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Reitbeteiligung: Win-Win-Situation oder überholtes Konzept?

Takt und Verstand - der Islandpferde Podcast

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Speaker: Takt und Verstand, der Islandpferde-Podcast.

Speaker: Alles rund ums Islandpferd mit Svenja und Melanie.

Speaker: Hi Melanie.

Speaker: Hi Svenja, schön dich zu sehen und zu hören.

Speaker: Ich hoffe, es geht dir gut.

Speaker: Ja, gleichfalls.

Speaker: Danke, mir geht es endlich wieder gut.

Speaker: Ich war ja ganz schön lange ganz schön krank und hatte eine ziemlich angeschlagene Stimme.

Speaker: Da war es wohl besser, die Podcast-Zeit ein bisschen auszusetzen, weil ich glaube, das wäre echt anstrengend gewesen zum Zuhören.

Speaker: Wie geht es dir denn?

Speaker: Gut soweit.

Speaker: Ich hätte einfach gerne mal acht Monate bezahlten Urlaub.

Speaker: Aber es ist irgendwie gerade schwer umzusetzen.

Speaker: Keine Ahnung.

Speaker: Irgendwie wollte mein Chef das nicht haben.

Speaker: Bezahlten Urlaub für acht Monate, da sehe ich nur eine Lösung oder zwei und die sind wahrscheinlich beide keine Option.

Speaker: Du lässt dich krankschreiben oder du kriegst ein Kind.

Speaker: Ich glaube, ansonsten kriegst du nicht so viel bezahlten Urlaub.

Speaker: Ja, das ist richtig.

Speaker: Das ist gerade beides jetzt keine Option.

Speaker: Oder ich könnte natürlich auch kündigen, was auch keine Option ist, weil ich dann kein Geld habe.

Speaker: Aber dann fällt die Bezahlung weg.

Speaker: Jeder, der hier arbeiten muss, kennt den Struggle.

Speaker: A struggle is real, vor allen Dingen, weil wir ja unsere Pferde auch irgendwie bezahlen wollen.

Speaker: Und Pferde werden ja jetzt nicht gerade günstiger.

Speaker: Ich muss echt sagen, ich habe mal den Fehler gemacht, grob zu überschlagen, was ich eigentlich so ausgebe für meine Pferde im Monat.

Speaker: Und habe dann gedacht, das kannst du eigentlich, also einer normalen Nicht-Pferdeperson darfst du das eigentlich gar nicht erzählen, was du für dein Hobby ausgibst.

Speaker: Und ich habe es dann versucht, noch ein bisschen schön zu reden, aber eigentlich ist es schon absurd.

Speaker: Und die Absurdität bewegt sich eher noch in höhere Höhen in der Zukunft.

Speaker: Ja.

Speaker: Vor allem, du gibst so viel aus, wie andere verdienen oder Miete zahlen oder, also das ist ja schon ein bisschen crazy im Moment.

Speaker: Es ist langsam unverhältnismäßig, aber ich hoffe, hoffe, hoffe, dass das vielleicht auch irgendwann nochmal in eine andere Richtung geht oder sich ein bisschen beruhigt zumindest.

Speaker: Es ist nämlich schon sehr verrückt, wie viel Pferd einfach kostet.

Speaker: Und ich finde es auch schade, weil ich finde es so ein schönes Hobby und so eine schöne Freizeitbeschäftigung.

Speaker: Und ich fände es für den Pferdesport nicht gesund, wenn es so ein der Elite vorbehaltener Sport werden würde.

Speaker: Ja, das stimmt.

Speaker: Es sollte schon vielen Menschen zugänglich sein, aber es wird aktuell immer schwieriger.

Speaker: Ich meine...

Speaker: Ja, man muss einfach überlegen, was man macht und was man nicht macht und was jetzt noch drin ist in diesen Monaten und was eben nicht.

Speaker: Und das ist schon eben auch eine Zusatzbelastung.

Speaker: Aber es gibt ja Möglichkeiten, sich Geld dazu zu verdienen.

Speaker: Ich schlage jetzt hier mal einen ganz gewagten Bogen.

Speaker: Und zwar könnte man sich einfach eine Reitbeteiligung suchen, um dann einfach mal ein bisschen die Kosten geringer zu halten.

Speaker: Was hältst du denn davon?

Speaker: Ja.

Speaker: Also ja, ich finde eine Reitbeteiligung aus verschiedenen Aspekten kann sehr sinnvoll sein, aber sicherlich nicht aus dem Aspekt, um sein Pferd finanzieren zu können, weil dann hast du einfach in der Notsituation auch nicht das nötige Kleingeld, um zum Beispiel die tierärztliche Versorgung sicherzustellen.

Speaker: Deswegen würde ich mal sagen, ein nettes Add-on finanziell, wenn man sich darauf geeinigt hat mit der Reitbeteiligung, ja, aber ich würde jetzt nicht damit kalkulieren.

Speaker: Das ist vielleicht die falsche Strategie.

Speaker: Ich wollte jetzt auch einfach nur zu unserem heutigen Thema überleiten.

Speaker: Und zwar hatten wir es auf Instagram ja auch schon ein bisschen angefangen.

Speaker: Wir wollen heute über das Thema Reitbeteiligung sprechen, alles, was es dazu gibt.

Speaker: zu besprechen gibt, weil scheinbar ist das gar nicht so einfach, wenn wir jetzt die Nachrichten, die wir auf Instagram bekommen, mal so durchscannen, funktioniert das nicht überall so easy mit entweder ich bin Reitbeteiligung und betreue ein Pferd oder ich habe ein Pferd und brauche eine Betreuungsperson oder eine Hilfsperson.

Speaker: Da gibt es einige Menschen, die gar keinen Bock mehr drauf haben, weil sie schon so viele Horror-Stories erlebt haben.

Speaker: Wie ist es denn bei dir, Senja?

Speaker: Warst du denn schon mal Reitbeteiligung?

Speaker: Ja, ich war schon öfters Reitbeteiligung.

Speaker: Das ist jetzt von mir eine sehr fadenscheinige Frage, weil ich war auch mal deine Reitbeteiligung für eine nicht so lange Zeit leider.

Speaker: Aber von daher habe ich...

Speaker: von beiden Seiten auch schon Erfahrung gemacht.

Speaker: Ich glaube, du ja genauso, hast ja auch schon mit beiden Seiten Erfahrung gemacht.

Speaker: Und ich finde es so ein bisschen schade, dass das Thema immer schwieriger wird.

Speaker: Und ich glaube, es wird tatsächlich schwieriger von beiden Seiten ausgesehen.

Speaker: Also, was man jetzt, oder was ich zumindest immer um die Ohren gehauen kriege oder höre und auch viel lese in Foren und so, ist es, ja, es ist ja nicht mehr so einfach, jemanden zuverlässigen zu finden, weil die Leute sind so anspruchsvoll geworden und

Speaker: Und früher, als ich noch klein war, hätte ich mir die Finger danach geleckt, mich um ein Pferd kümmern zu dürfen.

Speaker: Und jetzt ist es ja nicht mehr so.

Speaker: Ich habe mir da so ein bisschen Gedanken drüber gemacht.

Speaker: Und es ist für mich schwierig, das alles so schwarz und weiß zu sehen.

Speaker: Ich glaube, es ist schon durchaus komplexer.

Speaker: Und ich glaube, es verlangt einfach sehr viel Sozialkompetenz von beiden Seiten, ein gutes Reitbeteiligungsverhältnis zu pflegen.

Speaker: Ja, da sind wir wieder beim Thema Kommunikation und das ist, glaube ich, mit einer der Hauptgründe, warum es so viele Horror-Stories gibt und warum das Ganze nicht funktioniert oder halt das Thema Reitbeteiligung so oft auch scheitert, weil vielleicht auch einfach unterschiedliche Erwartungen da sind auf beiden Seiten, die aber nicht kommuniziert werden, die nicht zusammenkommen.

