Transcript
Speaker: Ja, hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Outside, dem Gravel - bzw. Cyclocross -Podcast. Wir sitzen heute direkt zu dritt hier zusammen bzw. nicht zusammen, Paul.
Speaker: sitzt auf Teneriffa und Svenja und ich glaube ich im sehr angenehmen Deutschland vom Wetter her, nicht ganz ernst gemeint. Ich glaube hier war es die letzte Zeit ziemlich katastrophal, aber dazu später. Svenja kennt ihr schon aus einer der vorherigen Folgen.
Speaker: Ich weiß nicht, inwieweit wir sie noch mal vorstellen müssen. Svenja ist ehemalige Straßenfahrerin, jetzt Gravelfahrerin und sie kann ja einfach mal selbst erzählen, wer sie so ist. Hallo Svenja, hallo Paul. Hi Paul und hi Caro. Cool, dass sie wieder da sein darf.
Speaker: Ja, wir freuen uns sehr, dich wiederzusehen. Danke! Es ist ja einiges passiert bei dir. Ich glaube, letztes Jahr haben wir nach Tracker, glaube ich, gesprochen, direkt. Genau. Und da könnt ihr auch schon mal reinhören, die Folge, da reden wir so ein bisschen über den Werdegang. Aber du hast jetzt einen Teamwechsel, da kommen wir später dazu. Aber ja, kannst du da, wie Caro gerade schon gesagt hat, noch mal so eine kurze Vorstellung machen?
Speaker: Ja, gerne. Ich heiße Svenja Bez und bin 28. Ich bin eigentlich früher recht viel Straße gefahren und mittlerweile aber im Gravel angekommen. Ich bin letztes Jahr eigentlich nur noch Gravel gefahren und jetzt ab diesem Jahr komplett fokussiere ich mich auf Gravel und darf jetzt in einem Gravel -Team fahren. Da stehen auch ganz viele Pläne an.
Speaker: Genau, meine Radfahr -Biografie ist eigentlich mittlerweile seit 2017, dass ich eben Rad fahre. Und es hat viel passiert. Es gab viele Wechsel. Ich sage immer, ich war oft irgendwie zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort und habe richtige Leute getroffen, um den Weg zu gehen, den ich gegangen bin. Das war irgendwie nicht so geplant. Und genau, jetzt bin ich eben
Speaker: Ja, tatsächlich habe ich dich auch so wirklich als eine der ersten in Erinnerung, die so diesen Schritt in Richtung Gravel gegangen ist. Also ich glaube, du bist ja schon vor zwei Jahren das erste Mal Gravel gefahren und es wird bei den ersten UCI -Rennen auch mitgefahren.
Speaker: Ja genau, ich habe 2022 im Sommer bin ich das erste Mal einen Crabble -Rennen gefahren, damals noch auf meinem Crossrad und es war auch eine recht spontane Aktion und seitdem hat es mich eigentlich voll gepackt und letztes Jahr dann eben sehr viel Crabbeln und jetzt nur noch Crabbeln und dem Straßenradsport möchte ich eigentlich so ein bisschen den Rücken zukehren.
Speaker: Ja, bevor wir gleich über dein neues Team reden und ein, zwei Sachen aus dem letzten Jahr, die ich noch interessant fand bei dir. Lass mal ganz kurz über die deutsche Körpert -Einmeisterschaft reden, an der du ja auch teilgenommen hast im Militärrennen der Frauen. Erzähl mal ganz kurz was über die Veranstaltung. Das sah zumindestens, was ich gesehen habe auf Videos, sehr, sehr gut besucht aus. Es sah nach kalt aus, rutschig.
Speaker: Aber schön irgendwie auch mit dem Schnee. Ja, genau. Also es war bei mir jetzt auch eine recht spontane Entscheidung, dass ich die deutsche Meisterschaft im Querfeld einfahre. Ich hab's mir so ein bisschen offen gehalten, weil ich natürlich schon jetzt mich jetzt auch auf Scrabble vorbereite und da ist die Vorbereitung natürlich dann schon auch ein bisschen anders als fürs Großen. Hab dann aber gesagt, ich möchte sie mitnehmen, weil es so ein tolles Event da in
Speaker: herausgezaubert wurde. Und genau, also erstmal zum Event, das hat in Radevormwald stattgefunden und der Kurs war recht anspruchsvoll, es war mega rutschig, es war super schneeig und eisig und die Bedingungen haben sich halt an dem ganzen Wochenende ja ständig verändert und dann natürlich auch im Rennen die 50 Minuten
Speaker: waren dann auch sehr herausfordernd und es war aber total schön, weil es so viele Zuschauer da waren und die konnten dann auch immer von einer Stelle an die nächste Stelle weiterlaufen, also das haben die Veranstalter richtig gut organisiert und genau von daher war es echt ein tolles Event da dabei zu sein und natürlich dann auch irgendwie richtig schön noch mal zum Crossabschluss, so eine deutsche Meisterschaft ist immer was ganz besonderes.
Speaker: Genau. Ich hab das auch, den Eindruck gehabt. Also mein Freund Vladi war auch da und der ist Freitag auch auf die Strecke gegangen und hat mir dann auch erzählt, wie es so ist.
Speaker: Und da ich ja auch so ein bisschen, ich hatte ja auch vorher mal überlegt zu fahren und will aber im Moment auf keinen Fall stürzen. Und er meinte dann auch nur zu mir, ja, es ist vielleicht ganz gut gewesen, dass du nicht fährst, weil es wohl schon recht glatt war und technisch anspruchsvoll. Und ich glaube auch, also auch aus meinem Bekanntenkreis haben sich dann auch die schon da waren, einige dafür entschieden, gar nicht zu fahren. Und das fand ich dann schon krass. Echt? Warst du rutschig?
Speaker: Ja gut, es ist ja auch immer eine Ansichtssache und Leute, die noch nicht so lange Rad fahren, können dann mit solchen Bedingungen, die wir ja auch nicht ständig haben, vielleicht auch nicht in dem Maße umgehen und am Freitag war es auf jeden Fall schon vereist, Samstag auch und ich glaube Sonntag war dann Schnee und ja, sowas übt man halt auch nicht ständig und wenn man sich dann unsicher ist und ja.
Speaker: Also was ich gehört habe, war wohl, dass es teilweise wirklich richtig glatt war, also wie auf Böhl. Und am Sonntag, als ich dann da war, also ich bin auch erst Sonntag früh dann angereist, dann war es halt richtig eisig unten drunter und man konnte halt nicht richtig sehen, wo ist es rutschig und wo hat man Krib. Und die ganzen Kurven im Wald waren so ausgefahren, also es war wirklich super herausfordernd. Und wie du sagst, mit der Sturzgefahr, das muss man dann natürlich auch abwägen, ob man das eingeht.
Speaker: Genau. Ja, so habe ich es auch gehört. Genau, aber als Event sah es, wie gesagt, von außen auch einfach schön aus. Ja, definitiv. Ich habe das Gefühl, deutsche Meisterschaften sind in Deutschland schon immer auch noch gut. Da hängen sich die Organisatoren halt echt immer noch rein. Nicht, dass bei anderen Veranstaltungen nicht so der Fall ist, aber da hat man das Gefühl, da kommen Leute auch dann vorbei und haben auch Bock, sich irgendwie anzuschauen.
Speaker: War cool zu sehen. Ja da gibt's ja jetzt einen NRW hier, gibt's ja diesen NRW Bomb Drag Cross Cup und der ist auch echt cool. Also da sind auch richtig oft richtig viele Zuschauer und richtig gute Stimmung an der Strecke, die geben sich total viel Mühe. Also wenn man da irgendwie mal Lust hat als Jugendlicher oder
Speaker: Auch als erwachsener Mensch da mitzufahren, das ist eine richtig coole Serie. Also da ist auch echt immer gute Stimmung. Und das finde ich persönlich beim Crossen auch immer so richtig schön. Da kommen immer die gleichen Leute und man sieht sich. Und selbst wenn man da natürlich irgendwie nicht vorn rumfährt oder halt auch kein Cross -Spezialist ist, ist es trotzdem irgendwie immer wieder schön, da so ein Cross -Wochenende mitzunehmen in den Winterzeiten.
Speaker: macht ja auch den Winter immer so ein bisschen kürzer gefühlt, dass man doch was zu tun hat und sich belasten kann und Leute trifft. Ja, sah auf jeden Fall cool aus. Jetzt mal kurz was zu den Resultaten.
Speaker: Genau, also gewonnen hat die Elisabeth Brandau wieder, die hat der Judith Kral quasi wieder das Meisterschaftstrikot abgenommen und Judith ist zweite geworden und dritte ist die Lisa Heckmann geworden. Genau, die ja auch oft irgendwie mit auf dem Podium rumfährt, aber dann doch den Schritt nach ganz oben nicht schafft. Aber auf jeden Fall total cooles Event, also auch richtig stark die Frauen, die da vorne mitgefahren sind, die haben sich auch ein richtig gutes Battle geliefert und es war auch echt richtig spannend von Anfang bis Ende.
Speaker: Ja, ich glaube, es war auch wirklich so, dass erst Judith geführt hat. Die hat ja wohl nach dem Start direkt durchgezogen. Und Elisabeth Brandau dann sie irgendwann eingeholt hat und dann eben an dem steilen Anstieg wohl abgehängt hat. Und das ist ja auch das, was man von Elisabeth Brandau manchmal auch in den Rennen sieht, dass sie wirklich eine extrem schlechte Starterin ist, aber nach hinten raus dann doch noch mal das Feld von hinten aufrollt. Und ja, so war es da scheinbar auch.
