Transcript
Speaker: Ja, hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Outside-Podcasts.
Speaker: Mein Name ist Paul Voss.
Speaker: Ich bin momentan in Andorra, in einem Höhenträgingslager, mittlerweile seit...
Speaker: guten zwölf tagen und ja ich bin hier auf 2000 höhenmeter werde regelmäßig eingeschneit wie vielleicht einige mitbekommen haben ist das wetter ja auch gerade in nordspanien und sogar glaube ich südspanien weil wie man sehen kann bei einigen triathletinnen die höhendringslager machen in der sierra nevada also in südspanien dass die noch schlimmer eingeschneit sind als ich hier weil ich kann zumindest mal draußen fahren
Speaker: Soweit was ich bei denen sehen kann, ist, dass die eigentlich seit zwei Wochen nur auf der Rolle verbringen oder in der Halle laufen.
Speaker: Von daher könnte es schlimmer sein.
Speaker: Aber ich muss sagen, ich fühle mich oben eigentlich ganz wohl.
Speaker: Es gibt ja diese eine Hauptstraße, die durch Andorra durchführt, unten von Spanien einmal rüber nach Frankreich und bin ja so zum Ende der Straße hin und ja...
Speaker: es ist einfach mega geil hier um die ganze weib man sieht sehr sehr viele straßenprofis um weil natürlich einfach sehr sehr viele athleten wohnen zum teil auch in der höhe ist auch so ein kleines steuerparadies für einige man zeigt ja doch weniger steuern als profiathlet als in anderen ländern
Speaker: Von daher ist hier relativ viel los.
Speaker: Aber ja, Training läuft gut, Training macht Spaß.
Speaker: Wie in der letzten Folge schon erwähnt, war ja der Februar bei mir echt so semi-gut, wo ich eigentlich kaum trainieren konnte.
Speaker: Und umso schöner ist es, dass ich jetzt hier in der Lage bin, das Programm durchzuziehen und auch irgendwie merke, dass ich...
Speaker: ja, wie sagt man, Progress mache, also mich auch verbessere über die Zeit.
Speaker: Ich bin auch bis zum 27.
Speaker: März hier, fahre dann weiter nach Italien zum nächsten Rennen der Gravel-Earth-Series, zu The Hills, bin da ein paar Tage zu Hause, bevor ich in die USA fliege und da meinen großen US-Blog mache, bevor ich dann weiter nach Spanien gehe für Detraga.
Speaker: Also steht noch einiges an in den nächsten Wochen und ich freue mich da echt sehr darauf.
Speaker: Genau, was gibt es sonst Neues?
Speaker: Ja, als erstes ist mein heutiger Gast der Dr. Sebastian Rösler.
Speaker: Einige werden ihn vielleicht schon kennen, das ist mein Trainer.
Speaker: Wir reden über Hitze- und Höhentraining, wie wir meine letzte Saison noch gedreht haben, die ja auch...
Speaker: sagen wir mal so, mittelmäßig war es zur Hälfte und dann ja nochmal ganz gut wurde mit dem deutschen Meistertitel und eigentlich eine sehr gute Form, mit der ich damals zu Werben angereist bin und was dieses Jahr noch so der Plan ist und genau, darüber quatschen wir so ein bisschen.
Speaker: Am Ende der Folge habe ich noch den Organisator des Rad am Rings zu Gast, den Hans-Martin Fraas.
Speaker: Dort reden wir über das Gravelrennen, was da dieses Jahr am 19.
Speaker: Juli stattfindet, wo ich auch so ein bisschen mithelfe bei der Orga.
Speaker: Und genau, wir haben da auch noch einen Rabattcode für euch für die Anmeldung.
Speaker: Von daher bleibt dran und dann erfahrt ihr den Code mit den Prozenten und auch wie lange ihr euch da anmelden könnt mit diesem Code.
Speaker: Ja und bevor wir eigentlich zum Sebastian kommen, habe ich noch eine größere Ankündigung, auf die ich auch sehr stolz bin, die mich auch ein bisschen nervös macht, weil das irgendwie so jetzt so der Punkt ist, wo man damit quasi an die Öffentlichkeit geht.
Speaker: Und zwar bin ich Mitgründer einer alkoholenfreien Biermarke.
Speaker: Und zwar ist das die Marke Kona.
Speaker: Habt ihr vielleicht schon mal gehört, Kona oft im Zusammenhang mit Triathlon, aber in dem Fall wird es ein bisschen anders geschrieben und zwar K-O-O-N-A.
Speaker: Und ja, das ist ein alkoholfreies Bier mit Elektrolyten.
Speaker: Damit sind wir auch das erste Bier, was quasi diesen Zusatz hat.
Speaker: Und das Gute daran ist auch, dass die Menge der Elektrolyten entspricht der Vorgabe der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und Sport.
Speaker: Das heißt...
Speaker: Ja, ist ein Getränk, was nicht nur gut schmeckt, sondern auch nach dem Sport wohltuend ist.
Speaker: Das Bier wird in Deutschland gebraut, um genau zu sein in Bayern, also quasi im Herzen des deutschen Bierbrauchtums.
Speaker: Und ja, ich bin mega happy, da am Start zu sein.
Speaker: sowas mit zu gründen oder von Anfang an mit dabei zu sein, ist einfach sehr, sehr geil.
Speaker: Ich hatte ja schon immer das Interesse, irgendwie auch mit meinen PartnerInnen sehr eng zusammenzuarbeiten.
Speaker: Ich meine, unter anderem mache ich gerade ein relativ großes Projekt mit Abus, wo ich mich auch freue, da in den nächsten Monaten mehr von zu berichten.
Speaker: Ich mache mit dem Aloha, entwickle ich gerade neue Bekleidungen, unter anderem einen neuen Rennanzug, wo auch eine Trinkblase reinpasst.
Speaker: Also es sind so mehrere Projekte, wo ich jetzt enger mit den Partnern zusammenarbeite.
Speaker: Aber...
Speaker: quasi Mitbegründer einer Marke zu sein und dem Verordner einer Getränkemarke, was das für mich auch ein neues Segment ist, ist nochmal ein anderes Level und ich bin ja einfach mega stolz drauf und freue mich sehr auf die kommenden Monate und Jahre und ja, auf das, wie die Marke angenommen wird, wie, was wir damit einfach machen.
Speaker: Ja, wie gesagt, das sind sehr, wie sagt man auf Deutsch,
Speaker: Ich weiß schon, wie das in Englisch wird, nehmen wir aber so exciting Tage so.
Speaker: Und ja, wir haben lange rumgebastelt an Rezeptur und ich muss sagen, das ist für mich das bestschmeckende alkoholfreie Bier.
Speaker: Das sage ich nicht nur einfach so, sondern ich habe auch Blindverkostungen gemacht im Vorfeld,
Speaker: und habe mich dann aufgrund dessen entschieden da mitzumachen und ja bin mega happy und freue mich sehr auf das erste feedback dann auch von den leuten die das bier erwerben werden und zwar gehen wir damit anfang april an den start mit der limitierten ersten charge von 6000 dosen
Speaker: diese könnt ihr ab jetzt auch vorbestellen auf kona.co und zwar k o n a.co wie sagt da könnt ihr die dosen vorbestellen die werden dann anfang april ausgeliefert und
Speaker: Ja, ich habe einiges gelernt in der Zwischenzeit, wie man Bier so braut, wie lange das dauert und dass man das nicht so einfach von heute auf morgen machen kann, sondern es ist ein richtiger Prozess und deswegen, genau, kann man erstmal mit einer limitierten Charge da anfangen.
Speaker: Den Link und weitere Infos findet ihr unten auch in den Shownotes und ja, ich freue mich sehr darauf, was ihr zu diesem neuen alkoholfreien Bier mit Elektrolyten, das erste auf dem Markt, sagen werdet.
Speaker: Jetzt gehen wir aber rüber zum guten Sebastian.
Speaker: Moin Sebastian.
Speaker: Ja, moin Paul.
Speaker: Hallo.
Speaker: Ist immer komisch so, weil natürlich ihr, die Zuhörenden, habt jetzt schon ein längeres Intro gehört über ein paar Minuten und dann gehe ich hier rein ins Gespräch, aber für Sebastian oder für meinen Gast ist es immer so ein harter Cut, dass ich auf einmal einfach nur Hallo sage, ohne irgendeine Vorstellung.
Speaker: Aber die Leute wissen ja, wer du bist.
Speaker: Du bist nämlich der Trainer quasi.
Speaker: Was sagt man denn in Andorra eigentlich?
Speaker: Hola.
Speaker: Hola?
Speaker: Ja, also ich habe ja, wie vielleicht einige wissen, ein paar Jahre in Girona gewohnt, also in Katalonien, was ja jetzt nicht so weit weg ist von hier.
Speaker: Und hier ist so ein Mix aus Spanisch und Katalanisch.
Speaker: Also es ist gar nicht so, ich hätte gedacht, dass man eigentlich auch Katalan spricht, aber ich finde es auch sehr, ich höre auch sehr viel Spanisch.
Speaker: Aber ich kann beides nicht richtig oder gar nicht eigentlich.
Speaker: Von daher ist meine Beurteilung jetzt auch nicht auf dem höchsten Niveau.
Speaker: Okay.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Bevor wir anfangen zu reden, stelle ich die bekannten A- oder B-Fragen.
Speaker: Idealerweise antwortest du einfach mit dem jeweiligen Wort anstatt A oder B. Das macht es dann einfacher für die Zuhörenden.
Speaker: Okay, ich habe es verstanden, hoffentlich.
Speaker: Du hast ja studiert, das wird schon.
Speaker: Und zwar, erste Frage, einfach oder zweifach?
Speaker: Einfach.
Speaker: Kaffee oder Tee?
Speaker: Kaffee.
Speaker: Bier oder Wein?
Speaker: Wein.
Speaker: Das als Kölner.
Speaker: Du hast ja Bier und nicht Kölsch gefragt.
Speaker: Hätte ich jetzt Kölsch oder Wein gesagt, hättest du... Kölsch, ist doch klar.
Speaker: Hätte ich auch noch aufschreiben können, Bier oder Kölsch.
Speaker: Hund oder Katze?
Speaker: Hund.
Speaker: Schwarz oder Weiß?
Speaker: Schwarz.
Speaker: Schrauben lassen oder selber schrauben?
Speaker: Schrauben lassen.
Speaker: Karneval oder Fasching?
Speaker: Karneval.
Speaker: Köln oder Speckgürtel?
Speaker: Speckgürtel.
Speaker: Zeitfahrrad oder Gravelrad?
Speaker: Gravel.
Speaker: Anrufen oder WhatsApp?
Speaker: Anrufen.
Speaker: WhatsApp-Anruf, ne?
Speaker: Genau.
Speaker: Heat-Training oder Höhentraining?
Speaker: Heat.
Speaker: Sorry, Höhe.
Speaker: Ich meine, beides wird gleich Thema.
Speaker: Nach Gefühl oder mit Plan?
Speaker: Mit Plan.
Speaker: 170 oder 165?
Speaker: 165.
Speaker: Unbound oder UCI Gravel Worlds?
Speaker: Keine Meinung.
Speaker: Ich sage Unbound.
Speaker: Unbound.
Speaker: Ich meine, ich kann dich ja als Athlet fragen, du bist ja auch Athlet, was du gerne gewinnen wollen würdest.
Speaker: Und dann noch als Coach.
Speaker: Dann sage ich beides Unbound.
Speaker: Beides Unbound, echt?
Speaker: Okay.
Speaker: Also würdest du dich mehr darüber freuen, wenn ich Unbound gewinne, als die UCG?
Speaker: Ich glaube, du würdest dich mehr freuen, also würde ich mich auch mehr freuen.
Speaker: Du denkst, ich würde mich mehr über Anboden freuen.
Speaker: Ich glaube ja.
Speaker: Ne, ne.
Speaker: Ne?
Speaker: Trattore ich mich hier?
Speaker: Also ich finde, UCI, Gravel Worlds, wenn man da Weltmeister wird, heißt eigentlich, dass man sehr wahrscheinlich auch Mathieu vor der Push schlagen muss.
Speaker: Das ist, finde ich schon einen Ticken für mich individuell ein bisschen höherwertiger als Anboden.
Speaker: Okay.
