Zencastr
00:00:00
00:00:01
Speed1x
Format
Share
Embed
Report

Remote, aber deutlich

Autsaid - Gravel Podcast
Autsaid - Gravel Podcast

453 plays · Feb 22, 2023

Transcript

Speaker: Outside. Der Gravel Podcast mit Paul Voss und Carolin Schiff.

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Outside, dem Gravel Podcast. Heute dreht sich alles um das Thema Ultra -Cycling. Dafür haben wir heute einen interessanten Gast eingeladen, den wir uns euch nachher vorstellen werden. Und ja, wie immer werden wir erstmal ein bisschen über Allgemeines reden. Weil es jetzt auch schon ein bisschen her ist mit der letzten Folge,

Speaker: auch einiges erlebt und ja, fangen wir einfach mal an. Hi Paul. Moin Caro. Ja, schön dich mal wiederzusehen, obwohl wir haben uns ja gerade erst vor ein paar Tagen in Aachen getroffen. Genau. Aber genau, bevor wir über den Streckentest reden, von dem UZI -Rennen, was da stattfindet, wo wir auch beide schon ziemlich viele Nachrichten zu bekommen haben, können wir jetzt mal endlich darüber reden, für wen du eigentlich dieses Jahr fährst.

Speaker: Ja, also jetzt ist es wirklich so weit. Ich konnte es ja kaum glauben. Aber ich glaube, inzwischen weiß es ja auch eigentlich, denke ich, also zumindest jeder, der mir auf Instagram folgt, wird es gesehen haben, dass ich jetzt ab sofort für die Marke Canyon unterwegs sein werde.

Speaker: Aber für also genau da hat man gleich die Frage für Canyon oder fürs Canyon Kollektiv. Das ist ja so eine Mischung aus Mountain Bike Enduro, glaube ich auch, oder?

Speaker: Genau, also ich bin offiziell im Canyon Collective Team. Da werden eigentlich alle Athleten gesammelt, die im Offroad -Bereich unterwegs sind. Und auch meine Lizenz habe ich über dieses Team gelöst. Also ich habe eine Mountainbike -Lizenz.

Speaker: Bist du dann eine Profi Mountainbikerin jetzt laut Lizenz oder? Genau. Also ich dachte ja erst, ich bin offiziell kein Profi mehr laut Lizenz, aber ich bin es nach wie vor, weil es war jetzt einfach einfacher, das so zu lösen. Es heißt, du kannst auch rein theoretisch bei der deutschen Straßenmeisterschaft teilnehmen, oder? Automatisch. Ich glaube, du hast das Startrecht als Mountainbike -Profi ja auch überhaupt.

Speaker: Bei der Deutschen Straße. Ja, aber ich glaube als Frau hätte ich da so und so auch mit einer anderen Lizenz starten können. Also meines Wissens. Okay, dann ist das nur bei den Männern begrenzt. Okay, gut. Wen hast du sonst noch an Bord?

Speaker: Ja, also ich bin mega happy, weil ich habe super Sponsoren dabei. Ich habe als Laufradsponsor Envy, die habe ich auch schon jahrelang als Partner und bin halt super froh, dass das geklappt hat, dass ich die dabei behalten darf. Dann Wahoo weiterhin, da bin ich auch schon länger mit unterwegs mit denen.

Speaker: Schimano ist ein Sponsor und Schwalbe. Das sind eigentlich so meine Hauptsponsoren. Sehr schön. Ja gut, bei den Reifen haben wir dann eine gemeinsame Schnittstelle. Genau. Also auf jeden Fall schon mal die besten auf dem Markt und die schnellsten. Genau. Du hattest jetzt letzte Woche noch nicht das neue Trikot an. Ich glaube, die sind noch nicht fertig.

Speaker: Das dauert manchmal einfach. Und das Kuriose ist wirklich auch, desto professioneller eine Struktur wird oder desto länger dauert solche Sachen. Meistens auch, komischerweise. Ja, wir wollten es halt auch einfach perfekt haben. Deswegen haben wir mit dem Fitting noch ein bisschen hin und her gespielt und damit auch alles wirklich gut sitzt. Am Ende, da habe ich dann auch gesagt, dann lieber noch mal länger warten und es am Ende perfekt haben.

Speaker: Und meine Rennen sind ja jetzt eh noch nicht gestartet, insofern war es jetzt auch für mich kein Problem. Und ich denke, die werden die nächsten zwei Wochen eintreffen. Und ist das vom Design her so wie das von dem Kollektiv -Team oder Kollektiv oder Jasper? Jasper fällt mir unter auch noch mit den Kollektiv -Sachen durch die Gegend.

Speaker: Genau, aber Jasper hat jetzt kürzlich sein neues Trikot einmal in der Story gepostet. Und genauso wie sein Trikot vom Design wird es auch aussehen. Er hat andere Sponsoren noch dabei. Er ist auch Swem -Athlet. Aber ansonsten, das Design ist gleich und es ist angelehnt an das Design vom Canyon Collective Team, nur andere Farben. Aber ich finde es mega schön. Es ist halt so gravelmäßig in

Speaker: Ja, in so Erdtönen gehalten. Und sobald ich es habe, werde ich es auch posten. Okay, das heißt, wir können uns jetzt... Ich habe ja auch ein erd... Also mein langes Trikot und mein kurzes ist ja auch so ein bisschen erdig. Das heißt, wir können uns jetzt im Wald verstecken. Ja, genau. Wir werden gut getarnt sein. Aber es hat mich tatsächlich so ein bisschen an deinen Design auch erinnert. Also es sieht gar nicht so unähnlich aus.

Speaker: Ja, jetzt muss ich aber sagen, ich war zuerst da. Aber ich glaube, da haben wir uns jetzt auch nicht gegenseitig irgendwie inspiriert. Das ist halt auch so gerade die Farben, die einfach im Trend sind, ja, in diesem Radsport. Genau. Also... In Sektionen, ja, genau, von daher.

Speaker: Genau, wie gerade schon erwähnt, haben wir letzte Woche Freitag beide zusammen in Aachen. Und wir wurden da eingeladen vor dem Veranstalter vom Free Rides Festival, damit wir uns mal die Strecke angucken von dem UCI -Rennen, was da am 13. Mai stattfinden wird. Und erst mal bin ich überrascht, dass es schon über 600 Meldungen gibt. Das finde ich reichlich, um ehrlich zu sein, zum jetzigen Zeitpunkt.

Speaker: Und genau, wir haben jetzt viele Nachrichten bekommen, wie wir die Strecke so einschätzen, welche Übersetzung, welche Reifen. Pippapo gefragt, wie schwer ist denn das Kopfsteinpflaster? Kann man mit Straßenrad fahren? All diese Fragen wollen wir jetzt mal so ein bisschen beantworten.

Speaker: Es war so eine leichte Überforderung bei den Fragen. Zumindest ist die bei mir aufgekommen, weil ich selber auf jeden Fall unterschätze, wie wichtig dieses Rennen für Leute ist und wie fokussiert einige auf diesen Kurs sind. Also wie viele die eigentlich wissen wollen. Die wollen mehr wissen, als ich über einen Anbau einen Kurs wissen will.

Speaker: Und das ist ja für uns beide mit das wichtigste Rennen. Und so viele Nachfragen, wie man da bekommt, vor allem das Detail rein, fand ich dann schon interessant. Ja, ging mir auch so. Aber ich finde es total cool, dass die Leute sich so auf ein deutsches UCI -Gravelrennen freuen. Und ich denke, es ist auch für viele eine Art Saisonhöhepunkt.

Speaker: Und ja, auch ein Stein auf dem Weg zur Weltmeisterschaft, weil es halt ein Qualirennen ist und für viele das ja auch das Saisonhighlight dann am Ende der Saison sein wird. Genau, das ist auch dieses Dreierwochenende. Die Woche vorher hast du Falkenburg, ist es glaube ich, ne? Ja, genau. Die Woche vorher ist Falkenburg.

Speaker: Da sind wir beide in Girona, bei der Trakka, dann Aachen und dann das Wochenende drauf, Dänemark. Also wenn man da wohnt, wo du wohnst, im Bremer Raum, da hat man relativ viele Rennen. Also im Umkreis würde ich jetzt nicht sagen, aber zumindest im Verhältnis zu dem, wo man sonst immer hinreisen muss, ist das dann doch schon relativ nah. Aber ja, wir können ja mal anfangen, über die Strecke zu reden.

Speaker: Wie findest du die Strecke, wie findest du die Runde, Rundenlänge, Beschaffenheit? Genau, also es ist eine Runde von 20 Kilometern. Start, Ziel ist bei diesem

Speaker: CHIO Aachen, das ist dieses Springreitergelände, das berühmte Springreitergelände in Aachen. Und genau, also die 20 Kilometer Strecke grundsätzlich finde ich persönlich immer eine große Runde schöner, aber es ist natürlich für den Veranstalter viel einfacher, wenn er eben nur eine 20 Kilometer Strecke abstecken muss.

Speaker: Da ist man ja auch einfach froh, dass man so einen Rennen auf die Beine stellen kann. Und wenn das dann eben so ist, dann ist es so. Die Runde hat ungefähr 320 Höhenmeter. Genau, was über 100 Höhenmeter mehr sind pro Runde als sowohl Komot und Strava ausspucken.

Speaker: Das ist natürlich interessant, weil wir fahren sieben Runden, also das lange Rennen ist sieben Runden mehr. Das heißt, es sind ungefähr 700 Höhenmeter, insgesamt 750 Höhenmeter mehr als momentan angegeben. Und auch selbst beim kurzen Rennen, was dann vier Runden sein werden, sind es dann auch um die 400 Höhenmeter mehr.

Speaker: Und ich denke, das wird am Ende auch echt sportlich, weil wir sind jetzt eine Runde abgefahren und es geht viel berghoch bergrunter. Ich finde, wenn man eine Runde so fährt, klar, man merkt, oder geht es mal hoch, das ist ein steiler Stich. Aber es fühlt sich jetzt nicht so richtig nach einem bergigen Rennen an. Aber diese Stiche, kurzen, steilen, knackigen Anstiege, die werden, glaube ich,

Speaker: schon ganz schön zähren. Also ich denke nach hinten raus wird es ein hartes Rennen werden und insofern denke ich wird das ein Rennen für Leute, die auf jeden Fall Druck haben.

Speaker: Ja, genau. Also es ist schon ein hoher Asphaltanteil. Also beim Recon hat man auch gemerkt, dass die Veranstalter auf jeden Fall gucken mussten, dass sie diese 65 % Offroad -Anteil reinbekommen. Aber nicht, dass sie trotz, fand ich die Runde jetzt auch besser, als ich es erwartet hätte.

