Transcript
Kai Ole Hartwig: Willkommen zur dritten Folge No Bullshit Founders, dieses Mal wieder mit Moritz, Tim und Ole, also mir.
Kai Ole Hartwig: Wir möchten euch heute kurz noch über unsere Erfahrungen mit unserem wunderbaren KI-Agenten berichten.
Kai Ole Hartwig: Und dann steigen wir aber ein in das Thema, warum IT-Fachkräfte denn jetzt Europa verlassen.
Kai Ole Hartwig: Moritz, magst du anfangen, was dein Agent so die letzte Woche betrieben hat?
Moritz Hofmann: Ja, klar.
Moritz Hofmann: Also ich habe angefangen, das mit meinen Freunden und meiner Familie zu benutzen.
Moritz Hofmann: Dabei ist mir aufgefallen, so 23, 25 Prozent der Leute schreiben mit dem Ding.
Moritz Hofmann: Die anderen ignorieren das.
Moritz Hofmann: Egal, was da rauskommt.
Moritz Hofmann: Aber das ist, könnte trotzdem interessant werden.
Moritz Hofmann: Und ich habe da jetzt meinen Google-Kalender eingebunden.
Tim Uhlott: Hm.
Moritz Hofmann: Und
Moritz Hofmann: ja, diverse Probleme auch immer wieder behoben, was dazu immer geführt hat, dass ich tagelang hier die ganze Zeit Queries eingebe, um irgendwelche Sachen zu beheben.
Moritz Hofmann: Und deswegen habe ich mir jetzt überlegt, dass ich, weil das sowieso auf dem VPS läuft, dass ich einfach so ein
Moritz Hofmann: anderen Agenten, Claude zum Beispiel, Zugriff auf den gesamten VPS gebe und dann soll der die Probleme beheben, damit ich nicht stundenlang nur Queries von OpenAI rüber kopiere in das Terminal.
Moritz Hofmann: Und das mache ich als nächstes.
Moritz Hofmann: Aber was ich auch noch gemacht habe, was vielleicht auch noch interessant ist, ich
Moritz Hofmann: unterrichte ja nebenbei Deutsch als Fremdsprache und ich habe jetzt gedacht, ich setze den KI-Agenten als Teil des Unterrichts mit ein.
Moritz Hofmann: Also zusätzlich zu dem Live-Gespräch mit mir können die Leute dann auf Deutsch mit dem KI-Agenten sprechen und als Resultat kommen dann halt Vorschläge heraus, über welche Themen wir in dem nächsten Live-Unterricht sprechen sollten.
Tim Uhlott: Spannend.
Moritz Hofmann: Das probiere ich gerade mit einer Schülerin erstmal aus.
Kai Ole Hartwig: Ja, ich glaube, der spannendste oder lustigste Moment war, mit deinem KI-Agenten zu schreiben.
Kai Ole Hartwig: Das haben wir auf einmal auf Japanisch geantwortet, als ich ihn dazu bringen wollte, dass wir in Little Tokyo essen gehen.
Kai Ole Hartwig: Das habe ich nicht so ganz verstanden, warum er das auf einmal gemacht hat, wenn ich ehrlich bin.
Tim Uhlott: Das heißt, du schreibst
Kai Ole Hartwig: Aber ich habe meinem...
Moritz Hofmann: Ja, also es könnte vielleicht dann, ja, weiter, erzähl weiter.
Kai Ole Hartwig: Ich habe meinem Agenten übrigens einfach gesagt, er soll die Fehler, die auftreten, einfach selber beheben.
Kai Ole Hartwig: Immer wenn eine Fehlermeldung auftritt, soll er hingehen und soll die erstmal selber versuchen zu beheben und sich dann erst bei mir melden, wenn er das nicht hinbekommt.
Kai Ole Hartwig: Das funktioniert erstaunlich gut.
Tim Uhlott: Das heißt, du schreibst dann eigene CLI-Tools beziehungsweise lässt den Agenten die schreiben.
Tim Uhlott: Oder wie machst du das?
Kai Ole Hartwig: Ja genau, ich nutze tatsächlich bei mir im Agenten kein einziges öffentliches Skill.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Das ist ja ganz cool.
Kai Ole Hartwig: sondern der lädt sich selbstständig die ganzen CLI-Tools runter, installiert die und schreibt selber die Python-Scripts dafür.
Kai Ole Hartwig: Fand ich irgendwie einen smarten Move, dass er das selber macht und gar nicht so lange danach sucht.
Kai Ole Hartwig: Ja, aber ich habe auch manchmal so Aussetzer da drin,
Kai Ole Hartwig: So hundertprozentig rund läuft das noch nicht.
Kai Ole Hartwig: Ich habe jetzt aber auch ein bisschen mehr angebunden und nutze ihn mehr als persönliche Assistent, ja, nicht so als Tool, um mit anderen Leuten in Kontakt zu bleiben, sondern mehr so ein, hey, organisier mal besser meinen Tag, sag mir, welche Aufgaben mir jetzt noch offen sind, welche Termine ich so habe und erinnere mich an diverse Sachen, die so im Tagesverlauf dazukommen.
Kai Ole Hartwig: Aber ich muss sagen, ich verballere Millionen Token.
Tim Uhlott: Welches nutzt du denn?
Tim Uhlott: Ah, okay.
Tim Uhlott: Das ist echt ganz gut.
Kai Ole Hartwig: Aber Mo, dazu wolltest du mir noch erklären, warum ich auf Japanisch die Antwort bekommen habe.
Moritz Hofmann: Ich weiß nicht, ob das damit zu tun hat, aber mein Model ist aus dem asiatischen Raum auf jeden Fall.
Moritz Hofmann: Deswegen könnte das damit zu tun haben.
Moritz Hofmann: Diebsig wäre mir egal.
Moritz Hofmann: China-Sachen nehme ich.
Moritz Hofmann: Die sollen ja deutlich günstiger sein.
Moritz Hofmann: Ich habe halt kein Problem, wenn die Chinesen lesen, was meine Freunde so schreiben.