Speaker: Wo es in Anführungsstrichen nur Gravel-Spezialisten eigentlich sind.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber gut, ja, interessant.
Speaker: Ja, dann können wir die Saisonplagung ja nochmal umstellen.
Speaker: Dann kann ich jetzt schon nach Hause fahren, ne?
Speaker: Kein Fahrer nach Hause.
Speaker: Auch nochmal zwei Wochen off-season.
Speaker: Ja, wir hatten jetzt ja gerade schon Heat-Training oder Höhentraining.
Speaker: Ich würde gerne mit dem Thema Heat-Training anfangen, bevor wir so ein bisschen auf die persönliche Ebene kommen.
Speaker: Das ist ja gerade so ein riesen Trendthema, irgendwie jeder macht's, jeder postet's und es gibt noch einen weiteren Trend, der auch gerade irgendwie viel verbreitet wird, aber der erste ist so Heat.
Speaker: Was ist Heat Training eigentlich?
Speaker: Ja, also Heat steht für Hitze.
Speaker: Ich hoffe, das hat jetzt soweit jeder erstmal gecheckt.
Speaker: Ich habe mit ein paar Athleten auch darüber gesprochen.
Speaker: Dann meinte ich, wir machen jetzt Heat-Training und dann haben die einfach gedacht, das wäre eine neue Form von Hit-Training.
Speaker: Kann man jetzt auch so sehen.
Speaker: Also von daher erstmal Hitze-Training, können wir im Deutschen bleiben hier.
Speaker: Wir sprechen hier auch nicht von Altitude-Training, sondern von Höhentraining und Hitze-Training.
Speaker: kann man jetzt erstmal auch, übrigens genauso wie Höhentraining, mal so zu verstehen oder kann man so verstehen, dass man sich erstmal auch auf Hitzebedingungen vorbereiten möchte, zum Beispiel.
Speaker: Also ich komme ja aus dem Triathlon ursprünglich und da ist es ja auch so, dass das Saisonhighlight normalerweise auf Hawaii, also auf Big Island stattfindet oder in Hawaii auf Big Island und
Speaker: Da ist eigentlich auch mittlerweile allgemein bekannt, dass du besser vier, fünf Wochen vor Ort bist, um dich an die klimatischen Bedingungen anzupassen, unter anderem eben die Hitze, aber vor allen Dingen dort auch die hohe Luftfeuchtigkeit.
Speaker: Also long story short, Hitzetraining heißt immer erstmal unter Hitzebedingungen zu trainieren, um sich auf ein Hitzerennen vorzubereiten.
Speaker: Das ist ja genauso übrigens beim Höhentraining.
Speaker: Höhentraining kommt aus der Sporthistorie, aus den Olympischen Spielen in Mexiko.
Speaker: Ich glaube 1968 war es, glaube ich.
Speaker: Und da hat man damals festgestellt, okay, Mexiko liegt ein bisschen höher als es irgendwie jetzt wie letztes Jahr Paris ist.
Speaker: Also sollte man sich dort auf diese Höhenbedingungen vorbereiten und hat dann angefangen, den Ausdauersport vor allen Dingen, aber auch Allgemeinsport unter Höhebedingungen zu untersuchen und hat sich dann natürlich die Frage gestellt, wie kann man das optimieren und wie kann man die Leistungsfähigkeit nahezu auch in der Höhe gewährleisten.
Speaker: Und dann hat man eben im Höhentraining eingeführt.
Speaker: Das kann man erst einmal darunter verstehen.
Speaker: Jetzt ist es aber natürlich schwierig, im Winter in Deutschland zum Beispiel Hitzetraining zu machen.
Speaker: Und somit hat man sich dann in den letzten Jahren, eigentlich jetzt auch in der Forschung schon seit längerer Zeit, viel damit beschäftigt, wie man das denn auch auf andere Wege machen kann.
Speaker: Also ich war vor, ich würde mal fast sagen, zehn Jahren oder so in Loughborough.
Speaker: Das ist eine ganz berühmte Universität in England.
Speaker: Da haben sich übrigens auch die
Speaker: Da hat sich die britische Olympiamannschaft auf London vorbereitet.
Speaker: Die hatten da ihr Headquarter.
Speaker: Sehr beeindruckend, die ganze Anlage da, toller Campus.
Speaker: Aber da habe ich zum allerersten Mal auch eine Hitzekammer oder eine Klimakammer vor Ort gesehen.
Speaker: Das heißt eine Kammer.
Speaker: relativ kompakt, wo man die Temperatur auf der einen Seite und auf der anderen Seite aber auch zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit einstellen kann.
Speaker: Und so kann man sich dann zum Beispiel für die damals die Spiele in Rio, wo es ja auch klimatisch schon anspruchsvoll war, vorbereiten.
Speaker: Und da konnten die genau einstellen, okay, in Rio sind es, weiß ich nicht, 32 Grad und 85 Prozent Luftfeuchtigkeit.
Speaker: Also
Speaker: machen unsere Läufer, Radsportler, Triathleten, wer auch immer, ein spezifisches Protokoll und bereiten sich darauf vor.
Speaker: So eine Klimakomma steht aber nur an wenigen Orten in der Welt und ist somit natürlich auch nochmal sehr, sehr kostenaufwendig, a, da drin zu trainieren und b, sich überhaupt sowas anzuschaffen als Universität.
Speaker: Die England haben das damals mit tollen Förderungen gemacht.
Speaker: Und dann kam man aber immer mehr und mehr darauf, naja, es gibt ja auch andere Wege, das zu machen.
Speaker: Dann gab es so, genauso wie es die Höhentrainingszelte, das kennen wahrscheinlich ein paar, gab es dann plötzlich die Hitzetrainingszelte.
Speaker: Also da hat man wirklich so eine Art Pavillon, kennt man vielleicht vom Campen oder so.
Speaker: Als deutscher Camper kennt man ja ein Pavillon.
Speaker: Oder vom Flohmarkt oder sowas, weiß ich nicht.
Speaker: Und dann hat man halt die Seitenteile drum gemacht, hat das abgedichtet und hat da drin wirklich so ein Gefühl, so eine Sauna hergestellt.
Speaker: Auch das ist natürlich sehr aufwendig.
Speaker: Da braucht man einen großen Raum für.
Speaker: Dann hat man da noch so Heater reingestellt.
Speaker: Also sehr aufwendig wiederum.
Speaker: Und dann ging es immer so weiter.
Speaker: Man hat es immer weiter runtergebrochen.
Speaker: Und hat dann irgendwann gesagt, naja, du kannst im Grunde indoor bei wenig bis keiner Lüftung am besten, also kein Fenster auf, normale bis etwas wärmere Zimmertemperatur, man heizt ja normalerweise auch im Winter, mit den Winterklamotten kann man auf der Rolle trainieren.
Speaker: Das ist also das Hitzetraining für den kleinen Mann.
Speaker: Und jetzt kann man sich die Frage stellen, was passiert denn da eigentlich?
Speaker: Und dann kennt man jetzt vielleicht auch seit ein paar Jahren, gibt es ja diese Chorsensoren, also die die Körperkerntemperatur ableiten, also die messen die ja eigentlich gar nicht, sondern das ist, glaube ich, eine Ausgründung von der ETH Zürich.
Speaker: Die haben so einen Algorithmus hinterlegt, das heißt, die messen die Hauttemperatur und haben so einen Algorithmus, der dann wiederum auf die Körperkerntemperatur zurückrechnet.
Speaker: Weil, jetzt muss man ehrlicherweise sagen, das haben wir jetzt noch gar nicht so genau beleuchtet, die Körperkerntemperatur misst man, da gibt es also klassisch zwei Wege.
Speaker: Das ist einmal so eine Pille schlucken und die Pille ist wie so eine Art Thermometer.
Speaker: Und wenn die dann im Magen oder im Verdauungstrakt, also im Körperkern angekommen ist,
Speaker: dann kann man quasi diese Temperatur auslesen, kann man sich vorstellen wie so ein NFC-Chip, den man im Handy hat, mit Apple Pay oder was auch immer machen kannst.
Speaker: Und genau so kannst du dann so ein Gerät daran halten und kannst dann ablesen, wie warm du bist sozusagen.
Speaker: Auch das sind natürlich, also wir hatten das damals an der Sporthochschule, als ich da noch gearbeitet hatte, ein anderes Institut, die hatten so ein Gerät, dann hieß es immer, oh ja, die Pillen sind so teuer und
Speaker: Kannst du dir ja auch vorstellen, die landen dann irgendwann im
Speaker: im Pott, wie man in Köln sagt, im WC.
Speaker: Also auch wieder sehr aufwendig, sehr kostenintensiv und so weiter.
Speaker: Und dann gibt es natürlich noch sowas wie Rektalthermometer, die man sich dann während der Belastung entsprechend einführen muss.
Speaker: Auch das ist natürlich jetzt schwierig.
Speaker: Das hört sich alles unangenehm an.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Also alles aufwendig, teuer, vielleicht auch ein bisschen unangenehm.
Speaker: Also wirklich, diese Forschung hat viel, viel mitgemacht.
Speaker: Und deswegen ist ja...
Speaker: Und das ist mir auch immer wichtig an so einer Stelle, finde ich, weil heute, wenn man sich so einen Core-Sensor anschaut, dann ist das so gottgegeben, das gibt es jetzt.
Speaker: Aber diese ganze Geschichte bis dahin, das ist ja schon ein Weg.
Speaker: Und das geht mir immer darum, das auch so ein bisschen aufzuzeigen, dass was wir eigentlich heute alles so selbstverständlich messen können, war vor 10, 15 Jahren, also als ich noch...
Speaker: gestudiert habe oder an der Hochschule gearbeitet habe, das war nicht so einfach möglich.
Speaker: Und das ist ganz nett.
Speaker: Also jetzt habe ich es gerade schon gesagt, es geht darum, die Körperkerntemperatur auf der einen Seite natürlich jetzt zu messen, aber wir messen das ja nicht, um es zu messen, sondern wir wollen da eine gewisse Körperkerntemperatur erreichen.
Speaker: Die ist etwas individuell, aber im Grunde kann man sagen, größer 38,5 Grad, da machst du eigentlich schon ein entsprechendes Hitzetraining, dass du dann über längeren Zeitraum auch aufrechterhalten sollst, also diese Temperatur.
Speaker: Jetzt ist auch nicht heißer immer besser.
Speaker: Also mehr ist ja nicht immer mehr als allgemein im Training.
Speaker: Da gibt es auch so einen Sweetspot.
Speaker: Das wäre jetzt wirklich so ein Rabbit Hole, da könnte man sich jetzt ziemlich drin verlieren.
Speaker: Aber da gibt es ja auch unterschiedliche Wege, wie man da hinkommt, auch mit welcher Belastung.
Speaker: Genau.
Speaker: Also allgemein zu der Belastung kann ich sagen, es geht im Grunde darum, eine relativ moderate Belastung zu fahren und sich eher sehr warm anzuziehen.
Speaker: Also eigentlich ist es ein sehr schonendes Training.
Speaker: Ich bin da immer so in der Zone-2-Fatmax-Schiene unterwegs.
Speaker: Ich halte das für sehr sinnvoll, auch metabolisch.
Speaker: Die Literatur, wenn man sich da die norwegische Studienlage anschaut, die empfehlen so etwas niedrigere Leistungswerte.
Speaker: Aber die ziehen sich dann auch gefühlt noch drei Schichten mehr an.
Speaker: Und ich finde, man muss irgendwo auch dann so ein bisschen gucken, was ist noch convenient.
Speaker: Und wie warm will man auch den Raum machen und so weiter.
Speaker: Es gibt auch noch ein Workaround, so einen Maleranzug.
Speaker: Den kennen vielleicht viele vom Renovieren anzuziehen.
Speaker: Habe ich es selber noch nicht gemacht, ehrlicherweise.
Speaker: Ich empfehle den Athleten meistens eine Mütze, teilweise Handschuhe.
Speaker: Ihr habt zwei, drei Schichten lang und dann vielleicht noch eine Regenjacke drüber.
Speaker: Und wer möchte, kann eine lange Hose anziehen und
Speaker: Ab und zu habe ich da das Erlebnis gehabt, dass die Leute gesagt haben, dass die die Kniekehlen ein bisschen wund gefahren haben, weil da sehr viel Schweißbildung war.
