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Episode 3 – Was nun, Herr Merz?

Friedrich Merz geht All-In. Die Union will die Asylpolitik verschärfen und nimmt dafür AfD-Hilfe billigend in Kauf. Es folgt ein Politikbeben, mit denkwürdigen Debatten, Posen und Protesten. Tobias, Lennart und Dennis diskutieren über den Gamechanger des Wahlkampfs, Höllentore und die Frage: War es das wert oder hat Friedrich Merz sich verpokert?

Transcript

Speaker: Es geht Schlag auf Schlag. Nicht nur in der Politik, sondern auch bei uns im Podcast, die K -Frage, der Podcast über politische Kommunikation. Gerade die ersten zwei Folgen draußen, da geht es schon weiter, denn es gibt aktuelle Themen, über die wir gerne sprechen wollen. Wir sind in dem Fall Dennis, Tobias und ich.

Speaker: Lennart, ich moderiere hier den Podcast, bin gelernter Tageszeitungsredakteur und arbeite in der Kreation einer Werbeagentur. Kurz zu dir, Dennis. Ja, hallo zusammen. Ich bin Dennis, ich bin gelernter Redakteur, Texte und arbeite heute als Senior Corporate Communications Manager für ein weltweit tätiges Unternehmen. Fehlt noch Tobias in der Runde.

Speaker: Ja, hallo auch von mir, ich bin Tobias und leite eine mittelständische Werbeagentur und eine Digitalagentur. So, und jetzt geht's los. Was für eine Woche, wenn man sich für Politik und für politische Kommunikation interessiert?

Speaker: ging ruhig los. Und seit Mittwoch, würde ich sagen, hat sich mindestens mal der Wahlkampf, wenn nicht sogar mehr, in der politischen Landschaft verändert. Was genau ist passiert? Dennis, du hast den Überblick. Vielen Dank, Lennart. Eine äußerst dankbare Aufgabe.

Speaker: die Situation der letzten Tage zu beschreiben. Wie du schon gesagt hast, ist es sehr, sehr viel passiert. Also ich fange vielleicht einmal kurz damit an. Am 29. Januar hat die Unionsfraktion zwei Anträge zur Verschärfung der Migrationspolitik in den Bundestag gegeben. Der erste Antrag ist durchgekommen mit Stimmen der Union, mit der FDP und, was sehr, sehr wichtig ist, mit allen Stimmen der AfD. Der zweite Antrag ist abgelehnt worden.

Speaker: Dieses Vorgehen von der Union hat sehr, sehr viel Kritik in der Öffentlichkeit hervorgerufen, sehr, sehr viel Kritik von den anderen Parteien und Friedrich Merz hat das dann im Anschluss verteidigt mit dem Zitat, das, was in der Sache richtig ist, wird nicht falsch, dadurch, dass die Falschen zustimmen.

Speaker: Wolf Mützenich hat zum Beispiel gesagt, dass die Union aus der politischen Mitte dieses Hauses ausgebrochen ist. Angela Merkel hat das Vorgehen sehr, sehr stark kritisiert. Dann heute am 31. Januar kam es zur nächsten Abstimmung und zwar über das sogenannte Zustrombegrenzungsgesetz der Union. Da hatten die AfD, FDP und das BSW im Vorfeld bereits Zustimmung signalisiert. Ja, März hatte das mit der Hoffnung verknüpft, dass die

Speaker: Sozialdemokraten, Zitat, die Kraft finden, dem Vorschlag von uns zuzustimmen. Das haben sie dann nicht getan. Es hat intensive Gespräche gegeben.

Speaker: Eine sehr, sehr hitzige Debatte. Auch hier wieder Wolf Mützenich, der von einem Sündenfall und einem Tor zur Hölle gesprochen hat. Der Antrag ist gescheitert. Die Reaktionen danach sind sehr, sehr heftig ausgefallen. Merz hat die FDP mitverantwortlich gemacht, dass es nicht geklappt hat. Weidel hat es Demontage von Merz genannt. Habeck hat Merz kritisiert. Vielleicht da noch wichtig für den Hintergrund.

Speaker: Der Antrag ist nicht bzw. das Gesetz ist nicht durchgegangen, unter anderem deswegen, weil auch zwölf Unionsabgeordnete ihre Stimme nicht abgegeben haben. Die AfD hat geschlossen dafür gestimmt. Die SPD und die Grünen haben geschlossen dagegen gestimmt. Und ja, da sind wir jetzt. Wie gesagt, es ist sehr, sehr viel passiert und es bleibt spannend, was in den nächsten Tagen passiert wird und wie das aufgenommen wird. Genau.

Speaker: Und ich frag mich irgendwie seit heute, jetzt haben wir uns über die Parteien, ihre Wahlkampfstrategien, die Anfänge des Wahlkampfs mit Plakaten etc. schon unterhalten. Tja, ist jetzt alles anders. Also ich frag mich wirklich seit heute, ist nicht der komplette Wahlkampf nochmal resettet und wir gehen an völlig andere Themen. Man könnte provokant ja sogar fragen, Tobi, war es das für Friedrich Merz?

Speaker: Tja, das ist eine gute Frage, die sehr spannend jetzt wird. So oft auf die ersten Reaktionen würde ich sagen, nee, war es nicht. Weil, was soll die CDU jetzt machen? Sie können jetzt drei Wochen vor der Wahl den Kanzlerkandidaten nicht austauschen.

Speaker: Und Merz von seiner Seite hat ja auch schon gesagt im ARD Brennpunkt, dass es aus seiner Sicht richtig war, es zu machen, dass er es auch wieder so machen will. Gut, das muss man jetzt natürlich auch mit Vorsicht einordnen. Was soll er auch sonst sagen? Aber er ist auf jeden Fall aus seiner Sicht ja jetzt nicht kurz vor dem Rücktritt. Also insofern, nee, das war es noch nicht. Aber es wird natürlich jetzt sehr spannend, wie die CDU das Ganze versucht, kommunikativ für sich zu drehen eben.

Speaker: Weil wir müssen ja schon ehrlich sagen, die Bilder, die wir gerade so bekommen, sind ja teilweise schon sehr wirksam. Also es gibt Demonstrationen vor CDU -Zentralen, teilweise in den Ländern und gleichzeitig eine feixende AfD, die ja sich zeigt als die eigentlichen, die als Einzige irgendwie geschlossen gestimmt haben.

Speaker: Ich frag mich so ein bisschen denn es da du ja auch dir gerne Gedanken über Inhalte machst wie.

Speaker: Ja, wie wird aus deiner Sicht die CDU weitermachen können? Gibt es ein Narrativ, was man finden kann, wo man in der Kommunikation sagen könnte, ey, das bringt uns sogar weiter, was jetzt passiert ist? Weil ein Gro der Medien sagt ja aktuell, das war eine Katastrophe, dass Merz diese Idee hatte, das so zu machen und teils sehr harsh kritisiert. Kann man da rauskommen?

Speaker: Naja, also ich kann mir schon vorstellen, dass sie da rauskommen, weil die Union wird jetzt natürlich für sich reklamieren, entschlossen gehandelt zu haben. Das, was die Ampelregierung die letzten Jahre in ihren Augen versäumt hat, eine wirkliche Wende in der Asyldebatte herbeizuführen, hat sie jetzt natürlich gemacht. Also das heißt, sie hat Entschlossenheit demonstriert.

