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Buchbesprechung (1/3) - "Meister und Margarita" von Michail Bulgakow

Der Buchklub
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180 plays · Apr 1, 2024

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Speaker: Der Mensch überarbeitet sich im Verlauf seines Lebens selbst und verändert sich. Ihr unterstützt diese Umformung seiner Seele. Sehr wichtig ist nämlich die Produktion menschlicher Seelen und ihr seid Seeleningenieure. Deshalb trinken wir auf euch, ihr Schriftsteller.

Speaker: Wir machen uns hier Gedanken über Bücher, geben uns die größte Mühe und im Fernsehen klappt es. Sie wollen das auch nicht dazulernen. Sie wollen nichts dazulernen. Sie sind starrisch wie ein Esel manchmal. Sein Blick ist vom vorübergehenden Stäbe so müde geworden, dass er nichts mehr hält. Einmal ein gutes Buch. Nein. Wunderbar. Schreckliche, langweilige Geschichte.

Speaker: Das ist keine Literatur, das ist bestenfalls literarisches Fast -Fund. Ja, hallo und herzlich willkommen zum Buchclub, liebe Leute. Mein Name ist Igor und mit mir am Makrofon ist Josi. Hallo. Frohe Ostern.

Speaker: Frohe Ostern, oder wie wir in Russland auch sagen, Jesus ist wieder auferstanden. Was sagt ihr da? Jesus was gräßt. Ah ja. Götter. Ja, das sagen wir. Ähm ... Also Leute, Jesus ist wieder auferstanden. Und wir auch in dem Sinne. Ähm ... Wir sind froh, dass ihr da seid. Wir haben einiges vor. Wir haben so einiges vor. Aber bevor wir mit dem loslegen, was wir so vorhaben, einmal noch mal kurz die Erinnerung ...

Speaker: dass ihr sehr gerne uns Vorschläge für Bücher, die wir lesen und besprechen sollen, zusenden könnt. Momentan haben wir über Instagram da so eine Abstimmung oder ja, so eine Vorschlägesammlung. Und über Spotify doch auch, oder nicht? Genau, über Spotify am Laufen. Das heißt, ihr könnt jetzt bei Spotify .de dennoch eigentlich direkt, während ihr die Folge hört,

Speaker: ein Buch einsenden. Ich weiß allerdings nicht... Ein Tippen. Oder auch mehrere. Ja, genau. Ich werde das für diese aktuelle Folge einstellen, dann könnt ihr das einfach während ihr diese Folge hört machen. Genau. Genau. Und wenn euch das alles gefällt, was wir hier so fabrizieren, dann abonniert uns gerne, kommt auf unseren Discord -Server und so weiter und so fort. Und gebt uns gute Bewertungen. Genau. Und jetzt

Speaker: Eigentlich nicht so lange hier mit der eigenen Promo -Zeitverschwendung, denn wir haben einiges vor. Wir haben fast vor, haben wir. Okay. Josi, was haben wir vor? Ähm, ja, eigentlich dasselbe wie immer, nur, ähm... Du musst mich ein bisschen strukturieren. Weil dieses Buch, also wir reden heute über Meister und Margarita von Michael Bulgakov. Afanasjevic Bulgakov. Okay, also der auf jeden Fall.

Speaker: Ähm, das ist ja doch sehr lang. Und sehr, ähm, vielschichtig. Ja, ich glaub, die Länge ist gar nicht das größte Problem. Ja, das stimmt, ja. Ähm, der russische Faust wird es auch genannt. Jedenfalls werden wir auf jeden Fall ... Wir planen immer, drei Folgen daraus zu machen. Und die heutige wird vor allem Zusammenfassung, Hintergrund zu Bulgarkov und ... ein paar ...

Speaker: Osterlich, sagt man Osterlich oder Oesterlich? Osterlich. Oster thematische Gedanken zu diesem Werk sein. Also wir wollen uns ein bisschen auf Jesus und seine mögliche Auferstehung vor dem Hintergrund dieses Buches beziehen. Richtig, das ist die Idee.

Speaker: Genau, also wir haben im Vorfeld ein bisschen drüber gesprochen und gemerkt, dass das Buch so viel Gesprächsstoff bietet, dass wir entweder quasi das so alles durchrushen könnten,

Speaker: Aber das wird dem Buch irgendwie nicht gerecht und auch nicht Josies Anstrengung, das zu lesen, weil Josie hat das Buch ja ungefähr, wie lange gelesen, Josie? Acht Wochen oder so? Nee, ihr wisst ja, wann die letzte Folge war. Genau, so lange hat Josie das Buch gelesen. Nee, das waren nur vier Wochen tatsächlich, das war gar nicht so lange.

Speaker: Ja, nee, und wir wollen einfach da nicht irgendwie durchhetzen und ganz viel dann abschneiden. Es gibt viel zu besprechen. Ich habe mir, wie gesagt, der russische Faust, dementsprechend habe ich mir einiges an Sekundärliteratur, an Russische auch reingezogen. Und Leute, beim Mansplain ist es ja so, wenn man halt schon irgendwas weiß, ne, und das unter schwersten Schmerzen auch irgendwie das Wissen erworben hat.

Speaker: Da muss man das ja auch der Welt erklären. Ja. So, und das will ich mir nicht nehmen lassen. Vor allem, wenn man Lehrer ist und gerade zwei Wochen Ferien hatte. Oh, ihr habt so viel zu erklären. Ja, nein, also jedenfalls, genau, wir fangen heute ganz gediegen an. Und das heißt, diejenigen von euch, die das Buch nicht gelesen oder noch nicht gelesen haben,

Speaker: Ja, also Josie wird es gleich spoilern, weil sie es gleich zusammenfassen wird kurz, bevor wir dann ... Bevor wir dann über Bulgarkov sprechen und das Osterthema dann quasi so als Eintritt in das Werk machen. Und die weiteren Dinge werden wir dann in den folgenden Folgen machen. Fangen wir also wahrscheinlich erst mal mit der Zusammenfassung an.

Speaker: Mit Leuten sprechen wir über Meister und Margarita. Was für dieses ... Ja. Ah, bevor wir das tun. Ja. Das Zitat. Ich dachte, das machen wir danach. Ich würd sagen, es ist von Stalin. Korrekt. Ähm ...

Speaker: Also ein mysteriöser Ausländer namens Wuland taucht in Moskau auf, sitzt am Patriarchenteich eines Frühlingstages und diskutiert mit Berlioz, der ist Redakteur und Vorsitzender der Schriftstellervereinigung Masolid, und dem Erfolgsdichter Bisdomny, beides Atheisten. Natürlich. Sie diskutieren über die Existenz von Jesus, Gott und dem Teufel.

Speaker: Dabei erzählt Wohland ihnen vom Tag von Jesus, also eigentlich Jeshua Hanosries Hinrichtung und zwar aus Sicht von Pontius Pilatus. Außerdem sagt der Berlioz nebenbei seinen nahen Tod voraus, mit so ein paar Details auch zur Todesursache. Also als Konter zum Atheismus auch, ne?

Speaker: Ich weiß nicht, das kommt einfach irgendwie so zur Sprache, so nebenbei. Als Berlioz dann tatsächlich wenig später von einer Tram überfahren wird, will Bess Domny, also der Dichter, Wuland und seine inzwischen aufgetauchten Kumpanen, nämlich den ehemaligen Kirchenchorleiter im karierten Anzug, der später als Korofiev

Speaker: oder Fargott oder auch der Chevalier eingeführt wird und einen aufrechtgehenden schwarzen Karton, später Behemoth genannt, zur Rechenschaft ziehen. Die beiden entziehen, also die entziehen sich ihm aber, also er verfolgt sie durch ganz Moskau. Die Jagd endet im Haus Grybo -Yedov. Das ist der Sitz der Masolit, also dieser Schriftstellervereinigung, wo er auch Mitglied ist. Und von da aus wird er dann direkt eigentlich in die Psychiatrie eingeliefert.

Speaker: Währenddessen Wohland und sein Gefolge, zu denen auch noch die stets nackte rotharige Frau namens Gela und ein kleiner rothariger Schläger namens Azzazello gehören, nisten sich in der Wohnung des Varieté -Direktors Lichod... Wie heißt der? Ich glaube, ich habe mich hier geschrieben. Da fehlt in Buchstabe diese ganzen russischen Wörter. Nicht Licht -DF, sondern LichodF oder so? LichodF. Ja, LichodF, ja.

Speaker: Genau, bei dem nisten sie sich ein, der ist verkatert und sie haben ihn irgendwie überrumpelt. Jedenfalls veranlassen sie ihn auch noch, dass sie am Abend im Varieté auftreten können und danach teleportieren sie ihn nach Yalta. Warte ganz kurz, vielleicht, also wichtig, Licha Delf wohnt ja quasi in einer WG. Mit Berlioz, genau.

Speaker: Genau, also sie übernehmen die Wohnung, also eigentlich nichtstens sich halt bei Berlioz ein, aber weil das halt auch ein bisschen nervig ist, so ein WG -Leben, jeder, der schon mal studiert hat, der weiß das, teleportieren sie den anderen WG -Mitbewohner, der auch noch ein Schnapskop ist, nach Yalta, also dann ist er weg. Genau. Yalta am Schwarzen Meer, also der ist ganz weit weg.

Speaker: Genau. Dann kommt der Vorsitzende der Mietervereinigung, Bossoy, also von diesem Haus, und will sie rausschmeißen. Sie bestechen ihn allerdings, verraten ihn dann bei der Miliz und er wird wegen die Wiesenbesitzes verhaftet und in die Psychiatrie eingewiesen.

