Transcript
Speaker: willkommen zu outside dem gravel podcast mein name ist paul voss ja ich bin zurück aus meinem
Speaker: zweiten Trainingslager in der Saisonvorbereitung.
Speaker: Wir sind im Januar angekommen und ich war zwei Wochen auf Gran Canaria, habe mich da auf meine ersten Rennen vorbereitet.
Speaker: Es ging vor allem darum, Basemiles zu sammeln, was ich ausreichend getan habe, dazu auch ausreichend Höhenmeter.
Speaker: Ich war zum ersten Mal auf der Insel am Tageslicht oder am Tage, weil...
Speaker: Ich habe schon bei zwei Mal Gran Guance, einmal Offroad, einmal die Straßenvariante teilgenommen habe und jeweils über Gran Cana gefahren bin in Dunkelheit.
Speaker: War schön die Insel auch mal bei Licht zu sehen und ja, ist schon ganz nice.
Speaker: Am Anfang habe ich es noch als Overhyped bewertet, aber ja jetzt so nachgegeben muss ich sagen.
Speaker: War schon ganz in Ordnung und kann man machen.
Speaker: Also natürlich von der Landschaft ist das schon ziemlich atemberaubend.
Speaker: Wir sind jetzt Ende Januar.
Speaker: In zweieinhalb Wochen findet dann auch das erste Rennen des Jahres statt, Santa Valle.
Speaker: Das ist mittlerweile ja auch so ein klassischer Einstieg in die Köln-Saison in Europa.
Speaker: Dieses Jahr wird es unglaublich stark besetzt sein, was man so sehen konnte mit dem neuen Specialized-Superteam rund um Mats Wurzschmitz und auch Keegan Spenson, die am Start sein sollen.
Speaker: Bin ich mal gespannt.
Speaker: wie das sein wird.
Speaker: Ich hoffe, dass das Wetter dann besser ist, als es die letzten Wochen war in Girona.
Speaker: Da hat es unglaublich viel geregnet, sehr viel ist überschwemmt.
Speaker: Und ich hoffe, dass es bis dahin alles ein bisschen abtrocknet und wir nicht im Matsch versinken und eher zu viele Flussdurchfahrten haben, wo man unnötig doll nass wird.
Speaker: Im Februar dann bei doch noch zum Teil minus, eher keine Ahnung, morgens knapp unter minus.
Speaker: Und am Tage dann doch nur zu 10 Grad.
Speaker: Da wäre es doch schon schön, wenn man wärme Füße und trockene Füße behalten kann.
Speaker: Aber wie auch immer.
Speaker: Genau, es hat sich einiges getan über den Winter in der Quelle-Szene.
Speaker: Neue Teams haben sich gebildet.
Speaker: Es gab so ein paar Dinge in der Rennszene, die sich geändert haben, also neue Rennen kommen oder Rennen sind jetzt in anderen Daten.
Speaker: Aber darüber werde ich dann auch in den nächsten Folgen mal sprechen.
Speaker: Gerade hingehend der Teams, da haben eigentlich alle mittlerweile bekannt gegeben, wie es aussieht, bis auf einen größeren Radhersteller, der, glaube ich, bis Santa Wall wartet, bis er bekannt gibt, wer die Fahrer und Fahrerinnen sind.
Speaker: Und sobald es auch bekannt ist,
Speaker: Dann werde ich jetzt auch mal eine Folge machen, wo man dann auch die Sache ein bisschen weiter analysieren kann, was es eigentlich für den Sport bedeutet.
Speaker: Genau, kommen wir mal zu meinem heutigen Gast.
Speaker: Und zwar habe ich den guten Simon Pillow im Podcast, 34-jähriger Schweizer.
Speaker: der bis vor kurzem noch unter anderem Straßenprofi bei Tudor Pro Cycling war, letztes Jahr, also 2025, Zweiter Bahnbauen wird und auch Zweiter im Lifetime Grand Prix.
Speaker: Ich kenne Simon schon eine Weile, habe ihn früher verfolgt, als er noch auf der Straße unterwegs war.
Speaker: Ein Ausreißerkönig, unglaublich großer Kämpfer.
Speaker: Mir sind ja vor allen Giroetappen im Kopf geblieben, wo er eigentlich, ja,
Speaker: Fast jeden Tag in der Spitzengruppe war er auch das Backtrick-Homa tragen konnte.
Speaker: Also ein wirklich inspirierender Fahrer.
Speaker: Ich fand es auch ein sehr, ja, inspirierend ist immer ein großes Wort, aber ich fand es ein sehr schönes Gespräch und zum Teil auch sehr inspirierende.
Speaker: Er war letztes Jahr noch in einem Art Teamkonstrukt unterwegs, ist jetzt aber auch ab diesem Jahr Privatier und erzählt uns auch, wie es dazu gekommen ist, dass er quasi Tudor verlassen hat, weil letztes Jahr war er noch bei Tudor Gravel unterwegs.
Speaker: Und ja, was so seine Ziele sind und wie er auch so in den Sport herangeht, weil er ist zwar Schweizer, lebt aber das halbe Jahr oder eine Hälfte des Jahres in Kolumbien.
Speaker: Er ist auch mit einer Kolumbianerin verheiratet und hat einen sehr interessanten Lebensstil, Lebenswandel.
Speaker: Und ja, wie gesagt, ich fand es ein sehr schönes Gespräch und ich hoffe, euch gefällt es auch.
Speaker: Bevor wir aber zu einem Gespräch gehen, möchte ich euch gerne den Partner der heutigen Folge vorstellen, Ministry.
Speaker: und zwar neue produkte empfehlen die ich selbst nutze und die perfekt in eure tägliche routine passen egal ob ihr sportlich aktiv seid oder einfach gesund bleiben wollt das erste wäre die in ministry omega 3 das ist keine gewöhnliche omega 3 kapsel sondern 100 prozent pflanzlich aus mikroalgen also komplett ohne fischöl ohne tierische inhaltsstoffe und hergestellt in europa jede kapsel liefert dir 150 milligramm epa und 300 milligramm dh
Speaker: die erste zellen omega 3 fettsäuren die helfen können herz kreislauffunktionen aerobe leistung und regeneration nach harten einheit zu unterstützen zusätzlich fördern sie die aufnahme von sauerstoffen nährstoffe in deinen zellen also nicht nur gut für ausdauer sondern auch für deinen kopf und eine erholung zwischen den sessions
Speaker: Du kannst Omega 3 täglich nehmen, um deinen Körper rundum zu unterstützen, vor allem wenn du viel trainierst, viel unterwegs bist oder einfach dein Bestes geben willst.
Speaker: Das zweite Produkt, was ich euch gerne empfehlen möchte, ist der Ministry Immunstick, dein täglicher Boost für die Immunsystemabwehr.
Speaker: Gerade jetzt, wenn Stress, Reisen und Trainingsphasen das Immunsystem fordern, ist der Immunstick perfekt für euch.
Speaker: Er kombiniert bioverfügbares Zink, Elderkraft-Holunderbeerextrakt und natürliches Zitronenpulver mit Vitamin C.
Speaker: Diese Mischung kann nachweislich die Immunantwort stärken und sogar die Dauer und Stärke von Erkältungssymptomen reduzieren.
Speaker: Der Stick ist super praktisch, da man den Inhalt direkt in den Mund geben kann und ganz ohne Wasser runterschlucken kann.
Speaker: Ideal für Athletinnen, Vielreisende oder alle, die ihr Immunsystem gezielt unterstützen wollen.
Speaker: Wenn ihr also Leistung, Regeneration und Gesundheit ganzheitlich unterstützen wollt,
Speaker: Mit einer pflanzlichen Omega-3-Quelle und einem Immunstick, der wirklich etwas bringt, dann schaut euch diese Produkte von Ministry an.
Speaker: Und wer allgemein die Ministry-Produkte mal testen möchte, dem kann ich auch die Probierbox ans Herz legen.
Speaker: Ihr findet die Produkte auf ministry.com.
Speaker: Das ist mnstry.com.
Speaker: Den Link findet ihr aber auch wie immer in den Shownotes.
Speaker: Aber nun zu dem Gespräch mit Simon.
Speaker: Hallo Simon.
Speaker: Hallo, hallo.
Speaker: Moin, wo treffe ich dich an gerade?
Speaker: Ja, ich bin momentan heim in Colombia, in den Andes, in den Bergen hier, so ziemlich weit weg von mir sowieso.
Speaker: Auf wie viel Höhenmeter bist du da?
Speaker: 2550 oder so.
Speaker: Okay, krass.
Speaker: In der Höhe.
Speaker: Und wir hatten jetzt gerade vor uns schon mal offen ein bisschen drüber geredet.
