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#027 Dein Nachlass ist für deine Liebsten, nicht Banken und Regierungen!

Der Privacy Podcast (by Privatopia)

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Speaker: Hallo und willkommen zu der Privacy Podcast, deine Quelle für Sicherheit, Privatsphäre und Anonymität mit Timo und Nino.

Speaker: Wir haben heute ein trauriges Thema, ein nicht so schönes Thema.

Speaker: Trotzdem werden wir es hoffentlich irgendwie unterhalten drüber bekommen, aber macht euch auf was gefasst.

Speaker: So eine Tragödie hatten wir, glaube ich, noch nicht in unserem Podcast.

Speaker: Timo, was werden wir besprechen?

Speaker: Es geht heute um das Thema Nachlass.

Speaker: Also was passiert mit unseren digitalen Daten und wie gehen wir das an, dass trotzdem alles ziemlich sicher und privat ist.

Speaker: Mich hat es tatsächlich auch sehr gewundert, dass das an, glaube ich, zweiter oder dritter Stelle war in unserer Umfrage in der Signal-Gruppe nach Themen, die Leute sich gewünscht haben.

Speaker: Ich dachte, da werden andere Punkte deutlich deutlich.

Speaker: früher kommen, aber es wird sich gewünscht, deswegen fangen wir damit mal an.

Speaker: Und das ist wirklich ein Thema, damit muss man sich im Vorhinein auseinandersetzen und man muss auch für sich selber überlegen, was möchte man denn alles, was passiert nach dem Tod mit seinen Daten.

Speaker: Und da ist jeder wirklich sehr unterschiedlich, da habe ich und Nino kurz zwei, drei Minuten darüber auch gesprochen vor der Folge.

Speaker: was genau wir machen werden.

Speaker: Und man kann da entweder mit sehr, sehr viel Aufwand reingehen und sagen, ich möchte, dass meine Verbliebenen dann auf wirklich alles Zugriff haben, auf alle meine Daten, sich alles durchschauen können.

Speaker: Oder man geht halt den anderen Extremweg und sagt, ich möchte, dass alles schön verschlüsselt auf meinen Festplatten bleibt und niemand nie mehr nach meinem Tod darauf Zugriff hat.

Speaker: Das sind so diese zwei Extremen, die es gibt.

Speaker: Und jeder muss sich selber überlegen, wo in diesem Strahl möchte er denn sein?

Speaker: Ein paar Sachen, die machen auf jeden Fall Sinn, dass man die weitergibt, wie zum Beispiel Finanzen.

Speaker: Aber zum Beispiel, ich kenne auch ein paar Bitcoiner, die sagen, ich möchte, dass die Bitcoin an niemanden weitervererbt werden.

Speaker: Und das ist eine Spende an die Gesamtheit.

Speaker: Das heißt, auch hier ist es wirklich die Frage, was möchte man denn alles vererben?

Speaker: Was möchte man alles weitergeben?

Speaker: Man muss sich viele Gedanken machen.

Speaker: Und jetzt in dieser Folge möchten wir uns einfach einige Punkte anschauen, über die man sich diese Gedanken machen sollte.

Speaker: Weil es gibt hier sehr, sehr viel.

Speaker: Ein sehr großer Teil von unserem Leben ist digital.

Speaker: Das Geld ist digital, die Arbeit bei vielen ist digital, private Angelegenheiten, Bilder und so weiter, Erinnerungen.

Speaker: Sehr viel ist digital gespeichert und heute wollen wir durch diese ganzen Punkte einmal durchgehen.

Speaker: Wir können, um diese Folge jetzt nicht unnötig lang zu machen und vor allem auch, weil wir uns jetzt nicht perfekt auskennen in allen Bereichen, vor allem der analogen Welt, selektieren.

Speaker: Und ich glaube, wir werden ein paar Grundlagen gut klären können.

Speaker: Wir werden ein paar gute Tipps haben, auch interessante Workarounds, die uns eingefallen sind, die man so vielleicht nicht hört oder wenn man ein Heft dazu liest oder einen Ratgeber zum Thema Nachlass.

Speaker: Aber es gibt natürlich gerade in unserer bürokratischen Welt sehr viele Dinge, die beachtet werden müssen.

Speaker: Tim hat es schon angesprochen, erstmal die Entscheidung zu treffen, was möchte ich denn überhaupt alles hinterlassen?

Speaker: Und das kann ganz unterschiedlich sein.

Speaker: Vielleicht sagt auch der eine oder andere, eigentlich muss das gar nicht hinterlassen werden.

Speaker: Dann wäre es aber trotzdem gut, wenn das kommuniziert wird.

Speaker: Weil ein wichtiger Grundsatz ist, dass Leute um euch trauern werden.

Speaker: Also wenn nicht, dann habt ihr vielleicht irgendwas im Leben falsch gemacht.

Speaker: Aber ich gehe stark davon aus, dass ihr alle Hinterbliebene haben werdet irgendwann raus.

Speaker: die traurig sind, dass es euch nicht mehr gibt.

Speaker: Und in diesem Zustand der Trauer sind diese Menschen emotional.

Speaker: Sie sind nicht gut zurechnungsfähig.

Speaker: Sie können keine komplexen Aufgaben machen.

Speaker: Also ich würde die da ungern überfordern wollen oder belasten wollen, unnötig.

Speaker: Deshalb wäre es gut, wenn ihr alles so einfach wie möglich klärt.

Speaker: Dazu gehört in meiner Welt, dass alle Daten oder alles, was diese Menschen brauchen, schön übersichtlich beschrieben ist und an einem Ort aufbewahrt wird, wo diese Menschen Zugriff drauf haben und wo sie auch wissen, dass sie dort als erstes hingehen müssen.

Speaker: Das kann ein Ordner sein, das kann im Safe eine Mappe sein, ein Dokument oder es kann auch irgendein digitales Dokument sein, was ihr denen mal geschickt habt, wo ihr sagt, hey, da drauf gucken.

Speaker: Wobei digital ist da ein bisschen schwierig, weil man möchte ja vielleicht auch ein paar Daten teilen, die ein bisschen kritischer sind oder Zugänge teilen,

Speaker: die dann nicht irgendwo auf einer Festplatte gespeichert werden sollten, wo Internet dranhängt.

Speaker: Da dürfen wir uns Gedanken machen.

Speaker: Das heißt, in meinem Fall eine schöne Anleitung schreiben, dort mit Handschrift dann die wichtigsten Sachen draufschreiben, also die Zugänge, die es braucht, Nutzername, Passwort oder zweiter Faktor, wo man den findet, solche Themen und diese dann an einem Ort, vielleicht ist das eine abgeschlossene Schublade, vielleicht ist es ein Safe, speichern und informieren, dass man dort den Zugriff findet.