Speaker: Und ich kann natürlich als Pferdebesitzerin jetzt nicht erwarten, dass mir jemand so unterwürfig ja schon fast, wie du gerade eben geschildert hast, entgegenkommt, wenn er einfach nur mein Pferd putzen darf.

Speaker: Ich meine, war vielleicht bei uns früher mal so, weil wir halt als Kinder das irgendwie toll fanden oder so, aber ich kann das nicht erwarten, dass das jetzt immer so ist, vor allem, wenn ich auch eine Erwachsenenreitbeteiligung oder sowas möchte.

Speaker: dann kann ich schon auch davon ausgehen, dass die Person auch Ansprüche hat.

Speaker: Was ja im Endeffekt auch gut ist, weil wir wollen ja niemanden anspruchslosen an unserem Pferd haben, weil jemand, der Ansprüche hat, hat ja hohe Standards.

Speaker: Das bedeutet, er wird auch an unserem Pferd hohe Standards umsetzen, im Idealfall.

Speaker: Also ich finde das gar nicht so verkehrt.

Speaker: Und ich finde es noch wichtig zu sagen, eine Reitbeteiligung ist kein kostenloser Beritt.

Speaker: Die Erwartungshaltung, jemanden zu finden, der dein Pferd besser macht, als so wie du es reitest, der vielleicht dein Pferd oder die, der das Pferd schon sehr, sehr lange kennt und trainiert und ein eingespieltes Team ist, die Erwartungshaltung darf einfach hier auch nicht so hoch sein, sondern du musst sagen, im besten Fall finde ich eine Reitbeteiligung, die erhalten trainieren kann.

Speaker: Du musst dir vielleicht am Anfang überlegen, was überhaupt deine Ziele dabei sind.

Speaker: Ich reite auch nicht jeden Tag mega perfekt trainierend.

Speaker: Ich reite auch oft einfach mal erhalten.

Speaker: Und das ist ja auch nicht schlimm.

Speaker: Es geht ja eher darum, sich im Vorhinein zu überlegen, was möchte ich denn, was brauche ich denn, was sind so Musts, was sind nice to have und was ist, keine Ahnung, dann wirklich...

Speaker: optional obendrauf.

Speaker: Und dann kann ich mit solchen Kriterien viel besser nach jemandem suchen und die muss ich aber auch offen kommunizieren können.

Speaker: Ich weiß nicht, als du früher Reitbeteiligung warst, als Jugendliche oder als du noch keine eigenen Pferde hattest, wie oft hast du über Trainingsziele gesprochen mit der Besitzerin für den Pferden?

Speaker: Wie oft hast du über konkreten Umgang gesprochen?

Speaker: Also das ist ja jetzt nicht so, dass man das standardmäßig festlegt, oder?

Speaker: Ja.

Speaker: Also da ist vielleicht auch meine langjährigste Reitbeteiligung auch ungefähr das schlechteste Beispiel, weil als ich Jugendliche war, hatte ich eine Reitbeteiligung.

Speaker: Das war das Pferd eines alten Herrens, der eigentlich nur noch einmal im Jahr zur Fasnacht auf sein Pferd gestiegen ist und den Fasnachtsumzug geritten ist.

Speaker: Und ansonsten stand dieses Pferd sich mehr oder minder die Beine in den Bauch.

Speaker: Und meine Aufgabe als Jugendliche war einfach nur, ich gehe da hin,

Speaker: Und ich hatte basically Nahrungsfreiheit.

Speaker: Also ich konnte mit dem Pferd alles machen, was ich wollte.

Speaker: Ich konnte einfach nur nichts.

Speaker: Also es war so ein bisschen lustig, weil ich war halt einfach ein Mädchen.

Speaker: Ich konnte drauf sitzen, ich konnte die Grundgangarten reiten.

Speaker: Und ansonsten, also ich konnte wirklich nicht vielleicht den Schenkel weichen noch oder so und das war's.

Speaker: Ich war wirklich nicht besonders gut ausgebildet als Reiterin.

Speaker: Und dadurch, dass ich mein ganzes Taschengeld damals immer auf den Kopf gehauen habe, konnte ich natürlich auch nichts in meine Weiterbildung stecken, weil ich hätte gar nicht das Geld, um regelmäßig Reitunterricht zu nehmen.

Speaker: Also meine Reitbeteiligung bestand eigentlich vorrangig daraus, dass ich mit dem ins Gelände gegangen bin, weil die Galoppstrecke lang gefetzt sind.

Speaker: Aber das war dem Besitzer auch total egal, der hat sich gefreut, ich bin einmal im Monat persönlich vorbeigekommen, habe ihm das Geld in die Hand gedrückt, damals noch, das war so ein ganz alter Herr, haben mir ein bisschen gequatscht, der hat mir eine halbe Stunde über die alten Zeiten im Militär erzählt, dann bin ich wieder gegangen und das war es.

Speaker: Es war immer lustig, er war ein bisschen speziell, aber hat es immer lieb gemeint.

Speaker: Und hat mir dann immer ein bisschen was gegeben, wenn ich beim Fasnachsumzug das Pferd mitgeführt habe, wenn er drauf saß.

Speaker: Und das war so unsere Reitbeteiligungs-Pferdebesitzer-Beziehung, die wir sozusagen hatten.

Speaker: Das lief schon öfters auch mal so und so ist es heutzutage ja auch nicht mehr.

Speaker: Also viele Pferdebesitzerinnen haben auch, wir sind heute weitergebildet, wir können mehr, wir haben viel mehr Wissen über den korrekten Umgang, wir haben viel konkretere Vorstellungen, vor allem wenn wir auch selber mit dem Pferd noch arbeiten müssen.

Speaker: Und das ist ja schon mal eine ganz andere Basis und da muss ich natürlich das auch so weit kommunizieren an andere Leute, die Zeit mit meinem Pferd verbringen wollen.

Speaker: Also ich finde es mega wichtig, dass man auch einfach realistische Ansprüche stellt und sagt, okay, wenn ich mir jetzt eine Person anschaue und ich sehe, die reitet...

Speaker: Okay, aber jetzt nicht besonders technisch raffiniert und ich mir aber möchte, dass diese Person prima mit meinem Pferd zum Beispiel einfach nur ausreiten geht.

Speaker: Im Gelände finde ich das jetzt einen realistischen Anspruch zu sagen, okay, die soll mit dem ins Gelände eine gute Zeit haben, mein Pferd managt das im Gelände gut, Geländezeit ist vielleicht eher die Zeit zum Entspannen und Genießen und den Kopf lüften.

Speaker: finde ich das total fair.

Speaker: Aber ich kann von dieser Person jetzt nicht erwarten, dass die jetzt auf einmal meinem Pferd irgendwelche höheren Lektionen beibringt oder wahnsinnig spektakulären Töld rausreitet.

Speaker: Da habe ich halt eine ganz falsche Erwartungshaltung.

Speaker: Und auf der Seite der Reitbeteiligung ja ähnlich.

Speaker: Also ich kann natürlich auch nicht erwarten, dass ich das High-Class-Turnierpferd einfach reiten kann, ohne selber irgendwie was zu lernen oder Aufwand zu haben oder das auch zu können.

Speaker: Weil so läuft es halt auch nicht.

Speaker: Bin ich absolut bei dir, womit ich mir immer so ein bisschen schwer getan habe, als ich so auf der Suche auch war, nach Pferden zu bereiten, auch gerade in der Zeit, wo wir uns dann kennengelernt haben, hatte ich eine Anzeige geschrieben und ich war eben Studentin und ich hatte wirklich einfach nur Geld zum Überleben und mich selber durchzufüttern.

Speaker: Und ich habe gesagt, könnte ich was mit einem Pferd machen, wäre das mega das nice to have für mich, aber ich kann es mir nicht leisten, viel dafür zu bezahlen.

Speaker: Deswegen hatte ich das auch in meiner Anzeige auch so geschrieben.

