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Extrem unterwegs mit Marei Moldenhauer

Autsaid - Gravel Podcast
Autsaid - Gravel Podcast

7,827 plays · Mar 5, 2025

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Speaker: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Outside Podcasts.

Speaker: Mein Name ist Paul Voss.

Speaker: Ja, ich bin zurück.

Speaker: Ich musste ein paar Wochen mal rausnehmen und die Arbeit ein bisschen zurückstellen und gesund werden.

Speaker: Ich hatte ja, ich weiß gar nicht, jetzt hier oder im Besenwanger über Gracing auch schon berichtet, dass ich eine Erkältung hatte vor Santa Wall und dann eigentlich gesund geworden bin, dachte ich zumindestens.

Speaker: Aber auf jeden Fall habe ich mir dann in Girona nochmal eine schöne Krippe eingefangen, bin dann zurück nach Hause gekommen und lag erstmal eine Woche komplett flach.

Speaker: Das heißt, ich hatte die letzten drei Wochen echt nicht so eine gute Zeit.

Speaker: Viel Training ist ausgefallen und war somit der schlechteste Februar, glaube ich, was Trainingskilometer und auch Zeit angeht.

Speaker: in den letzten vier jahren oder so von daher ist jetzt für mich einiges zum aufholen da zum glück fahre ich am freitag nach andorra und absolviere daran dreiwöchiges hirn-tringslager bevor ich dann von andorra aus weiter nach italien fahre zum nächsten rennen was die hilfs sein wird

Speaker: Aber kommen wir mal zu meiner heutigen Gästin und zwar habe ich die Marai Moldenhauer da.

Speaker: Marai hat vor kurzem das Atlas Mountain Rennen, Atlas Mountain Race, so richtig, der Frauen gewonnen und wird damit auch gleichzeitig 8 in der Gesamtwertung gewonnen.

Speaker: Dazu ist sie das ganze auch eine Rekordzeit gefahren von vier Tagen 14 Stunden und 20 Minuten was ich unglaublich beeindruckend finde ich selber habe das Rennen auch schon mal versucht zu beenden bei mir hat es nur bis zur Hälfte gereicht und ja wir oder ich gehe gleich mal mit ihr dann tiefer in die Thematik rein wie es für sie war und wo sie überhaupt herkommt weil ich kannte sie so richtig nicht vorher

Speaker: Ähm, als ich dann gegoogelt hab, ist mir dann doch schon aufgefallen, dass ich schon bei ein paar anderen längeren Rennen sehr erfolgreich war.

Speaker: Wie auch immer, bevor wir zum Marei kommen, möchte ich euch gerne noch ein Rennen, ein Event empfehlen.

Speaker: Und zwar findet am 19.

Speaker: Juli am Nürburgring das Rad am Ring Gravelrennen statt.

Speaker: Das ist im Rahmen von dem 24 Stunden Rennen bei Rad am Ring.

Speaker: Ähm,

Speaker: Ich bin da so ein bisschen mit involviert, also ich habe geholfen die Strecke auszusuchen, ich helfe so ein bisschen bei den Einladungen für das teilnehmenden Feld und es gibt insgesamt drei Distanzen, einmal 28 Kilometer, also eine Runde, 55 Kilometer, das sind zwei Runden und das Hauptrennen über 110 Kilometer, was vier Runden sind.

Speaker: Es wird einige Höhenmeter geben, wie ihr euch vorstellen könnt, weil alles um die Nordschleife herum ist nicht flach.

Speaker: Von daher ist es ein sehr, sehr anspruchsvoller Kurs, der aber in meinen Augen sehr, sehr schön geraten ist.

Speaker: Wir fahren die meiste Zeit parallel zur Nordschleife, manchmal aber auch auf der Strecke.

Speaker: Die Zielgerade, wie ihr sie auch von dem Formel 1 Renn, Motorrennen und auch von Rad am Ring kennt, werden wir auch nutzen.

Speaker: Also es ist auf jeden Fall spektakulär, wie ich finde.

Speaker: Zur Strecke werde ich euch in den nächsten Folgen noch mehr erzählen, weil ich so ein bisschen involviert bin und möchte euch gerne noch mehr Informationen geben.

Speaker: raushauen.

Speaker: Es wird für das Hauptrennen, also die 110 Kilometer, auch preisgegeben für Frauen und Männer separat.

Speaker: Was ich auch sehen kann, ich glaube für den Sieg gibt es 1200 oder 1300 Euro.

Speaker: Bis Platz 5 runter wird das dann gestaffelt.

Speaker: Und ja, die beiden deutschen Meister, deutschen Meisterinnen sind am Start.

Speaker: Also die Karolin Schiff und ich werden auf jeden Fall am Start sein.

Speaker: Ich gucke gerade noch, dass ich andere Fahrerinnen auch an den Start bekomme, dass wir da einen

Speaker: Schönes Event haben im Hauptrennen und wie gesagt, wenn ihr Bock habt, einfach nur mal die Nordschleife so zu erkunden, abseits des Asphalts, dann könnt ihr wie gesagt die 28 Kilometer einfach auch mal reinschnuppern oder über die 55 Kilometer nochmal ein bisschen mehr Herausforderungen suchen und wie gesagt, die 110 Kilometer sind dann das Hauptrennen.

Speaker: Den Link zur Anmeldung und weiteren Infos findet ihr unten in den Shownotes.

Speaker: Jetzt aber zu Marei.

Speaker: Ja, hallo, jetzt haben wir hier die Marei.

Speaker: Wie geht's dir?

Speaker: Auch ganz gut soweit, den Umständen entsprechend.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ich weiß nicht, ob das Leute verfolgt haben, aber du, vorhin schon erwähnt, in der Einleitung hast du ja vor kurzem Atlas Mountain Race gewonnen.

Speaker: Jetzt könnt ihr mal denken, du hast dich vielleicht da verletzt, aber nein.

Speaker: Sondern du hast dich bei einer Aktivität danach so schwer verletzt, dass du operiert werden musstest.

Speaker: Gestern anscheinend.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ich bin eine Woche nach dem Atlas Mountain Race mit Kollegen in Skifahren gewesen.

Speaker: und habe mich dann dabei verletzt und bin gestern operiert worden.

Speaker: Was hast du genau gebrochen?

Speaker: Ich habe mir das Kreuzband quasi knöchern ausgerissen.

Speaker: Also da, wo das Kreuzband am Schienbein ansetzt, ist nicht mein Kreuzband gerissen, sondern mein Schienbein kaputt gegangen, wenn man das so versteht.

Speaker: Ja, und was bedeutet das jetzt für dich, so zwecks Pause machen und Nachwirkung?

Speaker: Also es ist von der Länge der Heilung ungefähr ähnlich wie ein Kreuzbandriss, aber von der Prognose tatsächlich sogar etwas besser als der Kreuzbandriss, was so später Arthrose und so weiter angeht, weil das einfach eine Knochenheilung ist.

Speaker: Und wenn der gut verheilt, dann ist danach alles gut.

Speaker: Genau, und das ist jetzt halt erst mal sechs Wochen Teilbelastung und dann langsam...

Speaker: Vielleicht mal wieder auf der Rolle ein bisschen drehen.

Speaker: Ich kann es natürlich überhaupt gar nicht erwarten, aber muss mich jetzt erstmal noch gedulden.

Speaker: Es fällt mir gar nicht so leicht.

Speaker: Ja, eher Klassiker.

Speaker: Man sagt ja, Skifahren oder Snowboard fahren sollte man als Radsportler enden lassen.

Speaker: Ist immer sehr gefährlich.

Speaker: Hab ich jetzt auch gelernt.

Speaker: Ja, also ich bin auch schon ewig nicht mehr gewesen, aufgrund dessen, dass ich in Berlin wohne, da ist es immer relativ weit, wenn man irgendwo hin, wo Schnee liegt.

Speaker: Von daher, es hat mich wahrscheinlich gerettet, aber ja, macht natürlich auch Bock, von daher kann ich schon verstehen, dass man das, gerade noch so ein Highlight, hat man auch mal Lust, andere Dinge zu machen.

Speaker: Aber da kommen wir gleich nochmal zu, wie Atlas Mountain Race war und genau, wo du eigentlich genau herkommst.

Speaker: Bevor wir da hingehen, wie gewohnt die A oder B fragen.

Speaker: Du hast den Podcast schon ein paar Mal gehört, hast du gesagt, von daher weißt du ja, wie das funktioniert und idealerweise antwortest du einfach mit dem jeweiligen Begriff, der für dich am besten passt.

Speaker: Perfekt.

Speaker: Dropbar oder Flatbar?

Speaker: Dropbar.

Speaker: 2.2er oder 45 Millimeter?

Speaker: 45 Millimeter.

Speaker: Kaffee oder Tee?

Speaker: Kaffee.

Speaker: Bier oder Wein?

Speaker: Wein.

Speaker: Hund oder Katze?

Speaker: Hund.

Speaker: Schwarz oder Weiß?

Speaker: Schwarz.

Speaker: Hotel oder Zelt?

Speaker: Zelt.

Speaker: Transcontinental oder Atlas Mountain Race?

Speaker: Atlas Mountain Race.

Speaker: Freiburg oder Heidelberg?

Speaker: Freiburg.

