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(S2IE2) Private Depots statt Lade-Lotterie: Wie Charge Circle E-Lkw-Laden planbar macht (Sinah-Nikola Enahoro | Charge Circle)

Charging eXcellence
Charging eXcellence

29 plays · Oct 6, 2026

Transcript

Speaker: Willkommen zu Charging Excellence, dem Podcast für Ladeinfrastrukturprofis.

Speaker: Willkommen zu einer neuen Folge von Charging Excellence.

Speaker: Heute geht es um die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs und um die zentrale Frage, wie gelingt es Logistikunternehmen eLKB zuverlässig, wirtschaftlich und planbar zu laden.

Speaker: Mein heutiger Gast ist Sina von ChargeCircle.

Speaker: einer Plattform für Ladepartnerschaften zwischen Depots und eLkw-Betreibern.

Speaker: Sie beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen und operativen Lösungen für die Ladeinfrastruktur elektrischer Nutzfahrzeuge.

Speaker: Wir sprechen über Kosten und Herausforderungen beim Umstieg auf eLkw, den Aufbau von Ladeinfrastruktur auf Betriebshöfen sowie darüber, wie geteilte Depot-Ladepunkte Planungssicherheit schaffen und zusätzliche Einnahmen für die Probetreiber ermöglichen können.

Speaker: Viel Spaß beim Zuhören.

Speaker: Hi, Sina, willkommen im Podcast.

Speaker: Hi, grüß dich.

Speaker: Sina, für alle, die von Charge Circle noch nicht was gehört haben, kannst du uns kurz erklären, was ihr macht und welches Problem ihr löst?

Speaker: Ja, gerne Fabian.

Speaker: Also erstmal vielen Dank, dass ich heute hier sein darf.

Speaker: Wir bei Charge Circle, wir verbinden Depot-Ladestationen mit Unternehmen, die eine Ladestation suchen.

Speaker: Sprich als eLkw-Besitzer, wenn man seine Routen plant, wenn man einen Ort braucht, wo man laden kann, dann finden wir diesen Ort für diesen eLkw-Besitzer in einem privaten Depot.

Speaker: Hat viele Vorteile.

Speaker: Es ist günstiger.

Speaker: Es gibt natürlich sehr viele Depots.

Speaker: Aktuell ist die öffentliche Ladeinfrastruktur noch nicht dort, wo wir sie benötigen in Deutschland.

Speaker: Wir bei Charge Circle fokussieren uns aber auch vor allem auf langfristige Ladepartnerschaften, denn kein Depot möchte sein eigenes Grundstück jetzt zu einem öffentlichen Ladeparkplatz machen.

Speaker: Ja, natürlich.

Speaker: Das heißt, wir gucken, gibt es jemanden, der wiederholt über die Dauer von Lieferverträgen immer wieder an einem gleichen Ort vorbeikommt, um dort eben zu laden.

Speaker: Und ja, hat natürlich viele Vorteile, ist viel kostengünstiger, ist von der Planung her viel besser.

Speaker: Man weiß auch, als Routenplaner oder auch als Logistikunternehmen, wer kommt.

Speaker: Dort habe ich die Ladestation zur Verfügung, die ist nicht blockiert von irgendeinem Fahrzeug, die funktioniert nicht.

Speaker: Normalerweise auch grundsätzlich bringen wir da einfach viel Ladesicherheit und natürlich auch einen gewissen Kostenreduktionsfaktor beziehungsweise auch eine Einkommensquelle für den Depobesitzer mit.

Speaker: Du hast ja schon ein Problem angesprochen, also die Verfügbarkeit einer Ladesäule.

Speaker: Das ist ja ein Problem, was man erst hat, wenn man sich ein eLkw zugelegt hat.

Speaker: Aus deiner Sicht, was sind denn die Motivationen, warum ein Logistiker derzeit auf dem eLkw umsteigt?

Speaker: Ja, also die größte Motivation ist immer der Kostenfaktor, es ist immer das Geld.

Speaker: Am Ende des Tages geht es in der Logistik, ja wie in jedem Unternehmen, darum, am Ende des Tages einen gewissen Beitrag zu erwirtschaften.

Speaker: Und in der Logistik sind die Margen relativ gering.

Speaker: Das bedeutet, es kommt wirklich auf kleinste Beträge an.

Speaker: Aber je nachdem, mit wem ich mich unterhalte, wer diese Hochrechnungen macht, es ist einfach eine Tatsache, dass der eLKW auf die Gesamtkosten, die Gesamtlebenskosten, nennt man TCO, günstiger ist.

Speaker: Mindestens 10 Prozent.

Speaker: Ich habe auch schon Hochrechnungen gesehen, die sagen bis zu 30 Prozent.

Speaker: ist natürlich eine theoretische Geschichte, aber am Ende des Tages ist er wirklich günstiger.

Speaker: Und ein treibender Faktor für den Faktor, wie viel günstiger der eLkw ist, sind natürlich die Energiekosten.

Speaker: Wir haben aktuell noch sehr hohe Anschaffungskosten für eLkw.

Speaker: Ich sage aktuell, weil wir jetzt nicht nur europäische Manufaktörer haben für LKWs.

Speaker: Es kommt langsam, aber sicher auch Konkurrenz, sag ich mal, aus Übersee.

Speaker: Und dort ist ein e-LKW viel, viel günstiger als hier in Europa.

Speaker: Dann haben wir auch wahnsinnige Weiterentwicklungen, wenn es um die Batterietechnologie geht.

Speaker: Also was in den letzten Jahren da schon passiert ist, ist schon faszinierend.

Speaker: Das ist schon wirklich der Hammer, wie viel...

Speaker: Kilometer, wenn man mittlerweile mit einem eLkw zurücklegen kann.

Speaker: Ich gehe mal davon aus, es wird jetzt auch noch ein bisschen weiter so gehen, dass die wirklich weiterfahren können.

Speaker: Das heißt, es ist ja auch ein wichtiger Faktor.

Speaker: Die werden natürlich auch günstiger.

Speaker: Und natürlich mit der zunehmenden Konkurrenz gehen wir auch davon aus, dass eLkw grundsätzlich in der Anschaffung günstiger werden.

Speaker: Aber am Ende des Tages, wie gesagt, die Energiekosten sind das, was die Kosten nach unten drücken.

Speaker: Wir haben noch andere Faktoren.

Speaker: Also ein eLkw grundsätzlich hat weniger Energiekosten.

Speaker: Teile als ein Diesel-LKW ist ein bisschen weniger kompliziert.

Speaker: Das heißt, man kann davon ausgehen, dass natürlich die auch weniger Reparaturkosten haben, wobei ich sagen muss, ich habe tatsächlich mich letztens mit einem Logistikunternehmen ausgetauscht, da war das genau andersrum.

Speaker: Da hatten die LKW noch viele, sage ich mal, Kindheitsprobleme.

Speaker: Man darf ja nicht vergessen, es sind natürlich trotzdem neue Entwicklungen in der LKW-Branche.

Speaker: Ein Diesel-LKW fährt hier seit, keine Ahnung, 50 Jahren rum oder wie lange auch immer.

Speaker: Die LKW sitzt halt erst seit ein paar Jahren

Speaker: Aber wir können auch davon ausgehen, dass in Zukunft diese E-LKWs ja unanfällig sein werden.

Speaker: Und wenn man die reparieren muss, geht es schnell und günstig.

Speaker: Und ein Riesentreiber ist natürlich gerade die Maut.

Speaker: Also es gibt viel Mautbefreiungen für E-LKW.

Speaker: Das drückt natürlich dann auch nochmal fast die Kosten nach unten.

Speaker: Man muss ehrlich sagen, dass gerade so die Geschichte mit der Maut ist natürlich was, was nicht sicher ist.

Speaker: Ja, da kann der Gesetzgeber sich immer entscheiden, ich ändere es, ich ändere es nicht.

Speaker: Jedes Land macht wieder sein eigenes Ding.

Speaker: Aber aktuell ist es ein Riesenkostentreiber nach unten.

Speaker: sozusagen, was natürlich auch ein Riesenbenefit ist für ein Logistikunternehmen dann.

