Transcript
Speaker: Willkommen zu Charging Excellence, dem Podcast für Ladeinfrastrukturprofis.
Speaker: Willkommen zu einer neuen Folge von Charging Excellence.
Speaker: Heute geht es um bidirektionales Laden und um die Frage, warum Elektrofahrzeuge für Unternehmen künftig weit mehr sein könnten als reine Fortbewegungsmittel.
Speaker: Denn wenn Fahrzeuge nicht nur Strom aufnehmen, sondern ihnen bei Bedarf auch wieder abgeben, werden sie zu flexiblen Energiespeichern.
Speaker: Dafür habe ich mir heute Thomas Berger von der Concept Reply eingeladen, ein Beratungsunternehmen für IoT und AI-IoT-Lösungen.
Speaker: Thomas beschäftigt sich mit der Vernetzung von Fahrzeugen, Lade-Effektur und Energiemanagementsystemen.
Speaker: Wir sprechen darüber, wann bidirektionales Laden für Flotten wirtschaftlich interessant wird, welche Voraussetzungen Unternehmen dafür schaffen müssen und wie sich mit Photovoltaik, Energiemanagement und planbaren Standzeiten Kosten senken lassen.
Speaker: Außerdem geht es um die technischen und organisatorischen Hürden sowie um die Rolle von E-Fahrzeugen im Energiesystem der Zukunft.
Speaker: Viel Spaß!
Speaker: Hallo Thomas!
Speaker: Hi Fabian!
Speaker: Thomas, wir sprechen heute über das Thema bidirektionales Laden und das vor allem im Kontext von Unternehmen und von Flotten.
Speaker: Viele sehen es trotzdem immer noch als Verbraucherthema.
Speaker: Kannst du uns mal kurz aus deiner Sicht sagen, warum ist es interessant für Unternehmen, warum ist es interessant für Unternehmen, die vielleicht gerade größere Flotten haben, warum sollte man sich damit beschäftigen?
Speaker: Ja, interessante Frage.
Speaker: Ich fange vielleicht erstmal damit an, dass wir klären, was heißt eigentlich bidirektionales Laden?
Speaker: Also Smart Charging, das benutzt ja jeder.
Speaker: Also es geht darum, dass ich mein Auto lade, wenn es gerade günstig ist, dann eben das entsprechend zu brauche.
Speaker: Beim bidirektionalen Laden ist es so, dass das Auto nicht nur geladen werden kann, sondern auch entladen.
Speaker: Das heißt, es geht in beide Richtungen und dadurch kann ich das Auto eigentlich sehen als fahrbare Mega-Powerbank, so könnte man es bezeichnen.
Speaker: Und wieso das jetzt gerade für Unternehmen sehr spannend ist, ist, wenn ich jetzt einen Fuhrpark habe, dann kann ich ja den ganzen Fuhrpark nutzen und das ist dann quasi ein riesiges Speicherkraftwerk.
Speaker: Und wenn ich die ganzen Fahrzeuge aggregiere, dann kann ich da durchaus einiges an Delta mitmachen.
Speaker: Vielleicht das richtige Stichwort.
Speaker: Wenn du es aus finanzieller Sicht erklären müsstest, was sind so die Impact-Größen?
Speaker: Über was sprechen wir da ganz grob?
Speaker: Die Impact-Größen sind, wie groß ist meine Flotte, die ich nutzen kann.
Speaker: Das ist ein Thema.
Speaker: Dann habe ich eigene PV-Anlage irgendwo verbaut.
Speaker: Wie viel leistet die?
Speaker: Habe ich irgendwo Spitzenlasten, die ich kappen könnte?
Speaker: Und dann natürlich noch ein Thema, der Fuhrpark.
Speaker: Inwieweit wird der genutzt und wie vorhersagbar ist die Nutzung?
Speaker: Das ist ein Riesen-Thema auch.
Speaker: Vielleicht machen wir das mal an einem Beispiel fest und dann können wir uns vielleicht daran angucken,
Speaker: verdienen und ist es dann auch wirklich spannend für die.