Speaker: Also, er hat Dollars, ja? In der Zeit, in der Sowjetunion ist das ein großes Problem, äh, quasi Fremdwährung, ausländische Fremdwährung zu hamstern. Ja. Wobei er eigentlich Rubel angenommen hat. Die haben sich dann später in Dollars verwandelt. Sie haben ihn verarscht. Also, muss man zu seiner Ehre sagen. Zu seiner Ehrenwahrung. Zu welcher Ehre auch immer da noch übrig ist. Ich bin mir nicht so sicher, ob der das wirklich für sich verwenden wollte. Jedenfalls.

Speaker: Während der Vorstellung im Varieté, am Abend, wird dann der Ansager Bengalski, dem wird der Kopf abgetrennt und wieder aufgesetzt. Also das machen die irgendwie und der landet ebenfalls in der Psychiatrie. Außerdem regnen zehn Rübelscheine von der Decke, die sich später als wertlose Papierfetzen entpuppen, also sich darin zurückverwandeln, was natürlich zu einem ziemlichen Chaos und Betrügereien oder sowas in der Art führt, auf jeden Fall.

Speaker: zu, wir haben sehr viele Leute, ziemliche Verluste dadurch. Die Gäste dürfen außerdem ihre alten Klamotten für neue Pariser Mode eintauschen. Das machen natürlich vor allem Frauen, aber auch Männer. Und naja, diese Kleider lösen sich ebenfalls nach der Vorlesung, nach der Vorstellung auf, sodass die dann nackt draußen rumlaufen. Also auch wieder ziemliches Chaos, ein ziemlicher Skandal.

Speaker: Die verbliebenen Varieté -Funktionäre, also der eine ist ja jetzt in Yalta, die verschwinden nacheinander. Wichtig ist, diese Show, die kommt sehr gut an, denn am nächsten Tag reicht die Schlange quasi um mehrere Häuserblocks. Die Moskauer haben davon gehört und wollen natürlich Woland sehen.

Speaker: Weil die Moskau der 30er Jahre, auch der Stalin -Zeit, tagsüber ist es quasi strahlender Kommunismus, abends ist es Bohem und Party.

Speaker: Und die Aussicht quasi der nackte Frauen und regnernde Geldscheine und so weiter, das gefällt den Leuten. Leider bleibt's bei der einmaligen Vorstellung. Ja, das Varietier wird natürlich geschlossen, davon abgesehen hat Wuland aber auch gar keinen Bock auf eine zweite Vorstellung. Nee, die Moskau sind alle für mich. Die sind aber alle verdorben von der Wohnungsfrage. Stellt er fest. Mehrfach. Von der Wohnungsfrage?

Speaker: Ja, das sagt er im Russischen immer wieder. Heißt das im Deutschen anders? Also, die Wohnungsfrage ist ein großes Problem, ne? Wohnungen. Ja, das wird schon deutlich. Aber dieser Begriffchen hab ich jetzt so nicht im Kopf. Okay. Also, der Administrator des Varieté, Varenucha, wird verprügelt und dann zum Vampir gemacht von Wulans Gang.

Speaker: Und der Finanzdirektor Rimsky, und er wird dann als Vampir auf Finanzdirektor Rimsky angesetzt, zusammen mit Geller. Sie wollen ihn eigentlich töten oder was auch immer, aber stattdessen, es scheitert ein bisschen, sie vertreiben ihn stattdessen nach Leningrad.

Speaker: Kuroviev und Behemoth, also aus der Wohland -Klicke, treiben dann noch einige weitere Scherze, die verschiedene Personen in die Psychiatrie bringen, auf die ich jetzt nicht weiter eingehen will. Ist Domny, der Dichter, der ist ja in der Psychiatrie, erholt sich langsam und bekommt Besuch von seinem Nachbarinsassen, der sich der Meister nennt, weil er ein Roman verfasst hat, also

Speaker: Jedenfalls erzählt Bess Domny dem die Geschichte, was da passiert ist mit Berlioz. Und der Meister erklärt ihm daraufhin ja offensichtlich, hast du ja den Teufel getroffen, wie soll das sonst sein? Sind doch alle Zeichen, ist doch offensichtlich. Der Meister erzählt ihm auch seine eigene Geschichte. Er hatte nämlich eine Geliebte namens Margarita, mit der er in einer Kellerwohnung gelebt hat, mehr oder weniger, und da einen Roman geschrieben hat, eben über die Hinrichtung von Jeshua.

Speaker: Hanosri, also Jesus, und zwar aus der Sicht von Pontius Pilatus. Der Roman wurde von den Kritikern, also bevor er überhaupt gedruckt werden konnte, von der Kritik verrissen, weil er gegen den Zeitgeist verstößt und ein bisschen gegen den Atheistischen, wurde natürlich nie veröffentlicht und er wurde verungelimpft, am heftigsten von einem Kritiker namens Latunski.

Speaker: Er hat es dann hat sehr verbittert geworden, hat das Manuskript verbrannt und ist letztendlich dann auch in einer Psychiatrie gelandet, wovon Margarita allerdings nichts weiß. Sie weiß noch nicht mal, ob er tot oder lebendig ist. Aber er hofft, dass sie ihn inzwischen vergessen hat.

Speaker: Aus dem Roman über Pontius Pilatus, der da das erste Mal erwähnt wird, kamen zu dem Zeitpunkt schon mehrere Ausschnitte. Aber die Geschichte werd ich am Ende noch mal kurz zusammenfassen. Damit's klar ist, das ist ein Roman im Roman. Genau. Es fängt an bei Woland. Als Woland anfängt von Pontius Pilatus, bei den Patriarchenteichen zu erzählen, da quasi taucht zum ersten Mal dieser Roman im Roman auf. Was man da aber noch nicht weiß, dass es aus einem Roman sein soll.

Speaker: Nee, genau, aber da wechseln sich dann diese Kapitel. Also locker 30 Prozent des Buches ist ja in Jerusalem spät. Oder? Ja, mehr würde ich aber nicht sagen. Also so viel ist das jetzt auch nicht. Aber genug, ja. Margarita lebt weiter bei ihrem nichts ahnenden Ehemann, erfahren wir dann. Ist aber suizidal, weil der Meister eben weg ist und sie nicht weiß, was mit ihm ist.

Speaker: Azzazello, also der Schläger aus der Truppe von Wuland, sucht sie aus und lädt sie ein, zu einem Ausländer zu kommen, der sie einlädt und suggeriert, dass der Meister noch lebt und sie ihn auf diese Weise irgendwie wiederfinden kann. Sie ist dann, als sie das erfährt, Feuer und Flamme. Also zu einem Ball, zu einem Ausländer, zu einer Abendveranstaltung. Ich weiß nicht, ob er das da schon war. Auf jeden Fall, ja, genau.

Speaker: Die sagt zu, bekommt von ihm so eine seltsame Creme, beschmiert sich damit dann um Mitternacht nach seiner Anweisung und wird dann auch angerufen. Diese Creme verjüngt sie und macht sie schwerelos und nach Wunsch auch unsichtbar kurz zur Hexe. Und ja, sie kriegt dann diesen Anruf um Mitternacht, also Atazello sagt, sie soll jetzt losfliegen und dann fliegt sie los durchs Fenster auf einem Schrubber.

Speaker: in Richtung Wohlland, also zu dieser Party. Ihr folgt ihr Hausmädchen Natascha, das auch diese Creme benutzt, die Margarita zurückgelassen hat. Die beiden verstehen sich sehr gut. Und zwar auf einem fliegenden Schwein, in das sie den zudringlichen Nachbarn Nikolaj Ivanovich verwandelt hat. Ein Mastschwein. Ja, und interessanterweise sind Margarita und Natascha beide nackt in diesem Hexenzustand.

Speaker: Margarita fliegt einen Umweg und rendaliert in der Wohnung des Kritikers Latunsky, wo sie zufällig vorbeikommt. Die befindet sich im Haus der Dramaturgen, im Dramaturgen und Literatenhaus, ein sehr luxuriöses Gebäude.

Speaker: Sie randaliert dann auch im ganzen Haus, schlägt da überall von außen, fliegt sie vorbei und schmeißt die Scheiben ein, bis sie einen vierjährigen Jungen trifft, den sie verängstigt hat und den sie dann beruhigt. Dann fliegt sie zu Wohland. Da erfährt sie, dass sie königlichen Geblutes ist und dass ihre Aufgabe darin besteht, dass sie die Gastgeberin beim Satansball, beim Alljährlichen sein soll.

Speaker: Ihre Aufgabe besteht darin, nackt unzählige Gäste zu begrüßen. Untot sind die, das merkt man dann ziemlich schnell. Und ja, es sind allesamt irgendwie Sünder und Verbrecher, sehr viele unglückliche Kreaturen. Und sie muss sich von ihnen das Knie küssen lassen zur Begrüßung.

Speaker: Das macht sie dann auch, ist ziemlich anstrengend. Einen besonderen Eindruck macht auf sie Frieda. Das ist eine Frau, die ihr Neugeborenes, das aus einer Vergewaltigung entstanden ist, tötet bei der Geburt und seitdem jeden Morgen, also jetzt als Tote, also jeden Morgen auf ihrem Nachttisch das Tuch findet, mit dem sie das Kind erstickt hat.

Speaker: Ähm, außerdem wird ein einziger Lebender eingeladen zu diesem Ball, nämlich der Baron Meigel. Das ist ein Spitzel, der hat versucht, Volan zu bespitzeln und der wird dann da auf der Party ermordet durch Abaddon direkt, Abaddon, Abaddon den Todesengel, der ihn einmal anguckt und dann ist er tot. Ähm, nach dem Ball darf

Speaker: darf Margarita dann von Wuland einen Dienst verlangen. Anstatt aber direkt nach dem Meister zu verlangen, wünscht sie, dass Frieda das Tuch nicht mehr auf den Nachttisch bekommen möge. Es stellt sich heraus, dass es ein Wunsch, den sie selber ihr gewähren kann, weil sie offenbar diesen Status hat als Satans Königin der Nacht oder was auch immer. Das tut sie dann. Und Wuland sagt ihr dann, okay, dann darf sie dir noch mal was Richtiges wünschen, wo ich auch was für machen muss, weil er sehr nett ist offenbar.