Speaker: Sie hatten Gesetz vorgebracht, was nicht angenommen wurde von der Ampelregierung. Sie kann damit staatspolitische Verantwortung für sich reklamieren. Das heißt, ich würde jetzt nicht ausschließen, dass es ein

Speaker: Das ist auch verfängt in vielen Teilen der Bevölkerung, weil das haben ja auch Umfragen gezeigt, die sich natürlich teilweise so ein bisschen widersprechen, aber einige sagen, dass 70 -80 % der Wahlberechtigten einen stärkeren bzw. einen schärferen Kurs in der Asylpolitik fordern. Und ich denke mal, den Punkt wird die Union in den nächsten Tagen definitiv aufgreifen.

Speaker: Was ich mir nur die ganze Zeit frage ist ja auch irgendwie, wenn man auf die andere Seite guckt sozusagen. Wir haben eine Bundestagsdebatte hinter uns, wo es wirklich heftige Attacken gab, auch durchaus teils auf persönlicher Ebene. Du hast gerade davon gesprochen, wir reden vom Tor zur Hölle.

Speaker: Mir fällt jetzt nicht viel Höheres ein, was man sozusagen erst mal verbal eröffnen könnte. Vielleicht auch kurz, Tobi, ich weiß nicht, hast du dir da Gedanken zugemacht, auf die andere Seite geguckt, wie soll denn jetzt die Kommunikation von Rot -Grün eigentlich weiterlaufen, auch in Bezug auf zukünftige Koalitionen etc. in diesem Wahlkampf?

Speaker: Ich glaube, da muss man so ein bisschen unterscheiden zu dem Zeitpunkt jetzt bis zur Wahl und danach. Also danach sind die Karten irgendwie neu gemischt und dann wird man aufeinander zugehen.

Speaker: Natürlich ist es irgendwie schwieriger geworden, aber das war es ja in der Ampel und durch den Ampelbruch auch sowieso schon. Wenn man jetzt guckt, dass drei der vier klassischen demokratischen Parteien der Mitte, sag ich jetzt mal, ja sowieso schon im totalen Clinch irgendwie waren und sind und sich gegenseitig mit Schuldzuweisung überzogen haben.

Speaker: So und Rot -Grün jetzt ja auch tendenziell keine super Freunde der CDU sind, ist das Ganze sowieso schon nicht ganz einfach und jetzt natürlich noch schwieriger geworden, aber nach der Wahl ist es halt einfach eine Situation.

Speaker: wo die, die dann eben über eine Koalition reden können, sich zusammenraufen müssen. Ich meine, dass das kein Selbstverständnis ist, dass das klappt, hat man jetzt in Österreich gerade gesehen, wo ja quasi das Pendant zur CDU mit dem Pendant der SPD und ein Stück weit mit der FDP, also die Neos sind eine liberale Partei.

Speaker: Koalitionsverhandlungen gemacht haben, uns eben nicht durchgekriegt haben, auch in dem Wissen, dass die Alternative dann höchstwahrscheinlich eine Partei unter Führung der rechtsextremen FPÖ ist. Und das kann natürlich jetzt im gleichen Fall nicht bei dieser Wahl in Deutschland passieren, aus meiner Sicht. Also, dass dann plötzlich die AfD irgendwie eine Koalition macht, das glaube ich auch weiterhin, dass die CDU dazu nicht bereit ist,

Speaker: Aber man wird sich dann irgendwie finden müssen. Ich glaube auch nicht, dass die Union dazu bereit ist, weil das hat Friedrich Merz in vielen, vielen Interviews ganz klar gemacht, dass er sein persönliches politisches Schicksal daran knüpft, mit den da, Zitat, nicht zusammenzuarbeiten. Da würde ich ihm jetzt mal diesen Vertrauensvorschrung geben, auch wenn sicherlich die eine oder andere Aussage, die er im Vorfeld getätigt hat, jetzt ein bisschen einkassiert werden musste.

Speaker: Wir haben uns ja vorhin eigentlich nach dieser Bundestagsdebatte kurz zusammen getickert und gesagt, wir müssen uns heute Abend einmal kurz treffen und wollen ein bisschen versuchen, in die Glaskugel zu gucken, was erwartet uns jetzt vielleicht noch in den nächsten Wochen. Trotzdem vielleicht, bevor wir nach vorne gucken, noch einmal kurz für mich, aber weil ich es für mich immer noch nicht so ganz klar habe.

Speaker: Warum, glaubst du, Dennis, hat sich Friedrich Merz entschieden, überhaupt diese Anträge mit der CDU einzubringen und jetzt abstimmen zu lassen? Weil ich fand ihn vorher kommunikativ eigentlich stark, indem er gesagt hat, wenn ich gewählt werde, nutze ich meine Richtlinienkompetenz, um das durchzusetzen. Aber damit hat er sich ja Optionen eröffnet. Hältst du es für einen Fehler, so rum gesagt, dass er noch einen Schritt weitergegangen ist?

Speaker: Also ich erinnere mich an unsere Folge, als wir den Wahlkampf von der CDU CSU analysiert haben. Und da ging es eben auch um das Auftreten und das Verhalten von Friedrich Merz. Und da stand so ein bisschen die Frage im Raum, ob er nicht zu eratischem Verhalten neigt und eventuell nicht doch noch einen Fehler begeht, auf den die SPD und die anderen Parteien lauern.

Speaker: Und ich meine mich zu erinnern, dass wir uns relativ einig waren, dass er im Moment sehr, sehr staatsmännisch auftritt und wir mehr oder weniger so ein Fehler ausgeschlossen haben. Das würde ich jetzt hiermit ein bisschen einkassieren oder was heißt ein bisschen einkassieren, denn egal wie man jetzt dazu steht, ob man das gut findet, ob man das schlecht findet.

Speaker: Strategisch clever ist es sicherlich nicht gewesen, wenn wir jetzt die Debatten verfolgen. Und vor allem muss man ja auch sagen, es ist ohne Not passiert. Er hätte es ja nicht machen müssen. Und da kann man sich dann natürlich schon zu Recht auch die Frage stellen,

Speaker: Eignet sich jemand, der so handelt, dann unbedingt für das Amt als Kanzler? Oder läuft man da nicht die Gefahr, dass er dann da auch so eratisch handelt? Und das ist natürlich genau die Kerbe, in die Olaf Scholz und Co. auch seit Wochen schlagen. Und Friedrich Merz hat das jetzt hiermit leider bestätigt. Tobias Nickt sozusagen zustimmt. Siehst du es also genauso, dass der Schritt nicht notwendig war?

Speaker: Ja, das würde ich grundsätzlich schon so sehen, weil nach dem Attentat von Aschaffenburg hat er ja mehr oder weniger angekündigt, dass wenn er Kanzler ist, dann a la Trump quasi gleich mit

Speaker: ja, mit seiner Richtlinienkompetenz Dinge anzuschieben. Und damit hatte er im Grunde das, ja, so ein bisschen die kommunikative Hoheit. Also er hatte sich damit schon so platziert, als der, der dann endlich mal was tut, im Gegensatz aus seiner Sicht zur Ampel oder zu Scholz. Und das hätte es dann natürlich auch erstmal irgendwie sein können. Und dann wäre es wahrscheinlich oft bei solchen Debatten gewesen. Es wäre natürlich noch ein paar Tage Thema gewesen.

Speaker: So dann wäre es aber wahrscheinlich wieder zu anderen Themen gekommen, die dann in den Vordergrund gerückt werden oder zumindest hätte die CDU dann aus CDU -Sicht kommunikativ wieder auf das Thema Wirtschaft gehen können, was hatten wir auch analysiert, eigentlich ihr stärkstes Thema dann ist, weil Friedrich Merz da die höchste Kompetenz zuweisen hat, weil das Thema eigentlich das größte in Deutschland ist und dann hätte man den Wahlkampf wieder darauf lenken können.

