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93 Plays1 month ago

Wenn pädagogische Haltung auf Teamdynamik trifft – und warum Top-Down-Anweisungen bei Wertefragen scheitern

Sollen Fenster in der Kita mit bunten Bildern gestaltet werden oder glasklar bleiben? Was auf den ersten Blick wie eine banale Dekorationsfrage wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Lackmustest für drei zentrale Leitungskompetenzen: die Unterscheidung zwischen Führung und Management, die Fähigkeit zur Konsensfindung im Team und die praktische Umsetzung eines partizipativen Bildungsverständnisses.

Die Folge unseres Podcasts „Freigestellt“ zeigt exemplarisch, warum Kita-Leitungen mehr brauchen als organisatorisches Geschick und wie sich pädagogische Grundhaltungen in scheinbar nebensächlichen Alltagsentscheidungen offenbaren können.

Transcript

Einführung und Ziel des Podcasts

00:00:11
Speaker
Freigestellt, der Podcast für Kita-Leitungen.
00:00:15
Speaker
Kompakt, alltagsnah und mit Themen, die manchmal mehr auslösen, als man so denkt.

Intro

00:00:25
Speaker
Herzlich willkommen zu unserer Premieren-Folge.
00:00:28
Speaker
Ich bin Sascha Müller-Jänsch, Journalist und Inhaber der Kita-Software clivver-kita .
00:00:34
Speaker
Und auch von mir ein herzliches Willkommen.
00:00:36
Speaker
Mein Name ist Paul Hofmann-Driesch.
00:00:38
Speaker
Ich bin Erzieher und Betriebswirt und ich arbeite als Coach und als Fortbildner für Kitas.
00:00:45
Speaker
Okay, das ist unsere Premiere und Folge, Paul.
00:00:48
Speaker
Sag, warum sind wir eigentlich hier?
00:00:50
Speaker
Naja Sascha, das war deine Idee.
00:00:53
Speaker
Also du hast mich eingeladen, hast gesagt, Mensch, ich möchte einen Podcast für Kita-Leitungen machen, hast Lust mitzumachen und das Ganze ein bisschen fachlich zu unterfüttern.
00:01:02
Speaker
Und deswegen bin ich hier, weil ich finde, das ist eine tolle Idee.
00:01:06
Speaker
Das gibt es gerade nicht, dieses Format und wir wollen Kolleginnen und Kollegen in Leitungsfunktionen unterstützen.
00:01:12
Speaker
Ja, in dem Sinne würde ich sagen, steigen wir auch direkt ein.
00:01:17
Speaker
Wir haben ein echtes Burner-Thema heute, Fensterbilder in Kitas.
00:01:23
Speaker
Aber vorher haben wir noch einen Blitzgedanken, bei dem wir immer unsere Hörerinnen und Hörer um ihre Ansichten zu einer kleinen Frage bitten.
00:01:32
Speaker
Ja, das haben wir uns vorgenommen und unseren heutigen Blitzgedanken haben wir zu einer Frage formuliert, die uns quasi bei der Planung vor die Füße gefallen ist.
00:01:41
Speaker
Wir haben gemerkt, dieser Podcast startet im Mai und bei der Terminplanung sind uns jetzt auch diese vielen Feiertage im Mai aufgefallen.
00:01:49
Speaker
Das ist auch ein echtes Freudeerlebnis für uns gewesen.
00:01:52
Speaker
Alle sagten Juhu, frei, wir freuen uns drauf, die Kinder, unsere Familien freuen sich drauf.
00:01:57
Speaker
Und als wir dann so drüber nachgedacht haben, haben wir aber auch gemerkt, naja, da wird auch schnell mal ein kniffliges Thema für Kitas draus, denn auf die Feiertage folgen die Brückentage.
00:02:07
Speaker
Viele Kolleginnen oder Kollegen möchten Urlaub, manche Leitungen sind ja aus Erfahrung auch ehrlich gesagt ganz froh, wenn die ganze Einrichtung mal geschlossen ist, denn dann kann Urlaub abgebaut werden, Mehrarbeit geht runter und alle können auch mal Luft holen.
00:02:21
Speaker
Gleichzeitig steht da aber auch der Anspruch von Familie, das wissen wir, möglichst wenig Schließtage zu haben.
00:02:27
Speaker
Und es ist ja auch ganz praktisch so, Eltern können sich nicht immer spontan Urlaub nehmen, nur weil die Kita gerade zu ist.
00:02:33
Speaker
Träger und Jugendamt argumentieren dann oft ganz ähnlich.
00:02:36
Speaker
Versorgungssicherheit, Verlässlichkeit, Planbarkeit.
00:02:39
Speaker
Wir haben die Frage daraus gemacht, wie macht ihr das eigentlich mit den vielen Brückentagen im