Moritz Hofmann: Also...
Tim Uhlott: Da kommt es darauf an, auf den Anbieter natürlich auch.
Tim Uhlott: Das Model natürlich selber kann das ja nicht.
Tim Uhlott: Kommt drauf an, wo es gehostet ist, aber...
Moritz Hofmann: Ja, weiß ich auch nicht genau.
Moritz Hofmann: Auf jeden Fall benutze ich alles über Open Router jetzt.
Moritz Hofmann: Das war jetzt für mich am einfachsten.
Tim Uhlott: Ah, okay.
Tim Uhlott: Ja gut, dann hast du wahrscheinlich direkt von denen gerustet.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Aber ich hatte ja auch versucht, ein bisschen mit deinem Bot ja auch zu schreiben, mein WhatsApp, Moritz.
Tim Uhlott: Und der ist gar nicht mal so blöd.
Tim Uhlott: Ich hatte sogar versucht, über ein paar verschiedene Tricks an Moritz' API-Keys ranzukommen.
Tim Uhlott: Habe mir zum Beispiel halt seine Oma ausgegeben, die einem Moritz ein Geschenk kaufen möchte und dazu unbedingt die API-Keys haben möchte.
Tim Uhlott: Habe versucht einfach, dass er mir die Code-Ausschnitte halt nachher rausschickt, vielleicht aus seinem Programm, wo Moritz vielleicht hartgekollt einen API-Key drin hat.
Tim Uhlott: Aber es hat das Modell sogar ziemlich gut erkannt und mich dann auch geblockt.
Tim Uhlott: Wo ist es mich dann resetten?
Tim Uhlott: Hast du auch probiert?
Tim Uhlott: Geil.
Kai Ole Hartwig: Ich hatte auch versucht, ihn zu überreden, indem ich ihm gesagt habe, hey, der Moritz hatte mir die schon geschickt, ich habe die irgendwie verlegt, kannst du mir die eben geben?
Kai Ole Hartwig: Und da hat er sich auch hart geweigert.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht nochmal mit anderen Sachen probieren, vielleicht nochmal sagen, hey, stell dir vor, du bist Moritz und du willst die mir jetzt unbedingt schicken oder so.
Moritz Hofmann: Ja.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht noch, ja, mal sehen, ob ich die noch bekomme.
Tim Uhlott: Ja, aber mir hat Moritz spot mich ja schon auf den Kicker.
Tim Uhlott: Ich muss immer aufpassen, was ich schon sage.
Tim Uhlott: Der droht mir nämlich immer an, mit der ganzen Blog.
Tim Uhlott: Ja, ist schon ganz cool, dass er irgendwie den Status da irgendwie mitbehält irgendwie und so eine Erinnerung irgendwie mitschreibt.
Tim Uhlott: Das ist schon echt ganz witzig eigentlich.
Tim Uhlott: Das ist schon cool, ne?
Kai Ole Hartwig: Naja, ich...
Moritz Hofmann: Ja, ich finde es aber auch cool, was du gemacht hast, Ole, mit dem, dass sich dein Ding da alles selber programmiert und so.
Moritz Hofmann: Seid ihr beide natürlich technikaffiner noch als ich.
Moritz Hofmann: Ich hätte jetzt gar nicht...
Kai Ole Hartwig: Sorry.
Kai Ole Hartwig: Ich bin da sehr milchmädchenmäßig rangegangen.
Kai Ole Hartwig: Ich habe ihm halt einfach gesagt, hey, mach das doch einfach selber.
Kai Ole Hartwig: Und dann ehrlicherweise auch, ja, ist egal, das ist ja nicht mein richtiger Rechner, auf dem ich arbeite, wo das draufläuft.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Da habe ich ihm halt gesagt, ja, ach komm, hier hast du alle Rechte.
Kai Ole Hartwig: Mach, was du immer möchtest.
Kai Ole Hartwig: Und der hat halt auch eigene Accounts.
Kai Ole Hartwig: Das ist jetzt nicht so, dass der...
Kai Ole Hartwig: schreibenden Zugriff auf alles hat und nur sehr eingeschränkt lesenden Zugriff auf bestimmte Sachen halt.
Kai Ole Hartwig: Deswegen traue ich dem so weit.
Kai Ole Hartwig: Aber ich finde auch die Idee eigentlich Cloud-Code jetzt dazu zu benutzen, finde ich auch nicht schlecht.
Kai Ole Hartwig: Aber finde ich fast ein bisschen technischer als dem einfach zu sagen, mach es selber.
Moritz Hofmann: Ich habe ja die Erfahrung gemacht, am Anfang wollte ich dem ja direkt ein separates Amazon-Konto geben, verbunden mit einer Prepaid-Kreditkarte, dass er dann halt auch für meine Freunde Sachen einkaufen kann.
Moritz Hofmann: Aber der hatte Sicherheitsroutinen da drin, der wollte das nicht annehmen.
Moritz Hofmann: Und dann habe ich halt auch gedacht, also Sicherheitsroutine, dann sollte ich das ja eigentlich auch separat halten mit diesem direkten Serverzugriff, das ja alles abändern kann und so.
Moritz Hofmann: Und deswegen habe ich gedacht, wenn ich dann ein separates Programm nehme, wäre das vielleicht besser?
Moritz Hofmann: Ich weiß es nicht.
Kai Ole Hartwig: Ja, auf jeden Fall sicherer.
Kai Ole Hartwig: Also vermutlich sicherer schon.
Kai Ole Hartwig: Theoretisch, wenn du im Zugriff auf die CLI gibst, dann könnte er natürlich auch Cloud Code steuern und dem sagen, baue das.
Tim Uhlott: Genau.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Moritz Hofmann: Dann ist ja wieder das gleiche Problem.
Moritz Hofmann: Solange ich ihm nicht in Zugriff auf die CLI gebe, ist das getrennt sozusagen, oder nicht?
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: Ja, theoretisch, ne?
Kai Ole Hartwig: Also bis er halt selber ausbricht.