Speaker: Hast du mal einen Vorschlag für so ein Unternehmen, was eine Flotte hat, was dafür
Speaker: Eine größere Flotte, die haben ja manchmal irgendwie 50 Autos, gehen wir davon aus, dass die alle Elektrofahrzeuge sind, gehen wir davon aus, die stehen alle irgendwo dann auch abends zentral auf einem Parkplatz, die haben vielleicht eine PV-Anlage.
Speaker: Ist das die Art von Unternehmen, über die wir reden oder reden wir dann schon wirklich über Riesenspezitionen, die eher im Bereich Logistik mit E-Trucks unterwegs sind?
Speaker: Da muss man jetzt eine Unterscheidung machen.
Speaker: Also wenn du jetzt von E-Trucks sprichst, dann ist es ja so, dass die eigentlich die meiste Zeit auf der Straße sind, weil wenn die nicht auf der Straße sind, dann machst du kein Geschäft mit denen.
Speaker: Das heißt, eigentlich geht es mehr um Fuhrparks, die relativ lange Standzeiten haben.
Speaker: Und da muss man sich dann natürlich überlegen, okay, wie groß ist der Fuhrpark?
Speaker: Also
Speaker: unter 20 Fahrzeugen würde ich mal sagen, ist natürlich auch lukrativ, aber über 20 Fahrzeugen kann man sich dann schon richtig überlegen, wie man das strategisch nutzt.
Speaker: Und da kann man dann, wenn man jetzt die finanzielle Seite betrachtet, davon ausgehen, dass man zwischen, keine Ahnung, 200 bis 1000 Euro pro Fahrzeug wahrscheinlich im Jahr Ersparnis hat oder Einkünfte.
Speaker: Und wenn man das dann hochrechnet und dann die Investitionskosten davon abzieht, dann kann man relativ schnell einen Case daraus bauen.
Speaker: Okay, das ist wirklich spannend.
Speaker: Du hattest gesagt, es lohnt sich ab knapp mal 20 Fahrzeugen, das strategisch anzugehen.
Speaker: Das heißt also auch intern ein bisschen Ressourcen auf so ein Projekt zu setzen.
Speaker: Und es eignet sich für Flotten, die irgendwo eine längere und ich vermute mal auch eine halbwegs vorher absehbare Standzeit haben.
Speaker: Was sind das denn für eine Art von Unternehmen für Flotten?
Speaker: Ja, da kann man jetzt von normalen E-Fahrzeugen ausgehen.
Speaker: Also es gibt ein paar Rahmenbedingungen, die man einhalten muss.
Speaker: Also ich brauche von Flotte her gesehen, brauche ich Fahrzeuge, die V2G-ready sind.
Speaker: Das bedeutet Vehicle-to-Grid.
Speaker: Das heißt eben, dass das Fahrzeug nicht nur geladen werden kann, sondern auch wieder ins Netz zurückspeisen kann.
Speaker: Das kennt man auch schon.
Speaker: Es gibt jetzt aktuell auch schon das Schlagwort V2H, das heißt Vehicle to Home.
Speaker: Da speist es dann oder da kommuniziert dann das Auto mit dem Home Energy Management System, nennt sich das, HEMS-System.
Speaker: und kann da Energie in den Haushalt abgeben.
Speaker: Aber wenn man das jetzt im unternehmerischen Sinn sieht, dann spricht man eigentlich eher von B2G.
Speaker: Und das Fahrzeug muss, wie gesagt, vorbereitet dafür sein.
Speaker: Da gibt es einige verschiedene Kommunikationsprotokolle, die unterstützt werden.
Speaker: Es gibt es auch von der Regulatorik her,
Speaker: Noch einige Themen, die da behandelt werden müssen, zum Beispiel wie das Ganze gemessen wird und so weiter.
Speaker: Und dann gibt es noch auf der Fahrzeugseite ein weiteres Thema und das ist, dass die Fahrzeuge auch dementsprechend vorbereitet sind.
Speaker: Das ist bei vielen Herstellern aktuell der Fall, aber einige müssen auch noch nachzunehmen in dem Bereich.