Speaker: Ursprünglich mal hatte auch die CDU oder auch Friedrich Merz ja gesagt, will alle Themen im Wahlkampf, aber nicht das Thema Migration. Das Thema bringt halt nur der AfD was, da waren sich ja eigentlich alle einig. So und jetzt ist es das Hauptthema. Tobias, du hast das Stichwort gerade schon gebracht, Trump. Und tatsächlich glaube ich, man kann

Speaker: die Unterzeichnung der Dekrete nicht lösen von den beiden Anträgen, die die Union jetzt eingebracht hat bzw. das Gesetz, das die Union auch eingebracht hat, weil es natürlich so eine Politik der Entschlossenheit ist. Das heißt, die Wette ist im Prinzip, dass die Leute, die Wählerinnen und Wähler seit Jahren darauf warten, dass wirklich was passiert. Wir hatten eben schon gesagt, 80 Prozent oder wie viele es dann auch immer sein mögen, wünschen sich einen schärferen Kurs in der Migrationspolitik.

Speaker: Dann kann man den Parteien durchaus vorwerfen, dass da bisher nichts passiert ist und die CDU hat jetzt halt geliefert und ich glaube, das ist die Wette, die sie im Endeffekt eingehen, dass die Wähler das honorieren werden.

Speaker: Ja, wie du sagst, genau, es ist eine Wette. Also es war nicht die Notwendigkeit, weil Friedrich Merz lag vorne. Wir haben bei der Analyse über die Umfragen gesprochen. Es war natürlich vielleicht noch nicht da, wo sich die CDU das gewünscht hat, aber er ist natürlich mit deutlichem Abstand vorne.

Speaker: In der Ausgangslage hätte er dann, ja, Entschlossenheit zumindest zum Ausdruck bringen können, aber das natürlich erst mal so weiter laufen lassen können. Die Werte sind seit Wochen stagniert. Vielleicht wollte er genau damit jetzt in die Offensive gehen und nochmal so die letzten Prozentpunkte rauszukitzeln. Genau, das könnte das Kalkül gewesen sein. Also wenn man jetzt sagt, okay, es war nicht eine Überreaktion, sondern es war, ich habe

Speaker: Auch gehört zum Beispiel von Frank Staus, dem SPD -nahen Wahlkampfberater, dass er sagt, okay, die geben wegen ihrer Ideologie und weil sie wirklich dran glauben an das, was sie da wollen, geben sie die Wahltaktik auf. Das war so ein bisschen die Kritik oder die Feststellung. Und wenn man sagt, okay, es war halt nicht nur eine Kurzschlussreaktion, sondern Friedrich Metz wollte auch wirklich zeigen, dass er was tut, dann ist natürlich das Kalkül dahinter zu sagen,

Speaker: Okay, ich will halt eben zeigen, dass ich es ernst meine, ich will meine Überzeugung nach vorne stellen. Mir ist es jetzt genug, so hat er es ja auch gesagt und hofft dann vielleicht natürlich auch darauf und das hat er auch gesagt, dass man bisher der CDU, dass die CDU ein Stück weit ein Glaubwürdigkeitsproblem bei der Migrationsfrage hatte, weil natürlich

Speaker: die Merkel -CDU da ganz anders unterwegs war als jetzt Friedrich Merz. Und damit hat er natürlich jetzt nochmal deutlich gemacht, ja, mit mir ist es eine andere CDU und mit mir haben wir eine andere Einstellung zur Flüchtlingspolitik, als es unter der Angela Merkel -CDU war.

Speaker: Ja, und viele, also die CDU, das hatten wir in der ersten Folge besprochen, hat ja ihr Wahlprogramm auch unter den Claim gestellt, Politikwechsel für Deutschland. Und ich glaube, viele haben ihr diesen Politikwechsel nicht abgenommen. Und deswegen heißt, glaube ich, der zweite Antrag hat auch den Namen getragen für, also der zweite Antrag, der jetzt eingebracht wurde, für einen Politikwechsel bei der inneren Sicherheit und hat damit dann auch nochmal sprachlich und inhaltlich angeknüpft an das Wahlprogramm.

Speaker: Gerade diese Wende in der Asylpolitik steht natürlich dann auch für eine Politikwechsel, was dann am Ende draus wird oder nicht, sei jetzt erst mal dahingestellt. Aber es ist dahingehend dann schon ein starkes Signal. Das wäre natürlich jetzt kommunikativ die spannende Frage, was da halt in der Bevölkerung mehr Gewicht hat. Sind das jetzt, das ist eben schon angesprochen, Lennart, so die Bilder der

Speaker: Demonstrationen gegen rechts, gegen die CDU, die, ja, die Demos vor der CDU -Parteizentrale, die prominenten Austritte wie Michel Friedmann, der nach, weiß ich nicht, wieviel Jahren aus der CDU austritt, die Angela Merkel, die sich zu Wort gemeldet hat, als falsch bezeichnet hat, so, und natürlich dann die ganze Kritik der SPD und der Grünen, die dadurch natürlich jetzt kommunikativ

Speaker: noch mal geschenkt bekommen haben im Wahlkampf, dass einerseits die eigenen Reihen mobilisiert, andererseits genau das, denn es hat es eben auch schon gesagt, was wir auch in der Analyse gesagt haben, eigentlich genau dieses Feindbild Friedrich Merz, der, der sich nicht im Griff hat, der, der zu Überreaktionen neigt, genau das haben sie jetzt präsentiert bekommen sozusagen noch mal vom Merz auf dem Silbertablett und da können die natürlich jetzt voll reingehen.

Speaker: So, und da ist die Frage, überwiegt das halt und bringt das die Leute dazu zu sagen, okay, ja, die haben schon recht, der Merz kann es nicht oder das ist, wenn es, wie du es eben sagtest, wenn der da schon so reagiert, was ist denn dann mal, wenn jetzt, keine Ahnung, wenn es um Krieg und Frieden geht, so oder ist es halt jetzt das Narrativ der CDU, die sagt so, wir sind halt glaubwürdig bei der Frage und wir gehen auch durch schwierige und stürmische Zeiten, weil wir diese Wende wollen und wenn man dann von diesen

Speaker: Umfragen, die wir eben auch schon kurz angesprochen haben, ausgeht, dass die Mehrheit der Deutschen ja eigentlich eine Änderung der Migrationspolitik will. Dann wiederum könnte man natürlich sagen, okay, dann könnte es natürlich auch verfangen und dann könnte dieses Narrativ funktionieren, zu sagen, okay, man muss nicht die AfD wählen.

Speaker: wo die Stimme eh verloren sind und die halt irgendwie gesichert rechtsradikal sind, sondern man kann auch die CDU wählen, weil das ist halt auch glaubwürdig, dass sich da in der Migrationspolitik was ändern, ohne dass man die Radikalen wählt. Ja, absolut. Du hast ja jetzt auch schon ein paar Mal könnte als Wort benutzt. Das geht ja in die richtige Richtung, weil wir gesagt haben, wir versuchen in die Glaskugel zu schauen. Würde ich den Anfang erst mal einfach machen? Noch mal kurz auch an dich, Tobi. Du bist ja bei uns Herr der Zahlen.