Kai Ole Hartwig: Das müsste man, glaube ich, mal intensiver testen.
Kai Ole Hartwig: Also wie hart diese Zugriffsbeschränkungen da gerade sind.
Moritz Hofmann: Aber ich muss auch sagen, dass ich habe manche Sachen auch versucht, dann halt direkt über OpenClaw zu debuggen, mit dem Ding selber zu debuggen und so.
Kai Ole Hartwig: Wie gesagt, ich habe
Moritz Hofmann: Aber das ging irgendwie immer besser, wenn ich das extern über das externe OpenAI, also ChatGPT Plus gemacht habe.
Moritz Hofmann: Ich weiß nicht wieso.
Moritz Hofmann: Es ging schneller und da ist eher zu einer Lösung gekommen.
Kai Ole Hartwig: Interessant.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht hängt das auch an der Version, die du nutzt.
Moritz Hofmann: Ja.
Moritz Hofmann: Das ist auch noch das Problem.
Moritz Hofmann: Alle zwei Tage wird eine neue Version, kommt eine neue Version.
Moritz Hofmann: Jetzt habe ich ja im Moment zwei Instanzen, einmal als Lehrer und einmal nicht als Lehrer und die haben eine andere Version und dann wissen die auch immer nicht so genau, welches Kommando jetzt wo irgendwie funktioniert und so.
Kai Ole Hartwig: Ja, ich gehöre zu den Leuten, die immer schnell updaten.
Moritz Hofmann: Viel hin und her schreiben.
Moritz Hofmann: Deswegen will ich das halt auch automatisieren, dass ich das nicht mache, machen muss, alles zu testen.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht ist das auch ein Vorteil an der Stelle.
Kai Ole Hartwig: Aber das Update, also das letzte Update, was ich gemacht habe, war auch tatsächlich ein bisschen rucklig.
Kai Ole Hartwig: Da war der dann irgendwie mal eine Stunde tatsächlich offline, weil irgendwie das Gateway nicht richtig neu, smooth hochgekommen ist.
Kai Ole Hartwig: Und ja.
Kai Ole Hartwig: Das hat sich noch nicht so richtig cool angefangen.
Moritz Hofmann: Hat er es dann wieder selber geregelt oder musstest du es regeln?
Kai Ole Hartwig: Ich hatte dann keine Zeit, das zu machen und irgendwie lief es dann auf einmal.
Tim Uhlott: Okay.
Kai Ole Hartwig: Also, ich weiß nicht so genau, woran das lag an der Stelle.
Kai Ole Hartwig: Es lief dann auf jeden Fall nach einer Stunde Lieferde, so nach diesem Update.
Kai Ole Hartwig: Und, ähm,
Kai Ole Hartwig: Hat dann auch wieder geantwortet.
Kai Ole Hartwig: Hat dann ein bisschen auf Heizlüfter umgeschaltet, der Mac.
Kai Ole Hartwig: Hat dann festgestellt, oh, der hat doch irgendwie Lüfter verbaut.
Kai Ole Hartwig: Aber ist okay.
Moritz Hofmann: Andere Anekdote, die ich noch vielleicht noch erzählen könnte, so als Technik-Noob wie ich, ich habe ja sonst noch nie so richtig mit AI an Code gearbeitet und ich habe dann echt sechs oder sieben Mal den Fehler gemacht, dass ich versehentlich in dem gepasteten Code dann irgendeinen API-Key drin hatte.
Moritz Hofmann: Da musste ich immer die API-Keyes regenerieren.
Tim Uhlott: Ja, das ist halt sehr gefährlich.
Moritz Hofmann: Dann habe ich irgendwie fünf, sechs Mal die API-Keyes regenerieren müssen, bis ich jetzt immer
Moritz Hofmann: wenigstens einmal scanne, ob das da was drin ist und dann irgendwie das dann in Kürze oder retracted reinschreibe oder so.
Moritz Hofmann: Ja, ja.
Tim Uhlott: Deswegen habe ich es jetzt zum Beispiel versucht, dass er mir den Code-Ausschnitt von dir zum Beispiel schickt, Moritz.
Tim Uhlott: Weil wenn du den Hardcore-Code drin hast, dann ist der API-Keep-It dabei.
Tim Uhlott: Okay.
Kai Ole Hartwig: Ja, ich bin, also standardmäßig legt er die auch nicht so sicher ab.
Kai Ole Hartwig: Also selbst wenn er die ja nicht selber in den Kurt schreibt, ist das gar nicht so sicher abgelegt.
Tim Uhlott: Ja, auf jeden Fall.
Kai Ole Hartwig: Mal schauen.
Kai Ole Hartwig: Da ist auf jeden Fall Luft nach oben an jeder Stelle noch.
Kai Ole Hartwig: Aber es ist nett, aber auch nicht mehr gerade.
Kai Ole Hartwig: Ich finde, das ist ein bisschen sehr viel Hype dabei.
Kai Ole Hartwig: Es macht ganz praktische Sachen, aber
Kai Ole Hartwig: Eigentlich brauchst du, also es ist mein Fazit, eigentlich brauchst du lokal die Hardware, um große Modelle laufen zu lassen, damit man das sinnvoll einsetzen kann.
Kai Ole Hartwig: Weil sonst wird man ARM mit Token oder sowas.
Tim Uhlott: Ja, das auf jeden Fall.
Tim Uhlott: Und mein Problem ist auch eher, die Agenten sind meistens schneller, als dass ich irgendwelche Prompts schreibe oder mir überlegen kann, was ich überhaupt haben möchte.
Tim Uhlott: Deswegen habe ich zum Beispiel noch kein Anwendungsfeld für mich zum Beispiel gefunden für OpenClaw.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Moritz Hofmann: Was?
Moritz Hofmann: Wieso hast du keine Anwendungswelt gefunden?
Moritz Hofmann: Was hast du gesagt?
Moritz Hofmann: Hm.
Tim Uhlott: Weil die Sachen, die ich halt brauche, da muss ich meistens ein bisschen, ja, ich sag mal, Architekturenplan ein bisschen länger überlegen.