Speaker: Okay, ich glaube, jetzt hast du ein wichtiges Thema angerissen.
Speaker: Stichwort, welche Voraussetzungen muss ich haben?
Speaker: Also es muss ein E-Fahrzeug sein.
Speaker: Im besten Fall ist es mit der Technologie schon ausgerüstet, quasi wieder Energie abzugeben.
Speaker: Das heißt, im Endeffekt sollte ich vielleicht auch in Zukunft darauf achten, dass ich dann diese Art von Fahrzeugen in meine Flotte hole.
Speaker: Welche weiteren Voraussetzungen muss ich als Unternehmen haben, wenn ich mit bidritionalen Laden meine Kosten senken möchte oder gegebenenfalls sogar kleinere Gewinne erzielen möchte?
Speaker: Eine weitere Voraussetzung ist natürlich, dass ich Wallboxen habe, die fähig sind bidirektional zu laden.
Speaker: Das heißt, da entsteht natürlich einiges an Carpex-Kosten, die ich mit einrechnen muss.
Speaker: Und je nachdem, wie viele Fahrzeuge ich gleichzeitig in meinem Standort habe, muss ich das natürlich dafür auslegen.
Speaker: Das ist ein weiterer Bereich.
Speaker: Dann muss man sich überlegen, ob die IT ready ist dafür.
Speaker: Das heißt, kann ich ein Energiemanagementsystem installieren, das mir auch die Vorhersagen entsprechend trifft und dann auch intelligentes Laden vorbereitet.
Speaker: Und eigentlich aufgrund der vorhergesagten Standzeiten auch ein Modell aufbauen, wo ich dann sage, okay, ich habe meine Fahrzeuge zu dem Zeitpunkt auch zu einem Kapazität geladen, die ich brauche, um später auch noch meinen Auftrag auszuführen.
Speaker: Weil letzten Endes ist ja der Fuhrpark nicht nur ein reiner Speicher, sondern der muss ja auch noch dienen, damit meine Mitarbeiter ihre Aufträge erfüllen können.
Speaker: Na, welchen Probleme kommt man da an der Partei?
Speaker: Praxis?
Speaker: Was sind dann so die kleinen Hebel, die Dinge, die man dann da eigentlich auch beachten muss?
Speaker: Ja, idealerweise habe ich wirklich eine Steuerung von meiner Flotte, dass ich sagen kann, das Auto wird zum Zeitpunkt X für die Strecke Y benutzt.
Speaker: Wenn ich das nicht sagen kann, wenn ich ad hoc meine Fahrzeuge nutzen muss, dann werde ich mich schwer tun, das wirklich, also meinen Fuhrpark zu monetarisieren.
Speaker: Klar kann man auch sagen, ich lade die Fahrzeuge immer zu 100% oder schaue, dass die möglichst voll sind.
Speaker: Aber das ist eigentlich nicht so gut, weil die Akkus, die mögen es nicht, wenn sie entweder komplett voll sind oder komplett leer.
Speaker: Und deswegen arbeitet man da immer mit Ladefenstern.
Speaker: Also man schaut immer, dass die Fahrzeuge so zwischen 30 und 80% geladen sind und in dem Bereich, dass man da das Energy Trading macht.
Speaker: Das ist so das Ziel, wo man hin möchte.
Speaker: Hast du Cases aus der Praxis, wo so ein bidirektionales Laden richtig gut funktioniert hat und dem Unternehmen richtig viel gebracht hat?
Speaker: Was ich weiß, ist, dass zum Beispiel in Holland gibt es die Stadt Utrecht und die hat schon flächendeckend das bidirektionalen Laden umgesetzt und die haben tatsächlich sehr große, nicht Gewinne, aber die haben sehr gute Erfahrungen gemacht, dadurch, dass sie einfach
Speaker: die nachhaltige Energie sehr gut ausnutzen können und wesentlich mehr als vorher, weil sie jetzt die Speicherkraftwerke nicht mehr brauchen, die sie vorher benutzt haben, um eben die Energie zu verteilen und die Netzauslastung auf einem guten Niveau zu halten.