Speaker: Diese Backup-Folge, die wir gemacht haben, da wird ja auch nochmal geschrieben, wir brauchen vielleicht mehr als eine von diesen Ablagen, weil nicht, dass das dann irgendwann durch einen Brand oder durch einen Wasserschaden oder irgendwas anderes verloren geht.

Speaker: Das würde dann die ganze Mühe umsonst machen.

Speaker: Deshalb auch da bitte mindestens ein Backup.

Speaker: Ein Backup seid ja vielleicht ihr in eurem Kopf, solange ihr noch lebt, habt ihr Zugriff auf alles.

Speaker: Ein Backup ist dann dieser Safe und ein Backup wäre ein anderer Ort, wo das Ganze stattfindet.

Speaker: Und dann, bevor wir da in die Details gehen, noch zwei Sachen.

Speaker: Erstens, überlegt euch auch, gibt es vielleicht eine Vertrauensperson in eurem Umfeld, die sich mit bestimmten Themen gut auskennt?

Speaker: Das habe ich zum Beispiel bei dem Thema Bitcoin, da komme ich später nochmal drauf.

Speaker: Aber es wäre doch gut, wenn ihr nicht alles im Kleinsten beschreiben müsst und eine gute Anleitung schreiben müsst und dann ist die vielleicht veraltet in dem Moment, wo was passiert.

Speaker: sondern wenn es jemanden gibt, zu dem eure Hinterbliebenen gehen können und sagen können, hier ist das, was der Nino, der Timo oder was ihr geschrieben habt, kannst du uns da weiterhelfen, da steht deine Telefonnummer drauf, wir sollten dich da anrufen, du kennst dich hier wohl aus.

Speaker: Also das macht für mich am meisten Sinn, weil die kennen dann die aktuellen Umstände, die wissen, worauf sie achten müssen und ihr müsst halt nicht etwas, was ihr vielleicht über Jahre gelernt habt, dann in einem Crashkurs euren Hinterbliebenen in deren emotionalen Zustand beibringen.

Speaker: Das erstmal dazu.

Speaker: Timo, was können wir denn heute nicht besprechen?

Speaker: Ich würde die ganze analoge Welt einmal weglassen, weil da gibt es wirklich sehr, sehr viel.

Speaker: Und ich würde mich sehr auf die digitale Welt beschränken und vor allem auch das, was wir hier empfehlen.

Speaker: Also vor allem, wenn ihr schon sehr viel für eure Privatsphäre und für eure Sicherheit gemacht habt, ist es nochmal was ganz anderes, als wenn jemand mit Google beschäftigt.

Speaker: zum Beispiel versucht oder mit einer Apple-ID versucht, das weiterzugeben, da ist es meistens, wie man es kennt, deutlich angehender, deutlich bequemer.

Speaker: Wenn man nur einen Apple-Account hat, mit dem dann alles verbunden ist, kann man einfach sagen, hier ist der Apple-Account und dann haben die Hinterbliebenen dann auf alles zugruft.

Speaker: Das heißt, das lassen wir alles einmal weg, sondern wir fokussieren uns wirklich, wenn ihr die Folgen bis hierhin gehört habt, wenn ihr das Privacy-Handbuch gelesen habt und zum Teil umgesetzt habt, dann ist diese Folge was für euch denn.

Speaker: Eine Grundempfehlung, die wir geben, ist nicht alle Eier in einen Korb zu legen, sondern ein bisschen zu desinfizieren zwischen verschiedenen Unternehmen, verschiedenen Passwortmanager, verschiedenen Mailprogrammen.

Speaker: Und somit muss man sich mehr Gedanken machen, leider im jetzigen Leben und auch beim Nachlass, wie man das dann richtig einrichtet.

Speaker: Das heißt zum Beispiel, wenn ihr Versicherungen habt, wäre das eine Sache, die ihr löst, weil die sind in der Regel irgendwo mit einem gedruckten Versicherungsschein, dass ihr die gut hinterlegt, gut sortiert, dass ihr dort Klarheit habt, wie der Prozess ist.

Speaker: Das Thematestament ist so ein großes Thema, wo man dann auch wahrscheinlich einen Notar oder einen Anwalt drüber schauen lassen sollte.

Speaker: Dann gibt es noch so Stichworte, die könnt ihr mal recherchieren, weil die sehr relevant sein können, je nach eurer Situation.

Speaker: Einmal ist das die Vorsorgevollmacht, die Bankvollmacht, die Patientenverfügung und die Betreuungsverfügung.

Speaker: Das sind alles Themen, da werden wir jetzt nicht groß drauf eingehen, die sind aber sehr relevant für euch, weil es kann ja auch sein, dass ihr so eine Situation nicht nur habt, dass ihr tot seid und dann gibt es irgendwann einen Totenschein, der ausgestellt wird und dann können die

Speaker: hinterbliebenen Versuchen, überall die eigenen Prozesse der Institutionen durchzulaufen, sondern es kann ja auch sein, dass ihr einfach im Koma liegt oder durch einen Unfall nicht mehr zurechnungsfähig seid.

Speaker: Und auch für solche Situationen wäre es sinnvoll, wenn eure Verwandten und Liebsten Zugriff haben auf eure Finanzen zum Beispiel.

Speaker: Aber das müsst ihr entscheiden.

Speaker: Ich glaube, ein guter Startpunkt ist hier die E-Mail-Adresse.

Speaker: Warum?

Speaker: Weil die E-Mail-Adresse oft der Zugang zu ganz, ganz vielen eurer Accounts ist.

Speaker: Und ihr habt das ja vielleicht schon mal mitbekommen, dass das der Account ist, den man am allermeisten absichern sollte.

Speaker: Denn wenn ein Hacker Zugriff auf euer E-Mail-Postfach hat,

Speaker: dann kann er alle Accounts, wo eine E-Mail hinterlegt ist, die dann in diesem E-Mail-Postfach landen würde, auch beim LDSing wäre das der Fall, auf zurücksetzen.

Speaker: Könnte sagen, gib mir mal ein neues Passwort, das Passwort schickst du mir dann an die E-Mail-Adresse oder ich muss dort einen Link klicken und schon habe ich Zugriff auf den Account, während die Person, der der Account eigentlich gehört, keinen Zugriff mehr hat.

Speaker: Das wäre schlecht.

Speaker: Deshalb ist die E-Mail auch bei uns sehr stark abgesichert mit einem zweiten Faktor, mit einem komplizierten Passwort.