Speaker: Also vielleicht auch eher eine kurze Hose anziehen, weil es geht ja um den Körperkern, der wärmt sich trotzdem gut auf, wenn man die Regenjacke auf der Rolle anhat und den Ventilator auslässt.
Speaker: Und genau, das sind jetzt erstmal die Wege, also ein bisschen historische Einleitung.
Speaker: Und warum hilft das jetzt?
Speaker: Also da gibt es eigentlich zwei Mechanismen.
Speaker: Das eine ist, wenn man sehr häufig sehr viel schwitzt und diese Körperkerntemperatur in einen gewissen Bereich bringt.
Speaker: dann reduziert sich zum Beispiel auch etwas die Schweißrate und vor allen Dingen auch die Natriumkonzentration.
Speaker: Also wenn man sagt, man leidet eher an Krämpfen und die Kohlenhydratversorgung ist schon optimal, dann kann man mal darüber nachdenken, ob das nicht vielleicht doch ein bisschen am Schweißverlust liegt, also an der Menge und vor allen Dingen an der Natriumkonzentration.
Speaker: Also da gibt es in gewisser Weise eine Anpassung.
Speaker: Aber die Hauptanpassung, und jetzt wird es sehr, sehr spannend, ist eigentlich,
Speaker: Wenn man sich mal die Blutebene anschaut.
Speaker: Blut besteht eigentlich immer, also nicht eigentlich immer, sondern besteht aus Serum und Blutplasma.
Speaker: Und wir wollen eigentlich dann ein Stück weit das Blutplasma erhöhen.
Speaker: Also Serum ist quasi der feste Bestandteil des Blutes.
Speaker: Das sind vor allem die roten Blutkörperchen, die brauchen wir eh immer.
Speaker: Aber wir wollen eigentlich den Wasseranteil am Blut erhöhen.
Speaker: Einfach um die Viskosität des Blutes zu erhöhen und die Sauerstofftransportfähigkeit zu erhöhen.
Speaker: Und genau, das ist im Grunde so ein bisschen der Haupteffekt, den man da sieht.
Speaker: Und man kann zum Teil auch noch ein Stück weit eine Erhöhung der Hb-Masse sehen, also der Hämoglobin-Masse.
Speaker: Das muss man dann aber auch wieder, also wenn jetzt jemand sagt, dann gehe ich mal zum Hausarzt und mache ein Blutbild zum Beispiel, das wird dann schwierig, weil die Menge da zum Beispiel, oder Blutbild.
Speaker: der Wert, der dort angegeben wird im Bereich des Hämoglobins, ist immer eine Konzentration.
Speaker: Und die Konzentration kann sogar runtergehen, weil wenn der Wasseranteil des Blutes höher wird, wie ich gerade beschrieben habe, wird die Konzentration des Hämoglobins sogar eher geringer.
Speaker: Das heißt, man müsste diese berühmte Rückatmung machen, die ja manche Teams im letzten Jahr auch ein Stück weit missbräuchlich verwendet haben.
Speaker: Dazu hatte ich jetzt letztens eine sehr interessante Frage,
Speaker: War ein sehr interessantes Gespräch zu dem Thema.
Speaker: Ja.
Speaker: Auch viele Dinge erfahren, die ich nicht wusste, die interessant sind.
Speaker: Die geht es auch hier in dem Podcast nicht erzählen, weil der wohl nicht hingehört.
Speaker: Aber ja, das ist auf jeden Fall auch ein interessantes Thema.
Speaker: Hitzetraining, also einige nutzen Hitzetraining mittlerweile auch irgendwie um Höhe, nicht zu simulieren, ist das falsche Wort, aber um den gleichen Effekt zu generieren.
Speaker: Oder einen ähnlichen Effekt.
Speaker: Richtig, der Effekt ist ähnlich, das sagst du schon sehr, sehr gut, weil du kannst Höhentraining nicht ersetzen.
Speaker: Und die Anpassungsprozesse bzw.
Speaker: der Trigger ist ja ein ganz anderer, weil in der Höhe, wo du jetzt in Andorra bist, auf 2200 bist du, glaube ich, jetzt?
Speaker: Nee, auf 200.
Speaker: Auf 200, ja.
Speaker: auf 2000 Meter ist der Sauerstoffpartialdruck geringer.
Speaker: Dann wird man immer, sagt man immer, ja, da wird die Luft düngendünner oder da ist weniger Sauerstoff, das stimmt gar nicht.
Speaker: Also die Sauerstoffkonzentration oben ist genauso wie jetzt hier in Köln oder im Speckgürtel Kölns.
Speaker: Das sind also diese berühmten ungefähr 20 Grad, äh, 20 Prozent, Entschuldigung,
Speaker: Schon ein bisschen spät heute.
Speaker: Das kennt man noch aus dem Biologieunterricht oder so.
Speaker: Das ist die Sauerstoffkonzentration in unserer Atmosphäre.
Speaker: Aber der Sauerstoffpartialdruck ist geringer.
Speaker: Dadurch wird der Sauerstoffpartialdruck in unserem Körper auch geringer.
Speaker: Und somit wird die Sauerstoffverfügbarkeit in unserem Körper geringer.
Speaker: Und somit über einen längeren Zeitraum, deswegen bist du ja jetzt auch nicht nur ein paar Tage da oben,
Speaker: Dann wird dann einfach ein Reiz ausgelöst, dass der Körper sagt, okay, dann bilde ich mehr vor allen Dingen Hämoglobin und rote Blutkörperchen.
Speaker: Das sind dann am Anfang die Reticolozyten, also die Baby-Erythrozyten.
Speaker: Und die werden dann gebildet.
Speaker: Und dann hast du eben mit einer gewissen Anpassungszeit mehr rote Blutkörperchen und einen höheren Hämoglobinwert.
Speaker: Also auch wieder absolute Menge ist jetzt hier wichtig und nicht die Konzentration.
Speaker: Und du kannst dann zwei, drei Wochen später nach einem Höhentraining deine optimale Leistung erzielen, weil du eben mehr Sauerstoff transportieren kannst.
Speaker: Und jetzt wird es spannend.
Speaker: Man kann beide Effekte kombinieren.
Speaker: Also man kann Heat-Trainings zu Hause machen.
Speaker: Das Höhentraining für den kleinen Mann, wie ich eben schon beschrieben habe, in den Winterklamotten.
Speaker: Damit kann man ein Höhentraining schon vorbereiten und viel spannender ist, man kann ein Höhentraining damit auch nachbereiten und den Höhentrainingseffekt verlängern.
Speaker: Okay, also weiß ich jetzt schon, was bei mir draufsteht.
Speaker: Richtig.
Speaker: Ja, sehr schön.
Speaker: Ja, habe ich ja lange nicht mehr gemacht.
Speaker: Ich hatte ja eine Zeit lang, dann haben wir es gemacht Ende Dezember bis, glaube ich, Ende Januar, also so fast einen Monat, glaube ich, in dem Zeitraum.
Speaker: Zweimal die Woche, manchmal auch dreimal die Woche Heat-Training, also Hitzetraining.
Speaker: Er war unangenehm am Anfang.
Speaker: Es ist echt krass, wie beantfassungsfähig der Körper ist.
Speaker: Wie dann irgendwann auch über 39 Grad halt einfach okay sind.
Speaker: Man schwitzt halt viel, aber man geht halt vom Rad und es ist halt alles in Ordnung.
Speaker: Und vorher fängst du an und kommst bei 38,4 hin und willst dann liebst du einfach schon runter und dich irgendwie in so eine Eistonner legen.
Speaker: Das ist schon brutal.
Speaker: Ja, und ich meine, bei dir haben wir es noch relativ dosiert eingesetzt.
Speaker: Also die Studienlage geht dann teilweise bis fünf Einheiten.
Speaker: Da muss man aber natürlich trotzdem gucken, du trainierst ja, also wir können jetzt auch nicht nur Heat-Training machen, wir müssen natürlich noch ein bisschen gucken, dass wir noch ein bisschen Umfang reinkriegen.
Speaker: Du bist ja auch ein Ultra-Endurance-Athlet.
Speaker: also mit einer mehrstündigen Belastungszeit.
Speaker: Und wenn ich dich jetzt immer nur anderthalb Stunden auf der Rolle rumtanzen lasse, dann hast du da nicht die größte Motivation für.
Speaker: Und B ist es dann auch irgendwo ein Trade-off.
Speaker: Also wenn wir dann den Umfang nicht reinkriegen, würde uns das Höhentraining nicht weiterbringen.
Speaker: Aber zum Beispiel, hier hören uns ja ganz viele Altersklassensportler zu.
Speaker: Und da sage ich immer, das ist im Grunde, wenn du eine Stunde bis anderthalb gerade im Winter auf der Rolle trainierst,
Speaker: Habe ich teilweise wirklich dann mit Leuten in diesem Winter drei bis fünf Mal auf der Heat Training gemacht.
Speaker: Wir haben tolle, tolle Anpassungseffekte erzielt.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Das ist halt, glaube ich, echt immer, wie du schon sagst, so, welche Ziele man persönlich hat und welche Zeit man auch irgendwie zur Verfügung steht.
Speaker: Ich glaube, da haben wir jetzt eigentlich in dem Bereich alles irgendwie auch gesagt.
Speaker: Also Hitze, klar, man kann es so ausführlicher machen, aber ich finde, da war jetzt schon sehr viel dabei, wo die Leute auf jeden Fall mal Eindruck bekommen haben, was es ist und warum man es vor allen Dingen macht.
Speaker: Ähm, noch so ein großer Trend, der irgendwie gerade herrscht, ist das Laktatnehmen im Training.
Speaker: Also, ich hab's jetzt noch nicht so viel bei AmateursportlerInnen gesehen, wollte ich's wahrscheinlich auch nicht auf Instagram teilen, aber unter Profis ist es mittlerweile so ein Gang und G, wenn nicht nur, dass das irgendwie im Team-Trainingslager der Fall ist, sondern halt, wenn die individuell die Training gestalten zu Hause, dass die einfach, keine Ahnung, nach gewissen Threshold-Intervates, also, äh, wie heißt das deutsche Worte für, ähm,
Speaker: Schwellenintervallen oder Zone 2 Sachen Fatmax halt mit dem Laktal kontrollieren, ob der Bereich der richtige ist.
Speaker: Wie siehst du das aus deiner Position?
Speaker: Also wir haben das ja auch probiert.
Speaker: Da muss ich sagen, bei mir ist es halt echt schwierig, weil ich das Problem habe, dass meine Hände ganz schlecht durchblutet sind und ich dann eigentlich nur rumstehe und die ganze Zeit auf meine Finger rumdrücke und da kommt einfach kein Blut raus.
Speaker: Ja.
Speaker: Also genau, jetzt mal fernab von jeglicher Individualität der Durchblutung der Finger, ist das im Grunde eigentlich auf jedem Leistungslevel, aber das ist natürlich auch immer wieder eine Investition, weil so ein Laktatmessgerät kostet ein paar hundert Euro.
Speaker: Also ist noch überschaubar, wenn wir jetzt im Radsport über Fahrradpreise reden oder Mäntel oder Trikots, dann sind das natürlich nochmal ganz andere Werte.
Speaker: Ich finde, dafür ist ein Laktatmessgerät fast noch günstig.
Speaker: Aber du hast natürlich auch dauerhafte und wiederkehrende Kosten im Sinne dieser Teststreifen, die dann schon je nach Testgerät zwischen einem und zwei Euro kosten.
Speaker: Also muss man sich halt gut überlegen, jede Messung kostet Geld.
Speaker: Aber ich finde, das ist ein sehr, sehr schönes Gadget, sag ich mal, oder Device.
Speaker: Und weil im Grunde, wenn wir jetzt mal ein bisschen die Vogelperspektive auf Training einnehmen, dann gibt es ja gewisse Grundprinzipien, die wir einhalten wollen.
Speaker: Oder gewisse Metriken, die wir auch irgendwo erfüllen wollen.
Speaker: Das ist ja zum Beispiel Umfang.
Speaker: Wir wollen einen gewissen Umfang realisieren.
