Transcript
Speaker: Takt und Verstand, der Islandpferde-Podcast.
Speaker: Alles rund ums Islandpferd mit Svenja und Melanie.
Speaker: Hallo Sven.
Speaker: Hallo, die Sonne lacht, die Blümchen blühen und die fliegen, fliegen wieder.
Speaker: Hallo.
Speaker: Hi, ich freue mich wahnsinnig über Frühling und die Wärme und alles sprießt und alles wächst.
Speaker: Ich finde es richtig toll.
Speaker: Und dann fahre ich zum Stall und habe nicht so ein gutes Gefühl.
Speaker: Ich kann verstehen, was du meinst.
Speaker: Es ist einfach so, dass mit dem schönen Wetter die Plagegeister auch wieder aus ihren Ecken gekrochen kommen und uns dann ja doch auch ein bisschen das Leben teilweise schwer machen.
Speaker: Heute war es schon richtig schlimm.
Speaker: Ich war morgens am Stall und allein die normalen Fliegen sind mir im Gesicht rumgeflogen und dann kommen noch die Mücken dazu, die versuchen dir irgendwie in die Ohren zu gehen oder sonst irgendwas.
Speaker: Das ist richtig ätzend.
Speaker: Ich hasse das.
Speaker: Ja, und dann kann man auch verstehen, dass die Pferde jetzt schon genervt sind.
Speaker: Der Sommer hat noch nicht mal angefangen.
Speaker: Ja, ich bin da ziemlich schmerzbefreit.
Speaker: Meine kriegen dann zumindest die Fliegenmasken relativ schnell schon wieder auf.
Speaker: Aktuell steppen ja auch im Leoparden-Look, was ich ehrlich gesagt ziemlich genial finde.
Speaker: Ich fand auch die Fliegenmaske, die du mir vor, ich glaube, du hast gestern mir geschickt hast, finde ich auch sehr gut.
Speaker: Melanie tendiert gerade zu einem Modell mit Aperol Spritz drauf.
Speaker: Ja, also man muss sich ja das Leben auch irgendwie schöner machen.
Speaker: Wenn man sie eh schon mit diesen blöden Masken rumschlagen muss, dann will ich auch ein cooles Muster haben.
Speaker: Ich bin mal gespannt, wenn die da ist.
Speaker: Da gibt es bestimmt mal die ein oder andere Instagram-Story.
Speaker: Die hast du bestellt?
Speaker: Ja, natürlich habe ich die bestellt.
Speaker: Die war runtergesetzt.
Speaker: Sehr gut, sehr gut.
Speaker: Dann hätte ich sie mir auch bestellt.
Speaker: Das ist für die schon lustig, ja.
Speaker: Ja, Halas Dertner trägt tatsächlich keine, weil wenn die eine Maske auf hat, hat die die halt nur einen halben Tag auf und dann hat sie sie irgendwo abgestreift und dann denke ich mir auch, dann hat sie halt Pech gehabt.
Speaker: Aber der Konzert hat ja seine volle Montur schon seit Ende Februar.
Speaker: Ja, der hatte irgendwie nicht so eine lange Deckenpause gehabt, bis Ende Dezember und dann ab Mitte Februar schon wieder die Decke.
Speaker: Ja, also es waren gefühlt nur zwei Wochen ohne Decke, aber es war ein bisschen mehr als zwei Wochen.
Speaker: Aber es war wirklich Ende Dezember, Mitte Dezember bis jetzt Februar, zweieinhalb Monate oder so maximal.
Speaker: Aber ich möchte lieber früher eindecken, als dass ich wieder ein Pferd mit blutiger Mähne, blutigen Stellen, kahlem Schweif und so weiter rumstehen habe.
Speaker: Deswegen kriegt er einfach die Decke an, obwohl er noch Winterfell hat.
Speaker: Aber kann er jetzt auch nichts machen.
Speaker: Das ist ein guter Punkt, dass du sagst, dass du frühzeitig eindecken möchtest.
Speaker: Da können wir später auch noch mal drauf eingehen, warum das vielleicht sinnvoll ist, sich darüber Gedanken zu machen, wann man eindeckt und dass man
Speaker: besser früher dabei ist als später.
Speaker: Aber jetzt würde ich zum Einstieg, also wie man unschwer erkennen kann, geht es heute um das Thema Sommerexem beim Islandpferd, um das jetzt nochmal hier offiziell zu erwähnen und jeden abzuholen.
Speaker: Und
Speaker: Und als wir uns so ein bisschen auf das Thema vorbereitet haben und auch mit euch da draußen das ein oder andere Gespräch hatten oder die ein oder andere Nachricht ausgetauscht haben, haben wir festgestellt, dass es für viele von euch und auch für uns,
Speaker: einfach ein Thema ist, das auch belastet und das nicht ganz einfach ist.
Speaker: Und ich würde gerne auch ein bisschen dieses schlechte Gewissen und diese mentale Belastung, die mit dem Thema einhergeht, adressieren und das hier auch mal ausgesprochen haben, was das eigentlich für eine Mehrbelastung ist, für das Pferd natürlich, weil es Juckreiz hat, weil es vielleicht Schmerzen hat, weil es leidet, weil es eine Decke anziehen muss, bla bla bla.
Speaker: Aber auch für den Besitzer oder die Besitzerin,
Speaker: dass du einfach immer wieder dieses schlechte Gewissen hast jeden Tag und das Gefühl hast, du tust nicht alles für dein Pferd oder dein Pferd leidet wegen dir oder was auch immer.
Speaker: Und ich finde das auch irgendwie wichtig zu erwähnen und wollte das eben an den Anfang mal stellen, dass es ganz wichtig ist, sich auch mal anzuschauen, okay, was passiert eigentlich mit dir als Besitzer, wenn du so eine Mehrverantwortung hast gegenüber deinem Pferd auf einmal?
Speaker: Mhm, es macht keinen Spaß.
Speaker: Also jetzt mal ganz platt gesagt, es macht keinen Spaß.
Speaker: Klar gehört das dazu und wenn man natürlich die Verantwortung für ein Tier hat, dann übernimmt man auch die Verantwortung, wenn das Tier eine Krankheit entwickelt oder hat.
Speaker: Aber gerade bei so chronischen Geschichten oder bei eben so einer allergischen Geschichte wie Ekzem ist das wirklich ätzend.
Speaker: Weil ich sage mal so, Hallasjadna ist für mich
Speaker: Ich habe einen pflegemäßigen Nullaufwand, die ist wahnsinnig robust, die hat da null Probleme mit irgendwas.
Speaker: Ich kann die rausholen, kurz putzen und dann kann ich eigentlich schnell mit ihr irgendwas machen, mit ihr was unternehmen, mit ihr arbeiten, ausreiten, keine Ahnung was.
Speaker: Und beim Konzert brauche ich halt mindestens eine halbe bis eine ganze Stunde, bis ich alles gemacht habe, was ich irgendwie noch drumrum machen muss.
Speaker: Wie ihn pflegen, nach Krusten absuchen, die Decke ausziehen, die Decke anziehen, die Decke vielleicht reparieren, je nachdem, wie sie aussieht.
Speaker: Eventuell muss ich eine Maske suchen, wenn er die irgendwo verloren hat.