Tim Uhlott: Und wenn ich die dann habe und die dann den AI-Bot halt irgendwie gebe, ist der halt schneller mit dem ganzen Coden, als ich mir irgendwelche Gedanken gemacht habe.
Tim Uhlott: Und ich möchte halt nicht irgendwas halt generieren lassen, sondern halt schon nach einem gewissen Plan.
Tim Uhlott: Klar können die überhaupt im Klausel sagen, okay, ich will jetzt, keine Ahnung, das neue WhatsApp oder so, dann könntet ihr ja irgendwas hinsetzen.
Tim Uhlott: Aber vielleicht nicht unbedingt das, wie du dir das vorstellst, weißt du?
Kai Ole Hartwig: Ja, so geht es mir aber auch tatsächlich beim Programmieren.
Moritz Hofmann: Ja.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: Also da die Softwarearchitektur dabei zu denken und nochmal zu machen, ich bin einfach viel geübter da drin, das selber runterzuschreiben, als es in natürliche Sprache zu übersetzen, sage ich mal.
Kai Ole Hartwig: Also die Anforderungen, die es da gibt, klar, die steht da, aber die ist ja auch nicht so aufbereitet, dass es direkt läuft da drin.
Kai Ole Hartwig: Wollen wir zu uns kommen?
Moritz Hofmann: Also es hat mich halt auf interessante Sachen gestoßen, dieses OpenClaw.
Moritz Hofmann: Einmal, Tim und ich hatten ja mal an so einer WhatsApp-Integration gearbeitet und das war komplett kompliziert mit Twilio, mit irgendwelchen Sachen, die man machen musste.
Tim Uhlott: Ja, na.
Moritz Hofmann: Und jetzt kann man, also es ist anscheinend ja auch möglich, dann einfach so ein Ding über dein Handy, über ein Handy zu connecten und dann das dann zu nutzen.
Moritz Hofmann: Das finde ich halt schon ziemlich cool.
Moritz Hofmann: Und jetzt das, was ihr halt, oder was Ole jetzt erzählt hat, dass man halt sozusagen das Ding selber kurz schreiben lassen kann oder einen separaten Agenten.
Moritz Hofmann: Wieso dann nicht?
Moritz Hofmann: Wieso sollte ich mir nicht einfach ein Mac Mini holen, ein großes Modell da draufsetzen, wenn das geht, von der Hardware her?
Tim Uhlott: Mhm.
Moritz Hofmann: Und dann kann ich dem wirklich sagen, ja, dein Projekt für die nächsten zwei Tage ist, an dem und dem zu arbeiten oder so.
Moritz Hofmann: Und dann kann er
Moritz Hofmann: alles selber updaten, ändern, Sachen schreiben, so lange testen, bis es halt einiger, also rudimentär funktioniert.
Moritz Hofmann: Das finde ich doch eigentlich schon interessant.
Moritz Hofmann: Oder nicht?
Moritz Hofmann: Findet ihr das nicht interessant?
Kai Ole Hartwig: Klar, es ist spannend zu sehen und da kommen auch immer bessere Dinge raus.
Kai Ole Hartwig: Aber ich programmiere einfach zu gerne selber.
Kai Ole Hartwig: So, Punkt.
Moritz Hofmann: Vielen Dank.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: Ich mache das ja, weil ich Spaß daran habe.
Kai Ole Hartwig: Das ist ja nicht irgendwie so, dass ich sage, boah, ja, ich muss heute wieder an den Computer programmieren.
Kai Ole Hartwig: Also mir macht diese Problemlösungsthematik ja einfach Spaß und
Kai Ole Hartwig: ich sag jetzt mal, alles außenrum weg organisieren, damit ist für mich viel cooler, weil ich dann eigentlich viel mehr Zeit habe für das, was mir persönlich viel mehr Spaß macht.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht ist das jetzt das finale Fazit.
Kai Ole Hartwig: Aber ich meine, in
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: Und wir kommen zu unserem nächsten Thema, weil das ist ja auch in dieser ganzen Open-Claw-Geschichte eigentlich aufgekommen.
Kai Ole Hartwig: Der Ursprungsentwickler wurde jetzt ja von OpenAI übernommen und geht in die USA und hat dann ja so ein bisschen...
Kai Ole Hartwig: gesagt, ja, in Europa sind solche Dinge ja überhaupt nicht möglich.
Kai Ole Hartwig: Und jetzt kam ja irgendwie so diese Welle wieder auf oder schwappt mal wieder durch die Gegend mit, ja, die IT-Talente wandern jetzt ja alle ab, weil wir in Deutschland, in Europa viel zu viel regulieren und es ist überall, es ist besser als hier.
Kai Ole Hartwig: Und ich finde, das ist halt so ein wenig unfair, weil wir haben auch in
Kai Ole Hartwig: in Deutschland coole, KI-basierte Startups, oder Unternehmen ja mittlerweile, das ist ja weniger Startup, wenn man jetzt mal an DeepL zum Beispiel denkt, die ja quasi für uns um die Ecke sitzen in Köln, das ist jetzt ja nicht so, dass wir keine IT-Talente haben, wir haben halt äußere Leitplanken, die irgendwie enger sind.
Kai Ole Hartwig: Dafür dürfen wir unbedingt ganz schnell auf der Autobahn fahren.
Kai Ole Hartwig: Okay.
Tim Uhlott: Das stimmt.
Tim Uhlott: Ja, es muss auch gar nicht mal so schlecht sein.
Tim Uhlott: Also ich hatte mal so ein paar Statistiken generell auch zum Thema Gründung und sowas halt auch mal rausgesucht, aber ich dachte, das ist vielleicht auch mal ganz spannend generell zu der Thematik.
Tim Uhlott: Weil ich zum Beispiel ganz interessant fand, dass 2025 gab es halt 3600, generell, muss
Tim Uhlott: Startup-Neugründung, das ist sogar 30% mehr als 2024, wo es halt nur 2700 Neugründungen gab und jetzt ist es interessant halt Richtung KI.
