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(S2IE5) Vom Backend bis zum Ladepark: Wie CPOs Probleme erkennen und Ladepunkte besser betreiben (Eugen Letkemann | &Charge)

Charging eXcellence
Charging eXcellence

2 plays · Oct 27, 2026

Transcript

Speaker: Willkommen zu Charging Excellence, dem Podcast für Ladeinfrastruktur-Profis.

Speaker: Willkommen zu einer neuen Folge von Charging Excellence.

Speaker: Heute geht es um Operational Excellence im Ladeinfrastrukturbetrieb.

Speaker: Was braucht es, damit Ladepunkte nicht nur online sind, sondern für E-Autofahrer vor Ort auch wirklich zuverlässig funktionieren?

Speaker: Mein Gast ist Eugen Leppkemann, Gründer von nCharge, einem Anbieter für datenbasiertes Monitoring und operative Prozesse bei der Ladeinfrastruktur.

Speaker: Eugen beschäftigt sich mit der Frage, wie Betreiber digitale Signale und Feedback aus der Praxis zu konkreten Maßnahmen miteinander verbinden können.

Speaker: Wir sprechen über typische Fehlerquellen an Ladepunkten, die Rolle von Nutzerfeedback und Community-Daten sowie über die Frage, wie Betreiber Störungen schneller erkennen, effizienter beheben und ihre Betriebskosten im Griff behalten.

Speaker: Viel Spaß beim Zuhören.

Speaker: Hallo Eugen.

Speaker: Hallo Fabian.

Speaker: Eugen, wir möchten uns ja heute über das Thema Operational Excellence unterhalten.

Speaker: Bevor wir dann tiefer rein starten, kannst du vielleicht mal ganz kurz erklären, wie du das Thema definierst?

Speaker: Okay, also aus meiner persönlichen Sicht würde ich Operative Excellence so deuten, dass man als Ladestationsbetreiber nicht nur weiß, ob ein Ladepunkt online ist, sondern eben auch sicherzustellen, dass er für den E-Auto-Fahrer auch wirklich funktioniert.

Speaker: Okay und gibt es da Indikatoren, an denen man sehen kann, ob das gut funktioniert oder ob das schlecht funktioniert?

Speaker: Weil ich vermute mal jetzt die Liste, warum jemand nicht laden kann, ist ja nahezu unendlich.

Speaker: Ja, das ist korrekt.

Speaker: Eine Liste ist in dem Fall auch tatsächlich spannend.

Speaker: Ich glaube aus unserer Warte heraus, und da bin ich natürlich ein bisschen gebiasst, ist es immer wichtig einfach zu unterscheiden, dass ich eben nicht nur digitale Signale tracke, also so wie wir sie heute über Protokolle wie OCPP kennen,

Speaker: oder auch klassische Ladesessions.

Speaker: Das ist nämlich ja nur ein Teil der Geschichte, sondern es gibt ja auch eine physische Realität vor Ort.

Speaker: Also Beschilderung, wie sauber ist ein Standort, QR-Codes, Kabelstecker, Kredit- und RFID-Kartenleser etc.

Speaker: Aber natürlich auch die Nutzererfahrung.

Speaker: Und das zusammengenommen ist letzten Endes das, was ich als Betreiber eben auch anschauen und unsicherstellen muss.

Speaker: Und erst dann habe ich ja eben ein komplettes Nutzererlebnis.

Speaker: Und für dich als Gründer von NCharge, der sich quasi um dieses Thema operative Exzellenz im Bereich Charging gewidmet hat, gibt es Dinge auf den ersten Blick, wo du siehst, wenn das zu sehen ist oder das so und so ist, dann läuft es sich rund.

Speaker: Vice versa, gibt es für dich Indikatoren, wo du sagst, hey, das sind so die kleinen Details, wo man merkt, die haben dann richtig gutes Operations Team, die wissen, was sie tun.

Speaker: Wie ist denn so dein Gefühl bei der Sache?

Speaker: Wahrscheinlich ein Stück weit unterschiedlich.

Speaker: Also ich denke mal, das kommt immer ein Stück weit einfach auf die oder den Reifegrad eines bestimmten Betreibers an.

