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#32 Strategie vom Start-up zum Scale-up. Unser Gast: Kapil Kohli image

#32 Strategie vom Start-up zum Scale-up. Unser Gast: Kapil Kohli

No Strategy - No Breakfast
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56 Plays30 days ago

"Die gelebte Praxis sind zehn Post-Its die jeder ständig im Kopf hat"

Was passiert mit der Strategie, wenn ein Unternehmen nicht mehr nur ums nackte Überleben kämpft, sondern massiv skaliert? In dieser Folge begrüßen wir Kapil Kohli, CEO von Craftnote, der uns auf eine Reise von der Berliner Startup-Schmiede bis hinein in die Strukturen eines internationalen Scale-ups mitnimmt.

Die Kernthemen der Folge:

  • Der Rollenwechsel: Wie sich die Verantwortung eines CEOs wandelt: vom Urheber der  Unternehmensstrategie zum Übersetzer für das eigene Team.
  • Startup vs. Scale-up: Warum das Überleben andere Fragen stellt als das Wachstum und wie man den „Founder Mode“ beibehält.
  • KI als Strategie-Element: Warum es keine separate KI-Strategie braucht, sondern Künstliche Intelligenz zum integralen Bestandteil jedes Prozesses wird.
  • Strategic Foresight: Die Kunst, nicht nur das aktuelle Kundenproblem zu lösen, sondern bereits die nächste Frage der Kunden zu kennen.
  • Mensch-Maschine-Hybrid: Kapil teilt seine Gedanken zum Wert des Menschen in einer automatisierten Welt und warum „Erkenntnisse pro Sekunde“ die neue Währung sind.

Lese-Empfehlung von Kapil:

  • Founder Mode von Paul Graham

Über unseren Gast:

Kapil Kohli ist Geschäftsführer von Craftnote, einer Projektmanagement-Software für das Handwerk. Mit seinem Hintergrund in der Physik und Erfahrungen aus Beratung, Konzern und eigenen Startup-Gründungen (inklusive dem wertvollen Scheitern) führt er heute Craftnote durch die Wachstumsphase innerhalb der nordischen Aceve-Gruppe.
www.craftnote.com


Recommended
Transcript

Einleitung und Rückblick

00:00:03
Speaker
No Strategy, No Breakfast, der Podcast rund um Strategieentwicklung von und mit Jürgen Magetich und Karl Bredemeyer.
00:00:11
Speaker
Jürgen und ich sind Organisationsberater in Berlin und Wien und wir heißen euch ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge No Strategy, No Breakfast.
00:00:20
Speaker
Ja, Karl, die letzte Folge, die wir aufgenommen haben mit Alisa Linder.
00:00:24
Speaker
Ein tolles Gespräch.
00:00:25
Speaker
Da ist viel hängig.
00:00:27
Speaker
Die Geschichte mit dem Hut.
00:00:29
Speaker
Ich bin eine Marketingstrategie.
00:00:32
Speaker
Und auch viel Insights zur Umstellung von Familienstrategie, intuitive Strategie des Unternehmens hin zu wirklich strategierter Strategiearbeit.
00:00:40
Speaker
Und zwei Tipps.
00:00:42
Speaker
Ein Podcast und ein Buchtipp, den wir da jetzt kurz
00:00:47
Speaker
bevor wir ins nächste Gespräch gehen, reflektieren wollen.
00:00:51
Speaker
Lass uns mit dem Buch anfangen.
00:00:52
Speaker
Auf den ersten Blick nicht erschließt sich das Gleiche, aber ich glaube, wenn man zweimal hinschaut, kann man viel mitnehmen.
00:01:01
Speaker
Ich fand das auch einfach so herrlich, drei kleine Kids, ein Unternehmen zu führen für Hochglanzstrategie, Broschüren, Bücher, bleibt da einfach

Buchbesprechung: 'Das Neinhorn'

00:01:17
Speaker
wenig Zeit.
00:01:17
Speaker
Und dann war die Empfehlung von Alicia,
00:01:20
Speaker
Das Neinhorn, das war die Buchempfehlung.
00:01:23
Speaker
Und das kenne ich natürlich, also was heißt natürlich, ich kenne das Buch, du kennst es noch nicht?
00:01:28
Speaker
Ich kann es nicht, ich kann es nicht.
00:01:29
Speaker
Ich habe es jetzt am Kindler, ich habe mir das natürlich besorgt.
00:01:35
Speaker
Und das ist tatsächlich, also natürlich kriegen wir da auch den Bezug irgendwie ins Geschäft hin.
00:01:41
Speaker
Und der ist aber gar nicht so weit an den Haaren beigezogen, weil das Neinhorn,
00:01:46
Speaker
wächst ja auf in einem Märchenwald, wo alles total flauschig und schön ist und alle zu allem immer Ja sagen und alles ganz toll finden.
00:01:55
Speaker
Nur das Neinhorn nicht, das stößt eben auf, das stößt seiner Familie auf und allem rundherum, weil es zu allem immer Nein sagt.
00:02:03
Speaker
Und das
00:02:04
Speaker
ist ja bekanntlich eine Kunst, die wir in der Strategiearbeit und überhaupt im Erwachsenenleben, im Unternehmensleben verlernt haben.
00:02:13
Speaker
Und ich finde, das ist, auch wenn man nochmal sozusagen die Brücke schlägt zu der Empfehlung von Jonas, wo es einfach darum geht, weniger zu addieren, sondern mehr zu entscheiden, natürlich ein schönes Lehrstück.
00:02:27
Speaker
Und das Neinhorn lernt aber auch noch,
00:02:31
Speaker
andere Tiere kennen, also es verlässt dann diesen Wald und lernt andere Tiere kennen.
00:02:36
Speaker
Den Wasbär zum Beispiel, das ist der, der immer nicht so richtig zuhört.
00:02:44
Speaker
Wasbär, wasbär, wasbär.
00:02:47
Speaker
Der eine oder andere wird vielleicht die Situation aus dem Business-Alltag wiedererkennen.
00:02:54
Speaker
Genau, der Wasbär, der nie so richtig zuhört und immer was fragt,
00:02:58
Speaker
der Nahund, das ist der Hund, dem eigentlich alles egal ist.
00:03:07
Speaker
Und die Königsdochter, die geht immer auf Konfrontation und sagt zu einem dann immer doch.
00:03:14
Speaker
Und das bildet alles zusammen, ein ganz schönes Quartett aus alltäglichen Widerständen, mit denen man so zu tun hat.
00:03:22
Speaker
Also

Reflexion und Zuhörerengagement

00:03:23
Speaker
eine schöne Empfehlung, die mich jetzt auch noch mal
00:03:27
Speaker
zurückgeholt hat in die Zeit, wo ich das meinem Sohn immer vorlesen konnte.
00:03:31
Speaker
Jetzt bist du ja Berater.
00:03:32
Speaker
Was ist denn die Quintessenz dieses Buchs?
00:03:36
Speaker
Die Quintessenz dieses Buchs, also ich, jetzt weiß ich nicht, ob es das, ob der Marc-Uwe Kling, der hat auch die Kängurukroniken gemacht.
00:03:49
Speaker
Also er ist jemand, der sowieso sehr viel mit Sprache macht und mit Tieren und Dinge so ein bisschen zu entmoralisieren, das ist, glaube ich, so sein Anspruch.
00:04:02
Speaker
Also es gibt, er nimmt, glaube ich, die Dinge, die
00:04:05
Speaker
die gerne als richtig oder falsch gebranntmarkt werden.
00:04:08
Speaker
Ja, man soll nicht so viel widersprechen oder man soll ordentlich zuhören oder so.
00:04:13
Speaker
Das nimmt ja alles so ein bisschen auf die Schippe und macht das dadurch so ein bisschen leichtfüßiger, finde ich.
00:04:18
Speaker
Und das, was Kinderbücher, also was ist ein gutes Kinderbuch, wenn die Eltern irgendwie nicht, wie Alisa das sagte, nach...
00:04:29
Speaker
am Anfang einschlafen beim Vorlesen und ich finde, das macht er sehr, sehr gut.
00:04:36
Speaker
Also, das ist jetzt

