Transcript
Speaker: Der Körper sagt dir sehr genau, welche basalen Bedürfnisse da sind.
Speaker: Und das würde ich immer checken, wenn ich das Gefühl habe, irgendwas setzt mich von außen unter Druck.
Speaker: Dann kann ich nach innen gehen und checken, was braucht es denn wirklich gerade.
Speaker: Dann kann ich eigentlich ganz gut filtern, was ist meins und was ist nicht meins.
Speaker: Herzlich willkommen zum Podcast Alles nur Psyche mit Dr. Dennis und Pelle.
Speaker: Der Podcast zu Psychosomatik und Psychotherapie.
Speaker: Einen wunderschönen guten Tag, guten Abend, guten Morgen, wann immer du das da draußen hörst, zur neuesten Folge des Podcastes Alles nur Psyche mit Dr. Dennis und Pelle.
Speaker: Und herzlich willkommen, Dennis, hier in dieser Folge, in dieser letzten Folge in diesem Jahr, im Jahr 2025.
Speaker: Heute mit dem Thema Stress reduzieren vor Weihnachten.
Speaker: Wie geht es dir?
Speaker: Mir geht es ganz gut.
Speaker: Und trotzdem ist das Thema, was wir heute nochmal anschneiden wollen, auch bei mir absolut präsent.
Speaker: Die Vorweihnachtszeit mit doch einigen Stressoren.
Speaker: Und ich freue mich auf die Folge und würde mir wünschen, dass wir da unsere Gedanken nochmal so zusammentragen können Ende des Jahres und vielleicht auch ein bisschen schauen können, wie man gut durch diese Weihnachtszeit und den Jahreswechsel durchkommt.
Speaker: Ja, Dennis, natürlich geht mich das auch was an.
Speaker: Weihnachten ist in Deutschland ein Fest, was einfach fast alle feiern.
Speaker: Und ich bin da jetzt gar nicht so christlich vorgebrieft und dennoch habe ich mein ganzes Leben lang Weihnachten gefeiert.
Speaker: Und ganz banale Frage erstmal, was bedeutet Weihnachten denn für dich persönlich eigentlich?
Speaker: Vorfreude, definitiv.
Speaker: Das ist mir in den letzten Jahren auch mit Kindern noch mal so sehr präsent geworden, dass dieses Warten, was ja sonst auch mit Ungeduld verbunden ist, also eher eine vielleicht unangenehme Eigenschaft oder Fähigkeit, die man da haben muss, also Geduld.
Speaker: Und das ist aber genau das, was so diese Spannung ausmacht und diese Freude und dann noch
Speaker: Dann zählt man die Tage runter und dann zwischendurch Nikolaus und Weihnachtsfeiern, wo man ja auch ist.
Speaker: Und das finde ich wirklich total schön.
Speaker: Und das ist wie so ein, man steuert auf einen Höhepunkt zu.
Speaker: Und ja, das finde ich wirklich, ich würde sagen, Vorfreude ist das, was ich am meisten mit dieser Zeit verbinde.
Speaker: Wie ist es bei dir?
Speaker: Ich würde sagen, vielleicht trifft Vorfreude es auch, es ist aber vor allen Dingen erstmal ein Bild im Kopf.
Speaker: Es ist ein Bild vom Kamin, ein Bild von Dunkelheit draußen, von Schnee, welcher selten liegt, aber in meinem Kopf als Vision taucht es immer auf und dass wir eng zusammenrücken und die Räume weniger werden, also dass wir auf
Speaker: dass ich uns alle in einem Raum sehe, das ist so eine Vision, die ich dann immer habe.
Speaker: Ob das dann alles so kommt, das steht auf einem ganz anderen Blatt, aber das ist so eine Vision, ich habe so eine Reduktion auf einen Kern, Kernfamilie und Kerngefühle auch vielleicht, sowas wie Wärme, Ruhe,
Speaker: Also Entspannung, Harmonie, um es jetzt mal wirklich so positiv wie möglich einfach nur zu formulieren, das sind alles Dinge, die habe ich im Kopf und ich habe es auch schon ein paar Mal erlebt, dass sich das dann auch so manifestiert hat, also dass das dann auch so gekommen ist.
Speaker: Also eine Zeit des Zusammenrückens, du hast das ja gerade sehr mit so einem Bild aufgemacht, das kann ich auch total mitgehen.