Speaker: Weil natürlich auf der Karte, wenn man das so sieht, sieht das so viel nach links und rechts aus und was es natürlich auch ist. Aber ich fand's jetzt dennoch für so eine Runde eigentlich ganz attraktiv, weil es gibt einen so ein bisschen so einen belgischen Frühjahrsklassiker -Charakter halt nur mit Gravelanteil. Das heißt, man muss auf jeden Fall Rad fahren können. Also jetzt im Trocknen,

Speaker: waren auch schon Kurven dabei, die, wenn man sie am Limit fährt, Steuerkünste voraussetzen. Und sobald es da nass wird, würde ich sagen, ist der Kurs immer noch schnell, aber hat auf jeden Fall Passagen, die sehr rutschig sein werden. Definitiv. Genau, wo man dann auch, wenn man später zu Reifenwahl kommt, auch noch mal Reifen überdenken muss eventuell und auch so was wie Luftdruck und so. Ja.

Speaker: Genau, aber tendenziell glaube ich schon, dass es ein eher schnellerer Kurs ist, auch mit den Höhenmetern. Und man, wenn man ihn einmal abfährt, noch zweimal, nicht unbedingt das Gefühl hat, dass einer die Schuhe auszieht. Aber auch, ich glaube, auch über den Rennverlauf, wenn mit ein bisschen Wind, auch viel Windkantenmöglichkeit auf diesem Kurs.

Speaker: wird sie ja schon ziehen und du hast halt auch nie die Möglichkeit oder kaum die Möglichkeit mehr als so drei, vier Fahrer nebeneinander zu fahren. Also das ist wirklich das Maximale. Es ist relativ schmal überall, auch in den Kurven. Genau und das heißt schon, dass wenn man hinten fährt, man auf jeden Fall mehr Körner raushaut und eine gute Positionierung wichtig sein wird, was wiederum auch Energie kostet, sich vorne zu halten. Und bei Überrundung wird es auch interessant, denke ich.

Speaker: Genau, das Thema hatten wir auch angesprochen oder der Veranstalter hat mich dazu gefragt. Ich weiß nicht, was am Ende die Lösung sein wird, aber es wird auf jeden Fall zu Überrundung kommen und ich ganz ehrlich denke halt so,

Speaker: Das ist auch Teil dessen. Du kannst die Leute da nicht rausnehmen. Die Leute tragen den Sport. Ich find's da ein bisschen schwierig. Ich denke, man wird eine gute Lösung finden, die für alle okay ist. Aber auch da wird wieder gegenseitige Rücksichtnahme gelten. Ähm ...

Speaker: Aber ja, Leute haben gefragt, wie das Kopfsteinpflaster ist. Das ist wirklich sehr, sehr kurz und man kann links und rechts davon fahren, so ein bisschen auf einer Grasnarbe und da rollt es relativ smooth. Wie gesagt, es ist ein schneller Kurs. Ich denke davon aus, dass wir weit über 30 km am Schnitt haben werden und es kommt wirklich so ein

Speaker: Es ähnelt so ein bisschen so einen belgischen Klassiker, Frühjahrsklassiker, halt nur mit einem Gravelanteil, wo kurze steile Stiche dabei sind. Also es ist jetzt kein Rennen für Leute, die einfach nur einen Diesel haben. Also man braucht schon eine gewisse Spritzigkeit. Wird da auf jeden Fall auch benötigt auf dem Kurs.

Speaker: Ja, das auf jeden Fall, weil es auch oft, also gefühlt war es fand ich oft, dass man in der Abfahrt gefahren ist, also einen Trail oder einen Weg runter und dann ging es irgendwo eine Spitzkehre rechts oder links in einen steilen Anstieg, wo man halt auch gucken muss, dass man schon mal irgendwie auf der Abfahrt den richtigen Gang sucht.

Speaker: Genau, es gibt so gesehen drei Anstiege, wovon der letzte Anstieg sicherlich der schwerste ist und auch der steilste. Aber danach gibt es einen Abfall, auf dem man sich eigentlich ganz gut erhöhen kann Richtung Start -Ziel wieder.

Speaker: Also ja, wie gesagt, ich finde den Kurs eigentlich besser als erwartet. Und man ist von den Toren Achens, aber hat nicht das Gefühl, dass man in der Stadt irgendwo rumfährt. Und auch landschaftlich hat das Ding schon was zu bieten. Ja, also ich fand's auch, war positiv überrascht. Es hat Spaß gemacht und ich freue mich auf jeden Fall aufs Rennen, auch aufs ganze Event.

Speaker: Genau. Nur kurz zum Start. Also wenn sich Leute jetzt schon Gedanken machen um Startaufstellung. Also man wird auf Asphalt starten, dann geht es aber relativ schnell schon in so eine Pferdewiese rein. Und dann wird es eigentlich auch ziemlich zügig schmal. Also ich denke, bei dem Rennen wird es auch ein bisschen drauf ankommen, eine gute Startposition zu haben. Aber nicht dass und trotz sind es ja am Ende auch dann knapp 140 Kilometer waren das. Und da sollte man Zeit haben.

Speaker: ... nach vorne zu kommen, ... ... weil ... ... ich glaube, dass es auch für viele Leute relevant ist. Also der Kurs ist ... ... nicht desto trotz ... ... machbar für alle. Also ich würde sagen, dass man, ... ... solange man regelmäßig Rad fährt, ... ... man auf jeden Fall in der Lage ist, ... ... diese sieben Runden zu fahren ... ... und die vier sind auf jeden Fall machbar, ... ... auch für Leute, die ... ... die vielleicht vor kurzem erst angefangen haben ... ... und sowas mal ausprobieren wollen.

Speaker: Was ich persönlich halt an dem Format gut finde, ist, dass natürlich die Leute, die du mitbringst, Zuschauerinnen und so, dass sie uns öfters sehen. Ob die immer den Überblick behalten, wer vorne ist, ist jetzt die andere Frage, weil ja eigentlich andauernd Verkehr sein wird irgendwann.

Speaker: Ja, das wird schwierig werden. Genau. Aber ich denke, da wird es noch eine Lösung geben, wie man die Spitze der Frauen und der Männer erkennt. Aber wie gesagt, Co ist eigentlich ganz nice. Kann man auch ein paar Tage vorher hinkommen, weil schöne Gegend.

Speaker: Auf jeden Fall, mega schöne Gegend. Ja, ich war auch überrascht und es lohnt sich für einen Kurzurlaub. Und auch für Anfänger, auch technisch fahrbar der Kurs. Also man muss keine Angst haben, dass man sich da irgendwie überschätzt oder verletzen könnte oder sonst was. Man muss halt vielleicht einen Gang rausnehmen in der Kurve und nicht voll reingehen, aber sonst ist das eigentlich echt alles machbar. Genau, Materialfrage.

Speaker: Ja. Also da komme ich halt eigentlich immer zu den Anrufen, ich sage ja, so wie halt immer, ne? Also ich meine, ich würde Straßenrad nicht empfehlen, auch nicht mit 32er Reifen, weil es dann doch zum Teil selbst wenn es trocken ist, zu rutschig ist und du halt auch einen gewissen Grip brauchst, einen Komfort, den dir die Reifen geben.

Speaker: Also einfach Gravelrad? Genau. Oder Crossrad? Ja klar, Crossrad geht auch immer. Viele haben ja vielleicht noch gar kein Gravelrad und haben Crossrad, der wird auch funktionieren. Aber ich würde definitiv Reifen, Breite 35 plus wählen.

Speaker: Genau, also wir sind ja beide Schwalbe -Athletinnen und wir haben ja, also ich würde den G1 RS jetzt fahren, was jetzt bei anderen Herstellern einfach ein Reifen, der eher in der Mitte schnell ist, also Richtung Semislick geht und außen ein bisschen Profil hat. Da würde ich halt wahrscheinlich einen 540er geben, weil 35er sind immer so ein bisschen

Speaker: Also, weiß ich nicht, so ein 35er holt mich grad noch nicht so richtig ab, muss ich sagen. Also, ich bin da echt im Moment so ... Ich find den eigentlich ziemlich geil, weil ich muss auch sagen, auf meinen Envis baut der auch recht breit. Und ich bin auch ein 35er RS bei dem Gravelrennen in Holland gefahren. Das war ja mega matschig. Und auch im Moment im Training hab ich hinten ein 35er drauf. Und ich find den auch im Matsch, und der funktioniert einfach.

Speaker: Und ich spare ein bisschen Gewicht insofern. Ich glaube, ich würde fast einen 35er wählen.

Speaker: Ja, genau, also wie ihr hört, 35 bis 40 wäre jetzt bei uns so die Wahl. Breiter brauchen wir auf jeden Fall nicht. Also man kann, also schmaler als 35, klar kann man machen, würden wir jetzt oder würde ich jetzt nicht empfehlen. Ja, vielleicht muss ich den 35 auf den Kurs auch mal probieren, aber ich fühle mich halt so wohl mit dem 40er und ich bin im 35 auch hier in Berlin schon ein paar Mal im Wald gefahren.

Speaker: Ich hab da jetzt halt nie ein Fahrzeug gesehen, weil du musst immer so einen Tick mehr Luftdruck fahren als beim, also im Verhältnis, als beim 40er. Wegen Durchschlag und so. Und da finde ich ihn sehr, sehr hart. Aber vielleicht muss ich noch mal rumprobieren.

Speaker: Probiere es mal aus, ich finde es gut. Aber ich meine, bei mir ist mit Luftdruck sowieso eigentlich ziemlich egal. Ne, auch bei deinem Gewicht macht es einen Unterschied. Genau zum Thema, also Luftdruck und so, so mega individuell, je nach Gewicht, da kommen wir jetzt gleich zur Übersetzung. Ich finde, da muss man krasse Unterschiede machen.

Speaker: Ich kann jetzt mal sagen, was ich in Übersetzung fahren würde und ich glaube dann, was du fahren würdest, weil das ist nicht vergleichbar. Also wir haben unterschiedliches Kraftpotenzial, unterschiedliche Art und Weise, wie wir die Rennen auch fahren. Genau, also ich würde, ich fahre ja Swam, werde sehr wahrscheinlich vorne 48 Mono fahren oder 50.

Speaker: Weil ich den Kurs wirklich schon sehr sehr schnell finde, diese kurzen steinen Anstiege, sind dann machbar mit hinten sehr wahrscheinlich eine 10 -44er Explorer Kassette. Ich habe auch schon überlegt, ob ich meine 10 -36 probiere.

Speaker: mit einem 48er Mono. Ich denke, das werde ich dann im Vorfeld mir anschauen, aber Tendenz ist auf jeden Fall vorne ziemlich großes Kettenblatt, weil die Abschnitte, die schnell sind, die sind auch schnell und ich gehe jetzt davon aus, dass ich irgendwann auch mal attackieren möchte und dann länger schnell fahren will.

