Transcript
Speaker: Outside, der Gravel -Podcast mit Paul Voss und Caroline Schiff. Willkommen bei Outside, eurem neuen Lieblings -Gravel -Podcast mit mir Paul Voss und Caroline Schiff.
Speaker: Wir beide wollen euch in die Welt des Gravagesports entführen und euch zeigen, was eigentlich so alles abgeht auf der professionellen Ebene dieses Sportes. Dazu aber auch kleine Ausflüge in den Querfoot -1 -Bereich, wo wir beide unsere Roots eigentlich auch haben.
Speaker: Und genau, wir wollen heute in der ersten Folge über die vor kurzem noch stattgefundene Gravel -Weltmeisterschaft reden, aber auch die UCI Gravel World Series und noch paar News, die heute rausgekommen sind, die sehr amüsant sind auf jeden Fall. Ich glaube, wir fangen einfach mal an mit der WM, die ich ja bestreiten durfte, aber du ja leider nicht, Caroline, weil du, ich glaube, du hattest Corona, ne?
Speaker: Ja, genau. War eigentlich nochmal ein großes Ziel für mich, die WM zu fahren und ich habe genau eineinhalb Wochen vorher einen positiven Corona -Test gehabt.
Speaker: war dann leider auch wirklich, ja nicht schwer, aber leicht krank, also wie eine Erkältung. Ich habe immer noch gehofft, dass es irgendwie geht, aber ich habe kurz vor der WM dann wirklich feststellen müssen, dass mich Corona doch mitgenommen hat und ich ganz schön schlapp bin. Und ja, dann habe ich auch mit der ganzen Reiserei und so, hat es dann einfach keinen Sinn gemacht.
Speaker: Und ich habe es schweren Herzens abgesagt. Aber ist es im Nachhinein tatsächlich richtig leid, dass du es auch nicht irgendwie versucht hast oder war es jetzt auch so gesehen gesundheitlich die beste Entscheidung?
Speaker: Im Nachhinein war es definitiv die beste Entscheidung, nicht hinzufahren, weil alle meine Versuche, Rad zu fahren in letzter Vergangenheit, waren eher nicht sehr erfreulich. Corona hat mich gut mitgenommen und ich glaube, die WM wäre einfach nur ein Desaster geworden.
Speaker: Ja klar, ich wäre gern da gewesen, allein weil es halt die erste WM war und ich mich echt mega darauf gefreut habe, auch Leute zu treffen, neue Leute kennenzulernen. Aber wenn ich dann einen scheiß Rennen gefahren wäre, hätte ich mich auch super geärgert. Insofern alles gut. Ich freue mich aufs nächste Jahr.
Speaker: Ja, sehr gut. Aber wie hast du die Gravel WM jetzt von außen wahrgenommen? Du warst ja leider nicht in Italien und konntest ja auch selber nicht die Strecke anschauen. Aber ich weiß nicht, ob du es bei GCN verfolgt hast. Und wie fandest du die Strecke, das Rennen an sich, also jetzt vor allem auch dann bei den Frauen?
Speaker: Genau, ich habe mir natürlich die Rennen bei GCN angeschaut. Schwer in Herzens, immer schade, wenn man nicht dabei ist und sich dann Rennen anguckt. Ich wusste ja, vorher habe ich mich schon ziemlich intensiv mit der Strecke beschäftigt und war schon ein bisschen überrascht, dass sie relativ leicht aussah, also wenige Höhenmeter, alle Höhenmeter am Anfang.
Speaker: und relativ viel Asphaltanteil. Soweit ich das jetzt von außen beobachten konnte, war es auch so. War ja auch ein relativ schnelles Rennen bei Männern und bei Frauen. Nachhinein jetzt rückblickend auch ziemlich viele kritische Stimmen über die Strecke. Ja, ich kann es natürlich von außen schlecht beurteilen.
Speaker: Aber es sah mir nicht nach einem typischen Gravelrennen, so wie ich sie bisher kennengelernt habe, aus. Du warst da. Ich denke, du kannst da auf jeden Fall mehr zu sagen. Ja, also der Eindruck von außen hat so ein bisschen getäuscht. Es war nicht ganz so schlimm, wie es aussah. Also wir hatten dann doch auch schon ein paar Offroad -Sections und der Asphaltanteil lag bei irgendwas über 30 Prozent.
Speaker: Von daher, man kann es schon als Gravel -Rennen bezeichnen, aber klar, das war jetzt nicht das, was man sich, glaube ich, erhofft hatte von der Gravel -Weltmeisterschaft. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die UZI da im nächsten Jahr, ich glaube der Kurs soll ähnlich sein oder zumindest mal der Austragungsort soll der gleiche sein, dass man eine Änderung vornimmt, um es ein bisschen attraktiver zu machen.
Speaker: Aber klar, ich fand's jetzt auch nicht so Bombe, aber am Ende muss man halt irgendwie mit den Gegebenheiten dann auch klarkommen. Was mir irgendwie so ein bisschen sauer aufgestoßen ist, wurde jetzt auch schon haufenweise thematisiert, ist halt dieser Unterschied zwischen meiner und Frauen, der wieder gemacht wurde.
Speaker: vor allem bei den Distanzen, dass die Frauen 140 Kilometer gefahren sind und wir 194. Und wenn man jetzt dann so schaut, wie die anderen Formate so sind im Bereich Gravel, fahren die Frauen ja eigentlich immer die gleiche Distanz und sogar starten mit den Männern.
Speaker: Weil ich jetzt im Nachhinein auch mitbekommen habe über Podcasts und so, wo dann Teilnehmende sich geäußert haben, dass sie es gut fanden, dass die Frauen ein eigenes Rennen hatten, weil das eine andere Dynamik war auf einmal.
Speaker: es anscheinend fairer war. Und selbst Frauen, die sich sonst dagegen geäußert haben, dass man Männer und Frauen quasi unterschiedlich starten lassen sollte, sind mittlerweile dafür, dass Frauen ihr Ereignisrennen haben sollten, weil es einfach einen faireren Wettkampf gewährleistet. Ich weiß nicht, wie du dazu stehst. Du bist ja jetzt im Vorfeld auch nur ein UCE -Gurvelrennen gefahren, glaube ich. Das konntest du auch gewinnen. Genau. Ich bin in Holland.
Speaker: Uzi -Rennen, das letzte Rennen war es, glaube ich, auf Vorletzte gefahren. Das Vorletzte, genau. Genau. Und da war ja auch gemischt Männer, Frauen. Und dann war auch noch dieser Zeitunterschied mit den Altersklassen mit zehn Minuten zwischen den einzelnen Altersklassen. Ja, das finde ich, das Konzept finde ich wirklich schwierig. Also ist auch kein Konzept, was mir zusagt. Und ich glaube, ich bin auch eher wirklich ein Fan von eigenen Frauenrennen.
Speaker: Weil, ja, sonst wird es definitiv verzerrt. Frauen hängen sich bei Männern in Windschalten. Es gibt immer Männer, die ausschließlich dann für die Frauen fahren oder für eine bestimmte Frau. Insofern, finde ich, ist es einfach nicht mehr zeitgemäß, dass das gemischt wird.