Speaker: Also dieses Zusammenrücken, genau, draußen ist es kalt, drinnen wird es warm gemacht, ob das jetzt ein Kamin ist oder die Heizung oder man nimmt sich Decken oder macht sich, also bei uns ist das so deutlich mehr Tee als in der restlichen Zeit des Jahres, damit man sich immer wieder schön von innen aufwärmt, kuscheln,
Speaker: Ja, das ist, und auch so gedimmtes Licht.
Speaker: Und wenn dann irgendwann natürlich der Weihnachtsbaum dazukommt, dann auch mit so einem warmen, gelblichen Lichtton, der dann so den, vor allem das Wohnzimmer ist dann immer so der Hauptversammlungsort, wo man sich dann trifft.
Speaker: Das ist wirklich schön.
Speaker: Und man könnte ja sagen, es ist eigentlich auch ein sehr romantisches Bild, was du da gerade so aufgemacht hast.
Speaker: Absolut.
Speaker: Es ist halt auch eine Entscheidung.
Speaker: Also ich glaube letztendlich, wir haben uns da schon oft drüber unterhalten, wir sind jetzt gerade beide in einem Alter, wo relativ viel durch unsere Hände läuft.
Speaker: Also dass wir sowohl nach oben hin oft, also zu den Großeltern unserer Kinder und so weiter, aber auch für unsere Kinder, also nach unten und nach oben sind wir die Organisatoren der ganzen
Speaker: des ganzen Geschehens, also Initiatoren und Organisatoren davon, wie etwas laufen wird und die Kinder wünschen sich etwas, aber man selber entscheidet, wie es denn wirklich dann vonstatten geht.
Speaker: Und ich glaube, das kann...
Speaker: toll sein, das kann viel Verantwortung sein, aber auch viel Möglichkeiten bieten.
Speaker: Das kann aber auch Stress machen, diese Verantwortung für so viele Menschen zu tragen und auch sich verantwortlich zu fühlen.
Speaker: Wie siehst du das?
Speaker: Ich finde positiv eigentlich an dieser Zeit, dass man Vorfreude oder auch Freude beim Schenken oder Aussuchen empfindet.
Speaker: Also so gibt es mir auf jeden Fall.
Speaker: Und dann vielleicht ja auch so mit der Hoffnung, dass man da so positive Erinnerungen und Erlebnisse dann auch immer wieder schafft.
Speaker: Ich glaube, das ist das, was du auch meintest.
Speaker: Wir haben da ja auch diese Verantwortung, einen guten Rahmen zu schaffen, wo die Kinder auch eine schöne Zeit haben oder eben auch die Großeltern.
Speaker: Und gleichzeitig das, was vielleicht ja so Stress macht,
Speaker: Es ist natürlich auch, gibt es einen gewissen Druck, also finde ich da so das richtige Geschenk.
Speaker: Es gibt vielleicht auch eine Erwartung, die Kinder auch an uns herantragen oder Großeltern an uns herantragen.
Speaker: Und das, was mir in den letzten Wochen auf jeden Fall auffällt, man ist ja jetzt nicht nur in der Rolle als Vater unterwegs, sondern man ist auch nochmal im Beruf, im Freundeskreis, im Sportverein.
Speaker: Und da hat man ja auch die ganze Zeit Dinge zu planen,
Speaker: Veranstaltungen, Weihnachtsfeiern, auch in verschiedenen Rollen, in denen man dann auch unterwegs ist in seinem Leben und das merke ich auch, dass das eine ganz schöne Herausforderung ist.
Speaker: Wenn ich da meinen Kalender gucke und denke, diese Woche habe ich jeden Tag oder jeden zweiten Tag immer ein großes Thema, was ich noch mitorganisiere und so weiter.
Speaker: Oder da kommt schon die Frage auf, wie kriegt man das eigentlich gut hin, ohne dass man super gestresst ist.
Speaker: Wie ist das bei dir?
Speaker: Wie würdest du das so sehen?
Speaker: Also ich habe jetzt gerade so ein bisschen herausgehört, dass sich das vor allen Dingen so ein bisschen kumuliert, dass zum Ende des Jahres hin, zum Dezember hin, zum Jahresende hin, das Bedürfnis vieler Parteien größer wird, noch etwas zu erledigen, bis das Jahr zu Ende ist.