Speaker: Es ist ja Logistik nicht eine einheitliche Branche.

Speaker: Es gibt ja da sehr viele Geschäftsmodelle innerhalb der Logistik.

Speaker: Der eine fährt sehr lange Routen, die einen fahren eher Kützerrouten, Tagesrouten, die einen beliefern Supermärkte, die anderen machen vielleicht Baustellenlogistik, wo ich das auch in den ersten eLKWs gesehen habe.

Speaker: Du hattest ja angesprochen, die Ersparnisse sind ungefähr um 10 Prozent bei den Total Cost of Ownership.

Speaker: Gibt es innerhalb dieser verschiedenen Segmente da auch nochmal eine große Abweichung?

Speaker: Das kann ich dir jetzt so genau gar nicht beantworten, wenn ich ehrlich bin.

Speaker: Man muss sich wirklich jeden Use Case anschauen.

Speaker: Es kommt einfach wirklich darauf an, was mache ich denn.

Speaker: Wenn ich jetzt zum Beispiel nur an meinem eigenen Depot laden kann, jetzt muss ich mir mal vorstellen, Unternehmensstrom kostet vielleicht so um die 19 Cent.

Speaker: Es hängt natürlich auch komplett ab, wo bin ich?

Speaker: Du weißt ja selber, wir haben in jedem Dorf unseren eigenen Netzbetreiber.

Speaker: Und der macht wieder seine eigenen Regeln.

Speaker: Aber wenn ich jetzt einfach mal so 19 Cent rechne, vielleicht habe ich ja sogar eine PV-Anlage, also eine Photovoltaikanlage bei mir auf dem Dach, dann geht das nochmal runter vielleicht auf bis zu 7 Cent pro Kilowattstunde.

Speaker: Im Endeffekt verbrauche ich ja da so gut wie kein Geld fürs Fahren.

Speaker: Und wenn ich jetzt, sag ich mal, eher Kurzstrecken fahre, bei mir auf dem Depot laden kann, vielleicht auch woanders auf dem Depot laden kann für einen vergünstigeren Preis, dann verspeiche ich natürlich viel, viel mehr ein.

Speaker: wie jetzt jemand, der jetzt eine Autobahn laden muss und ich dann vielleicht bis zu 70 Kilowattstunde bezahlen muss.

Speaker: Also das ist natürlich dann nochmal eine ganz andere Range.

Speaker: Deswegen so das Thema Laden, Ladekosten ist natürlich ein Riesentreiber.

Speaker: Wenn ich jetzt auch viel Autobahn fahre, bezahle ich natürlich auch viel Maut.

Speaker: Dann kommt es natürlich auch darauf an, in welchem Land fahre ich denn.

Speaker: Also wenn ich jetzt dann auf einmal keine Maut bezahle,

Speaker: schlägt das natürlich auch ein.

Speaker: Also diese 10 Prozent kann man jetzt gar nicht so fest sagen.

Speaker: Ich denke, wenn man jetzt wirklich viel auf Autobahn fährt, viel in Depots lädt zu einem vergünstigteren Preis, kann man wirklich auch bis zu 30 Prozent einspannen.

Speaker: Aber wie gesagt, das sind alles kalkulatorische Kosten.

Speaker: Am Ende des Tages ist das eine individuelle Entscheidung.

Speaker: Ja, und wie du schon gesagt hast, gerade auch Müllabfuhr und alles kann ja wirklich elektrisch fahren für eine Müllabfuhr, bietet sich das an.

Speaker: Die fahren die immer die gleiche Route ab, ja, also die wissen genau, wann bin ich wo.

Speaker: Die können definitiv auch bei sich auf dem Hof laden.

Speaker: Das heißt, die sind natürlich perfekt zum Elektrifizieren von ihrer Flotte.

Speaker: Also grundsätzlich würde ich sagen, Unternehmen, die immer sehr ähnliche Routen abfahren, wo das alles noch ein bisschen einfacher zum Planen ist, die auch so, oder vielleicht dann auch solche Routen fahren, wo ich

Speaker: meine Ladezeiten einigermaßen gut, wenn man Pausenzeiten vereinbaren kann, ist auch von Vorteil.

Speaker: Und ja, ich sage es mal so, öffentliches Laden wird hoffentlich in Zukunft auch günstiger, dass ich dann vielleicht auch so laden kann, entweder öffentlich oder eben mit so einer Lösung wie von uns, mit einer Ladepartnerschaft auf einem Depot, dann kann ich meine Kosten natürlich komplett nach unten drücken.

Speaker: Es gehen wir davon aus, ich bin Logistiker, ich sage, hey, 10% weniger, das klingt auch super.

Speaker: Ich habe richtig Lust, mir einen E-LKW in die Flotte zu holen.

Speaker: Was sind die typischen Herausforderungen, auf die ich dann danach treffe?

Speaker: Du hast ja schon einige erwähnt, aber vielleicht gucken wir uns das nochmal genauer an.

Speaker: Oder was sind vielleicht auch, in Anführungszeichen, Mythen,

Speaker: die Logistiker als schwieriger erachtet, aber gar nicht so das Problem sind und dann vice versa, was sind vielleicht Themen, die dann oft unterschätzt werden und am Ende dann wirklich Kopfschmerzen bereiten.

Speaker: Also eine gute Frage.

Speaker: Ich sage es mal so, das allererste ist natürlich, man kauft sich ja jetzt nicht nur einen e-Lkw.

Speaker: Normalerweise, wenn man sich einen e-Lkw kauft, sollte man sich auch nochmal eine Ladestation bei sich auf den Hof setzen.

Speaker: Und das ist schon so die größte Challenge, würde ich sagen.

Speaker: Und ich denke mal, man überlegt sich das so, ja, wenn ich mir einen Diesel-Lkw kaufe, dann gehe ich halt zu den bekannten Unternehmen und sage, ich hätte gern einen E-Aktrus, ich hätte gern einen MAN, Scania, was auch immer mein Favorit ist.

Speaker: Vielleicht vergleiche ich die auch so ein bisschen.

Speaker: Oder ich habe vielleicht schon jemanden, einen Partner, der mir mein LKW anbietet und dann hole ich den, dann wird der halt geliefert und dann ist der da und dann fahre ich damit.

Speaker: So funktioniert das halt weiter nicht.

Speaker: Also man muss sich schon längerfristig Gedanken machen, wie mache ich das denn?

Speaker: Ja,

Speaker: Denn der Lkw muss ja irgendwo geladen werden.

Speaker: Das heißt, man muss sich erstmal sein eigenes Depot anschauen.

Speaker: Habe ich denn überhaupt den Netzanschluss dafür, um mir eine Ladestation auf meinen Hof zu setzen?

Speaker: Denn am Ende des Tages ist es natürlich schon die beste wirtschaftliche Entscheidung, sich zumindest für seinen eigenen Lkw eine Ladestation zu holen, dass ich den da laden kann.

Speaker: Weil wenn ich den immer außen lade, dann ist das schon teuer, langfristig gesehen.

Speaker: Aber diese Infrastruktur, sage ich mal, ist natürlich schon happy.

Speaker: Also wenn der Netzanschluss nicht ausreicht, muss ich den ausbauen lassen.

Speaker: Die Kosten sind crazy.

Speaker: Also ich kann jetzt auch gar nicht richtig sagen, was das kostet, aber weil jeder Netzanbieter verschiedene Kosten hat.

Speaker: Aber

Speaker: Sagen wir mal, ich möchte jetzt vielleicht einen Teil meiner Flotte elektrifizieren.

Speaker: Ich sage es mal so, ich nehme mal drei, 400 Kiloladewattstationen auf meinen Hof.

Speaker: Das reicht mir mindestens für sechs, wenn nicht sogar mehr LKWs, vielleicht zehn, je nachdem, wie ich lade, wann ich lade.

Speaker: Wenn ich über Nacht lade, kann ich da ja auch mindestens zwei dran oder drei dranhängen.

Speaker: Da habe ich ja keinen Stress, dass die schnell vollgeladen werden müssen.

Speaker: Ja.

Speaker: Dann kostet mich die Hardware natürlich schon mal einen Haufen Geld.