Speaker: Und zum Platz 3 war dann auch schon über drei Minuten Rückstand. Da war es dann auch schon deutlich.
Speaker: Ja, und das Männerrennen, hast du dir das auch angeguckt oder? Genau, ich habe dann noch so ein bisschen Cool Down gemacht und war dann noch vor Ort und es war auch richtig spannend. Also es hat mega viel Spaß dazu zu gucken. Und klar, also der erste Marcel Meisen, Marcel Meisen hat gewonnen. Genau, der war dann auch irgendwann weg und es war ziemlich klar, dass er gewinnt. Aber um Platz zwei und drei war ein richtiger Kampf und da war dann auch einer dabei, den ich gekannt habe. Es war super spannend und also die Stimmung da war auch richtig cool.
Speaker: Der war dann ja auf Platz 2 Alex Bregenser und auf Platz 3 Lukas Herrmann vom Team Heizumard.
Speaker: Genau, das habe ich dann mitbekommen, bei Nyon Yorn gewinnt der Benz. Heißt der Benz? Ja, genau. Über den wir auch, glaube ich, in der letzten Folge schon mal geredet hatten. Die anderen habe ich jetzt gerade gar nicht so mitbekommen. Das waren so irgendwie die, die mir auch in meine Timeline reingespielt wurden, wo ich natürlich dem Highsummer -Team auch folge. Dadurch sieht man das da. Aber auch bei Männerrennen, das hatte ich so ein bisschen verfolgt. Auch gerade da den Zweikampf. Ich habe mir mal so die Rundenzeiten angeschaut. Es gab ja auch einen Livestream, den habe ich jetzt aber nicht geschaut.
Speaker: Und da hast du der Bregänzer. Heißt Bregänzer, ne? Genau. Der ist auch gut nach vorne marschiert, auf jeden Fall noch in den letzten Runden. Ist das eigentlich ein Mountainbiker? Ja. Ja, so. Ja, eigentlich schon. Bei mir, mir sagt der jetzt gar nichts. Der fährt viel mit dem Georg Egger. Kommt auch so aus der Ecke. Und, ja. Ist das der, den du meintest, mit dem du befreundet bist oder den du auch kennst, Svenja? Oder war es noch ein anderer involviert? Es war noch ein anderer involviert.
Speaker: Genau, den Alex kenne ich auch vom Sehen. Und da war es natürlich mega krass, weil der ist von ganz hinten gestartet und hat sich nach ganz vorne durchgekämpft. Und das ist ja beim CrossFit schon immer so ein Ding, wenn man weiterhin startet, hat man natürlich schon erst mal Nachteile. Aber das war auch richtig cool, weil es halt auch ein, ich sag mal, Außenseiter war. Das finde ich persönlich auch immer richtig gut, wenn Podiums dann mit Außenseitern bestückt werden.
Speaker: Ja, nee, sehr cool. Ich glaube, die Strecke hat auch nicht gerade zum Überholen eingeladen. Also, was ich gehört habe, war es wohl. Wenn man hinten stand, auf jeden Fall von Nachteil. Aber war schon so, war schon einfach auch richtig schwer, oder? Also, die Zähnläufe, die ich gesehen habe, die sahen eher nach Rheinkriechen aus, als nach Höchstgeschwindigkeit. Also, weil es einfach steil war auch da zum Ende. Ja, also es war ziemlich technisch am Anfang. Ich sag mal ganz, ich würde mal sagen, ganz normal, wie das Krossen halt so ist.
Speaker: vielleicht ein bisschen anspruchsvoller, wie jetzt so ein kleineres Cross -Rennen. Es gab eine Brücke mit Stufen und so und der zweite Teil, den fand ich persönlich aber richtig herausfordernd, weil da war so ein Steilhang und dann mit dem ganzen Eis und Schnee und dann ging es ganz am Ende einen richtig steilen Berg hoch. Der war zwar Asphalt, aber da haben die Beine so gebrannt und er hat sich so hochgezogen und der hat es halt extrem hart gemacht.
Speaker: Gut, dann lass uns mal zu dir persönlich rüber wechseln. Erst mal zwei Fragen direkt am Anfang. Was ist so seit der Aufnahme passiert? Das war im Mai. Aus dem ist natürlich viel passiert. Du bist jetzt in einem anderen Team. Du bist ein Jahr oder zwei Jahre bei Maxula gefahren, auf der Straße, im Kopf im Continental -Niveau.
Speaker: Kannst du gleich mal erklären, wo das Team genau her ist? Für das Team Reverb, reines Gravel -Team. Genau, also was ist seitdem passiert und warum der Wechsel weg von Max Solar vor allen Dingen auch?
Speaker: Ja genau, also wir hatten ja im Mai aufgenommen nach Tracker und das war ja eigentlich so der Beginn der Saison und wir haben uns ja dann auch total viel getroffen, also wir sind ja super viele gleiche Rennen gefahren und haben viele gleiche Trips gemacht und genau, dann war es eigentlich ja so, dass Tracker auch sehr erfolgreich für mich war und emotional auch eines der absoluten Highlights 2023 für mich, weil meine Eltern da dabei waren und
Speaker: Ja, mit dem zweiten Platz in der Karo dann natürlich auch super erfolgreich. Und genau, dann hat sich aber irgendwie so ein bisschen eingeschlichen bei mir, dass ich so ein bisschen mir selber viel Druck gemacht hab und so ein bisschen den Spaß verloren hab am Rennen fahren, weil ich irgendwie nicht das erreicht hab, was ich gedacht habe, zu erreichen zu können. Oder weil halt einfach auch viele starke Frauen dazugekommen sind, die dann halt, ja,
Speaker: Ich habe dann nicht die Platzierung eingefahren, die ich mir gewünscht hätte und von denen ich auch ein bisschen aus dem Jahr zuvor, 2022, verwöhnt war, weil da natürlich auch die Konkurrenz noch viel kleiner war.
Speaker: Und in meinem Kopf war mir das aber irgendwie nicht so klar, dass ich jetzt nicht mehr auf dem hohen Ross mitfahren kann, sondern dass es halt einfach, ja, die Konkurrenz steigt bei den Männern, bei den Frauen. Und ja, hab mir dann aber selber auch irgendwie mal gesagt, dass ich halt zu viele Rennen fahren wollte und im Prinzip hab ich so ein bisschen verpasst, mich passend zu regenerieren zwischendurch.
Speaker: und wollte irgendwie alles mitnehmen, was ging. Und genau, das hat dann dazu geendet, dass ich eigentlich im September dann auch einen ziemlich schweren Magen -Darm -Infekt hatte, der mich so ein bisschen runtergezogen hat. Und dann ich zum Glück zur Deutschen wieder fit geworden, beziehungsweise bin dann die Deutsche auch gefahren und war dann auch wieder sehr erfolgreich mit dem zweiten Platz.
Speaker: und hab dann eigentlich auch wieder so neue Lust geschnuppert und hatte eigentlich auch wieder richtig Bock und wollte dann eben noch die WM und die EM mitnehmen und die Saison dann nochmal gut ausklinken lassen. Und genau, ich war ja immer ganz viel mit der Finja unterwegs, mit meiner Teamkollegin und es hat sich aber schon eigentlich durch das ganze Jahr so ein bisschen gezogen, dass wir halt eigentlich für Max Sola fahren, aber eigentlich halt auch nicht.
Speaker: Wir haben zwar das Trikot an, aber so richtig Support haben wir nicht gekriegt. Und klar, die haben gesagt, sie haben viel auf der Straße zu tun und es ist auch völlig okay, dass eben da dann mehr Support ist. Aber es war dann teilweise schon so ein bisschen schade, dass wir so ein bisschen untergegangen sind von der Teams -Seite her. Finja und ich hatten aber trotzdem immer eine tolle Zeit. Also wir haben dann einfach selber alles organisiert.
Speaker: Und genau dann war ich im September noch mal in Spanien und bin dann noch mal ein Crabble Earth Series Rennen gefahren. Das war dann auch noch mal richtig cool. Und genau dann kam eigentlich die EM und die hat dann das Jahr so ein bisschen, ich sag mal, verkackt. Und dann war so ein bisschen, ja,
Speaker: Diese Negativität, die so ein bisschen in der Jahresmitte war, kam dann wieder so ein bisschen hoch. Und dann musste ich mich erst mal so ein bisschen wieder zurecht rappeln und mir überlegen, was ich eigentlich will und wie es weitergehen soll. Und genau jetzt habe ich aber ein ganz tolles neues Team gefunden und bin wieder ein bisschen die Haarspitzen motiviert. Jetzt kann ich ganz viele Fragen in mir aufgekommen sind, bevor wir jetzt diesen Abschnittteam starten.
Speaker: Also warst du quasi selber überrascht, wie das Level von einem auf das andere Jahr zugenommen hat und du warst in dem Fall nicht in der Lage oder hast es halt nicht gesehen, dass du selber auch Dinge vielleicht anpassen musst, also deine, sei es Training ist, kann ich jetzt nicht einschätzen, aber du hast ja schon gesagt, du bist auf jeden Fall zu viele Rennen gefahren, zu wenig Regeneration und du warst quasi so, bist du mit dem, also mit dem, was eigentlich gerade im Gravel passiert, so überfordert, hört sich das an. Also so, dass
Speaker: erst mal diese ganz anderen Frauen reinkommen zum Teil aus der World Tour. Also ich meine, das ist ja eh nochmal was ganz anderes und auch zum Teil schwer, ich glaube, für Außenstehende nachzuvollziehen, wie das Level da zum Teil ist. Ja, genau, also warst du einfach überrascht, ist jetzt mehr oder weniger die Frage.