Speaker: Und was die Länge angeht, finde ich auch, also da müssen Frauen definitiv die gleiche Länge fahren. Und ich finde eben das ist auch das, was den Gravel -Sport auch von den anderen Disziplinen so unterscheidet, eben dass die Rennen wirklich auch länger sind. Also ich finde, neben der Beschaffenheit der Strecke ist halt auch die Länge irgendwie ein Kriterium, was ein Gravel -Rennen ausmacht. In den USA sind die Rennen alle super lang.
Speaker: Und ich finde, so sollten sie auch jetzt bei einer Weltmeisterschaft oder bei den UCI -Rennen sein.
Speaker: Ja, ich habe da noch keine abschließende Meinung, um ehrlich zu sein. Also ich finde auch, dass wenn man jetzt Gravel definieren müsste, also auch Gravel als Leistungssport, ist für mich auf jeden Fall der Faktor, beide Geschlechter gleicher Distanz. Und dann aber, ob die Distanz so ultra lang sein muss, wie zum Beispiel bei Anbauend oder auch bei anderen Vorbereitungsrennen, die ja auch in der Regel so 250, 270 Kilometer lang sind, ob das immer der Fall sein muss. Aber ich würde schon sagen, dass man sich in Regionen
Speaker: um die sechs bis sieben Stunden Radrennen bewegen sollte. Welche Distanz das am Ende dann ist. Also ich mein, muss man auch Unterschied machen. Also 200 Kilometer in den Bergen ist halt anders als 200 Kilometer auf dem Kurs, wo wir jetzt unterwegs waren. Und ich finde schon, dass Gravel für Ausdauersport steht. Klar sind auch vier Stunden Ausdauersport, aber
Speaker: Das ist schon noch mal ein anderer Eingang ans Training, an der ganzen Vorbereitung. Wenn ich es definieren würde, würde ich auf jeden Fall auch sagen, dass ein Rennen schon mindestens sechs Stunden haben müsste, vor allem auch bei der Gravel WM. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass gerade bei den UCE World Series -Rennen, wo wir gleich nochmal zu kommen, es schwierig ist, diese langen Distanzen irgendwie umzusetzen in Europa. Aufgrund dessen, dass du nicht diese Möglichkeiten hast,
Speaker: Kilometer lang einfach nur geradeaus zu fahren, wie es in den Staaten einfach der Fall ist und so viel Strecke zu verfügen oder auch Prärie, wo einfach auch niemand wohnt. Das haben wir bei uns in Europa halt sehr, sehr selten. Ich glaube, da ist es dann echt auch hart, dann einfach auf diese Distanzen zu kommen. Nichtsdestotrotz finde ich, eine WM muss irgendwie eine gewisse Distanz haben. Ist ja auch auf der Straße nicht anders. Also ich meine, die Frauen fahren, glaube ich, hier längst das Rennen auch fast schon mal bei der WM.
Speaker: Ja, eben. Also die Frauen sind, glaube ich, bei dieser WM auch 160 Kilometer gefahren. Insofern, du hast es ja auch gegeben. Genau. Und Männer fahren dann eben noch mal 100 Kilometer mehr. Aber da siehst du es auch wieder. Gravel ist sowieso neu. Und da sieht man ja auch, wie die UCI agiert. Die wissen ja gerade noch nicht, wie sie das einordnen sollen, wie die Regeln sind.
Speaker: im Prinzip bringt Graveling ja schon so ein paar Regeln, in Anführungsstrichen, mit oder Sachen, auf die man sich geeinigt hat, dass halt alle Seiten gleich behandelt werden. Also was das Tanzen angeht, Staatspreisgeider, PIPO, dass da halt keine Unterschiede gemacht werden. Und ich finde, das sollte die UZI sich einfach mal zuhersetzen und sagen, ey, wir übernehmen zumindest mal diesen Aspekt und versuchen oder übernehmen den in unsere WM,
Speaker: Dann klar, dass wir nicht diese Strecken haben wie in den USA. Das ist hier einfach schwer umsetzbar, wie wir es schon gesagt haben. Und dann guckt man halt, wo man da irgendwie hinkommt. In Italien hatte man letztendlich auch einen Rundkurs am Ende. Ich glaube, wir sind zwei Runden gefahren. Ihr hattet gar keine bei den Frauen. Und darüber kannst du ja auch mal Distanz reinbringen. Ja.
Speaker: Also ja, ich habe mein Einstieg letztes Jahr in Gravel Sport gefunden, in dem ich beim Bohemian Border Bash das Big Bash gefahren bin. Es ist jetzt ja Rennen, ich finde es jetzt kein richtiges Rennen, aber war schon eine Herausforderung und es wird ja auch mit einer Wertung irgendwie am Ende
Speaker: versehen und für mich war das eigentlich ja steht gravel auch so ein bisschen immer für abenteuer und irgendwas besonderes machen und das ist da auf jeden fall gegeben und ich finde so sollten auch die uci gravel rennen irgendwie noch sein und ja dass man irgendwie was besonderes geschafft hat am ende sei es die distanz oder die höhenmeter oder ja irgendwas ja irgendwas episches
Speaker: Ja, das Interessante daran ist ja eigentlich wirklich, dass diese Elite -Kategorie ja einfach kurzfristig etabliert wurde innerhalb der UCI, weil man gesehen hat oder weil man wollte, dass Top -Straßenfahrer irgendwie am Start stehen. Und eigentlich war das ja gar nicht so vorgesehen. Man hat ja eigentlich gedacht, okay, man macht nur diese Altersklassen und macht einen Age -Group -Weltmeister.
Speaker: Dementsprechend war das irgendwie auch alles organisiert, sodass halt UCI -Fahrer irgendwie automatisch qualifiziert waren, mehr oder weniger. Und Fahrer wie ich mussten über eine Wallcard anfragen, in dem Fall beim BDR, um dann bei der Elite starten zu dürfen.
Speaker: Und das ist auch so ein Punkt, wo ich hoffe, dass man dann eine Lösung findet, dass zum Beispiel im nächsten Jahr einfach bei dieser World Series ein reines Elite -Rennen ist. Oder zumindestens eine eigene Kategorie, weil ich finde das halt auch nicht fair Age -Groupern gegenüber, wenn ich denen die Platzierung wegnehme und die Nominierung.
Speaker: Das ist ja immer ein Fahrer, wenn ich jetzt Age Group fahre, der wiederum potenziell jemand anders einen Platz wegnimmt. Und das ist halt noch so ein bisschen, ja ich sehe das ein bisschen schwierig und ich hoffe, dass es da eine Lösung für nächstes Jahr gibt und dann auch gleichzeitig wer bei der WM starten darf. Also dass irgendwie pro Nation 120 Leute an den Start stellen kann, das finde ich absurd.