Speaker: Thomas, das hat es ja gerade erwähnt, man sollte einen Akku nicht zu 100% laden, man sollte ihn aber auch nicht auf 0% entladen.
Speaker: Jetzt stelle ich mir als Flottenbetreiber vor, naja, jeder Ladezyklus und Entladezyklus logischerweise, der geht ja auch auf Dauer auf die Gesundheit meiner Batterie.
Speaker: Verkürze ich durch bidirektionales Laden nicht auch irgendwo die Lebensdauer meiner Fahrzeuge bzw.
Speaker: Fahrzeugbatterie?
Speaker: Ja, das stimmt, aber es gibt einige Studien, die belegen, wenn man es wirklich in dem Fenster, wie ich vorhin gesagt habe, also circa in der Mitte von der Batterie, von der Kapazität hält, dass dann sie nicht sehr darunter leidet.
Speaker: Also das verkürzt die Lebensdauer bei ein paar Prozent, ein, zwei Prozent, also nicht massiv.
Speaker: Das ist natürlich trotzdem eine Sache, die man auch klären muss mit dem Anbieter von seinem Fuhrpark, aber insgesamt ist der Impact jetzt nicht so groß, wie man denken könnte.
Speaker: Ja, da gibt es noch einen Punkt.
Speaker: Außerdem gibt es dann auch noch Batterien, die extra dafür ausgelegt sind, dass sie mehr Ladezyklen schaffen.
Speaker: Und da muss man natürlich auch drauf achten bei der Anschaffung seiner Fahrzeuge, dass man auch solche Fahrzeuge dann in seinen Fuhrpark holt.
Speaker: Jetzt gehen wir mal davon aus, ich habe eine größere Flotte mit relativ vorhersagbaren Standzeiten und ich würde sagen, hey Thomas, lass mal einen Pilot machen.
Speaker: Wie würden wir da vorgehen?
Speaker: Was wären so die Themen, die wir angehen würden, um zu schauen, ist es für mich relevant und kann ich da auch finanziell einen relevanten Erfolg erzielen?
Speaker: Ja, also als erstes braucht man mal ein ganz klares Ziel.
Speaker: Also was möchte ich eigentlich machen?
Speaker: Gutes Ziel wäre zum Beispiel, wenn ich hohe Spitzenlasten habe in meinem Unternehmen, dann wäre das Ziel, dass ich diese Spitzenlasten kappen möchte, weil die verursachen auch richtig massiv Kosten.
Speaker: Das wäre mal das Erste, was ich mir überlegen müsste.
Speaker: Dann würde ich dem Pilot nicht eine künstliche Umgebung schaffen, sondern ich würde es tatsächlich im echten Umfeld testen, im echten Betrieb und das an meine realen Anforderungen in meinem Geschäft anpassen.
Speaker: Die Laufzeit, da muss man sich natürlich überlegen, okay, wann mache ich das am besten?
Speaker: Gut wäre, wenn man einen relativ großen Zeitraum abdeckt.
Speaker: Also sowohl Sommer als auch Winter, so ein halbes Jahr oder ein bisschen länger, würde ich sagen, wäre ein guter Zeitraum.
Speaker: Weil dann weiß man auch, je nach Sonnenstand, welchen Effekt die eigene Solarstromerzeugung hat.
Speaker: Das ist auch ganz wichtig.
Speaker: Und dass man natürlich das Ganze messbar macht.
Speaker: Das heißt, man braucht das Equipment, man braucht die Wallboxen, man braucht ein Monitoring, wo man genau sagen kann, okay, was wurde geladen, was wurde entladen.
Speaker: Wie viel Gewinn habe ich tatsächlich durch mein flexibles Energietrading gemacht?
Speaker: Und wenn ich diese ganzen Rahmenbedingungen beachte und das dann noch mit meiner IT verknüpft habe, mit meinen ganzen internen Prozessen, dann steht eigentlich ein gutes Pilotprojekt nicht in der Lage.