Speaker: Ich habe die und die Erfahrung,

Speaker: Ich kann das und das leisten, aber ich kann halt einfach nicht irgendwie mega den Beitrag bezahlen.

Speaker: Und dann habe ich eben auch bei meiner Suche viele Anzeigen gesehen, die vorausgesetzt haben, dass du einen monatlichen Beitrag bezahlst plus noch Unterricht nimmst.

Speaker: Das bedeutet, die Kosten waren dann nicht nur diese zweimal vier Tage im Monat, die du reitest und das Pferd benutzt, die dann irgendwie die ganzen Beträge quasi so umgesetzt wurden, sondern auch noch on-top Reitunterricht, den du zu bezahlen hast,

Speaker: Und ich habe das dann für mich so grob überlegt und das war für mich einfach fernab von allem, was ich mir hätte leisten können.

Speaker: Und das ist dann auch schwierig, weil du kannst als Reitbeteiligung dann den Anspruch, Unterricht zu nehmen mit dem Pferd, was ich eigentlich sehr gut finde, plus dann noch zu bezahlen.

Speaker: Du kannst das dann vielleicht finanziell nicht mehr erfüllen.

Speaker: Auf der anderen Seite ist es natürlich auch total verständlich, als Besitzerin Geld zu verlangen, weil du wahnsinnig viele laufende Kosten hast.

Speaker: Jeder weiß es, also ein Pferd kostet neben der Stallmiete trotzdem nochmal mehrere hundert Euro im Monat, einfach mit Ufschmied, Arzt, die ganzen Versicherungen, irgendwelches Futter, etc.

Speaker: Sprit im Moment, ja, auch kein unrelevanter Faktor.

Speaker: Und dann ist natürlich schon nachvollziehbar, dass man sagt, eine Beteiligung ist halt auch eine finanzielle Beteiligung.

Speaker: Und dann kann ich das schon verstehen.

Speaker: Ich meine, ich habe jetzt auch irgendwo den Kommentar gelesen bei unserem Post nach dem Motto,

Speaker: ich verlange Geld, weil wenn ich kein Geld verlange, dann ist es nichts wert.

Speaker: So nach dem Motto, was nichts kostet.

Speaker: Was nichts kostet, ist nichts wert.

Speaker: Weiß ich nicht, kann ich glaube ich nicht so ganz mitgehen.

Speaker: Also meine Reitbeteiligung jetzt zum Beispiel zahlt auch nichts.

Speaker: Ist aber ein bisschen anderer Grund, können wir sonst auch später nochmal drauf eingehen.

Speaker: Kommt glaube ich auf den Mensch drauf an.

Speaker: Ich würde nicht pauschal sagen, ich verlange Geld, damit es eine höhere Wertigkeit hat.

Speaker: Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde es per se total okay, wenn du ein gutes, braves Pferd hast mit einer ordentlichen Grundausbildung, das geländesicher ist.

Speaker: Finde ich es vollkommen valide, wenn du sagst, du verlangst eine Kostenbeteiligung.

Speaker: Also finde ich allein schon zu sagen, okay, du übernimmst einfach den Hufschmied alle dreimal oder sowas oder keine Ahnung.

Speaker: So, das finde ich total okay, wenn du ein gut ausgebildetes, sicheres Pferd hast, sobald irgendwelche Spezialitäten ausgehen,

Speaker: Oder du bestimmte Ansprüche an die Reitbeteiligung stellst, die jetzt ein bisschen spezieller sind, finde ich, muss man eben sich selber so ein bisschen überlegen, ob es dann noch Sinn macht, viel Geld zu verdienen daran oder ob es das vielleicht nicht dann ein bisschen schwieriger macht.

Speaker: Aber ich denke, es ist absolut valide und legitim zu sagen, die Reitbeteiligung beteiligt sich auch an der finanziellen Belastung sozusagen.

Speaker: Genau, weil es ist ja letztendlich eine Teilung auch an Verantwortung im Idealfall.

Speaker: Da sind wir nochmal beim nächsten Thema.

Speaker: Ich meine, als Reitbeteiligung kenne ich auch die Kommentare, dass manche Reitbeteiligungen sich eher auch ausgenutzt fühlen nach dem Motto, hey, ich zahle, ich misste, ich helfe, ich bin immer da, wenn irgendwas ist, ich kümmere mich um das Pferd und es interessiert niemanden und dann darf ich das und das einfach nicht machen.

Speaker: Kann ich auch irgendwie nachvollziehen.

Speaker: Ich glaube aber, da ist eher so das Thema Wertschätzung die Sache.

Speaker: Wie behandle ich meine Reitbeteiligung?

Speaker: Wie sehe ich die?

Speaker: Sehe ich die als, sagen wir mal, Sklavin, die einfach mal kurz da ist, um meine Wünsche zu erfüllen und hier mal noch

Speaker: sich kümmert und dafür aber auch noch bezahlt und gefälligst die Klappe zu halten hat und dafür froh sein soll, dass sie das überhaupt darf, weil dann finde ich, ist das Machtverhältnis einfach nicht richtig und nicht ausgeglichen.

Speaker: Da fehlt dann die Wertschätzung, weil nur weil die Person kein eigenes Pferd hat, heißt es nicht, dass es eine schlechtere Person ist.

Speaker: Dass sie besser oder schlechter ist, ja.

Speaker: Ich denke auch, eine Reibbeteiligung ist kein Dienstleister.

Speaker: Das ist kein Sklave, das ist keine Person, die irgendwas zu erfüllen hat.

Speaker: Und ich denke schon, man geht auch so ein bisschen in den Deal ein, dass man sagt, okay, die beteiligt sich, aber die darf dafür auch ein bisschen mehr so agieren, wie wenn es ihr eigenes Pferd wäre.

Speaker: Weil ansonsten könnte sie auch einfach Schulpferdeunterricht nehmen zum Beispiel.

Speaker: Also es sind schon so ein bisschen mehr Freiheiten, die da dann auch gegeben sein sollten.

Speaker: In einem Rahmen, der das Pferd schützt und der niemandem schadet natürlich.

Speaker: Ja, da sind wir aber wieder beim Thema Absprache, Transparenz, zum Beispiel auch klare Aufgaben, klare Absprachen und aber auch einfach ein gegenseitiger, respektvoller Umgang miteinander, weil es ist einfach keine Zweiklassengesellschaft oder Zweiklassen-Pferdemenschen oder sowas, nur weil ich ein Pferd besitze und halt irgendwie das Glück habe, dass ich es mir leisten kann.

Speaker: Heißt es eben nicht, wie du vorhin gesagt hast als Studentin, du hast einfach, es geht einfach nicht, dir ein eigenes Pferd heutzutage zu leisten.

Speaker: Heißt aber nicht, dass du schlechter bist, weniger kannst oder sonst irgendwie unterwürfig zu sein hast, jetzt mal übertrieben gesagt.

Speaker: Und das Coole war, zu der Zeit habe ich tatsächlich in meiner Studienzeit drei Reibbeteiligungen gehabt.

Speaker: Also es war dann so, dass ich dann trotzdem genug Menschen gefunden hatte, die mal ihr Pferd temporär zur Verfügung gestellt haben.

Speaker: Das hat dann aus unterschiedlichen Gründen eben dann auch irgendwann wieder aufgehört.

Speaker: Aber es geht auch so, dass man Übereinkünfte findet.

Speaker: Aber zum Beispiel bei dem einen Stall habe ich halt auch immer den Stalldienst übernommen, wenn ich da war.

Speaker: Und das ist natürlich auch was, wo man sich dann überlegt, okay, das ist natürlich auch eine Arbeitszeit, die da mit reinfließt und eine Entlastung für den Pferdebesitzer.

Speaker: Da muss man sich auch überlegen, okay, wie viel Geld kann ich dann noch von einer Person nehmen, die dann schon so viel Arbeitszeit verrichtet, weil Stahlarbeit dauert halt einfach auch seine Zeit.

Speaker: Richtig, deswegen zahlt man ja auch weniger Stallmiete.