Speaker: Man darf ja nicht vergessen, wir haben ja heute Ladestationsbetreiber im Feld, die machen das seit zehn Jahren und welche, die vielleicht erst vor einem Jahr ihre erste Ladestation aufgebaut haben.

Speaker: Das ist natürlich ein unterschiedlicher, einfach im Reifegrad zu erkennen.

Speaker: Also unserer Erfahrung nach sind die Ladestationsbetreiber wirklich gut, die ihre Probleme eben früher kennen, die Sachen priorisieren können und dann irgendwie auch klare Prozesse haben.

Speaker: klassisch ja, wer wann bis wann gelöst hat.

Speaker: Dem gegenüber stehen dann eben ja vielleicht ja neuere Betreiber oder auch ein schwacher Betrieb.

Speaker: Das ist dann klassisch etwas, wo man spät reagiert, also reaktiv, erst wenn das Problem schon aufgetreten ist.

Speaker: Man arbeitet zum Teil noch manuell oder verwechselt dann eben entsprechend auch Monitoring

Speaker: also echter Problemlösung, also wo dann auch Maßnahmen entstehen, Sachen erledigt werden.

Speaker: Okay.

Speaker: Gibt es da Unterschiede zwischen Betreibern, die vielleicht eher neu sind, dementsprechend auch nicht so die Erfahrung haben, versus Probleme, die vielleicht dann auch Betreiber haben, die auf einer größeren Skala unterwegs sind?

Speaker: Also gibt es da so eine klassische Timeline von Problemen, die man gelöst hat oder lösen sollte?

Speaker: Der Timeline ist spannend.

Speaker: Man kann jetzt davon ausgehen, also nehmen wir mal so einen Lebenszyklus von einem Ladestationsbetreiber.

Speaker: Wenn die meisten ja starten und so hat man ja so vor zwei Jahren ja noch so ein Stück weit Goldgräberstimmung, es ging um neue Standorte, weil Geschäftsmodelle ist ja Kilowattstunden verkaufen, Ladestationsbusiness ist ja so ein bisschen Assetmanagement.

Speaker: Das heißt, ich muss mir die guten Lokationen sichern, wo ich viel Traffic habe, damit ich irgendwann viele Kilowattstunden verkaufen kann.

Speaker: Das heißt, da ist natürlich in der ersten Lebenszyklusphase steht einfach klasse Standortsicherung und auch Bau der Infrastruktur im Vordergrund.

Speaker: Und dann kommt irgendwann der Switch, wo man auch den Betrieb einfach professionalisieren muss.

Speaker: Und da, denke ich mal, gibt es einfach unterschiedliche operative Herausforderungen im Alltag.

Speaker: Was sich wahrscheinlich für beide Gruppen also unabhängig, in welchem Reifegrad man sich jetzt befindet, zutrifft, ist einfach die Fragmentierung.

Speaker: Man darf halt irgendwie nicht vergessen, gerade das öffentliche Laden, also es ist immer noch ein sehr junger Markt.

Speaker: Wir haben eine starke Fragmentierung, nicht nur bei den Stationsbetreibern, sondern aber auch bei den Komponenten.

Speaker: Das heißt, ich habe ja diverse Backend-Systeme, ich habe ein Charge-Panagement-System, ich habe unterschiedliche Hardware, Payment-Terminals und dann kommt über das Ökosystem noch Roaming dazu.

Speaker: Ich habe Standardpartner, die ich steuern muss, Dienstleister, muss mit Kunden interagieren und so weiter.

Speaker: Also all das führt einfach, gerade wenn man neu auch in einem Umfeld ist oder vielleicht einen Betrieb auch erst seit zwei Jahren macht, natürlich zu einer gewissen Komplexität, die man intern erstmal managen muss.

Speaker: Und hast, gibt es da so die üblichen Verdächtigen, die schwierig in den Griff zu bekommen sind von den Themen her?

Speaker: Und falls ja, was ist so dein Best-Practice-Ansatz, um das zu tun?