Speaker: Da stecken natürlich die Lebenskreisläufe drin, die mit der Minute anfangen, die über den Tag gehen.
Speaker: Der Tag hat einen Lebenskreislauf, morgens ist Geburt, abends ist das Vergehen, der Tag vergeht.
Speaker: Genauso ist es im Frühjahr, ist die Geburt des Jahres und am Ende des Jahres ist das Sterben des laufenden Jahres.
Speaker: Und diese Angst, etwas zu verpassen, weil das Jahr zu Ende geht, wird halt größer.
Speaker: Also ich glaube, da steckt viel dahinter, dass Menschen versuchen, dass bevor das jetzt ins nächste Jahr, weil da habe ich ja ganz andere Pläne gemacht, möchte ich das irgendwie noch alles nochmal, dass wir nochmal zusammenkommen, dass das Jahr gut abschließt.
Speaker: Und da würde ich tatsächlich sagen, ist es für mich als Einzelnen ganz wichtig, den Kreis innerlich zu definieren.
Speaker: Was ist der Kern?
Speaker: Was sind die Prioritäten in meinem Leben?
Speaker: Und was geht immer weiter nach außen?
Speaker: Und wenn das äußere Kreisschichten sind, dann habe ich die zu eliminieren zum Jahresende.
Speaker: Das geht einfach nicht.
Speaker: Ich kann nicht jede x-beliebige WhatsApp-Gruppe bedienen.
Speaker: Alle die Dinge, die man da erlebt, könnten schön werden.
Speaker: Aber da ist halt wirklich so ein FOMO, wie man sagt, so ein Fear of Missing Out, ganz groß.
Speaker: Ich könnte ja was verpassen.
Speaker: Aber dieses Verpassen lernen,
Speaker: erzeugt im besten Fall sogar tatsächlich ein bisschen Glücksgefühl.
Speaker: Denn wenn ich plötzlich wieder merke, ich verpasse was, ich bin aber danach nicht automatisch ausgegrenzt, ich gehöre immer noch zu Gruppen, ich gehöre immer noch dazu, aber ich habe mich abgegrenzt und habe mich mal rausgenommen und habe mir Zeit für mich genommen und habe plötzlich Ruhe wieder für mich, das kann tatsächlich sich sehr schön anfühlen.
Speaker: Und man
Speaker: macht auch immer wieder so ein bisschen Bilanz zum Jahresende zu schauen.
Speaker: Manchmal rückt das ja auch.
Speaker: Letztes Jahr war vielleicht eine Gruppe gar nicht so im Zentrum meiner Aufmerksamkeit und ist vielleicht näher gerückt.
Speaker: Also da kann man auch so ein bisschen abgleichen am Jahresende.
Speaker: Wer kommt mehr zum inneren Kreis?
Speaker: Welche Gruppen oder Bedürfnisse und welche wandern weiter nach außen und sind vielleicht gar nicht mehr so wichtig?
Speaker: Ich hoffe, das beantwortet die Frage so ein bisschen.
Speaker: Ja, tut es.
Speaker: Was ich da immer wieder so raushöre, sind ja vor allen Dingen so auch Erwartungen.
Speaker: Und auf welchen Ebenen können solche Erwartungen eigentlich entstehen?
Speaker: Das Bild, was du ja eben auch aufgemacht hast, ist ja vielleicht auch ein Bild, was ZuhörerInnen auch ein bisschen kennen, so als...
Speaker: traditionelles Bild, was so ein bisschen in unserer Kultur verankert ist.
Speaker: Und dann kommt dazu, du hast eben gesagt, es gibt so eine christliche Tradition, man geht dann in die Christmette, hat so einen routinierten Ablauf, wie Heiligabend oder die ersten oder zweiten Weihnachtstage aussehen.
Speaker: Dann hat man ja immer noch so diese ganzen Subkulturen wie die Familie selber, die ja zu diesem
Speaker: vielleicht christlichen Prägungen ja auch Erwartungen hat, die in den eigenen Familien auch entstehen, die ja auch hochindividuell dann sein können.
Speaker: Und was ich natürlich auch dachte...
Speaker: Wir sind ja so im Zeitalter der Digitalisierung.
Speaker: Da weiß, glaube ich, jeder, wie viel wir auch beschallt werden mit Werbung, mit Social Media, die ja auch so bestimmte Ideale und Bilder ja auch vermitteln, die ja auch in uns rein eindringen.