Speaker: Ja, und was machten wir jetzt?

Speaker: Jetzt können unsere Hinterbliebenen nicht mehr auf die E-Mail zugreifen und damit auch wahrscheinlich nicht auf die allermeisten Online-Konten.

Speaker: Denn das müssten wir uns auch klar machen, wenn wir unseren Zugang zum Passwortmanager zum Beispiel weitergeben.

Speaker: Ja, wenn wir gleich nochmal drauf kommen, wie das am besten funktioniert, gerade BitWord und Proton Pass haben da gute Lösungen für, wenn wir das machen und dann versuchen die sich in all diese Accounts einzuloggen und was passiert dann in aller Regel?

Speaker: Oh, du loggst dich von einem neuen Gerät ein, sag nochmal sicher, dass du das bist, wir haben dir einen Bestätigungslink oder eine PIN an deine E-Mail-Adresse geschickt, deshalb guck da nochmal kurz rein und gib uns das an.

Speaker: Wenn ihr das ständig bei euch macht, dann ist so ein Fall gar nicht präsent.

Speaker: Aber das passiert in vielen Fällen den Leuten, die versuchen, mit den richtigen Zugangsdaten in einen Account zu kommen, aber auf einem neuen Gerät.

Speaker: Deshalb, E-Mail-Adresse ist die allerhöchste Priorität.

Speaker: Und ich kann schon mal von mir spoilern, ich habe da genau eine Anleitung geschrieben,

Speaker: auf Papier, wie man auf diese E-Mail-Adresse zukommt und wo man den zweiten Faktor findet.

Speaker: Dann kann es natürlich passieren, dass das jemand bekommt, der da nicht drauf zugreifen soll.

Speaker: Deshalb habe ich da ein paar Vorkehrungen getroffen, dass der zweite Faktor nicht so leicht zu finden ist, dass man dort nicht alle Daten an einem Ort hat.

Speaker: Da müsst ihr eine Lösung finden.

Speaker: E-Mail ist aber das, wo ihr euch bitte als allererstes in eurer digitalen Welt Gedanken zu macht.

Speaker: Der Passwort Manager ist meiner Meinung nach auch genauso wichtig wie das E-Mail-Konto, wenn man wirklich vollen Zugriff seinen Hinterlassenden geben möchte.

Speaker: Und bei Bitwarden und bei Proton Pass, also unseren zwei Empfehlungen für den Passwort Manager, gibt es da sehr gute Funktionen, bei denen man dann den Hintergegebenen das sehr einfach weitergeben kann.

Speaker: Bei der E-Mail ist es auch so, dass Proton, wenn man eben Proton E-Mail verwendet als Haupt-E-Mail-Postfach, kann man da auch das so einstellen, dass nach irgendwie 30 Tagen ohne Benutzung des Kontos oder irgendeine spezifische Zeit der Account direkt weitergegeben wird an eine E-Mail, die man angibt.

Speaker: Dort hat man auch eine sehr einfache Möglichkeit, wie der Account dann übertragen werden kann.

Speaker: Der Nachlass hat dann vollen Zugriff auf die E-Mail und den Passwortmanager.

Speaker: Hier ist halt wieder die Frage, wollt ihr, dass die Hinterbliebenen kompletten Zugriff auf alles haben?

Speaker: Bei Nino, wie ich es gerade raushöre und auch am Anfang des Gesprächs ist es so.

Speaker: Ich gehe eher den anderen Weg und ich sage, die sollen nur auf das Zugriff bekommen, was ich wirklich ausgesucht habe.

Speaker: Denn wenn man den Passwortmanager und das E-Mail-Konto gibt, das sind die zwei Punkte, mit denen man dann auf das ganze digitale Leben zugreifen kann, denn alle Passwörter sind dort gespeichert.

Speaker: und die Passworte, die man mal vergessen hat, abzuspeichern, da kommt man dann mit der E-Mail rein.

Speaker: Und über die E-Mail sieht man auch den ganzen Verlauf, was man in seinem Leben gemacht hat mit der Erstellung Accounts, mit wem man geschrieben hat und so weiter.

Speaker: Und vielleicht möchte man nicht unbedingt, dass man darauf einkommt.

Speaker: Falls ihr das machen wollt, gibt es ziemlich einfache Funktionen bei Proton und auch bei Bitwarden, um das weiterzugeben.

Speaker: Wie ich es mache, ich habe einfach eine verschlüsselte Festplatte, an der ich dann manuell ein Backup mache, das an die Hinterbliebenen gehen soll.

Speaker: Und da kann man dann ziemlich spezifisch aussuchen, was genau da drauf soll.

Speaker: Das heißt, hier ist wirklich ein aktives Raussuchen und man sagt nicht, passiv ist alles da.

Speaker: Meiner Meinung nach ist es dann auch deutlich einfacher für die Hinterbliebenen, weil die dann wirklich nicht durch das ganze E-Mail-Postfach sich durchschauen müssen, nicht durch den ganzen Passwortmanager durchschauen müssen.

Speaker: Sondern bei mir ist einfach die Festplatte mit allen wichtigen Accounts, die ich zum Beispiel möchte, dass sie gelöscht werden oder vor allem auch Bilder, die ich möchte, dass sie halt weitergehen an meine Familie.

Speaker: Alles, was ich privat aufgenommen habe, das ist dort gespeichert.

Speaker: Ein paar Dokumente, die wichtig sind, da wo ich was dazu geschrieben habe, dass das eben an meinen Nachlass geht.

Speaker: Aber sonst habe ich da an sich ziemlich wenig.

Speaker: Ihr merkt, es gibt so viele Varianten, wie man da rangehen kann.

Speaker: Und Timo und ich, endlich haben wir es wieder, dass wir da so verschieden sind, dass wir euch auch aus vielen verschiedenen Perspektiven einen guten Tipp geben können.

Speaker: Mir fällt sofort ein, wenn ich das mit der Festplatte mache, dann habe ich an dem Punkt die Gefahr, dass die Festplatte nicht mehr funktioniert.

Speaker: Also auch da brauchst du eine gute Backup-Strategie.

Speaker: Timo wird da an alles gedacht haben.

Speaker: Aber das müsst ihr euch auch in Erinnerung rufen, immer zu hinterfragen, an welchem Punkt kann das jetzt schief gehen?

Speaker: Das ist generell ein sehr, sehr wichtiger Schritt in eurer Nachlassstrategie, wenn ihr alles einmal aufgesetzt habt, zu testen und zwar unter den realistischsten Bedingungen.

Speaker: Also nehmt ein neues Gerät, loggt euch dort in irgendwelche Accounts ein und schaut, ob das funktioniert.

