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Muss man für den Erfolg in die USA auswandern? Ole, Tim und Moritz im ehrlichen Check

No Bullshit Founders
No Bullshit Founders

21 plays · Jul 14, 2026

Silicon Valley, wo dir im Café der Hund von Mark Zuckerberg über den Weg läuft und du morgens um vier im Gym auf Tim Cook triffst – klingt nach dem Ort, an dem Gründer-Träume wahr werden. Aber ist das wirklich der einzige Weg zum großen Erfolg? In dieser Folge von No Bullshit Founders nehmen sich Ole, Tim und Moritz die große Frage vor: Muss man auswandern, um ein wirklich großes Unternehmen aufzubauen? Es geht um Risikokapital, Bürokratie, das Pro-Kopf-Einkommen und die Frage, ob mehr Risiko wirklich mehr Chancen bedeutet – oder einfach nur mehr Absturzhöhe. Zwischendurch fliegen Zahlen zu Unicorns hin und her, es wird über Skandinavien-Mücken philosophiert und am Ende bleibt die Frage: Lohnt es sich, in Deutschland zu gründen – oder doch abzuhauen? Eine Folge für alle, die zwischen Silicon-Valley-Träumen und deutscher Steckdosenprüfung ihren eigenen Weg suchen.

Transcript

Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge No Bullshit-Fauna.

Tim Uhlott: Wie immer mit Ole, Moritz und mir.

Tim Uhlott: Ich bin Tim und heute wollen wir uns so ein bisschen das Thema annehmen.

Tim Uhlott: Muss man, um ein erfolgreiches, großes Unternehmen aufzubauen, wirklich in die USA auswandern?

Tim Uhlott: Wir kamen so ein bisschen auf das Thema, weil wir uns die letzten Wochen über verschiedene Gründer oder auch unbekannte Gründer, Unternehmer, Unternehmerinnen unterhalten haben.

Tim Uhlott: ja, die gefühlt irgendwie alle mal in die USA ausgewandert sind.

Tim Uhlott: Wir haben uns gefragt, ja, ist das so?

Tim Uhlott: Muss man eigentlich in die USA auswandern, damit man noch wirklich ein großes Unternehmen aufbauen kann?

Tim Uhlott: Und ich finde, da fällt einem ja direkt das Silicon Valley ja erstmal ein.

Tim Uhlott: wäre?

Tim Uhlott: Um Startup aufzubauen.

Kai Ole Hartwig: ja, so kurz, bevor ich anfange zu argumentieren, ja, und zwar denke ich, ist der, also wenn wir Richtung Hyperscaling denken und Richtung

Kai Ole Hartwig: YC und VC, also einfach auch Kapital reinzuholen, Risikokapital ist die Marktkapitalisierung in den USA einfach viel, viel größer als in Europa.

Kai Ole Hartwig: Also Risikokapital zu bekommen für eine Delaware LAC, was ja quasi der Standard ist,

Kai Ole Hartwig: ist halt das Mittel, wie man zum Hyperscaler-Startup wird.

Kai Ole Hartwig: So, in Europa, wir haben total tolle Ideen immer in Europa.

Kai Ole Hartwig: Ja, Stripe kommt aus Europa.

Kai Ole Hartwig: Nur mal Funfact.

Kai Ole Hartwig: Ganz viele andere, GitLab und so weiter und so fort.

Tim Uhlott: Ah, wirklich.

Kai Ole Hartwig: Also wir haben ja eine Reihe an europäischen Startups, die dann einfach

Kai Ole Hartwig: dem Kapital hinterhergegangen sind und gesagt haben, hey, wenn wir groß werden wollen und das wollen wir und erfolgreich sein wollen, global am Maßstab, dann müssen wir rübergehen in die USA mit unserer Gesellschaft und dort das Ganze groß machen.

Kai Ole Hartwig: Long story, short, das ist ja die Realität.

Moritz Hofmann: Mhm.

Tim Uhlott: Ja, aber aber meins ist es wirklich nur was Kapital?

Kai Ole Hartwig: Wir hier in der Europäischen Union und gerade auch in Deutschland mit allen rechtlichen Voraussetzungen sind so groß und so langsam und haben so schlechte Kapitalversorgung, dass es einfach nicht vergleichbar ist.

Tim Uhlott: Das war so ein bisschen dein größtes Argument, oder meins gibt es auch noch andere Punkte, die einem so ein bisschen noch helfen, würde ich jetzt in Silicon Valley auswandern.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube auch weniger Bürokratie hilft ungemein.

Tim Uhlott: Mhm.

Moritz Hofmann: Ich...

Kai Ole Hartwig: Wir haben ja extrem viele bürokratische Pflichten.

Kai Ole Hartwig: Das fängt ja bei der jährlichen Prüfung der Steckdose über die Leiter an, über unsinnige Dokumentationspflichten.

Kai Ole Hartwig: Moritz hüpft ja aufgeregt hin und her und möchte auch was sagen und geht dann ja so weiter.