Speaker: Ich sag mal so, ich glaube, die Werte, die wir vom Politbarometer bekommen haben, also die aktuellen Umfragen sind wenig aussagekräftig über das, was das wahrscheinlich bewegt hat, weil so kurzfristige Umfragen sind ja eigentlich nicht funktional. Also wir können jetzt noch nicht sichere Zahlen dazu liefern, wie die Auswirkungen akut sind, oder?

Speaker: Ja, das stimmt. Wo man sagen muss, dass jetzt auch die seriösen Institute alle so Kurzumfragen in den letzten beiden Tagen gemacht haben und rausgehauen haben, also Forschungsgruppe Wahlen, gestern Infratest, DIMAP, gestern INSA für Bild, gestern MNET heute, die alle bisher wenig Bewegung zeigen. Also dann gab es zumindest

Speaker: von den von den ereignissen mittwoch und der da ja schon auf keinen diskussion jetzt erstmal noch keine erdrutschartigen verschiebung aber du hast natürlich vollkommen recht das sagt noch nicht so ganz viel aus also erstens war natürlich der heutige tag noch nicht drin ist und zweitens solche

Speaker: Dinge, weil der Bevölkerung natürlich auch erst mal ankommen und sacken lassen. Und die wirklich starken Bilder sind auch noch nicht produziert worden. Also ich hatte heute schon gesehen, dass schon bereits sehr, sehr viele Demonstrationen angemeldet sind. Also jetzt eben nicht nur in Berlin vor dem CDU -Gebäude, sondern auch in vielen weiteren deutschen Städten. Und das wird natürlich in den Nachrichten, in den Zeitungen, in den Medien sehr, sehr viele starke Bilder produzieren.

Speaker: und so dass es dann im Endeffekt dann auch in, ja, würde ich mal sagen, in fast allen Teilen der Bevölkerung ankommt. Genau, und dann geht natürlich auch noch eine Diskussion darüber los, dass man sich austauscht und vielleicht natürlich, also ich glaube viele in der Bevölkerung sind ähnlich wie wir auch schon,

Speaker: jetzt heute diskutieren und diskutiert haben, vielleicht natürlich auch noch nicht ganz klar oder in manchen Dingen auch hin und hergerissen. Also keine Ahnung, die Deutschen wünschen sich eigentlich eine andere Migrationspolitik, aber keine Ahnung, finden das jetzt vielleicht zu krass, was März gemacht hat oder so. Das heißt, da wird auch eine Entscheidung bei vielen erst ein Stück weit sacken oder durch Diskussionen kommen oder durch Bilder, die natürlich die nächsten Tage noch durch die Medien gehen.

Speaker: Und dann, denke ich mal, wird man so in ungefähr einer Woche, also ich glaube auch noch nicht, dass Umfragen irgendwie am Montag dann was bringen, aber so in einer Woche oder zum nächsten Wochenende hin, dass wir da dann schon eher wissen, ob da wirklich eine große Verschiebung kommt. Ja, guck mal, jetzt bin ich mal gemein, Dennis. Glaskugelschauen ist ja eigentlich auch das, was man als Wahlkampfagentur, Wahlkampfmanager immer wieder tun muss.

Speaker: Jetzt stelle ich mir vor, du, Dennis, bist jetzt Wahlkampfmanager der CDU. Was würdest du dir überlegen, was man kommunikativ tun könnte, um in den nächsten Tagen Botschaften zu setzen, die einem helfen, in diesem Wahlkampf nicht den Anschluss zu verlieren?

Speaker: Ja, also Tobias hatte es gerade schon gesagt. Im Endeffekt ist jetzt die Frage, welches Narrativ sich durchsetzt. Du hast auf der einen Seite das Narrativ überspitzt formuliert. Die Union hatte gerade die Demokratie aufs Spiel gesetzt. Und das gegenteilige Narrativ ist, die Union ist im Prinzip die einzige Partei, die wirklich die wirklichen Probleme des Landes anpackt.

Speaker: Die werden natürlich auch voll auf diese Karte setzen. Tobias hat eben schon von dem Brennpunkt mit Friedrich Merz gesprochen. Und es geht auch so ein bisschen in die Richtung, was Christian Lindner auch gesagt hat bei der Debatte. Jetzt kriege ich das Zitat. Ich überlege gerade, wie es genau war. Er meinte, glaube ich, das Problem ist nicht gewesen, dass die AfD zugestimmt hat, sondern das Problem ist gewesen, dass SPD und Grüne nicht zugestimmt haben.

Speaker: Ich denke mal, das wird auch die Grundlage sein für die Argumentation bzw. für die Botschaften in den nächsten Tagen, weil man wird der Ampelregierung bzw. der SPD und der Grünen vorwerfen, dass sie eben keine staatspolitische Verantwortung haben, dass sie da seit Jahren nichts getan haben.

Speaker: dass die CDU, die CSU aus der Opposition heraus probiert haben Mehrheiten zu organisieren und es nicht geklappt hat, weil die anderen Parteien nicht zugestimmt haben und damit der Wille des Volkes dann auch nicht repräsentiert wurde.

Speaker: Ich frage mich jetzt nur aufgrund der Kurzfristigkeit, auch bis zum Wahltermin. Was denkt ihr? Meint ihr, dass jetzt noch versucht wird, sozusagen noch eine letzte Kampagnenwelle anzupassen und zu ändern, als sie jetzt geplant war? Gibt es überhaupt noch die Chance, zum Beispiel auf Plakaten oder so dieses Thema aufzunehmen, um sich da zu positionieren? Oder ist eigentlich nur noch die Möglichkeit, über Medien, über Interviews und über Social Media da was zu lancieren?

Speaker: Nee, also ich glaube schon, dass da jetzt fleißig dran gestrickt wird, dass man wahrscheinlich nicht, also wenn es drei gibt, nicht die nächste jetzt, die müsste jetzt ja eigentlich schon bald kommen, aber zumindest die letzte Welle anpasst. Und ich habe sogar heute schon hier in der Region gesehen, dass beim regionalen Kandidaten der SPD der Slogan des Plakats überklebt wurde mit klare Kante gegen rechts.

Speaker: Und da sozusagen schon ganz schnell gehandelt wurde. Das Plakat eigentlich so gelassen wurde, wie es war, und diesen Slogan draufgepackt wurde. Und insofern glaube ich schon auch, dass da jetzt geguckt wird. Ich habe in Social Media heute auch schon gesehen, ich weiß nicht mehr hundertprozentig, wie es genau war bei den Grünen, aber so nach dem Motto, statt Wortbruch, ein Mensch, eine Wortkampagne von Habeck,

Speaker: Da werden die jetzt schon alle draufgehen. Und auch auch Scholz hatte schon Social Media -mäßig das Plakat schon in diese Richtung. Also da werden die, glaube ich, schon gucken, dass die da jetzt voll draufgehen. Also da gehen die auch voll drauf. Das kann ich bestätigen. Das ist auch bei uns in der Region hier mit dem SPD -Kandidaten. Da kann ich einmal zitieren. Das hat Friedrich Merz diese Woche erreicht. Wort und Tabubruch. Jeden Kompromiss verhindert. Erste Mehrheit durch Rechtsextreme im Bundestag.

Speaker: Sorge bei europäischen Nachbarn ausgelöst, einen Scherbenhaufen hinterlassen. Was kommt nächste Woche? Und die SPD geht da jetzt voll rein. Auch Olaf Scholz habe ich jetzt schon auf Plakaten beziehungsweise auf Social -Media -Motiven gesehen. Kanzler für die Mitte, für die die CDU steht. Da geht es jetzt voll rein, absolut.

