiterabhängig.
Speaker: Also in Baden-Württemberg haben wir immer die...
Speaker: schönsten, einfachsten, freundlichsten ZIEs bekommen.
Speaker: In Niedersachsen, wo ich war, mit eher schwer, auch in Sachsen-Anhalt schwer, sehr aufwendig, weil die gar nicht auf sowas eingerichtet waren.
Speaker: Und wie das heute ist mit den voranbezogenen Bauartgenehmigungen, kann ich gar nicht sagen.
Speaker: Das ist, ähm... Ich glaube, wesentlich teurer.
Speaker: Kann ich nicht sagen.
Speaker: Aber genau, ja.
Speaker: Kommt drauf an.
Speaker: Die haben ja ihre Tabellen und die sind auch fortgeschrieben worden, wonach die Verwaltung das dann abrechnet.
Speaker: Da habe ich eine Lücke.
Speaker: Magst du uns noch im Sinkflug sagen, wie du eigentlich Bauwände definieren würdest?
Speaker: Ja, ich würde es inzwischen definieren.
Speaker: Also Bauwende umfasst eigentlich alles, das ganzheitliche, nachhaltige Bauen.
Speaker: Aber es ist ja nicht in Selbstzweck, sondern wir machen das ja, weil wir Notwendigkeit erkannt haben,
Speaker: Und da bin ich gerade dabei und suche auch den Schulterschluss mit anderen dafür zu sagen, wir müssen Klimaschutz sofort und so viel wie möglich machen und temporär über ein bis zwei Jahrzehnte in den absoluten Vordergrund rücken und dem alles unterordnen, außer sozusagen, wenn wir mit diesem Fokus wieder gleichartige Probleme schaffen, unsere Lebensgrundlagen an anderer Stelle gefährden oder so,
Speaker: Ich glaube, ich würde gerade ein bisschen provokant auch in Richtung derjenigen, die das ganz fein und vielfältig ausdefinieren, sagen, ich bin einfach für diesen extremen Fokus.
Speaker: Und dann kommt, was bedeutet das fürs Bauen?
Speaker: Und dann kommt vielleicht global, also global fürs Bauen gesehen nicht bauen, weiterbauen, sanieren, energetisch sanieren vor allen Dingen, weil wir merken, wenn wir dann daran, wenn wir dann Maßstab dran leben, dann ist eben immer noch der Energieverbrauch und Betrieb im Bestand, der Hauptpart.
Speaker: Und dann bleibt für mich übrig, wenn ich sozusagen aber so ein tolles Material wie einen Strohbau habe und feststelle, dass ich damit ein speicherndes Gebäude bauen kann, das sogar nicht nur nicht doof ist, sondern noch eine Lösung anbietet, auch über seinen Lebenszyklus hinaus, dann ist es das.
Speaker: Genau, ich würde dafür werben, dass wir mal alle Komplexität, sei sie noch so richtig, über Bord schmeißen und sofort anfangen, das Notwendigste zu tun und uns nicht länger kompliziert darüber nachzudenken, was alles dazugehört und wie genau und wann genau, sondern einfach volle Pulle Klimaschutz gucken, dass wir dabei nichts hintenrum einreißen, was uns wichtig ist, aber priorisieren.
Speaker: Ja, vielleicht kannst du da noch kurz am Schluss ergänzen.
Speaker: Du hast ja jetzt demnächst auch eine neue Funktion, hast du uns im Vorgespräch erzählt, also die sich ja auch um Bauwende dreht.
Speaker: Vielleicht kannst du dazu noch ein paar Worte sagen, weil ich das wichtig finde, weil da ja auch diese Mission dahinter steht, die du jetzt auch gerade ausgestrahlt hast.
Speaker: Das würden wir auch gerne mit in die Show Notes nehmen, aber würde ich mir wünschen, dass das die Hörer auch nochmal hören.
Speaker: Und vielleicht kannst du auch noch ein paar Worte, du bist ja auch als
Speaker: als Beratender unterwegs, als Vortragender.
Speaker: Da würde ich auch gerne was mit in die Shownotes nehmen, wo man dich denn treffen kann und auch in welcher Eigenschaft vielleicht man dich auch als Berater oder so mit dazu nehmen kann.
Speaker: Also ich hatte zweimal jetzt die Gelegenheit, dich dabei zu erleben und kann das nur jedem wärmstens ans Herz legen.
Speaker: Wir haben über so vieles heute noch gar nicht gesprochen und du bist sehr, sehr tief in diesen Themen drin, auch gerade was die Anforderungen und Regulierungen angeht.