Kai Ole Hartwig: Also das sind ja auch weitere Berichtspflichten und allen möglichen Shit, den wir haben, der dort einfach nicht stattfindet in dieser extremen Form.

Kai Ole Hartwig: So, Moritz, go for it.

Moritz Hofmann: Genau, ich wollte es... Ich habe mich nur bemerkbar gemacht, damit ich was sagen kann, bevor ich es wieder vergesse.

Moritz Hofmann: Ey, Ey, meine Augenbrauen habe ich auch hüpfen lassen.

Kai Ole Hartwig: Beim nächsten Mal enthusiastisch schnell hüpfen, nicht nur das Bild hüpfen lassen.

Kai Ole Hartwig: Hey, mach jetzt, bevor du es vergisst.

Moritz Hofmann: Hast du nicht gesehen?

Moritz Hofmann: Okay, also der Punkt, den ich noch bringen wollte, ist...

Kai Ole Hartwig: Hab ich gesehen, aber jetzt sag, bevor du es vergessen hast.

Moritz Hofmann: Ja, wenn man jetzt über Silicon Valley spricht, finde ich, kann man noch nennen, dass das einfach

Moritz Hofmann: ganz bestimmte Leute sind, die da leben, die da vor Ort sind.

Moritz Hofmann: Das heißt, es gibt genug Leute, obwohl das ein extrem teurer Ort ist oder so, obwohl die nicht wissen, ob die jetzt Geld, Investoren kriegen oder so, die gehen schon alleine dahin, um andere Leute zu finden, entweder Early Employees oder Mitgründer oder was weiß ich, einfach um die Chancen für

Moritz Hofmann: ihren Erfolg mit irgendeinem Projekt zu erhöhen.

Kai Ole Hartwig: Naja, es ist ja auch so, da triffst du halt einfach im Gym oder im Café, triffst du halt die Leute, um die Kontakte zu haben.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ja, also kannst ins Café gehen und wenn da der Hund von Mark Zuckerberg rumläuft, dann kannst du dir sicher sein, dass er irgendwo in der Nähe ist.

Kai Ole Hartwig: Oder kannst halt morgens um vier ins Gym gehen und Tim Cook treffen.

Kai Ole Hartwig: So, das ist halt eine andere Umgebung.

Kai Ole Hartwig: Das wirst du hier bei mir, morgens um vier im Gym, triffst du garantiert jemanden, der irgendwie sich überlegt.

Kai Ole Hartwig: geil, ich mache jetzt das nächste große Business oder also ja, also realistisch, also ich habe ja meinen Gym eh im Keller, aber selbst wenn ich da um vier jetzt irgendwie, jej,

Moritz Hofmann: Gehst ins Gym, zehn Leute auf den Tretern neben dir machen, gerade auf dem Cycling-Fahrrad, alles so Millionäre, alles so Software-Millionäre.

Moritz Hofmann: Ach, Bob, ach, hi, Bill.

Tim Uhlott: Kannst in den Spiegel gucken, da siehst du dich dann.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ja.

Moritz Hofmann: So sozial, Ole, bist du so ein sozialer Mensch.

Kai Ole Hartwig: Zeiteffizient.

Kai Ole Hartwig: Zeiteffizient.

Kai Ole Hartwig: Ich habe das an mein sehr geringes freies Zeitbudget, das ich habe, angepasst und die Realität, dass so Dinge wie Verhinderungspflege jetzt ja gestrichen werden und ich noch weniger Zeit habe.

Kai Ole Hartwig: Also, ich kann natürlich morgens um

Moritz Hofmann: Wie darf ich mir das vorstellen, wenn du im Keller bist, auf deinem Fahrrad und dann schaust du auf so ein Kellerfenster die ganze Zeit oder so dunkler Raum, Kellerfenster und du trittst so ins Fahrrad oder?

Kai Ole Hartwig: Oder Rudergerät oder Gewichte oder so.

Moritz Hofmann: Okay.

Kai Ole Hartwig: So darfst du dir das vorstellen.

Kai Ole Hartwig: Sehr einsam.

Kai Ole Hartwig: Ich habe aber auch einen Boxsack da hängen, falls man mal ein bisschen was mehr... Ja, dann kannst du bei mir im Keller trainieren kommen.

Moritz Hofmann: Okay.

Moritz Hofmann: Wenn ich demnächst in Düsseldorf bin...

Kai Ole Hartwig: Das ist kein Ding.

Kai Ole Hartwig: Aber ich könnte natürlich auch mit dem Rad rüberfahren zum Gym nach Hilton oder so.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Kai Ole Hartwig: Und da morgens um vier würdest du aber ja niemanden treffen, der jetzt sagt, ey, ich baue hier das nächste große Ding.

Kai Ole Hartwig: So, das ist hier einfach nicht so.