Speaker: Oft ist das ja so ein Konzept.

Speaker: Ich zahle nicht den vollen Preis, helfe aber dafür im Stall, weil ich dafür Arbeitszeit einbringe.

Speaker: Ich muss sagen, bei dem einen Stein musste ich das Wasser auch immer auffüllen mit der Gießkanne und das war eine richtige Scheißarbeit.

Speaker: Ja, ist es.

Speaker: Jetzt meckern auf hohem Niveau, aber es gibt dann schon auch wirklich, wirklich Arbeiten, die machen dann nicht so viel Spaß, wenn du fünf Zimmer mit der Gießkanne hin und her rennen musst.

Speaker: Stammarbeit ist jetzt nicht die Lieblingsaufgabe, wenn man ehrlich ist.

Speaker: Du hast jetzt eben gesagt, eine Reitbeteiligung kann auch so ein bisschen handeln, als wäre es ihr eigenes Pferd.

Speaker: Wie ist denn das von der emotionalen Seite her?

Speaker: Ich meine, ich kenne das auch, ich hatte früher auch eine Reitbeteiligung, mit der ich richtig viel gemacht habe, ich war ständig da, die war wie mein eigenes Pferd, ich habe die geliebt über alles.

Speaker: Und da ist es schon immer, hat man da im Hinterkopf, hey, dieses Pferd gehört mir eigentlich nicht, obwohl ich so viel Emotionen einbringe, obwohl ich halt auch so viel Verantwortung und Zeit einbringe.

Speaker: Aber letztendlich darf ich dann doch die Entscheidung nicht treffen.

Speaker: Ich bin da vielleicht ein schlechtes Beispiel, aber tatsächlich war das für mich nie so eine krasse emotionale Bindung, weil ich natürlich meine Reitbeteiligung jetzt auch nicht, ich glaube, du hast deine Reitbeteiligung über sehr viele Jahre auch, ne?

Speaker: Ja, meine ganz alte, die hatte ich, da war ich 15 oder 16 und die hatte ich dann richtig lang, bis sie dann letztendlich gestorben ist.

Speaker: Und das war schon nochmal ein anderes Level.

Speaker: Also ich kenne auch das, wo du sagst, ja, du baust gar nicht so eine krass emotionale Verbindung auf, es ist halt so ein bisschen die Britzicht.

Speaker: Kenne ich auch, verstehe ich auch, aber man kann halt auch, je nachdem wie viel Zeit und wie viel Energie man mit diesem Pferd verbringt und je nachdem, was es auch für ein Pferd ist, dann baut man da trotzdem eine Entscheidung, eine Beziehung auf.

Speaker: Und du hast ja immer im Hinterkopf, was, wenn die Besitzerin jetzt einfach entscheidet, sie verkauft das Pferd oder sie hat keinen Bock mehr auf Freibeteiligung oder, also ich kann dann die Gedanken schon nachvollziehen, dass man sich da vielleicht nicht so einlassen möchte, weil es auch schwierig sein kann emotional.

Speaker: Also ich glaube, du baust immer zwangsläufig irgendeine Form von Beziehung auf, wenn du lange Zeit mit einem Tier verbringst.

Speaker: Ich glaube nicht, dass irgendjemand sich davon freisprechen kann, dass man nicht doch irgendwie einen Bezug hat zu dem Tier und natürlich auch eine gewisse Sympathie, das auf jeden Fall.

Speaker: Ähm...

Speaker: Es ist aber für mich tatsächlich, muss ich sagen, nochmal ein Meilen, Meilen, Meilen weiter Unterschied, ein eigenes Pferd zu haben als eine Reitbeteiligung.

Speaker: Das waren für mich emotional ganz andere Welten, weil du immer dieses Ding hast, wenn was ist, du kannst die Verantwortung immer nochmal an den Besitzer wieder zurückspielen.

Speaker: Du bist nie hundertprozentig, also du bist da nicht so involviert.

Speaker: Und ich finde, bei einem eigenen Pferd hast du eine viel krassere,

Speaker: bist du viel krasser involviert, weil jede einzelne Handlung, die du tust und alles, was du nicht tust oder tust, ist alles auf Lasten deines Pferdes und du hast 100% der Verantwortung und du triffst die Entscheidungen.

Speaker: Das fand ich nochmal viel, viel krasser.

Speaker: Du hast halt keine Eskalationsstufe mehr, aber mir ging das damals aber auch so mit der langjährigen Reitbeteiligung.

Speaker: Das hat sich für mich nicht angeführt wie Reitbeteiligung.

Speaker: Ich war da schon sehr, sehr drin und

Speaker: Und deshalb verstehe ich den Gedanken schon.

Speaker: Ich meine, wenn du aus Besitzersicht das jetzt wieder siehst, ist es natürlich auch schwer, Kontrolle abzugeben zum Beispiel.

Speaker: Oder du hast dann schlechtere Erfahrungen gemacht oder man hat auch vielleicht Angst, sagen wir mal, nicht die Nummer eins beim Pferd zu sein, obwohl du die Besitzerin bist.

Speaker: Weißt du, was ich meine?

Speaker: Also aus Besitzerin-Sicht habe ich ja erst eine Erfahrung gemacht mit einer Reihbeteiligung, die ich immer noch habe und die ich sehr, sehr wertschätze.

Speaker: Und da ist es tatsächlich so, dass ich, glaube ich, da so ein bisschen Glück hatte mit der Person, die sich um mein Pferd kümmert, weil die Person einfach sehr verantwortungsvoll mit den Pferden umgeht und extrem starke Werte hat, was Pferdewohl angeht und korrektes, ruhiges Training.

Speaker: Und ich habe da...

Speaker: gar kein negatives Gefühl, ihr die Pferde zu überlassen.

Speaker: Also es ist für mich, ich weiß einfach immer den Mittwoch, wenn sie jede Woche kommt, den kann ich total entspannen und ich denke dann auch nicht mal an die Pferde.

Speaker: Ich kriege immer einen kleinen Bericht.

Speaker: Hey, ich habe das und das gemacht, war alles gut oder so.

Speaker: Und für mich kommt es da, glaube ich, auch nochmal stark darauf an, wie die Konstellation ist.

Speaker: Und meine Pferde sind so krass auf mich fixiert, dass ich ehrlich gesagt mir manchmal wünschen würde, es wäre nicht so extrem.

Speaker: Mhm.

Speaker: Weil, also zum Beispiel letzten Sonntag sind wir mit Stepnir zum Aquatrainer gefahren und mein Verlobter, der Co-Trainer, hat den Stepnir mal dann wo angebunden und war dann noch so bei ihm, aber er hat die ganze Zeit mich fixiert und war so richtig in einem so unsicheren Umfeld und er hat dann nur zu mir gemeint, den Stepnir wirst du nie verkaufen können, guck mal, wie fixiert der auf dich ist.

Speaker: Und ich war so, ja, scheiße.

Speaker: Und du hast richtig gemerkt, er hat richtig die Nähe auch gesucht und so.

Speaker: War natürlich jetzt auch eine Situation, die ihn verunsichert hat, die er nicht kannte, aber da habe ich auch gedacht,

Speaker: Es ist vielleicht nicht mal immer so gut, wenn die Pferde so eng nur zu einer Person sind.

Speaker: Ich finde es

Speaker: Gar nicht mal so gut eigentlich, sondern, also natürlich ist es mega schön, dass man so eine Beziehung hat und so ein Vertrauen, das möchte ich damit gar nicht schlecht reden, aber auf der anderen Seite, das ist vielleicht ein bisschen wie bei Kindern, das ist jetzt eine schlechte Metapher hier oder eine schlechte Parallele, aber ich glaube, dass du immer gut tust, wenn das Individuum gelernt hat, sich auch mit mehreren Menschen wohlzufühlen.

Speaker: Ja, ich meine, das ist aber auch was, was Vertrauen von deiner Seite jetzt zum Beispiel erfordert.