Speaker: Klar, das haben andere Pferde, die eine Maske aufhaben, auch.
Speaker: Aber dann kommt der ganze Pflegeaufwand dazu,
Speaker: dann musst du den eincremen, suchst nach Stellen einsprühen, sauber machen, vielleicht auch immer mal wieder waschen, was natürlich auch wichtig und sinnvoll ist.
Speaker: Aber bis ich dann dazu komme, mit ihm zu arbeiten, ist schon die Hälfte meiner eingeplanten Zeit eigentlich rum.
Speaker: Weil, sagen wir mal ehrlich, im Alltag hast du nicht acht Stunden Zeit, die du am Stall rumhängen kannst.
Speaker: Geht einfach nicht.
Speaker: Und ich will auch nicht bis abends um 22 Uhr am Stall sitzen.
Speaker: Ich kann das total gut nachvollziehen, dass man vielleicht nicht jeden Tag so viel Zeit aufwenden möchte.
Speaker: Und es ist ja auch ein bisschen schwierig, weil du musst ja auch erstmal ausprobieren, was funktioniert und musst ja erstmal sehr viel rumprobieren.
Speaker: Und das nimmt ja auch sehr viel Zeit und Energie, bis du mal was gefunden hast, wo du sagen kannst, okay, das funktioniert für dich.
Speaker: Also ich weiß noch genau, dass du auch einiges ausprobiert hast und mit einigem irgendwie da versucht hast, der Sache Herr zu werden.
Speaker: Ja, und dann weißt du auch nicht genau, wie die Wirkung ist.
Speaker: Ich meine, du testest es ja nicht einmal und du merkst sofort, ja klar, das funktioniert und das funktioniert nicht.
Speaker: Du musst es ja über mehrere Wochen testen, bis du merkst, es klappt oder es klappt nicht.
Speaker: Oder zumindest mal ein paar Mal.
Speaker: Also bei manchen Pflegemitteln merkst du gleich, da bringt gar nichts, weil es am nächsten Tag noch schlimmer ist.
Speaker: Und bei anderen denkt man dann schon, ja, das könnte funktionieren, da muss man dann halt ein bisschen probieren.
Speaker: Aber ich habe dann eben eher permanente schlechte Gewissen, ich mache trainingsmäßig mit ihm zu wenig, weil ich, sagen wir mal, meine Zeit mit ihm mehr für die Pflege aufwende, weil ich die in dem Moment wichtiger finde, wenn er halt blutige Stellen hat und offene Stellen hat, weil ich möchte natürlich nicht, dass er Schmerzen hat oder dass es ihm in der Hinsicht...
Speaker: schlecht geht oder eben unangenehm ist.
Speaker: Und dann mache ich halt eher wieder Abstriche beim Training, was mir dann gleichzeitig aber auch wieder ein schlechtes Gewissen beschert, weil ich dann meine Trainingsziele nicht erreichen kann, weil ich mit ihm da nicht weitermachen kann.
Speaker: Und das ist immer so ein bisschen diesen Spagat hinzukriegen,
Speaker: Klar, an manchen Tagen, Wochenende klappt es besser, weil da habe ich einfach mehr Zeit.
Speaker: Da kann ich mir sagen, ich nehme mir mal vier Stunden am Stall, dann ist das easy, dann geht das.
Speaker: Da mache ich dann auch intensivere Putzeinheiten und Pflegeeinheiten.
Speaker: Dann kann ich das mal komplett durchziehen.
Speaker: Aber unter der Woche ist es halt einfach sau schwierig.
Speaker: Weil ich will ja dann auch noch mit Halasjadna was machen und ehegerecht werden.
Speaker: Und dann hast du permanent das Gefühl, du bist hin und her gezogen zwischen ich muss pflegen, ich muss aber auch reiten, ich muss hier irgendwas machen, ich muss noch das andere Pferd bewegen und trainieren.
Speaker: Gleichzeitig will ich aber auch nicht meine komplett andere Zeit aufgeben und gar nichts anderes mehr machen und arbeiten muss man ja auch noch irgendwie.
Speaker: Aber es ist ja dann nicht nur eine Zeitfrage, sondern es ist ja auch eine Energiefrage.
Speaker: Ich meine, das ist ja auch alles, was kostet Energie.
Speaker: Und du hast halt nicht immer 100% Energie jeden Tag und kannst sagen, okay, mein Pferd kriegt immer das Gleiche.
Speaker: Ich meine, es geht auch manchmal einfach nicht.
Speaker: Da ist man mal müde oder keine Ahnung und muss dann halt viel mehr definieren und entscheiden, was mache ich jetzt.
Speaker: Und klar kommt dann immer erst mal die Pflege für die Haut und für das Pferd, bevor man ans Trainieren geht.
Speaker: Und das ist natürlich dann schon ein Abstrich, den man macht.
Speaker: Ja, und ganz ehrlich, die Pflege macht mir auch einfach keinen Spaß.
Speaker: Also ich weiß, es geht nicht darum, nur Spaß zu haben, das ist alles klar, aber Training und Reiten macht halt schon mehr Spaß, mit dem Pferd arbeiten und Aktivzeit zu verbringen.
Speaker: Ich bin einfach auch nicht ein Mensch, der drei Stunden lang putzt.
Speaker: Ja, wir haben andere Leute am Stall, zum Beispiel die putzen ihr Pferd, währenddessen bin ich schon beide Pferde geritten.
Speaker: Und beides ist legitim.
Speaker: Natürlich.
Speaker: Darf man so machen, wenn man das möchte.
Speaker: Aber es ist natürlich einfach eine andere Art vom Umgang mit dem Pferd, ja.
Speaker: Toll.
Speaker: Putzen ist ja auch wichtig für die Beziehung und Bindung und ist ja nicht so, dass ich gar nicht putze, aber ich sage einfach, das ist meine persönliche Vorliebe.
Speaker: Ich putze einfach nicht so gern, ich verbringe die Zeit mit meinen Pferden lieber aktiv, als dass ich dann halt...
Speaker: drei Stunden lang putze und pflege und die Pferde super gut aussehen.
Speaker: Was auch mal schön ist, wenn die richtig gut aussehen.
Speaker: Während unserem Austausch mit dem Thema Eczem haben wir auch eine Rückmeldung bekommen, wo wir gesagt haben, ja, ihr dürft das Thema nicht so darstellen, sonst ist es immer so negativ konnotiert.
Speaker: Und das war was, da habe ich ein bisschen drüber nachgedacht und habe mich so ein bisschen kurz geärgert, weil ich dachte mir so, hm,
Speaker: finde ich jetzt irgendwie nicht fair, weil ich finde, nur weil man sich über eine Sache auch mal beschwert oder sagt, ich tue mir damit schwer, heißt es ja nicht, dass man sich der Verantwortung entziehen will.
Speaker: Also nur weil wir das Ganze jetzt nicht positiv darstellen, bedeutet das ja nicht, dass wir es nicht trotzdem machen.
Speaker: Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass man die Verantwortung übernehmen muss und wenn du ein Exempferd hast, musst du das einfach pflegen.
Speaker: Ich finde es wichtig nochmal zu sagen, aber eigentlich steht das außer Frage und
Speaker: Ich finde schon, dass man das da auch mal negativ darstellen kann, wenn es einen wirklich auch negativ beschäftigt.
