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#11 Spezial: 50 Jahre DER WEISSE HAI

Ein seltsames Film-Paar
Ein seltsames Film-Paar

85 plays · Aug 4, 2025

50 Jahre nachdem DER WEISSE HAI zum ersten Mal auf das Kinopublikum losgelassen wurde, begeben sich Kay & Thorsten aus Ihrer Film-WG auf die Orca II, um über Steven Spielbergs Meisterwerk zu sprechen, mit dem dieser damals fast baden gegangen wäre…

Transcript

Speaker: Hier sind zwei alte Knacker, die es immer besser wissen.

Speaker: Ein seltsames Filmpaar.

Speaker: Ein Filmhaushalt mit zwei oder mehr Meinungen.

Speaker: Hallo und herzlich willkommen bei Ein seltsames Filmpaar.

Speaker: Mein Name ist Thorsten, mir gegenüber sitzt der Kai und zwar heute auf der Orca 2 mitten im Keller.

Speaker: Prösterchen.

Speaker: Prösterchen.

Speaker: Äh, von Thorstens neuen Domizil.

Speaker: Von allen Seiten lacht mich ein viel bezahnter Hai an, sei es von Covern, Postern, Spielzeugen.

Speaker: Wir haben es uns heimelig gemacht.

Speaker: Der weiße Hai wird 50 Jahre.

Speaker: Wir haben es uns auf unserer Orca 2 jetzt erstmal gemütlich gemacht.

Speaker: Ich habe schon das lauwaren Narragansettbier Achtern über die Reling gehängt.

Speaker: Und wir werden jetzt mal losdüsen und schauen, was es Neues und Altes und vor allem von uns Spannendes aus dem weißen Hai-Universum gibt.

Speaker: Ein seltsames Filmpaar.

Speaker: Es ist ja in den letzten Monaten, wer mal so ein bisschen durch die Podcast-Kanäle gesiebt ist, es macht ja eigentlich so gut wie jeder irgendein Special und irgendeine Sendung zum Weißen Hai.

Speaker: Weil du es hast gerade schon gesagt, 50 Jahre der Weiße Hai.

Speaker: Ja, der Film ist 1975 in den Kinos gestartet, im Juni, am 20.

Speaker: Juni in Amerika 75 und am 18.

Speaker: Dezember in Deutschland.

Speaker: Also in Deutschland haben wir eigentlich noch ein bisschen Zeit, bis wir kurz vor Weihnachten sozusagen dann das deutsche 50-Jährige feiern können.

Speaker: Und allein das finde ich schon so ein hammerhartes Kontrastprogramm.

Speaker: Also logischerweise war diese zeitliche Versetzung da natürlich auch aufgrund der Synchronisation und anderen Faktoren.

Speaker: Aber du hast da so einen riesigen oder den ersten Sommerblockbuster überhaupt tatsächlich.

Speaker: Also auch vor allem einen Sommerfilm.

Speaker: Und du kommst dann hier in Europa und in Deutschland so mitten im Winter, kurz vor Weihnachten,

Speaker: Wird der weiße Hai dann ausgepackt?

Speaker: Ja, herzlichen Dank.

Speaker: Da hat man in Deutschland kein Problem mit gehabt mit ich gehe heute nicht ins Wasser.

Speaker: Nee.

Speaker: Zu der Zeit, ganz genau.

Speaker: Höchstens mit Schlittschuhen.

Speaker: Ja, aber ich hatte gerade schon damit angefangen.

Speaker: Es geht gerade rauf und runter in den ganzen Podcast-Kanälen bei YouTube.

Speaker: Jeder macht irgendwas zu 50 Jahren der weiße Hai.

Speaker: Und ich habe das Gefühl, wenn ich neun von zehn diesen Podcasts und Videos sehe und ich als großer Fan, du bist ja auch ein großer Fan,

Speaker: der sich auch viel angelesen hat und auch viel gesehen hat, auch sämtliche Dokus und so weiter und so fort.

Speaker: Da wird nirgendwo auch nur irgendwas anderes oder Neues erzählt.

Speaker: Ganz im Gegenteil, ich habe manchmal Podcasts gehört, wo Leute, die überhaupt keine Ahnung vom weißen Hai hatten, irgendwas zusammengeschwurbelt haben, wo sie sich drei Zeilen aus Wikipedia rausgeklaut haben, wo ich so denke, boah, ganz ehrlich, wenn ihr keine Ahnung davon habt, dann lasst es doch.

Speaker: Das ist jetzt, klingt jetzt ein bisschen verbittert, soll es gar nicht sein, aber ich hatte mich gefreut, dass viele neue Sachen kommen und es ist gar nicht so viel Neues, kommt es.

Speaker: Aber es ist doch auch schön, es hat doch schon gleich wieder auch eine wunderbare Parallele zu den ersten, ja, Schritten kann man ja nicht sagen, aber Schwimmzügen des weißen Highs auf der Suche nach dem ersten Regisseur, der zu diesem Projekt was beitragen sollte oder der an das Projekt getackert werden sollte, gab es auch einen Regisseur, der keine Ahnung hatte und im Vorgespräch mit dem Produzenten Zenok Brown ständig etwas von einem weißen Wal erzählt.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Jetzt musst du dir vorstellen, da wirst du eingeladen als Regisseur, hast das Drehbuch bekommen von Peter Benschle, den ersten Entwurf zumindest, es gab ja mehrere.

Speaker: Und dann kommt da ein Regisseur, der dann einfach immer die ganze Zeit davon erzählt hat, da kommt der Wal aus dem Wasser und dann kommt hier der Wal und da der Wal und so weiter und so fort.

Speaker: Und dann haben die Produzenten gesagt, Brown, nee komm, lass mal ganz ehrlich, mach du mal einen Wahlfilm.

Speaker: Also jetzt mal übertrieben.

Speaker: Aber wir glauben, du bist nicht der Richtige für den weißen Hai.

Speaker: Wobei man ja fairerweise dazu sagen muss, der Film heißt im Original ja nicht der weiße Hai, das ist ja nur der deutsche Titel.

Speaker: Im Original heißt er ja Jarfs, also Kiefer oder Rachen.

Speaker: Selbst Peter Benschley hat bei der Buchtitelfindung, die haben ja ewig gebraucht und bis kurz vor der Druckledung, nur wenige Stunden vor dem Endlayout,

Speaker: haben sie dann sich für Jaws entschieden.

Speaker: Es gab ganz viele verschiedene Titel und dann fragte man sich auch, ja, Jaws of Death und so weiter und so fort.

Speaker: Wir nennen das einfach nur Jaws, das ist kurz und das ist knackig.

Speaker: Was soll das denn bedeuten?

Speaker: Ja, keine Ahnung, hört sich aber gut an.

Speaker: Auf jeden Fall.

Speaker: Ich muss auch sagen, ich glaube, früher, als ich das erste Mal diesen englischen Titel gehört habe, habe ich auch gedacht, dass Jaws halt...

Speaker: Heye heißt auf Englisch.

Speaker: Dick Richards hieß der Regisseur.

Speaker: Richard Richards?

Speaker: Ich habe bei IMDB nichts dazu gefunden.

Speaker: Das kann kein bekannter Regisseur gewesen sein.

Speaker: Sehr seltsam.

Speaker: Auch ganz gut, dass das nicht geworden ist.

Speaker: Die Produzenten im Gegensatz zu diesem glücklosen Regisseur hatten dann eine Wahl und haben sich dann für Steven Spielberg entschieden, mit dem die vorher dann ja schon Sugarland Express gemacht hatten, der dann doch auch recht erfolgreich war, sowohl kritisch und kommerziell nicht ganz so, aber immerhin, die wussten, wen sie da hatten.

Speaker: Auf jeden Fall.

Speaker: Aber sie hatten eine Wahl, aber später hatten sie dann halt keinen Hai.

Speaker: Aber das ist dann die Geschichte, auf die wir dann natürlich noch kommen.

Speaker: Rudern wir jetzt aber erstmal noch ein kleines Stückchen zurück.

Speaker: Was haben wir jetzt gerade erstmal gemacht?

Speaker: Tatsächlich gibt es über den weißen Hai ja schon mehrere Dokus, aber aktuell zum 50.

Speaker: Geburtstag gab es jetzt dann auch noch mal

Speaker: Eine neue Doku von dem selben großartigen Regisseur, der schon zum einen viele andere fantastische Filmdokumentationen gemacht hat, aber halt auch die originale, der weiße High-Making-of-Dokumentation.

Speaker: was damals noch für die Laserdisc produziert wurde, was legendär war, weil so viel ausgegraben wurde.

Speaker: Und er hat sich jetzt noch mal zusammen mit Steven Spielberg hingesetzt und noch mal ein bisschen alles so zusammengetragen, was man hatte, und ein paar ergänzende Interviews gemacht.

Speaker: Jaws at 50 heißt das Ganze.

Speaker: Und wir haben uns das angesehen.

Speaker: Und Thorsten, wie war denn dein Eindruck da jetzt?

Speaker: War da was Neues dabei?

Speaker: Erstmal die Bildqualität war besser als damals.

Speaker: Das ist schon mal ganz wichtig, finde ich.

Speaker: Aber ja doch, das gehört mit dazu, weil du ja, wenn du dann die Originalszenen aus dem Weißen Hai siehst, auch jetzt auf der 4K-Scheibe, wenn du dir anguckst, in was für einer Bildqualität dieser Film heute auch nochmal präsentiert wird, ist es kaum zu glauben.

Speaker: Wir hatten ja vorhin kurz darüber gesprochen, auch wenn du siehst, wie dann Werner Fields, die Cutterin,

Speaker: Dann auf Martha's Vineyard oder auch zu Hause dann in ihrem Bungalow auf diesem kleinen Schnittgerät mit dieser kleinen, mit dieser Vorschaulinse, die nicht größer als die DIN A5 Format war.

Speaker: Ihr Poolhaus war das.

Speaker: Also unfassbar.

Speaker: Ihr Poolhaus.

Speaker: Und dann sitzt sie da mit dem Film und schneidet dann und sortiert die Filme anhand dieses kleinen Vorschaufensters.

Speaker: So eine Art dicken Glasscheibe, so eine Lupe, beleuchtete, die nicht größer ist als eine DIN A5 Format maximal.

Speaker: Und da wurde dieser Film drauf geschnitten.

Speaker: Und der ist so geil geschnitten.

Speaker: Der hätte ja auch nicht umsonst einen Oscar dafür bekommen.

Speaker: Aber auch die Qualität dieses Films.

Speaker: Es ist für mich unglaublich, wie mit der damaligen Technik eine solche Qualität an Rohmaterial erreicht worden ist, dass du es heute nochmal in dieser geilen Bildqualität gucken kannst.

Speaker: Aber zurück zur Dokumentation von Laurent Boussereau oder so ähnlich, Franzose.

Speaker: Ja, wie gesagt, bessere Bildqualität, neuere Interviews, ein paar kleine Infos mehr, aber nicht wirklich viel mehr als bei den anderen Dokumentationen.

Speaker: Ich glaube, man hat so ein bisschen, er hat sein damals, wie der weiße Hai entstand im Deutschen, The Making of sozusagen von 1995 und dann auch so ein bisschen The Shark is Still Working von 2007, die Dokumentation von Eric Hollander.

Speaker: ein bisschen zusammengefasst, auch ein bisschen mehr darauf eingegangen, dass der High ständig kaputt war und und und auch Originalzitate mit Richard Dreyfuss, wie er das nachmacht, dass das Mikrofon immer auf der ganzen Insel waren Mikrofone verteilt und überall hörte man

Speaker: The shark is not working.

Speaker: The shark is not working.

Speaker: Und ja, das war alles da mit drin.

Speaker: Es gab auch noch ein, zwei neue Sichtweisen von ein paar Inselbewohnern.

Speaker: Aber ich sage ganz offen und ehrlich, ja, nett, aber es ist vielleicht für jemanden, der sich heute mit dem Thema zuerst mal beschäftigt, würde ich sagen, ist das die Referenz Nummer eins, um ganz ehrlich zu sein.

Speaker: Und die anderen, vor allem The shark is still working, kann man dann nochmal gucken, um sich dann nochmal ein bisschen tiefer in die Feinheiten der Mechanik der Haie einzuarbeiten.

Speaker: So, und es gibt aber noch eine zweite Dokumentation, die gerade auch aktuell raus ist von Arte über den weißen Hai.

Speaker: Die dauert aber, ich glaube, nur eine halbe Stunde oder nur eine Dreiviertelstunde irgendwie sowas schon im Dreh.

Speaker: Da ist mehr über Marthas Weinyard heute zu sehen, auch mit dem Sheriff von heute und den Leuten, die da leben und was der weiße Hai so ein bisschen gemacht hat.

Speaker: Das fand ich persönlich auch spannend.

Speaker: Da hätte ich mir jetzt in dieser Dokumentation ein bisschen mehr gewünscht.

Speaker: So, weil jetzt auch gerade zum 50. natürlich auf dieser Insel,

Speaker: unwahrscheinlich viel los ist.

Speaker: Das ist ja der Original Schauplatz.

Speaker: Martha's Winyard ist quasi Amity.

Speaker: Man hat das auf dieser Insel, die an der Ostküste Amerikas kurz oberhalb von Boston liegt, direkt gegenüber von Cape Cod, damals den Film gedreht und diese Insel, ich sag mal, so ein Dreivierteljahr in Geiselhaft genommen, mehr oder weniger.

Speaker: Oder ein halbes Jahr ungefähr.

Speaker: Und witzigerweise war ich 2000 auch da.

Speaker: Das muss ich jetzt hier mal loswerden.

Speaker: Ich hab's ja schon erzählt.

Speaker: Ich war 2000, Silvester, auf Cape Cod.

Speaker: Ich hab gedacht, wenn die Welt untergeht, ist da nicht so viel los.

Speaker: Und habe überhaupt nicht geschnallt, weil ich damals den weißen Hals zwar geil fand, aber noch nicht so fanatisch da war wie heute, dass ich jetzt quasi einfach nur mal quer über die Straße hätte gehen können, auf die Fähre gehen und hätte direkt nach Martha's Wynnear drüber fahren können.

Speaker: Ich war eine Woche da und habe es nicht gemacht.

Speaker: Der schlimmste Fall von Movie Alzheimer seit langem.

Speaker: Ganz fürchterlich.

Speaker: Da könnte ich mich heute noch für den Arsch beißen, aber so ist es manchmal im Leben.

Speaker: Manchmal hat man einfach andere Dinge, mit denen man sich beschäftigt.

Speaker: Ja.

Speaker: Und wie gesagt, dann hat man da auf dieser Insel halt gedreht und hat auch unwahrscheinlich viele Inselbewohner mit in den Film reingeholt, was den Film natürlich noch authentischer macht.

Speaker: Also gerade die Zeit, hast du ja gerade erwähnt, auch so ein bisschen New Hollywood, als der Film damals rausgekommen ist.

Speaker: Ist ja so ein neues Hollywood gewesen.

Speaker: Man hat so ein bisschen dem alten klassischen Hollywood, dem Stage-Hollywood und dem Kostüm-Hollywood so ein bisschen abgedacht.

Speaker: Das wird in der Dokumentation übrigens gar nicht so erwähnt.

Speaker: Nein, da geht es auch gar nicht so an.

Speaker: Es ist auch schwierig, weil...

Speaker: Ausgerechnet, es ist immer ganz spannend, wenn Steven Spielberg da auch unter diesem New Hollywood Banner läuft, was aber eigentlich gar nicht ist.

Speaker: Er ist eigentlich in Anführungszeichen der Doppelagent dieser gesamten Truppe, weil er der einzige von denen war, der tatsächlich innerhalb des Studiosystems fest integriert war und mit denen gearbeitet hat.

Speaker: Das wollten die anderen alle gar nicht.

Speaker: Kommerzielles.

Speaker: Genau, Coppola, Lucas und so weiter, die wollten independent sein, die wollten ihrer eigenen Sachen machen.

Speaker: Na gut, Lucas nach Star Wars auch nicht mehr.

Speaker: Der war dann unabhängig, klar.

Speaker: Aber das ist was, weshalb der so in der Gruppe auch da immer so ein bisschen außen vor war.

Speaker: Spielberg war der Regisseur mit dem Trenchcoat.

Speaker: Nach außen hin hat der immer so independent getan.

Speaker: Und dann unter dem Trenchcoat waren die Dollarscheine und der Commerz.

Speaker: Nein, es ging nicht um Commerz, sondern es ging darum, außerhalb der Studios zu arbeiten.

Speaker: So, wenn du damit erfolgreich bist, yay.

Speaker: Aber war quasi so ein Jahr.

Speaker: Aber das ist ja das letzten Endes, was das New Hollywood ausgemacht hat und das ist Steven Spielberg eben gar nicht und auch eigentlich fast nicht die Geschichte dieses Films.

Speaker: Das ist halt sehr spannend, dass die beiden Produzenten, Sandok und Brown, tatsächlich auch behaupten, beziehungsweise auch im Nachhinein sagten, so der weiße Hai war eigentlich eine Independent-Produktion.

Speaker: Und unter dem Banner eines großen Studios.

Speaker: Und das stimmte auch, weil man sich da auch einfach einen fetten Genre-Film vorgenommen hat, was man so in der Couleur und in dem Ausmaß so erstens in einem Studio so noch nie gemacht hatte.

Speaker: Und bei allen und auch bei Steven Spielberg selber die Idee drauf kam, Mist, eigentlich machen wir hier einen Roger Corman-Film.

Speaker: Ja, nur mit mehr Geld.

Speaker: Nur mit sehr viel mehr Geld.

Speaker: So hat es auch die New York Times getitelt, als der Film rausgekommen ist, als Kritik, so nach dem Motto.

Speaker: Aber wenn du dir, wir sagen jetzt hier, ein Blockbuster, ja, der weiß er, er hat das Blockbuster-Genre quasi erfunden, aber er war kein Blockbuster in der Produktion.

Speaker: Also was die Kosten angeht, das muss man sich mal vorstellen, du hast gesagt, Independent Film, das ist richtig, wenn du dir überlegst, der Film sollte ursprünglich

Speaker: 4 Millionen Dollar kosten.

Speaker: Er hat nachher, weil er dreimal so lange Drehzeit gebraucht hat, weil der Heilschän nicht kaputt war, das erzählen wir gleich noch, letztendlich knapp über 12 Millionen Dollar gekostet.

Speaker: Also quasi das Dreifache.

Speaker: Jetzt mal ganz ehrlich, 12 Millionen Dollar.

Speaker: Selbst inflationsbereinigt und so weiter, wären das heute 57,24 Millionen Dollar.

Speaker: Das ist doch heute für eine Hollywood-Produktion in dieser Größenordnung mit einem solchen Thema und so einem Special-Effect-Department allein schon, ist das doch ein Witz.

Speaker: Muss man einfach mal sagen.

Speaker: Das ist doch ein Schnapper.

Speaker: Man hat ja auch guerillatechnisch eigentlich gedreht und gemacht, sehr viel da auf Ressourcen vor Ort zurückgegriffen.

Speaker: Ja.

Speaker: die zwei Dinge, die das Ganze, sage ich mal, auf die wilde See hinaus geführt haben, waren, dass man tatsächlich auf See gefilmt hat und dass man diesen Hai hatte, der aber...

Speaker: einfach nicht fertig konstruiert war.

Speaker: Aber auch da kommen wir gleich noch drauf.

Speaker: Rudern wir jetzt mal eben noch kurz zurück.

Speaker: Du sagtest ja schon, knapp über ein halbes Jahr ist man da verblieben, obwohl man nur maximal irgendwie acht, neun Wochen ursprünglich angepeilt hatte.

Speaker: Die ganze Vorproduktion, wie das ganze Ding entstanden ist, ist auch schon so einzigartig.

Speaker: Also selbst auch für Hollywood Studios.

Speaker: Aber wir gehen jetzt einfach mal nochmal zurück, um auch nochmal so ein bisschen anzusehen,

Speaker: in Erinnerung zu rufen, über was wir hier eigentlich reden.

Speaker: Der weiße Hai heutzutage, das ist ja, also es ist selbstverständlich, in der Kultur sonst wie, das Ding ist da, damit weiß auch jeder was anzufangen, selbst Leute, die den Film nicht gesehen haben, die kennen das ikonische Poster und so weiter.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Das ist alles da.

Speaker: Wie stark aber dieser Film die Kinoindustrie nachhaltig beeinflusst hat und überhaupt generell eben in den 70ern Filme die Kinolandschaft derart drastisch verändert haben.

Speaker: Eben nicht nur, weil das alte Studiosystem nicht mehr so richtig funktionierte.

Speaker: Ich habe halt mal selber überlegt, so aus dem Lammeng heraus, was waren denn, wenn ich an 70er Jahre denke, was waren die Filme,

Speaker: prägenden, oder nein, nicht prägenden Filme, aber die Filme, wo man gesagt hat, die einem in den Kopf kommen, wo sich das Kino wirklich verändert hat.

Speaker: Also sprich, wo es eine gigantische Publikumsreaktion drauf gab, die was komplett anders gemacht haben.

Speaker: Davon gab es viele in den 70er Jahren.

Speaker: Aber was waren die großen Filme?

Speaker: die das Kino richtig aufgerüttelt und in eine andere Richtung geschubst haben.

Speaker: Ich habe den ersten, witzigerweise, erstmal in Klammern gesetzt, weil der da auch so ein bisschen aus dem Schema rausfällt und der auch heute nicht mehr gültig ist, aber man muss ihn der Vollständigkeit halber nennen.

Speaker: Das ist Love Story, verrückterweise.

Speaker: Das ist ein Film, den kannst du heute einfach überhaupt nicht mehr gucken, ohne dir bei vollem Bewusstsein die Augen und Ohren abzureißen.

Speaker: Nee, einfach eine Kugel in den Kopf zu geben.

Speaker: Das ist ganz, ganz furchtbar.

Speaker: Da weiß man auch gar nicht, also wenn Leute sagen, ah, die 70er Jahre waren furchtbar, man muss sich diesen Film angucken, dann weiß man es, warum die Leute das meinen.

Speaker: So, aber der wirklich erste große Kabum kam quasi eigentlich ein Jahr vor dem Weißen Hai.

Speaker: Das war der Exorzist von Friedkin.

Speaker: Der

Speaker: An Grundfesten gerüttelt hat, wie man dran geglaubt hat, im wahrsten Sinne des Wortes, aber auch damit richtig Kasse gemacht hat.

Speaker: Und da auch was benutzt hat, erstmals in größerem Maße, genau wie der Weißer Hei dann später, da haben wir nämlich die Grundlage schon dafür, Fernsehwerbung für Kinofilme, war eine neue Sache.

Speaker: Tastete man sich so ganz langsam ran, aber Fernsehen war damals immer noch ein Riesenkonkurrenzmedium zum Kino.

Speaker: Da war man sich spinnefeind, das hat man wenig genutzt.

Speaker: Und Der Exorzist war auch einer der mitersten Filme, die das sehr extrem effektiv und erfolgreich genutzt haben.

Speaker: Danach Der Weiße Hai, 1975.

Speaker: Danach 77 Star Wars, natürlich.

Speaker: 78 haben wir den Doppelschlag von Halloween und Dawn of the Dead.

Speaker: Quasi auch alles Genre, alles Horror, die aber eben auch Stil bilden, was Kamera, Suspense und so viele andere Sachen, die halt, ich sag mal so, die Grundlage dafür, Hitchcock und alles war, völlig auf halb acht gedreht haben und als letztes im ausgehenden Jahrzehnt kam dann noch als i-Tüpfelchen Ridley Scott's Alien.

Speaker: Oh ja.

Speaker: Und damit hast du die Filme, ich weiß nicht, fällt dir da sonst noch ein Film ein, jetzt außerhalb dieser Liste?

Speaker: Easy Rider.

Speaker: Ja, der ist ja noch aus den 60ern.

Speaker: Stimmt, der war echt noch in den 60ern?

Speaker: Ja, sicher.

Speaker: Der ist schon Anfang der 70er verortet.

Speaker: Der ist 68, 69.

Speaker: Okay, dann bin ich raus.

Speaker: Das war ja der Film, der das New Hollywood quasi losgetreten hat.

Speaker: Richtig, richtig.

Speaker: Ich hätte jetzt irgendwie 70 oder 71 verortet.

Speaker: Nein, nein, nein.

Speaker: Habe ich jetzt nicht mal auf dem Schirm gehabt.

Speaker: Okay.

Speaker: Okay, fällt mir jetzt auch jetzt gerade nichts mehr ein.

Speaker: Aber was für eine Dekade an Filmen, das war die, das Kino in ihren Grundfesten und auch die Zuschauer in ihren Grundfesten erschüttert haben.

Speaker: Und da ist der Weiße Hai natürlich ganz dick mit dabei.

Speaker: So ist das.

Speaker: Und er hat natürlich nicht nur das Blockbuster-Kino, wie wir es heute kennen, quasi erfunden.

Speaker: Also Massen in die Kinos gelockt zu einem Thema.