Speaker: Sie wünscht sich dann den Meister her. Der erscheint als so eine Art Gespenst, ist ein gebrochener Mann, aber trotzdem ist Margarita natürlich überglücklich, ihn zu sehen. Den beiden wird dann gewährt, dass sie wieder zurück in ihre alte Kellerwohnung zurückkehren dürfen, nachdem der gegenwärtige Mieter Mogaric, der den Meister denunziert hat, um diese Wohnung zu bekommen, da ausquartiert wird.

Speaker: Außerdem, interessant, händigt Wohland ihnen das unversehrte Roman -Manuskript aus, worüber sie offenbar verfügen. Offenbar brennen Manuskripte nicht, sondern sie gelangen, wenn sie verbrannt werden, direkt zum Teufel. Bücher verbrennen nicht. Ja, Manuskripte brennen nicht, ist der Spruch im Deutschen. Wieder in der Wohnung. Liest Margerite überglücklich den Roman. Nochmal, da bekommen wir quasi den Rest.

Speaker: der Geschichte von Pontius Pilatus. Kuroviev und Behemoth machen zum letzten Mal Moskau unsicher, indem sie in einem Luxuskaufhaus und in dem exklusiven Restaurant der Masolite, also der Schriftstellervereinigung, aufkreuzen und letztendlich beide im Brand stecken. Der Leiter des Restaurants Archibald Archibaldowitsch erkennt beide als Gefolge des Teufels und es deshalb besonders zuvorkommt und

Speaker: In interessanter Charakter, über die ich noch mal reden würde, wollen würde. Azzazello besucht Margarita und den Meister noch einmal und zwar ist er mit dem Auftrag da, die beiden zu vergiften und wieder auferstehen zu lassen. Es ist nämlich so, dass Wohland und Jeshua Hanosri beratschlagt haben, also nicht direkt, aber über Mittelsmänner, was jetzt mit den beiden passieren soll und haben sich darauf geeinigt, dass sie

Speaker: Ruhe, also dass der Meister vor allem jetzt Ruhe braucht und nicht zu Hanosri kommen soll, aber... Also jedenfalls haben die das irgendwie ausgemacht, was mit dem passieren soll. Jetzt hab ich mich hier, jetzt weiß ich nicht mehr, wo ich bin. Also die beiden werden vergiftet und genau, dann reiten sie, also fliegen irgendwie mit dem ganzen Satans Gefolge an einen besseren Ort, wo der Meister, also wo die dann im Haus leben und

Speaker: der Reitmeister also in Ruhe haben soll. Jetzt zu der Ebene des Romans Pontius Pilatus, das ist nicht ganz so viel. Also der Starthalter Pontius Pilatus hat schlimme Migräne, als ihm Hanosri vorgeführt wird, damit er das Todesurteil bestätigt. Durch Blickkontakt mit Hanosri verschwinden seine Schmerzen.

Speaker: Und er würde ihn daraufhin eigentlich gerne verschoren und merkt auch, dass mit ihm irgendwas besonders ist, bietet ihm mehrere Hintertürchen an, wie er da rauskommen kann aus dieser Anklage. Aber Hanosri, ob jetzt aus Blödheit oder aus Ausrichtigkeit, weiß man nicht so genau, lehnt das alles ab.

Speaker: Daraufhin muss er ihn zum Trude verurteilen. Auch Pilatus versucht danach, den hohen Priester Kaifas zu überzeugen, für die traditionelle Begnadigung zum Passafest Harnosri auszuwählen, scheitern. Es ist auch klar, dass der Palast, also Kaifas, der Kleros Harnosri tot sehen will. Das sind nämlich jetzt letztendlich auch die, die Judas überhaupt bezahlt haben, dafür, dass er ihn verraten hat.

Speaker: Pilatus trägt seinem Geheimdienstchef Afranius auf, die Hinrichtung genau zu verfolgen und Hannosries Qualen auch zu begrenzen. Der berichtet ihm danach, dass die letzten Worte von Hannosri gewesen sein sollen. Eines der größten menschlichen Laster ist die Feigheit. Allerdings muss ich sagen, sein Bericht erscheint mir nicht ganz zuverlässig insgesamt. Später beauftragt Pilatus ihn,

Speaker: Judas aus Kyriath, also den Verräter von Hanosri, ermorden zu lassen und einen großen Skandal aus dieser Sache zu machen. Also dieses Geld, dieses Bestechungsgeld an den Tempel zurückzuschicken. Mit einem Kommentar, sodass sie eben wissen, dass er bestochen wurde und außerdem ordnet Pilatus die Bestattung von Hanosri an.

Speaker: Levi -Mathäus ist auch dabei, also bei der Bestattung, und da ist eine treue, ja, ist Hannes -Riem immer noch treuer geben. Pilatus bietet Matthäus eine Anstellung in seiner Bibliothek, an die er aber ablehnt. Und am Ende der Geschichte von Meister und Margarita, also da, wo sie dann, also wieder die, echt die obere, die eigentliche Zeitebene, 30er Jahre, wo sie dann

Speaker: Auf dem letzten Weg da zu ihrer Ruhe, also zu dem Ort, wo sie dann leben werden, sind da, werden sie zu Pontius Pilatus geführt, der da nämlich sitzt seit 2000 Jahren, er blindet inzwischen und es endlich auf Verliebung wartet. Und damit seine Geschichte, damit der Meister seine Geschichte, sein Roman zu Ende schreiben kann und damit eben auch Pilatus seine Ruhe findet, muss der Meister ihn freisprechen, was er dann tut. Und Pontius Pilatus geht

Speaker: Das wird dann so schön beschrieben. Eine Mond in der Treppe hoch, zusammen mit seinem Hund, also steigt vermutlich in den Himmel auf, zusammen mit seinem treuen Hund Banga. Und Jeshua wartet oben auf ihn. Und das ist das Ende.

Speaker: Und das war die kurze Zusammenfassung, liebe Leute. Okay. Ja, normalerweise fasst sich Josie immer lang, aber in diesem Fall, also unnötig lang, aber in diesem Fall geht das wirklich nicht anders.

Speaker: Josi hat das sehr, sehr gut zusammengefasst. Dieses sehr umfangreiche Buch ... lässt sich, glaub ich, nicht kürzer zusammenfassen. Ich werd versuchen, mich ein bisschen kürzer zu fassen. Ich glaub ... aber dass es wirklich wichtig ist, bei diesem Buch auch etwas über den Autor zu wissen. Also, Michael Afanasjewitsch Bulgakov ... einer ...

Speaker: der komischerweise in der westlichen Welt nicht so bekannten russischen Schriftsteller wie Dostoevsky und Tolstoy zum Beispiel, aber in Russland quasi vielleicht, also auf jeden Fall populärer ist Dostoevsky, vielleicht so populär wie Tolstoy, vielleicht populärer. Also der Romanmeister und Margarita,

Speaker: Das ist quasi eines der wenigen Bücher, das in der Schule gelesen wird von Schülerinnen und Schülern in Russland, die das vielleicht sogar dann nochmal im Erwachsenenleben lesen und mögen. Ja, also es ist ein Buch, das unfassbar

Speaker: populär ist und nach wie vor populär ist. Sehr, sehr viele Zitate aus dem Buch sind quasi in die russische Alltagssprache übergegangen. Also, Bulgakov und sehr, sehr

Speaker: wichtiger einfach Schriftsteller für Russland. Geboren 1891 in Kiev im russischen Imperium oder russisches Saarenreich damals in eine wohlhabende Familie, Professoren, Vater, Theologe, Mutter, Gymnasiallehrerin und damaliges Gymnasium, also 19. Jahrhundert Gymnasium in Kiev heißt halt vom Niveau

Speaker: ungefähr so wie eine durchschnittliche deutsche Universität heute. Sieben Geschwister, sehr bürgerliche Kindheit. Alles im Gegensatz zu vielen anderen russischen Schriftstellern. Er hatte es zumindest in der Kindheit nicht wirklich schwer und nicht hart. Dafür später auch noch mehr. Der Vater stirbt relativ früh, 1907. Bulgakov ist 16. Und Bulgakov beginnt Medizin zu studieren. Sein Onkel ist nämlich ein sehr berühmter Moskauer Gynäkologe.

Speaker: und möglicherweise Prototyp für die Koryphäe in der Psychiatrie im Roman Meister und Margarita. Dr. Stravinsky. Genau. Bulgakov beginnt also wahrscheinlich auch ein bisschen auf Anraten des Onkels mit der Medizin. Ist leider kein guter Schüler und kein guter Student. So richtig interessant findet er das alles nicht.

Speaker: schwänzt oft. Über Familienereignisse lernt er seine erste Frau kennen, Tatjana Dajsa, von ihm später genannt, aus Saratov, eine wohlhabende

Speaker: Tochter aus einer Familien, also aus einer wohlhabenden Familie. Beide Familien sind sehr, sehr unglücklich über die Heirat. Die finden das gar nicht gut, dass das passiert. Also der Junge Michael und Dacia passen eigentlich ganz gut zusammen.