Speaker: Ja, mich nervt die Pflege auch.
Speaker: Also ich finde es einfach anstrengend und nervig.
Speaker: Ich habe da keinen Bock mehr.
Speaker: Da muss fünfmal die Decke an- und ausziehen.
Speaker: Das ist alles... Ich verstehe den Punkt mit... Es sollte nicht negativ konnotiert sein oder im negativen Zusammenhang stehen mit dem Pferd.
Speaker: Ja, aber...
Speaker: ist unser Hobby, unsere Freizeit natürlich.
Speaker: Aber ich finde es einfach nervig.
Speaker: Und das nehme ich mir auch raus, das nervig finden zu dürfen.
Speaker: Deswegen mache ich es aber trotzdem.
Speaker: Ja, ich finde es auch legitim.
Speaker: Aber wenn ihr eine andere Meinung dazu habt, dann dürft ihr das sehr gerne auch uns schreiben und eure Meinung dazu zu dem Thema teilen und auch so ein bisschen eure Erfahrungen teilen.
Speaker: Ich finde das extrem spannend zu sehen, weil ich glaube, das Thema ist auch was,
Speaker: Dadurch, dass wir alle unsere Erfahrungen teilen und so ein bisschen vielleicht auch schaffen, jetzt den Wissensstand zum Thema Exem auch ein bisschen zu verändern, macht es es auch ein bisschen leichter.
Speaker: Wenn du verstehst, okay, was passiert, wie und warum, wie machen andere Leute das, haben die vielleicht mit den gleichen Themen zu kämpfen oder ist mal vielleicht jeder an dem Punkt, wo er sagt, oh mein Gott, warum mache ich das eigentlich?
Speaker: Ich finde schon, dass es hilft, um mit der Situation auch ein bisschen besser umgehen zu können und so ein bisschen diese Ohnmacht zu dämpfen sozusagen, die man vielleicht manchmal empfindet.
Speaker: Ja, total.
Speaker: Du kommst aber auch in so einen Teufelskreis rein, weil du dann wie wahnsinnig wirst mit, ich muss noch mehr machen, ich muss hier was optimieren, ich muss da noch ein neues Pflegemittel, hier nochmal kämmen, hier nochmal eincremen, dann machst du das dreimal am Tag, dann wechselst du noch die Decke fünfmal, dann musst du noch eine andere Maske und hier noch vielleicht was zusätzlich.
Speaker: Du wirst komplett irre.
Speaker: Du kommst in so ein, wie in so ein,
Speaker: in so einen Strudel rein, weil du willst immer mehr machen, immer besser werden und hier noch mehr und das ist auch kranker Druck.
Speaker: Manchmal hilft es dann, andere Leute oder sich auszutauschen mit anderen Leuten am Stall, die eben auch betroffene Pferde haben, dass man einfach ein bisschen relativiert und man sagt, hey, wir fahren jetzt einen Gang runter, wir können die Pferde nicht vor allem entlasten und schützen, wir können unser Möglichstes tun, aber man muss auch ein bisschen runterfahren manchmal.
Speaker: Und es gibt auch einfach manchmal Dinge, die man nicht ändern kann und das muss man auch akzeptieren lernen.
Speaker: Und das war mir jetzt wichtig bei der Vorbereitung, weil wir später auch darüber sprechen werden, was kann man tun als Exem-Pferd-Besitzer.
Speaker: Und da fand ich es eben auch extrem wichtig zu sagen, okay, wir weisen Strategien auf oder Möglichkeiten,
Speaker: die auch für Leute passen, die in Vollpension stehen, die vielleicht nicht Weidezeiten und Fütterung sehr beeinflussen können, sondern okay, was gibt es noch, was kann man noch machen, weil du hast halt nicht immer die Möglichkeit zu sagen, mein Pferd darf aber nur dann und dann zu der Tageszeit nur zwei Stunden da und dieses geht halt nicht immer.
Speaker: Manche Pferde kommen halt morgens bei Dämmerung raus oder...
Speaker: abends oder über Nacht oder das ist halt so, da muss man einfach dann das auch sich arrangieren.
Speaker: Es ist doch für die meisten von uns auch völlig unrealistisch, das komplett zu perfektionieren, das gesamte Management.
Speaker: Also diejenigen, die nicht einen Stall in Eigenregie haben oder komplett alles selber kontrollieren können, das sind einfach auch die wenigsten.
Speaker: Die meisten sind Einsteller und da musst du dich auch ein bisschen an Regeln und an eine Gemeinschaft halten, weil es geht nicht anders in der Praxis.
Speaker: Und auch als Stallbesitzer kannst du nicht auf jedes Pferd und jeden einzelnen Mini-Wunsch eingehen.
Speaker: Das funktioniert nicht.
Speaker: Das ist komplett unrealistisch und deswegen muss man auch ein bisschen die Kirche im Dorf lassen und dann wieder denken, hey, solange das Pferd nicht blutig offen dasteht, kann man auch mal einen Gang runterschalten.
Speaker: Man muss vielleicht auch nicht jede Therapie machen, die es gibt und den ganzen Tag am Stall rumhängen, weil, also arbeitende Menschen können das eh nicht, aber anderes Thema.
Speaker: Aber es geht ja auch wahnsinnig ins Geld.
Speaker: Es geht ins Geld und ich würde auch sagen, dass du auch einfach das Thema hast, dass du auch überpflegen kannst, dass die Pferde immer noch Pferde sein müssen und du kannst sie ja nicht
Speaker: vor allem quasi retten.
Speaker: Also irgendwo ist dann auch mal
Speaker: gut sozusagen.
Speaker: Ja, richtig.
Speaker: Ich hatte zwischendurch auch schon mal den Gedanken, hey, ich verkaufe den Konzert jetzt ab an die Nordsee, weg.
Speaker: Keine Ahnung, das Klima hier, ich kann das Klima in Süddeutschland nicht ändern.
Speaker: Es ist kack hier mit den Fliegen.
Speaker: Es sind einfach wahnsinnig viele und es wird nicht besser werden in den nächsten Jahren, wenn man den Klimawandel anschaut und so weiter.
Speaker: Also da kann man dann auch überlegen, vielleicht lasse ich das einfach mit den Islandpferden und kaufe irgend so einen Araber, der die Wärme toll findet.
Speaker: Ja, aber selbst die Pferde haben Probleme mit Eczem.
Speaker: Jetzt mal so gesagt, es sind ja nicht nur die Islampferde.
Speaker: Ja, auch die Freiberger und so weiter.
Speaker: Ich meine, es ist tatsächlich so, dass sie alle auch mit zu kämpfen haben oder Friesen und so weiter.
Speaker: Da können wir später auch nochmal kurz drauf eingehen, aber es ist tatsächlich so, dass Islandpferde nicht stärker betroffen sind als andere Rassen im Gesamten.
Speaker: Aber es hat vielleicht einfach noch ein paar Faktoren, die das Auftreten vom Eczem noch deutlicher machen, gerade bei unseren Islandpferden.
Speaker: Ja, aber du merkst schon, ich bin da schon ein bisschen aufgewühlt immer wieder, weil es mich wahnsinnig macht.