Speaker: Du musst ja auch einer anfangsfremden Person vertrauen, dass die mit deinen Pferden gut umgeht und nicht irgendeinen Scheiß macht.

Speaker: Wir können natürlich nicht davon ausgehen, dass eine andere Person alles genau gleich macht, wie wir es machen.

Speaker: Ich meine, das wäre uns natürlich am liebsten.

Speaker: Wir haben die perfekte Kontrolle.

Speaker: Es ist die Person, die macht eigentlich alles genau gleich wie ich, ist alles super.

Speaker: Und dann brauchen wir uns gar keine Sorgen machen, weil wir teilweise ja schon, sagen wir mal als Pferdebesitzer, dann wirst du manchmal schon zum Kontrollfreak.

Speaker: Und du bist dann auch so ein bisschen so, nur das, was ich mache, ist richtig und das ist auch gut so.

Speaker: Aber auch andere Menschen können das, auch wenn sie nicht die gleichen

Speaker: Wege immer nehmen wie du.

Speaker: Heißt nicht, dass man mit komplett unterschiedlichen Ansichten, wirst du nicht zusammenkommen, das ist klar, aber man muss, glaube ich, auch ein Stück weit Kontrollwahn abgeben und sagen, wenn du da bist, darfst du das in einem gewissen Rahmen, mach das bitte so, wie du es willst und nicht um alles so, wie ich das

Speaker: immer mach, weil das ist auch nicht immer komplett richtig und es gibt immer andere Wege, die genauso gut sein können.

Speaker: Und wie du sagst, wenn ein Pferd so auf dich fixiert ist, wäre es vielleicht auch gut, wenn er auch mal Sicherheit von einer anderen Person annehmen kann.

Speaker: Also ich finde, das ist nicht unbedingt was mit Kontrollzwang oder Wahn zu tun hat, aber ich finde schon, wenn du ein gewisses Trainingsziel hast, wissen wir einfach über Konsequenz im Training, erreichen wir einfach am allermeisten.

Speaker: Also das ist tatsächlich so ein bisschen, da muss ich dir so ein bisschen widersprechen und sagen, ich würde es nicht Kontrollzwang nennen, aber zum Beispiel ist es auch bei mir und meiner Reitbeteiligung so, dass wir nicht immer am gleichen Strang dann ziehen, aber das ist überhaupt nicht schlimm und kein Problem, weil wir können einfach miteinander sprechen und sie ist ja nicht...

Speaker: jedes Mal dabei, wenn ich am Stall bin und wenn ich halt neuen Input bekomme und was Neues umsetze oder das Pferd in eine neue Phase des Trainings übergeht.

Speaker: Wir hatten es jetzt im Vorbereitungsgespräch zum Podcast davon, dass jetzt so eine Phase bei beiden von unseren Pferden mit verschiedenem Hintergrund kommt, wo die anfangen, sich ein bisschen übers Tempo zu flüchten und ein bisschen zu schnell werden.

Speaker: Und ich hatte die letzte Info meiner Reitbeteiligung, war reite den frisch vorwärts.

Speaker: So, jetzt läuft er aber frisch vorwärts und natürlich macht sie das jetzt immer noch so, weil das war ja der letzte Stand und dann habe ich gemerkt, oh, jetzt wird er ein bisschen zu frisch, jetzt müssen wir wieder ein bisschen in die andere Richtung arbeiten und müssen gucken, dass die Bremse auch installiert bleibt, ja.

Speaker: Nicht böse, ich meine, er macht ja nichts, er ist ja jetzt kein wildes Pferd, aber trotzdem so ein bisschen, dass man gucken muss und

Speaker: Das merke ich dann und dann gebe ich zum Beispiel Feedback und sage, hey, beim Reiten ist mir das und das aufgefallen und was ich dann halt auch mache, ich sage dann, okay, lass doch mal wieder zusammengehen und ich gebe dir ein bisschen Input, an was ich gerade arbeite und das gehört halt dann für mich auch dazu, dass man sagt,

Speaker: Wenn man jetzt ein gewisses Trainingsziel verfolgen möchte und umsetzen möchte, dann muss man halt auch die Reitbeteiligung an die Hand nehmen und sagen, okay, wir machen das gemeinsam, ich erkläre dir, wie ich da hinkomme und die darf mir sagen, hey, finde ich nicht so oder hey, guck mal, ich würde das aber so und so machen und das ist für mich vollkommen in Ordnung, dass sie dann auch sagt, okay, ich kann die Grundidee nachvollziehen, ich möchte es aber ein bisschen anders umsetzen, sage ich,

Speaker: finde ich in Ordnung.

Speaker: Oder ich sage ja, an dem Punkt müssen wir jetzt einmal kurz ein bisschen streng sein und das jetzt ein bisschen durchdrücken, weil das ist ein Punkt ohne Kompromisse.

Speaker: Keine Ahnung, wie jetzt zum Beispiel Bremsen ist für mich ein Punkt, da gibt es keine Kompromisse, da müssen wir mit dem Pferd einfach ganz klar sein.

Speaker: Und das geht dann aber auch schnell wieder vorbei.

Speaker: Und so entsteht dann auch, was man sagt, okay, man sieht, es geht vielleicht nicht in die Richtung, wo man jetzt gerade hingearbeitet hat, dann spricht man miteinander, man überlegt gemeinsam, man tauscht sich aus.

Speaker: Und dann geht das auch wieder und das heißt nicht nur, weil mein Pferd mal schlechter läuft, dass man dann hingehen muss, meine Reitbeteiligung ist so scheiße, mein Pferd läuft schlechter.

Speaker: Nee, ganz und gar nicht.

Speaker: Aber ich finde auch, es geht zum Beispiel jetzt in Richtung, was ich gemeint habe, wenn du irgendwie Rituale oder Umgang oder irgendwas, man hat ja selber so eingefahrene Sachen, die man halt immer macht.

Speaker: Und ich kenne das auch, dass mir dann jemand gesagt hat, du musst das so und so und so machen und der Ablauf hat genau so zu sein.

Speaker: Und das ergibt halt nicht immer Sinn, weil es, sagen wir mal, für die Besitzerin ein richtiger und wichtiger Ablauf ist, heißt es nicht, dass ich das genauso machen muss, wenn das nicht irgendwie essentiell notwendig ist für irgendwelche Gesundheitsversorgung oder sowas.

Speaker: Ich kann auch mein eigenes Ritual finden, meinen eigenen Weg finden, auch als Reitbeteiligung.

Speaker: Ich finde das für die Pferde auch total schön, wenn die dann mit einer anderen Person vielleicht Rituale haben, die sie halt mit mir nicht haben.

Speaker: Finde ich total in Ordnung.

Speaker: Lass es, keine Ahnung, kuscheln nach dem Reiten sein.

Speaker: Mache ich vielleicht nicht so, mache die Reitbeteiligung mehr.

Speaker: Und die Pferde können ja auch die Personen unterscheiden und die dürfen da auch andere Rituale und anderen Umgang haben.

Speaker: Ich finde das voll in Ordnung.

Speaker: Meine Reitbeteiligung muss immer noch mal Hintern kratzen, bevor sie geht.

Speaker: Und die kommen dann zu ihren Partnern schon ein, aber das machen sie mit mir gar nicht zum Beispiel, weil sie sehr gut unterscheiden können.

Speaker: Ich finde das total toll und ich finde das total schön, dass sie das macht, aber ich mache es nicht und das ist auch vollkommen in Ordnung.

Speaker: Und das meine ich mit, man muss nicht alles kontrollieren und man darf auch einfach vertrauen und sagen, auch wenn die das anders macht, das schade dem Pferd nicht.

Speaker: Und wenn man im Austausch bleibt und sich immer mal wieder auch gemeinsam anschaut, okay, wie arbeitet wer mit dem Pferd, finde ich halt auch immer super hilfreich zu sagen, okay, man nimmt sich mal einen Samstag oder einen Sonntag Zeit und guckt sich zusammen an und spricht miteinander und dann ist das irgendwie auch alles gar nicht so schwierig.