Umgang mit Brückentagen: Erfahrungen der Kita-Leitungen

00:02:43
Speaker
Mai?
00:02:43
Speaker
Gibt es bei euch klare Regeln oder jedes Jahr neue Verhandlungen?
00:02:47
Speaker
Und wir haben natürlich noch keine Hörerinnen und Hörer Zuschriften, freuen uns über die für die nächsten kommenden Folgen.
00:02:57
Speaker
Diesmal haben wir einfach in unserem professionellen Bekanntenkreis gefragt und schon ein paar Antworten bekommen.
00:03:04
Speaker
Zum Beispiel von Ariane, die Leiterin einer kommunalen Kita ist.
00:03:09
Speaker
Die hat uns geschrieben, wir haben uns im Team darauf geeinigt, unsere Regenerationstage auf die Brückentage zu legen.
00:03:17
Speaker
An diesen Tagen bleibt die Kita geschlossen, von den Eltern gab es dazu bisher keine Einwände und das Team freut sich auf die freien Tage am Stück.
00:03:27
Speaker
Ja, wenn ich das so sehe, hat Ariane sogar einen kleinen Grinses-Smiley dazu geschickt.
00:03:30
Speaker
Das scheint ja gut zu klappen.
00:03:31
Speaker
Wir haben noch ein bisschen weiter gefragt und Miriam, die eine Kita eines freien Paritätischen Trägers leitet, die hat uns geschrieben, wir haben an den Brückentagen immer geschlossen, an allen Brückentagen.
00:03:43
Speaker
Hier gibt es sogar eine Dienstvereinbarung zu.
00:03:46
Speaker
Die Eltern werden im Vertrag darauf hingewiesen und bisher hat es immer gut funktioniert.
00:03:50
Speaker
Wir haben aber auch keine Oster- oder Erbstschließzeiten.
00:03:54
Speaker
Das ist dann natürlich vielleicht, wenn man das so mit den Eltern verargumentieren muss, auch ein ganz guter Ausgleich.
00:04:01
Speaker
Ja, auf jeden Fall.
00:04:04
Speaker
Nicole ist ebenfalls Leiterin einer kommunalen Kita und sie hat geschrieben, wir haben bei uns in der Kita nur den Tag nach Christi Himmelfahrt als Brückentag die Einrichtung geschlossen.
00:04:15
Speaker
Aus Erfahrungen der letzten Jahre war dies der schlecht besuchteste Tag in der Kita.
00:04:21
Speaker
Abfragen vorher haben nichts gebracht, sodass ich den Freitag immer Personal im Überhang hatte.
00:04:28
Speaker
Mit dem Elternbeirat habe ich das dann gemeinsam abgesprochen, dass wir den Tag nach Christi Himmelfahrt immer geschlossen haben.
00:04:34
Speaker
Somit können auch einige Kolleginnen Urlaub machen.
00:04:37
Speaker
Diesen Tag habe ich meinem Team freigestellt, ob sie Urlaub nehmen oder in die Kita kommen.
00:04:43
Speaker
Aus Erfahrung bleibt ja immer genug im Alltag liegen, sodass auch gut Portfolio oder Aufräumarbeiten gemacht werden können.
00:04:50
Speaker
Ja, das glaube ich.
00:04:50
Speaker
Das ist ganz schön, mal so einen extra Takt zu haben, wo ein bisschen der Betrieb ruhiger läuft und mal so den ganzen Alltagsschnarch erledigen kann.
00:04:59
Speaker
Dann haben wir noch eine Rückmeldung bekommen von Maike, die ebenfalls eine kommunale Kita leitet.
00:05:04
Speaker
Und Maike hat geschrieben, an den Brückentagen hat bei uns die Einrichtung immer geöffnet und wir verlangen eine verbindliche Anmeldung seitens der Eltern.
00:05:12
Speaker
Das ist nicht mit einer Notgruppe zu verwechseln, alle Kinder sind herzlich willkommen.
00:05:16
Speaker
Mit der Anmeldungsliste kann ich dann aber gut das Personal planen und viele Personalwünsche erfüllen.
00:05:22
Speaker
Also Maike macht dann im Prinzip eine Planung auf die Anmeldezahl der Kinder hin.
00:05:27
Speaker
Genau, ich finde da ist das Stichwort Verbindlichkeit wichtig.
00:05:31
Speaker
drin und im Grunde genommen zieht sich das über alle Antworten eigentlich.
00:05:38
Speaker
Es muss eine Verbindlichkeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Eltern geben und dann gibt es innerhalb dieser Verbindlichkeit oder wenn man diese Verbindlichkeit hergestellt hat, eine große Variante an Möglichkeiten, wie man das machen kann.
00:05:55
Speaker
Genau.
00:05:57
Speaker
Ja, danke für eure Praxisbeispiele.
00:05:58
Speaker
Das war eine tolle Erfahrung, dieses Feedback einsammeln zu können, weil wir gemerkt haben, das sind Themen oder das war ein Thema.
00:06:06
Speaker
Da haben viele Erfahrungen zu, da können alle was zu beitragen.
00:06:09
Speaker
Wir wollen auch versuchen, immer solche Themen zu finden, wo eine breite Beteiligung aus der Hörerschaft möglich

Frage für die nächste Folge: Hochbeete und Naschgärten

00:06:15
Speaker
ist.
00:06:15
Speaker
Für das nächste Mal haben wir uns auch schon eine Frage überlegt.
00:06:18
Speaker
Und zwar, was sind eure Erfahrungen mit Hochbeeten und Naschgärten?
00:06:24
Speaker
Eure Antworten schickt ihr bitte an post.freigestellt-podcast.de.
00:06:32
Speaker
Ich wiederhole das nochmal.
00:06:33
Speaker
Wir freuen uns über E-Mails an post.freigestellt-podcast.de.
00:06:43
Speaker
Und natürlich freuen wir uns auch wahnsinnig, wenn ihr uns direkt mit der Premierenfolge abonniert.
00:06:51
Speaker
bei Spotify, bei Apple Podcast und wo es sonst noch Podcasts zu hören gibt.