Speaker: Dann brauche ich aber auch vielleicht Tiefbau, um Verkabelungen zu legen.

Speaker: Ja, die ganze Montage ist auch nochmal ein Zeitfaktor natürlich.

Speaker: Vielleicht brauche ich eine eigene Trafostation, um irgendwie die Hochspannung auf Mittelspannung umzulegen, weil mit meiner normalen Spannung komme ich damit ja nicht mehr klar.

Speaker: Ich habe den Netzanschluss schon angesprochen.

Speaker: Das ist immer so der größte Unsicherheitsfaktor.

Speaker: Also es kann wirklich bei so drei Ladestationen, kann ich dafür vielleicht 80.000 Euro bezahlen, wenn ich es ausbauen muss.

Speaker: Ich kann aber auch über 200.000 Euro dafür bezahlen müssen.

Speaker: Das kommt immer darauf an, wie viel ich ausbauen muss und was mein Netzbetreiber dafür beanschlagt.

Speaker: Und das heißt, so ein Projekt, sage ich jetzt mal, mit so drei Ladestationen, kann halt zwischen...

Speaker: Ja, 350.000, 400.000 Euro bis zu 650.000, 700.000 Euro kosten und das kann mich halt auch schon mal über ein Jahr, eineinhalb Jahre Zeit kosten.

Speaker: Das heißt, es ist ein Riesending, aber es gab lange Subventionen vom Staat dafür.

Speaker: Es gibt jetzt wieder ein neues Förderprojekt, was auch Deppolade-Stationen und eLKWs fördert.

Speaker: Das heißt, man bekommt da wieder was zurück vom Staat.

Speaker: Aber aus Erfahrung kann ich auch sagen, jeder Logistiker, der das machen möchte, man braucht das Geld erstmal, um das vorzustrecken, weil das dauert, bis der Staat einem das wieder zurückschickt.

Speaker: Also ich habe mich da auch mal mit einem Logistikunternehmen bei uns aus der Region ausgetauscht.

Speaker: Da war das Problem, die hatten dann Angebote von allen verschiedenen Parteien, die da involviert sind.

Speaker: Und bis sie aber dann die Zusage vom Staat bekommen haben, ja, das dürft ihr so machen mit den ganzen Angeboten, hatten sich die Preise geändert natürlich.

Speaker: Und dann war das natürlich alles schon ein riesiger organisatorischer Aufwand.

Speaker: Also die Bürokratie dahinter darf man nicht unterschätzen.

Speaker: Aber...

Speaker: Meiner Meinung nach rechnet sich das wirklich.

Speaker: Also wenn ich einmal diese Ladestationen bei mir auf dem Hof habe, wenn ich diesen Anschluss habe, dann kann ich mit meiner Ladestation einfach Geld verdienen.

Speaker: Und das ist gar nicht so wenig, als wenn ich meine Ladestation so dreimal die Woche an jemanden auskomme.

Speaker: Ausleih, sage ich mal, für vielleicht so eine Stunde, eineinhalb Stunden, ja, dann kann ich damit an 250 Tagen im Jahr, dann kann ich da um die 50.000 Euro Gewinn reinwirtschaften.

Speaker: Einfach nur mit einer Pi mal Daumen Rechnung, dadurch, dass ich natürlich einmal den, ich zahle ja sehr wenig Strom selber,

Speaker: Dann verlange ich einfach eine kleine Gebühr für die Nutzung von meiner Infrastruktur und am Ende des Tages habe ich dadurch dann auch wieder einen Return on Investment.

Speaker: Und natürlich für meine eigenen eLkw bezahle ich dann natürlich nur den Industriestrompreis.

Speaker: Vielleicht habe ich ja wirklich mir auch noch eine PV-Anlage dazu geholt, vielleicht sogar noch einen Speicher.

Speaker: Also es gibt wirklich Unternehmen, die sind da richtig gut dabei, sind natürlich auch wieder nochmal sehr hohe Kosten, so ein Speicher kostet viel Geld.

Speaker: Die PV-Anleihe kostet viel Geld, da gibt es aber auch, je nachdem wo man jetzt ist, auch nochmal Subventionen dafür.

Speaker: In der Logistik hat sich jetzt ganz lange Zeit wenig getan, ja, das ist jetzt wirklich ein riesen Umdenken, denn es ist einfach nicht normal, dass man so viel Geld investiert, dass man überhaupt so viel Geld, sag ich mal, auf der hohen Kante einfach liegen hat, dass man das investieren kann.

Speaker: Wir reden ja hier wirklich von einem Millionenprojekt, sag ich jetzt mal, ja.

Speaker: Es gibt aber wirklich einen guten Return on Investment wieder zurück.

Speaker: Es ist auch so, das ist ein Grund, den ich vorhin nicht genannt habe, es gibt auch von der EU, ich nenne es mal eine Richtlinie, am Ende des Tages könnte es sich auch ändern, aber es ist wirklich so, dass wir auch CO2-Emissionen stark einsparen müssen, einfach mit Druck von der Regierung und viele Unternehmen wünschen sich dann natürlich auch eine CO2-freiere Lieferkette, weil mit unserem Lieferkettengesetz muss ich natürlich sagen, wenn mein Produkt von A nach B wirklich von der

Speaker: Keine Ahnung, wenn ich jetzt ein Bauer bin, ja wirklich vom Pflanzen von meinen Produkten, von meinen Zwiebelchen zum Beispiel, bis die dann Atulpen sind und dann muss ich gucken, wie viel Wasser brauche ich, wie werden die transportiert, alles.

Speaker: Dann kommt es halt wirklich darauf an, dass ich auch in der Lieferkette CO2-neutral wie möglich bin.

Speaker: Das kostet natürlich auch einen Haufen Geld, wenn man das nicht isst.

Speaker: Es ist ein großer Schritt,

Speaker: Es ist auch mental ein großer Schritt, jetzt auf einmal für den E-Lkw-Fahrer zu sagen, ha, ja gut, wo lade ich denn?

Speaker: Ich muss jetzt da vielleicht eine Stunde warten oder eineinhalb Stunden warten.

Speaker: Kann ich das irgendwie vereinbaren?

Speaker: Ist das für die E-Lkw-Fahrer auch okay?

Speaker: Also ich kenne Storys, wo die Fahrer sagen, oh ja, so cool, ich habe jetzt hier was total Neues und der E-Lkw ist ja so cool, der fährt sich so ruhig und der zieht richtig an und was auch immer.

Speaker: Und dann habe ich aber auch schon Storys gehört von Logistikunternehmen, wo dann die Fahrer gekündigt haben, weil die gesagt haben, ich komme damit einfach nicht klar, ich will das nicht.

Speaker: Ich will das nicht, ich bin das nicht gewohnt, ich kenne das nicht.

Speaker: Also es gibt wirklich viele Challenges, ja, und auch für einen Disponenten.

Speaker: Jetzt muss ich nicht nur gucken, wann kommt welche Lieferung wo an,

Speaker: Jetzt muss ich auch noch gucken, wo lade ich denn das Auto und was mache ich denn, wenn diese Ladestation blockiert ist, nicht funktioniert.

Speaker: Also ich habe schon Disponenten gesehen, die hocken mit dem Handy da, mit dem Rechner da und haben dann noch ein zweites Handy, um zu gucken, wo ist denn jetzt wirklich der richtige Platz und ist es frei oder ist es nicht frei.

Speaker: Man kann ja öffentliche Ladestation aktuell auch nicht reservieren.

Speaker: Das heißt, es ist dann immer so, ja aktuell ist sie noch frei, aber bis du ankommst und dann bist du vielleicht im Stau.

Speaker: Also wie du siehst, es ist ein Riesenchaos.

Speaker: Es sind viele Dinge, die einfach nicht einfach vorhersehbar sind und dafür braucht es einfach ein bisschen Struktur.

Speaker: Und das ist genau das, wo wir auch ansetzen bei Chartstirkel.

Speaker: Also wir gucken, dass du dir eine Ladestation reservieren kannst, dass du die buchen kannst.

Speaker: Wir haben auch Ausfallmechanismen mit eingeplant, wenn du im Verkehr feststeckst oder...

