
Michael Strasser, Jahrgang 1983, Unternehmer und Abenteurer aus der Nähe von Wien. Nach einer erfolgreichen Zeit im Triathlon und verschiedenen Einzelsportarten hat er sich auf große, selbstunterstützte Projekte spezialisiert. Als Red Bull Athlet kombiniert er sportliche Höchstleistungen mit packenden Geschichten und gibt sein Wissen in Kursen, Vorträgen und kostenlosen Trainings im Park weiter.
Michael erzählt von seinem spektakulären Projekt aus 2024: In siebeneinhalb Tagen bestieg er die höchsten Berge aller sieben Alpenländer – von Mont Blanc bis Triglav. 1400 Kilometer mit dem Rad und 34.000 Höhenmeter, davon 17.000 zu Fuß. Das Besondere: Er machte alles alleine, self-supported als FKT (Fastest Known Time). Die größte Herausforderung lag nicht nur in der körperlichen Belastung, sondern auch in der Logistik und den alpinen Risiken, besonders auf der technisch anspruchsvollen Südseite des Mont Blanc.
Der Weg von klassischen Triathlon-Wettkämpfen hin zu selbstkreierten Abenteuern war ein bewusster Prozess. Michael erklärt, wie er seine Stärken im bergigen Gelände erkannte und lernte, Projekte zu entwickeln, die diese Stärken ausspielen. Statt immer denselben Rennkalender abzuarbeiten, kreiert er nun Geschichten, die über den reinen Sport hinausgehen.
Als Ein-Personen-Unternehmer muss Michael seine Projekte selbst entwickeln, finanzieren und vermarkten. Er beschreibt die Parallelen zwischen Architekturstudium und Sportsponsoring – in beiden Bereichen geht es um Konzeptentwicklung, Pitching und Überzeugungsarbeit. Langfristige Partnerschaften wie mit Wiesbauer (seit 2015) und Red Bull bilden das Fundament für seine Projekte.
Die Vorbereitung auf extreme Projekte erfordert jahrelange Basis und spezifische Anpassungen. Michael trainierte für die sieben Gipfel intensiv am Traunstein und fuhr mit dem Kinderanhänger, um sich an schwere Räder zu gewöhnen. Er betont die Wichtigkeit von Erfahrung mit seinem Material und bei schlechten Bedingungen.
Zweimal wöchentlich leitet Michael kostenlose Workouts im Park, die von hunderten Teilnehmern besucht werden. Diese Projekte zeigen seine Philosophie: Sport soll verbinden und jedem zugänglich sein. Trotz des hohen Aufwands macht er das gerne – als Beitrag zur Gesellschaft und fürs “Karma”.