Speaker: Das finde ich spannend, weil ich finde klar, okay, bei der SPD, das ist kommunikativ gesehen gefundenes Fressen, weil am Ende muss man ja sagen, Olaf Scholz hat, wenn man den Umfragen zumindest jetzt soweit glaubt, nicht großartig mobilisiert. Die SPD hat keinen Zug in die Kampagne bekommen.

Speaker: und dass die jetzt natürlich einen Ankerpunkt haben, der fast weggeht von den politischen Inhalten, sondern dahin zu sagen, naja, wir sind besser als die anderen und wir stehen für Stabilität und Verlässlichkeit. Fair enough, verstehe ich. Ich bin ganz gespannt eigentlich, wie die Grünen jetzt damit umgehen werden, die sich ja heute im Bundestag sehr, also gerade zum Beispiel Annalena Baerbock, sehr, ich

Speaker: ich würde es mal sagen, emotional auch geäußert hat und auch sehr da persönlich zumindest sicherlich auch Angriffen wurde, aber auch ausgeteilt hat. Jetzt war ja aber eigentlich Robert Habeck der Bündniskanzler oder der Bündniskandidat.

Speaker: Da bin ich gespannt, inwieweit er das jetzt aufrecht zu erhalten versucht. Denn eigentlich, der Bündniskanzler müsste doch jetzt kommunikativ auch Friedrich Merz die Hand reichen. Und wie habt ihr ihn dazu vielleicht auch noch in der Debatte erlebt? Hat er das da durchaus auch vorgelebt, was die Kampagne ja eigentlich ausstrahlen möchte?

Speaker: Du meinst jetzt Habeck oder? Bei Habeck genau. Habeck auf jeden Fall nicht. Da sind auch ein paar Zitate jetzt überliefert. Merz war im Blindflug unterwegs, gehen abgrund und er hat tatsächlich auch gesagt, dass Friedrich Merz sein Wort gebrochen hat, was ja schon ein sehr, sehr starker Vorwurf ist.

Speaker: Also ich frage deshalb, weil ich habe ihn gestern bei Maybrit Illner gesehen, also am Donnerstag, und auch vor allem am Mittwoch die Rede im Bundestag. Und da fand ich schon, dass er durchaus versucht hat, sich staatsmännisch zu geben und tatsächlich auch, dass er zum Beispiel einer der wenigen war, die gesagt haben, ich glaube Ihnen, Herr Merz, dass Sie nicht mit der AfD koalieren wollen.

Speaker: Aber darum tun sie das nicht. Das hatte ich schon im Gefühl, dass er versucht seine Rolle aufrecht zu erhalten, die er auch ausstrahlen möchte.

Speaker: Ich glaube auch, dass er da, dass er jetzt weniger persönlich angriffig wird, als das vielleicht jetzt die SPD machen wird, ne, die jetzt, die sich, also die März halt voll attackiert auch, auch sozusagen die Person und den Namen. Und ich glaube schon, dass Habeck es etwas, ja, Staatsminister, jetzt in Anführungsstrichen, etwas, etwas milder versucht, ne, also vielleicht hart im, in der Sache, aber nicht so

Speaker: Ja, ich sag mal nicht so persönlich, wie es vielleicht die SPD machen wird. Tatsächlich sind die Grünen nach den beiden Anträgen, haben die sich auch als einzige Partei gesprächsbereit gezeigt. Also das war, glaube ich, Katharina Dröge, die Fraktionschefin, die das gesagt hat. Es braucht die Union in der Mitte der Gesellschaft. Es braucht die Union in der Mitte der demokratischen Parteien und es braucht die Zusammenarbeit mit der Union. Also schon deutlich abgegrenzt von der von der Rhetorik der SPD auf jeden Fall.

Speaker: Wo ich mir überhaupt nicht klar bin, ist, wie aus der Nummer, die ja nun eh schon schwer taumelnd ist, die FDP, wenn ich da in die Glaskugel gucke, muss ich echt sagen, die ist bei mir dunkel bis verschwommen. Jetzt hat die Partei ja auch noch ein nicht konsistentes Bild von sich gezeichnet. Erst hat man sich ja durchaus gezeigt, wir unterstützen diesen Antrag, weil wir in der Sache überzeugt sind.

Speaker: Dann hat man versucht, ihn heute noch mal zu vertagen, als man gemerkt hat, das wird knapp mit der Mehrheit. Am Ende haben dann doch fast ein Viertel, glaube ich, nicht ganz, aber auf jeden Fall eine nennenswerte Zahl an Abgeordneten aus der FDP doch dagegen gestimmt, obwohl sowohl Christian Lindner als auch Kubicki relativ klar gesagt haben, wir sind dafür. Und ich meine, du hast geguckt, Tobi, es waren auch durchaus namhafte Abgeordnete dabei.

Speaker: Ja, richtig. Also Konstantin Kuhle zum Beispiel oder Vogel haben sich enthalten oder dagegen gestimmt. Das weiß ich jetzt gar nicht genau, aber auf jeden Fall nicht zugestimmt.

Speaker: Und ich glaube, das ist jetzt für die FDP ein Zusatzproblem. Wären Sie da jetzt geschlossen gewesen, dann hätte ich mir sogar vorstellen können, dass es der FDP zugutekommt, weil sie dann das Narrativ aufbauen hätte können, zu sagen, okay, man braucht uns für die bürgerliche Mitte und für die bürgerliche Mehrheit. Die CDU braucht uns. Und wenn ihr wollt, dass so was wie die CDU jetzt wollte, dann auch eben durchkommt,

Speaker: das wäre so die Geschichte gewesen, aber dadurch, dass sie jetzt als tendenziell ja auch zerrissen dargestellt wird, und ja auch ein Stück weit war gut, das kann man sagen, 25 Prozent ungefähr, glaube ich, haben nicht zugestimmt, ist das jetzt wirklich zerrissen, aber auf jeden Fall eine groß

Speaker: Groß genug ist die Zahl der Abweichler, als dass es eben kein konsistentes Bild ist. Und jetzt wird es natürlich schwer. Wobei ich es interessant finde, dass die FDP so stark auf das Verantwortungsbewusstsein jetzt in der Kommunikation zielt. Also da werden SPD und Grüne sehr, sehr stark angegangen.

Speaker: Dürr hat zum Beispiel gesagt, dass die SPD und Grüne keine Ordnung und keine Kontrolle in der Migrationspolitik wollen. Und er hat auch sehr flatt eine Rede gehalten und an das Verantwortungsbewusstsein der Parteien appelliert.

Speaker: Ja, und er hat auch gesagt, dass die FDP heute, ja, ob stimmt, keine Ahnung, ne, aber alles dafür getan hätte, da auch noch einen Kompromiss zu finden und dass man denen auch stark, also SPD und Grünen, stark entgegengekommen wäre mit Kompromissen auf Seiten der FDP. Und Merz hat ja auch nochmal gesagt... Was interessant das finde, ist, wenn man jetzt zwei, drei Monate zurückdenkt, ne? Ja, das stimmt, genau. Und Merz hat ja auch noch gesagt, dass

Speaker: Ja, so eine vergiftete oder eisige Stimmung, wie es zwischen den drei Parteien gewesen wäre, hätte er noch nie erlebt. Und insofern wäre ihm klar, warum die Ampel zerbrochen wäre. Das ist schon auch eine interessante Aussage zwischen den Zeilen. Ja, und ich hab schon auch kurz gedacht, ich meine, wenn wir jetzt da auch wieder kurz an unsere letzte Folge zurückdenken, ich meine, wer mit dem Kampagnen -Slogan reingeht, alles lässt sich ändern.