Interview mit Kapil Kohli

00:04:38
Speaker
die Quintessenz, ist tatsächlich, glaube ich, das Entmoralisieren von Verhalten, von kindischem Verhalten und vielleicht auch ein bisschen die Erinnerung im Geschäftsalltag öfter mal Nein sagen und nicht zu viele Kompromisse eingehen.
00:04:56
Speaker
Das war es für mich.
00:05:23
Speaker
am See.
00:05:24
Speaker
Da habe ich sehr aufmerksam gehört.
00:05:27
Speaker
Lange, aber sehr schön zu hören.
00:05:30
Speaker
Sehr großartig in den Betrachtungen.
00:05:35
Speaker
Das sind ja keine schnellen Antworten, sondern was mich beeindruckt hat, auch im Sinne eines Beraterleitbilds, lässt den Interviewer, den Podcastpartner bei sich.
00:05:50
Speaker
Er geht nicht auf einen, von Schirach hat seine eigene Linie, hat seine Sichten, die bietet er an.
00:05:56
Speaker
und führt seinen Interviewer eigentlich fast in einem Reverse-Engineering in die Eigenbetrachtung und Reflexion zurück.
00:06:05
Speaker
Das fand ich von der Führung des Gesprächs hochinteressant.
00:06:08
Speaker
Und dann waren zwei Stellen, die mich wirklich so, ich habe das beim Autofahren gehört, ich glaube im Podcast, die eine Stelle, wo er von einer Nahtoderfahrung berichtet, in einem vollkommen ruhigen Erzählfluss und einerseits sehr drastisch, also ich habe mir so gedacht,
00:06:23
Speaker
Boah, also er hat mich betroffen gemacht und gleichzeitig sagt er, ohne Drama, kein Film läuft ab bei ihm, es ist ein ruhiger, friedlicher Ding und er bekommt dieses Sterben, das er da beschreibt, eine fast friedliche, friedvolle Dimension, also ein komplettes Reframing, würden wir sagen.
00:06:44
Speaker
Das hat mich angesprochen.
00:06:46
Speaker
Und dann inhaltlich, und das ist das, was ich da rausgenommen habe, wenn er über die Würde des Menschen spricht, als untrennbar mit dem Menschen verbunden.
00:06:55
Speaker
Und das veranschaulicht mit der Betrachtung von wirklich schrecklichen Verbrechern.
00:07:00
Speaker
Und auch mal die Würde sich rauslöst, eben weil du vorhin warst bei einem anderen Buch zum Thema Moral, aus einer moralischen Kategorie in etwas komplett existenziell Substantielles.
00:07:11
Speaker
Und das habe ich mitgenommen.
00:07:13
Speaker
Dann habe ich abgedreht und hatte diese Gedanken, die er da hat, echt nochmal eine Stunde im Auto mitgenommen und hat mich echt danach nachbewegt auch.
00:07:20
Speaker
Ja, das stimmt.
00:07:22
Speaker
Also die Sprechweise von ihm, die ist tatsächlich sehr...
00:07:27
Speaker
eingängig, also man nimmt sich einfach auch automatisch Zeit dann zuzuhören und ich finde auch, dass der Matze da toll mit ihm irgendwie auch interagiert und das irgendwie schafft so ein, ich sag das immer so auf Augenhöhe, das ist da so dahergesagt, aber ich finde, dass er sich da, ja,
00:07:51
Speaker
auf eine Ebene mit ihm begibt, die ihm offenbar auch Spaß macht.
00:07:54
Speaker
Also er ist ja dreimal, glaube ich, mittlerweile Gast bei Hotel Matze.
00:07:59
Speaker
Das heißt, da gibt es irgendwas und er schreibt ihm zwischendurch Mails.
00:08:02
Speaker
Ich habe da jetzt über was nachgedacht.
00:08:03
Speaker
Ich schreibe jetzt übrigens Kinderbuch.
00:08:06
Speaker
Ja, da sind wir wieder beim Kinderbuch.
00:08:09
Speaker
Vielleicht sollten wir auf Kinderpodcast umsteigen.
00:08:13
Speaker
Ja, das machen wir.
00:08:17
Speaker
Aber du weißt, beim Theater sagt man, für Kinder zu spielen ist hart, weil das Feedback ungeschönt direkt ist.
00:08:23
Speaker
Man muss sich schon richtig anstrengen.
00:08:25
Speaker
Das ist schon eine eigene Kunst.
00:08:26
Speaker
Für Kinder schreiben, das ist eigentlich die Hölle.
00:08:31
Speaker
Dafür gibt es sehr viele mutige Menschen.
00:08:33
Speaker
Was ich in dem, an einigen Stellen auch, egal, was ich tatsächlich auch noch sehr spannend fand in der letzten Folge mit ihm ist,
00:08:45
Speaker
Er wird gefragt, wie wichtig es für einen Strafverteidiger ist, auch bei der Gerichtsmedizin, bei der Obduktion dabei zu sein.
00:08:57
Speaker
Dann schreibt er so, ja, das ist sehr wichtig.
00:09:00
Speaker
Es wäre ja am Anfang sehr hart gewesen.
00:09:04
Speaker
Und dann hat er einen Tipp bekommen vom Gerichtsmediziner, um sozusagen diesen Ekel zu überwinden, der einen überkommt, wenn so ein Opfer halt seziert wird, Skalpell aufgeschmissen wird.
00:09:15
Speaker
Genau hinschauen.
00:09:16
Speaker
Das hat mich total fasziniert, weil das auch, das ist so ein Reflex, finde ich, also sowohl im Privaten, aber auch im Unternehmerischen, zu sagen, oh, da ist ein Problem, lass uns schnell nach vorne gucken, dann gucken wir nicht mehr auf das Problem, weil das Problem wird dadurch nur schlimmer, weil wir es einfach irgendwie versuchen zu vermeiden.
00:09:37
Speaker
Und eine andere Strategie oder Taktik ist eben genau hinzuschauen und zu sagen, so gestalttherapeutisch, was ist, darf sein, diesen Schmerz tatsächlich wahrzunehmen und sich einfach zu fragen, wo kommt der eigentlich her?
00:09:53
Speaker
Und wenn er genau hinschaut, ich muss das jetzt nicht ausführen, aber wie dieses Messer sozusagen in diesem Körper soziert, nimmt das dem Ganzen den Schrecken, weil man sozusagen viel mehr auf Kleinigkeiten achtet.
00:10:09
Speaker
Das fand ich ganz toll, weil es tatsächlich auch

Von Startup zu Scale-up: Strategische Herausforderungen

00:10:11
Speaker
in unserer Arbeit total relevant ist, ein Problem nicht zu negieren oder dieses zwanghafte nach vorne schauen, sondern sich mit der Frage zu beschäftigen, was tun wir denn dafür, dass wir jetzt der geschätzte Kollege Thorsten Groth dann immer fragen, was tun wir denn dafür, dass wir dieses Problem ständig wieder zu uns einladen?
00:10:31
Speaker
Das heißt, man beschäftigt sich noch intensiver und beschäftigt.
00:10:36
Speaker
dadurch gehen die Themen dann auch irgendwann leichter von der Hand.
00:10:41
Speaker
Das hat mich sehr bewegt und fand ich spannend.
00:10:45
Speaker
Also schöne Folge, man muss sich die Zeit nehmen.
00:10:51
Speaker
Oft einmal auf Pause drücken.
00:10:55
Speaker
Apropos Zeit.
00:10:57
Speaker
Lass uns unseren heutigen Gast begrüßen und schauen, was der mitbekommen hat und mitgebracht hat.
00:11:03
Speaker
Das machen wir.
00:11:05
Speaker
Bis gleich.
00:11:08
Speaker
Ja Jürgen, diesmal hast du uns einen Gast mitgebracht.
00:11:11
Speaker
Wen haben wir heute in der Sendung?
00:11:15
Speaker
Ja, diesmal ich, das ist ja ganz ungewohnt, nochmal frage ich dich.
00:11:19
Speaker
Heute haben wir den Kapil Kohli da, einen ganz lieben ehemaligen Kollegen von mir aus Berlin und freue mich, dass du heute bei uns bist, Kapil.
00:11:30
Speaker
Vielleicht magst du dich selbst kurz vorstellen, was du gerade machst und aus welchem Kontext du zu uns kommst.
00:11:38
Speaker
Vielen Dank für die Einladung, Jürgen und Karl.
00:11:41
Speaker
Schön, hier zu sein.
00:11:41
Speaker
Ich bin Kapil, aktuell Geschäftsführer von CraftNote.
00:11:46
Speaker
Das ist so ein Handwerkerprodukt für Software für Handwerker.
00:11:51
Speaker
Wir machen Projektmanagement auf der Baustelle und das seit acht Jahren insgesamt.
00:11:57
Speaker
Seit fünf Jahren bin ich dabei und führe die Geschäfte.
00:12:00
Speaker
Das ist ziemlich erfolgreich.
00:12:01
Speaker
Wir sind ein kleines Berliner Startup gewesen.
00:12:04
Speaker
Mittlerweile gehören wir zu Asif.
00:12:06
Speaker
Das ist ein nordischer Player.
00:12:08
Speaker
Der hat den europäischen Raum mit Software für Handwerkern, ich möchte sagen dominiert, und mit dem wir zusammen in Deutschland angreifen wollen.
00:12:19
Speaker
Genau.
00:12:20
Speaker
Zu mir noch, historisch, ich bin Physiker, zeichne mich immer noch so, auch wenn ich schon lange nicht mehr Physik gemacht habe.
00:12:27
Speaker
Habe Unternehmen beraten, habe mich im Konzern versucht,
00:12:31
Speaker
Habe mich am Startup-Leben versucht und mein erstes Startup krachend an die Wand gefahren.
00:12:35
Speaker
Danach mit Jürgen ein bisschen gearbeitet bei BG.
00:12:39
Speaker
Und dann, wie gesagt, 2021 hatte ich die Chance, Craftnodes übernehmen.
00:12:43
Speaker
Und ja, jetzt ist es mir hier.
00:12:48
Speaker
Cool, schön, dass du da bist, Kaffi.
00:12:51
Speaker
Ja, Startup ist schon das richtige Stichwort.
00:12:54
Speaker
Wir haben ja ein bisschen gefragt, welche Gäste fehlen uns noch in unserem Portfolio, was müssen wir stärker beleuchten.
00:13:01
Speaker
Da war Startup auch da und bei dir ist es ja, du hast ja eine ganze Geschichte zu erzählen, wenn wir auf Strategie schauen, von Startup beginnen bis, jetzt seid ihr schon Scale-Up, sagt man das, oder wie bezeichnet man eigentlich so den aktuellen Status?
00:13:15
Speaker
Oder macht man das überhaupt heute noch?
00:13:17
Speaker
Ist das eigentlich schon so ein Scale-Up-Scart-Up?
00:13:19
Speaker
Hat man früher gesagt, 2000er Jahre.
00:13:21
Speaker
Jetzt gibt es andere Begriffe.
00:13:25
Speaker
Also ich fühle mich immer noch wie Start-Up.
00:13:27
Speaker
Ich kann gar nicht anders.
00:13:30
Speaker
Aber tatsächlich, ich meine, Assif ist relativ groß.
00:13:32
Speaker
Wir sind insgesamt jetzt 900 Menschen in sechs Ländern.
00:13:36
Speaker
Und ich glaube, das ist dann vermessen, sich noch als Startup zu bezeichnen.
00:13:40
Speaker
Die Ängste eines Startups haben wir hoffentlich hinter uns gelassen.
00:13:43
Speaker
Ich erzeug jetzt keine Ängste bei irgendwelchen Mitarbeitern.
00:13:48
Speaker
Die haben wir hinter uns gelassen.
00:13:50
Speaker
Deswegen, also was wir jetzt vorhaben, ist natürlich enorm stark zu wachsen.
00:13:55
Speaker
Und ich glaube, dann ist Scale-Up schon das Richtige.
00:13:57
Speaker
Das ist spannend, das da mitzuerleben.
00:14:00
Speaker
Also Startup war schon...
00:14:02
Speaker
Sehr anstrengend.
00:14:04
Speaker
Und Scale-Up ist anders anstrengend.
00:14:07
Speaker
Anders anstrengend.
00:14:10
Speaker
Das stimmt.
00:14:10
Speaker
Man fragt ja oft, ist es besser?
00:14:12
Speaker
Und die Antwort, die man auf zurückkriegt, ist es anders?
00:14:14
Speaker
Es ist anders.
00:14:14
Speaker
Fühlt sich halt anders an.
00:14:21
Speaker
Und manche Leute haben ja bei Startups so die Idee, wenn man noch nicht in einem Startup war, die sitzen in Berlin, haben es hip und vollkommen chaotisch und dann purzeln wahnsinnig geniale Dinge raus