Speaker: Bikepacking-Event oder Ultradistance-Rennen?

Speaker: Ultradistance-Rennen.

Speaker: Nach Gefühl oder nach Plan?

Speaker: Nach Gefühl.

Speaker: Einfach oder zweifach?

Speaker: Einfach.

Speaker: Okay.

Speaker: Ja, wie gesagt, die Frage ist normalerweise Unbound oder UCE Global World Championships.

Speaker: Ich weiß nicht, ob jetzt irgendwas von den beiden Sachen für dich in Zukunft in Frage kommt.

Speaker: Ich kann es natürlich einfach trotzdem stellen, vielleicht hast du eine Tendenz,

Speaker: Oh, da bin ich leider echt raus, muss ich sagen.

Speaker: Kann ich nicht sagen.

Speaker: Gut, dann ist auch fein, weil ich habe schon fast gedacht, dass du damit nichts anfangen kannst.

Speaker: Genau, ich hatte es ja vorhin schon erwähnt, als wir noch mal aufgesprochen hatten, es war echt mega schwer, so Dinge über dich rauszufinden.

Speaker: Also erstmal dein Alter.

Speaker: Wie alt bist du?

Speaker: Also ich habe 29, das letzte, was ich gefunden habe, aber ich weiß nicht, wie korrekt das war.

Speaker: Das ist korrekt, ja.

Speaker: Das ist noch korrekt.

Speaker: Und du wohnst in Freiburg.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Seit April letzten Jahres.

Speaker: Bist aus Heidelberg dahin gezogen?

Speaker: Genau.

Speaker: Ich habe in Heidelberg studiert, acht Jahre lang.

Speaker: Und dann bin ich jetzt nach Freiburg gezogen.

Speaker: Genau.

Speaker: Okay.

Speaker: Aber wo kommst du eigentlich sonst her?

Speaker: Aus Kiel.

Speaker: Aus Kiel?

Speaker: Ja.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Norddeutsche.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Ja.

Speaker: Einmal quer durch Deutschland gezogen.

Speaker: Ja.

Speaker: Wie ist es als Kielerin in Freiburg?

Speaker: Es ist ja andere Mentalität.

Speaker: Ich bin ja auch Norddeutscher, deswegen ist es schon anders.

Speaker: Ja, also die Norddeutsche Mentalität vermisse ich manchmal.

Speaker: Die habe ich schon immer vermisst, die habe ich auch in Heidelberg vermisst.

Speaker: Also was daran, das Kühle?

Speaker: Das ist eine gute Frage.

Speaker: Ich glaube, in Kiel gibt es eine Gruppe von Radfahrenden, die fahren immer 5 Uhr morgens am Freitag, egal bei welchem Wetter.

Speaker: Und es finden sich immer erstaunlich viele Menschen, die auch bei schlechtem Wetter eine Runde mit dem Rennrad drehen.

Speaker: Und ich glaube, das beschreibt es ganz gut, weil ich habe das Gefühl, dass es irgendwie dieses...

Speaker: Einfach so ein bisschen unbedarfter einfach machen, egal wie das Wetter ist, weil man vielleicht auch nicht den Luxus hat, sich das auszusuchen, aber trotzdem gute Laune dabei zu haben.

Speaker: Dieses irgendwie bodenständige, ehrliche und offene.

Speaker: Ich kann es ganz schlecht beschreiben, aber das ist irgendwie einfach noch ein bisschen anders.

Speaker: Ich glaube nicht, dass ich das hier organisieren könnte.

Speaker: Ich glaube, da findet sich niemand.

Speaker: Das mit dem Wetter, das Problem kenne ich.

Speaker: Ich glaube, dass man in so Orten wie Freiburg, wo man sehr verwöhnt wird mit viel Sonne und oftmals auch dann doch höheren Temperaturen, als man erwartet.

Speaker: Und dann im Norden ist es dann doch schon, da muss man sich die Sonntage, die streicht man sich an, die sind Highlights.

Speaker: Und der Rest ist dann einfach so Alltag, dass man beim Mistwetter dann doch auch öfters mal raus muss.

Speaker: Aber warum bist du in Freiburg?

Speaker: Also ich bin ja dann nach Heidelberg gezogen fürs Studium damals.

Speaker: Ich habe dort Medizin studiert.

Speaker: Und ja, jetzt inzwischen habe ich mich schon auch in den Süden verliebt.

Speaker: Und ich muss auch sagen, die Mentalität hier ist halt anders.

Speaker: Die Menschen hier sind auch sehr nett.

Speaker: Und es gibt halt die Berge hier.

Speaker: Das ist zum Radfahren halt dann doch um einiges.

Speaker: Also für mich persönlich einfach das Highlight.

Speaker: Ich fahre eigentlich super ungern flach.

Speaker: Ich habe auch mal vier Monate in Berlin gelebt, da ging das schon irgendwie.

Speaker: Aber ich könnte mir das ehrlicherweise für richtig lange nicht so gut vorstellen.

Speaker: Ja, ich rede es mir auch immer schön, um ehrlich zu sein.

Speaker: Da ist schon viel Selbstbelügen dabei, damit es mich noch hier hält.

Speaker: Aber arbeitest du jetzt auch in Freiburg schon als Ärztin?

Speaker: Genau, ich arbeite jetzt in der Uniklinik als HNO-Äztin.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Nice.

Speaker: Deswegen dann wahrscheinlich auch dann darin.

Speaker: Okay, gut.

Speaker: Wie bist du zum Radsport gekommen?

Speaker: Also hast du eine längere Historie, auch familiär vielleicht sogar, oder ist das eher so ein Quereinstieg?

Speaker: Definitiv ein Quereinstieg.

Speaker: Also ich habe als Kind eigentlich gar nicht so unglaublich viel Sport gemacht.

Speaker: Ich habe schon immer mal so ein bisschen was gemacht, habe mal getournt, aber sehr unambitioniert.

Speaker: Und dann habe ich lange gar nichts gemacht und habe dann vor, dann war das Ende 2019, hat mein Bruder mir ein Stahlrad geschenkt, so ein altes Rennrad, eigentlich um eher so in der Stadt rumzufahren.

Speaker: Und ich habe dann damit aber auch längere Touren gemacht, als dann Covid kam.

Speaker: Und man

Speaker: nicht mehr ins Fitnessstudio gehen konnte, wo ich so zweimal die Woche war.

Speaker: Genau, dann bin ich so ein bisschen in den Radsport eingestiegen und habe mir dann Mitte 2021 ein richtigeres, also passenderes vor allen Dingen Rennrad gekauft.

Speaker: Und dann ging es langsam los mit den längeren Strecken und mehr Fahrradfahren.

Speaker: Also so

Speaker: Okay, also 2019 angefangen, 2021 das erste richtige Rennart geholt und dann bist du aber auch direkt richtig reingegangen.

Speaker: In 2023 bist du dann schon das Transcontinental gefahren.

Speaker: Kannst du dir mal kurz erklären, was das genau ist, aber da bist du ja auch Zweite bei den Frauen in elf Tagen und zehn Stunden.

Speaker: Erstmal, wie lang war die Distanz da?

Speaker: Es waren knapp 4000 Kilometer.

Speaker: Es war das Jahr ein bisschen kürzer und aber mehr Höhenmeter, die man fahren musste, weil es relativ viel durch die Alpen ging und insgesamt waren es halt recht viele.

Speaker: Genau weiß ich es gar nicht mehr aus dem Kopf, aber...

Speaker: Aber wie kommt denn vielleicht der von dem Punkt, ich kriege ein Stahlrad von meinem Bruder, kauf mir mein erstes richtiges Rennrad, klar, während Corona hatten wir alle so ein bisschen Zeit und auch irgendwann wurden ja auch 300 Kilometer die neuen 200 Kilometer, also es wurde alles irgendwie immer länger und man ist auch nur durch die Nacht gefahren, Leute, die das sonst nie gemacht haben, aber trotzdem so 4000 Kilometer, weil es ja auch schon ein Rennen ist, wie kommt man darauf?

Speaker: Ich glaube,

Speaker: Ich habe einfach irgendwie gemerkt, dass ich Spaß daran habe, irgendwo loszufahren und dann irgendwann irgendwo wieder anzukommen.

Speaker: Also ich habe angefangen damit, Touren zu Freunden zu fahren, mal Freundin Köln besucht, die dort zu der Zeit gewohnt haben oder genau sowas halt mal, so kleinere Bikepacking-Touren, damals aber noch komplett ohne Gepäck und so, da hatte ich auch noch keine Ausrüstung.

Speaker: Dann bin ich auch nach Berlin gezogen und habe dann so ein bisschen nach irgendwas gesucht, was mich über den Winter motiviert.

Speaker: Und habe dann so ein Bikepacking-Event gefunden.

Speaker: Steppenwolf heißt es.

Speaker: Es geht von Berlin nach Usedom und wieder zurück.

Speaker: Und das war dann so mein Einstieg in das Bikepacken.

Speaker: Und ich habe dann gemerkt, dass mir das irgendwie liegt und ich da Spaß dran habe.

Speaker: Und liegt auch irgendwie, dass mir das recht leicht fällt.

Speaker: Also dass ich vielleicht im Vergleich zu anderen einfach abends nicht ganz so fertig bin, wie vielleicht andere Leute.