Speaker: wo wir auch immer überlegen müssen, ist das jetzt eigentlich so meins oder ist das jetzt eigentlich das, was die von mir erwarten?
Speaker: Und am Ende stehen da natürlich auch Riesenwirtschaftsbranchen hinter, die natürlich auch Geld damit machen wollen.
Speaker: Also ich glaube, das ist gar nicht so ganz, das ist schon eine Herausforderung, immer wieder auch so zu differenzieren, was ist denn sozusagen,
Speaker: Eigentlich das, was ich mir wünsche und das, was vielleicht auch an einen herangetragen wird, was man zu erwarten hat.
Speaker: Vielleicht darf ich dazu sagen, das finde ich gerade ganz spannend, dass du das sagst, weil diese an uns herangetragene Werbung und die Bilder, die damit vermittelt werden,
Speaker: Das sind ja häufig auch schon Ähnlichkeiten zu dem, was ich eben skizziert habe.
Speaker: Das Licht, die Familie rückt zusammen, keiner redet irgendwie über was Wichtiges, sondern alle sind irgendwie so leicht am Lachen und so.
Speaker: Und es ist irgendwie so gemütlich.
Speaker: Und da steckt natürlich eine super heile Welt auf dahinter.
Speaker: Da sind ganz tolle Häuser, ganz tolle Menschen, alle sind hübsch und schön und so weiter.
Speaker: Und ich kann ja im Prinzip, wenn ich mich in diesem Bild zu sehr öffne, kann ich ja nur verlieren, weil...
Speaker: Mein Bild wird sich zu Hause wahrscheinlich nicht decken.
Speaker: Irgendwie muss die Wand mal gestrichen werden.
Speaker: Ich werde schnell Makel finden in der Realität.
Speaker: Die Bilder, die da skizziert werden, die bedienen natürlich ein System, was auf Bedürfnissen orientiert ist, also was darauf abzielt, Bedürfnisse zu befriedigen nach Essen, nach Trinken, nach materiellen Dingen.
Speaker: Und wenn ich mir das Bild dann nehme und sage, ach, das wünsche ich mir auch alles so, dann habe ich eine Erwartung, dass da etwas auf mich zukommt.
Speaker: Und das hat wenig Sinn.
Speaker: wenig mit diesem Glücksgefühl zu tun, was ich eigentlich innerlich selber für mich skizziere.
Speaker: Also Glück kommt nicht daher, dass ich diese Bedürfnisse befriedigt bekomme, die mir vielleicht sogar eingetrichtert worden sind.
Speaker: Absolut, ja.
Speaker: Hättest du denn da eine Idee, vielleicht auch so für die Zuhörerinnen, die sagen, oh, da könnte irgendwie auch bei mir was dran sein, wie man das vielleicht auch so ein bisschen...
Speaker: unterscheiden kann, was sind meine eigenen Erwartungen und was sind dann Fremde, wenn wir jetzt sagen, es gibt kulturelle, familiäre, gesellschaftliche, mediale Erwartungen an einen.
Speaker: Das ist schon eine ganze Menge.
Speaker: Hättest du da irgendeine Idee, wie man das so ein bisschen auseinanderhalten könnte oder irgendein Gefühl, was du da so...
Speaker: spüren würdest, um zu merken, dass es jetzt vielleicht doch eher was, was von außen kommt, was gar nicht so unbedingt meins ist.
Speaker: Ich meine, du hast ja eben schon so ein bisschen was angedeutet, aber vielleicht können wir das ja nochmal so ein bisschen herausarbeiten.
Speaker: Ich glaube, das wäre nämlich auch ein ganz guter, ein stressender Faktor.
Speaker: Da würde ich an dieser Stelle sogar zur Innenschau einladen.
Speaker: Wenn du vielleicht dich gerade mal, du als ZuhörerInnen da draußen, dir es mal gemütlich machen magst und mal in dich gehen magst und mal schaust, wenn du deine Augen schließt und dann dir vorstellst, du bist an einem Ort, deinem Lieblingsort,
Speaker: Ein Ort, an dem du immer wieder auch in Gedanken gerne zurückkehrst.
Speaker: Und dann dich bewusst mal auf deine Atmung konzentrierst.
Speaker: Wie du ein- und ausatmest, ganz von selbst.