Kai Ole Hartwig: Die Umgebung ist hier nicht so, dass die Leute sagen, hey, wir wollen jetzt erfolgreich sein im Sinne von, wir wollen Unternehmer sein.

Kai Ole Hartwig: Ja klar, jetzt können wir auf die Startup-Zahlen schauen.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, 3000 irgendwas Startups wurden jetzt in Deutschland gegründet im letzten Jahr oder sowas.

Kai Ole Hartwig: Die höchste Zahl ever.

Kai Ole Hartwig: okay, das ist nice, aber liegt es nicht vielleicht auch daran, dass sich gerade viele selbstständig machen, weil etablierte Unternehmen nicht mehr existieren?

Kai Ole Hartwig: Oder sind es nicht Leute, die wieder etwas gründen, weil das Unternehmen nicht mehr existiert?

Tim Uhlott: Interessante Punkte, ja.

Kai Ole Hartwig: Also ich finde, man darf diese Zahl in der aktuellen strukturellen Stagnation, die wir haben, ähm,

Kai Ole Hartwig: nicht überbewerten.

Kai Ole Hartwig: Also das ist halt einfach kein echter Wachstum und es hat sich ja nichts geändert.

Kai Ole Hartwig: Wir haben ja nicht mehr Kapital im Markt.

Kai Ole Hartwig: So, Tim, jetzt bist du dran.

Kai Ole Hartwig: Ich habe genug gesagt für diese Woche.

Tim Uhlott: Ja, eigentlich.

Tim Uhlott: Du sitzt in der Bürokratie.

Kai Ole Hartwig: bevor ich mich aufrege darüber oder so.

Kai Ole Hartwig: Aber die Situation ist ja, das Silicon Valley ist halt einfach geiler.

Tim Uhlott: Ja, schön Kalifornien.

Moritz Hofmann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Das Wetter ist besser.

Kai Ole Hartwig: Die Leute, die man da treffen, sind besser.

Kai Ole Hartwig: Es gibt mehr Kapital.

Kai Ole Hartwig: Okay, wir könnten auch jetzt sagen, Zypern ist gerade das europäische Ding.

Kai Ole Hartwig: Da gehen gerade viele hin, die irgendwie erfolgreich sind, erfolgreich sein wollen.

Kai Ole Hartwig: Da ist das Wetter auch besser.

Kai Ole Hartwig: Da sind die Steuern niedriger.

Kai Ole Hartwig: Und ich glaube, es ist auch weniger Bürokratie.

Tim Uhlott: Ja, also eigentlich hast du die Punkte, die ich rausrecherchiert habe, eigentlich ist alles schon bestätigt.

Tim Uhlott: Also erst... Bei mir war es mit Hilfe von Chachy, die habe ich recherchiert.

Kai Ole Hartwig: Hatten wir die gleiche Cloud Session oder den gleichen Prompt?

Moritz Hofmann: Oh, das müssen wir noch mal besprechen, dass wir verschiedene Cloud-Prompts benutzen.

Moritz Hofmann: Ah, dann ist natürlich was anderes.

Kai Ole Hartwig: Ach so, ja, okay, dann sind sie sich einfach, ja, dann völlig was anderes.

Tim Uhlott: Dann ist es wahrscheinlich genau anders.

Tim Uhlott: Nee, ich hab auch mal ein bisschen rumgeguckt und wie du schon sagst, das sind dann mal so Netzwerkeffekte, wenn du halt wirklich die Leute halt irgendwo triffst und was halt damit dazukommt, ist halt, wenn du dich mit den Leuten einfach austauschst, gibt es halt viele erfolgreiche, ne?

Tim Uhlott: Wie du schon gesagt hast, dann vielleicht mal so ein Tim Cook sollst du den Random treffen, der hat wahrscheinlich so viel Erfahrung, der kann dir so viel erzählen oder andere erfahrene Gründer, die einfach rumlaufen, ne?

Tim Uhlott: Das hilft ja auch einfach, dass du deren Erfahrungen einfach mitnimmst oder die dich halt zu Person X oder Y halt einfach wirklich weiterleiten, ne?

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Und dadurch, dass du einfach in dieser Startup-Welt einfach drin bist, hast du auch so eine komplett andere Umgebungskultur.

Kai Ole Hartwig: Aber ich glaube, wie man groß tatsächlich unterschätzt, ist Kanada in dem ganzen Spiel drin.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, Kanada...

Tim Uhlott: Alle basteln an ihren Startups, alle basteln an ihren Firmen einfach und wenn du mal einen Fehler machst, ja, haben alle schon mal gemacht, weiter geht's, ne?

Tim Uhlott: Einfach weitermachen.

Kai Ole Hartwig: Vancouver und so die Region, sind auch extrem attraktiv geworden für Startups.

Kai Ole Hartwig: Zum einen die Nähe zum US-Markt, aber zum anderen die politische Sicherheit, die sie seit Trump sehr stark abgenommen hat.