Speaker: Also ich weiß nicht, ich finde Reitbeteiligung muss nicht kompliziert sein.

Speaker: Man muss nicht so ein großes Ding draus machen, glaube ich.

Speaker: Was ich natürlich nachvollziehen kann, wenn du schlechte Erfahrungen gemacht hast mit in Richtung Unzuverlässigkeiten, Absprachen werden nicht eingehalten.

Speaker: Es werden zum Beispiel Risikos eingegangen, die dem Pferd schaden können.

Speaker: Da muss man wirklich auch drüber sprechen, was das bedeutet.

Speaker: Und wenn man mal was als Reitbeteiligung, was Neues machen will, nicht einfach mit dem Pferd springen im Gelände oder so, vielleicht vorher fragen, ich würde das gerne mal machen, können wir das zusammen machen, geht das, kann das, fährt das oder so.

Speaker: Dass man wirklich, Kommunikation steht einfach vorne dran.

Speaker: Es ist normal, dass man unterschiedliche Ansichten, unterschiedliche Ansprüche, vielleicht auch mal was anderes machen will.

Speaker: Weißt du, wenn die Reitbeteiligung, wenn du eine Jugendliche hast, die mal ohne Sattel galoppieren will,

Speaker: Bitte.

Speaker: Aber dann muss man das vielleicht einfach vorher einmal kurz fragen, weil du willst, es geht eigentlich nur darum, Unfälle zu vermeiden oder schlechte Erfahrungen, schlechte, irgendwas, was ein hohes Risiko birgt.

Speaker: Darum geht es ja, das zu vermeiden.

Speaker: Und das ist eigentlich das Interesse von allen.

Speaker: Natürlich, natürlich.

Speaker: Und ich meine, wenn du da sicher gehen willst, dann kannst du auch sagen, du hältst solche Dinge vertraglich fest, wie Pferd darf nicht ohne Sattel geritten werden, weil bla bla bla.

Speaker: Ich meine, es ist ja auch immer eine Versicherungsfrage, je nachdem, in welchem Land man versichert ist, je nachdem, wie das Pferd versichert ist, werden ja auch manche Dinge nicht gedeckt, wie zum Beispiel Ausreiten ohne Gebiss und solche Geschichten.

Speaker: Ich finde, das darf man dann auch ruhig in einem Rahmen festhalten, wenn man sich da absichern möchte, einfach nur, wenn man einfach...

Speaker: selber zu einem großen finanziellen und auch emotionalen Schaden kommen kann.

Speaker: Und einfach das Thema Zuverlässigkeit oder respektvoller Umgang ist einfach wichtig auf beiden Seiten.

Speaker: Man sollte sich schon einigermaßen an Absprachen halten oder wenn es nicht geht, vorher Bescheid sagen.

Speaker: Weil auch wenn ich nicht die Besitzerin bin, habe ich trotzdem eine Verantwortung für ein Lebewesen.

Speaker: Man darf nicht unterschätzen, wie sehr sich die Besitzer auch auf die Reitbeteiligung verlassen.

Speaker: Zumindest kann ich da halt für mich sprechen und ich glaube, ich spreche da auch für dich, wie extrem wir uns darauf verlassen.

Speaker: Deswegen ist es halt auch wichtig, dass man denn diese Verantwortung auch übernimmt.

Speaker: Ja, an dem Tag gebe ich die Verantwortung ab und weiß, es passt alles.

Speaker: Und dann lasse ich machen.

Speaker: Und wenn irgendwas ganz Schlimmes ist, werde ich schon davon hören.

Speaker: Ja, wenn dann wieder ein Foto kommt, soll ich den Tierarzt rufen oder nicht?

Speaker: Oh, liebe ich.

Speaker: Also da kann sie ja nichts dafür, aber es ist immer toll.

Speaker: Oder ein Foto von der kaputten Eczemdecke ist auch so, yay.

Speaker: Ja.

Speaker: Da kannst du ja schon Geschichten erzählen.

Speaker: Aber wenn es da Stress gibt, muss man einfach versuchen, das offen zu kommunizieren und respektvoll zu kommunizieren, weil ansonsten machst du es nur noch schlimmer.

Speaker: Und man muss sich einfach bewusst sein, eine Verantwortung zu haben auf beiden Seiten.

Speaker: Und dann kann man auch immer mehr Freiheiten bekommen oder geben.

Speaker: Und es ist auch eine Chance an dich als Mensch, um deine Kommunikationsfähigkeiten aufzubauen und nicht immer gleich alles hinzuschmeißen, nur weil es gerade nicht so läuft.

Speaker: Also egal, ob von Besitzer- oder Reibeteiligungsseite.

Speaker: Nein, aber ich finde es auch schon...

Speaker: Ich glaube schon, dass wenn es mal nicht so läuft und die Leute irgendwie das Gefühl haben, ah, das war jetzt blöd, ist es schon noch eine Möglichkeit zu sagen, okay, versuche ich jetzt nochmal Kommunikation oder lasse ich es einfach gleich sein?

Speaker: Ich meine, das ist schon auch so ein bisschen ein Phänomen, dass wir Beziehungen recht leicht fertig wegschmeißen, anstatt zu sagen, okay, wir hocken uns zusammen und sagen, hey, sorry, war nicht so gemeint, es war blöd oder keine Ahnung oder...

Speaker: ich glaube, ich habe da was falsch verstanden oder kannst du mir das nochmal erklären oder wir hatten da verschiedene Erwartungen oder, aber es ist schon auch nochmal eine Möglichkeit, um zu sagen, okay, man verbessert vielleicht auch die Kommunikationsskills ein bisschen.

Speaker: Ich weiß nicht, bei uns Pferdemenschen, ich glaube, wir sind da oft, könnten uns da eh oft ein bisschen verbessern.

Speaker: Ja, auf allen Seiten.

Speaker: Das ist schon so.

Speaker: Eben.

Speaker: Ich freue mich schon auf die bösen Nachrichten.

Speaker: Hast du gesagt, ich bin sozial inkompetent?

Speaker: Ja.

Speaker: Es gibt viele sozial inkompetente Menschen.

Speaker: Aber die gibt es überall und nicht nur im Reitsport.

Speaker: Ja, manchmal habe ich aber schon das Gefühl, dass wir Reitsportmenschen, weil wir das so genießen, mit einem Tierzeit zu verbringen, vielleicht da...

Speaker: Ja, das stimmt.

Speaker: Ja, wie du gesagt hast, vertragliche Regelungen muss man einfach vorher checken, das aufsetzen und auch was Versicherungen angeht.

Speaker: Ich meine, meine Versicherung, in Deutschland gibt es ja Pferdehalterhaftpflicht, die man haben sollte, die jedes Pferd haben sollte, weil wenn das Pferd irgendwas kaputt macht, sei es durch einen Zaun rennen, sei es gegen ein Auto treten, was auch immer, dann übernimmt es diese Haftpflichtversicherung.

Speaker: Die ist extra, ne?

Speaker: Die schließt du extra?

Speaker: Ja, musst du abschließen.

Speaker: Genau, die nennt sich Pferdehalterhaftpflicht und bei mir deckt die zum Beispiel auch ab, wenn ich eben ohne Trense im Gelände reiten bin oder so.

Speaker: Ich weiß nicht, ob das alle machen, muss man aber einfach prüfen.

Speaker: Die deckt aber auch ab, wenn mein Pferd mit einem Fremdreiter ist.

Speaker: irgendwo in den Weg zu kommen.

Speaker: Genau, du hast Reitbeteiligung schon mit drin abgelegt, schon standardmäßig.

Speaker: Fremdreiter sogar, das muss nicht mal offiziell vertraglich Reitbeteiligung sein, sondern einfach, wenn jemand anders mit dem Pferd was macht und das Pferd dabei was kaputt macht, übernimmt die das auch.

Speaker: Also es ist nicht an meine Person gebunden.