Speaker: wenn die Ladestation vielleicht doch nicht funktioniert, dass man einfach ein bisschen besser planen kann.

Speaker: Und das heißt, wir versuchen jetzt gerade alle eigentlich, dieses Infrastruktur-Problem ein bisschen zu lösen, dieses Kostenproblem ein bisschen zu lösen.

Speaker: Denn gerade für Logistiker ist natürlich Planungssicherheit so die goldene Kuh.

Speaker: Und das ist ja alles irgendwie ein organisatorisches und Planungsproblem, sage ich mal, dass Sachen pünktlich kommen, zuverlässig kommen und genau das versuchen wir jetzt halt irgendwie hinzubekommen, auch mit dem Inkludieren, sage ich mal, von privater Ladeinfrastruktur in diese öffentliche Ladeinfrastruktur, wenn man das so sagen kann.

Speaker: Sina, jetzt haben wir den eLkw, wir haben die Ladeinfrastruktur, wir haben die Förderung vom Staat erhalten und uns auch die Ladestation gebaut.

Speaker: Jetzt komme ich ja irgendwie in das Thema, wie setze ich das operativ um?

Speaker: Ich muss an meinem Hut planen, ich muss irgendwie mit den Kunden sprechen.

Speaker: Du hast Disposition angesprochen.

Speaker: Welche verschiedenen Ladestrategien gibt es und wie setzen die die einzelnen Unternehmen um?

Speaker: Weil ich vermute mal, da gibt es ja innerhalb dieser verschiedenen Geschäftsmodelle in der Logistik

Speaker: Einfach einen riesen Unterschied.

Speaker: Also wie du gesagt hast, Müllfahrzeug braucht wahrscheinlich keine Ladestrategie, die lade im Depot versus ich fahre von Schweden nach Sizilien.

Speaker: Das wird was ganz anderes sein.

Speaker: Ja, es gibt, sage ich mal, kein Patentrezept.

Speaker: Es kommt wirklich immer darauf an, was für eine Art von Logistikbetrieb habe ich denn?

Speaker: Also wie sehen denn meine Routen aus?

Speaker: Was mache ich denn tatsächlich?

Speaker: Also was ist so mein Tagesgeschäft?

Speaker: Wenn ich jetzt ein Unternehmen bin, das eher Langstrecke fährt, muss ich natürlich der Disponent hinhocken und wirklich sagen, okay, wo gibt es denn am besten natürlich in dem Zeitraum von den Pausenzeiten von meinem Fahrer Ladestationen.

Speaker: Bei uns in Deutschland hat einfach öffentliche Ladestationen, ob das jetzt von Aral ist, ob das jetzt von EMBW ist, von was auch immer, was es auch gibt.

Speaker: dass mein Fahrer dort laden kann, hat nochmal so die Herausforderung, dass man da vielleicht eine Ladestation hat.

Speaker: Vielleicht ist es sogar eine 400-Kilowatt-Ladestation, was natürlich schon mal richtig super ist, weil man braucht natürlich die hohen Leistungen, dass man da jetzt nicht für fünf, sechs Stunden wartet, bis der LKW vollgeladen ist.

Speaker: Aber darf ich da überhaupt laden?

Speaker: Also viele öffentliche Ladestationen sind ja gar nicht dafür gemacht, dass ein LKW da lädt.

Speaker: Und wenn jetzt, vielleicht habe ich keine Zeit zum Absatteln.

Speaker: Ich kann aber auch gleichzeitig jetzt nicht einfach mal fünf Ladestationen blockieren.

Speaker: Das finden viele Betreiber auch nicht so cool.

Speaker: Das heißt, das ist natürlich auch schon mal so die erste Challenge.

Speaker: Ich kann natürlich gucken, da ist eine Ladestation, aber ob ich dann da laden kann, das ist natürlich eine andere Geschichte.

Speaker: Aber das ist trotzdem, sage ich mal so, wenn ich jetzt lange Routen fahre und ich lade öffentlich, dann ist das wirklich so das Erste, wonach ich gucken muss.

Speaker: Das heißt, der Disponent Hock da, schaut auf meiner Route, hier muss ich, normalerweise, wenn ich mir jetzt einen großen ELKW hole, dann natürlich, sag ich mal, einen EAC Pro 600 zum Beispiel, der macht natürlich am meisten Sinn für Langstrecke oder ein vergleichbares Modell mit einer großen Batterie.

Speaker: Gucke ich natürlich, ah, mein Fahrrad, der muss jetzt nach vier, viereinhalb Stunden, muss der seine Pause machen, gucke ich in dem Rahmen, wo sollte er denn da sein, dass ich dann dort laden kann.

Speaker: Das heißt, der

Speaker: Der Disponient hockt dann da mit seiner EMBW-App zum Beispiel und schaut, ah, da ist eine Ladestation, das wird ja ungefähr reinpassen.

Speaker: Passt, ja.

Speaker: Und so macht er das dann über die ganze Route.

Speaker: Wenn ich Glück habe, habe ich einen Kunden, der vielleicht eine Ladestation hat.

Speaker: Das heißt, was ich natürlich auch machen kann, ist, dass ich schaue, dass ich so bei meinem Kunden ankomme.

Speaker: dass ich dann dort lade oder in der Nähe vom Kunden vielleicht auch lade.

Speaker: Also ich habe schon Lösungen gehört, wo der Fahrer zum Kunden fährt, seinen Hänger ablädt, dann ums Eck fährt, zur öffentlichen Ladestation, dort volllädt und dann wieder zurückkommt, sein Hänger dann umgeladen wurde und wieder abholt und weiterfährt.

Speaker: Also es funktioniert, ist natürlich ein Zeitfaktor, hat dann auch beim Fahrer keine Ruhezeiten wirklich geholfen, weil er war ja trotzdem unterwegs.

Speaker: Also es war ein bisschen tough, das zu planen.

Speaker: Einfacher ist es natürlich, wenn ich jetzt Kurzstrecke fahre in meinem eigenen Depotladen, wie du schon gesagt hast, oder wenn ich einfach immer einen Partner habe, bei dem ich laden kann.

Speaker: Und das ist natürlich auch das, wo wir wieder ein bisschen mit reinspielen.

Speaker: Vielleicht ist es kein Partner, wo ich was abliefer, sondern einfach ein Partner, wo ich halt zum Laden komme.

Speaker: Und dann habe ich eigentlich so am wenigsten Probleme.

Speaker: Preislich ist dann oft auch so, dass viele Logistikunternehmen sagen, gut,

Speaker: Es gibt jetzt keine Alternative.

Speaker: Also entweder ich lade meinen LKW da voll und ich zahle halt meine 60, 70 Cent die Kilowattstunde im Worst Case.

Speaker: Oder ich lade ihn nicht voll und ich stehe da.

Speaker: Also das heißt, die Alternativen sind gerade noch ein bisschen dünn.

Speaker: Das Gute ist, unsere öffentliche Ladeinfrastruktur wird auch immer weiter ausgebaut.

Speaker: Es gibt riesige Projekte wie von Mylands.

Speaker: Die haben jetzt auch schon gerade an Häfen und an so vielen befahrenen Dätten ihre Ladestationen aufgebaut.

Speaker: Die sind auch gar nicht so teuer.

Speaker: Aber die sind immer noch viel, viel teurer, als wie man es in einem Depot machen könnte.

Speaker: Die haben einfach ein anderes Geschäftsmodell, sage ich mal.

Speaker: Und ich denke auch, wenn man mal diesen Gemeinschaftsgedanken auch ankriegt, so als Logistikindustrie gemeinsam, möchten wir ja alle, dass unsere Kosten gedrückt werden, möchten ja alle gemeinsam auch die Umwelt nicht komplett zerstören am Ende des Tages.

Speaker: Wir leben unsere Kinder und Kindeskinder hier.