Speaker: Oder dann am nächsten Tag irgendwie noch ganz gut weiterfahren kann.

Speaker: Dann hatte ich 2023 relativ viel Zeit, weil ich gerade das Studium beendet hatte und nur Doktorarbeit machen wollte.

Speaker: Das heißt, ich war sehr flexibel und konnte mir meine Zeit gut einteilen.

Speaker: Ich wollte halt dann auch ein bisschen Jobsuche machen und so, aber das Jahr halt auch nochmal nehmen, um so ein bisschen sowas zu machen.

Speaker: Und habe dann gedacht, wenn ich es nicht jetzt mache, dann mache ich es vielleicht gar nicht mehr.

Speaker: Wer weiß, wie es mit der Arbeit läuft, da ist ja jetzt die Zeit auch nicht unbedingt mehr.

Speaker: Dann habe ich mich halt entschieden, das Jahr des Transcontinents einfach zu fahren und es immer rauszuprobieren.

Speaker: Vorher war ich halt echt nicht ganz so viel gefahren, das gebe ich schon zu.

Speaker: Aber ja, das war dann einfach ein Versuch.

Speaker: Ich habe gedacht, ich mache es jetzt einfach.

Speaker: Das ist irgendwie so ein

Speaker: Lebenstraum, wo ich wusste, ich wollte das vielleicht irgendwann mal machen oder einen Traum, den ich hatte, seit ich dann diese längeren Strecken gefahren bin.

Speaker: Und dann habe ich es halt gemacht, ja.

Speaker: Also du hast jetzt keine lange Vorbereitungszeit gehabt, also du hast nicht jetzt einen Trainingsplan dir besorgt, sondern einfach ein bisschen Rad gefahren vorher, ein bisschen mehr sicherlich auch und dann halt, dann ging es los.

Speaker: Genau, ich hatte auch, glaube ich, bis drei oder zwei Monate vor dem Transcontinental hatte ich auch kein Power-Meter, das habe ich mir dann

Speaker: relativ kurz vorher noch geholt, weil ich dachte, ich habe irgendwie dann ein bisschen Panik gekriegt und habe gedacht, jetzt brauche ich das irgendwie doch.

Speaker: Aber konntest du damit was anfangen?

Speaker: Nein.

Speaker: Ich habe auch, es ist glaube ich nach drei Tagen, weil die Batterie leer ist, ich habe überhaupt nicht mehr drauf geguckt.

Speaker: Also wenn man damit ja auch nicht wirklich trainiert, dann

Speaker: macht ja auch nicht so viel Sinn.

Speaker: Ich hatte mir aber auch vorher noch so einen Trainingsplan geholt, weil ich eben auch acht Wochen vorher habe, da habe ich gedacht, oh Mist, jetzt muss ich doch irgendwie mal vernünftiger trainieren.

Speaker: Der Trainingsplan war aber, glaube ich, für mich gar nicht so passend und ich habe das auch nur so halbherzig gemacht.

Speaker: Ich bin natürlich schon viel Fahrrad gefahren und ich glaube, zu dem Zeitpunkt war das auch okay.

Speaker: In dem Trainingsstadion, wo ich war, hat das auch viel gebracht damals.

Speaker: Aber ja.

Speaker: Aber siehst du da irgendwie eine Parallele, dass alle Ärztinnen, die ich kenne, die gehen immer in so eine extreme Richtung, wenn es Sport ist.

Speaker: Oder halt so Studiengänge, die so sehr zeitintensiv sind.

Speaker: Es gibt natürlich, also ich habe nicht studiert, aber was man so hört, es gibt ja auf jeden Fall Studiengänge, die sind eher ein bisschen einfacher.

Speaker: Dann gibt es welche, die sind ein bisschen zeitintensiver und

Speaker: dann auch die Arbeit danach auch sehr, sagen wir mal so, nicht im normalen Rhythmus von acht Stunden, sondern auch mal gerne Überlänge und wie auch immer.

Speaker: Aber siehst du einen Zusammenhang für dich, dass das so als Ausgleich, dass man das braucht, dieses andere Extrem?

Speaker: Das kann schon sein.

Speaker: Ich habe zumindest den Eindruck, dass auch in meinem Freundeskreis aus dem Studium es viele Leute gibt, die

Speaker: es muss gar nicht unbedingt Sport sein, aber Hobbys sehr ambitioniert dann betreiben und sich da schon sehr reinfuchsen.

Speaker: Und das würde ich sagen, war schon immer zutreffend für mich.

Speaker: Vor dem Bratfahren war es mal Kaffee.

Speaker: Also ich war lange Barista und habe das auch sehr ambitioniert gemacht.

Speaker: Ich habe Freunde, die auch super viel Musik machen und sich dann da total reinfuchsen.

Speaker: Ich kann mir vorstellen, dass es

Speaker: dass auch das Medizinstudium Menschen anzieht, die sich sehr auf eine Sache dann konzentrieren und da auch dann so alles reinstecken können, weil es halt auch hilft, diese Persönlichkeit zu haben, wenn man Medizin studiert, glaube ich.

Speaker: Also das bedingt sich beides wahrscheinlich so ein bisschen gegenseitig.

Speaker: Ja, ich könnte es gar nicht.

Speaker: Also diesen Fokus so krass haben und deswegen auch so diese Bikepacking-Events oder Ultradistance-Rennen ist auch gar nicht meins.

Speaker: Ich habe auch immer riesen Respekt vor Seth Breuer und dann all die anderen Leuten, Robin Gamberle und so, die halt dann so mehrere von solchen Dingen im Jahr auch abreißen, wo die ja wirklich so

Speaker: das ist wie so eine Marathon-Vorbereitung, also so richtig guter Marathon-Läufer, die machen ja auch nur zwei, drei Wettbewerbe im Jahr und die bauen ja alles darin, darauf auf.

Speaker: Das ist ja bei dir auch so, du kannst jetzt ja nicht zehn Stück davon im Jahr machen, also ich fahre 15 Rennen oder so, die sind aber wesentlich kürzer.

Speaker: Ja, da habe ich schon riesen Respekt vor, dass man sich so drauf fokussieren kann.

Speaker: Vor allem, da hängt ja auch immer so viel davon ab.

Speaker: Da können wir auch gleich nochmal untersehen, wie sich das für dich jetzt so entwickelt hat, nach diesen ganzen Platzierungen auch so, ob der Sport

Speaker: für dich auch in so eine Richtung geht, dass du dich irgendwann Profi nennen kannst oder auch nicht.

Speaker: Aber jetzt nochmal zum Transkontinent, du bist da Zweite bei den Frauen.

Speaker: Als du deinem Ziel warst, was hast du selber über dich gedacht?

Speaker: Also was hat das mit dir gemacht?

Speaker: Hat das für dich irgendwie irgendwas in Bewegung gesetzt, so in die Richtung, dass du das auch noch professioneller gestalten möchtest?

Speaker: Das ist eine spannende Frage.

Speaker: Also wenn man im Ziel ankommt, ich finde, dann ist es sowieso dann erstmal in einem Ausnahmezustand, sowieso komplett müde.

Speaker: Ich brauche dann auch immer eine Weile, um das zu kapieren, was passiert ist.

Speaker: Ich glaube, auch beim Transcontinental war es so, dadurch, dass da lange zumindest, ich glaube, das ändern die gerade, aber lange war ja gar nicht so der Fokus auf den Frauen,

Speaker: Es ist jetzt auch nicht so, dass ich da so ultra viel Aufmerksamkeit bekommen habe für meinen zweiten Platz.

Speaker: Das war mehr so für mich einfach.

Speaker: Ich habe das natürlich schon wahrgenommen und da hat mich auch extrem gefreut.

Speaker: Ich habe das niemals erwartet.

Speaker: Ich habe das Tracking auch gar nicht so verfolgt.

Speaker: Ich hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe.

Speaker: Also für mich war das eigentliche Ziel für das Transcontinental Race, war ankommen und

Speaker: wenn es gut läuft, in der vorgegebenen Zeit ankommen.

Speaker: Und dass ich dann so gut bin, das habe ich wirklich nicht erwartet.

Speaker: Mein Gedanke war auch immer, ich bin konsistent, aber nicht schnell.

Speaker: Dass ich dann vielleicht doch ein bisschen schnell bin, das habe ich dann irgendwie kapiert.

Speaker: Ja, der Mix ist gut, wenn man konsistent ist und schnell, das ist so...

Speaker: Perfekte Voraussetzung.

Speaker: Ja.

Speaker: Okay, und dann, was hast du danach als nächstes gemacht?

Speaker: Ich habe gesehen, du hast noch die Bright Midnight gewonnen in Norwegen letztes Jahr.

Speaker: Genau.

Speaker: War das das nächste Event nach dem Transcontinental oder war auch dazwischen noch andere Sachen?

Speaker: Ich bin dazwischen noch das Mittelgebirge-Klassik gefahren.

Speaker: Das ist so ein kleineres Straßen-Ultra, geht in der Pfalz los und geht durch den Schwarzwald, die Vogesen und den Pfälzer Wald.

Speaker: Genau, das bin ich noch gefahren, das ist ein Straßen-Ultra und dann das Bright Midnight, genau.

Speaker: Okay, und was taugt dir mehr, Offroad oder Straße?