Anpassungsfähigkeit und Marktpositionierung

00:14:35
Speaker
und alles entwickelt sich von selbst hochdynamisch, wahnsinnig schnell im Sprechen, im Denken und im Tun.
00:14:41
Speaker
Und dann denken sie so, was macht ein Startup oder ein Skill-Up eigentlich zum Thema Strategie?
00:14:47
Speaker
Weil alles so dynamisch ist,
00:14:50
Speaker
Retrospektiv, gab es Strategie bei euch im Startup?
00:14:53
Speaker
Und wenn ja, wie viele?
00:14:58
Speaker
Ja, also ich glaube, eins dieser Kernlektionen, die man immer lernen muss, ist zu oft, Richtungen wechseln ist halt nicht produktiv.
00:15:07
Speaker
Also wenn du eine grobe Richtung hast, dann ist es schön, da rein zu iterieren.
00:15:12
Speaker
Gelegentlich muss man natürlich pivoten.
00:15:13
Speaker
Das ist fair.
00:15:15
Speaker
Das haben ja auch einige hinter uns.
00:15:18
Speaker
Aber grundsätzlich strategisch ständig neu zu denken, das kriegst du gar nicht hin, das überlebst du, glaube ich, gar nicht.
00:15:26
Speaker
Das heißt, ja, bei uns gab es immer Strategie.
00:15:30
Speaker
Hat sich vielleicht ein-, zweimal wirklich geändert, einfach weil man neue Sachen gelernt hat, die dazu geführt haben, dass man Dinge neu bewertet.
00:15:40
Speaker
Aber prinzipiell den Nordstern der Strategie.
00:15:44
Speaker
ist, seitdem ich dabei bin, relativ konstant, weil es auch ein bisschen offensichtlich ist, zumindest für mich offensichtlich ist.
00:15:53
Speaker
Das ist immer so die Frage, aus welcher Sicht man das schaut.
00:15:57
Speaker
Wir haben vor Jahren angefangen, das auch ein bisschen, nicht nur ein bisschen aufzuschreiben, dass es auch, wo man hat, was man sich wieder anschauen kann.
00:16:05
Speaker
Aufschreiben hört sich super komplex an, aber ganz ehrlich, wir machen das in Miro auf Post-its.
00:16:11
Speaker
haben wir vor Jahren mal so eine Strategy-Map aufgemalt, in welchen Feldern wir agieren und was wir so vorhaben, was so Themen sind, die wir haben.
00:16:18
Speaker
Und das ist jetzt seit drei, vier Jahren relativ stabil, weil es halt
00:16:26
Speaker
Geht.
00:16:29
Speaker
Kann man sagen, ihr habt eine gute, belastbare Strategie, die quasi im Miro sich fortpflanzt und weiterlebt, auf der Post-It-Ebene migriert sozusagen nach vorne.
00:16:39
Speaker
Aber sie scheint stabil zu sein, wenn ihr sie schon lange fahrt.
00:16:43
Speaker
Ja, überraschend.
00:16:43
Speaker
Also wir schauen uns immer wieder an und denken uns, wir wollen immer noch in diesem Markt sein.
00:16:50
Speaker
Wir wollen immer noch einen gewissen Mix an Neukunden und Bestandskunden haben.
00:16:54
Speaker
Wir wissen, was wir können.
00:16:55
Speaker
Wir verstärken das, wo wir können.
00:16:58
Speaker
Gelegentlich kommt da eine neue operative Idee hinzu.
00:17:01
Speaker
Aber prinzipiell ist das sehr konstant.
00:17:05
Speaker
Und denke ich auch, eines unserer Themen, wieso wir erfolgreich sein können.
00:17:08
Speaker
Wir haben das gefunden, bis jetzt hat es uns getragen.
00:17:12
Speaker
Und das finde ich eigentlich überraschend spannend.
00:17:17
Speaker
Konstant.
00:17:18
Speaker
Ich hatte auch gedacht, Startup ist Überleben.
00:17:22
Speaker
Aber wenn du denkst, du hast Product-Market-Fit und hast die ersten Proof-Points und denkst, okay, jetzt geht es darum, das zu stabilisieren und
00:17:30
Speaker
Strukturen aufzubauen, die das auch tragen können, dann hast du eigentlich ein gesundes Unternehmen gebaut, denke ich mir immer.
00:17:36
Speaker
Das geht jetzt schon in die Richtung, die ich jetzt gerade überlegt habe, wenn du sagst, es hat Veränderungen gegeben, waren das dann eher Veränderungen im Geschäftsmodell oder eher in der Zielerreichung?
00:17:49
Speaker
Es gibt ja unterschiedliche Blicke auf, was Strategie für jemanden ist oder wie man Strategie anschaut.
00:17:57
Speaker
Die einen sagen, das ist der Weg zur Zielerreichung, die anderen sagen, das ist ein Zielzustand, den wir erreichen.
00:18:04
Speaker
Was war das für euch in den Momenten, wo ihr es verändert habt?
00:18:08
Speaker
Also ich glaube, die größte Veränderung war auch tatsächlich vor meiner Zeit noch.
00:18:12
Speaker
Als wir gestartet sind, dachten wir, wir könnten das über Werbung finanzieren.
00:18:15
Speaker
Mhm.
00:18:17
Speaker
Und dann haben wir festgestellt, dass das zwar eine gute Idee ist, aber noch eine viel bessere Idee ist, ein SaaS-Modell zu bauen.
00:18:25
Speaker
Und das ist schon fundamental anders.
00:18:27
Speaker
Also wenn du ein werbebasiertes Business machst, hat das ganz andere Metriken, wie das funktionieren muss, wie wenn du ein Produkt baust, wo Leute monatlich für bezahlen und wo es dann...
00:18:37
Speaker
Einfach, das funktioniert anders.
00:18:39
Speaker
Es ist gar nicht so leicht, haben wir festgestellt, diese Altglassen loszuwerden.
00:18:43
Speaker
Also wenn man genau weiß, wo man hinschauen muss, sieht man noch die Grundlagen von dem werbebasierten Modell.
00:18:49
Speaker
Aber das ist eher, naja, alte Zöpfe abschneiden und so weiter, ist manchmal nicht so einfach und Technik sowieso nicht.
00:18:56
Speaker
Aber das war eine der fundamentalen Änderungen, die wir gemacht haben.
00:18:58
Speaker
Und das war auch vor meiner Zeit.
00:19:00
Speaker
und seitdem, seitdem Saas haben.
00:19:03
Speaker
Wenn du Saas machst, dann ist es relativ eindeutig, was du machen musst.
00:19:07
Speaker
Du musst deine Bestandskunden glücklich halten.
00:19:10
Speaker
Das heißt, du musst da irgendwie überlegen, okay, was ist eine annehmbare Returnrate?
00:19:14
Speaker
Wo kannst du bleiben?
00:19:15
Speaker
Was kannst du tun, um das zu vermeiden?
00:19:17
Speaker
Du musst dein Neukundengeschäft natürlich stärken.
00:19:19
Speaker
Und dann ist halt die Frage Produktportfolio.
00:19:21
Speaker
Ändern sich deine Kundenwünsche fundamental oder sind es inkrementelle Änderungen?
00:19:26
Speaker
Jetzt kann man sich überlegen, inkrementelle Änderungen ist Strategieänderung oder nicht.
00:19:30
Speaker
Ich denke immer so, naja, eigentlich nicht.
00:19:33
Speaker
Da kann man jetzt reingehen, wie man möchte.
00:19:37
Speaker
Aber prinzipiell sind wir Projektmanagement auf der Baustelle.
00:19:43
Speaker
Wir wissen, welche Gewerke wir können, wir wissen, was wir können.
00:19:45
Speaker
Wir haben Sachen hinzugefügt, weil die Kunden das wollten.
00:19:48
Speaker
Aber der kennt
00:19:51
Speaker
Und hat sich auch nicht verändert, wenn es Gela geworden ist.
00:19:54
Speaker
Die Post-its, die ich damals hatte, sind die gleichen Post-its, die ich jetzt habe.
00:19:59
Speaker
Finde ich spannend.
00:20:01
Speaker
Jetzt müsste man fast was reinwerfen.
00:20:02
Speaker
Ah, so ein stabiles Modell.
00:20:05
Speaker
Die Handwerker stabil.
00:20:06
Speaker
Das ist ja Software stabil.
00:20:07
Speaker
Ja, ich habe es geschafft.
00:20:09
Speaker
Was macht man heutzutage, wenn man irgendwas anzünden will?
00:20:12
Speaker
Man wirft ein Buzzword rein und sagt, das muss doch alles verändern.
00:20:16
Speaker
Bingo, welches Buzzword könnte das sein?
00:20:19
Speaker
Du möchtest natürlich AI an den Kopf werfen, oder?
00:20:21
Speaker
Ja, ja, ich möchte AI, künstliche Intelligenz.
00:20:24
Speaker
Muss das nicht?
00:20:24
Speaker
Das Projekt Management auf der Baustelle grundsätzlich verändern.
00:20:27
Speaker
So, das ist eine doofe Frage, aber ich war gestern wieder auf einer Veranstaltung.
00:20:34
Speaker
Da kommt es ja irgendwo nirgendwo mehr vorbei, ohne dass diese Frage gestellt wird.
00:20:38
Speaker
Also in dem Sinne, hätten wir es jetzt erledigt.
00:20:39
Speaker
Du kannst es ganz kurz beantworten und sagen, nee, das tut keine Rolle.
00:20:45
Speaker
Wenn man was gelogen wäre, ganz ehrlich.