Speaker: Aber zu Recht, ich finde es auch zu Recht, weil es ist ja irgendwie auch legitim zu sagen, ich kann das Thema nicht einfach unemotional anschauen und an mir so vorbeigehen lassen.
Speaker: Ich finde das schon auch irgendwie fair, dass du sagst, es regt mich auf und es macht mich wahnsinnig, weil es geht dir ja auch um das Wohlbefinden deiner Pferde und du möchtest ja auch, dass es denen gut geht.
Speaker: Also ich fände es eher komisch, wenn du sagen würdest, dass es dir irgendwie egal ist.
Speaker: Klar.
Speaker: Und dann stehst du an manchen Tagen da, das Pferd hat wieder eine neu blutige Stelle im Gesicht und du kannst einfach nichts machen, weil du schon irgendwie, also was soll ich machen?
Speaker: Ich weiß es nicht, was ich machen soll.
Speaker: Ich könnte den in eine Box stellen, dann kann der sich nicht kratzen an irgendwelchen Bäumen oder sonst irgendwas, aber das ist halt für die Psyche nicht so förderlich.
Speaker: Dann lasse ich den lieber draußen stehen.
Speaker: Das ist halt dann der Kompromiss.
Speaker: Absolut.
Speaker: Und ich glaube, es wäre jetzt vielleicht an der Zeit, dass wir sagen, wir
Speaker: Gehen wir ein bisschen rein ins Thema, dass wir ein bisschen verstehen, was ist der Sommer-Ekzim überhaupt, wo kommt das her?
Speaker: dass wir so ein bisschen eine Idee von dem Ganzen kriegen, weil um so ein Thema gut behandeln zu können als Pferdebesitzer, muss man es auch einfach ein bisschen verstehen und sagen, okay, ich weiß, wo es herkommt.
Speaker: Ich muss nicht mega der Biologe sein.
Speaker: Ich muss nicht die ganzen Signalisationswege im Körper kennen und wissen, welches Protein war es, wo macht.
Speaker: Aber ich habe so ein bisschen eine Idee, wo es herkommt.
Speaker: Dann kann man schon selber ganz viel machen, weil man einfach versteht, was so äußere Faktoren sind, die das Thema Sommerexem beeinflussen können.
Speaker: Aber ich denke, es ist mittlerweile ja schon breites Wissen, dass das Sommereczem nicht nur eine normale Hautkrankheit ist, sondern dass es eine Immunreaktion ist und eine Allergie gegen die Mücken.
Speaker: Und ich glaube, das ist jetzt schon weit verbreitet, hoffentlich.
Speaker: Ja, ja, ja.
Speaker: Ich denke auch, dass es nichts ist, was man...
Speaker: nicht weiß, aber trotzdem finde ich es wichtig, dass man einfach nochmal von ganz vorne anfängt und das eben erklärt, dass der Sommer extrem eine allergische Reaktion vom Immunsystem ist auf den Speichel von Mücken und zwar von sogenannten Gnitzen.
Speaker: Also so ein Wort, das passt einfach.
Speaker: Das Wort klingt schon so unsympathisch, wie die Viecher halt sind.
Speaker: Das klingt richtig unsympathisch, ja.
Speaker: Du als Biologin, kannst du mir denn ganz kurz für Idioten wie mich erklären, was im Körper passiert?
Speaker: Nein, ganz kurz nicht, aber mittelkurz.
Speaker: Also es ist tatsächlich so, dass man da ein bisschen ausholen muss und ein bisschen was erklären muss, aber ich probiere es mal als auf ganz, ganz einfach so zu erklären, dass es jeder versteht und dass keiner das Gefühl hat, er kriegt hier eine Biologiestunde und muss sich danach irgendwie, keine Ahnung, erst mal zwei Stunden erholen, weil er den Podcast gehört hat und jetzt einen Mental Breakdown hat, weil so viele Fachbegriffe geflogen sind.
Speaker: Ich versuche es wirklich jetzt mal ganz einfach zu machen.
Speaker: Im Prinzip ist der wichtigste Faktor oder der wichtigste Spieler in dem Ganzen das Immunsystem vom Pferd.
Speaker: Und das Immunsystem, das wirkt eben wie so ein Türsteher vorm Club.
Speaker: Das ist was, damit kannst du was anfangen, ne Melanie?
Speaker: Ja, was?
Speaker: Also, der Türsteher entscheidet, wer kommt rein und wer nicht.
Speaker: Genau, hier kommst du nicht rein.
Speaker: Und genau das macht das Immunsystem.
Speaker: Und du musst dir vorstellen, es kommen bei uns Menschen, so wie bei anderen Säugetieren und so weiter, jeden Tag tausende von Anfragen.
Speaker: Jeder versucht reinzukommen.
Speaker: Bakterien, Viren, Pollen, Staub, Fremdstoffe, whatever.
Speaker: Und das Immunsystem muss die ganze Zeit entscheiden,
Speaker: Kann ich denjenigen reinlassen, ist das hier ein harmloser Gast oder könnte mir, keine Ahnung, das Bakterium oder die Polle gefährlich wirken?
Speaker: Easy, oder?
Speaker: Ich glaube, du kriegst gerade schon einen richtigen Lachanfall hier hinter dem Mikrofon.
Speaker: Ja, ich stelle mir ja Sachen gern bildlich vor.
Speaker: In meinem Kopf passieren dann komische Dinge, wenn du sowas erzählst.
Speaker: Ja, aber ich glaube, es ist sehr, sehr einleuchtend, wenn wir jetzt hier so ganz einfache Metaphern benutzen.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Genau, und dann hast du eben einen gut ausgebildeten Türsteher, der hat mega die Berufserfahrung, der hat schon sehr viele Gäste gesehen und er weiß...
Speaker: Der Typ in der Lederjacke ist zwar ein bisschen tough, aber der ist eigentlich harmlos und den lässt er rein, ohne dass er Alarm schlägt.
Speaker: Also das, was dem Immunsystem bekannt ist, damit weiß es, wie es umgehen muss.
Speaker: Ein unerfahrener Türsteher reagiert auf alles, was nicht ins Raster passt.
Speaker: Also mit voller Eskalation, Pfefferspray, Notruf, alles fliegt in die Luft.
Speaker: Dabei wollte der Typ einfach nur kurz einen Drink haben und wieder gehen.
Speaker: So ungefähr.
Speaker: Das ist vielleicht so, was du dir vorstellen kannst.
Speaker: Genau das Gleiche passiert dann beim Sommerexem.
Speaker: Das Immunsystem vom Pferd denkt, dass der Speichel von diesen Mücken ein gefährlicher Eindringling ist und schlägt dabei voll Alarm und eskaliert komplett, obwohl es eigentlich nur ein Speichel ist und der eigentlich ziemlich harmlos während dem Körper an sich gar nicht so schaden würde.
Speaker: Und damit kann man sich das vielleicht erstmal so vorstellen, dass die Immunreaktion da eben so wie vom Körper total übertrieben ist, weil er nicht weiß, wie er damit umgehen muss.
Speaker: Und eine Allergie läuft in zwei Schritten ab.
Speaker: Deswegen erklärt sich dann auch, warum Sommerexem erst im zweiten oder dritten Jahr auftritt, wenn die Pferde aufs Festland kommen und nicht erst im ersten Sommer.