Speaker: Und da braucht man schon ein bisschen Übersetzung und die Asphaltstücke rollen wirklich gut und selbst auch der Schotterabteil oder Schotteranteil rollt gut weg. Daher, ja, ich bin jetzt auch kein Freund, immer auf dem 11er oder auf dem 10er rumzufahren, daher fahre ich lieber in der Mitte der Kassette und habe vorne ein großes Kettenblatt. Genau, das wäre jetzt meine Wahl.

Speaker: Ja, und bei mir ich fahre Shimano, ich werde Dura -Ace fahren und ich habe mich auch damit angefreundet immer eher gerne einen dickeren Gang dabei zu haben und ich denke ich fahre als großes Blatt einen 50er und als kleines dann ja 34 oder 36.

Speaker: und hinten bis 34 dann die Kassette. So habe ich eigentlich alles abgedeckt, was ich brauche. Das ist im Prinzip eine kompakte Übersetzung von der Straßenfahrt. Genau. Das ist jetzt nichts Gravel -spezifisches. Genau, also wie ihr hören könnt,

Speaker: eher auf der schnelleren Seite unterwegs sein, je nachdem wie fit man auch ist. Also wenn man weiß, man hat an diesen Anstiegen zu kämpfen, dann macht jetzt keinen Sinn mit einem Mono 48er -Kettenplatte am Start zu stehen, weil dann brächst du dir die Beine da hoch. Aber wir beide wollen ja vorne rumfahren und da ist eine gewisse Geschwindigkeit vorhanden. Da kommen wir irgendwie auch so zum Rennverlauf, was man denken könnte, wo das hingeht.

Speaker: Ich glaube, bei euch ist echt so abhängig, ob ihr mit den Männern fahrt oder alleine. Genau. Deswegen kann man eigentlich noch gar nichts dazu sagen, weil wenn wir alleine, also wenn das Frauenfeld einen separaten Start hat,

Speaker: Dann wird es, glaube ich, relativ lange zusammen bleiben. Wenn wir mit den Männern zusammenfahren, wird es so sein, dass die stärkeren Frauen eben bei den Männern mitfahren können. Und so wird sich das dann zerlegen, auch relativ zügig. Ja, glaube ich auch. Genau, bei uns Männern, glaube ich, das ist in dem Fall, wenn wir zusammenfahren bei uns im Rennen, das ist ein

Speaker: ... ein sehr aktives Rennen wird, ... ... weil diese ganzen Kurven und so ... ... schon prädestiniert dafür sind, ... ... dass du immer mal wieder Attacken fährst, ... ... weil du ... ... du hast nicht so viel Fläche, ... ... wo du einen Fahrer oder eine Fahrerin ... ... sehr lange siehst. Also du hast schon mal so ... ... Abschnitte, wo man sich kreuzt ... ... mit einem gewissen Zeitabstand, aber ... ... man kann sehr schnell aus dem Sichtfeld ... ... verschwinden, daher kann ich mir gut vorstellen, dass ... ... auch wenn so Teams am Start sind, dass die ... ... bei diesem Rennen leider ein Vorteil sein werden. Weil es auch so eng ist, ne?

Speaker: Genau, und so Einzelfahrer wie ich dann halt, also man muss halt wirklich einen Überblick behalten, um zu wissen, wer ist eigentlich vorne und so. Genau, also wie gesagt, durch die Kurven ist begünstigt das irgendwie ein aktives Rennen. Ich glaube aber, dass wir lange eine Gruppe zusammen haben und dass im letzten Drittel, wenn es aber auseinanderfliegen will, am Ende die Anstiege

Speaker: sich summieren und die schon weht. Also am Ende sind sie ja trotzdem bei uns im Rennen 2 .700 Höhenmeter ungefähr, 2 .600. Und das auf 140 Kilometern ist jetzt schon nicht wenig, auch wenn die kurz sind nur. Das heißt, ich glaube, dass wir da zum Männerrennen wahrscheinlich so eine Gruppe um fünf, sechs Fahrer haben werden, die um Sieg fahren. Also ich glaube,

Speaker: Ich weiß nicht, ob einer alleine ankommen kann, weil momentan die Dynamik im Gravel ist, wo ja eigentlich auch kaum Teams vorhanden sind. So eine Gruppe, wenn man hinten zusammen arbeitet, immer noch gut läuft und man als Gruppe auf dem Kurs schneller unterwegs ist als alleine. Durch diese ganzen Kicks, wo dann einer fährt schnell rüber und dann übernimmt der nächste für die Abfahrt und so, da bist du einfach immer noch schneller.

Speaker: Aber es wird ein hartes Rennen. Also es ist nicht so richtig zum Verschnaufen. Also einfach mitrollen wird schwierig. Das wird schwierig, ja. Ja, genau das, was ich auch zum Beginn gesagt habe. Ich glaube, es wird einfach die Länge am Ende hart machen und das wird dann auch bei Frauen das am Ende zerlegen. Also es kommen definitiv nicht allzu viele zusammen an.

Speaker: Genau, genau. Also ja, wird er, denke ich mal, Fahrerin begünstigen, die auch eine gewisse Spritzigkeit mitbringen. Ja.

Speaker: weil wir ja eh gleich unser Gast, mit dem wir über so Ultra -Distance, also Bikepacking kann man das bei ihm schon fast gar nicht mehr nennen, weil der nimmt da nicht immer kaum was mit, reden, wollen wir noch mal kurz das Atlas Mountain Race erwähnen, was jetzt vor ein paar Wochen stattgefunden hat, bei dem die Luisa Werner erste bei den Frauen geworden ist. Und es müsste 20. Gesamt sein.

Speaker: Und Sepp Breuer wird dritter insgesamt. Glückwunsch an beide. Ja, krasse Leistung. Ich habe verfolgt, was du gepostet hast. Es sah mega schön aus, aber auch ultra hart. Allein durch die klimatischen Unterschiede. Respekt an alle, die sowas machen und durchziehen. Ich finde das krass.

Speaker: Aber du kannst ja davon auf jeden Fall mehr berichten und für dich war es ja auch super hart. Ja, also es gibt bei mir nicht so viel zu berichten, wohl war nicht so lang. Aber ja, es ist ein megaschönes Rennen und wirklich brutal hart. Also wer jetzt schon mal Badlands gefahren ist, ist nicht vergleichbar. Badlands fühlt sich irgendwie wie einen Straßenrennen dagegen, muss man schon fast sagen. So vom Untergrund und so und das ist auch schon nicht ohne Badlands.

Speaker: Aber Atlas Mountain Races ist halt echt noch mal eine andere Liga. Und auch die Länge mit 1 .300 Kilometern ist auch absurd und der Kälte, die wir da hatten. Aber ja, empfehlenswert, wer Bock auf so was hat. Schaut euch das mal an, lohnt sich auf jeden Fall. Man hat, ich glaube, für die ganze Distanz elf Tage Zeit. Nee, nicht elf Tage. Neun Tage. Oder zehn Tage, irgendwie so.

Speaker: Also man muss schon am Tag weit über 100 Kilometer fahren, weil sie erstmal nicht so viel anhört, aber das ist ganz schön viel. Wenn es nicht rollt, ne? Wenn es nicht rollt, genau, dann ist das viel. Und von daher noch mal großen Respekt an alle, die teilgenommen haben, also auch die, die aufgegeben haben wollen. Das ist, ja. Ja, krass.

Speaker: Ja, aber das ist eigentlich eine gute Überleitung dann zu unserem heutigen Gast, wo wir uns beide nicht sicher sind, wie man den Namen, also den Vornamen kriegen wir beide hin. Das ist nicht so das Problem. Deswegen habe ich es auch in der Einleitung irgendwie ausgelassen, den Namen, weil ich weiß echt nicht, wie man es ausspricht. Das muss er uns auf jeden Fall erstmal als erstes sagen.

Speaker: Ja, ich würde sagen, das ist Deutschlands bester Ultradistanz -Athlet. Also ich kenne zumindest keinen, der so viele von diesen Ultradistanz -Sachen gewonnen hat. Und zwar ist das der Ulrich Battolmös. Hi zusammen, hi Paul, hi Caroline. Hallo Ulrich. Bevor wir in das Thema einsteigen, mal kurz bitte deinen Nachnamen selber richtig sagen.

Speaker: Ulrich Bartolmös. Gar nicht so schwer, wie es ausschaut. Genau, aber wirst du auch mit einem Öl geschrieben, normalerweise?

Speaker: Im Ausweis steht es tatsächlich mit einem Ö in allem Digitalen mit OE. Also das ist nur die digitale Brücke. Ja, Caro hat bei uns, wir nutzen den Vitrello so zur Vorbereitung und da habe ich es halt auch mit OE hingeschrieben und sie hat es mit Ö und es sieht mit Ö schon ziemlich geil aus, muss ich sagen. So ein bisschen so ein Werner -Touch. Ich weiß nicht warum, aber...

Speaker: Ja, das OE ist tatsächlich nur das digitalen Weg. Aber du kommst jetzt nicht aus Norddeutschland? Ganz ursprünglich geboren bin ich aus Thüringen, also mittendrin, aber nicht aus Norddeutschland. Genau, du bist 36 Jahre alt, lebst mittlerweile in Girona oder pendelst du noch?

Speaker: Kann man so sagen, ich pendel gefühlt zu Weihnachten und zu anderen Festivitäten nochmal nach Deutschland, aber verbringe gerade den Großteil meiner Zeit in Spanien, in Girona. Ist gerade im Winter einfach ein bisschen netter.

Speaker: Ja, das kann man nur so unterzeichnen. Aber wie bist du darauf gekommen? Also warum Girona? Also ich meine, wenn du jetzt ein Influencer wärst, dann würde ich sagen, klar, selbsterklärend. Aber ich meine, wir können vielleicht auch gleich mal klären, was du eigentlich beruflich machst, weil das frage ich mich schon sehr, sehr lange.

Speaker: Ja, zu Girona bin ich eigentlich durch Umwege und Unfälle gekommen. Ich habe im Sommer 2019 eine große Tour mit einem Campervan durch Spanien und Portugal gemacht.

Speaker: Und da bin ich das erste Mal hier gewesen und die Ecke hat mir einfach wahnsinnig gut gefallen. Und ich bin im Prinzip 2021 die Transpyrenes von Jansa quer über die Pyrenäen nach San Sebastian gefahren.

Speaker: und habe da einen Mitfahrer kennengelernt, der mittlerweile ein guter Freund ist, der Brian Canty, weil wir uns danach ein Auto von San Sebastian zurück nach Girona bzw. nach Jansa geteilt haben.

Speaker: Und der lebt hier und mit dem habe ich hier irgendwie noch ein paar Tage verbracht und einfach eine gute Zeit verbracht. Und der hat mir dann im Anschluss über einen Freund eine Unterkunft vermittelt, wo wir 2021 im Prinzip drei Monate in Vanyoles, also 20 Kilometer von Girona verbracht haben.