Speaker: Definitiv Offroad.

Speaker: Das war tatsächlich auch mein erster Gedanke nach dem TCR, dass ich eigentlich keine Straßenevents mehr fahren will.

Speaker: Mir macht das einfach wenig Spaß.

Speaker: Ich bin einfach auch nicht gern auf Asphalt unterwegs.

Speaker: Ich mag den Verkehr nicht.

Speaker: Ich finde das auch ein bisschen langweilig.

Speaker: Ja, ich bin definitiv lieber Offroad unterwegs.

Speaker: Und bist du dann, ich habe dich ja vorhin gefragt, 2.2 oder 45mm, also ist dein 45mm eher, weil dein Rad gerade noch nicht mehr zulässt oder ist das wirklich so deine Präferenz gerade noch, dass du eher noch so auf diesem wirklich OG Gravel-Weib bist als diese ganzen Hybride, die jetzt da an den Start kommen?

Speaker: Ja, also ich bin halt, ehrlicherweise, das ist ja jetzt mein erstes Mountainbike-Rennen gewesen und ich habe das Mountainbike zwei Wochen nach dem Mountain Race fertig gehabt.

Speaker: Ich bin da einfach noch nicht so lange drin.

Speaker: Für mich ist Gravel war jetzt so lange Zeit das, was ich gefahren bin.

Speaker: Und deswegen war das jetzt auch die Antwort, weil ich halt einfach das

Speaker: Das ist da, wo ich mich zumindest jetzt lange Zeit am wohlsten gefühlt habe und wahrscheinlich immer noch jetzt, weil ich mich noch nicht so gewöhnt habe.

Speaker: Ja, also ich meine, da ist ja auch gerade so viel in Bewegung und man sieht ja auch schon die krassesten Aufbauten, auch für das Atlas Mountain, weil ich glaube, da wird sich in der nächsten Zeit auch noch sehr, sehr viel tun.

Speaker: Ich meine, mittlerweile fahren die Leute ja zum Teil einfach Mountainbike-Rahmen, also Harthills, da mit Rennlenker oder

Speaker: Ja, da gibt es ja die wildesten Konstruktionen, die man da sehen kann mittlerweile.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Okay, du hast letztes Jahr dann das Bright Midnight gewonnen und dann jetzt den Sieg beim Atlas Mountain Race in einer Rekordzeit von vier Tagen, 14 Stunden und 20 Minuten, was

Speaker: krasses, weil wie lang ist das genau?

Speaker: 1000 Kilometer?

Speaker: 1200?

Speaker: 1300 Kilometer, ja.

Speaker: 1300 Kilometer und ist alles andere als flach und ist alles andere als smooth.

Speaker: Also das, ich bin ja 2023 habe ich mich ja auch daran versucht und bin dann nur bis zur Hälfte gekommen, knapp zur Hälfte.

Speaker: Und das war das Härteste, was ich je gemacht habe, auch so mental.

Speaker: Weil der Nelson, der Veranstalter, ja sicher auch immer irgendwelche Sachen einfallen lässt, die einen auf jeden Fall mental sehr fordern.

Speaker: Und ich denke mal, das war dieses Jahr auch so der Fall.

Speaker: Und Atlas Mountain West, finde ich, ein brutal hartes Event.

Speaker: Du wirst achten auch insgesamt, wie hast du dich dafür vorbereitet?

Speaker: Was waren deine Ziele?

Speaker: Wie war der Weg dahin?

Speaker: Ja, das ist eine gute Frage.

Speaker: Ich hatte mir jetzt keine so klaren Ziele gesetzt.

Speaker: Manchmal fällt es mir leichter, das ein bisschen entspannter anzugehen.

Speaker: Ich glaube gerade, ich habe jetzt einfach auch noch nicht die allergrößte Erfahrung, würde ich sagen.

Speaker: Es gibt natürlich Menschen, die noch weniger Erfahrung haben, deutlich weniger, aber

Speaker: Ich bin jetzt noch keine zwölf Rennen gefahren und vor allen Dingen noch kein Mountainbike-Rennen, deswegen war jetzt erstmal meine Erwartung an mich relativ gering.

Speaker: Natürlich fahre ich so ein Rennen, es ist ein Rennen und es ist auch offiziell ein Rennen, so schnell wie ich kann.

Speaker: Und ich werde jetzt auch nicht rumtrödeln, aber jetzt richtig Ziele formuliert, was zum Beispiel meine Platzierung angeht, habe ich gar nicht.

Speaker: Und auch was die Schnelligkeit angeht, natürlich habe ich jetzt gedacht schon, das ist irgendwie schöner, wenn ich jetzt nicht sechs Tage brauche, aber...

Speaker: Man weiß ja nie und ich glaube, auch das hilft mir mental manchmal.

Speaker: Unterwegs kann ja super viel passieren.

Speaker: Jetzt unabhängig von der physischen Fitness gibt es ja tausend Sachen, die da passieren können, auf die man einfach auch nicht so viel Einfluss hat.

Speaker: Und deswegen versuche ich mich da immer ein bisschen zurückzuhalten mit Erwartungen.

Speaker: Aber klar, ich wollte schnell fahren.

Speaker: Aber hattest du eine Pacing-Strategie?

Speaker: Also wusstest du, wo du anhalten willst, wo du schlafen möchtest?

Speaker: Ah, nee, das hatte ich tatsächlich nicht so richtig.

Speaker: Auch nicht.

Speaker: Das mache ich auch manchmal ganz gern spontan, weil ich gemerkt habe, dass in manchen Rennen war es so, dass ich mehr geschlafen habe und mehr Probleme hatte, weil irgendwie mein Körper vielleicht mehr Schlaf gebraucht hat in dem Moment.

Speaker: Und dann hatte ich Rennen beim Bright Midnight zum Beispiel unglaublich wenig geschlafen und hatte damit überhaupt keine Probleme.

Speaker: Und deswegen habe ich den Eindruck, dass es bei mir nicht so klar, ich kann das nicht so klar greifen, woran es liegt, aber es

Speaker: Es scheint so zu sein, dass es manchmal sehr individuell ist, wie viel Schlaf ich brauche zum Beispiel.

Speaker: Deswegen finde ich es ganz gut, da eine gewisse Flexibilität zu haben.

Speaker: Ich habe dann schon auch gemerkt, es wäre wahrscheinlich besser gewesen, ich hätte ein bisschen mehr Plan gehabt, weil an der einen oder anderen Stelle wäre es gut gewesen, ich hätte mir vielleicht so ein bisschen Möglichkeiten rausgesucht, was mache ich, wenn ich da zum Beispiel müde bin oder so grob nochmal ein bisschen mehr Plan.

Speaker: Das ist gerade bei den Rennen wahrscheinlich gar nicht so falsch.

Speaker: Das würde ich vielleicht für nächstes Mal anders machen.

Speaker: Genau, aber ich hatte eine klare Wattvorstellung.

Speaker: Ich habe ja jetzt auch seit Februar letzten Jahres tatsächlich auch einen Trainer.

Speaker: Das heißt, ich bin auch ein bisschen strukturierter jetzt unterwegs.

Speaker: Und das hatte ich schon.

Speaker: Ja, weil ich finde auch gerade, also Transklinik habe ich auch noch nie gefahren, aber ich kann mir vorstellen, dass man da wesentlich mehr Möglichkeiten hat, irgendwie auch mal irgendwo anzuhalten, an Sachen ranzukommen.

Speaker: Und Marokko ist halt zum Teil echt wirklich für sehr lange Zeit ist einfach nichts.

Speaker: Also da und selbst als ich damals gefahren bin, war so, ich hatte ein bisschen einen Plan, wo ich auch übernachten könnte.

Speaker: Aber dann gab es die Hotels gar nicht mehr oder die Shops gab es nicht mehr oder die waren einfach nicht mehr auf, weil das ist nicht so wie bei uns, wenn da 8 bis 20 Uhr dran steht, dass die halt auch wirklich von 8 bis 20 Uhr aufhaben, sondern sind einfach dann auch mal zu.

Speaker: Und ja, das stimmt schon, da ist Atlas manchmal schon sehr herausfordernd, zumindest was ich so in Erfahrung bringen durfte.

Speaker: Was waren da für dich so die größten Challenges?

Speaker: Oder andere Frage, was bringt dich ans Limit?

Speaker: Hm.

Speaker: Gute Frage.

Speaker: Generell jetzt?

Speaker: Ja, generell jetzt, also genau jetzt auf diese Events abgezielt, ja.

Speaker: Hm.

Speaker: Ja, das ist eine spannende Frage.

Speaker: Also ich glaube, was mir sehr schwer gefallen ist dieses Mal und was tatsächlich manchmal ein Problem sein kann, ist, ich habe ja auch Zoliakie, also ich kann kein Gluten essen.

Speaker: Oh.

Speaker: Das ist, wenn man solche Dinge macht, ja wirklich sehr schlecht.

Speaker: Ja, das ist definitiv ein Problem.

Speaker: Und ich wusste auch schon vorher, dass das ein Problem wird in Marokko, weil die Versorgungserge ja generell schwieriger ist und es nicht so leicht ist, was zu finden.

Speaker: Genau, das war tatsächlich dieses Mal ein größeres Problem, weil ich dann einfach die Varietät in der Nahrung nicht mehr hatte.