Speaker: Was immer wichtig ist, wenn ihr ein Pferd kauft, das erst einen Sommer hier auf dem Festland war und der wird als ekzemfrei bezeichnet, dann heißt es gar nichts.
Speaker: Das bedeutet 0,0, gar nichts, weil, ich weiß nicht, beim Konzert war es wahrscheinlich auch so, der erste Sommer war jetzt nicht weltbewegend, oder?
Speaker: Nee, also ich meine, er war schon immer sehr pinzig, was so Fliegeviecher angeht, fand er schon immer kacke.
Speaker: Und ich habe den ja auch von Anfang an auch schon eingedeckt.
Speaker: Aber dritter Sommer, der dritte war dann der richtige Ausbruch, ja.
Speaker: Genau, zweiter, dritter Sommer, das ist so die Regel.
Speaker: Der erste Sommer ist immer toll.
Speaker: Deswegen, wenn ihr ein Pferd kauft, das aus Island kommt und es ist erst ein Sommer da, es heißt leider einfach gar nichts.
Speaker: Und es kommt immer erst zwei, drei Jahre hinterher.
Speaker: Das Ganze hat einen Grund.
Speaker: Wir haben jetzt das erste Treffen mit der Gnitze.
Speaker: Die Gnitze sticht, der Körper merkt sich diesen Speichel, der eigentlich überhaupt kein Problem ist und denkt sich, neuer Gast, den finde ich komisch.
Speaker: Und dann baut sich das Immunsystem so eine Art Steckbrief von diesem Speicher.
Speaker: Also das merkt sich die Zusammensetzung und die IgE-Antikörper, die merken sich das.
Speaker: Also ein IGE-Antikörper ist wie so ein kleiner Klebezettel mit einem Foto und einer Alarmtaste.
Speaker: Das fliegt da rum mit der Info.
Speaker: Immer dann, wenn dieses Ding kommt, gibt es einen großen Alarm.
Speaker: Diese Klebezettel, die haben die Immunzellen bei sich, in der Haut, in den Mastzellen.
Speaker: Und die sind wie so kleine Sprengstoffpakete voller Entzündungsstoffe.
Speaker: Nach dem ersten Stich passiert also noch nichts, aber diese Merkzettel werden erstellt und der Körper weiß, oh, da war mal was.
Speaker: Wir müssen uns das merken, das ist potenziell mega gefährlich, den können wir nicht reinlassen.
Speaker: Und das kursiert dann im Körper.
Speaker: Und dann passiert nämlich erst beim zweiten Treffen die echte Reaktion.
Speaker: Also in der nächsten Saison sticht die Knitze wieder, so wie im Jahr davor auch.
Speaker: Aber das Immunsystem ist jetzt vorbereitet mit seinen kleinen Merkzettelchen und weiß, oh, dieses Molekül, das haben wir letztes Jahr schon gesehen, das hier sieht gefährlich aus und reagiert.
Speaker: Die Alarmtaste wird gedrückt, die Mastzellen explodieren.
Speaker: Und schütten ihren Inhalt aus.
Speaker: Das bedeutet, es wird Histamin ausgeschüttet.
Speaker: Ist der Hauptverantwortlich für Juckreiz und Rötungen in der Haut.
Speaker: Leukotriene und Prostaglandine werden ausgeschüttet.
Speaker: Die sorgen für Schwellung und Entzündung.
Speaker: Botenstoffe werden losgeschickt, die noch mehr Entzündungszellen rekrutieren.
Speaker: Es geht dann wie so eine Massen-, so eine Kettenreaktion los im Körper.
Speaker: Und es ist eine Sofortreaktion innerhalb von wenigen Minuten.
Speaker: Und das Pferd juckt sich einfach auf einmal wie verrückt.
Speaker: Die Haut wird rot, die Haut wird warm, die fangen an sich zu kratzen, das ist ziemlich unangenehm.
Speaker: Ich weiß nicht, hattest du schon mal eine allergische Hautreaktion auf irgendwas?
Speaker: Ja, ich glaube schon auf irgendwelche Pflanzen draußen.
Speaker: Ich wollte nämlich gerade fragen, du hast gesagt, es geht innerhalb von weniger Minuten.
Speaker: Ist das wirklich so mit einem Stich, dass es wirklich innerhalb weniger Minuten dann so umschwenkt?
Speaker: Aber ja, wenn du selber überlegst, wenn mich mal irgendwas gestochen hat oder man irgendeine komische Pflanze berührt hat, das geht tatsächlich recht schnell.
Speaker: Genau, und dann gibt es halt eben später nochmal so eine zweite Immunwelle sozusagen.
Speaker: Weitere Immunzellen wandern dann ins Gewebe, also in die Haut, wo eben unser Eczem dann stattfindet.
Speaker: Das, was wir auch optisch sehen, die T-Zellen.
Speaker: Das sind wie so spezialisierte Einsatzkräfte.
Speaker: Und die Eosinophilen-Granulozyten, wir nennen sie jetzt mal Eos, damit wir hier nicht so mit Fachwörtern um uns schmeißen müssen.
Speaker: Das sind so Fresszellen, die eigentlich eher so zur Parasitenabwehr da sind.
Speaker: Die feuern dann richtig ins Gewebe.
Speaker: Und das ist dann die Spätphase, die dann diesen chronischen Eczem und diese hässlichen Veränderungen macht, die verdickte Haut, der Haarausfall, die offenen Stellen und die Krusten.
Speaker: Und das ist dann die erste Reaktion, die im Körper so passiert.
Speaker: Und das ist eigentlich wie so eine Art Fehlalarm auf einen Gast, der eigentlich gar kein Problem wäre.
Speaker: Aber das Immunsystem war unser untrainierter Türsteher und hat es einfach nicht gewusst, weil es nie in Kontakt damit kam.
Speaker: So muss man sich das so ein bisschen vorstellen.
Speaker: Sprich, du hast jetzt den Fall beschrieben, das Pferd wird aus Island importiert und trifft dann im ersten Sommer und dann im zweiten Sommer auf die Gnitzen, weil auf Island sind diese Gnitzen eben nicht so verbreitet bzw.
Speaker: fast nicht vorhanden.
Speaker: Was sich wohl aktuell auch gerade ändert, wenn man irgendwelchen Gerüchten Glauben schenken mag, aber so ist aktuell der Stand.
Speaker: Der aktuelle Stand ist, dass es auf jeden Fall deutlich weniger Gnitzen gibt.
Speaker: Ich weiß eben nicht, ich glaube durch den Klimawandel vor allen Dingen geht jetzt auch dort, ich weiß nicht, Globalisierung und Klimawandel, das sind ja unsere zwei Freunde, die für sowas sorgen, dass da jetzt auch das Gnitzen vorkommt.
Speaker: ja größer wird und auch die auf der Insel vorkommen, aber natürlich niemals in der Menge, wie wir sie haben.
Speaker: Und ein ganz entscheidender Punkt ist auch einfach, Island hat sehr viel Wind.
Speaker: Und Wind ist einer von den natürlichen Gegnern gegen die Gnitzen, weil die fliegen nicht gerne bei Wind,
Speaker: Und wenn es immer schön windet, dann haben die einfach auch nicht so viel Chance, ans Pferd ranzukommen.