Speaker: Leben recht ausufernd, also vor allem von Bulgakov angetrieben. Das Geld, das Taicher von ihrem Vater für das Hochzeitskleid bekommt, verprassen die beiden zum Beispiel und heiraten dann einfach in irgendwelchen Schmorderklamotten, die sie so haben. Während der Hochzeit noch quasi auf dem Traualtar machen sie halt Witze, lachen laut rum und beschäben halt quasi die ganze

Speaker: anwesende Hochzeitsgesellschaft, ist ihnen aber scheißegal. Die Ehe ist eine sehr, sehr glückliche Zeit für Bulgakov. Teicher passt sogar ein bisschen darauf auf, dass er zur Uni geht, wird ein besserer Schüler, fängt an weniger zu schwänzen. Student meinst du? Student, genau. Gut, Bulgakov ist

Speaker: Ähm, ein Weißer. Ja? Das bedeutet, er ist ein Bürgerlicher. Er kann mit dem Kommunismus nichts anfangen. Und ... Also, Weiß meinst du jetzt politisch. Ja, und im, genau, im Russland ... teilt sich dann ... Du meinst nicht, der ist ein alter Weißer Mann. Nee, er ist kein alter Weißer Mann. Er ist auch ein alter Weißer Mann, aber damals ... Damals noch nicht alt. Damals gab's noch keine anderen.

Speaker: Männer. Ähm, zumindest nicht im russischen Sand. Ja, doch, Uskar Pushkin. Stimmt, aber Pushkin war ja auch ein alter, weißer Mann. Pushkin war doch nicht weiß. Pushkin war ein bisschen mulattig. Egal, darum geht's jetzt nicht. Pushkin war ja der erste Rapper, sag ich immer. Egal. Ähm ... Warte mal, jetzt hast du mich verwirrt. Ah, ja. Bulgakov und Taissia dienen beide an der Front. Bulgakov meldet sich freiwillig für den Ersten Weltkrieg.

Speaker: Und zwar möchte er auf einem U -Boot arbeiten.

Speaker: Das möchte aber sonst niemand, dass er auf einem U -Boot arbeitet, deswegen wird ihm das verweigert. Schade auch. Also, das ist auch ein bisschen komisch, er war halt auch nicht irgendwie Marineoffizier. Das war einfach geil, er wollte aufm U -Boot. Darf er nicht? Stattdessen darf er in einem Feldlazarett arbeiten. Dacia kommt mit. Sie ist eine Krankenschwester. Das ist insgesamt eine sehr schlimme und prägende Zeit für beide. Bulgakov ist hauptsächlich damit beschäftigt,

Speaker: Gliedmaßen abzusägen. Und da ist das hauptsächlich damit beschäftigt, die Menschen festzuhalten, weil es keine Betäubung gibt, damit die Gliedmaßen abgesägt werden können. Sie schreibt sie später in ihr Tagebuch, die ersten Male eigentlich immer in Ohnmacht. Gewöhnt sich aber später darin an diese Arbeit. Nach dem Krieg ... Nach dem Krieg ist quasi Bürgerkrieg. Nach dem Krieg ist vor dem Krieg.

Speaker: Bulgakov schließt sich der Weißen Armee an, eben gegen die Revolution. Nachdem die Weiße Armee geschlagen ist, steckt Bulgakov mit Tacha fest, ich glaube in Vladikavkaz. Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ist aber auch nicht so wichtig.

Speaker: Eigentlich eine ziemlich aussichtslose Lage, als weiße quasi Konterrevolutionäre in einer Stadt festzustecken, die gerade von den Roten erobert wurde. Die beiden aber, wie gesagt, sind ziemlich cool drauf. Also gehen Sie zu einem sehr hohen roten Funktionär und sagen, so, quasi haben wir hier, ne, quasi, Kamerad, haben wir hier schon einen Kulturbetrieb im Sowjetischen.

Speaker: Und er sagt, was? Ja, dann machen wir den jetzt so. Und er sagt, ok. Und somit werden sie sowjetische Kulturschaffende aus Eigeninitiative. Bulgakov schreibt Theaterstücke. Laut eigener Aussage, miserable Theaterstücke für Idioten.

Speaker: Von der Kritik unfassbar gefeiert. Also er schreibt pro -Sovietische, pro -kommunistische Dinge, die er selber absolut lächerlich und beschissen findet, und verkauft die. Zitat da, Idioten sind die Leute, die Geld für dieses Theaterstück bezahlen. Und Idioten wären wir, wenn wir das nicht verkaufen würden.

Speaker: Ähm ... Ein sehr pragmatischer Ansatz. Ja. Also, Bulgakov ist relativ unglücklich mit der Sowjetunion. Und möchte eigentlich auch unbedingt weg. Seine Geschwister sind zu größten Teilen geflohen. Er unternimmt einen ernsthaften Versuch, die Route zu nehmen, die viele genommen haben. Über Tbilisi in Georgien möchte er nach Konstantinopel, also in die Türkei fliehen. Um von dort aus dann irgendwo hin auszuschwärmen. Frankreich, Amerika, Deutschland, wo auch immer.

Speaker: Vielleicht eine interessante Parallele zu heute. Also die Migrationsbewegung über die Türkei in Russland. Genau, das waren die damaligen sogenannten Philosophenschiffe, die damals ausschwärmten. Bulgakov schafft es aber jedenfalls nicht, einen Kapitän zu bestechen, um ihn mitzunehmen, und somit landet er in Moskau. Lebt ... sehr arm ... mit Dacia.

Speaker: In einer Kommunalwohnung, also in einer WG. Übrigens, in der großen Gartenstraße 10, Wohnung Nummer 50. Josi. Aber ist nicht die Wohnung, wo Wohlanthausgartenstraße 302? Nein, es müsste Gartenstraße 10, Wohnung Nummer 50 sein. Ich verstehe nicht genau, wie die Straßen nummeriert sind, aber da ist irgendwas mit Block B.

Speaker: Ja. Also, jedenfalls, das ist die Wohnung aus dem Roman. Punkt. Hier, hier, Gartenstraße, Haus Nummer 302. Block B, vielleicht fehlt mir hier die Hausnummer. Ich weiß nicht, ich dachte ... Wohnung Nummer 50, Gartenstraße 10. Ja, Wohnung Nummer 50 auf jeden Fall. Das ist ... also, das ist eine reale Wohnung in Moskau. Dort hat er gelebt, dort spielt das im Roman.

Speaker: waren, ähm, also heute sind da irgendwelche Schilderchen und so weiter. Früher, in Sowjetzeiten, waren da sehr, sehr viele Graffitis an den Häusern. Und da standen dann so Dinge wie, Wohland, komm zurück, Wohland, wir warten auf dich und so weiter. Ähm, Kater wurden überall hingemalt. Ja, Bulgakov wohnt dort, wohnt sehr schlecht. Ähm, der Hausverwalter ist ein korrupter Arsch. Oh. Die Nachbarn sind alle Denunzianten. Oh. Ha.

Speaker: Erinnert an irgendwas. Jedenfalls fängt er an, langsam seine Dinge zu publizieren. Und sein erstes richtiges Theaterstück ... schreibt er dort mit, äh, unter Zuhilfenahme von Taisha, in dem Manuskript steht, gewidmet ... äh, meiner Frau Taisha. Das ... es wird gedruckt. Doch dort, in der Druckausgabe, steht dann, gewidmet ...

Speaker: an Lyubov. Das ist nicht der Name von Teicher. Wer ist der Lyubov? Teicher schleudert das Manuskript bzw. das Buch Bulgakov ins Gesicht.

Speaker: Luk Bolfi ist nämlich die zweite Ehefrau von Bulgarkos. Was? Er verliebt sich ... quasi in eine andere. Ähm ... grade dann ungefähr als die schlimmste Zeit, die ja quasi so in etwa 15 Jahre ging, vorbei ist. Das ist nicht ... Ähm ...

Speaker: endet diese Ehe mit Taisha und Lyubov wird seine neue Frau. Was ich vergessen hab zu erwähnen, was vielleicht sehr wichtig ist, also man hat vielleicht schon gehört, dass Taisha mit ihm durch jede Scheiße gegangen ist. Eine große Scheiße hat aber noch in meiner Aufzählung gefehlt, nachdem Bulgakov mit ihr in der Weißen Armee also Körperteile abgetrennt und gedient hat.

Speaker: wird er von diesem Feldlazarett als Arzt in ein Dorf verlegt. Das ist noch schlimmer als die Arbeit im Lazarett für Bulgakov. Er hasst das Dorfleben. Er hasst Bauern. Und das ist die schlimmste und schwerste Zeit für ihn seines Lebens. Bauern sind entgegen quasi der romantischen Vorstellung ...

Speaker: oft einfach ungebildete, zum Teil niederträchtige Menschen, die auch die Stadtleute hassen. Bulgakov wird zum Beispiel von einem Verwandten, den er gerade ... Also, von einem Verwandten.

Speaker: dessen Verwandten er gerade operiert, mit einem Messer bedroht, sollte er die Operation fehlschlagen. Und solche Dinge passieren in dieser Zeit, in der er dort als Arzt arbeitet. Als er eine schwere Krankheit hat, betäubt er sich fachgerecht mit Morphium.

Speaker: gegen die Schmerzen. Das ist normal, das ist in Ordnung. Nur ist Morphium eine sehr, sehr leckere Sache. Und Bulgakov wird Morphium -süchtig. Ich weiß nicht, ich hab das so ... Zu der Zeit ... Ich hab noch nie Morphium gekriegt. Zu der Zeit ist es sehr, sehr einfach, Morphium -süchtig zu werden, zumal als Arzt. Morphium ist frei verkäuflich in Apotheken.