Speaker: Ja, da merkt man halt einfach, dass das gesamte Konstrukt noch im Aufbau ist. Es gibt genauso Lizenzen. Es gibt keine Gravel -Lizenzen, aber eigentlich müsste es die geben, wenn es jetzt eine WM gibt und diese UCI Word Serie. Keine Ahnung, mit meiner Straßenprofilizenz aus diesem Jahr war ich dann ja gesetzt für die Elite WM sozusagen.
Speaker: Nächstes Jahr werde ich keine Uzi -Straßen -Lizenz mehr haben. Dann habe ich das gleiche Problem wie du. Ist irgendwie auch blöd.
Speaker: Jaja, auf jeden Fall. Also ich hoffe, dass wir das einfach über die Elite -Kategorie klären, dass wir sagen, es gibt diese Elite -Kategorie innerhalb dieser Rennen. Und da gibt es wiederum auch Nominierungskriterien. So, dass du halt, du musst halt irgendwie Podium fahren oder du musst wie jetzt ja dies Jahr auch top 25 Prozent deiner Altersklasse an dem Rennen sein, an dem Renntag. Und wenn es dann auch für die Elite gilt, dann sehen wir halt auch andere, andere Fahrerinnen am Start, weil dann
Speaker: wird es vielleicht für Mathieu van der Poel auch schwerer, sich da hinzustellen. Ich weiß nicht, ob die UCI das macht, weil ich glaube, man möchte diese Stars da haben. Aber ich würde es auch für den Sport weiterhin gut finden, wenn diese Persönlichkeiten, sowohl bei Frauen als auch bei Männern, auch zumindest mal ein UCI -Rennfahren, dass es da einen gewissen Standard gibt, den man machen muss oder einhalten muss, um sich an den Start zu stellen.
Speaker: Ich will auch nicht, dass man Gravel Tod reguliert, wie es auf der Straße der Fall ist. Aber du musst halt in einem... Es geht letztendlich um ein Regenbogen -Trikot und nicht um irgendeins, sondern um das richtige Regenbogen -Trikot.
Speaker: daran hängt am Ende auch sehr viel Geld. Ja. Und das muss schon alles mit fairen Mitteln irgendwie zugehen und mit fairen Bedingungen. Und wenn wir uns jetzt, du dann im nächsten Jahr auch, bei vielen Gravel -Rennen an den Start stellt und man auch viel dem Sport gibt, weil ich meine, unsere Präsenz sorgt dafür, dass der Sport in Deutschland hoffentlich auch wächst, auch in diesem professionellen oder diesem sportiven Bereich. Und wir investieren in unsere Zeit natürlich auch für uns selbst, aber auch, um diesen Sport größer zu machen.
Speaker: Und dann sollten wir auch nicht benachteiligt werden, wenn es eine WM gibt in unserer Disziplin. Aber mal gucken, was die UCI da nächstes Jahr dann ankommt.
Speaker: Ich bin auch echt super gespannt. Das ist halt auch das Spannende an dem Bereich, dass so viel Neues jetzt kommt und sich irgendwie in verschiedene Richtungen entwickelt. Jeden Tag kann wieder irgendwelche Neuigkeiten präsentiert werden, was das Ganze spannend macht.
Speaker: Genau, du warst gesagt, du bist jetzt nur ein Rennen gefahren, das waren die Niederlanden. Wenn du jetzt die Wahl hättest, was würdest du anders machen wollen? An diesem Rennen, was du erlebt hast, was die
Speaker: Also was die Startblöcke angeht, dass du mit Zeitrückstand gestartet bist und dann ist es ja nicht so, dass du als erstes über das Ziel gefahren bist, sondern als zweites bei den Frauen, aber die Zeiten addiert wurden. Genau. Wie ist deine Meinung dazu und wie würdest du es dir wünschen?
Speaker: Also ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass ich mit allen Frauen einen gemeinsamen Start habe, weil so war es halt wirklich. Ich bin über die Ziellinie gefahren und es hat eigentlich keinen interessiert. Und ich weiß, dass die Frau, die vor mir über die Ziellinie gefahren ist, als Siegerin gefeiert wurde. Die wurde auch noch ein paar Stunden später über Instagram als Siegerin gefeiert.
Speaker: Im Prinzip ist mir das egal, aber irgendwo finde ich es dann schon schade, wenn man so einen Aufwand treibt, fünf Stunden, sich dadurch in den Matsch quält und am Ende interessiert es keinen. Ich weiß von einigen Männern, die auch im höheren Alter noch ein sehr gutes Niveau haben und dann irgendwie 20 Minuten hinter der Spitze starten,
Speaker: Die sehen halt auch die Spitze nie wieder, weil vorne bei den jüngeren Männern sind grundsätzlich halt einfach die Stärkeren dabei, die sich als Gruppe zusammentun können. Und gerade bei so einem flachen Rennen, wie es in Holland war, fährst du in so einer Gruppe mit ein paar anderen Starken. Wenn du dir einig bist, fährst du weg, dann siehst du hinten, wenn du hinten fährst, siehst du die nie wieder.
Speaker: Also diese 10 -Minuten -Zeitabstände finde ich unsinnig und meine Gruppe, mit der ich gestartet bin, war auch nicht so groß, dass man die nicht noch hätte mit den anderen starten können. Insofern finde ich, sollte man entweder Frauen und Männer trennen, das wäre eine Möglichkeit, oder alle zusammen starten lassen, aber nicht 10 Minuten zwischen den Altersklassen.
Speaker: Ja, ich sehe es genauso. Ich wollte ja auch in Holland fahren eigentlich, wo es dichter ist aus Berlin. Ich habe mich dagegen entschieden, als ich gesehen habe, dass die diese Zeitabstände machen wollten. Dann bin ich nach Spanien gegangen und da war es halt nicht so, da sind wir alle zusammengestartet. Es war auch ein riesiges Starterfeld. Übrigens auch ein...
Speaker: Ich würde sogar sagen, das beste Gravelrennen, was ich bis jetzt gefahren bin von der Strecke. Einfach wunderschön und eigentlich so eine Blaupause für das, wie man, glaube ich, Gravel in Europa definieren könnte.
Speaker: Genau. Und bei meinem ersten Rennen in Italien ... ... war es auch so mit dem Zeitabstand. Ich habe das gar nicht gecheckt. Ich wusste das nicht, dass das so gehandhabt wird. Und dann habe ich kurz vorm Start erfahren, ... ... dass wir mit einer Minute Rückstand starten ... ... zu der Altersklasse vor uns. Und ... ... klar, eine Minute ist nur eine Minute, aber ... ... man darf ja nicht vergessen, da starten ja ... ... ein paar hundert Leute vor einem ... ... und dem muss man erstmal vorbeifahren. Das heißt ja, ... ... dass diese Minute ist ja dann reell irgendwann ... ... keine Minute mehr, weil du im Verkehr versenkst, ... ... du hast keine Freifahrt, Staub, ... ... Stürze vor dir.
Speaker: All diese Dinge und das verzerrt so ein Rennen extrem und da war es auch der Fall, dass am Ende die Platzierung, also da hat auch einer gewonnen, der mit mir gestartet ist, der aber eigentlich das Rennen nicht gewonnen hat. Und das ist halt im Nachhinein auch mit der Kommunikation so für Sponsoren, für die ganzen Medienautos jetzt mega schwierig.