Speaker: Es ist jetzt irgendwie sehr simpel, die Erklärung, aber es ist ein Punkt.
Speaker: Wind ist unser natürlicher Helfer.
Speaker: Das ist einfach was sehr Angenehmes für unsere Pferde.
Speaker: Side-Fact, kleine Mini-Idee, so aus dem Hirngespinst, war mal, anstatt Decken baut man kleine Ventilatoren um die Pferde drumherum, dass die immer Wind haben und keine Decke anziehen müssen, sondern eher eine Ventilatorendecke anziehen müssen.
Speaker: Ja, weiß ich nicht.
Speaker: Vielleicht kann ja jemand mal was Sinnvolles entwickeln.
Speaker: Das wäre mal spannend.
Speaker: Ich fände es jetzt auch noch mal interessant.
Speaker: Also es sind noch voll viel Botenstoffe mit involviert.
Speaker: Vielleicht müssen wir das auch noch mal ganz kurz erwähnen.
Speaker: Das ist wie so Botenstoffe sind so ein bisschen wie so WhatsApp-Nachrichten zwischen Immunzellen.
Speaker: Also wie so, ja, wenn ich dir jetzt eine Nachricht schicke, so können die Immunzellen sich auch Nachrichten hin und her schicken.
Speaker: Diese Botenstoffe sind eben da auch beim Sommererzehen Hauptakteure.
Speaker: Da gibt es so
Speaker: Und Interleukine, ich will da jetzt gar nicht so genau drauf eingehen, ehrlich gesagt, die wirken einfach so als die Botenstoffe.
Speaker: Und da gibt es dann zum Beispiel später auch Therapien, die genau diese Botenstoffe, diese Interleukine adressieren und dafür sorgen können, dass dann der Juckreiz und das Eczemaufkommen beim Islampferd eben vermieden.
Speaker: Aber ich glaube, ich lasse jetzt mal das mit Interleukin 4, Interleukin 13, 5 und 31.
Speaker: Die haben ein bisschen verschiedene Funktionen.
Speaker: Der eine löst Juckreiz aus und so weiter.
Speaker: Aber ich glaube, das lassen wir jetzt mal so ein bisschen raus.
Speaker: Ich will es hier nicht mit Bio-Facts zu erklangweilen.
Speaker: Nee, das bringt uns ja jetzt auch nicht so viel weiter.
Speaker: Also uns normallos, euch Biologos vielleicht schon.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Um bei uns Biologos noch ganz kurz zu bleiben, könnten wir jetzt noch mal kurz an die Genitze
Speaker: Und mal kurz uns den Übeltäter des Ganzen hier anschauen, weil eigentlich ist ohne dieses Vieh, Entschuldigung für den abwertenden Begriff, hätten wir eigentlich gar kein Problem.
Speaker: Ja, aber was für einen Sinn haben denn die überhaupt?
Speaker: Haben die einen positiven Effekt?
Speaker: Sind die für irgendwas gut?
Speaker: Sicherlich tragen die auch noch einen wichtigen Beitrag im Ökosystem bei und dienen als Futter für viele größere andere Insekten und Vögel und so weiter.
Speaker: Aber auf den ersten Blick würde ich gerne sagen, nein, die haben überhaupt keinen sinnvollen Job in unserem Ökosystem und sind einfach nur nervig.
Speaker: Gnitzen gehören zur Familie der Kulikoides und sind ganz kleine Mücken, die so etwa 1-3 mm groß werden und sind viel kleiner als Stechmücken.
Speaker: Die werden ganz oft auch mit den Kribbelmücken verwechselt, sind aber eine eigene Familie.
Speaker: Also sind keine Kribbelmücken.
Speaker: Bei denen stechen nur die Weibchen, weil sie das Eiweiß aus dem Blut für ihre Eier nutzen.
Speaker: Also die nutzen das Blut der Pferde einfach als Nährstoffquelle für die Vermehrung.
Speaker: Toll.
Speaker: Genau, da gibt es so eine bestimmte Gruppe an Gnitzen, die in Mitteleuropa hauptsächlich vorkommen.
Speaker: Das ist die Obsoletus-Gruppe.
Speaker: Das sind irgendwie 83 Prozent aller Gnitzen, die man gefangen hat.
Speaker: Shoutout an die Person, die sich die Mühe macht, irgendwelche Fliegen einzufangen.
Speaker: Also ja, muss man wollen, da muss man wirklich so ein Faible dafür haben.
Speaker: Aber auch die Arbeit ist wichtig.
Speaker: Habe ich auch gerade gedacht, hey, wenn das dein Job ist, Mücken einfangen und irgendwie typisieren, ja, why not?
Speaker: Aber wie du siehst, diese Form der Arbeit kommt uns Islandpferdehalter dann auch zugute.
Speaker: Und
Speaker: Die legen halt ihre Eier besonders gerne an feuchten Stellen ab, zum Beispiel an Misthaufen, in Pfützen, auf feuchte Wiesen, an Teichränder.
Speaker: Für die ist so ein Stall wie so ein Wellness-Oase.
Speaker: Also das ist so ein bisschen logisch, dass die bei uns dann auch häufig vorkommen, weil wir bieten denen natürlich auch ein ganz angenehmes Habitat.
Speaker: Ja, da gibt es ja überall Stellen.
Speaker: Genau, genau.
Speaker: Und die sind sogenannte Schönwetter-Mücken.
Speaker: Die haben eine Vorliebe fürs Halbdunkle.
Speaker: Deswegen sagt man ja auch so gerne, Exempferde sollten nicht bei Morgen- und Abenddämmerung raus.
Speaker: Und jeder kennt das, der mal abends oder morgens, eher abends wahrscheinlich, doch weil irgendwo sich gemütlich hingesetzt hat.
Speaker: Sobald die Dämmerung eintritt, fliegt es überall und man hat irgendwie nervige Stechviecher um sich herum.
Speaker: Und das ist eben hier genau der Fall.
Speaker: Und die mögen halt eben diese Dämmerungszeiten besonders gerne.
Speaker: Die mögen Windstille sehr gerne.
Speaker: Auch das kann ich noch gut nachvollziehen von meiner Zeit am Bodensee, als ich da gelebt habe.
Speaker: Ja, es ist, ich meine, wir haben schon auch öfters mal Wind, aber wenn man dann zum Beispiel eher auf die Alb hochgeht oder so, da ist es ja wesentlich mehr und wesentlich besser.
Speaker: Die Bodensee-Region ist einfach eine super Urlaubsregion im Sommer, wunderschön, aber für diese Viecher ein Paradies, ne?
Speaker: Genau.
Speaker: Und die mögen das eben, windstille, feuchtwarme Luft, nach Regen zum Beispiel, schwüle Sommernächte.
Speaker: Ja, und die kommen eben meist April, Mai bis Oktober vor, je nach Region.
Speaker: Und ich habe schon das Gefühl, dass es eben jetzt, als es im Dezember so mild war, vielleicht da auch nochmal irgendwie einen Push gab und die sich da nochmal irgendwie rausgetraut haben.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich glaube auch, dass es im Dezember beim Konzert auch eine Kombi, auch noch ein paar anderen Sachen war.
