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(S2IE4) Vom Parkplatz zum Ladepark: Wie CPOs die richtigen Standorte für Schnellladen finden (Amadeus Regerbis | eliso)

Charging eXcellence
Charging eXcellence

34 plays · Oct 20, 2026

Transcript

Speaker: Willkommen zu Charging Excellence, dem Podcast für Ladeinfrastruktur-Profis.

Speaker: Mein heutiger Gast ist Amadeus Rigierbes, Director Expansion, Portfolio und MRA bei Elysio.

Speaker: Amadeus ist seit fast 20 Jahren in der Energiebranche unterwegs und hat in dieser Zeit viele Stationen durchlaufen.

Speaker: Vom klassischen Energieversorger bis hin zum CPO.

Speaker: In dieser Folge geht es ganz konkret um die Frage, wie entscheiden CPOs eigentlich, ob ein neuer Standort wirklich gemacht wird oder nicht.

Speaker: Wir sprechen darüber, welche Kriterien in der Praxis wirklich den Ausschlag geben und wie Elise Standorte bewertet.

Speaker: Von Enruth bis Point of Interest, sowohl für Public-Standorte als auch für Deutschland-Netz-Standorte.

Speaker: Viel Spaß mit der Folge.

Speaker: Guten Tag, Amadeus.

Speaker: Hallo Fabian, ich grüße dich.

Speaker: Amadeus, vielleicht für die, die Elise noch nicht kennengelernt haben oder noch nicht die Gegengehen hatten, bei euch zu laden.

Speaker: Kannst du ein bisschen beschreiben, was macht ihr, wo kommt ihr her, was zeichnet euch aus?

Speaker: Ja, super gerne.

Speaker: Also Eliso ist die Schnellladetochter der französischen Van C. Gruppe.

Speaker: Wir sind mit zwei Standorten in Deutschland präsent, haben unsere Hauptquartier in Stuttgart und die Außenstelle in Berlin, weil wir eben auch die Tochtergesellschaft von Van C. Concessions sind und sind wild entschlossen für Van C. eben

Speaker: den Markt in Deutschland, was das Thema Schnellladen anbelangt, mit zu bespielen und hier auch einen Footprint zu erzeugen.

Speaker: Also wir sind im Bereich öffentlichen Schnellladen tätig.

Speaker: Wir sind auch Teil des Deutschlandnetzes, der Regionallosausschreibung aus dem Deutschlandnetz.

Speaker: Da haben wir drei Lose gewonnen und bauen eben Schnellladeinfrastruktur in ganz Deutschland auf und betreiben diese auch unter dem Brand ELISO.

Speaker: Damit hast du ja schon fast das Stichwort der heutigen Erfolge geliefert, Standorte.

Speaker: Weil wenn man bildentschlossen ist, ein Footprint zu hinterlassen, geht und fällt das Ganze natürlich mit dem Thema Standort, Standorte.

Speaker: Da ja auch beim Deutschlandnetz Zeit, aber auch Standorte außerhalb des Deutschlandnetzes betreift, würde ich vorschlagen, dass wir das so ein bisschen aufteilen, dass wir uns am Anfang mit den generischen Standorten von Eliso beschäftigen und im zweiten Teil ein bisschen mit dem Deutschlandnetz.

Speaker: Und um vielleicht gleich mal rein zu starten, welche Art von Standorten sucht ihr dort und wie geht ihr da genau vor?

Speaker: Ja, sehr gerne.

Speaker: Also wenn es um unsere, wir nennen das immer Public-Standorte geht, wobei es ein bisschen misleading ist, weil wir ja auch im öffentlichen Bereich sind, wenn wir über das Deutschland jetzt reden.

Speaker: Aber wenn wir über unser Public-Portfolio sprechen, dann haben wir klassisch die zwei Use Cases, die man auch bei vielen CPOs findet, also den En-Route oder Long-Distance-Portfolio.

Speaker: Das ist ja immer ein bisschen unterschiedlich, wie das genannt wird, Use Case.

Speaker: Also wo Menschen, die mit einem Elektroauto unterwegs sind, tatsächlich anhalten, um eine Pause zu machen, das Auto zu laden und dann noch alles erledigen, was man nebenbei so macht.

Speaker: Also Kaffee holen, mal die Toilette benutzen, Beine vertreten und so weiter.

Speaker: Und das ist natürlich...

Speaker: die Hauptcharakteristik, die bestimmt, was wir an diesem Long Distance oder En Route Case für Standorte suchen, also dass man

Speaker: nicht weit von der eigentlichen Strecke abfahren muss, weil die Menschen möchten ja von A nach B und da ist jegliche Reiseunterbrechung, was eine größere Umleitung ist, natürlich nicht so praktisch.

Speaker: Und dann müssen an diesem Standort natürlich diese Amenities, diese Einrichtungen sein, dass man eben all das auch erledigen kann, was man während der Ladepause auch so machen möchte oder machen muss.

Speaker: Der zweite Use Case, den wir bespielen, das ist letztendlich dieser POI-Case.

Speaker: Da geht es darum, dass wir die Schnellladeinfrastruktur genau dorthin bringen wollen, wo die Menschen sich ohnehin aufhalten.

Speaker: Also unser Ansatz ist ganz klar der, beim Schritt in den Massenmarkt steigt die Anzahl der Menschen, die weder zu Hause noch beim Arbeitgeber aufladen können, die aber auch elektrisch fahren möchten.

Speaker: Und für die möchten wir Lösungen bieten.

Speaker: Und dann sind natürlich genau diese Standorte, wo die Menschen sich ohnehin

Speaker: einmal die Woche aufhalten, genau in unserem Fokus.

Speaker: Das ist dann der Supermarkt, das ist das Einkaufszentrum, das sind aber auch Drogeriemärkte, auch mit ein bisschen Abschlag Baumärkte oder eben Einrichtungshäuser oder auch Fastfood-Restaurants, Bäckereien mit Tagescafé.

Speaker: Also das Typische, wo man sagen kann, ja, ich möchte elektrisch fahren, ich kann nicht zu Hause aufladen, ich kann nicht beim Arbeitgeber aufladen, aber ich fahre sowieso einmal die Woche zum Supermarkt.