Speaker: Genau, Seminare und Vorträge gibt es auch bei den verschiedenen Architektenkammern, auch Architektenkammer Bayern, Bayerische Architektenkammer,
Speaker: Beratung mache ich gerne, weil ich stand natürlich wie andere auch vor dem Punkt, behalte ich das, was wir rausfinden oder ich rausfinde für mich und mache mein Geschäft raus oder ist nicht das viel wichtiger, dass es andere auch machen und dann, wenn man mich fragt, dann helfe ich.
Speaker: Ich freue mich auch über ein gutes Beratungsfanorar, weil das ist ja immer ordentlich Braindrain dann dabei.
Speaker: Aber das wird oft auch gut gesehen, sozusagen, finde ich.
Speaker: Weil wir Architekten werben ja auch damit, dass das meiste Geld in der Planung gespart werden kann, um sozusagen einerseits unseren Berufsstand zu ehren, andererseits einer Tatsächlichkeit auch zu folgen.
Speaker: Und so ist es auch mit Beratung für Dinge, die dann außerhalb der Komfortzone, außerhalb der Gewohnheit,
Speaker: stattfinden.
Speaker: Einen Teil der Frage habe ich inzwischen vergessen.
Speaker: Und dann die neue Bauwende-Initiative.
Speaker: Ich dachte, ich komme drum rum.
Speaker: Nein, nein.
Speaker: Genau, also ich bin jetzt auch Mitvorstand im Bauwende e.V.
Speaker: und wir finden gerade sozusagen unseren spezifischen Weg da rein.
Speaker: Wir wollen, den gibt es schon lange, aber wir relaunchen den jetzt und suchen sozusagen nach dem Stecknadelpunkt, an dem wir ansetzen können, weil wir werden...
Speaker: die weder so sein oder so viel Impact haben auf die Art wie Architects for Future oder wie Bauhaus Erde oder wie sie alle heißen und werden anders arbeiten.
Speaker: Davon bin ich überzeugt.
Speaker: Und das ist sozusagen, und zwar mit dieser, also wir haben uns noch nicht zu Ende gefunden, deswegen ist es tatsächlich heute ein bisschen früh, aber ich bringe in diese Findungsphase ganz stark diese Fokussetzung mit.
Speaker: Und dann das Zweite ist, was ich inzwischen auch als Strohmensch gelernt habe, ist, es bringt nichts mit der Parole, Posaunt und der Fahne in der Hand, mit in den Raum reinzureiten und nur laut genug zu rufen, sondern es ist eigentlich auch immer Entdeckung
Speaker: die alle Menschen auch selbst machen müssen und Fragen dabei und auch wieder ein eigenes Loslassen der Lösungen.
Speaker: Also das ist, was ich jetzt üben will.
Speaker: Ich will üben, meine Lösung, die ich gefunden habe, loszulassen, aber die richtigen Fragen zu stellen, damit Menschen auch zu ihrer Lösung, die sie haben können, kommen können.
Speaker: Und die kann ganz anders aussehen.
Speaker: Und trotzdem ist das Bauwende.
Speaker: Bauwende ist nicht, dass wir jetzt die richtigsten Forderungen aufstellen,
Speaker: Und die anderen das dann runterbeten und genau so machen.
Speaker: Diese Menschen wird es nicht geben, die man so erreichen kann, sondern man kann Menschen erreichen, indem man sie einlädt, zum Entdecken anregt, Fragen stellt und dann die eigenen Lösungen finden lässt.
Speaker: Das ist ein sehr schönes Schlusswort.
Speaker: Herzlichen Dank, dass du heute hier warst.
Speaker: Ich habe sehr viel gelernt über Baustroh in unterschiedlichsten Facetten.
Speaker: Wir könnten auch noch eine Menge weiterreden.
Speaker: Ja, bin ich sehr dankbar, dass du da warst und uns da ein Stück weit mitgenommen hast auf die Reise vom Pionier und bis zu den tatsächlichen Zulassungen, bis dahin, wo wir Menschen zuhören und sie selbst entdecken lassen.
Speaker: Herzlichen Dank und danke dir, Hinrich.
Speaker: Ja, ich kann mich nur anschließen.
Speaker: Dankeschön an euch.
Speaker: Ich finde das richtig cool, was du da machst und ich finde, da kann man sich auch mal für bedanken.
Speaker: Tolle Arbeit, richtig geil.
Speaker: Danke, dass ich hier sein durfte heute.
Speaker: Ja, sehr gerne.