Tim Uhlott: Ja, ach man, ich bekomme mal eine Werbung immer von einem Bundesstaat aus Kanada, wo auch Toronto drin ist.

Tim Uhlott: Fällt mir bestimmt gleich nochmal ein.

Tim Uhlott: Da kriege ich immer ganz... Ne, ich suche das Spiel da nochmal raus.

Kai Ole Hartwig: Ja, okay.

Kai Ole Hartwig: Meine Geografie kennt das.

Moritz Hofmann: Ich hätte noch einen anderen Punkt.

Tim Uhlott: Harte, jetzt muss ich das wissen, aber erzähl es nochmal raus.

Moritz Hofmann: Einen anderen Punkt, den habe ich aber nicht mit Claude recherchiert.

Moritz Hofmann: Den müssen wir jetzt ad hoc diskutieren.

Moritz Hofmann: Und zwar, wenn man sich aber Deutschland anschaut, dann ist das...

Moritz Hofmann: was irgendwie pro Person verdient wird in Deutschland, viel höher als was in den USA pro Person verdient wird.

Moritz Hofmann: Und dementsprechend wird es ja auch in Deutschland gute Firmen geben.

Moritz Hofmann: Das heißt, es wird auch in Deutschland erfolgreiche Unternehmer geben.

Moritz Hofmann: Das heißt, es wird auch in Deutschland erfolgreiche deutsche Unternehmer geben.

Kai Ole Hartwig: Du meinst, das pro Kopf Einkommen?

Moritz Hofmann: Und ja, genau.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber da gibt es, also da müssen wir ganz ehrlich sein, der sekundäre Sektor ist ein riesiger Wirtschaftsfaktor in den USA.

Kai Ole Hartwig: Also Landwirtschaft, um das ganz konkret zu benennen.

Kai Ole Hartwig: Und im landwirtschaftlichen Sektor sind traditionell die Löhne und Gehälter deutlich niedriger.

Moritz Hofmann: Ja, aber das heißt ja trotzdem nicht, dass man in die USA gehen muss, um erfolgreicher Unternehmer zu werden, weil wenn alle Unternehmen in Deutschland so hohe Gehälter zahlen und die Leute durchschnittlich mehr als in den USA verdienen, dann sind wir wahrscheinlich für die Größe und für die Bevölkerungsanzahl in unserem Land relativ erfolgreich als Unternehmer.

Kai Ole Hartwig: Auch in Deutschland.

Kai Ole Hartwig: Nein, wir haben einfach ein... Naja, bei uns ist aber der tertiäre Sektor der treibende Sektor.

Moritz Hofmann: Das denke ich.

Kai Ole Hartwig: Deutschland ist viel industrialisierter.

Moritz Hofmann: Ja, das heißt ja auch, das ist doch gut.

Kai Ole Hartwig: Ja, weil unser sekundärer Sektor viel geringer ist, wir produzieren viel weniger Lebensmittel.

Moritz Hofmann: Ja, aber das ist doch gut, wenn wir viel...

Kai Ole Hartwig: Nein, du müsstest die Gehälter in dem jeweiligen Sektor vergleichen und da das Pro-Kopf-Einkommen

Kai Ole Hartwig: Du kannst nicht das Pro-Kopf-Einkommen generalisiert auf ein Land nehmen.

Moritz Hofmann: Okay, ich frage bei ihm Claude.

Moritz Hofmann: Also meine Annahme ist, wenn ich jetzt Claude frage und sage, ja, wie viele Unternehmer pro 100.000 Bevölkerung gibt es in Deutschland und wie viele... Also ich denke, das...

Moritz Hofmann: Ich denke, dass die Leute in Deutschland relativ erfolgreich sind dafür, dass es eigentlich so ein kleines Land ist.

Moritz Hofmann: Also alleine schon, dass es so ein kleines Land ist und wir so viel, ja du hast gesagt die Industrialisierung, ja, aber dass es einfach so viel Wert produziert, ob es jetzt Landwirtschaft ist, ob es jetzt was anderes ist.

Moritz Hofmann: Das ist, das finde ich bemerkenswert dafür, das ist so ein kleines Land, ist kleiner als manche Staaten in den USA, aber sicherlich wird da von Unternehmen mehr verdient als in einem einzelnen US-Staat.

Kai Ole Hartwig: Aber wir sind uns ja schon einig, dass der primäre Sektor und der sekundäre Sektor und der tertiäre Sektor, wobei ich mich auch gerade frage, ob Landwirtschaft, also Limpenproduktion an sich, nicht sogar in den primären Sektor zum Teil fällt.

Moritz Hofmann: Wahrscheinlich verschiedene Umsatzzahlen, verschiedene Potenziale und so weiter, das meinst du?

Kai Ole Hartwig: so erschießt mich dann nachher am Tagesende nicht, aber das ist ja so, die Gliederung existiert ja aus dem Grund, weil wir ja sagen, je höher und komplexer das Produkt ist, was geschaffen wird, je höherwertiger ist es und deswegen ist es in diesem höheren Sektor nachher drin und deswegen ist das Potenzial dort Geld zu verdienen viel, viel höher, der Dienstleistungssektor am Tagesende.