Speaker: Oder da gibt es einen Bäcker mit einem Tagescafé, wo ich mich gerne hinsetze und 20 bis 40 Minuten sowieso immer verbringe, weil ich da Freunde treffe oder meinen Kaffee genieße.

Speaker: Und dann also quasi während einer Tätigkeit das Auto ganz, ganz komfortabel noch quasi als Beifang aufladen kann.

Speaker: Und so suchen wir dann noch Standorte aus, ja.

Speaker: Okay, das heißt, wir haben dieses En-Route-Geschäft, den ich es mal, und dieses Point-of-Interest-Geschäft.

Speaker: Es sind da zwei sehr verschiedene Sachen und zwei sehr verschiedene Arten von Standorten.

Speaker: Wenn wir vielleicht bei dem En-Route-Geschäft erstmal bleiben, wie macht ihr das?

Speaker: Fahlt ihr mit dem Finger die Landkarte runter und guckt, naja, okay, da ist eine Autobahnabfahrt und jetzt gucke ich mal mit Google Maps, ob es da überhaupt erstmal Flächen gibt.

Speaker: Wie stelle ich mir das vor?

Speaker: Also ja, so einen Ansatz gibt es manchmal auch.

Speaker: Das kann natürlich auch passieren.

Speaker: Wir sind da mit sehr vielen unterschiedlichen Ansätzen unterwegs, weil natürlich kriegen wir auch immer mal wieder Standorte angeboten, die wir dann im ersten Schritt genau so bewerten, wie du es beschrieben hast.

Speaker: Also wir gucken uns den Standort genau an.

Speaker: Das geht ein bisschen, wenn man ehrlich ist, über Google Maps hinaus.

Speaker: Also wir haben da ein

Speaker: ein Tool gebaut über eine Schwestergesellschaft, die eben letztendlich auch eine sehr starke Bewertung macht.

Speaker: Und das betrifft übrigens beide Arten der Use Cases.

Speaker: Also wir haben unterschiedliche Scoring-Modelle in unserem Tool.

Speaker: Da gibt es so ein paar Eingangsparameter, die dann immer dieselben sind.

Speaker: Also wie ist die EV-Adoption in dieser Region?

Speaker: Wie ist die Einwohnerzahl?

Speaker: Aber auch die Besiedlungsstruktur.

Speaker: Also viele Einfamilienhäuser bedeutet

Speaker: Höhere Anzahl an Carports und Garagen bedeutet eine höhere Quote an Menschen, die zu Hause laden können.

Speaker: Aber natürlich auch so was wie Kaufkraft, wie verkehrskünstig das gelegen ist.

Speaker: Und die Unterscheidung zwischen den beiden Use Cases ist dann natürlich manchmal am Anfang noch gar nicht klar.

Speaker: Also manchmal, wenn wir einen Standort angeboten bekommen, bewerten wir diesen Standort und entscheiden dann, welches Setup, also welchen Use Case wir dort bespielen wollen.

Speaker: Je nachdem, was für eine Charakteristik dieser Standort dann letztendlich auch hat.

Speaker: Typisch für den Long-Distance-Case ist, wenn ein Standort

Speaker: wie ich es vorher gesagt habe, also relativ nah an einer Hauptverkehrsachse ist.

Speaker: Das kann eine Autobahn sein, eine Bundesstraße, aber eben auch eine sehr viel befahrene Landesstraße.

Speaker: Da gibt es glücklicherweise sehr viele Quellen, wo man sich eben auch Verkehrsdaten organisieren kann.

Speaker: Und das fließt dann alles in so eine Bewertung ein.

Speaker: Und letztendlich, wenn wir die Unterscheidung machen, also wenn wir diesen Fall haben, ein Standort, der uns angeboten wird, geht durch die Bewertung der Attraktivität.

Speaker: Dann entscheiden wir uns für ein Setup, dann rechnen wir für jeden Standort auch den entsprechenden Business Case durch.

Speaker: Und das kann natürlich manchmal auch nochmal zu einer Anpassung des Setups an so einem Standort führen, weil wir im Prinzip mehrere Hürden haben, über die wir springen müssen.

Speaker: Also einmal eine Attraktivität, aber dann natürlich auch ganz klar die Zahlen für so einen Standort.

Speaker: Kannst du das ein bisschen ausführen?

Speaker: Was meinst du genau mit Attraktivität, die gegeben sein muss?

Speaker: Also auf der anderen Seite Kosten hast du da nochmal wahrscheinlich Erschließungskosten, die auch nochmal individuell sind, dass wir da vielleicht ein bisschen eine Vorstellung bekommen.

Speaker: Klar, sehr gerne.

Speaker: Also die Attraktivität bedeutet natürlich, dass...

Speaker: Wie gesagt, je nach Use Case entweder die Dinge an diesem Standort vorhanden sind, die wir dann definiert haben, also Toilette, Kaffee, Getränke, kleiner Shop oder eben die für diesen Use Case, diesen POI Use Case, die wir dann definiert haben.

Speaker: Da ist so ein bisschen die Bemessungsgrundlage, dass wir auch sagen, die Everyday Relevance.

Speaker: Also was hat der Standort für eine tagtägliche Relevanz?

Speaker: Denn es kann nur funktionieren, wenn die Menschen, die wir ansprechen, dann auch sagen, ja, da fahre ich hin, weil da bin ich sowieso.

Speaker: Oder ich fahre da hin und lade das Auto und trinke dann halt einen Kaffee.

Speaker: Aber diese Everyday Relevance muss gegeben sein, weil wenn die sagen, jetzt muss ich da wieder an diesen Standort nur um das Auto zu laden,

Speaker: dann ist das ein sehr, sehr schlechter Indikator.

Speaker: Und dann ist das natürlich insbesondere dann, wenn jemand in der Nähe in einem wirklich relevanteren Standort was aufbaut, ist da die Konkurrenz natürlich sehr, sehr hoch.

Speaker: Also das ist das, was wir uns anschauen.

Speaker: Und dann gehen wir aber auch wirklich sehr genau rein an den Standorten.