Speaker: Also ich hatte sogar genug zu essen an sich, an Kalorien.

Speaker: Ich habe dann viel Zucker gegessen oder Honig, aber ich konnte es einfach irgendwann nicht mehr sehen und das kannte ich nicht so von mir.

Speaker: Und das ist tatsächlich ein neues Limit, was mir jetzt aufgezeigt wurde.

Speaker: Also ich habe es tatsächlich mental nicht mehr geschafft, es zu essen.

Speaker: Es war nicht körperlich, also ich hatte keine Bauchschmerzen oder so.

Speaker: Aber ich habe es einfach nicht mehr runtergekriegt.

Speaker: Das war schwierig.

Speaker: Damit habe ich sonst nie Probleme gehabt.

Speaker: Ich kann eigentlich auch ganz gut essen.

Speaker: Mein Magen verträgt relativ viel.

Speaker: Und Schlaf kann schon auch echt herausfordernd sein.

Speaker: Da bin ich ungern ganz weit an meinem Limit.

Speaker: Da sollte man einfach einen gewissen Punkt eine gewisse Verantwortung für sich selber übernehmen.

Speaker: einen gewissen Punkt einfach nicht überschreiten.

Speaker: Deswegen will ich nicht sagen, dass das so ein... Also das kann mich ans Limit bringen und das hat es leider auch schon mal.

Speaker: Aber ich finde, da muss man dann einfach irgendwann die Reißleine ziehen und schlafen.

Speaker: Hast du bei solchen Events Ängste?

Speaker: Also jetzt zum Beispiel bei mir ist das Thema Dunkelheit und dann, ja, Dunkelheit im Mix mit Stille.

Speaker: Also jetzt so Dunkelheit in der Stadt finde ich, wo abends nochmal so Geräusche sind, finde ich nicht schlimm.

Speaker: Aber jetzt dann so bei Atlas Mountain Race oder bei auch Badlands, wo du dann wirklich so durch Wüste fährst und einfach nichts um dich herum und du jedes kleinste Geräusch auch warnst und nicht weißt, wo es herkommt und was es ist.

Speaker: Ich habe damit echt große Probleme so.

Speaker: Es ist spannend, weil bei mir ist es genau andersrum.

Speaker: Aber das liegt, glaube ich, nicht an der Stille an sich, sondern das liegt daran, dass ich, ich glaube generell, vielleicht ist es auch einfach nochmal ein Ding als Frau, habe ich einfach in einer größeren Stadt mehr Angst im Dunkeln als irgendwo in Marokko in der Wüste.

Speaker: Weil da ist ja niemand.

Speaker: Oder auch im Wald, da ist im Zweifel ist dann niemand.

Speaker: Während in der Stadt sehe ich einfach mehr Gefahren für mich.

Speaker: Und deswegen fühle ich mich eigentlich immer sehr wohl und ich merke das auch total, wenn ich so in die Dunkelheit fahre, in die Berge fahre, dann ist für mich, wenn es dann so still um mich rum wird, ist es dann der Moment, wo ich mich immer wohler fühle.

Speaker: Okay.

Speaker: Das war aber, glaube ich, auch nicht immer so.

Speaker: Meine allererste Nacht draußen alleine ohne Zelt habe ich im Wald verbracht, in so einer Bushaltestelle.

Speaker: Und um mich herum waren ganz viele Tiere.

Speaker: Die ganze Zeit irgendwo Mäuse piepsen oder irgendwo knacken hören.

Speaker: Das war total schlimm.

Speaker: Das war ganz schrecklich.

Speaker: Ich habe nicht viel geschlafen die Nacht.

Speaker: Aber vielleicht gewöhnt man sich da auch dran.

Speaker: Ja, ich glaube, das ist halt ein ganz wichtiger Punkt, den man abkönnen muss.

Speaker: Also ich meine, wenn du halt jetzt so wie ich so eine gewisse Angst mit dir bringst, ist das, glaube ich, nicht von Vorteil bei so Ultradistance-Sachen und längeren Bikepacking-Events, weil du halt, wenn es schlecht läuft, wenn irgendwas im Februar fährt, halt eher über ein Drittel des Tages halt einfach eh im Dunkeln unterwegs bist.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Aber du hast gerade schon selber erwähnt, wie ist das Thema Sicherheit so für dich?

Speaker: Also wie nimmst du das wahr als Frau?

Speaker: Jetzt gar nicht auf Marokko bezogen, aber so generell.

Speaker: Informierst du dich dann immer im Vorfeld, wo es lang geht und willst du dementsprechend auch gewisse Sachen vielleicht anders aus oder auch was Equipment angeht?

Speaker: Keine Ahnung.

Speaker: Also ich schaue schon so ein bisschen, ich habe auch tatsächlich vor Marokko mir überlegt, ob es vielleicht Sinn macht, lange Kleidung zu tragen, dauerhaft.

Speaker: Ich hatte vielleicht auch ein bisschen aus dem Grund auch eigentlich in Marokko fast die ganze Zeit meine Beinlänge noch an.

Speaker: Es ist schon so, dass man als Frau einfach viel angeschaut wird.

Speaker: Ja.

Speaker: Vielleicht generell in vielen Ländern als Frau auf dem Fahrrad und in manchen Ländern vielleicht einfach nochmal mehr, wo die Kultur halt einfach auch eine andere ist, wo es halt sehr ungewöhnlich ist, eine Frau auf dem Fahrrad zu sehen und dann vielleicht auch noch eine Frau, die irgendwie die Arme nicht bedeckt hat, die Beine nicht bedeckt hat.

Speaker: Genau, dementsprechend schaue ich schon immer so ein bisschen, wo bin ich gerade und wie erwarten die Leute vielleicht, dass ich mich verhalte, entscheide dann aber trotzdem, wie ich mich wohlfühle.

Speaker: Also ich habe jetzt zum Beispiel auch mich nicht für eine lange Kleidung insgesamt entschieden, weil mir das einfach zu warm geworden wäre, ein gewissen Punkt.

Speaker: Und ich habe dann auch in Marokko zum Beispiel gemerkt, dass es in den Bergen ganz anders ist und ich ganz anders angeschaut werde, als in den größeren Städten zum Beispiel.

Speaker: Und dass ich mich da eigentlich gar nicht unwohl gefühlt habe in den Bergen.

Speaker: Du hast dich in den Bergen gar nicht unwohl gefühlt?

Speaker: Genau, eigentlich gar nicht.

Speaker: Also die Menschen dort, die waren in der Regel eigentlich sehr offen und

Speaker: Ich hatte jetzt auch nicht den Eindruck, dass ich da irgendwie besonders... Also klar, man wird schon angeschaut als Frau, aber halt einfach, weil es ungewöhnlich ist.

Speaker: Und das war in der großen Stadt, war das schon ein bisschen anders in großen Städten.

Speaker: Das finde ich interessant, weil als ich gefahren bin, fand ich auch die großen Städte unerträglich zum Teil.

Speaker: ja, einfach als Touri bist du halt, also ich weiß nicht, wie es dann als Frau ist, aber jetzt bist du halt ganz angesprochen und hast eigentlich in jeder Ruhe und dann ja, auf den Dörfern und in den Bergen fand ich es eine krasse Gaststätigkeit,

Speaker: Freundschaft oder Freundlichkeit und vor allen Dingen auch so unvoreingenommen.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, du bist halt da.

Speaker: Man versucht sich, wenn du Hilfe brauchst, um dich irgendwie zu kümmern.

Speaker: Das fand ich halt mega angenehm.

Speaker: Als ich damals aussteigen musste, wo ich Besitzprobleme hatte, weiß ich noch, da war halt dann

Speaker: der Dorfälteste oder der, ja, Dorfälteste ist vielleicht das falsche Wort, aber der Polizist oder auf jeden Fall der Mann in diesem Ort, der irgendwie das Sagen hatte, der ist immer alle 20 Minuten gekommen, hat, guck, ob alles in Ordnung ist.

Speaker: Hat dann so ein paar Jungs gesagt, die sich zu mir hinsetzen mussten.

Speaker: Es war wirklich bitterkalt und die haben halt so Feuer gemacht und ich konnte halt schlafen und die haben halt auf mein Rad aufgepasst und auf mich, damit mir nichts passiert, bis das Auto kam, was mich abgeholt hat.

Speaker: Und man muss sich sagen, das ist halt krass.

Speaker: Das war so ein anderes Level von dem, wie man es vielleicht auch

Speaker: Ja, nicht unbedingt erwartet, aber es hätte jetzt nicht gedacht, dass es so ist.

Speaker: Die haben dann für einen gekocht aus dem bescheidenen Mittel, den sie wir haben.

Speaker: Das fand ich alles schon sehr, sehr, sehr, sehr nice.

Speaker: Was mich aber gestresst hat in Marokko, waren die Hunde.

Speaker: Ich liebe Hunde, aber Alter, diese Rudelbildung da, die es ja zum Teil gibt und wie aggressiv die dann auch sind.

Speaker: Hattest du da irgendwelche Probleme oder ging das?

Speaker: Zum Glück hatte ich auch gar keine Probleme mit Hunden.

Speaker: Ein, zwei Mal hatte ich eine Situation, wo Hunde mir auch hinterhergelaufen sind oder auch stark gebellt haben, wo ich dann doch ein bisschen unruhig geworden bin.