Speaker: Ja genau, also ich bin ja einige von den Crabble Earth Series Rennen gefahren und da finde ich persönlich ist es irgendwie noch mal ein ganz anderes Zusammenkommen oder ein ganz anderes Event wie so ein UCI Rennen. Und ich persönlich fand es dann teilweise sehr erschreckend, dass halt die ganzen Straßenprofis quasi sozusagen einfach rüberkommen und dann da halt mitfahren und so ein bisschen uns Crabble Fahrerinnen verdrängen.
Speaker: Natürlich ist es cool, Konkurrenz zu haben und gegen starke Fahrerinnen sich messen zu können, aber in meiner Ansicht nach ist es schon noch irgendwie so ein bisschen blöd, weil ich bin so ein bisschen dem Straßenradsport
Speaker: Ja, entwichen, weil ich keine Lust mehr auf diesen Positionskampf und diese Stimmung in so einem Fahrerfeld habe. Also man merkt es auch super schnell, wenn dann viele Roadies rüberkommen, da ist die Stimmung ganz anders. Und habe dann im Gravelen so ein bisschen das gefunden, warum ich eigentlich Rad fahren will und warum es mir Spaß macht, mich
Speaker: zu messen und wettzukämpfen. Und da war ich dann manchmal echt so ein bisschen überrascht, dass dann halt einfach die Konkurrenz auch super stark wurde. Und für mich, ich habe das dann einfach nicht hingekriegt, wie du gerade gesagt hast, Sachen anzupassen oder dann halt dementsprechend anders zu trainieren oder
Speaker: trotzdem halt noch vorne mitzukommen. Wobei, ich glaube, den Anspruch darf ich auch gar nicht an mich selber haben, weil die ganzen Worldtour -Fahrerinnen natürlich ganz andere Voraussetzungen haben. Und für mich ist es halt immer nur noch ein Hobby, also ich verdiene damit kein Cent. Ich habe die ganze Saison letztes Jahr aus eigener Tasche bezahlt und bin dann, wenn ich Glück habe, mit meinen Eltern unterwegs, die mich supporten oder von Schwalbe, dass jemand dabei war.
Speaker: Im Prinzip ist es halt ein Hobby, das ich halt nebenbei mache. Und dann ist natürlich auch irgendwie mal blöd, wenn dann die ganzen Profis darüber kommen und dann alles aufmischen.
Speaker: Ja, also jeder nimmt es ja so ein bisschen anders wahr und für jeden ist es auch ein bisschen, ja, unterschiedlich. Aber ich persönlich fand es halt damals so ein bisschen schade und mich hat das auch negativ beeinflusst. Also ich meine, die Entwicklung des Sports wird ja weiter in die Richtung gehen. Also das wird, ich sehe jetzt beim Frauen, finde ich es gerade noch nicht so stark. Also das ist noch nicht so viele, die offensichtlich rüberkommen.
Speaker: wo es glaube ich immer noch einfacher ist für Männer, direkt gute Verträge mit herstellen zu bekommen, um ehrlich zu sein. Also da siehst du relativ viele aus der World Tour oder aus dem Pro -Team -Bereich, die jetzt sagen, ich mache Gravel, die keine Verträge zum Teil mal bei großen Teams bekommen haben.
Speaker: Ich meine, wir hatten das Ziel mal letzte Woche auch mit Janosch oder vor zwei Wochen. Also ich glaube, das ist gerade so ein Scheideweg, wohin sich der Sport entwickelt. Aber es liegt natürlich immer noch an uns, ob der cool bleibt. Aber ich glaube, dieses Kompetitive und dieses Hochprofessionelle, das willst du nicht mehr rausbekommen. Das wird eher noch krasser. Ich meine, ich hing jetzt auch hier zwei Wochen auf Teneriff herum. Ich finde nur noch, dass ich in die Höhe gehe, so ungefähr. Das mache ich ja auch.
Speaker: ... nur weil ich weiß, wenn ich es nicht mache, ... ... dann vermöbeln die mich ... ... und ich finde es völlig ... ... legitim, ... ... da komme ich ja nochmal zu, zu deinem Post, ... ... den du abgesetzt hast nach der EM, ... ... wo du gesagt hast, du fährst die WM nicht, ... ... weil ich finde, ... ... die Ansicht, die du hast, die ist auch richtig, ... ... vor allem auch aus deiner Position heraus. Auch den eigenen, also vor allem auch ... ... jeder hat den eigenen Anspruch an sich selbst ... ... und ich glaube, das ist auch mal ganz wichtig, ...
Speaker: Ich finde dann, ich finde aber auch, dass zum Beispiel Teams, da kommen wir später zu, zu Daim, da finde ich es auch wichtig, dass die auch mit einer klaren Richtung in so eine Saison reingehen und wie sie die Fahrerin verpflichten und wie sie mit denen arbeiten. Weil du kannst natürlich eine Teamstruktur kreieren, wenn du aber den Sponsoren verkaufst, wir wollen hier um Siege mitfahren.
Speaker: ... wie es jetzt Paranormal im Prinzip sagt, ... ... ich weiß nicht genau, wie es bei euch ist, ... ... aber ich denke mal auch, dass da ... ... einige schnell fahren wollen, ... ... dann wächst direkt wieder Hoffnung ... ... gegenüber den Sponsoren, ... ... so entsteht halt ein Druck, ... ... der vielleicht auch unnötig ist, ... ... weil ... ... am Ende seid ihr halt auch keine Profisportlerin. Also ich meine, solange du ...
Speaker: nicht jeden Tag so wie Karol und ich aufstehen kannst, aber wenn du Rad fahren musst, bist du keine Profisportlerin. Und dann ist es, wie du sagst, halt immer noch ein Hobby von dir auf einem sehr hohen Niveau. Und ich finde, da muss halt das, was andere erwarten, Sponsoren, Teams und was man von sich selbst erwartet, es muss schon irgendwie eine Balance sein. Und ich finde, das gerät sehr schnell aus der Fugung, gerade in so einem Sport wie Gravel, weil das so einfach ist.
Speaker: ... weil du kannst einfach losgehen ... ... und dir irgendwo Sponsoren zusammensuchen ... ... und dann auf einmal fährst du die ganzen Rennen ... ... und kannst dich jetzt Profi nennen, ... ... ohne wirklich ... ... eigentlich das Umfeld zu haben, ... ... reales Umfeld zu haben ... ... und auch so leben zu können. Und dann ist es ja schon fast unfair, ... ... dass du bei der DM ... ... gegen eine Caro fahren musst. Dann brauchen wir gar nicht ... ... also da muss man Talent ... ... brauchen wir gar nicht anfangen, ... ... darüber zu reden, sondern halt ... ... Caro ist halt Vollprofi ... ... und du halt nicht ...
Speaker: Und das macht es dann zum Teil halt echt schwierig und deswegen hoffe ich auch, dass wir irgendwann so eine Unterscheidung haben in dem Sport. Leute, die können eine Profilizenz lösen und dann Leute wie eine Gravel -Earth -Series finde ich gut, wie das ist. Und da müssen auch nicht immer die Besten hinfahren. Weißt du, das ist halt, weil der Kuchen ist am Ende auch groß genug und das soll irgendwie auch Spaß machen.
Speaker: Ja, also momentan ist es so, ... ... man fällt überall hin und nimmt irgendwie alles wahr ... ... und du hast ja die Feste gegen die gleichen Leute. Also, weißt du, ... ... das ist irgendwie auch cool, aber gleichzeitig auch nicht. Und dann kommen auch die Straßenfahrer oder Fahrerinnen dazu ... ... und dann wird das immer noch größer als Feld ... ... und dann kann ich schon verstehen, dass ... ... dass man irgendwann ... ... ja frustriert ist das falsche Wort, aber dass man so ein bisschen ... ... auch die, ja, keinen Spaß daran hat. Und die EM, ... ... würde ich gerne mal drauf zu sprechen kommen gleich, ...
Speaker: war halt zum Beispiel, wenn du nicht zu 100 Prozent das Mindset hast und du bist ja gerade weggegangen von der Straße deswegen, was bei der EM passiert ist. Also das war ja einfach ein Klassiker mit dem Gravelrad. Das durch den Wald hacken mit 60 und mit den Fahrern da um Position zu kämpfen und dann vielleicht noch Männer irgendwo zwischendrin. Also das hat mir auch keinen Spaß gemacht.
Speaker: Aber ich habe da auch ein anderes Mindset, wo ich halt, für mich war Straßenrennsport halt schon immer, also ich liebe das halt und ich wollte da auch nie weg. Aber du hast ja bewusst so quasi einen anderen Weg gesucht, um den Sport anders wahrzunehmen und anders zu leben. Entschuldigung für diesen langen Monolog jetzt.
Speaker: Nee, aber Svenja, ich kann es auch echt nachvollziehen, was du sagst und ich finde es erstmal auch schon gut, dass du so ehrlich bist und dass du sagst, weil man muss nicht so ehrlich sein und es so zugeben, wie es ist, auch mit der Erwartungshaltung und dass du dann vielleicht auch von dir selbst enttäuscht warst.