Künstliche Intelligenz und Strategieintegration

00:20:48
Speaker
KI hat natürlich einen großen Einfluss auf uns.
00:20:53
Speaker
Auf verschiedenen Ebenen.
00:20:54
Speaker
Zum einen alleine der persönlichen Arbeit.
00:20:57
Speaker
Also ich habe KI-Agenten schätzen gelernt als Bearings-Partner, also in meiner eigenen Arbeit.
00:21:02
Speaker
Das ist einfach schön, jemanden auf Augenhöhe zu haben, der eigentlich immer eine Antwort hat und einen immer nochmal eine Frage stellt, die einem manchmal nervt.
00:21:09
Speaker
Hör auf mit Fragen, aber fair enough.
00:21:12
Speaker
Das kannst du Karl und mir auch haben.
00:21:16
Speaker
Ich kann dich aber nicht jedes Mal anrufen, Jürgen.
00:21:18
Speaker
Deswegen ist das jetzt so.
00:21:19
Speaker
Das Karl-und-Jürgen-Modell.
00:21:23
Speaker
Das Karl-und-Jürgen-SARS-Modell.
00:21:27
Speaker
Karl ist a service, Jürgen ist a service.
00:21:29
Speaker
Als Zimuginer Schmäh und so wäre es sogar noch viel charmanter.
00:21:32
Speaker
Das ist natürlich das eine.
00:21:34
Speaker
Dann in der Produktentwicklung natürlich diese ganze Synthetisierung von Daten, also von Informationen, die man gesammelt hat.
00:21:40
Speaker
Das ist schon einfach phänomenal.
00:21:42
Speaker
Und ich meine, wir haben eine große Datenbasis und jetzt können wir da ganz anders mit der umgehen.
00:21:46
Speaker
Vorher war das echt aufwendig, die Daten, was sie haben, zu befragen.
00:21:51
Speaker
Was für Erkenntnisse sich darin bewegen und jetzt machst du es halt selber.
00:21:55
Speaker
Das ist schon anders.
00:21:57
Speaker
Und die große Frage, die wir uns stellen, ist dann, was macht das mit unseren Kunden?
00:22:02
Speaker
Also wie können wir das für die einführen?
00:22:05
Speaker
Ich muss mir auch dazu sagen, Handwerker sind sehr...
00:22:11
Speaker
Es gibt sehr, sehr viele Handler.
00:22:13
Speaker
Es ist keine logene Zielgruppe.
00:22:16
Speaker
Da gibt es alles.
00:22:18
Speaker
Da gibt es diese Menschen, die sind heute schon unterwegs und haben selber die Bots am Laufen und so weiter.
00:22:23
Speaker
Andere Menschen, die tun sich schwer, damit zu verstehen, dass sie den Browser öffnen müssen und Craftnote eingeben müssen, damit das funktioniert.
00:22:31
Speaker
Wie geht das mal mit dieser Zielgruppe um?
00:22:33
Speaker
Ohne, dass man die verkrätzt, die das halt nicht wollen, aber die unterstützen kann, die das haben wollen.
00:22:40
Speaker
Das ist eine Frage, die wir uns aktiv stellen.
00:22:44
Speaker
Und dann gibt es, glaube ich, hinderschwellige Dinge, die man tun kann, die offensichtlich sind.
00:22:49
Speaker
Deswegen kann man auch darüber reden, ohne Geheimnisse zu verraten.
00:22:51
Speaker
Ich glaube, diese Art und Weise des Interfaces ist eine Frage, die sich fundamental verändern wird.
00:22:56
Speaker
Heute ist ja viel mit Bildern und mit
00:22:58
Speaker
mit Nachrichten tippen, das ist ja das erste Prinzip, aber die Sprachnachricht per se und das Steuern von Applikationen über Sprache ist, glaube ich, etwas, was im Handwerk gut ankommen kann.
00:23:11
Speaker
Und da sieht man auch die ersten zwei, drei Produkte auf dem Markt, die das schon sehr spannend umsetzen und auch anzukommen scheinen.
00:23:19
Speaker
Also deswegen, das ändert schon viel und hat natürlich dann auch einen Einfluss auf die Strategy Map, wenn man sich überlegt, okay, wie setzen wir diese Projekte um, ist es nicht mehr nur, okay, wir setzen drei Projekte auf, sondern wir setzen die Projekte so auf, dass KI eingebaut ist.
00:23:36
Speaker
weil es halt ohne nicht mehr gehen wird.
00:23:39
Speaker
Weil man einfach, ganz ehrlich, ein Mensch-Computer-Hybrid ist doppelt so schlau wie ein Mensch oder ein Computer alleine.
00:23:44
Speaker
Es wäre töricht, es nicht gewinnbringend einzusetzen.
00:23:47
Speaker
Wieso?
00:23:47
Speaker
Das Handicap will man sich ja gar nicht geben.
00:23:51
Speaker
Und so versuchen wir das halt zu verstehen, wie können wir das natürlich einbauen, ohne den Aspekt Mensch rauszudividieren.
00:24:01
Speaker
Mhm.
00:24:02
Speaker
Aber ganz ehrlich, das überfordert uns teilweise, weil es auch noch keine Playbooks gibt, die man sich einfach abschaut.
00:24:09
Speaker
Ja, ich denke, das ist vielleicht eine weitere Änderung der Strategie, die jetzt reinkommt, weil man sich jetzt mitdenken muss.
00:24:15
Speaker
Das war davor nicht da und jetzt muss man es halt irgendwie reinmultiplizieren und schauen, wo das denn jetzt auftaucht und Mehrwerte bietet.
00:24:23
Speaker
Auch die Zielgruppensegmentierung, Kundensegmentierung vielleicht auch, so wie du es jetzt sagst, das ist schon eine andere Segmentierung, die sich da abzeichnet.
00:24:32
Speaker
So klingt das jetzt auch ein Stück.
00:24:35
Speaker
Richtig.
00:24:35
Speaker
Und du hast ja plötzlich die Möglichkeit, viel schneller auf diese Segmente einzugehen.
00:24:41
Speaker
Also ganz einfach, Softwareentwicklung ist jetzt so schnell, gefühlt so schnell geworden.
00:24:46
Speaker
Also Softwareentwicklung ist groß und komplex und ne,
00:24:50
Speaker
Jetzt haben wir verstanden, wie wir einen Teil deutlich schneller machen können, muss trotzdem mal schauen, ob es sinnvoll ist und funktioniert und so weiter.
00:24:57
Speaker
Aber was früher halt Wochen gebraucht hat, geht jetzt halt in Tagen.
00:25:01
Speaker
Das heißt, Dinge, die vorher nicht denkbar waren, kann ich wirklich mein Produkt so bauen, dass ich in meinem Produkt verschiedene Segmente unterschiedliche Produkte anbieten kann?
00:25:10
Speaker
War früher undenkbar.
00:25:11
Speaker
Komplexität kannst du gar nicht machen.
00:25:13
Speaker
Aber jetzt kannst du die Frage stellen mit, vielleicht ja doch.
00:25:18
Speaker
Das ist ja für dich als Physiker super, oder?
00:25:21
Speaker
Du hast ja als Physiker schon immer mit Komplexität zu tun gehabt, oder?
00:25:26
Speaker
Und jetzt wird es sowieso kinderleicht.
00:25:28
Speaker
Apropos Physiker, lieben doch Definitionen.
00:25:31
Speaker
Was ist denn deine Definition von Strategie?
00:25:34
Speaker
Muss ich dir das mal fragen?
00:25:34
Speaker
Ich finde, mit Vince Ebert, Thomas Bieser bist du ja in bester Gesellschaft als Physiker.
00:25:40
Speaker
Das sind ja die eigentlichen Schlagenkämpfe im Leben, habe ich gelernt.
00:25:45
Speaker
Karl Zweig, das müssen wir mal nutzen, um wirklich Schlau nicht zu haben, ein Physiker.
00:25:49
Speaker
Was ist denn die Strategiedefinition aus deiner Sicht?
00:25:54
Speaker
Also die gelebte Praxis sind zehn Post-its, die jeder ständig im Kopf hat.
00:25:59
Speaker
Das ist das einzige, was zählt.
00:26:04
Speaker
Ich kann ja stundenlang Strategiearbeit machen, ich kann es aufschreiben, ich kann es bebildern.
00:26:09
Speaker
Wenn ich in dem Moment, wo es drauf ankommt, nicht abrufen kann, zählt es nicht.
00:26:16
Speaker
Ich habe den Satz, ich glaube, von dir gelernt, zumindest assoziiere ich ihn mit dir, vielleicht war es jemand anderes, aber nur was Gesagtes kann bearbeitet werden.
00:26:25
Speaker
Nehmen wir.
00:26:26
Speaker
Nehmen wir, oder?
00:26:27
Speaker
Ja, damit möchte ich gerne zitiert werden, sagt Jürgens Blick.
00:26:32
Speaker
Ich weiß nicht mehr, wer es war, aber... War Jürgen, war Jürgen.
00:26:35
Speaker
Oder?
00:26:36
Speaker
Ist das Jürgen?
00:26:38
Speaker
So Jürgen, das ist eigentlich ein bisschen... Wenn sich da jetzt jemand wiedererkennt, bitte melden, dann nehmen wir dich gerne als nächsten Gast für die Show.
00:26:48
Speaker
Sehr gut.
00:26:50
Speaker
Und deswegen, also Strategie ist nur das, was präsent im Kopf sein kann.
00:26:53
Speaker
Und was, wir wissen ja alle, wie unser mentales, mental work und so weiter und das Arbeitsgedächtnis kann unbegrenzt viele Dinge halten,
00:27:02
Speaker
So, deswegen, so zehn Posts ist das, was ich bisher hinbekommen habe.
00:27:06
Speaker
Du hast vorhin gesagt, man muss KI jetzt mitdenken.
00:27:10
Speaker
Wer muss das bei euch machen?
00:27:13
Speaker
Wie hat sich das vielleicht auch verändert jetzt in dem Wachstum?
00:27:18
Speaker
Bist du da derjenige, der sich irgendwie einschließt und jetzt KI als Strategie-Element irgendwie mitdenken muss?
00:27:25
Speaker
Oder wie können wir uns das vorstellen?
00:27:28
Speaker
Wie kommt bei euch Strategie zustande?
00:27:33
Speaker
Auch hier gibt es verschiedene Ebenen.
00:27:34
Speaker
Dadurch, dass wir jetzt Teil von Assif sind, von dem ich nicht der Geschäftsführer bin, gibt es natürlich eine Ebene drüber mir, die jetzt auch Themen natürlich antreibt.
00:27:44
Speaker
Das heißt, die eine Ebene, in der KI natürlich reinkommen wird.
00:27:48
Speaker
Ganz klar, als Geschäftsführer kann man heutzutage nicht SARS machen, ohne eine Antwort auf diese Frage zu haben.
00:27:54
Speaker
Und die Antworten unterschiedlich ausweiten.
00:27:58
Speaker
Operativ natürlich ist bei uns jeder eingeladen, das auszuprobieren.
00:28:03
Speaker
Wir haben alle Menschen ausgestattet, jeder kann sich ausprobieren und dann muss man es wieder einfangen.
00:28:08
Speaker
Dann sind wir wieder in diesen Diamantstrukturen.
00:28:11
Speaker
So, jetzt spielt man damit rum.
00:28:14
Speaker
Was hat denn funktioniert?
00:28:15
Speaker
Womit fühlt ihr euch denn wohl?
00:28:18
Speaker
Was können wir anfangen, ein bisschen Struktur zu geben und eine Gewohnheit dazu entwickeln?
00:28:26
Speaker
So, da sind wir gerade.
00:28:27
Speaker
Deswegen
00:28:31
Speaker
Man kann das natürlich treiben und Leute zum Nachdenken