Speaker: Aber ehrlicherweise im Vergleich zum Transcontinental war das gar nichts.

Speaker: Da in Albanien, Griechenland, waren die Hunde viel schlimmer.

Speaker: Das hatte ich halt so als Referenz im Kopf.

Speaker: Deswegen fand ich es in Marokko dann gar nicht mehr so schlimm.

Speaker: Und weißt du vielleicht auch schon so ein bisschen, wie ich damit umgehe, dann

Speaker: Ja, das auf jeden Fall.

Speaker: Ich meine, die merken das ja, wie entspannt man ist oder eben nicht.

Speaker: Und in meinem Fall war ich auf jeden Fall auch sehr unentspannt.

Speaker: Kann ich auch verstehen.

Speaker: Du hast jetzt das Transcontinental Race gemacht, du hast bei Midnight dann das andere Event, was du gerade erwähnt hast, und das Atlas Mountain Race.

Speaker: Bist du so eine Person, die Dinge abhakt und nicht normal macht?

Speaker: Oder ist es eher so, du würdest auch immer wieder das gleiche Event machen, um vielleicht schneller auch zu werden?

Speaker: Ja, das ist auch eine spannende Frage.

Speaker: Aktuell ist es eher so, dass ich ein Event nur einmal fahre, was aber weniger daran liegt, dass ich es dann irgendwie abgehakt habe, als daran, dass ich

Speaker: dass ich so viele schöne Events sehe, die ich alle irgendwie ganz gerne fahren würde und man einfach nur sehr begrenzt Zeit hat oder ich einfach nur sehr begrenzt Zeit habe und deswegen dann halt lieber erstmal andere Events fahren möchte, bevor ich Events doppelt fahre.

Speaker: Wobei ich manchmal das auch schon mit einem kleinen Weinen in den Auge tue, weil manche...

Speaker: Events sind auch so schön, dass ich mir im Ziel direkt denke, eigentlich könnte ich es direkt nochmal fahren.

Speaker: Da gibt es ein paar auch kleinere Events, wo ich denke, das würde ich vielleicht nochmal gerne fahren.

Speaker: Ich bin damals auf das Taunus-Bikepacking.

Speaker: Das war tatsächlich mein erstes richtigeres Rennen noch vor dem TCR.

Speaker: Das überlege ich mir immer mal wieder, ob ich es nicht doch nochmal fahren würde.

Speaker: Aber weil es so klein und schön war.

Speaker: Das habe ich schon von mehreren Leuten gehört, dass das wirklich sehr, sehr gut sein sollte.

Speaker: Das ist ja auch, wie heißt es noch mehr, der das veranstaltet?

Speaker: Jesko.

Speaker: Genau, Jesko.

Speaker: Und ja, man hört immer wieder, dass so ein paar größere Namen aus dieser ganzen Szene da mal teilnehmen.

Speaker: Das immer so ein bisschen unter dem Radar läuft, aber alle schwärmen halt dann nachhinein davon, ja.

Speaker: Es ist halt sehr familiär und ich finde es auch super als so Einsteiger-Event, weil man ist sehr lange unterwegs und auch 1000 Kilometer und 20.000 Höhenmeter, also ist jetzt auch nicht so ohne, aber man fährt wie so zickzack durch den Taunus und man kann jederzeit aussteigen, wenn es einem irgendwie doch zu viel ist.

Speaker: Also ich fand das super als so erstes Event und von der Atmosphäre halt auch total schön.

Speaker: Okay, nice.

Speaker: Was steht für dich als nächstes an?

Speaker: Letztendlich würde ich natürlich schon gerne alle Rennen von Nelson fahren, also gern noch das Hellenic und das Silk Road.

Speaker: Das waren eigentlich sogar die zwei Rennen, die mich noch mehr angezogen haben.

Speaker: Das Atlas war jetzt halt früher im Jahr und ich hatte nach dem Bright Midnight

Speaker: letztes Jahr im Juli konnte ich leider nichts mehr fahren, das lag an meinem Job, was auch okay ist, aber ich hatte jetzt eben große Lust, direkt bald wieder was zu fahren und deswegen war es dann das Atlas Mountain Race.

Speaker: Genau, und das Hellenic, da habe ich große Lust drauf, auch weil es nochmal ein paar mehr Höhenmeter hat und das Silk Road natürlich auch, aber das wird auch eine sehr große Herausforderung mit der Höhe, das ist auch etwas, was ich einfach noch gar nicht einschätzen kann für mich, wie ich darauf reagiere.

Speaker: Ja, das würde ich gerne fahren.

Speaker: Und dann gibt es noch das Accursed, das ist von Lost Dot, ein Fixed Route Event, auch Mountainbike Rennen, das würde ich auch gerne fahren.

Speaker: Und noch ein paar ganz viele kleinere Ultras, auf die ich auch Lust hätte.

Speaker: Ja, ich meine, du hast ja auch noch einiges an Zeit vor dir.

Speaker: Bist ja erst 29.

Speaker: Und diese Art von Wettbewerben kann man ja sehr, sehr lange machen.

Speaker: Jetzt Silk Road.

Speaker: Es ist nicht auf meiner Bucketlist, auf gar keinen Fall, aber es ist auf jeden Fall so ein Event, was mich reizen würde, weil es so krasse Extreme hat.

Speaker: Erstmal die Höhe, was du schon meintest, dann die extreme Kälte, aber auch gleichzeitig extreme Hitze, was ja alles so in einem Event dann stattfindet, wenn man Pech hat und ja, ich weiß gar nicht, also da muss man sich, glaube ich, brutal drauf vorbereiten.

Speaker: Also auch equipmentmäßig, Planung, abseits vom Training oder vielleicht auch an die Gewöhnung in der Höhe und so.

Speaker: Ja,

Speaker: Du hast vorhin gesagt, du bist eher so eine Person, die nach Gefühl macht als nach Plan.

Speaker: Jetzt hast du gerade gesagt, seit letztem Jahr Februar, glaube ich, war das.

Speaker: Dann hast du ja auch einen Coach.

Speaker: Ja.

Speaker: Taugt dir das?

Speaker: Oder ist das eher so ein bisschen, du musst das halt so machen, damit das auch vorangeht und die Events dann mehr Spaß machen?

Speaker: Oder hast du Bock auf dieses strukturierte Trainingsleben?

Speaker: Ja, ich habe vorhin auch so ein bisschen gezögert bei der Frage, weil mir das nicht so leicht gefallen ist, das zu beantworten.

Speaker: Ich glaube, für mich ist es tatsächlich ein bisschen Mittelding aus Gefühl und Plan.

Speaker: Also ich genieße es extrem mit dem Trainer.

Speaker: Das liegt daran, dass der ist einfach sehr, sehr gut.

Speaker: Und ich habe mit meinem Job einfach auch super viel Zeit, die ich

Speaker: Ja, einfach vom Tag, die ich nicht mehr habe.

Speaker: Und dann noch Trainingsplanung damit einzubinden und diese mentale Herausforderung, mir zu überlegen, was trainiere ich jetzt oder was fahre ich und fahre ich überhaupt.

Speaker: Und das ist mir einfach zu viel.

Speaker: Und dann macht es total, also es ist total erleichternd, total befreiend für mich.

Speaker: einen Plan zu haben, wo ich einfach nur mich daran richten muss.

Speaker: Also ich schaue auf den Plan, was steht heute drauf und das frage ich.

Speaker: Und das finde ich total befreiend.

Speaker: Warum ich vorhin ein Gefühl geantwortet habe, liegt vielmehr daran, dass ich das zusätzlich dazu...

Speaker: Total wichtig finde, eben auch auf meinen Körper zu hören.

Speaker: Und selbst wenn ich zum Beispiel, also gerade, ich habe das sehr, sehr gemerkt, jetzt gerade mit dem Jobstart, gab es schon auch einfach Tage und Wochen, die sehr, sehr stressig waren.

Speaker: Und Stress ist für den Körper, ja, das kennst du vielleicht, ich weiß nicht, auch, aber

Speaker: Ist Stress egal, ob es auf der Arbeit Stress ist oder beim Training Stress?

Speaker: Und da habe ich richtig gemerkt, wie wichtig das ist, dann auf mich zu hören und das Training vielleicht im Zweifel auch zu reduzieren, damit das nicht einfach zu viel wird, weil dann das Training auch nicht mehr funktioniert.

Speaker: Und beim Rennen ist es genauso.

Speaker: Da habe ich zwar auch eine Vorgabe, eine Watt-Vorgabe, aber halt mich dann, und das ist auch die Vorgabe meines Trainers, auch schon an mein Gefühl, weil manchmal merke ich einfach, jetzt gerade geht es nicht und warum, weiß ich dann gar nicht so genau.

Speaker: In einer anderen Stunde geht es dann wieder viel besser.

Speaker: Ja, das mit Stress ist bei mir auch in meinem Trainer der größte Faktor.

Speaker: Das ist das, wo wir am meisten drauf gucken, Stressreduzierung.

Speaker: Das heißt, auch mal Trainingstage irgendwie reduzieren oder versuchen, Termine abzusagen, um halt dieses Stresslevel runterzubekommen, weil das haben wir halt auch gelernt.