Hauptthema: Fensterbilder in Kitas

00:06:57
Speaker
Ja, und jetzt steigen wir ein in unser heutiges Thema, die Fensterbilder.
00:07:08
Speaker
Das Thema Fensterbilder haben wir heute und eigentlich gibt es ja so zwei große Schulen.
00:07:14
Speaker
Entweder sind alle Fenster frei und man sieht überhaupt gar nichts oder alle Fenster sind voll und man sieht jede Menge bunter Bilder.
00:07:27
Speaker
Dazwischen scheint es eigentlich fast gar nichts zu geben.
00:07:31
Speaker
Woran liegt das?
00:07:34
Speaker
Naja, weißt du, das ist wie so oft in der Kita oder überhaupt in der Pädagogik, auch bei den Fensterbildern gibt es nicht die eine Betriebsanleitung für alle Kitas.
00:07:45
Speaker
Es gibt keinen Standard, der irgendwie definiert, wie eine Kindertagesstätte ihre Fenster zu gestalten hat.
00:07:51
Speaker
Aber trotzdem, ja, es scheint wie so zwei Schulen zu geben und ich weiß, dass zum Beispiel in der Regio-Pädagogik ja Fensterbilder ganz verpönt sind.
00:08:03
Speaker
Ja sicher, das drückt natürlich schon was aus.
00:08:05
Speaker
Also die Fensterbilder sind ja auf der einen Seite Gestaltungselemente.
00:08:10
Speaker
Also es gibt Leute, die finden das schön, denen ist das wichtig, die zeigen sich damit und zeigen das, was sie den ganzen Tag mit Kindern machen auf diese Art und Weise.
00:08:19
Speaker
Und andere sagen, nein, das ist eine Verniedlichung und wir wollen auch, dass Kinder rausgucken können und die weiter haben.
00:08:26
Speaker
Also eigentlich bewegt es sich zwischen diesen beiden Polen.
00:08:31
Speaker
Und wie verhalte ich mich da jetzt als Kita-Leitung?
00:08:36
Speaker
Ich habe sicherlich eine eigene Meinung, aber ist die maßgeblich, weil es sowieso mein Konzept ist?
00:08:45
Speaker
Also eigentlich ist die Frage, ob die Fenster gestaltet sind oder nicht, gar nicht die spannende Frage, sondern für uns aus Sicht der Kita-Leitungen ist es spannender, sich die Frage zu stellen, wie gehe ich eigentlich damit um, wenn es eben widerstreitende Meinungen zu diesem Thema in meinem Team gibt.
00:09:01
Speaker
Da kann es ja die Kollegin geben, die finden das klasse.
00:09:04
Speaker
Es kann vielleicht auch Eltern geben, die finden das toll und es gibt wieder Kolleginnen oder Kollegen, die lehnen das ab und vielleicht habe ich selber auch die ablehnende Haltung dazu.
00:09:11
Speaker
Und dann bin ich nicht so sehr in der Position, irgendwie top down zu entscheiden, was ist falsch oder richtig, sondern ich muss hier eher irgendwie mit diesem Konflikt umgehen, mit diesen widerstreitenden Sichtweisen auf die gestalteten Fenster.
00:09:24
Speaker
weil es sonst Konflikt im Team gibt?
00:09:30
Speaker
Ja, das kann zu einem weiteren Konflikt führen, wenn sich da Uneinigkeit ergibt.
00:09:34
Speaker
Und es zeigt eben auch, wir müssen an solchen Themen gemeinsam arbeiten.
00:09:39
Speaker
Also die Kita wird dann besser und klarer in ihrer Arbeit, wenn es gelingt, aus diesen widerstreitenden Meinungen eigentlich eine gemeinsame Stärke zu ziehen.
00:09:47
Speaker
Also nicht so zu entscheiden, was ist richtig und was ist falsch, sondern was ist unsere Antwort auf diese Frage, wie wir damit umgehen.
00:09:55
Speaker
Spannend wird es eigentlich dann, wenn es gelingt, aus diesem Konflikt nicht nur einen Kompromiss zu machen, sondern einen Konsens zu machen.
00:10:03
Speaker
Also nicht so sehr die Frage aufzulösen, was ist eigentlich das kleinste Gemeinsame, was wir da drin finden, sondern was denken wir denn gemeinsam darüber, was in Bezug auf Fensterbilder oder Raumgestaltung ganz allgemein wichtig ist.
00:10:18
Speaker
Okay, wie gehe ich da am besten vor?
00:10:23
Speaker
Also wenn diese Moderation erfolgen soll im Sinne einer Konsensbildung, dann ist es erstmal wichtig, dass das Team Gelegenheit hat, verschiedene Perspektiven einzunehmen, dass also eine gemeinsame Haltung entwickelt wird.
00:10:38
Speaker
Wir müssen erstmal diesen Konflikt identifizieren und müssen die Gelegenheit haben, das auszusprechen.
