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Heiße Tage in der Kita

Freigestellt - der Podcast für Kitaleitungen
"36 Grad und es wird immer heißer ....". Der Song passt zur jetzigen Wettersituation ... und die ist für die Kitas nicht so entspannt, wie der Song von 2raumwohnung. Wir machen uns Gedanken, was die hohen Temperaturen für Kitaleitungen bedeuten und verabschieden uns damit in die Sommerpause. Anfang September geht es weiter. Wenn Du eine Anregung oder einen Wunsch hast, freuen wir uns über eine Mail an: post@freigestellt-podcast.de. Wir sind Sascha Müller-Jänsch, Journalist und Inhaber der Kita-Software clivver-kita, und Paul Hofmann-Driesch, Erzieher, Betriebswirt, Inklusionspädagoge und deutschlandweit als Coach, Berater und Fortbildner für Kitas, Leitungen und Träger unterwegs.

Transcript

Speaker: Freigestellt, der Podcast für Kita-Leitungen.

Speaker: Kompakt, alltagsnah und mit Themen, die manchmal mehr auslösen, als man so denkt.

Speaker: Hallo, ich bin Sascha Müller-Jentsch, Journalist und Inhaber der Kita-Software Clever Kita.

Speaker: Hey, guten Tag und ich bin Paul Hofmann-Triech.

Speaker: Ich bin Coach und Fortbildner für Kitas und ich schwitze gerade bei 35 Grad in meinem Wohnzimmer, genauso wie ihr alle auch Land auf Land habt.

Speaker: Ja, wir schmilzen und deswegen haben wir uns gedacht, weil die ganze Welt um uns rum auch schmilzt, hat keiner mehr Lust auf eine lange 30 Minuten Folge.

Speaker: Deswegen machen wir eine zusammengeschmolzene 10 Minuten Folge für euch.

Speaker: Genau und was wir hier zusammen schmelzen ist, wir haben uns mal überlegt, wie ist denn eigentlich Kita-extrem im Sommer?

Speaker: Also wir hatten in einer der vorherigen Folgen über Maßnahmenpläne gesprochen und eigentlich braucht man als Kita auch einen Maßnahmenplan, wenn es draußen 35 oder wie es jetzt in den nächsten Tagen angekündigt ist, 40 Grad hat.

Speaker: Was heißt denn das für die großen und kleinen Leute in der Einrichtung?

Speaker: Sascha, du bist jetzt gerade mitten in der Frankfurter City.

Speaker: Was tust du, um dich ein bisschen abzukühlen?

Speaker: Trinken, trinken, trinken.

Speaker: Ansonsten eine Klimaanlage habe ich im Büro nicht.

Speaker: Deswegen geht es nur irgendwie Fenster aufmachen.

Speaker: Das hilft aber im Laufe des Tages auch nicht mehr, sondern ist eher kontraproduktiv.

Speaker: Also verlege ich meine Arbeitszeit manchmal einfach in den Abend.

Speaker: Genau, das können jetzt Erzieherinnen und Erzieher dummerweise nicht, weil die Kinder nun mal in den Hauptstunden des Tages da sind, dann wenn auch die Sonne da ist und das ist natürlich auch die Zeit, wo die Kinder darauf angewiesen sind, dass ihnen vor Ort in der Kita ein guter Ort geboten wird.

Speaker: Und die meisten Teams sind ja auch in der Lage, den Kindern dann tolle Aktivitäten anzubieten, auch wenn es draußen mal heiß ist.

Speaker: Dann kommt das Wasser draußen zum Einsatz, die Wassersprengler.

Speaker: Und die meiste Zeit wird im Garten verbracht.

Speaker: Und trotzdem ist ja auch eine Kita-Arbeitsplatz für Erzieherinnen und Erzieher.

Speaker: Und es ist wichtig, dass man sich darum Gedanken macht, wie können denn die Erwachsenen auch noch eine gute Zeit in der Kindertagesstätte verbringen.

Speaker: Sascha hat gerade schon gesagt, was hilft, ist trinken, trinken, trinken.

Speaker: Und ich mache immer Werbung dafür, zu sagen, Wasserspender ist eigentlich mittlerweile ein Standard in Kindertagesstätten.

Speaker: Weil es natürlich auch die Selbstständigkeit fördern kann.

Speaker: Wenn ich als Kind selber hingehen kann und ich trinke, wenn ich Durst habe, klar kann ich auch noch damit rumspielen.

Speaker: Ich glaube, das ist schon attraktiv.