Kai Ole Hartwig: verdient mehr Geld, weil wir die Annahme haben, dass mit dieser Dienstleistung mehr Wert geschaffen wird und mehr Wertschöpfung ist.

Kai Ole Hartwig: Stell dir mal vor, wir würden jetzt einem

Kai Ole Hartwig: Farmarbeiter, einem Tagelöhner quasi, Freelancer nennen wir das ja in der IT, so einem freiberuflichen, einem Specialist for Food Picking, schaffen wir mal diese Specialist-Skolle kurz, 100 Dollar in der Stunde zahlen.

Kai Ole Hartwig: Und einem Softwareentwickler auch.

Kai Ole Hartwig: Das passiert ja nicht.

Kai Ole Hartwig: Der eine bekommt irgendwie 8 Dollar, der andere, keine Ahnung, 80, 100 Dollar.

Moritz Hofmann: Tim.

Tim Uhlott: Aber ich glaube, da musst du aber ganz stark die verschiedenen Rollen noch so ein bisschen trennen.

Tim Uhlott: Also natürlich gibt es in der Landwirtschaft Leute, die manuell auf dem Feld sind, aber ich denke mal, mittlerweile der größte Teil wird ja einfach durch Maschinen ja auch einfach erledigt.

Tim Uhlott: Du fährst mit einem dicken Traktor irgendwie drüber und der macht ja den meisten Kram ja schon alleine, außer vielleicht so einen Spargel oder so.

Tim Uhlott: Ich glaube, der muss ja manuell pflücken.

Tim Uhlott: Aber sonst...

Moritz Hofmann: Da kann ich auch eine Kleinigkeit zu beitragen, da ich ja jetzt bei einem landwirtschaftlichen Unternehmen arbeite.

Tim Uhlott: Ah, sehr gut, Moritz, dann hau mal raus, ist das?

Moritz Hofmann: Ja, also was ich nur so weiß von den Besuchen bei Kunden und so, eigentlich so ungefähr jeder Bauer oder so ist eigentlich Millionär, schon alleine wegen den Sachen, die sie besitzen.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich.

Kai Ole Hartwig: Aber du redest ja vom Pro-Kopf-Einkommen und in das Pro-Kopf-Einkommen fließt ja nicht, da ist ja das, was du am Tagesende verdienst, nicht der Wert, den du besitzt.

Moritz Hofmann: Ja, und wenn das Pro-Kopf-Einkommen aber so niedrig ist und auch zum Beispiel die meisten US-Universitäten eigentlich so scheiße sind und man da so große Kredite aufnehmen muss, dann werden wahrscheinlich auch, und das ist meine Annahme, die meisten Leute in den USA, die versuchen, Unternehmer zu werden, scheitern.

Kai Ole Hartwig: So.

Moritz Hofmann: Äh,

Kai Ole Hartwig: Das mag ja sein, dass die meisten Unternehmen erscheitern, aber im tertiären Sektor, ich habe es gerade nachgeschaut oder nachschauen lassen, im US-versus-DE-Schnitt liegt das Medianeinkommen in den USA um 28% höher als in Deutschland.

Moritz Hofmann: Okay, das heißt, ja,

Kai Ole Hartwig: Es gibt ja keine Zahlen, für was verdient ein Unternehmer am Tagesende.

Kai Ole Hartwig: Das kommt natürlich auf den Sektor auch an.

Kai Ole Hartwig: Und ja, natürlich, jeder Landwirt ist allein wegen der Masse an landwirtschaftlicher Fläche und so hat der unfassbar viel Geld.

Kai Ole Hartwig: Also Wertgegenstände, ja, also ist er auf dem Papier Millionär, aber das ist ja kein freies Kapital.

Kai Ole Hartwig: Das sind ja keine Aktiva, die man jetzt einfach ausgeben kann.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja nicht wie Elon Musk, der kauft sich mal eben kurz ein Unternehmen, sondern das Kapital ist ja gebunden und das kannst du nicht mal eben durch frei werden lassen.

Moritz Hofmann: Ja, ich frage mich auch, also klar, in den USA hast du mehr Zugang zu Kapital, zu größerem Kapital, zum Beispiel in Silicon Valley zu mehr ähnlichen Leuten und so.

Moritz Hofmann: Aber Aber bedeutet das auch, dass das Risiko in den USA niedriger ist?

Moritz Hofmann: Weil ich glaube, das Risiko in den USA ist höher als in Deutschland.

Moritz Hofmann: Und manche Leute könnten ja auch sagen, ja, ich bin ein nicht...

Moritz Hofmann: Ich will nicht auf extremes Risiko gehen als Unternehmer und bleibe deswegen lieber in der EU oder in Deutschland.