Speaker: Kommen wir später vermutlich auch nochmal dazu.
Speaker: Die Gnitze muss eben das Blut von dem Säugetier, das es meist schnell trinken, bevor quasi das Pferd zum Beispiel jetzt merkt, dass es gebissen wird und die Mücke wegwedelt.
Speaker: Also die müssen sehr effizient sein in ihrer Arbeit.
Speaker: Der Speicher enthält sogenannte Betäubungsstoffe, damit das Pferd gar nicht merkt, dass es gestochen wird.
Speaker: Eine Art Blutverdünner, sodass das Blut nicht gerinnt an der Einstichstelle, weil natürlich möchte der Körper Löcher im Körper schnell wie möglich wieder schließen.
Speaker: Und sie können auch gewisse Enzyme ausschütten, die das Gewebe lockern, damit das Blut schneller fließt und schütten Moleküle aus, die Histamin binden, damit eben dieser Juckreizalarm nicht direkt ausgelöst wird.
Speaker: Forscher haben da über 27 verschiedene Eiweiße im Speichel gefunden, die eben Allergien auslösen können.
Speaker: Wir gehen da jetzt auch nicht weiter auf die rein.
Speaker: Ich hätte da jetzt noch eine Liste vor mir liegen, aber ich glaube, das interessiert niemanden.
Speaker: Aber das ist wichtig für die moderne Diagnostik, weil man kann heute im Blut messen, gegen welche von diesen 27 Eiweißen ein Pferd genau allergisch ist.
Speaker: Also wie so ein allergischer Fingerabdruck.
Speaker: Ja, und das ist vielleicht ganz spannend.
Speaker: Also man weiß einfach jetzt schon deutlich mehr und in den letzten fünf Jahren gab es deutlich mehr Erkenntnisse über das Thema Sommereczema als vielleicht noch früher.
Speaker: Aber die haben eben so ein paar Moleküle im Speichel, die dem Körper Sorgen machen und der reagiert da komplett übertrieben drauf.
Speaker: Die sind an sich jetzt nicht so schädlich.
Speaker: Klar ist jetzt ein Stich nicht so was Tolles, aber der Stich von der Mücke an sich wäre jetzt eigentlich kein Problem.
Speaker: Genau.
Speaker: Warum müssen jetzt die Islandpferde unbedingt Ekzem auslösen?
Speaker: Wir haben es da eigentlich schon ganz gut erkannt.
Speaker: Das Immunsystem hat einfach nicht so
Speaker: den Kontakt mit diesem Molekül, mit den Genitzen selber, das Immunsystem reagiert da einfach auf was Unbekanntes.
Speaker: Weil in Island hat es praktisch keine pferderelevanten Genitzen.
Speaker: Bis jetzt ist es noch zu kalt, es ist zu windig, es ist zu karg.
Speaker: Ein Fohlen, das in Island geboren wird, wächst auf und sein Immunsystem lernt einfach die Genitzen nicht so kennen, wie jetzt ein Pferd, das bei uns aufwächst.
Speaker: Deshalb ist es natürlich besser, je früher du das Pferd importierst, desto geringer ist das Risiko.
Speaker: Kannst du mir vielleicht erklären, warum das so ist?
Speaker: Genau, also im Prinzip ist das Immunsystem, was es hat, so eine Art Lernphase.
Speaker: Besonders in den ersten Lebensmonaten lernt es seine Umgebung kennen und lernt auf alles zu reagieren, mit was es so in Kontakt kommt.
Speaker: in der Zeit lernt der Körper einfach, das hier ist die normale Umwelt, das ist harmlos, darauf muss ich nicht reagieren.
Speaker: Das nennt sich Immuntoleranz.
Speaker: Und das wird bei den Pferden eben vor allen Dingen im ersten Jahr ausgebildet.
Speaker: Und mit allem, was die da so in Kontakt kommen, da weiß das Immunsystem dann, das ist einfach normal.
Speaker: Das ist meine Umgebung, darauf reagiere ich nicht.
Speaker: Das ist einfach mein Daily Business.
Speaker: Und ein Fohlen, das jetzt zum Beispiel in Norddeutschland auf einer Weide neben einem Teich geboren wird, bekommt im ersten Sommer direkt schon Knitzenstiche ab und lernt, naja, Speichelproteine sind Teil meiner Welt, kein Alarm nötig, der Türsteher,
Speaker: der lässt die alle rein und sagt, jo, macht, was ihr wollt und haut wieder ab.
Speaker: Und Fohlen aus Island hat eben das trainierte Immunsystem nicht.
Speaker: Und wenn es dann mit fünf, sechs oder sieben Jahren nach Deutschland kommt oder Österreich, Schweiz, wo auch immer, und das erste Mal gestochen wird, dann gibt es eben absoluten Vollalarm und Eskalation im Immunsystem, weil eben diese Prägung nie stattgefunden hat.
Speaker: Ja, das siehst du ja wunderbar.
Speaker: Halas Jatner ist mit vier Monaten hier in die Bodenseeregion gezogen,
Speaker: die hat überhaupt kein Problem damit.
Speaker: Genau, die hat es einfach von Anfang an gelernt, die wurde korrekt geprägt und weiß, okay, das Immunsystem macht einfach seinen Job und ist da nicht so aufgeregt.
Speaker: Es gibt auch ein paar Zahlen dazu, die das Ganze ziemlich schön verdeutlichen.
Speaker: Hast du Bock auf ein paar Zahlen?
Speaker: Immer, klar.
Speaker: Pferde, die in Island geboren sind und in Island geblieben sind, bekommen quasi zu 0% der Pferde bekommen Eczem.
Speaker: Also man hat eigentlich quasi, sagen wir mal,
Speaker: Gegen Null geht die Wahrscheinlichkeit und diese Zahlenlage, dass Pferde extrem bekommen, die in Islan geboren sind und dort auch bleiben.
Speaker: Mit unserem Wissen über das Immunsystem ist es ja irgendwie logisch, macht ja Sinn, dass sie dann einfach auch diese Prägung hatten, die kennen ihre Umwelt und sagen dann einfach, okay,
Speaker: Das kenne ich, hier bleibe ich, hier bin ich und alles gut.
Speaker: Pferde, die in Deutschland geboren werden, Islandpferde, bekommen zu 6 bis 16% Eczem.
Speaker: Also da ist immer noch eine Komponente.
Speaker: Selbst wenn die am Bayer geboren werden, neben denen und dauernd Blitzenstiche bekommen, gibt es da auch noch einen prozentualen Anteil.
Speaker: Das weist darauf hin, dass es noch eine andere Komponente gibt und es nicht nur um das Trainieren des Immunsystems alleine geht.
Speaker: Und Pferde, die aus Island importiert werden nach zum Beispiel Norddeutschland, da gibt es anscheinend eine bis zu 72-prozentige Evidenz, dass diese Eczem bekommen können.
Speaker: Ich meine, es ist jetzt ein bisschen vereinfacht, weil es kommt natürlich auch darauf an, wie alt sind diese Pferde, die importiert werden, in welche Regionen werden die importiert und welche Maßnahmen werden ergriffen, vor allen Dingen in den ersten Sommern, die diese Pferde hier dann auf dem Festland verbringen.