Speaker: Und um den Umfang realisieren zu können, müssen wir natürlich irgendwo schauen, wie viel Intensität oder wie viel Prozent wir in welcher Intensitätszone zum Beispiel zurücklegen können.
Speaker: Und jetzt denkt man ja häufig, naja, wenn ich jetzt, weiß ich nicht, nehmen wir mal einen Amateur mit einer Schwelle von 250 Watt, wenn man da 300 Watt fährt, ist das überschwellig, ist das hochintensives Intervalltraining zum Beispiel.
Speaker: Dann bleibe ich in dieser Zone und verbringe da, weiß ich nicht, 5 bis 10 Prozent über mehrere Wochen.
Speaker: Dann mache ich vielleicht so einen polarisierten Trainingsansatz, wenn ich den Rest der Zeit mehr oder weniger locker trainiere.
Speaker: dann hat man echt schon, finde ich, sehr, sehr viel erreicht.
Speaker: Aber jetzt ist ja der Punkt, wenn sobald man dann in spezifischere Zonen geht, also jetzt mal weg von Watt, sondern auch sich überlegt, naja, was wollen wir denn eigentlich da triggern?
Speaker: Dann hilft dieses Laktatmessgerät unheimlich.
Speaker: Also
Speaker: Wenn man zum Beispiel an der Schwelle trainieren möchte und das vorher mit einer Leistungsdiagnostik ja irgendwo eine Orientierung bekommen hat, also ist das eher zweieinhalb oder eher dreieinhalb oder vielleicht sogar über vier Millimol.
Speaker: Wobei das würde ich eher als sehr selten bezeichnen.
Speaker: Häufig liegt die Schwelle dann im Bereich von zweieinhalb bis dreieinhalb Millimol.
Speaker: Und da kann man dann auch immer nochmal so ein bisschen unterscheiden, ob man jetzt deutlich unterhalb der Schwelle arbeiten möchte oder sehr, sehr haargenau an der Schwelle.
Speaker: dann kann ich nur sagen, gibt es eine hohe Tagesvarianz, wie die Leistung zu einer Laktatkonzentration korreliert.
Speaker: Also es gibt Tage, wo Athleten 20 Watt Unterschied bei einer gewissen Laktatkonzentration haben.
Speaker: Also nochmal zu dem Beispiel, jemand fährt dann von mir aus mit einer 250 Watt Schwelle, 240 bis 250 Watt, hat dann an einem Tag vielleicht 2,8 Millimol,
Speaker: Und am anderen Tag 3,5.
Speaker: Beides wäre jetzt irgendwo in dem Bereich, wo wir das annehmen würden, dass er fahren soll.
Speaker: Aber wenn er bei 3,5 fahren soll, dann könnte er an dem einen Tag noch ein bisschen höher gehen, um nämlich diesen spezifischen metabolischen Reiz aufzusetzen.
Speaker: Also die Leistung ist eine physikalische Größe, ist auch wunderbar, gibt einem ja sehr, sehr viele Möglichkeiten, ist gut kontrollierbar und so weiter.
Speaker: aber sie gibt eben nicht wieder, wie wirklich der metabolische Stress in dem Moment in der Muskulatur ist.
Speaker: Indirekt messen wir das ja dann über die Laktarkonzentration.
Speaker: Und gleichzeitig die berühmte Zone 2 kann man natürlich auch sehr schön damit abmessen und ein bisschen noch mal individueller steuern.
Speaker: Also irgendwo im Bereich von 1,5 bis 1,8 Millimol dann vermutlich rumtanzen.
Speaker: Und dann merkt man plötzlich, das ist gar nicht so niedrigintensiv, wie man gedacht hat, sondern Zone 2 ist ja auch schon durchaus mit Zug auf der Kette.
Speaker: Aber es soll auch nicht zu viel Zug auf der Kette sein.
Speaker: Und um das genau herauszufinden, ist echt spannend.
Speaker: Vielleicht das auch nochmal so als kleiner Hint für viele, die sich dann wundern, naja, wenn ich sechsmal zehn Minuten Schwelle mache, was jetzt schon ein ordentliches Programm ist, hinten raus geht ein bisschen die Laktarkonzentration runter.
Speaker: Dann denken sich alle, boah super, mein Körper passt sich schon an oder was weiß ich.
Speaker: Das ist dann fast schon eher wiederum ein Hinweis auf zum Beispiel eine Glykogenverarmung.
Speaker: Also dann sollte man eher, sage ich mal, sagen, okay, ich breche das Workout hier ab, wenn ich vielleicht beim vierten Mal schon eine deutlich niedrigere Laktarkonzentration messe und mir auch sicher bin, dass die Messung korrekt ist.
Speaker: Da gibt es natürlich auch viele Störvariablen.
Speaker: Kann man aber auch sagen, okay, an der Stelle...
Speaker: Beende ich das hier heute, weil ich scheinbar jetzt gestern schon viel trainiert habe und heute mich nicht optimal ernährt habe und somit die Lactalkonzentration sinkt.
Speaker: Warum ist das jetzt ein Indikator für Glykogen?
Speaker: Das ist ganz einfach.
Speaker: Aus Kohlenhydraten, aus der Muskulatur, also Glykogen wird im Grunde,
Speaker: Einfach ausgedrückt Laktat.
Speaker: Wenn also nicht mehr genug Glykogen, also Zucker in der Musculatur vorhanden ist, wird schwer Laktat zu bilden bei der gleichen Leistung und somit ist das ein guter Indikator dafür.
Speaker: Ja, auch Dinge, die man vielleicht ab und zu mal bei Leistungsdiagnostik feststellt, wenn man sich nicht richtig ernährt hat.
Speaker: Das ist aber halt bei der Ausbelastung.
Speaker: Die Ausbelastung nicht da stattfinden, wo sie stattfinden sollte, weil man da gar nicht erst hinkommt.
Speaker: Richtig, richtig.
Speaker: Auch mir schon passiert, ja.
Speaker: Ja, ich glaube, das sind schon vielen Leuten passiert, die auch viele Diagnostiken machen.
Speaker: Und somit, ja, also ich bin ein Fan von der Laktatmessung im Training.
Speaker: Das ist jetzt vielleicht auch im Triathlon noch ein bisschen ausgeprägter als im Radsport.
Speaker: Wir sind ja meistens noch ein bisschen offensiver, was so neue Dinge angeht.
Speaker: Aber ich würde jetzt mal sagen, im Amateurbereich, wer da Lust drauf hat, kann das machen.
Speaker: Aber das ist jetzt nichts, was ich jetzt jedem empfehlen würde.
Speaker: Also das ist jetzt schon auch...
Speaker: Ist immer schwierig, aber vielleicht die oberen 10%, die jetzt nochmal was rauskitzeln wollen, die können das gerne machen.
Speaker: Wie würdest du das denn in der Hand haben, also würdest du es überhaupt während dem Höhenträgislager auch machen?
Speaker: Ja, gerade da, weil da ist es ja immer nochmal schwieriger.
Speaker: Also da ist natürlich die Herzfrequenz immer ein guter Richtwert in der Höhe.
Speaker: Man versucht dann ja auch immer ein bisschen mehr die Herzfrequenz so ein bisschen zu beobachten, aber gleichzeitig wissen wir auch, dass in der Höhe der Kohlenhydratstoffwert etwas stärker aktiviert ist als auf normalen Null oder auf normalen Höhenlagen.
Speaker: Und so könnte man dann auch wiederum davon ausgehen, dass wenn auch noch weniger Sauerstoff zur Verfügung steht, dass dann ja vermutlich die Leistung, die man normalerweise annimmt, ein bisschen niedriger sein müsste bei einer gleichen metabolischen Situation.
Speaker: Also du bist ja einfach weniger leistungsfähig.
Speaker: Und das ist ja auch der Grund, warum wir jetzt bei dir in den ersten sieben Tagen, war es jetzt fast,
Speaker: eigentlich ja noch nicht wirklich intensiv trainiert haben, beziehungsweise das, was du dann gemacht hast, bist ja auch schön runtergefahren und hast die Sachen halt tiefer gemacht und jetzt nicht auf 2000 Meter auf der Rolle die Intervalle gemacht.
Speaker: Ja, die Anpassung hat diesmal auf jeden Fall auch länger gedauert, als es letztes Jahr der Fall war in Colorado.
Speaker: Zumindest vom Gefühl her, aber ich glaube, es lag auch einfach an der zuvorigen Krankheit, wo wir auch ein Blutbild festgestellt haben, dass ich da doch noch nicht so ganz fit war, als ich dachte, dass ich fit bin.
Speaker: Das ist auch immer wieder interessant.
Speaker: Ich habe früher viel öfter ein Blutbild machen lassen, also alle zwei Wochen mal, um einfach Sachen zu checken.
Speaker: Ich glaube, das muss ich auch wieder regelmäßiger machen, wo man dann doch einige Dinge feststellt, ja.
Speaker: Ja, das ist definitiv so.
Speaker: Ich habe das früher einmal im Quartal machen lassen, weil ich es in einer Sporthochschule mit einer Kollegin relativ einfach machen konnte.
Speaker: Ich konnte die Blutwerte sogar selber analysieren mit so einem Analysegerät.
Speaker: Das war natürlich sehr schick.
Speaker: konnte ich mal gucken, HB, Hämatochrit, Leukozyten etc.
Speaker: Und wenn der Hals mal so ein bisschen gekratzt hat, dann habe ich gesehen, Leukozyten gut, dann die Verteilung der Leukozyten, also es gibt so drei Marker, ist auch in Ordnung, dann kann ich ja vielleicht nochmal was machen oder ich mache vielleicht einen vorsichtigen Tag.
Speaker: Es war aber immer mental ganz gut, dass ich wusste, auf der Blutebene ist alles in Ordnung.
Speaker: Und habe natürlich dann auch langfristig mir die Daten in so eine Exit-Tabelle gehauen und geguckt, okay, was passiert denn über so eine Saison, wie verändert sich der Hämatokritwert, auch über mehrere Jahre und das ist auch ganz spannend übrigens.
Speaker: Umso ausdauernder man wird, gerade auch über langes Grundlagentraining zum Beispiel, desto niedriger wird zum Teil der Hämatokritwert.
Speaker: Weil, nochmal habe ich ja eben schon ein bisschen beim Hitzetraining angemerkt, der flüssige Anteil des Blutes eben mehr wird und somit die Konzentration des festen Bestandteils also geringer wird.
Speaker: Und das hat man natürlich dann wiederum versucht, in den 90er Jahren durch entsprechende Maßnahmen, die nicht so legal sind bis heute, auszugleichen.
Speaker: Und gleichzeitig versucht man das eben heute mehr über Höhentraining dann auch vor allen Dingen auszugleichen.
Speaker: Ja, das auch.
Speaker: Ich hatte früher als Seniorfahrer...
Speaker: glaube ich immer so Richtung 50 auch mal drüber so, da war immer auch, da war noch die Zeit so mit Schutzsperre und sowas, wo einfach nur Hammer to Kidwell quasi schon gesagt hat, ey, ja, das war immer so an der Grenze und ja, mittlerweile bin ich da so mittlere 40, ja, und nach der Höhe vielleicht ein bisschen höher, aber ja, stimmt schon, also ich sehe es da auf jeden Fall auch, dass es über die Jahre weniger geworden ist.
Speaker: Mhm.
Speaker: Genau, weil wir jetzt ja quasi schon wieder da sind, wie ich mich so fühle.
Speaker: Ah, nee, genau, ein Ding auch noch, was ich interessant finde, ist, wie viele Parameter man mittlerweile zur Verfügung hat, um sein Training zu steuern oder um auf das Training einzugehen, was dem Tag folgt, im Vergleich zu, wie es früher war.
Speaker: Also früher war irgendwie Gefühl,
Speaker: Und dann vielleicht Oldschool-mäßig nochmal Ruhepuls messen.
Speaker: Ich weiß noch, wir hatten damals unseren Bundestrainer Peter Weibel, der ist in der Höhentrainingslage halt morgens immer ins Zimmer gekommen.
Speaker: Wir durften die Türen nicht schließen, sondern mussten immer so anlehnen.
Speaker: Und dann bist du morgens aufgewacht mit so einer Hand am Hals, der so Ruhepuls gemessen hat.
Speaker: Oder an der Hand.