Tim Uhlott: Das glaube ich nämlich auch, Moritz, dass du in den USA ein höheres Risiko eingehst.

Tim Uhlott: Ich glaube, du hast eine höhere Gewinnchance in den USA und du kannst auch sehr schnell sehr viel mehr Kapital am Anfang einsammeln.

Tim Uhlott: Aber wenn du halt komplett pleite gehst, in den USA gibt es halt nicht so einen schönen Sozialstaat wie in Deutschland zum Beispiel, der dich halt nachher wieder auffängt und dich halt wieder supportet.

Tim Uhlott: Wenn du da mal in die Scheiße greifst,

Tim Uhlott: ist ja trotzdem noch der Start da und ich halt so ein bisschen, ein bisschen hast du Support und ich glaube, das ist in den USA schwieriger, so ein bisschen höheres High oder halt Low entsprechen, ne?

Moritz Hofmann: Ja, wenn ich mir so vorstelle, ich habe ein Jahr in Santa Barbara gelebt, so viele Obdachlose auf der Straße und wahrscheinlich, ja, ich hatte mal eine Firma und jetzt bin ich auf der Straße und muss hier schlafen.

Kai Ole Hartwig: Aber wir gehen ja gerade über Startups und nicht über Corporate.

Kai Ole Hartwig: Und für Startups.

Moritz Hofmann: Wir hatten gesagt Unternehmer, die Frage war auch Unternehmer, oder?

Kai Ole Hartwig: Ja, ja, okay, okay.

Kai Ole Hartwig: Ja, ein valider Punkt.

Kai Ole Hartwig: Aber ja, natürlich, das Risiko ist hoch.

Kai Ole Hartwig: Wenn du schnell hochfliegen kannst, kannst du auch schnell tief fallen.

Kai Ole Hartwig: So, aber...

Kai Ole Hartwig: abstürzen.

Kai Ole Hartwig: Und dann schieben wir lieber das Flugzeug über die Piste und wenn wir dann vielleicht doch Glück haben und irgendwann schnell genug rennen, dann könnten wir so einen Hops machen.

Kai Ole Hartwig: Und vielleicht trauen wir uns beim nächsten Hops dann auch tatsächlich zu, noch ein Stückchen weiter.

Moritz Hofmann: Also Ole hört sich sehr US-fanatisch an.

Moritz Hofmann: Ich frage mich, wann er mit seiner Familie nach Silicon Valley zieht, also so als Investment für seine neue Firma.

Kai Ole Hartwig: Gar nicht.

Kai Ole Hartwig: Gar nicht.

Kai Ole Hartwig: Aber ich sage nur, die Chancen halte ich, also wenn du jetzt wirklich sagst, du willst Hyperscaling machen, dann sind die USA oder auch Kanada, glaube ich, gerade der aktuell bessere Platz als Europa.

Kai Ole Hartwig: So, wenn du jetzt aber natürlich sagst, nein, ich möchte

Kai Ole Hartwig: für Hidden Champions unterwegs sein.

Kai Ole Hartwig: Ich möchte, ich habe total Spaß am Papierkram und ich möchte einfach eine Lösung finden, die trotz aller Regularien funktionieren könnte.

Kai Ole Hartwig: Und ich finanziere das alles aus meiner eigenen Tasche oder mit möglichst wenig Kapital und Förderung oder habe auch Spaß daran, tausend Förderanträge zu schreiben.

Kai Ole Hartwig: Dann ist Deutschland oder Europa gerade ein total cooler Ort.

Moritz Hofmann: Die Frage war ja, muss man als Unternehmer in die USA, um erfolgreich zu werden, ab wann für euch jeweils sind wir denn als Unternehmer erfolgreich?

Moritz Hofmann: Müssen wir dafür Hyperscaling machen?

Moritz Hofmann: Müssen wir dafür eine Milliarde einsammeln oder was ist das für euch?

Moritz Hofmann: Ab wann ist es erfolgreich?

Kai Ole Hartwig: Ich sag mal, ich hab da so meine Zahlen im Kopf.

Moritz Hofmann: lass raus!

Moritz Hofmann: Hau raus!

Moritz Hofmann: Tim, was hast du so?

Kai Ole Hartwig: Ich sag mal, du bist dann erfolgreich, aus meiner Sicht,

Kai Ole Hartwig: wenn die nächste Generation das Privileg hätte, nicht arbeiten zu müssen.

Kai Ole Hartwig: Euro.

Tim Uhlott: Für dich selber oder für das Unternehmen?

Tim Uhlott: Also du unternehmst ja von 10 Millionen.

Tim Uhlott: Ja, sehe ich, sehe ich, hm.

Kai Ole Hartwig: Das du privat hältst.

Kai Ole Hartwig: Also das heißt, irgendwie wirst du dann ja mal so

Kai Ole Hartwig: 50 Millionen irgendwo mal gehabt haben am Anfang, die irgendwie zu dir gewandert sind und dann von nachsteuern und so weiter und so fort.