Speaker: Also je nachdem schauen wir natürlich auch, wie sind denn die, zum Beispiel die Öffnungszeiten.

Speaker: Also kann ich an diesem Standort

Speaker: Und das hat man bei manchen Standorten, bei manchen Bäckereien, die vielleicht einfach auch schon relativ früh zumachen und die dann eben in den typischen Pendlerzeiten vielleicht gar keine Relevanz mehr haben, dass die Menschen auch sagen, ja, ich würde gerne auf dem Heimweg, da würde ich schon stoppen und auch nochmal was einkaufen oder was konsumieren.

Speaker: Aber da hat der Laden entweder nichts mehr an Ware oder hat auch nicht mehr offen, weil die früher zumachen, als ich von der Arbeit komme.

Speaker: Also sowas schauen wir uns an.

Speaker: Aber wir haben eben in unserer Tool-Bewertung auch etwas in Vorbereitung, dass wir sogar so tief reingehen, dass wir auch systematisch zum Beispiel Bewertungen aus dem Internet auswerten.

Speaker: Mit Verschlagwortungen, also gibt es Rezensionen,

Speaker: die auf die Sicherheit, auf die Sauberkeit, auf die Kundenfreundlichkeit abzählen.

Speaker: Und da schauen wir natürlich auch drauf, also wie viele Rezensionen gibt es zu dem Standort, wie fallen die aus und bei der Verschlagwortung gibt es da Dinge, die uns einfach auch

Speaker: in einem Zweifelsfall davon abhalten könnten, da aufzubauen.

Speaker: Also das Beispiel wäre jetzt, wenn man sagt, naja, wir haben einen Standort, der jetzt erstmal bei der Bewertung ganz gut aussieht, aufgrund der Einwohnerzahl der Kaufkraft der BevAdoption.

Speaker: Aber jetzt hast du vielleicht an so einem Standort 20 Bewertungen, die sagen, also da willst du nach Einbruch der Dunkelheit dich nicht mehr aufhalten oder ich fürchtete um meine Sicherheit oder so.

Speaker: Also das sind alles so Dinge, die wir da schon gelesen haben über manche Standorte.

Speaker: Und das ist jetzt nicht hauptausschlaggebend, aber es spielt natürlich in die Gesamtbewertung mit rein.

Speaker: Und neben der Attraktivität, du hast angesprochen, natürlich Erschließungskosten, Netzanschlusskosten, Baukosten, all das, was da sonst noch dazukommt, ist natürlich so, dass das bei der Berechnung des standortscharfen Business Cases dann auch nochmal aufgenommen werden muss.

Speaker: Bei vielen Dingen arbeiten wir am Anfang im ersten Schritt natürlich mit Annahmen.

Speaker: Und wenn wir uns für den Standort entschieden haben, gehen wir tiefer in die Planung, in die Feinplanung, auch richtig das Anforderungen von Netzanschlussangeboten.

Speaker: Dann kommen wir dann irgendwann in die weitere Version, also sozusagen in ein Business Case 2, wo viele der Parameter, wo wir am Anfang mit Annahmen arbeiten, präzisiert werden.

Speaker: Und so kann natürlich so ein Standort auch zu einem späteren Zeitpunkt noch rausfallen, wenn du zum Beispiel

Speaker: annimmst, der Netzanschluss kostet typischerweise Betrag X und dann hast du an einem Standort eben das Vielfache, weil das Netz erst ertüchtigt werden muss, dann kann das natürlich zu einem Abbruch eines Standorts führen.

Speaker: Um mal ein Gefühl für die Zahlen zu bekommen, was würdest du sagen, ist die Ratio zwischen Standorten, die ihr prüft und wo ihr dann eine finale Go-Entscheidung trefft?

Speaker: Ich vermute, da wird es eine ziemliche Spanne geben.

Speaker: Ja, die gibt es.

Speaker: Also ich meine, wir haben jetzt in den letzten Monaten sehr daran gearbeitet, dass wir eben die Standorte, die überhaupt in unsere Pipeline kommen, dass wir da schon sehr, sehr selektiv sind und ganz klare Attraktivität, also diese Attraktivitätsprüfung, da kommt grundsätzlich erstmal sehr, sehr, sehr viel an.

Speaker: Und da fällt aber auch viel raus.

Speaker: Also wenn du nach der Ratio fragst, müsste ich eigentlich wie ein Anwalt antworten, es kommt drauf an, also die Juristenantwort, an welchem Schritt das Ganze ist.

Speaker: Am Anfang haben wir tatsächlich, wir kriegen zum Beispiel auch manchmal sehr große Portfolien angeboten.

Speaker: Und da gibt es Portfolien, die sehr gut sind, also wo 80 Prozent der Standorte sogar interessant sind.

Speaker: Also ein Portfolio von zehn Standorten, acht gute, ein mittelmäßiger und ein weniger guter.

Speaker: Aber es gibt natürlich auch, insbesondere wenn es größere Portfolien sind, und wir sind ja jetzt nicht die Ersten im Markt, um es positiv zu formulieren mit Eliso, sondern ich habe ja auch mit meiner Vergangenheit bei anderen CPOs schon viel früher an diesen Themen gearbeitet.

Speaker: Also wenn du heute noch ein richtig großes Portfolio bekommst, ist es oft auch so, dass die Anzahl der Standorte, die kein anderer anbietet,

Speaker: jetzt wirklich machen wollte, dann relativ hoch ist.

Speaker: Also wir schauen es natürlich trotzdem, schauen wir alle Standorte an und bewerten die.

Speaker: Und man spricht in der Branche dann vom sogenannten Cherrypicking, was natürlich so ein Anbieter, so ein Immobilieninvestor, der eben verschiedene Objekte hat, nicht so gerne hat, dass die CPOs dann nur sagen, ja gut, die zwei Standorte mache ich, die anderen interessieren mich aber eigentlich nicht.

Speaker: Aber klar, wir müssen natürlich dann auch immer das Portfolio in Gänze betrachten.

Speaker: Und wenn es eben erforderlich ist, dass man mal einen Standort mitmacht, der vielleicht nicht alle Kriterien erfüllt, aber dafür eben eine Vielzahl an Standorten bekommt, die überdurchschnittlich gut sind, dann gleicht es das eben natürlich aus.

