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LEP#355 - Ein Gespräch über Joe Nimble

E355 · Laufendentdecken - Der österreichische Laufpodcast
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0 Plays15 days ago

Sebastian Bär, Gründer und Geschäftsführer von Joe Nimble. Sebastian kommt aus einem Familienunternehmen, das bereits in den 1980er Jahren Schuhe mit Zehenfreiheit entwickelte. Als Teenager entdeckte er in den USA den Cross-Country-Sport und lief bereits damals erfolgreich mit einem speziell angefertigten Laufschuh mit Zehenfreiheit. Diese Erfahrungen führten zur Gründung von Joe Nimble, einer Marke, die sich kompromisslos auf die Funktion der Großzehe konzentriert.

Das Joe Nimble Konzept

Das Unternehmen basiert auf der Erkenntnis, dass die Großzehe der größte Knochen im Fuß mit vierfach höherer Dichte ist und physiologisch für mehr ausgerüstet ist als andere Zehen. In herkömmlichen Schuhen wird sie jedoch nach innen gedrängt, was zu einer Degeneration der Muskulatur führt – ähnlich wie bei einem Arm in der Schlinge. Joe Nimble gibt der Großzehe den nötigen Platz und unterstützt ihre Funktion durch den patentierten “Toepilot” in der Zwischensohle.

Erfahrungen am Badwater Ultramarathon

Sebastian war mehrmals als Betreuer beim extremen 217-Kilometer-Rennen durch das Tal des Todes dabei. Während andere Läufer 8-12 Paar Schuhe benötigten, kamen die Joe Nimble-Läufer mit nur einem Paar aus – ohne blaue Zehennägel oder Blasen. Ein Läufer zog die Schuhe auf der gesamten Strecke nicht einmal aus, was laut Race Director ein absolutes Novum in der Renngeschichte war.

Kritik an aktuellen Trends

Sebastian warnt vor der unkritischen Nutzung von Carbon-Schuhen im Hobbysport. Diese extremen Supercritical-Schäume mit hoher Reaktivität sind für Topathleten entwickelt, können aber bei Hobbyläufern zu Problemen führen. Ab Kilometer 10-15 drehen sich die Füße oft nach außen, weil der lange Hebel nicht mehr gestemmt werden kann, oder es entsteht das typische “Platsch-Platsch”-Geräusch durch mangelnde Muskulatur.

Das Big Toe Power System

Neben den Schuhen hat Joe Nimble ein ganzheitliches System entwickelt: spezielle Socken mit separatem Großzeh-Bereich, Zehenspreizer aus weichem Silikon und das “Big Toe Power Pro” Trainingsgerät. Mit diesem kann die Fußkraft wissenschaftlich erwiesen um bis zu 70% in 6-8 Wochen gesteigert werden – bei nur 3 Minuten Training, 4x pro Woche.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Die Großzehe ist bei jedem Läufer der letzte Kontaktpunkt zum Boden und sollte als Hebel im Vortrieb fungieren. Studien der Sporthochschule Köln bestätigen die Wirksamkeit des Trainingskonzepts. Das System wird mittlerweile auch in anderen Sportarten genutzt, etwa bei der Basketball-Nationalmannschaft und Olympia-Athleten im Bobsport.

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