Speaker: Würdest du das jetzt als dein Zuhause bezeichnen?
Speaker: Weil du bist ja eigentlich Schweizer, ne?
Speaker: Du kommst aus den Wallis?
Speaker: Ja, aus den Bergen, aus den Alpen zu den Andes.
Speaker: Wie gesagt, aber ich bin seit zehn Jahren ungefähr
Speaker: in Kolumbia oder mit Kolumbia verbunden und ich habe hier ein Haus seit sechs Jahren jetzt und meine Frau ist Kolumbian und ja, ich bin jeden Winter hier in Kolumbia.
Speaker: Ich mag die Kälte nicht so gerne.
Speaker: Ich habe eine schöne Lösung auf die Kalte.
Speaker: Ja, aber warum hat sich damals nach Kolumbien gezogen?
Speaker: Also was war der Grund, weshalb du überhaupt eingegangen bist vor zehn Jahren?
Speaker: Ja, zuerst auch wegen einem ziemlich schlechten Winter in der Schweiz.
Speaker: Und ich wollte hier kommen, als ich ein Teamkollege der Kolumbiener war.
Speaker: Und ich bin hier gekommen und ja, dann...
Speaker: Aber nicht genau hier in Bogotá, aber dann bin ich hier in Antioquia neben Medellin für die Vuelta Colombia gekommen und dann ist nur Energie und Respekt für den Radsport und ja, alles zusammen ist es gekommen, dass ich hier geblieben bin.
Speaker: Und da hast du irgendwann wahrscheinlich deine Frau kennengelernt, geheiratet und dann gibt es noch mehr Gründe da zu bleiben.
Speaker: Ja, das war nicht der erste Grund, aber dann ist sowieso etwas Wichtiges geworden und jetzt sind wir vor etwas mehr als einem Jahr hier im Kolumbia-Verein getätet und es war eine riesige Party und ein riesiges Fest hier mit den ganzen Freunden und der Familie, die hier gekommen sind, um
Speaker: um auch unser Leben kennenzulernen.
Speaker: Es war eine schöne Erfahrung.
Speaker: Ist eigentlich der Unterschied von der Schweiz zu Kolumbien groß?
Speaker: Das Größte.
Speaker: Von der Art und Weise, wie man lebt.
Speaker: Also Schweizer sind ja schon so ein bisschen wie Deutsche, würde ich jetzt mal behaupten.
Speaker: Du kommst aus der Wallis, ist ein französischsprachiges Schweizer, oder?
Speaker: Ist er nochmal ein bisschen anders als die deutschsprachige?
Speaker: Zumindest ist es meine Erfahrung von der Tour der Romantie und sowas.
Speaker: Ja, sowieso ist es etwas anders, auch Energie und so weiter und
Speaker: Aber sowieso sind wir nur ein Land, auch mit vier verschiedenen Nationalsprachen.
Speaker: Aber sowieso sind die Schweiz und Kolumbien total anders, total opposit.
Speaker: Und das ist sowieso etwas, das mir wirklich gefällt, weißt du.
Speaker: Und wegen des habe ich auch meinen Balance gefunden.
Speaker: Und ich habe immer Spaß von einer Seite zu der anderen Seite.
Speaker: Ja, wie gesagt, hier ist alles grün, ist alles zünnig, die Energie ist wirklich, ja, Latino würde ich sagen.
Speaker: Und dann in der Schweiz ist mehr Ordnung.
Speaker: Ja, mehr Ordnung.
Speaker: Und hier ist Chaos.
Speaker: Aber manchmal brauche ich Chaos in meinem Leben, auch um das Ordnung zu genießen später.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Also freust du dich immer nochmal, wenn es wieder zurück in die Schweiz geht, über den Sommer?
Speaker: Ja, sowieso.
Speaker: Sowieso.
Speaker: Es ist, wie gesagt, eine schöne Balance zwischen beiden Ländern und am Ende diese Balance, diese zwei Kulturen machen, was ich jetzt bin, als ein Sportler und als ein Mann, weißt du.
Speaker: Ja, wir kommen da später nochmal drauf zu sprechen, weil der Atom weiß, wie du Radrennen fährst, also sowohl als du noch Straßenprofi warst, als auch jetzt an deinem Gravel.
Speaker: Erinnert dir so ein bisschen auch daran, wie du jetzt vielleicht lebst, so zwischen Chaos und Ordnung?
Speaker: So sieht es zumindest manchmal von außen aus.
Speaker: 100 Prozent.
Speaker: Es ist auch, wie gesagt, ein richtiger Teil von dem größten Bild von meinem Leben.
Speaker: Ja, aber bevor wir dahin kommen, machen wir mal das Dies-oder-das-Spiel und wir gehen mal direkt rein und zwar einfach oder zweifach?
Speaker: Einfach.
Speaker: Straße oder Gravel?
Speaker: Gravel.
Speaker: Gravelrad oder Mountainbike mit Dropbar?
Speaker: Ja, Mountainbike oder Dropbar.
Speaker: Weil ich sehe schon, du fährst momentan auch viel mit einem, du hast jetzt auch einen neuen Radsponsor mit einem Gravelrad, ist das glaube ich, mit Federgabel rum, oder ist das ein Mountainbike mit Dropper?
Speaker: Nein, es ist ein Gravelbike mit einem mit einem mit einem mit einem Gabel, weil ja hier, ich würde das sagen, wegen der Hand, das Land, wo ich wohne hier, das ist wirklich
Speaker: Du brauchst so etwas, was Gabel, es bringt echt was, es ist kein Champagne Gravel in der Schweiz, in den Bergen ist kein Champagne Gravel und hier auch nicht.
Speaker: Das bin ich an der Seite.
Speaker: Adventure oder Rennen?
Speaker: Rennen.
Speaker: Privatier oder Team?
Speaker: Du weißt das schon, Privateer.
Speaker: OCE, Gravel World Series oder Lifetime Grand Prix?
Speaker: Lifetime Grand Prix für jetzt.
Speaker: Nachgefühl oder mit Plan?
Speaker: Nachgefühl 100%.
Speaker: Offensiv oder defensiv?
Speaker: Offensiv.
Speaker: Offensiv, aber...
Speaker: Material und so weiter bin ich mehr Defensivseite, aber Mindset 100% offensiv.
Speaker: Alleine oder zusammen?
Speaker: Zusammen.
Speaker: Berg oder Tal?
Speaker: Berg.
Speaker: Schweiz oder Kolumbien?
Speaker: Momentan Kolumbien.
Speaker: Interessant, nicht gut.
Speaker: Typ Koffee oder Espresso?
Speaker: Espresso.
Speaker: Katze oder Hund?
Speaker: Katze.
Speaker: Unbound oder Gravel-WM?
Speaker: Uh, Gravel-WM.
Speaker: Echt?
Speaker: Okay, das hätte ich jetzt nicht erwartet, aber das, das, das haben wir die späteren Fragen, dass du dann, da dann doch zu Gravel, ich hätte jetzt gedacht, dass du hundertprozentig Unbound sagst.
Speaker: Aber gut, kann ich später nochmal drauf zurückkommen, würde mich schon mal interessieren.
Speaker: Ja.
Speaker: Genau.
Speaker: wie ich eingangs, ja, da warst du noch nicht dabei, aber quasi in deiner kurzen Beschreibung schon erzählt habe, warst du auch lange auf der Straße unterwegs im Pro-Team-Bereich.
Speaker: Warst du auch mal World Tour oder waren die Teams dann immer IAM?
Speaker: World Tour mit IAM und dann mit Trek und, ja, Türo Pro Cycling war nicht World Tour, aber nicht nur die Lizenz nicht, aber alles war mehr Organisation und
Speaker: Kalender und alles war mehr als World Tour.
Speaker: Auf jeden Fall.
Speaker: Du warst da lang unterwegs und wie wir eben gerade schon festgestellt haben, du magst das organisierte Chaos quasi und deine Fahrweise war damals ja auch schon immer sehr aggressiv.
Speaker: Also ich kenne dich jetzt zum Beispiel aus dem Giro, wo du noch für das italienische Pro-Team gefahren bist.
Speaker: Ja, Androni.
Speaker: Genau, aus den Spitzengruppen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Fast jeden Tag in der Spitzengruppe so gefühlt.
Speaker: Man hat sich dann immer schon von Weitem erkannt, auch in deiner Position, wie du auf dem Rad sitzt.
Speaker: Du sitzt ja auch immer noch auf deinem Rad, auf dem Gravelrad.
Speaker: Und wann hast du von Gravel gehört?
Speaker: Und wie kam für dich so der Prozess in Gang, dass du zum Gravel wechselst?
Speaker: Weil man muss sagen, du bist vor zwei Jahren noch bei...