Speaker: Wenn man jetzt gemeint ist, könnte man sagen, ja, aber offensichtlich nicht mit der FDP. Also wenn ich jetzt anti -FDP -Kommunikativ spiele, hatten sie ja die Chance, etwas zu ändern und fast ein Viertel der Fraktion hat sich dagegen entschieden. Wird auf jeden Fall schwierig, diesen Innovationswillen, den man verkaufen will,

Speaker: so zusammenzubringen. Zumal ich spannend finde, das habe ich jetzt aber auch gerade erst noch gesehen, Tobi, dass auch Marco Buschmann nicht dafür gestimmt hat, der ja, sage ich mal, eigentlich als sehr enger Vertrauter von Christian Lindner auch gilt und ja auch in dieser ganzen D -Day -Debatte und so ein zentrales Gesicht war. Also da bin ich glaskugeltechnisch komplett überfordert, was das für die FDP parteipolitisch bedeutet und auch kommunikativ.

Speaker: Wobei man da schon, glaube ich, unterscheiden muss, was im Endeffekt in der Bevölkerung dann auch haften bleibt. Also bleibt jetzt haften, dass einige Abgeordnete von der FDP nicht dafür gestimmt haben? Oder bleibt dann zum Beispiel eher die Rede von Dürr im Bundestag haften oder die Rede von Dürr in der Tagesschau? Also was hat eine stärkere Signalwirkung in die breite Öffentlichkeit?

Speaker: Und was ich mir, da hast du recht Dennis, was ich mir intern in der FDP vorstellen könnte, da erinnere ich mich zurück an die Rösler Brüderle -FDP, so nenne ich es jetzt mal an die Zeit, als man ja schon Richtung Abgrund unterwegs war und Westerwelle abgesägt hatte, da hat Christian Lindner damals sich zurückgezogen.

Speaker: mit dem Kalkül zu sagen, okay, jetzt kommt der Sturm, jetzt gehe ich immer unter Deck und wenn wir irgendwo in Land gespült sind und sich der Sturm gelichtet hat, dann komme ich halt raus und bin unbeschadet. So ein Stück weit könnte ich mir vorstellen, dass jetzt so ein bisschen diese

Speaker: Hoffnungsträger der neuen FDP. Und damit meine ich jetzt Kuhle und Vogel, die ja so ein bisschen als die gezeichnet werden, die mal vielleicht die nächste Generation der ersten Führungsebene sind. Die sind ja schon in verantwortungsvollen Positionen. Aber ich sag mal, wenn Kubicki Lindner weg sind, dass die sich damit heute vielleicht auch ein Stück weit die Weste sauber halten wollten und eben nicht teilt.

Speaker: Ja, genau, emanzipiert haben und eben nicht Teil derer sein wollten, wenn das Gesetz jetzt durchgekommen wäre, die eben Teil davon waren, mithilfe der AfD so ein Gesetz durchzubringen, sondern gesagt haben, okay, wir sind da neutral. So, es ist sehr viel Glaskugel, aber das habe ich so gedacht, als ich das gesehen habe. Ist ja auch ein mega spannender Gedanke, aber für, ich sag mal, wir gehen geschlossen in den Wahlkampf, auch eben

Speaker: Wie gesagt, das fällt auch noch mal für euch alle draußen wirklich. Wir versuchen politisch neutral das Ganze zu beobachten. Natürlich hat jeder von uns Vorstellungen, Meinungen, aber wir versuchen wirklich in der Kommunikation zu bleiben und darauf zu gucken, was passiert. Und dafür, dass ja gerade die FDP

Speaker: hart um den Einzug in den Bundestag kämpft, ist natürlich auch, was irgendwie eigene Mobilisierung an Wahlkampfhelfern etc., was ja auch Teil der Kommunikation es angeht, so ein, ich sag mal, uneiniges Bild in der Führungsriege. Und wenn wir sagen, Bushmann stimmt gegen Lindner, aus meiner Sicht, ist das schon deutlich sozusagen.

Speaker: Auf jeden Fall hilft es nicht, die Motivation aufrechtzuerhalten, für die FDP auf die Straße zu gehen, könnte ich mir vorstellen. Aber ich finde es auch interessant zu sehen. Aber ich finde es auch interessant zu sehen. Ich meine, die Migrationsfrage spaltet die Bevölkerung, aber sie spaltet offenbar auch die Parteien in sich. Das ist ja auch mal ganz spannend zu sehen ist. Und das dann aber sicherlich wirklich noch schwierige

Speaker: Auch der Blick in die Glaskugel darf ja nicht fehlen. Die einzige Partei, die gefühlt so gar nicht gespalten war, war die AfD, die stets geschlossen agiert hat. Halten wir es kurz. Wie wahrscheinlich haltet ihr es, dass sie davon profitieren wird, was die letzten Tage gelaufen ist? Tja.

Speaker: Das ist eigentlich genauso oder das hängt eigentlich stark mit der Frage zusammen, die wir eben bei der CDU hatten, welches Narrativ sich da verfestigt und ob es ja letztendlich jetzt Frühling März und der CDU auf die Füße fällt oder nicht. Und damit hängt auch der Erfolg der AfD zusammen.

Speaker: Das eine Szenario ist halt eben, dass die Leute sagen, der März geht gar nicht so und die CDU irgendwie einbricht und die, die die schärfere Migrationspolitik in der CDU dann doch wollten, irgendwie doch noch zur AfD ein Stück weit abwandern, weil in der CDU dann vielleicht zurückgerudert wird oder

Speaker: der eher Merkel nahe Teil wieder stärker wird und dann sag ich mal ein, zwei, drei Prozent, die jetzt sagen, Mensch, mit März kann ich mir CDU vorstellen, sagen, ach, nach der Wahl ist der doch sowieso weg und dann kommt wieder die Merkel -CDU, also gehen wir doch zur AfD, sodass das wäre das eine Szenario, was ich mir vorstellen kann. Das andere ist, dass

Speaker: dieses Märzkalkül, was wir eben hatten, aufgeht und von AfD -Seite ein, zwei, drei Prozent sagen, ach Mensch, man will ja doch nicht AfD wählen, weil kann man im März ja jetzt glauben. Das sind für mich so die beiden Szenarien. Ich glaube nicht, dass das da fünf, sechs, sieben Prozentpunkte Verschiebung gibt, aber so ein, zwei, drei kann ich mir vorstellen. Das sind im Prinzip die zwei Denkschulen.

Speaker: Hilft das Ran -Robben an rechts eher rechts? Oder hilft das Ran -Robben an rechts den Konservativen und sie jagen rechts im Endeffekt ein paar Stimmen ab? Also es gab jetzt auch schon, ich meine ihr kennt die

Speaker: Ich kenne die Studien auch, die es dazu gibt und ich glaube, mehrheitlich sprechen die sich eher dagegen aus. Und da heißt es dann eher, wenn du die Position von rechts übernimmst, schadest du nur dir selbst und stärkst rechts. Aber es gibt ja durchaus auch Gegenbeispiele, unter anderem in Dänemark.

Speaker: Jetzt komme ich auf ihren Namen nicht, Frederiksen, die Ministerpräsidentin, Sozialdemokratin, sehr viele Positionen von rechts übernommen hat und tatsächlich damit dann auch Erfolg hatte.