Speaker: Ähm, und für Ärzte sowieso zugänglich. Gibt da so Untersuchungen. Man geht so auch davon aus, dass Ärzte in Europa derzeit so in etwa ... Ja, so bis zu 40 Prozent wird geschätzt, dass da Leute morphiumsüchtig waren. Es war einfach zu einfach und zu zugänglich. So, Bulgakov jedenfalls ist nach einem Jahr Morphiumsucht an der Grenze quasi zum Tod. Man erkennt ihn nicht mehr wieder, er ist abgemagert.

Speaker: Wenn ihr diese Arztgeschichten geguckt habt, dann...

Speaker: kriegt ihr wahrscheinlich eine ungefähre Vorstellung davon, oder? Genau, Bulgakov schreibt später darüber in seinen Arztgeschichten. Und in der, ähm ... Das war Netflix -Verfilmung, ne? Ja, und in der Novelle Morphium. Ähm ... Als er zurück, also nach dieser Dorfepisode nach Kiew kommt, ist natürlich für alle zu sehen, in was für einem Zustand der ist.

Speaker: Und sein ... Ich glaube, das ist der Onkel, immer noch dieser Mediziner, mit Dachscher zusammen, versuchen und schaffen es tatsächlich, also es ist vor allem Dachschers Plan, schaffen es, Bulgakov vom Morphium runterzukriegen. Und zwar ist nicht ganz klar, ob Bulgakov das mitgemacht hat und wusste, oder ob er tatsächlich keine Ahnung hatte, aber Dachscher verdünnt die Morphium am Pullen.

Speaker: über Monate. Und ... quasi tapert Bulgarkov runter. Am Ende spritzt sich Bulgarkov nur noch ... Kochsalzlösungen. Und so kommt er vom Morphium tatsächlich runter. Das heißt, Daisha rettet ihm eigentlich das Leben. Daisha, die vorher ...

Speaker: Quasi stundenlang durch durch die stadt gerannt ist und morfium in apotheken gekauft hat weil man kann ja bulgarkos dosen konnte man nicht.

Speaker: auf einen Schlag in einer Apotheke kaufen, das wäre auffällig gewesen. Das heißt, man musste eine ganze Shopping -Tour unternehmen, Bulgakov selber konnte keine Shopping -Tour unternehmen, weil Bulgakov so aussah, dass ihm niemand Morphium verkauft hätte. Wenn Bulgakov nicht genug Morphium hatte, schmiss er mit Lampenbrennen nach Dacia und randalierte. Eine schwere Zeit.

Speaker: Teicher wird verlassen. Also, Bulgakov verliebt sich in Lubov. Lubov ist im Gegensatz zu Teicher eine sehr, sehr gebildete, literaturaffine Frau. Aus ... quasi einer sehr wohlhabenden, sehr reichen Familie von ... quasi Intelligenzia. Sie hat in Paris gelebt. Sie kann Romane ...

Speaker: Seitenweise zitieren. Sie ist, im Gegensatz zu Dacia, halt eine Muse für Bulgakov. Bulgakov ist ... Wie? Das hier ist keine Muse für ihn. Nein, Dacia hat bis zum Ende ihres Lebens keinen einzigen Roman von Bulgakov gelesen. Ach so, sie hat ihn nicht ... Sie ist einfach nicht ... Literatur hat sie nicht interessiert. Mhm.

Speaker: Bulgakov jedenfalls gelangt zu Erfolg und dann

Speaker: Beginnen quasi die Probleme. Das ist jetzt das, was wirklich relevant für das Buch ist. Bulgakov wird ... Er bleibt weiterhin ein Weißer. Er bleibt weiterhin ein Aristokrat. Er geht damit demonstrativ quasi um ... Es gibt so ein Bild, das alle kennen, wenn sie nach Bulgakov googeln, Bulgakov mit so einem Monokel.

Speaker: Wie so ein alter Baron. Und heutzutage denkt man, klar, damals lief man so rum. Nein, damals lief man nicht so rum. Das sah genauso behämmert aus, wie es heute aussehen würde, wenn jemand mit einem Monokel rumläuft. Bulgakov hat sich darüber lustig gemacht. Er war halt eine Karikatur seiner selbst. Und das war ein sehr offensiver damit Umgang, dass er Staatsfeind war.

Speaker: Das war quasi die Ansage, ja, ich bin ein Baron, so. Aber ich hab nichts für euch zu verbergen, Kommunisten. Ich bin zwar ein Weißer, aber ich bin trotzdem mit euch hier auch cool. Schaut mich an, Baron Bulgakov.

Speaker: Und er fuhr damit eigentlich ganz gut, also bis auf die Tatsache, dass alle Kritiker ihn gehasst haben. Er hat Literaturkritiken gesammelt. Und es gab da eben so eine Zahl, ich kann die grad nicht genau, aber es war so in etwa vier positive Rezensionen, fanden sich auf ungefähr 100 negative. So. Also die Leute haben ihn gehasst. Die Kritiker. Und er die Kritiker. Ähm ...

Speaker: Er wurde immer weiter runtergedrückt von dem mächtigen Literaturverband, sowjetischer Schriftsteller. Und 1930 ging es ihm so schlecht ... so ...

Speaker: quasi, ja, er konnte quasi nicht arbeiten, er war von allem ausgeschlossen, seine Theaterstücke wurden nicht aufgeführt, etc. Er war verzweifelt, er war kurz davor, Selbstmord zu begehen, und er schrieb an Stalin einen Brief. Beklagte sich über seine Situation. Und das ist sehr, sehr wichtig für den Roman, denn Stalin rief in etwa ... zu Ostern Bulgakov an, am 18. April kurz gesagt, und sprach mit ihm.

Speaker: Und er fragte Bulgakov, ob's denn wirklich so schlimm sei, ob er wirklich gar nicht arbeiten könne. Und Bulgakov sagte, ne? Und so weiter. Und Stalin fragte ihn, ob er dann nicht einfach ausreisen möchte. Das ist genau das, was Bulgakov wollte. Bulgakov hatte aber ein bisschen Sorge, dass es eine Trickfrage war. Und er am nächsten Tag nach Sibirien ausreisen würde, wenn er falsch antwortet. Also sagt er, nein, ein Schriftsteller kann nicht ohne Heimat schreiben. Und anscheinend gefiel das Stalin.

Speaker: Stalin sagte, dass Bulgakov doch mal am nächsten Tag im Moskauer Staatstheater anrufen solle. Da würde sich vielleicht was ergeben.

Speaker: Äh, aber ... also, Bulgarov schafft es gar nicht, so schnell anzurufen am nächsten Morgen, wie das Staatstheater ihn anrief. Und ihm einen Posten als ... Szenarist anbot. Was ist das? Also, er stellte quasi seine Theaterstücke, er war quasi der ...

Speaker: Also, ich glaub, das ist quasi der Dramaturg. Also, er führte nicht Regie, sondern er war quasi derjenige, der seine Stücke dann mit dem Regisseur zusammen auf die Bühne brachte. Spielte übrigens auch ... Also, er mochte auch das Schauspiel gern. Er hat auch ein paar Mal am Staatstheater selbst gespielt. Und damit ging's also wieder bergauf. Die Kritiken blieben immer noch miserabel, die Leute hassten ihn.

Speaker: Aber er konnte arbeiten. Mhm. Und ... ähm ... dann seine ... Ach so, genau, seine Beziehung mit ... mit Ljubov ging auf ... Du hast das mit dem Meister vergessen zu erzählen.

Speaker: Stimmt. Nee, das war eine andere Stelle. Sorry. Nee, das ist mehr so zu Stalin, aber das ist vielleicht wirklich interessant. Ich will nur kurz zu Ende erzählen. Also, 1930 war dieses Telefonaten mit Stalin. 1932 trennt er sich von Lübeuf. Schon? Ja. Elena Sergeyevna Shilovska ja zusammen. Seine dritte Frau, letzte Frau.

Speaker: Das ist eine Frau, die mit einem relativ hochrangigen Offizier zu dem Zeitpunkt zusammen ist, ich glaub sogar General. Und das ist die Frau, die ... Margarita ist. Am ehesten der Prototyp von Margarita ist. Obwohl alle seine Frauen sich für Margarita natürlich später hielten. Tanja und Leboeuf ebenso. Er schreibt an Meister und Margarita sehr lange. Aber der Hauptkorpus des Romans

Speaker: wird im Sommer 38 geschrieben, in einem Rausch. Im ungefähr zweimonatigen Marathon. Schreibt er quasi den größten Teil dessen, den wir heute als Roman kennen und vorliegen haben. Und wurde ja zu Lebzeiten nicht veröffentlicht, ne? Genau, er konnte nicht zu Lebzeiten veröffentlicht werden. Bulgakov wusste, dass das ein Roman ist, den er für die posthume Veröffentlichung schreibt.

Speaker: 38 ist Bulgakov in einem sehr, sehr schlechten Zustand schon. 1940 stirbt er.

Speaker: Nierenversagen, schwere Nierenkrankheit. Der Roman ist ein Fragment, obwohl er von Jelena, also seiner letzten Frau, die halt auch die Erbin des Werks von Bulgaková, irgendwie zu Ende redaktiert wurde und dann zur Veröffentlichung gebracht wurde. Redigiert. Redigiert, 1966 übrigens, die erste Veröffentlichung. Ist es ein Fragment und deswegen

Speaker: Merkt man aber nicht, finde ich. Nee, nee, hat sie ganz gut gemacht, aber an einigen Stellen doch. Also so gibt es zum Beispiel ein überliefertes Gespräch von Bulgarkov quasi schon auf dem Krankenbett, Sterbebett, wie auch immer. Bulgarkov war übrigens die letzten Monate erblindet.