Speaker: Und in einer gewissen Weise kann ich es auch nachvollziehen, weil ich mein, so ein bisschen einen ähnlichen Weg hatten wir jetzt auch. Also ich bin jetzt auch vom Straßenradsport weggegangen, hab gesagt, ich möchte es nicht mehr machen, bin zum Gravel gegangen.
Speaker: Und ja, ich hatte vielleicht das Glück jetzt, dass ich gleich diesen Support gekriegt hab und deswegen mich darauf konzentrieren kann. Aber wir Frauen haben ja eigentlich auch im Straßenradsport immer dieses Problem, dass wir alle in einen Topf geschmissen werden und Amateure und Profis zusammenfahren und am Ende wird das Gleiche von uns erwartet. Und das hat mich eigentlich persönlich auch schon immer gestört in meiner Laufbahn, die ich so hatte. Und oftmals ist es einfach ...
Speaker: an einem gewissen Punkt dein Glück, ob du in irgendein Team kommst, wo du den vollen Support kriegst oder eben nicht und weiterhin Amateurin bist, arbeiten musst und dich trotzdem mit den gleichen Leuten messen musst und darfst, keine Ahnung, wie man es sagen muss. Aber insofern kann ich es echt schon gut nachvollziehen, was du sagst und wie du dich gefühlt hast und auch, dass du irgendwo gesagt hast, dass du da keine Lust mehr drauf hast.
Speaker: Ja, es war halt auch wirklich so, dass die Entwicklung einfach so verdammt schnell ging, also von 22 auf 23. Die Konkurrenz, also was für Menschen dann da plötzlich da waren und halt auch, dass man plötzlich gegen Vollprofis fährt. Und ich meine,
Speaker: Du hast ja ähnliche Erfahrungen gemacht wie ich im Straßenradsport mit den welischen Teams und letztendlich fährst du zwar auf deiner Lizenz hast du Profi stehen, aber Profi bist du nicht. Profi bist du nicht und wenn du Glück hast, kriegst du immer irgendwie noch ein Rad und Klamotten, aber dann spritzt du halt das selbst und
Speaker: Ja, arbeiten musst du nebenher auch. Und ich mein, du hast ja jetzt, aber dieses Jahr hat auch gezeigt, was du kannst und hast ja auch mit vielen Siegen dann das jetzt mehr als verdient, dass du dich jetzt als Vollprofi nennen darfst. Und ich gönn das auch jedem, der das schafft. Aber für mich persönlich ist es dann halt die Frage, okay, entweder ich schaff's auch noch, wobei ich jetzt so ein bisschen von diesem Trip runter bin und sag, okay,
Speaker: Ich arbeite und mache das weiterhin als Hobby und schraube halt meine Erwartungen runter und versuche trotzdem Spaß zu haben, weil man mittlerweile halt, wie Paula auch gerade gesagt hat, du musst ins Höhen -Trainingslager und du musst dich halt zu 100 Prozent auf den Sport konzentrieren. Und wenn du vorne mitfahren willst, dann brauchst du eigentlich nicht nebenher noch irgendwas anderes zu machen. Und aus der ganzen Geschichte 2023 habe ich aber halt auch gelernt.
Speaker: Ich sage jetzt für mich selbst, dass das Graveling nicht alles ist und ich jetzt erstmal mein Studium noch abschließen werde und dann gucke ich, wie es weitergeht. Und das Graveling, ja, dann halt jetzt wirklich erstmal weiterhin als Hobby betreibe und meine Erwartungen demnach dann eben auch ein bisschen runterschraube.
Speaker: Ja, oftmals ist aber auch so ein Gedankengang oder so eine Herangehensweise wirklich gut. Also habe ich die Erfahrung gemacht, um neue Energie zu kriegen. Und die Lockerheit ist auch oft, also ist bei mir auch so, oft extrem wichtig, um auch Ergebnisse zu kriegen. Also bei mir ist es auch, wenn ich verkrampft bin und zu viel von mir erwarte, dann läuft es auch nicht. Und ich glaube, das ist vielleicht auch bei dir dann wirklich das Wichtige und das, was dich vielleicht dann auch nochmal weiter nach vorne bringt.
Speaker: Ja genau, es ist ja meistens so, dass wenn man irgendwie zu verkrampft oder mit zu viel Druck an Sachen rangeht und
Speaker: Das Schlimmste ist ja eigentlich, wenn man sich selber so viel Druck macht. Genau. Und das ist ja auch das Schlimme eigentlich. Also es ist zumindest meiner Erfahrung eigentlich das Schlimmste ist, dass man sich selbst enttäuscht. Also bei mir ist es zumindest immer so, das ist das, worvor ich am meisten Angst habe bei Rennen, dass ich von mir selbst enttäuscht bin, eigentlich von gar nichts anderem. Und ich glaube, wenn man dann mit geringeren Erwartungen einfach ins Rennen geht, kann man sich ja eigentlich nur noch überraschen insofern.
Speaker: Wir werden es sehen in der Saison, aber ich wünsche dir auf jeden Fall, dass es dir noch mal neue Energie gibt, das weiterzumachen.
Speaker: Ja, ich bin auf jeden Fall auch sehr gespannt, wie die neue Saison dann wird und was für Straßenprofis vielleicht noch rüberkommen. Und ich meine, die ganzen WorldTour -Teams fangen jetzt auch an, irgendwie Gravel -Fahrerinnen unter Vertrag zu nehmen. Und da denke ich mir dann halt auch, die kriegen, was weiß ich, wie viel Gehalt und haben den Support drum herum. Trainingslager. Trainingslager und alles. Und dann, ja. Welche Fahrerinnen wurden unter Vertrag genommen? Welche Gravel -Fahrerinnen?
Speaker: S .D. Works hat eine eigene Gravelfahrerin eingestellt, das ist die, vielleicht weißt du den Namen, ich glaube du bist mit ihr gefahren. Gertrille, wie heißt sie mit Nachname? Die war Physio bei Leaded Track glaube ich, die ist auch Trucker gefahren letztes Jahr. Ach so eine große.
Speaker: Du kennst die, glaube ich, auch. Genau, so eine große Blonde. Die ist auch früher Straßenrennen gefahren. Ich bin nämlich mit der schon Rundstreckenrennen in Holland gefahren. Ja, okay. Nein, aber ich... Paul grinst nur.
Speaker: Ich habe bei sowas immer so meine eigene Meinung, aber ... ... die werde ich jetzt hier nicht kundtun, ... ... weil ich keinen Backup auf dem Shitstorm deswegen ... ... aber ... ... vielleicht reicht das sogar schon für einen. Nein, aber ... ... was der Gravel eigentlich schon bietet, ... ... dass alle Platz haben, also es ist wirklich Platz für alle. Es ist diese Kompetitive, ... ... dann ... ... Fahrerinnen wie du, die ... ... ein Studium erstmal fertig machen wollen, ... ... also auch andere Prioritäten setzen, was auch wichtig ist, ... ... aber trotz irgendwie einer Teamstruktur, trotz ...
Speaker: zum gewissen Teil für Support bekommen, dass man Leistung abrufen kann. Aber ja, wie du schon selber sagst, es glaube ich viel geht um die Erwartungshaltung und klar ist es schwer, jetzt in dem Fall in den Karo vorbeizufahren und das haben viele letzte erfahren müssen und sicherlich auch in meinem Fall waren einige überrascht, wie ich mich entwickelt habe von 20 auf 23.
Speaker: Das ist halt auch nicht jeder, der muss diesen Weg gehen. Ich finde das auch mal ganz wichtig, weil manchmal der Eindruck entsteht, dass man so in diese Schiene gehen muss. Aber ich finde, das ist gerade im Gravel halt nicht dafür. Auf der Straße ist es sowohl. Entweder wirst du Profi oder nicht. Dann fährst du halt Rundstreckenrennen. Aber es gibt eigentlich nichts dazwischen. Im Gravel gibt es schon auch noch ganz schön viel dazwischen.
Speaker: Und ich glaube, da muss man halt einfach nur selber auch für bereit sein und sich auch drauf einlassen. Und im Endeffekt, wenn du es zu 100 Prozent forciert hättest, also jetzt dir auch Leute im Umfeld suchst, die irgendwie in Richtung Management irgendwas machen, bin ich mir auch sicher, dass du hättest Verträge bekommen können, die dir zumindest ein Gehalt gesichert hätten. Aber es ist auch immer die Frage, ob man das will, ob man das wirklich in sich wirklich so will. Weil da entsteht natürlich Druck. Sobald jemand Geld zahlt,
Speaker: ist vorbei mit, ich gucke mal, wie es funktioniert. Da entsteht eine Wartung und vielleicht ist es gerade auch der gesündere Weg, das Studium fertig zu machen, jetzt in diesem Reverb -Team, auf das wir jetzt gleich dann kommen, fahren und gucken, was da auch entsteht.