Speaker: Also wir haben ja in der Dokumentation auch am Anfang sieht man ja sehr schön, wie die Leute um den Block rumgestanden haben fürs Kino.

Speaker: Heutzutage kann sich kein Mensch mehr vorstellen, dass er sich für einen Film im Kino anstellt und zwar nicht nur eine halbe Stunde vorher an der Kasse, sondern irgendwie einen halben Tag vorher, um überhaupt ins Kino reinzukommen, weil die Schlangen um den Häuserblock drum herum gereicht haben.

Speaker: Das sind Bilder, die kannte man eigentlich auch dann später nur noch von Star Wars, also wirklich.

Speaker: Und da habe ich mir noch so gedacht, hättest du das getan damals?

Speaker: Ja, sehr wahrscheinlich, weil es nichts anderes gab.

Speaker: In der heutigen Zeit ist das unvorstellbar.

Speaker: Also wenn ich mir vorstellen müsste, mein Sohn mit zehn, ich sage dir, pass auf, wir müssen uns einen Halbtag vorher anstellen.

Speaker: Dann würde ich sagen, Papa, ganz ehrlich, dann gehen wir drei Wochen später rein.

Speaker: Ja, und es gab auch noch was anderes.

Speaker: Wobei in den USA weiß ich es gar nicht so genau.

Speaker: Ich weiß aber bei uns, ich erinnere mich, für Filme anstehen gab es auch noch in den frühen 80ern.

Speaker: Das war bei E.T.

Speaker: zum Beispiel der Fall.

Speaker: Aber natürlich immer, wenn ein James-Bond-Film kam.

Speaker: Aber warum musste man da anstehen?

Speaker: Nicht, weil es sowieso rappelvoll war, sondern es gab keine Sitzplatzkarten.

Speaker: Das heißt, first come, first serve.

Speaker: Wenn du da zu spät warst, dann waren die ganzen guten Plätze weg.

Speaker: Und jeder konnte sich auch hinsetzen, wo er wollte.

Speaker: Vielen Dank für diejenigen oder diejenigen, die die Sitzplatznummer erfunden hat.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Ich wollte schon sagen bei Star Wars, aber bei der Weiße Hai war es ja auch so, dass der Film auch damals nicht nur ein riesiges Werbebudget hatte mit 1,8 Millionen Dollar, muss man sich mal vorstellen.

Speaker: Das war damals gigantisch, das gab es nicht.

Speaker: Fernsehwerbung hast du angesprochen, der Weiße Hai war auch einer der Filme.

Speaker: der als erster Kinowerbung im Fernsehen gebracht hat.

Speaker: Das war nicht gang und gäbe zu dem Zeitpunkt.

Speaker: Und da hat eben auch für viele der erste Berührungspunkt mit diesem Film überhaupt.

Speaker: Es gab kein Internet, es gab nur Brieftauben zu der Zeit, muss man auch mal sagen.

Speaker: Also die ganze Werbung ging nur in Zeitschriften, Magazine.

Speaker: Kino-Trailer, Fernsehtrailer im Fernsehen, kurze Fernsehspots, die man sich auf den Blue-rays und DVDs alle noch schön angucken kann, der weiße High-Filme.

Speaker: Und in irgendwelche Anzeigen oder auch vielleicht große Plakatwände, Leinwände oder in U-Bahnen und so weiter.

Speaker: Aber das war es dann auch eigentlich schon und Radiowerbung natürlich.

Speaker: Und man darf auch nicht vergessen, dass der Film zu dem Zeitpunkt damals, an dem Startwochenende, in 409 Kinos landesweit gleichzeitig angelaufen ist, was auch noch was Besonderes war.

Speaker: Das war in den USA nämlich nicht so, dass der Film so wie heute zeitgleich in allen Kinos landesweit gestartet ist.

Speaker: Vorher hat man erst mal mit 100 oder 200 Kopien angefangen und hat die dann so ein bisschen auf Tournee durchs Land gegeben.

Speaker: Die sind ja nicht überall gleichzeitig gestartet, die Filme.

Speaker: Im Hinterland musste man teilweise ein, zwei Monate warten, bis die Filme da angekommen sind.

Speaker: Das kennen wir früher auch noch aus den 80ern.

Speaker: War unser Kino auch nicht immer das Kino, was die Filme zuerst gebracht hat.

Speaker: Da musste man auch mal zwei Wochen warten.

Speaker: Da war nicht am Kinostart sofort der neue Ghostbusters da.

Speaker: Oder so.

Speaker: Also das fand ich so.

Speaker: Verrückter noch, die haben tatsächlich, habe ich jetzt auch noch mal so im Zuge jetzt hier der Recherche und so einfach auch noch mal rausgefunden.

Speaker: Ich dachte, sind die verrückt?

Speaker: Aber die haben es gemacht.

Speaker: Die haben nach der ersten Woche

Speaker: dem die gemerkt haben, das rockt hier aber richtig, haben die gesagt, wir weiten nicht aus.

Speaker: Wir machen sogar noch ein paar Kinos weniger für den Moment, weil O-Ton... Damit die Schlangen länger wurden.

Speaker: Nein, nicht nur damit die Schlangen länger wurden, sondern damit die Leute vom Umland nach L.A.

Speaker: kommen und sich das dann angucken, da im großen Trubel in den entsprechenden Lichtspielhäusern.

Speaker: Und was der Weiße Hai auch noch sozusagen mit bedingt hat, oder eigentlich, was da auch entwickelt wurde, ist,

Speaker: ich will nicht sagen die totale Kommerzialisierung des Produktes Film, aber man kann es so sehen, weil auch da ist mehr oder weniger noch vor Star Wars und da hat Lukas das vermutlich auch abgeguckt, das erste Merchandise wirklich entstanden.

Speaker: Die Leute haben nicht nur T-Shirts gekauft und Puzzle und Poster, Magazine, Fan-Magazine.

Speaker: Es gab dann ja auch von Karl Gottlieb dieses The Jarves Lock, das erste Making-of-Taschenbuch, was auch millionenfach verkauft worden ist halt.

Speaker: Hat ja auch nicht viel gekostet, auch in Deutschland war es damals ziemlich billig, wir haben es hier auf dem Tisch liegen.

Speaker: So, was hat damals, guck mal auf den Preis, was hat es damals gekostet bei Heine oder wo es war, guck mal drauf.

Speaker: Hinten drauf steht, die waren drauf gedruckt.

Speaker: 3,80 Mark.

Speaker: 3,80 Mark.

Speaker: Hat man damals noch ein Taschenbuch mit 150 Seiten bekommen, kaum zu glauben.

Speaker: Heute würdest du dafür 15 Euro zahlen, sage ich jetzt mal, oder 12 Euro.

Speaker: Ja, mindestens.

Speaker: Das hat es damals vorher auch noch nicht so gegeben.

Speaker: Das heißt, alles, was mit dem weißen Hai zusammenhing, wurde auch noch vermarktet und man hat da auch noch richtig Geld eingenommen.

Speaker: Und das ist auch genau die schöne Überleitung zu dem tatsächlich, wie es überhaupt quasi zum weißen Hai überhaupt kommen konnte, nämlich die komplette Kommerzialisierung,

Speaker: Und des Produktionsprozesses auch.

Speaker: Oder also wie man versucht hat, das ultimativ zusammenzuschalten.

Speaker: Die beiden Produzenten sind halt durch Zufall über eine Bücherliste über die Frau von David Brown, die beim, jetzt muss ich überlegen, was war es, Cosmopolitan?

Speaker: Doch, ich glaube Cosmopolitan.

Speaker: Hat die gearbeitet und die hat auch immer Bücherlisten in die Hände bekommen und darüber ist sie aufmerksam geworden, hat ihrem Mann Bescheid gesagt, weil irgendjemand, ich weiß nicht, aus der Redaktion oder so, also als Vermerk geschrieben hat, er würde einen super Film abgeben.

Speaker: So, und dann hat die Frau das halt weitergereicht und noch bevor dieses Buch überhaupt erschienen ist, also ein Jahr vorher, hat man sich in einem Bieterstreit tatsächlich schon für eine ziemlich unglaubliche Summe, was war es, 150.000 Dollar, dieses Buch

Speaker: Dieses Buch gesichert.

Speaker: Und ich habe nicht vergessen, dass Peter Benchley einen Vorschuss bekommen hat für 1.000 Dollar, als er angefangen hat zu schreiben.

Speaker: Und letztendlich hat er 7.500 Dollar für das Buch bekommen, aber eine Beteiligung am Umsatz sozusagen.

Speaker: Das darf man nicht vergessen.

Speaker: Und tatsächlich auch...

Speaker: Die Rechte fürs Taschenbuch.

Speaker: Ja, nicht nur die Rechte fürs Taschenbuch, sondern er musste ja auch noch oder wurde dann verpflichtet, auch die erste Drehbuchfassung zu schreiben für 25.000 Dollar.

Speaker: Ja, und er hat auch noch zwei Ergänzungen, beziehungsweise zwei nochmal zwei Ergänzungen, Veränderungen nochmal, Überarbeitungen nochmal abgegeben.

Speaker: Aber...

Speaker: Das Interessante ist halt, es wurde im, ich glaube, Mai, also Anfang 1973 hat man diese Rechte gekauft.

Speaker: Und das Buch selber ist dann erst im Februar 1974 erschienen.

Speaker: Bei Double Day.

Speaker: Genau.

Speaker: Es wurde schon fleißig vorproduziert und gemacht.

Speaker: Steven Spielberg war mit an Bord.

Speaker: Es wurden verschiedene Drehbuchgeschichten schon angeleiert.

Speaker: Spielberg selber hat sich auch dran gesetzt und so weiter.

Speaker: Die große Problematik wurde angegangen, der mechanische Hai musste irgendwie entwickelt, gebaut, also quasi komplett erfunden werden.

Speaker: Und das Buch erscheint Anfang Februar 1974 und wird sofort zum Knaller.

Speaker: Und den beiden Produzenten geht komplett die Muffe und die sagten, wir müssen anfangen.

Speaker: Wir müssen jetzt sofort mit dem Film anfangen.

Speaker: Wir müssen quasi auf der Welle schwimmen.

Speaker: Genau, sonst verpassen wir diese Welle.

Speaker: Und schlimmer noch.

Speaker: da der Vertrag der Schauspielgewerkschaft auszulaufen drohte in dem Sommer, musste das der Film quasi bis Ende Juni im Kasten sein, weil sonst halt Schauspielerstreik drohte, den man natürlich unbedingt vermeiden wollte und schon haben wir den Salat Joe Elfs und wie heißt der?

Speaker: Bob Matty.

Speaker: Bob Matty steckt ihn noch in der Gipswanne vom Weißen Heim.

Speaker: Den ursprünglich gesagt wurde, ihr habt ein

Speaker: anderthalb Jahre Zeit, das Ding zu entwickeln, mussten quasi innerhalb von Wochen plötzlich ihren Kram fertigstellen und Steven Spielberg konnte dann noch so ein bisschen Zeit rauslugen, also zwischen Februar oder sagen wir mal März und man wollte dann irgendwie Ende März, Anfang, April, Anfang haben wir gesagt, nee komm, hier Mai und dann Anfang Mai sollte der Dreh dann auf Marthas Vineyard beginnen.

Speaker: Ja, und das war das Problem.

Speaker: Aber es gibt übrigens noch zum Start des Buches, gibt es noch das Gerücht, dass auch die Produzenten hier, Zennec und Brown, Leute losgeschickt haben, um die ersten paar hundert Bücher in Buchhandlungen zu kaufen, damit der Buch überhaupt erstmal in die Bestsellerlisten kommt und bekannter wird.

Speaker: Ist das belegt tatsächlich?

Speaker: Ich habe es in irgendeiner Dokumentation gehört oder gelesen.

Speaker: Also ich könnte mir das gut vorstellen, aber würde ich erstmal so unter...

Speaker: Das war so ein Gerücht abhaken.

Speaker: Ja, ja, aber es gibt dieses Gerücht, es gibt das Gerücht, dass die Leute losgeschickt haben, die ein paar hundert Bücher gekauft haben in der ersten Woche, damit die Verkaufszahlen direkt nach oben gingen und somit das Buch... Das Problem ist ja... Das ist ja nichts, was machen ja andere auch.

Speaker: Ja, aber du musst dir mal überlegen, was für ein Irrsinn.

Speaker: Du konntest ja damals nicht hergehen und sagen, ich gehe auf Amazon, klick, pack mir mal hundert Bücher in.

Speaker: Da mussten einzelne Leute los und du konntest ja auch nicht so mit...

Speaker: was weiß ich, so sieben riesigen Beuteln irgendwie da so in die Buchhandlung geht.

Speaker: Also es wäre aufgefallen.

Speaker: Ich hätte gern 50 Stück.

Speaker: Es wäre aufgefallen, wenn immer der gleiche Typ mit Trenchcoat und Hut in den Bubladen gegangen wäre und alle 25 Bücher von der Weiße Hai gekauft hätten, die da gelegen haben.

Speaker: Ich weiß es nicht, ich habe es nur gelesen halt.

Speaker: Also heute online könnte ich mir das eher vorstellen, da ist das ja auch easy machbar quasi.

Speaker: Aber damals, was für ein Irrsinn, von wie flächendeckend der da gearbeitet hat.

Speaker: Egal, interessante Geschichte, auf jeden Fall hatte ich so auch noch nicht gehört.

Speaker: Ja, und dann haben wir den Salat gehabt.

Speaker: Man hat im Prinzip auf Martha's Vineyard da gesessen und schon gedreht.

Speaker: Natürlich alle Szenen an Land und so weiter und so fort.

Speaker: Erst mal, wie du ja gesagt hast, Spielberg hat dann noch ein bisschen Zeit rausgeholt für die Technik-Crew, die dann die drei Haie gebaut haben.

Speaker: Und das Problem war natürlich bei den Haien, es gab ja drei verschiedene Varianten, einen Ganzkörperhai, den man auch auf eine Unterwasserplattform packen konnte.

Speaker: Das war so eine Art gelenkiger Arm, diesen Kranausleger, wo der Hai oben drauf steckte und dann auch in entsprechenden

Speaker: Winkeln aus dem Wasser gehoben werden konnte und dieser Ausleger war unten auf einem Schlitten befestigt, der über ein Schienensystem unter Wasser, was am Boden befestigt wurde, unter Wasser in sieben Metern Tiefe hin und her gefahren werden konnte.

Speaker: Somit konnte man den Hai im Wasser etwas bewegen.

Speaker: Das war schon sehr aufwendig.

Speaker: Das ganze System wog knapp 14 Tonnen.

Speaker: Der Hai selber war eine knappe Tonne schwer.

Speaker: Also man muss sich überlegen, wie man da auf offenem Wasser auch mit solchen Sachen umgegangen ist.

Speaker: Dann gab es zwei weitere High-Modelle, die waren auf jeder Seite jeweils auf einer Seite halb offen hinten, das heißt man konnte die immer nur von einer Seite filmen, der eine schon von rechts nach links, der andere von links nach rechts, mit denen konnte man ein bisschen bis hin machen, wo man nicht den ganzen High braucht und mit denen konnte man noch einfacher umgehen, weil die einfacher zur Verfügung stehen.

Speaker: Die schöne Anekdote bei all dem Ganzen, man hat ja wirklich gut vorgeplant, es gab auch, man war sich noch nicht einig, ob der Haigröße am Anfang auch ein Dilemma, wie groß sollte der Hai sein?

Speaker: So, er sollte ordentlich groß sein.

Speaker: Zu groß, 10 Meter, wäre zu viel gewesen, aber so eine Standardgröße bis zu, sagen wir mal, so 4 Meter oder bis zu... Zu klein.

Speaker: Das wäre zu klein, also ist man dann so irgendwie bei knapp 8 Metern irgendwo so gelandet.

Speaker: Es wurde alles...

Speaker: wirklich kleinst, kleinst und in Originalgröße quasi schematisch alles dargestellt und gemacht und sogar auch technisch komplett neu umgesetzt.

Speaker: Es musste ja tatsächlich alles dafür erfunden werden.

Speaker: Aber ich finde wirklich den Kracher und da lache ich mich auch jedes Mal kaputt und er erzählt das auch, als wenn es für die nicht so tragisch gewesen wäre.

Speaker: So, was haben die vergessen, diese tollen Techniker?

Speaker: Und du hast ja hier quasi in deiner heimischen Orca 2 auch mit Elektroinstallateuren viel Spaß gehabt.

Speaker: Was haben die vergessen?

Speaker: Die haben das Ding nur für Süßwasser konstruiert.

Speaker: Ja, warum?

Speaker: Weil sie nur Süßwassertanks in den Studios hatten und damit gearbeitet haben.

Speaker: Aber es war denen ja klar, dass die auf See drehen, das wussten die.

Speaker: Es wurde nicht ganz zum Schluss entschieden, gesagt, oh nee, wir drehen jetzt doch auf See.

Speaker: Nein, das war von Anfang an klar.

Speaker: Und das ist natürlich ein ganz, ganz großer Oberkracher.

Speaker: Es waren ja ganz, ganz viele andere Probleme auch noch.

Speaker: Also das eine waren natürlich die elektrischen Ventile.

Speaker: Die natürlich durch das Salzwasser gelitten haben.

Speaker: Aber es war natürlich auch das pneumatische System mit den ganzen Dichtungen und allem drum und dran.

Speaker: Alles ist durch das Wasser, durch das Meer.

Speaker: Es ist halt auch gnadenlos, wenn du so ein Ding im Wasser hast.

Speaker: Ja, und die gezeiten alles.

Speaker: Die waren auseinandergenommen worden.

Speaker: Und die konnten gar nicht schneller nachschrauben und Ersatzteile ranschaffen, als die Dinger kaputt gegangen sind.

Speaker: Noch geiler war eigentlich die Geschichte.

Speaker: Und das habe ich jetzt auch vor kurzem noch gelesen,

Speaker: ist, dass die Auswärtigen das Farbdesign gemacht haben, die Haie aber erst vor Ort angemalt haben aber die Farbe auf der Struktur vom weißen Hai auf dieser Außenhaut auch in Tanks getestet.

Speaker: Also nicht auf dem Hai, aber auf Mustern und so weiter.

Speaker: So, das hat alles funktioniert und kaum haben die die Farbe aufgetragen für die Haie und die Haie dann vor Ort

Speaker: auf der Insel lackiert und ins Wasser gelassen, ist die Farbe abgeblättert im Salzwasser.

Speaker: Auch das ist das gleiche Thema.

Speaker: Süßwasser via Salzwasser.

Speaker: Also musste man hektisch auch auf der Insel noch eine Farbkombination finden, beziehungsweise eine Farbformel, eine Mixtur von Farbe, die auf dem Stoff halten oder auf dem Material halten auf der Oberfläche, das nicht auflösen, aber auch im Salzwasser halten, kräftig genug sind.

Speaker: Das war auch nochmal das nächste große Problem, was man hatte.

Speaker: Man war also ständig damit beschäftigt, irgendwo

Speaker: Schläuche auszutauschen, Ventile auszutauschen, Elektrik auszutauschen, Mechanik auszutauschen oder wieder zusammenzuschrauben.

Speaker: Und dann parallel noch, während einer noch drin geschraubt hat, hat draußen der nächste schon nachgepinselt.

Speaker: Die sind teilweise in Taucheranzügen mit Pinseln ins Wasser gegangen, habe ich auf Filmen gesehen, und haben an manchen Stellen oberhalb des Wassers den Hai noch nachgepinselt für bestimmte Kameraaufnahmen.

Speaker: Und du siehst es auch.

Speaker: Es gibt so ein, zwei Szenen vom weißen Hai, wo du genau siehst, an dem Gelenkstück,

Speaker: vom Kiefer unterhalb der Kiemen ist an der weißen Fläche, da flottert so ein bisschen was vor sich hin.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Was ich aber cool fand, es war wahrscheinlich nicht so angesagt, aber ich fand genau das, so kleine Details, jetzt auch nochmal in der Doku, sehr schön von Guillermo del Toro,

Speaker: Die den Hai eigentlich lebendiger gemacht haben, der auch sagt, was war für dich das Unheimlichste da?

Speaker: Sagt er sich, ja, nachdem der Quinn am Ende gefressen wird und der Hai dann da in das Boot ran und man sieht da noch so die kleinen Fetzen in der Schnauze hängen und ja, das sind halt so genau diese kleinen Details, wunderbar.

Speaker: Aber das ist ja, da hat die Ausstattung einen super Job gemacht.

Speaker: Guck dir alle Sachen an.

Speaker: Guck dir in dem Film, jetzt siehst du in HD ja noch viel mehr.

Speaker: Das Boot von Quinn sieht richtig benutzt aus.

Speaker: Alles, der Käfig, wenn er zusammengesteckt wird, der sieht aus, als wäre er schon dutzend Mal im Wasser gewesen.

Speaker: In der Billigproduktion hättest du einen sauberen Käfig gehabt, da hättest du irgendein Boot gehabt, wo man nicht viel Dreck drauf geworfen hätte, weil man es ja wieder sauber machen müsste und so weiter.

Speaker: Das ist alles gemacht.

Speaker: Aber was ich noch kurz sagen wollte, was ja geil ist, wusstest du, dass Steven Spielberg dankenswerterweise seine Spezial-Effekte-Abteilung immer spezial gemacht hat?

Speaker: Special Defects Team, jawohl.

Speaker: Der einfach einen Hai trainiert, ähnlich wie ein Delfin, damit der dann ein paar Sprünge macht und ein paar Runden dreht, so nach dem Motto, und sich hinterher seinen Hering abholt.

Speaker: Das war die Herangehensweise von Steven Spielberg am Anfang, bis man ihm sagt, Steven, ich glaube, das funktioniert so nicht.

Speaker: Atari auf dem Wasser läuft hier.

Speaker: nicht.

Speaker: Das kann nicht gut gehen.

Speaker: Aber man hat natürlich auch mit echten Haien gedreht.

Speaker: Aber wie hart das ist, überlege ich mal.

Speaker: Weißt du, dieses arme Effekteam unter Joe Elfs, die reißen sich den Arsch auf.

Speaker: Wir kriegen dann auch noch einen, also denen geht sowieso schon die Muffe bis sonst wo.

Speaker: Ja, weil ständig das Ding kaputt ist, nichts funktioniert.

Speaker: Die müssen da alles on the fly machen.

Speaker: Werden Special Defects Team genannt, obendrein noch und kriegen dann immer noch einen reingekommen.

Speaker: Also das muss man sich wirklich mal vor Augen halten, was da los gewesen ist.

Speaker: Und ich

Speaker: Sag ja auch, es ist halt genau die Nummer.

Speaker: Es ist so produktionstechnisch.

Speaker: Das hat man auch bei anderen Produktionen.

Speaker: Schönes Beispiel, Return of the Living Dead, ähnliche Geschichte mit dem gelben Zombie am Anfang und so, wo auch erst ein anderes Special-Effects-Team dran war.

Speaker: Wo dann halt so, hier komm, du musst so mit minimalem Aufwand hier den Mist machen.

Speaker: Und das ging halt vorne und hinten nicht.

Speaker: Und am Ende hat man dann doch die fette Kohle bezahlt, damit es hinkriegt.

Speaker: Wenn dir anderthalb Jahre versprochen werden, eine Entwicklungszeit und du kriegst kein Jahr, dann muss das einfach so enden.

Speaker: Aber das ist schon so ein bisschen naiv für mich.

Speaker: Man muss ja sagen, auch Joe Alves hat ja auch nicht dazugelernt.

Speaker: Der hat bei Weißnail 2 auch wieder die Effekte-Departement geleitet und beim dritten Teil noch Entwicklung gemacht und beim dritten Teil ja selber auch Regie geführt.

Speaker: Ja.

Speaker: Und das ist ja auch die schöne Ironie beim zweiten Teil, also wenn man das weiß oder einfach vor Augen hat, nach dem Motto, okay, wir killen den Hai, lass den einfach in ein Stromkabel beißen und in Flammen aufgehen.

Speaker: Herrlich, wunderbar.

Speaker: Man muss noch ganz kurz erwähnen, dass Bob Metty, den wir vorhin kurz erwähnt haben, der Joe Elf sozusagen unter die Arme gegriffen hat, den man aus der Rente zurückgeholt hat, ja auch für die Spezialeffekte bei 20.000 Meilen unter mehr verantwortlich war und den riesen

Speaker: Kragen gebaut hat.

Speaker: Das war ja auch nicht ganz unproblematisch, weil die ersten Szenen, die man gedreht hat mit dem Kampf gegen diesen Riesenkragen auf der Nautilus an der Wasseroberfläche, war ja bei Sonnenuntergang und es sah alles ganz romantisch und schön aus und es sah so albern aus, sodass man hinterher gesagt hat, um Gottes Willen, wie scheiße sieht das denn aus?

Speaker: Wir machen das jetzt alles nochmal bei Sturm und Regen und dunklem Wetter und dann sah das auch okay aus.

Speaker: Aber die ersten Aufnahmen auch da...

Speaker: Musste auch ein Lerneffekt eintreten halt so ein bisschen.