Speaker: Du hast dich dann nach ein paar Tagen dran gewöhnt, aber es war auf jeden Fall immer weird.
Speaker: Ja, das ist auf jeden Fall weird.
Speaker: So ein...
Speaker: Ja, so ein Mann neben dir stand, den Ruhrpuls gemessen hat morgens, so auch im Halbschlaf.
Speaker: Ja, mittlerweile immer so ein Whoop, die alles rauswirft, dann Herzfrequenz, Watt, Pipapo, dann kannst du der Laktat noch messen und so.
Speaker: Also es ist schon auch krass, welchen Input an Informationen man hat.
Speaker: Und dann stelle ich an so einem Tag wie heute eigentlich auch wieder fest, heute bin ich so 6,5 Stunden gefahren, irgendwie 4.500 Höhenmeter, ist jetzt schon kein kleiner Tag.
Speaker: Aber wie ich eigentlich den ganzen Tag so nach Gefühl fahre, ich gucke natürlich auf den Puls und versuche es so ein bisschen zu kontrollieren.
Speaker: Aber
Speaker: Ja, es ist halt auch krass, wie sehr dir halt trotzdem dein Körper auch Feedback gibt, so in den einzelnen Phasen durch ein Training hinweg.
Speaker: Ist ja auch nie gleichmäßig, zumindest bei mir, ne?
Speaker: Du hast am Anfang es gut, so eine kleine Senke habe ich meistens, am Ende wird es nochmal wieder gut.
Speaker: Und es ist interessant, so durch diese ganzen Stadien zu gehen, ohne, ja, oder einfach nur drauf zu hören, was im Körper gerade passiert, ja.
Speaker: Ja, und ich meine, jetzt haben wir ja auch viel über Daten oder Laktat und so weiter gesprochen.
Speaker: Das Körpergefühl ist nach wie vor für mich die Metrik Nummer eins.
Speaker: Also wenn wir telefonieren, frage ich dich ja auch mal, wie geht es dir?
Speaker: Wie fühlst du dich?
Speaker: Und das möchte ich auch von einem Athleten oder von einer Athletin auch hören.
Speaker: Also das ist mir schon auch noch wichtig, aus einem persönliches Feedback zu bekommen und das natürlich auch versuchen zu.
Speaker: die Daten daneben zu legen und zu lernen.
Speaker: Also wann fühlt sich denn jemand gut, wann fühlt sich denn jemand nicht gut?
Speaker: Das ist natürlich auch manchmal so ein bisschen self-fulfilling prophecy.
Speaker: Also wenn ich jemanden frage, dann kommt mittlerweile, ja, meine Werte sind heute ganz schlecht.
Speaker: Ja, das ist jetzt nicht das Gefühl, das ist nur die Reaktion auf die Werte.
Speaker: Also von daher, und genauso beim Fahren ja auch.
Speaker: den Tacho oder den Fahrradcomputer mal in die Trikotasche tun und da mitlaufen lassen, ist jetzt auch bei einer langen Lit-Einheit, wie bei dir heute, manchmal ist es auch nicht so verkehrt.
Speaker: Also manchmal macht man sich auch ein bisschen bekloppt und
Speaker: Man kann sich ja immer noch mal einen Alarm einstellen als Obergrenze für irgendeinen Wert oder sowas.
Speaker: Aber ich glaube, wer wirklich ehrlich zu sich ist und das lange Zeit auch entwickelt hat, und ich meine, du bist jetzt schon so lange im Leistungssport, du hast natürlich ein sehr, sehr gutes Körpergefühl, der wird das auch relativ gut merken.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ich würde gerne mal kurz aus letztes Jahr zu sprechen kommen.
Speaker: Wir hatten letzte Aufnahme letztes Jahr im Juli und das war ja eher so eine Krisensitzung.
Speaker: Also die Folge hieß auch Tiefenanalyse.
Speaker: Also wer da gerne noch mal reinhören möchte, das ist die Folge 44 vom Anfang Juli.
Speaker: Ja, da war ich ja gerade an so einem Tiefpunkt, bin davor gerade Rennen gefahren, die sehr, sehr schlecht gelaufen sind.
Speaker: Wir beide wussten nicht so richtig, wo ich stehe und was die Gründe sind für die schlechte Performance zum Teil auch.
Speaker: Klar, ich war davor auch krank, eigentlich so wie dieses Jahr.
Speaker: Also wirklich genau gleich ablaufen.
Speaker: Ich hoffe nur, dass ich diesmal gesund zur Tracker anreise, das wäre schön.
Speaker: Und dann sieht es auch besser aus, Bahnbound.
Speaker: Ich weiß gar nicht, ob wir zu dem damaligen Zeitpunkt schon die Diagnostik gemacht hatten.
Speaker: Ich glaube schon, wo wir dann herausgefunden haben, was ja auch der Grund, ja, dieses Nervöder, z.B.
Speaker: Körpergefühl, hat das Körpergefühl mich getäuscht oder uns getäuscht, das Feedback, was ich gegeben habe, was ganz interessant war wohl.
Speaker: Damals dachten wir, dass ich eine ganz, ganz geringe Laktataufbaurate habe und dass das der Grund ist, weshalb ich irgendwann im Rennen nicht mehr mitfahren kann oder halt gewisse Dinge nicht richtig funktionieren.
Speaker: Aber es war genau das andere.
Speaker: Ich habe viel zu viel Laktat gebildet und war sehr ineffizient.
Speaker: Und genau, da haben wir ja dann durch echt auch viele Trainingsblöcke, sehr gute Trainingsblöcke und dann im Höhentrainingslager in Colorado echt das Ding nochmal umgedreht und hatten ja eigentlich dann sehr gute Performances, die nicht unbedingt immer an gute Resultaten gemündet ist aufgrund von technischen Problemen.
Speaker: zum glück kam der deutsche meistertitel noch bei raus aber sicherlich das große highlight wm das hätten uns alle anders gerne vorgestellt und hätten gerne einen anderen abschluss gesehen aber war es dann ja da war es leider so wie es halt war aber was hast du so eigentlich für lernen gezogen aus dem aus dem letzten jahr so in der zusammenarbeit mit mir auch
Speaker: Ja, es sind ja häufig ähnliche Themen.
Speaker: Also wenn du in so einem Trainingsprozess bist und hast dann irgendwie eine Vorstellung, wie es funktionieren sollte, kommen natürlich häufig auch immer wieder so Störgrößen.
Speaker: Und letztes Jahr, du hast es gut beschrieben, war es dann nach diesem...
Speaker: Kanarenhopping, nenne ich das jetzt mal, war es dann vor allen Dingen erstmal so ein verschleppter Infekt vermutlich.
Speaker: Auch das haben wir jetzt leider nicht über Blutwerte diagnostizieren können oder nachvollziehen können.
Speaker: Aber wir haben ja jetzt auch, du hast es eben beschrieben gesehen, dass bei dir jetzt auch wieder so ein Infekt länger angehalten hat, als du das vielleicht auch gespürt hast.
Speaker: Und vermutlich war das damals auch so ein Punkt, dass man dann zu früh wieder zu viel wollte oder dieses Rennen auch einfach zu viel dann gekostet hat mit diesem Schlafmangel und so weiter.
Speaker: Das war sicherlich etwas, was wir beide auch unterschätzt haben und danach halt auch den Fehler gemacht haben, wahrscheinlich dem nicht so richtig auf den...
Speaker: Den Ursprung zu gehen, sage ich mal.
Speaker: Und das war, ich würde mal sagen, ein einfacher Fehler, der passiert aber leider auch immer wieder.
Speaker: Also der passiert anderen Athleten, wahrscheinlich auch anderen Coaches, will jetzt nicht anmaßend sein, aber ich unterhalte mich auch mit vielen, das passiert halt leider, trotz der ganzen Daten, die wir haben.
Speaker: Und dann haben wir eben, wie du gesagt hast, ein bisschen in diese falsche Richtung auch trainiert.
Speaker: Das war ganz spannend, weil du auch mal gesagt hast, ja, ich bin nicht spritzig, ich komme nicht von der Stelle etc.
Speaker: Und dann, klar, guckt man sich Daten an und dann denke ich mir so, gut, dann vertraue ich dir ja natürlich auch.
Speaker: Und das würde ich auch wieder tun übrigens.
Speaker: Dann würden wir mal in diese Richtung trainieren.
Speaker: Und dann wurde es immer nur schlimmer.
Speaker: Und dann haben wir ja immer gesagt, okay, jetzt müssen wir auf jeden Fall mal reingucken.
Speaker: Und das ist eigentlich immer wieder etwas,
Speaker: man muss im Grunde einmal im Quartal einfach eine Diagnostik machen.
Speaker: Also man sollte sie nicht aufs Gefühl verlassen und diese, also an der Stelle tatsächlich, weil der Metabolismus den wirklich über Trainingsdaten abbilden zu können, ist nach wie vor schwierig.
Speaker: Man muss es einfach mal vernünftig im Labor testen.
Speaker: Dann ist man eigentlich immer schlauer.
Speaker: Und wenn es die Annahme bestätigt, auch gut.
Speaker: Dann ist man auch schlauer, beziehungsweise selbstbewusster, dass man sagt, okay, wir haben den richtigen Weg eingeschlagen.
Speaker: Also von daher, das würde ich nach wie vor immer empfehlen.
Speaker: Also kein Guessing-Game spielen, sondern einfach mal testen.
Speaker: Und das vor allen Dingen valide und in einem guten Setup, das man kontrollieren kann und das auch wieder, wie gesagt, reliabel ist.
Speaker: Also wo man immer wieder hingehen kann, immer wieder vernünftig messen kann.
Speaker: Das ist eigentlich so ein Grundsatz.
Speaker: Und dann haben wir eben,
Speaker: mit den richtigen Maßnahmen, mit den richtigen Trainingsanhalten und den Intensitäten, das Ding, wie du gesagt hast, umgedreht.
Speaker: Und ja, ich hoffe, dass wir dieses Jahr das nicht nochmal umdrehen müssen, sondern dass wir jetzt diesen Infekt hinter uns gelassen oder du hinter dir gelassen hast.
Speaker: Und so wie ich es jetzt sehe, sind aber die globaleren Metriken gerade sehr gut wieder.
Speaker: dafür, dass du gerade in der Höhenexposition bist.
Speaker: Und deshalb freue ich mich jetzt eigentlich auf das, was kommt.
Speaker: Ja, ich mich auch.
Speaker: Aber ich weiß noch, wie du damals gesagt hast, in der deutschen Meisterschaft, die ich gewonnen habe, dass es für dich auch eine riesen Erleichterung war.
Speaker: Also jetzt nicht nur, dass du mich nach dem Rhein angerufen hast, man hat es dir auch angehört, aber dann, glaube ich, zwei Tage später haben wir nochmal lange telefoniert.
Speaker: Und wie wichtig der Titel für dich persönlich auch war als Trainer.
Speaker: Also jetzt, klar, du hast dich für mich gefreut, aber auch für dich so in dem, was mir geistig bewusst war, dass du ja irgendwie auch durch mich irgendwie so ein bisschen auch in der Öffentlichkeit stehst und du ja quasi da für dich ja irgendwie auch, ja, also deine Ehre ist das ein falsches Wort dafür, aber halt so, ich weiß gar nicht, wie man es beschreibt.
Speaker: Der Ruf, der Ruf des Trainers, das ist definitiv so, ja.
Speaker: Ja, genau, das fand ich echt interessant, aber das war mir so gar nicht bewusst.
Speaker: Ja, also wir Trainer oder Coaches, wir begleiten die Sportler ja.
Speaker: Das ganze Jahr und häufig auch über mehrere Jahre.
Speaker: Das heißt, man wächst ja schon zusammen.
Speaker: Und man steckt ja auch viel Hirnschmalz da rein, nimmt sich Zeit, lernt den anderen kennen.
Speaker: Da leidet man mal mit, man freut sich auch mit.
Speaker: Und wenn dann die Sportlerinnen und Sportler, die man betreut, dann auch ein bisschen bekannter sind, so wie du, und die Leute dann wissen, von wem man trainiert wird,
Speaker: und dann Dinge nicht funktionieren, dann kommen ja auch Dinge bei mir an.
Speaker: Also ich weiß jetzt, warst du letztens ja beim Wesenwagen einmal raus, weil du krank warst.