Speaker: Du hast bei den ganzen folgenden Rennen, wo die Staaten zusammen waren, hast du immer gesehen, da gab es dann ein paar Cycling -News, wo auch immer gab es eine Pressemitteilung, der und der gewinnt das Rennen. Danach hat das aufgehört, weil du es gar nicht mehr zuordnen konntest. Wer gewinnt wohl? Nicht der als erstes über den Zielstrich mit der Siegerpose.
Speaker: der tatsächliche Gewinner sein muss oder Gewinnerin, sondern kann auch sein, dass das jemand von ganz hinten ist. Und das finde ich halt mega weird und ich hoffe auch, dass wir nächstes Jahr nur noch Massenstaats haben, wie man es aus den USA kennt, wie es ja auch im Prinzip jetzt Marathon ist, wenn ich das mal als Vergleich rannehmen will, also laufen.
Speaker: Und wenn man sagt, man lässt die Elitefahrerin vorne starten und dann dahinter kann sich halt einfach alles mischen, dann finde ich, sind das faire Bedingungen und vor allen Dingen bringst du auch diesen Community -Gedanken wieder mehr hin. Weil am Ende, was Graveling ja auch nochmal unterscheidet zum Straßenradsport, ist ja, dass du stehst am Start mit den besten Athleten in dem Sport.
Speaker: Ja. Und das kriegst du auf der Straße nicht. Du kannst nicht die Tour fahren. Also über der Frauen, aber du kannst sie nicht bei den Männern an den Start stellen. Und das beim Gravel halt schon geil. Und das auch bei der WM geil, dass du halt eigentlich damit mature stehen könntest, konnte man jetzt nicht wohl. Wurde unterschieden. Ja.
Speaker: Aber ja, darüber würde ich mich freuen, wenn man da so ein bisschen eine Unterteilung macht, aber trotzdem alle zusammenstarten lässt, damit es am Ende einen fairen Wettkampf gibt. Und ja, Männer und Frauen, weiß ich nicht, ich bin halt ein Mann, ich kann das nicht beurteilen, ob das für euch Frauen besser wäre. Aber ich kann mir vorstellen, dass es fairer wäre. Aber gleichzeitig habe ich irgendwie auch mal so ein bisschen die Angst, dass die Felder bei euch nicht so groß sind.
Speaker: Das ist es, genau. Und dadurch wird es dann ja auch schon wieder für uns uninteressant, wenn wir da mit 10, 20 Frauen, ich denke bei den UCI World Series Gravelrennen werden es noch nicht so viele sein, die starten. Bei der WM ja, aber weil viele starke Straßenfahrerinnen einfach in der Saison verplant sind, die können die Rennen dann gar nicht in dem Maße fahren. Insofern
Speaker: Weiß ich auch nicht. Vielleicht sollte man für die UCI World Series nochmal alle zusammen starten lassen und dann bei der WM einzelne rennen. Weil sonst, wie du sagst, kleine Starterfelder sind auch uninteressant am Ende für uns. Wie ist eigentlich so momentan das Feedback innerhalb des Frauenpilotons? Also du warst jetzt dieses Jahr ein paar Mal verletzt oder krank leider.
Speaker: Aber was kriegst du somit? Hat man da Bock auf Gravel? Also wollen auch mehr Fahrerinnen da irgendwie das im nächsten Jahr einen Angriff nehmen?
Speaker: Ja, also ich habe schon das Gefühl, dass auf jeden Fall viel Interesse da ist und ich weiß auch, dass von vielen Sponsoren immer die Frage kommt, ob mich in dem Team Fahrerinnen Bock haben, gravel zu fahren und von denen das dann auch wirklich gewollt wird. Insofern glaube ich schon, dass nächstes Jahr einige mehr am Start stehen werden und auch die Zeit dafür bekommen von den Teams und die Freigaben.
Speaker: Ich sehe es auf der männlichen Seite auch so ein bisschen, aber auch trotzdem nur sehr verhalten, also dass man es machen möchte. Aber ich glaube auch, dass viele es scheuen, weil es doch ein sehr großer Auffall ist.
Speaker: Es gibt natürlich auch gerade in Europa bis auf die UCI World Series auch noch nicht wirklich so viele Rennformate und die meisten sind dann auch zum Zeitpunkt, wo einfach viele Straßenrennen sind. Jetzt gibt es Gerüchte, dass es zum Beispiel im nächsten Jahr in Deutschland einen UCI -Renn geben soll.
Speaker: Ich hoffe einfach, dass das irgendwie auch dann passiert. Und ich glaube, dann wird das hier auch so Schritt für Schritt vorangehen. Wiederum habe ich jetzt auf den Rennveranstaltungen schon gehört, dass die drüber nachdenken, vielleicht Mountainbike -Marathon -Events umzumünzen oder umzudrehen Richtung Gravel -Events.
Speaker: Ja, da ist so ein bisschen was in Bewegung. Man merkt ja auch aus der Industrie, dass Interesse da ist und dass dieser Sport eigentlich gerade nur noch größer werden kann. Ich meine, ihr habt ja auch einen Radladen. Also da sehe ich jetzt, ja, eigentlich seit Corona geht das richtig ab, dass die Leute eigentlich hauptsächlich rein kommen in den Laden und ein Gravelbike haben wollen.
Speaker: Und anfangs war es halt, weil sie sich einfach diskombinieren wollen, mehr in den Wald fahren wollen, Touren machen wollten. Und jetzt sieht man halt durch die Rennen, die halt auch stattfinden, dass auch immer mehr dieser Racebereich gefragt wird. Man sieht, von den Herstellern kommen auch immer mehr Bikes auf den Markt, die halt wirklich nur diesen Racebereich abdecken. Also da unterscheidet sich halt auch immer mehr. Also es gibt dann halt die Bikes mit den
Speaker: Packtaschenaufnahmen und dann wirklich die Race Gravel Bikes. Da ist auf jeden Fall richtig viel im Kommen und in unserem Laden. Wir sind halt wirklich auch performanceorientiert, aber wir verkaufen auch ziemlich viel Gravel Bikes inzwischen.
Speaker: Ja, genau. Ich meine, da haben wir gleich noch ein schönes Thema mit dem Rad, was jetzt heute gerade gelauncht wurde. Aber bevor wir dahin kommen, würde ich noch mal kurz gerne über die beiden Räder der WeltmeisterInnen reden wollen, über das Rad von Jean -Yves Merche und Pauline Prevon. Ich hoffe, ich habe sie richtig ausgesprochen. Ich glaube schon. Ja, genau. Ich habe das vor noch mal nachgeschaut, wo ich mir nicht hundertprozentig sicher war.
Speaker: Genau, der Gianni Vermersche ist ja auf einem Canyon Ultimate gefahren, was ein Straßenrad ist und ich glaube, das ist deren Bergrad, glaube ich. Genau, das wurde ja auch gerade neu auf den Markt gebracht, das ist das ultraleichte Bergrad. Genau, er ist da vorne da einen 30mm und hinten einen 35mm Reifen gefahren.