Speaker: Das ist ja ein Klassiker nach dem Motto, okay, wenn deine Effekte nicht ganz so gut sind und damals waren es ja alles Onscreen mechanische Effekte oder Gummieffekte, wie auch immer.

Speaker: dann hilft so halb dunkel schon ganz gut.

Speaker: Aber man muss fairerweise dazu sagen, das macht den Film natürlich, auch jetzt ist es nicht der 20.000 Mal und dann mehr, aber der Weiße Hai macht den Weißen Hai natürlich umso realistischer.

Speaker: Weil eben nicht im Stage gedreht worden ist, nicht in irgendeinem Becken.

Speaker: Es gab ein paar Nachdrehs nachher bei MGM und auch im Pool von der Katharin von Werner Fields, weil noch ein, zwei Szenen fehlten oder Spielberg sie nochmal anders machen wollte, was auch richtig war.

Speaker: Aber...

Speaker: Alles, was du im größten Teil des Filmes siehst, ist ja wirklich draußen am offenen Meer echt gedreht worden.

Speaker: Nicht vor der Greenscreen oder Bluescreen oder irgendwo vor einem gemalten Himmel, wie man das früher gemacht hätte.

Speaker: Es hat dem Film wirklich geholfen, ihn echter und realistischer zu machen.

Speaker: Ja.

Speaker: So unrealistisch viele Szenen mit dem Hai sind, so realistisch wirkt er dann doch.

Speaker: Und der Hai sieht heute immer noch gut aus.

Speaker: Ja, aber im Vergleich, es wurde ja über den Hai als Puppe immer viel geumt, also schon auch damals immer legendär in Back to the Future und das ist auch da, es ist so, wie genial das ist.

Speaker: In Back to the Future 2, diese Szene, wo Marty McFly sagt, der Hai sieht immer noch fake aus.

Speaker: Und jetzt lassen wir uns das auf der Zunge zergehen.

Speaker: Der Hai wurde schon immer als Püppchen.

Speaker: Man sieht, dass das eine Puppe ist.

Speaker: Und Marty McFly, was ist es da schon?

Speaker: Ich glaube, 87, 89, so die Ecke.

Speaker: Die waren ja back to back.

Speaker: ist der Hai da aber eine Digital-3D-Holographie.

Speaker: Also ein Digital-Hai.

Speaker: Und natürlich sieht der beschissen aus.

Speaker: Und das fand ich auch klasse in der Doku, wo James Cameron dann auch zum Beispiel mal noch zu Wort kam und er sagte so, ey, die machen Haie heute in digital und die sehen beschissener aus als der Hai damals.

Speaker: Und jetzt nicht die, die das mit Absicht machen, sondern auch die, die das gerne hätten.

Speaker: Ein seltsames Filmpark.

Speaker: Es ist aber jetzt auch, wirklich, das haben wir gar nicht gesagt, der weiße Hai war dann damals, als er gestartet ist, der erfolgreichste Film aller Zeiten zu diesem Zeitpunkt, bis dann Star Wars kam, müssen wir nicht drüber reden, aber es ist auch immer schön und hat den sogenannten Hai-Wahnsinn ausgelöst, auch in den ganzen USA, sogar weltweit.

Speaker: Viele haben sich dann wirklich auch nicht mehr, ich halte das immer für eine Zeitungsente, aber es war wirklich so, dass viele sich ernsthaft nicht mehr getraut haben, ins Wasser zu gehen.

Speaker: Ja, da möchte man im Sommer 75, 76 nicht so richtig irgendwie an so einem Ferienort gejobbt haben müssen.

Speaker: Ja, ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich war ja auch schon das ein oder andere Mal Schnorcheln im Meer und so weiter.

Speaker: Und jedes Mal, wenn ich dann da irgendwo rumplanche, egal, auch wenn ich weiß, es gibt hier keine Haie und wenn überhaupt nur kleine Haie oder nicht so große Haie,

Speaker: Der Gedanke kommt einem jedes Mal auf.

Speaker: Also entschuldige bitte, aber auch ich planche da rum und denke, was ist jetzt, wenn hier so ein Hai um die Ecke kommt?

Speaker: Du denkst unweigerlich daran, weil der weiße Hai hat sich einfach manifestiert, nicht nur bei Filmfans, sondern in einem gesellschaftlichen Gedächtnis der Menschen, gerade da noch viel mehr.

Speaker: Er ist Popkultur geworden, aber auf der anderen Seite ist er auch ein Meisterwerk.

Speaker: Und das sehen aber viele nicht so.

Speaker: Mittlerweile kriegt er immer mehr Anerkennung.

Speaker: Aber gerade vor 20 Jahren hätte man vielen Leuten da gesagt, der weiße Hai ist ein Meisterwerk, hätten die dich angeguckt, wie ein Auto, das ist ein billiger Tier-Horrorfilm mit einem Kunststoffhai, so nach dem Motto.

Speaker: Weil das war die gängige Meinung bei vielen Menschen, die sich nicht ernsthaft oder nicht mehr als einmal gesehen haben, wenn überhaupt noch mal in einer Zerstücke in Fassung bei RTL oder so im Frühprogramm, oder ihn nur mit einem Auge gesehen haben oder auch kein Interesse daran hatten, nur vom Hören sagten.

Speaker: Ist sehr spannend.

Speaker: Ich habe jetzt auch noch mal online nachgeguckt.

Speaker: Der hat tatsächlich nur eine 1-Deb-Wertung von 8,1.

Speaker: Nur ist gut.

Speaker: Ja, also ich meine, für einen Tierhorrorfilm ist das natürlich top.

Speaker: Aber jetzt für den speziellen Film, also ich habe schon gesagt, das ist nicht scheiße, um Gottes Willen.

Speaker: Aber ich hätte schon gedacht, dass er eher so Richtung 8,9 oder so schon geht.

Speaker: Oder 9, ne?

Speaker: So hätte ich schon gedacht.

Speaker: So, aber dann auch in der Verteilung auch nochmal geguckt.

Speaker: Und ich habe mich gefragt, so jetzt mal ganz im Ernst, bei dem Film...

Speaker: Also selbst auch, wenn man den nicht mag, im Sinne von so viel Tierhorror ist in dem Film ja auch gar nicht so viel.

Speaker: Man sieht ja auch gar nicht so viel eine ganze lange Zeit.

Speaker: Und eigentlich ist es mir doch gerne, und das auch völlig zu Recht, besonders bezogen auf das letzte Drittel des Films, gerne als Abenteuerfilm bezeichnen.

Speaker: Das ist es dann ja auch ein Stück weit.

Speaker: Also quasi drei Männer auf einer Mission.

Speaker: Und ich habe mich gefragt, wie kann da irgendjemand

Speaker: ich sag mal, weniger als fünf oder sagen wir mal vielleicht noch eine vier für diesen Film.

Speaker: Wie kann jemand diesem Film eine Eins geben?

Speaker: Also quasi die schlechteste aller Wertungen.

Speaker: Weil, wie schon gesagt, selbst wenn man das Ding nicht mag, allein die handwerkliche Fertigkeit dieses Films

Speaker: So.

Speaker: Ich bin bei solchen Bewertungen, wo normale Menschen oder wo jeder bewerten kann, da bin ich sogar so außen raus, da halte ich überhaupt nichts.

Speaker: Also wenn einer sagt so.

Speaker: Ich gucke die Amazon-Bewertung an, wo die Leute das Produkt scheiße bewerten, weil Amazon schlecht verpackt hat.

Speaker: Ja, oder zu spät verschickt hat.

Speaker: Ja, das ist ja nochmal was anderes.

Speaker: Aber wir reden hier ja speziell wirklich.

Speaker: Aber du weißt doch, Kai, es gibt doch, ich will da jetzt nichts herablassen klingen, aber ich.

Speaker: Großteil der Menschheit ist halt schon doof.

Speaker: Und es geht ja gar nicht darum, dass sie den weißen Hai jetzt doof finden oder nicht.

Speaker: Aber du kannst die Leute fragen, zu irgendeinem Thema, egal was es ist.

Speaker: Es gibt immer 5% Scheiße.

Speaker: Das ist ja bekannt.

Speaker: Aber trotzdem, jetzt mal wirklich objektiv genommen.

Speaker: Weil selbst, wie schon gesagt, du kannst nicht mitgerissen mit diesem Film sein, es sei denn, du bist selber schon halb komatös irgendwo am liegen oder der einzige andere Grund, den ich gelten lassen würde, wäre, dieser Film hat mir das ins Wasser gehen auf ewig vermisst, deswegen will ich den scheißen.

Speaker: Also selbst in unserem heiß geliebten Filmclub, dem geheimnisvollen Filmclub Boje Ormega, für den ich ja immer gerne Lanze breche, auch da gibt es eine ganze Menge Leute drunter, wenn du da zehn Leute in die Runde fragst oder in die Runde werfen willst und sagst, der weiße Hai ist ein Meisterwerk.

Speaker: Da würden fünf oder sechs sofort nicken und sagen, ja, ja, ja.

Speaker: Zwei würden so mit dem Kopf hin und her wackeln.

Speaker: Und dann würden zwei sagen, ja, weiß ich nicht.

Speaker: Pass auf, wir machen beim nächsten Club mal den Lackmus-Test.

Speaker: Mich würde das auch mal interessieren.

Speaker: Du hast wahrscheinlich recht.

Speaker: Aber, wie schon gesagt, also gerade... Da würde einer sagen so, der Hai hat mich nicht überzeugt.

Speaker: Der Charakter vom Hai hat mich nicht überzeugt.

Speaker: Der hat keine Entwicklung durchgemacht.

Speaker: Genau.

Speaker: Obwohl doch, am Ende ist er sehr klein kariert.

Speaker: Um Gottes willen.

Speaker: Ja, aber egal.

Speaker: Auf jeden Fall kam ich da.

Speaker: Ich dachte mir so, verdammt, weil, wie schon gesagt...

Speaker: Bei so einem Film zum Beispiel Der Pate, das ist ja also der meist oder vermeintlich am höchsten bewertetste Film aller Zeiten.

Speaker: Da kann ich das zum Beispiel noch verstehen, weil so eine Mafia-Geschichte spricht halt wirklich nicht jeden unbedingt an oder wie auch immer.

Speaker: Eine Fischerei-Geschichte spricht auch nicht jeden an.

Speaker: Ja, eben, da würde ich...

Speaker: Eben sagen, nicht aus dem Grund, und das ist genau das, was du eigentlich vorhin beschrieben hast, nämlich tatsächlich das, was Steven Spielberg quasi damit erreichen wollte, alle anderen quasi ins Boxhorn zu jagen, diese Sache mit den Urängsten zu spielen, vor dem Ungesehenen, unter der Wasseroberfläche, was man nicht sieht.

Speaker: Da sind ganz viele atavistische Dinge drin, also auch von der gesamten Struktur.

Speaker: Und interessanterweise ist es ja auch so, dass das Fantum

Speaker: So, das Weißen heißt, ist ja sehr homogen besetzt.

Speaker: Das sind ja jetzt nicht nur Jungs, die diesen Film toll finden.

Speaker: Ganz im Gegenteil.

Speaker: So, obwohl er ja eigentlich auch fast nur aus Jungs besteht.

Speaker: Übrigens, diese natürliche Angst vor dem, was unter mir ist im Meer, vor dem Unbekannten, unten in der tiefen Dunkelheit, da, wo ich nichts mehr sehe.

Speaker: Das nennt man übrigens Thalassophobie.

Speaker: Da gibt es einen Fachbegriff für.

Speaker: Guck mal an.

Speaker: Ja, das ist die Angst vor der Ozeantiefe oder vor tiefen Gewässern, vor dem, was da unten ist.

Speaker: Thalassophobie.

Speaker: Habt ihr wieder was gelernt hier bei unserem wunderbaren Podcast?

Speaker: Lohnt sich also auch mal in unserer Film-Wiki reinzuschalten.

Speaker: Das zweite ist natürlich die zweite Angst, mit der Spielberg natürlich auch spielt und die auch natürlich auch jedem Shark Exploitation Film sozusagen zugrunde liegt, weil Shark Exploitation ist ja gerade auch erst aus dem weißen Hai entstanden, ist natürlich die Angst vor diesem natürlichen Ungeheuer.

Speaker: Der weiße Hai als Ungeheuer, obwohl er ja eigentlich nur ein großer Raubfisch ist.

Speaker: Und da natürlich schon die große Literatur eben vor Wegnahme, klassisch daher sind wir wieder beim Wal gelandet.

Speaker: Melville, der weiße Wal und das ganze menschliche Drama, was da dran hängt und auch hier, da kommen wir vielleicht gleich nochmal drauf zu sprechen, hatte ich vorhin ja schon angesprochen, als wir uns die Doku angeguckt haben, das werde ich hier nachher auch nochmal in den Ring werfen.

Speaker: wie man das mit dem Ende und mit dem Hai und das alles vielleicht nochmal aus einer ganz anderen Perspektive sehen kann, warum das am Ende so ist, wie es so ist und auf welche Lösung man kam, sich eben den Hai hier abspenstig zu machen.

Speaker: Im Buch war es ja alles anders, kommen wir gleich auch noch drauf.

Speaker: So, wo waren wir jetzt stehen?

Speaker: Wir waren bei den Dreharbeiten auf Martha's Vineyard und was da so alles schief lief und wer sich da wie an die Gurgel.

Speaker: Der Hai funktioniert nicht.

Speaker: Was macht man?

Speaker: Man dreht viel an Land.

Speaker: Also sämtliche Szenen, wo quasi der Hai nicht gebraucht wird für.

Speaker: Teilweise wird sich dann überlegt, okay, wir können den Hai nicht zeigen, also lassen wir den Hai...

Speaker: Quasi nur unter Wasser auftauchen, also außerhalb der Sicht des Zuschauers, aber trotzdem für ihn sichtbar machen.

Speaker: Angefangen mit der berühmten Anfangsszene.

Speaker: Da haben wir auch gerade nochmal drüber schwadroniert.

Speaker: In der Doku wurde das schön aufgebläht gesagt, also gerade Spielberg selber, ja!

Speaker: Wir machen da eine Hommage an Hitchcock, wir zeigen den Heinrich, ui, das ist dann genau, wo ich so auch gesagt habe, ja, im Nachhinein kann man sich das auch schön reden.

Speaker: Aber er hat eine Hommage an den Schrecken von Amazonas in dieser Szene zum Besten gegeben, weil sie so unter Wasser Ansicht, wo sie oben schwimmt.

Speaker: Das sieht man ja auch von Laurie Nelson im ersten Teil, Creature from the Black Lagoon halt.

Speaker: Das ist einfach dreist wie Cloud.

Speaker: Er hat es ja selber mal zugegeben, dass er den Film auch mag und dass er das natürlich mit einbauen wollte.

Speaker: Und Susan Beglinny, die ja da sozusagen die Stuntfrau war.

Speaker: Die wir beide ja auch tatsächlich kennenlernen durften.

Speaker: Genau, ich war auch wirklich so.

Speaker: Also die gesamte Träschothek.

Speaker: War es Dortmund oder war es Neues?

Speaker: Ich weiß gar nicht mehr.

Speaker: Irgendwo auf einer Convention.

Speaker: Da hat sie mir noch ein Buch signiert und wir wollten sie auch für ein Vorwort fürs Hai Buch gewinnen.

Speaker: Hätte sie auch gemacht.

Speaker: Sie ist nur leider 2022 mit 77 Jahren dann verstorben.

Speaker: Super nett, super freundlich, die Frau.

Speaker: Echt nett, hat auch später noch in einigen anderen Filmen mitgespielt, unter anderem nochmal so eine Art Parodie in 1942, wo bitte geht es nach Hollywood.

Speaker: 1941, genau, wo bitte geht es nach Hollywood von Spielberg.

Speaker: Genau, und das ist halt natürlich auch so ein bisschen schade, aber wir haben sie noch persönlich kennengelernt.

Speaker: Genau.

Speaker: Und sie hat dann erzählt, wie sie dann von so Seilen hin und her gezogen worden ist vom Team.

Speaker: Und das sieht auch gut aus.

Speaker: Und ich finde, das ist auch genau das Richtige, dass man den Heilig sieht.

Speaker: Interessant ist dabei aber, man hätte ja auch schon so, das ist die erste Eröffnungsszene, du willst da ein Publikum rankriegen, wie macht man das?

Speaker: Und vor allem, was...

Speaker: dann später ja im Film passiert, wir gehen da auch nochmal auf die heikle Frage der, was zeigen wir denn überhaupt an Gewalt hier?

Speaker: Und man sieht, dass Spielberg da auch noch sehr in seiner Sturm-und-Drang-Phase ist.

Speaker: Er hätte ja auch noch gerne so viel mehr gezeigt eigentlich ursprünglich.

Speaker: So, aber hier, und das fand ich dann eben wieder cool mit der Sache mit dem Nicht-Zeigen, wie er später

Speaker: doch deutlich mehr Bluteinsatz im Wasser zustande kommt, hat man hier bei der Eröffnungsszene komplett darauf verzichtet.

Speaker: Und das fand ich spannend.

Speaker: Es hatte fast sowas wie so ein Argento-Touch in der Gestalt, wo der seine Tatwaffe dann auch immer sauber blitzend entlässt, eben nicht blutbesucht, aber hier das eben alles sehr clean lässt und der Schrecken sich, ob

Speaker: der Brachialität dieses Hin- und Herreißens ergibt.

Speaker: Also sie ist dadurch natürlich auch deutlich brutal, die Szene.

Speaker: Auch wenn du kein Blut siehst, ist sie schon ziemlich hart.

Speaker: So wie sie hin- und hergeschleunert wird und auch unter Wasser gezogen wird und dabei schreit.

Speaker: Das musste man übrigens später im Studio nachsynchronisieren.

Speaker: Da gibt es eine schöne Geschichte von Richard Dreyfuss, wo er ins Studio kam, weil er noch was einsprechen sollte.

Speaker: Dann stand Spielberg mit ihr in der Tonaufnahme.

Speaker: Und sie hatten so eine Babybadewanne und sie hat dann geschrien und er hat ständig irgendwie Wasser in den Mund gekippt, damit sie die ganze Zeit dieses glückende Wasser im Mund hatte.

Speaker: Hat er sich das angeguckt und gesagt, ist ja interessant, was hier so abgeht, das ist ja eine schöne Nachmittagsbeschäftigung, Frauen irgendwie unter Wasser zu drücken, beziehungsweise.

Speaker: Das war schon sehr skurril.

Speaker: Waterboarding made by Spielberg.

Speaker: Genau, genau so ist es.

Speaker: Das war schon sehr skurril.

Speaker: Also man musste das alles nachvertonen, aber nicht umsonst hat der Ton ja trotzdem auch einen Oscar bekommen.

Speaker: Absolut.

Speaker: Weil auch das gut funktioniert hat.

Speaker: Das hat sich alles super angehört.

Speaker: Im Originalstreifen, aber auch, muss man fairerweise sagen, auch zum Teil in der Synchronisation, wobei die Szene natürlich nicht synchronisiert worden ist.

Speaker: So, hier jetzt mal eine spannende Quizfrage.

Speaker: Ich weiß nicht, mich selber...

Speaker: Sound, die erste Szene des Films, das erste Bild, dieses Unterwasserbild, wo wir diesen Point of View vermeintlich haben, wir wissen es nicht.

Speaker: Da gibt es ja auch schon, als das Universal-Logo kommt, gibt es ja so einen Sound.

Speaker: So einen Unterwasser-Sound, ja.

Speaker: Ja, der wie so...

Speaker: Also sollen das Unterwasser-Wahlgesänge sein?

Speaker: Das hört sich so an.

Speaker: Oder auch wie so ein Funksignal unter Wasser, so ganz komisch.

Speaker: Aber hast du auch keine Ahnung, was das für ein Geräusch ist.

Speaker: Aber das ist so, weil das ist so iconisch.

Speaker: Man nimmt das so hin, weil man es kennt und weil man es einfach gewohnt ist.

Speaker: Ja, das ist aber auch wunderschön.

Speaker: Wie so ein Echolot vielleicht?

Speaker: Ja, kann auch sein.

Speaker: Das ist wahrscheinlich so eine Soundmischung aus allem, was man so gefunden hat gerade.

Speaker: Aber das hätte ich gerne... Müssen wir mal... Alle Hörer da draußen schön in die Kommentare mal schreiben, wer weiß es, was dieses erste Geräusch ist, was man da im Weißen Hai hört.

Speaker: Weil das ist so ikonisch, das ist mir sofort immer im Gehör.

Speaker: Ja, man hat Amity sozusagen auf dieser wunderbaren Insel Martha's Vineyard dann da gedreht und immer weiter gedreht und gedreht.

Speaker: Und irgendwann kann man dann natürlich, ich glaube es war irgendwann im Juni, ist man sozusagen an den Punkt gekommen, wo man vom Land aufs Wasser gehen musste.

Speaker: Und da war man gerade zehn Tage über die Drehzeit.

Speaker: Von den angesetzten 55 Drehtagen insgesamt hat man später 159 Drehtage gebraucht.

Speaker: Also quasi fast verdreifacht, die Anzahl.

Speaker: Das sorgte auch dafür, dass natürlich das Budget sich auch verdreifacht hatte, was wir ja vorhin schon gesagt haben.

Speaker: Und nicht nur, weil die Hotels und Anwohner sauer waren, weil am 4.

Speaker: Juli eben genau wie im Film geht da die Saison los.

Speaker: die Touristen kommen.

Speaker: Und da sollte das Filmteam schon abgezogen sein.

Speaker: 29.

Speaker: Juni sind sie auf Wasser gegangen.

Speaker: Und das Team ist dann aber noch bis Mitte, Ende September geblieben.

Speaker: Und die Örtlichkeit hat die halbe Stadt blockiert.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Die halbe Insel.

Speaker: Wir waren da richtig sauer und angepisst drüber.

Speaker: Und man war sich da am Ende des Tages zunächst erstmal nicht mehr so freundlich.

Speaker: Also das war schon eine schwierige Nummer und vor allem, man hat dann eben auch spontan einfach mal die Hotelpreise verdreifacht.

Speaker: Ja, nicht nur das, man hat auch vor das Produktionsbüro mal einen kleinen toten Hai hingelegt halt vor die Tür, also nach dem Motto der Pferdekopf.

Speaker: Ja.

Speaker: Von der Pate haben die was von gelernt.

Speaker: Ja, das war nicht so schön am Anfang.

Speaker: Man hat die Leute dann auch wieder gütlich stimmen können, indem man sie immer mehr eingebunden hat in die Produktion.

Speaker: Und auch immer mehr Leute hat auch mitdrehen lassen, auch im Nachhinein noch und auch immer mehr Dienstleistungen auch da eingekauft hat.

Speaker: Die Bootsbesitzer wurden weiter benötigt, haben gutes Geld auch bekommen.

Speaker: Es gab dann auch einen kleinen Streik, den hat man dann beigelegt, indem man ein bisschen das Geld oben drauf gelegt hat und so weiter.

Speaker: Und im Nachhinein haben die Einwohner dieser wunderbaren kleinen Urlaubsinsel, haben auch verstanden, dass der weiße Hai ihnen letztendlich auf lange Sicht viel mehr Geld gebracht hat, als nur in diesem Sommer.

Speaker: Ja, heute inzwischen.

Speaker: Ja, auch später, schon im Jahr darauf, als der Film gelaufen ist, nachdem der Film gelaufen ist, im Sommer danach, also im gleichen Sommer, hat sich die Touristenzahl verdreifacht.

Speaker: Ja.

Speaker: weil die Leute den Film gesagt haben, komm, da fahren wir jetzt doch mal hin, dann gucken wir uns doch mal an vor Ort, so nach dem Motto.

Speaker: Und wer hat es nicht gemacht, als er da war?

Speaker: Hör auf, hör auf, ja.

Speaker: Ach, hier in der Salz.

Speaker: Ja, genau, es ist fürchterlich, ich darf gar nicht drüber nachdenken.

Speaker: Nein, aber auch wenn du jetzt auch siehst, was jetzt, wir haben ja vorhin noch ein kurzes Video gesehen, was jetzt da los ist, 50 Jahre Jobs, da gab es halt dann, war Richard Dreyfuss nochmal vor Ort, die haben die Orca nochmal, wurde nochmal gebaut, nachgebaut, eins zu eins, wie im Film, die

Speaker: Die haben dann Konzert gegeben auf der Insel, alle Shops verkaufen da weiße Hai-Devotionalien und T-Shirts bis der Arzt kommt.

Speaker: Das ist ein richtiges Fan-Treffen, da gibt es eine Ausstellung im Museum über den weißen Hai.

Speaker: Also das läuft schon.

Speaker: Mir ist es eigentlich schon, ich habe immer gesagt, vielleicht fährt man ja nochmal für den Sommerurlaub dahin, weil wie gesagt Massachusetts und New England ist halt wirklich auch eine schöne Ecke.

Speaker: Vielleicht sogar eine der schönsten von Amerika.