Speaker: Und so ist da im Prinzip dann eins zum anderen gekommen und habe die Region dann hier so ein bisschen kennengelernt und lieben gelernt. Und es ist einfach von der Infrastruktur, dadurch, dass Barcelona eine Stunde weg ist, ist man mit dem Flieger auch super schnell in München. Also ist von der Infrastruktur einfach sehr, sehr gut angebunden, ist trotzdem nah an den Bergen.

Speaker: ist irgendwie im Nu, in den Pyrenäen, ist im Nu am Meer und ist einfach eine wahnsinnig schöne Ecke und das ist eigentlich so der primäre Grund. Gute Infrastruktur, tolle Lage und das ist der Hauptgrund, warum ich hier gelandet bin. Weniger sozusagen die ganze Community, die hier so ist.

Speaker: Aber die macht das ganze natürlich on top, einfach noch noch attraktiv, dass man irgendwie jeden Tag eine Gruppe findet, mit der man trainieren gehen kann oder so. Das ist natürlich spannend. Ja, genau. Ich hätte jetzt nicht besser beschreiben können, warum man nach Girona ziehen kann oder sollte. Ich habe ja auch da fünf Jahre gelebt. Das ich keinen Brian kannte, auch mit dem hatte ich früher auch ein bisschen was zu tun, als ich noch da war. Aber es ist auch auf jeden Fall krass zu sehen, wie sich Girona entwickelt hat von so

Speaker: Profi -Hochburg hin zu einfach einer Radsport -Hochburg im Allgemeinen. Ja, und Karol und ich kommen jetzt ja auch im April hin. Ich komme ein bisschen eher zum Trainieren auch und Karol dann für die Trucker. Ich freue mich auch schon richtig drauf. Was machst du eigentlich neben dem Radfahren? Also was ist eigentlich dein Job? Schlafen und Essen.

Speaker: Nein, Spaß beiseite. Ich bin im Bereich Management Consulting, Unternehmensberatung tätig. Wir machen Beratungsprojekte für den gehobenen Mittelstand primär aus Deutschland, Österreich, Schweiz im Bereich Digitalisierung, IT und Marketing.

Speaker: Also ganz was anderes, ganz was Bodenständiges, was normal ist, was irgendwie wenig mit Radsport zu tun hat.

Speaker: Was aber mittlerweile, und das ist so ein bisschen durch die ganze Covid -Pandemie gekommen, wahnsinnig dankbar ist. Dadurch hat sich unser Geschäft einfach sehr, sehr stark verändert und ist sehr, sehr viel flexibler geworden. Vorher haben wir viel Zeit irgendwie beim Kunden vor Ort verbracht. Heute wird das alles dankenswerterweise online und remote gehandhabt. Und das macht es natürlich

Speaker: deutlich einfacher oder macht es am Ende des Tages eigentlich erst möglich, zu sagen, ich bin in Girona oder ich bin, weiß ich nicht, in Rwanda und bin dort zum Radfahren und kann aber gleichzeitig von dort auch noch arbeiten. Alles, was ich brauche, ist irgendwie mein Rechner und eine halbwegs stabile Internetverbindung. Und das ist natürlich eine prima Combo einfach.

Speaker: Ja, wenn sich das auch zeitlich so kombinieren lässt, das ist super. Genau. Wollen wir mal kurz ein bisschen Background zu dir geben jetzt im Radsport -Kontext. Also Caro hat das recherchiert. Ich gehe davon aus, dass das dann auch stimmt. Seit 2014 machst du Radsport. Kannst du gleich korrigieren, falls es falsch ist. Dein erstes unsupported bikepacking -Rennen bist du 2019 gefahren, das Trans Pyrenees. Und hast seitdem 13 ultra

Speaker: Race ist gewonnen. Stimmt das? Ja, das stimmt. Perfekt recherchiert. Ja, aber krass. Ich meine, 2014 mit dem Radsport angefangen und seit 2019 erst diese Rennen und dann schon so viele Siege. Da warst du auf jeden Fall gut unterwegs.

Speaker: Ja, ich bin im Prinzip ganz früher zu Schulzeiten, bin ich Mountainbike bzw. bin ich Downhill gefahren, bin eben in Thüringen aufgewachsen und bei mir um die Ecke in Ilmenau war so eine Downhill -Worldcup -Strecke oder ist immer noch.

Speaker: Und da bin ich im Prinzip groß geworden und bin dann nach der Schule zum Studium nach Leipzig und Berlin gegangen, wo es jetzt irgendwie nicht mehr viel mit Bergen und irgendwie Downhill hat. Und ich sage immer, ich war dann irgendwie zehn Jahre lang wirklich Radsport abstinent und auch mit Berufseinstieg und so weiter. Ich sage immer, ich bin dann nur noch Bürostuhl gefahren.

Speaker: Ich war tatsächlich dann mal auch ein Vielfaches meiner selbst. Ich habe zwischendurch auch mal 95 Kilo gewogen. Jetzt bin ich bei knapp unter 70 und bin im Prinzip 2013, 2014 habe ich mir das erste Rennrad überhaupt gekauft und habe dann mit Rennradfahren angefangen.

Speaker: Ja, ich sag immer, dann wurde es immer mehr und wurde es immer schlimmer und irgendwann ist es halt da angekommen, dass ich mich halt auch gerne mal für zehn Tage und viereinhalbtausend Kilometer quer durch Europa aufs Rad setze. Okay. Aber wie... Also...

Speaker: Also wie kamst du wirklich dazu, dann zu sagen, ey, ich mache jetzt solche extremen Sachen? Und dann ist ja auch zwischen 2019 und jetzt Anfang 2023 ein 19 -Ultra -Renn gewonnen, wo man sagen muss, die meisten waren bis dahin, glaube ich, auf der Straße, ne? Und dein erstes richtig off -road -bikepacking -Event war, glaube ich, das Badlands, was ich auch gefahren bin, oder?

Speaker: Battlelands vor zwei Jahren, wo wir uns getroffen haben. Wo wir zusammen im Schatten mit Janosch an irgendeinem Stromhäuschen gelegen haben. Als wir dann weitergefahren sind und versucht haben Wasser zu suchen, haben wir Wasser gefunden, wo du dann als Experte eine Tüte Gummibärchen rausgeholt hast.

Speaker: um die ich dich sehr beneidet habe, ich habe es nur noch eine Stunde weit geschafft ohne Hungerast. Aber ja, da hat man schon gesehen, dass jemand ein bisschen mehr Erfahrung mit sich bringt. Aber ja, noch mal zurück, also seit 2019 bis jetzt, noch nicht mal vier Jahre, so viele Rennen schon gefahren, bist du eigentlich direkt reingesprungen, oder?

Speaker: Also ich finde das gerade brutal, wenn du drüber nachdenkst, dass Rennen einfach auch im Jahr sind. Neben dem Job. Es hat sich tatsächlich so ein bisschen in die Richtung entwickelt, also vom Rennradfahren irgendwie 2013, 2014 irgendwie auf einem normalen Hobbysportlerniveau. Ich habe dann 2015, 2016

Speaker: bin ich relativ viele Gran Fondo -Radmarathons in Österreich, Italien, Schweiz und so weiter gefahren, also auch so was wie in Ötztal. Und habe da so ein bisschen gemerkt,

Speaker: Je länger die Dinge werden und je mehr Höhenmeter die haben und je herausfordernder sie am Ende sind, umso mehr Spaß macht es mir eigentlich. Ich habe damals auch ganz okaye Resultate und Zeiten eingefahren. Ich bin auch den Ötztaler mal in 7 Stunden 45 gefahren, was jetzt irgendwie nicht so schlecht ist.

Speaker: Aber ich bin nie in der Spitze mitgefahren, weil ich einfach nie die absolute Spitzenleistung gebracht habe, sondern immer gemerkt habe, wenn es Richtung Ausdauer geht, dann ist da irgendwie mehr zu holen als jetzt irgendwie

Speaker: 25 Minuten mit 400 Watt irgendwie den Berg hoch zu nuckeln und dann oben der erste zu sein. Ich bin dann irgendwie zwei, drei Jahre die Tour du Mont Blanc gefahren, 330 Kilometer, 8800 Höhenmeter und da auch ganz gut unterwegs gewesen. Das letzte Mal, dass ich die gefahren bin, bin ich vierter in der Gesamtwertung geworden.

Speaker: und wollte die dann eigentlich nochmal fahren und wollte schauen, ob da irgendwie noch ein bisschen mehr geht. Und dann waren wir aber 2019 eben mit dem Campervan in Spanien und ich habe im Prinzip in Spanien geschaut, was ich dort halt irgendwie so an Rennen, Wettbewerben oder so fahren kann. Und in Spanien gibt es einfach diese Grand Fondo ähnlichen Events, die gibt es einfach nicht.

Speaker: Oder gab es damals nicht. Und das Einzige, was irgendwie so ein bisschen länger war als jetzt irgendwie so das klassische Kirmesrennen um den Kirchtouren, worüber ich gestolpert bin, war die Transpyrenes. Und die war halt 950 Kilometer lang. Das war jetzt absolut nicht das, wonach ich gesucht habe.

Speaker: Aber ich fand das Konzept irgendwie eine Tasche ans Rad zu packen und 950 Kilometer irgendwie als Rennen zu fahren, das Konzept fand ich einfach spannend.

Speaker: Hab mir einfach gesagt, probierst du einfach aus, wenn du in der Nähe bist und bin dann einfach mehr oder weniger komplett unvorbereitet und komplett ohne Erfahrung in die Transpyrenies reingestartet und hab dann während dem Rennen einen sehr interessanten Charakter, den Christoph Furbach,

Speaker: kennengelernt, der macht ja mittlerweile auch sein eigenes Ultra Cycling Event in der Pfalz, ist ja so ein bisschen berühmt dafür, dass er irgendwie alle Rennen in Sandalen mit Klickpedalen fährt.

Speaker: Der hat mir irgendwie, mit dem habe ich unheimlich viel Zeit bei diesem Rennen verbracht und der hat mir wahnsinnig viele inspirierende Geschichten erzählt, weil der zum damaligen Zeitpunkt einfach schon Transcontinental und irgendwie zig solcher Veranstaltungen gefahren ist. Und darüber habe ich das im Prinzip während des Rennens alles so ein bisschen kennengelernt und fand das wahnsinnig spannend und Mai am Ende

Speaker: Wenn ich das glaube ich relativ gut gefahren, mindestens war es das erste Rennen was ich gefahren bin und ich habe es direkt gewonnen.

Speaker: was auch die Organisatoren so ein bisschen überrascht hat. Und die haben dann gemeint, Mai, wenn du so was noch nie gemacht hast und trotzdem so stark fährst, dann scheinst du ja irgendwie eine Veranlagung, irgendwie ein Talent zu haben. Und haben mich dann auch zur Transsiberika eingeladen, die irgendwie ein, zwei Monate später war und die dreieinhalbtausend Kilometer lang war. Und das hat, glaube ich, irgendwie eins, zwei Tage gedauert, bis ich gesagt hab, ja, okay, dann lass das halt auch irgendwie probieren.