Speaker: Genau, die in Anführung sogar Sozialdemokratin ist und im Prinzip eine sehr, sehr harte, ja fast eine der härtesten Migrationspolitik in Europa gemacht hat. Aber dadurch, ja, den Konservativen, vor allem den wirklich rechtspopulistischen Parteien, eigentlich komplett den Nährboden entzogen hat in Dänemark. Jetzt sind da sicherlich noch

Speaker: Das ist sicherlich eine sehr oberflächliche Betrachtung, weil es natürlich noch andere Faktoren gibt, aber wenn man guckt, dass zum Beispiel bei der Wahl 2015 in Dänemark die Rechtspopulisten bei 21 Prozent waren und dann 2019 noch bei 2 ,4.

Speaker: So hat die komplett denen eigentlich den Nährboden entzogen, weil sie halt eine sehr harte Migrationspolitik macht. Ein zweites Beispiel ist, auch in Österreich ist ja auch gerade großes Thema mit der FPÖ, wo Sebastian Kurz, der natürlich auch nicht unumstrittene

Speaker: Kanzler der ÖVP, also dem Fronton zur CDU, ja seinerzeit die ÖVP übernommen hat und dann einen fulminanten Wahlerfolg feiern konnte mit 31 Prozent seinerzeit und dann 2019 nochmal bei der Wahl sogar auf sich auf 37 Prozent steigern konnte und zu dem Zeitpunkt dann

Speaker: die FPÖ, also die rechtspopulistische Partei, auf 16 Prozent minimiert hatte, die vorher bei fast 26 Prozent lag, also in der Wahl über knapp 10 Prozent verloren hat.

Speaker: Und jetzt dann mit dem aktuellen österreichischen Kanzler bei der letzten Wahl die FPÖ wieder auf fast 29 Prozent geklettert ist, weil die Glaubwürdigkeit der harten Migrationspolitik beim

Speaker: Nachfolge kann es da eben nicht gegeben werden. Oder du kannst natürlich auch argumentieren, dass sie von der FPÖ überholt wurden, weil sie so weit nach rechts gerückt sind. Und dass du es gar nicht so stark mit der Person an sich verknüpfst, sondern einfach mit der grundsätzlich anderen Ausrichtung. Kann auch als Negativbeispiel dienen.

Speaker: Genau, aber da muss man ja zu sagen, dass, anders als in Deutschland, die FPÖ ja eine viel längere Tradition in Österreich hat. Und schon zum Beispiel 1999 bei 26 Prozent lag oder auch in der Wahl, bevor Sebastian Kurz die ÖVP übernommen hat, bei fast 21 Prozent. Also die waren schon immer sehr stark und die waren eigentlich so schwach wie nie in der Zeit, wo Sebastian Kurz dann eben

Speaker: auch da gibt es verschiedene andere Faktoren hängen natürlich auch mal mit dem mit dem Spitzenpersonal und man kann Österreich da auch nicht mit Deutschland vergleichen, weil es wie gesagt die FPÖ da schon eine viel längere Tradition hat, aber tendenziell glaube ich hängt auch dieses

Speaker: Ja, wie du eben gesagt hast, diese zwei Denkschulen hängen auch damit zusammen, wie glaubwürdig eben die Person ist, die diese Konservatik übernimmt. Ich glaube grundsätzlich kann man sagen, es ist eine sehr, sehr riskante Wette und im Moment deutet mehr darauf hin, dass die Wette nicht aufgeht, als dass sie aufgeht, weil

Speaker: sagen, sowohl die Umfragen als auch zum Beispiel die Allensbach -Chefin gesagt, dass die CDU die Wähler eher in der Mitte gewinnt und nicht unbedingt am rechten Rand, was dann eben auch gegen die Strategie sprechen würde. Wobei Allensbach die letzten Male auch nicht so gut lag.

Speaker: Und also gebe ich dir recht, also man kann dann wiederum Merz und die CDU auch zum Beispiel nicht mit Dänemark vergleichen, weil ich jetzt eben schon gesagt, es gehören natürlich viele Faktoren dazu und Friedrich Merz ist natürlich jetzt auch, das hatten wir auch schon mal in der Analyse jetzt nicht der

Speaker: die Person, die sozusagen alle möglichen Ziel - und Wählergruppen irgendwie sehr gut umgaren kann und vereinen kann. Und wenn der dann eine harte Migrationspolitik macht, dann schreckt das auf der anderen Seite halt viele noch mehr ab. Als Beispiel Robert Habeck, der

Speaker: eher so tendenziell jemand ist, der irgendwie versucht Bündnisse zu machen und in vielen Gruppen über seine grüne Kernklinik hinaus zum Beispiel Sympathische oder Gregor Gysi früher zum Beispiel. So wenn solche Leute jetzt eine harte Migrationspolitik vorschlagen, hat das zum Beispiel eine ganz andere oder hätte das eine ganz andere Wirkung. Und ich glaube, das wird tatsächlich nochmal ein spannender Punkt, weil ich finde so ein bisschen auch in euren Beispielen mit Österreich oder Dänemark hat man ja gesehen, es waren meistens trotzdem auch

Speaker: frische Gesichter mit einer klaren Botschaft, die dann etwas bewegt haben. Jetzt ist natürlich eben die Frage, Friedrich Merz ist kein frisches Gesicht. Er hat, haben wir letztes Mal auch schon drüber gesprochen, mit seiner Historie eh zu knapsen sozusagen. Das heißt, ihn als, ich will nicht Feindbild sagen, weil ich das ein blödes Wort finde, aber als Zielscheibe zu nehmen, um zu sagen, dieser Mann ist nicht nur nicht glaubwürdig, er steht für ganz viele Dinge, die Leute vielleicht, die nicht

Speaker: Urüberzeit konservativ sind, gar nicht immer so mögen, macht es vielleicht tendenziell auch einfacher, ihn jetzt in eine schwierige Situation zu bringen von anderen Parteien. Na ja, aber wenn wir über das Thema Glaubwürdigkeit reden, dann passt das natürlich in seine bisherige politische Laufbahn. Also es ist jetzt ja nicht so, dass er sich mit dieser Position irgendwie groß selbst widerspricht. Ne, aber die Frage ist, Aber was die grundsätzliche Positionierung angeht nicht.

Speaker: Aber ob er damit jetzt sozusagen gegen das Laute in der Kommunikation durchdringt und den Stempel? Wir werden es herausfinden. Ich würde sagen, wir merken die Glaskugel. Wir haben ein bisschen reingeguckt und am Ende werden wir immer werden wir wie alle anderen auch erst erfahren, was wirklich passiert, bevor wir aber für heute zum Ende kommen. Ich fand es übrigens schon bis jetzt

Speaker: Echt interessant hat für mich auch noch mal ein paar andere Aspekte mitgebracht, die ihr reingebracht habt und auch mein Denken nochmal verändert darüber. Ich war vorhin durchaus nach dieser Debatte irgendwie auch emotionalisiert, gar nicht in eine Partei Richtung, sondern weil es da wirklich hoch herging und ich auch kurzzeitig dachte,

Speaker: Ich finde es gut, dass es so eine leidenschaftliche Debatte mal wieder am Bundestag gab, weil ich glaube, dass das auch wirklich aus Kommunikationssicht gleichzeitig irgendwie gut tut, dass man das Gefühl hat, es ist ein lebendiger Austausch, es prallen Weltanschauungen aufeinander und das darf ja in Politik erstmal so sein. Also das fand ich tatsächlich persönlich sehr vorteilhaft daran.

Speaker: um dann noch mal einzuhaken. Das finde ich übrigens ist auch ein interessanter Punkt, denn das ist ja auch ein Spin, den Friedrich Merz glaube ich heute oder gestern gebracht hat, dass er es als Sternstunde der parlamentarischen Demokratie bezeichnet. Also gerade diese hitzige Debatte.