Speaker: Vielleicht nicht für die, die so Kalifornien mögen, weil das da sehr europäisch ist halt.

Speaker: Aber es ist halt toll.

Speaker: So, und dann nochmal hinzufahren.

Speaker: Aber ich habe so ein bisschen Angst, dass ich vielleicht enttäuscht bin, weil du jetzt nachhinein... Das ist ja kommerziell.

Speaker: Ich will nicht sagen kommerziell, aber dass es verramscht wird, weißt du, so ein bisschen.

Speaker: Dass du nur noch überall weiße Hai-Souvenirbuden hast.

Speaker: So wie in Düsseldorf in der Altstadt, du überall den scheiß Fernsehturm kaufen kannst.

Speaker: Sag ich jetzt mal übertrieben.

Speaker: Ja, gut.

Speaker: Das ist mir dann irgendwann zu viel.

Speaker: Mal ehrlich, wenn ich mich hier so umgucke, hier ist ja schon so ein Merchandise-Mekka, aber wenn es ein echtes, der weiße Hai, Merchandise-Mekka geben sollte, sollte es dann nicht da auf der Insel sein?

Speaker: Ich habe eine Postkarte von da.

Speaker: Ich habe hier Cape Cod mit einem Hai drauf und einem ausgestanzen Maul.

Speaker: Ja natürlich, das schon.

Speaker: Irgendwann werde ich da nochmal hinfahren.

Speaker: Ich glaube das ist immer so ein Ziel, mir das mal anzugucken, mal für ein paar Tage.

Speaker: Aber es ist halt auch nur eine Insel.

Speaker: Und wie gesagt, vom weißen Hai außer viel Merch und nachgebastelten Sachen findest du da auch nichts mehr.

Speaker: Bis vor ein paar Jahren lagen noch Reste von der alten Orga, die gab es ja zweimal.

Speaker: Die lagen dann auch irgendwo rum, bis sie dann irgendwann auch von irgendwelchen Sammlern auch eingesammelt worden sind und irgendwie verschwunden sind.

Speaker: Aber es erinnert nichts mehr an den Weißen Hai, außer natürlich die geografische Lage, die Strände, die Brücke da, dieser Kanal, wo dann die Jungs von Brody reingehen sollen, sowas für alte Omas und so weiter.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Das gibt es natürlich alles noch, aber auch der Ort ist auch noch sehr treu geblieben, als wenn man heute aufnahm von dem Ort, der sieht noch genauso aus wie damals, da ändert sich nicht so viel.

Speaker: Das ist ganz gut, das haben sie ganz gut belassen, aber

Speaker: Wie gesagt, man muss hier einfach, glaube ich, selbst mal ein Bild davon machen.

Speaker: Also man kann bei YouTube ganz schön, finden man verschiedene Videos und kann sich das angucken, wie das da jetzt aussieht und so weiter.

Speaker: Aber ich muss sagen, ich finde es schon schön, dass sie da ihr Erbe nicht nur so nebenbei pflegen, sondern das auch richtig machen können.

Speaker: Hat ja auch damit zu tun, es stört das normale Touristengeschäft ja nicht.

Speaker: Die haben was, wo die regelmäßig feiern können, wo sich jetzt ja aber auch über die Jahrzehnte, hatten wir auch noch gerade drüber gesprochen, ja.

Speaker: Das mit dem weißen Hai-Fandom ist ja auch, also es gibt Leute, die sind da schon sehr, sehr lange dabei, aber das ist jetzt auch über die Jahre einfach wirklich gewachsen.

Speaker: Auch bei mir, der weiße Hai war immer ein Film, also auch generell die Filme per se, die haben immer irgendwie dazugehört, aber so den richtigen Stellenwert vom Hai, der ist wirklich auch bei mir erst so richtig über die Jahre dazugekommen.

Speaker: Waren immer Top-Filme, waren immer oben mit dabei, also besonders halt eben der erste logischerweise, aber ähm

Speaker: Also wie handwerklich gut das ist und wie alles andere so gut da reinpasst.

Speaker: Worüber man sich früher als Knirps natürlich gar keine Gedanken gemacht hat.

Speaker: Das ist schon Wahnsinn und das ist schön, dass die das da machen können.

Speaker: Zumal da ja auch nichts anderes passiert.

Speaker: Mich ärgert das zum Beispiel halt in Spanien, die mit ihrem quasi filmhistorischen Erbe

Speaker: relativ wenig machen.

Speaker: Da ist jetzt auch erst in den letzten paar Jahren ein bisschen was dazugekommen, wo sich Leute aufgebaut haben und gesagt haben, ey hier, das ist doch, also erstens, hier sind so viele ikonische Filme entstanden und wir wollen hier was machen.

Speaker: Sad Hill, da hat sich so ein ganzer Kulturverein gebildet, die haben halt den Friedhof von The Good, The Bad and the Ugly wieder aufgebaut.

Speaker: Die haben jetzt angefangen, die bauen gerade wieder das alte Südstaaten-Strahl

Speaker: Straflager auf, was es da gab.

Speaker: Es hat aber auch damit zu tun, dass sie das tatsächlich, diese ganzen alten Sachen, die sind damals natürlich alle nach den Filmproduktionen alle in die Tonne gekloppt worden, was sich da natürlich keine Gedanken drum gemacht hat.

Speaker: Aber das Problem ist auch, dass an diesen Drehorten tatsächlich heute auch immer noch fleißig gedreht wird.

Speaker: So, das heißt, die können da teilweise permanent Sachen nicht unbedingt gar stehen lassen.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber es ist ja überall, gerade aus der Zeit, wo in den 70ern, 60ern und 70ern viel gedreht worden ist und so weiter, dass man da heute, selbst wenn da, wo heute nichts mehr gemacht wird, auch kein, dass nicht in irgendeiner Art und Weise noch weitergegeben wird, einfach nicht geschätzt wird.

Speaker: Ich war mal auf Rordos.

Speaker: wo auch der Koloss von Rodos gedreht worden ist und auch die Kanonen von Navarone.

Speaker: Und das wurde hier dann mal so kurz erwähnt, aber da gab es nichts, wo irgendwas nochmal auf den Drehort hingewiesen worden ist.

Speaker: Ja, eben, das meine ich.

Speaker: Weil da auch einfach, und das ist das, worauf ich wundere, dass per se einfach das Bewusstsein dafür fehlt.

Speaker: Gerade, also ich sage mal, in Almeria gibt es natürlich halt so die Westernstädtchen.

Speaker: Das ist aber auch mal mehr, mal weniger lieblos gemacht oder wird erhalten, weil das ja auch...

Speaker: Also es wird gar nicht kulturell gefördert oder unterstützt.

Speaker: Ich habe da selber ja noch Fotos gemacht vor so 10, 15 Jahren, irgendwie dieses ganz alte Vor-Elk und so weiter.

Speaker: Das hätte man alles, wenn sich da mal kulturell das Land wirklich da auch mal selber ein bisschen bemüht hätte, sowas als Touristenattraktion auch zu erhalten.

Speaker: Ich muss jetzt einschieben, dass du natürlich von Spanien redest und ich von Griechenland.

Speaker: Also nicht, dass irgendjemand denkt, dass ich glaube, Rodos ist in Griechenland.

Speaker: Ja, ja, ja.

Speaker: Aber letztendlich dasselbe da auch.

Speaker: Es fehlt das Bewusstsein dafür oder es ist zu klein.

Speaker: In Malta zum Beispiel ist das, glaube ich, was anderes.

Speaker: Einfach, weil da jetzt auch wieder regelmäßig was passiert ist.

Speaker: Und da die Filmindustrie des Öfteren auch jetzt mal wieder ein bisschen zu Besuch kommt.

Speaker: Aber wie schon gesagt, in Marthas Vignette ist es schön, dass sie das dauerhaft für sich entdeckt haben und installiert haben.

Speaker: Und das halt eben auch nicht nur irgendwie so als Ramschbude nebendran.

Speaker: Ja.

Speaker: Sondern halt richtig schön.

Speaker: Aber in diesem Sommer 1974 war nichts schön.

Speaker: Vor allem nicht für Spielberg und seine Crew, nämlich als sie dann aufs Wasser gewechselt haben und der Hai immer noch nicht funktioniert hat und sie trotzdem erstmal alle Szenen ohne Hai auf dem Wasser gedreht haben, ist es ja auch so gewesen, das muss man ja sagen, das war ja eine Premiere.

Speaker: Das waren ja zum ersten Mal die Dreharbeiten für einen großen Kinofilm und dann generell für einen Film auf offener See.

Speaker: Komplett.

Speaker: Nicht nur ein paar Außenaufnahmen von einem Segelschiff und der Rest im Studio oder im Studiotank oder wie auch immer, sondern wirklich komplett alles da gedreht.

Speaker: So, mal mehr, mal weniger weit weg vom Ufer, mal 70 Meter weit weg, mal 200 Meter und so weiter, je nachdem wie tief das Wasser man braucht und wie die Perspektive war.

Speaker: Ein Riesenproblem war ja nicht nur die ständig sich bewegende See und die Strömungen, die immer dafür gesorgt haben, dass dieser ganze Trupp an Dutzenden von Booten, also es waren ja irgendwie zwölf oder vierzehn Boote, die da immer auf dem Wasser waren, ein Generatorenfloß mit ein riesiges Ding, was da irgendwie geankert wurde, ständig immer wieder verdreht worden sind.

Speaker: Dann haben die gerade mal die Kamera veröffentlicht.

Speaker: Und die Orca oder das Setting so gehabt, wie sie es haben wollten.

Speaker: Und schon hat sich innerhalb, weil sie wieder zwei Minuten warten mussten, wieder alles geändert.

Speaker: Oder sie hatten das Problem, dann haben sie alles positioniert und wollten loslegen.

Speaker: Und im Hintergrund tauchte plötzlich ein Segelschiff auf oder eine ganze Reihe von Booten und so weiter am Horizont, die man aber nicht haben wollte.

Speaker: Und dann wurde darüber diskutiert.

Speaker: Drehen wir jetzt die Szene, warten wir jetzt, bis die Boote am Horizont vorbei sind.

Speaker: Das konnte teilweise bis zu einer Stunde dauern, bis man die nicht mehr im Blickfeld hatte.

Speaker: Oder ankern wir wieder um.

Speaker: Das heißt, alle 14 Anker wieder hoch oder wie viel?

Speaker: Alles wieder mal um 30 Grad in die eine Richtung drehen.

Speaker: Das hätte teilweise länger gedauert, als zu warten.

Speaker: Ja, zumal man auch nicht einfach quasi so, komm hier, wir drehen, schieben das Kamerabuch mal einfach auf die andere Seite, weil dann plötzlich auch die Insel wieder im Blick gewesen wäre.

Speaker: Und dieses ständige Warten und dieses ständige Drehen hier und ein Stückchen da, die haben teilweise manchmal nur ein Take pro Tag geschafft halt.

Speaker: Dieses ständige Warten hat natürlich auch dazu geführt, dass sich die Lichtverendnisse auch ständig geändert haben.

Speaker: Ja.

Speaker: Das ist ja hinterher bei den Aufnahmen, die dann geschickt worden sind von Martha's Vineyard, dann hat man das gesehen.

Speaker: Dann haben wir auch gesagt, wie soll man dann Filme daraus zusammenschneiden?

Speaker: Da sind so krasse Unterschiede in der Farbe des Himmels, mal blau, mal grau, mal ganz fürchterlich, mal bewölkt.

Speaker: Dann ist das mehr mal schwarz, mal blau, mal grün, je nachdem, wie die Sonne gerade stand.

Speaker: Das ist in der Nachbearbeitung auch schon nochmal ein Kunststück gewesen.

Speaker: Das ist auch, was ich vorhin auch meinte.

Speaker: dass man das damals alles so hinbekommen hat.

Speaker: Weil wenn du den Film heute guckst, sieht das alles so gut aus.

Speaker: Auch wenn du es weißt und du siehst mal, dass da Unterschiede sind, es sind manchmal nur Nuancen.

Speaker: Es ist nicht so krass, wie es damals gewesen ist.

Speaker: Wobei das auch, ich weiß gar nicht, wird das in der Doku eigentlich da, also jetzt nicht in der Doku, aber woanders erwähnt.

Speaker: Was ich ja so sensationell finde, diese Panoramaaufnahmen auf dem Schiff, wenn die warten.

Speaker: So, und nachdem die erste High-Hats vorbei ist und dann wird es so langsam dämmerig und dann hast du diese Montage von diesen Panoramaaufnahmen und dann hast du im Hintergrund auch noch irgendeine Sternschnuppe, die da irgendwie durchs Bild geht.

Speaker: Wobei ich nicht echt weiß, ob die echt ist.

Speaker: Ja, doch.

Speaker: Ja, ist wirklich echt.

Speaker: Glaubst du dir, da hat da einer reingemalt?

Speaker: Schau mal.

Speaker: Nein, bei der Produktion, nein, nein, nein.

Speaker: Deswegen, also das ist völlig, völlig totaler Irrsinn.

Speaker: Es sieht so unfassbar schön aus.

Speaker: Und das ist halt, dass dieser Film wirklich wie aus einem Guss wirkt, ist wirklich schon fast was Wunders.

Speaker: Das sind Wunders.

Speaker: Und das Geile ist natürlich, und was natürlich auch ganz klar ist, wenn du schon mal auf hoher See warst, als jemand, der nicht ständig auf See ist.

Speaker: Und Filmcrews sind nicht ständig auf See.

Speaker: Das sind nicht alles erfahrene Segler.

Speaker: Und Bootsleute und wie auch immer.

Speaker: Da war natürlich so fast jeder mal irgendwie so richtig seekrank.

Speaker: Immer wieder.

Speaker: Ja, oder ist mal über Bord gegangen.

Speaker: Davon gibt es fleißig Aufnahmen, wo dann einfach so plötzlich hat das Boot, also diese kleinen Boote, jetzt nicht die Oaka selber, sondern die kleinen Boote, die halt drumherum fahren, die Leute transportiert hatten und die Technik, schwupps lag dann einer im Wasser, musste rausgefischt werden.

Speaker: Also schon ein völliger Irrsinn.

Speaker: Und es gab einen Tag, da war, das muss ich nur sagen, Robert Shaw auch sehr krank.

Speaker: Nicht unbedingt, weil er besorben war, das kommen wir ja auch nochmal zu.

Speaker: Und er hat ja auch sehr viel gerne ins Glas geschaut.

Speaker: Er sagt ja auch im Interview, wenn ich Langeweile habe, fange ich an zu trinken.

Speaker: Und die hatten ganz viel Langeweile auf der Insel.

Speaker: Das gab es nur einmal, aber da kommen wir auch nochmal drauf bei, der Indianapolis-Geschichte hat.

Speaker: Aber er war an dem Tag wirklich sehkrank und ihm ist richtig total dreckig, er hatte körperliche Probleme, ihm hat alles weh getan und dann mussten sie nur einen Take mit ihm drehen, einen Satz und keiner glaubte, dass er das schafft.

Speaker: Das hat Richard Dreyfuss hervorragend nachgespielt in einer Szene, in der Making-of-Dokumentation, das war in The Shark is Still Working, das weiß ich jetzt gar nicht.

Speaker: Dann hat man ihn zum Stuhl geführt, zu diesem Anglerstuhl, hat ihn da reingesetzt und er sackte da in sich zusammen wie ein Häufchen Elend.

Speaker: Und alle haben gedacht, der schafft das nicht, der schafft das nicht.

Speaker: Und dann sagt er Spielberg, Action.

Speaker: Und dann baute er sich plötzlich in diesem Stuhl auf, voller Energie und brüllte aus allen Kanonen diesen...

Speaker: Genau, Upa, du Idiot!

Speaker: So nach dem Motto, Steuerbord!

Speaker: Und damit war das Ding im Kasten und dann sackte er wieder in sich zusammen, dann kippte er einfach um.

Speaker: Das ist schon krass, wenn du sowas hörst auch.

Speaker: Und wie gesagt, das ist ja auch das Geile, das habe ich auch gesagt, ich finde ja Robert Shaw, kommen wir doch mal kurz auf die Schauspieler ganz kurz zu sprechen, die uns ja gerade die drei, die drei von der Tankstelle, sage ich immer, die drei Herren, die sehr unterschiedliche Charakteren haben, die uns da auch über die heillosen Zeiten helfen zum Teil, ist natürlich ein Gestalt.

Speaker: Ein heilloses Durcheinander, daher kommt der Spruch.

Speaker: So ist es.

Speaker: Ist natürlich ein gestandener Typ.

Speaker: Und der war zu den Dreharbeiten gerade mal Mitte 40.

Speaker: Und ich finde, der sieht aus wie 55, 60 eher.

Speaker: Aber wie schon gesagt, hatte ich auch gesagt, so ein bisschen halt das Make-up der Bart und also das Ganze, wie er aussieht.

Speaker: Weil wenn du ihn zu der Zeit, also im Ausschnitt, wenn er da seine TV-Interviews hat oder so, der sah schon für sein Alter noch okay aus.

Speaker: Aber das war halt diese Generation, gerade von Männern, die halt deutlich älter aussahen.

Speaker: Und er ist 1978, also dann war er mit 51 Jahren gestorben, war er quasi, war er 47, ja, sozusagen dann als bei den Dreharbeiten so im Dreh.

Speaker: Unglaublich, leider Gottes viel zu früh gestorben, hat noch geile Filme gedreht, muss man dazu sagen, auch noch kurz danach die Tiefe und Schwarzer Sonntag ist ja noch gekommen dann.

Speaker: War natürlich auch bei Der Clou mit dabei vorher.

Speaker: Deshalb auch Seneca Brown haben den ja auch produziert.

Speaker: Und vor allen Dingen einer meiner Lieblingsfilme mit ihm ist natürlich Der wilde Haufen von Navarone.

Speaker: Das Sequel.

Speaker: Das Sequel sozusagen mit Harrison Ford auch, wo er mit Harrison Ford die Hauptrollen spielt.

Speaker: Und aber was ich auch sehr mag ist Liebesgrüße aus Moskau natürlich.

Speaker: Wobei der Film nicht der beste Bond ist, aber Robert Shaw als Gegenspüler, die Prügel, Gegenspüler.

Speaker: der WG sind.

Speaker: Das war nämlich eine freudsche Fehlleistung.

Speaker: Du hast nachher noch zu spülen, lieber Kai.

Speaker: Du bist immer mein Gegenspül.

Speaker: Ja, nein, Quatsch.

Speaker: Aber dieser Kampf im Zug mit gegen Sean Connery hat der Robert Schock ganz weiße Haare.

Speaker: Ja, von da auch Back to Back.

Speaker: Ich weiß gar nicht, da müsste ich noch mal gucken, weil ich hatte letztens mal noch so einen alten Weltkriegsfilm, ich glaube, Adennen 44 oder so.

Speaker: Er war bei Damn Busters, war er auch dabei.

Speaker: Da ist er auch dabei, quasi mit denselben Haaren wie bei James Bond, aber der ist ja früher, der ist ja, Liebesgruß aus Moskau, ist ja weitaus früher.

Speaker: Ich musste mal gucken, von wann dieser Ardennenfilm war, aber da hat er quasi dieselbe Friese, da ist er halt so ein deutscher Panzerkommandant, der da die Gegenoffensive führt, auch so ein ganz verrücktes Ding.

Speaker: Naja.

Speaker: Ja, Robert Shaw ist eine geile Besetzung, richtig cool, muss ich ganz ehrlich sagen.

Speaker: Man hatte zuerst überlegt, die Rolle an, wer war es noch?

Speaker: Ich überlege gerade.

Speaker: Oh, ja, warte mal.

Speaker: Sterling Hayden, sollte sie kriegen.

Speaker: Ja, Sterling Hayden war da im Gespräch.

Speaker: Und Lee Marvin.

Speaker: Ja, genau, Lee Marvin.

Speaker: Und Marvin hat das rundheraus mehrfach abgelehnt.

Speaker: Richtig.

Speaker: Ja, dann haben wir Richard Dreyfuss, den Zweiten im Bunde, der Matt Hooper spielt.

Speaker: Der es nicht wollte.

Speaker: Der es am Anfang überhaupt nicht wollte, weil er ganz nett und charmant Spielberg gesagt hat, das hört sich nach einem tollen Film an, Steven.

Speaker: Hat sich aber selber gedacht, aber der ist scheiße zu drehen.

Speaker: Hat keinen Bock drauf.

Speaker: Und der hatte vollkommen recht.

Speaker: Habe ich keinen Bock drauf.

Speaker: Und dann hat er sich selber in dem letzten Film, den er gedreht hat, wo er seine erste Hauptrolle hatte, hat er sich selber dann gesehen und fand sich ganz, ganz fürchterlich und hat gedacht, um Gottes Willen, danach kriege ich nie wieder eine Rolle, ich muss sofort irgendeinen Job kriegen.

Speaker: Und hat dann Steven Spielberg sofort angerufen und gesagt, ich mache es doch, ist der Job noch zu haben, ich nehme ihn sofort halt.

Speaker: Das ist schon geil.

Speaker: Also auch diese Selbstkritik, diese Möglichkeit zur Selbstreferenz zu sagen, ich habe mir Scheiße abgeliefert, ich finde mich ganz fürchterlich, ich brauche einen guten neuen Film.

Speaker: Daddy will hoch hinaus, hieß der Film in Deutsch.

Speaker: Schon ein doofer Titel.

Speaker: Ja, aber wie doof das doch für ihn sein muss.

Speaker: wo er dann bei der Produktion gesehen hatte, wie prophetisch recht er hatte.

Speaker: Wie absolut recht und noch viel recht er hatte.

Speaker: Aber am Ende nach der Premiere ist er sich mit Spielberg in die Arme gefallen und war ganz stolz, dass er dabei war und hat ihm auch gratuliert.

Speaker: Du hast ein geiles Ding abgeliefert.

Speaker: Und Roy Scheider, den können wir jetzt gleich noch, Richard Dreyfuss als Hooper, da war zuerst John Voight vorgesehen.

Speaker: Das konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen.

Speaker: John Voight fand ich immer einen komischen Typen.

Speaker: Jetzt nach der Geschichte mit Trump noch viel schlimmer.

Speaker: Ja, aber damals war der ja auch noch ein junges Gesicht.

Speaker: Das war ja auch noch vor, was war, Drugstore Cowboy?

Speaker: Nee, Midnight Cowboy.

Speaker: Midnight Cowboy.

Speaker: Der muss aber auch kurz danach gewesen sein.

Speaker: Der muss kurz danach gewesen sein.

Speaker: Midnight Cowboy mit Dustin Hoffman, genau.

Speaker: So und das gleiche auch Timothy Bottons, den finde ich immer sehr farblos, um ganz ehrlich zu sein.

Speaker: Oder auch Jeff Bridges war im Gespräch, das wäre natürlich cool gewesen.

Speaker: Aber ich glaube, dass Richard Dreyfuss als Hooper noch eine Spur besser ist.

Speaker: Dann wäre ein entscheidender Dialog.

Speaker: Ganz anders abgelaufen.

Speaker: Und zwar, man stelle sich vor, Jeff Bridges hätte Hooper gespielt, wäre folgende Dialogstelle vorgekommen.

Speaker: Und zwar, you're gonna need a bigger boat.

Speaker: But that's just your opinion, man.

Speaker: Das ist wohl wahr.

Speaker: Ah, sensationell.

Speaker: Hätte man auch gerne gesehen.

Speaker: Das ist wohl wahr.

Speaker: Ja, Richard Dreyfuss hat natürlich auch vorher, vor allem nachher, noch ein paar schöne Filme abgeliefert halt.

Speaker: Ich meine, ganz klar, Always war er dabei.

Speaker: Er hatte einer meiner Lieblingsfilme mit ihm, den kennt kaum einer, aber das ist ein kleinerer Film.

Speaker: Es ist das Leben nicht schön.

Speaker: Da spielt er so ein Bildhauer, der einen schweren Unfall hat und plötzlich querschnittsgelähmt ist und darum kämpft.

Speaker: dass man ihn doch sterben lässt.

Speaker: Dass man die lebenserhaltenden Geräte abschaltet.

Speaker: Echt ein schönes Krankenhausdrama.

Speaker: Den anderen Superfilm mit ihm, den ich auch nur jedem empfehlen kann.

Speaker: Stake Out?

Speaker: Nee, ja, der ist lustig, der ist spitze, der ist auch toll.

Speaker: Aber wirklich ein wirklich sehr schöner Film, den heute auch kaum noch einer kennt, der ist ein bisschen melodramatisch, Mr. Holland's Opus.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Wo er einen Musiklehrer spielt, der eigentlich typisch Dreyfus hat eigentlich auch ganz viel höhere Ambitionen, will halt eine

Speaker: Riesen, ein Riesenkonzern, also eine Oper schreiben oder ähnliches, kriegt aber, also hat eigentlich nie Zeit, weil er halt ständig Geld ranschaffen muss für Familie, ist halt als Lehrer unterwegs und so und er schafft es halt nie, sein Opus irgendwie wirklich, äh,

Speaker: zu kreieren und kämpft halt da als Lehrer in der Schülerschaft.