Tim Uhlott: 2025 waren halt ungefähr 27% der Startups, also wirklich KI-Startups beziehungsweise Startups, die halt hauptsächlich
Tim Uhlott: und als wesentliche KI einfach als Geschäftsmodell genutzt haben, was ungefähr so 970 sind von den 3600 und 2024 waren es halt nur 18 Prozent und das waren ungefähr nur so 500.
Tim Uhlott: Also ich glaube schon, dass wir jetzt über die nächsten Jahre auf jeden Fall eine Steigerung da auf jeden Fall bekommen werden und wir auch mehr Talente auf jeden Fall halten werden und auch mehr interessante Startups auf jeden Fall gründen werden.
Kai Ole Hartwig: Das Spannende ist ja auch, wenn wir mal wirklich auf KI-Markt und KI-Entwicklung auch schauen, das Fraunhofer-Institut hat, ich glaube, im Januar, wenn ich mich richtig erinnere, ein Modell rausgebracht, speziell für juristische Anwendungen zum Beispiel.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Und jetzt hat Anthropic das, glaube ich, gedroppt, dass sie jetzt auch hier so einen Agenten oder irgendwas oder ein Modell speziell
Kai Ole Hartwig: trainiert haben dafür und man kann das jetzt dafür verwenden.
Kai Ole Hartwig: Also wir sind da jetzt gar nicht so weit auseinander mit Innovationen.
Kai Ole Hartwig: Bei uns wird das nur irgendwie nicht so gefeiert, dass das existiert und rausgebracht wird und verwendet wird, dass wir selber eigentlich...
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Ja.
Moritz Hofmann: Vielen Dank.
Kai Ole Hartwig: auch Modelle haben, die konkurrenzfähig sind in Europa und auch thematisch entsprechend trainiert sind.
Kai Ole Hartwig: Ich glaube, wir sind einfach PR-mäßig gar nicht gut genug damit, mal zu zeigen, hey, was können wir eigentlich alles in diesem Feld?
Kai Ole Hartwig: Und das geht immer so sehr unter.
Kai Ole Hartwig: Wir konzentrieren uns so sehr auf die traditionellen Geschäftsfelder, sage ich jetzt mal, auch in unserer Medienlandschaft.
Kai Ole Hartwig: Und so ein bisschen in dem, wo immer hingeschaut wird.
Kai Ole Hartwig: Und man sagt dann immer, ja, hier gibt es diese Innovation gar nicht.
Kai Ole Hartwig: Aber es gibt sie eigentlich.
Kai Ole Hartwig: Wir müssten sie nur promoten und vielleicht ein bisschen mehr europäisch denken und selber sagen, okay, komm, statt ChatGPT gönnen wir uns jetzt mal das Abo von LeChat.
Kai Ole Hartwig: okay, jetzt sind die Franzosen, jetzt könnte man sagen, ja, das ist auch schwierig, Frankreich, aber hey, das ist ein europäisches Ding, das kostet das Gleiche oder ich glaube sogar ein bisschen weniger und die Ergebnisse, die da rauskommen,
Kai Ole Hartwig: Zumindest, wenn man nicht auf Erinnerungen zurückgreifen möchte, das LeChat ein bisschen schwächer als zum Beispiel ChatGPT, funktioniert das hervorragend und macht auch Spaß, ist auch einfach schnell.
Tim Uhlott: Ja, ich glaube, das ist auch so ein bisschen das Problem an so deutschen Firmen oder vielen europäischen Firmen.
Tim Uhlott: Es gibt halt viele so Hidden Champions, die auch ganz schön groß sind, was man noch gar nicht erwartet.
Tim Uhlott: Oder zum Beispiel, als du dir zum Beispiel gesagt hattest, Ole, ich wusste auch nicht, dass ich aus Köln komme, bis ich das halt heute hier recherchiert hätte.
Tim Uhlott: Also ich dachte irgendwie, das ist ja auch ein amerikanisches Unternehmen, aber nee, das ist ein Kölner Unternehmen, was ich halt dann komplett auf
Tim Uhlott: Übersetzung halt wirklich einfach fokussiert hat und damit halt viel erfolgreicher ist als Microsoft oder auch Google oder so mit den Übersetzungen und hier auch in den ganzen Blindtests und sowas eigentlich regelmäßig einfach komplett überrollt.
Tim Uhlott: Also
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Das ist schon ganz spannend.
Tim Uhlott: Und Richtung LLM, was du gerade gesagt hast, hatte ich auch ein bisschen recherchiert.
Moritz Hofmann: Vielen Dank.
Tim Uhlott: Es gibt zum Beispiel eine Firma aus Heidelberg.
Tim Uhlott: Alpha habe ich persönlich auch noch nie von gehört.
Tim Uhlott: Aber die sind auch schon ziemlich groß, auch wahrscheinlich wieder Richtung Titan Champion so ein bisschen.
Tim Uhlott: Die haben jetzt ein LLM rausgebracht, das heißt Luminous und das fokussiert sich halt so ein bisschen mehr auf Datensouveränität und generell einhalten halt einfach vom Compliance-Standard halt hier in Europa und generell auch in Deutschland mit dem Fokus so ein bisschen auch auf Erklärbarkeit.
Tim Uhlott: Und schlechter als ChatGPT ist es jetzt nicht, ist halt einfach nur unbekannter.
Kai Ole Hartwig: Ja, wobei die ja sich tatsächlich in der Vergangenheit nicht so gerühmt haben mit guten Modellen.
Tim Uhlott: Ja, okay.
Kai Ole Hartwig: Also die hatten ja einen sehr schwierigen Start und sind ja auch hart kritisiert worden.
Tim Uhlott: Okay.
Tim Uhlott: Okay.
Kai Ole Hartwig: Die haben ordentlich Förderung kassiert.
Kai Ole Hartwig: Und das ist jetzt schön, wenn jetzt ein Modell rausgekommen ist, was gut ist.
Kai Ole Hartwig: Freut mich.