Speaker: Aus von mir Versagen diktierte aber Jelena weiterhin seine Verbesserung. Und jemand fragte, was denn mit Gellar eigentlich am Ende des Romans ist. Die kommt ja nicht mehr vor in der letzten Szene. Und Bulgakov sagte daraufhin, oh Gott, ich hab Gellar vergessen. Ja, das ist auch ein bisschen symptomatisch, aber ja. So, deswegen, darüber lassen sich vielleicht so ein paar Dinge erklären, die man dann gar nicht so viel ...

Speaker: weiter durch die Gegend deuten muss eventuell. Eine letzte wichtige Sache, die ich noch kurz zu Bulgakov sagen möchte oder zwei Dinge. Bulgakov hat wegen der Sache mit Dacia lebenslange Schuldgefühle und Dacia hasst ihn nicht dafür.

Speaker: Deicher versteht das gewissermaßen, denn es geht wirklich darum, dass die Liebe quasi einfach vergangen war. Bulgakov sagte zu ihr einmal im Gespräch, dass Gott ihn für das, was er ihr antut, bestrafen würde. Und auf dem Sterbebett bittet er seine Schwester darum, dass sie zu Deicher fahren möge und sie

Speaker: für ihn um Verzeihung bitten solle. Die Schwester muss gar nicht zu Teicher fahren, denn Teicher ist auf dem Weg nach Moskau. Als sie hört, dass Bulgakov im Sterben liegt und zur Beerdigung schafft sie es leider nicht ganz, kommt nicht rechtzeitig. Aber dann das Gespräch mit der Schwester von Bulgakov.

Speaker: Hm ... Bulgakov ist ein Glückshase, das ganze Leben lang gewesen. 1926 gab's einen Verhör durch die Geheimpolizei. Bulgakov wurde gefragt, was das soll, was er von Quatsch schreibt, warum man nicht die prächtigen Bauern und so schreibt. Und Bulgakov sagt zu dem ... zu dem Ermittler, sowjetische Geheimpolizei 1926 ist nicht so gut, was er da ... Also, muss man schon mutig sein. Über das Leben der Bauern kann ich nicht schreiben,

Speaker: Und das Arbeiterleben, das kann ich mir besser vorstellen, aber ich interessiere mich nicht dafür. Warum? Ich bin mit anderen Dingen beschäftigt. Polgarkow wird nach diesem Verhör nicht nach Sibirien geschickt. Er kommt frei.

Speaker: Und der Ermittler im Übrigen fünf Jahre später kriegt fünf Jahre für fälschliche Konstruktion von Kriminalfällen. Wie? Der Ermittler wandert nach Sibirien, nicht Bulgakov. Aber hat das was damit zu tun? Nein, nein, nein. Aber es ist einfach nur zum Thema Fortuna und Bulgakov. Die letzte Sache, die ich noch sagen wollte zum Thema Meister, das hat jetzt schon mehr mit dem Buch zu tun, aber vielleicht leitet das ganz gut über,

Speaker: Meister Margarita hat große Unterschiede zu Bulgarkos anderem.

Speaker: Werken? Werken, genau. Beispielsweise das Wort Meister, die Verwendung des Wortes Meister, findet sich vor Meister und Margarita kein einziges Mal in sein Werk. Meister ist im Russischen genau dasselbe, wie es auch im Deutschen ist, ja. Das ist ein Meister, also ein Meister ist Meister einer Handwerkskunst.

Speaker: Ja? Wie im Deutschen der Titel, ne? Wenn jemand Tischlermeister ist oder so zum Beispiel. Mhm. Das ist im Russischen auch so, Meister. Und Meister ist nicht seine Sprache, das ist eine Sprache von jemand anderem. Das ist nämlich die Sprache von ... Es gibt ein Telefonat zwischen Pasternak, vielleicht kennen den einige. Das ist der Auto von Dr. Givago, der telefoniert nämlich auch mit dem Genossen Stalin.

Speaker: als Mandelstamm, ein sowjetischer Dichter, Dissident, gerade verhaftet wurde. Stalin ruft also Pasternak an, um zu fragen, was denn jetzt mit diesem Mandelstamm ist so. Und Pasternak macht eine Gratwanderung. Er möchte seinen Dichterkollegen natürlich nicht quasi schlechtreden. Er möchte ihn aber auch nicht zu sehr rechtfertigen, weil der Dichterkollege hat schon ziemlich deutlich Stalin kritisiert, schwierig. Also sagt Pasternak,

Speaker: er eiert rum und sagt, das ist ein ganz guter Dichter, vielleicht machen wir auch mal was nicht so gutes gedichtet, aber insgesamt ein ganz guter Dichter. Und Stalin fragt ihn sehr konkret und sehr präzise, ist er denn ein Meister? Also er ist doch ein Meister seines Fachs.

Speaker: Pasternak, oder? Ist er? Und Pasternak ist halt ganz verwirrt. Ja, also er ist ein Dichter, ne? Also ihr Meister. Macht Kunst und Dichte. Und Stalin, er ist ein Meister, ja? Ist ein Meister. Also ... stellt sich also fest, dass er ein Meister ist. Also, das ist quasi Stalins kognitives Konstrukt. Stalins Sprache. Und deswegen das Zitat von mir im Eingang.

Speaker: Er hat großen Respekt und Bewunderung für Schriftsteller. Aber ich hab das Zitat selber ... Also, ich hab das, das ist ein russisches Zitat, aber ich hab das extra übersetzt. Und noch mal, ähm ... Ihr unterstützt die Umformung seiner Seele. Sehr wichtig ist die Produktion menschlicher Seelen. Und ihr seid Seeleningenieure. Mhm. Also, Stalins Sprache ist pragmatisch.

Speaker: Technisch würde ich sagen. Technisch, pragmatisch, das ist keine Kunst, sondern die Schriftsteller sind Ingenieure und sie formen nicht Seelen oder so, sondern sie produzieren. Das heißt davor waren keine Seelen da.

Speaker: Ja, also sie unterstützen die Umformung, weil die Produktion menschlicher Seelen wichtig ist. Das Wort Produktion, das ist übersetzt, aber das ist quasi dasselbe Wort im Russischen, mit dem auch Panzer produziert werden. Ne? T -34, wichtiger Panzer im Zweiten Weltkrieg. Genau. Und dieses, dieser Ausdruck Meister, der ein bisschen komisch einem aufstößt, wenn man das Buch liest, ne? Weil man hört das ja, der Typ.

Speaker: Meister? Warum nennt er sich Meister? Redet Bulgakov da über sich selbst? Bezeichnet er sich selbst als Meister? Genau, genau. Das ist ein bisschen ... Genau, das ist ein bisschen weird. Genau, genau, genau. Deswegen wollte ich unbedingt das mit diesem Gespräch von Stalin und Pastanak erwähnen und ... Genau. Wobei der Meister natürlich, ne? Michael Bulgakov Meister.

Speaker: Es gibt natürlich Parallelen. Ja, aber darüber reden wir diesmal nicht. Genau, dazu kommen wir noch. Also so viel zu Bulgakov, 1940.

Speaker: Er stirb am Nierenversagen. Und leider, leider ... hat er ... niemals, auch nur ansatzweise, die Popularität quasi zu Lebzeiten miterlebt. Ähm, die er später bekommen sollte. Zu Lebzeiten, wie gesagt, war er ein ... also, ausschließlich verrissener Schriftsteller, Dissident. Und grade so am Rumkrebsen von Stalins Gnaden. Mhm.

Speaker: Ja, danke, Ego, dass du dich so kurz gefasst hast. Aber es war sehr spannend. Ja, es ging. Ja, es ging wirklich nicht kurz. Gut, also es ist Ostern. Und deshalb haben wir uns überlegt. Also Josie, es ist. Ja. Es ist 55.

Speaker: Ja, aber wir haben auch nicht über was Osterhaftes gesprochen. Genau, lass uns mal ganz kurz vielleicht das Buch einbetten ... in die Zeit. Aber lass uns bitte das große Ostern -Pontius -Pilatus -Fest dann nächste Woche eröffnen. Weil da würd ich gerne ... Aber dann ist doch nicht mehr Ostern, Igor.

Speaker: Das ist doch jetzt zumindest über Jeshua Hanosri kurz sprechen. Kurz, aber ich möchte nicht über ihn kurz sprechen. Wir können doch wieder über ihn sprechen. Wir müssen jetzt nicht die ganze Pontius -Pilatus -Dings da ... Lass uns mal ganz kurz über das ganze Osterthema vielleicht sprechen. Das ist vielleicht interessanter.

Speaker: Im Übrigen, das Buch fängt an im Frühling. Das ist der erste Satz. Ich glaub, das zweite Wort fängt an mit einem Tag im Frühling. Ist mir erst heute aufgefallen. Das spielt genau zu jetzt, also zu dieser Jahreszeit. Das Buch spielt im Mai, aber das ist ein Fehler der Redaktion. Bulgakov hat das überarbeitet, wollte das im April ansiedeln. Also bei mir ist es Frühling. Kann sein, dass es bei dir schon eingedingst ist, dass es im April ist.

Speaker: Das ist der Schicköl -Monat. Okay. Was steht da? Ist das nicht ein heißer Tag? Das irgendwie absurd heiße Tag? Ist das Frühling, eine heiße Dämmerstunde im Patriarchenteich. Und später beschreibt Margarita ja, wie die Knospen langsam kommen, wie alles grün und wie schrecklich das alles ist. Das heißt, es ist ziemlich klar, dass es gerade diese Zeit ist von Wiedererwachen und so ist ja auch kein Problem, dass die Auferstehung von Jesus zu dieser Jahreszeit gefeiert wird.

Speaker: Es sollte auf jeden Fall diese Zeit auch sein. Ich dachte nur, ich muss kurz im russischen Original. Russland ist ja auch nicht jedes Jahr am selben Monat, ich glaube das ist so März, April.