Speaker: und das war so ein Stück weit, ich habe dann auch die Trans -Heberika gewonnen und das war so ein Stück weit der Beginn dieser ganzen Ultra -Cycling -Geschichte und Langdistanz -Geschichte, dass es überhaupt nicht irgendwie geplant war und ich gar nicht dahin gearbeitet habe und mich vorbereitet habe, mich mal so was zu fahren, sondern dass eigentlich

Speaker: Ja, ein großer Zufall war, dass ich irgendwie da drüber gestolpert bin und dass es mir so viel Spaß gemacht hat und man de facto sagen muss, ich bin dann halt einfach total da drauf hängen geblieben. Okay, krass.

Speaker: Ja, aber ich frage mich trotzdem gerade, wie es mit dem Job alles zusammenpasst. Aber du meinst ja gerade schon, ... ... du kannst wirklich von sehr vielen Plätzen arbeiten ... ... und bist da so ein bisschen ... ... autark unterwegs. Aber das führt mich dann wieder zur nächsten Frage. Wie sieht denn ... ... so dein Trainingsalltag aus, wenn du sagst, ... ... du hast noch einen normalen Job, ... ... du machst sehr viele Ultradistanz -Sachen. Das heißt, ... ... es beinhaltet natürlich auch sehr viel Grundlage. Wer mit dir jetzt irgendwie folgt auf Instagram, ... ... was ich übrigens empfehlen kann, weil ...

Speaker: Da sieht man mal, wie viel du dann irgendwie dann doch auch fährst. Zumindest macht das eine Anschein. Wie kriegst du das alles kombiniert? Also du musst ja dann irgendwie auch extrem früh aufstehen oder sehr lange in die Nacht fahren. Wie sieht dein Trainingsalltag so aus?

Speaker: Ja, es hat natürlich alles so ein bisschen seine Vor - und Nachteile. Und klar, wenn man irgendwo auf Instagram schaut, dann sieht man primär irgendwie die schönen Seiten und die Sonne scheinen. Und klar gibt es da irgendwie so ein paar Kompromisse, die man eingehen muss.

Speaker: Gerade im Frühjahr -Sommer trainiere ich sehr sehr viel am Frühjahrmorgen. Also irgendwie ab 4 .30 Uhr findest du mich im Zweifel irgendwo draußen auf dem Rad.

Speaker: Und dann habe ich im Prinzip meine drei, vier Stunden locker Zeit, um zu trainieren, um zu fahren. Und bin dann immer noch irgendwo gegen neun oder was auch immer am Schreibtisch und bei der Arbeit. Und den Abend, also ich mache das tatsächlich, fokussiere irgendwo das Training auf einen frühen Morgen.

Speaker: Weil abends einfach meine Frau, Freunde, man ja auch noch irgendwie so ein bisschen Sozialleben haben will. Und deshalb natürlich irgendwie viel Training am frühen Morgen. Gerade jetzt im Winter versuche ich es mir halt so gut es geht, einfach zwischen rein zu bauen.

Speaker: und dann einfach früher mit der Arbeit zu starten, mittags rum irgendwie rauszugehen, zu trainieren und dann am Nachmittag nochmal zu arbeiten. Man muss es halt alles so ein bisschen drum herum bauen und

Speaker: Ja, es wird einem jetzt nicht geschenkt. Es ist natürlich irgendwie ein sehr, sehr zeitintensives Hobby. Aber mei, es ist mein Ding und macht Spaß.

Speaker: Und hast du dann auch einen Trainer und einen Trainingsplan und alles? Ja, ich arbeite seit diesem Jahr, seit Dezember arbeite ich mit dem John Wakefield zusammen. Das ist ein Trainer, Sportwissenschaftler hier aus Girona.

Speaker: Der war vier Jahre lang bei URI als Performanstrainer unterwegs, ist jetzt mit Bora unterwegs seit dieser Saison und hat einfach wahnsinnig viel Know -how, von dem ich jetzt in diesem Jahr auch profitiere. Hab die letzten Jahre mich primär selbst trainiert.

Speaker: Und wie es halt so ist, wenn man das irgendwie selber macht, man merkt ab einem gewissen Punkt, dass so ein bisschen die Trägheit einsetzt. Ob man jetzt irgendwie drei oder vier Intervallblöcke macht, wenn irgendwie niemand danach schaut, dann ist es auch nach zweien schon okay. Man hat sich ja Mühe gegeben.

Speaker: Und das ist jetzt irgendwie seit zwei, drei Monaten, seit ich mit dem John arbeite, schon nochmal ein anderes Niveau und hilft mir auch nochmal irgendwie das Ganze ein Stückchen besser anzugehen und glaube ich auch einfach das Zeitinvestment noch ein bisschen sinnvoller zu steuern.

Speaker: Kannst du mal so Hardfacts wie eine VOR zur Max -und -Schwelle verraten oder willst du es lieber für dich behalten? Schwankt über die Saison, ich sag's mal so. Du kannst gerne die Bestwerte raushauen.

Speaker: VO2 Max, wir haben im November den letzten Test gemacht. VO2 Max waren 72 und Schwelle war bei 340 Watt auf 70 Kilo, also das sind irgendwie 4 ,8 Watt pro Kilo.

Speaker: Und das ist wahrscheinlich der extrem niedrige Lackzahl -Aufbau -Rate. Genau. Wir haben auch so einen Fat -Max -Test gemacht. Ich sag mal, ich bin ewig gefahren, bis sich da was bewegt hat.

Speaker: Es hat etwas länger gedauert, als wir geplant hatten. Ja genau, da wollen wir auch gerade hinaus, weil wenn man dann auch mal guckt, wie du so die Rennen fährst, wie deine Taktik immer ist, die ist ja wirklich so, die Leute hinten rauszumöben. Also Ulrich kommt irgendwann. Und das war jetzt bei den Badlands, was du damals zusammengefahren hast, was deine erste Offroad -Ultra -Distance -Sache war.

Speaker: Und jetzt irgendwie auch bei anderen Dingen, wo man dich verfolgen konnte, war das immer so davor, wenn man Dot -Watching gemacht hat, dass du dann hinten raus nochmal gekommen bist. Wie gefällt es dir Offroad? Also ist es für dich jetzt irgendwie auch so eine neue Leidenschaft? Ich meine, du bist ja extrem auf der Straße gefahren. Dann Badlines als erstes, jetzt in Girona sieht man auch immer wieder, dass du

Speaker: So eigene Segmente die raussuchst, die du versuchst immer schneller zu fahren offroad und gefühlt sehe ich dich auch nur auf dem Gravelbike. Also zumindest sieht das so aus. Hat es dich da komplett reingezogen oder hast du auch nochmal Bock auf Straßenevents?

Speaker: Es hat im Prinzip eine komplette Transformation gegeben. Ich habe mit dem Rennrad angefangen, die ersten Jahre tatsächlich nur Rennrad fokussiert, auf der Straße unterwegs gewesen. 2021, Badlands, wie du richtig sagst, war das erste Gravelrennen. Letztes Jahr habe ich schon

Speaker: Ich habe deutlich mehr Gravel -Events gemacht. Ich habe aber auch noch das Transcontinental gefahren, was Road war. Ich habe Madrid -Basilona gefahren, was Road war. Ich hatte den Gran Guanche Road gefahren. Das war im Prinzip so ein 50 -50 -Mix.

Speaker: Und bei dem, was dieses Jahr auf dem Plan steht, witzigerweise kein einziges Straßenevent mehr, sondern eher die andere Richtung Gravel. Und ich werde im Juni, und das wird irgendwie mein großes Ziel sein, dieses Jahr die Tour, die weitfahren. Also werde ich tatsächlich aufs Mountainbike aufsatteln.

Speaker: Und er will mich in die Richtung noch so ein bisschen bewegen. Ganz kurz? Erklär mal ganz kurz bitte, was die Tour de Veit ist, weil es ist schon so mit... Also es gibt ja noch so Circle und Mountain Race, aber ich glaube Tour de Veit ist schon so auf einem Level, oder?

Speaker: Ich glaube, es ist ein Level bzw. die Tour Divide ist das älteste und eines der prestigeträchtigsten Offroad -Langstreckenrennen überhaupt.

Speaker: Die Tour de Veit geht von Banff, Kanada, immer den Rocky Mountains entlang Richtung Süden nach New Mexico, also direkt an die Grenze zwischen USA und Mexiko. Das sind knapp 4500 Kilometer.

Speaker: Non -stop, up and down und die Tour Divide gibt es in der Form mittlerweile glaube ich schon seit über 15 Jahren. Also eines der

Speaker: Das älteste Rennen, die Mutter der Langdistanzrennen, war auch Inspiration für einen Mike Hall, der irgendwann das Transcontinental hier in Europa irgendwo aus der Taufe gehoben hat.

Speaker: vom Transcontinental beeinflusst sind, glaube ich, viele der Events, die es heute gibt, einfach entstanden und haben sich da davon einfach inspirieren lassen und haben das irgendwie so ein bisschen nachempfunden. Und damit ist die Tour Divide einfach eines der ganz, ganz großen self -supported Events, was es irgendwo so neben einem Silk Road und so weiter so gibt.

Speaker: Ja, fährst du denn auch im Vorfeld das anbauend?

Speaker: Wenn ich schon mal über einen großen Teich fliege, dann mache ich auch das Anbau und ich werde das Anbau und XL machen. Das ist im Prinzip genau eine Woche vorher. Ja klar, so als Warm -Up nochmal so 500 Kilometer vorher in die Beine spulen. Genau, das ist der Plan und dann von Kansas direkt nach Kanada, nach Banff und da dann

Speaker: Da dann halt richtig Fahrrad fahren, 4500 Kilometer. Was hast du dir da so für einen zeitlichen Rahmen gesetzt? Für die Tour de Vaid.

Speaker: Der Streckenrekord ist seit 2016 ungebrochen bei 13 Tagen, 22 Stunden, 51 Minuten. Der ist immer noch von Mike Horle gehalten. Das Ziel ist, wenn alles gut läuft, den Streckenrekord in Angriff zu nehmen. Wie viel ist das pro Tag?

Speaker: Also genau sind es 4200 irgendwas. Wenn man es jetzt mal durch 14 ein bisschen aufrundet, dann fährst du am Tag 300 Kilometer.

Speaker: Und das Ganze hat auch noch 60 .000 Höhenmeter Roundabout. Das heißt, du fährst am Tag auf einem Mountainbike 300 Kilometer und so vier, viereinhalb tausend Höhenmeter. Alter, das ist mal krass unvorstellbar. Ja, das ist mal ganz ehrlich. 14 Tage in Folge.