00:10:43
Speaker
Wenn wir dann uns zum Beispiel darüber verständigen können, was steckt denn an Themen alles drin in dem Fensterbild.
00:10:49
Speaker
Also für manche Kolleginnen und Kollegen steckt vielleicht so eine Art Arbeitsnachweis da drin.
00:10:54
Speaker
Es wird nach außen sichtbar.
00:10:56
Speaker
Ich bin den ganzen Tag hier.
00:10:57
Speaker
Ich arbeite, verbringe meine Zeit hier.
00:10:59
Speaker
Wir tun was.
00:11:01
Speaker
Für andere wird möglicherweise das Thema Partizipation sichtbar.
00:11:05
Speaker
Also was wird überhaupt abgebildet an den Fenstern?
00:11:08
Speaker
Sind das nette, dekorative Elemente oder können Kinder sich und ihre Themen abbilden?
00:11:14
Speaker
Also bringen wir die Themen der Kinder an die Fenster?
00:11:18
Speaker
Da höre ich raus, da muss man nochmal unterscheiden eigentlich zwischen die Erzieherinnen und Erzieher dekorieren die Fenster und die Kinder haben die Möglichkeit, die Fenster zu dekorieren.
00:11:32
Speaker
Habe ich das richtig verstanden?
00:11:33
Speaker
Genau, das wäre ein ganz wichtiger Unterscheidungspunkt.
00:11:35
Speaker
Also wenn die Erzieherinnen und Erzieher, die Erwachsenen die Fenster dekorieren, ist das aus pädagogischer Sicht ein anderer Anpack, als wenn die Kinder diese Fenster gestalten nach ihren Ideen.
00:11:46
Speaker
Und ich bin mir ziemlich sicher, dass auch eigentlich niemand, der Fensterbilder kritisch sieht, es kritisch sehen würde, wenn Kinder anfangen, diese Fenster zu gestalten.
00:11:55
Speaker
Aber dennoch würden wir ja etwas darüber ausdrücken und möglicherweise in der Diskussion auch darüber herausfinden, wie sehen wir denn die Gestaltung durch Kinder an diesen Scheiben.
00:12:07
Speaker
Und daneben ist es wichtig, dass zu diesen Fragestellungen
00:12:11
Speaker
jedes Teammitglied Position beziehen kann, also erklären kann, warum es Fensterbilder gut findet oder nicht gut findet, warum es vielleicht Ideen von Kindern dort umsetzen lassen kann oder nicht umsetzen lassen kann.
00:12:24
Speaker
Also ich muss die Gelegenheit haben, mich und meine persönliche Positionierung dazu ausdrücken zu können im Team.
00:12:31
Speaker
Das wäre der erste Schritt.
00:12:33
Speaker
Wie geht es dann weiter?
00:12:35
Speaker
Im nächsten Schritt ist es dann erstmal wichtig, dass die Leitungskraft in der Lage ist, diesen Konsens zu finden, indem sie mit den Kolleginnen und Kollegen und zwar sowohl mit den Kritischen als auch mit den Befürwortenden ins Gespräch darüber kommt, warum tust du das eigentlich, was ist dein Ziel, was möchtest du erreichen?
00:12:54
Speaker
Also wenn wir uns vorstellen, wir haben vielleicht jemanden im Team, eine Person, die findet die Fenstergestaltung von Erwachsenen ganz toll und ganz wichtig, dann würde ich in die Diskussion gehen und fragen, warum findest du das wichtig?
00:13:05
Speaker
Was willst du damit erreichen?
00:13:06
Speaker
Und kannst du das vielleicht auch auf anderem Weg erreichen?
00:13:10
Speaker
Wenn jemand sagt, es ist ganz wichtig, dass Kinder dort ihre Bilder anbringen können, kann man auch diese Person einbeziehen und fragen, warum ist das wichtig?
00:13:18
Speaker
Was möchtest du damit erreichen?
00:13:19
Speaker
Und wären diese Wege auch anders erreichbar, kann man diese Ziele auch anders erreichen?
00:13:25
Speaker
Wenn wir dann einen Konsens gefunden haben, also wenn wir uns gemeinsam überlegt haben, warum wir das eigentlich tun, ist es wichtig, dass wir im nächsten Schritt diesen Konsens auch irgendwie sichern.
00:13:34
Speaker
Also dass wir nicht jedes Mal, wenn jemand neu hinzukommt ins Team oder jedes Mal, wenn das Thema doch wieder aufploppt, weil vielleicht die Jahreszeit wechselt oder so, wir anfangen müssen, das Thema neu zu bearbeiten.
00:13:46
Speaker
Wir müssen also überlegen, was hatten wir damals eigentlich für Ziele bei der Frage nach Fenstergestaltung und wie können wir das so aufbauen, dass auch nachfolgende Diskussionen immer wieder da ansetzen können.