Speaker: Aber das ist natürlich nicht immer der Fall.

Speaker: Jetzt hast du die Pipeline angesprochen und die Portfolios, die ihr angeboten bekommt.

Speaker: Bedeutet das, dass ihr nicht aktiv versucht, Standorte und Flächen zu akquirieren, sondern dass man da auf euch zukommt?

Speaker: Wie läuft es genau in dem Markt ab?

Speaker: Achso, nein.

Speaker: Also das ist tatsächlich ein Sowohl-als-auch.

Speaker: Also wir haben, und da kommen wir ja auch, wenn wir über das Deutschlandnetz sprechen, auch dazu.

Speaker: Also wir haben natürlich Target-Regions oder im Deutschlandnetz die Suchräume, wo wir entweder aufbauen wollen im Public-Bereich oder im Deutschlandnetz, ich könnte es fast sagen, aufbauen müssen, aber natürlich auch dann dort, um eben im Deutschlandnetz zu arbeiten.

Speaker: dem gerecht zu werden, was wir da auch machen wollen, worauf wir uns auch committed haben.

Speaker: Natürlich Suchräume, die wir bespielen müssen.

Speaker: Und dann ist es ein Sowohl-als-Auch.

Speaker: Also wir arbeiten mit Partnern zusammen.

Speaker: Wir haben aber natürlich auch eigene Site Scouts, die teilweise dann in den Target Regions unterwegs sind.

Speaker: die natürlich auch versuchen, eine Akquise zu machen, also potenzielle Partner ansprechen.

Speaker: Da ist natürlich die Quote dann eine ganz andere, weil bevor einer aus unserem Sitescouting-Team jetzt bei einem Standort ABC anruft, würde er natürlich vorher hier intern im Tool schauen, ist der Standort überhaupt geeignet.

Speaker: Und wenn der Standort da durchfällt, dann würde er dort natürlich auch nicht anrufen und sagen, ich würde gerne mal vorbeikommen und zeigen, was wir so tun.

Speaker: weil wir gerne an ihrem Standort Ladeinfrastruktur aufbauen wollen würden.

Speaker: Also das ist ein ganz deutlich, ein sowohl als auch.

Speaker: Das ist manchmal so, dass man über Kooperationen an Standorte kommt, dass man Standorte aktiv angeboten bekommt, dass man mit Vermittlern arbeitet,

Speaker: oder Maklern, aber natürlich ganz klar auch das eigene Team, was draußen unterwegs ist und mit Standortpartnern spricht, aufzeigt, was wir da machen und dann eben dort auch Verträge schließt für Standorte.

Speaker: Um vielleicht mal ein bisschen die Perspektive zu wechseln, weil du hattest ja schon eingangs erwähnt, es gibt Standorte, wo ihr dann nachträglich feststellt, dass da viele Dinge nicht so gegeben sind, wie sie für euch gut beziehungsweise optimal wären.

Speaker: Was kann ein Eigentümer von einer Fläche, von einem Standort eigentlich tun, um attraktiver für euch oder für CPOs allgemein zu sein?

Speaker: Also natürlich ist das, das muss man fairerweise sagen und das hat sich auch über die Jahre nur ein Stück weit verändert, für viele Standorteigentümer ein Stück weit noch eine Blackbox.

Speaker: Also Standorteigentümer kennen gesetzliche Auflagen, dass sie eben auch, wenn sie was an ihrem Standort umbauen, Ladeinfrastruktur vorbereiten oder vorhalten müssen.

Speaker: Das kennen sie natürlich, aber in aller Regel sind das natürlich Profis, die sehr, sehr gut darin sind.

Speaker: Wenn wir jetzt zum Beispiel über eine Bäckerei mit Tageskaffee sprechen, wie man diese Bäckerei betreibt, wie man das Kaffee bespielt oder wenn wir an Supermärkte denken, wie man Dinge des täglichen Bedarfs verkauft, wie man das einkauft, wie die Logistik ist.

Speaker: Und natürlich denken wir, haben wir eine andere Sichtweise auf den Standort, sondern wir sehen erst mal den Parkplatz und wir sagen, den wollen wir elektrifizieren.

Speaker: Das ist jetzt aber kein Thema, was für die meisten Standortpartner eins der höchsten Priorität ist, sondern die wollen ihren Laden am Laufen halten.

Speaker: Und wenn dann ein CPO wie Eliso oder ein anderer kommt und sagt, ich hätte hier mal gerne, steigt das natürlich jetzt auch nicht in der Priorität so hoch.

Speaker: Das würde uns manchmal helfen, wenn die Standortpartner dann natürlich auch das heute schon sehen würden, wie gut eben auch eine gut Betrieb

Speaker: eine gut dimensionierte Ladeinfrastruktur an ihren Standorten ist.

Speaker: Aber da müssen wir, glaube ich, einfach weiterhin einen sehr, sehr guten Job machen und Standorte akquirieren und aufbauen, sodass sich das auch umspricht, dass wir ein guter Partner sind und dass das Thema Ladeinfrastruktur immer wichtiger und wichtiger wird.

Speaker: Wir hinken ja im gesamten Fahrzeughochlauf für elektrische Fahrzeuge immer noch so ein bisschen hinterher, was es für uns und andere CPOs schwierig macht.

Speaker: Auf der anderen Seite ist es so, die Zahlen jetzt gerade aus März diesen Jahres, wo das erste Mal mehr vollelektrische Fahrzeuge als Benziner zugelassen wurden.

Speaker: Natürlich ist da eine Dynamik, die auch dazu führt, dass das Thema für die Standortpartner immer wichtiger und wichtiger wird.

Speaker: Und eins, was mich immer so ein bisschen amüsiert, das ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck, hat in den letzten Jahren, dass es immer wieder Standortpartner gab, die gesagt haben, naja gut, aber wenn ihr da eure Ladeinfrastruktur aufbaut, dann fallen mir ja Parkplätze weg.

Speaker: Worauf ich immer entgegnet habe, die fallen nicht weg, sondern die werden einfach nur elektrifiziert.