Speaker: Tudor auf der Straße gefahren und dann im letzten Jahr, also 25 war dein erstes Jahr im Gravel auch für Tudor, aber in dem Gravel Department von Tudor.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ich bin zuerst, ich bin das erste Gravelrennen gefahren beim ersten Jahr mit Tudor.
Speaker: La Serenissima, glaube ich.
Speaker: Achso, nach der WM oder vor der WM oder sowas, ne?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Aber ich bin nur diese Rennen gefahren, weil die haben uns gefragt.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, ey, du wirst mich nie im Gravel sehen.
Speaker: Es macht keinen Sinn, es ist viel zu schwer.
Speaker: Und ich werde nie meine Karriere beenden und dann zum Gravel.
Speaker: Und es ist immer noch so in meinem Kopf, okay, ich bin jetzt Privateer Gravel, Gravel Privateer, aber ich bin immer noch voll in meiner Karriere.
Speaker: Ich bin kein
Speaker: Ein Beispiel ist der Hohmann-Baudet oder solche großen Fahrer, die echt viel Erfolg auf der Straße gehabt haben und dann sagen, meine Karriere ist jetzt fertig.
Speaker: Und dann fangen sie mit einer neuen Karriere an.
Speaker: Aber hast du so Gravel auch gesehen am Anfang?
Speaker: Also hast du es so ein bisschen belächelt als quasi die Rente für Straßenprofis?
Speaker: Ja, nein, sowieso, ich habe immer viele Aspekte gehabt.
Speaker: Ich glaube, du kannst auch sehen, dass nicht viele Europäer, ja, Europäer, wie sagst du das auf Deutsch?
Speaker: Europäer, ja, genau.
Speaker: Europäerfahrer nach Amerika geflogen sind und dann die ganze Saison, die ganze
Speaker: Gravel-Mentality rein gepasst sind.
Speaker: Weißt du, was ich meine?
Speaker: Ich habe viel Respekt für immer gehabt, viel Respekt für Gravel und ich habe immer ein Auge gehabt auf die
Speaker: Auf die Offroad, weil ich komme auch, wenn ich jung war, bin ich auch von den Montanberg auf die Straße gekommen und mir gegenseitig.
Speaker: Und ich bin auch verliebt mit der Natur.
Speaker: Ich wohne hier, ich kann sie dann zeigen, in der Grüne.
Speaker: Und ich bin auch
Speaker: müde vom Verkehr, von alles.
Speaker: Mein Vater ist ein Förster.
Speaker: Und weißt du, Natur hat mich immer angerufen.
Speaker: Und wie gesagt, auf der Straße bin ich etwas auch müde geworden.
Speaker: Du hast ein gutes Beispiel verwendet mit Giro d'Italia, wo ich immer vorne in Spitze war.
Speaker: Und dann Radsport hat auch schon viel geändert, von den Covid-Jahren und so weiter an.
Speaker: Und sowas siehst du gar nicht mehr so viel, weißt du, in Europa.
Speaker: Es gibt keinen Platz für die kleinere Fahrer wie ich.
Speaker: Es war auch für mich wichtig, etwas proaktiv und etwas Neues zu finden und das richtige Stimulus zu
Speaker: und die Freude und alles zu behalten oder wiederfinden.
Speaker: Und Gravel ist auch was anderes.
Speaker: Und es gibt, weißt du, wenn du für ein Team in Europa fährst, ein Brot-Team oder so, du verlierst alles.
Speaker: Du bist am Rennen, am Fahren, du bist nur eine Nummer.
Speaker: Du hast nur eine Nummer,
Speaker: in der Nähe da, mit Essen, Kalorien, Gramm, Self-Carbs, HRV und alle die Scheiße da.
Speaker: Und du verliest wirklich, was Radsport ist.
Speaker: Du bist nicht mehr verbunden mit deinem Körper, mit deinem Gefühl, mit alles.
Speaker: Und du bist einmal in Europa, zum Beispiel von Spanien nach Italien, dann in Belgien.
Speaker: Aber in jedem Flughafen hast du die gleichen Leute auf dich anwarten, das gleiche Essen, das gleiche alles und du verliest alles.
Speaker: Du siehst nicht mehr an die Kultur, an die Leute.
Speaker: Du bist was... Ja, es ist boring.
Speaker: Es ist nicht mehr so interessant wie früher und jedes Rennen gewinnt der gleiche Fahrer oder der gleiche Team.
Speaker: Ich war auch
Speaker: Momentan war es schwierig für mich, aus der Europäer, nicht Straßenradsport zu gehen, aber im gleichen Gefühl war es auch echt geil, etwas Neues mit Gravel zu finden.
Speaker: Ja, also sagst du, du bist 2024 das erste Mal das Rennen da gefahren und wo du dachtest vorher, ey, ihr kriegt mich nicht aufs Gravelrad, dann bist du das gefahren und hast du danach dann für dich gesagt, okay, krass, es hat Bock gemacht, ich will einen neuen Weg gehen.
Speaker: Es hat keinen Bock gemacht.
Speaker: Nein.
Speaker: Aber dann, es war 2023, nicht 2024, dann im 2024,
Speaker: Mit Tudor sind ein paar Sachen passiert, wegen Vertrag und Verlängerung und so weiter.
Speaker: Ich habe nicht zu viel Lust daran zu reden, aber am Ende der Saison ist der CEO von Tudor gekommen und hat gesagt, was denkst du
Speaker: ja etwas Travel Project zusammen zu organisieren, weil wir haben ein paar Sponsoren da, die interessiert wären und wir können was Schönes zusammen machen.
Speaker: Und dann habe ich gedacht, nein, okay, lass mich eine Woche.
Speaker: Und ich denke daran, ich überlege etwas.
Speaker: Und dann habe ich ihm direkt gesagt, er gebe mir ein Rat,
Speaker: und ich gehe direkt nach Italien für die EM.
Speaker: Die EM dort in... Wie ist der Name?
Speaker: Ja, ich bin da auch gefahren, aber mir fällt gerade auch der Weg ein.
Speaker: Ja, egal.
Speaker: Und dann bin ich siebter da beim EM gefahren und das hat mir schon Spaß gemacht.
Speaker: Weil es war andere Rennen, weil diese Rennissima dort war ganz flach, nur Position und etwas Technik und ich war mental nicht bereit, aber das hat mir schon Spaß gemacht.
Speaker: Dann bin ich auch Gravel-Bern gefahren dort in der Schweiz und dann habe ich ihm gesagt, okay, wir müssen probieren, was wir machen hier und dann immer proaktiv
Speaker: Ich hatte noch keine Ahnung, was Lifetime Grand Prix war.
Speaker: Und ich bin am letzten Tag von dem Eintritt, die Formulär und so weiter am Füllen, ohne genau zu wissen, was es war.
Speaker: Aber ich habe gedacht, ich muss rein.
Speaker: Weil wenn ich rein bin, dann kommt alles mit.
Speaker: Dann habe ich voll gedrückt und dann habe ich die Einladung bekommen.
Speaker: nicht Wildcard, aber das Ticket für die Lifetime bekommen und dann hat das alles angefangen, genau.
Speaker: Okay, das heißt eigentlich bis zu dem Zeitpunkt, wo du, du hast dich quasi entschieden, okay, ich habe Bock, hast dich dann kurz vor Schluss bei Lifetime Grand Prix angemeldet, wurdest du zum Glück auch angenommen und dann hat für dich eigentlich das ganze Gravel-Projekt angefangen.
Speaker: Genau.
Speaker: So hat es angefangen.
Speaker: Und war da ein Plan dahinter bei Tudor, also jetzt so von außen war das für mich schon so, wo ich dachte, das ist ein mega smarter Move von Tudor, jetzt quasi nicht Straßenfahrer rauszunehmen, die dann Gravelrennen fahren auch noch, sondern halt nur Gravelfahrer zu haben.
Speaker: Und ich denke so auch eventuell, dass es auch ein Modell ist, was Zukunft hat, so.
Speaker: weil OCE-Punkte in Zukunft aus dem Gravel kommen werden.
Speaker: Das ist eine neue Geschichte.
Speaker: Deswegen fand ich das mega smart, aber wie war da die Unterstützung?
Speaker: Also hattet ihr eine Teamstruktur?
Speaker: Konntet ihr von dem Straßenteam profitieren?
Speaker: Nix.
Speaker: Ich war ein Gravel Privateer mit einem Pro-Team-Trikot-Rennen am Fahren.
Speaker: Es war schon auch ganz neu, ein neues Projekt und
Speaker: Aber die Leute hinten, die haben nicht direkt verstanden, was nötig war für mich zuerst und dann für mich und Jan Stöckli, der mein Kollege dort war.