Speaker: Und aus deiner Erfahrung, was sind die Themen, an denen es in der Praxis dann auch oft scheitert?
Speaker: Die Vorbereitung, es sind relativ viele Bereiche innerhalb eines Unternehmens beteiligt an solchen Projekten.
Speaker: Also das ist Finance, das ist aber auch die IT, das ist die Auftragssteuerung, die da beteiligt ist.
Speaker: Und dann braucht man meistens auch noch einen Sponsor auf C-Level, der dann auch sagt, okay, wir gehen das Projekt jetzt an.
Speaker: Und das Zusammenwirken der einzelnen Abteilungen, dass man alle an Bord holt, das ist eigentlich am Anfang das Wichtigste.
Speaker: Überzeugen von der Idee und dass es Sinn macht und dass es einen realistischen Case gibt.
Speaker: Gehe mir davon aus, ich habe alle irgendwie ins Boot geholt, ich habe alle überzeugt, ich habe das Go, dann ist es ja auch ein Thema, wo IoT eine sehr prägnante Rolle spielt.
Speaker: Aus deiner Sicht, was ist da der wirklich anspruchsvolle Case, dass es am Ende auch funktioniert oder was sind die Hebel, wo du richtig gut drin sein musst?
Speaker: Also die Kernfrage ist immer die Kommunikation wie bei so vielen IoT-Projekten und da gibt es mehrere Teilnehmer.
Speaker: Da gibt es auf der einen Seite das Fahrzeug, da gibt es auf der anderen Seite den Haushalt oder das Unternehmen, dann gibt es noch die Wallbox und das sind alles IoT-Teilnehmer.
Speaker: Das heißt, die müssen alle miteinander irgendwie sprechen.
Speaker: Da gibt es Protokolle, die das ganz gut steuern und regulieren.
Speaker: Die sind auch schon ganz gut ausdefiniert.
Speaker: Das ist zum Beispiel OCPP.
Speaker: und da gibt es aber verschiedene Versionen mittlerweile.
Speaker: Einige haben noch einen älteren Versionsstand, einige Teilnehmer haben schon einen neueren implementiert.
Speaker: Da besteht die Gefahr darin, dass diese Protokolle nicht sauber umgesetzt sind und dass deswegen die Teilnehmer nicht vernünftig miteinander sprechen können.
Speaker: Das ist eine Herausforderung.
Speaker: Dann gibt es definitiv noch eine andere Herausforderung auf Seiten der Datenqualität.
Speaker: Das heißt, wie gut sind die Daten, die ich eigentlich reinkriege?
Speaker: Ist der Ladezustand, den ich auslese, entspricht der Wirklichkeit?
Speaker: Da gibt es eine Frage, wie oft der wird gesampled, wie oft wird der gemessen, welchen kriege ich dann schlussendlich.
Speaker: Dann die Prognosen, wie gut kann ich die Prognosen machen innerhalb der erfassten Standzeiten zum Beispiel, das wäre ein Thema.
Speaker: Und dann die üblichen IoT-Themen, also Security ist natürlich immer ein großes Thema, ist die Kommunikation, die ich da mache, ist die verschlüsselnd, da gibt es irgendwie...
Speaker: Einfallsvektoren, die ich zumachen muss.
Speaker: Dann ist die Firmware auf dem aktuellsten Stand.
Speaker: Das sind so Themen.
Speaker: Aber das sind übliche IoT-Themen, die eigentlich bei jedem IoT-Projekt wichtig sind.
Speaker: Also hier speziell auf wie direkt seines Laden würde ich eher sagen, dass die Herausforderungen auf der Protokollebene noch liegen.
Speaker: Für mich hört sich das aber ein bisschen so an, dass es wirklich nur für sehr große Unternehmen sinnvoll ist, das ganze Thema alleine anzugehen.
Speaker: und kleinere bis mittlere, die vielleicht trotzdem über ihre nennenswerte Flotte verfügen, vielleicht eher auf eine Standardlösung setzen sollten, beziehungsweise auf eine schüsselfertige Lösung.