Speaker: Denn mehr und mehr eurer bestehenden KundInnen kommen eben mit dem Elektrofahrzeug.

Speaker: Und wenn ihr denen noch einen Zusatz-Service bietet, in dem sie dann das Fahrzeug auch während des Einkaufs ganz entspannt aufladen können,

Speaker: dann ist das nochmal ein Upgrade für euren Standort.

Speaker: Also letztendlich, um auf deine Frage zurückzukommen, das ist so ein Hand-in-Hand-Gehen des Standortpartners mit uns eben den Standort gemeinsam zu verbessern, indem der Standortpartner uns das eben auch machen lässt, dass wir dort Ladeinfrastruktur aufbauen und gut betreiben.

Speaker: Das heißt, es gibt immer noch eine hohe Skepsis von Seiten der Standortinhaber oder Geschäftsinhaber in der Nähe.

Speaker: Skepsis weiß ich gar nicht, ob ich das so bezeichnen würde.

Speaker: Ich glaube, dass es eher die angesprochene niedrigere Priorisierung ist.

Speaker: Und das halte ich für total nachvollziehbar.

Speaker: Wir denken natürlich, das was wir tun, das denken ja viele von der eigenen Branche, das was wir tun ist das Allerwichtigste und der Standortpartner muss doch eigentlich das auch komplett einsehen, dass er jetzt mit uns sehr schnell auch einen Vertrag abschließen soll, dass wir da aufbauen und betreiben können.

Speaker: Im Endeffekt kann aber so ein Standortpartner natürlich auch sagen, hey, mein Laden funktioniert bislang ja auch schon.

Speaker: Und ob das jetzt besser funktioniert, weil ich dann auch noch ein paar Wochen Baustelle auf meinem Standort habe,

Speaker: Das weiß ich vielleicht noch gar nicht als Standortpartner.

Speaker: Insofern, Skepsis glaube ich jetzt nicht, sondern es ist einfach noch eine fehlende Priorisierung, weil letztendlich müssen wir auch der Wahrheit ins Gesicht sehen.

Speaker: Wir sprechen momentan von einem immer noch recht kleinen Teil der Fahrzeuge, die auf den Straßen unterwegs sind, die vollelektrisch sind.

Speaker: Also knapp über zwei Millionen Euro im Vergleich zur Anzahl der Verbrennerfahrzeuge und Dieselfahrzeuge.

Speaker: Ist es halt einfach immer auch noch wenig.

Speaker: Und wenn du jetzt heute jemandem sagst, naja, ich bringe dir neue Kunden, der dann sagt, na gut, aber es gibt ja gerade mal so zwei Millionen plus vollelektrische Fahrzeuge über ganz Deutschland verteilt.

Speaker: Wie viele von diesen zwei Millionen kommen denn jetzt auch in meinen Laden?

Speaker: Da ist noch ein bisschen Luft nach oben, ein bisschen Entwicklungspotenzial, dass das als Argument dann auch wirklich zieht.

Speaker: Gibt es vielleicht auch Gewerbe, wo du so einen Unterschied feststellst?

Speaker: Ich würde mal sagen, vermutlich gibt es mehr Leute, die ein E-Fahrzeug fahren, die im Biomarkt einkaufen, als vielleicht in anderen Einzelhandelsgelegenheiten.

Speaker: Und merkt man da so einen Unterschied, dass dann vielleicht dort schon mehr das Bewusstsein vorhanden ist, wo die Zielgruppe einfach gegeneinander matcht?

Speaker: Also ich habe jetzt noch keine Statistik gesehen, die gesagt hat, der typische Biomarktkäufer, die Käuferin hat überdurchschnittlich einen hohen Anteil an Elektrofahrzeugen.

Speaker: Das weiß ich nicht, ob das tatsächlich so ist.

Speaker: Aber es erscheint natürlich logisch, also ökologisch da sensibilisiert zu sein, dann auch zu sagen, dann fahre ich eher ein Elektrofahrzeug.

Speaker: Also was ich tatsächlich feststellen kann,

Speaker: ist die Dynamik, die wir jetzt eher im Lieferbereich haben, also dass wir mehr und mehr Anfragen auch haben zu Beratungen, zu Gesprächen mit Firmen, die eben in großen Städten oder außerhalb von großen Städten sind und die die Städte beliefern.

Speaker: Also ich denke da an eine

Speaker: Wäscherei in einer deutschen Großstadt, die mich mal angefragt hat, die gesagt hat, Mensch, wir waschen überdurchschnittlich viel Hoteltextilien in dieser Stadt und wir fahren dann eben von außerhalb immer rein und wir glauben halt, dass es sich in den nächsten Jahren noch verändern.

Speaker: deutlich schwieriger gestalten wird, da in die Stadt reinzufahren.

Speaker: Deswegen wollen wir auch die Flotte elektrifizieren.

Speaker: Sie haben eine große Halle, wo sie eben die Sachen auch waschen, haben da PV drauf und möchten das mit Speicher dann eben auch in ihre Flotte bringen.

Speaker: Und sowas sehe ich verstärkt.

Speaker: weil dort einfach auch das Fahrzeug nicht wie bei den meisten EndnutzerInnen ein Fortbewegungsmittel ist, sondern es ist ein klares Arbeitsmittel.

Speaker: Da ist eine hohe Investitionsbereitschaft, da ist auch nochmal eine andere Kostenberechnung oder Kostenbetrachtung.

Speaker: Auch das meine ich, dass die wenigsten Privatpersonen jetzt wirklich so eine

Speaker: Rechnungen aufmachen, was die Total Cost of Ownership des Fahrzeugs sind.

Speaker: Aber die Unternehmen machen das natürlich.

Speaker: Und da gibt es natürlich einen deutlich schnelleren Anstieg an Nachfragen oder eben auch Firmen, Flottenkunden, die eben ihre Fuhrparks elektrifizieren.

Speaker: Da ist die Nachfrage schon mal deutlich stärker.

Speaker: Jetzt in den verschiedenen Kategorien, ob Bio-Supermarkt oder konventioneller Supermarkt,

Speaker: Da habe ich jetzt noch nicht so, dass ich sagen könnte, bei denen kommen wir deutlich schneller zum Zug als bei den anderen.