Speaker: Genau.

Speaker: Die Wasserspender sind dafür da, dass einmal alle dann trinken können, wenn sie Durst haben.

Speaker: Sie helfen Erwachsenen, sie helfen Kindern, sie helfen vielleicht auch Gästen im Haus, dann, wenn es wirklich heißt, sich schnell zu erfrischen.

Speaker: Und natürlich helfen sie auch dabei, Kinder bei der Selbstständigkeitserziehung zu fördern.

Speaker: Wenn ich das Wasser selber abzapfe, was ich nachher am Tisch dann aus der Karaffe vielleicht ins Glas oder in den Becher umfülle, dann hilft das auch Kindern dabei, sich selber auszuprobieren.

Speaker: Also es haben natürlich nicht alle Kitas Wasserspender, aber wir haben ja schon mal in einer Folge ganz kurz den Förderverein angedeutet.

Speaker: Und das ist natürlich etwas, wo man sehr schön zum Förderverein sagen kann, Leute, diese Wasserspender sind

Speaker: Das ist was, was wir dringend brauchen.

Speaker: Bitte guckt doch mal, ob ihr dafür nicht ein Budget freistellen könnt.

Speaker: Und auch Träger haben ja den Auftrag, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu schützen und dafür zu sorgen, dass also auch die Mitarbeitenden in den Kindertagesstätten durch die heißen Tage kommen.

Speaker: Das heißt, eigentlich ist es normal und schon fast ein Standard, dafür zu sorgen, dass alle Wasser haben.

Speaker: Und es ist auch wichtig, dass man sich um Prävention und um Sonnenschutz kümmert.

Speaker: Sonnenschutz, da würde ich nämlich auch sagen, es ist ein Ding, dass die Kinder eingecremt werden, aber genauso müssen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eincremen.

Speaker: Auch das ist eigentlich wichtig und ich würde tippen sogar Aufgabe der Leitung daran zu erinnern mindestens.

Speaker: Genau, wir hatten vor einigen Monaten in unseren Kitas eine Begehung der Berufsgenossenschaft und die Fachleute dort haben uns darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, als Einrichtung auch Sonnenschutz für die Mitarbeitenden vorzuhalten.

Speaker: Jetzt muss man immer ein bisschen gucken, dass möglicherweise nicht jedes Sonnenschutzmittel für alle Hauttypen geeignet ist und vielleicht gibt es auch Unverträglichkeiten bei den einzelnen Mitarbeitenden.

Speaker: Und dann müssen eben verschiedene Produkte vorgehalten werden.

Speaker: Wenn man jetzt eine konkrete Unverträglichkeit als Mitarbeiter hat, kann man auch mit seinem Arbeitgeber in die Verhandlung gehen, dass man eine konkrete Unterstützung bekommt, um das einzelne und hier angemessene Sonnenschutzpräparat zu kaufen.

Speaker: Wobei ich natürlich sagen würde, dass man, wenn man direkt so diese klassischen Sensitivprodukte ohne Parfums, ohne irgendwas kauft, dann hat man eigentlich schon viel von Allergierisiko abgedeckt.

Speaker: Das stimmt auf jeden Fall.

Speaker: Und darüber hinaus, wenn man Spezialpräparate braucht, die irgendwelche besonderen Anforderungen mit sich bringen, sollte man mit seinem Arbeitgeber in Verhandlungen gehen und darüber sprechen, dass vielleicht der Arbeitgeber einen Zuschuss dazu zahlt.

Speaker: Beim Sonnenschutz für die Kinder kenne ich von jedem Hof und Hund sozusagen.

Speaker: Also ich kenne Kitas, die stellen den Sonnenschutz für die Kinder.

Speaker: Ich kenne aber auch Kitas, die bitten, passende Präparate für die einzelnen Kinder mitzugeben.

Speaker: Das ist natürlich ein bisschen aufwendiger, wenn ich immer gucken muss, wo ist denn der Sonnenschutz A für Kind A oder Sonnenschutz B für Kind B.

Speaker: Aber auch da kann es sein, dass sie einzelne Unverträglichkeiten es nötig machen, dass es was Individuelles gibt.

Speaker: Wichtig ist nur daran zu denken, sich einzucremen, zu schützen, sich selber als Erwachsener auch zu schützen.

Speaker: Und es ist gar nicht mal so wenig, wenn man morgens schon ab neun mit Kindern draußen ist, bis mittags um zwölf hat man oft schon die Dosis erreicht,

Speaker: die eigentlich gesund ist für den Körper und für die Haut.