Speaker: Und dann mit den Gedanken dem Atem folgen ein und wieder aus.
Speaker: Und deine Aufmerksamkeit nun einmal auf die Augen lenkst.
Speaker: Was kannst Du sehen?
Speaker: Auch mit geschlossenen Augen, vielleicht Farben, Helligkeit, Dunkelheit.
Speaker: Was kannst Du hören?
Speaker: Fern oder nah?
Speaker: Und was kannst Du riechen?
Speaker: Welche Gerüche sind vorhanden?
Speaker: Und was kannst Du schmecken?
Speaker: Kannst Du Deinen Körper spüren?
Speaker: Dort wo er sitzt oder liegt?
Speaker: Willst du die Schwerkraft spüren?
Speaker: Und wenn du da jetzt so nach innen gehst mit den Gedanken und der Aufmerksamkeit, welche Bedürfnisse hast du gerade?
Speaker: Vielleicht Durst?
Speaker: Vielleicht Hunger.
Speaker: Müdigkeit.
Speaker: Das Bedürfnis nach Nähe.
Speaker: Das Bedürfnis nach Rückzug, Ruhe.
Speaker: Welche Bedürfnisse, Gedanken und Wünsche sind vorhanden, essentiell?
Speaker: Und dann komm mit deiner Aufmerksamkeit gerne wieder mit leicht geöffneten Augen zurück.
Speaker: Und vielleicht...
Speaker: Magst Du dann, wenn Du selber gerade gemerkt hast, was brauche ich eigentlich alles?
Speaker: Habe ich gerade Schlafbedürfnisse und so weiter?
Speaker: Vielleicht kannst Du das später auch draußen in der Welt anwenden, wenn Du merkst, ich brauche ja noch dieses und jenes nach innen gehen.
Speaker: Kurz einmal Augen, Nase, Mund, Ohren und Atem checken, um bei dir einzuschecken, was wirklich dein Bedürfnis ist, jetzt und hier.
Speaker: Und das wird wahrscheinlich keine Playstation 5 sein, die sich dann im Körper manifestiert, sondern der Körper sagt dir sehr genau, welche basalen Bedürfnisse da sind.
Speaker: Und das würde ich immer checken, wenn ich das Gefühl habe, irgendwas setzt mich von außen unter Druck.
Speaker: Dann kann ich nach innen gehen und checken, was braucht es denn wirklich gerade.
Speaker: Und meistens ist es Ruhe, Schlaf, Essen, Trinken.
Speaker: Und wenn ich das erledige dann in dem Moment, und nicht nur essen, sondern auch mal hinlegen und sagen, ich brauche eine Pause, dann kann ich eigentlich ganz gut filtern, was ist meins und was ist nicht meins.
Speaker: Ich hoffe, das beantwortet mit einer Übung deine Frage ein bisschen, eine Technik.
Speaker: Ja, sehr schön.
Speaker: Also ich merke sofort, wenn ich dieser Anleitung so folge, dass ja eine Entspannung stattfindet, dass man bei sich mehr wieder eincheckt.
Speaker: Und in dem Moment, wenn man dann wieder zurückkommt, vielleicht auch nochmal besser unterscheiden kann, ist es eigentlich das eigene oder das andere Bedürfnis, das fremde Bedürfnis.
Speaker: Und ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt, dass man da auch ein bisschen guckt, fühlt man sich eher da von außen unter Druck gesetzt oder hat man wirklich dann auch Freude an den Dingen, die man gerade macht?
Speaker: Oder macht man es doch eher aus Pflichtbewusstsein?
Speaker: Vergleicht man sich da die ganze Zeit?
Speaker: Das ist ja auch ein Riesenthema.
Speaker: Und wie du es gesagt hast, Reflexion nochmal über so die eigenen Werte und Wünsche und dann sich da vielleicht auch abzugrenzen gegenüber den Erwartungen auch von welchen kulturellen Erwartungen auch immer geprägt.
Speaker: Und dann finde ich das wirklich einen guten Punkt,
Speaker: Und aus dieser Position, wenn man in die dann gelangen kann, und das wäre, glaube ich, brutal gut, das regelmäßig zu machen, immer wieder zu üben, weil die Welt einfach extrem schnelllebig ist.
Speaker: Und zwischendurch diese Pausen zu machen, ist wirklich sehr, sehr sinnvoll.
Speaker: Und doch so schwer.