Speaker: Da kriege ich wirklich von einem Athleten und von einer Athletin bzw.
Speaker: deren Mann Grüße ausgerichtet, ja, ist der Paul schon wieder krank.
Speaker: Ja, vorhin schon wieder.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also das ist so, Grüße gehen raus.
Speaker: Ihr wisst Bescheid, wenn Sie hier zuhören.
Speaker: Aber dann kriege ich mir so,
Speaker: So, dann wird ja direkt gesagt, aha, Sebastian, kriegst du nicht hin, dass der Paolo gesund, dass der mal nicht gesund bleibt.
Speaker: Da bin ich natürlich auch ein Rädchen in dem System, aber ich kann jetzt nicht die Viren von dir abhalten.
Speaker: Genauso kann ich nicht deine Materialumpässlichkeiten der letzten Saison ausgleichen.
Speaker: Ich kann jetzt da nicht, ja, ich will jetzt nicht sagen, was da das Problem war, aber ich kann da nicht das Material eben dann doch mal umgestalten oder
Speaker: Da bin ich einfach limitiert und deswegen habe ich letztes Jahr schon häufig mitgelitten und da war ich einfach froh, dass das Thema abgehakt war, dass dieses verdammte Trikot auf deinen Schultern ruht, weil ich auch wusste, dass du ja auch gesagt hast, deutscher Meister, das ist für mich echt so eine Sache, irgendwie kriege ich das nie hin und an dem Tag ist es immer schwierig und so.
Speaker: Und deswegen habe ich gedacht, boah, Gott sei Dank, ey, dass wir das hier irgendwie noch hinbekommen haben.
Speaker: Und es war ja eigentlich ein total klares, starkes Rennen von dir.
Speaker: Und weil ich auch weiß, was du kannst und ich sehe, was du kannst und gerade dann bei so einer WM-Mann.
Speaker: Da habe ich die Werte gesehen und wusste, das geht, das hättest du auch durchfahren können und hast eine super Ausgangsposition.
Speaker: Dann bin ich auch enttäuscht, völlig klar.
Speaker: Weil ich einfach denke, man will, das ist ja auch nicht nur für den Athleten, aber auch für einen selbst, dass die Arbeit dann einfach belohnt wird.
Speaker: Ja, kann ich nachvollziehen.
Speaker: Ich war ja auch mal Trainer, von daher, ich kann das schon, ja, ich kann das verstehen, aber ich, wie gesagt, mir war es gar nicht mehr so bewusst, dass du natürlich da auch dann irgendwie immer mit gemeint bist, wenn es bei mir nicht läuft.
Speaker: Für einige Leute, nicht für alle.
Speaker: Also so und das ist dann schon, und das mit schon wieder krank, also ich war letztes Jahr, okay, fair enough,
Speaker: zweimal Döller krank, so, aber ich glaube, das hat sich das eine oder das andere bedingt, leider, und dieses, ja gut, also, lagen halt echt einfach viele flach, ist ja auch so eine Sache, wo ich mir halt auch gefragt habe, wie kann man das eigentlich vermeiden, also, okay, weniger, noch weniger Leute sehen, als ich ohnehin schon sehe, so,
Speaker: Aber ich merke auch gerade, dass dieses immer weiter in so ein Loch, in so eine Höhle zu verziehen und einfach so gar nichts mehr irgendwie an sich heranzulassen, auch nicht der richtige Weg ist.
Speaker: Also weil, ich habe schon das Gefühl, dass wir Athletinnen und Probiathletinnen uns immer weiter isolieren von dem eigentlichen Leben, um leistungsfähiger zu werden.
Speaker: Ich meine, ich sehe das hier gerade in Andorra, ganz krass.
Speaker: Du, also ich sehe niemanden im Café sitzen und
Speaker: dieses Land, was einfach so groß ist wie ein Ort, ein großer Ort, ist ja voll mit Profiathleten.
Speaker: Und die trainieren einfach alle.
Speaker: Und welche mit den, jetzt sind wir auch mit jemandem gefahren, der erzählt ja auch so ein bisschen, die machen halt dann so ihr Ding und fahren dann halt nach Hause.
Speaker: Und wenn die Person erzählt, wie der momentaner Alltag ist, ist das halt krass.
Speaker: Und ich frage mich auch, okay, gut, müsste ich jetzt diesen Schritt auch noch gehen, um hundertprozentige Sicherheit zu haben, dass ich nicht krank werde.
Speaker: Boah, also das ist schon irgendwie auch, ja.
Speaker: Aber wenn ich natürlich jetzt auch sehe, wie viel mich das gekostet hat, ne?
Speaker: Also das war einfach, jetzt haben wir an den Zahlen gesagt, also der Februar war einfach für den Arsch.
Speaker: Also wie wenn ich dich da trainiert habe, habe ich glaube ich seit Jahren nicht mehr gemacht.
Speaker: Und das fand ich halt auch krass.
Speaker: Das war mir so gar nicht so bewusst.
Speaker: Aber ja, da hat es mich schon richtig rausgekriegt.
Speaker: Und das natürlich hinsichtlich so großer Highlights wie Trucker und Amper und dann immer ungünstig.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, und ich meine, das, was du gerade beschreibst, das ist ja schon der internationale Trend im Hochleistungssport, also ob du jetzt im Radsport bist oder im Triathlon.
Speaker: In der Sierra Nevada sitzen gerade wieder, ich weiß nicht, wie viele Sportler da oben auf dem Berg, da hat es richtig hochgeschneit, da war da gar nichts mehr geräumt.
Speaker: Die laufen nur auf dem Laufband und gehen halt in die Schwimmhalle.
Speaker: Und das ist, wie du sagst, ein hoher, hoher Preis, der da bezahlt wird.
Speaker: Zeigt aber auch gleichzeitig oder ist das Indiz dafür, warum der internationale Ausdauersport derart große Sprünge macht.
Speaker: Also dieses Lassifere, also ich sage jetzt mal so, als du die Tour gefahren bist, da war der Sport ja was ganz anderes, dann hast du den Coffee Stop gemacht, ich meine, ich kenne noch die alten Geschichten aus Südafrika, da ist man zwei Stunden gefahren, Coffee Stop, zwei Stunden gefahren, Coffee Stop, zwei Stunden gefahren, Coffee End Stop sozusagen, ja.
Speaker: Und das ganze Thema Ernährung wollen wir nicht nochmal ganz aufrollen.
Speaker: Heute mit den ganzen Food Planning Apps, die wiegen ja mittlerweile alle ihr Essen ab, in jedem Team.
Speaker: Das ist jetzt nicht mehr nur, weiß ich nicht, Ineos am Anfang und dann Jumbo, Wismar, Lisebike, wie sie da alle heißen.
Speaker: Also das hat sich schon extrem gewandelt und diese Führung,
Speaker: die Lücken bzw.
Speaker: der Puffer, der da noch liegen gelassen wird, der wird immer, immer kleiner.
Speaker: Und das wird sich natürlich jetzt auch weiter runterdeklinieren.
Speaker: Also jeder von uns kann sich ja auch so eine App runterladen und genauso leben.
Speaker: Und ich kenne Leute, die sowas machen.
Speaker: Also ich habe Athleten, das gebe ich nicht vor, will ich dazu sagen, aber die tracken komplett ihr Essen.
Speaker: Die wissen ganz genau, wie viel Energie sie aufgenommen haben, wie viel Energie sie verbraucht haben und so weiter.
Speaker: Und ja, das ist schon erstaunlich.
Speaker: Ja, ich merke aber auch, das ist der Schritt, den ich nicht bereit bin zu gehen gerade.
Speaker: Also ich habe auch diese Food-Apps.
Speaker: Aber...
Speaker: irgendwie, ich tue mich, also nee, das ist für mich persönlich so ein Schritt zu weit.
Speaker: Ich glaube, ich habe ein ganz gutes Körper für mich.
Speaker: Ich meine, du siehst auch mein Gewicht.
Speaker: Ich bin einfach immer stabil.
Speaker: Off-Season so vielleicht mal ein Kilo mehr, aber es ist eigentlich immer gleich.
Speaker: Und ich glaube, ich habe da ein ganz gutes Gefühl und weiß, dass ich es nicht übertreiben sollte in einigen Bereichen.
Speaker: Von daher, ja.
Speaker: Ja, und das ist ja auch individuell.
Speaker: Also ich finde das jetzt auch total schwierig, dass in den Teams, soweit ich das sehe, dann jetzt auch alle dazu verpflichtet werden.
Speaker: das wird manche Athleten aufrauchen, relativ schnell.
Speaker: Und ich glaube, das muss ich sagen, ich finde den bei dieser Zwift Academy nie so sympathisch, aber dieser Trainer dabei... Christoph de Kegel?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Wie heißt das?
Speaker: Alpecin... Alpecin de Koenig.
Speaker: De Koenig, genau.
Speaker: Der war jetzt letztens bei GCN, das habe ich mir mal angehört, das Interview, und der hat das ganz schön beschrieben.
Speaker: Der hat das so als 80-20-Regel beschrieben.
Speaker: Aber jetzt nicht Pereto und auch nicht polarisiertes Training, sondern er hat gesagt, 80 Prozent im Jahr
Speaker: trainieren wir nach Plan, das ist strukturiert.
Speaker: Und 20 Prozent, da fahren die Athleten und die Jungs auch einfach mal und ich glaube, oder die Mädels.
Speaker: Und das finde ich eigentlich einen sehr, sehr schönen Ansatz.
Speaker: Und ich habe zum Beispiel jetzt gerade auch drei Athleten, also zwei Athleten und eine Athletin beim Cape Epic im Profibereich,
Speaker: Also die kriegen nächste Woche keinen Plan.
Speaker: Die sollen sich erholen, die sollen ein bisschen, die fahren dann meistens auch eh Enduro, ein bisschen Spaß mal bergab und so.
Speaker: Und ihr habt jetzt eine Woche in der Hitze der Afrikas euch richtig die Kante gegeben.
Speaker: Ich könnte von mir aus auch drei Tage in der Badewanne liegen oder in der Heißtonne stehen oder im Bett liegen bleiben, ist mir völlig egal.
Speaker: Aber es gibt jetzt wirklich keinen Plan.
Speaker: Und das finde ich total wichtig, dass man auch diese mentale
Speaker: Komponente und diese mentale Ausgeglichenheit immer wieder berücksichtigt und halt geguckt.
Speaker: Das ist ja auch etwas, was wir am Anfang der Saison oder in der Saisonplanung besprochen haben.
Speaker: Du hast mich ja gefragt, okay, was muss ich tun?
Speaker: Und dann habe ich immer gesagt, okay, das und das und das, aber du entscheidest, was du davon bereit bist zu tun.
Speaker: Ja, genau, da war interessant im Kontext, du hast mich, nee, warte mal, was habe ich gesagt?
Speaker: Ich glaube, ich habe gesagt, ich will Unbound gewinnen, oder versuche Unbound zu gewinnen.
Speaker: Und da habe ich gefragt, was muss ich dafür tun?
Speaker: Und da hast du mir aufgezeigt, was ich tun muss.
Speaker: Und da habe ich dann gesagt, nee, das möchte ich nicht.
Speaker: Also in dem Fall war das halt, das sagt, zweimal Höhen-Trainingslager, einmal jetzt, wie geplant, und eigentlich nochmal, ich glaube, im Mai, quasi nach Traka wäre das dann gewesen.
Speaker: Und da habe ich halt dann gesagt, nee, weil
Speaker: Also, da bin ich wirklich gar nicht mehr zu Hause, weil ich bin jetzt drei Wochen hier, dann direkt Italien bei der Hills, dann sechs Tage zu Hause, dann drei Wochen USA, dann eine Woche Spanien für Traka und dann direkt wieder in die Höhe, um dann eigentlich direkt wieder in die USA zu fliegen.
Speaker: Also, das, ja, das, das,
Speaker: fand ich krass.
Speaker: Und da hast du halt auch gesagt, okay, gut, wir kriegen es trotzdem hin, wir machen trotzdem das Beste draus, aber das wäre halt das ideale Szenario, jetzt rein wissenschaftlich gesehen.