Speaker: Und dann hat es schon Zeit genommen.
Speaker: Aber bis Ledwell haben wir nie einen Mechaniker dabei gehabt,
Speaker: Es war auch schon schwierig für uns.
Speaker: Ich musste immer schauen, um jemanden dort zu haben.
Speaker: Zum Beispiel in Traka mit einem Lück-Möte, meinem Freund, und Teamkolleg bei einem Leaning Star auf der Straße.
Speaker: Er hat mir die ganze Verpflegung und die ganzen Rennen unterstützt.
Speaker: Und immer so, weißt du, ich hatte auch Freunde von
Speaker: in der Schweiz, die mit mir gekommen sind zum Rennen und so weiter.
Speaker: Ich hatte einen Lohn und Budget für die Reisen und ein Rad und zwei Hose und zwei Trikots.
Speaker: Das ist ungefähr alles, was ich bekommen habe bis Mitte der Saison.
Speaker: Dann haben wir mit Jan voll gedrückt, um auch einen Mac zu haben für die wichtige Rennen.
Speaker: Und
Speaker: Mir ist sowieso Interesse nach oben gegangen, weil wir sind zusammen, ich bin am Anfang nur mit einem schwarzen Trikot gefahren, ein paar Rennen, weil Tudor, die waren nicht beim Projekt rein, weißt du.
Speaker: Aber dann habe ich verstanden, weil alle Leute da die Chef bei Tudor in Genf, Tudor Watch,
Speaker: Die fahren alle Gravel und die haben auch Spaß dazu und Spaß, um unseren Rennen zu folgen und so weiter.
Speaker: So sind sie dann reingekommen auch, aber dann hat das alles gewöselt, aber es war alles immer noch ganz gleich, nur mit einem schwarzen Trikot zu fahren.
Speaker: Es war schon, weißt du, auch Anfang von einem Projekt ist nie Anfang.
Speaker: Du musst alles organisieren und eine Balance finden und
Speaker: Das war noch nicht ganz, ganz gefunden, würde ich sagen.
Speaker: Wie, okay, jetzt trotzdem im Moment, wo du quasi gesagt hast, ich will jetzt Gravel fahren, hättest du gedacht, dass es in Teilen auch so komplex werden kann, also was Material angeht, Reiseplanung?
Speaker: Also es ist jetzt mal abgesehen, dass natürlich mehr Geld Dinge immer einfacher macht, aber nichtsdestotrotz musst du dich ja um Sachen kümmern, wo bei Profiteams
Speaker: mehrere Leute dafür beschäftigt sind, die sich um diese Sachen kümmern, alleine in der Orga.
Speaker: Die Ausführung ist dann nochmal was anderes.
Speaker: Warst du davon ein bisschen auch überwältigt oder hat dir das auch Spaß gemacht, selber dich um alles zu kümmern zu müssen?
Speaker: Also ich würde kein Privateer geworden dieses Jahr, ohne etwas Spaß da hinten zu haben.
Speaker: Das sowieso.
Speaker: Ich habe immer das Träumen gehabt, um mein eigenes Haus zu bilden.
Speaker: Hier habe ich das Träumen.
Speaker: den Traum erfüllt.
Speaker: Ja, erfüllt.
Speaker: In Kolumbia, genau.
Speaker: Und mit Radsport ist es immer gleich gewesen.
Speaker: Ich habe immer einen Träum gehabt, um mein Projekt zu haben.
Speaker: Und ich bin auch raus von Tudor, weil die haben mich diese Idee verkauft am Anfang.
Speaker: Und dann habe ich das Gefühl gehabt, dass
Speaker: Das ganze Projekt war nicht mein Projekt, aber nur ein Procycling Gravel-Projekt, genau das gleiche Projekt, das die auf der Straße hatten.
Speaker: Und Gravel ist das anders als Straßenrennen, als Straßenradsport.
Speaker: Und wegen des, wenn ich auch die Möglichkeit und die Tür
Speaker: gehe auf die Tür, um ein Privateer zu werden.
Speaker: Aber ich bin auch voll durch die Tür gegangen.
Speaker: Ja, da kommen wir gleich nochmal drauf zu sprechen.
Speaker: Wie sehr musst du es, also ich habe irgendwie so ein paar Interviews von dir gelesen, hat man gesehen, hast du öfters mal gesagt, dass du quasi geguckt hast, was andere machen und darauf basierend dann deine Entscheidung getroffen, was so Reifen angeht.
Speaker: Genau, genau.
Speaker: Wie sehr hast du dich da von anderen beeinflussen lassen, weil, ich auch wiederum gelesen habe, dass du jetzt zum Beispiel im Winter halt Strava ausschaltest oder nicht reingeschaut hast, damit du dich auf dich fokussieren kannst und dich nicht von anderen irgendwie ableiten oder verleiten lässt.
Speaker: Wie sehr lässt du dich also von anderen beeinflussen oder schaust du links und rechts und wie sehr machst du dann doch auch dein eigenes Ding?
Speaker: Es ist eine schwierige Balance zu finden.
Speaker: Wenn du ganz blau oder so eine neue Disziplin bist, musste ich meine Augen überall haben und etwas verstehen.
Speaker: Und ich glaube, ich habe schon gut verstanden, wenn du an meine letzte Saison guckst.
Speaker: Ich bin die ganze Saison ganz vorne gefahren, von Januar bis Dezember.
Speaker: Ich bin zwölf Monate nebeneinander gefahren.
Speaker: Und ich habe viel gelernt, zuerst von den anderen, weil ich hatte nichts in meinen Händen, um etwas selber zu machen.
Speaker: oder zu testen oder so.
Speaker: Und dann bin ich zum Rennen gegangen und dort habe ich selber getestet.
Speaker: Und jetzt habe ich auch meine Balance gefunden.
Speaker: Ich weiß auch, was gefällt mir und was weniger, was für ein Fahrer bin ich und was für ein Fernreich bin ich nicht.
Speaker: Ich kann auch meine Wahl, meine Welle und so weiter, meinen Balance finden, würde ich sagen.
Speaker: Aber...
Speaker: Wie gesagt, ich bin nicht verliebt mit Nummern.
Speaker: Ich bin nicht verliebt mit... Ich bin kein... Vielleicht nicht genug, wie sagt man... Auf Deutsch, ich bin nicht... Ich bin echt Fokus.
Speaker: Ich mache meinen Job 200%, aber ich bin kein Extremist.
Speaker: Ich bin nie extrem im Training, im Essen, im...
Speaker: Rollen in alles.
Speaker: Ich habe eine schöne Balance, um Spaß zu behalten.
Speaker: Und wegen das, wenn ich ein paar Sachen dort im Strava oder in die Socials sehe, ich gehe auch total verrückt.
Speaker: Und ich musste dieses Winter noch mehr als nie vorher alles ausschalten.
Speaker: Ich bin immer noch spät in Vergleich mit letztes Jahr.
Speaker: weil ich bin Rennen gefahren bis 16.
Speaker: Dezember.
Speaker: Meine Pause ist später gekommen und ich bin hier mit Zero Fitness, aber jetzt kommt es wieder, aber ich war hier mit Zero Fitness und dann konnte ich sehen, ein paar waren mal die am Totsdam verrückte Sachen am Machen unterwegs und ich war da.
Speaker: Ich muss dann raus, ich muss auf mich fokussieren und Schritt zum Schritt wieder, wo ich zu meinem Level komme, weißt du.
Speaker: Ja, aber es ist dann quasi auch so dieses Kolumbien-Chaos und der Schweizerische quasi Ordnung.
Speaker: Da auch wieder dieser Mix.
Speaker: Wie sehr, wie important ist für dich dann dieser Aspekt, dass Gravelrennen, selbst wenn es professioneller Gravel-Sport ist, ja auch immer Adventure ist.
Speaker: Also...
Speaker: Du kannst fünfmal schon zu Amba und geflogen sein, aber jedes Mal, wenn du neu hinfliegst, ich bin jetzt schon viermal gefahren, aber jedes Mal, wenn man neu hinfliegt, ist das so eine neue Erfahrung, weil immer wieder irgendwas anderes ist.
Speaker: Jedes Jahr irgendwelches neues Equipment, da wird was geredet, da wird was geredet.
Speaker: Wie wichtig ist das für dich, dass eigentlich nie was gleich ist und du immer wieder neu über Dinge nachdenken musst?
Speaker: Ja, das ist was...