Speaker: Und wenn der Kunde natürlich dann auch noch happy ist, mir vielleicht ein bisschen mehr zu bezahlen dafür, dass ich größere,

Speaker: grün fahre oder vielleicht auch einfach nur mich auszuwählen, weil ich grün fahre, dann ist es ja super, wenn wir da alle zusammenarbeiten können, als wenn ich jetzt als Depot meine eigene Ladestation nicht zu teuer, sag ich mal, teile, sondern da halt eine kleine Marge mir drauf sitze, aber jetzt nicht auf einmal auch 60, 70 Cent für die Kilowattstunde verlangen.

Speaker: Ich darf hier aber dann auch bei einem anderen Partner auch für einen günstigeren Preis laden können.

Speaker: Also wir streben an, das ist auf jeden Fall so zwischen 20 und 34 Cent, so die goldene Grenze, 33, 34 Cent, also wir wollen da nicht drüber liegen.

Speaker: Wenn man das hinbekommt, dann ist es einfach eine absolute Win-Win-Situation.

Speaker: Und am Ende des Tages verdient jeder dazu und bezahlt jeder weniger Geld.

Speaker: Das heißt, jeder gewinnt.

Speaker: Und ich denke, wenn man das hinbekommt und das auch so, wenn alle das so in ihre Ladestrategie einbauen, denke ich mal, haben alle gewonnen.

Speaker: Also der Kunde, der weniger Geld bezahlen muss, der Spediteur, der mehr Geld verdient und natürlich auch der Besitzer von der Ladeinfrastruktur, der depolade Infrastruktur, der so einen schönen Return on Investment dann trotzdem wieder hat auf seine eigene Ladeinfrastruktur.

Speaker: Meiner Meinung nach, vielleicht abschließend gesagt, wir bekommen ja, also Prognosen für, sag ich mal, den Umstieg von Diesel-LKW auf E-LKW sind sehr positiv.

Speaker: Ich habe jetzt so Zahlen von 2025 im Kopf, wo wir einen Anstieg hatten von, ich glaube, das war ein...

Speaker: Fast 38 Prozent, lass mich nicht lügen, aber auf jeden Fall drastisch.

Speaker: In Europa waren es über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Speaker: Das sind trotzdem kleine Zahlen.

Speaker: Also die Berechnung von 1.400 nicht ganz E-LKWs in Deutschland und 4.000 irgendwas E-LKWs in Europa.

Speaker: Aber es gibt tolle Prognosen.

Speaker: wie sich das alles verändern soll, eben wegen den Kostenfaktoren von großen Unternehmen wie PwC zum Beispiel, die sagen, im Jahr 2030 werden 20 Prozent von allen registrierten neuen LKWs E-LKWs sein.

Speaker: Und dann habe ich natürlich ein Problem, dann muss ich gucken, habe ich Ladestation, habe ich Infrastruktur, woher kriege ich denn überhaupt den ganzen Strom, was natürlich nochmal eine komplett andere Herausforderung ist.

Speaker: Und ich sage es mal so, wenn ich eine Ladestation bei mir auf dem Depot habe,

Speaker: Und der Stromanbieter sagt mir, ja, du kannst da 400 Kilowatt mit laden.

Speaker: Dann kann ich diese 400 Kilowatt ausnutzen.

Speaker: Ich werde mein E-LKW aber nicht 24-7 mit 400 Kilowatt aufladen.

Speaker: Das heißt, ich kann da jetzt noch drei, vier andere Leute laden lassen.

Speaker: Guckt natürlich, dass ich dann meine Ladenspitze nicht überstreite.

Speaker: Ja, mache ich ja nicht normalerweise.

Speaker: Und habe dann kein Problem, dass ich jetzt nochmal neue Netzanschlüsse weiß Gott wo brauche, weil dieser E-LKW kann ja auch dort laden.

Speaker: Also es ist so eine gewisse...

Speaker: Es ist meiner Meinung nach, ich gehe keinen Weg außen rum.

Speaker: Jetzt ist halt die Frage, wie mache ich das?

Speaker: Sinnvoll.

Speaker: Und also, wenn man eine Plattform hat, wie bei uns, wo ich dann die Abrechnung drüber machen kann, wo ich dann gucken kann, es wird so geplant, dass es auch wirklich passt, von den Zeitfenstern her, von den Ladespitzen her, vom Finanziellen her, dann ist das, denke ich mal, kein Problem.

Speaker: Jetzt kommen wir ein bisschen zu dem Thema, was ihr löst.

Speaker: Ihr seid eine Plattform, das heißt, ihr dient quasi zwei Seiten.

Speaker: Das eine sind Leute, die eine Ladestation besitzen und die der Öffentlichkeit oder ausgewählten Partnern zugänglich machen möchten.

Speaker: Auf der anderen Seite wenden sich Leute an euch, die irgendwo eine Art Ladestation, Lademöglichkeit benötigen.

Speaker: Lass uns doch vielleicht mit den

Speaker: Bedarf anfangen.

Speaker: Ja, ich bin Logistiker.

Speaker: Ich fahre jetzt offensichtlich häufiger eine Strecke, weil dann macht es natürlich Sinn, dass ich mir irgendwo einen Partner suche oder auf euch zurückgehe.

Speaker: Wie stelle ich mir das vor?

Speaker: Was passiert dann?

Speaker: Also das Einfachste ist natürlich, du kommst uns auf die Plattform, registrierst dich, registrierst vielleicht deinen E-Trag und deine Route kannst du einfach von deinem TCM einfach reinziehen, wenn du eine Excel hast oder halt gibst kurz deine Route an, was auch immer.

Speaker: Und dann sucht unser, wir haben natürlich bestimmte Rahmenbedingungen, aber unser Algorithmus schaut sich dann an, okay, wo fährst du denn, welche Jahrezeit ist es denn, wo du fährst.

Speaker: Also es gibt natürlich Riesenunterschiede beim eLkw im Sommer und im Winter.

Speaker: Sollte man auch im Hinterkopf behalten.

Speaker: Also im Winter habe ich bis zu 20 Prozent, 30 Prozent weniger Batterieleistung.

Speaker: Es ist halt einfach leider so.

Speaker: Welche Route fahre ich denn?

Speaker: Was sind denn so die Stauprognosen und, und, und?

Speaker: Also da läuft unser Algorithmus schon im Hintergrund und der empfiehlt dir dann, ah ja, hier in dem Bereich ist es am besten, wenn du lädst, auch mit Ruhezeiten und, und, und.

Speaker: Wir haben da einen Partner, der

Speaker: bei dem du laden könntest.

Speaker: Dann fragst du den an als eLKW-Besitzer und sagst, hey, ich würde gerne bei dir laden an dem und dem Tag, für die und die Zeitspanne.

Speaker: Und dann bekommt man als Depotbesitzer eben eine Anfrage und sagt, ja, hier ist jemand, der würde gerne bei dir laden, ist es denn okay?

Speaker: Und erst wenn der Depotbesitzer sagt, ja, das ist in Ordnung, ich finde es gut, entsteht so eine Art Vertrag eben zwischen Depotbesitzer und eLKW-Besitzer, wo man sagen kann, okay, ich kann jetzt in diesem Zeitraum bei dem Depotbesitzer laden.

Speaker: Und dadurch entsteht eben eine gewisse, ja, ich sage es mal so, Planungssicherheit, Vertrautheit.

Speaker: Also wenn jetzt natürlich nichts dazwischen kommt, kann ich dann immer dort laden, wenn ich eben laden muss.

Speaker: Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ich nicht spontan auch mal wann anders kommen kann.

Speaker: Das kann ich auch natürlich immer anfragen, mir einen Termin reservieren.

Speaker: Ich kann trotzdem, wir sind in der Logistik, ich kann trotzdem mal sagen, ich schaffe es nicht.

Speaker: Es sind aber alles Regeln, die der Depotbetreiber, also der Ladestationbesitzer selbst festlegen kann.

Speaker: Was ist denn wichtig?

Speaker: Was ist?

Speaker: Möchte ich, dass eine Strafe verhängt wird zum Beispiel, wenn der eLkw-Besitzer nicht kommt?

Speaker: Weil ich habe ja meine Ladestation blockiert für ihn.

Speaker: Wenn ich sowas reinmache, ist das natürlich ein bisschen weniger attraktiv für den eLkw-Besitzer.

Speaker: Also man muss sich das immer abwägen.