Speaker: Ja, ich habe das auch tatsächlich dann überlegt, ob ich das so ein bisschen versuche mit eigenen Sponsoren, die mir dann halt vielleicht auch ein bisschen Support geben oder mir auch Geld bezahlen. Aber im Endeffekt habe ich mich dann da dagegen entschieden, weil es einfach so viel Arbeit drum herum liegt. Ich meine, Paul, du kannst davon ein Lied singen. Du machst das alles für dich alleine. Und da bin ich einfach nicht die Person, für die dann da irgendwelche Verträge
Speaker: aushandelt. Das kann ich alleine nicht. Und dann dafür jemanden wiederzunehmen, den ich irgendwie bezahlen muss, das wäre alles zu viel gewesen. Und in meinem Kopf geht dann der Spaß am Radfahren einfach verloren, weil es zu viel Arbeit ist und der Druck dann halt auch steigt. Ja, aber ist doch gut, denn du hast ja für dich die richtige Entscheidung getroffen. Und das heißt ja nicht, dass man nicht trotzdem schnell fahren kann.
Speaker: Sicherlich ist eine WM nicht das Ziel, aber das ist auch in Ordnung.
Speaker: Ja und wie du gerade gesagt hast, ich hoffe einfach, dass dem Crabble diese Vielfältigkeit beibehalten bleibt und alle Menschen, die da Bock drauf haben mitfahren können und jemand, der da einfach nur mitfährt, weil er die Landschaft cool findet und da 150 Kilometer durch die Gegend fahren will, kann da genauso teilnehmen wie jemand, der da halt gewinnen will und wie ihr das letzte Mal auch mit Janosch gesprochen habt zu Events, die
Speaker: dann das auch so ein bisschen fokussieren. Also Octopus Crabble, ich war da auch im Sommer, das war einfach fantastisch. Also es war ein Mix aus, ich bettel mich irgendwie um Zeiten, aber ich habe trotzdem eine mega gute Zeit und genieße die Landschaft und das finde ich persönlich das, was Crabble ausmacht, dass es halt ein bisschen mehr ist als einfach nur dieses rein Kompetitiv, sondern einfach das Erlebnis drum herum und
Speaker: Ich fliege halt nicht nur nach Island für The Rift, sondern ich will dann halt irgendwie drum herum noch was erleben und dann, ja, dann geht halt vielleicht die perfekte Vorbereitung dementsprechend ein bisschen flöten. Aber das darf halt auch jeder selber entscheiden. Und ich hoffe einfach nur, dass dem Traveling diese ganze Vielfältigkeit behalten bleibt. Aber also da bin ich, also ich habe da eigentlich ganz gute Hoffnung, dass es so ist, weil ich sehe ja auch so die Entwicklung hier.
Speaker: In Bremen und in meinem Umfeld durch den Radladen habe ich auch einen relativ guten Einblick in die Szene und was sich auch im Hobbybereich so tut. Und ich merke einfach, wie viele Leute Bock haben auf Gravel -Gravel -Events, die mich anschreiben. Wenn ich irgendwo jetzt letztens, wo ich gepostet habe, welches Rennen ich da fahre in Österreich, dann ja, wir haben jetzt auch gemeldet und bei Trucker, dass da wirklich reine Spaßfahrer jetzt am Start sind, die ich kenne.
Speaker: die einfach Bock haben, Rennen zu fahren und ich glaube, das ist halt wirklich das, was cool werden wird, dass eben dieser professionelle Sport, wirklich das Kompetitive vorne sich so vermischen wird mit dem Hobbysport und eigentlich bin ich ganz guter Hoffnung, dass es auch so bleiben wird. Klar, eine Meisterschaft, eine WM, eine EM wird sicherlich nochmal eine Ausnahme sein.
Speaker: Aber ich glaube, sonst die Rennen, das wird weiterhin Spaß machen und auf jeden Fall beides bieten. Warum der Wechsel zu Reverb? Und dann gleich im Anschluss mal kurz, bitte nicht kurz, kannst du auch ausführlich machen. Was ist Reverb?
Speaker: Also Wechsel zu Reverb war eigentlich schon relativ schnell im Jahresverlauf klar, dass ich mich entweder auf eigene Beine stelle oder das Team wechsle, weil Max oder Rose eben ein Straßenteam ist und das sollen sie auch bleiben.
Speaker: Und dann habe ich Kontakt zu dem David gehabt, eigentlich schon in Spanien, damals in Berscha, das allererste Rennen. Und ja, das war eigentlich eine ganz lustige Geschichte, wie wir uns kennengelernt haben. Auf jeden Fall hat er dann gesagt, ja, sie planen da so ein Projekt. Und er würde mal mit seinem Chef sprechen, ob ich da eventuell reinpassen würde.
Speaker: Und genau, dann ging das alles irgendwie so seinen Lauf. Wir hatten auch ziemlich ähnlich einen Rennkalender, haben uns dementsprechend auch ziemlich häufig im Jahr getroffen. Und dann hieß es irgendwann ja Reverb Cycling, also das steht jetzt fest, wir werden ein Crabble Team.
Speaker: Und ich darf mich mal mit dem, ich sag mal, in Anführungszeichen Team -Chef, also der David und der Emiliano sind quasi unsere Team -Chefs, mit dem noch quasi über Summa quatschen und dann sprechen die mal, ob ich ins Team passe, weil denen war halt super wichtig, dass es einfach persönlich passt. Also die wollten da jetzt nicht einfach irgendeine gute Cradle -Fahrerin haben, sondern
Speaker: denen war es sehr wichtig, dass das menschlich gut passt. Und genau dann hatten wir ein Zoom -Gespräch und bei mir war es eigentlich schon während des Gesprächs klar, dass ich da gerne hinwechseln wollen würde, wenn die mich nehmen, weil es einfach so gut gepasst hat, auch von den Plänen, die die haben und einfach von der Art und Weise, wie die die Rennen angehen wollen und so die Philosophie vom Travelen, das war einfach komplett
Speaker: hat übereingestimmt. Und genau, dann war das eigentlich im, ich sag mal, glaube ich so September, August relativ klar, dass ich da hinwechsel. Und das hat natürlich dann auch wieder so ein bisschen Hoffnung geschöpft. Und genau, was ist Reverb eigentlich? Wir sind ein reines Travel -Team jetzt mit zwölf Leuten. Wir sind sieben Männer und fünf Frauen, genau.
Speaker: Und wir fahren eigentlich ganz viele von den Crabble Earth Series Rennen, ein paar UCI Rennen werden wir fahren. Wenn es klappt, fahren wir auch unbound.
Speaker: Also natürlich nicht das ganze Team, aber ein paar ausgewählte Fahrerinnen. Und genau, das Ziel ist eigentlich, dass wir gemeinsam uns tolle Erlebnisse gewinnen und als Team agieren und sozusagen Spaß haben und durch den Spaß dann gute Ergebnisse einfangen können. Wo ist das Team her?
Speaker: Genau, also der Sitz ist offiziell in Bergamo, weil wir 3T -Bikes haben, beziehungsweise es ist so ein 3T -Projekt. Und wir haben aber, ich glaube, drei Leute wohnen in Girona und drei wohnen auf Mallorca und, nee, vier sogar, und unser Teamchef, also Emiliano, der hat, ja, genau, also die kommen sogar daher. Die kenne ich auch.
Speaker: Ganz nette. Genau, Emiliano hat dort einen Fahrradladen. Und von daher ist so die Base, ich würd mal sagen, Girona oder Mallorca. Okay. Genau. Beides ganz in Ordnung. Auf jeden Fall lässt sich's aushalten da. Also, ich flieg jetzt auch ... am Mittwoch dann nach Mallorca ins Trainingslager und dann nach Girona.
Speaker: Fährst du dann auf Mallorca, auch diese Mallorca Gravel Rides damit, von dieser Mallorca Serie, weil ich glaube da sind auch Alex und Anucci, die sind da auch irgendwie involviert.
Speaker: Also ich hab davon ehrlich gesagt noch gar nichts gehört. Ich weiß gar nicht, wenn wir da vielleicht vom Team aus mitfahren. Also es ist glaube ich jetzt kein Rennen, aber es ist glaube ich eine ganz coole Veranstaltung, so CTF -mäßig. Ja okay, die kennen sich da ja aus und die werden da auch einen Plan für uns haben. Ja cool, ich fliege auch am Montag, vielleicht können wir ja mal gravelen. Warum bist du nicht zum Rose Wrestling Circle, wo deine Freundin Findy auch hin ist?
Speaker: Genau, da hatte ich auch Kontakt zu bzw. habe ich mit denen auch gequatscht und war dann auch ein bisschen am Überlegen.
Speaker: habe mich dann aber letztendlich dagegen entschieden, auch wenn es viele Gründe gegeben hätte, da hinzugehen. Aber letztendlich habe ich dann gesagt, ich brauche doch so ein bisschen Teamstrukturen. Also der Rose Racing Circle basiert ja doch schon so ein bisschen darauf, dass die Fahrerinnen dann letztendlich selber ihre Saison planen und halt quasi schon Support kriegen und schon auch als Team fahren, aber letztendlich
Speaker: Ja, machen sie ihren Kalender selber und fahren die Rennen, worauf sie Bock haben. Und ich habe dann für mich gesagt, ich will schon so ein bisschen Struktur bekommen. Also jetzt nicht, dass ich ausgesucht bekomme, welche Rennen ich zu fahren habe. Ich möchte schon auch Mitspracherecht haben, aber ich finde es ganz cool, wenn so ein Team dann sagt, okay, wir finden dich eigentlich in dem Rennen ganz gut und würden dich da gern hinschicken.
Speaker: und habe dann eben auch durch den David da echt ein gutes Gefühl gehabt und habe dann gesagt, ich probiere das jetzt nochmal mit einem Team. Und zudem finde ich es einfach mega schön, mit internationalen Menschen zusammen zu sein.