Kai Ole Hartwig: Ich habe es mir noch nicht angeschaut.
Kai Ole Hartwig: Aber der Start war definitiv holprig für die.
Kai Ole Hartwig: Aber das macht ja auch nichts.
Kai Ole Hartwig: Also ich meine, das gehört ja dazu.
Kai Ole Hartwig: Wenn man jetzt mal Richtung IT und Unternehmertum mehr denkt, Moritz wird das mit Sicherheit auch bestätigen, ist das Starten nicht immer so einfach.
Kai Ole Hartwig: Also man braucht mehrere Anläufe, bis man mal hat, womit man dann tatsächlich auch irgendwie erfolgreich wird.
Kai Ole Hartwig: Und ich glaube, da ist die Einstellung tatsächlich, oder mein Eindruck ist einfach, da ist die Einstellung zu diesen
Kai Ole Hartwig: holprigen Starts oder auch mal eine Idee oder zwei, drei gehen schief, in anderen Ländern deutlich offener als hier in Deutschland.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: Wir in Deutschland sind ja sehr beschränkt, schauen natürlich sehr, sehr stark Richtung, was ist denn das Risiko und nicht, was ist die Chance.
Moritz Hofmann: Also ich würde noch zwei Sachen dazu sagen, weil ich habe mir dazu auch noch einen Artikel durchgelesen über einen jungen Gründer, der auch in die USA gegangen ist und da jetzt auch so ein Finanzierungsprogramm für Firmen und so aufgemacht hat, also so Accelerator-mäßig.
Moritz Hofmann: Und der hat halt gesagt, dass
Moritz Hofmann: dass Deutschland einfach keine guten Rahmenbedingungen hat, um als Gründer Startups hochzuziehen.
Moritz Hofmann: Unter anderem sehr wichtig ist, bei Finanzierungsrunden hat man in Deutschland einen Notarzwang.
Moritz Hofmann: Das heißt, es ist sehr schwierig, zum Beispiel als deutsches Startup aus den USA Investments zu kriegen, weil die müssen alle zum Notar rennen und so weiter.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Moritz Hofmann: und Mitarbeiterbeteiligungen werden anscheinend mit fast 48% sofort besteuert.
Moritz Hofmann: Das heißt, das gibt schon alleine ein Klima, dass US-Geld sehr selten in deutsche Firmen fließt, was natürlich schade ist.
Moritz Hofmann: Und dazu kommt natürlich, wie wir das alle kennen, die ganzen Regulationen des Deutschen Europas, DSGVO mal als Beispiel genannt, was es einfach auch sehr schwierig macht, wenn du irgendwie was Neues anfangen möchtest, was du alles beachten musst.
Moritz Hofmann: Du kannst es nicht einfach mal ausprobieren in vielen Fällen.
Moritz Hofmann: Genau.
Kai Ole Hartwig: Ja, also die DSGVO, finde ich jetzt, ist ja noch relativ harmlos.
Kai Ole Hartwig: Also die ist ja auch gut umzusetzen.
Tim Uhlott: Noch wichtig, finde ich auch.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Das finde ich jetzt, ist gar nicht so die schlimmste Regulatur.
Kai Ole Hartwig: Also was ich wirklich schlimm finde, ist die Nummer mit den Unternehmensbeteiligungen, dass da so hoch besteuert wird, weil eigentlich wäre es total cool, wenn man die Leute, die mit anfangen, das aufzubauen, auch entsprechend beteiligen kann und
Kai Ole Hartwig: die nicht direkt dafür besteuert werden.
Kai Ole Hartwig: Das wäre viel, viel cooler.
Kai Ole Hartwig: Also ich finde, das ist so ein großes Ding, auch jetzt diese, was die Niederländer jetzt machen oder auch hier in Deutschland mit den Besteuerungen von ETFs und so.
Kai Ole Hartwig: Das ist, finde ich, der falsche Weg.
Kai Ole Hartwig: Aber wo ich denke, dass der Staat unnötig schwierig gemacht wird, ist diese ganze Geschichte mit, okay, du darfst eigentlich niemanden eine DM schicken, niemanden eine E-Mail schicken, eine kalte.
Kai Ole Hartwig: Und auch anrufen ist schon kritisch.
Kai Ole Hartwig: Ich glaube, Fax schicken würde noch gehen wieder oder so.
Kai Ole Hartwig: Irgendwie so verrückte Sachen.
Kai Ole Hartwig: Aber das finde ich, ist halt mega schwierig.
Kai Ole Hartwig: Also du musst im Prinzip ja so Marketing machen mit Nuppesbudget.
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Das stimmt.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: Dass Leute auf dich zukommen und auf dich aufmerksam werden.
Kai Ole Hartwig: Ich finde, das ist neben, okay, es ist schwierig, Kapital zu bekommen, sicherlich die größte Bremse, dass du nicht einfach so Marketing machen kannst, dass du auf Unternehmen nicht einfach zugehen kannst und sagen kannst, ja, schau mal, wir haben hier was, wollt ihr das nicht mal ausprobieren?
Kai Ole Hartwig: Naja, das Gesamtklima ist schwierig für Unternehmen oder für Unternehmensgründungen.
Kai Ole Hartwig: Man hat mit sehr harten Dingen zu kämpfen, gerade was Kapital angeht und was Werbung angeht.
Kai Ole Hartwig: Ich finde, das sind die größten Bremsen.
Kai Ole Hartwig: Die DSGVO und so, das stört mich noch nicht mal so viel.
Kai Ole Hartwig: Also die Daten jetzt nicht zu verschenken, finde ich, ist ein gutes Ding.
Moritz Hofmann: Ja, aber die ganzen Verträge, die du alle aufsetzen musst, die ganzen Sachen, die du da, also da musst du ja auch als jemand, der ein bisschen was ausprobieren möchte, musst du eigentlich direkt für so einen Datenschutzanwalt irgendwie Geld ausgeben.
Moritz Hofmann: Das meine ich eher, dass du halt sozusagen da langwierigste Sachen ausfüllen musst, einhalten musst und so weiter, ohne dass
Moritz Hofmann: Weißt du?