Führung und strategische Umsetzung

00:28:34
Speaker
zwingen.
00:28:34
Speaker
Und dann ist wieder die Frage, okay, in dem Mental Load, das sie haben, ist da Platz dafür oder nicht?
00:28:40
Speaker
Weil unterschätzt es nicht, wir haben natürlich noch operatives Geschäft, das Scale-Up-Ambitionen hat, also entsprechend gemanagt werden muss, damit das passt.
00:28:52
Speaker
Aber das ist die normale Arbeit als Führungsebene, operativ und Strategie gleichzeitig irgendwie hinzubekommen.
00:28:59
Speaker
So, Antwort, natürlich treibe ich das und auch hier funktionieren Einladungen am besten.
00:29:06
Speaker
Nicht jeder kann mit der gleichen Geschwindigkeit arbeiten, also muss man das angleichen und verstehen, was ist gerade im Raum eigentlich möglich.
00:29:15
Speaker
Und da muss man manchmal priorisieren und sagen, okay, dann machen wir das jetzt nicht, aber jetzt nehmen wir uns die extra Stunde und diskutieren das mal zu Ende.
00:29:23
Speaker
Aber das ist das typische Managing-Form.
00:29:27
Speaker
Jetzt sind das ja zwei völlig unterschiedliche Arten, Strategie zu machen, wo man auch sagen könnte, die brauchen ja eigentlich...
00:29:34
Speaker
vielleicht sogar andere, ich sag mal, andere Typen von Führungskräften, also du steigst in ein Startup ein, das ist noch, ich weiß nicht, wie viel war dir damals, ich glaube so 30, 40 oder so, als du eingestiegen bist.
00:29:48
Speaker
Du kommst dann mit einer Verantwortung, die Zukunft irgendwie zu gestalten und im Scale-Up bist du jetzt auf einmal, ich sag jetzt mal VP von einer Geschäftseinheit einer größeren Organisation.
00:30:04
Speaker
die ja sich eigentlich in der Strategiearbeit vor allem erstmal an etwas orientiert, was schon da ist, an dem man nicht mitgewirkt hat.
00:30:12
Speaker
Kannst du das beschreiben, wie und ob das für dich als Person sozusagen, als Kapiel, wie dieser Unterschied für dich spürbar war?
00:30:25
Speaker
Oder ob das eine mehr Spaß macht als das andere?
00:30:28
Speaker
Ja.
00:30:28
Speaker
Vielleicht so ein bisschen Nähkästchen.
00:30:34
Speaker
Ja, genau.
00:30:34
Speaker
Ganz ehrlich, zuerst ist es natürlich befremdlich.
00:30:37
Speaker
Wie du schon gesagt hast, ich meine, als Geschäftsführer, Startup, habe es zwar nicht gegründet, aber ganz ehrlich, man kann so ein Startup nur führen, als ob man es gegründet hätte.
00:30:48
Speaker
Alles andere macht ja keinen Spaß.
00:30:52
Speaker
Kein Spaß, ganz ehrlich.
00:30:53
Speaker
Ja, voll drin.
00:30:57
Speaker
Und dann ist eine ganz andere Identifikation damit.
00:31:00
Speaker
Das ist dein Job, alle Augen sind auf dich.
00:31:02
Speaker
Musst du irgendwie den Raum halten und zu diesen zehn Post-its kommen.
00:31:08
Speaker
Und jetzt bist du halt in so einem Netzwerk.
00:31:12
Speaker
Und dann musst du erst mal verstehen...
00:31:15
Speaker
Diese Post-its, die dir respektvoll vorgelegt werden, das ist okay, das ist ja fair, das passiert dann mit Mitarbeitern auch, dass unsere Strategien dann sagen, was zum Geil habt ihr euch da ausgedacht?
00:31:26
Speaker
Man versteht sich, denken sich, okay, fair enough, macht Sinn.
00:31:29
Speaker
So geht es mir jetzt erstmal auch wieder.
00:31:31
Speaker
Siehst du da ein Strategiepapier und denkst dir so, okay, und dann beschäftigst du dich damit und merkst dir, okay, das sind meine Post-its, okay, let's go.
00:31:39
Speaker
Aber trotzdem ist es erstmal befremdlich.
00:31:41
Speaker
Das ist nicht mehr dein Job.
00:31:44
Speaker
Und dann musst du dich erstmal natürlich dran gewöhnen.
00:31:45
Speaker
Und dann ist dein Job plötzlich, okay, jetzt habe ich eine Verantwortung für einen Bereich, also für Deutschland in diesem Fall.
00:31:53
Speaker
Deutschlandstrategie hat sich nicht verändert, weil das Produkt ist das Gleiche, die Menschen sind die Gleiche, der Markt ist der Gleiche, also es gibt keinen Grund unbedingt, was zu verändern.
00:32:01
Speaker
Das ist KI, fair enough, aber ansonsten nicht.
00:32:04
Speaker
Das heißt, die Strategie ist immer noch gleich.
00:32:07
Speaker
Es muss natürlich anknüpfbar sein an die Gesamtstrategie,
00:32:11
Speaker
Und du musst plötzlich ganz, ganz vielen anderen Menschen erklären, was deine Strategie ist.
00:32:16
Speaker
Die aber, das ist nicht interessiert, ist böse gesagt, die haben andere Pläne, die haben andere Ziele, die haben andere Bereiche, auf die sie schauen.
00:32:24
Speaker
Das heißt, aber ohne deren Buy-in kommst du ja nicht weiter.
00:32:29
Speaker
Und das ist super spannend, weil das ist einfach vielleicht auch ein Skaleneffekt, wo die Strategie plötzlich ein Netzwerk an Strategien ist, an denen alles hängt, wo du dich dann
00:32:40
Speaker
verstehen musst, wo stehst du, wo stehen die anderen, wie kann ich Leute führen, ohne dass ich sie führen soll, slash darf, Widership without formal power, wie machst du das jetzt?
00:32:51
Speaker
Also muss man sich schon neu drin einfinden.
00:32:56
Speaker
Das habe ich unterschätzt, gebe ich zu.
00:32:58
Speaker
Aber das ist schön, das ist ein anderes, bis jetzt waren wir auf dem Thema Partizipation,
00:33:04
Speaker
Richtung Mitarbeiter, die mitnehmen und du zeigst jetzt ein schönes anderes Muster auf, sozusagen auch Eigentümer mitzunehmen, Holding oder Peers mitzunehmen, was ja im größeren Kontext auch eben der Fall ist.
00:33:19
Speaker
Und diesen Wandel auch sozusagen als Person.
00:33:21
Speaker
Ich glaube, das ist schon spannend zu sagen, auch wenn man selbst in der Geschäftsführung ist, immer wieder in diese andere, also empathisch in die andere Sicht zu wechseln, wie du das beschreibst.
00:33:31
Speaker
Einmal schreibe ich zehn Post-its, die mir schlüssig sind und das andere Mal muss ich die Schlüssigkeit von zehn Post-its für mich entdecken.
00:33:39
Speaker
Und auch das andere, was ich schon sehr stark höre, ist natürlich, das beschäftigt mich auch immer wieder, nicht alles eine Strategie ist für alle Ebenen gleich umsetzungsrelevant.
00:33:53
Speaker
Also es gibt durchaus immer strategische Aspekte, die sind in einem bestimmten Teil des Unternehmens relevanter als im anderen.
00:33:59
Speaker
Oder direkter oder mit Umsetzung sozusagen betraut und in anderen Bereichen nicht.
00:34:05
Speaker
Die haben dann die Konsequenzen daraus oder die Folge daraus.