Speaker: Und rote Racing Circles sind ja doch auch hauptsächlich Deutsche. Und von daher war das dann so ein bisschen auch noch ein Punkt, warum ich gesagt habe, die Internationalität, die gefällt mir ganz gut. Ja, das finde ich tatsächlich auch ganz spannend jetzt bei dem Team und auch bei den Paranormalteamen, dass die wirklich
Speaker: international aufgestellt sind. Ich bin dann sehr gespannt, wie das im Laufe des Jahres und gerade jetzt bei den ersten Rennen dann ist so mit Team -Taktiken und so. Da Marius hat mir schon mal ein paar Nachrichten geschickt, ein bisschen was erzählt. Ja, da bin ich wirklich sehr gespannt, wie das dann auch läuft und ja.
Speaker: Weil das ist ja das Neue, das ist so in der Größe. In den USA gab es ein paar Teams, aber eigentlich nicht so richtig in der Wahrnehmung. Und jetzt haben wir dann ja eigentlich so zwei, drei. Dann gibt es auch das von, wie heißen die? Die haben jetzt gerade in Belgien sich vorgestellt, Classified, Ridley, Factory Team oder so. Ja. In Girona gibt es auch noch. Das ist das alte Café des Figlis -Team, glaube ich. Welches?
Speaker: Wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege. Vielleicht das Classified? Nee, das Classified, das war... Wir sind letztes Jahr schon Leute zusammengefahren, mit Rafa glaube ich auch.
Speaker: Aber jetzt in Girona ist auch was Neues. Also es ist interessant, da passiert gerade so ganz viel. Ich bin gespannt, was davon auch überlebt. Also so eine Teamstruktur kostet halt auch Geld. Also ich hab gehört, bei euch gibt's, ihr kriegt eigentlich alles bezahlt oder fast alles, bis auf halt, also kriegt ihr halt kein Gehalt, aber so Reisekosten, was ja einfach ein Riesenteil ist von dem, was man im Jahr so ausgeben muss, kriegt ihr erstattet.
Speaker: Ja, der Plan ist, dass wir halt Reisekosten, Unterkünfte und so übernommen kriegen und zumindest also halt bei den Rennen, die auf unserem Rennkalender stehen. Wenn wir jetzt noch zusätzlich Rennen fahren wollen, dann kriegen wir die nicht bezahlt. Finde ich persönlich aber auch völlig okay, weil ja, wie du sagst, es sind schon große Summen, die dann da irgendwie ins Land gehen. Und was ich halt auch super interessant finde, worauf ich sehr gespannt bin, ist, inwiefern man nachher auch wirklich halt als Team fährt, weil
Speaker: Ich sag mal, es ist schon ziemlich heterogen und bei manchen Rennen fahren Männer und Frauen ja auch tatsächlich zusammen. Ich bin nie ein Fan davon, dass Frauen von Männern durchgezogen werden. Bin ich eigentlich absoluter Gegner von. Aber wenn das natürlich andere Teams auch machen, warum soll ich es dann nicht auch machen?
Speaker: Genau, aber ich finde gut, dass du den Punkt selber ansprichst, weil das hatte, das kam mir auch in den Nachrichten, die ich da im Austausch hatte, auch so ein bisschen rüber. Ich finde das echt, also das betrifft mich ja gar nicht. Ja, also wohl tendenziell, jetzt die Topmänner sind einfach stärker als die Topfrauen. Das heißt, ich komme mit Caro jetzt nicht in die Quere. Aber es ist schon ein relevanter Unterschied, ob Caro jetzt
Speaker: Kannst ja auf mich warten. Ja, und auch ab Karo jetzt irgendwie ein Peter Wack -Coach wartet auf sie oder ein Peter Stettiner bei irgendeinem Rennen, um sie zu ziehen. Das wäre schon, die jetzt auch auf Canyon unterwegs sind, deswegen nicht jetzt die Namen. Das ist schon...
Speaker: ... ist schon ... ... also ich glaube da, dass ... ... also wenn wir ein Problem mit Gravel kriegen könnten, ... ... dann wäre es das ... ... in den USA hat man das ein bisschen schon gelöst ... ... und dann gibt es harte Strafen, ... ... du wirst disqualifiziert auch so, ... ... aber ich sehe das schon kommen in Europa, ... ... dass das ... ... wo es gerade so viele Rennen gibt und die sprießen so raus, ... ... dass da ... ... dass das zu einen hohen Einfluss hat aufs Rennen geschehen. Also ich hoffe wirklich, ... ... dass da nicht irgendjemand mit anfängt, ... ... wie du schon sagst, dann ...
Speaker: So ein Team wie ihr dann auch sagt, okay, gut. Dann machen sie alle. Genau. Das ist kein fairer Sport. Und wir wissen aus dem letzten Jahr gab es schon ein paar Fälle davon. Weil das ist, ja, ich finde, ich finde, das hat, also das hat dann auch, egal, ob man es als Hobby macht oder nicht, sollte immer ein fairer Sport sein. Und geradeaus, und wenn Männer warten oder halt, weil sie genauso stark sind, dann irgendwie, die dann, die dann ziehen. Genau.
Speaker: Das Vorsätzliche finde ich auch, sollte auf jeden Fall nicht so kommen, dass es so ist. Klar, wenn Frauen Männer unterwegs finden, wo sie im Windschatten fahren durch Zufall, ist das ja eine andere Sache. Aber wenn es wirklich durch Teams so vorsätzlich wird, dann glaube ich, würde das dem Gravagesport auf jeden Fall nicht guttun.
Speaker: Ja, das wollte ich auch gerade sagen, wenn man halt währenddessen dann jemanden findet und es passt, ist es ja irgendwie voll okay, aber wenn man dann irgendwie von zwei Wingmans da durchgezogen wird, also ich finde das ist einfach unfair und ich hoffe auch, dass das nicht passieren wird, dass man da wirklich als Team fährt, weil
Speaker: Das ist ein Grund, warum ich auch vom Straßenradsport weggegangen bin. Weil ich, jetzt nicht, dass ich nicht teamfähig bin, aber im gravel Radsport ist es halt doch schon eher die individuelle Leistung. Und du kannst auch gutes Ergebnis einfahren, wenn du kein Team um dich herum hast. Und im Straßenradsport brauchst du halt ein gutes Team und bist halt davon abhängig. Und das finde ich halt eigentlich auch das Schöne. Und klar kann man sich gegenseitig mal helfen. Das kann man ja aber auch genauso gut mit Menschen, die nicht das gleiche Team angehören.
Speaker: Weiß ich nicht, wenn man sich einfach findet und sagt, wir fallen jetzt gegenseitig im Wind und wechseln uns ab, warum nicht? Da bin ich sehr gespannt drauf mit den Teamstrukturen und vor allem dann auch, wenn die Geschlechter
Speaker: Also wenn die in einem Rennen fahren, dann Frauen vielleicht den Vorteil von Männern nutzen. Also ich hoffe, dass das nicht so passieren wird. Auch von den anderen Teams. Wir hoffen, dass der Sport so bleibt, also auch so offen. Und ich glaube, dass die Teams
Speaker: ein Problem auslösen könnten, auch nicht nur da, sondern auch was Verpflegung angeht und so. Ich finde zum Beispiel, wir brauchen nicht viele Regeln im Gravel, aber wir brauchen einige, um diesen Sport einfach zugänglich zu halten für alle. Ja und auch auf einem niedrigen Kostenniveau und dass wir nicht irgendwann wirklich da irgendwie
Speaker: weil ein Team zehn Fahrerinnen am Start hat, noch fünf Betreuer mit irgendwo hinfliegt. Wenn ein Mechaniker mitkommt, am Ende ist mir auch egal, aber es geht auch mal so ein bisschen, wie einfach ist der Zugang wirklich, wie fair ist dieser Sport und wer kann sich das am Ende leisten? Und wenn dann halt auf einmal die anfangen, außerhalb von Verpflegungszonen auch zu verpflegen, weil sie die Anzahl an Stuff haben, aber das ist ausdrücklich bei Truckers zum Beispiel eigentlich verboten, aber es wird trotzdem gemacht.
Speaker: Dann bin ich manchmal auch einfach der Oberpolizist und beschwere mich bei solchen Sachen, weil ich finde das nicht gut. Es geht nicht darum, dass ich das Geld nicht in die Hand nehmen würde und jemanden da irgendwo hinbringen. Aber ich finde das halt Quatsch. So dieser Sport hat so seine Eigenheiten und ich finde gewisse Dinge sollten wir uns ja auch bewahren, die diesen Sport so einzigartig machen wollen. Du musst dich auch mit deinem Rad auskennen. Du musst eine Strategie haben. Wo kriege ich meine Flaschen eigentlich her? Das gehört alles dazu. Sonst sind wir am Ende wieder beim Straßenradsport.
Speaker: Weißt du, wo du einfach eine reine Teamstruktur hast? Alle zehn Kündler stehen für Pfleger. Ich hoffe, dass wir uns dahin entwickeln und dass auch dann die Organisatoren rechtzeitig erkennen, dass sie gewisse Regeln einfach etablieren müssen, damit das Ding einfach weiterhin auch allen Spaß macht und für alle zugänglich bleibt.