Speaker: Aber ich glaube, ich glaube wirklich, dass ich damit auch nicht schnell, also ich glaube, dass wir wahrscheinlich im anderen Weg das Gleiche erreichen würden, nicht auf der wissenschaftlichen Ebene, aber rein auf dieser Mix, weißt du?
Speaker: Weil ich, es ist vom Kopf her gar nicht, also das würde ich nicht schaffen.
Speaker: Also, wenn du nicht glücklich bist und plötzlich dann keine Beziehung mehr führst, dann, ja gut, dann fährst du auch nicht mehr schnell Fahrrad.
Speaker: Richtig, genau.
Speaker: Und natürlich auch andere Aspekte noch da reinkommen und so.
Speaker: Ja, aber ich fand das nur sehr interessant.
Speaker: Da muss man echt mal wieder ein bisschen abwägen.
Speaker: Weil auch jetzt hier, ne, höre ich dann halt, wie Leute einfach erzählen, dass die alle drei Wochen sind, die in der Höhe mittlerweile.
Speaker: Radrennen, dann Höhe, kurz nach Hause, Radrennen, Höhe.
Speaker: Ey, das ist...
Speaker: Ja, also ich wundere mich auch immer, wie das immer alles funktioniert mit so Familien und die haben ja teilweise ja Kinder und ich denke, also mal gucken, wie lang die Karriere ist und ob du dein Kind noch erkennst.
Speaker: Also das meine ich gar nicht fies, sondern ich meine, ich habe das mal vor längerer Zeit, als ich mal ein Video über die norwegischen Triathleten gemacht habe.
Speaker: Da habe ich sehr, sehr deutlich gemacht, wie hoch der Preis für die Jungs ist, also für den Christian Blumefeld und Gustav Iden vor allen Dingen und auch für das Trainerteam da drum.
Speaker: Und ich habe mich da auch auf Kamera mit dem Olaf Alexander Bu, das ist ja dieser Guru, der jetzt auch bei UNOX ist, genau, als Coach.
Speaker: Ich glaube, das macht er übrigens auch aus einem Grund, weil der möchte das nicht mehr, diesen Lebensstil.
Speaker: Und der meinte so, ja, das geht nicht für alle Zeit.
Speaker: Ich kann nicht immer weg sein.
Speaker: Der war dann ja auch vier Wochen in der Sierra Nevada, dann war er wieder zu Hause, dann war wieder Sierra Nevada, dann waren wir wieder zu Hause, dann waren sie wieder in irgendeinem anderen Vorbereitungscamp.
Speaker: Oder sind halt nach Japan geflogen, vor den Olympischen Spielen.
Speaker: Das ist der Wahnsinn.
Speaker: Und da habe ich zum Beispiel mal mit meiner Frau darüber gesprochen, dass wir uns das nicht vorstellen können, diesen Lebensstil zu leben.
Speaker: Ich habe das eine Zeit lang, als ich im Ausland gearbeitet habe, da hatte ich dann irgendwie 100 Auslandstage plus eh schon im Ausland gearbeitet.
Speaker: Das war ein verdammt hoher Preis und ich konnte mir dann irgendwann nicht mehr vorstellen, das für fünf bis zehn Jahre zu machen.
Speaker: Und das ist auch kein Jammern und auch kein Jammern auf hohem Niveau, sondern das ist einfach etwas, wo ich finde, das muss jeder für sich beantworten.
Speaker: Und auch dann den besten Konsens in der Familie finden.
Speaker: Vielleicht ist dann der Konsens, man zieht mit der Familie lieber nach Andorra, damit man immer zu Hause ist, in Anführungszeichen, bei der Familie, als jetzt wieder alle möglichen Teams am Tede sind.
Speaker: und da oben wohnen und die Familien dann irgendwo in Dänemark, Holland, Belgien oder was ich, Deutschland sind, finde ich halt echt, also es ist eine Herausforderung und ich glaube, der Aspekt wird aus meiner Perspektive zu wenig beleuchtet.
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Ich bin auch gespannt, wie lange das gut geht und man so die ersten Ausfälle irgendwie stattfinden, weil diese Beschleunigung, die hat jetzt gerade erst in den letzten zwei Jahren eigentlich stattgefunden.
Speaker: Das war vorher nicht so krass.
Speaker: Mal gucken.
Speaker: Mein letzter Punkt ist eigentlich, ich bin ja heute trainieren gefahren, etwas länger und habe am Ende echt so, habe dann irgendwie auch Musik gehört und P.O.P.O.
Speaker: und hatte so richtig, war auf so einem richtigen High.
Speaker: Also ich war wie so...
Speaker: ich weiß nicht, so die letzten zwei Stunden war, ich hätte einfach noch ewig weiterfahren können.
Speaker: Ich bin auch irgendwie im Nebel dann die letzte Stunde gefahren und so, aber irgendwie die ganze Zeit so richtig, ich weiß gar nicht, wie es beschreiben wird, es war immer high, es war immer so richtig geflasht und ich fand das einfach geil und das ist ein so geiles Gefühl,
Speaker: Und ich fand immer, das ist aber nicht immer da, ne, also das kommt immer nur an einigen Tagen, ähm, ja, aber ich fand das, ich fand das wieder faszinierend, so, wie man, da kommt man so nach Hause, einem ist eigentlich auch kalt, ich hatte heute auch kein warmes Wasser nach dem Training, damals würde mich das richtig aufregen, weil ich mir dachte, ey, ich gehe jetzt einfach runter, dusche mich schnell, einfach so richtig, ja, einfach so richtig gehypt, ja.
Speaker: Ja, ich konnte das schon, als ich hier dich angerufen habe, weil ich nicht gecheckt habe, wie ich hier in den Call komme, konnte ich das schon an deiner Stimme hören, dass heute alles gut war.
Speaker: Das ist ja übrigens auch etwas, warum ich ja manchmal auch gerne mehr Kontakt zu den Athleten hätte, zum Beispiel in so einem Team.
Speaker: Es gibt einen alten Spruch, wenn du morgens den Leuten in die Augen guckst und vielleicht noch den Händedruck hast, weißt du eigentlich, da brauchst du keine HRV messen.
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Und die Stimmung macht natürlich viel.
Speaker: Und wenn man so ein bisschen am Kränkeln ist und das Training einfach nur zäh ist, dann ist halt keiner happy oder wenige.
Speaker: Also Respekt, wer dann happy ist.
Speaker: Und ja, diese Flow-Zustände oder High-Zustände, wie du es gerade beschrieben hast, also es gibt es ja auch beim Laufen, das Runner's High, das ist natürlich so ein bisschen die
Speaker: die Neurotransmitter-Hormonebene, sag ich mal, also wenn die Endorphine ausgeschüttet werden und so weiter, das ist ein schönes Steady State, also ein schönes Gleichgewicht des Körpers, dass du dann über heute längere Zeit aufrechterhalten hast und das ist eine schöne Reaktion, aber du sagst es selber, passiert nicht jeden Tag und ist vielleicht auch ganz gut so, ich meine, sonst würde der Paul ja nur noch durch Andorra schweben.
Speaker: Ja.
Speaker: Nee, also ich hatte schon auch noch Tage, die mich down to earth gebracht haben, die wurden auf dem Boden.
Speaker: Und spätestens, wenn ich wieder zu Hause bin und dann feststellen darf, dass ich Hitzetraining machen muss, von daher spätestens dann bin ich wieder auf dem Boden der Tatsache.
Speaker: Genau, dann schwebst du nicht mehr, sondern dann tropfst du nur noch.
Speaker: Ja, Tropfener.
Speaker: Genau, das war es eigentlich so von meiner Seite.
Speaker: Ich meine, bis jetzt bin ich als Einrad reingefahren, folgen noch einige und hoffen wir mal, dass die Saison so verläuft wie die letzte Jahreshälfte von 2024.
Speaker: Ich glaube, dann sind wir ganz zufrieden.
Speaker: Ja, der Einstieg war ja schon ganz okay, würde ich sagen.
Speaker: Ja, ja, also für Kranksein war das ganz okay.
Speaker: Und jetzt hoffe ich einfach nur, dass ich gesund bleibe, obwohl ich halt immer noch so ein bisschen nasal bin, manchmal ein bisschen huste, aber ich bin gesund.
Speaker: Das ist einfach nur diese unglaublich trockene Luft hier oben.
Speaker: Das ist echt brutal.
Speaker: Ja, und da eine natürliche Arroganz, das ist ja aber auch allen klar.
Speaker: Ja, natürlich auch, ganz genau.
Speaker: Aber ja, ich kann Andorra nur empfehlen, man sollte bergfest sein, aber es ist halt echt traumhaft hier.
Speaker: Also ich war natürlich hier schon öfters wegen der World Down bei der Tour und noch einmal Trainingslager im Pastilla Casa, das ist so auf der anderen Seite vom Berg hier.
Speaker: Aber ja, ich bin heute einfach nur in Andorra, 6,5 Stunden Rad gefahren.
Speaker: Das ist nicht so groß, aber du fährst natürlich hoch und runter so einen Berg, aber ist einfach geil.
Speaker: Du fährst so eine Alkalis hoch, siehst überall Schnee, du fährst links neben dir zwei Meter hoher Schnee, du fährst halt ohne Handschuhe, weil es halt so trockene Luft ist und dann geht das halt mit der Sonne.
Speaker: Ist schon irgendwie auch geil.
Speaker: Ja, ich habe heute die Fotos gesehen, wo du die Skipiste fotografiert hattest.
Speaker: Das fand ich echt lustig.
Speaker: Ich war so, ach krass.
Speaker: Ja, das war Akalis.
Speaker: Und ja, es ist traumhaft hier.
Speaker: Also wenn ihr mal was anderes sehen wollt, als vielleicht Girona und ausreichend Kassettenkapazitäten habt, dann kommt hier mal ruhig her, weil es ist echt eine Reise wert.
Speaker: Ja, und Girona regnet es ja auch nur noch.
Speaker: Muss man nicht mehr hin.
Speaker: Genau, Girona regnet es nur und dafür schneid es halt hier.
Speaker: Und tatsächlich lässt sich im Schnee besser fahren,
Speaker: Das ist doch ein gutes Schlusswort.
Speaker: Genau.
Speaker: Also, ich danke dir und wir sehen uns, hören uns in den nächsten Tagen.
Speaker: Das bleibt wohl nicht aus.
Speaker: Ciao, ciao.
Speaker: So, ich habe jetzt den Hans-Martin Fraß bei mir, den Organisationsleiter des Rad am Rings.
Speaker: Hallo Hans-Martin.
Speaker: Hallo, Paul, grüß dich.
Speaker: Ja, erzähl mal ein bisschen, wie kam es überhaupt zu dieser Idee, Rad am Ring?
Speaker: Also du hast es ja vor, hast eben gerade erzählt im Off, vor 20 Jahren meintest du, hast es ins Leben gerufen.
Speaker: Vielleicht kannst du uns einen ganz kurzen Abriss geben, was eigentlich so die Historie dieser Radveranstaltung ist.
Speaker: Ja, tatsächlich.
Speaker: 2003 kamen zwei verrückte Radsportler zu mir an Nürburgring.
Speaker: Damals war ich noch Marketing- und Vertriebschef bei der Nürburgring GmbH und hatten die Idee vom 24-Stunden-Rennen mit Rädern auf dieser legendären Nürburgring-Nordschleife.
Speaker: Und ich hatte zu dem Zeitpunkt mit Radsport nichts am Hut.
Speaker: Mich hat Motorsport interessiert, aber ich fand die Idee unfassbar geil.
Speaker: Und dann haben wir das 2003 durchgedrückt.
Speaker: Bei der Geschäftsführung mussten wir feststellen, naja, die Norbrück-Ring GmbH ist jetzt nicht unbedingt Veranstalter von Radrennen.
Speaker: Und als ich dann 2004 ausgeschieden bin, hat mich mein Chef darum gebeten, ein Konzept zu machen, wie man sowas fortführen kann.
Speaker: Und dieses Konzept beinhaltet einfach, dass ich gesagt habe, da muss eine Agentur mit mischen.
Speaker: Und ich hatte gerade eine gegründet.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, gut, mach mal.
Speaker: Und es war dann sicherlich zehn Jahre mehr Spaß und Entwicklung, denn dass es irgendwie wirtschaftlichen Reiz hätte.