Strategische Entscheidungsprozesse im Alltag

00:34:10
Speaker
Wie erlebst du das?
00:34:13
Speaker
Ist das etwas, wo du sagst, hey, das wäre schon, wir reden ja auch immer über Umsetzbarkeit von Strategien.
00:34:23
Speaker
Hast du den Eindruck, es wäre hilfreich, wenn ihr jetzt auf der Bereichsebene
00:34:29
Speaker
oder auf der regionalen Ebene an der Erstellung der übergeordneten Strategie auch mitarbeiten könntet?
00:34:34
Speaker
Oder ist es eher, dass du sagst, passt für mich, das, was da rauskommt, kann man irgendwie gut annehmen und dann weiterverarbeiten sozusagen?
00:34:48
Speaker
Das ist vielleicht auch wieder so eine Neigungssache.
00:34:51
Speaker
Ich möchte immer mitreden.
00:34:52
Speaker
Man muss immer mitreden, das ist eine andere Frage.
00:34:56
Speaker
Weil ich meine, wie sieht eine Strategie für ein 900-Mann-Unternehmen aus?
00:35:01
Speaker
Wie Jürgen schon gesagt hat, nicht jeder Teil, nicht jeder Satz, der da ist, kann für alle gelten.
00:35:07
Speaker
Du musst ja viele individuelle Situationen ja in ein großes Ding fassen.
00:35:12
Speaker
Deswegen fühlen sich ja Strategien immer so,
00:35:17
Speaker
allgemein an, vielleicht so, wo man denkt, okay, das könnte ein bisschen Tiefe vertragen, aber nein, das ist ein Work, weil das für dich vielleicht umfällt mir anders dann nicht.
00:35:26
Speaker
Das heißt, es wird halt nochmal eine ganze Ecke abstrakter und dann ist die Frage, musst du, glaube ich, nicht immer mitreden, auch wenn du wolltest, weil du denkst, du kannst immer einen Beitrag liefern, aber braucht es vielleicht nicht, weil mein Job in dem Netzwerk ja dann ist, die Ableitung zu treffen,
00:35:46
Speaker
Und daraus dann den Weg zu finden, den ich jetzt in meine lokale Org mitnehmen kann.
00:35:52
Speaker
Also welchen Teil davon kann ich mitnehmen, soll ich mitnehmen und kann ich auch vermitteln?
00:36:01
Speaker
Das kann nicht alles auf mich zutreffen.
00:36:04
Speaker
Das ist Ableitung, finde ich, einen schönen Begriff, den du da hast.
00:36:09
Speaker
Es übersetzen in was soll davon wie in diesem spezifischen Kontext handlungsleitend werden.
00:36:18
Speaker
Ja, das ist genau das.
00:36:20
Speaker
Die Sätze sind so allgemein gehalten und das ist okay so.
00:36:24
Speaker
Wenn man Strategie versteht, ist das in Ordnung.
00:36:28
Speaker
Und dann musst du es runterbrechen, sodass das für die Menschen verständlich ist und umsetzbar ist.
00:36:33
Speaker
Sie müssen es sich merken können.
00:36:35
Speaker
Wenn du nicht den Kopf haben,
00:36:37
Speaker
Funktioniert nicht.
00:36:38
Speaker
Und dann musst du halt den Weg finden, das runterzubrechen, an was sie sich erinnern, in dem Moment, was darauf ankommt.
00:36:45
Speaker
Wie häufig kommst du da in die Situation und wie häufig wird dir sozusagen eine Strategie hingelegt, auf die du reagieren darfst,
00:36:56
Speaker
Auch hier wieder, langfristig sind Strategien, also zu oft darf man sie nicht ändern.
00:37:01
Speaker
Deswegen, also wir haben letztens erst nochmal drüber geredet und ich gehe davon aus, dass sie jetzt einfach eine Weile stabil ist, weil sie gut formuliert ist.
00:37:10
Speaker
Also das ist eine gute Strategie.
00:37:13
Speaker
Und ich hätte sie nicht anders geschrieben.
00:37:15
Speaker
Vielleicht ist das nicht so gut.
00:37:17
Speaker
Das ist schon gut.
00:37:18
Speaker
Ich kann damit gut arbeiten, ich kann das übersetzen, ich kann das für mich nehmen.
00:37:21
Speaker
Also I'm happy.
00:37:23
Speaker
Ich würde mich wirklich wundern, außer es gibt irgendwas, einen Impuls von außen, der so krass ist, dass man es anfassen muss.
00:37:31
Speaker
Das ist eine gute Strategie, die würde uns eine Weile halten.
00:37:35
Speaker
Da erwarte ich jetzt gar nichts auf strategischem Level.
00:37:37
Speaker
Operativ natürlich.
00:37:39
Speaker
Projekte funktionieren oder funktionieren nicht, da muss man nachschärfen.
00:37:42
Speaker
Aber das ist okay, das ist part of the business.
00:37:49
Speaker
Ja, das finde ich auch, wenn die Strategie alle zwei Wochen sich ändert, dann hast du offensichtlich keine.
00:37:56
Speaker
Es ist vielleicht Zeit, das operative Problem anzuschauen, um die Strategie zu überlegen.
00:38:02
Speaker
Soll ja Stabilität geben.
00:38:03
Speaker
Ja, das wäre so eine Idee davon.
00:38:08
Speaker
Wäre so eine Idee davon.
00:38:09
Speaker
Und wenn du so etwas Großes brauchst, dann musst du die ein, zwei Jahre halten, mindestens.
00:38:15
Speaker
Du darfst eigentlich nur nachschärfen.
00:38:17
Speaker
Außer, wie gesagt, irgendwas Komisches passiert.
00:38:21
Speaker
Was ich daran so faszinierend finde, dass sich ja die Fragestellung grundlegend ändert, wenn du aus einer Startup-Denke heraus kommst, wo es in der Regel ja immer nur in Anführungszeichen ums Überleben geht und du dann irgendwann an den Punkt kommst und den hast du ja vielleicht schon vor einer Übernahme, sagst, okay, das Überleben, das haben wir jetzt relativ wahrscheinlich gemacht,
00:38:46
Speaker
Jetzt müssen wir mal gucken, welche Fragen können wir denn noch stellen, die sich nicht mehr nur ums Überleben drehen, sondern dann um Wachstum und Umgang mit Wachstum.
00:38:56
Speaker
Kernkompetenzen hattest du vorhin auch mal angesprochen.
00:39:00
Speaker
Was können wir ausbauen, um
00:39:05
Speaker
um Wachstum sozusagen wahrscheinlicher zu machen in dem Feld, in dem wir unterwegs sind.
00:39:09
Speaker
Also das sind ja schon einfach zwei komplett verschiedene Pole.
00:39:17
Speaker
Und ich kann mir vorstellen, dass es viele Startups gibt, die genau daran scheitern, weil sie sozusagen...
00:39:23
Speaker
glauben, dass sie immer noch im Überlebensmodus sind.
00:39:28
Speaker
Oder die Gründer und Gründerinnen immer noch glauben, sie sind noch im Überlebensmodus.
00:39:32
Speaker
Aber eigentlich hat sich der Rahmen geändert und damit müssten sie eigentlich die Fragestellung nach vorne auch anpassen, um zu anderen Antworten zu kommen.
00:39:42
Speaker
Zu meiner Vermutung.
00:39:46
Speaker
Da finde ich es vielleicht sogar hilfreich, könnte ich mir jetzt vorstellen, wenn ein Teil dieser Verantwortung abgegeben werden kann an einen strategischen Investor, der sagt, wir haben eine Idee, wo wir damit hinwollen, was du da aufgebaut hast.
00:40:03
Speaker
Hast du Lust, da mitzumachen?
00:40:04
Speaker
Wir würden gerne dich weiter als Führungskraft da sehen an Bord.
00:40:10
Speaker
Genau, davor ist ja eine Due Diligence da.
00:40:12
Speaker
Ja.
00:40:15
Speaker
Das sah ja im Südhaus, was sie hier gemacht haben.
00:40:18
Speaker
Bitte?
00:40:19
Speaker
Das sah ja im Südhaus, was sie hier gemacht haben bisher.
00:40:21
Speaker
Genau.
00:40:23
Speaker
Man muss ja schauen, weil wenn es strategisch dann unterschiedliche Auffassungen gibt, dann sollte man das ja vorerklären.
00:40:31
Speaker
Sonst ist es blöd.
00:40:33
Speaker
Wenn du an die Zukunft schaust, Kapil, was sind denn für dich und deine drei strategischen Leitfragen, mit denen du operieren würdest, im Sinne von einer Zukunftserforschung, Zukunftserkundung?
00:40:51
Speaker
Am Ende sind es, glaube ich, auf dem, wo wir gerade uns bewegen, halt auch super operative Sachen.
00:40:58
Speaker
Immer die Frage nach Product-Market-Fit.
00:41:01
Speaker
Das ist das Auge und O. Das ist wirklich das Auge und O. Wenn du da rauswächst, hast du ein Problem.
00:41:06
Speaker
Das heißt, die Frage ist immer, haben wir noch das Vertrauen der Kunden?
00:41:11
Speaker
Haben wir das richtige Produkt?
00:41:13
Speaker
Und was ist so quasi die nächste Frage, die sich Kunden stellen werden, damit wir da eine gute Antwort haben?
00:41:21
Speaker
Das hat uns immer schon geleitet, aber das ist halt wieder so, wie wir arbeiten.
00:41:26
Speaker
Das ist uns Natur gegeben, das ist so Gründermentalität.
00:41:32
Speaker
Anders kannst du es nicht und wir kriegen das auch nicht raus.
00:41:35
Speaker
Wir denken immer noch so, versuchen dann halt im Netzwerk das so hinzubekommen, dass es funktioniert.