Speaker: Und witzigerweise gibt es auch Zahlen für Island in die Schweiz.
Speaker: Und die ist ein bisschen niedriger, die liegt bei 51 Prozent.
Speaker: Das finde ich total spannend.
Speaker: Ich habe jetzt nicht genau reingeguckt und weiß nicht, was genau der Grund ist, ob die halt alle in irgendwelche geilen Alpenregionen importiert wurden, wo halt nicht so viel von den Stechviechern vorkommt.
Speaker: Ja, wird sich ja anbieten.
Speaker: Ich meine, die Schweiz hat ja schon viel Bergregionen mit unter anderem auch mehr Wind.
Speaker: Voll, voll, voll.
Speaker: Aber es heißt auf jeden Fall, dass ein Islampferd, das in Deutschland geboren ist, hat ungefähr dasselbe Ekzemrisiko wie jede andere Rasse auch.
Speaker: Also wie ein Freiberger oder eine Friese oder sowas.
Speaker: Das wollte ich nämlich gerade fragen, wie das bei anderen Rassen ist, weil man ja jetzt auch hört, dass die Häufigkeit von Ekzemerkrankungen wird auch bei anderen Rassen immer mehr.
Speaker: Und ich sehe das auch bei uns am Stall.
Speaker: Also klar, die Isländer haben das...
Speaker: schon, aber wir haben auch genügend andere Rassen durchweg, die damit Probleme haben.
Speaker: Und da wollte ich fragen, ob das irgendwie andere Zahlen gibt, ob das wirklich rasseabhängig ist oder ob das einfach immunsystemabhängig ist.
Speaker: Also ich würde sagen, es ist ein bisschen Genetik, es ist ganz viel Immunsystem und es ist einfach der Fakt, dass Island einfach nicht so viel von diesen Viechern oder keine Viecher hat, die einfach
Speaker: Diese Immunreaktion auslösen.
Speaker: Ja, aber es sind ja nicht alle Pferde aus Island importiert.
Speaker: Also es geht ja um die, die hier geboren sind.
Speaker: Hat die Rasse schon, sagen wir mal, eine genetische Komponente, die dann noch mehr mit reinspielt als für anderen Rassen?
Speaker: Oder ist das dann ähnlich das Risiko für die in Deutschland Geborenen oder auf dem Festland Geborenen wie für alle anderen Rassen auch?
Speaker: Genau, dass Pferde, die in Israel, in Deutschland geboren sind, haben ungefähr dasselbe Rekzemenrisiko wie andere Rassen auch.
Speaker: Es gibt eine spannende Studie.
Speaker: Wenn man nämlich Absätze mit sieben bis zehn Monaten aus Island exportiert, also noch in dieser Immunsystemprägefase, entwickeln nur etwa sechs Prozent der Pferde ekzemen.
Speaker: Also die Zahl ist immens niedriger.
Speaker: Du hast ja eben auch gesagt, sechs Prozent haben auch die, die auf dem Pferdland geboren sind, das Risiko.
Speaker: Also ist das dann wieder, ich sage mal, die normale Zahl?
Speaker: Ja.
Speaker: Genau, und das zeigt auch, dass dieses Zeitfenster der Prägung des Immunsystems, die ist nicht nur ein paar Wochen, sondern die reicht halt schon ungefähr bis zum ersten Lebensjahr.
Speaker: Und ist auch eine Möglichkeit, wie man aktiv sagen kann, okay, ich kann mir ein Pferd aus Island importieren.
Speaker: Und kann das Risiko gut senken?
Speaker: Ja, du kannst das Risiko enorm senken dadurch.
Speaker: Und das fand ich sehr interessant.
Speaker: Aber ganz ohne Genetik geht es halt auch nicht.
Speaker: Also es gibt eine Erblichkeit, die
Speaker: gibt da Zahlen zwischen 60 bis 30 Prozent.
Speaker: Also ein mittlerer, aber spürbarer Anteil des Risikos ist schon noch genetisch.
Speaker: Merkt man ja auch bei den verschiedenen Zuchtlinien.
Speaker: Also das hat man ja gerade in den Islampferdezucht auch schon gemerkt, dass dann Hengste, die Eczem entwickelt haben, eben auch Fohlen hervorbringen, die ebenfalls recht schnell Eczem entwickeln.
Speaker: Und deswegen nimmt man die Pferde dann auch eher aus der Zucht raus.
Speaker: Genau, das ist eben dann so ein bisschen die Frage, möchtest du mit einem Pferd, das bereits Eczem hat, noch züchten?
Speaker: Weil einfach die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die ganzen Nachkommen dieses Pferdes eben auch Eczem entwickeln.
Speaker: Und das hängt eben mit einer Region im Erbgut, dem sogenannten MHC-System oder Komplex zusammen.
Speaker: Das sind die Gene fürs Immunsystem, die sozusagen so ein Fahndungsfotoarchiv erstellen.
Speaker: Und das spielt eben eine Rolle.
Speaker: Das kann also da schon so eine Art erblichen Faktor des Immunsystems geben, der dann an die anderen Pferde weitergegeben werden.
Speaker: Aber das ist eben diese Varianten erhöhen das Risiko, aber es ist bei allen Rassen eben durchweg bekannt und gibt es.
Speaker: Es ist nicht nur Isernpferde spezifisch.
Speaker: Es gibt noch keinen kommerziellen Test,
Speaker: Aber es gibt schon Aktivitäten daran, dass man das quasi dann testen kann.
Speaker: Aber ich meine, eigentlich ist es relativ offensichtlich, wenn eine Stute dann im Sommer wirklich starke Eczema hat, dann muss man sich wirklich als Züchter überlegen oder auch einen Hengst, ob es wirklich sinnvoll ist, mit diesem Tier dann zu züchten oder nicht.
Speaker: Jetzt haben wir, finde ich, schon ganz gut verstanden, wie das Ganze so funktioniert, was im Körper so abgeht.
Speaker: Und mit diesem Wissen könnten wir jetzt eine kurze Pause machen,
Speaker: Und in der nächsten Folge mal über die Therapien sprechen und was wir als Besitzer so machen können, um dem Exem die Stirn zu bieten und aktiv zu sein und so ein bisschen uns selber Mut zu machen.
Speaker: Ohne, dass wir komplett wahnsinnig werden.
Speaker: Was ich auch einen wichtigen Punkt finde.
Speaker: So ist es.
Speaker: Danke für den Deep Dive in die Biologie hier.
Speaker: Es war super spannend.
Speaker: Ja, hast du schon mal in irgendeiner Biologiestunde über Türsteher geredet?
Speaker: Ich weiß es ja nicht.
Speaker: Ich kann mich nicht daran erinnern, aber das hat es sehr bildlich gemacht und ich konnte mir das dann gut vorstellen.
Speaker: Ich hoffe, dass du das jetzt nicht mehr vergessen kannst, ja.
Speaker: Genau.
Speaker: Auf jeden Fall freue ich mich auf die nächste Folge nächste Woche.
Speaker: Ich bin gespannt, was für neue Erkenntnisse wir dann da noch gewinnen werden.
Speaker: Es gibt noch eine ganze Menge.
Speaker: Bis dann.
Speaker: Ciao, ciao.