Speaker: Und die Pauline ist das neue BMC Kaios. Genau, Kaios. Das ist das Race Gravel Bike vom BMC. Genau, wurde auch gerade gelauncht. Mit 35er Reifen gefahren.
Speaker: Ja, also wenn ich natürlich das mit meinem Setup vergleiche, ist das schon ein ... Du hattest 40 wahrscheinlich, ne? Genau, ich bin den 40er Schwalbe G1 RS gefahren und ich glaube mit 2 ,6 Bar und halt das OBR Terra und ...
Speaker: Was mich da echt wirklich gewundert hat, ist, dass man natürlich mit einem 33er und 35er Reifen, vor allem mit einem 33er vorne, was der Johnny gefahren ist, schon ziemlich viel Risiko eingegangen hat. Gerade bei den ersten Single Track Passagen am Anfang des Renns, wo er zum Teil durch so Wälder ging, wo du einfach nicht gesehen hast, wann die Steine kommen, da war es schon sehr, sehr grob.
Speaker: Ich finde dieses Thema Reifenbreite, also ich will jetzt mal sagen, ich glaube, dass sein Rad, das Ultimate, das wird nicht schneller sein als mein Terra zum Beispiel. Also ich glaube, dass die Aerodynamik da keinen großen Unterschied macht am Ende des Tages. Also ich glaube, das hat sich dann aus
Speaker: Ja, also ich kann mir nicht vorstellen, dass es so groß ist, aber dann tatsächlich die Reifenbreite, die meisten sich dann oder viele, gerade Leute, die von der Straße kommen, sich dafür eher die schmäleren Reifen entschieden haben.
Speaker: Also mich würden da wirklich mal die Gründe interessieren, weshalb die diese Wahl getroffen haben, weil alles, was ich bis jetzt so an Feedback bekommen habe, natürlich bekomme ich das bei mir auch von meinem Reifenhersteller und von meinem Sponsor, dass dieser Unterschied gar nicht, also dass der Minimal ist, was jetzt zum Beispiel auch Aerodynamik angeht, aber einfach der Rollwiderstand halt auf jeden Fall geringer ist mit einem 40er Reifen gegenüber einem 35er.
Speaker: Und du natürlich, du hast ja viel mehr Puffer mit einem 40er, also du kannst mal Luftdruck fahren, also im Verhältnis. Und du hast halt einfach mehr Fleisch sozusagen, bis der Reifen wirklich mehr auf die Felge durchschlägt. Aber du hast doch mehr Gewicht.
Speaker: Ja, klar, das stimmt, du hast mehr rotierende Masse. Genau. Aber ja, ich weiß ja, man kann ja alle Labortests machen, Aerodynamiktests und alles, aber ich würde ja wirklich mal interessieren, was unter reellen Bedingungen einfach mal rauskommt. Also wenn man jetzt so wirklich, ich weiß nicht, wie oft man das messen kann, aber es würde mich wirklich mal interessieren. Hat natürlich auch noch Auswirkungen, was man nicht vergessen darf, wie breit die Felge in drinnen ist.
Speaker: Genau, die bauen ja unterschiedlich auf den Felgen. Genau. Was interessant ist, dass die Pauline ist eine Duke -Felge gefahren. Ich weiß gar nicht, wo die herkommen, aber die bauen relativ breit. Und hätte man mal nachmessen müssen, wie breit dann wirklich dieser 35er -Reihell gewesen wäre.
Speaker: Und das gleiche ist aber bei Gianni, der ist ja die neuen Shimano -Laufräder gefahren. Die sind jetzt nicht so, die sind halt normal breit von der Innenmaulweite, das ist jetzt keine super breite Felge. Von daher ist es bei ihm schon wirklich sehr, sehr schmal gewesen. Der ist natürlich Cross -Fahrer oder Cross -Straßenfahrer, der kann umgehen mit einem schmalen Reifen.
Speaker: Im Nachhinein brauche ich es trotzdem nicht, den Fürziger genutzt zu haben, weil ich damit einfach ein megasicheres Gefühl hatte. An meinem Rad hat es auf jeden Fall nicht gelegen und an den Reifen, dass ich nicht gewonnen habe.
Speaker: Ja, aber ich finde es auch interessant und ich hatte mir da auch vorher, weil ich ja natürlich auch schon so weit war, dass ich mir meinen Rad für die WM fertig gemacht habe und auch für Holland schon, da hatte ich überlegt, was fahre ich und ich hatte mir dann auch von Schwalbe den G1
Speaker: Er in, ich glaube das ist 35, den schmaleren oder 35, genau. Den hatte ich mir für Holland drauf gemacht, weil ich halt auch die Info hatte, dass es sich um einen Straßenrennen handelt und dass es dann Matschloch war am Ende.
Speaker: Wusste ich dann erst, als ich da war, aber der Reifen hat da gut funktioniert. Aber ich habe Envy -Felgen und der baut super breit auf den Laufrädern. Das ist genau das, was du gesagt hast. Da muss man halt auch immer drauf achten. Also die Kombination Reifen, Laufräder. Und ich glaube, ich hätte den jetzt auch so für Italien drauf gelassen, obwohl Sebastian von Schwalbe mir gesagt hat, er würde auf jeden Fall 40er fahren.
Speaker: Aber mich würde das auch echt interessieren und am Ende weiß man es ja immer nicht, was das Beste gewesen wäre. Ja, also ich glaube auch nicht, dass da so ein großer Unterschied war. Aber ich hatte auch mit Sebastian, also der Liaison -Manager bei Schwalbe, der quasi mit unseren Athletinnen kommuniziert,
Speaker: ... hatte ich auch gesprochen, war auch unsicher ... ... und hatte halt ganz klar ... ... auf 40 ... ... oder für 40 sich ausgesprochen ... ... und ... ... ist aber nicht die Reifenbreite, die ich ... ... durchweg das ganze Jahr über nutze. Mir fällt halt auch gerade kein Rennen ein, ... ... wo ich hätte schmaler fahren wollen, ... ... eher tendenziell ... ... breiter. Ja, aber da kommen wir übrigens auch zu so einem Problem, ... ... was ich in Zukunft auch sehe, wenn man ... ... wenn man so eine große Varietät an Strecken hat ... ... im Gravelbereich und gerade auch ... ... an diesem kompetitiven ...
Speaker: dass du halt eine Fülle an Reifen eigentlich immer brauchst und eventuell auch halt Felgen, Höhe und Tiefe und eventuell sogar verschiedene Räder. Also wenn jetzt der Gianni auf einem Straßenrad gewinnt, dann ist vielleicht irgendwann auch relevant, einen Straßenrad mitzunehmen, zu erwähnen. Und da wird es natürlich dann für Leute wie wir, die Support haben, ist das noch möglich.