Speaker: Also, da schläft man jetzt nicht so viel, gehe ich von aus. Du schläfst deutlich mehr als bei Badlands, wo du auch mal ohne Schlaf wärst. Aber 14 Tage im Reihe ohne Schlaf, ich glaube, das macht weder Spaß noch ist es gesund.

Speaker: Was man irgendwie so an Schlaf braucht, kann ruhig so ein bisschen schwanken, aber wird halt irgendwas zwischen drei und fünf Stunden sein. Und auch da muss man, glaube ich, einfach sehr gut schauen, was die äußeren Bedingungen so anbetrifft. Weil Mountainbike natürlich nochmal deutlich mehr

Speaker: einem abverlangt als jetzt irgendwie ein Straßenrennen. Also so ein Transcontinental über 4500 Kilometer würde ich jetzt einfach mal überspitzt sagen, ist da eher ein Walk in the Park. Da fährst du irgendwie

Speaker: auf den Berg rauf und dann rollst du halt irgendwie auf der anderen Seite den Berg wieder runter und hast irgendwie einen guten Asphalt und kannst dich da irgendwie bei der Abfahrt erholen. Wenn du bei der Tour de Vaid, die höchsten Gipfel, sind da irgendwie 3600 Meter hoch. Wenn du da oben bist und dann irgendwie, weiß ich nicht, tendenziell einen Singletrail da wieder runterhirschst, dann

Speaker: ist es vermutlich mindestens genauso anstrengend und irgendwie demanding, irgendwie an die ganze Muskulatur im Körper, wie irgendwie das Bike mit Gepäck da irgendwie hochzubringen. Also ich glaube, da ist wirklich die

Speaker: die einzigste Erholung, die du findest, wenn du irgendwie von dem Bock absteigst. Aber... Ja, okay, also ich mein, da kommt eigentlich auch zu der Frage, was motiviert dann dazu, ne? Aber ich hab jetzt vor dem Naturgewalt halt auch so krasse Stories haben gehört, weil diese Temperaturunterschiede sind ja auch absurd. Plus du hast ja auch damit wilden Tieren zu tun, mit Bären. Also es sind ja so reelle Gefahren einfach auch.

Speaker: Und ich meine, das hören wir jetzt beide gerade zum ersten Mal, so Karol und ich, dass du das fahren willst. Das ist eigentlich schon fast eine eigene Podcast -Folge, weil wie bereitet man sich darauf vor? Welches Equipment nimmt man mit? Aber ja, kannst du kurz so runterbrechen, was hast du vor, an Equipment bei so was mitzunehmen? Also es gibt ja mit aber tausend verschiedene Möglichkeiten, Sachen an sein Rad zu bauen. Du musst jetzt nicht das Detail runterbrechen, aber mal kurz so ein Overview wäre mal interessant.

Speaker: Also ich werde ein Hardtail fahren mit Front Suspension und das ist ehrlicherweise letzte Woche angekommen. Das ist gerade in der Werkstatt und wird gerade noch fertig zusammengebaut und dann geht eigentlich das große Abenteuer schon los, weil

Speaker: man sich tausend Sachen überlegen muss. Fährt man mit Dynamo oder ohne? Fährt man irgendwie flatbar oder fährt man dropbar? Und das sind, glaube ich, ganz ganz viele Fragestellungen, wo ich die nächsten Monate einfach für mich persönlich eine Antwort darauf finden muss, was einfach für mich am besten funktioniert.

Speaker: Da würde relativ viel Zeit einfach drauf gehen, Sachen auszuprobieren. Ansonsten hast du es schon gesagt, bei so einer Tour de Veit, wo einfach auch klimatisch alles Mögliche passieren kann, man wird tendenziell gerade auf den Hohenbergen Anfang Juni auch noch Schnee haben.

Speaker: Heike Bike im Schnee im Juni ist mal irgendwie gefühlt mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 % Teil des Programms. Darauf muss man vorbereitet sein, da muss man einfach mit umgehen können.

Speaker: und muss natürlich auch irgendwie die Klamotte dafür dabei haben. Und genauso ist irgendwie zu erwarten, je weiter man Richtung Süden, New Mexico und so weiter kommt, da brät man dann auch wie so ein Hühnchen in der Sonne, wie bei Badlands, irgendwie bei 40 Grad. Und ich glaube, da ist dann so eine gute Mischung zwischen auf der einen Seite irgendwie

Speaker: Warme Bekleidung und gute Ausrüstung für hochalpines Gelände genauso wichtig wie genügend Kapazität.

Speaker: für Wasser und irgendwie ein großer Trinkrucksack und genügend Flaschen. Und das wird mich glaube ich so ein bisschen die nächsten vier Monate sehr, sehr viel beschäftigen, da meinen Weg zu finden, weil ich in dem Segment

Speaker: natürlich jetzt einfach noch keine Erfahrung habe. Ein bisschen was kann man natürlich irgendwie vom vom Gravel fahren oder auch vom vom Straßenrende, irgendwie zehn Tage Transcontinental, kann man natürlich irgendwie so ein bisschen was transferieren. Aber ganz ganz viele Antworten wollen auch einfach neu gefunden werden. Und das macht für mich aber auch so diese Faszination aus, wenn du irgendwie

Speaker: Fünf Straßenrennen gefahren bist, die irgendwie so zwei Tage lang sind, dann hast du halt mehr oder weniger ein gutes Setup und dann kommst du auch so ein bisschen in die Komfortzone, wo du halt sagst, ja ich weiß was funktioniert und das mache ich jetzt wieder und dann passt das schon und dann wird das natürlich auch so ein bisschen

Speaker: Ja, ich will jetzt nicht sagen langweilig, aber es ist halt nicht mehr so die ultimative Spannung dabei. Und dahingehend eine Tour Divide. Ich habe mich bewusst für die Tour Divide entschieden als erstes großes Mountainbike Event, weil ich glaube, dass du trotz der

Speaker: thematischen Themen, trotz der auch was du angesprochen hast. Man wird halt irgendwie auch Bären treffen und irgendwie wilde Tiere und Geschichten. Ich glaube, dass die Tour de Vaie trotzdem mal komisch klingt, aber ein gutes Einsteigerevent ist. Einfach aus dem Grund, weil du eine gute Infrastruktur

Speaker: rundherum hast. Das heißt, du kommst mindestens einmal am Tag durch irgendwie einen größeren Ort, eine größere Stadt. Und es gab es zum Beispiel letztes Jahr im Sommer auch relativ viel. Da war gerade irgendwo an der Grenze zwischen Kanada und USA gab es noch relativ viel Schnee.

Speaker: wo auch viele Leute das einfach unterschätzt haben, gerade so aus dem Midpack, und dann irgendwie mitten im Nirgendwo stecken geblieben sind und dann die Bergwacht, das ist bei uns, also so Search -and -Rescue -Teams zum Einsatz kamen und die teilweise dann mit einem Hubschrauber rausgeholt haben.

Speaker: Und ich muss ehrlich sagen, auch wenn ich es jetzt nicht drauf anlege, irgendwie von der Bergwacht irgendwo rausgeholt zu werden, finde ich es schon so für einen Hinterkopf ganz angenehm zu wissen, dass es sowas dort gibt. Wenn ich jetzt gerade irgendwie an so einen Silkroad Mountain Race denke,

Speaker: Wenn dir da halt irgendwie auf, weiß ich nicht, 3600 Metern irgendwas passiert und wenn du halt irgendwie nur Defekt hast und einfach nicht weiterkommst, weil, I don't know, du hast deinen Rahmen gebrochen oder so, ja, dann rufst du halt irgendwie den Nerzen an und wenn es gut läuft, dann kommt der halt irgendwie zwei Tage später vorbei und holt dich da raus. Aber solange sitzt du halt da. Und das ist halt eine andere Form von Remote.

Speaker: Und da gibt es halt irgendwie keine Hubschraube, da gibt es keine Krankenhäuser im Umkreis von irgendwie Kilometern. Und deshalb ist für mich so ein bisschen das Thema, in Anführungszeichen, normale Infrastruktur bei der Todi White halt so ein bisschen in der Nähe zu haben, ist ein ganz beruhigendes Gefühl und macht es für mich so ein bisschen attraktiv zu sagen,

Speaker: Dort Erfahrungen zu sammeln ist im Prinzip ein guter Grundstein, um dann mal zu sagen, ich widme mich auch irgendwo in den nächsten zwei, drei Jahren mal einem Silk Road oder so, was halt deutlich mehr remote ist.

Speaker: Das heißt, nach dem Extrem kommt dann mit dir eigentlich das nächste Extrem und du fährst dann irgendwann OCE -Grovel -Rennen. Weil nach langen und ab kommt der kurz. Also ich mein, du, als ich gehört hab, dass du anbauen kannst, sagst du, okay, vielleicht fährst du 200er. Jetzt hab ich gehört, du willst auch Trucker fahren. Nee, Trucker hab ich letztes Jahr auch schon gefahren, aber das war ja auch das lange, ne? Mit 350 Kilometern.

Speaker: Jetzt fährst du aber, ich glaube, diese Woche in Girona einen Gürbelrennen, was, glaube ich, kürzer ist. Oder gibt es da auch eine lange Version? Ich weiß es gar nicht.

Speaker: Na, das sind 100 Kilometer. Genau, das ist ja dein Grund. Nee, das ist dein Regenerationstag, gehe ich mal von aus. 100 Kilometer. Ja, genau. Aber reizen dich so kurze Rennformate auch oder hast du da gar keinen Bock drauf? So oft vielleicht auch Positionskämpfe. Ist, denke ich, auch noch eine, ich meine, Adrenalin wirst du auch haben bei dem, was du machst, aber ist ja in so einer stressigen Rennsituation, die auch viel kompakter ist und mal was anderes.

Speaker: Ehrlicherweise ist gerade das, solche stressigen Rennsituationen, Positionskämpfe, irgendwo ein bisschen Risiko und irgendwie weiß ich nicht mal den Ellenbogen raus,

Speaker: Das ist exakt der Teil von dem Rennsport, der mich so in die Richtung der Langdistanz getrieben hat, weil es den dort nicht gibt und weil ich den einfach irgendwie nicht besonders gern mag. Und deshalb fühle ich mich auf der Langdistanz einfach so wohl, weil du halt dann nicht das Fahren irgendwie in großen Gruppen hast, wo du irgendwie Risiken eingehen musst kannst, sollst, darfst in irgendwelchen Abfahrten oder so.