Speaker: Und doch so schwer, absolut.
Speaker: Für mich war gerade nochmal klar geworden, während wir diese Übung gemacht haben und wir über die Werbung gesprochen haben und die Bilder, die von außen kommen, die zählen vor allen Dingen darauf hin,
Speaker: den Mangel, den wir in uns empfinden, zu bedienen.
Speaker: Und dieser Mangel, deshalb haben wir diese Übung gerade gemacht, zu schauen, mangelt es mir an etwas Essentiellem, also an Essen, Nahrung, Trinken, Schlaf etc., also das ist einfach Grundrechte und Bedürfnisse des Menschen, zu schlafen und solche Dinge, oder mangelt es mir vor allen Dingen an zum Beispiel sozialer Integration oder sowas.
Speaker: dass ich in meinem Umfeld sozial integriert bin.
Speaker: Und die Werbung wird immer vermitteln wollen, um Produkte zu verkaufen, dass wir mit dem Produkt noch mehr soziale Interaktion schaffen könnten.
Speaker: Und da, finde ich, ist ein ganz wichtiger Punkt einzuchecken bei sich und zu klären, bin ich wirklich gerade in meinem sozialen Umfeld gut integriert?
Speaker: Und was habe ich für Möglichkeiten?
Speaker: Denn die Möglichkeiten der sozialen Integration, die liegen ja vor allen Dingen in der Handlungsfähigkeit bei mir selbst, bei meiner Selbstwirksamkeit.
Speaker: Ich kann nach so einem Check-in, kann ich meinen Telefon tatsächlich zur Hand nehmen oder auch tatsächlich jemanden persönlich besuchen und sagen, ich wollte dich sehen.
Speaker: Oder ich kann sagen, ich denke an dich gerade, ohne etwas zu fordern, ohne mein Bedürfnis in den Fordergrund zu stellen und einfach sagen, ich denke gerade an dich,
Speaker: Und ich kann dadurch die soziale Interaktion wieder erhöhen, ohne dass ich unbedingt etwas brauche.
Speaker: Und das, finde ich, ist ein wichtiger Punkt, dass man da schaut, wenn der Mangel vor allen Dingen von außen kommt und sagen möchte, dir fehlt es an Integration, du bist nicht ganz, wenn du nicht das und das hast, du gehörst nicht richtig dazu, dann ist das ganz sicher von außen.
Speaker: Ja, sehr wichtiger Punkt.
Speaker: Was machen wir jetzt mit diesen Erkenntnissen, die wir jetzt heute so zusammengetragen haben bis jetzt?
Speaker: Ich habe so die Idee, das habe ich natürlich auch ein bisschen zum Beruf gemacht, wenn man das in sich so spürt und vielleicht auch so die Diskrepanz zwischen eigenen Erwartungen, fremden Erwartungen, wenn man da schon so einen Schritt weiter gekommen ist, würde ich wirklich empfehlen, offen darüber zu kommunizieren.
Speaker: Genau das.
Speaker: Du hast es ja gerade eigentlich schon super Beispiel gemacht.
Speaker: Wenn man den Impuls hat, man möchte jemandem
Speaker: schreiben oder ihn anrufen oder sich treffen, das auszusprechen, wäre ja auch eine offene Kommunikation.
Speaker: Vielleicht gar nicht unbedingt mit der Erwartung, dass dann jemand, der vielleicht die nächsten 20 Tage komplett durchgetaktet ist und sagt, ich weiß gar nicht, wann das gehen soll, aber ich habe mich gefreut.
Speaker: Das kann passieren, also da darf man glaube ich jetzt auch nicht enttäuscht sein, aber ich vielleicht selber noch mal so ein bisschen zu schauen,
Speaker: Was braucht man vielleicht auch, was ist qualitativ einem wichtig?
Speaker: Weil ich glaube, wie du es eben auch gesagt hast, noch mehr, noch mehr.
Speaker: heißt ja nicht, dass es dann noch qualitativ besser wird, sondern das könnte theoretisch auch wieder noch mehr Stress bedeuten und dass man da vielleicht auch nochmal schaut, was wäre mir absolut wichtig, was kann ich aber auch weglassen und beziehungsweise weglassen, wo kann ich Raum schaffen, einfach mal um auszuruhen und zu entspannen und wirklich vielleicht erstmal gar keine Erwartungen irgendwie zu spüren, außer bei sich selber zu bleiben.