Speaker: Ich kann ja am Wochenende mal vorbeilaufen und zählen, wie viele E-Autos vom Biosupermarkt stehen.

Speaker: Das ist eine gute Idee.

Speaker: Zähle auch mal durch und dann melde ich mich bei dir wieder und sage, hey, Hypothese bestätigt oder Hypothese verworfen an der Stelle.

Speaker: Das finde ich gut und dann stelle dann gerne den Kontakt her, wenn es da noch keine oder zu wenig Lademöglichkeiten gibt.

Speaker: Wir sind weiter auf Expansionskurs.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Genau, jetzt haben wir viel über die Public-Standorte gesprochen.

Speaker: Ihr seid ja auch im Bereich Deutschlandnetz unterwegs und auch da seid ihr ja dabei, Standorte zu erschließen.

Speaker: Magst du uns mal erklären, wo du ganz grob den Unterschied siehst zwischen euren Public, also Nicht-Deutschlandnetz-Standorten und Deutschlandnetz-Standorten siehst?

Speaker: Ja, sehr gerne.

Speaker: Und ich möchte auch vorwegstellen, wir sind natürlich auch ganz klar committed im Deutschlandnetz.

Speaker: Das ist für uns ein ganz wichtiger Bestandteil von dem, was wir tun.

Speaker: Also wir haben ja ein klares Commitment zur Geschichte des Deutschlandnetzes.

Speaker: Es ist ja auch eine tolle Initiative des Bundes, zu sagen,

Speaker: Man hat sich Deutschland angeschaut, man hat sich die verschiedenen Regionen angeschaut und dort, wo eben die CPOs nicht zuallererst aufbauen, sondern wo der Markt einfach auch noch gepusht werden muss, wo auch diese Henne-Ei-Thematik allein dadurch erledigt sein muss, dass der Bund eben hier in so einem Projekt CPOs auch unterstützt.

Speaker: Da sind wir gerne mit dabei und das ist ein ganz wichtiger Bestandteil.

Speaker: Die Herangehensweise ist insofern ein bisschen anders, als dass wir im Deutschlandnetz die Lose, die wir gewonnen haben, dass die sehr klar umrissen sind, dass wir sehr genau wissen, in welchen Suchräumen, also in welchen Suchradien suchen wir denn Standorte.

Speaker: Und das ist ja auch öffentlich einsehbar über das sogenannte Standort-Tool, also Standort-Tool.de.

Speaker: Da kann man einstellen, dass man sich die Suchräume des Deutschlandnetzes auch anzeigen lässt und kann dann da reinklicken und sieht dann immer, wer in diesem Suchraum eben die Betreiberin, der Betreiber ist.

Speaker: Und da ist es dann eben so, dass wir, dass hier der Anteil der eigenen Site Scouts, die eben in diese Region gehen und dort tatsächlich Standorte identifizieren und die Partner ansprechen, natürlich sehr, sehr hoch.

Speaker: Das sind Regionen und das kann natürlich auch vorkommen in so einem Suchraum, dass du dir den auf der Karte anschaust und sagst, oh, da sind ja über 70 Prozent nur Wald und Wiese.

Speaker: Und Wald und Wiese sind sehr schön, aber sind jetzt nicht unbedingt die prädestinierten Locations, um da einen Ladepark hinzubauen.

Speaker: Und deswegen ist es da auch durchaus eine Herausforderung, in manchen Suchräumen eben einen Standort zu finden, den man

Speaker: den man unter Vertrag nehmen kann, wo man aber auch sagen kann, ja, da bieten wir unseren Kundinnen und Kunden auch einen Standort an, wo sie auch wirklich sagen, ja, der Standort hat für mich einen Mehrwert, weil mitten im Nirgendwo zu laden, ist halt auch nicht unbedingt das, was die Nutzenden dann auch wirklich haben wollen.

Speaker: Gibt es bei euch eine Unterscheidung, dass ihr sagt, okay, wir sind in einem dieser Suchräume fürs Deutschlandnetz und wir hätten da einen potenziellen Standort und entscheidet euch dann, ob ihr den als Public-Standort nehmt oder als Deutschlandnetz-Standort oder ist das von vornherein vorgegeben, diese Region nur Deutschlandnetz?

Speaker: Ne, so ist es nicht.

Speaker: Also das Deutschlandnetz steht da bei uns ganz oben auf dem Programm und natürlich haben wir uns dazu committed, das Deutschlandnetz zu machen und müssen dann natürlich in so einer Region auch liefern.

Speaker: Also es wäre jetzt nicht so schlau zu sagen, ich habe im Suchraum 1, 2, 3, 4, habe ich genau einen Standort und den mache ich jetzt lieber in public, weil ich muss ja im Deutschlandnetz auch gegenüber dem Bund nachweisen, dass ich einen im Deutschlandnetz umgesetzt habe.

Speaker: Was aber durchaus passieren kann und auch schon passiert ist, dass wir in einem Deutschlandnetz-Suchraum, also sind nicht alle die größte Herausforderung, wie ich es beschrieben habe, sondern in manchen haben wir dann auch nicht nur eine Location gescoutet, sondern vielleicht auch noch eine zweite.

Speaker: Und wenn wir den zweiten Standort auch gut finden, dann setzen wir den eben zusätzlich zum Deutschlandnetz-Standort an der zweiten Location als Public-Standort um.

Speaker: Und haben Deutschland-Netzstandorte gewisse Charakteristika?

Speaker: Also achtet ihr da auf gewisse Dinge oder müsst ihr auch auf gewisse Eigenschaften achten?

Speaker: Ja, also es gibt natürlich verschiedene Größen von SML und XL, die eben dann Ladepunkte und Dimensionierung des Netzanschlusses bedingen.

Speaker: Aber natürlich, als wir uns auf das Deutschlandnetz beworben haben, haben wir beim Bund

Speaker: Layouts eingereicht, wie wir so einen Standort aufbauen, was man an dem Standort auch findet, was wir beeinflussen können und das ist natürlich die Maßgabe, das was wir da einfach auch gezeigt haben und was wir machen wollen, dass wir das auch natürlich so umsetzen.