Speaker: Nein, wie gesagt, die Stimulus und die Energie, um weiterzugehen, wegen das ist Gravel schön und es ist nicht nur jedes Jahr von Anbau zu Anbau, aber auch von Tag zu Tag, zum Beispiel in Gravelburn, jeden Tag, du weißt nicht, was morgen kommt, wegen Wetter, wegen auch die
Speaker: wie sagt man, die Gegner oder die anderen Fahrer, du weißt nie, wie stark die sein werden und auch die Straßen und der Gravel ist total anders, kann total anders werden von einer Kurve zu der anderen und dann hast du auch kein, auf der Straße hast du ein Auto hinter dir, du kannst immer zurückkommen, es ist
Speaker: Aber auf der Gravel, du hast nur einen kleinen Steil, dann bist du raus, weißt du.
Speaker: Du hast keine Kontrolle und das Gefühl, dass du keine Kontrolle oder das Kontrolle nicht überall hast, macht wirklich was verrückt im Kopf und viel Druck auch, weißt du, wenn du normal beim Etappenrennen.
Speaker: wenn wir jetzt mit Druck und kein Auto von hinten und sowas reden, du bist ja letztes Jahr zweiter Bahnbound geworden, so was jetzt wahrscheinlich für die, für den Durchschnittsradfahrenden da draußen so neben der WM mit das Größte ist und du bist vor allem zweiter, nachdem ihr, also du und Cameron Jones irgendwie
Speaker: sehr lange vorne raus wart, weil in der quasi Initial Breakway war ich ja auch mit dabei, also in der großen, wovon ihr euch beide besetzt habt.
Speaker: Also, ich weiß doch genau heute, wie es passiert, dass Cameron attackiert und ich sehe, wie du hinterher gehst und ich dachte, ich habe überlegt, eigentlich muss man mitgeben, weil ich kannte dich natürlich auch von der Straße und wusste, was du kannst und wusste, was für ein Fahrertyp du bist.
Speaker: Den Cameron konnte ich nicht so richtig einschätzen, aber bei dir...
Speaker: Bei dir ist so, ja, die Leine nicht zu lange lassen.
Speaker: Wenn die zu lang ist, dann kriegst du nicht mehr eingefangen.
Speaker: Und in dem Moment, als ihr irgendwie, keine Ahnung, nach nicht mal zwei Stunden Rennen allein unterwegs wart von einem neun Stunden Radrennen, was hast du damals gedacht?
Speaker: Und war das auch von Anfang an so dein Plan, dass du dachtest, okay, ich muss hier, wenn dann, früh ins Risiko gehen, um da vorne zu landen?
Speaker: Ich war nicht in die erste Breakaway da mit am Anfang des Rennens, weißt du, nach einer Stunde.
Speaker: Ich glaube, du warst da oben, vorne.
Speaker: Und ich war nicht dabei.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, scheiße, das war eine richtige Fälle von mir, weißt du.
Speaker: Dann habe ich selber attackiert und um die Lücke zu schließen, sind wir zurückgekommen mit drei oder vier Fahrern, nicht so viel mehr.
Speaker: Kurz vor den kleinen Bergen da.
Speaker: Ja, Hügel.
Speaker: Ja, Bergen sind keines in Anbau, aber Hügel.
Speaker: Und auch zwei Tage vorher dort war voll Casino mit Mörd und so weiter.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, jetzt bin ich, wo ich sein will.
Speaker: Weißt du, wo ich wollte.
Speaker: Und dann am Ende des Hügel dort war ich immer noch, die waren da.
Speaker: sieben oder acht ganz vorne und ich bin selber weitergegangen, weil ich habe gedacht, okay, jetzt sind wir durch die Momente, wo alle am Warten waren.
Speaker: Wir sind da durchgefahren.
Speaker: Ich bin ganz vorne.
Speaker: Jetzt werden wir führen, was wird passieren.
Speaker: Und schon wieder einmal habe ich gedacht, ich muss auch proaktiv sein und lieber vorne als hinten.
Speaker: Wegen das bin ich weiter weg geführt, weiter gedrückt und dann habe ich nach hinten geguckt und mit Kamm habe ich gedacht, oh, der sieht schon gut aus, um weiter zu fahren.
Speaker: So groß und so weiter.
Speaker: Ich habe gedacht, es kann schon gut sein mit ihm.
Speaker: Ich hatte mit ihm ein paar Gespräche gehabt, der Tag vorher bei einem Sponsor von uns, aber ich hatte keine Ahnung, wie bei FB war es, weißt du, wie du.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, okay, jetzt bin ich vorne und es ist, wo ich sein will.
Speaker: Das ist meine Idee, um ganz vorne zu sein.
Speaker: Und auch dort mit der TÜV vor dem Rennen.
Speaker: Am Anfang des Rennens hat das Punch gesplittet.
Speaker: Kamera, Quad oder so vorne.
Speaker: Und ich hatte das im Kopf.
Speaker: Ich habe gedacht, es ist nur ein Platz.
Speaker: Ein Ort, wo ich sein muss.
Speaker: Dahinter.
Speaker: Nicht so, aber da vorne, wenn du vorne 300 Watt am Buschen für acht Stunden gehst, gehst du zum Ziel früher als hinten mit 500, 0, 500, 0.
Speaker: Das war schon der Fall am Ende.
Speaker: Okay, also war es für dich der Plan, einfach auch früh in der Position zu sein, wo du lange, konstante Watt fahren kannst, anstatt andauernd immer Acceleration, Stopp.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und als ihr dann zum Ziel gefahren seid, hättest du gedacht, dass du das Ding in der Tüte hast, also sicher hast, dass du es gewinnst?
Speaker: Sicher.
Speaker: Es war für mich in meinem Kopf.
Speaker: wenn wir zur zweiten Verpflegung gekommen sind, ich war sicher, ich hatte kein Sohn.
Speaker: Mein Gefühl war immer besser und besser durch die Rennen.
Speaker: Ich bin da am Fahren, das perfekte Rennen.
Speaker: Heute kann nichts passieren.
Speaker: Ich muss nur schlau fahren, aber ich bin, wo ich bin.
Speaker: Mit den Beinen, die ich habe, kann ich etwas Großes machen.
Speaker: Und dann mit dem Gefühl, ich bin nicht das Beste mit Selbstvertrauen und so weiter.
Speaker: Dort war es Gründen und Gründe.
Speaker: Und dann Backout.
Speaker: Also warst du leer einfach, oder?
Speaker: Nein, ich habe keinen Kaps bekommen.
Speaker: Es waren richtige Fehler.
Speaker: Die Leute beim Verpflegung, die haben mir nichts gegeben, meine zweite Verpflegung.
Speaker: Ich bin von zweiter Verpflegung raus mit einem Gel und Wasser in den Bidon.
Speaker: Okay, das wusste ich gar nicht.
Speaker: Mit einem Gel?
Speaker: Jesus.
Speaker: 85 Kilometer.
Speaker: Ja, das waren nochmal... Und nach 6,5 Stunden Fullgas.
Speaker: Ja, das waren nochmal 2,5 Stunden.
Speaker: Alter, okay.
Speaker: Ja.
Speaker: 20 Kilometer vor dem Ziel habe ich gesagt, bring mich einfach zum Ziel, ich kann nichts machen.
Speaker: Und es war kein Legs, keine Beinprobleme.
Speaker: Am Ende ist es Mathematik, da kannst du noch so gut sein, das funktioniert halt irgendwann nicht mehr.
Speaker: Ohne Benzin geht nicht weiter.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Okay, Fakt, das wusste ich gar nicht, dass es daran lag.
Speaker: Warst du dann nach dem Rennen, also sicherlich warst du sehr enttäuscht, also was für eine Frage natürlich, aber wie... Ich weiß auch, so eine Chance werde ich vielleicht nie mehr bekommen.
Speaker: Anbauen zu gewinnen.
Speaker: In solchen Konditionen.
Speaker: Man muss auch sagen, dass die Art und Weise, wie ihr beide angekommen seid und wie das Rennen gelaufen ist, wird Anbauen verändern, weil das niemand mehr zulassen wird, dass sowas passiert, was bei euch passiert ist.
Speaker: Also das ist natürlich jetzt auch mit der neuen Konzentration mit Specialized, dem Superteam, Canyon baut ein Team auf.
Speaker: Es gibt ganz viele Teamsets.
Speaker: Die Dynamik wird eine andere sein.
Speaker: Total.
Speaker: Und ich habe es schon gewusst.
Speaker: dort bin ich die letzten zwei Kilometer allein gefahren da.
Speaker: Ich habe gewusst, aber vielleicht die Opportunität, mein Leben dort verloren.
Speaker: Aber nicht selber, aber die haben das
Speaker: Aber hast du vor dem Rennen dann quasi schon eigentlich auch, also natürlich alle reden darüber, Anbau ist wichtig, also alle sagen das, aber hast du gewusst, dass es so eine große Relevanz in dem Sport hat, also es macht eine Karriere oder eben nicht?