Speaker: Ja, jetzt ist ja auch grad der Erste. Also, ja, zu einer sehr heißen Stunde eines Frühlinges auf so einem ... Untergangs. Okay. Es spielt zu Ostern. Ich hab gelesen, dass es im Mai spielt, aber Bulgarkov es eigentlich im April haben wollte.

Speaker: Jedenfalls, so. Gehen wir davon aus, dass Bulgakov einfach irgendwann April durchgespricht hat. Und es passiert einiges an Auf -Erstrichen. Genau. Und April reingeschrieben hat so, mein Gott, ich bin verwirrt. Kurz gesagt, das Spiel zu Ostern. Und zwar beides, logischerweise. Sowohl die Ebene in Moskau. Ich hab was verloren, sprich weiter.

Speaker: Also ja, das wollte ich gerade fragen, also die Pontius Pilatus Ebene, da passiert zwar die Auferstehung, aber ob das jetzt historisch

Speaker: Aber natürlich! Nissan, ja, der Monat Nissan. Was heißt das? Natürlich ist das historisch, ja. Deswegen, das ist natürlich auch Ostern. Bei Pontius Pilatus ist das auch die Osterzeit. Ist das Nissan hebräisch auch? Nissan ist der siebte Monat nach dem bürgerlichen jüdischen Kalender. Und der erste Monat nach dem religiösen Kalender. Ja, Mitte März bis Mitte April.

Speaker: Gut, also, wir feiern ja auch Ostern nicht direkt immer am selben ... Tag unseres Kalenders, sondern ich glaub, Ostern orientiert sich tatsächlich am jüdischen Kalender. Am Nissan, das ist ja, glaub ich, Mondkalender, ne? Irgendwie so, auf jeden Fall ist nicht immer dasselbe. Ist so wie Ramadan. Ist auch nicht immer dasselbe. Geht ja auch nicht, muss ja immer Freitag, Sonntag, Montags sein.

Speaker: Ja, das Buch also in Moskau spielt zu Ostern, das… Und sie reden über Jesus, so fängt es an. Das Buch im Buch spielt im Monat Nissan zu Ostern und die, das Buch, also wie gesagt, ich bin der Meinung, dass das Buch diese drei Ebenen hat, nämlich die

Speaker: mystische Ebene mit Woland und dem Teufel in Moskau, die christliche oder historische Ebene in Jerusalem und die reale

Speaker: Wirkliche Ebene. Seine Realität quasi. Bulgarkovs Realität. Und ... in diesem April ... wiederaufersteht ... Jesus. Es wiederaufersteht der Meister. Und es wiederaufersteht ... Michael Afanasiewicz Bulgarkov. Der, ähm, nachdem er mit Stalin ... Auch Margarita, die immer so ein bisschen vergessen wird.

Speaker: der, nachdem er mit Stalin telefoniert hat, zu dem Patriarchenteichen in der Nähe geht und die geladene Pistole, die er auf dem Nachttisch liegen hatte, ins Wasser wirft. Okay.

Speaker: Das ist sehr dramatisch. Ich weiß. Aber das hab ich mir nicht ausgedacht, ne? Nee, nee, das hat sich jemand anders ausgedacht. Jedenfalls. Nein, er schreibt das in sein Tagebuch, also. Ja. Dann ist das wahr. Weil er hat ja nicht damit gerechnet, dass irgendjemand mal sein Tagebuch liest. Zu der Zeit hätte er wirklich nicht damit rechnen können, Mann.

Speaker: Er nennt sich Meister, natürlich weiß er ... Er nennt nicht sich Meister, trennt mal Werk und Autor. Er rechnet damit. Er rechnet damit. Das ist sein Werk. Was heißt er rechnet damit? Er baut darauf, dass sein Werk größere Bedeutung hat. Also nein, man kann sagen, für wen schreibt er diesen Roman.

Speaker: Ja. Schreibt ihr ihn für die Posthume Veröffentlichung? Ja. Ist eine Möglichkeit. Eine andere Lesart, die die viele Bulgarkow -Forscher quasi vorschlagen ist. Das ist ein Roman an einen Leser. Der da wäre? Na wer? Der Teufel. Ich weiß nicht, was meinst du?

Speaker: Stalin ist natürlich der Adressat des Romans. Ich glaub nicht, dass es so eine gute Idee ist, an Stalin einen Roman zu schreiben. Also, wenn ich von Stalin irgendwas will oder ... Oh, das ist ... Warte mal, ganz kurz, bevor du jetzt ganz falsche und dumme Sachen sagst. Stalin hat sehr, sehr viel gelesen.

Speaker: Ja, aber Stalin war ... Stopp, alle Kulturproduktionen hat er selber sehr, sehr genau studiert. Das heißt, er hat gelesen, er hat Theaterstücke besucht, er hat Musikstücke gehört, er hat das alles ... Ja, aber nicht verstanden. Nein, Stalin war kein ... Moment. Stalin war kein geistig Behinderter. Okay, ich will nicht über Stalin diskutieren, aber jemand, der die Kunstschaffenden in Meister und Nicht -Meister unterteilt und sich dann auf irgendwelche ...

Speaker: Künstlerkumpel verlässt in ihrem Urteil, ob das jetzt ein Meister ist oder nicht. Das kann kein besonders feinsinniger Mensch sein. Pasta Nack ist nicht irgendein Künstlerkumpel. Das ist egal. Er hat sich nicht auf sein eigenes Urteil verlassen. Und überhaupt diese Kategorie Meister, das ist nicht ein Meister, ist ja schon Quatsch.

Speaker: Es gefällt mir nicht, dass ich in die Rolle eines Stalin -Apologeten gerückt werde, aber ich muss es doch tun. Weil ... Also, man kann ihm das auch sehr positiv auslegen, dass er sich quasi die Meinung eines Experten einholt in einer Frage, in der er eben nicht quasi ... Aber die Frage ist falsch. Er nötigt, passt danach ja seine Kategorie auf, die einfach nichts mit Kunst zu tun hat.

Speaker: Ja, natürlich. Dieses Telefonat zeigt halt erstens ... Dass er nicht versteht, was Kunst ist.

Speaker: Nein, dass er eine sehr andere Vorstellung von Kunst hat. Und von ihrer Funktion. Genau. Und dass er großen, großen Respekt vor quasi genialen Künstlern hat. Und dass Genialität und Meisterschaft quasi von Künstlern in ihrem Fach sie quasi so weit emporhebt, dass anscheinend dann sogar irgendwelche desidentischen Dinge und so weiter verzeihlich werden. Ähm ...

Speaker: Ja, aber trotzdem ist das Kunstverständnis, sein Kunstverständnis scheint mir doch sehr ... Ja, ja, nein, er ist auch ... Primitiv und ... Natürlich, er hat es auch nicht unbedingt ... Auch gefährlich. Ja, natürlich. Aber, ähm ... Das heißt, auf gar keinen Fall, dass Bulgakov nicht an ihn diesen Roman hat ... Scheiben richten können. Okay, also ich würde sagen, der Roman ist wie so vieles ...

Speaker: Es ist offensichtlich, dass er in diesem Roman sein ganzes Herzblut, seine ganze Schaffenskraft gesteckt hat und es ja auch gelitten hat unter diesem Roman. Genau wie der Meister und zwar. Also es ist offensichtlich, dass es sein Lebenswerk sein sollte und ich denke, es ging ihm vor allem um Unsterblichkeit, worum es ja auch in dem Roman ging. Geht wie so vielen Künstlern, es geht schon um die Hoffnung, dass was von einem weiterlebt und zwar das eigene Werk.

Speaker: Es war der Versuch, ich würde sagen, das ist der Versuch, da so viel Genuin, eigenes reinzustecken, wie irgendwie möglich. Und das merkt man auch. Ich würde auch sagen, das ist nicht primär für ein Publikum geschrieben. Auch nicht für ein zukünftiges. Ist es nicht. Aber ich würde nicht sagen, das ist für Stadien. Also da würde ich mich auch ganz anders ausdrücken, wenn ich für Stadien schreiben würde. Und ich glaube, das würde er auch tun.

Speaker: Naja, wie gesagt, er drückt sich ja aus. Er sagt ja Meister. Ja, ich weiß nicht. Ich glaub nicht, dass Stalin da jetzt so viel... Naja, ist egal. Das glaube ich jetzt wirklich nicht so wichtig. Ähm, wie würdest du sagen? Was wichtig ist, was du gerade gesagt hast, ähm...

Speaker: Du hast grade gesagt, dass er da seine ganze Schaffenskraft reingelegt hat. Mhm. Und dazu ... ist ziemlich interessant, ähm ... Bulgakov ... ähm ... hat, äh ... wie gesagt, 19 ... Moment, wann ... Also, jedenfalls mit dem Morphium. Seine Morphium -Sucht, die hatte er irgendwann kuriert. In den ... 20ern, glaub ich, war er dann davon losgekommen. Oder vielleicht später, egal.

Speaker: Sein Manuskript für Meister und Margarita wurde kürzlich untersucht von Chemikern und Biologen. Und es wurde überprüft, ob seine Manuskriptseiten irgendwelche Spurenelemente

Speaker: von irgendwelchen Drogen enthalten. Das ist ja fies. Und es gibt... Ja.

Speaker: Es gibt Spuren auf den Seiten, auf den untersuchten Spuren von Morphium. Analysiert wurden 127 Seiten und sehr, sehr interessant ist,

Speaker: dass der Morphiumgehalt, das ist halt schon weit gedingst, variiert. Und besonders wenig Morphium sind auf den ersten Seiten und auf den Seiten, in denen es um Pontius Pilatus geht. Besonders viel… Die hat er also am Ende geschrieben. Die hat er also am Ende geschrieben.