Speaker: Das ist halt, wenn ich zu sehr Stress habe, dann kann ich davor noch so gut trainiert haben und irgendwie auch...

Speaker: die Werte sind alle super, aber ich kann da nicht performen, weil da einfach dann zu viel ist.

Speaker: Und finde ich auch krass.

Speaker: Ich habe natürlich früher irgendwie als Straßenprofi, hatte ich weniger zu tun, abseits des Radfahrens, oder hast du einfach nur geschlafen, gegessen und bis Rad gefahren.

Speaker: Jetzt sind noch so viele andere Dinge, die man

Speaker: zu tun hat, die auch Spaß machen, aber die auf jeden Fall zeitintensiv sind.

Speaker: Ja, und da dieses ganze Managen ist ja schon sehr relevant und man darf ja auch nicht vergessen, dass nicht nur die Stunden auf dem Rad Training sind, also diese ganze mentale Komponente ist halt extrem wichtig und die beeinflusst mittlerweile auch so viel.

Speaker: Gerade wenn man weiß,

Speaker: wie gut es ist, wenn man entspannt ist, wie viel besser man dann performen kann, merkt man, dass da manchmal vielleicht eine Stunde weniger Training sogar besser ist.

Speaker: Von daher, ja, schon ein wichtiger Aspekt.

Speaker: Hast du denn auch Leistungstests gemacht oder ist es eher, also du hast dir einen Trainer gesucht, der hat angefangen, deine Trainingsbremse zu schalten, aber bist du halt in diesem ganzen Game dann auch drin mit Laktatmessen, Pipapo, Kohlenhydrate abmessen, 120 Gramm die Stunde oder ist da auch noch viel Mitgefühl?

Speaker: Ja.

Speaker: Nee, nee, also seit ich den Trainer habe, dann auch schon verfügt, dass ich auch an meinem Rennhub noch einen Power-Meter anbringe und dann haben wir auch einen Leistungstest gemacht.

Speaker: Das ist so ein Power-Performance-Decoder oder so, das ist nicht mit Laktat selbst direkt messen, aber der rechnet das aus irgendwelchen Werten, da kenne ich mich nicht so gut aus.

Speaker: Aber genau, ich habe einen Leistungstest gemacht und nachdem dann auch trainiert und dann auch immer wieder mal einen Leistungstest gemacht,

Speaker: Genau, und das dann auch als Trainingsgrundlage mein Trainer dann verwendet.

Speaker: Und Kohlenhydrate, Plan auch.

Speaker: Okay.

Speaker: Würdest du dich selbst als Profiathletin bezeichnen oder als ambitionierte Freizeitsportlerin?

Speaker: Ach, ähm.

Speaker: Ab wann ist man denn Profiathletin?

Speaker: Das ist ja super schwer zu sagen, oder?

Speaker: Wenn man Geld damit verdient, oder?

Speaker: Ja, genau, das ist nämlich so ein bisschen das Thema.

Speaker: Ich werde dazu auch mal eine gesonderte Folge machen, weil ich finde das spannend, weil das gar nicht so einfach zu definieren ist, weil ich kenne Leute, die waren früher in der World Tour und ich würde sagen, die sind es jetzt nicht mehr.

Speaker: fahren aber noch Olympia, verdienen wesentlich weniger Geld, also vielleicht auch mit dem Sport selber gar nicht mehr so viel, sind jetzt aber für mich viel professioneller als vorher.

Speaker: Also ist dann so die Definition von Geld gar nicht mehr vielleicht unbedingt maßgebend, sondern auch der Lebensstil, in wofür man investiert.

Speaker: Aber ich finde das auch eine schwierige Frage.

Speaker: Also bis jetzt verdienst du quasi mit dem Sport kein Geld.

Speaker: Du hast aber Sponsoren.

Speaker: Genau, also ich habe Sponsoren, ich kriege Produktsponsorings und ja, ich glaube, wenn man es vielleicht so ein bisschen, ich gebe dir schon recht, es ist ab einem gewissen Punkt, es ist halt vielleicht auch so ein gewisser Lebensstil, aber

Speaker: Ich habe manchmal, manchmal sage ich so semi-professionell, weil es halt schon, ich merke das auch, es ist fast schon manchmal wie ein zweiter Job neben meinem Hauptberuf in dem Ärzte.

Speaker: Wie viel trainierst du pro Stunde?

Speaker: Wie viele Stunden pro Woche ungefähr?

Speaker: Das differiert sehr stark.

Speaker: Das hängt ein bisschen davon ab, wie viel ich arbeite.

Speaker: Also wenn ich Wochenenddienst habe, zum Beispiel mal nur, sind es auch mal acht bis zehn Stunden.

Speaker: Und wenn ich mal unter der Woche dann vom Wochenend aus gleich habe, dann habe ich auch mal 24 Stunden trainiert die Woche.

Speaker: das hängt halt sehr davon ab, wie so meine Zeitverfügbarkeit ist.

Speaker: Aber ich schätze so zwischen 12 und 14 Stunden die Woche, also gar nicht so viel, aber dafür, dass ich so viel arbeite mit meinem Vollzeitjob, ist es dann doch ziemlich viel.

Speaker: Und hast du für dich selbst Ambition, das weiter auszubauen, also in eine professionelle Richtung, dass man auch davon zum Teil leben kann, damit du die Arbeitszeit in deinem normalen Job reduzierst?

Speaker: Tja,

Speaker: Du musst die Frage jetzt hier auch nicht beantworten, wenn dich das Probleme bringt bei dem jetzigen Job.

Speaker: Nein, nein.

Speaker: Also, nee, nee, ich mache meinen Vollzeitjob tatsächlich sehr, sehr gerne.

Speaker: Und der liegt mir auch sehr am Herzen.

Speaker: Und es ist tatsächlich sehr schwierig, den Teilzeit durchzuführen.

Speaker: Deswegen wird es wahrscheinlich...

Speaker: Schwierig, sagen wir mal so.

Speaker: Und das ist aber auch in Ordnung für mich.

Speaker: Also so wie es jetzt im letzten Jahr war, mit der Menge an Training, die ich so geschafft habe, passt es für mich eigentlich so ganz gut.

Speaker: Ist auch ein super Ausgleich für die Arbeit.

Speaker: Also das ist irgendwie gegenseitig, funktioniert das für mich sehr gut.

Speaker: Das Einzige, was tatsächlich sehr schwer vereinbar ist mit meinem aktuellen Job, sind die Urlaube teilweise für die Rennen.

Speaker: Weil das ist ein Krankenhaus, wo man sich halt dann doch immer ein bisschen abstimmen mit allen und das kann manchmal echt schwierig sein.

Speaker: Und für so ein Ultra braucht man halt dann schon auch mal, also für Xil Group braucht man halt einfach drei Wochen Urlaub im August.

Speaker: Das ist halt sehr schwierig.

Speaker: Da wollen natürlich alle Urlaub haben.

Speaker: Ja, vor allem das Wort Urlaub ist halt auch das Falsche daran.

Speaker: Also eigentlich kommst du dann ja zurück und müsstest dann wirklich Urlaub machen.

Speaker: Stattdessen geht es dann zurück zur Arbeit.

Speaker: Ja, das stimmt.

Speaker: Wie wichtig ist die Anerkennung?

Speaker: Also ich meine jetzt zum Beispiel, also wenn man jetzt mal, was ich vorher gemacht habe, googelt, ich weiß nicht, wie viel Podcast du jetzt nach dem Atlas Mountain Race warst, wahrscheinlich in einigen, oder halt davor, zumindest sah es so aus beim Google-Ergebnis.

Speaker: Tut dir das selber gut oder ist das für dich einfach irrelevant?

Speaker: Also für mich zum Beispiel ist es wichtig, aber ich glaube, das liegt auch an meinem Beruf an sich, weil Anerkennung in dem Fall drückt sich auch dann im Gehalt aus und anderen Dingen.

Speaker: Von daher hat es eine hohe Relevanz.

Speaker: Wie ist das bei dir?

Speaker: Ehrlicherweise, ich bin damit gestartet, dass mir das gar nicht wichtig war.

Speaker: Und ich glaube,

Speaker: Wenn man aber ganz ehrlich ist, je länger ich das jetzt mache und je mehr Anerkennung man dann auch bekommt, ich glaube, man gewöhnt sich auch so ein bisschen dran.

Speaker: Und dann natürlich tut einem das auch irgendwie total gut.

Speaker: Ich weiß gar nicht, ob ich sagen würde, das ist mir wichtig, aber

Speaker: Das tut unglaublich gut.

Speaker: Ich habe so viele Nachrichten nach dem Atlas Mountain Race bekommen.

Speaker: Das war unglaublich.

Speaker: Und so viel Unterstützung und ganz, ganz liebe Nachrichten.

Speaker: Natürlich tut das unglaublich gut.

Speaker: Ich glaube, einerseits ist das total schön,

Speaker: Und andererseits, ich will mich auch nicht zu sehr daran gewöhnen.

Speaker: Also ich glaube, ich will das nicht zu sehr brauchen, die Anerkennung.

Speaker: Weil ich ein bisschen Sorge habe, dass mir dann irgendwann der Spaß daran verloren geht.

Speaker: Also einfach nur, weil so Phasen wie jetzt, wo ich jetzt zum Beispiel verletzt bin, ich...