Speaker: Würdest du das unterschreiben oder siehst du das irgendwie differenzierter?
Speaker: Rein technisch würde ich tatsächlich sagen, dass das auch für kleine Unternehmen sehr sinnvoll und wichtig sein kann.
Speaker: Weil man kauft ja eigentlich immer das System ein.
Speaker: Wo es dann vielleicht für große Unternehmen einfacher ist, ist die Tatsache, dass die die Daten leichter erheben können oder vielleicht diese schon jetzt erheben und dann das leichter ausrollen können.
Speaker: Allerdings gibt es dann auch wieder die Schwierigkeit bei größeren Unternehmen, dass die dann wieder alle Unternehmen oder alle Abteilungen innerhalb des Unternehmens zusammenbringen müssen, damit die zusammenspielen, muss einiges getan werden.
Speaker: Und das heißt, die Lead-Time, würde ich mal sagen, um das Projekt anzugehen, ist bei größeren Unternehmen sicherlich größer.
Speaker: Kleinere können da agiler und flexibler auf die Anforderungen reagieren, würde ich sagen.
Speaker: Also kurz gesagt, ich denke, dass sowohl für kleine als auch für große Unternehmen das sehr interessant ist, auch um
Speaker: Monetärer Seite natürlich für die Größeren, dadurch, dass sie größere Fuhrparke haben, wesentlich größer auch.
Speaker: Thomas, aus deiner Sicht, wohin geht das Thema in der Zukunft?
Speaker: Welche Relevanz wird es haben?
Speaker: Mit welchen technischen Entwicklungen hat man zu rechnen?
Speaker: Gibt es vielleicht noch regulatorische Themen, die ausstehen?
Speaker: Kannst du da einfach mal so den Blick in die nächsten fünf Jahre geben?
Speaker: Ja, ich denke, dass wir wahrscheinlich, der gesamte Energiemarkt wird sich ein bisschen ändern.
Speaker: Also wir haben jetzt hauptsächlich über Unternehmen gesprochen, aber das Gleiche zählt ja auch, wie ich am Anfang gesagt habe, auch für einzelne Haushalte.
Speaker: Jeder wird irgendwie zu einem Energiehändler.
Speaker: Dadurch, dass jeder eine riesige Batterie daheim hat, kann es jeder für sich nutzen.
Speaker: Und das wird natürlich auch einen Impact haben auf die Energiepreise.
Speaker: Ich glaube, so wie wir es aktuell haben, dass es tatsächlich auch negative Energiepreise gibt.
Speaker: Das heißt, ich kriege Geld, wenn ich lade.
Speaker: Das ist aktuell eigentlich nur deshalb so, weil Wind- und Sonnenenergie zu bestimmten Tageszeiten en masse verfügbar sind.
Speaker: Das wird sich ändern, weil ich dann einen riesigen Speicher habe an E-Fahrzeugen, die rumstehen.
Speaker: Und dadurch kann ich die Netzauslastung viel besser steuern.
Speaker: Und ich glaube, das werden wir in Zukunft mehr spüren.
Speaker: Auf Energielieferantenebene ist es so, dass wahrscheinlich die Speicherkraftwerke, die wir jetzt noch sehr viel bauen und wo wir jetzt noch sehr viel Geld reinstecken, die werden wir in Zukunft so nicht mehr brauchen, weil das werden wir einfach in die E-Fahrzeuge reinstecken, weil die E-Mobilität nach und nach immer mehr steigen wird.
Speaker: Ich glaube, das ist so ein Ausblick auf die nächsten fünf Jahre so groß, ja.
Speaker: Könnte man dann sagen, dass der Ausbau der E-Mobilität und die Steigerung der E-Fahrzeuge eigentlich auch einer der wesentlichen Schlüssel der Energiewende sind, wenn du das Thema Speicher vor allem in den Blick nimmst?
Speaker: Ja, kann ich ganz kurz beantworten.
Speaker: Denke ich, ja, definitiv ist das doch.
Speaker: Das ist, glaube ich, ein gutes Abschlusswort.
Speaker: Ja.