Speaker: Aber ich habe mir immer geglaubt, dass das Ding irgendwo Kraft entwickelt.
Speaker: Und so nach zehn Jahren hat es dann ein bisschen Schwung aufgenommen, vor allen Dingen über das 24-Stunden-Rennen, das ja heute unser Herzstück ist mit 6000 Teilnehmern.
Speaker: Und dann haben wir immer wieder versucht, im Rahmen der Veranstaltung eben auch ein
Speaker: nach neuen Trends zu suchen oder zu suchen, was gerade en vogue ist bzw.
Speaker: was man im Rahmen von Rad am Ring organisieren kann.
Speaker: Da hatten wir ein 24-Stunden-Mountainbike-Rennen gehabt bis letztes Jahr und auch ein Mountainbike-Marathon.
Speaker: Und so kam es dann eben auch dazu, dass wir uns mit dem Thema Gravel beschäftigt haben.
Speaker: Ja, ist ja auch gerade in aller Munde und du hast mich dann ja auch angesprochen und da war ich auch mal zu Besuch.
Speaker: Ich bin das Rad am Regen 24 Stunden selber glaube ich schon dreimal jetzt gefahren.
Speaker: Bin auch das UC-Rend damals da gefahren, konnte das gewinnen.
Speaker: Also ich habe reichliche Erfahrung auf der Rennstrecke, aber wirklich auf der Rennstrecke und nicht daneben.
Speaker: Weil wir gerade bei Strecke sind, magst du uns mal kurz sagen, wie die Strecke aussieht?
Speaker: Also wo starten wir und wie ist der Verlauf?
Speaker: Die Strecke orientiert sich tatsächlich an dieser legendären Nürburgring-Nordschleife.
Speaker: Und wir fahren immer über die Rennstrecke, wenn es auch darum geht, um irgendwelche Landstraßen zu überqueren.
Speaker: Und ansonsten fahren wir auf Forst-, Wald- und Wiesenwegen um die Strecke herum.
Speaker: Und du kannst...
Speaker: Du riechst fast auf jedem Kilometer die Nähe dieser Rennstrecke.
Speaker: Und somit folgt die Gravelrunde auch der Runde bezüglich der Höhenmeter.
Speaker: Also es sind dann nicht nur 25 Kilometer, sondern eben auch 550 Höhenmeter.
Speaker: Und ja, das für mich faszinierende ist,
Speaker: Fängt eigentlich schon in der Stadt an.
Speaker: Wir haben ja insgesamt 10.000 Teilnehmer bei Rad am Ring und Großteil dieser Teilnehmer stehen dann auf der Start- und Ziellinie, wenn es am Samstag um die Mittagszeit losgeht.
Speaker: Und da stehen die Graveler mittendrin.
Speaker: Und also ich habe...
Speaker: Jetzt schon wieder Gänsehaut, wenn ich daran denke, du kannst es selber auch, hast es auch schon miterlebt, das ist schon ein sehr, sehr schöner Moment, dort auf die Strecke geschickt zu werden.
Speaker: Dann wird es ein bisschen härter, je nachdem, 25, 50 oder 100 Kilometer, aber auch dieses Wechselspiel von dieser Eifler Landschaft, durch die sich die Rennstrecke schlängelt, wo du mitten im
Speaker: grün bist und nur im grünen und dann plötzlich biegst um die Ecke und fährst auf eine Korrekturrenstrecke ein und links und rechts schirmen sich die Tribünen hoch oder das Boxengebäude.
Speaker: Der Asphalt wird plötzlich 14 Meter breit.
Speaker: Ich finde es schon so ein sehr, insgesamt so ein sehr geiles Ambiente.
Speaker: Ja und der sportliche Anspruch der Strecke, du bist ja schon mal abgefahren, da soll es vielleicht besser du was dazu sagen.
Speaker: Ja, also sportlich ist auf jeden Fall auf allen Ebenen anspruchsvoll.
Speaker: Wir haben ja darauf geachtet, auch bei der Streckengestaltung, dass wir die Waldwege aussuchen, die so einen gewissen Flow haben.
Speaker: Also man kann auch eine Geschwindigkeit aufbauen, auch eine Gleichmäßigkeit.
Speaker: Nichtsdestotrotz.
Speaker: gibt es immer mal wieder so kurze steile Stiche, wie natürlich auch der Nürburgring an sich ist, da ist es halt nicht flach und dementsprechend auch sehr anspruchsvoll.
Speaker: Aber ich finde es eine sehr harmonische, schöne, aber dennoch sehr anspruchsvolle Strecke.
Speaker: Und für mich ist es auf jeden Fall auch das Highlight, dass wir mehrmals auf die Grand Prix-Strecke kommen und auch das Finale vom Rennen einfach auf der Strecke bestreiten.
Speaker: Und auch mit den Leuten, wenn ich jetzt darüber geredet habe, finden das halt auch einen sehr interessanten Aspekt, dass man auch wirklich auf der Strecke unterwegs ist und nicht nur daneben.
Speaker: Von daher finde ich es einen sehr, sehr coolen Mix und freue mich da auch mega drauf.
Speaker: Ja, und wir hoffen einfach auch, dass von den Teilnehmern angenommen werden.
Speaker: Wir merken das ja, dass wir unter Rennradfahrern einen Sonderstatus in Deutschland genießen, weil es einfach eine einzigartige Strecke ist.
Speaker: Und wir haben jetzt bei der Grevelstrecke versucht, eben das Pfund, mit dem wir wuchern können, nämlich mit dem Nürburgring und mit dem Start- und Zielbereich, den du gerade angesprochen hast,
Speaker: damit für die Leute auch das Gravel-Rennen zum einzigartigen Erlebnis zu machen.
Speaker: Und ich bin gespannt auf das Feedback nach dem ersten Jahr.
Speaker: Ja, ich auch auf jeden Fall.
Speaker: Welche Distanzen gibt es denn?
Speaker: 25 Kilometer eine Runde, 50 Kilometer zwei Runden, da denkt man so ein bisschen an Reinschnuppern, einfach mal ausprobieren.
Speaker: Bei 50 Kilometer denkt man an Teilnehmer, die vielleicht hinterher noch vorhaben, in irgendeinem Vier- oder Achterteam die 24 Stunden mitzufahren und die, sagen wir mal, Sport-Titel.
Speaker: Sportive Disziplin wären dann vier Runden und insgesamt 100 Kilometer.
Speaker: Und da haben wir ja auch jetzt nicht nur dich als deutschen Meister am Start, sondern auch die Carolin Schiff als deutsche Meisterin.
Speaker: Also da wollen wir schon auch ein Ausrufezeichen setzen in unserem ersten Jahr.
Speaker: Und es gibt auch ein bisschen Preisgeld.
Speaker: Also da...
Speaker: Erhoffen und erwarten wir, dass wir einen gewissen sportlichen Reiz setzen können und sich das dann auch widerspiegelt in der Teilnehmerzahl, also nicht nur in der Breite, sondern auch in der Spitze.
Speaker: Ja genau, ich arbeite auch mit der Grut gerade so ein bisschen daran, ein gutes Feld zusammenzustellen.
Speaker: Rose Racing Zirke wird am Start sein, Jasper Ocolon aus den Niederlanden, auch international sehr bekannt.
Speaker: Von daher, wir hoffen, dass dann noch mehr Hochkaräter an den Start kommen und es ist interessant, wie du schon gesagt hast, es gibt Preisgeld und zwar für Frauen und Männer separat.
Speaker: ich sag's gerne mal auf, weil ich es auch sehr wichtig finde, einen sehr wichtigen Aspekt, gerade für uns, die das Thema professionell betreiben, 1.300 für den ersten Platz, für den zweiten Platz 600, für den dritten Platz 400 Euro, für den dritten Platz 400 Euro, für den vierten Platz 200 Euro, für den fünften Platz 100 Euro, jeweils für Frauen und Männer und das kann sich dann schon für einige lohnen, von daher, ja, wie gesagt, ihr müsst das 100 Kilometer Radrennen fahren, um halt diese Preise eben zu gewinnen, ja.
Speaker: Bis wann kann man sich anmelden?
Speaker: Wann ist Meldeschluss?
Speaker: Wir gehen mal davon aus, dass man sich vor Ort noch nachmelden kann.
Speaker: Warum gehen wir davon aus?
Speaker: Wir haben das Gesamte konzipiert auf eine Teilnehmerzahl, die locker 1.000 vertragen wird.
Speaker: Das glauben wir nicht, dass wir das im ersten Jahr erreichen werden.
Speaker: Also wenn wir irgendwo zwischen 300 und 500 liegen, dann klopfen wir uns auf die Schenkel.
Speaker: Das fänden wir schon mal geil.
Speaker: Also kann man sicherlich vor Ort noch nachmelden.
Speaker: Es gibt so verschiedene Anmelde-Eckwerte.
Speaker: Der eine ist der
Speaker: 30.
Speaker: April, bis dorthin gibt es einen Frühbuchrabatt und der Voranmeldezeitraum läuft bis 30.
Speaker: Juni und danach gibt es dann nur noch Vorderanmeldungen.
Speaker: Genau und das Rennen findet am 19.
Speaker: Juli statt und wie du schon gesagt hast, im Rahmen des normalen Rad am Rings, das heißt, man kann davor auch ein bisschen hinten auf der, ja Messe ist es ja nicht, wie nennt ihr das?
Speaker: Da sind ja auch ein paar Aussteller am Start.
Speaker: Ja, wir nennen das Expo, also wir haben
Speaker: Wir haben ein Gelände, ein Festivalgelände im Fahrerlager mit einer großen Bühne und einer Videowand und einem großen Catering-Bereich, wo sich in erster Linie die gesamten Teilnehmer wiederfinden.
Speaker: Und wir haben da schon einen recht ordentlichen Durchsatz, weil wir mit 10.000 Teilnehmern und sicherlich nochmal...
Speaker: eine ähnliche Anzahl von Begleitpersonen, doch relativ viele Leute da haben.
Speaker: Und dann sind Freitag und Samstag die 24-Stunden-Fahrer da, bevor es losgeht.
Speaker: Die Jedermänner haben dann Siegeirrungen am Samstagnachmittag.
Speaker: Es ist im Prinzip immer was los.
Speaker: Sonntagmorgen gibt es mal Tourenfahren, Samstagfrüh gibt es Tourenfahren.
Speaker: Die Messe befindet sich im Fahrerlager.
Speaker: Und ich würde mal sagen, jetzt erwischt ich mich kalt, aber auf 30, 40 Aussteller wird man schon kommen.
Speaker: Ja, da ist auf jeden Fall viel los.
Speaker: Also es lohnt sich auch nach eurem Wettkampf oder nach der Distanz, die ihr gewählt habt, noch dazu bleiben, euch das mal alles anzuschauen, auch die Fahrerlager, weil nicht nur das Fahrerlager selber, sondern auch rund um die Compry-Strecke sind überall Leute, die da halt selten ihre Base aufgebaut haben, um halt dieses 24-Stunden-Rennen zu fahren.
Speaker: Das ist wirklich sehr beeindruckend, das auch mal live zu sehen.
Speaker: Von daher gibt es da noch mehr zu tun, als in Anführungsstrichen nur das Gravel-Event zu tun.
Speaker: zu fahren.
Speaker: Und wir haben für euch auch noch einen 25% Rabattcode, der bis zum 31.03. gilt und zwar einfach meinen Nachnamen.
Speaker: V-O-S-S, alles groß geschrieben.
Speaker: Das gebt ihr ein bei dem Link, der in den Shownotes ist und dann könnt ihr euch ja wie gesagt bis zum 31.03. mit 25% anmelden und das auf allen Distanzen, also 25, 50 und 100 Kilometer.
Speaker: Exakt.
Speaker: Genau.
Speaker: Ich glaube, das waren alle wichtigen Eckdaten.
Speaker: Haben wir irgendwas vergessen?
Speaker: Ich würde mal sagen, nein.
Speaker: Nur vielleicht nochmal zu sagen, Freude auf den Nuppe kriegen.
Speaker: Einfach mal reinklicken, anmelden und reinschauen.
Speaker: Das auch noch, genau.
Speaker: Und dann hören wir uns bei der nächsten Folge.
Speaker: Ciao.
Speaker: Tschüss.