Fensterbilder als Ausdruck der Kita-Identität

00:13:59
Speaker
Das heißt, es macht Sinn, über den Moment, über die Periode, Jahreszeit hinaus zu denken und das Thema, ich nenne es mal über das ganze Kita-Jahr zu betrachten.
00:14:16
Speaker
Ja genau, das siehst du richtig.
00:14:18
Speaker
Und es geht nicht nur um das Kita-Jahr, sondern es geht auch darum, dass man erkennt, dass das im Prinzip ein pädagogischer Baustein in der Konzeptionsarbeit ist.
00:14:27
Speaker
Ich sagte ja eingangs schon mal, es hat eigentlich eine Meta-Ebene, dieses Thema der Fenstergestaltung.
00:14:32
Speaker
Es geht nicht um das Bildchen am Fenster, sondern es geht um unsere Positionierung.
00:14:37
Speaker
Ist das hier ein Ort für Kinder?
00:14:39
Speaker
Und wenn es ein Ort für Kinder ist, wie können die sich ausdrücken?
00:14:43
Speaker
Und wie drücken wir Erwachsenen uns auch aus?
00:14:44
Speaker
Wie stellen wir uns da in dieses Bild ein Ort für Kinder?
00:14:49
Speaker
Und...
00:14:50
Speaker
Deswegen ist es ein Konzeptionsbaustein und deswegen gehört es auch in die Konzeption hinein.
00:14:55
Speaker
Vielleicht nicht als Überschrift Fensterbilder in unserer Kita, aber so als Überschrift, was heißt es eigentlich, wenn die Kita ein Ort für Kinder ist?
00:15:03
Speaker
Wo zeigen sich die Kinder und wo und wie zeigen sich die Erwachsenen?
00:15:07
Speaker
Jetzt hast du vorhin schon mal ganz kurz auch die Eltern mit ins Spiel gebracht.
00:15:15
Speaker
Und ich sage jetzt mal, wenn ich an der Kita vorbeikomme und da sind ganz viele Fensterbilder und dieses klassische, ganz bunte Kita-Logo, was man ja immer wieder sieht, dann weiß eigentlich jeder, ah ja, da sind Kinder und die wachsen auch hoffentlich richtig gut heran.
00:15:36
Speaker
Hat
00:15:37
Speaker
das ganze Thema auch was mit Außenwirkung zu tun und muss ich die berücksichtigen?
00:15:42
Speaker
Ja, absolut.
00:15:43
Speaker
Natürlich hat das was mit Außenwirkung zu tun, weil es ist ja tatsächlich dann im wahrsten Sinne des Wortes ein Schaufenster, also ein gestaltetes Fenster.
00:15:51
Speaker
Das fällt ja nicht vom Himmel, das wird ja von irgendjemandem so gemacht.
00:15:55
Speaker
Das wird ja von Erwachsenen gemacht oder von Kindern gemacht.
00:15:59
Speaker
Und bei diesem Machen kommt ja auch ein Bild zutage, also nicht nur wieder das rein optische Bild, sondern es wird ja auch eine Message damit transportiert.
00:16:08
Speaker
Und da kann ich mir genau überlegen, welche Message transportiere ich eigentlich.
00:16:12
Speaker
Also transportiere ich das Bild, wir müssen das hier schön machen für die Kinder, wir Erwachsene können das gut, wir können schön malen, wir können sauber arbeiten.
00:16:22
Speaker
Oder können die Kinder eben dort ihre Spuren hinterlassen, die vielleicht aus der Sicht des einen oder anderen Erwachsenen weniger perfekt sind, aber vielmehr die Lebendigkeit einer Kita ausdrücken können.
00:16:33
Speaker
Und wenn ich aber gleichzeitig auch noch Anteile habe, die ich als Erwachsener kommunizieren möchte, also häufig ist es ja so, dass auch der Name einer Kita oder ein Titel einer Kita ein bestimmtes Bild vom Kind und ein bestimmtes pädagogisches Programm transportieren soll.