Tim Uhlott: Ja, sehe ich ähnlich.

Tim Uhlott: Also für mich wäre ich dann auch erfolgreich mit meinem Unternehmen, wenn ich am Ende auch einfach so viel Geld für mich hätte, dass ich jederzeit entscheiden könnte, ich könnte jetzt aufhören und einfach entspannen, meinen aktuellen Lebensstil einfach weiterleben bis zum Lebensende, ohne mir Gedanken machen zu müssen, nur das machen zu wollen, was ich möchte.

Kai Ole Hartwig: Das kannst du ja tatsächlich schon viel weniger.

Kai Ole Hartwig: Aber Moritz, was sagst du denn?

Kai Ole Hartwig: Was ist deine...

Moritz Hofmann: Also für mich ist es nicht so, ich will so viel Geld haben, dass ich dann irgendwie entspannen könnte, sondern ich will es mir von vornherein so aufbauen, dass ich von vornherein entspanne und dann so viel Geld machen, wie ich kann.

Kai Ole Hartwig: Interessant.

Kai Ole Hartwig: Also da ja meine Philosophie eh ist, ich habe noch nie in meinem Leben einen Tag gearbeitet, also das stimmt nicht ganz, ich habe ein paar Tage gearbeitet, aber seitdem ich selbstständig bin, so, habe ich jetzt vielleicht das schon erfüllt, was du haben möchtest.

Kai Ole Hartwig: Ich habe mir, ich mache einfach jeden Tag das, was mir Spaß macht.

Kai Ole Hartwig: Das ist für mich keine Arbeit.

Moritz Hofmann: musst?

Tim Uhlott: Das ist cool.

Moritz Hofmann: Entspannung.

Kai Ole Hartwig: Nein, ich habe halt einfach mein Ziel, was ich jeden Tag haben möchte.

Moritz Hofmann: Ich finde halt diese, ich habe mittlerweile so für mich, denke ich halt so, so extremer Druck oder so, ist es für mich nicht wert, auch nicht, wenn ich dafür 10 oder 100 Millionen kriege.

Kai Ole Hartwig: Ja, ganz ehrlich, also das, was ich als Druck und als Stören empfinde, ist eigentlich der ganze Wahnsinn, der außenrum passiert, den ich gar nicht beeinflussen kann.

Moritz Hofmann: Sorry, ich bin ein bisschen esoterisch abgebogen.

Tim Uhlott: Du bist sehr real live, Moritz, wieder.

Kai Ole Hartwig: Ja, ich merke das schon.

Kai Ole Hartwig: Deine reduzierte Screentime tut dir nicht gut.

Kai Ole Hartwig: Also da müssen wir mal ganz zart dran arbeiten.

Kai Ole Hartwig: Jetzt bin ich ja nächste Woche nicht in Münster, aber vielleicht muss ich das doch aus gesundheitlichen Gründen irgendwie meiner Familie gleich erklären, dass ich das machen muss.

Moritz Hofmann: Ich bin jetzt einfach still, kommen wir wieder zum normalen Thema zurück.

Kai Ole Hartwig: Nein, aber ich verstehe ja deinen Punkt total.

Kai Ole Hartwig: auch, also ich meine, mit zwei Kindern ist es halt eine ganz andere Kiste zu sagen, ich möchte gar nicht so viel arbeiten oder so Sachen.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Und jetzt habe ich ja die, jetzt auch mit einem Kind mit einer Seitenerkrankung und Pflege und so weiter, ein bisschen andere Belastungssituationen.

Kai Ole Hartwig: Und ich kann dir halt sagen, also für mein Empfinden ist,

Kai Ole Hartwig: Der ganze Bürokratiewahnsinn des Sozialsystems und der ganze Bürokratie- und Dokumentationsaufwand, den sich hier ja so alle aussenken mit allen Pflichten, die da existieren, ist das eigentlich die wahre Belastung?

Kai Ole Hartwig: Also ich kann dir sagen, jetzt schreibe ich schon wieder Anträge für meinen Sohn.

Kai Ole Hartwig: wo der Wahnsinn schon wieder ist, eigentlich existieren alle Dokumente, eigentlich existiert alles, es muss trotzdem wieder alles eingereicht werden und wieder vorgelegt werden.

Moritz Hofmann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Und das Gleiche hast du ja auch in Unternehmen.

Kai Ole Hartwig: Sobald du ja irgendwie nicht mehr so klein bist, und klein meine ich mit du selbst, oder vielleicht noch eine Person, wo man das dann noch lockerer sehen kann, aber sobald du ja ernsthaft Angestellte hast, hast du ja, wer weiß, welche Dokumente

Kai Ole Hartwig: Verpflichtung aller an der Backe.

Kai Ole Hartwig: Und ich meine, das ist halt diese Lächerlichkeit mit Gefährdungsbeurteilung hier und da und psychische Gefährdungsbeurteilung und Prüfungen und dieses und jenes, die einfach so ein Zeitfresser sind und nichts an Wertschöpfung bringen, auch keinen Spaß machen.