Speaker: Also den Titel kenne ich.

Speaker: Ein tolles Teil, hat auch eine sehr schöne Pointe, ist richtig gut.

Speaker: Ja, dann war er natürlich noch bei Stand by Me kurz zu sehen, als Hauptcharakter, der die Geschichte erzählt quasi am Anfang.

Speaker: Und dann gibt es nochmal zwei Filme, wo es auch um Meeresungeheuer geht.

Speaker: Und zwar hat der ganz am Anfang bei Alexandra Adjas Piranha 3D quasi den Hooper Charakter nochmal angenommen und geht da angeln und wird von den Piranhas gefressen.

Speaker: Damit wird Hooper sozusagen dann von kleineren Fischen gefressen.

Speaker: Der große war dann doch nicht effizient genug.

Speaker: Und gerade im letzten Jahr in einer DVD-Veröffentlichung, auch wo es um Haie geht, so eine Mischung aus Krimi und Haifischfilmen und Frau mit Psychose, Haiangst und so weiter, spielt er den väterlichen Freund, der aber immer nur sozusagen in Rückblenden zu sehen ist, wo sie sich mit ihm bei ihm zu Hause auf dem Sofa am Ufer unterhält, Into the Deep, da spielt er auch irgendwie einen Abgehalter oder einen alten Meeresbiologen, wie auch immer,

Speaker: Ich sag mal so, ich hätte mir gewünscht, dass der Film Into the Deep, ich habe ihn gesehen, es ist auch einer dieser neuen Sharksploitation oder Sharks Valley, die jetzt gerade so kommt.

Speaker: Ich hätte mir gewünscht, dass der Film mehr Haifischzeit als Richard Dreyfusszeit hätte.

Speaker: Richard Dreyfuss ist da ganz nett, aber es ist einfach zu viel und einfach nur laber laber.

Speaker: So, Entschuldigung, da hat man ihn eingekauft, einen Drehtag und er hatte irgendwie fünf oder sechs Szenen, in denen er so kleine Monologe hält und

Speaker: ihr immer als kleines Kind und auch als junge Erwachsene dann immer Ratschläge gibt, so als Vaterersatz so ein bisschen, oder Großvaterersatz so.

Speaker: Ich weiß gar nicht, ob es sogar der Großvater war, ich weiß es nicht, bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, es war ihr Großvater, der Charakter, also des Charakters, der Hauptdarsteller.

Speaker: Egal, also wie gesagt, dann ist er nochmal aufgetaucht, haben sie auch ganz groß angekündigt mit Richard Dreyfuss, bla und blub und so weiter und das war dann doch eher ein bisschen enttäuschend, aber auch ein Richard Dreyfuss sei noch eine nette Gage gegönnt, so weil er wird auch nicht der reichste unter den Schauspielern gewesen sein.

Speaker: Der dritte im Bunde war natürlich Roy Scheider.

Speaker: den viele von uns natürlich auch aus anderen großen Filmen kennen.

Speaker: Ich sag mal, genretechnisch war ja natürlich noch zu sehen bei Das fliegende Auge unter anderem 2025.

Speaker: 2025?

Speaker: Diese 2001-Fortsetzung?

Speaker: Nee, 2010 war das.

Speaker: 2010, ja.

Speaker: Ich habe es so ein bisschen mit Jahreszahlen.

Speaker: 2010, genau.

Speaker: Dann ist er natürlich auch in so Filmen aufgetreten wie 52 Pickup.

Speaker: Auch geil, auch wenn es schon ein bisschen Exploitation war.

Speaker: Und natürlich auch... French Connection, der Film... Wollte ich gerade sagen, der fehlte mir noch.

Speaker: Der Film, der ihn hier auch eigentlich auf die Karte gepackt hat, weil es passte ja allein schon

Speaker: ich sag mal, vom Typen sehr gut.

Speaker: Also nicht nur, weil er da neben Gene Hackman, als Partner von Gene Hackman, da schon eine ganz gute Figur gemacht hat, sondern Scheider, also Chief Brody ist ja, ich meine, die kommen auch aus New York.

Speaker: Also der ist ja eigentlich ein New Yorker Ex-Cop, Chief Brody, der da halt auf diese Insel kommt.

Speaker: Und das passte da schon.

Speaker: Er hat da quasi diese andere, diese Cop-Rolle eigentlich schon vorher gespielt gehabt.

Speaker: Und insofern war das dann eine gute Weiterführung.

Speaker: Aber er spielt ja schon einen doch freundlicheren und nicht ganz so abgebrühten Kopf, um ganz ehrlich zu sein.

Speaker: Er kommt zwar aus New York, um Ruhe zu haben.

Speaker: Ja, aber genau das ist es ja.

Speaker: Man weiß auch nicht, ist er da... Der Durchschnittstyp eher.

Speaker: Ja, ist er beurlaubt worden, sagen wir mal so, dauerhaft vielleicht, weiß man ja alles nicht.

Speaker: war vielleicht zu ruppelig.

Speaker: Er hat übrigens auch noch in Marathon-Mann gespielt und er ist später nochmal abgetaucht als Captain Bridger in der Sea Quest, auch von Steven Spielberg damals produziert.

Speaker: Drei Staffel lang Raumschiff Enterprise unterm Wasser.

Speaker: Und am Ende gab es immer eine zweiminütige Klugscheißer Anhang.

Speaker: Wusstet ihr eigentlich schon, dass unter Wasser so und so viel bla bla bla?

Speaker: Gab es da auch mal eine High-Episode?

Speaker: Weiß ich gar nicht.

Speaker: Ich kann mich nicht daran... Ich habe hier alle Folgen gesehen.

Speaker: Ich habe sie hier auf Box stehen.

Speaker: Ich wollte sie mir nochmal angucken.

Speaker: So die ersten paar habe ich gesehen, fand es dann aber langweilig.

Speaker: Ja, es war okay, aber das war nicht die Serie, wo du dir die Fingernägel abgekaut hast.

Speaker: Das ist richtig.

Speaker: Genau.

Speaker: Und was ich besonders schön fand bei Roy Scheider, er verkörpert diesen Chief Brody richtig geil.

Speaker: Und man hat ja auch an allen Ecken und Enden versucht, Chief Brody auch so ein bisschen...

Speaker: downzugraden.

Speaker: Zum einen kommt er ja, als er da in seinem Regenponcho und mit den Gummistiefeln ankommt, wo sie auf große Fahrt gehen, wird er ja von Quinn zusammen ausgelacht, nach dem Motto.

Speaker: Und seine Frau wird da auch noch so ein bisschen runtergemacht.

Speaker: Hoffentlich haben sie ihre schönen Gummistiefel dabei und so weiter.

Speaker: Und es gibt auch so kleine Feinheiten und Details.

Speaker: Es gibt die Szene, wo er diesen Bericht macht über das erste Haiopfer und die Haiursache da ausfüllt in dem Bericht.

Speaker: Da steht dann, es sind Tippfehler drin auf dieser Seite.

Speaker: Da steht nämlich nicht Corona, sondern da steht Corner.

Speaker: Also da steht nicht, also anstatt, wie nennt man es, Leichenbeschauer, steht da einfach Ecke.

Speaker: Ja, ist übersetzt ins Englische, ins Deutsche.

Speaker: Und das ist eigentlich ganz interessant.

Speaker: Ich glaube nicht, dass das ein Fehler war, ein Bewusstsein, sondern dass das bewusst war, um zu zeigen, guck mal, dieser Chief Brody ist ein ganz normaler Mensch, der macht hart und richtig, der hat auch eine Rechtschreibstheche und so weiter.

Speaker: Wie ein Tipp da, also Büroarbeit ist

Speaker: nicht seins, der ist ein Beat Cop, der auf der Straße war, der da richtig in den Rachen des Abgrunds von New York der 70er, frühen 70er geguckt hat und... Und er hat alles vor Wasser, wie gesagt.

Speaker: Es ist nur dann eine Insel, wenn man das...

Speaker: Vom was aussieht.

Speaker: Genau.

Speaker: Wie gesagt, ich fand, das war mein Identifikationscharakter.

Speaker: Immer schon gewesen, der normale Durchschnittstyp.

Speaker: Ganz genau.

Speaker: Im Gegensatz zum Buch, das ist ja das Interessante, wenn du die Differenz siehst zu dem Roman von Peter Benschley, auch wenn er selber so eine zwei Drehbuchfassungen geschrieben hat oder so eine drei, es wurde ja viel geändert.

Speaker: Und man hat ihn wesentlich netter gemacht.

Speaker: Brody ist im Buch ein echtes Arschloch.

Speaker: So, alle drei Hauptcharaktere sind im Buch echte Arschlöcher.

Speaker: Es gibt überhaupt niemanden, mit dem man irgendwie mithält.

Speaker: Ja, das ist die eine Geschichte.

Speaker: Hooper stirbt am Ende.

Speaker: Wir können ja auch einen Spoiler hier machen.

Speaker: Also wenn die Leute in Anführungsstrichen den Weißen Hai noch nicht gesehen haben, dann tut es mir leid, dann holt es jetzt auf jeden Fall nach.

Speaker: Ihr hattet 50 Jahre Zeit.

Speaker: Genau.

Speaker: Neugeborene ausgenommen.

Speaker: Ja.

Speaker: So ist das.

Speaker: Ja, Hupa stirbt am Ende, gerät nicht ins Maul des Hais, sondern harpuniert den Hai und wird dann über das Harputensein ins Wasser gezogen und ertrinkt dann vermutlich sozusagen.

Speaker: Das kommt einem auch überhaupt nicht bekannt vor.

Speaker: Genau, das war wie bei Moby Dick nämlich, Ahab.

Speaker: Und die Frau von Brody hat noch eine Affäre mit Hupa in dem Buch.

Speaker: Und es gab noch eine Mafia-Story mit dem Bürgermeister, die noch mehr die Motivation des Bürgermeisters zeigen sollte, wie verzweifelt er ist, warum er die Strände aufhalten soll, weil die Immobilien-Mafia verhindern wollte, dass die Grundstückspreise auf der Insel sinken.

Speaker: So, das gab nochmal so einen Nebenplot, den haben wir dann Gott sei Dank weggelassen, weil ich finde, die monetäre Situation... Statt den Grundstückspreisen ist nur der Hai gesunken.

Speaker: Genau.

Speaker: Und die monetäre Situation in einer Insel, die vom Sommergeschäft abhängt, finde ich, reicht als Motivation für einen Bürgermeister vollkommen aus.

Speaker: Es wäre zu viel gewesen.

Speaker: Also alle Shortcuts, glaube ich, die man generell von der Story gemacht hat, um die ganze Geschichte halt kompakter hinzubekommen, waren auch total sinnvoll.

Speaker: Deswegen, ein Buch ist am Ende des Tages schon auch einfach immer ein anderes Medium.

Speaker: Kinofilm vor allem ist dann auch nochmal ein eigenes Medium.

Speaker: Das ist, finde ich, ist ja so ein Manko heutzutage.

Speaker: Deswegen war ich ja jetzt schon auch bei unserem letzten Superman auch schon dankbar, dass man sich da auf knapp zwei Stunden beschränkt hat, dass du halt nur dieses gewisse Erzählzeitfenster hast, mit dem du auskommen musst.

Speaker: Aber in Zeiten von heute, wo quasi Filmmaterial ja nichts mehr kostet, kann man ja schön alles auf die Festplatte rotzen.

Speaker: Man kann da beliebig viel drehen und machen.

Speaker: Man hat also eine Unmenge an Material, was man da von vornherein schon hat.

Speaker: Ähm...

Speaker: Und durch Streaming, weil man da ja auch die Möglichkeiten hat, das, ich will jetzt nicht unbedingt sagen, unnötig in die Länge zu ziehen, aber zumeist schon, einfach damit man mehr Content hat.

Speaker: Und einfach immer so serielles Erzählen zu machen, statt wirklich filmisches Erzählen.

Speaker: Das ist eine eigene Kunst.

Speaker: Und da ist es halt eben die Kunst des Zusammenfassens.

Speaker: Also wie kriege ich da das auf das Wesentliche reduziert?

Speaker: Und das Wesentliche, und das ist auch, glaube ich, ein Punkt,

Speaker: der auch in der Doku zum Beispiel immer gerne mal aufgegriffen worden ist.

Speaker: Und was auch einfach stimmt, dass sich der Film sehr stark mit den Leuten beschäftigt, also nicht nur den zentralen Figuren, sondern auch die ganzen Nebenfiguren, die da auftauchen.

Speaker: Die sind lebendig und zwar nicht nur aus dem Grund, weil man eben notgedrungen auch, also nicht eben mit voller Absicht, wie dann auch gerne behaupten wird, sondern einfach auch notgedrungen die Leute vor Ort einfach gecastet haben, weil das günstiger war, man konnte die beschäftigen.

Speaker: Und man hatte halt wirklich realistischeren viel.

Speaker: Das war halt das, was in den 70er Jahren im Kino ja durchkam.

Speaker: Man wollte weg von dem Sterilen.

Speaker: Man wollte raus.

Speaker: Man wollte so die Wirklichkeit sehen.

Speaker: Und das hat man darüber wunderbar erreichen können.

Speaker: Die Leute, also das Ganze, die Menschen, die auf Amity unterwegs sind, die, die durch den Hai in Gefahr geraten, die werden dem Zuschauer mehr oder weniger ans Herz gelegt.

Speaker: Also selbst auch die richtig Bekloppten, also Ben Gardner und die ganzen Haifischer.

Speaker: Greg Kingsbury, ein Insulaner, der den ganzen Tag Scheiß erzählt hat.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Und die Szene mit ihm, wo er da losfährt mit dem Boot und das dann erzählt, da haut er ja auch so ein paar Sprüche, ist alles improvisiert.

Speaker: Da steht nichts von dem Drehbuch halt.

Speaker: Und das ist halt so schön, weil man das kauft, weil das dann die Schwere, sag ich mal so, des Monsters dann auch ausmacht.

Speaker: Also man hat da, wie sag ich mal, einfach ein gewisses Gewicht dran.

Speaker: Es ist einem nicht egal, wenn der Hai zuschlägt.

Speaker: Ja.

Speaker: Also selbst bei Leuten, die man nicht kennt, sei es halt nur so ein harmloser Angler, der da quasi im Kanal sitzt und versucht ein bisschen was zu angeln.

Speaker: Also für mich eine der von den ganz vielen effektiven Szenen dieses Films, eine, die ich am unfassbarsten finde, wenn man halt von oben sieht, nachdem das Boot schon quasi umgekippt ist und der Fischer da im Wasser, man sieht

Speaker: Durch das Wasser unten verschwommen den Hai und die Dimension des Haies im Vergleich zu dieser kleinen Schaluppe und dem noch kleineren Männlein, was da schwimmt und wie der dann von oben verschlungen wird, das ist boah.

Speaker: Ja, übrigens das.

Speaker: Boot war rot, eines der wenigen roten Gegenstände und auch Klamottenstücke, die in dem Film überhaupt in rot aufgetaucht sind, ganz lustig eigentlich, also es sieht geil aus, aber Spielberg hat ja gesagt, rot wird bei mir im Film nur Blut und der Rotwein als Anspielung auf Blut und das hat er fast komplett durchgehalten, muss man dazu sagen.

Speaker: Es gab dann nur die eine Frau, die da am Anfang schreit, ein Hai, ein Hai ist in der Bucht, die hat ein rotes Kopftuch auf, ist mir dann noch aufgefallen und das Boot war rot, ansonsten haben die Leute so gut wie nichts Rotes an.

Speaker: Quasi ein roter Hering.

Speaker: der da mitgedreht hat und heute dieses Jarfs-Log, dieses Making-of-Buch geschrieben hat.

Speaker: Es waren aber auch nochmal Howard Zäckler, das wir ja vorhin schon kurz erwähnt, der die US-Indianapolis-Geschichte eingebaut hat.

Speaker: Die Idee dazu hat, das mit einzubauen, ohne das jetzt groß auszustaffieren, sondern sagte, ey, der muss da eine Geschichte erzählen.

Speaker: Quint muss einen Grund haben, warum der oder eine Verbindung zu den Haien, warum der das genau da so ein Beef hat.

Speaker: Und dann gab es noch zwei Freunde von Spielberg, auch zwei weitere, Elba Wood und Matthew Robbins, die auch im Hintergrund immer mitgeholfen haben, angepasst haben, ihm auch mit ihm Ideen besprochen haben, ihm auch Ideen gegeben haben und so weiter und so fort, die auch gesagt haben, das muss, der Heim muss am Ende explodieren, so das muss knallen.

Speaker: Wo Peter Benchley ja auch gar nicht so überzeugt davon gewesen ist.

Speaker: Also Steven Swimick hat gesagt, der Hai im Buch ist es ja so, dass der Hai am Ende von seinen ganzen Verwundungen erschöpft und dann irgendwann stirbt und zwar kurz bevor er Brody fressen kann.

Speaker: Kurz vor Brody, sie taucht dann ab und sinkt zum Grund des Bodens.

Speaker: Stirbt an Altersschwäche.

Speaker: Mehr oder weniger.

Speaker: Ja.

Speaker: So, während ja im Film kennen wir ja alle, der Hai in einem großen Feuerwerk explodiert und Peter Benchy sagt dann dazu, Steven, das geht so nicht, nur weil der Hai auf eine Sauerstoffflasche oder Taucherflasche beißt, explodiert er nicht gleich wie eine Ölraffinerie.

Speaker: Das fand ich auch ziemlich geil.

Speaker: Es hat gesagt, doch, ist mir egal, mache ich so.

Speaker: Dann meinte er, das glauben dir die Leute nicht.

Speaker: Er sagt, doch, die Leute glauben mir das, wenn sie mir vorher alles glauben, dann glauben sie mir das auch am Ende.

Speaker: Mein Film, meine Regeln, so nach dem Motto.

Speaker: Und das fand ich auch eine geile Einstellung.

Speaker: Wie gesagt, man hat sich da aus dem Buch die Essenz genommen, aber hat auch wirklich alle nötigen Elemente genommen, um den Film dann wirklich auch für die Zuschauer spannend und am Ende auch zufriedenstellend umzusetzen.

Speaker: Weil als der Hai explodierte, jubeln alle im Kino auf.

Speaker: So, wenn der Hai einfach nur zum Boden gesungen hat, blub, blub, blub, äh.

Speaker: Die Leute wollten das.

Speaker: Die wollten, dass der Hai seine Strafe bekommt.

Speaker: Obwohl er ja eigentlich nur ein Tier ist.

Speaker: Ja, aber es ist auch einfach eine wirklich, wirklich tolle Sequenz nochmal.

Speaker: Also rein sowohl inhaltlich als aber auch filmisch ein Duell quasi auf einem sinkenden Boot auf einem Monster, das im Wasser zu Hause ist und

Speaker: da quasi der King ist.

Speaker: Ja!

Speaker: Ich hab früher tatsächlich gedacht, wo ich früher geglaubt hab, dass halt in dieser

Speaker: Flasche, die der Haier dazu fressen gekriegt hat, dass das eine richtige Gasflasche ist, also was diese Explosion halt, also diese richtige Explosion erklärt und erst dann viel später gesagt, nee, das ist ja nur so ein Druckluftding halt für die Taucherklamotten, weil da, sagen wir mal so, abgesehen von der Fragwürdigkeit, ob so ein Ding überhaupt, wenn drauf geschossen wird, wirklich explodiert.

Speaker: Es würde einfach nur

Speaker: abgehen wie eine Rakete und dem Hai einfach aus dem Arschloch hinten aufzischen und ein zweites quasi reinreißen.

Speaker: Was anderes wird da wahrscheinlich nicht passieren.

Speaker: Aber, naja, sei es drum.

Speaker: Egal.

Speaker: Der Punkt ist, am Ende, es funktioniert.

Speaker: Das passt wunderbar.

Speaker: Der Hai sinkt in einer gigantischen Blutfontäne hinunter.

Speaker: Da auch nochmal ein schöner Schulterschluss, dass mir da auch nochmal... Ich hab mir da eigentlich gar nicht...

Speaker: Da die Punkte nochmal wieder verbunden, inwieweit Dinosaurier bei Steven Spielberg immer eine Rolle spielen.

Speaker: Weil er den weißen Hai ja quasi schon als Fortsetzung zu seinem TV-Erfolg-Duell gesehen hat, weil ähnliche Struktur, also quasi ein Monster, da halt eben ein Lastwagen, hier ein Hai, die Leute auf dem Meer jagt, gesehen hat.

Speaker: Und er hatte bei der Zerstörung des Lastwagens in Duell schon im Original-Soundmix, und man höre und staune, leider im modernisierten 5.1-Mix, der nur noch auf der Scheibe vorhanden ist und auch mit einer neuen Synchro ätzenderweise, ist dieser Soundeffekt eigentlich fast weg und nicht mehr zu hören.

Speaker: Hatte er auch ein Dinosaurier-Geräusch gehabt, so ein Dinosaurier.

Speaker: Ja, nicht grunzen, aber so ein... Ja, genau.

Speaker: Beim weißen Hai, wenn er am Ende stirbt, hat er das auch noch mal drauf ein bisschen unter Wasser gefiltert.

Speaker: Aber sehr schön, auch noch mal eine wunderbare Hommage.

Speaker: Was aber beim Hai sogar noch sehr viel mehr passt als Urviech per se.

Speaker: Wunderschön.

Speaker: Ein seltsames Filmpark.

Speaker: Die Indian-Nerville-Szene nochmal ganz kurz.

Speaker: Wir waren gerade bei Howard Zäckler, hatten wir gerade angesprochen.

Speaker: Also wie schon gesagt, Zäckler hat mit Spielberg am Drehbuch gearbeitet und hat ein paar Sachen gemacht und ihm halt ein paar Hinweise gegeben.

Speaker: Mehr hat er nicht gemacht, hat auch gesagt, komm lass meinen Namen da raus und so weiter.

Speaker: Ich habe einen Pulitzer-Preis, ich brauche keinen High-Preis.

Speaker: So ein Doofmann, ne?

Speaker: Auf jeden Fall sagt er, ja, was ich vorhin schon sagte, Quint braucht halt eine Motivation und so weiter.

Speaker: Und dann kam er mit dieser Indianapolis-Geschichte raus, also dem US-Schlachtschiff, das die Atombombe geliefert hat oder das eine der Atombomben geliefert hat, die dann halt über Japan abgeworfen wurden im Zweiten Weltkrieg.

Speaker: Und das war etwas, das ist halt eine sehr spannende Geschichte.

Speaker: Das ist tatsächlich zu der Zeit, also 73, 74,

Speaker: ist das gerade erst deklassifiziert worden.

Speaker: Das wusste kein Schwein.

Speaker: Niemand kannte diese Geschichte.

Speaker: Außer die es überlebt haben.

Speaker: Außer die es überlebt haben.

Speaker: Und von denen, ob die dann auch noch mal irgendeinen Waiver unterschreiben mussten, weiß auch keiner.

Speaker: So, denen wurde später dann zwar auch allen ein Denkmal erstellt und so weiter, aber bis dahin wusste das keiner.

Speaker: Und es gibt da auch dann halt die schöne Geschichte von, ich weiß es jetzt gar nicht mehr, wer ist es auch in einer der Dokus drin, wo dann auch

Speaker: Ich glaube, die Lorraine Gary erzählt das auch, also Mrs. Brody, dass da irgendein Bekannter von ihr oder so irgendwo, nachdem sie den Film gesehen hat, einen Tag später nicht aufgekreuzt und sie fragt, warum.

Speaker: Und die erzählte dann, dass sie zum ersten Mal erfahren hatte, also von dieser Geschichte und nicht wusste, wie ihr, ich weiß nicht, Mann oder Sohn da verstorben ist, weil das halt...

Speaker: Top Secret war sozusagen.

Speaker: Also eine ganz, ganz große Geschichte.

Speaker: Aber da hat er halt nur so ein, zwei Zeilen gehabt.

Speaker: Das war's.

Speaker: Spielberg selber, naja, hatte keine Ahnung oder wie immer bei sowas, dachte, ich kenne da jemanden, der das besser kann als ich, der vor allem so bei diesem ganzen Kriegs- Seemannsgarn der Topmann ist.

Speaker: Und das ist ein Kumpel John Milius gewesen.

Speaker: Den hat er gebeten, so hör mal hier, ich habe hier diese Szene, schreib mir doch nochmal bitte einen Dialog.

Speaker: Der war natürlich auch sofort Feuer und Flamme und hat dann erstmal quasi ihm ein ganzes Buch zurückgeschickt sozusagen.

Speaker: Also irgendwie so ein 8-9 Seiten Monolog, den Spielberg auch total toll fand.

Speaker: Als der ihm dieses Pamphlet aber an Robert Shaw übergeben hat, hat er sich angeguckt, ey.

Speaker: Wenn ich jetzt hier einen 10-Minuten-Monolog hier abseie, da schlafen die Leute ein.

Speaker: Das geht gar nicht, das haut nicht hin.