Speaker: Okay, meinst du also mit üblichen Verdächtigen, also die Betreiber oder so klassische Fehlerquellen?

Speaker: Genau, die klassischen Fehlerquellen.

Speaker: Es gibt wahrscheinlich auch die üblichen Verdächtigen bei den Betreibern, die das noch nicht so richtig hinbekommen haben, aber da wollte ich nicht drauf hinaus.

Speaker: Ne, wirklich so die typischen Fehlerquellen, mit denen jeder sich quasi herumschlagen muss, sage ich mal ganz salopp.

Speaker: Ja, wahrscheinlich ist es auch etwas tricky, das pauschal zu benennen.

Speaker: Also wir versuchen aus Uncharted-Sicht heraus, das ja immer holistisch zu betrachten.

Speaker: Also nehmen wir mal einen Betreiber, der heute Vorreiter ist und Sachen etwas gut macht, vielleicht auch schon gewisse Gewohnheiten etabliert hat.

Speaker: Das sind ja Betreiber, die arbeiten ja nicht mehr rein reaktiv, sondern sie arbeiten proaktiv.

Speaker: Das heißt, man hat intern schon irgendwie eine Art Betriebssystem für sich etabliert oder auch im Idealfall ein lernendes System.

Speaker: um irgendwie mit diesen ganzen Daten, die man hat, mit den Dienstleistern, die man steuert, ja das Kundenfeedback, was man einsammelt und das sinnvoll zu verarbeiten und daraus irgendwie Maßnahmen abzuleiten.

Speaker: Und so agieren wir ja letzten Endes auch in dem Umfeld.

Speaker: Das heißt, es reicht ja irgendwie nicht nur, keine Ahnung, Daten aus dem Chartermanagement-System zu betrachten oder Daten, die mir die Hardware schickt.

Speaker: Genauso wie es eben nicht reicht, irgendwie nur mit Support-Tickets zu arbeiten, die über die Kunden dort reinkommen.

Speaker: Das Wichtige ist wirklich dieses, ich muss

Speaker: die diese ganzen Daten sammeln, dann muss ich überhaupt verstehen und interpretieren können, was diese Daten aussagen, muss dann Installationsregeln erstellen und im letzten Schritt, letzten Endes Maßnahmen ableiten und diese dann konsequent verfolgen.

Speaker: Und das alles, sag ich mir, führt dann, wenn man das gut macht und downscale natürlich, weil mit jeder neuen Ladestation auch die Komplexität bläxt,

Speaker: Wenn man das schafft, dann würde ich mal behaupten, ist man dann dieser operativen Exzellenz relativ nah.

Speaker: Dann nehmen wir uns doch mal mit, was macht ihr mit EnCharge genau?

Speaker: Hast du vielleicht ein Beispiel?

Speaker: Genau, also wir, also EnCharge, wir unterstützen Ladestationsbetreiber heute.

Speaker: Ich sage das ja mal intern, ja, wir schließen die Lücke.

Speaker: zwischen diesen ganzen Backend-Signalen und der physischen Realität vor Ort.

Speaker: Das heißt, wir gucken, dass wir den Ladestationsbetreibern operative Unsicherheit abnehmen.

Speaker: Wir beantworten Fragen, wie was passiert denn am Ladeort wirklich?

Speaker: Wie kritisch ist es und welche Maßnahmen könnte jetzt die richtige sein?

Speaker: Und dazu kombinieren wir

Speaker: Unter anderem digitale Signale, das heißt wir haben ja auch die Ladestationsdaten, beispielsweise die Ladesessions, kombinieren das aber mit dem Feedback aus der eW-Community.

Speaker: Wir haben ja auch eine eigene App im Feld mit der aktivsten E-Autofahrer-Community in Europa und zusätzlich haben wir auch die professionellen Dienstleister, sind auch Facility Management Unternehmen dabei,

Speaker: wo wir entsprechend auch Datenquellen haben und wo wir das Ganze kombinieren und in einem Idealfall sogar in Workflows übersetzen können.

Speaker: Das, sag ich mal so, ist wieder, was ich eben schon meinte, dieser holistische Ansatz.

Speaker: Genau.