Speaker: Kann euer Nachlass gut funktionieren?

Speaker: Oder ist da irgendwo ein Problem, was auftaucht?

Speaker: Da habe ich auch gleich, wenn wir über die Passwortmanager nochmal genauer reden, eine Anekdote zu.

Speaker: Wenn wir sagen, wir wollen nur bestimmte Sachen zulassen, dann ist tatsächlich der E-Mail-Account nicht die beste Anlaufstelle, weil darüber kann man sehr viel freischalten.

Speaker: Mein Prinzip ist da zum Glück ganz einfach, alles, was ich irgendwo digital mal geteilt habe oder online irgendwo mich eingeloggt habe und dort was gemacht habe, das behandle ich zumindest als öffentliches Wissen, weil das irgendwann mal in die Öffentlichkeit gelangen kann.

Speaker: Und dann ist es auch in meinem Konzept, in meinem Kopf okay, dass meine Liebsten darauf zugreifen, weil ich handle so, dass es eh öffentlich sein darf, früher oder später.

Speaker: Und alles, was nicht öffentlich sein soll, das bleibt bei mir eh offline.

Speaker: Und dann kann ich überlegen, lasse ich die Leute an meine Geräte dran?

Speaker: Ich habe zum Beispiel nicht mein Passwort für meinen Linux-Rechner oder für all meine Linux-Festplatten auf das Nachlassdokument geschrieben, weil ich denke, hey, die kommen an alles, was sie haben müssen, dran durch diesen Online-Zugang, wo auch das Wissen öffentlich sein darf.

Speaker: Und dann habe ich quasi diese Abgrenzung gemacht, dass meine Privatsphäre, die ich bei mir habe, weil wir alle haben Geheimnisse, wir alle wollen etwas verbergen, da können wir dann das Ganze auf diese Weise lösen.

Speaker: Ist aber wieder eine Frage, die ihr euch stellen dürft.

Speaker: Also es wird kompliziert und es wird sehr individuell und ihr könnt auf diesem Spektrum von ich teile sehr wenig bis hin ich teile möglichst viel euch dann frei bewegen.

Speaker: Passwort Manager, warum haben wir jetzt Bitwarden und ProtonPass empfohlen?

Speaker: Naja, unter anderem, weil sie auch eine sehr gute Strategie haben für den sogenannten Notfallzugriff.

Speaker: Der heißt bei beiden auch Notfallzugriff oder auf Englisch Emergency Access.

Speaker: Es gibt nur wenige Passwortmanager, die das so geschickt lösen.

Speaker: Das funktioniert wie folgt, ähnlich wie bei ProtonMail.

Speaker: Ich kann erlauben, dass ein anderer Account, also ein anderer Bitwarden-Account oder ein anderer ProtonPass-Account eine Zugriffsanfrage macht auf meinen Passwortmanager.

Speaker: Das muss ich aber vorher alles eingestellt haben und dann kann dieser spezifische Account eine Anfrage stellen und dann läuft ein Timer los.

Speaker: In dieser Zeit, das kann zum Beispiel 7 oder 14 Tage sein oder eine beliebige Anzahl von Tagen,

Speaker: bekomme ich in meinem Account eine Nachricht, also wenn ich noch aktiv bin, ich verwende zum Beispiel meine Passwortmanager täglich, ich würde das relativ schnell mitbekommen, dass da jemand eine Anfrage stellt und könnte das dann ablehnen oder falls es irgendeine Situation gibt, wo ich das zulassen möchte, könnte ich das auch schnell und kurzfristig zulassen.

Speaker: Aber wenn das jetzt jemand macht, der das nicht machen soll, der sich unberechtigterweise Zugriff verschafft hat auf diesen zweiten Account, der diese Anfrage stellen darf, dann würde ich das sehr schnell sehen, könnte das ablehnen und wüsste, dass das jetzt ein bisschen kompromittiert ist und müsste da wieder heran und eine neue Lösung finden oder einen neuen Account erstellen und diesem Account diesen Zugriff entziehen.

Speaker: Das ist die Möglichkeit,

Speaker: mit der ihr arbeiten könnt, weil jetzt habt ihr hier eine Situation, in der, wenn Leute Zugriff wollen, können sie das anfordern.

Speaker: Wenn das gerechtfertigt ist, dann könnt ihr das akzeptieren.

Speaker: Wenn es nicht gerechtfertigt ist, könnt ihr es ablehnen.

Speaker: Aber wenn eine bestimmte Zahl an Tagen abgelaufen ist, dann wird der Zugriff automatisch gewährt.

Speaker: Dafür ist es ja genau da, wenn ihr nicht mehr da seid, nicht reagieren könnt, dass dann die Leute nach einer Wartezeit X einen Zugriff bekommen.

Speaker: Und dieser Passwortmanager, der stellt sich heraus, der ist nicht nur gut dafür, Accounts zu speichern, sondern bei dem kann man auch seine Kreditkartendaten hinterlegen.

Speaker: Dort kann man auch Dokumente hochladen, dort kann man auch Notizen schreiben oder Anleitungen schreiben.

Speaker: Das heißt, ihr habt jetzt ein weiteres Tool, was diesen verzögerten Zugriff erlaubt, den ihr nochmal doppelt abgesichert habt und zusätzlich euer Offline-Tool, den Safe oder die Schublade, wo eure Dokumente und eure handschriftlichen Notizen drin liegen.

Speaker: Und das könnt ihr jetzt beliebig kombinieren.

Speaker: Am Ende erlaubt es sehr viele Strategien, es macht sehr viel möglich, denn jetzt könnten wir hingehen und zum Beispiel sagen, hier ist mein Benutzername und mein Login im Passwortmanager und gleichzeitig ist aber der zweite Faktor in dem Safe.

Speaker: Dort ist dann mein Backup von dem zweiten Faktor, was dann unsere Hinterbliebenen auf ihrem Handy verfolgt.

Speaker: einspielen können.

Speaker: Und dann habt ihr eure Nachlass doppelt abgesichert, also doppelt im Sinne von, es gibt zwei verschiedene Orte, wo man beide von braucht und wo dann niemand, der angreift, Zugriff auf beides hat.

Speaker: Könnt ihr euch ganz viele Konstellationen mit vorstellen.

Speaker: Wichtig an der Stelle ist, je komplizierter ihr das macht, desto schwieriger wird es natürlich auch, das zu befolgen.

Speaker: Achtet darauf, eure Hinterbliebenen sind wahrscheinlich nicht solche Technik-Nerds wie ihr und sie sind emotional.

Speaker: Das heißt, macht es dort so, dass man das sehr leicht lesen kann.