Speaker: Okay, okay, ja.

Speaker: Das ist ja eigentlich relativ straightforward.

Speaker: Da ist man dann ja schon recht gut dabei und hat dann alles, was man braucht.

Speaker: Ja, und in der Schweiz ist es so, dass man als Person eine Versicherung braucht, oder?

Speaker: Und nicht das Pferd.

Speaker: Also es ist so ein bisschen, ich hoffe, ich erzähle jetzt hier keine Halbwahrheiten, weil ich habe jetzt mich nicht nochmal extra recherchiert, aber es ist so, also über deine normale Haftpflichtversicherung ist dein Pferd mitversichert, das kannst du da mit reinnehmen, das war bei mir eine WhatsApp-Nachricht und dann war das alles geregelt, das war gar kein Problem.

Speaker: Und was ich noch mit drin habe, ist auf Veranstaltungen reiten.

Speaker: Da bin ich dann bis zu so und so vielen Millionen Schaden versichert.

Speaker: Also mein Pferd könnte jetzt die komplette Bahn abbauen und vollkommen eskalieren.

Speaker: Und das wäre alles gedeckt von meiner Haftlichversicherung.

Speaker: Kostet mich kaum merklich mehr.

Speaker: Also das ist wirklich gar kein Problem.

Speaker: Also die Schäden, die durch das Pferd verursacht werden.

Speaker: Wenn jetzt...

Speaker: jemand anderes mein Pferd reiten möchte, dann braucht er eine Versicherung reitenfremder Pferde, die habe ich auch.

Speaker: Das läuft auch über meine Haftpflicht, das ist einfach da auch nochmal ein Zusatz.

Speaker: Und die deckt ab, dass die Schäden, die ich, und jetzt muss ich aufpassen, ich hoffe, das ist richtig, die ich an einem Pferd verursache, die werden dadurch auch noch gedeckt.

Speaker: Also die Schäden, die mein Pferd verursacht, werden immer gedeckt, aber die Schäden, die ich dann an einem Pferd, also wenn das Pferd dann irgendwie mega schwer stürzt und sich verletzt und so weiter, dann würde quasi die reitenfremder Pferde das auch noch mit abdecken.

Speaker: Das gibt es in Deutschland so nicht.

Speaker: Da ist es, glaube ich, die Privathaftpflicht beziehungsweise Eidlehrer- oder Beritthaftpflicht.

Speaker: Das ist ja wieder was anderes, wenn du das beruflich machst.

Speaker: Aber ja, da am besten nicht über Chat-TPT beraten lassen, sondern über jemanden, der sich da wirklich auskennt in der Materie.

Speaker: Das macht Sinn, wenn man da sicher gehen möchte, dass das auch rechtlich passt und nicht im Nachhinein zu irgendwelchen Problemen führt.

Speaker: Wenn ihr jetzt noch über so gewisse, ich meine, wir haben drüber gesprochen, wir teilen auch die Verantwortung mit einer Reitbeteiligung, aber wie weit geht das denn?

Speaker: Ich meine, wie siehst du das denn, wenn jetzt eine Reitbeteiligung

Speaker: zum Beispiel ein anderes Equipment benutzen würde als du, weil sie es vielleicht gerne möchte oder was ausprobieren will oder also anderer Sattel, ist jetzt eher unrealistisch, aber vielleicht andere Trense, anderes irgendwas.

Speaker: Also bei meiner Reibbeteiligung weiß ich, würde es mich nicht stören, weil die würde tendenziell eher nettere Sachen nutzen als schlimmere Sachen, aber wenn jetzt natürlich jemand kommt und meint, der muss jetzt

Speaker: Man im Fährte Island kann da reinhauen, einfach nur damit der Kopf irgendwie in einer vermeintlich schöneren Position ist oder mit Sporen reiten, warum auch immer, weil man das so macht oder Ausbinder reinhauen, dann fände ich das irgendwie schön, wenn das unter Absprache nur passiert und

Speaker: dementsprechend die Notwendigkeit irgendwie auch gegeben ist.

Speaker: Also das ist auf jeden Fall auch was.

Speaker: Und anderer Sattel, wenn jetzt jemand irgendwie seinen baumlosen Sattel unbedingt mal einmal die Woche drauf machen will und das einigermaßen passt, dann könnte man darüber auch sprechen.

Speaker: Oder wenn die Person sagt, das mal ausprobieren,

Speaker: Finde ich, kann man drüber sprechen, aber natürlich einfach ausprobieren wäre Katastrophe, weil da kann auch einfach, je nachdem, kann es in die falsche Richtung gehen.

Speaker: Das ist relativ klar eigentlich.

Speaker: Ich finde auch, dass man das gleichberechtigt absprechen kann.

Speaker: Also wenn ich jetzt jemanden habe, der auch kompetent ist, wo wir wirklich einigermaßen wissen und sie eine Idee hat und was ausprobieren möchte, dann bespricht man das vielleicht kurz auf Augenhöhe, aber es heißt nicht, hey, nee, du darfst es nicht ausprobieren, weil

Speaker: Warum nicht?

Speaker: Nur weil ich nicht auf die Idee gekommen bin oder es nicht möchte.

Speaker: Es kann ja auch sein, dass ich schon mal was ausprobiert habe und es bei mir nicht so gut war.

Speaker: Es aber für die andere Person gut funktioniert.

Speaker: Zum Beispiel, wenn die Person Bodenarbeit lieber und Knotenhalfter macht und ich am Kapptraum, dann ist mir das ehrlich gesagt glatte, ob sie jetzt, wenn es gut funktioniert, ob sie jetzt das Knotenhalfter nimmt oder nicht.

Speaker: Wenn das für Pferd und Mensch in dem Moment gut funktioniert und die damit ans Trainingsziel kommen und losgelassen arbeiten können, dann

Speaker: Auch da sind wir wieder beim Thema Kommunikation.

Speaker: Was für mich nicht geht, ist Medikamente, die wichtig sind, dass die genauso gegeben werden.

Speaker: Die müssen dann auch genauso gegeben werden.

Speaker: Was ich aber zum Beispiel nicht so eng sehe, ist Ekzempflege.

Speaker: Da habe ich eine Routine, wie und mit was ich eincreme, wenn aber meine Reitbeteiligung eine andere Routine hat, wann sie das macht und wie sie das macht.

Speaker: ist das für mich auch voll okay.

Speaker: Also da ist es zum Beispiel, wo ich denke, das kannst du genauso gut wie ich, es muss aber nicht perfekt gleich sein.

Speaker: Wenn es Thema wäre, hätte ich jetzt auch gar kein Ding.

Speaker: Ich weiß nicht, auch bei Wundversorgung bin ich da eigentlich so, ich sage immer, guck dir erstmal an, wie es aussieht.

Speaker: Wir haben ja vor kurzem so ein bisschen einen blöden Schnitt.

Speaker: Und da habe ich ihr auch gesagt, mir wird es reichen, wenn sie die Wunde einfach einmal ausspült und ansonsten sein lässt.

Speaker: Wenn sie mag, kann sie noch was draufschmieren, aber sie muss da jetzt nicht zwei Stunden lang dran rumwurschteln und ewig auswaschen und dies und jenes, weil es sah eigentlich schon gut aus.

Speaker: Aber auch das, wenn ich da wirklich das Gefühl habe, ich muss es so machen, wie ich es brauche, dann fahre ich halt noch mal hin und mache es selber, weil ich finde, das kannst du auch nicht von der Reitbeteiligung dann verlangen, dass sie dann auf einmal ein 15-schrittiges Wundversorgungsprogramm macht, nur weil es jetzt aufkommt und dann musst du halt als Besitzer sagen, okay, wenn ich es immer gleich haben will, muss ich es halt selber

Speaker: machen.

Speaker: Weil das ist ja auch keine dauerhafte Sache, sondern es geht dann irgendwie drei, zwei Wochen und dann ist es ja auch wieder in Ordnung.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ein bisschen Realismus muss man da, glaube ich, auch an den Tag legen.