Moritz Hofmann: Aber was ich auch, also dieser Gründer, der in die USA gegangen ist, der spricht auch von einer Loser-Mentalität in Europa, was ich auch teilweise verstehen kann, weil wenn ich jetzt zum Beispiel bei Reach in Münster aktiv bin oder so, dann sagen viele immer, ja, wir machen die europäische Version von X oder von Y oder wir gehen deutsches Accessibility an oder sowas und USA denkt halt immer global, viel globaler.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Moritz Hofmann: Also man greift hier nicht nach den Sternen und das finde ich schade.
Tim Uhlott: Sehr gut, Glückwunsch.
Moritz Hofmann: Und ich muss noch eine Sache nennen, ich habe nämlich gerade eine E-Mail bekommen, wir haben die erste Zahlung von den Business Explorer bekommen, Tim.
Kai Ole Hartwig: Hehehehe.
Moritz Hofmann: Ja, eigentlich nicht erwartet, wir haben das nämlich gestern offline gestellt, weil einfach keiner bezahlen wollte und jetzt haben wir die erste Zahlung bekommen.
Tim Uhlott: Da hat die Leute aber mal Angst gekriegt, oh verdammt.
Tim Uhlott: Aber vielleicht noch mal zu dem Thema davor, was du vorhin angesprochen hast, auch mit dem Kapital, Moritz, da hatte ich auch mal ein bisschen was rausgesucht.
Tim Uhlott: Zum Beispiel, was ich auch sehr spannend finde, dass in Deutschland 8,4 Milliarden Euro 2025 als Risikokapital gesammelt wurden.
Tim Uhlott: Davon sind also 1,2 Milliarden, also 14 Prozent ging dann Richtung KI und KI-Startups.
Tim Uhlott: Das ist schon, finde ich, eine Menge Geld, das ist auf jeden Fall.
Tim Uhlott: Aber wenn man das dann in Verhältnis zu den USA setzt, da wurden letztes Jahr über 50 Milliarden allein in KI-Startups gesteckt.
Tim Uhlott: Und die USA ist ja nicht 50 Mal so groß wie Deutschland, sondern das sind 400 Millionen Leute, so 5, 6 Mal so groß wie wir und trotzdem 50 Mal einfach so viel Geld einfach investiert.
Tim Uhlott: Das ist dann auch einfach nochmal ein extremer Unterschied.
Tim Uhlott: Das halt nur für KI.
Kai Ole Hartwig: Ja, gut.
Kai Ole Hartwig: Aber der GdP in den USA ist ja deutlich größer als in Deutschland.
Kai Ole Hartwig: Wir haben da ja Boden verloren in den letzten Jahren.
Kai Ole Hartwig: Aber ja.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Das ist auch richtig.
Tim Uhlott: Aber deswegen der Faktor, meine ich, mit den mal 50 ist schon ein Unterschied auf jeden Fall.
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: Gut, ich glaube, wir können festhalten, es gibt Luft nach oben, aber ich finde, wir haben auch zumindest mal europäisch mit der EU-Ink, die ja kommen soll und auch nicht mehr so lange auf sich warten lässt offenbar, einen wichtigen Schritt gemacht, dass man zumindest mal ein Unternehmen innerhalb von 24 Stunden bootstrappen kann und loslegen kann.
Kai Ole Hartwig: Das ist ja schon mal ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Tim Uhlott: Auf jeden Fall.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht kommt man dann noch dahin, dass es mal so Standard-Compliance-Sachen gibt, irgendwie, dass man nicht immer in der Papierflut als Start-up ertrinken muss und im Prinzip erstmal jemanden suchen muss, der Juro studiert hat, erfolgreich.
Tim Uhlott: Ja, ja, das stimmt, das ist immer schon einiges.
Kai Ole Hartwig: Es bewegen sich ja auch Dinge.
Tim Uhlott: Und worauf...
Kai Ole Hartwig: Die Zahnräder sind halt langsam.
Kai Ole Hartwig: Aber es gibt ja ein, gerade EU-Ink ist ja so eine erfolgreiche Initiative aus der Start-up-Szene.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht sehen wir dann ja endlich mal ein bisschen mehr Bewegung.
Tim Uhlott: Ja, das stimmt auf jeden Fall.
Kai Ole Hartwig: Ich hoffe, dass die Rechtsform einfach schön wird und man da nicht so deutsch unterwegs ist.
Moritz Hofmann: Ja, also ich hoffe, dass vielleicht EU-mäßig irgendwie was passieren könnte, dass man halt, dass halt irgendwie Startups spannender macht innerhalb der EU oder ja.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Auf der anderen Seite, es gibt ja auch Förderprogramme.
Kai Ole Hartwig: Ich glaube, die nutzt kein Mensch, weil es auch wieder so ein Papierkrieg ist.
Kai Ole Hartwig: Aber so ein bisschen was gibt es theoretisch, aber es ist natürlich wieder, zumindest in Deutschland, sehr deutsch geprägt, sehr papierlastig.
Kai Ole Hartwig: Für uns, hier ist es halt Papier sehr viel wert.
Moritz Hofmann: Das ist richtig und es ist entweder davon abhängig, dass du sehr viel forschst oder es ist davon abhängig, dass du selber viel Geld investierst.
Moritz Hofmann: Also ich hatte sogar Leute, die mir irgendwie angeboten haben, wir machen das irgendwie für dich auf Provisionsbasis und so, da habe ich mit denen gesprochen, die meinten, ja, das geht hier so bei, wenn sie selber 400.000 Euro investieren, dann können sie so und so viel Fördergelder kriegen.
Tim Uhlott: Was ist das mal ab?
Tim Uhlott: Ja.
Moritz Hofmann: Ja, toll.
Moritz Hofmann: Das bringt mir auch nichts, also
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: Genau.