Speaker: Testet das vielleicht auch, wenn da jemand zu bereit ist aus dem Netzwerk, das dazu zählt zu den Hinterbliebenen.

Speaker: Setzt euch mit denen zusammen und geht das einmal durch, dass sie das sehen und lasst sie das ausprobieren und schauen, ob die das machen können, ohne dass ihr denen helft und

Speaker: optimiert das dahingehend, dass die darauf gut vorbereitet sind.

Speaker: Genau, also Nino hat es ja angesprochen, die ganzen Finanzangelegenheiten, da finde ich auch, man sollte sich wirklich sehr damit auseinandersetzen, weil man hat Geld an sehr vielen verschiedenen Orten.

Speaker: Banken ist noch das Einfache, da kann man einfach sagen, bei welchen Banken das ist und bei Banken ist der Nachlass einfach geregelt.

Speaker: Aber es gibt weitere Vermögenswerte, die deutlich schwieriger sind, wo man deutlich mehr Aufwand und auch deutlich mehr im Vorhinein vorbereiten muss, damit die Hintergebliebenen darauf Zugriff haben können.

Speaker: Zum Beispiel wie Edelmetalle, Wertpapierdepots oder eben auch Bitcoin.

Speaker: Und dieses Thema, da sollte man sich wirklich im Vorhinein Gedanken machen, weil das, was man sich in seinem Leben angespart hat, möchte man nicht unbedingt, dass dann die Bank, die Regierung an das Geld kommt, sondern die Hinterbliebenen dann darauf zugreifen können.

Speaker: Das Gleiche auch bei irgendwelchen Versicherungen, bei irgendwelchen Abbuchungen, Abos, Sparplänen und so weiter, dass da die Hinterbliebenen ziemlich schnell darauf Zugriff haben.

Speaker: um alles kündigen zu können.

Speaker: Also das ist auch ein Bereich, den ich im Detail beschrieben habe in meiner Nachlassplanung.

Speaker: Beim ersten Bereich, bei dem allgemeinen digitalen Leben, da habe ich ja ziemlich wenig, nur die Bilder, ein paar Notizen und so weiter.

Speaker: Der Rest soll verschlossen sein, aber bei Finanzen, da habe ich das gut dokumentiert, weil das ist auch meiner Meinung nach etwas, was den Hinterbliebenen einen positiven Vorteil bringt, wenn sie eben Zugriff auf auch ein wenig Geld haben.

Speaker: Bei den weiteren Vermögen muss man sich halt schauen, wie man das genau machen möchte.

Speaker: Zum Beispiel, wenn man ein Zollfreilager hat und keiner der Hinterbliebenen das zu Lebenszeiten weiß und die Hinterbliebenen dann keine Zugriff auf die E-Mail haben, um das nachzuschauen, dann ist es so, dass das Geld, zum Beispiel das Gold, dann in diesem Zollfreilager einfach liegen bleibt.

Speaker: Das heißt, hier müsste man sich wirklich anschauen, bei welchen Banken hat man irgendwas, bei welchen Zollfreilagern hat man irgendwas, wo liegen die Edelmetalle, die man hat, wo hat man Wertpapierdepots,

Speaker: Und dann auch noch das ganze Bitcoin-Thema, dass man das schön einmal aufschreibt und dann auch mit genauen Anleitungen, wie man darauf kommt.

Speaker: Vor allem bei Punkten, die nicht so standardisiert sind.

Speaker: Bei Banken, Versicherungen und bei Wertpapierdepots ist das ziemlich einfach.

Speaker: Aber desto mehr das in die Souveränität und Eigenverantwortung geht, wie bei Edelmetallen oder bei Bitcoin, da muss man das Schritt für Schritt auch beschreiben.

Speaker: Und da ist meine Hauptempfehlung, immer eine Person auch zu empfehlen, die dabei einem helfen kann.

Speaker: Also, dass man dann jemanden anrufen kann und diese Person gibt dann eben eine Beratung und zeigt genau auf, wie man damit arbeiten kann.

Speaker: Weil das Schlimmste, was passieren kann, dass man mehrere Bitcoin hat, die zu Lebenszeiten sicher verwahrt hat.

Speaker: Dann kommt es zum Todesfall und die Hinterbliebenen wissen nicht genau, wie man damit umgeht.

Speaker: Und entweder haben sie dann gar keinen Zugriff drauf.

Speaker: weil sie nicht verstehen, wie kompliziert das Setup ist und wie man darauf aufkommt.

Speaker: Oder sie haben Zugriff drauf und dann werden sie gescampt oder machen irgendeinen Fehler und dann ist auch das ganze Geld weg.

Speaker: Der Staat hätte gerne ein Vermögensregister von uns.

Speaker: Wir können dem jetzt Folge leisten, aber nicht für den Staat, sondern für unsere Hinterbliebenen.

Speaker: Schaut einfach, worauf sollen sie Zugriff haben und macht eine gute Aufstellung.

Speaker: Hier gibt es einen Account, hier gibt es ein Schließfach, hier gibt es einen Bitcoin-Bestand.

Speaker: Ich glaube, das ist das Wichtigste, wenn ihr eine Sache mitnehmt, ist der wichtigste Tipp, habt Leute, die sich auskennen, die auch ein bisschen distanzierter sind, also Freunde vielleicht, aber jetzt nicht Familienmitglieder oder eure Liebsten, die sich gut genug auskennen, dass sie beratend zur Seite stehen können und fragt die, ob es okay ist, dass ihr in eurem Nachlassdokument deren Kontaktdaten teilt, dass die dann kontaktiert werden können bei Nachfragen.

Speaker: Das ist sehr viel wert und ich glaube, das werden eure Hinterbliebenen auch sehr zu schätzen wissen.

Speaker: Ich habe noch einen kleinen Lifehack, was das Thema Banken angeht.

Speaker: Erfahrungsgemäß, ich habe schon zumindest Horror-Stories diesbezüglich gehört, lassen die nicht so einfach Konten freigeben.

Speaker: Ist vielleicht auch ein Sicherheitskonzept auf deren Seite, kann man irgendwie begründen, aber...

Speaker: bis so ein Totenschein ausgestellt wird und bis dann die Mühlen der Bürokratie auch bei den Banken dafür sorgen, dass so etwas freigegeben wird, bei Versicherungen das gleiche Spiel, kann viel Zeit ins Land ziehen und eine Beerdigung muss bezahlt werden.

Speaker: Vielleicht werden weitere Abbuchungen gemacht oder etwas anderes.