Speaker: Die, glaube ich, können einen dann noch mal stärker treffen, wenn man dann merkt, okay, es ist nicht nur das Fahrradfahren an sich, was mir jetzt fehlt und die Freude am Fahrradfahren und die Rennen, die ich so gerne fahre, sondern eben auch noch die Anerkennung.

Speaker: Ich glaube, da ist vielleicht auch das Gute, dass ich...

Speaker: auch das in beidem habe.

Speaker: Also in meinem Job die Anerkennung vielleicht auch.

Speaker: Ich glaube, man belügt sich, wenn man das nicht, wenn man sagt, man hat das gar nicht.

Speaker: Natürlich, man sucht Anerkennung.

Speaker: Und ich auch in beidem.

Speaker: Und ich habe aber jetzt das zum Glück in beiden Bereichen.

Speaker: Also ich habe das in meinem Job und ich habe das in meinem Sport und suche das wahrscheinlich in beiden Bereichen auch.

Speaker: Und dann hat man es vielleicht noch ein bisschen im Sozialen und dadurch hat man vielleicht nicht nur so einen Bereich, wo man sich das konzentriert hat.

Speaker: Ja, auf jeden Fall.

Speaker: Also es ist auch, ich werde 39.

Speaker: Das heißt, bei mir ist so Karriereende, das Zweite wird irgendwann halt kommen, so früher oder später.

Speaker: Und ich frage mich auch, was dann danach ist.

Speaker: Also wie dann dieser Abfall von diesem Hoch, dass man irgendwie die ganze Zeit irgendwo rennt, fährt und die versucht irgendwie gut zu fahren und dann auf einmal ist es dann halt weg.

Speaker: Was dann so passiert?

Speaker: Ich habe diesen normalen Job nicht.

Speaker: Klar, ich habe irgendwie

Speaker: da im Podcast, hier im Podcast und stehe irgendwo in der Radsportöffentlichkeit, aber das ist ja was anderes, als Radrennen zu fahren und dann halt eben irgendwie zu performen und daraufhin dann halt unter Instagram-Post irgendwie Glückwünsche zu bekommen.

Speaker: Das ist ja ein anderes Level.

Speaker: Da bin ich auf jeden Fall auch gespannt, das stimmt schon, dass wahrscheinlich mit so einem

Speaker: normalen Job, in Anführungsstrichen, schon ganz gut als Ausgleich, dass man da auf so mehreren Ebenen das irgendwie hat.

Speaker: Aber ja, ich werde es rausfinden.

Speaker: An irgendeinem Punkt.

Speaker: Was sind, oder was würdest du sagen, sind so deine Stärken und Schwächen?

Speaker: Ja.

Speaker: Also ich glaube, dass ich tatsächlich ganz gut, sehr konstant fahren kann.

Speaker: Ich habe immer gesagt, dass ich auch ganz gut essen kann.

Speaker: Das hat sich jetzt aber beim Atlas Mountain Racing nicht so gezeigt.

Speaker: Vielleicht stimmt es auch nicht.

Speaker: Und ich glaube, ich kann auch ganz gut positiv bleiben.

Speaker: Also ich tue mich nicht so schwer mit so schwierigen Ständen.

Speaker: Stellen, wo es halt irgendwie einfach anstrengend ist.

Speaker: Gerade wenn ich mich darauf einstellen kann, dann kriege ich es eigentlich ganz gut hin, nicht zu verzweifeln, sondern irgendwie positiv zu bleiben.

Speaker: Oder stoisch zu bleiben vielleicht sogar.

Speaker: Es ist ja nicht unbedingt positiv, sondern es ist einfach irgendwie anzunehmen, die Situation so sein zu lassen, wie sie ist.

Speaker: Schwächen...

Speaker: Ich glaube manchmal, wenn ich mir dann so einen Plan fasse, es war jetzt zum Beispiel auch so, ich hatte mir einen Plan gefasst, den ich mir sehr spontan gefasst habe und den ich dann aber unbedingt durchziehen wollte.

Speaker: Und da kann ich, glaube ich, manchmal ein bisschen dickköpfig sein dann.

Speaker: Und das vielleicht gar nicht mal so gut.

Speaker: Sondern gerade wenn ich einen Plan fasse, der vielleicht nicht so gut ist, weil ich ihn sehr spontan gefasst habe, dann macht es vielleicht auch Sinn, davon auch dann flexibel zu bleiben.

Speaker: Genau.

Speaker: Normalerweise gelingt mir das ganz gut.

Speaker: In dem Fall hat das nicht so gut geklappt.

Speaker: Aber bist du dann gut im Umgang mit Fehlern?

Speaker: Also dem Lernen daraus?

Speaker: Ich würde sagen, ja.

Speaker: Ich meine, das ist ja für das, was du machst, eigentlich extrem wichtig, weil das bei dir so viele eine relativ große Konsequenz haben können.

Speaker: Sei es über den Punkt gehen, was das Schlafen angeht oder zu sagen, ich esse jetzt hier nicht, wie auch immer.

Speaker: Das sind ja so Dinge, wo man, glaube ich, sehr schnell daraus lernen muss, einfach auch.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Ich glaube, da hilft es manchmal auf sich nicht so sehr, ernst zu nehmen.

Speaker: Oder mir hilft es sehr, weil es dann leichter fällt, einfach auch Fehler anzuerkennen und zu sagen, okay, das war jetzt einfach schlecht.

Speaker: Habe ich nicht gut gemacht, muss ich mir das mal anders machen.

Speaker: Wie geht es jetzt für dich dieses Jahr noch weiter, wenn du jetzt dann irgendwann wieder voll einsatzfähig bist?

Speaker: Was steht noch auf dem Plan?

Speaker: Ja, also erstmal muss ich mich jetzt an die Langsamkeit der Heilung gewöhnen.

Speaker: Und da gibt es wahrscheinlich auch eine Menge zu lernen.

Speaker: Aber dann ist es noch nicht so ganz sicher.

Speaker: Ich hatte eigentlich ein bisschen geliebäugelt mit dem Silk Road Mountain Race dieses Jahr noch.

Speaker: wenn ich den Urlaub dafür bekommen hätte, jetzt wird es das mit der Verletzung wahrscheinlich nicht mehr werden, weil ich glaube, das geht, theoretisch kann ich dann schon wieder Rad fahren, aber es ist auch relativ viel Heikebike dabei, ich glaube, das macht auch einfach keinen Sinn, ich würde lieber etwas fahren, was vielleicht ein bisschen kleiner ist, wo ich

Speaker: Vielleicht auch nicht so, also ich glaube, nicht so den Vergleich hat direkt zu, wie fit ich vorher war oder so.

Speaker: Ich weiß es einfach nicht.

Speaker: Ich muss gucken, wie es jetzt läuft.

Speaker: Und dann wahrscheinlich, also auf jeden Fall würde ich gerne dieses Jahr noch was fahren.

Speaker: Aber ich habe jetzt noch keinen direkten Plan.

Speaker: Okay.

Speaker: Und dann quasi für 26 dann wahrscheinlich Silk Road als das große Highlight.

Speaker: Ja, das wäre schön.

Speaker: Ja.

Speaker: Und es ist ja nicht vielleicht.

Speaker: Wann ist das?

Speaker: Im Sommer, ne?

Speaker: Im Mai.

Speaker: Ja, der gute Nils Länge war da auch schon, glaube ich, zweimal als Fotograf.

Speaker: Das sah auch immer geil aus.

Speaker: Ja, aber wie gesagt, diese Nails-Events, weiß ich nicht.

Speaker: Da sind immer zu viel noch Spektakel dabei, was er zum Tetzler anbaut.

Speaker: Wahrscheinlich gefällt dir das, aber bei mir, weiß ich nicht.

Speaker: Was meinst du?

Speaker: Ja, nee,

Speaker: so unnötige Hike-the-Bike-Aktionen oder so.

Speaker: Es würde einen direkten Weg geben, aber man fährt dann jetzt auch noch mal rechts oder links nach, um es halt extra kompliziert zu machen oder halt noch mal ganz viel so ein Neckbreaker, weißt du, wie ich meine?

Speaker: Du weißt, es gäbe da jetzt auch eine einfache Variante, stattdessen fährt man jetzt das Komplizierte.

Speaker: Da tue ich mich persönlich mental mega schwer mit.

Speaker: Bei Badlands ist es auch so, es gibt immer so ein, zwei Sterne, wo man weiß,

Speaker: man müsste jetzt nicht unten am Strand drei Kilometer lang laufen, man könnte einfach oben auf dem Gravelweg bleiben, aber wird halt unten am Strand langgezogen, der Weg.

Speaker: Und das ist halt sowas, das macht mich komplett fertig.

Speaker: Verstehe, ja.

Speaker: Genau, das ist so eine Riesenschwäche von mir.

Speaker: Aber gut.

Speaker: Dann danke ich dir für deine Zeit.

Speaker: Ja, vielen Dank für die Einladung.

Speaker: Genau, ich denke, wir hören dich hier dann vielleicht nächste nochmal nach dem Silk Road.

Speaker: Und bis dahin gute Besserung und alles Gute.

Speaker: Danke.

Speaker: Ciao.

Speaker: Ciao.

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

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