00:16:50
Speaker
dann muss ich das anders machen.
00:16:51
Speaker
Dann muss ich das mit einem ordentlichen Türschild machen oder mit einem guten Briefkopf.
00:16:54
Speaker
Das hat nichts an den Fenstern zu suchen, die eigentlich Einblick auch geben in die Lebenswelt der Kinder.
00:17:03
Speaker
Jetzt haben wir die ganze Zeit...
00:17:06
Speaker
über die Kinder gesprochen und wie die sich ausdrücken wollen.
00:17:11
Speaker
Ist es eigentlich auch denkbar, dass man sagt, die Kinder sollen da auch mitentscheiden dürfen?
00:17:18
Speaker
Ich würde das auf jeden Fall, wenn ich mich dazu entscheide, die Fenster zu gestalten, den Kindern nicht nur mitüberlassen, sondern ich würde es ihnen eigentlich ganz überlassen.
00:17:29
Speaker
Ich würde mir erst mal für mich selber klären, habe ich ein Problem damit, wenn die Fenster gestaltet sind?
00:17:34
Speaker
Und wenn ich kein Problem damit habe, dann kann ich Kinder dazu einladen, zu sagen, Mensch, überlegt doch mal, möchtet ihr etwas nach außen transportieren?
00:17:43
Speaker
Ihr kommt ja jeden Tag auch mit Mama oder Papa in die Kita, ihr seht dieses Fenster, habt ihr eine Idee, was man da zeigen könnte oder vielleicht sogar zeigen sollte, damit jemand von außen sofort weiß, hier seid ihr, hier verbringt ihr euren Alltag,
00:17:57
Speaker
das sind eure Themen, das ist das, was euch interessiert, was ihr spannend findet.
00:18:01
Speaker
Das kann man ganz aktiv gestalten.
00:18:03
Speaker
Ist das maßgeblicher als mein eigenes
00:18:09
Speaker
Konzept oder als das pädagogische Konzept?
00:18:12
Speaker
Das ist mein pädagogisches Konzept.
00:18:14
Speaker
Ich glaube, das kann man gar nicht gegeneinander aufwiegen, sondern in dem Moment, wo ich Kindern die Verantwortung für solche wichtigen Botschaften oder Erscheinungen nach außen übergebe, drücke ich damit aus, dass ich Kinder und ihre Themen ernst nehme.
00:18:29
Speaker
dass ich Kindern und ihren Themen Raum gebe und auch einen prominenten Raum an diesen Fensterscheiben.
00:18:35
Speaker
Insofern ist das für mich nicht die Frage, ob das vielleicht meinen Botschaften entgegensteht, sondern das ist meine Botschaft.
00:18:45
Speaker
Der Kerngedanke dahinter ist, wenn ich versuche, meine pädagogische Haltung auszudrücken, meine Haltung Kindern und ihren Themen gegenüber, kann ich das eigentlich nur durch meine Handlungen tun.
00:18:58
Speaker
Also ich könnte noch so oft dir oder jemand anderen gegenüber sagen, ich habe die Haltung, Kinder sollen sich zeigen können und am Alltag beteiligt werden.
00:19:07
Speaker
Das kann ich tausendmal aufschreiben, ich kann es tausendmal erzählen, wenn ich sie auch tausendmal tue, indem ich zum Beispiel Kinder so etwas machen lasse, habe ich diese Haltung auch nicht wirklich deutlich.
00:19:22
Speaker
Irgendwann kommt es ja dann zu einem Beschluss und ich passe dann eventuell auch nochmal mein pädagogisches Konzept an, schreibe das vielleicht nicht expresses Verbes da rein, sondern übertrage nochmal das, was ich an Haltung erarbeitet habe, in das Konzept.