Speaker: Es entstehen Kosten und dadurch wäre es gut, wenn eure Hinterbliebenen schnell Zugriff auf euer Geld, vor allem eure flüssigen Mittel hätten.

Speaker: Was ich hier als Lifehack anbieten kann, ist, dass man sich Terminüberweisungen einstellt und das kann man zum Beispiel in einem Jahr machen, aber man kann es natürlich auch monatlich machen oder auf eine andere Weise.

Speaker: Und dann sich ein Kalenderevent setzt und diese Überweisung dann abbricht, wenn man sie gerade nicht machen möchte.

Speaker: Worauf läuft das hinaus?

Speaker: Ich könnte jetzt mein Vermögen, angenommen, ich spinne jetzt mal ein bisschen, das ist keine reale Zahl, aber angenommen, ich hätte 50.000 Euro auf dem Konto.

Speaker: Wäre doof, wenn die Hinterbliebenen dann nicht zeitnah darauf zugreifen könnten.

Speaker: Ich könnte jetzt sagen, ich mache eine monatliche Überweisung von 10.000 Euro, dann wäre spätestens in fünf Monaten das ganze Geld bei meinen Hinterbliebenen.

Speaker: Oder ich mache jeden Monat zehn Überweisungen nach 10.000 Euro richtig ein,

Speaker: dass die dann auf einen Schlag rübergehen.

Speaker: Warum in kleinen Stückelungen?

Speaker: Du weißt ja nicht genau den Kontostand zu deinem Tod.

Speaker: Deshalb wäre es gut, wenn du dort einen Großteil von dem Geld überwiesen bekommst.

Speaker: Hat jetzt zur Folge, dass das Geld nie mein Konto verlässt, wenn ich lebe und das aktiv verhindern kann.

Speaker: Aber wenn ich nicht mehr auf dieses Konto zugreifen kann, aus welchem Grund auch immer, würde nach einer Zeit X, ähnlich wie beim Passwortmanager mit der Anfrage, das Geld überwiesen werden und zwar in Stückelungen, sodass ein Großteil von dem Geld da ist.

Speaker: Wenn ich 52.000 Euro auf dem Bankkonto habe und 10 mal 10.000 Euro überweise, dann würden 50.000 davon sehr schnell überwiesen.

Speaker: an die Person, die es gerade dringender braucht, überwiesen werden.

Speaker: Also das finde ich eine schöne Idee, dass man auch die Systeme, die schon in den Banken vorhanden sind, zu anderen Zwecken nutzen kann, um diesen ganzen bürokratischen Weg zu umgehen.

Speaker: Und überlegt euch, ob es da vielleicht auch andere Mittel gibt.

Speaker: Bei Bitcoin könnte man sowas auch automatisieren oder Bitcoin zu einem bestimmten Zeitpunkt sperren auf der Blockchain.

Speaker: Solche Sachen gibt es.

Speaker: Überlegt euch genau, was ihr da tut.

Speaker: Also da braucht es sehr viel Expertisen wissen.

Speaker: Da würde ich eher hingehen und mein Seed und meine Passphrases sicher übermitteln an die Hinterbliebenen und eine Vertrauensperson, die ihnen dann hilft, das zu benutzen.

Speaker: Aber da ist natürlich jedem das Ganze selbst überlassen.

Speaker: Beim Thema Bitcoin ist wirklich ein sehr, sehr großes Thema, weil da ist man komplett in der Eigenverantwortung, in der Souveränität.

Speaker: Das heißt, hier wollen wir im Podcast jetzt nicht ins Detail darauf eingehen, weil ich glaube, dazu könnte man auch eine ganze Folge machen.

Speaker: Aber diese Folge ist dann wirklich nur zu nischisch für zu wenige Personen.

Speaker: Vielleicht machen wir es irgendwann in der Zukunft, wenn wir keine weiteren Folgenideen haben.

Speaker: Dann kommen wir darauf zurück.

Speaker: Aber jetzt nur sehr kurz, dass man sich damit auseinandersetzen soll.

Speaker: Wie genau?

Speaker: Ich habe da ein paar Sachen im Buch geschrieben.

Speaker: Wir haben auch auf der Webseite eine Anleitung zum Vererben, also die einfachsten Möglichkeiten, die man machen kann.

Speaker: Aber auch hier bei der Vererbung kann man wirklich sehr ins Detail gehen mit auch bei Bitcoin irgendwelchen Terminüberweisungen, die man dann stornieren muss.

Speaker: Das ist wirklich ein sehr, sehr großes Thema.

Speaker: Falls euch das interessiert, würde ich einmal euch empfehlen, auch in die Signal-Gruppe zu kommen, in die Bitcoin-Signal-Gruppe.

Speaker: Da gibt es ziemlich viele Diskussionen auch zu diesem Thema.

Speaker: Wenn ihr da irgendwelche Fragen habt, wie man das einfach einrichten kann oder sogar zu irgendwelchen schwierigen Setups Fragen habt, was da die Vor- und Nachteile sind, könnt ihr da gerne einkommen.

Speaker: Das ist unter privatopia.de.

Speaker: Kein so schönes Thema.

Speaker: Ich glaube, es ist umso wichtiger, dass wir uns damit einmal auseinandersetzen.

Speaker: Die Hinterbliebenen werden es uns danken.

Speaker: Und zum Abschluss, wenn man das einmal hinter sich hat, das kann ich aus Erfahrung sagen, ist das ein sehr gutes Gefühl.

Speaker: Man schläft viel besser, man weiß, es ist alles da.

Speaker: Also wenn mir was passiert, wenn ich jetzt nicht mehr aufwachen sollte nach dem Einschlafen, dann ist zumindest für alle gesorgt.

Speaker: Und klar sind die da traurig, aber sie haben immerhin nichts.

Speaker: Die bestmögliche Zeit, weil sie nicht noch genervt werden oder von Themen überfordert werden, die ich hätte verhindern können oder vereinfachen können.

Speaker: Also da tut es gut, sich intensiv mit auseinanderzusetzen und es kann auch Stunden dauern, sich das hier aufzusetzen.

Speaker: wichtig an dem Punkt ist noch einmal, testet diesen Prozess, wenn er einmal aufgesetzt ist.

Speaker: Da hatte ich nämlich bei Bitwarden das Problem, jetzt kommt die Anekdote, dass ich das aufgesetzt habe, gedacht habe, funktioniert alles super.

Speaker: Ich konnte mich auch einloggen auf meinem Geräten in den anderen Account, hat alles geklappt.

Speaker: Und dann habe ich mal erst Monate später das nochmal ausprobiert von einem anderen Endgerät.