Speaker: Okay, und hast du mal ein konkretes Beispiel, wie das aussieht, mal dem Laien erklärt?

Speaker: Ja, gerne.

Speaker: Also ich kann mir vielleicht mal so ein paar Use Cases einfach ableiten.

Speaker: Also wir haben ja auf der einen Seite sammeln wir ganz, ganz viele Bewertungen und Informationen vor Ort.

Speaker: Das fängt ja beispielsweise damit an, dass wir Reviews über Google Maps tracken.

Speaker: So einer der beliebtesten kann.

Speaker: Ich war jetzt irgendwie Laden und jetzt hinterlasse ich mein Feedback.

Speaker: Das Ganze machen wir natürlich über andere Kanäle, aber auch über unsere eigene App.

Speaker: Das bedeutet, für uns sind diese ganzen Informationen und auch das Nutzerfeedback, was wir sammeln, das heften wir nicht einfach weg, sondern das sind operative Signale.

Speaker: Das heißt, jede Bewertung, jedes Foto, jeder Check-in, den wir heute erhalten, der wird strukturiert aus.

Speaker: gewertet und dann in einen Standortkontext gebracht.

Speaker: So, das ist der erste Punkt.

Speaker: Das heißt, wir haben einmal den Eingangskanal für diverse Daten jetzt geschaffen, um das zu verheiraten.

Speaker: Der zweite Schritt ist jetzt, wir arbeiten natürlich sehr, sehr eng mit den Operations-Teams von den Ladestationbetreibern zusammen.

Speaker: Wir haben teilweise ja auch so Self-Service-Geschichten.

Speaker: Und jetzt kannst du dir beispielsweise vorstellen, wenn man das ein Trend denkt, ich habe einen Google Maps Review, da war jetzt ein E-Auto-Fahrer am Ort und hat sich irgendwie über die Sauberkeit beschwert.

Speaker: Jetzt kommt natürlich über unsere Systeme schon ein Alert, da scheint etwas nicht zu passen.

Speaker: Ein Ops-Mitarbeiter, ein Ladestationsbetreiber kann jetzt zum Beispiel checken, wann habe ich jetzt die letzte Evidenz gehabt.

Speaker: Habe ich gestern beispielsweise Fotos von einem Reinigungsteam erhalten, sind die letzten Fotos oder das letzte Feedback schon drei Wochen alt und kann jetzt zum Beispiel sogar noch relativ schnell entscheiden, mir nochmal ein sehr aktuelles Feedback von der Incharge-Community einzuholen, nochmal ein paar Standortfotos generieren zu lassen etc.

Speaker: Das Ganze geht dann wieder in den nächsten Feedback-Loop und dann kann ich als Ops-Mitarbeiter relativ schnell auch entscheiden, ja okay, ist jetzt wirklich super dreckig oder ich habe ein Graffiti, was da jetzt nicht hingehört und das kann ich jetzt über den Dienstleister halt einfach entweder das Graffiti entfernen lassen oder den Standort reinigen lassen und da arbeiten wir zum Teil auch schon mit gesonderten Dienstleistern zusammen, sodass das alles quasi in eine End-to-End-Kette geht.

Speaker: Und wie du siehst, sind hier wieder mehrere Parteien beteiligt, im Idealfall bei uns ja nicht mal einen Tag dauert.

Speaker: Und da kann man dann entsprechend sehr, sehr schnell und stark reagieren.

Speaker: Was haben wir denn noch als Beispiel?

Speaker: Ja, so Themen wie den Ladetest.

Speaker: Also mal angenommen, du bist ein Operations-Mitarbeiter bei irgendeinem großen Ladestationsbetreiber.

Speaker: So, und jetzt erkennst du bei dir im Backend irgendeine Anomalie, weil eine Ladestation deutlich weniger Sessions per RFID-Karte hat, als über andere Medien.

Speaker: Und jetzt musst du dich auch die Frage stellen, was mache ich jetzt eigentlich?

Speaker: Und dann

Speaker: Ja, auch so ein Trigger zu sagen, hey, könnt ihr nicht mal einen Ladetest fahren lassen?