Speaker: und sich auch so vom Straßenradsport differenziert, weil sonst haben wir irgendwann die gleiche Sportart, weil Straßenradsport geht auch immer mehr mit Strecken Richtung Gravel. Gravel geht dann mehr Richtung irgendwann, ja, können wir es auch gleich... Und ich finde, da muss man noch unterscheiden zwischen der Gravel WM,
Speaker: Und EM, das ist für mich auch ein anderes Konstrukt, als z .B. Trucker. Das sind für mich auch unterschiedliche Events. Ich finde, das eine ist halt, da kommen so viele Straßenfahrer hin, auch in die ganzen Teamstrukturen von den einzelnen WorldTour -Teams. Aber so was wie Trucker, Unbound, also die ganzen alleinstehenden Events oder Rennserien, die nicht zu UCI gehören, die müssen so lange, wie es ihnen nur geht, versuchen, diesen ...
Speaker: OG Spirit, wenn man es mal so nennen will, irgendwie beizubehalten. Ja. Ja. Aber das ist ja auch so ein bisschen das Paradoxe. Zum Beispiel Drucker ist ja eigentlich gar kein Rennen. Also da steht ja in der Ausschreibung, es ist kein Rennen und man muss auf Gegenverkehr achten und Straßen und das ist nicht gesperrt. Aber das ist ja nur ... Aber letztendlich ist es halt ... Das ist ja auch ... Das ist ja nur formal.
Speaker: Rechtlich. Rechtlich. Aber letztendlich ist es eines der wichtigsten Rennen im Jahr im Kalender. Also wenn man da irgendwie vorne dabei ist, dann hat es schon was zu heißen. Und jetzt zum Beispiel Octopus ist halt auch, da musst du auch auf Straßenverkehr rechnen, aber es ist halt einfach ein Event, das nur um Spaß geht. Also es ist nur um Spaß, aber das ist halt ganz anders aufgezogen. Am Born hast du 300 Meter vom Ziel, hast du eine Ampel.
Speaker: Die war aber gut abgesichert. Aber rein theoretisch gab es auch schon Jahre, wo sie anhalten mussten. Also rein theoretisch musst du da anhalten.
Speaker: Da gibt's doch auch den Zug. Ja, und das ist ja wirklich mit Abstand das Wichtigste Rennen. Also das, ja. Und, äh, also neben der WM. Und, also das ist ja, dieser Sport hat ja so ganz viele Absurditäten, die du eigentlich auch niemandem erklären kannst, dass wir hochprofessionelle Athleten sind zum Teil. Nee, das ist doch... Und dann aber halt irgendwie, äh, auf, äh, eventuell...
Speaker: bei Gravel Locus vor zwei Jahren mussten wir wirklich 300 Meter vom Sprint anhalten, weil Autos kamen. Weißt du? Also das kannst du ja niemandem erklären. Und wenn du aber da gewinnst und jemand riskiert einfach sein Leben in dem Moment, hat er einen Vorteil, das ist ja alles komplett Banane.
Speaker: Das war auch so geil letztes Jahr bei Ford Trucker, meinte Sascha, der ja auch eigentlich neu war im Gravel, so wie ich auch. Der ist halt zu Trucker hingekommen und meinte dann zu mir so einen Tag vor dem Rennen, ja du Karo, das ist überhaupt kein Rennen. Also ich habe gelesen, das ist kein Rennen. Was machen wir denn hier? Also fahrt ihr jetzt schnell oder nicht? Und ich hause zu ihm, also ja offiziell nicht, aber ich gehe mal davon aus, dass es wie ein Rennen gefahren wird. Aber er war auch erstmal sehr verwirrt und musste das lernen, dass das
Speaker: ... manchmal einfach nicht rennen heißt, ... ... aber trotzdem als rennende fahren wird. Was sind so deine Ziele dieses Jahr? Also hast du für dich so ein, zwei Highlights rausgesucht? Also jetzt sei es mal eine Reise, ... ... die du vielleicht machen willst, so ein Bikepacking Trip ... ... und rennentechnisch vielleicht auch?
Speaker: Genau also Trucker auf jeden Fall wieder im Mai und das ist noch offen ob ich die 200 oder die 360 fahre. Genau und dann eventuell hat wieder Unbound, wobei da auch so ein bisschen dann so die Reise wieder im Fokus steht und hat irgendwie auch noch mal das dabei sein und also es ist jetzt
Speaker: Wenn ich jetzt das alles selber bezahlen müsste, würde ich wahrscheinlich nicht wieder nach Amerika fliegen, um anbauen zu fahren. Da würde ich mir was anderes aussuchen. Aber wenn das Team das natürlich gerne will, dann bin ich die Letzte, die da Nein sagt und freue mich dann auch, es fahren zu dürfen und fahre es dann natürlich auch so schnell es geht.
Speaker: Ja, ich muss aber echt auch sagen, Anband, das war megacool, letztes Jahr dabei zu sein, dieser ganze Hype um dieses Rennen herum. Aber ich glaub, ihr habt das auch schon mal im Podcast angesprochen. Es ist schon irgendwie so, die Strecke ist jetzt nix Tolles. Wir fahren den Norden diesmal.
Speaker: Ach so, ja okay. Aber viel mehr sehen wird man da auch nicht, nehme ich an. Außer Kühe und Amish people. Aber die Reise drumrum ist halt immer was Besonderes. Und genau dann steht The Rift auch wieder auf dem Kalender. Hat dir Spaß gemacht?
Speaker: Das habe ich auch gerade gedacht. Ja, tatsächlich. Also jeden, den ich frage, fährst du Rift wieder? Das nervt gar keinen Fall. Ich habe gesagt, ich würde schon noch mal fahren. Ich fand es aber extrem hart.
Speaker: Ich hatte nicht wirklich viel Spaß, muss ich schon sagen. Aber die Reise war schon richtig cool. Vielleicht wird es beim zweiten Mal besser. Das macht das Ganze noch auf jeden Fall schön, dass man da auf einer schönen Insel so viel erlebt. Aber das Rennen ... Das Rennen, das war schon krass. Finjas und mein Lenker war danach gebrochen von diesem ganzen Waschbrett. Und ich dachte mir auch, das ganze Rennen über so, wie kann dieses Rad das aushalten?
Speaker: Aber ja, also vom Rennen her gibt es schönere Rennen, das stimmt schon, aber ich glaube, ich möchte das Ganze nochmal in Angriff wagen.
Speaker: Genau und UCI -Rennen, also ich möchte mich natürlich wieder für die WM qualifizieren, aber es ist jetzt nicht so, dass ich dann zur WM an den Start gehe und da irgendwie mir hofft, dass ich da irgendwo vorne mit reinfasse, sondern da geht es dann eigentlich mehr darum, dabei zu sein und Deutschland zu repräsentieren. Auch quasi als deutsche Teammitglied Deutschland zu repräsentieren, ist dann glaube ich ganz cool und dann da einfach dabei zu sein, also nicht so wie letztes Jahr, wo ich es ja dann
Speaker: verpasst. Aber es ist halt auch, also der Kurs war beiseite. Aber ich glaube, das wird halt ein richtiges Fest. Also Italien war schon krass. Habt ihr leider beide verpasst. Also war von der Stimmung schon ziemlich geil. Aber ich glaube, Belgien wird noch mal, also EM war ja auch schon viel los. Ich weiß nicht, also zumindest bei Männern, wenn man vorne fährt, ist es noch mal anders. Wahrscheinlich auch. Da war schon ziemlich viel Trubel. Aber es wird noch mal mehr. Also da freue ich mich richtig drauf. Das wird so geil.
Speaker: Ja, das glaube ich auch, aber ich hoffe natürlich, dass ihr da ein bisschen
Speaker: Gut, bei der WM fahren dann Männer und Frauen ja nicht am gleichen Tag, sondern da splitten sie es ja hoffentlich. Ja, gut, da habt ihr einzelne Rennen, ne? Also da fahrt ihr. Von daher, das sollte ein bisschen, ja. Ob das weniger hektisch zu gehen, weiß ich jetzt nicht, aber auf jeden Fall fahrt ihr da nur gegen Frauen und nicht gegen Männer auch noch.
Speaker: Ich habe auf jeden Fall bei der EM letztes Jahr musste ich eigentlich nach, ich glaube es hat keine fünf Minuten gedauert und ich habe an Caro gedacht und dachte mir nur so, Caro du kannst so froh sein, dass du hier dabei bist. Es war so ein Gekämpfe und es war wirklich so richtig Straßenrennen und als dann mein Rennen auch gelaufen war, war so, was mache ich hier eigentlich und
Speaker: Dann dachte ich natürlich auch so, vielleicht wäre es mega gut gewesen, wenn du da wärst, weil dann hätten wir auch eine deutsche Starke vorne noch dabei. Aber ich dachte mir dann auch zwischenzeitlich so, boah, du hättest dir auch gar keinen Spaß. Ich hoffe dann natürlich nur, dass es dieses Jahr besser läuft.
Speaker: Ja, ich muss sagen, ich war jetzt vorher auch, was die EM angeht, auch nicht super euphorisch, dass das mal ein Top -Rennen wird. Und ja, deswegen. Also ich bin gespannt auch, was Paul sagt. Das wird bestimmt eine mega Veranstaltung. Und ich freue mich auch auf die WM und bin da auch auf jeden Fall offen. Ich hoffe, dass die die Strecke so gestalten, dass es auf jeden Fall viel gravel wird und nicht irgendwie zu viel Straße und Klassiker mäßig, weil dann gerade bei so einer Strecke
Speaker: Dann wird es halt wirklich von Straßenfahrern dominiert werden. Das wird es auch so. Ja, wahrscheinlich. Ich versuche noch irgendwelche Hoffnung zu haben. Aber habt ihr irgendwas gehört auf dem deutschen Frauenfeld? Wird da irgendeine Böltefahrerin irgendwie auch rüberkommen dafür mal oder haben die alle gar kein Interesse?