Speaker: und dann gerne auch mal über jemanden drüber stürzt oder ich weiß es nicht was. Das ist so ein bisschen, was mich zu lang Distanz oder was ich da irgendwie besonders liebe, dass es das dort einfach nicht gibt. Und die kürzeren Sachen, jetzt ein Trakar oder jetzt auch jetzt am Wochenende La Santa Valle,

Speaker: in Girona fahre ich im Prinzip, weil es vor der Haustür ist und weil der Gérard von Klaasmark mittlerweile auch ein guter Freund ist und weil es einfach immer eine tolle Atmosphäre ist und das macht irgendwie so den Spaß an der ganzen Sache aus und es ist einfach auch eine tolle Abwechslung mal irgendwie sowas zu fahren aber ich weiß halt auch

Speaker: Ich fahre das halt just for fun, weil es Freude bringt. Ich weiß ganz genau, dass ich keinerlei Stärken habe, um da irgendwo um den Blumentopf mitzufahren. Weil einfach ganz, ganz andere Skills und auch ganz, ganz anderes Training dafür natürlich irgendwie gefragt ist.

Speaker: viel impulsiver, wo ich auch mal irgendwie ein Stück mitfahren kann, aber dann halt, weiß ich nicht, nach 20 Minuten am Berg dann halt auch einfach sterben gehe, wo andere Leute irgendwie noch mal 20 Minuten einfach genauso weiterfahren.

Speaker: Deshalb ist das schon nett, irgendwie mal so einen Mix zu haben. Aber die kürzeren Distanzen, alles was jetzt irgendwie UCI Gravel oder auch die Gravel -Earth -Series ist,

Speaker: Das macht Spaß mal irgendwie so ein Event einzubauen, wenn ich irgendwie in der Nähe bin oder wenn sich das irgendwie anbietet. Ist aber jetzt nichts, was ich als sportlichen Fokus für mich setze, einfach weil ich schon gelernt habe, ich bin dafür halt einfach nicht gemacht und meine Stärke liegt einfach woanders. Ich denke auch das Training unterscheidet sich dann ja auch schon so extrem, dass du gar nicht auf beide Rennformate den Fokus setzen kannst.

Speaker: Nee, definitiv nicht. Mich würde zu einem Thema mal deine Meinung interessieren. Ich habe das auch öfters schon mal angesprochen, irgendwie über unseren Podcast oder auf Social Media. Und zwar die Thematik Schlafen bei diesen Ultrarennen. Du hast es gerade selber gesagt, zu Tour Divide ist es so lang, da kommst du nicht ohne Schlafen aus. Jetzt war ich beim Atlas Mountain Race, ist auch so lang, da musst du schlafen, obwohl

Speaker: Da die ersten das auch wieder in einen Extrem reingetrieben haben, wo es dann sehr, sehr wenig war am Ende. Und dann so Dinge wie Badlands, also da redet man ja, also wenn man vorne beenden will, redet man ja nicht mehr überschlafen, da fährt man halt dann zwei Tage durch. Und idealerweise fährt man irgendwann nicht mal mehr zwei Tage.

Speaker: Wie findest du die Entwicklung und was hältst du davon, wenn man oder wenn die Veranstalter irgendwann sagen, okay, wir pro Tag müsst ihr so und so vier Stunden Pause machen. Man kann das alles nachvollziehen mit den Trackern und ist auch nicht egal, wie ihr die verbringt, aber es gibt quasi eine Ruhezeitpflicht, damit der Sport halt nicht in so einen, es ist ja eh schon Extremsport, aber noch in ein weiteres Extrem reinrutscht und

Speaker: Ich frage mich da manchmal auch so, ich meine, klar, so Leute wie du, die können das einschätzen, du hast schon so viel Erfahrung. Aber was passiert so im Mid -Pack? Die sind natürlich langsamer unterwegs, wollen aber auch in einer gewissen Zeit ins Ziel kommen und gehen dann vielleicht irgendwann mal über den Punkt hinaus, wo man dann auch nicht mehr helfen kann. Also wenn ich jetzt an das Atlas Mountain Race denke, wo Matthias Demarcki in Führung liegend rausgehen musste, wo er Verdacht auf Wasser in der Lunge bestand,

Speaker: Es hat sich glaube ich nicht bewahrheitet zum Glück, aber natürlich komplette Erschöpfung.

Speaker: Mir ist bewusst, dass an dieser ganzen Entwicklung, die das irgendwie in den letzten 12, 18, 24 Monaten genommen hat, dass so dieses weniger Schlafen ist mehr gut, dass das so ein Hype -Thema geworden ist.

Speaker: ist mir vollkommen klar, dass ich daran selber nicht ganz unschuldig bin. Wenn man vorne mitfährt und das ein Stück weit auch praktiziert. Klar, dann zieht man einfach Leute nach, die sagen, wenn der das kann, dann kann ich das auch.

Speaker: Ich versuche, wann immer ich über das Thema rede, so ein Stück weit einen Disclaimer dran zu kleben und zu sagen, hey, das kann man nicht trainieren, das muss man irgendwo erfahren und das muss man lernen. Wenn man mein erstes Rennen, die Transpyrenies,

Speaker: in 2019 nimmt, da hab ich in einem Rennen, was 48 Stunden lang war, hab ich am Fuß vom Tourmalet vier Stunden in einem Klohäuschen geschlafen. Oder, ja, weiß ich nicht, drei Stunden geschlafen und eine Stunde da irgendwie rumgelegen. Weil ich der festen Überzeugung war, ja, du kannst ja nicht irgendwie zwei Tage lang da durch die Gegend fahren, ohne geschlafen zu haben, du musst dich irgendwie ausholen. Und ...

Speaker: Damals hatte ich einfach keine Erfahrungen damit, also bin ich irgendwo auf Nummer sicher gegangen und hab mich da halt für eine ganze Weile hingelegt. Heute würde ich das oder heute gehe ich das mit Sicherheit anders an, bin dann auch noch mal die Transpyrenes gefahren, bin sie dann auch ohne Schlaf gefahren. Aber das eben, weil ich mich Stück für Stück an meine Grenzen rangearbeitet hab und weil ich kennengelernt hab, wie mein Körper reagiert, wenn ich müde werd und nicht nur so dieses

Speaker: Ja, ich weiß nicht, ich bin jetzt müde, ich habe keine Lust mehr zu fahren. Das ist irgendwie so das Einfachste, das kannst du irgendwie mit dir selbst wegdiskutieren, sondern wirklich so der Status, wo du in Schlafentzug, in Richtung Sekundenschlaf usw. reinkommst, wo es dann auch ziemlich zügig gefährlich wird.

Speaker: Und das muss man irgendwie selber mal erfahren haben und da muss man irgendwie selber mal geschaut haben, wie weit bin ich eigentlich bereit zu gehen und was kann ich eigentlich machen und was nicht. Und erst dann kann man irgendwo drüber nachdenken, wie weit und wie lange man fahren kann.

Speaker: ohne geschlafen zu haben und mittlerweile dank meiner Erfahrung kann ich das für mich persönlich sehr sehr gut einschätzen und weiß genau wann es wirklich Zeit ist sich irgendwie hinzulegen und wann halt einfach auch noch eine Stunde oder zwei oder drei gefahren werden können und das kommt aber nur mit der Erfahrung und diese ganze Diskussion

Speaker: von sind irgendwie erzwungene Pausen seitens des Veranstalters irgendwie für das Thema hilfreich, ja oder nein. Ich glaube schon, dass es es wert ist zu sagen,

Speaker: Man setzt da irgendwo auch eine gewisse Stopptafel und sagt, hier sind irgendwie Endstunden pro Tag. Wie du die verbringst, ob du die jetzt schläfst oder ob du dich irgendwo einfach hinsetzt und irgendwie in Ruhe eine Pizza isst, ist mir egal. Aber du hast halt irgendwie Endstunden anzuhalten.

Speaker: Ich glaube, wenn das der Sicherheit dient und verhindert, dass früher oder später irgendwie die erste Fahrerin irgendwie ernsthaft zu Schaden kommt wegen Schlafmangel oder solchen Geschichten, dann ist es das wert und ich glaube, dass gerade

Speaker: Man kann es halt umso mehr Leute, und der Sport wächst ja nun mal rasant, umso mehr Leute dazukommen und umso weniger Erfahrung da irgendwie am Anfang nun mal vorhanden ist, umso gefährlicher und risikoreicher wird das Ganze natürlich auch. Und deshalb nehme ich diese Diskussion jetzt schon ernst. Es gibt aber, glaube ich, einfach

Speaker: Keine Pauschalanworter, so zu sagen. Ich weiß nicht, Endstunden der Carlos von Transhiberica und Wasserhauen. Da hat er so eine kleine Formel gebaut. Er hat gesagt, wenn Event so lang, dann so und so viel. Ich glaube, das ist ein guter Ansatz, ein guter Anfang. Ist es jetzt geeignet für jedes Format?

Speaker: Wahrscheinlich nicht. Sollte es jetzt irgendwie bei jedem 600 bis 1000 Kilometer Rennen irgendwie sowas geben. I don't know. Ich glaube, das kommt auch so ein bisschen einfach aufs Umfeld drauf an und ich glaube, das muss einfach auch jeder Veranstalter so ein bisschen

Speaker: für sich abwägen, was Risiken und so weiter anbetrifft. Das ist glaube ich ganz sinnvoll, aber ich finde es gut, wenn die Diskussion geführt wird, weil so lange das Tanzen ohne Schlaf zu fahren, das kommt halt nicht einfach so von

Speaker: von mal machen. Und das ist halt nicht ungefährlich. Und ich glaube, dass auch diese Diskussion darüber schon einen wertvollen Beitrag dazu leistet, dass sich Leute vielleicht ein bisschen mehr Gedanken darüber machen, wo ihre Grenzen liegen und wie weit sie gehen können oder wollen. Ja, ich finde es.

Speaker: Ja, also ich bin da auch bei dir. Ich meine, ich kann das auch nicht so wie ihr, ne? Also wie du auch. Ihr seid da einfach nochmal so ein Extrem, muss man schon so sagen. Und ich hab für mich halt erkannt, dass ich das nicht kann, ne? Also ich hab's natürlich jetzt

Speaker: Ist das eigentlich was, dieses Können auf wenig oder ohne viel Schlaf auszukommen? Ist das was, was man auch im Alltag bemerkt? Also schläfst du grundsätzlich weniger oder schläfst du, wenn du jetzt nicht Ultra -Rennen fährst, normal deine acht, neun Stunden?

Speaker: Also ich komme grundsätzlich mit relativ wenig Schlaf aus. Ich hatte es ja gesagt, ja im Sommer bin ich gerne auch schon irgendwie 4 .30 Uhr auf dem Rad und ich gehe irgendwie zu normaler Zeit ins Bett. Das ist irgendwie, weiß ich nicht, um 10, um 11. Ich bin jetzt nicht irgendwie

Speaker: dann um sieben schon im Bett, weil ich muss ja früh wieder raus zum Training. Das heißt, ich komme da irgendwie mit sechs Stunden oder fünfeinhalb Schlaf zu Rande und das halt auch

Speaker: auf Dauer und das auch ohne, dass ich jetzt in Ruhepuls oder in anderen Kennzahlen da einen Schlafmangel oder so im Training sehe. Sondern das ist mein Normal.