Speaker: Aber alles, was so hinter uns stattfindet, also im Amateurbereich, im Hobbybereich, ist halt dann echt kompliziert. Also das Problem, ich sehe das ja auch schon beim Cyclocross, es ist ja ähnlich. Das ist ja ein mega Aufwand, die ganze Geschichte. Du siehst eigentlich, da habe ich mich letztens erst, als ich jetzt vom letzten Deutschland Cup die Ergebnisse mir angeguckt habe, gesehen, dass in der Elite halt immer weniger Leute am Start sind, aber immer mehr im Senioren -2 -3 -Bereich.
Speaker: Weil dieser Aufwand einfach so immens ist für Leute, die halt nicht den super Support durch Sponsoren haben, dass es halt auch mega teuer wird irgendwann. Und wenn das beim Gravel am Ende auch so ist, ja.
Speaker: Genau, also dann muss man mehrere Räder, andere Reifen, Felgen. Wo will man da eigentlich dann hin? Ja, ich meine, ob die UZI da jetzt eine Regel vorstehen kann, weiß ich nicht. Oder ob sie es sollte. Aber das ist auf jeden Fall, finde ich, schon noch ein relevanter Punkt, weil
Speaker: Am Ende sind die Leute, die diesen Sport tragen, nicht wir. Uns tragen die Leute, die die Räder kaufen, die Reifen, die wir nutzen. Wodurch die Sponsoren uns ermöglichen, diesen Sport professionell zu übertreiben.
Speaker: Ja, ich bin gespannt, wie sie es entwickelt, aber angenommen, dass alles irgendwie so in die Richtung geht, wie einfach das Rancho Gravel zum Beispiel in Spanien, da würdest du nie darüber nachdenken, mit einem Straßenrad zu fahren oder mit einem 35er Reifen, wo du einfach auch eine andere Geometrie brauchst. Ein Gravelrad ist ja tendenziell
Speaker: hat ja noch mal ein bisschen einen anderen Vorlauf von der Gabe, ist ein bisschen komfortabler, hat einen guten Geradeauslauf und ein Straßenrad ist ja viel, was ja eigentlich schon mal anders konzipiert, auch ein Crossrad, wenn es ein richtiges Crossrad ist und kein Hybrid, ist ja auch viel für aggressiver im Fahrverhalten. Von daher ist es dann auch hinfällig, die Diskussion zu haben. Mal gucken.
Speaker: Ja, auch da wird sich viel entwickeln und ich hoffe, nicht zu viele Regularien durch die UCI geben. Also genau, zumindest sagen wir mal so, nicht zu viele unsinnige, sondern halt die richtigen. Ja. Welche die richtigen sind, können wir erst ... Das wissen wir leider noch nicht. Dafür gibt es Menschen, die sich Gedanken machen.
Speaker: Genau, wir können erst wieder urteilen, wenn die bekannt gegeben werden. Und die drüber lästern. Richtig, richtig. Genau, dann eigentlich zum Abschluss würde ich gerne über das neue Specialized Diverse, warte mal, das heißt STR, genau, Specialized, oder? Genau, richtig, genau.
Speaker: Specialized Diversh STR. Ähm, alle, die jetzt gerade zuhören, ich würde es empfehlen, mal kurz zu googeln oder wo auch immer ihr etwas nachschauen wollt. Aber man muss es vor Augen haben, um jetzt einfach auch, ja, sich vorstellen zu können, worüber wir eigentlich gerade reden. Weil dieses Rad ist quasi das aktuelle Diversh, was man auch schon kennt, was auch Robet, also Specialized Robet, hat ja vorne auch diese Federung unter dem Vorbau.
Speaker: die man auf und zu machen kann und dann ist das quasi so wie früher bei Kennedy gab es ja auch dieses Schocksystem quasi im Gabelschaft und das ist so gesehen umgedreht gibt es bei Specialized auch und die haben jetzt aber bei diesem neuen Modell quasi noch eine Federung im Sattelrohr
Speaker: Genau, im Sitzrohr oder im Sattelrohr. Im Sitzrohr untergebracht und das, also du bist ja als Rathändlerin oder ihr habt das Rad ja schon vorgeführt bekommen. Also ich meine, die wollten euch da schon einige aufs Auge drücken. Genau. Genau, ihr habt euch jetzt mal für eins entschieden, stellt euch jetzt einen Laden. Genau. Kannst du vielleicht ein bisschen mehr zu der, ja zu der Funktion dieser Federung hinten erzählen?
Speaker: Also die Aussage von Specialized ist eben, dass man durch mehr Komfort auch schneller unterwegs ist. Also es ist ja eigentlich genau entgegengesetzt zu dem, was jetzt viele andere Hersteller machen, die eben weg von jeglichem Komfort gehen, einfach nur auf Aerodynamik und Schnelligkeit. Hat Specialized eben
Speaker: Zusätzlich zu dieser Federung, die Sie ja auch schon im Steuerrohr verbauen, auch noch eine im Sitzrohr integriert. Ob das jetzt das Rad wirklich schneller macht, welchen Vorteil das bringt, kann ich jetzt auch nicht sagen. Klar kann man darüber streiten, ob jetzt Komfort am Ende schneller macht oder mehr Aerodynamik.
Speaker: Ich war überrascht. Ich habe schon vor ein paar Wochen von Specialized gehört, es wird ein neues Diverge geben. Dann war ich eigentlich der Meinung, okay, jetzt kommt auch ein Racebike. Und dann habe ich das gesehen und habe erstmal gedacht, okay, ja, muss man mögen. Es gibt sicher Technikfreaks, die das jetzt richtig geil finden.
Speaker: Aber kann man das während der Fahrt locken? Wie funktioniert das?
Speaker: Ehrlich gesagt bin ich da auch gerade überfragt, weil so genau habe ich mich mit dem Teil noch nicht beschäftigt. Aber ich gehe davon aus, dass man das komplett locken kann, sodass man da auch wirklich Steifigkeit hat. Genau, es gibt eine Funktion, dass es komplett offen ist, also volle Federung, dann ein bisschen federn und dann lockt. Ja, okay, gut. Ich finde es
Speaker: Also ich weiß gar nicht, ob ich ... Ich find's interessant, ich weiß nicht, ob's hässlich ist. Ich glaub, als kleines Rat sieht das noch einigermaßen okay aus. Also sobald das ein großer Rahmen wird, ist halt, find ich, vorne das Schocksystem echt schwierig anzusehen.
Speaker: Es gab bei der WM das Rad von Daniel Oster, das ist ja unglaublich hässlich aus, weil der Typ ist unglaublich groß, die Sattelstütze war sehr weit raus, irgendwie gefühlt 10 cm Spacer.
Speaker: Und dann noch der Sattel nach hinten. Also das war für die Augen schon ganz schwer zu ertragen, finde ich. Hat natürlich auch trotzdem gereicht, um zweiter bei der WM zu werden, aber so rein optisch war es auf jeden Fall kein Meisterwerk. Und was ich bei dem Rad jetzt auch krass finde, ist, dass man
Speaker: Ja, dass halt immer noch die Züge nicht integriert sind vorne. Also du bringst einen neuen Rahmen raus, der auch, zu den Preisen kommen wir gleich, eine Stange Geld kostet und eh schon 1 .400 Gramm wiegt im 56er -Rahmen.