Speaker: Es gibt auch ein paar

Speaker: Besonderheiten des Deutschlandnetzes ist natürlich dann auch immer so, dass du zum Beispiel einen längeren Parkplatz, also diesen N1-Stellplatz, wo dann eben auch der vollelektrische Sprinter oder das vollelektrische Buschle einfach auch aufsteht.

Speaker: parken und laden können muss.

Speaker: Und das führt natürlich manchmal aber auch zu einer Herausforderung, weil wenn du jetzt so einen Standortpartner überzeugst, der jetzt vielleicht nicht ganz Feuer und Flamme für die Elektromobilität ist, der irgendwann sagt, ja, mach halt auf meinem Standort,

Speaker: Und dann erfährt, ja und dazu muss ich übrigens deinen Parkplatz noch ein bisschen umgestalten, weil ich einen verlängerten Parkplatz brauche.

Speaker: Das kann natürlich im schlimmsten Fall auch ein Dealbreaker sein, weil das, ja, da jubelt niemand, wenn man den Parkplatz neu markieren muss, weil man einen überlangen Stellplatz braucht zum Beispiel.

Speaker: Und du natürlich die Parkfläche reduzierst, wenn du da irgendwie einen 6 Meter Parkplatz für einen Sprinter machst, hättest du wahrscheinlich zwei kleine irgendwie für ihn gekriegt.

Speaker: Das ist ja auch nochmal ein Thema, was vielleicht viele nicht gerade glücklich macht.

Speaker: Das ist eine der typischen Herausforderungen, die wir da tagtäglich haben.

Speaker: Das ist aber natürlich an einem Standort, auch den wir in Public mit einer Durchfahrtslösung, also es gibt ja auch

Speaker: Also Standorte, wo man sagt, okay, das ist jetzt so ein typischer Standort, wo manche Leute auch mit dem Hänger mal halten möchten und laden möchten und den nicht abkoppeln und dann rangieren, weil das ist einfach auch super unangenehm.

Speaker: Das kann da natürlich auch vorkommen, ganz klar.

Speaker: Durch die Förderung, die es dann im Bereich Deutschlandnetz gibt, ändert sich da auch ein bisschen eure Risikobereitschaft, dann vielleicht Standorte anzugehen, die nicht so ganz euren Kriterien entsprechen würden, wo ihr sagt, mit einer Förderung ist es machbar?

Speaker: Ja, also ich glaube, das ist ja die angesprochene Intention vom Deutschlandnetz auch, also dass gerade in Regionen, wo eben ein CPO im Public-Bereich ist,

Speaker: bisher abgewunken hat oder abwinken würde, das so ja dann Anreiz zu setzen seitens des Bundes, dass man dann dort aufbaut.

Speaker: Also ja, ich würde schon sagen, ich sage jetzt nicht welche Suchräume, aber wir haben schon den einen oder anderen Suchraum, da würde ich jetzt in Public wahrscheinlich nicht unbedingt was aufbauen.

Speaker: oder eben deutlich kleiner dimensioniert aufbauen, das gehört schon zur Wahrheit mit dazu.

Speaker: Und das ist einfach auch in ökonomischen Zwängen begründet.

Speaker: Ich hatte es ja erwähnt, der verzögerte Fahrzeughochlauf, den wir auch damals, als wir für das Deutschlandnetz angeboten haben, gepitcht haben, lag ja diese Zielgröße, wie viele Fahrzeuge gibt es bis 2030, vollelektrische Fahrzeuge auf den Straßen, noch deutlich höher, als die jetzt erst vor wenigen Tagen,

Speaker: Aus den Cleanroom-Gesprächen der Leitstelle kommunizierten acht Millionen.

Speaker: Das lag deutlich höher.

Speaker: Und das hat man natürlich auch berücksichtigt, wenn man das Angebot berechnet hat.

Speaker: Und jetzt ist es ja auch nicht so, dass der verminderte Fahrzeughochlauf überall in Deutschland erfolgt, sondern es gibt manche Regionen, die sind eben vorweg und andere Regionen, die sind noch weit hinter dem durchschnittlichen Fahrzeughochlauf.

Speaker: Und da sind halt einfach dann typischerweise auch Regionen des Deutschlandnetzes, nicht nur in unseren Losen, sondern auch bei den anderen Betreiberinnen dabei, die eben unter dem durchschnittlichen Fahrzeughochlauf sind.

Speaker: Und das hat dann natürlich Auswirkungen auf die Rentabilität eines solchen Standorts.

Speaker: Da wir jetzt schon ein bisschen in die Zukunft gucken und mit mehr Zulassungen rechnen, über welchen Zeitraum auch immer.

Speaker: Gehen wir davon aus, in fünf Jahren, welche Art Standorttypen siehst du dann vorne?

Speaker: Weil im Moment konzentriert man sich ja viel auf Hauptverkehrsrouten oder wie gesagt, Point of Interest.

Speaker: Wird das aber auch...

Speaker: Du hast aber auch schon kurz angesprochen, dass es Richtung Gewerbe, Flotten geht.

Speaker: Aber was schätzt du, sind in fünf Jahren so die Flächen, die im Kommen sind?

Speaker: Also ich glaube, dass es alle die angesprochenen Flächen sein werden.

Speaker: Also wir haben ja, wenn man elektromobil unterwegs ist, einen riesen Vorteil.

Speaker: Also wenn man an den Standorten, wo man sich häufig aufhält, das Auto nebenbei laden kann, dann entfällt ja meistens der wirklich dezidierte Ladestopp.

Speaker: Und das ist tatsächlich dann super praktisch, dass man sagt, ich bin da gar nicht mehr, sondern ich habe da einfach ganz nebenbei und ich war einkaufen und habe nebenbei das Auto aufgeladen.

Speaker: Ich war beim Arbeitgeber und habe

Speaker: während der Arbeit aufgeladen oder über Nacht zu Hause oder im öffentlichen Raum.

Speaker: Aber wir werden natürlich immer für die Langstrecke, für die Mittel für die Langstrecke Lademöglichkeiten auch brauchen.