Speaker: Ja, und dann gehen wir wieder her, eben mit unserer Plattform und der Community beispielsweise und können recht einfach einen RFID-Ladekartentest triggern, ja, der dann auch komplett dokumentiert wird und analysiert werden kann.

Speaker: Und last but not least, was haben wir denn jetzt aktuell im Sommer?

Speaker: Wieder manchmal blöde Zeit, Urlaubsfahrten beginnen, was ja eigentlich schön sein sollte.

Speaker: Das hatten wir in den letzten Jahren aber leider häufiger erlebt, ist das Thema QR-Code-Fraud.

Speaker: Also du hast irgendwie

Speaker: Diese Reisewellen jetzt irgendwie nach Kroatien runter oder Italien, aber leider auch Südfrankreich.

Speaker: Dann häufiger, da gibt es ja wirklich Banden, die kleben ja dann diese Coa-Codes über die Ladestation und führen dann die Nutzer einfach auf eine Fake-Seite, wo man dann irgendwie 50 Euro mit PayPal oder so überweist und dann passiert einfach nichts.

Speaker: Und da sammeln wir wieder gleicher Use-Case, das heißt, wir sammeln ganz, ganz viele Daten, analysieren relativ schnell,

Speaker: Ob es da ein Problem gibt oder der Ladestationsbetreiber hat es auch schon bemerkt und kann uns beispielsweise dann sagen, hey, das sollten wir uns irgendwie mal näher anschauen.

Speaker: Und da haben wir dann, sag ich mal so, als Power unter der Haube, dass wir dann, keine Ahnung, so eine Region wie Südfrankreich mit mehreren 100 oder 300 Kilometer,

Speaker: teilweise tausend Chargern wirklich auf Detailebene prüfen können, analysieren können, QR-Codes entfernen können, wenn das eben wirklich fraud ist.

Speaker: Und auch hier sprechen wir dann nicht über Wochen.

Speaker: Das Ganze dauert nur ein paar Tage.

Speaker: Jetzt hast du ja schon kurz die App angesprochen, beziehungsweise die Community.

Speaker: Kannst du ein bisschen darauf eingehen, wie funktioniert die genau?

Speaker: Was macht die Community genau?

Speaker: Was habe ich vielleicht auch als Mitglied in dieser Community für Vorurteile?

Speaker: Sehr gern.

Speaker: Ja, also wir haben vor der 2020 haben wir die App ins Leben gerufen und es hat sich sehr, sehr schnell als so ein sehr, sehr beliebtes Feature einfach entwickelt.

Speaker: Wir nennen das intern Challenges.

Speaker: Das sind dann so kleine Aufgaben, die dann eher Autofahrer

Speaker: vor Ort an Ladeorten bekommen.

Speaker: Ja, und das halt eben mit einem Anreizsystem.

Speaker: Das heißt, unsere Kernidee war zu sagen, hey, wir wollen irgendwie so eine Triple-Win-Situation schaffen, das heißt, wir natürlich als Unternehmen müssen irgendwie profitieren.

Speaker: Wir wollten den Ladestationsbetreibern eben diese wichtigen Daten, aber entsprechend auch manchmal einfach gewisse physische Reaktionen vor Ort ermöglichen.

Speaker: Und last but not least wollten wir irgendwie die E-Auto-Fahrer

Speaker: die das ja machen, belohnen, weil einfach die Kernidee damals war, ich muss ja nicht jedes Mal Personal rausschicken oder im schlimmsten Fall sogar einen teuren Techniker.

Speaker: Das macht ja gar keinen Sinn.

Speaker: Das ist weder gut für die Umwelt noch irgendwie gut für mein Budget als Betreiber.

Speaker: Und deshalb hatten wir die Idee, hey, vieles an Datenerhebung oder an leichten Geschichten, wie eben so ein Ladetest, den ich gerade angesprochen habe, den kann ich doch eh über E-Autofahrer machen lassen, wenn sie ohnehin vor Ort sind.