Speaker: Ja genau, das Ding wird ja nicht leichter, durch die integrierte Federung geht's noch hinten. Genau, und da hättest du auch vorne einfach ein integriertes Cockpit machen können, also zumindest noch mal die Kabel integrieren. Ist wahrscheinlich schwierig, mit diesem Schocksystem zu vereinbaren, aber ich finde, ein Fahrrad, was diesen Price Tag hat am Ende des Tages, finde ich, muss mittlerweile heutzutage einfach integriert sein. Oder zumindest semi integriert.
Speaker: Ja, wobei es gibt auch wieder Dinge, die gegen die Integration sprechen, zum Beispiel, wenn man selber gerne am Fahrrad schrauben möchte. Ja, gut, da bist du natürlich jetzt als Rathändlerin, da seid ihr eher so auf der Seite nicht integriert, kann ich mir vorstellen. Ja, außer man hat Kunden, die gerne viel Geld zahlen, weil man stundenlang am Rad schraubt.
Speaker: Genau, also fürs Business ist es auf jeden Fall gut, wenn es integriert ist. Aber was halt echt krass ist, also das Rad kostet halt mit der, also das Top -Modell mit der Sram Red eTap und dann hinten Eagle, also quasi die Mountainbike Schaltung mit der Mountainbike Kassette, 15 .000 Euro.
Speaker: Das ist krass. Und das Rad wiegt dann hier laut dem Artikel 8 ,6 Kilo. Und dann so die, ja so Mid -Range -Rad, also mittlere Plattformen, das für ein Force und hinten dann auch eine Eagle.
Speaker: wiegt dann über neun Kilo und kostet halt trotzdem noch neuneinhalbtausend Euro. Also das ist halt brutal, finde ich. Und das Einstiegsmodell mit der Survival kostet siebeneinhalbtausend Euro.
Speaker: Ja, das ist Specialized. Speziell. Also es gibt ja, es ist ja auch total legitim Leute, die halt total auf Specialized stehen. Die zahlen halt auch jeden Preis dafür. Man kriegt ja auch eine tolle Marke geboten, aber ja, es ist schon krass.
Speaker: Ja, also klar. Also jetzt, ich meine, sowohl das Rad, was du nächstes Jahr fährst, worüber wir noch nicht reden können, da kommen wir gleich noch zu, oder das, was ich fahre, dein Special -Eister, das sind ja alles Top -Räder und ist am Ende so ein bisschen eine Glaubensfrage und eine Sympathiefrage in der Marke gegenüber. Obwohl man schon sagen muss, das, was du nächstes Jahr fährst und das, was ich fahre, und dann im Vergleich zum Special -Eister kriegst du zumindest bei, ich glaube, du kriegst zwei Orbea Terra,
Speaker: Für einen Diversion. Das ist schon krass. Und das glaube ich bei dir wird es wahrscheinlich auch ungefähr der Fall sein. Ich denke auch, ja. Aber gut, wie du schon sagst, die Kundinnen gibts dafür. Ich glaube aber nicht, dass wir das Rad aus Marketinggründen auch bei den großen Gravel Rennen sehen werden.
Speaker: Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass man auf einem High -Performance -Level sich für das Rad entscheidet, sondern dass man es eher so Richtung Bikepacking und so einfach Spaß haben beim Radfahren geht. Genau. Also wir haben es jetzt demnächst im Laden. Jeder, der es sich mal angucken will, kann gerne vorbeikommen.
Speaker: Aber ja, es gibt ja von Specialists auch noch das Crux. Das ist ja eigentlich auch ein Gravel Bike und das ist ja eher... Das ist aber so Gravel Cross, oder? Genau, das ist Gravel Cross. Das war ja eigentlich immer der Crosser von Specialists. Aber jetzt wird halt auch ein Gravel Bike genannt und das glaube ich soll eher in die Richtung Race gehen.
Speaker: Aber es ist auch nicht integriert. Also es gibt noch keine Integration bei Specialized, was ich auch krass finde. Also ich hätte damit, ich hätte wetten können, dass jetzt ein integriertes Race Gravel Bike kommt und dann habe ich das gesehen. Aber ich weiß aus Kreisen, die Bianchi Händler sind bei der Präsentation des neuen Bianchi Rennrads, auch wenn wir ein Gravel Podcast sind, aber auch als Beispiel, die haben auch was Spektakuläres erwartet.
Speaker: die haben was spektakuläres bekommen, aber nicht das, was wir erwartet haben. Ja, das ist auch schwierig. Und ich glaube, so ist es in dem Fall jetzt auch mit dem Specialized. Aber ja, ich glaube, auch dafür wird es einen Markt geben. Genau zum Ende der ersten Folge.
Speaker: Genau, also ich meine, viele fragen sich vielleicht, also die wissen ja, dass ich irgendwie schon mich zumindest mal Gravel -Profi nenne und auch, ich würde auch sagen, dass ich einer bin. Genau, du warst ja dieses Jahr eigentlich eher Straßenprofi bei dem Team von Andi Schleck in Luxemburg. Hast jetzt aber auch entschieden dann quasi im nächsten Jahr auch Gravelfahrerin zu werden, professioneller Gravelfahrerin.
Speaker: Und genau, ich weiß, wo es hingeht. Wir werden im nächsten Jahr auch viele Rennen zusammen bestreiten, auch diese große USA -Reise um Gravel Locos in Texas und dann auch Anbau und Zusammenunternehmen. Aber wann kannst du darüber reden, wo es hingeht, was genau vor sich geht und was passiert?
Speaker: Genau, also ich kann bestimmt in der nächsten unserer Folgen darüber reden. Dann kann ich auf jeden Fall konkret sagen, wo es hingeht. Ich kann auf jeden Fall jetzt sagen, was du ja auch eben schon gesagt hast, dass ich mich komplett auf Gravel konzentrieren werde.
Speaker: Ja, Gravel Profi. Und ich kann dieses Mal auch den Begriff Profi wirklich so aussprechen, weil auf der Straße war ich oder bin ich Profi. Allerdings habe ich mich immer sehr schwer damit getan, mich selbst Profi zu nennen, weil ich eine Profilizenz habe. Aber wie ich auch schon in anderen Podcasts erzählt habe, kein Geld damit verdient habe.
Speaker: Das wird sich jetzt glücklicherweise für mich ändern in der Zukunft und insofern kann ich mich mehr auf den Sport konzentrieren bzw. das Ganze für mich entspannter angehen, mehr planen und bin froh, mich wirklich ab dem 1 .1 .2023 Gravel -Profi nennen zu können.
Speaker: Was ich halt spannend finde ist, du wirst ja die erste deutsche Gravelfahrerin sein, die das auf der professionellen Ebene macht, also Vollzeit. Wenn ich mich nicht täusche, vielleicht gibt es auch noch mehr, aber bis jetzt weiß ich nur von dir.