Speaker: Oder jetzt habe ich ein Zeitfenster von vier Stunden, wo meine Ladestation frei ist und ich habe da vielleicht zwei eLkws von extern eingeplant.

Speaker: Was mache ich denn, wenn einer später kommt?

Speaker: Wir selber bei ChargeCircle schauen, dass wir in der Nähe eine Alternativlösung für dich finden, wo du vielleicht dann laden könntest.

Speaker: Vielleicht sagt der Depobesitzer auch, ja, ich gebe eh nur zwei von meinen drei Ladestationen so öffentlich her.

Speaker: Es ist nicht öffentlich, aber ich tue so, als hätte ich nur zwei Ladestationen.

Speaker: Aber du kannst dann in einem Worst Case, wenn du im Stau steckst, an meiner dritten Ladestation auch laden.

Speaker: Also es gibt verschiedene Fallback-Mechanismen, die wir damit einbauen, die wir natürlich dann auch mit dem Depobesitzer absprechen müssen.

Speaker: Aber am Ende des Tages haben wir dann eine Art, ich nenne es mal Vertrag, ein Commitment, eine Vereinbarung.

Speaker: Wann komme ich denn ungefähr?

Speaker: Wie lange brauche ich denn zum Laden?

Speaker: Und es gibt dem Depotbesitzer und eben dem eLKW-Besitzer dann doch ein bisschen Sicherheit.

Speaker: Und als eLKW-Besitzer weiß ich dann natürlich, okay, ich fahre jetzt von München nach, ich weiß nicht, Hamburg und ich halte da zweimal zwischendrin an.

Speaker: Und da habe ich dann eben zwei Partner, mit denen ich das gut vereinbaren kann.

Speaker: Und das funktioniert eigentlich sehr, sehr gut soweit.

Speaker: mal von der anderen Seite betrachtet, also als Betreiber oder Besitzer von einer Ladestation.

Speaker: Was sind denn da Strategien, um das Maximale rauszuholen?

Speaker: Du hast ja gesagt, das kann mir unheimlich helfen, auch meine Kosten zu

Speaker: die ich durch den Netzanschluss habe, durch den Betrieb immer habe.

Speaker: Ich werde auch eine Form von Wartung ja am Ende haben.

Speaker: Ich habe vielleicht auch Umbaukosten, zumindest zu senken, wenn nicht gar mal irgendwie, vielleicht wenn du richtig Glück hast, zu decken.

Speaker: Gibt es da Strategien, Ansätze, die besonders erfolgsversprechend sind?

Speaker: Weil ich vermute mal, wenn ich sage, ja okay, kannst du bei mir zwischen 0 Uhr und 1 Uhr nachts laden, ist die Nachfrage vermutlich gering.

Speaker: Auf der anderen Seite habe ich ja meine eigenen LKWs, die irgendwo geladen werden müssen und das ist vermutlich meine Priorität.

Speaker: Auf jeden Fall.

Speaker: Also das Wichtigste ist, wenn ich jetzt der Besitzer von einer Ladestation bin, das allererste, was ich gucke, ist, wann möchte ich denn laden?

Speaker: Vielleicht möchte ich auch gar nicht, dass über Nacht jemand auf mein Depot kommt.

Speaker: Ganz oft sind Depots über Nacht geschlossen, weil sonst bräuchte ich ja auch jemanden, der da vielleicht...

Speaker: sicherheitsmäßig rumläuft und irgendjemandem, der aufpasst, dass da jetzt nichts passiert in der Nacht.

Speaker: Ich brauche immer, wenn Leute unterwegs sind, verschiedene Unterstützung, sage ich mal.

Speaker: Ob das jetzt irgendein Security-Beauftragter ist oder ob das jetzt vielleicht jemand ist, der das Tor aufmacht oder jemand, der ist beim Ein-Aufladen.

Speaker: Es sind ja dann immer Leute unterwegs und ganz viele Logistikunternehmen haben in der Nacht auch einfach ihr Depot geschlossen.

Speaker: Also die haben, sage ich mal, normale Öffnungszeiten und in der Nacht laden die dann ihre eigenen ELKW.

Speaker: das ist jetzt, sage ich mal, so die eigene erste Lösung, ja, vielleicht haben die dann tagsüber alle Ladestationen frei oder möchten vielleicht nachmittags kurz laden.

Speaker: Dann gucke ich natürlich, sag mir mal jetzt in dem Use Case, ich habe von 8 bis um, sag mal,

Speaker: 15 Uhr sind meine Ladestationen frei, da kann ich die komplett frei vergeben.

Speaker: Dann ist es natürlich super, weil dann ein E-LKW-Besitzer ziemlich flexibel ist, sich da verschiedene Zeitslots buchen kann.

Speaker: Das ist eigentlich so die einfachste Strategie.

Speaker: Jetzt ist es aber auch oft so, dass man natürlich Sachen nicht so einfach planen kann und dass dann vielleicht auch mal Verspätungen sind und so weiter und so fort.

Speaker: Das heißt, von der Strategie her würde ich immer einen guten Puffer mir einplanen.

Speaker: Man weiß ja aus Erfahrung, wie viel Verzögerung habe ich denn mit meinen eigenen LKWs normalerweise.

Speaker: Und dann haue ich da einfach nochmal 15 Minuten oder sowas oben drauf und dann bin ich auf jeden Fall safe.

Speaker: Das zweite ist, es kommt natürlich darauf an, wie viele Ladestationen habe ich.

Speaker: Wie habe ich denn geplant?

Speaker: Habe ich eher großzügig geplant?

Speaker: Habe ich eher weniger großzügig geplant?

Speaker: Wenn ich eher großzügig geplant habe, was natürlich Sinn macht, weil langfristig gesehen werde ich wahrscheinlich eher mehr E-LKWs bekommen.

Speaker: habe ich vielleicht sowas wie eine Ladestation, die ich nur für mich selber verwende und dann, weil ich jetzt noch nicht so viele E-LKWs einfach mir angeschafft habe, habe ich vielleicht nochmal eine andere Ladestation oder vielleicht auch nur einen Ladepunkt und ich sage, ich komme mit der Hälfte von der Kilowattanzahl zurecht, nur die ist dann dafür da, dass jemand externes laden kann.

Speaker: Das heißt, für mich ist es im Worst-Case-Fall okay, dass ich halt schon mit beispielsweise 400 Kilowatt nur mit 200 Kilowatt meinen eigenen LKW lade und der Kunde, der kommt, der ist auch damit einverstanden, dass er mit nur 200 Kilowatt lädt.

Speaker: Also das heißt, einer von den beiden Ladepunkten ist halt einfach immer reserviert.

Speaker: Kann man machen, wenn man natürlich genug Ladekapazität frei hat.

Speaker: Das ist, sag ich mal, auch ein guter Plan B. Und ich würde sagen, das ist auch wirklich schon die ganze Kunst.

Speaker: Schau dir an, wie sind deine eigenen Abläufe?

Speaker: Wann planst du, wo zu laden?

Speaker: Oft ist es tatsächlich so, dass Logistikunternehmen schon auch vor allem in der Nacht

Speaker: im Fernverkehr Ladestationen suchen.

Speaker: Also wenn meine Station in der Nacht zugänglich ist und ich benutze sie selber nicht, weil ich selber unterwegs bin und fahre, warum nicht jemand anders da laden lassen?

Speaker: Also haben wir tatsächlich relativ oft auch gesehen, dass Logistikunternehmen in der Nacht gerade Ladestationen suchen, was natürlich im Depot da nochmal die Herausforderung ist, wann ist denn mein Depot überhaupt offen?

Speaker: Aber ich denke, das sind wirklich die Rahmenbedingungen zusammengefasst.

Speaker: Was sind die Öffnungszeiten von meinem Depot?

Speaker: Wie sind meine eigenen Pläne?

Speaker: Also wann möchte ich laden?

Speaker: Ein bisschen Sicherheitspuffer mit dazu und dann bin ich eigentlich schon gut.

Speaker: Was viele vergessen ist, natürlich auch die Zugänglichkeit von dieser Ladestation.

Speaker: Also blockiere ich meine eigenen Abläufe, wenn da jemand steht.