Speaker: Ja,

Speaker: Und da haben wir eben dieses System gebaut, was letzten Endes den Fahrer belohnt, dem Ladestationsbetreiber die Daten liefert und uns eben die Möglichkeit gibt, Analysen zu fahren und das Ganze dann strukturiert und mit Prozessen zu untermauern.

Speaker: Und mittlerweile würde ich sagen, es funktioniert sehr, sehr gut.

Speaker: Wie gesagt, wir haben die aktivste E-Autofahrer-Community in Europa.

Speaker: Wir erhalten jährlich etwas mehr als 1,5 bis 2 Millionen Euro.

Speaker: Da unterscheiden wir intern nochmal so klassisch, hey, was ist jetzt so eine Art Challenge, wo es auch eine monetäre Vergütung gibt.

Speaker: Da sind meistens recht strukturierte Checks, können aber auch Ladetests sein oder ein paar sehr, sehr spezielle Aufgaben oder auch einfach Sachen, die schnell erledigt werden müssen.

Speaker: Und dazu kommt natürlich einfach das generische Nutzerfeedback.

Speaker: Das heißt also, das, was man einfach ohnehin hinterlässt, freiwillig, ohne irgendwelche monetäre Gratifikationen,

Speaker: dass man einfach sagt, hey, ich war jetzt da, irgendwie Stecker da, ist defekt oder alles hat gut geklappt.

Speaker: Und diese Daten erheben wir dann.

Speaker: Und ja, das bietet aus unserer Sicht einfach eine Mehrwert im System.

Speaker: Und ich denke, dass wir deshalb auch eben diese aktive Community haben, weil sie wissen, dass sie mit ihrem Feedback einfach auch hier Mehrwert stiften.

Speaker: Okay, jetzt hast du ja schon ein paar Beispiele angesprochen, wie man CPO helfen kann.

Speaker: Sauberkeit, Nichtverfügbarkeit von gewissen Komponenten, das Thema Fraud.

Speaker: Hast du ein paar sehr konkrete Zahlen oder zumindest Messgrößen, wo man sagen kann, durch das, was ihr einem CPO zur Verfügung stellt, an Informationen, an Daten, an Handlungsempfehlungen, an Insights, was ist da möglich,

Speaker: rauszuholen am Ende des Tages für den Betreiber von Ladestationen?

Speaker: Ja, also das ist tatsächlich gar nicht so leicht zu beantworten, weil es sich vom Ladestationsbetreiber zu Ladestationsbetreiber unterscheidet und dann tatsächlich auf den speziellen Use Case ankommt.

Speaker: Also mal so ganz oberflächlich oder übergreifend kann man sagen, hey, Encharge liefert Mehrwert genau dort, wo ein Ladepunkt zwar digital okay aussieht, aber der Fahrer vor Ort trotzdem scheitert.

Speaker: Da fängt es halt an.

Speaker: Wir haben Beispiele, wenn du in der Wertschöpfung jetzt vorne startest, du hast eine Inbetriebnahme von einer Ladestation, ganz häufig, auch leider heute noch.

Speaker: Du hast falsch platzierte QR-Codes, weil der Ladestation oder die Ladepunkte vertauscht werden.

Speaker: Du hast beschädigte QR-Codes, schlecht aufhörenbare Ladepunkte, das heißt falsche GPS-Daten heute.

Speaker: Immer noch in 2026 ein sehr leidiges Thema.

Speaker: Du hast defekte oder fehlende Beschilderung, verschmutzte Standorte, Payment funktioniert nicht so richtig und so weiter.

Speaker: Das heißt, die Heterogonität an den Fehlern ist ja doch relativ groß und deshalb lässt sich das so übergreifend nicht so einfach quantifizieren.

Speaker: Aber grundsätzlich sind wir ja dafür da, um diese Probleme relativ schnell überhaupt aufzuzeigen.

Speaker: Und dann im Einzelfall unnötige Personaleinsätze, Technikerfahrten zu vermeiden.

Speaker: Das ist einmal so der Haupt-Use-Case.

Speaker: Und dann kannst du natürlich, also so messen wir das dann intern.