Speaker: Also es ist ja schon so relevant.
Speaker: Ja, ich bin nicht mit Druck oder so gefahren, weil sowieso hatte ich an dem Moment, an dem Tag schon mein Projekt und alles.
Speaker: Ich war, wo ich
Speaker: wo ich wollte und in meiner Karriere und so weiter und ich bin nur durch die Rennen gegangen als okay, es ist das größte Gabelrennen des Weltes und ich will so früh so vorne wie möglich fahren und für so lange wie möglich.
Speaker: Aber ich weiß schon, es ist ein Game Changer in deiner Karriere, wenn du an Bauen gewinnst oder nicht, aber auch zwei Zeiten dort waren auch
Speaker: Am Ende war auch ein Game Changer für mich.
Speaker: Wenn du mir letztes Jahr siehst und wo ich jetzt bin, hat auch alles geändert.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Wie wichtig ist Lifetime-Compry für dich?
Speaker: Weil ich frage auch das immer, du auch gerade bei der Frage Anbauen oder Gravel-WM hast du zum Beispiel Gravel-WM gesagt und Gravel-WM ist ja von der Fahrweise und allen drumherum hat es eigentlich nichts mit dem Lifetime-Compry zu tun.
Speaker: Es wird unterschiedlich gefahren, es ist andere Konkurrenz, es ist eher wie ein Straßenrennen.
Speaker: Also wie wichtig ist erstmal, wie wichtig ist Lifetime-Compry für dich?
Speaker: Ja, für mich ist sowieso das Wichtigste und
Speaker: Und für mich, dass Preisgeld oder so die echt viel Motivation für zu viele gibt, ist für mich ganz scheißegal.
Speaker: Für mich ist es nur das.
Speaker: Ich bin zum Gravel-Radsport gekommen fürs Lifetime Grand Prix.
Speaker: Oder Danke zum Lifetime Grand Prix, als ich dir gesagt habe.
Speaker: Für mich ist das Zentrum von alles.
Speaker: Jetzt habe ich viele Partner, die aus Amerika kommen oder die Amerikaner sind.
Speaker: Für alle meine Partner ist es auch echt wichtig, dort vorne zu fahren.
Speaker: Aber für mich, weisst du, es ist immer noch etwas, momentan ist es scheiße mit Politik und so weiter, aber ich denke am
Speaker: die Geografie und der Land, die American Dreams, auch etwas, weißt du, mit Lifetime.
Speaker: Wie gesagt, ich bin verliebt mit Natur und die riesen Space oder wie sagt man, die richtige Landschaft einfach.
Speaker: Und alle Lifetime Grand Prix Events sind so anders, eine von der anderen in andere Situationen.
Speaker: Ort von Amerika und es ist schon etwas Spezielles.
Speaker: Ich sage nicht, dass ich Lifetime für zehn Jahre fahren werde, weil es ist viel Logistik.
Speaker: Es gibt echt viel da hinten, aber momentan ist sowieso mein Fokus und auch mit was letztes Jahr passiert ist.
Speaker: In einer Seite würde ich sagen, ich glaube, ich bin letztes Jahr ziemlich knapp perfekt gefahren, jede Rennen.
Speaker: Nicht perfekt, aber wirklich nicht weit von perfekt.
Speaker: Ich habe keine schlechte Takt gehabt oder so weiter und ich bin auch Taktik wirklich gut gefahren.
Speaker: Und am Ende...
Speaker: war ich so knapp vom Titel, vom Gesamttitel.
Speaker: Ich will auch eine Revenge.
Speaker: Das ist sowieso klar.
Speaker: Aber andererseits denke ich, vielleicht brauche ich noch zehn Jahre da, um wieder in die gleiche Position zu kommen beim letzten Rennen.
Speaker: In meinem Kopf habe ich das Lifetime Grand Prix verloren, würde ich sagen.
Speaker: ein paar Mal vielleicht während der Saison, weil du kannst immer schauen und denken, hey, ein Platz dort und dann, aber mit Big Sugar am Ende so geschneidet, es war nur halb der Strecke und kein Berg und so weiter, habe ich dort die Lifetime Grand Prix verloren, weil an dem Tag habe ich den besten Bein in der Saison gehabt und ich
Speaker: Ja, ich habe keine Ahnung, was oder wie oder wann oder wo passieren.
Speaker: Wie sagt man?
Speaker: Auf Deutsch, sorry, meine Konjugation ist scheiße.
Speaker: Aber konditional, was passieren wäre, mit einer richtigen
Speaker: Big Sugar mit 150 Meilen oder wie lange ist die Big Sugar?
Speaker: 100 Meilen?
Speaker: Ich glaube 100 Meilen.
Speaker: Also auf jeden Fall doppelt so lang wie es dieses Jahr war.
Speaker: Genau, doppelt so lang und doppelt so schwer.
Speaker: Ich zeige dir meine... Ich habe immer noch diese bitteren... Man merkt das auch....zu meinem Bunsprin gekommen mit Cam Jones.
Speaker: Tobi und Kigan zusammengekommen und die Position von der Sprint war die Position im Gesamt und ja, es war am Anfang der Saison, wenn du sagst, du bist Zweiter vom Gesamt am Ende des Jahres, direkt unterschreiben, aber dort, ja,
Speaker: Wie, okay, hier eine Frage, und zwar würdest du, okay, angenommen, du gewinnst anbound, kannst aber nicht mehr den Lifetime Grand Prix gewinnen, oder andersrum, du kannst den Lifetime Grand Prix gewinnen, aber dafür nicht anbound, was würdest du nehmen?
Speaker: Weißt du, ich habe auf der Straße auch ein paar Rennen gewonnen, ohne eine Etappe zu gewinnen.
Speaker: Und wenn du keine Etappe gewinnst, hast du keinen... Weißt du, wieso fährt ein Kind Rennen oder Rad, um Rennen zu gewinnen?
Speaker: Nein.
Speaker: Das ist immer ein Satz von Primoz Roglic.
Speaker: Er sagt immer, hey, you know, when you're a kid, you're only racing to win races.
Speaker: You're not riding your bike to be a domestic for someone.
Speaker: Weißt du, das ist etwas gleich.
Speaker: ich würde sowieso nehmen, die Etappensieg.
Speaker: Für die Energie, für die, weißt du, das Gefühl im Körper, solo la victoria bella.
Speaker: Weißt du, du gewinnst ein Gesamtortium zum Gewinnen.
Speaker: Ich habe die Gesamt von Tour de Bretagne
Speaker: ein kleines Rennen, aber für mich war es etwas... Boah, man.
Speaker: Ich bin da selber gefahren, war da als sportlicher Leiter.
Speaker: Das ist nicht schön.
Speaker: Das ist schwer.
Speaker: Es ist krasse Rennen, aber ich habe das Gesamt gewonnen, ohne eine Etappe zu gewinnen.
Speaker: Und dann habe ich letztes Jahr
Speaker: die erste Etappe von Tour auf Thailand gewonnen und bin ich zweiter gesandt.
Speaker: Ich nehme sowieso die Etappen ziehen.
Speaker: Okay, interessant.
Speaker: Bist du eigentlich dein eigener Coach?
Speaker: Ich mache schon alles.
Speaker: Ich bin Kommentator geworden letztes Jahr bei Tour de Suisse und Tour de Bretagne auch.
Speaker: Ich habe hier in Kolumbia zwei Fahrer, dass ich am Coachen bin.
Speaker: Ich bin mein einziger, wie sagt man, wenn du Privater bist, musst du alles Logistics und alles organisieren.
Speaker: Und dann bin ich auch in China mit Linux da sportlicher Leister.
Speaker: Okay, du machst wirklich alles.
Speaker: Aber also das heißt, du trainierst dich selber, du schreibst dir selber den Plan?
Speaker: Nein, ich brauche jemanden dahinter.
Speaker: Ich habe so viele Reisen, so viele Sachen.
Speaker: Ich brauche auch für mein Selbstvertrauen und ich brauche jemanden, der
Speaker: in den Schatten am Arbeiten ist.
Speaker: Ja, weil da sind jetzt, also du bist 34 jetzt, ich werde dieses Jahr 40, also wir haben eine zeitliche, jährliche Differenz, aber ich war ja auch in der World Tour unterwegs lange und war dann Sportlicher Leiter, ich habe im Prinzip das gleiche gemacht wie du jetzt, Kommentator, Sportlicher Leiter, auch Coach gewesen, aber ich brauchte immer selber noch einen Coach für mich.
Speaker: Wobei ich kann mich nicht alleine trainieren.
Speaker: Also dieses Überprüfen, dass jemand dir sagt, du musst das machen, hier, das müssen wir besser machen oder wie auch immer, das brauche ich, da kann ich nicht selber irgendwie drüber entscheiden.