Strategische Voraussicht und Zukunftstrends

00:41:42
Speaker
Waren es, glaube ich, nicht drei Antworten, aber zweieinhalb.
00:41:45
Speaker
Ja, aber schön, also nochmal drei Fragen sozusagen hinterhergeschoben.
00:41:50
Speaker
Fand ich gut.
00:41:51
Speaker
Also vor allem die Frage, was ist die nächste Frage, die uns die Kunden stellen werden?
00:41:55
Speaker
Das ist ja Wahnsinn.
00:41:58
Speaker
Das war eigentlich unmöglich zu beantworten.
00:42:02
Speaker
Naja, es kommt zurück zu dem, was ist das Problem hinter dem Problem?
00:42:06
Speaker
Oder was ist das nächste Problem, wenn dieses Kundenproblem gelöst ist?
00:42:09
Speaker
Und das ist schon strategic foresight.
00:42:12
Speaker
Das ist schon über den Hügel drüber schauen.
00:42:15
Speaker
Und das ist vielleicht auch das, was Scale-Up von Start-Up unterscheidet, wenn ich das so zuhöre,
00:42:23
Speaker
Beim ersten Rennen bist du halt einfach beschäftigt, damit den ersten Hügel zu nehmen.
00:42:26
Speaker
Und beim zweiten Rennen, während du den ersten Hügel nimmst, denkst du über den danach, nächsten kommenden Nacht.
00:42:32
Speaker
Einfach eine andere Kapazität, andere Zukunftsfragen stellen zu können und wahrscheinlich auch schon mehr Szenarien verarbeiten zu können, sinnvoll.
00:42:41
Speaker
Total sinnvoll, weil das Risiko und die Erfolgswahrscheinlichkeit ist auch höher.
00:42:45
Speaker
Das Risiko ist höher, die Schwungmasse, die du bewegst, ist höher, so musst du dir ein paar extra Gedanken machen.
00:42:50
Speaker
Weil wenn du als Scale-Up investierst, dann ist das anders.
00:42:57
Speaker
Jetzt habe ich eine persönliche Frage.
00:42:58
Speaker
Wir haben gesprochen, was ist strategische.
00:43:01
Speaker
Welches Problem würdest du gerne als KAPIL als nächstes lösen?
00:43:06
Speaker
Jetzt hast du Startup-Probleme gelöst, löst gerade Ableitungsprobleme in einem Scale-Up.
00:43:14
Speaker
Was ist denn das Nächste, was deinen Geist beschäftigen sollte?
00:43:18
Speaker
Was ist eine Herausforderung, die für den KAPIL interessant ist?
00:43:22
Speaker
Eine Zudus-Challenge.
00:43:25
Speaker
Also dieses Thema KI ist schon etwas, was ein, zwei extra Gedanken wert ist.
00:43:34
Speaker
Das ist schon nicht ohne.
00:43:37
Speaker
Also man landet superschnell in so dystopischen Gedanken.
00:43:40
Speaker
Da muss man echt aufpassen, dass man da noch einen produktiven Weg findet und sich nicht selber abschafft.
00:43:46
Speaker
Also, keine Ahnung, wir haben letztens erst drüber nachgedacht, wenn du so ein Netzwerk von KI-Agenten am Laufen hast, was heißt das denn?
00:43:55
Speaker
Sie beobachten Datenströme.
00:43:57
Speaker
So, das hast du früher als Mensch gemacht, jetzt gibt es eine Maschine, die macht das, das heißt, die macht das konstant und permanent.
00:44:03
Speaker
Was ist dann deine Rolle als Mensch?
00:44:06
Speaker
Früher hast du ein Arbeitsvorrat gehabt, der kam irgendwo her von einem anderen Menschen und jetzt wurde es halt getriggert durch eine Maschine.
00:44:13
Speaker
Okay, wo geht denn dann meine Freiheit hin?
00:44:17
Speaker
Oder was ist denn mein Wert?
00:44:19
Speaker
Bin ich jetzt nur quasi ein Sack der Aufgaben macht, die eine Maschine nicht kann?
00:44:25
Speaker
Das fühlt sich nicht nach der richtigen an, noch nicht nach der richtigen Antwort.
00:44:29
Speaker
Also das ist schon, viele Fragen, diese Mensch-Maschine-Hybrid-Sachen, wo ist denn der Wert des Menschen?
00:44:37
Speaker
Was passiert denn eigentlich mit uns und mir?
00:44:40
Speaker
Da habe ich noch nicht meine Antworten gefunden.
00:44:43
Speaker
Ich lande schnell in der Dystopie und das macht mich nicht glücklich.
00:44:48
Speaker
Ja, eine schöne Frage eigentlich, auch als Führungskraft.
00:44:53
Speaker
Ich glaube, das ist das, wofür wir auch immer wieder stehen oder du als Führungskraft stehst, diese Art von Zukunftsfragen, die ja implizit sind.
00:45:02
Speaker
Also habe ich so oft noch nicht in dem Kontext gehört, aber ist wahrscheinlich schon auch eine der zentralen Fragen, auch wenn es ums Unternehmen geht und die Menschen im Unternehmen, die Frage, die da auch mitsteht.
00:45:15
Speaker
Und das ist dann eine andere Antwort auf deine Frage von vorher.
00:45:18
Speaker
Was macht KI mit der Strategie?
00:45:20
Speaker
Die krempelt hier einmal um.
00:45:23
Speaker
Aber ich weiß noch nicht, wie.
00:45:25
Speaker
Also wenn man es wirklich zu Ende denkt, man hört ja die Geschichten aus dem Silicon Valley, die dann über, wie heißt das, Universal Income und so weiter reden.
00:45:38
Speaker
Ja, okay.
00:45:40
Speaker
Spannend.
00:45:42
Speaker
Und jetzt?
00:45:44
Speaker
Das muss man für sich in seinen eigenen Augen mal überlegen.
00:45:47
Speaker
Wenn du von dem früheren Gedanken kommst,
00:45:52
Speaker
gibt es einen Mensch, der baut eine Firma.
00:45:54
Speaker
Eine Firma ist eine Zusammen-Hintereinander-Reihung von Funktionen, die du durchführen musst, um ein Produkt zum Kunden zu bekommen.
00:46:02
Speaker
Machst du immer kleiner, spezialisierst du immer mehr.
00:46:04
Speaker
Fair enough.
00:46:05
Speaker
So haben wir Abteilungen bekommen, IT-Systeme folgen den Abteilungen, hast du also eine IT-Klimmbad, dass das nicht zusammenpasst, dann versuchst du agil zu machen, wieder kostfunktional zu arbeiten und dann hast du KI.
00:46:18
Speaker
Sie hat einen Datenpool.
00:46:19
Speaker
Also die ganzen Themen, die du früher hattest, die du in Magie lösen wolltest, sind erstmal weg.
00:46:23
Speaker
Weil die KI ist allwissend, schläft nicht und gibt dir Träger Dinge zu tun.
00:46:32
Speaker
Weiß nicht.
00:46:34
Speaker
Ich finde, man kommt da wieder ganz schön an diesen Punkt, wo man...
00:46:38
Speaker
sich vielleicht darüber gewahr wird, dass es nicht reicht, eine KI-Strategie zu haben,

Kundeneinbindung in die Strategieentwicklung

00:46:43
Speaker
sondern dass KI einfach Bestandteil von jedem Strategie-Element sein wird, früher oder später zwangsläufig, ob du über
00:46:53
Speaker
über Wachstum sprichst, über Positionierung, das ist eigentlich völlig egal, aber Strategie als extra, KI als extra Strategiezweig, das allein, das wird es halt nicht sein.
00:47:06
Speaker
Das ist einfach überall.
00:47:09
Speaker
Ich hatte eine Sache, die lässt mich noch nicht so richtig los.
00:47:15
Speaker
Das ist diese Frage nach der nächsten Frage von den Kunden,
00:47:20
Speaker
Wie legt ihr das Ohr auf die Straße?
00:47:26
Speaker
Also Handwerker, stelle ich mir jetzt mal vor, die sind ja nah am Kunden, nah am Abnehmer sozusagen.
00:47:32
Speaker
Sind eure Handwerker Teil von der Suche nach der nächsten Frage oder wie holt ihr das ab, was auf dem Markt gerade gebraucht wird?
00:47:41
Speaker
Ja, also Unbegründung sind die Handwerker.
00:47:44
Speaker
So, das heißt so rum.
00:47:45
Speaker
Okay.
00:47:46
Speaker
Also ganz klar.
00:47:47
Speaker
Also deswegen ein typischer Handwerksbetrieb, der bei dir vielleicht ein Bad ausbaut, könnte Craft & Kunde sein.
00:47:53
Speaker
Okay.
00:47:54
Speaker
Wenn das nicht ist, frag ihn, wieso nicht?
00:47:56
Speaker
Macht dein Leben besser.
00:47:59
Speaker
Und deswegen, also das ist eine Produktentwicklung, wie wir sie immer gemacht haben.
00:48:03
Speaker
Wir versuchen, Interviews zu führen, nah dran zu sein, das Feedback zu hören, das die uns geben.
00:48:10
Speaker
So machen wir das in der Vergangenheit gemacht und das können wir jetzt überlegen.
00:48:14
Speaker
Kommen wir zu KI.
00:48:15
Speaker
Wie können wir die einsetzen, damit das...
00:48:20
Speaker
mehr Erkenntnisse pro Sekunde bringt.
00:48:22
Speaker
Das ist auch wieder ein Geschwindigkeitsthema, weil natürlich die Bewegungsgeschwindigkeit wird höher, also muss deine Jira-Haltungswerten mehr, die du umsetzen kannst.
00:48:31
Speaker
Also du musst natürlich den Fall genug füllen.
00:48:33
Speaker
Also die Geschwindigkeit der Entwicklung ist krass.
00:48:36
Speaker
Das heißt, du musst auch natürlich auf anderen Ebenen der Produktentwicklung schneller werden.
00:48:40
Speaker
Und dann interviewst du gut und was kannst du noch machen, um schneller zu Insights zu kommen?
00:48:46
Speaker
Weil ob es immer noch funktioniert, 10, 20 Interviews die Woche zu führen und dann aus dem Prozess Ideen rauszudestillieren und die weiter zu schärfen, glaube ich nicht.
00:48:56
Speaker
Es muss schneller gehen.
00:48:57
Speaker
Wir müssen einfach, weil die KI-Agenten, die programmieren können, warten.
00:49:02
Speaker
Also deswegen, es wird sich beschleunigen und da wird auch hier eine Antwort mit KI sein.
00:49:09
Speaker
Du hast viele Nutzungsdaten, du siehst, was sie machen, du siehst, was sie verwenden, wie sie es verwenden.
00:49:15
Speaker
Und dann gibt es ganz viele andere Signale, die du jetzt eben auch plötzlich auswerten kannst.
00:49:19
Speaker
Vielleicht hast du dann einen KI-Agenten, der sich ganzer Handwerker-TikTok-Bedus anschaut und sagt, die machen was, das hast du noch nicht auf dem Schirm, schau dir das mal an.
00:49:26
Speaker
Du musst ja nur Impulse bekommen.
00:49:29
Speaker
Und die Daten sind da und sie sind plötzlich verarbeitbar, weil die Agenten nicht schlafen.
00:49:35
Speaker
Also
00:49:38
Speaker
Das ist auf jeden Fall schneller.
00:49:40
Speaker
Ob es besser ist, weiß ich nicht, aber es ist schneller.
00:49:44
Speaker
Um dann anfangen, zurückzukennen und definitiv anders.
00:49:48
Speaker
Definitiv anders.