Neue Mitarbeiter thematisch ins Boot holen

00:19:52
Speaker
Jetzt vergeht ein Dreivierteljahr.
00:19:55
Speaker
Ich habe, wie das so häufig ist, Fluktuation.
00:20:00
Speaker
Muss neue Mitarbeiterinnen, neue Mitarbeiter suchen.
00:20:04
Speaker
Find die auch.
00:20:05
Speaker
Wie hole ich denn die damit ins Boot?
00:20:11
Speaker
Also da können wir das Thema aufmachen und noch weitere Punkte eigentlich für Leitungsthemen finden.
00:20:18
Speaker
Also es stellt sich ja immer wieder die Frage,
00:20:21
Speaker
Wie halte ich eigentlich für Einbarungen fest und wie konserviere ich die sozusagen?
00:20:26
Speaker
Wo schreibe ich sie auf und wie sind sie auch dann auffindbar, wenn Alltag herrscht?
00:20:31
Speaker
Also eine Konzeption etwa ist zwar sozusagen die Gebrauchsanleitung für eine Kita, aber selten alltagstauglich.
00:20:39
Speaker
Also kein Mensch guckt alle 14 Tage in die Konzeption rein und überlegt sich, arbeite ich noch so, wie ich mir das vor einem halben Jahr mal aufgeschrieben habe?
00:20:48
Speaker
Also ich brauche alltagstägliche Tools.
00:20:51
Speaker
Ich kenne Kitas, die arbeiten ganz erfolgreich, damit sich so bestimmte Leitsprüche irgendwo hinzuschreiben.
00:20:57
Speaker
In Teamräume, vielleicht auch an Fenster oder in Flure, also als Poster, als Plakat irgendwo aufgeschrieben, dass da zum Beispiel drinsteht, wir wollen Kinder sichtbar machen und ihre Themen.
00:21:09
Speaker
Und wenn ich das als Plakat, als Spruch, als Leitbild immer wieder vor Augen habe, kann ich mir das eher merken.
00:21:17
Speaker
Das wäre eine Möglichkeit.
00:21:18
Speaker
Also quasi so die Ableitungen aus der Konzeption rausholen.
00:21:23
Speaker
Eine andere Möglichkeit und fast noch wichtiger im Alltag ist, dass das Team sich gegenseitig da so ein bisschen unterstützen, supportet.
00:21:31
Speaker
Also die Kolleginnen und Kollegen sind ja in ihrem Alltag autonom unterwegs.
00:21:36
Speaker
Und wenn ich sehe, dass
00:21:38
Speaker
Fenster gestaltet werden, dann ist es wichtig, dass ich den Kolleginnen und Kollegen die Rückmeldung gebe, wenn es gelingt.
00:21:45
Speaker
Und wenn es einmal in einer anderen Art und Weise geht, so wie wir uns das eigentlich nicht vorgenommen haben,
00:21:52
Speaker
dass die Kolleginnen und der Kollege da auch schnell die Rückmeldung bekommen, denkt doch mal an unseren Konzeptionsbaustein zu dem Bild vom Kind und zu der Darstellung von Kindern, wir wollten das eigentlich anders machen.
00:22:02
Speaker
Also das Team muss so ein bisschen das eigene Post-it-Zettelchen spielen und sagen, wir ähneln uns immer mal wieder, indem wir die Grundsätze irgendwo festhalten.
00:22:13
Speaker
Und weil ich eben schon mal sagte, das ist auch möglicherweise nochmal Potenzial für eine eigene Folge, das kann auch in einem Onboarding-Prozess festgehalten sein, dass also klar ist, wenn wir neue Mitarbeitende bekommen, dann müssen die bestimmte Leitlinien von uns erhalten innerhalb der ersten Wochen oder Monate.
00:22:35
Speaker
Und wie vermitteln wir eigentlich neuen Kolleginnen und Kollegen, was da drinsteckt in dieser Zielsetzung, wie Kinder sichtbar werden?
00:22:47
Speaker
Ich würde gerne noch einen anderen Aspekt, bevor wir zum Schluss kommen, betrachten.
00:22:53
Speaker
Und zwar geht es da vor allem dann um Fotos, die ja im weiteren Sinne auch Bilder sind.
00:23:02
Speaker
Wie muss ich das Thema Datenschutz da berücksichtigen?
00:23:07
Speaker
Das ist wirklich ein Thema, das sollten wir noch mal separat bearbeiten.
00:23:10
Speaker
Da könnten wir uns vielleicht auch mal Unterstützung von einem Profi holen, weil Datenschutz, habe ich die Erfahrung gemacht, ist ein Feld, was viele Praktiker und vor allem auch Leitungskräfte verunsichert, was häufig so eingerahmt ist in das Gefühl, ich darf hier gar nichts mehr tun.
00:23:29
Speaker
Und ich denke, Datenschutz ist,
00:23:32
Speaker
ist keine Verbotsmentalität, es ist mehr eine Art Leitplanke, die dafür sorgen soll, dass ich immer noch meine Arbeit in der Kita transparent mache.
00:23:41
Speaker
Das ist ein wichtiger Auftakt, den wir auch so gesetzlich formuliert wiederfinden und gleichzeitig aber auch
00:23:49
Speaker
die Rechte an personenbezogenen Informationen anderer gewahrt werden.
00:23:53
Speaker
Dass man also ein Bewusstsein dafür entwickelt, wie wir mit Informationen zu einzelnen Menschen, egal ob das Kinder, Familien oder Kollegen sind, umgehen.
00:24:03
Speaker
Und diese Sensibilität, das habe ich immer geschätzt, eigentlich an der Datenschutzdebatte.
00:24:09
Speaker
Und trotzdem finde ich, müsste man das auch nochmal mit einem Profi zusammen besprechen, was ist eigentlich an Spielräumen gut und sinnvoll nutzbar.
00:24:21
Speaker
Das Thema Datenschutz würde ich gerne noch ergänzen.
00:24:27
Speaker
Wenn wir das nochmal zurückführen auf Fensterbilder, also auf Gemälde von Kindern, ist das Thema Datenschutz gar nicht so wichtig.
00:24:34
Speaker
Denn das, was Sie da hinmalen, ist ja jetzt erstmal kein Foto.
00:24:37
Speaker
Wenn ich allerdings unter das tolle Fensterbild eines Kindes drunter schreibe, und das hier hat Janis gemalt, dreieinhalb Jahre alt, der wohnt übrigens in der Hauptstraße Nummer 9.
00:24:47
Speaker
Dann bin ich natürlich in einem Bereich, das muss allen klar sein, das ist dann nicht mehr datenschutzkompatibel, sondern da geht es auch um eine Darstellung des Kindes.
00:24:56
Speaker
Das ist auch gar nicht nötig.
00:24:58
Speaker
Also wenn Janis das Fenster bemalt, dann will er es nachher betrachten können, will darauf stolz sein können, will das vielleicht seinen Eltern und Freunden zeigen und da muss der Name nicht drunter stehen.
00:25:07
Speaker
Ja.