Speaker: Ich kann aber genauso gut irgendwie am Wochenende meine acht, neun Stunden schlafen, ohne dass ich irgendwie um fünf aus dem Bett falle und es in die Bettflucht habe. Ich glaube, mein Schlafmuster ist da relativ dankbar und relativ anpassungsfähig. Ich glaube, das hilft, wenn man da irgendwie so ein bisschen

Speaker: ein entspannter Schläfer ist. Ich kann mich jederzeit auf die Couch legen und kann jetzt einfach eine Stunde schlafen. Ich muss auch nicht müde sein, um zu schlafen. Ich kann mich einfach hinlegen und dann wird geschlafen, wenn ich Lust drauf hab. Ich glaube, das ist ganz dankbar und ganz hilfreich. Auch für solche Übungen, dass der Körper einfach damit gut umgehen kann. Auf der anderen Seite ist es halt ...

Speaker: wie gesagt, etwas, was man ausprobieren muss. Also bevor ich irgendwie angefangen habe, bei Rennen wenig zu schlafen, habe ich auch keinerlei Ahnung gehabt, wie das irgendwie funktioniert. Und de facto habe ich mich da langsam herangetastet und habe aber eben auch erfahren, wo einfach Schluss ist und wo es dann einfach weder Spaß macht, noch irgendwie

Speaker: gesund und risikoarm ist. Und ich glaube, das ist wichtig, wie du sagst, Paul. Man muss es für sich persönlich rausfinden und man sollte halt

Speaker: definitiv davon Abstand nehmen zu sagen, ja, wenn irgendwie Person X, Y das ohne fahren kann, dann kann ich das auch, sondern man muss halt irgendwie gucken, was man selber kann. Ja, genau. Also ich meine, ich hab mich auch, also wir machen diese Sachen wie Bad Lines, macht Spaß, auch wenn ich natürlich danach immer sehr viel am rumheulen bin in diversen Podcasts und so, aber

Speaker: Also ich glaube so rein leistungsmäßig ... ... kann ich die Sachen, ... ... könnte die Sachen auch gewinnen in der Theorie, aber ... ... was bei mir halt der Genickbruch ist, ... ... ist halt dieses Thema mit Schlafen ... ... und Pausen machen und Effizienz, ... ... wo ich einfach bei weitem nicht auf dem Level bin, ... ... wie jetzt du oder auch ein sehr preuer. Ich habe mich damit aber abgefunden ... ... und sitze halt auch gerne mal eine halbe Stunde ... ... länger irgendwo rum ... ... und chill dann ... ... und mach nichts.

Speaker: Nichtsdestotrotz finde ich diese ganzen Gravel, Bikepacking, Mountainbike, ... ... wie auch immer Sachen eigentlich mega spannend und ... ... finde es auch cool, dass es ... ... so ein bisschen im Radsport Mainstream angekommen ist. Und wenn Leute das ... ... im gesunden Maße irgendwie betreiben, ... ... finde ich das auch cool und ich meine, ... ... ich habe es ja gerade gesehen bei Atlas Mountain Race, ... ... wie viele Leute da am Start sind, ... ... auch gerade aus Deutschland. Das ist unglaublich. Du warst jetzt auch in Rwanda, wo dann ja auch ...

Speaker: ... immer mehr Leute hinkommen und ... ... das ist eine krasse, schnelle Entwicklung, ... ... ja, die man ... ... sicherlich immer auch begrüßen kann, wenn man ... ... gerne Rad fährt, weil ... ... also ich meine, ich hätte es nie darüber nachgedacht, ... ... in Rwanda mal Rad zu fahren, ne? Oder als Migration Gravel Race in Kenia. Steht irgendwie alles noch so auf der Bucketlist. Und ... ... ist schon geil, ... ... dass man jetzt irgendwie die Möglichkeit hat, da auch ...

Speaker: Ja, hinzukommen, coole Events hat. Ich glaube pro an das ja auch so, dass man der Community was zurückgibt, oder? Dass ja auch nicht einfach nur als reicher Europäer rüberfliegen, sondern man gibt da auch was zurück und genau erfüllt da zumindest dann für die Communities davor noch mal einen guten Zweck. Ja.

Speaker: Genau. Also ich habe erstmal... Ja, spannend auf jeden Fall. Keine weiteren Fragen. Da würden sich auf jeden Fall noch viele anschließen so to divide und mich würde das Thema eigentlich auch, wenn du da fertig bist, danach noch mal interessieren.

Speaker: Wie es war. Ja, wie es war. Das ist wirklich so extrem auch. Also ich finde, die Distanz ist natürlich extrem, aber auch die Kilometer, die du am Tag fahren willst, finde ich, wenn man es einfach nur mal durchrechnet. Fahr halt mal 14 Tage am Stück über 300 Kilometer einfach nur mit dem Rennrad. Klar, das machst du. Das macht man.

Speaker: Aber man steht da jetzt nicht jeden Tag auf und sagt, hey, heute nochmal filmen wir so wie am ersten Tag. Das auf dem Bike, mit eigenem Gepäck, extreme Höhen, extreme Wetterbedingungen, finde ich krass. Also da hätte ich schon nochmal das Interesse danach zu hören, wie es denn gewesen ist und so Erfahrungsberichte.

Speaker: Ja, wenn ihr Lust habt, wir können ja irgendwie später im Frühjahr nochmal so eine Vorbereitungsrunde machen und da kann ich gerne irgendwie so ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Wie gesagt, jetzt ist gerade mein Rad angekommen und jetzt stelle ich mir irgendwie gerade die Frage,

Speaker: Ich habe jetzt gerade Taschen bestellt, welches Frame Pack passt und passt dann da noch eine Flasche rein oder fährst du irgendwie noch mit einem Blätter in dem Frame Pack drin? Solche Fragen stelle ich mir irgendwie gerade, genauso wie welche Laufräder wären es am Ende und gibt es einen Dynamo oder eben auch nicht.

Speaker: Und ich glaube, die ganzen Fragen, die werde ich jetzt irgendwie in den nächsten Monaten für mich beantworten und da kann ich gerne dann auch so ein bisschen davon erzählen, worüber ich alles nachgedacht habe und wie ich es für mich gelöst habe. Und ja, ich glaube, dann kann man

Speaker: Dann kann man im Juli auch noch mal schauen, wie es denn gelaufen ist und ob all irgendwie die Ideen, die ich vorher hatte und was ich alles mitnehme, ob das tatsächlich funktioniert hat oder ob irgendwie, weiß ich nicht, ich entweder zu viel dabei hatte oder die Hälfte gefehlt hat, das werde ich dann nachwissen.

Speaker: Ich glaube, das wäre mega spannend. Ja, auf jeden Fall. Das kenne ich richtig gut. Ich finde es jetzt auch mit ein bisschen Erfahrung irgendwie interessant. Also noch kurz, Atlas, ich komme da an. Ich denke, ich bin well prepared. Dann bist du mit jemandem auf dem Zimmer, der schon vielmehr vor solchen Events gemacht hat.

Speaker: Und du guckst das Fahrrad an, guckst dir dein Fahrrad an und denkst, ich bin so underprepared, obwohl ich dachte, ich habe alles mit, was ich brauche. Und das ist halt immer wieder geil, weil dieses ganze Thema Bikepacking, egal ob das jetzt diese kurzen Distanzen sind, oder sowieso lang,

Speaker: Da gibt es ja so viele Tricks und Kniffe und jeder hat so sein System, was für ihn funktioniert, was du vorhin schon meintest. Und es gibt nicht das Richtige und das Falsche eigentlich fast. Und es reicht doch nicht, irgendwo mit etwas zu bestellen, weil es gibt so viele Möglichkeiten. Und es ist schon auch ein sehr spannendes Thema, auch im kompetitiven Bereich.

Speaker: Ja, und das macht es für mich halt einfach so. Also das ist für mich Teil der ganzen Reise und das ist vielleicht auch so ein bisschen 50 Prozent des Abenteuers. Ich habe mich jetzt irgendwie, weiß ich nicht, die letzten zwei, drei Wochen, ich weiß nicht wie viele Stunden, mit diversesten Teilen irgendwie auseinandergesetzt, auch noch mal irgendwie

Speaker: Federgabel ja, nein, wenn ja, wie viel Differenz ist im Gewicht und merkt man das dann wirklich und lohnt sich es vielleicht doch irgendwie eine Starrgabel oder auch nicht und auch solche Sachen und sich da einfach so ein bisschen

Speaker: in eine komplett neue Materie irgendwie reinzuarbeiten. Das ist für mich einfach Teil dieses ganzen Abenteuers. Und das streckt natürlich irgendwie das Ganze so ein bisschen in die Länge, weil, ich meine, Tour de Veit ist jetzt lang, aber das sind halt irgendwie auch nur 14 Tage am Ende. Und ich finde es halt wesentlich spannender, irgendwie dieses ganze Abenteuer irgendwie auf

Speaker: weiß ich nicht, viereinhalb Monate zu strecken, weil du halt irgendwie mehr oder weniger jeden Tag irgendwie ein bisschen tüftelst und irgendwie ein bisschen machst. Und wenn ich irgendwie zum zum Trainieren rausgehe, weiß ich nicht, da probiere ich halt hier mal was aus und dann mache ich da mal was anders irgendwie am Rad oder so. Und wenn es nur irgendwie kleine Teile sind, weil man irgendwie sagt, weiß ich nicht,

Speaker: Ich bestelle mir irgendwie eine neue Minipumpe, habe ich vorhin gerade geschaut, was nehme ich irgendwie für eine Minipumpe, die ich irgendwie am Flaschenhalter montieren kann und dann da irgendwie sich so durchzuwühlen, wer hat da irgendwie das beste Produkt im Angebot und was nimmt man denn da so, das macht mir einfach unheimlich viel Freude.

Speaker: Ja, glaub ich, kenn ich. Ulrich, vielen Dank für deine Zeit. Und wir drei sehen uns ja dann spätestens im April. Beim Trucker. In Girona, genau. Genau. Und ich finde, du musst uns auf jeden Fall mal dein Lieblingscafé da zeigen in Emporda. Emporda, ne? Emporda?

Speaker: Genau, da bist du ja auch schon so halber Ambassador gefühlt. Da fahren wir dann gemeinsam hin, das ist eine gute Idee. Das klingt gut. Dann danke dir.

Speaker: Danke euch. Ja, vielen Dank. War super spannend. Ich hätte dir noch ewig weiterzuhören können. Sehr schön. Dann hören wir uns, denke ich mal in zwei Wochen wieder, eventuell sogar. Weil Caro und ich, glaube ich, jetzt in den anderen Rhythmus reingehen. Zumindest ist es der Plan. Mal gucken, ob wir es umsetzen. Wir versuchen es mal. Genau. Also, bis dann. Ciao. Bis dahin. Danke euch. Ciao. Ciao.

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Recommended