Speaker: Das wären gerade so Impulse, die so in mir aufkommen.
Speaker: Wie ist es bei dir?
Speaker: Ja, ich finde das wichtig für die Zuhörerinnen da draußen, dass wir jetzt hier nicht Tipps geben wollen, die allgemeingültig sind, sondern dass wir eher so eine Haltung oder ein Prinzipien vermitteln wollen, wie man vielleicht stressfreier durchkommt, die dann aber tatsächlich allgemeingültig sein können.
Speaker: Zum Beispiel könnte man auch sagen, wenn du jetzt vor Weihnachten stehst, geh erstmal wohlwollend an alle Begegnungen ran.
Speaker: Geh erstmal davon aus, dass die, die dich besuchen, dass die dich wirklich besuchen wollen.
Speaker: egal ob es wirklich so ist, aber dass du davon ausgehst, die, die jetzt kommen, da bin ich mit Wohlwollen, nicht mit Skepsis dran, die wollen mich sehen.
Speaker: Und frag dich vorher selber, sind die, die ich besuchen werde, wirklich die, die ich sehen möchte?
Speaker: Oder kann ich auch sagen, mein Bedürfnis nach Ruhe, Schlaf und Entspannung ist gerade so groß, ich kann demjenigen sagen, ich würde dich gerne sehen, aber ich bin momentan nicht so gut dazu in der Lage,
Speaker: Und möchte davon absehen oder sowas.
Speaker: Dass du wirklich nur dahin gehst, wo du wirklich auch das Gefühl hast, das gibt mir Kraft.
Speaker: Und das zieht nicht nur Kraft, also als Eltern zieht es immer auch ein bisschen Kraft, weil wir müssen natürlich Dinge machen, die geben uns nicht nur Kraft.
Speaker: Das wäre, glaube ich, so ein wichtiger Punkt für mich, um Weihnachten stressfrei zu begegnen, dass man sich mit Menschen trifft, die einem Kraft geben und davon ausgeht, dass Menschen kommen, die einem wohlgesonnen sind und dass man selber auch denen wohlgesonnen gegenüber ist.
Speaker: Ansonsten muss man das in Frage stellen.
Speaker: Eine Erfahrung, die dazu ganz gut passt.
Speaker: Wir haben das bei uns in der Familie auch in den letzten Jahren etwas anders gehandhabt, dass wir da nochmal mehr darauf geachtet haben.
Speaker: Und wenn man das so offen ausspricht, ist es manchmal ganz erstaunlich, dass dann auch die Gegenüber...
Speaker: anfangen zu überlegen und sagen, hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht.
Speaker: Bis jetzt ist das bei uns seit 20 Jahren immer gleich.
Speaker: Das stresst mich aber total.
Speaker: Und eigentlich ist das eine ganz gute Idee, vielleicht auch mal zu sagen, von Heiligabend bis zum zweiten Weihnachtstag.
Speaker: Manche machen das ja auch noch viel länger, je nachdem, wie groß die Familie ist, dass man sich zwischendurch vielleicht auch mal sagt, einen Tag mal so komplett ohne Besuche.
Speaker: Wo man wirklich nur mal so mit dem engsten Kreis der Familie zusammenbleibt oder wenn man noch keine Familie hat oder keine mehr hat, keine Partnerschaft hat, dass man sich dann wirklich so ganz qualitativ hochwertige Verabredungen organisiert.
Speaker: Aber das fand ich wirklich nochmal, das würde ich gerne nochmal so als Erfahrung mitgeben, dass dann plötzlich Leute gesagt haben, ja ich mache das glaube ich nichts, das ist ja auch Heiligabend, mache ich mal jetzt ohne.
Speaker: ohne Schwiegereltern, ohne Großeltern unbedingt, sondern wir machen das mal an einem anderen Tag.
Speaker: Fand ich spannend, wollte ich mal so als Erfahrungswert zur Verfügung stellen.
Speaker: Ja, manche würden ja sogar sagen, sie fliehen oder gehen ganz woanders hin.
Speaker: Das finde ich immer ein bisschen schwierig, habe ich auch schon gemacht.
Speaker: Einfach, weil ich auch das Gefühl hatte, es wird von mir erwartet, wen lade ich wann wo zuerst ein oder so.