Speaker: Also achtet darauf, dass ihr Schatten habt, achtet darauf, dass ihr einen ordentlichen Sonnenschutz habt, achtet darauf, dass ihr genügend Wasser oder andere zuckerfreie Getränke zur Verfügung habt, genauso wie ihr für die Kinder sorgt, sorgt auch für euch und dafür, dass ihr gut durch diese heißen Tage kommt.

Speaker: Bedeutet natürlich auch, vielleicht gestalte ich meinen Dienstplan so, dass nicht eine Kollegin, ein Kollege den ganzen Tag im Garten ist, sondern dass ich da einen Wechsel einbaue, einfach weil es gesünder ist.

Speaker: Ja, richtig.

Speaker: Und ich weiß, dass es auch keine sehr populäre Ansage ist, aber lange Kleidung ist auch ein guter Sonnenschutz.

Speaker: Der Aufenthalt im Raum ist ein guter Sonnenschutz.

Speaker: Aber wenn die Kinder draußen sind, muss ich mitgehen und muss dann auch gucken, wo kann ich denn draußen Schatten finden.

Speaker: Ja, auch Sonnenschirme, Sonnensegel, auch wieder so ein gutes Projekt, wo man dann den Förderverein ansprechen kann.

Speaker: Aber ich finde, das ist schon genug der hitzigen Diskussion für heute.

Speaker: Lass uns noch kurz gucken, Paul.

Speaker: Wir machen eine Sommerpause und die geht von Juli bis August.

Speaker: Und im September sind wir wieder da.

Speaker: Ich fände es cool, wenn wir schon mal einen kleinen Ausblick geben an Themen, die wir so bei uns auf der Agenda haben.

Speaker: Was fällt dir ein, was wir im Herbst den Hörerinnen und Hörern präsentieren wollen?

Speaker: Ja, also ich freue mich total auf die Ferien.

Speaker: Wir haben uns echt eine Pause verdient.

Speaker: Wir alle, wir und auch unsere Hörerinnen und Hörer.

Speaker: Juli, August ist frei und ab September geht es wieder los.

Speaker: Und wir haben so Themen auf der Agenda, wie zum Beispiel, wir wollen darüber reden, was ist eigentlich eine gute Doku-Arbeit, Dokumentationsarbeit?

Speaker: Wie geht Portfolio mal ein bisschen anders?

Speaker: Wir wollen über Architektur reden.

Speaker: Einmal über den Raum als dritten Erzieher.

Speaker: Was können wir als Fachkräfte tun, um den Raum kind- und pädagogikgerecht einzurichten?

Speaker: Aber auch, was können wir eigentlich tun, um Architekten einzubeziehen in unsere Arbeit?

Speaker: Und wir wollen sprechen über feinfühliges Antwortverhalten und einfach rausfinden, wie kann man Kindern gut begegnen und auch wie begegnen Leitungen den ErzieherInnen gut und feinfühlig.

Speaker: Und außerdem wollen wir über Tod und Taschengrab reden.

Speaker: Das ist eine Folge, auf die ich mich besonders freue, weil sie zurückgeht in die Kita-Tage meiner eigenen Kinder.

Speaker: Außerdem haben wir nochmal einen Blick auf gelegene Dienstbesprechungen und wir gucken uns nochmal an, was Kita-Teams tun können, um selber wirkmächtig zu bleiben.

Speaker: Bei der Frage, was machen wir eigentlich mit herausfordernden Verhalten von Kindern?

Speaker: Das werden unsere Themen in der zweiten Jahreshälfte 2026 sein.

Speaker: Wir freuen uns auf die Pause und wir freuen uns dann auf das Wiederhören mit euch.

Speaker: Und falls ihr irgendwelche Ideen habt, irgendwelche Anregungen habt an Themen, die wir mal behandeln sollten, an Gesprächspartnern, die ihr euch wünschen würdet,

Speaker: dann teilt uns das super gerne mit, indem ihr uns schreibt.

Speaker: Ich wiederhole nochmal, E-Mail-Adresse ist post-at-freigestellt-podcast.de Das war unsere Minifolge zum Beginn der Sommerferien.

Speaker: Wir danken euch fürs Zuhören bis hierhin, wünschen euch ganz viel Kraft, Erholung, ganz viel Spaß und inspirierende Momente.

Speaker: Mach's gut, bleibt freigestellt.

Speaker: Und wir hören uns im September.

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