Zusammenfassung und persönliche Einblicke

00:49:51
Speaker
Das krempelt einiges um.
00:49:52
Speaker
Wir haben es noch nicht verstanden.
00:49:53
Speaker
Karl.
00:49:53
Speaker
Ja.
00:49:59
Speaker
Die Frage aller Fragen.
00:50:02
Speaker
Die Frage aller Fragen.
00:50:05
Speaker
Was ist denn dein Fazit aus unserem Gespräch bisher?
00:50:10
Speaker
Mein Fazit, also vielleicht einmal eine Beobachtung, dass wir wieder einen Physiker zu Gast haben, der sich auch sehr philosophische Fragen stellt.
00:50:23
Speaker
Ich glaube, das ist so ein Physiker-Ding, habe ich den Eindruck.
00:50:26
Speaker
Das ist
00:50:28
Speaker
Okay, das Logische, das haben wir jetzt alles, das macht das und so weiter, aber was steckt denn dahinter?
00:50:33
Speaker
Das passiert dann, wenn es den Physikern langweilig wird, dann kommen die philosophischen Fragen.
00:50:42
Speaker
Was habe ich mir übrigens genommen?
00:50:43
Speaker
Auf jeden Fall dieses Bild von den zehn Post-its.
00:50:47
Speaker
die jeder im Kopf haben sollte.
00:50:49
Speaker
Also das ist tatsächlich sehr bildhaft jetzt in meinem Kopf.
00:50:56
Speaker
Das finde ich einen schönen Anspruch für Strategiearbeit.
00:51:00
Speaker
Wenn man fragt, woran würdet ihr erkennen, dass so ein Strategieprozess erfolgreich ist,
00:51:06
Speaker
Jetzt mal unabhängig von der Qualität der Strategie, dass man es erstmal schafft, zehn Post-its und vielleicht sind es auch nur fünf, ist ja egal, dass man das in die Köpfe der Mitarbeitenden bekommt.
00:51:19
Speaker
Das finde ich tatsächlich sehr einprägsam und hilfreich.
00:51:26
Speaker
Für mich ist tatsächlich, also auch Bewunderung schwingt da vielleicht mit, diesen grundsätzlichen Unterschied in der Arbeit,
00:51:38
Speaker
tatsächlich mitzuerleben, mitzumachen und auch immer noch Bock drauf zu haben zwischen, es geht nicht mehr nur ums Überleben, es geht immer irgendwie ums Überleben, das ist einfach eine Systemeigenschaft, aber dass das nicht mehr der Kern der Fragen ist, sondern dass die sich irgendwie, dass die sich so ein bisschen verändert haben, die Fragen und damit sich deine Arbeit, du hast es vorhin gesagt, eher ins Ableitungen treffen, dass das sich eher in die Richtung bewegt hat,
00:52:08
Speaker
Das finde ich total nachvollziehbar und gleichzeitig auch sehr herausforderungsvoll, weil das auch sehr viel mit der Persönlichkeit, finde ich, zu tun hat und auch mit der Persönlichkeit macht.
00:52:18
Speaker
Wenn man vielleicht als jemand in ein Unternehmen reingeht und sagt, okay, ich bin ja Visionär, ich gestalte.
00:52:26
Speaker
okay, ich bin jetzt derjenige, der für die Ableitungen zuständig ist.
00:52:29
Speaker
Das sind zwei unterschiedliche Haltungen.
00:52:32
Speaker
Natürlich kann man da auch gestalten und so weiter.
00:52:33
Speaker
Aber genau, das habe ich auf jeden Fall so mitgenommen.
00:52:39
Speaker
Und wenn man wieder über das Überleben spricht, dass man dann halt automatisch wieder beim Kunden landet.
00:52:47
Speaker
Und das ist ja eigentlich das, wie...
00:52:50
Speaker
wie Organisationen entstehen.
00:52:51
Speaker
Wir hatten es in der letzten Folge mit Alicia, die von ihrer Oma erzählt hat, da gab es ein Problem und die Oma ist los und hat das gelöst mit Naturkosmetik.
00:53:02
Speaker
Das aber nicht geht, wenn man nicht das Ohr auf der Straße hat.
00:53:07
Speaker
Wenn man keine Möglichkeit hat, mit den Nutzern, mit den Kunden in Kontakt zu treten, weil man vielleicht sich zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
00:53:16
Speaker
Man glaubt, man hat es verstanden.
00:53:18
Speaker
Und man muss jetzt nur noch intern Prozesse optimieren, das ist es ja eben nicht.
00:53:22
Speaker
Man muss die Kunden mit einbeziehen.
00:53:26
Speaker
Und da fand ich das Stichwort Handwerker-Tik-Toks sehr spannend.
00:53:33
Speaker
Und die Herausforderung, die sich da ergibt, wenn, wie gesagt, Erkenntnisse pro Sekunde, das ist die Einheit, in der gemessen wird.
00:53:42
Speaker
Und Erkenntnis ist ja eine Information, die schon halt irgendeinen Wert hat und da muss ja auf dem einen Ende, also auf dem einen Ende ist die KI, auf dem anderen Ende ist der Abnehmer, der gar nicht so viele Erkenntnisse pro Sekunde verarbeiten kann.
00:53:57
Speaker
Und das wird eine Herausforderung, diese ganzen
00:54:00
Speaker
diese ganzen Erkenntnisse tatsächlich auch zu übersetzen.
00:54:04
Speaker
Das war ziemlich dicht.
00:54:07
Speaker
Also ich glaube, das lohnt sich, wie bei all unseren Folgen sowieso, das zweimal zu hören und vielleicht auch ein drittes Mal.
00:54:15
Speaker
War auf jeden Fall viel dabei.
00:54:19
Speaker
Danke für die Zusammenfassung, Karl.
00:54:21
Speaker
Dann Kabel, meine letzte Frage fast an dich.
00:54:25
Speaker
Wir lagen alle Gäste immer ein, uns was mitzubringen oder unseren Zuhörern auch Buch, Podcast, Empfehlung, Dinge, die dich beschäftigen und die du weitergeben möchtest.
00:54:37
Speaker
Hast du etwas für uns mit, was wir teilen dürfen, was du teilen möchtest?
00:54:41
Speaker
Ich habe was mitgebracht.
00:54:42
Speaker
Es ist kein ganzes Buch, eher nur so ein kleiner Artikel.
00:54:48
Speaker
Aber das kann ja spannend sein, vor allem in der Diskussion, die wir gerade hatten.
00:54:51
Speaker
Das ist Founder Mode von Paul Graham.
00:54:57
Speaker
Er hat 2024 darüber geredet, dass er gehört hat, ein Programm, ein Startup-Incubator hat er ja lange gegründet und geleitet.
00:55:07
Speaker
Sam Altman hat das ja dann übernommen und hat dann OpenAI gemacht irgendwann später.
00:55:11
Speaker
Also einer der großen Koryphäen der VC-Szene, hat also viele dieser sehr erfolgreichen Founder kennengelernt und wahrscheinlich auch ausgebildet.
00:55:20
Speaker
Ich kenne mich da nicht hundertprozentig aus, aber der Artikel war super spannend, weil er halt beschreibt ein Phänomen.
00:55:25
Speaker
dass viele Gründer gesagt bekommen, wenn sie einen gewissen Erfolg gehabt haben, du musst aufhören, so zu arbeiten wie ein Gründer, sondern musst ein professionelles Management-Team einsetzen.
00:55:37
Speaker
Und viele dieser Menschen damit sehr unglücklich geworden sind und dann wieder aktiv werden wollten und in Foundermood eingeschaltet haben.
00:55:44
Speaker
Das war auch ein nicht unkontroverses Thema,
00:55:48
Speaker
aber ist genau in dieser spannenden Lücke drin.
00:55:52
Speaker
Wie ist der Übergang von Founder zu Management?
00:55:55
Speaker
Was funktioniert, was funktioniert nicht?
00:55:56
Speaker
Welche Bedürfnisse sind da, auch in Persönlichkeiten?
00:56:00
Speaker
Es ist kein ganzes Buch, aber ich bin gespannt, wie das Buch dazu aussieht.
00:56:05
Speaker
Aber die These, die da drin ist, ist zumindest mal diskussionspolitisch.
00:56:10
Speaker
Vielen Dank, wir werden das sharen gerne.
00:56:12
Speaker
Erinnert mich übrigens an das Stichwort Freedom for the Founders, das dann aber eher aus der anderen Perspektive kommt.
00:56:20
Speaker
Aber es spielt an dich zusammen.
00:56:22
Speaker
Große Veränderung.
00:56:23
Speaker
Kapil, vielen, vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast und dir mit uns geteilt hast.
00:56:29
Speaker
Viel Erfolg.
00:56:30
Speaker
Ich bin neugierig auf die Fragen, die ihr bekommt, wenn die Fragen des heutigen Tages geklärt und beantwortet sind.
00:56:39
Speaker
Wir leben ja davon.
00:56:41
Speaker
Natürliche Neugier treibt uns immer weiter.
00:56:43
Speaker
Vielen Dank für die Einladung.
00:56:45
Speaker
Hat mich sehr gefreut.
00:56:45
Speaker
Schön, dass du da warst, Kapil.
00:56:49
Speaker
Danke dir.
00:56:52
Speaker
Bis bald, Jürgen.
00:56:53
Speaker
Bis zum nächsten Mal.
00:56:54
Speaker
Bis zum nächsten Mal.
00:56:55
Speaker
Und wir gehen jetzt lesen.
00:56:56
Speaker
Ciao, Kapiel.
00:56:57
Speaker
Ciao.