Speaker: Gleich bei mir, gleich bei mir, 100 Prozent.
Speaker: Aber warum bist du noch bei diesem Leaning-Star-Team?
Speaker: Also macht dir das einfach Spaß, noch Straßenrennen zu fahren?
Speaker: Das macht Spaß.
Speaker: Das ist geil, Rennen zu gewinnen auch.
Speaker: Im Radsport, im Gravel musst du selber Rennen gewinnen, sonst macht das keinen Spaß.
Speaker: Und es ist nicht einfach, Rennen zu gewinnen.
Speaker: Aber mit Leaningstar habe ich dort wirklich die beste Mannschaft, die ich finden konnte, gefunden.
Speaker: Die sind in der Asiatour, ne?
Speaker: Ja, wir sind zweiter Asiatour geworden letztes Jahr.
Speaker: und sowieso das beste Team in China.
Speaker: Und wir haben mehr als 20 Rennen gewonnen letztes Jahr und ich war Teil auf drei Viertel auf die zweite 20 Rennen.
Speaker: Und wir haben einen echt schnellen Sprinter dort und jetzt noch viele Neues dieses Jahr.
Speaker: Aber für mich ist es Spaß, Erfahrung, Reisen und wie gesagt Fitness, weil ich kann auch selber trainieren, ziemlich hart, aber wie gesagt, ich bin kein verrückter, ich bin kein, ja, ich weiß nicht, es sind viele, aber weißt du, ich kann nicht trainieren,
Speaker: wie schwer oder wie hart als ich Rennen fahre.
Speaker: Und immer noch dort Etappenrennen zu haben und zu fahren und mein Style, weißt du, wirklich Hammerdown, Breakaway, Attack, Leadout oder immer aktiv in jedem Rennen, das ich fahre, muss ich aktiv sein.
Speaker: Dann am Ende
Speaker: es bringt so viel Fitness.
Speaker: Meine Ziele dieses Jahr sind 100% im Gravel.
Speaker: Wieso bin ich mit Leaning Star Rennen am Fahren?
Speaker: Ich habe den Vertrag in den Word bekommen.
Speaker: Ich konnte schreiben, was ich wollte.
Speaker: Ich habe nur geschrieben, dass ich 100% Fokus auf Gravel wollte.
Speaker: Und wenn ich ein Gravel Event, ein Gardavel Rennen, etwas mit Sponsor oder so,
Speaker: Aber es ist Priorität.
Speaker: Ein anderer Punkt ist auch, dass Linux da ist eine kinese Mannschaft.
Speaker: Die haben keine Social Media.
Speaker: Ich bin Ambassador für Cervelo, Maxis, Asos, Jurobo und so weiter.
Speaker: Und ich fahre in China mit total anders Serum.
Speaker: Ich werde nichts sagen von dem Namen, die Marke, aber total anders.
Speaker: Und es ist kein Problem, weil du siehst da nichts.
Speaker: Du siehst da nichts.
Speaker: Es ist auch etwas Wichtiges.
Speaker: Es ist mein Schattenleben.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Okay, du hast vorhin gesagt, Gravel-WM über Unbound.
Speaker: Warum Gravel-WM wichtiger als Unbound?
Speaker: Und sehen wir dich diesmal bei der Gravel-WM?
Speaker: Nicht, ich glaube nicht.
Speaker: Mal schauen.
Speaker: Nein, aber du weißt, wenn du kommst von der Straße wie ich, du weißt, was es heißt.
Speaker: Die Arco-Iris-Trico.
Speaker: Und du kannst Unbound gewinnen, du gewinnst 5.000 Dollar und du bist famous und das ist alles.
Speaker: Unbound ist nicht das schönste Rennen der Welt.
Speaker: Von meiner Perspektive.
Speaker: Von meiner auch.
Speaker: Von vielen.
Speaker: Ich will keine schlechten Wörter sagen.
Speaker: Aber WM
Speaker: Ja, ich bin ein Meisterschaftsfahrer.
Speaker: Ich bin da, ich habe wie viele Podest, habe ich in der Schweizer Meisterschaften auf der Straße.
Speaker: Ich weiß nicht, ich bin so viele Meisterschaften gefahren und ich habe wirklich auf der Straße seit Junioren und das hat ein spezielles Gefühl, das weißt du immer.
Speaker: Und dieses Jahr mit der WM dort in Australien, ich hoffe,
Speaker: Das Titel wird zu einem richtigen Gravelfahrer kommen und nicht zu einem Straßen-Walltour-Fahrer.
Speaker: Das wäre geil, die Arcoiris irgendwo zu haben beim Gravelrennen.
Speaker: mit viel Respekt zum Vermesh oder Van der Poel.
Speaker: Aber Van der Poel kommt dort und gewinnt die WM und dann ist nie mit der Arco-Iris gefahren, kein Gravelrennen gefahren.
Speaker: Ja, für mich sollte es total verboten sein.
Speaker: Du fährst kein Gravelrennen, du fährst kein WM, das ist 100% so.
Speaker: Du bist Voltour, du kommst nicht beim Gravel-WM.
Speaker: Es ist ein Gravel, es ist eine andere Disziplin, aber
Speaker: aber auch, weil dann jetzt ziemlich viel Balance kaputt, aber das ist mein, ja, wie sagt man, das ist so in meinem Kopf, aber ich bin auch kein WM gefahren in den letzten Jahren wegen das und wenn die WM schon wieder in Belgien oder irgendwo organisiert sind, ich werde sowieso kein WM fahren, sogar ein Sponsor und drückt auf das
Speaker: Ja, ich verstehe schon, ja.
Speaker: Du bist ja von Tudor, also von der, du hast ja jetzt gerade gehört, das war eher schon mehr Privatier als ein Team, jetzt zum richtigen Privatier geworden mit eigenen Sponsoren.
Speaker: War das einfach ein Wunsch von dir, dich komplett unabhängig zu machen?
Speaker: Also, ich gehe mal davon aus, dass es auch finanzielle Gründe hatte, weil du eine sehr gute Saison hattest beim Lifetime-Grundprin, wie du schon gesagt hast, zweiter Gesamtwertung, fast Unbound geworden, da zweiter geworden und ja, jetzt einer der Top-Namen im Gravel-Bereich bist.
Speaker: Ja.
Speaker: War das einfach so für dich auch mit der Hauptgrund, weil du gesehen hast, okay, ich muss mich hier eigenständig machen, um irgendwie auch davon zu profitieren?
Speaker: Bis jetzt habe ich meine Welle in meiner Karriere nie mit Geld etwas zu tun.
Speaker: Weißt du, was ich meine?
Speaker: Und ja, wie gesagt, es war viel mehr und
Speaker: 99% über Interesse.
Speaker: Lack of Interesse, würde ich sagen.
Speaker: Von der Tyro-Seite, dass ich auch rausgegangen bin.
Speaker: Ich habe das Gefühl, ja.
Speaker: Weil wir waren alle überrascht.
Speaker: Ich glaube, bei Gravel Burn, oder kurz vor Gravel Burn, kam ja das auf, dass du wechselst.
Speaker: Und ich war so, okay, krass.
Speaker: Also das, ich hätte jetzt alles erwartet, aber nicht, dass du da weggehst.
Speaker: Nein, niemand.
Speaker: Und auch für mich.
Speaker: Es ist
Speaker: ein richtiger Sprung aus der Komfortzone.
Speaker: Das ist 100% klar.
Speaker: Aber wie gesagt, in meiner Karriere, ich bin jetzt seit langem im Radsport.
Speaker: Nicht so lange wie du, aber ich bin nicht so alt wie du noch.
Speaker: Aber wenn ich immer noch dabei bin, ist das auch, weil ich immer proaktiv gewesen bin.
Speaker: Und ich habe so einen geilen Interesse und eine geile Idee und ein geiles Projekt,
Speaker: gehabt und gefunden dort mit Cervelo und Bonbike hinten Cervelo.
Speaker: Die Gruppe hinten.
Speaker: Ich habe gesagt, okay, jetzt schaue ich, was ich machen kann mit Judo und wenn es keine Antwort gibt, ja, positives Antwort gibt, dann muss ich auch auf eine Entscheidung.
Speaker: Und jetzt bin ich ziemlich
Speaker: stolz zuerst, wenn du gehst beim Cervelo, Cervelo.com Team Jumbo, Lisebike, Simon Pellot,
Speaker: Triathlet-Ambassador.
Speaker: Mein Name ist dort.
Speaker: Weißt du, für mich ist es nicht wegen being famous oder so.
Speaker: Es ist nur Interesse.