Speaker: Und das zeigt auch wieder, dass der Sport zwar neu ist, ... ... aber dass, wenn man es seriös betreibt ... ... und betreiben will, ... ... es auf jeden Fall die Möglichkeit gibt, davon leben zu können. Und gerade im Frauenradsport ist es ja immer noch schwierig. Also man muss da wirklich in den besten Teams fahren, ... ... um Lebensunterhalt verdienen zu können. Und dass es bei dir dann jetzt eigentlich dieser Einstieg ... ... dann direkt irgendwie auch ... ... gegeben sein wird, finde ich super. Und finde auch gut, dass die Sponsoren, ... ... die du dann irgendwie bekannt gibst, das unterstützen.
Speaker: Und zeigt hoffentlich auch anderen, gerade Rennfahrern, dass es da irgendwie eine Perspektive gibt, abseits vom Straßenradsport, wenn man Bock drauf hat. Weil das wird auch mit sehr viel eigener Organisation und viel Reisen verbunden sein, aber ich kann mir vorstellen, dass du da drauf Bock hast.
Speaker: Ja, definitiv. Ich freue mich richtig. Ich freue mich auch auf unsere USA -Reise. Ich war schon vor 2012 zum Cyclocross -Fahren. Ich habe im Auslandssemester in den USA gemacht. Das war mega. Deswegen freue ich mich da richtig drauf.
Speaker: Aber ja, es ist wie du sagst, ich war da selbst überrascht, dass es doch irgendwie so interessant für Sponsoren ist. Und es war für mich jetzt auch überraschend, dass es jetzt so kam, gerade nach meiner wirklich beschissenen Saison, die ich jetzt hatte auf der Straße. Also ich war eigentlich mehr verletzt, als dass ich irgendwie Rad gefahren bin.
Speaker: Ich hatte den Plan, Travel auch so performanceorientiert zu fahren, aber dass es jetzt so gut sich für mich entwickelt, war für mich dann auch überraschend. Umso mehr freue ich mich darauf und bin super motiviert, Leistung zu zeigen.
Speaker: Ja, genau. Wir können auf jeden Fall gespannt sein. Also ich habe auf jeden Fall auch Bock drauf. Es ist gut jetzt, beim nächsten Jahr nicht immer allein unterwegs zu sein, sondern irgendwie dann mit dir quasi noch eine Leidensgenossin zu haben. Ja, auf jeden Fall. Obwohl, so viel Leiden ist ja nicht involviert.
Speaker: Genau, Reisegruppe Voss Schiff. Genau, das war es eigentlich von der ersten Folge. Wir planen momentan im Winter alle vier Wochen eine Folge rauszubringen, weil so viel passiert derzeit mit dem Gravel gerade nicht. In den nächsten Wochen wird sich hoffentlich bei dir einiges klären, was die Veröffentlichung deines Teams oder deiner Partner angeht und deiner Pläne.
Speaker: Dann gibt es jetzt auch an diesem Sonntag, heute ist der 20. Samstag oder Sonntag, findet in den USA das letzte Rennen der Lifetime Compris Serie statt. Haben die meisten wahrscheinlich auch gar nicht mitbekommen, was das ist, aber das kann ich dann in der nächsten Folge mal erklären.
Speaker: Da können wir vielleicht über das Konzept auch mal reden und über die Sieger und Siegerinnen. Vielleicht ist das ja auch was für uns im nächsten Jahr. Während der Saison werden wir alle zwei Wochen einen Podcast rausbringen, vielleicht auch mal einen Videopodcast. Während wir sehen, wir lassen uns ein bisschen auf uns zukommen, wie das hier funktioniert, wie wir Zeit haben. Aber da werden wir oft zusammen reisen.
Speaker: Wird sich auf jeden Fall der ein oder andere Termin ergeben. Genau, genau, genau. Dann, ja, danke dir. Willst du denn Crossfahren jetzt? Ach so, ja, wurde schon oft gefragt. Ich hatte irgendwie Bock drauf, aber ich muss ehrlich sagen, jedes Mal, wenn ich dann
Speaker: Ich tu mir nachdenke, dass ich dann ja zum Cross -Renn fahre. Ich brauch zwei Räder. Du bist jedes Mal dreckig und du bist eigentlich im Nachhinein mehr beschäftigt, alles wieder sauber zu machen und zu sortieren, als du Rad gefahren bist. Und mein Problem ist auch so ein bisschen, dass ich so eine hohe Erwartungshaltung an mich selbst habe, dass ich es nicht einfach nur fahren kann. Also wenn, dann würde ich fahren und versuchen, so schnell zu fahren.
Speaker: Ja, ich glaube, es ist keine gute Idee, wo ich dann wieder so ein bisschen den Fokus verliere. Ich hätte Bock, aber wie gesagt, ich kann nicht einfach nur teilnehmen und das ist dann tatsächlich bei mir so ein Problem. Ich verstehe dich voll und ganz. Also es ist original genauso bei mir. Ich liebe Cross, aber wenn ich drüber nachdenke, dass ich irgendwie mit zwei dreckigen Rädern Sonntagabend von irgendwo her
Speaker: mein Auto ausräumen muss, dann denke ich da mal schon wieder anders drüber nach und ich will halt auch Ergebnisse liefern. Aber ich glaube, ich werde, wenn ich meine Crossräder mir jetzt mal zusammengebaut habe, bisher habe ich noch keins, deswegen wird es noch ein bisschen dauern, aber ich werde dann auch auf jeden Fall das ein oder andere Crossrennen fahren werden.
Speaker: Ob ich die deutsche Meisterschaft, die ja in München ist, Anfang Januar fahre, lasse ich mir jetzt noch offen, aber ich habe Bock. Auf die hatte ich übrigens auch Bock. Das ist nämlich eine coole Strecke und ein cooles Event. Genau. Es hat sich gerade ein bisschen weinerlich angehört, dass wir keinen Cross -Renn fahren wollen. Ja, also zwei richtige. Wo wir zwei drehige Räder dann haben. Früher ging das ja auch.
Speaker: Ja, ich glaube, wenn man anderen Fokus setzt, irgendwie, dann hängt das so im Kopf fest. Aber, ja, also, Cross -DM in München hätte ich eigentlich ... Also, ich fahr auf jeden Fall hin zum Zuschauen. Aber teilnehmen ... Ja, also, da könnt ich sogar sagen, das ist auch spaßvoll. Das ist wirklich eine geile Strecke. Ich mag München, ich mag die Veranstalter. Und einfach um das ... Ich weiß, die brauchen jetzt nicht unseren Support, aber ...
Speaker: Ich würde mir auch einfach nur an den Start stellen, einfach nur um quasi so das zu würdigen, was man da auf die Beine gestellt hat. Von daher, vielleicht sieht man sich ja da auf dem Rad. Das würde ich auch auf jeden Fall so unterschreiben. Klingt gut. Genau, dann hören wir uns in vier Wochen wieder. Also wir hören uns sicherlich vorher, aber die Zuhörer hören uns dann in vier Wochen ungefähr. Und genau, bis zum nächsten Mal.
Speaker: Ja, bis zum nächsten Mal. Ciao!