Speaker: Darf ich das bearbeiten?

Speaker: Kann ich das irgendwie zusammenkürzen?

Speaker: Und das ist dann passiert.

Speaker: Robert Shaw, der auch selber ein sehr versierter und erfahrener Autor ist, The Man in the Glass Booth sei hier mal erwähnt an der Stelle,

Speaker: Hat sich dann hingesetzt, hat das Ganze eingedampft auf so vier, fünf Seiten.

Speaker: Und das ist dann das, was tatsächlich im Film zu sehen ist.

Speaker: Also die eingedampfte von Robert Shaw, eingedampfte Milius-Rede ist das, was im Film zu sehen ist.

Speaker: Und auch da gibt es dann halt eben diese andere schöne Anekdote.

Speaker: Man wollte da so ein bisschen Method-Acting machen und hat dann beim ersten Versuch, das zu drehen, den Leuten wirklich schön alg in die Becherchen getüllert.

Speaker: Und das ist natürlich brutal nach hinten.

Speaker: losgegangen und Robert Shaw hat sich dann auch irgendwie entschuldigt bei Spielberg und gesagt, ja komm hier, lass nochmal machen und beim zweiten Mal hat es dann gesessen, die Arsche auf einmal und ist das, was wir im Film kennen und lieben und das ist auch eine der mit genialsten und tollsten Szenen dieses Films, eigentlich quasi nochmal so ein kleiner...

Speaker: Film im Film, aber generell diese ganze Szene, dieses Bonding dieser drei Männer, also das, die ja so voller Gegensätze sind, die dann aber darüber zusammenkommen und dann nochmal einen ganz anderen Zugang zueinander finden, ist fantastisch.

Speaker: Und ich hatte es ja schon empfohlen, ich werde es auch hier nochmal reinbringen,

Speaker: Aufgrund dieser Background-Geschichte gibt es etwas.

Speaker: Und da, liebe Zuhörer da draußen an den Endgeräten, passt mal auf.

Speaker: Wenn ihr den Hai kennt, werdet ihr den Hai vielleicht nochmal mit ganz anderen Augen sehen an der Stelle.

Speaker: Oh.

Speaker: Ja.

Speaker: Und zwar erzählt Quint ja die Geschichte, wie seine Kameraden, nachdem die Indianapolis halt von einem japanischen U-Boot torpediert worden ist, im Wasser einzeln von Haien aufgefressen worden ist und so weiter.

Speaker: Und er einer der wenigen hundert irgendwas Leute von über 1.100, knapp 1.200 Leuten gewesen ist, die das da raus geschafft haben.

Speaker: Und die Frage, ob der weiße Hai nämlich nicht tatsächlich einbaut,

Speaker: einzig und allein wegen Quint in Amity auftaucht.

Speaker: Und zwar nicht, wie du ja schon auch erwähnt hattest, nicht wie in der weißen High 4 aus persönlicher Rache, sondern als Fass.

Speaker: finsteres Schicksal der Vergangenheit, das sich sein rechtmäßig entgangenes Opfer holt.

Speaker: Denn erst nachdem Quint, Achtung, Spoiler für die, die diesen Film innerhalb von 50 Jahren noch nicht gesehen haben, verspeist worden ist, wird der Hai auch erst eliminiert.

Speaker: Er hat sein

Speaker: quasi Schicksal erfüllt, auch wenn die Fressmaschine natürlich trotzdem versucht, noch wen zu kriegen, aber erst nach dem Quint, da ist der Spuk vorbei, also eine ganz, ganz andere Ebene, die da nochmal drinsteckt, ein fantastischer Film.

Speaker: Ja, wunderbar, das ist eine schöne Geschichte, kann man auch bestimmt als Gruselfilm nochmal neu verfilmen, vielleicht auch ohne Hai, nein, Quatsch.

Speaker: Mit Richard Reifus als Hai.

Speaker: Genau, mit Richard Reifus, ich glaube, der schläft nicht mehr so viel, der sieht nicht mehr so richtig fit aus gerade.

Speaker: Nee, aber das ist natürlich eine Perspektive, die hatte ich so noch nicht und das finde ich gar nicht mal schlecht, da muss ich auch nochmal drüber nachdenken.

Speaker: Übrigens ist ja diese Endszene, wo Quint dann wirklich das Zeitliche segnet und wo er vom Hai quasi förmlich gefressen wird, ist natürlich auch eine Szene, die nicht nur hart war,

Speaker: Die auch sicherlich für Robert Shaw als Schauspieler, weil da wurde ja ohne Stuntman gearbeitet, da ist ja immer die Kamera drauf, man sieht in der Gruppe das Gesicht von ihm eigentlich größtenteils immer und der wird ja auch hin und her geschleudert, hängt da in diesem mechanischen Hai, der ja nicht ganz kraftlos war.

Speaker: Ich glaube, das war zumindest keine bequeme Szene, die er da abliefern musste und es ist schon ziemlich hart.

Speaker: Es ist schon hart.

Speaker: Übrigens, USS Indianapolis, es gibt eine schöne Verfilmung von dieser Story mit Nicolas Cage als Captain.

Speaker: Der USS Indianer-Poliz unter genau dem Titel des Schiffes ist ganz nett geworden.

Speaker: Die Haieffekte sind wirklich sehr gut, muss man dazu sagen.

Speaker: Die haben mit ferngesteuerten Haien da gearbeitet, die echt ziemlich real aussehen, muss ich wirklich sagen.

Speaker: Da war ich überrascht, wie gut diese Haie da im Wasser sich bewegt haben.

Speaker: So kann auch sein, dass das ein oder andere CGI-Effektchen dabei gewesen ist, aber ich habe mir das Making-of angeguckt und da hat man auch viel mit so ferngesteuerten 2 Meter Haien gearbeitet halt.

Speaker: Also muss man, kann man sich mal angucken, ist ganz interessant, wirklich.

Speaker: Ob das da alles wirklich so passiert ist, wie es da in dem Film erzählt ist, das lasse ich mal dahingestellt sein, das wissen nur die Geheimdienste.

Speaker: Auf jeden Fall, aber das viel Schlimmere ist ja, man kann es sich durch die Beschreibung einfach extrem gut vorstellen.

Speaker: Und das sind so Bilder, auch wenn man davon nichts sieht.

Speaker: Und das ist zum Beispiel was, wo ich auch der festen Meinung bin, wenn der Film heute gedreht werden würde, hättest du an der Stelle im Film plötzlich so ein Flashback.

Speaker: Weißt du, waber, waber und dann siehst du das da alles in Bild und Ton.

Speaker: Und das wäre so scheiße.

Speaker: Ich hasse Flashbacks mittlerweile.

Speaker: Nein, das ist...

Speaker: Das kann ja gut funktionieren, aber an der Stelle und mit so einer Performance wie von Robert Schauder hat das nichts verloren.

Speaker: Das würde alles zunichte machen.

Speaker: Das ist so groß.

Speaker: Es ist ja ein Seemannsgarn.

Speaker: Ja, die drei Männer haben einfach eine geile Atmosphäre da in diesem Boot.

Speaker: Und das ist eine tolle Darstellung von ihm.

Speaker: Unglaublich geil.

Speaker: Bühnenreif, nicht nur filmreif.

Speaker: Das ist eine Oscarszene.

Speaker: Das muss man einfach sagen.

Speaker: Das ist eine reine Oscarszene.

Speaker: Und alle, die den Film schätzen und gucken, haben da immer Gänsehaut bei dieser Szene.

Speaker: So, und andere schöne Szene ist ja auch, wo sie drei da sitzen und das habe ich auch aus dem Bericht gelesen, wo die Dreharbeiten sich immer länger hingezogen haben und auch das Team irgendwann keinen Bock mehr hatte und alle nach Hause wollten, aber man ist da geblieben, weil alle wussten, wenn nicht am Wochenende, die haben sechs Tage gedreht immer von Montag bis Samstag und Sonntag hatten alle frei, wenn wir am Sonntag mal irgendwie nach Hause fahren, kommen wir nicht mehr wieder.

Speaker: Und dann gab es diese Szene, wo die drei Jungs da unten im Boot sitzen und dann anfangen zu singen.

Speaker: Show me the way to go home.

Speaker: I'm tired.

Speaker: I want to go to bed.

Speaker: Und als diese Szene gedreht worden ist, standen nicht nur Spielberg, sondern auch fast allen Leuten hinter der Kamera die Tränen in den Augen, weil sie genau das schon seit Wochen gefühlt haben.

Speaker: Wir wollen nach Hause.

Speaker: Wir wollen hier nicht mehr sein.

Speaker: Wir wollen hier endlich fertig werden.

Speaker: Alle haben Tränen in den Augen gehabt und haben geheult bei dieser Szene, so nach dem Motto.

Speaker: Das fand ich auch mal eine nette Anekdote, um auch mal zu zeigen, wie so die Stimmung in dem Team war.

Speaker: Das war ja natürlich nicht so, dass alle jeden Tag Sonnenschein hatten und alles war super.

Speaker: Und Steven Spielberg wurde da auch vom Team teilweise gehasst für seine Entscheidungen natürlich.

Speaker: Und ich finde, für dieses Alter, er war zu dem Zeitpunkt, als sie 27 gedreht haben, das musst du dir mal vorstellen, ein 27-jähriger Typ,

Speaker: Trägt eine Multimillionen-Dollar-Produktion, ein Dutzend Leute und alles geht ständig schief und der muss das Ding irgendwie rocken.

Speaker: Ich meine, dass der hinterher auch Angstzustände hatte und Psychosen und weiß Gott irgendwas.

Speaker: Der ist ja nach dem Dreh im Hotel in Boston zusammengebrochen und mit Schüttelfrost hat er am Bett gelegen, hat gezittert und, und, und und und wusste nicht mehr ein nach aus.

Speaker: So, und ich kann mir das schon vorstellen, dieser Druck, der da auch auf ihm gelastet ist.

Speaker: Er wollte einen geilen Film abliefern.

Speaker: Er hat sich mehrfach in der Situation gesehen, dass er bald gefeuert wird, dass er nie wieder einen Job bekommt, so nach dem Motto.

Speaker: Und unter solchen Bedingungen und unter solchen Druck auch ein Team zusammenzuhalten, trotz allem.

Speaker: Und man sagt ihm ja auch nach, dass er nicht immer der Netteste ist und dass er auch sehr manipulativ sein kann und dass er auch kein großer Gönner ist.

Speaker: Man sagt ihm aber auch nach, dass er ein sehr kreativer Mensch ist und ein kreativer Schwamm, der es versteht, gute Ideen,

Speaker: aufzunehmen und dann von anderen Leuten umsetzen zu lassen.

Speaker: Also das ist ja auch so, das muss man ja können, das muss man ja hinkriegen.

Speaker: Aber ich finde das beachtenswert, wie man es geschafft hat oder wie er es geschafft hat, das trotzdem noch so über die Bühne.

Speaker: Es gab auch Situationen, wo die Produzenten, wo er aussteigen wollte, wo auch die Produzenten gesagt haben, du machst das jetzt weiter.

Speaker: Du machst das, das ist gut.

Speaker: Das ist ja auch wichtig.

Speaker: Da haben sowohl Zanik & Brown als auch der Studioleiter hier, wie ist er noch?

Speaker: Sid Schein

Speaker: Sid Scheinberg, der Mann von Lorraine Gary, die ja die Frau von Roy Scheider gespielt hat, also Brody's Wife sozusagen, haben ihn auch immer wieder bestärkt und haben hinter ihm gestanden.

Speaker: Haben gesagt, wir geben mehr Geld, mach dieses Geld fertig.

Speaker: Es gab den Punkt, man muss auch sagen, wir alle haben da ja am Ende des Tages Glück gehabt, dass Sid Scheinberg Steven Spielberg ja rundheraus protegiert hat.

Speaker: Und zwar auch wirklich aus... Er hat an ihn geglaubt.

Speaker: Ja, nein, nicht nur das.

Speaker: Also er hat an ihn geglaubt, ja.

Speaker: Also auch das glaube ich.

Speaker: Aber ich werde schon so ein bisschen neugierig, was das für eine Beziehung gewesen ist.

Speaker: Muss wirklich so eine Vater-Sohn-Nummer irgendwie gewesen sein.

Speaker: Weil gerade ja auch auf der problematischen Familiengeschichte bei Spielberg und so die Probleme, die er hatte, vor allem zu der Zeit, oder dass er mit seinem eigenen realen Vater ja halt so Probleme hatte.

Speaker: Und er da plötzlich in Sid Sheinberg halt so einen Ziehvater hat.

Speaker: dieser Ziehvater aber natürlich in diesem Jungen auch tatsächlich dieses unglaubliche Talent sieht und sagt so, ey, so, das ist der so.

Speaker: Und der hat den ja schon die ganze Zeit auch vorher protegiert.

Speaker: Und wenn das nicht der Frage wäre, also ich bin davon fest überzeugt, und vor allem, also gerade in so einer Situation, er war ja quasi so der Mitjüngste, der da so ein Kinoprojekt vor allem so von der Größe stemmt,

Speaker: konnte als regisseur oder durfte jeder andere wäre sofort gefeuert worden aber sofort und ausnahmslos so aber scheinberg ist ja auch selber nach martha's vineyard gekommen und hat dann sich da erstmal die lage vor ort angeguckt und dann auch mit spielberg gesprochen und dann hin und her und vor und zurück und ihn dann auch so vor die wahl gestimmt hier wir haben zwei möglichkeiten entweder wir packen jetzt ein

Speaker: So, und dann kriegen wir das schon irgendwie hin.

Speaker: So, was weiß ich, wir hauen das irgendwie zusammen und dann machen wir einen anderen Release und dann packen wir den High irgendwo als Attraktion hin und dann machen wir im Universal Park das alles mal eben 10 Cent teurer.

Speaker: So, dann haben wir das irgendwie in drei, vier Jahren raus.

Speaker: Ja.

Speaker: Der Katastrophenhai, ja, ich weiß.

Speaker: Wurde alles so gesprochen.

Speaker: Oder du machst das hier weiter.

Speaker: Und wir machen das dann bis zum Ende.

Speaker: Ja, aber das musst du erst mal als Produzent, musst du erst mal die Eier in der Hose haben, zu sehen, da sitzt da so ein Jüngling, dem scheint das alles zu entgleiten.

Speaker: Wobei, ich sag mal so, er kann ja nichts dafür, dass der Hai nicht ständig funktioniert.

Speaker: Das muss man einfach fairerweise so ein bisschen sagen.

Speaker: Aber Produzenten denken heute nicht so.

Speaker: Nein, es wurde ja auch vieles andere unterschätzt und dann halt einfach dieser Schneeball-Effekt, der sich dadurch...

Speaker: Dass die da länger sind, dass die Leute alle gereizt sind.

Speaker: Allein, dass er die Wahl bekommen hat, dass man ihm sagt, du kannst, wir können das abbrechen, wir kriegen das alles hin oder du kannst das hier zu Ende machen.

Speaker: Ich glaube, mit vielen anderen Produzenten hätte das nicht gelaufen.

Speaker: Auf gar keinen Fall.

Speaker: Spielberg sagt ja auch selber sehr selbstkritisch, wenn er auf sich zurückblickt, hat er selber gesagt in einem Interview, wenn ich an Jobs denke, dann fallen mir Mut und Dummheit ein.

Speaker: Und das stimmt auch in beiden Fällen.

Speaker: Ja, das finde ich aber auch okay, dass er das so selbstkritisch sieht.

Speaker: Andere können das auch anders sehen.

Speaker: Selbstkritisch?

Speaker: Und politisch ist auch schön, also was auch die generelle, also jetzt nicht nur die Produktion, sondern auch letzten Endes dann die nachgehende Fertigstellung anstellt.

Speaker: Werner Fields hatten wir ja schon erwähnt, für den Schnitt, es wurde viel getwegt, es wurde viel gedreht und gemacht.

Speaker: Der Weiße Hai ist halt für Spielberg sicherlich der ultimative Sturm- und Drangfilm.

Speaker: Der hat da wirklich fast ohne Fesseln gedreht.

Speaker: Also was auch Sachen angeht, die Sache, die allein schon im Film geblieben ist, dass ein Kind da ultrablutig onscreen gefressen wird und dass man das nicht so zeigen konnte, wie man das wollte.

Speaker: Also man hat ja mehreres versucht und man hat dann am Ende schnitttechnisch so eine Melange gefunden aus verschiedenen Außenaufnahmen.

Speaker: Aber dadurch, und das ist ein bisschen wie bei Cannibal Holocaust, weil es so komisch teilverdeckt ist, man nur so einen gewissen Teil sieht, das ultra realistisch aus.

Speaker: Wie wenn du da am Strand wärst und das so aus dem rechten Augenwinkel quasi so sehen würdest.

Speaker: Und das macht es eigentlich noch viel härter und gruseliger, weil es einfach so unfassbar real, ich will jetzt nicht sagen realistisch, aber real aussieht.

Speaker: Oder einen realen Eindruck vermittelt und dann riesige Blutfontäne und

Speaker: Ein Kind wird onscreen gefressen.

Speaker: Das ist schon eine Hausnummer.

Speaker: Das ist auch relativ früh im Film.

Speaker: Und da weiß der Zuschauer dann auch so, hier ist carte blanche, hier sind alle Handschuhe weg.

Speaker: Hier wird richtig ausgeteilt.

Speaker: Hier ist keiner sicher.

Speaker: Also da geht's los.

Speaker: Und da kommen wir zu der Szene, wo ich sag, eigentlich schade, dass sie nicht im Film ist, dass Spielberg die selber rausgeschnitten hat.

Speaker: Was wahrscheinlich zum einen auch an den Ergebnissen der Dreharbeiten liegt, weil es nicht so toll aussah.

Speaker: Aber es gibt halt eben die Szene mit dem Fischer da in dem Pond, der von dem Haider angenagt wird, der aber nochmal wieder auftaucht.

Speaker: Und es gibt halt, was davon noch im Film übrig ist,

Speaker: Es gibt die Point-of-View-Aufnahme, wo die Hai-Kamera an dem Brau die Jungen dann so vorbeischwimmt.

Speaker: Da sah es aber anders aus.

Speaker: So der Hai taucht halt nochmal auf mit dem Fischer, der noch lebt, im Maul, der so an dem Jungen vorbeischwimmt und den Jungen sich dann mitschnappt.

Speaker: Irgendwie, weil er sich an dem festhalten will, wie auch immer, weiß man nicht so genau, also von dem, was es da an Footage zu sehen gibt in den Dokumentationen.

Speaker: Und zieht ihn dann halt so ein Stückchen mit, lässt ihn dann aber los und dann versinkt auch wieder eine, also auch alles sehr blutig und in dem Spritz Blut aus dem Mund.

Speaker: Also das ist schon alles sehr, sehr garstig irgendwie, also auch eine richtige Fast Splatter Szene, könnte man sagen.

Speaker: So, und das hat Spielberg dann aber rausgenommen, also wie er in den Interviews sagt, weil er fand, das wäre bad taste, so, was ich ein bisschen komisch finde, ey, du hast vorher schon Onscreen ein Kind fressen lassen.

Speaker: Ja, aber das war weiter weg, das hat man nicht so gut gesehen, man hat das, man hat das, aber das war nicht im Detail.

Speaker: Ja, ja, aber auch hier, hier kommt das Kind ja davon, das ist ja das, deswegen, so.

Speaker: Aber ich glaube nicht, dass das in Bethesda ist.

Speaker: Also, dass die Szene damals, wenn sie so drin gewesen wäre, schon schockiert hätte ohne Ende.

Speaker: Das wäre, bin ich mir sicher, dass das so gewesen wäre, aber ich glaube, genau das war der Punkt, den Spielberg nicht haben wollte.

Speaker: Die Leute schon wirklich zu früh komplett...

Speaker: zu verstören und dadurch halt zu verlieren.

Speaker: Genau, das Vertrauen zu verlieren.

Speaker: Genau.

Speaker: Und in den Previews nachher, er hat ja zwischen den ersten beiden Previews am Film halt nochmal ein bisschen geschnippelt und dann halt eben auch die Szene halt mit dem Kopf von Ben Gardner, der auftaucht, da das dann auch nochmal versetzt, weil er fand, dass das im Schnitt

Speaker: noch nicht so treffsicher gelandet ist.

Speaker: Also er hat da wirklich größtes Feintuning gemacht, im Saal, im Kinosaal gesessen und sich angeguckt, wann die Leute aufgeschreckt sind und wann nicht.

Speaker: Und das, wo er selber erzählt, wo er sich im Nachhinein, naja, nicht ärgert, aber sagt so, ach schade, weil der Moment, als der Weiße Hai tatsächlich das erste Mal in der legendären Szene halt mit Roy Scheider auf dem Boot hinten das erste Mal auftaucht, wo er halt diese Köder auswirft.

Speaker: So, da müssen die Leute beim ersten Mal so richtig komplett an die Decke gesprungen sein.

Speaker: So, das war noch in der Fassung, wo das mit dem Ben Gardner Kopf, der ja vorher kommt, noch nicht so gut getimt war.

Speaker: So, und das hat Spielberg da gefuchst.

Speaker: Und dann hat er das gefixt mit dem Kopf.

Speaker: Und dann sind die Leute halt schon bei der Kopfszene gesprungen.

Speaker: Und nicht mehr bei der Szene, wo... Und bei der anderen Szene sind die auch noch gesprungen, aber nicht mehr so hoch.

Speaker: Nicht mehr so hoch, genau.

Speaker: Das ist aber, wie viel dann am Ende des Tages doch, wie viel Feinarbeit und Gehirnschmalz da reingesteckt wird, um so einen Film effektiv zu machen.

Speaker: Fantastisch.

Speaker: Wo die Regisseure dann auch noch die Energie haben.

Speaker: Ich sage gerne immer mein anderes Beispiel, wo ein junger Regisseur, der später Superstar wird, in seiner Sturm- und Drangzeit

Speaker: noch den Gehirnschmalz hatte, um die richtige Eigenkritik zu sagen, so, ich beschränke mich, so, ich schmeiße Sachen raus, weil ich die hierfür nicht brauche.

Speaker: James Cameron, der erste Terminator.

Speaker: Der ganze Plot, der zu Terminator 2 geworden ist, den gab es schon in

Speaker: Im ersten Film.

Speaker: Und den hat er da komplett rausgeschmissen, weil er gesagt hat, nein, das brauche ich hierfür nicht.

Speaker: Das ist jetzt nicht die Geschichte.

Speaker: Es geht nicht darum, Skynet zu verhindern, sondern dem Terminator zu entkommen.

Speaker: Das ist die Geschichte.

Speaker: Der weiße Hai.

Speaker: Also wir haben jetzt jede Menge Punkte hier nochmal aufgegriffen, warum der weiße Hai ein Meisterwerk ist.

Speaker: Nachdem wir den Prolog beendet haben, kommen wir jetzt mal ans Eingemachte.

Speaker: Doch, wir müssen was auf jeden Fall noch machen, wo wir jetzt noch gar nicht selber drauf eingegangen sind, nämlich tatsächlich unseren eigenen Bezug.

Speaker: Also bei dir zum Beispiel.

Speaker: Wir sind ja auch nicht ganz so weit alterstechnisch auseinander, aber dennoch, du hast den Film, also den ersten Film, ganz anders gesehen wie ich, weil ich habe tatsächlich als ersten, ich habe den zweiten Film tatsächlich zuerst gesehen.

Speaker: Und es hat einen Moment gedauert, bis ich dann den ersten auch sehen konnte, weil

Speaker: Also eigentlich mein erster weißer Hai ist eigentlich leider der zweite.

Speaker: Okay.

Speaker: Aber auch nur in Anführungszeichen.

Speaker: Das war bei Star Wars bei mir so, aber beim weißen Hai nicht, nein.

Speaker: Ja, wo hast du denn den Hai das erste Mal gesehen?

Speaker: Den weißen Hai habe ich irgendwann als älteres Kind oder früher Jugendlicher im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesehen, als er zum ersten Mal lief im Fernsehen.

Speaker: Das muss...

Speaker: Anfang der 80er irgendwann gewesen sein, Anfang Mitte der 80er in dem Dreh.

Speaker: Ich kann dir nicht mehr sagen, wann, ich müsste recherchieren, aber ich habe den zum ersten Mal wirklich im Fernsehen gesehen, ungekürzt, ungeschnitten, sozusagen damals und nicht in dieser RTL-Fassung, die ja dann auch verramscht und gekürzt war zum Teil, wo einiges weggeschnitten war, sondern wirklich im öffentlich-rechtlichen und auch kurz danach dann auch den Weißen High 2, weil der auch kam dann im Fernsehen.

Speaker: Wie gesagt, ich kann dir das herrlich nicht nennen, ich weiß, ich habe ihn damals im Fernsehen gesehen.

Speaker: Ja, weil interessant war, ich hätte angenommen, dass du den auch, also wenigstens irgendwo vielleicht nochmal im Kino gesehen hättest, aber tatsächlich in unseren Zeiten, also Anfang der 80er oder auch Ende der 70er war es halt so, dass gerade so erfolgreiche Großproduktionen, also gerade auch Star Wars oder so zum Beispiel,

Speaker: oftmals in Wiederaufführungen zu sehen waren.