Speaker: Und auf einmal kam genau das, dass der Bitwarden gesagt hat, oh, anderes Endgerät für diesen Account, bitte noch einmal kurz die E-Mail bestätigen.

Speaker: Problem war, diese E-Mail von diesem Account, die war wieder im Passwortmanager gespeichert.

Speaker: Also das heißt, da hätte es einen Zirkelschluss gegeben und die Leute wären dort direkt am Anfang gescheitert, um auf den Passwortmanager zuzugreifen.

Speaker: Genau das ist in meiner Strategie aber ein elementarer Schlüsselbaustein, dass der Passwortmanager für die verfügbar ist, weil sonst fehlt ihnen immer ein Puzzleteil zu den jeweiligen Zugängen.

Speaker: Das ist so mein zweiter Faktor quasi, der Passwortmanager.

Speaker: Deshalb musste ich dann überlegen, wie gehe ich damit um.

Speaker: In Bitwarden gibt es die Option, dass man das ausschaltet, dass dann bei einem neuen Gerät keine Sicherheitsprüfung passiert.

Speaker: Das kann man in Einstellungen machen und das habe ich dann auch gemacht, weil das ist ja ein Lehrer-Account, ein Dummy-Account, der nur dafür da ist, diese Anfrage zu stellen, diese Notfallzugriffsanfrage und da darf dann auch ruhig jeder rein, weil ich habe ja immer noch Zeit, diese Anfragen abzulehnen.

Speaker: Da überlegt euch, wie ihr damit umgeht.

Speaker: Das ist ein gutes Beispiel, warum der Test so wichtig ist.

Speaker: Genauso, wenn ihr verschlüsselte Festplatten gebt, guckt, dass die noch funktionieren und guckt, dass die auf einem anderen Gerät, wenn man das Passwort händisch eingibt, dass das alles funktioniert und dass da keine Fehler passieren in der Übertragung.

Speaker: Lasst das vielleicht auch dann von einer anderen Person, wenn die sich dazu bereit erklärt, durchlaufen diesen Test.

Speaker: Wenn das alles erfolgt ist, lass das nicht jahrelang liegen, sondern meine Empfehlung wäre dann, diesen Prozess einmal pro Jahr nochmal herauszukramen, sich durchzulesen und auch nochmal zu testen, weil erstens kann es sein, dass sich in der Zwischenzeit was verändert hat und dass dadurch die Anleitung nicht mehr so korrekt ist oder dass man etwas Neues beachten muss.

Speaker: Und natürlich ist in dem Jahr auch was passiert.

Speaker: Vielleicht habt ihr ja neue Vermögen angehäuft oder neue Accounts erstellt oder neues Abo abgeschlossen und dann solltet ihr das auf eure Anleitung entsprechend ergänzen.

Speaker: Also ein guter Rhythmus ist da einmal im Jahr eine Erinnerung zu haben, um dort alles nochmal zu überprüfen und zu aktualisieren.

Speaker: Auch ein Vorteil bei dem ganzen Ding ist, weil das ja ein ziemlich trauriges Thema ist, dass man seine eigene Privatsphäre und Sicherheitsstrategie in diesem ganzen Prozess einmal analysieren kann und verbessern kann.

Speaker: Zum Beispiel, als ich das selber gemacht habe, habe ich auch ein paar Fehler gesehen in meiner eigenen Backup-Strategie, dass ich so einen Grundkreis hatte, wie Nino das beschrieben habe, dass ich dann mit meinem Backup nicht auf den Passwortmanager komme, weil ich dafür die Zwei-Faktor-Authentifizierung brauche, die dann auf einem verschlüsselten dritten Medium lag, für das das Passwort auch im Passwortmanager ist.

Speaker: Genau solche Punkte fallen auf, wenn man das einmal alles auch für seine Nachlass dokumentiert und theoretisch sich einmal durchdenkt, wie genau wäre jetzt dieser Prozess Schritt für Schritt für Schritt.

Speaker: Und so kann man auch ziemlich viel für seine eigene Privatsphäre und Sicherheit lernen.

Speaker: Zu guter Letzt würde ich sagen, digitaler Minimalismus, das haben wir ja auch in der Folge besprochen, die werden wir auch verlinken, ist hier ein ziemlich guter Aspekt, denn desto weniger Daten man online hat, desto weniger Accounts man online hat, desto einfacher wird es dann für den Nachlass.

Speaker: Das heißt, auch hier macht es Sinn, zu Lebenszeiten ein wenig aufzuräumen zwischen seinen Accounts, die zu löschen, die man nicht mehr braucht und denen nicht mehr wichtig sind, denn dadurch hat man einerseits selber eine höhere Privatsphäre, wenn man diese Accounts nicht hat und auch für den Nachlass ist es dann deutlich einfacher.

Speaker: mehr Privatsphäre und mehr digitaler Minimalismus durch die Nachlassstrategie.

Speaker: Die Verknüpfung hätte ich jetzt nicht hergestellt, aber super, dass wir da angekommen sind.

Speaker: Es gibt natürlich noch ein paar andere Möglichkeiten, was man machen kann.

Speaker: Die sind dann noch weiter fortgeschritten.

Speaker: Also bei Bitcoin denke ich da an eine Multi-Sig-Wallet und bei allen anderen Daten rund um das Thema Nachlass denke ich da gerade an eine ziemlich coole Open-Source-Software, die jetzt kürzlich Open-Source geworden ist, nämlich Superbacked.

Speaker: Das können wir alles mal verlinken, gute Hinweise darauf, wie das funktioniert.

Speaker: Die Idee dahinter ist immer, dass man eine Renudanz einbaut und zwar nicht, dass man ein einfaches Backup macht, wo jemand dann, der auf das Backup zugreifen kann, auch gleichzeitig den Vollzugriff bekommt, sondern dass man eine 2 aus 3 Strategie zum Beispiel fährt.

Speaker: dass es drei verschiedene Backup-Teile gibt.

Speaker: Jedes einzelne ist für sich genommen nicht gut, aber man könnte jetzt, wenn man zwei beliebige davon zusammenführt, wieder an seine Daten rankommen.

Speaker: Das kann man nutzen, ist natürlich mit mehr Aufwand verbunden, hat auch wieder andere Quirks.

Speaker: Also da würde ich empfehlen, das nur zu machen, wenn man genau weiß, wofür man das braucht.

Speaker: Ich denke da gerade an Family Offices zum Beispiel, die einen Nachlass gestalten wollen mit verschiedenen Parteien,

Speaker: Oder wenn es mehrere Erben gibt, die sich aber zusammen einigen sollen.

Speaker: Solche Themen könnte man sich vorstellen.