Speaker: Besonders viel Morphium ist auf den Seiten, die er immer wieder, wieder und wieder geschrieben hat. Zum Beispiel das achte Kapitel, das ist da, wo das Gespräch zwischen Bisdomny und dem Professor stattfindet. Welcher Professor?

Speaker: Äh, Stra ... Na, Psychiatrie. Stravinsky. Okay, was soll ich jetzt sagen? Auf den Seiten sind außerdem Proteine oder Eiweiße gefunden, die quasi auf seine Nierenerkrankungen hinweisen. Also, das heißt ... Es scheint wirklich ... Es scheinen Bulgarkofsspuren zu sein und nicht von irgendwelchen fremden Leuten. Aber was soll das jetzt heißen? Was sagt uns das? Es soll mehr Morphium ...

Speaker: Ich würde denken, das heißt, das hat er früher geschrieben, weil er eine höhere Dosis genommen hat. Nein, nein, nein, nein. Er hat quasi in den 20ern und in den 30ern, frühen 30ern eigentlich ziemlich sicher gar nichts genommen. Er hat aber in den letzten Jahren wieder mit dem Morphium angefangen. Man weiß nicht genau, in welchen letzten Jahren. Aber vor allem wegen seines Nierenleidens dann sowieso.

Speaker: Und es ist einfach nur, ähm ... Es beweist ... gar nichts. Es ist halt nur allerhöchstens ein interessanter Faktor zum Thema, ganze Schaffenskraft reingelegt, et cetera. Dass es ihm anscheinend ...

Speaker: möglicherweise nicht nur wegen des Nierenleidens quasi so schwerfiel, manche Sachen zu schreiben, dass er halt auf manchen Seiten, in manchen Kapiteln, die er immer wieder, wieder, wieder neu geschrieben hat, auch zu seinem Morphium gegriffen hat. Ach so, ja. Ja. Ja, also es wirkt wie, ich muss sagen, das meine ich positiv, so positiv es geht,

Speaker: Ich finde, das Buch wirkt schon wie das Werk eines Wahnsinnigen. Ja. Schon. Stellenweise ja, stellenweise nein. Ich finde, das Ende, ich finde, das Buch wird quasi im Verlauf wahnsinniger. Also, es wirkt wie so eine, weißt du, es ist so die Roman, ähm ...

Speaker: Die Romanifikation von, wenn jemand, wie es in Filmen immer so ist, so eine Kämmer hat, wo alle Wände beklebt sind, mit irgendwelchen ... Ermittlungs - oder, also ... Ja, so kann man sich das vorstellen. Ja, genau. Übrigens, diese Wohnung, die der Meister mit Margarita bewohnt, ähm, die ähnelt auch sehr stark der ...

Speaker: Wohnung in die Bulgarkow dann gezogen ist mit Lyubov, nachdem er aus dieser WG, der berühmte Wohnung Nummer 50 ausgezogen ist. Was ich dich jetzt noch fragen wollte. Ja. Was denkst du, um Faust zu zitieren, also der ja auch, also Faust ist ja ein Vorbild auf jeden Fall für dieses

Speaker: Für dieses buch und da fragt ja gretchen nun sag wie hast du es mit der religion prominenterweise ist das jetzt was du überhaupt nicht über bulgarkopf gesagt hast erzählt hast ist dann wie sein verhältnis zur religion jetzt eigentlich weil das ist ja irgendwie mir kommt das buch fast so vor wie also schon.

Speaker: Ein Bekenntnis zu Jesus. Ja, auf jeden Fall. Ähm, das Buch ... Also, Bulgakov war ... Ich weiß halt nicht ... Ähm ... Also, ich hab in seiner Biografie und so weiter jetzt nichts gefunden, was irgendwie auf eine besondere religiöse ... irgendwie auf irgendeinen Fanatismus oder irgendwas da hindeutet und so weiter.

Speaker: Aber er war auf gar keinen Fall ein Atheist und er war definitiv

Speaker: Also die, ja, christlich quasi, glaub ich, inspiriert und sehr, sehr interessiert und war, glaub ich, einfach nicht bereit zu dieser damals bei den sowjetischen Zeiten populären totalen Ablehnung von allem quasi christlichem, theistischem und von dieser totalen Abkehr.

Speaker: Ja, aber meiner Meinung nach ist es noch mehr als das. Also zuerst werden ja nur die historischen Fakten oder so, wie es tatsächlich hätte gewesen sein können, beschrieben. Da ist ja noch nichts. Am Anfang ... Sie ist am Laptop eingeschlafen, weil bei mir sind hier die ganze Zeit irgendwelche Eros bei dir. Aber du hörst mich noch.

Speaker: Ich hör dich noch, aber ich hab Angst, dass das nicht mehr richtig aufnimmt. Nee, mein Handy ist einfach nur alle. Deshalb liest du mich nicht mehr. Man merkt ja nur, also man lernt diesen Jeshua kennen als normalen Menschen eigentlich, ne? Ja, klar. Also, dass er jetzt Gottes Sohn ist oder so. Das ist am Anfang überhaupt nicht klar. Nee, dieser Jeshua ist ja auch viel weniger ein Prediger als ein Philosoph. Ja, trotzdem. Also, er ist so eine Art Bahnhofsphilosoph.

Speaker: Ja, er hat halt diese seltsame Idee, dass alle Menschen gut sind. Ja, genau. Und, aber doch, er sagt auch, dass ein größerer König oder so kommen wird als Theser und das ist so ein bisschen sein Problem, sein Verhängnis, oder?

Speaker: Das ist zumindest impliziert in seinen ... in seinen Reden. Also er stellt ... also er ist auf jeden Fall quasi nicht bereit, zu Caesar über alle anderen Menschen zu stellen. Genau. Und so weiter.

Speaker: Aber das heißt ja nur, dass er erstmal ein religiöser, vielleicht Fanatiker oder irgendwas ist, das heißt ja nicht, dass er Recht damit hat. Aber am Ende sagt ja Wohland, also dass Wohland existiert, das weiß man ziemlich früher so, dass der Teufel existiert, man weiß nicht, ob Gott existiert und das weiß man, das erfährt man auch eigentlich so direkt.

Speaker: im ganzen Buch nicht, also ob in dieser Geschichte Gott existiert, aber man weiß, Jesus ist auferstanden, also der lebt noch, der ist noch, der existiert noch irgendwie und wirkt noch zum Zeitpunkt, wo Meister und Margarita halt da tot sind und untot oder was auch immer und Jeshua

Speaker: empfängt dann letztendlich Pontius Pilatus, was nicht sehr ergreifend ist. Es ist eine sehr schöne Szene da am Ende, wo dann Pontius Pilatus endlich seinen Frieden findet. So ganz verstehe ich allerdings nicht, warum erst dann, weil ja Yeshua schon am Kreuz gesagt hat, ich vergebe meinen Peinigern und ich vergebe dem Hegemon. Ich meine, das hat er gesagt. Aber irgendwie muss er dem, muss er ihm

Speaker: Also es liest sich für mich so, als hätte er ihm dann erst wirklich endgültig vergeben, als er den Roman des Meisters gelesen hat. Wohland sagt ja, dein Roman wurde gelesen und für gut befunden. Zuerst weiß man nicht, was er damit meint. Aber ich hab das so verstanden, dass Wohland Jesus den Roman geschickt hat und hat gesagt, guck mal drüber. Ist das okay so? Darf er jetzt kommen? Und dann sagt Jesus, ist okay, fehlt nur noch das Ende.

Speaker: Und außerdem, ich wusste gar nicht, dass Pontius Pilatus so Schuldgefühle hat. Mensch, schick den mir mal da hoch. Ja, aber hätte er doch wissen können, oder?

Speaker: Also, was ist Jesus in diesem Buch? Er scheint nicht so wichtig zu sein wie ... Josi, das ist etwas, was ... nicht heute passieren wird. Was denn jetzt? Hörst du nicht das Outro? Ja, doch, aber was wird nicht heute passieren? Du wolltest gerade anfangen, was ist Jesus in diesem Buch? Und dazu bin ich ... Nein, nein, nein, nein, nein, nein.

Speaker: Die Parallelen zu Teufeln, Jesusen, Stalinen, Bulgarkofs und so weiter, die werden alle nach und nach nächste Woche ausgerollt. Okay. Ich hab aber ... Ja. Heute erst mal, noch mal so weit, ne? Wir sind zu Ostern auf drei Ebenen unterwegs. Es gibt Parallelen zwischen den Ebenen, die die Ebenen überschneiden sich und am Ende treffen sich

Speaker: Zwei zumindest davon und so weiter. Alles sehr komplex. Wir werden nächste Woche das alles klären können. Und ich möchte auch nächste Woche, übrigens, eruieren, wer Archibald Archibaldowitsch ist. Das ist für mich das große Mysteriumsbuch. Ich habe es noch nicht gelöst. Also falls jemand von euch eine Idee hat.

Speaker: Wer oder was Archibald Archibaldowitsch, was diese Person darstellen soll, dann bitte zu schreibt uns. Ich guck mal ins Agebuch von Bulgarkov, wo er geschrieben hat. Ich hab jetzt nichts gefunden. Ich hab vergessen, diesen Typen da raus zu streichen. Götter, ich hab so Kopfschmerzen. So, also, ähm, liebe Leute, eine lange Folge und das ist erst der Anfang.

Speaker: Und ihr könnt aber schon mal anfangen. Also wie gesagt, wir haben noch ein bisschen über Bürgerkopf sprechen, aber wir lesen währenddessen schon Simon de Beauvoir, alle Menschen sind sterblich. Und wir würden uns freuen, wenn ihr mitlesen, natürlich. Aber sowas von. Macht es gut, liebe Leute. Bis nächste Woche. Tschüss.

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