Speaker: Dann in Nachmittagsmartines oder sonst wie.

Speaker: Alle Nase lang.

Speaker: Wie schon gesagt, also Original Krieg der Sterne habe ich halt immer in Reruns gesehen.

Speaker: Aber der weiße Hei eben nicht.

Speaker: Der lief mal irgendwann im Sommerkino.

Speaker: Doch, weiß ich noch, in Oiskirchen.

Speaker: Aber da habe ich es nicht geschafft zu dem Termin.

Speaker: Aber ich habe in diesem Sommerkino immer in der Woche Nachmittags in den Sommerferien sozusagen um 15 Uhr dann immer Filme.

Speaker: Da lief dann auch Krieg der Sterne.

Speaker: Und ich habe da zum ersten Mal auch die Blues Brothers im Kino gesehen.

Speaker: Aber den weißen Hai habe ich nicht geschafft, weil der Termin damals war.

Speaker: Ich habe den ersten Hai-Film gesehen, den ich im Kino gesehen habe.

Speaker: Das war aber wirklich tatsächlich der vierte.

Speaker: Der weiße Hai, die Abrechnung, habe ich damals in dem kleinen Schachtelkino in Köln gesehen.

Speaker: Noch mit ein paar Freunden.

Speaker: Der lief tatsächlich noch im Kino.

Speaker: Ich erinnere mich an den Videorelease, den habe ich dann halt auf Video gesehen, aber im Kino.

Speaker: Der hat ja wirklich einen ganz normalen Kinostart auch.

Speaker: Es ist ein hervorragender Trash-Film.

Speaker: Und Michael Caine, also mal ganz abgesehen davon, dass die ganze Handlung hirnrissig ist, ist der Film gar nicht schlecht gemacht.

Speaker: Die Effekte sind auch nicht schlechter oder so.

Speaker: Die Schauspieler sind gar nicht so schlecht.

Speaker: Michael Caine gibt da alles vor der Kamera.

Speaker: Immerhin hat er sich in ein Sommerhaus eingebracht auf den Bahamas.

Speaker: Oder für seine Mutter hat er, glaube ich, ein Haus gekauft.

Speaker: Irgendwas war da, was in der Richtung.

Speaker: Ich weiß noch, eine gute Szene, Mario von Peebles wird gefressen.

Speaker: Das war die einzige Szene, die mir im Gedächtnis hat.

Speaker: Und wie gesagt, das war der erste, den ich im Kino gesehen habe.

Speaker: Den dritten habe ich auch auf VHS gesehen.

Speaker: Aber wie gesagt, 1 und 2 habe ich dann ganz normal im Fernsehen gesehen.

Speaker: Den dritten weiß ich noch.

Speaker: Da ist ja Rummel drum gemacht worden.

Speaker: Damals war ja 83.

Speaker: 3D.

Speaker: Und ich weiß, mein Onkel...

Speaker: Der hatte den da im Kino gesehen und schwärmte da auch sehr von.

Speaker: Auf Video habe ich den dann auch gesehen.

Speaker: Aber ich weiß nicht, ich habe mich geärgert, weil ich durfte den halt nicht.

Speaker: Also da hatte ich, glaube ich, den, ich bin mir sicher, dass ich den zweiten Hai da schon gesehen hatte.

Speaker: So, das heißt, ich war da so um die zehn circa wahrscheinlich.

Speaker: Und ich weiß, ich fand es doof, dass ich den nicht sehen konnte.

Speaker: In 3D?

Speaker: Nee, überhaupt im Kino.

Speaker: Also in 3D, sage ich mal, ist der vielleicht noch ein Witz besser, aber ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich finde ganz ehrlich, wenn man ehrlich ist, ist der Weiße Hai 3.

Speaker: Der schlechteste von allen.

Speaker: Nein.

Speaker: Doch, für mich schon.

Speaker: Die Special-Effekte sind total scheiße.

Speaker: Ein Special-Effekt ist scheiße.

Speaker: Die Story ist scheiße.

Speaker: Die Rückkehr des Ungeheuers, sage ich mal übertrieben.

Speaker: So ein bisschen.

Speaker: Ich finde die, nein, die sehen nicht wirklich gut aus.

Speaker: Ganz ehrlich.

Speaker: Da sieht man total oft das reinkopierte, den reinkopierten Hand.

Speaker: Ja.

Speaker: Das Bescheuerte ist, dass die zentrale, die zentrale, die zentrale, die zentrale, die fürchterliche Szene überhaupt.

Speaker: Ja, die eigentlich, also die Showcase-Szene hätte es sein.

Speaker: Und auch da, es ist wieder so typisch für den weißen Hai.

Speaker: So, es wurde einfach nicht Zeit und schon gar kein Geld mehr investiert, um das wirklich rund zu lassen.

Speaker: So sieht der Film auch aus.

Speaker: Ja.

Speaker: Wie schon gesagt, ich finde die Kombination da aus, ich sag mal, so ein bisschen Katastrophenfilm, also Terror im Themenpark, finde ich ganz schlecht.

Speaker: Plus Spoiler.

Speaker: Das ist eine nette Story, aber es ist nicht gut umgesetzt.

Speaker: Das ist das Problem.

Speaker: Die Unterwassergänge, da siehst du überall die Green oder Blue Screen damals noch.

Speaker: Das sieht alles nicht gut aus.

Speaker: Selbst für damalige Verhältnisse sieht das nicht gut aus.

Speaker: Ja, aber trotzdem, ich finde ich... Das ging da schon besser.

Speaker: Du hast gesehen, wir haben den billig runtergerotzt.

Speaker: Entschuldigung, da ist die Special Effects und alles, was du an Schauspielern hast, ist in der Weiße Hai 4 besser.

Speaker: Die Handlung nicht.

Speaker: Ich finde, wo es vielleicht Hai 3 schlecht hat oder schlechter und eine richtig schlechte Szene, da hat der Weiße Hai 4 halt gar nichts.

Speaker: Das ist mein Problem.

Speaker: Und vor allem hat für mich, und das ist doch eine der auch fiesesten Szenen, ist in High 3.

Speaker: Und die ist gerade, also die in 2D... Der Typ, wo der Großfeldjäger in dem Maul von High ist?

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Und die ist in 3D noch... Ich hab mir gedacht, er hat's verdient.

Speaker: Ja, ja, ja, aber das ist so, das ist...

Speaker: Und in 3D ist das richtig, richtig evil.

Speaker: Das ist schon richtig gemeint.

Speaker: Also es sind beides Trashfilme.

Speaker: Ja, aber der dritte hat für mich, also in 2D, auch da ist es nicht so schlimm wie bei Freitag 3.

Speaker: Du merkst halt, dass der halt für 3D inszeniert worden ist.

Speaker: Und in 3D, finde ich, hat der so ein bisschen, also wenigstens den Kirmeseffekt, den der haben soll.

Speaker: Da sind ein paar sehr schöne 3D-Klamotten drin und

Speaker: Das ist ganz gut.

Speaker: Aber es fehlt dann auch am Ende des Tages, genau, es fehlt der High-Horror.

Speaker: Also auch da hätte man noch ein bisschen mehr nachlegen können.

Speaker: Da ist ein bisschen zu wenig am Ende des Tages.

Speaker: Aber der Film präsentiert ja auch noch ein anderes Konzept, was man vorher auch noch nicht hatte.

Speaker: Aber das will ich jetzt gar nicht spoilern.

Speaker: Aber wie schon gesagt, nein, der dritte ist definitiv nicht der schlechte.

Speaker: Das bleibt einfach der vierte, muss man leider sagen.

Speaker: Da haben wir unterschiedliche Meinungen.

Speaker: Das ist richtig...

Speaker: Aber rein empirisch ist das so.

Speaker: Kannst du jetzt aufhören, wie du möchtest.

Speaker: Allein weil der dritte 3D hat.

Speaker: Das macht ihn dann schon besser.

Speaker: Das ist ja immer der Abgesang von Qualität.

Speaker: Wenn der Film mit der Qualität und der Story nicht mehr reißen kann, muss man halt irgendeinen Hokus-Bokus machen, also 3D, damit die Leute da noch reingehen.

Speaker: Dann würde dein Lieblingsfilm ja vollkommen abstinken.

Speaker: Weil Creature from the Black Lagoon sowohl 1 und 2, die sind beide in 3D, also... In hervorragendem 3D.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber sie funktionieren auch ohne 3D.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, deshalb.

Speaker: Ja, aber wie schon gesagt, da ist das kein Grund.

Speaker: Ja, ja, ja.

Speaker: So, sehr ungeheuer.

Speaker: Genau, das ist der Punkt.

Speaker: Der Weiße Hai hat ja auch dazu geführt, der Original-Hai, dass es nicht nur drei Fortsetzungen gegeben hat, sondern auch jede Menge andere Filme.

Speaker: Wir erinnern nur an das italienische Rip-Off, Die Weiße Bestie,

Speaker: die da gekommen ist, die eigentlich, ja es ist ein Trashfilm, es ist ein klassischer Explorationfilm, der gnadenlos die Story vom Weißen Hai eins zu eins klaut, das Ganze nur irgendwie, ich glaube nach Miami verlegt oder so, es ist in Italien gedreht oder irgendwie, ich weiß es schon gar nicht, ich habe lange nicht mehr die Saison.

Speaker: Von Hans-Jones, ne?

Speaker: Ja, ja, genau.

Speaker: Von Onkel Castellari.

Speaker: Genau, genau.

Speaker: Von NZG Castellari, den wir jetzt auch mal interviewt haben, auch bei einer Convention hier, auch zu dem Thema.

Speaker: Und trotzdem ein schöner Film, ein schöner Trashroom und die haben den auch als weißer Hai, haben die den The White Shark, haben sie den auch überall vertrieben, bis sie im Universal die Finger geklopft hat, sozusagen.

Speaker: Eine ganz genügend Geschichte und dann folgten ganz viele.

Speaker: Aber ich weiß, warum du den vierten Hai lieber wagst.

Speaker: Warum?

Speaker: Weil das dann

Speaker: erster Hai-Film im Kino war.

Speaker: Das kann natürlich sein.

Speaker: Und weil Michael Caine mitspielt.

Speaker: Den magst du natürlich auch.

Speaker: Aber ich glaube, hättest du den dritten Hai im Kino gesehen, in 3D.

Speaker: Ich glaube, deine Meinung wäre anders.

Speaker: Er hat ja viele, er selber sagte dazu, er hat viele Filme mit Special Effects gedreht und bei einigen Filmen waren sie auch nur Special.

Speaker: Aber es ist auch

Speaker: insofern, also natürlich dieses ganze, kann man, es ist ein eigenes Genre, dieses Hai-Genre.

Speaker: Ja klar, es ist ein eigenes Tier-Horror-Genre, es ist ein eigenes Hai-Genre.

Speaker: Es gibt nochmal das Shark-Sportation-Genre als Sub-Genre, als Sub-Genre sozusagen.

Speaker: Ja, genau das wirklich.

Speaker: Ich würde das nicht, ich finde es schon, es ist so, weil es einfach so groß ist, ist das wirklich ein eigenes Genre geworden.

Speaker: Also speziell diese Hai-Filme.

Speaker: Und ich finde es halt spannend, dass Spielberg

Speaker: selber ja auch sagt und eigentlich auch nachtrauert im Nachhinein.

Speaker: Also warum er sich nie selber an eine Fortsetzung gewagt hat, sollte jetzt auch aus dem Podcast heraus klar sein, der Mann war einfach komplett traumatisiert.

Speaker: Zum anderen wollte er sich natürlich nicht an dem vergreifen, also dieser Meisterleistung, die da trotz allem zustande gekommen ist.

Speaker: Hätte er nicht besser werden können.

Speaker: So.

Speaker: Nein, also jedenfalls nicht so, vielleicht nochmal ein bisschen anders, aber ich glaube hauptsächlich, dass es wirklich dieses Trauma war, dass er das so auf jeden Fall nie nochmal hätte machen wollen, weil er bei ihm sofort wahrscheinlich Panikattacken ausgelöst hätte, aber dass er trotzdem nachtraut und sagt, ah, es ist doof.

Speaker: dass ich mich da nicht selber drum gekümmert habe.

Speaker: Aber auf der anderen Seite, man hat ja nachher in den 90ern dann ja selber gesehen, was passiert, wenn Spielberg ein richtiges Sequel für seinen eigenen Monsterfilm, Creaturefilm macht, Jurassic Park 2, war dann am Ende des Tages auch nicht so toll.

Speaker: Ja, es ist immer schwierig, wenn du so einen Meilenstein setzt und dann sollst du noch was draufsetzen.

Speaker: Ich finde das immer schwierig.

Speaker: Das ist auch nicht unfair.

Speaker: Absolut.

Speaker: Du hast wieder ein Meisterwerk geschaffen, auch mit Digitaleffekten, wie jetzt bei Jurassic Park, wobei, man muss ja sagen, hier wird ja immer dafür gefeiert, dass da so ein Quantensprung, so ein Paradigmenwechsel in der Digitaltechnik gewesen wäre.

Speaker: Es sind ja gar nicht so viele Digitaleffekte in dem Film, die meisten Effekte sind immer noch handwerkliche und puppeneffekte.

Speaker: Das ist der Punkt.

Speaker: Und die sehen so realistisch aus, dass sie heute noch funktionieren.

Speaker: Ja, und deswegen funktioniert der Film auch heute immer noch am besten.

Speaker: Der sieht immer noch total top aus.

Speaker: Ich habe mit dem lieben Tom Burgers von Bullets & Fizz jetzt die Jurassic Park Reihe, also die ersten drei Filme,

Speaker: jetzt so langsam durchgesprochen, das ist aber noch nicht online, das wird irgendwann kommen.

Speaker: Da war auch genau das nochmal festgestellt, also gerade der erste Film hat nämlich noch gar nicht so viele CGI-Szenen drin, die die drin sind.

Speaker: Also da merkt man auch schon innerhalb des Films eine Progression, aber auch das eben auch so eine schöne Parallele zum Hai selber, weil man die Technik, also die da quasi für entwickelt wurde, genau wie bei der Weiße Hai,

Speaker: Ich würde jetzt nicht sagen, ein ähnliches Desaster hatte, in Anführungszeichen, Desaster ist ja nicht das richtige Wort der Wahl, sondern tatsächlich hier einen Paradigmenwechsel.

Speaker: Man umgestiegen ist halt eben von Go-Motion quasi hin zum Digitalen, weil man es machen konnte.

Speaker: Und da halt auch unterwegs einfach die Schienen vor den rasenden Zug geschmissen hat, um das da alles so hinzukriegen, wie es dann im Film am Ende aussah.

Speaker: Und eben der Vorteil, dass, wie du schon richtig sagst, bei genauer Betrachtung, wer sich den ersten Jurassic Park anguckt, wird gar nicht so viele CGI-Szenen sehen.

Speaker: Das meiste sind wirklich animatronische Sachen, die da drin sind.

Speaker: Mir ist das zum ersten Mal aufgefallen, als ich den bei dir auf der großen Leinwand in 3D gesehen habe.

Speaker: Da habe ich mir gedacht, wow, aber die meisten Special Effects sind wirklich handgemacht.

Speaker: Ich weiß nicht, wie viele es nachher sind, aber ich glaube, das ist nicht gezählt.

Speaker: Aber es ist definitiv viel mehr an handgemachten Special Effects dabei.

Speaker: Und da siehst du dann auch schon den Unterschied eben zum zweiten Film, wo die natürlich so viel mehr mit CGI gemacht haben, dass auch immer noch so ein bisschen Animatromik, aber das Verhältnis hat sich drastisch verändert.

Speaker: Einfach

Speaker: weil von der Inszenierung da dann auch wieder viel anders gemacht wurde und gemacht werden konnte, was für Spielberg dann inszenatorisch zwar auch wieder ein Vorteil war, aber egal, sei es drum, eine ganz eigene Problematik, aber hier sah man dann auch, dass die eigene Fortsetzung dann am Ende des Tages auch nicht der Weisheit letzter Schluss war.

Speaker: Nein.

Speaker: Nochmal auf den Weißen Hai auch hier zurückzukommen.

Speaker: Der Weiße Hai hat ja nicht nur ein eigenes Genre begründet und ganz, ganz viele Folgefilme, gute wie schlechte, aber auch ganz viele lustige Trashfilme sozusagen vom Stapel gelassen oder dafür gesorgt, dass viele Regisseure sich...

Speaker: inspiriert gefühlt haben, lustige Haifischfilme zu drehen, mal mehr, mal weniger lustig.

Speaker: Es hat natürlich auch so eine Art Merchandise-Schwemme gegeben, heute noch mehr als damals.

Speaker: Das ist ja heutzutage auch so, das hast du ja bei allen Sachen, gerade was retro ist, gerade bei den großen Marken, es ist jetzt der Weiße Hai, es ist Ghostbusters, es ist Star Wars, es ist Indiana Jones, es sind all die Marken, die uns wieder zurück in unsere Kindheit oder Jugend versetzen, die immer bei dem Jubiläum, wo es immer dafür geht,

Speaker: wo es immer dann dazu kommt, oder wenn ein neuer Film rauskommt, siehe jetzt Indiana Jones, wo du hinterher mit Merchandise zugeworfen wirst.

Speaker: Bei der Weiße Hai ist es ja jetzt auch so, dass wir zum 50.

Speaker: Jubiläum auch wieder ganz viel neues, lustiges Spielzeug auch aus dem Merchandise bekommen.

Speaker: Also nicht nur T-Shirts und Poster und Plakate und Gedöns, Bildbände, weiß Gott irgendwas, sondern auch jetzt wieder ganz viele neue Spielsachen.

Speaker: Und das ist auf der einen Seite schön, aber auf der anderen Seite ist auch viel Scheiß dabei.

Speaker: Ja, wie ist das?

Speaker: Kommerz, Kommerz.

Speaker: Ja, das ist immer ganz interessant.

Speaker: Da trennt sich auch immer so ein bisschen die Spreu vom Weißen.

Speaker: Also ich fand, das muss ich jetzt nicht mal wählen, wo wir einmal dabei sind, um es auch komplett zu machen.

Speaker: Es gibt von NECA, es gab ja in 1975 das Der Weiße Hai Spiel von Axon damals, wo man so einen wunderbar gestalteten, ich habe es ja extra nochmal aufgebaut für dich, so einen gestalteten Cartoon-Hai, Sachen aus dem Maul fischen musste mit dem Ente haken.

Speaker: Und irgendwann klappte das Maul zu,

Speaker: Wenn das Gummiband stärker wurde und das Gegengewicht zum Maul schwächer wurde, irgendwann klappte er zu und dann hast du verloren.

Speaker: Bei dem, der mit dem Haken gerade in der Hand hatte, den Hinterhaken, klappte das Maul zu und du hast verloren, so nach dem Motto.

Speaker: Jetzt hat Neka gedacht, wir machen das Ganze nochmal mit einer ähnlichen Verpackung und allem drum und drum zum 50-Jährigen.

Speaker: Aber Neka ist ja auch dafür bekannt, dass sie immer sehr realistische Figuren machen und hat einen

Speaker: Bruce, also den weißen Hai, jetzt sozusagen in der realistischen Spielfilmfassung gemacht, aber mit dem gleichen Spiel.

Speaker: Da ist auch, das Maul kannst du aufklappen, sodass da so eine Kontaktplatte unten im Maul unten drin ist.

Speaker: Und wenn du das kräftig draufdrückst oder wackelt, klappt das zu, also ohne diese ausleihenden Gummis, die da reinkommen.

Speaker: Und hat auch die gleichen Gegenstände, die im Originalspiel drin waren, nur in realistisch dem Hai jetzt in den Maul gelegt.

Speaker: Das fand ich ganz spannend.

Speaker: Ist auch immer noch zu haben für... Wie kriegen die da die zentnerschwere Sauerstoffflasche raus?

Speaker: Die ist ja nur so klein.

Speaker: Die ist ja nur so winzig.

Speaker: Irrealistisch, ja.

Speaker: Ja, ja, aber ich meine, ich finde beides spannend, aber ich bin auch immer am überlegen.

Speaker: Ich habe gesagt, komm, das musst du dir jetzt bestellen in den USA.

Speaker: Aber es gibt ja auch viele andere Sachen.

Speaker: Es gab ja von McFarlane Toys, auch in den 90ern gab es ja dieses 3D-Jobs-Poster, was man sich so krassig hinstellen kann.

Speaker: Das gibt es jetzt im Beginn von Funko Pops mit diesen lustigen Knollenfigürchen.

Speaker: Da gab es ja auch schon weiße Highfiguren.

Speaker: Da gibt es jetzt auch nochmal das 3D-Poster in Funko Pops.

Speaker: Finde ich sogar ganz witzig.

Speaker: Gibt es eigentlich so einen Jaws Merchandise Katalog oder so einen Lock?

Speaker: Das wäre eigentlich immer was, weil bei der Flut, aber es ist gar nicht so viel.

Speaker: Also es war damals nicht so viel.

Speaker: Es gibt eine ganze Menge Scheiß-T-Shirts und so ein Kreml, aber wenn du so richtig lizenzierte Figuren oder Action-Figuren oder Modelle sammelst, gibt es nicht wirklich viel.

Speaker: Da kommst du mit zwei

Speaker: drei Regalen auch, sage ich mal ganz offen und ehrlich.

Speaker: Ja, Tinnif, massig, aber jetzt so richtig gute Sachen gibt es eigentlich überschaubar wenig.

Speaker: Da gab es halt aus den 70ern selber den Gummihai von Chemtoy auf so einem Papprücken.

Speaker: Ja, es gab so einen Modellbausatz von Edère mit dem Haikäfig und einer kleinen Figur von Hupa drin und einem großen weißen Hai, der den angreift zum Zusammenbauen.

Speaker: Solche Sachen, die gab es halt alle.

Speaker: So, und auch später nochmal ein paar Geschichten.

Speaker: Aber

Speaker: Aber es ist halt interessant, wenn man sich so ein bisschen damit beschäftigt, das ist ja auch die Lizenzen, wie ich gerade schon gesagt habe, von anderen Filmreihen.

Speaker: Es sind meistens Filmreihen, die wir aus unserer Kindheit kennen, die da immer wieder versuchen aufzudrücken.

Speaker: Zurück in die Zukunft ist da noch dabei, was immer wieder genommen wird.

Speaker: Wie gesagt, Ghostbusters hat sich erst in den letzten zehn Jahren zu einem wahren Merchandise-Geschäft gemausert.

Speaker: Früher gab es nur die Real Ghostbusters und sonst nichts.

Speaker: Heute gibt es alle Variationen und so weiter.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich glaube, ich habe Haitechnisch tatsächlich nur mal auch so einen kleinen Plastikhai gehabt von irgendeinem Spielzeug.

Speaker: Also nicht mal richtigen Jaws Merchandise, sondern einfach nur so ein Plastikhai.

Speaker: Jetzt wollte ich aber auch noch mal zu was zurückschwimmen.

Speaker: Das haben wir jetzt geschickt umschwommen, wie der Hai quasi die Fässer im Film.

Speaker: Ähm...

Speaker: was war denn, als du den im Fernsehen gesehen hast, hast du den heimlich gesehen oder durfte ich den schon gucken?

Speaker: Nö, ich durfte den schon gucken.

Speaker: Kannst du dich dann noch so an deinen ersten Eindruck erinnern, was hat dich da an dem Film speziell gepackt oder wo hast du gesagt, so boah, das ist jetzt, also war da die Liebe von Anfang an sofort so da?

Speaker: Ich glaube, ich fand am Anfang den zweiten Teil sogar besser als den ersten, gebe ich ehrlich zu, weil mir Action drin war.

Speaker: Und Teenager, Teenager waren da drin.

Speaker: Ja, Teenager waren drin, es war die Szene mit dem Hubschrauber, spektakulär.

Speaker: Die Liebe zum ersten Hai ist erst später gekommen.

Speaker: Also ich fand den ersten auch gut, also wie gesagt, ich fand den gut, ich wusste auch, es war damals schon ein Klassiker, ja, so ein toller Film und so und hab den auch geguckt und fand den auch gut, war aber überrascht, dass so wenig Leute gefressen wurden.

Speaker: Das sind am Anfang, weil das sind nur fünf letztendlich, so fünf Haiopfer.

Speaker: Aber wie gesagt, der zweite Teil fand ich damals wirklich ein bisschen spannender, der hat mich einfach mehr gegriffen, da passierte mehr die Szene mit der Wasserschießsurferin, wo das Boot dann explodiert, da ist halt schon ein bisschen mehr Schauwerte, sind da doch mehr drin, es ist weniger Schauspielerei und...

Speaker: Klasse.

Speaker: Vordergründige Dramatik.

Speaker: Dramatik und Klasse drin.

Speaker: Banale Action.

Speaker: Als mehr Action.

Speaker: Deshalb hat mir der damals besser gefallen.