Speaker: Das eine ist auf der einen Seite, okay, wenn ich einen Fehler schnell behebe, das Incident richtig liefere und dem Betreiber ermögliche, es möglicherweise

Speaker: schnell zu lösen, dann habe ich einen positiven Effekt auf meine Marke, aber auch gleichzeitig keine Umsatzverluste, weil Ladestation funktioniert.

Speaker: Das ist der eine Teil, den du messen kannst.

Speaker: Und der zweite ist dann tatsächlich klassisch OPEX Kosten.

Speaker: Das heißt, ich habe durch die Daten und die Community

Speaker: Mit der Endcharge, mit der ich zusammenarbeite, kann ich dann relativ einfach verifizieren, wie viele Personaleinsätze, wie viele Technikereinsätze etc.

Speaker: kann ich sparen und habe dann dadurch einfach klassisch niedrigere Kosten für das proaktive Monitoring.

Speaker: Jetzt haben wir ja viel über das Thema gesprochen.

Speaker: Ich erkenne erstmal Probleme und ich erkenne, warum dieses Problem besteht.

Speaker: Ich muss es ja bei Ende des Tages ja auch irgendwie lösen.

Speaker: Gibt es da aus deiner Sicht Hebel, um diese operative Exzellenz zu verbessern?

Speaker: um auch vielleicht nicht so viel Marge zu verlieren, weil ich halt irgendwie einen teuren Dienst rausschicke oder sonst irgendwas machen muss.

Speaker: Also gerade dieser Problem-Beseitigungspart, hast du da noch ein bisschen Insights für uns?

Speaker: Ja, also das ist wahrscheinlich das, wo das jetzt ja im Betrieb die

Speaker: die Reise hingeht.

Speaker: Also wir sagen ja auch immer genau, also vor fünf Jahren war man ja froh überhaupt die Daten zu haben.

Speaker: Und dann gehst du dahin und musst du sagen, okay, Daten alleine reichen nicht.

Speaker: Ich muss jetzt tatsächlich irgendwie Maßnahmen aus diesen Daten ableiten können.

Speaker: Also klassische Root-Course-Analysis etc.

Speaker: Wie du schon richtig sagst, so die nächste Welle.

Speaker: Und da sehen wir auch, ich muss jetzt ja nicht nur wissen, was vor Ort nicht geht, sondern ich muss das jetzt irgendwie auch lösen können.

Speaker: Und aus unserer Sicht geht diese Entwicklung und die Reise genau dahin.

Speaker: Und wir als Enchurch werden uns in diese Richtung weiterentwickeln.

Speaker: Also letzten Endes würde ich mal sagen,

Speaker: Technisch ist es keine Rocket Science, es ist einfach eine Mischung aus, wieder in welchem Reifegrad bin ich als Betreiber, habe ich intern dieses lernende System aufgebaut, wo ich diese fragmentierten Komponenten irgendwie sauber miteinander interagieren lasse, habe ich die richtigen Standortpartner, habe ich die richtigen Dienstleister und kann ich wirklich diese komplette End-to-End-Kette ausführen.

Speaker: Fehlererfassung, habe ich verstanden, was zu tun ist, bis zur Problemlösung und sogar im Idealfall auch die Verifikation.

Speaker: Also ist das Problem wirklich behoben worden.

Speaker: Das muss ich prozessual einfach bei mir in meinem Betriebssystem als Betreiber einfach abdecken können.

Speaker: Dann ist man da wahrscheinlich schon sehr, sehr gut unterwegs.

Speaker: Natürlich haben wir auch, oder es gibt ja einen Grund, warum es so viele Ladestationsbetreiber gibt.

Speaker: Und da ticken die natürlich ganz anders.

Speaker: Also jemand, der irgendwie lokal 50 Ladesäulen in einer Kleinstadt betreibt, hat dann natürlich ganz andere Anforderungen als jemand, der überregional oder sogar international unterwegs ist.

Speaker: Sehr, sehr gesagt, vor fünf Jahren war man schon happy, irgendwie die Daten zu haben.

Speaker: Wenn wir mal fünf Jahre in die

Speaker: Zukunft gucken.