Speaker: Auch in Gewerbegebieten für elektrifizierte Trucks oder kleinere Fahrzeuge werden wir das haben.

Speaker: Und dieser große Mix an Standorten, die eine tagtägliche Relevanz haben, die werden alle kommen.

Speaker: Ich glaube, dass sich das technische Setup noch anpassen muss.

Speaker: Also wenn du jetzt gerade an große Einkaufszentren denkst, die adressieren ja auch unterschiedliche Kundengruppen.

Speaker: Also die adressieren Menschen, die dort arbeiten.

Speaker: weil das Einkaufszentrum ja oft auch sehr verkehrsgünstig liegt, die dort anhalten, sagen, ich möchte mir dann Kaffee holen und kurz das Auto aufladen, also HPC-Bereich, dem High-Power-Challion-Bereich.

Speaker: Manche, die sagen, ja, ich gehe in den einen Store, in den Einkaufsladen, weil da hatte ich neulich mal einen Pulli gesehen, den will ich jetzt nochmal anprobieren oder noch einen zweiten und dritten.

Speaker: Dann ist man im DC-Bereich.

Speaker: Aber es gibt auch die Leute, die sagen, ich will flanieren, ich will bummeln, ich möchte einen Kaffee trinken, ich verbringe in diesem Einkaufszentrum zwei, drei, vier Stunden.

Speaker: Da sind wir halt im Low-DC-Bereich.

Speaker: Da wäre es dann natürlich verschenkt, wenn so eine Person an einem Lader, der 400 kW leisten kann, für mehrere Stunden hängt.

Speaker: Sondern da braucht man dann zum Beispiel einen 50 kW DC-Lader, sodass wir wirklich an solchen Standorten auch deutlich bedarfsgerechter aufbauen.

Speaker: Das werden wir, glaube ich, sehen.

Speaker: Viele Locations mit unterschiedlicher Charakteristika, aber eine deutlich schlauere Verteilung von Anschlussleistungen und von Energie.

Speaker: Wie wäre denn da der Mechanismus?

Speaker: Wäre das dann über den Preis gesteuert?

Speaker: Ich kann mir vorstellen, als Nutzer, als Fahrer, ich würde per se mal zur schnellsten Ladesäule gehen.

Speaker: Ja, aber ich glaube, es wird gar nicht anders gehen.

Speaker: Also ich glaube, es wird gar nicht anders funktionieren, als dass man da auch tatsächlich eine preisliche Komponente dahinter hängt und über diesen Weg dann auch ganz klar das steuern kann.

Speaker: Also

Speaker: Und damit sage ich jetzt ja nicht, das HPC muss man dann extrem teuer machen, sondern es kann ja auch einen Anreiz geben, an Low-DC-Ladepunkten deutlich günstiger zu laden.

Speaker: Und das ist auch nicht nur in großen Einkaufszentren, sondern selbst wenn man auf der Langstrecke unterwegs ist, ich habe das...

Speaker: Ich wohne im Großraum Stuttgart und meine Schwiegereltern wohnen vor den Toren Bremens.

Speaker: Also wir fahren seit vielen Jahren eine durchaus längere Strecke, immer wieder voll elektrisch.

Speaker: Und seit ich das mache, sind da auch zwei Kinder dazugekommen, die mit uns mitreisen.

Speaker: Und deswegen kenne ich die Situation sehr, sehr gut, dass gerade auf so einer Strecke, wo es auch, also es sind 600 noch was Kilometer,

Speaker: Auf so einer Strecke ist es durchaus sinnvoll, eine oder zwei Pausen zu machen.

Speaker: Mit Kindern macht man tendenziell sowieso eher zwei oder vielleicht auch mal drei Pausen.

Speaker: Und das ist jetzt eben auch oft passiert, dass das Auto deutlich früher fertig war als wir an so einem Standort, wo wir dann die Pause gemacht haben.

Speaker: Jetzt darf man natürlich nicht den Fehler begehen, dass man sagt, weil das bei mir so ist, ist das bei allen so.

Speaker: Aber es kann natürlich, wenn wir jetzt so ein paar Jahre in die Zukunft denken, es gibt ja auch noch mehr Familien, die reisen,

Speaker: Und viele Familien, Väter oder Mütter, mit denen ich darüber spreche, sage ich, ja klar, das kennen oder nein.

Speaker: ist noch ein Eis oder man will noch einmal die Rutsche rutschen oder so, dann kann das natürlich auch eine sehr interessante Option sein, wenn man dann auch preisbewusst reist, dass man sagt, naja, auch an der Langstrecke nutze ich eine niedrigere Ladeleistung, weil ich ohne Hinweis, ich möchte eine ausführliche Pause machen und dann ist vielleicht der Strom einfach dort auch nochmal ein bisschen günstiger, weil ich mich bewusst für eine langsamere Ladung entschieden habe.

Speaker: Cool.

Speaker: Ich war eigentlich langsam durch.

Speaker: Hast du noch Themen, wo du sagst, lass uns über die noch sprechen?

Speaker: Natürlich muss ich das sagen, was ich dann auch immer sage, wenn ich unterwegs bin.

Speaker: Also falls auch jemand, der zuhört, sagt, Mensch, ich habe jetzt vielleicht einen Supermarkt und ich brauche dringend jemanden, der verlässlich gute Ladeinfrastruktur hier aufbaut und betreibt, dann darf er mich jederzeit über LinkedIn taktieren und Standorte vermitteln, weil wir natürlich, wie gesagt, weiter auf der Expansion sind.

Speaker: Und diejenigen, die den Podcast hören, die noch nicht elektrisch unterwegs sind,

Speaker: Die sollten es auf jeden Fall mal ausprobieren.

Speaker: Ja, dann hoffen wir, dass sich da eine Menge Leute bei dir melden und ihr ganz viele neue Standorte in Deutschland erschließen könnt.

Speaker: Ja, vielen Dank.

Speaker: Dann bedanke ich mich schon mal bei dir, Amadeus, für das tolle Gespräch und alles Gute.

Speaker: Ganz herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal.

Speaker: Es hat viel Spaß gemacht.

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