Speaker: Ich finde den auch heute noch gut, weil alle immer sagen, er kommt an den ersten nicht ran.

Speaker: Klar, der erste ist halt wirklich jetzt ein Meisterwerk.

Speaker: Und wie gesagt, ich diskutiere auch gerne noch mit Leuten.

Speaker: Du bist ja einfach ein Film mit einem Bündchen, der ein paar Leute spricht.

Speaker: Ich sage, nein, es geht nicht um den Hai.

Speaker: Es geht auch um den Hai, aber es geht auch um die drei Typen auf dem Boot.

Speaker: Und die Spacken auf der Insel.

Speaker: Ja, genau, aber ist egal.

Speaker: Und wie gesagt, das ist halt so, je nachdem, wann du den zum ersten Mal siehst, ist natürlich auch so die Empfindung da eine andere.

Speaker: Ja, aber interessant.

Speaker: Deswegen, wie schon gesagt, ich hätte es bei dir eigentlich tatsächlich anders angenommen, finde ich aber ganz spannend.

Speaker: Ähnlich dann wie bei mir, wo halt auch

Speaker: die wirkliche Wertschätzung für den ersten Film tatsächlich erst später auch eingesetzt hat.

Speaker: Es war ja auch so, man hat ja so Sachen, man muss dazu sagen, man hat ja immer davon gehört, der weiße Heiber, mein Eltern stand das Buch im Regal halt, ja, mit dem Cover, aber mit einem anderen Bild, auch nicht mit dem ikonischen Cover, was wir so kennen, halt das Geile.

Speaker: Ja, wer war es nochmal?

Speaker: Ich habe den Namen auch schon wieder vergessen.

Speaker: Den es gemalt hat?

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Roger Kastel.

Speaker: Roger Kastel hat das ja für die Taschenbuchauflage gemacht.

Speaker: Ein New Yorker Maler.

Speaker: Genau, ein New Yorker Maler hat das dann für die Taschenbuchauflage produziert und ist dafür auch bezahlt worden und hat es dann den Filmproduzenten überlassen für das Kinoplakat.

Speaker: Auch da die spannende Info wusste ich auch gar nicht, bis ich weiß nicht auch, in welcher Dokus drin war.

Speaker: dass dieser Hai, den wir da alle kennen von den unterschiedlichsten Covern, keine Fantasiegestalt ist.

Speaker: Also das ist zwar eine Interpretation, aber der gute Mann ist tatsächlich da ins Museum of Natural History gegangen und hat sich da Fische anguckt und die waren da wohl gerade irgendwie quasi am Säubern und da war alles abgehangen.

Speaker: Und er hat dann da halt eben sich einen Hai rausgepickt.

Speaker: In der Doku ist der tatsächlich auch, glaube ich, irgendwo zu sehen.

Speaker: Die Fotos von ihm.

Speaker: Fotos gemacht, genau.

Speaker: Fotos gemacht.

Speaker: Und da gibt es ein Foto, was ziemlich nah an der Zeichnung dran ist.

Speaker: Ganz genau.

Speaker: Und das heißt, es ist wirklich ein echter Hai, der da abgezeichnet worden ist.

Speaker: Und jetzt nicht nur einfach ein Fantasiehai, den er sich ausgedacht hat.

Speaker: Das fand ich dann schon auch bezeichnend, im wahrsten Sinne des Wortes.

Speaker: Aber es ist mindestens genauso bekannt, das Motiv wie die Mona Lisa.

Speaker: Da wurde ja auch von so einer Tochter gefragt, von so einer Enkelin, hast du eigentlich mal eine Mona Lisa gemalt?

Speaker: Aber muss man einfach sagen, der Hai, das Bild vom Weißen Hai, das Plakatcover ist eines der ikonischsten Cover-Motive und eines der bekanntesten weltweit.

Speaker: Es gibt nur wenig andere Filmplakate, die so bekannt sind.

Speaker: Die auch, aber auch wenn du dir anguckst, also warum das so gut eben auch als Vorlage für Karikaturen und Comics und Memes und sonstiges einfach dient ist, es gibt glaube ich

Speaker: Wenige so Posamotive oder Covermotive, die so ein Zentralmotiv und so eine Zentralangst und so ein Zentralkonflikt haben.

Speaker: eben quasi, dass das mächtige Böse, was da von unten rankommt, um ein argloses, gar nacktes, hilfloses Opfer oben zu verschlingen, also mir fällt fast eigentlich so erstmal spontan kein anderes Cover ein, dass sowas so ikonisch eingefangen hat.

Speaker: Also einen Kontext, also nicht nur eine visuelle Referenz, sondern tatsächlich einen größeren Kontext, mit dem du dann nämlich auch über so Karikaturen und

Speaker: so weiter arbeiten kannst.

Speaker: Deswegen ein völlig sensationelles Motiv.

Speaker: Es gibt noch ein Symbol, was fast genauso bekannt ist wie die Coca-Cola-Marke.

Speaker: Das ist das Ghostbusters-Symbol.

Speaker: Witzigerweise.

Speaker: Das gehört zu den bekanntesten Logos weltweit.

Speaker: Muss man einfach dazu sagen.

Speaker: Auch ein Meisterstück.

Speaker: Und dazu gehört auch die Silhouette vom weißen Hai, die ähnlich bekannt ist.

Speaker: Es ist unglaublich, aber witzig, wenn man sich damit mal so ein bisschen beschäftigt hat.

Speaker: Auf jeden Fall.

Speaker: Ganz interessant.

Speaker: Ein seltsames Filmpaar.

Speaker: Ich wollte jetzt mal auf die Dokumentation noch mal kurz hinweisen.

Speaker: Und vor allen Dingen auch, was haben wir noch gar nicht drüber gesprochen, über Ron und Valerie Taylor.

Speaker: Oh verdammt, die haben wir ganz rausgelassen.

Speaker: Die haben wir vergessen.

Speaker: Ja, aber sofort Schamme über unser Haupt.

Speaker: Ja, aber das nehmen wir jetzt noch ganz kurz mit rein, weil es gibt ja bei der Weiße Hai nicht nur Aufnahmen vom mechanischen Hai, sondern auch bei der Weiße Hai.

Speaker: Ja, sondern es gibt auch echte Hai-Aufnahmen und die sind gemacht worden in Australien von Ron und Valerie Taylor.

Speaker: Das waren damals zwei Hai-Forscher, Unterwasser-Kamera-Leute, Forscher, was auch immer.

Speaker: Die haben eigentlich mit Fischjagd angefangen und sind dann ganz schnell übergeschwenkt, die Fische nicht zu erschießen oder zu harbonieren, sondern mit der Kamera zu schießen.

Speaker: Abzulichten irgendwann auch die Haie, weil sie auch Mitleid damit hatten und das nicht mehr so gut fanden.

Speaker: Und Valerie Taylor selber ist auch eine der ersten professionellen Taucherinnen überhaupt.

Speaker: In dieser Zeit gab es kaum Frauen, die getaucht sind, fast nur Männer.

Speaker: Das waren in den 50er und 60er, da war das auch Pionierarbeit, sage ich mal.

Speaker: Die haben auch wirklich Tauchersysteme entwickelt etc.

Speaker: Es gibt eine sehr schöne Dokumentation auch von National Geographic über sie, die heißt Die Freundin der Haie.

Speaker: von Sally Aitken gedreht aus dem Jahr 2021.

Speaker: Die kann ich allen nur wärmstens empfehlen.

Speaker: Tolle Aufnahmen aus der Zeit damals.

Speaker: Kann man sich gar nicht mehr vorstellen.

Speaker: Eine tolle Frau und wirklich auch eine wahnsinnig spannende Doku.

Speaker: Kann man jetzt noch bei Disney Plus sehen.

Speaker: Die beiden haben damals dann für Spielberg oder für die Produktion Haiaufnahmen gemacht und zwar vor allem die Haiaufnahmen auch mit dem Unterwasser-Käfig, wo Huber dann reingeht und der Hai sich darunter verheddert.

Speaker: Das ist nämlich nicht gestellt gewesen, sondern da hat sich wirklich ein Hai zwischen Käfig und Boot verhangen und sich da freigekämpft und den Käfig da zerstört.

Speaker: Da die Haie in Australien aber nur alle maximal drei Meter lang waren und das mit den Größenverhältnissen zum Käfig nicht funktioniert hat, hat man einfach entschieden,

Speaker: einen nur halb so großen Haifischkäfig ins Wasser zu lassen mit einer großen Puppe und später auch mit einem kleinwüchsigen Taucher namens Karl Rizzo, der dann auch da rein sollte, aber dann irgendwann Schiss bekommen hat und der hatte recht, ist dann nicht reingegangen und das war nämlich dann genau der Tauchgang mit dem Käfig, als der Haie sich zwischen Boot und Käfig verheddert hat und den Käfig abgerissen hat.

Speaker: Das Problem war nämlich auch, da Rizzo einen Miniaturtaucheranzug trug und nur eine kleinere verkleinerte Wasserstoffflasche hatte er auch nur wenig Tauchzeit.

Speaker: Ungefähr acht wie du.

Speaker: Ja, und wenn er mit dem Käfig auf dem Boden gelandet wäre, wäre er nicht mehr hochgekommen.

Speaker: Und das ist halt der Punkt.

Speaker: Auch da, da denkst du auch, mein Gott, um was sich die Leute da erst essen, was die da für Risiken eingegangen sind und worüber die sich so überhaupt keine Gedanken gemacht haben.

Speaker: Ja, da ist er so, machen wir einfach mal so.

Speaker: Steckt da mal so ein kleinen Lüchsen rein, hast du schon mal getaut?

Speaker: Ja, hier, bumm, und ab mit dir.

Speaker: Und hatte er ja nicht, das kam ja noch umdrein, der hatte null Tau, er

Speaker: Sollte doch.

Speaker: So ein Stuntman eigentlich, so ein kleinwüchsiger Stuntman.

Speaker: Und der wurde dann halt kurz vorher, bevor die das gedreht haben, haben die ihn einmal planschen lassen.

Speaker: Da haben wir so, hier, dort sind die Sachen, hier, zieh mal an, passt, ach ja, schön, schwimmt, passt, wackelt, hat Luft, fertig.

Speaker: Hast du nicht noch auf die Idee gekommen, sind Kinder in Tauchereanzüge?

Speaker: So steck immer alles.

Speaker: Das ist wohl richtig.

Speaker: Das hat man ja in anderen Filmen gemacht, aber nicht mit Tauchereanzügen, aber trotzdem mit Kindern dann.

Speaker: Ja, also wie gesagt, Ron und Valerie Taylor waren da auch Vorreiter, was das anging, haben tolle Dokumentationen und Filme gedreht.

Speaker: Also wie gesagt, ich empfehle diese Dokumentation Freundin der Haie.

Speaker: Da gibt es auch nochmal einen Verweis auf den weißen Hai natürlich.

Speaker: Und das ist eine spannende Geschichte auch.

Speaker: Ich fand aber jetzt auch diese Dokus, du hattest ja vorhin erwähnt, halt diese Genre.

Speaker: jetzt geguckt haben die jetzt auch anlass war das ist die eine dokumentation es gab jetzt von arte auch noch mal müsste mal gucken der arte mediathek noch mal eine kürzere doku die fand ich auch ganz spannend weil sie wie gesagt mehr auf insulane eingegangen ist und the shark is still working aus dem jahr 2007 sollte man sich auch mal angucken ich glaube da kann man noch mal so gespür dafür bekommen in welchem wahnsinn man damals auf der insel auch verfallen ist und

Speaker: Und natürlich das originale legendäre Making-of von der Weiße Hai aus dem Jahr wahrscheinlich 95.

Speaker: Das ist damals für die Laserdisc produziert worden, auch von Laurent Boussereau.

Speaker: Und das Phänomenale war halt damals, also nicht nur, dass er selber halt auch Hai-Fan war, sondern da halt auch ganz viele Dinge tatsächlich überhaupt sichern und finden konnte.

Speaker: Die ganzen Outtakes, die geschnittenen Szenen zum Teil, die dann halt alle auch in der Doku vorkommen.

Speaker: Dieses ganze

Speaker: Behind-the-Scenes-Interview-Material, was aus verschiedenen Quellen kam.

Speaker: Also auch eine fantastische, geht über zwei Stunden auch.

Speaker: Toll.

Speaker: Da haben sich ja Leute damals extra einen Laserdisc-Player gekauft, nur um diese Dokumentation zu kaufen.

Speaker: Zu gucken.

Speaker: Weil sie gab es am Anfang ja wirklich nur als Bonus-Disc bei der Laserdisc.

Speaker: Ist auch nicht auf Video erschienen.

Speaker: Nee, auf Video nicht, aber später dann auf DVD, in dieser Jubiläumsbox 30 Jahre oder was war es?

Speaker: Ich muss mal nachgucken, sie steht hier hinter mir in der Vitrine.

Speaker: Sekunde.

Speaker: Es war die 30-jährige Anniversary Collectors Edition, wo dieser kleine Filmschnipsel noch mit drin ist, dieses Skizzenbuch und so weiter und so fort.

Speaker: Auf DVD ist dann diese Dokumentation zum ersten Mal erschienen.

Speaker: Genau.

Speaker: Was es allerdings nicht gibt und das hat mich jetzt nochmal gewundert, weil ich hatte eigentlich nochmal vor, ich war immer der Meinung, es gab auch in dieser Box, die ich gerade erwähnt habe, gab es einen Kommentartrack, hatte ich irgendwie so abgespeichert, irgendwo ganz hinten rechts oder links in meinem Gehirn, keine Ahnung und hatte immer gesagt, irgendwann guckst du dir den mal an, komm jetzt bevor wir uns zusammen sind, guck dir den nochmal an.

Speaker: Und es gibt keinen Kommentartrack.

Speaker: Nein.

Speaker: Es gibt auf keiner Veröffentlichung irgendwo vom Weißen Hai gibt es einen Kommentartrack.

Speaker: Wirst du auf keinem Spielberg-Film je finden, weil der Kommentare scheiße findet.

Speaker: Also jetzt nicht im Sinne von so, hey, ich bin gegen Behind the Scenes Info.

Speaker: Nein, aber der sagt, nee, ich will da eine vernünftige Dokumentation drauf haben.

Speaker: Dafür hat er sich dann halt auch...

Speaker: so einen Herrn Buserola an die Seite gestellt, der das auch exzellent gemacht hat und wenn du das dann guckst, da brauchst du dann auch keinen Audiokommentar mehr für, ganz ehrlich.

Speaker: Alternativ könnte man sich höchstens noch vorstellen, wobei, weiß ich, gibt es das hier, die schöne Netflix-Serie The Movies That Made Us, gab es das vom Hyvers?

Speaker: Ich glaube nicht.

Speaker: Wahrscheinlich nicht.

Speaker: Nee, ich glaube nicht.

Speaker: War auch noch nicht dabei.

Speaker: Da wäre es höchstens mal spannend, wenn man dann auch wirklich Leute aus der siebten oder achten Reihe vielleicht nochmal hätte, wo der eine oder andere vielleicht nochmal eine spannende Geschichte erzählen könnte.

Speaker: Aber das Problem wie auch hier, die meisten weilen ja schon leider nicht mehr unter uns.

Speaker: Naja, das ist der Punkt.

Speaker: Viele sind schon gestorben halt.

Speaker: Roy Scheider, Robert Shaw.

Speaker: Auch von der Crew.

Speaker: Also da sind ganz wenige.

Speaker: Wie Richard Dreyfuss da jetzt bei Jaws at 50 auf Martha's Vineyard so schön sagte,

Speaker: I'm the last one standing.

Speaker: Ja, also, liebe Leute da draußen, wir hoffen, wir konnten euch ein bisschen Spaß machen auf den Film, auch wenn wir natürlich einiges gespoilert haben, aber wie gesagt, guckt euch den Film nochmal an.

Speaker: die Ruhe, nehmt euch die Zeit und guckt den Film mal bewusst, nicht mit dem Handy in der Hand und Gedaddel nebenher und so weiter, wie viele das mittlerweile machen.

Speaker: Deshalb ist ja das Problem, das ist ja auch das, was mich immer so ärgert momentan, dass es in den Kinofilmen immer so viel Rückblicke, Expositionen und irgendwelche Erklärszenen gibt, weil die Leute brauchen 28 Erklärungen, warum das so ist, weil sie ja dem Film nicht mehr folgen.

Speaker: Ja, das Schöne ist, die Leute können das tatsächlich auch jetzt Anfang August tatsächlich noch im Kino tun, weil

Speaker: Ob Universal selber noch mal was lachlegt, weil in den USA kommt der Film wie schon vor drei Jahren zum Spielberg-Jubiläum.

Speaker: Vor drei Jahren ist er noch mal von Universal selber in die Kinos gekommen.

Speaker: Das wird in diesem Jahr auch noch mal passieren, wenigstens in den USA.

Speaker: Und die Säcke dürfen den dann auch noch mal in 3D gucken.

Speaker: Hier in Deutschland habe ich bisher nichts davon gehört, aber der Weiße Hai wird in der Barsch.

Speaker: Best of Cinema Classics Reihe laufen Anfang August, ich bin vor irgendwie 1.

Speaker: August Woche rum, läuft der, ihr könnt ihn euch im Kino angucken, es ist allerdings nicht raus, tatsächlich mit welcher Tonspur anscheinend der Film gezeigt wird.

Speaker: Also beim letzten Mal lief er in der alten Monofassung.

Speaker: Da beim letzten Mal war tatsächlich die originale Kinosynchronspur am Start, deswegen das die Info, die wir hier glaube ich auch noch nicht haben, durchsickern lassen für die, die es nicht wissen.

Speaker: Es gibt oder es gab für eine DVD-Neuauflage einen aufgemotzten Ton und da man halt den alten Synchronton nicht mehr, also die Dialoge nicht mehr von dem...

Speaker: von der Komplettabmischung, wo er aus diesem Monotrack rausfiltern konnte, wurde eine komplett neue Synchronisation angefertigt, die leider extrem suboptimal ist.

Speaker: Und das macht man einfach nicht.

Speaker: Schon gar nicht bei so einem Klassiker, der eine wirklich fantastische deutsche Synchronisation hat.

Speaker: Ich habe es schon öfters gebracht.

Speaker: Also, Roy Scheider wird ja im Original von Hansjörg Fellme synchronisiert.

Speaker: Eine sehr sonore, eine sehr ruhige, eine sehr gefasste Stimme.

Speaker: Eine Tatort-Hauptkommissar-Stimme.

Speaker: Ja, aber es passt halt einfach unglaublich da rein.

Speaker: Und in der neuen Synchronfassung, ich habe jetzt den Namen vergessen, wird er von dem Synchronsprecher von Eddie Murphy gesprochen.

Speaker: So ist es.

Speaker: Und es blickt auch manchmal durch.

Speaker: Also, es ist jetzt nicht so schlimm wie, ey Mann, ich glaube, wir werden ein größeres Boden brauchen.

Speaker: Ja, aber es ist schon nahe dran.

Speaker: Ja, also Entschuldigung,

Speaker: Es geht einfach gar nicht.

Speaker: Wenn du diesen Film schon 20 Mal gesehen hast und dann sind plötzlich die Dialoge, wir haben sich nicht großartig verändert, aber die Stimmen sind einfach anders, die Tonlagen sind anders, die Betonungen sind anders.

Speaker: Das ist einfach nicht mehr dasselbe.

Speaker: Und die Stimmen, ganz ehrlich, sind nicht mehr anders.

Speaker: Man ist da sehr subjektiv und man ist da einfach sehr emotional dran.

Speaker: Es gab ja nicht umsonst damals in Deutschland von Fans auch eine Petition an Universal, dass sie doch gefälligst den Weißen Hai dann wenigstens in einer Neuveröffentlichung auf Blu-ray dann wenigstens mit einer alten Monospur veröffentlichen sollten.

Speaker: Das hat Universal dann Gott sei Dank auch getan bei der ersten Blu-ray-Veröffentlichung.

Speaker: Und bei weiteren ist überall der Monoton jetzt wieder mit drauf.

Speaker: Den Fehler wird man in Deutschland, glaube ich, nicht mehr machen.

Speaker: Bin ich mal gespannt, ob das auch bei der Variante, die jetzt irgendwann Ende August rauskommt, dann auch wieder der Fall ist, weil da kommt der Weiße Hai nochmal als 50-jährige Sonderedition in einem Mediabook mit UHD.

Speaker: Mit Blu-ray heraus in den Fassungen, so wie es aussieht, wie es ihnen auch bereits schon gegeben hat, in dieser wunderbaren UHD-Fassung.

Speaker: Und da gibt es ja noch diese, ich weiß gar nicht, wie sie heißt, diese dickere Box vom Weißen Hai.

Speaker: Da gibt es ja noch mal, ist ja mal viel Gedöns drin.

Speaker: Aber zusätzlich wird dann noch mal die Blu-ray hier von Jarves at 50.

Speaker: Die Dokumentation als Bonus wird dabei liegen.

Speaker: Ganz wird dabei liegen und man hat eine neue schöne Blechhülle.

Speaker: Ihr wisst, wenn ihr mich auch öfters hört, dass ich Blechhüllen total gerne mag.

Speaker: Das ist jetzt ironisch gemeint, weil eben drin ist immer die gleiche Scheibe, nur die Verpackung ist anders und dafür nehmen die Filmfirmen dann 10 Euro mehr.

Speaker: Nur weil jemand meint, er müsste sich, ist ja, kann ja jeder machen.

Speaker: Ich möchte aber dann gerne auch bei vielen Filmen einfach die günstigere Variante haben, weil ich nicht jedes Mal 30 oder 40 Euro für eine Blechhülle ausgeben möchte.

Speaker: Letzten Endes die zu bevorzugende Variante findet im Kino statt.

Speaker: Also geht Anfang August ins Kino, schaut euch den Hai auf der größtmöglichen Leinwand an.

Speaker: Es ist nochmal wirklich ein Unterschied, weil, genau wie bei uns beiden, wie wir jetzt gerade festgestellt haben, so dass für die Haie auch ursprünglich in der ersten Sichtung eigentlich nur von der kleinen Mattscheibe her kann.

Speaker: Wenn man das in groß beziehungsweise auf einer vernünftigen Leinwand sieht, ist das nochmal eine ganz, ganz andere Hausmarke und es macht halt wirklich rasend viel Spaß.

Speaker: Das war eine Offenbarung, den damals bei dir sehen zu dürfen, halt in der 4K-Fassung und dann habe ich ihn nochmal ein halbes Jahr später nochmal im Kino hier in Düsseldorf, im UCI auf der riesigen großen IMAX-Line man sehen können, in der Projektion, in der 4K-Projektion.

Speaker: Und es war unglaublich.

Speaker: Es war unglaublich, diesen alten Film in dieser geilen Qualität, in dieser Intensität sehen zu dürfen im Kino.

Speaker: Ich kann das auch nur empfehlen.

Speaker: Wenn ihr die Chance habt, guckt euch das Teil wirklich nochmal im Kino auf großer Leinwand an.

Speaker: Das kriegt ihr nicht so einfach wieder.

Speaker: Das wird nicht so oft wieder passieren, um ganz ehrlich zu sein.

Speaker: Und ich glaube, damit können wir mit unserer Film-WG jetzt heute sozusagen hier die Luken schließen und den Rettungsring wieder reinholen.

Speaker: Und mit unserer kleinen Orca sozusagen.

Speaker: Hier mal eben das Bier nochmal eben heben.

Speaker: Gehen Heimat schippern.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich hole dir die Flaschen nochmal drauf.

Speaker: Eine lange, genau, Prösterchen.

Speaker: Eine lange, eine lange Sendung.

Speaker: Aber wir hoffen, wir konnten euch noch ein paar Neuigkeiten, ein paar neue interessante Sichtweisen präsentieren.

Speaker: Es gibt natürlich noch viel mehr, über das man reden könnte.

Speaker: Wir hätten auch doppelt so lange machen können.

Speaker: Aber ihr wollt ja vielleicht nochmal so eine Dokumentation gucken, damit ihr noch, da haben wir noch ein paar Infos übrig gelassen.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dann jetzt für alle zum Abschied nochmal zum in den Schlummer schwimmen endgültig.

Speaker: Show me the way to go home.

Speaker: I'm tired and I wanna go to bed.

Speaker: Homebett, genau.

Speaker: Scheiße, ich bin schon durch.

Speaker: Ich muss ins Bett, liebe Leute.

Speaker: Alles gut.

Speaker: Also dann, alles Gute hier von der Orca 2.

Speaker: Wir segeln jetzt mal in Richtung Weißerheit 2 bis 4 und schauen mal, was wir daraus dann auch mal basteln.

Speaker: Genau, das könnte nochmal eine lustige Diskussion werden.

Speaker: Alles klar, bis dann.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Das war ein seltsames Filmpaar mit Thorsten Anders und Kai Pinno.

Speaker: Der Filmhaushalt der etwas anderen Art.

Speaker: Eine Produktion von Kai Kino und der Trash-Oti.

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