Speaker: Aber dafür brauchst du dann auch die entsprechende technische Expertise.

Speaker: Also das nicht einfach so blind machen, weil das könnte auch schnell nach hinten losgehen.

Speaker: Wir werden all diese Themen noch in den Shownotes verlinken.

Speaker: Bleibt aber bei dem, wo ihr euch wohlfühlt und haltet es lieber einfach als zu sicher und dann am Ende viel zu sicher auch für die Hinterbliebenen.

Speaker: Tja, wenn es keine weiteren Punkte bei dir gibt, Timo, dann schlage ich vor, schließen wir das traurige, aber wichtige Thema an der Stelle ab.

Speaker: Vielleicht wollen wir ja noch unsere eigenen Sachen teilen, oder?

Speaker: Ja, ich kann es nochmal zusammenfassen, aber wie gesagt, ich bin eher auf dem Ende des Spektrums, der sagt, ich möchte ziemlich wenig teilen und nur die wichtigsten Sachen, die ich manuell geteilt habe.

Speaker: Ich habe die Finanzsachen alle dokumentiert auf einem physischen Papier, dem dann ganz genau steht, wie man darauf zukommt, mit einer Kontaktperson, an der sich mein Nachlass orientieren kann, um auf meine Bitcoin-Angelegenheiten Zugriff zu bekommen, weil mein Bitcoin-Setup ist ein wenig komplizierter.

Speaker: Und dann parallel dazu habe ich einfach eine verschlüsselte Festplatte mit dem Passwort, das ich meinem Nachlass geben kann.

Speaker: Mit eben zum Beispiel Bildern, verschiedenen Notizen und verschiedenen anderen Daten, die ich bereit bin zu teilen.

Speaker: Und die habe ich wirklich im Vorhinein ausgewählt, was da rein soll.

Speaker: Und das aktualisiere ich dann ungefähr halbjährig oder je nachdem, wann ich immer Lust habe, aktualisiere ich das.

Speaker: Und da habe ich auch zwei verschiedene Kopien an verschiedenen Orten.

Speaker: Also sehr, sehr simpel mein Setup.

Speaker: Nur eine Festplatte und eben die Finanzangelegenheiten separat.

Speaker: Und manchmal ist das auch die beste Idee, alles simpel zu halten.

Speaker: Ich habe es komplexer gemacht, weil mein Zugang ist an vielen Stellen über viele Geräte.

Speaker: Da haben wir wieder das Problem mit dem Home Setup.

Speaker: Timo ist sehr konzentriert in seiner Arbeit und in dem, wie er mit der digitalen Welt interagiert.

Speaker: Ich habe so viele verschiedene Geräte-Accounts, dann beruflich und privat und so alles getrennt, verschiedene Passwortmanager.

Speaker: Da wird es unangenehmer.

Speaker: Also meine Hinterbliebenen, die werden ein bisschen mehr leiden.

Speaker: Meine Lösung sieht dann aber vor, möglichst alles schön aufgeschrieben zu haben.

Speaker: Also ich habe ein Dokument, das ist mehrere Seiten lang.

Speaker: Das habe ich am PC getippt, damit ich es schnell ausdrucken kann und aktualisieren kann.

Speaker: Aber die wichtigen Punkte dort, wo es dann heißt, diese E-Mail-Adresse, dieses Passwort oder diese wichtige Information, die schreibe ich dann nachträglich mit einem Kugelschreiber da drauf.

Speaker: Wahrscheinlich wäre Bleistift sogar besser für Nachhaltigkeit, weil der Kugelschreiber kann verblassen.

Speaker: Aber da ich das ja eh jedes Jahr neu mache, ist das in Ordnung.

Speaker: Diese Dokumente, die lasse ich dann zusammen mit allem, was physisch vorhanden ist, wie jetzt irgendwelche Vollmachten oder so, im Safe liegen und an einem weiteren Ort woanders.

Speaker: Und in dieser Anleitung steht dann auch drauf, wie man diesen Notfallzugriff anfragt.

Speaker: Als weitere wird dann in den Passwortmanager, in den Notizen und Dokumenten dort erklärt.

Speaker: Ganz wichtiger Punkt ist, dass ich bei jedem Thema, wo es ein bisschen komplizierter wird, drei Leute habe, die unterschiedlich sind, aus unterschiedlichen Zirkeln, dass ich sage, hey, ruf zuerst den an.

Speaker: Wenn du den nicht erreichen kannst, dann ruf den an und dann ruf den an.

Speaker: Weil wäre ärgerlich, wenn ich bei einem Autounfall sterbe und dort zwei von den drei Leuten drin sitzen, also wenn meine Vertrauenspersonen auch zur gleichen Zeit nicht mehr da sind.

Speaker: Deshalb ist gut, Renudanz zu haben und mehr als eine Person, der man vertrauen kann, die dann zu nennen.

Speaker: Genau, dann war es mit der Folge.

Speaker: Das waren jetzt wirklich eher Ideen, die wir geben können, weil das ein sehr individuelles Thema ist.

Speaker: Ich hoffe, ihr habt auch ein paar Ideen gefunden, auch für euch, wie ihr das alles umsetzen wollt.

Speaker: Wichtig ist halt, dass man auch damit anfängt und es nicht nach hinten verschiebt.

Speaker: Das ist ja sehr, sehr ähnlich zum Thema Backups.

Speaker: Der Nachlass ist ja ein Backup für den Nachlass.

Speaker: Das sind wirklich Themen, die machen nicht so viel Spaß, aber leider sind es Themen, die man machen muss und deswegen nicht zu sehr aufschieben.

Speaker: sondern vielleicht jetzt auch direkt nach der Folge schon mal die allerersten Schritte umgehen und überlegen, was wollt ihr denn überhaupt sichern.

Speaker: Falls ihr irgendwelche Fragen habt, ich habe es ja vorhin erwähnt, schon beim Bitcoin-Thema, auch beim Privatsphäre-Thema, wir haben diese zwei Communities auf Signal, da könnt ihr gerne reinkommen und fragen, wie wir das zum Beispiel in einem spezifischen Fall machen wollen.

Speaker: Oder ihr könnt auch mal eure Ideen dazu teilen, wie ihr das aufgebaut habt.

Speaker: Das könnte auch für uns dann spannend sein und vielleicht in der zukünftigen Folge können wir das erwähnen.

Speaker: Und falls euch der Podcast gefällt, würde es uns sehr freuen, falls ihr eine gute Bewertung dalassen könnt und einmal den Podcast teilen könnt.

Speaker: Vielen Dank und dann freue ich mich aufs nächste Mal.

Speaker: Ciao, ciao.

Speaker

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