Speaker: Ich habe das Gefühl, ich bin jetzt beim Cervelo ein Privateer für jetzt.
Speaker: Wir wissen nicht, was kommt später oder nicht.
Speaker: Aber momentan bin ich hier als ein Privateer.
Speaker: Ich bin jetzt hier am Arbeiten mit dem Engineer, um das Rad besser zu machen, schneller zu machen.
Speaker: Ich bin wirklich in Kontakt mit den Leuten beim Cervelo.
Speaker: Mit Judo haben wir da auch, sagt man auf Deutsch, sagen wir, ein E-Mail bekommen, dass wir nicht erlaubt sind, mit den Partnern zu reden.
Speaker: Wir müssen nicht mehr durch den Team und nicht direkt zum Partner.
Speaker: Und für mich, das hat mich wirklich, ja,
Speaker: Leid getan.
Speaker: Weil Gravel ist momentan am Booming.
Speaker: Du brauchst heute auch einen direkten Draht.
Speaker: Du musst direkt kommunizieren.
Speaker: Es gibt einen neuen Reifen, der kommt und ich habe ein Problem mit dem und das.
Speaker: Ich muss direkt bei den Bränden gehen und nicht durch jemanden, der keine Ahnung über Radsport hat.
Speaker: Über Gravel-Radsport hat.
Speaker: und er zu der Marke geht und dann die Produkte sind zum Servicekurs von Tudor geschickt und dort ist es ein riesiges Casino, weil es sind schon 45 Fahrer und 200 Rad und weißt du, wie es ist beim Motor und ich wollte nur mein Projekt und dann am Ende, wenn wir reden über Konditionen oder Geld oder sowas,
Speaker: Ich bin jetzt 33 Jahre alt und das ist mein Moment.
Speaker: Ich konnte dieses Momentum nicht weglassen.
Speaker: Du weißt nicht, was passieren wird dieses Jahr.
Speaker: Vielleicht werde ich Anband gewinnen und noch ein paar andere.
Speaker: Aber vielleicht gehe ich morgen raus und ist alles vorbei.
Speaker: Du weißt, wie es ist.
Speaker: Es war mein Moment.
Speaker: Es ist mein Momentum.
Speaker: Ich muss jetzt all out gehen.
Speaker: Es ist dann immer nur schade, dass andere die Momente nicht sehen und es nicht wahrnehmen.
Speaker: Es ist wirklich bitter und ich bin wirklich enttäuscht und traurig, weil
Speaker: Es war nicht nur von Tudor, aber ich weiß, dass es so viel Interesse gab von allen Marken.
Speaker: Von der Radmarke, von der Reifenmarke, von der Kleidermarke, von allen Marken dort.
Speaker: Und mit einem Telefon ist alles möglich gewesen.
Speaker: Weißt du?
Speaker: Ich habe keine Lust, viel mehr auf das zu reden, aber
Speaker: es ist bitter.
Speaker: Man merkt es auch, aber es ist auch in Ordnung.
Speaker: Mein Leben geht weiter.
Speaker: Ja, es geht weiter und wie gesagt, jetzt bin ich erst stolz, weil es ist immer schwierig, Welle zu machen und raus von Komfortzone und etwas Neues.
Speaker: Und weißt du, was ich meine?
Speaker: Und jetzt habe ich viel Arbeit.
Speaker: Es gibt viel zu tun als ein Privateer.
Speaker: Und ich bin schlecht in der Negotiation.
Speaker: Und weißt du, es kostet mehr Energie im Kopf für die Negotiation, wie gesagt, für Reif und für jede Partner.
Speaker: Ja, ich weiß, ich kenne das.
Speaker: Und am Ende, jetzt bin ich für zwei Jahre gut und organisiert.
Speaker: Ich brauche immer noch ein paar
Speaker: ein paar Sponsoren zu, ja, ein paar Zeilen unterzuschreiben.
Speaker: Aber es ist knapp gut und ich muss jetzt zur Routine kommen, trainieren, essen, schlafen, schlafen, essen, trainieren und dann bin ich bereit.
Speaker: Ja, so Lifetime-Komperfierst du?
Speaker: Ja, weil ich wollte noch sagen, dass es ist auch eine richtige, es ist wie Gold, wenn du deine Partners wählen kannst, weißt du.
Speaker: Weil wie gesagt, zuerst letztes Jahr habe ich gemacht, genau was die anderen am Machen waren.
Speaker: Aber jetzt mit meiner Erfahrung, meiner Saison kann ich auch sagen, hey, das will ich machen, das will ich machen und das nicht.
Speaker: Und ich will mit dem arbeiten, mit diesem nicht und so weiter.
Speaker: Und dann kann ich eine schöne Balance machen.
Speaker: Und jetzt bin ich hier dabei.
Speaker: Nice.
Speaker: Sehen wir dich auch mal in Europa.
Speaker: Dieses Jahr nicht so viel.
Speaker: Leider.
Speaker: Trakar 360 sowieso.
Speaker: weil ich muss dort auch eine Revenge.
Speaker: Aber das Specialized Dream Team ist auch.
Speaker: Die fahren glaube ich 200.
Speaker: Ja, aber Mats kommt für die 360.
Speaker: Echt?
Speaker: Ja, ich weiß nicht, wer noch und so weiter.
Speaker: Aber sowieso ist die Trucker 360 ein Riesenziel für mich dieses Jahr.
Speaker: Und der Rift auch.
Speaker: Mal schauen, welche Distance.
Speaker: Aber ich will auch der Rift kennenlernen, Island kennenlernen und auch vorne fahren.
Speaker: Das ist sowieso klar.
Speaker: Aber sonst in Europa nicht viel als das.
Speaker: Ich würde auch ein paar Mountainbike-Rennen fahren in Wallis.
Speaker: Und vielleicht auch die Schweizer Meisterschaften auf der Straße.
Speaker: Ja, der Lifetime-Compress-Kalender gibt nicht so viel her, dass man, also die Geld, es ist schwierig.
Speaker: Es ist schwierig und es ist viel und ich probiere sowieso etwas andere Rennen zu haben in Amerika, wenn ich zum Beispiel anbauen oder
Speaker: Jetzt werde ich Midsau fahren als erstes Ziel in Amerika, weil es ist auch wichtig für Cervelo.
Speaker: Und mit Midsau werde ich normalerweise auch Valley of Tears am Wochenende vorher fahren.
Speaker: Und
Speaker: und ich will nicht nach Amerika nur für ein Rennen fahren, weil alles kann schon passieren und dann ist es scheiße.
Speaker: Wenn du eine Platte oder einen Defekt hast nach 10 Kilometern und du bist die ganze Welt durchgeflogen,
Speaker: Ja, verstehe ich.
Speaker: Simon, bei dir wird es gerade busy.
Speaker: Deswegen vielen Dank für deine Zeit.
Speaker: Ja, kein Problem.
Speaker: Dann sehen wir uns.
Speaker: Ich fahre zur Notarca 200, aber wir sehen uns dann in Girona und wenn nicht, sehen wir uns bei Unbound und ich hoffe, dass ich diesmal, wenn du attackierst, die Eier habe... Hey!
Speaker: Die Eier... Ja gut, also einfach mitfahren.
Speaker: Ein paar Haare am Tisch.
Speaker: Das ist wichtig.
Speaker: Danke dir für deine Zeit.
Speaker: Gute Vorbereitung weiterhin und schönes Wetter in Kolumbien.
Speaker: Du hast ja auch gerade ganz gut Begleitung aus Europa.
Speaker: Ein paar Gravel-Fahrer sind ja rübergekommen, die mit dir trainieren.
Speaker: Ja, ich habe auch ein paar Normal-Fahrer und Fahrerinnen dabei, zu trainieren.
Speaker: Es ist schön.
Speaker: Und ja, wie gesagt, ich habe auch, daran haben wir noch nicht geredet, aber ich bin auch da mit einem Projekt, um sowas zu organisieren.
Speaker: Gravel Tour oder Gravel Camp, Training Camp hier in Kolumbia oder Bike Trip zu organisieren mit meiner Frau.
Speaker: Es ist auch etwas, das ich in ihrem Kopf habe für die Zukunft und das wird auch, ja.
Speaker: Part mein Leben werden in den nächsten Jahren.
Speaker: Es ist schön.
Speaker: Da komme ich nochmal auf dich zurück, weil ich glaube auch die nächsten Jahre brauche ich auch mal so ein Escape aus dem deutschen Winter.
Speaker: Und ich sage dir, hier ist ein geiler Escape.
Speaker: Ja, ich weiß.
Speaker: Es ist wirklich schön.
Speaker: Ja, perfekt.
Speaker: Simon, vielen Dank.
Speaker: Kein Problem.