Speaker: Gibt es eine Entwicklung, wo du sagst, die beeinflussen das Thema recht stark, sei es von der regulatorischen Seite, sei es von der technologischen Seite oder vielleicht auch einer finanziellen?

Speaker: Also ja, auf jeden Fall.

Speaker: Wie schon erwähnt, wir haben einfach mit E-Mobilität oder im Speziellen der öffentlichen Ladeinfrastruktur einen recht neuen Markt, ein etwas noch komplexes Ökosystem,

Speaker: für neue Märkte.

Speaker: Man hat so eine Wild West Phase.

Speaker: Die Phase hatten wir vorhin schon, ja, wurde einfach oder war dadurch gekennzeichnet, dass man möglichst viele Ladestationen aufbauen wollte oder auch musste.

Speaker: Und die nächste Phase, die jetzt kommt, die wird wahrscheinlich eher durch den Betrieb gekennzeichnet sein und weniger durch den Ausbau von neuen Ladestationen.

Speaker: Deshalb geht es da jetzt darum, in Summe einfach smarter zu werden und professioneller.

Speaker: Und deshalb so die Trends, also wenn ich jetzt mal ein paar aufzählen müsste, die ich so sehe, ist zu meinen wahrscheinlich, dass der Betrieb als solches natürlich viel stärker, noch viel stärker Daten getrieben und eben KI unterstützt sein wird.

Speaker: Wenn man das auch, wo Encharge sehr, sehr stark aktiv ist und unterstützt, dann hat man

Speaker: heute auch schon der Unterschied zwischen dem digitalen Status und der realen Standortqualität vor Ort wahrscheinlich noch mal entscheidender werden.

Speaker: Dann klar Fokussierung der Ladestationsbetreiber, das heißt, man geht jetzt eher auf Auslastung und niedrigere Kosten als einfach nur auf mehr Ladestationen.

Speaker: Dann haben wir klar eine Konsolidierung gemacht, die jetzt auch passieren muss.

Speaker: Ich denke jetzt je nach Datenquelle, wir haben in Europa zwischen 600 und 900 Ladestationsbetreiber.

Speaker: Also, dass das langfristig in Betrieb nicht einfach ist, ist, denke ich, auch relativ klar.

Speaker: Konsolidierung, Professionalisierung und dann aus E-Autofahrersicht bin ich noch der Meinung, dass Live-Empfehlungen oder Echtzeitempfehlungen noch relevanter werden.

Speaker: Man hat ja heute schon, wenn man irgendwie seinen Routenplaner hat im Fahrzeug oder irgendwie unterwegs ist,

Speaker: meistens so singuläre Punkte.

Speaker: Das heißt, das Auto, warum auch immer, also aus Gründen auch immer, beispielsweise anhand von der SoC oder dann von der Ladeleistung, schlägt mir jetzt irgendwie die beste Ladestation vor.

Speaker: Was man heute ja auch hat, ist eben die Verfügbarkeit der Ladestation.

Speaker: Das heißt, ich sehe irgendwie zwei von vier Ladepunkten sind verfügbar und dann möchte ich jetzt hinfahren.

Speaker: Und ich glaube, in der Zukunft kann man das noch besser machen, unabhängig.

Speaker: Und ich denke auch, die E-Auto-Fahrer wollen einfach eine noch einfacher Handhabung, dass ich jetzt weiß, welche Ladestation ist für mich jetzt die beste.

Speaker: Das kann eben nicht nur die Ladeleistung sein oder einfach nur, ob sie verfügbar ist, sondern aber auch natürlich der Preis, der da nochmal eine Rolle spielen wird oder vielleicht auch gewisse Standorteigenschaften.

Speaker: Ist das jetzt barrierefrei erreichbar oder ich bin heute mit einem Anhänger unterwegs, kann ich da laden, jetzt regnet es stark, ich preferiere eine Ladestation mit einem Dach.

Speaker: Solche Geschichten werden, denke ich, dann nochmal in der Kundenreise oder einfach in der Wahrnehmung des Kunden auch nochmal relevant.

Speaker: Okay, dann sage ich Eugen, vielen Dank für das Gespräch.

Speaker: Vielen Dank Fabian, hat mich gefreut.

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