Speaker: Ja, ich glaube, bei mir macht meine Reibbeteiligung teilweise die Versorgung besser als ich.

Speaker: Oh.

Speaker: Ja, aber ist so.

Speaker: Voller Hingabe.

Speaker: Ja.

Speaker: Das ist doch schön.

Speaker: Ja, wie ist es mit anderen Trainern oder Unterricht bei Trainern, die du nicht kennst?

Speaker: Unter Absprache.

Speaker: Also mich hatte tatsächlich meine Reitbeteiligung mal gefragt.

Speaker: Grüße hier an der Stelle.

Speaker: Wir haben das Thema nie weiter verfolgt.

Speaker: Sie hatte damals gefragt, ob sie ihre Trainerin auch mal kommen lassen könnte.

Speaker: Und die Trainerin reitet nach den und den Prinzipien.

Speaker: Und dann hatte ich damals gesagt, für mich ist es per se kein Problem, ich würde einfach gerne einmal zugucken.

Speaker: Dass ich einfach weiß, was für eine Idee haben die beiden.

Speaker: Aber wenn jetzt zum Beispiel mein Pferd einmal die Woche klassisch, so klassisch Dressur-mäßig gearbeitet werden würde und vier Schulschritt laufen würde oder sowas machen würde, das würde dem nicht schaden.

Speaker: Auch wenn das nichts ist, was... Also kommt drauf an.

Speaker: Wenn jetzt da nur geschrubbt wird oder da irgendwie jemand kommt, der sagt, ja, hau mal mehr drauf und zieh mal ein bisschen mehr, dann würde ich schon sagen, hey, sorry, das ist nicht das, was ich mir fürs Pferd vorstelle.

Speaker: Aber ich fände es auch geil, wenn jemand sagen würde, hey, ich würde gerne Bodenarbeits- oder Horstmanship-Trainer machen und würde sagen, hey, probier es aus.

Speaker: Ja, voll.

Speaker: Sag mir, wie es war oder ich gucke zu, ich finde es super.

Speaker: Unbedingt.

Speaker: Wir haben ja bei uns am Hof viele, auch immer wieder Kurse und wir haben viel verschiedene Reitweisen.

Speaker: Also wir haben nicht nur isländisch geprägte Trainer, wir haben viel Dressur, wir haben viel

Speaker: Working Equitation, also ganz viele verschiedene Einflüsse, auch mal Western.

Speaker: Und ich finde das eher cool, wenn meine Reitbeteiligung sagt, hey, hier ist ein Kurs, ich würde da voll gerne mitmachen.

Speaker: Ist halt jetzt kein Island-Trainer, ist mir doch egal.

Speaker: Also ich finde, man profitiert davon, den Horizont zu erweitern, mal was anderes auszuprobieren.

Speaker: Und die Reitbeteiligung wird ja auch besser durch Unterricht und das kommt dir auch wieder zugute.

Speaker: Und ich persönlich möchte schon, also gerade wenn ich jetzt zum Beispiel eine

Speaker: Jugendliche oder jüngere Person als Reitbeteiligung hätte, was jetzt hier nicht der Fall ist, aber dann würde ich mir schon auch wünschen, dass die Möglichkeit bestünde, die Person auch ein bisschen zu fördern.

Speaker: Muss ich ehrlich sein.

Speaker: Ich fände es schön, wenn man sagt, okay, gerade wenn die Person sich jetzt nicht unbedingt ein eigenes Pferd leisten kann oder das gerade nicht geht, hat sie trotzdem die Möglichkeit, sich zu verbessern und im Reiten irgendwie voranzukommen.

Speaker: Und wenn es mit deinen Pferden passiert, finde ich das mega cool.

Speaker: Ja, voll.

Speaker: Das ist ja auch interessant.

Speaker: Die Pferde lernen ja dadurch auch mal was Neues.

Speaker: Ja, die will vielleicht einen Springkurs machen, was ich mich gar nicht getraut hätte.

Speaker: Aber die Pferde können das und profitieren davon.

Speaker: Why not?

Speaker: Das finde ich eine sehr gute Idee mit dem Springkurs.

Speaker: Ja, Grüße an meine Reitbeteiligung.

Speaker: Mach bitte wieder beim Springkurs mit.

Speaker: Aber mit Halastiatner bitte.

Speaker: Du bist so gemein.

Speaker: Warum?

Speaker: Das ist nicht gemein.

Speaker: Ich habe eine Zeit lang wirklich Springunterricht gemacht.

Speaker: Das bringt ihr so viel.

Speaker: Das ist gut für dieses Pferd.

Speaker: Ich habe auch das immer wieder gemacht.

Speaker: Ja, das ist top.

Speaker: Die kann das wunderbar brauchen.

Speaker: Gerade unsere Fünfgängerchen, die können davon nur profitieren.

Speaker: Jetzt haben wir sehr viele Punkte beleuchtet.

Speaker: Gibt es noch irgendwas, was dir extrem wichtig ist, was du noch sagen möchtest zu dem Thema?

Speaker: Ich habe es schon tausendmal gesagt in der Folge, aber sprecht miteinander, geht miteinander respektvoll um und dann kann es was sehr, sehr Schönes und Bereicherndes sein und

Speaker: Ich muss ganz ehrlich sagen, ich mag meine Reitbeteiligung unfassbar gern und ich bin mega froh, dass sie so in unser Leben rein durch Zufall gestolpert ist sozusagen und ich finde es total toll und freue mich, dass ich die Freude an meinen Pferden auch irgendwie teilen kann, weil das ist was, das verstehen dann wieder nur die Leute, die nah an deinen Pferden sind, wenn du sagst, er hat heute das gemacht und das und das und dann freuen wir uns beide und sagen, oh, so cool.

Speaker: Ich finde es mega schön, ich finde es absolut eine Bereicherung.

Speaker: Das hast du schön zusammengefasst.

Speaker: Was sind deine letzten schlauen Worte?

Speaker: Boah, ich würde wirklich sagen, Kommunikation steht oben.

Speaker: Ja, wie immer und wie überall.

Speaker: Schlimm, gell?

Speaker: Mhm.

Speaker: Und dann kriegt man auch vieles hin.

Speaker: Und auch als Besitzerin nicht alles zu eng sehen, aber genauso als Reitbeteiligung nicht immer vor allem verstecken.

Speaker: Man darf sich auch die Sachen teilen und es ist keine Zweiklassengesellschaft.

Speaker: Nein.

Speaker: Jetzt hoffen wir, dass ihr da draußen auch einige Tipps mitnehmen konntet und vielleicht nicht

Speaker: die nächste Horror-Story erleiden müsst, weil natürlich muss es auch persönlich zwischen den zwei Personen passen.

Speaker: Wenn das nicht passt, dann sind ja Konflikte sowieso irgendwie fortprogrammiert.

Speaker: Und ich glaube, da muss man schon ein bisschen Glück haben, die Person zu finden, die dann auch zu einem und zu den Pferden passt.

Speaker: Aber ich glaube, es kann öfters funktionieren, als es vielleicht manchmal tut, wenn man wirklich versucht zu kommunizieren und offen zu bleiben.

Speaker: Voll, voll.

Speaker: Und wenn ihr irgendwelche Geschichten habt, entweder Erfolgsgeschichten oder auch doofe Geschichten, die ihr aber gerne mit uns teilen wollt, dann schreibt uns gerne eine Nachricht, erzählt uns gerne eure Geschichte.

Speaker: Ich finde sowas immer extrem interessant.

Speaker: Egal, ob es jetzt was Schönes oder was Doofes war, auch das bereichert uns und wir lernen davon ja auch ein bisschen.

Speaker: Und ja, ich finde es immer spannend auch zu sehen, wie andere Menschen mit dem Thema umgehen.

Speaker: So ist es, dann macht mal gut.

Speaker: Mach's gut, danke dir.

Speaker: Untertitelung des ZDF, 2020

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