Speaker: Also ich habe da jetzt keine Infos, ehrlich gesagt, was das angeht. Ich finde das interessant. Also andere Nationen sind schon viel interessiert da auch. Wie meinst du das? Straßenfahrer? Ja, dass jetzt so eine Liane oder so sich das überlegt.
Speaker: Ja, könnte ich mir schon eigentlich gut vorstellen, weil es ist ja recht klassikerähnlich und ich meine, viele Teams erkennen es ja jetzt auch, dass der Crabble -Sektor am Wachsen ist. Von daher kann ich mir schon gut vorstellen, dass da ein paar Deutsche auch rüberkommen, aber auf der anderen Seite, naja, BDR ist da halt auch so ein bisschen, hängt da so ein bisschen hinten nach. Ich weiß nicht, vielleicht kommen dann doch wieder nur die Crabble -Fahrerinnen.
Speaker: Ja, aber wie gesagt, auch das, das die Mann mit Oshawa ist, auch andere Nationen, nicht viel anderes, ist alles Eigeninitiative. Es macht es nicht besser, dass kein Interesse da ist, aber das Problem werden wir nicht mehr lösen. Aber das Einzige, was man halt machen kann, wir als Top -Fahrerinnen irgendwie halt versuchen, so ein bisschen so eine Gruppe zusammen zu bekommen. Also die, die das Profi -Rennen fahren, um da so ein bisschen Org reinzukriegen. Das wird nun ein Rennen, das kannst du nur mit einem guten Team.
Speaker: Ich glaube, man kann auch alleine von reinfahren. Ich habe das dieses Jahr gezeigt. Aber es macht es viel einfacher, wenn du Leute hast, die dir ein bisschen helfen. Aber das ist in Deutschland ja allgemein immer schwer. Auch bei den Profis kenne ich das nicht so, dass man für einen fährt oder eine.
Speaker: Bei den Frauen weiß ich es nicht, bei den Männern kann ich nur widersprechen und bin ich mal gespannt, ob wir das dieses Jahr ein bisschen hinbekommen, weil wäre irgendwie schon cool, da eine Medaille zu holen, sei es bei den Frauen oder bei den Männern. Schön wär's. Ja, das wäre echt cool, wenn das mal klappen würde, dass man da so eine Truppe zurechtkriegt, die dann auch so ein bisschen halt füreinander fährt oder einfach auch zusammen dort ist und zusammen vielleicht einen Recon macht und ja, letztendlich
Speaker: wissen wir ja, dass man viel stärker ist, wenn man da dann als Team auftritt. Wie wir jetzt auch schon diskutiert haben, aber bei UCI WM und EM ist dann halt auch noch mal eine Ausnahme, was Teamfahren angeht. Beziehungsweise ist man dann ja auch nur männlich beziehungsweise weiblich in einer Gruppe und dann ist es ja wieder was anderes.
Speaker: Ehrlich ist interessiert halt jetzt die Medien halt eh, also welche Rennen interessieren die denn mehr? Das sind drei, vier Rennen. Es ist halt unbound, auch nur weil man denen sagt, dass es wichtig ist, nicht weil sie denken, dass es wichtig ist. So trucker eventuell noch. Und dann ist natürlich eine EM und eine WM, weil es auch im Fernsehen läuft und weil das halt EM und WM ist. Also es ist erstmal egal, was für eine Disziplin, aber das ist ja automatisch wichtig.
Speaker: Und das kann halt einfach auch für den Sport in Deutschland ... ... ein wichtiges Sprungbrett sein, um ... ... eine breitere Öffentlichkeit noch mitzubringen. Vor allem ist auch wieder Türen öffnet, ... ... um vielleicht irgendwie Svenja, ... ... wenn du Bock hast, in Svenja doch irgendwie Profi zu werden, ... ... halt dann auch einfacher ist, an Sponsoren anzukommen, ... ... wo die sehen, okay, da ist eh einfach schon allgemein ... ... ein Interesse da auch in der Allgemeinheit. Weil ich glaube, man muss auch mal ein bisschen ... ... in einem größeren Bild sehen, als einfach nur zu sagen, ... ... man fährt jetzt hier einfach ... ... auch was es langfristig ... ... für Folgen haben könnte oder für Einflüsse auf den Sport.
Speaker: Aber das ist ein separates Thema. Darüber können wir ja noch mal reden, wenn wir zu WM kommen. Wenn es so weit ist, genau. Ich hätte nichts weiter.
Speaker: Ich auch nicht. Deine Ziele kennen wir jetzt. Auf jeden Fall erst mal mit Spaß an die Sache rangehen. Genau, dann hab ich jetzt momentan eben, ja, hab ich grad schon angedeutet. Meine Masterarbeit muss jetzt erst mal noch geschrieben werden. Wie lang bist du da beschäftigt? Also, ich plane so ein bisschen, dass ich zum Sommer dann spätestens fertig bin. Dann hab ich quasi noch die zweite Saisonhälfte so ein bisschen frei. Und ich bin auch froh, dass ich nebenher noch was hab.
Speaker: Ja, man braucht ja nebenher auch noch ein bisschen was zu tun. Ja, fast bist du denn? Genau, ein bisschen. Dann bin ich quasi, Master of Education habe ich dann, ich bin dann quasi fast, also wenn ich dann noch ins Ref gehe, bin ich Lehrerin.
Speaker: Ey, aber eigentlich auch best, oder? Lässt dich verbeamten und dann kannst du in den Ferien immer schön Trainingslage machen, abzumal krankschreiben lassen, dann so ein paar schöne Rennen. Dann bist du ja eigentlich Vollprofi. Ja, man ist schon eingeschränkt mit den Ferien.
Speaker: Die paar Wochen, ob die dann nutzen. Ja, das stimmt schon. Fürs Training weiß ich nicht, ob es dann ausreicht. Und die Rennen dürfen dann auch nur in die Ferien fallen. Ich kriege da gute Zuschriften von Herren, die sagen, dass es nicht so einfach ist und so. Shitstorm kommt von allen. Ihr findet mich ja. Okay, nee, cool. Aber wir brauchen immer, wir brauchen noch Lehrerinnen. Also das ist ja wirklich mangelnde Ware in Deutschland von daher. Macht das fertig. Das ist wichtiger.
Speaker: Genau, ich mache ja auch Sport, von daher kann ich ja vielleicht noch ein paar Kids zum Gravel motivieren. Genau, da machst du nur noch Gravel, Fortbildung und Camps.
Speaker: Klingt doch auf jeden Fall gut. Dann sehen wir, ihr seht euch wahrscheinlich auch auf Malle, denke ich mal, eventuell, kann sein. Sonst sehen wir uns. Genau, können wir ja mal quatschen. Sonst sehen wir uns alle in Girona bei Santa Valle mit einer schönen Laktatspritze am Anfang. Mit schönen sechs Kilometer Bergzeit fahren. Boah, da habe ich jetzt schon Angst vor. Das wird eine der Grüne, was ich halt überlegt habe, ist nicht zu fahren, weil ich eigentlich gar keinen Bock drauf habe.
Speaker: Ja, mir macht das auch im Moment mehr Angst, als dass ich mich drauf freue. Aber Santerwall ist ein richtig cooles Event. Also es war letztes Jahr ja nur ein Tag und dieses Jahr sind es ja drei und die Klassenmark -Events sind ja eben meistens richtig, richtig.
Speaker: Cool und als kleiner Season Opener ist es schon ein cooles Event. Das versuche ich auch auf jeden Fall mehr unter dem Motto Spaß und mal gucken zu sehen als alles andere. Dann danke dir, Svenja.
Speaker: Ja, danke euch. Danke, dass ihr mich wieder eingeladen habt. Wir werden die sicherlich nochmal reinholen. Gerne nochmal. Die deutsche Gravel -Szene, die jetzt auf viele Rennfahren ist, ist immer noch klein. Du hast auch immer interessante Sachen zu erzählen und bei dir passiert ja auch viel von daher. Ja, immer gerne. Ich finde es auch...
Speaker: Ja, ich finde es auch tatsächlich super interessant, wir drei, weil wir alle drei irgendwie verschiedene Hintergründe haben oder aus verschiedenen Perspektiven die Rennen angehen und aber letztendlich ähnliche Rennen fahren oder gleiche Rennen fahren und ist auf jeden Fall immer sehr interessant.
Speaker: Ja, finde ich auch. Dann gerne wieder. Dann euch noch viel Spaß im ... verschneiten Deutschland. Keine Ahnung. Ich flieg jetzt erst mal nach Goetheburg, das ist, glaub ich, noch schön. Ja gut, aber da, die sind sehr gewohnt, da funktioniert dann wahrscheinlich auch alles wie normal.
Speaker: Das hoffe ich. Okay, dann viel Spaß in Göteburg. Gute Reisen nach Malle nächste Woche und wir hören uns dann wieder. Ja, dir viel Spaß auf der Insel. Bis dann. Genau, viel Spaß und gutes Training. Danke. Ciao, ciao. Ciao.