Speaker: Wo könnte der ELKW denn warten?

Speaker: Kann der überhaupt warten auf meinem Depot, wenn die Ladestation gerade blockiert ist und nicht frei ist?

Speaker: Das sind Sachen, wo man sich überlegen muss, auf welcher Seite muss der ELKW denn anliegen, je nachdem, wo auch der Stacker ist, sage ich jetzt mal.

Speaker: Das sind alles so Kleinigkeiten, die wirklich wichtig sind, die wir auch bei uns auf der Webseite abfragen oder auf der App abfragen, einfach umzusetzen.

Speaker: um einen reibungslosen Ablauf zu haben.

Speaker: Was wir auch immer sagen, ist, mach bitte Bilder von deiner Ladestation, mit einer Adresse, wo ich reinfahre in deinen Hof und vielleicht auch mit einer kleinen Beschreibung, wie ich da hinkomme, im Worst Case, damit einfach der externe LKW-Betreiber dir deinen eigenen Betrieb jetzt nicht blockiert.

Speaker: Also auf kleineren Depots ist das wirklich, wirklich wichtig.

Speaker: Es ist halt nicht jeder so riesig, wo man dann so viel Platz hat.

Speaker: Man kennt es ja, die Flächen in den Industriegebieten sind einfach begrenzt.

Speaker: Und je mehr Infos wir haben, gibt es vielleicht auch irgendwie eine Ecke, wo man ja nicht rumfahren soll, weil es von der Höhe her eine Einschränkung gibt.

Speaker: Also das sind alles Infos, die wir abfragen, dass wir wissen, okay, der externe LKW-Besitzer kommt und der blockiert dir nicht deinen Betrieb.

Speaker: Das wäre nämlich so für uns, sage ich mal, das Worst-Case-Szenario.

Speaker: Macht es dann nicht Sinn, diesen Aspekt vor dem Bau schon mitzudenken?

Speaker: Also wenn ich mir überlege, dass ich möchte diese Ladestationen jetzt nicht nur meinen eigenen LKWs, sondern auch anderen Partnern zur Verfügung stellen, um meine Kosten irgendwo zu decken.

Speaker: Und dass ich diese Aspekte halt alle mitdenke, quasi den Fremdverkehr und vielleicht sogar baulich abtrenne, dass ich vielleicht sogar wirklich nachts einen Zug anbieten kann, der aber wieder nochmal irgendwie physisch trennbar vor meinem Depot ist und dann dieses Depot doch nicht besetzen muss in der Nacht.

Speaker: Auf jeden Fall, also das wäre natürlich, das ist natürlich das Nonplusultra.

Speaker: Und wie du siehst, durch die Unterhaltung, die wir haben und die ganzen Challenges, die man dann auch einfach kennenlernt, merkt man schon, man geht da ganz anders ran an diese Geschichte, E-Lkw, E-Lkw-Laden, Depot-Infrastruktur aufbauen.

Speaker: Wenn ich jetzt mir das von Anfang an komplett anschaue, okay, ich plane,

Speaker: Für meine eigenen LKW.

Speaker: Ich plane, dass auch andere LKW-Besitzer bei mir laden dürfen.

Speaker: Dann plane ich alles komplett anders.

Speaker: Ja, also dann ist es natürlich so, dass es am allermeisten Sinn macht, wenn ich vielleicht ein bisschen Platz noch vor meinem eigenen Depot habe, dass ich dann so halb öffentliche Ladestationen da nochmal hinbaue.

Speaker: Ist vielleicht mein eigenes Grundstück, aber ist öffentlich zugänglich.

Speaker: Oder ich habe vielleicht einfach nur eine Kamera, die erkennt, wer da jetzt auf diesen Ladeparkplatz reinfährt.

Speaker: Gibt es auch ganz oft so Ladeparkplätze, sag ich mal, wo dann wirklich ich fahre da rein, das wird auch erkannt, anhand vom Kennzeichen zum Beispiel oder wodurch auch immer, wer kommt denn jetzt da hin, wie lange ist der da?

Speaker: Und, und, und.

Speaker: Also das sind natürlich Lösungen, die sind super.

Speaker: Und wenn ich jetzt ein Logistikunternehmen wäre, was plant, okay, ich habe gesehen, Elektromobilität ist ja jetzt schon auch im LKW-Bereich jetzt schon ein paar Jahre am Laufen.

Speaker: Und ich habe vielleicht von meinen Kollegen gehört, das läuft gar nicht so schlecht.

Speaker: Und ich mache mir jetzt Gedanken, ja, ich möchte das auch gerne.

Speaker: Ich möchte auch gerne innovativ sein.

Speaker: Ich möchte auch gerne meine CO2-Bereichung.

Speaker: Fußabdruck minimieren und ich möchte vor allem auch Neukunden gewinnen, die gerne CO2-neutral ihre Produkte von A nach B transportiert haben möchten, dann gucke ich auf jeden Fall, wo ist mein Depot, was kosten mich Netzanschlüsse, macht es wirklich Sinn, jetzt da nur eine Ladestation hinzubauen oder macht es nicht Sinn, jetzt gleich nochmal hier volle Kanne, vielleicht zehn Ladestationen hinzubauen, wenn ich das in Dacor bekomme mit meinem Netzanbieter oder vielleicht sogar gleich noch eine PV-Anlage, was ich echt jedem empfehlen kann,

Speaker: die auch nochmal mit dazu zu holen, brauche ich dann vielleicht auch gar keinen Speicher, wenn die Leute sowieso so kommen.

Speaker: Wobei meiner Meinung nach ein Speicher immer sehr, sehr sinnvoll ist.

Speaker: Also vor allem, wenn ich dann auch Energie teile.

Speaker: Es gibt nämlich auch in Zukunft vielleicht noch als Side-Note diese ganze Geschichte mit V2G, also das nennt sich Vehicle-to-Grid.

Speaker: Man muss sich überlegen, für alle, die es noch nie gehört haben, ein LKW ist ein riesiger Energiespeicher.

Speaker: Und der ist mobil, der steht nicht an einer Location.

Speaker: Jetzt kann ich mir Strom günstig einkaufen.

Speaker: Vielleicht zahle ich auch gar nichts, wenn ich Sonnenstrom habe.

Speaker: Gar nichts, in Anführungsstrichen natürlich.

Speaker: Abgesehen von den Anschaffungskosten, versteht sich.

Speaker: Und dann transportiere ich den irgendwo hin, wo ich den jetzt vielleicht auch wieder verkaufen kann ans Netz.

Speaker: Das sind natürlich auch nochmal Sachen,

Speaker: Das sind Zukunftsgeschichten.

Speaker: Viele E-LKW-Anbieter erlauben das noch nicht oder befürworten das noch nicht, weil es natürlich auch technische Herausforderungen gibt.

Speaker: Wobei nochmal die Side-Note, so Side-Note.

Speaker: KPMG hat da mal eine schöne Studie auch gemacht, die sagt, es kann sogar die Batterie Lebensdauer verlängern, wenn ich das intelligent mache.

Speaker: Es gibt auch ganz viele Unternehmen, die sich damit schon Gedanken machen.

Speaker: V2G ist auch ein großer Gedanke für uns, aber es ist natürlich noch Zukunftsmusik.

Speaker: Also es gibt, wie du siehst, viele Sachen, die ich damit reinplanen muss, aber am Ende des Tages, wenn ich jetzt elektrifizieren möchte, hol dir auf jeden Fall mal ein bisschen mehr Ladestationen, als du für dich selber brauchst, weil erstens weißt du ja nicht, wie viele eLKW wirst du denn wirklich in Zukunft haben.

Speaker: Du wirst bestimmt mehr haben, als du denkst gerade.

Speaker: Und das Zweite ist, wenn ich nochmal ein Return on Investment von außerhalb bekomme, dann sind die Kosten heute hoch, ja.

Speaker: Aber die Kosten sind in fünf Jahren dann vielleicht wirklich viel, viel niedriger und vielleicht kann ich sogar einen Gewinn damit machen.

Speaker: Das kommt natürlich immer auf die Situation drauf an.