Kurze Zusammenfassung

00:25:11
Speaker
Insgesamt haben wir jetzt so einen kleinen Galoppritt gemacht durch verschiedene Bereiche.
00:25:21
Speaker
Ich glaube, du hast an anderer Stelle mal, als wir gesprochen haben, den Begriff Kompetenzlandkarte verwendet.
00:25:29
Speaker
Kannst du nochmal zusammenfassen, was da jetzt auf diese Kompetenzlandkarte gehört?
00:25:37
Speaker
Ja, klar.
00:25:39
Speaker
Also für unser Thema der Fensterbilder müssen wir nochmal in den Blick nehmen.
00:25:44
Speaker
Es gibt eigentlich drei wichtige Punkte, die sich für Leitungskräfte daraus ableiten lassen.
00:25:48
Speaker
Der erste Punkt ist der, Orientierung zu geben.
00:25:52
Speaker
Dass das Team sich gemeinsam dazu positioniert, welches Bild vom Kind steckt eigentlich hier in diesem Fensterbild drin.
00:25:59
Speaker
Was wollen wir vermitteln nach außen über unsere Einschätzung darüber, wie Kinder ihre Umwelt gestalten?
00:26:07
Speaker
Ist das Aufgabe der Kinder oder ist das Aufgabe der Erwachsenen?
00:26:12
Speaker
Und diese Haltung, die müssen wir im Team entwickeln, indem wir sie dialogisch entwickeln.
00:26:17
Speaker
Wir brauchen keinen Kompromiss, wir müssen nicht die kleinen gemeinsamen Nenner finden, sondern wir müssen als Leitungskräfte in der Lage sein, einen Konsens zu entwickeln, indem wir mit dem Team erarbeiten, was ist unsere persönliche Meinung dazu, darf raus, die muss raus, sie darf auch Raum haben.
00:26:33
Speaker
Und aus dieser persönlichen Meinung müssen wir eine gemeinsame Meinung entwickeln,
00:26:38
Speaker
Immer mit dem Fokus, warum tun wir das eigentlich?
00:26:43
Speaker
Wozu tun wir das?
00:26:44
Speaker
Wozu gestalten wir Fenster und können wir diese Ziele, die wir da haben, auch wirklich auf dem Weg erreichen?
00:26:50
Speaker
Das ist der zweite Punkt.
00:26:52
Speaker
Und der dritte Punkt in dieser Kompetenzlandkarte ist die Frage der Nachhaltigkeit.
00:26:56
Speaker
Also wenn wir uns...
00:26:58
Speaker
durch diesen Prozess hindurch gearbeitet haben, unsere Haltung im Team geklärt haben, einen Konsens gefunden haben, dann wollen wir das auch so konservieren, dass das trägt, dass das nicht alle 14 Tage neu angepackt werden muss, indem wir es also verschriftlichen, in die Konzeption einarbeiten, indem wir uns vielleicht kleine Erinnerungsmarker im Alltag setzen, mit Plakaten, mit Sprüchen oder mit Ähnlichem.
00:27:19
Speaker
Wichtig mit dem Feedback im Team auch, dass wir es alle vor Augen haben, uns daran erinnern, wenn es mal Ausreißer gibt,
00:27:26
Speaker
Und dass wir als letzten Punkt bei dieser Konservierung auch überlegen, wie können wir denn über ein Onboarding neue Teammitglieder da gut mit reinholen, ohne wieder bei Adam und Eva neu anfangen zu müssen.
00:27:38
Speaker
Das sind diese drei Punkte, die für mich in dem Thema der Fensterbilder drinstecken.

Nachgedanken und Fazit

00:27:50
Speaker
Nachdem ich mir das nochmal angehört habe, ist mir eine kleine Sache noch aufgefallen, Paul.
00:27:56
Speaker
Und zwar haben wir davon gesprochen, was wohl die Kinder sagen.
00:28:03
Speaker
Und da hast du die Einschränkung gemacht, ja, wenn das in unser Konzept passt, fragt man auch die Kinder.
00:28:09
Speaker
Aber was ist eigentlich, wenn man die Kinder als allererstes fragt?
00:28:17
Speaker
Oha, das habe ich wirklich gesagt.
00:28:19
Speaker
Also wenn es zu unserem Konzept passt, fragen wir die Kinder.
00:28:23
Speaker
Also das rüttelt natürlich nochmal so an den Grundfesten des Berufsverständnisses.
00:28:27
Speaker
Da habe ich mich vielleicht auch mit der Formulierung ein bisschen verrannt.
00:28:29
Speaker
Natürlich fragen wir immer die Kinder als allererstes im Idealfall.
00:28:34
Speaker
Und das siehst du halt auch, wie das manchmal so ist in der Leitungsperspektive, wenn man sagt,
00:28:41
Speaker
Also wenn man dieses Thema, was du ja aufgeworfen hast, so ein bisschen mit dem Blick von außen, warum gibt es eigentlich keinen Standard zur Gestaltung von Fenstern?
00:28:49
Speaker
Wenn man das aus der Leitungsperspektive betrachtet, dann verliert man schnell die Kinder aus dem Blick, weil man oft als Leitungskraft die Erwachsenen im Fokus hat.
00:28:59
Speaker
Kolleginnen oder Kollegen, die agieren oder eben auch nicht agieren, die Eltern, die Außenwirkung.
00:29:04
Speaker
Und eigentlich ist ja die Arbeit mit Kindern und die Arbeit für Kinder auch bei Leitungskräften in Kitas der Kern der Arbeit.
00:29:13
Speaker
Und das war jetzt eine tolle Reflexion, dass du das so aufzeigen kannst.
00:29:20
Speaker
Man dreht als Leitungskraft manchmal zu viele Schleifen um die Erwachsenen und verliert selber die Kinder aus dem Blick.
00:29:27
Speaker
Wobei ich da aber auch so ein bisschen so zur Ehrenrettung dann einstreuen möchte.
00:29:31
Speaker
Man dreht ja diese Schleifen um die Erwachsenen, um die Arbeit für die Kinder optimal zu machen.
00:29:37
Speaker
Da könnten wir jetzt glaube ich noch stundenlang drüber reden.
00:29:39
Speaker
Ich sehe da schon wieder eine eigene Folge und ich weiß auch schon, wen ich dazu einladen würde.
00:29:46
Speaker
Aber jetzt sage ich erst mal, mir hat die erste Folge mit dir richtig viel Spaß gemacht.
00:29:52
Speaker
Vielen Dank dafür.
00:29:54
Speaker
Gerne.
00:29:55
Speaker
Ich hatte auch große Freude.
00:29:56
Speaker
Es war spannend, sich mit dieser Frage mal auseinanderzusetzen und zu gucken, was steckt da drin.
00:30:00
Speaker
Ich bin auf deinen Vorschlag zum Gast oder zur Gästin gespannt und freue mich aufs nächste Mal.
00:30:06
Speaker
Tschüss Sascha.
00:30:08
Speaker
Tschüss.