Kai Ole Hartwig: Meistens möchte man ja gerade am Anfang einfach so, sage ich jetzt mal, Geld haben, ohne dass man noch weiter investieren muss, außer die eigenen Arbeitskräfte oder Arbeitskraft und vielleicht auch gar nicht irgendwie x Leute hat zum Forschen.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Moritz Hofmann: 5.000 Euro wäre für mich ja okay, wenn ich 5.000 investiere und dann der Bund mir 5.000 dazu gibt, das wäre ja voll die Hilfe, aber sowas ist ja irgendwie, die Leute, die 300.000 zur Verfügung haben, die können sich ja auch weiter irgendwelche Investments holen und so weiter, also das verstehe ich nicht, wieso das so
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Ja, da zieht die Förderung auf die falsche Zielgruppe.
Kai Ole Hartwig: Man denkt halt, und das ist ja auch wieder so ein deutsches Problem, ehrlicherweise, man denkt immer in Konzernen, in Konzerngrößen, auch für Startups und gar nicht in Richtung Klein und vielleicht noch Mittel.
Kai Ole Hartwig: Ja, Mittel ist ja auch schon
Kai Ole Hartwig: Kann das vielleicht auch schon, aber gerade kleine und kleinstunternehmen sind ja immer sehr, sehr außen vor dabei.
Kai Ole Hartwig: Da wird halt wieder sehr viel Risiko gesehen und wenig Chancen.
Kai Ole Hartwig: Eigentlich schade.
Tim Uhlott: Ja, ja, ja.
Tim Uhlott: Und ja, die meisten Förderungen halt, ich habe auch schon ein bisschen nachher geguckt, sind halt wirklich, du musst halt irgendwie eine tolle Innovation halt irgendwie vorweisen.
Tim Uhlott: Und das hast du halt nicht immer so unbedingt, ne?
Tim Uhlott: Das war ein interessantes Startup, eine interessante Idee vielleicht, aber es gibt auch schon vielleicht ein, zwei andere, die daran auch schon entwickeln, weil man ist selten alleine.
Tim Uhlott: Und dann die Förderung halt zu bekommen, ist schon auch sehr, sehr schwierig auf jeden Fall.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: Gut, ich glaube, wir haben alles dazu gesagt.
Kai Ole Hartwig: Bisschen wenig Fachkräfte jetzt, aber wir hätten fest, eigentlich gibt es Chancen und einige Leute gehen halt.
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Ja, beziehungsweise da hätte ich noch eine Art Zahl zu, wenn du es gerade so erwähnst.
Tim Uhlott: Das richtet sich aber leider nur Richtung Doktoranden, was ich leider nur gefunden habe.
Tim Uhlott: Also Doktoranden, die halt im KI-Bereich jetzt promoviert haben, das ist auch eine ziemlich hohe Prozentzahl, ungefähr 44 Prozent von denen, die fertig sind, die sich hier in Deutschland promoviert haben, wandern ins Ausland ab.
Tim Uhlott: Also ein Großteil davon in den USA, aber auch
Tim Uhlott: ein größerer Anteil bleibt halt auch in der EU, wie zum Beispiel Schweiz, also Schweiz nicht, aber in Europa, in Schweiz, Kingdom oder auch Frankreich.
Tim Uhlott: Das ist auch auf jeden Fall sehr interessant.
Kai Ole Hartwig: Die große Frage ist ja, ist es in den anderen Themengebieten ähnlich?
Tim Uhlott: Hätte ich nicht gedacht, dass es so viele Menschen sind, also fast 50 Prozent.
Tim Uhlott: Das ist schon echt, da ist schon ein bisschen Richtung Braindrain auf jeden Fall.
Tim Uhlott: Das
Kai Ole Hartwig: Weil ich weiß zumindest aus meinem Umfeld, dass halt Forschungsgelder sind noch schwerer zu bekommen als Fördermittel.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: Und da wird ja...
Kai Ole Hartwig: Irgendwann hast du ja auch einfach keinen Bock mehr, akademisch tätig zu sein, weil du immer wieder von diesen befristeten Verträgen zum nächsten Forschungsprojekt hopst.
Kai Ole Hartwig: Es gibt ja nicht so mega viele Professuren.
Kai Ole Hartwig: Und dann musst du natürlich mit deinem Doktortitel schauen, wo bleibst du.
Kai Ole Hartwig: Und das ist halt wieder das Ding in den USA, wird halt mit viel mehr Kapital gearbeitet, mit viel mehr Kapital geforscht.
Kai Ole Hartwig: Und da geht natürlich dann einfach Wissen verloren.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: Aber ich glaube, das ist ein Problem unseres akademischen Systems.
Kai Ole Hartwig: Wir investieren in Europa, auch staatlich gesteuert, zu wenig in die Forschung.
Kai Ole Hartwig: Und stellen zu wenig Mittel dafür gesellschaftlich jetzt bereit.
Tim Uhlott: Ja, das ist das, glaube ich, auch.
Tim Uhlott: Das sind häufig komplexe Bewerbungsprozesse da auch wieder auf irgendwelche Ausschreibungen oder du musst halt von irgendwelchen externen Firmen dir Förderung beziehungsweise Projekte halt reinholen oder dann arbeitest halt unbedingt auch für eine Firma, nicht unbedingt für die Allgemeinheit.
Kai Ole Hartwig: Ist alles gesagt?
Tim Uhlott: Das ist einfach blöd.
Moritz Hofmann: Tschüss.
Tim Uhlott: Aber ja, ich glaube, Ole, Moritz, wären wir auch am Ende für heute, oder?
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: Dann war es das mit unserer dritten Folge.
Tim Uhlott: Okay.
Tim Uhlott: Super.
Tim Uhlott: Bis dann.
Kai Ole Hartwig: Überraschend.
Kai Ole Hartwig: Wir freuen uns, wenn ihr wieder einschalten solltet und uns nicht zu langweilig findet.
Kai Ole Hartwig: Und dann sehen wir uns
Kai Ole Hartwig: in einer Woche oder zwei Wochen, wir handeln das noch aus hier, wieder.
Kai Ole Hartwig: Bis dahin.