Speaker: Und wenn ich das alles auch noch so hinbauen kann, dass Externe da auch Zugang dazu haben, das heißt, ich habe vielleicht Ladestationen bei mir, direkt eine Laderampen für die Leute, die wirklich anliefern oder so.

Speaker: von mir Güte wegfahren und dann nochmal extra Ladestationen vor meinem Logistikhof.

Speaker: Ich meine, das ist natürlich super toll, aber das kann nicht jeder machen.

Speaker: Man muss natürlich auch gucken, dass man mit seinem eigenen Grundstück das so plant, dass grundsätzlich der LKW da rein und raus fahren kann, ohne dass er jetzt den ganzen Verkehr blockiert.

Speaker: Und am besten auch mehr als einer.

Speaker: Also ich würde wirklich empfehlen,

Speaker: wenn ich das plane, mir Unterstützung zu suchen.

Speaker: Also man kann sich auch gerne bei uns melden.

Speaker: Wir haben da Partner.

Speaker: Wir haben auch ein bisschen Erfahrung damit, wie man das dann am besten planen lässt.

Speaker: Es lässt sich ja jetzt auch eine Diesel-Route nicht eins zu eins einfach in eine eLKW-Route umplanen.

Speaker: Da gibt es auch nochmal andere Dinge, die man beachten muss.

Speaker: Das heißt, es ist einfach viel Organisation dahinter.

Speaker: Es gibt viele tolle Unternehmen, auch Startups wie wir,

Speaker: die sich genau mit diesen Challenges auseinandersetzen und auch wirklich tolle Lösungen haben in dem Betrieb.

Speaker: Also man ist da nicht alleine.

Speaker: Es gibt wirklich viele, die das jetzt auch aktuell selber durchmachen und da Erfahrungen teilen.

Speaker: Also das ist wirklich auch eine Gemeinschaft, die sich da entwickelt, die gemeinsam versucht, diese Transformation auch in dem Bereich hinzubekommen.

Speaker: Also man ist da echt nicht alleine.

Speaker: Man braucht da keine Sorge davon haben.

Speaker: Ich rede hier nur von Problemen, aber es gibt für jedes Problem auch eine Lösung.

Speaker: Vielleicht grundsätzlich für die Zukunft würde ich jedem Logistiker einfach nochmal empfehlen, sei mutig, ja, trau dich.

Speaker: Veränderung kann positive Sachen bewirken und in diesem Fall ist es wirklich so, dass es zwar heute ein Kostenfaktor ist, aber morgen oder morgen natürlich in der Zukunft auch ein Return Investment bieten kann.

Speaker: E-LKWs sehen erstmal kompliziert aus.

Speaker: Es sieht erstmal aus wie so ein Sprung ins kalte Wasser, aber es gibt schon wirklich viele Vorreiter, es gibt schon wirklich viele Unternehmen, die auch

Speaker: komplett ihre gesamte Flotte schon umgestellt haben und die Erfahrungsberichte sind wirklich sehr positiv.

Speaker: E-LKW-Hersteller, also die ganzen großen Namen, die sind auch immer besser in dem, wie schnell sie ihre Produkte liefern, in dem, wie viel Leistung die Batterien haben.

Speaker: Meiner Meinung nach fährt die Zukunft elektrisch.

Speaker: Netzdienstleister haben natürlich auch nochmal große Herausforderungen, unser Netz darauf auszubauen, dass wir das machen können.

Speaker: Aber meiner Meinung nach, wenn wir unsere Kapazitäten teilen, sollte das auch machbar sein.

Speaker: Ich glaube, wir haben gar nicht so ein großes Kampfsatz.

Speaker: Kapazitätsproblem, sondern wir haben einfach das Problem, dass wir den Zugang zu den Zugängen uns nicht teilen und dadurch natürlich immer geballt an bestimmten Orten viel Kapazität gebraucht wird, wo an anderen noch Kapazität frei ist.

Speaker: Ich hoffe in der Zukunft, dass wir vielleicht das auch irgendwie hinkriegen, dass unsere Netzdienstleister ein bisschen zusammenarbeiten, dass wir es wie in anderen Ländern

Speaker: ein bisschen besseren Überblick haben, wo ist denn dann noch Kapazitäten frei, wo ist es denn wirklich eng.

Speaker: Das ist Zukunftsmusik, aber es ist wirklich ein Zusammenspiel.

Speaker: Also da muss jetzt auch die Logistikindustrie, sag ich mal, ein bisschen zusammenhelfen, ein bisschen mutig sein aus diesem, ja, sehr traditionellen Bereich.

Speaker: Trotzdem so einen innovativen Schritt zu gehen, ist nicht einfach, das sagt keiner, aber es wird auf jeden Fall belohnt am Ende des Tages.

Speaker: Und wenn du deine eigenen Ressourcen teilst, ist es auch gar nicht so schwierig.

Speaker: Und es ist auch vor allem wirtschaftlich super interessant.

Speaker: Eine Frage, die ich am Ende mal gerne stelle, ist, wenn du einen Wunsch frei hättest für deine Industrie, für den Bereich, in dem du unterwegs bist.

Speaker: Das kann natürlich völlig unrealistisch sein, weil das ist ja eine Fede, die dir dann erfüllt.

Speaker: Aus deiner Sicht, was wäre das?

Speaker: Was würdest du dir wünschen?

Speaker: Oh, ich habe natürlich viele Wünsche.

Speaker: Du weißt, wie das ist.

Speaker: Es gibt viele Baustellen tatsächlich.

Speaker: Also vor einem halben Jahr hätte ich dir noch gesagt, der größte Wünsch ist, dass Logistiker einfach offener sind für diesen Gedanken, auch Leute auf ihr Depot zu lassen, die jetzt keine Waren anliefern, sondern halt Partner, Kunden sind, die jetzt halt nur zum Laden kommen.

Speaker: Wobei ich sagen muss...

Speaker: hoch ab.

Speaker: Die Logistiker haben jetzt in so kurzer Zeit schon einen Wahnsinns-Meinschiff-Setwechsel hingelegt.

Speaker: Also die sind jetzt wirklich viel offener.

Speaker: Ich würde sagen, mein Wunsch ist, dass wir einfach grundsätzlich vom Bund auch noch ein bisschen unterstützt werden, was diese ganzen Regulatoren betrifft.

Speaker: Es ist viel Bürokratie, die noch dahinter steckt, die es einfacher machen könnte.

Speaker: Und dann vielleicht, wenn ich noch einen dritten Wunsch äußern darf, ich weiß, die Fee erfüllt nur einen, aber wenn sie sich einfühlt,

Speaker: Von den Reihen aus finde ich auch schon glücklich, wäre, dass einfach die Logistik an sich ein bisschen mehr noch zusammenarbeitet und wirklich so diesen Gemeinschaftsgedanken, der meiner Meinung nach schon wirklich da ist.

Speaker: Also was ich sehe, das habe ich so in keiner anderen Branche bis jetzt gesehen, dass diese Branche wirklich viel zusammenarbeitet und dass wir das einfach nochmal ein bisschen ausbauen und gerade auch auf diesen Gedanken, ich lasse Leute zu mir, die Leute können bei mir laden, ich nutze meine Ladestation jetzt nicht als Prozess.

Speaker: zweites Standbein, um da mein eigenes Unternehmen draus zu machen.

Speaker: Nein, ich möchte, dass meine Kollegen bei mir auch gut lagen können.

Speaker: Also wenn wir das hinbekommen, dass Logistikunternehmer wirklich dafür bereit sind, einmal mich reinzulassen, aber zweites Mal dann natürlich auch die Gedanken, diesen kollegialen Gedanken beibehalten, um diese Strompreise nicht zu hoch zu setzen.

Speaker: Ich verdiene trotzdem noch genug dran, glaubt mir.

Speaker: Dann bin ich auf jeden Fall happy.

Speaker: Also wenn wir das hinbekommen, so in den nächsten Jahren vielleicht sogar schon,

Speaker: dann denke ich, steht unserer Transformation zu weniger CO2-Ausstoß nicht viel entgegen.

Speaker: Perfekt.

Speaker: Sina, danke für das Gespräch.

Speaker: Danke dir, Fabian.

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