Speaker: Wer ist zurückgesetzt, wer rückt nach vorne?
Speaker: Und da wirklich aber jetzt für sich einzustehen, also es ist einfach nicht unser Job, andere Leute, Menschen, deren Erwartungen oder Befriedigungen zu erfüllen und da wirklich zu sagen, was brauche ich?
Speaker: Und das offen zu kommunizieren, wie du gesagt hast, finde ich genau richtig.
Speaker: Ich habe aber doch noch einen ganz kleinen Tipp für all die Mamis und Papis.
Speaker: Für das Geschenkebekommen der Kinder zum Beispiel.
Speaker: Und zwar hat meine Frau mir die mitgegeben.
Speaker: Und das fand ich irgendwie ganz nett.
Speaker: Mit den Kindern, um die Fülle des Kinderzimmers nicht so stark zu erhöhen, um das Kinderzimmer nicht irgendwann überborden zu lassen, wie jedes Weihnachten und so Geburtstag Geschenke gemacht werden.
Speaker: schon in der Vorweihnachtszeit, das sind ja noch ein paar Tage hin jetzt, in der Vorweihnachtszeit auch den Kindern erklären, dass man Dinge aussortiert, um Platz zu machen für das, was viel leicht gebracht wird.
Speaker: Und es vielleicht sogar, also wir bringen die Sachen ins Sozialkaufhaus meistens, um dann sozial Schwachen die Möglichkeit zu geben.
Speaker: Kinder haben da ein sehr großes Verständnis für, dass andere davon wieder profitieren können.
Speaker: Also vor dem Auffüllen tatsächlich auch eine Reduktion mit den Kindern anzustreben.
Speaker: Und tatsächlich macht das Kinder auch glücklich, wenn sie plötzlich wieder Räume und Platz bekommen in ihren Kinderzimmern und das spürbar wird.
Speaker: Und manchmal ist dann gar nicht unbedingt das Bedürfnis, das wieder aufzufüllen direkt.
Speaker: Das finde ich eine super Idee.
Speaker: Also das sind, weil ja so verschiedene Aspekte drin sind, einfach sozial...
Speaker: Menschen, denen es nicht so gut geht, auch die Möglichkeit für ein schönes Fest zu bescheren.
Speaker: Gleichzeitig ist es super nachhaltig.
Speaker: Man muss ja auch mal sagen, dass ganz viel ja auch leider weggeworfen wird irgendwann.
Speaker: Und das ist aber...
Speaker: Das sind ja auch super hochwertige Sachen zum Teil und das dann wirklich im Umlauf zu lassen oder zurückzugeben und dann auch bedürftigen Menschen das zugutekommen zu lassen, finde ich eine grandiose Idee von deiner Frau.
Speaker: Toll, dass sie das macht.
Speaker: Also wir holen uns da auch Sachen, weil das Sozialkaufhaus funktioniert ja so, dass man Sachen da hinbringt und kein Geld dafür bekommt.
Speaker: Die Sachen werden wiederverkauft und der Erlös des Wiederverkaufs geht ja an gemeinnützige Projekte.
Speaker: Und selbst wenn man da was kauft, was wirklich gut erhalten ist oft, tut man also wieder was Gutes.
Speaker: Also man muss jetzt nicht nur da was hinbringen, man kann auch da schon was besorgen, also um den Kreis gänzlich zu schließen.
Speaker: Jetzt haben wir doch länger...
Speaker: über das Thema gesprochen, das wir ursprünglich geplant hatten, in unserer letzten vorweihnachtlichen Folge jetzt für dieses Jahr.
Speaker: Was nimmst du mit selber, persönlich?
Speaker: Pausen machen, auf sich selber achten, das dann gut kommunizieren und dann die Zeit genießen.
Speaker: Du?
Speaker: Ich kling mich bei genießen ein.
Speaker: wenig erwarten und vielleicht dadurch etwas bekommen.
Speaker: Vielleicht etwas, womit ich noch gar nicht gerechnet habe.
Speaker: Dann bleibt uns zum Ende des Jahres in dieser Zeit nur durch zu sagen, eine schöne, weiterhin besinnliche Vorweihnachtszeit.
Speaker: Vielleicht jetzt unter anderen Perspektiven, die wir euch hoffentlich zur Verfügung gestellt haben.
Speaker: Ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch, passt gut auf euch auf.