Speaker: Aber das würde ich jetzt tatsächlich auch von der Wirkung her durchaus teilen, dass es zumindest eine Kommunikation mit offenem Visier ist, die hilft vielen Menschen klar zu machen, wo steht eigentlich welche Partei. Also wir haben so ein bisschen den durch orchestrierten Wahlkampf mal für drei Tage verlassen.

Speaker: Und da wollte ich dich aber noch mal fragen, Dennis, da du ja auch beruflich durchaus mal mit Krisenkommunikation zu tun haben kannst. Wenn man die Orchestrierung verlässt, wird es erst mal wild. Die wilde Phase, würde ich sagen, hatten wir. Jetzt muss man ja gucken, wie steuere ich es wieder, dass die Kommunikation wieder so läuft, wie ich es möchte. Würdest du in den nächsten zwei, drei Tagen Friedrich Merz empfehlen, viele Interviews, viele Auftritte Standpunkt klar machen oder

Speaker: Wochenende eher nutzen, ein bisschen den Rauch verfliegen lassen und dann irgendwie sachlich seine Arbeit machen. Fiese Frage, aber es wird mich echt interessieren.

Speaker: Fiese Frage, gute Frage. Also es hängt so ein bisschen davon ab, was jetzt am Wochenende noch passiert, weil wir hatten eben schon über die Bilder gesprochen, die eventuell noch produziert werden, ob man da eventuell darauf reagieren muss. Ich würde jetzt erst mal ein bisschen Rauch verfliegen lassen, würde erst mal abwarten. Ich glaube, die Punkte sind gemacht. Es ist klar geworden. Es gibt Unterschiede zwischen der Union und der Restregierung. Den Punkt hat er gemacht.

Speaker: Und meine Empfehlung wäre jetzt auf jeden Fall erst mal Rauch verfliegen zu lassen. Ich weiß nicht, wie seht ihr das? Ich sehe es ähnlich, zumal du ja die Chance hast, durch Parteikollegen etc., also die sprechen zu lassen sozusagen. Also dich selber ein bisschen rausnehmen, aber durchaus ein, zwei andere Leute Punkte in der Debatte setzen. Wäre jetzt wahrscheinlich auch mein Gefühl, dass das erst mal das bessere wäre.

Speaker: Weil am Ende muss die CDU ja wahrscheinlich dahin kommen, dass so schnell wie möglich man sagt, gut, da ist jetzt ein Haken dran und es gibt noch andere Themen. Also ich denke mal, dass das dann irgendwie passieren wird. Und damit hat ja wohl heute auch in der Fraktionssitzung gesagt, so wir müssen das jetzt heute beenden, weil ab Montag muss es wieder um Wirtschaft gehen. Ob das so einfach möglich ist. Aber insofern glaube ich auch schon, dass sie versuchen werden, da auch noch ein paar Punkte zu setzen, inwieweit man dann durchkommt, hängt

Speaker: von verschiedenen Sachen ab, die wir jetzt auch gerade gesagt haben, aber das wird man auf jeden Fall versuchen. Also ich glaube, die Kehrtwende jetzt zu schaffen zurück zur Wirtschaftspolitik schnell zu kommen, die wird glaube ich nicht gelingen, denn ich bin mir sehr, sehr sicher, dass das Thema für diesen Wahlkampf damit definitiv gesetzt ist und das ist Migration.

Speaker: Ja, genau, das glaube ich auch, aber man wird zumindest aus der CDU versuchen, noch hier und da Punkte zu setzen, weil man natürlich jetzt tendenziell in der defensiveren Verfassung ist. Ich meine, natürlich wird man versuchen, den Standpunkt, den wir jetzt auch gerade schon hatten, aus CDU -Sicht die positiven Seiten dieser Sache nach vorne zu stellen, aber so das Trommelfeuer der anderen wird natürlich tendenziell stärker sein, man muss sich da ja eher verteidigen.

Speaker: Ja, dann komme ich auch schon fast zum Abschluss mit einer Fragetechnik, die ich mir von Herrn Banaschak abgeguckt habe, von den Grünen. Tobi, Dennis, bitte antworten Sie möglichst nur mit Ja oder Nein. Wird die CDU nach der Bundestagswahl stärkste Kraft im Deutschen Bundestag? Ja, ja. Okay, spannend.

Speaker: Ich habe Befürchtung, dass das in eine andere Richtung gehen kann, aber ich glaube es auch noch. Befürchtung im Sinne von, möchte ich in dem Fall dazu sagen, weil wie gesagt an sich politisch neutral, aber ich befürchte persönlich, dass es der AfD mehr nützt als allen anderen.

Speaker: Da gebe ich dir auch tendenziell Recht, Lennart. Wir hatten ja eben diese Szenarien. Es kann schon sein, dass das natürlich auf die AfD nochmal eins hat, auch weil viele politikverdrossene oder vielleicht auch Leute, die sagen, Mensch, die Ampel hat irgendwie nichts.

Speaker: zustande gekriegt oder gab es nur Streit, jetzt natürlich auch irgendwie sehen, okay, in die Mitte kriegt halt auch nichts mehr zusammen und der der Mehrheit übertreibt oder da ist ja auch nur Streit und wie wollen die denn danach eine Koalition machen, wo das zahlt natürlich schon nicht auf die

Speaker: Ja, die Glaubwürdigkeit oder der Politik oder der Mitte ein, sondern das waren sehr harte Debatten. Wir haben es ja auch schon gesagt. Und klar, nicht jeder verfolgt das so, aber auch das, was dann so an Schnipseln rauskommt, das polarisiert natürlich auch noch mal mehr so. Und das, ja, das kann natürlich schon dazu führen, dass viele sagen, ja, komm, die ganzen, die ganzen alten Parteien, die sind doch alle nur noch am Streiten. Und da, den verpassen wir mal ein Denkzettel oder wir gehen nicht zur Wahl oder was auch immer.

Speaker: Also, war auf jeden Fall eine wilde Woche. Wir haben angefangen mit, es geht Schlag auf Schlag. Ich finde, dafür, dass wir vor zwei Episoden gesagt haben, wir sind jetzt Podcaster, bin ich sehr stolz, welche Frequenz wir aktuell aufrechterhalten. Aber ich fand's cool, dass wir das heute gepackt haben. Ich fand's, wie gesagt, für mich auf jeden Fall weiterbringend, da auch noch mal eure Argumente zu hören. Danke dafür schon mal. Wir sehen zu, dass die Folge so schnell wie möglich online geht, denn

Speaker: Das Wochenende liegt vor uns und wird ja wahrscheinlich uns schon wieder weiterbringen, wie die Parteien kommunizieren und wie sie das Thema für den Wahlkampf weiter nutzen werden. Wir merken auch, denke ich, bei Schlag auf Schlag, die Themen werden uns nicht ausgehen. Wir haben ja eigentlich im Hintergrund uns schon immer Themen überlegt und kommen kaum dazu, weil genug aktuell los ist. Das macht es ja aber auch irgendwie spannend. Von meiner Seite aus

Speaker: war's das. Danke fürs Zuhören auf jeden Fall. Gerne gebe ich noch letzte Worte an euch ab, falls ihr noch was loswerden wollt.

Speaker: Bleibt tapfer. Und wir freuen uns natürlich wie immer über Anregungen und der Kritik in Kontakt zu uns, um es wie immer in den Shono zu finden. Richtig. Danke. Vielen Dank. Dann würde ich sagen, bis zum nächsten Mal. Tschüss mit Ö. Tschüss.

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