Kai Ole Hartwig: Und das, finde ich, ist die eigentliche Belastung und der eigentliche Druck, wenn du Sachen aufbauen willst.

Kai Ole Hartwig: Alles andere

Kai Ole Hartwig: an dieser Idee, an der Vision zu arbeiten und Sachen zu schaffen, finde ich, das ist gar kein Druck für mich.

Kai Ole Hartwig: Das ist easy going.

Kai Ole Hartwig: Das ist alles total harmlos, im Gegensatz zu diesem Wahnsinn, der da auf einen zukommt und mit dem man sich beschäftigen muss und den ja auch niemand, der nicht selbstständig ist, nachvollziehen kann.

Moritz Hofmann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Also es ist ja so, wenn man jetzt rausgeht und wenn ich jetzt meine Schulfreunde treffen würde, davon sind die wenigsten selbstständig geworden.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Kai Ole Hartwig: Sag mal so drei, vier.

Kai Ole Hartwig: Vier sind es, glaube ich, wenn ich es komplett durchzähle.

Kai Ole Hartwig: Der Rest versteht all diese Probleme und Themen nicht, weil die die nicht haben, nicht kennen und nicht nachvollziehen können.

Tim Uhlott: Ja, klar, bei dir kommt immer ein anderes Level noch mit dazu, mit deinem Suchen.

Tim Uhlott: Das können wir ja so natürlich gar nicht nachvollziehen, was du für Belastungen hast.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber das ist ja das Sozialsystem, das hat ja nichts mit Unternehmertum direkt zu tun.

Tim Uhlott: Ja, ja, ja, ja, ich geh' aber zu den anderen Sachen.

Kai Ole Hartwig: Das ist ja nur der begleitende Wahnsinn.

Kai Ole Hartwig: Und falls Brenda dann mal wirklich hier vorbeikommt, sie hat das ja noch viel exzessiver als ich hier, aber bei uns sind es auch nur 30 Stunden in der Woche.

Kai Ole Hartwig: Oder mal, wenn es jetzt so kommt mit den Anträgen, 40 Stunden, die wir umsonst für das Sozialsystem arbeiten.

Kai Ole Hartwig: Ja, wo wir bürokratischen Wahnsinn erledigen.

Kai Ole Hartwig: Also lasst mich einfach woanders hingehen, wo ich das selber bezahle.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Kai Ole Hartwig: Wenn ich mehr verdiene, ist mir das auch einfach egal.

Kai Ole Hartwig: Ganz ehrlich, ich brauche dieses, deswegen sage ich, das Risiko ist klar, man kann schnell hochkommen und schnell fallen.

Kai Ole Hartwig: Man hat aber dafür eine Vielzahl von Belastungen nicht und ich glaube, das unterschätzen viele Leute, wie belastend eigentlich dieser Wahnsinn, der existiert bei uns, wie bremsend das auch ist.

Tim Uhlott: Jetzt hast du ja viele negative Punkte genannt.

Tim Uhlott: Gibt es denn auch positive Punkte?

Tim Uhlott: Gibt es denn positive Erfahrungen, die du gesammelt hast?

Tim Uhlott: Hier in Deutschland.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich.

Moritz Hofmann: Wirklich?

Tim Uhlott: Ja, dann.

Kai Ole Hartwig: hey, schau mal, wir haben Strom, wir haben fließend Wasser, das ist sauber, man kann das trinken.

Kai Ole Hartwig: So.

Tim Uhlott: Ich erinnere natürlich Richtung Unternehmertum auch.

Kai Ole Hartwig: Als ich zur Schule gegangen bin, ja, als ich zur Schule gegangen bin, gab es sogar funktionierende Toiletten.

Kai Ole Hartwig: Das ist jetzt hier auch nicht mehr so eine Schule.

Kai Ole Hartwig: Manchmal haben wir funktionierende Autobahnen, manchmal fahren sogar Züge.

Kai Ole Hartwig: Also gerade für die Region, wo ich lebe, ist es extrem schwierig.

Kai Ole Hartwig: Also die Autobahn vor meiner Haustür, naja, ist jetzt nicht ganz die Haustür, aber

Kai Ole Hartwig: Monate gesperrt, weil komplett marode.

Kai Ole Hartwig: Nächste Stadt, die Brücken fallen zusammen, sind deswegen gesperrt.

Kai Ole Hartwig: Also die Züge fahren jetzt schon wieder eine Woche lang nicht.

Kai Ole Hartwig: Also dieses Land macht es einem gerade echt extrem schwierig zu sagen, es gibt hier super positive Sachen.

Moritz Hofmann: Ich... Ich... Ich... Ich stelle mir so eine Happiness-Skala über deinem Kopf vor gerade.

Kai Ole Hartwig: Manchmal kann ich mit dem Rad fahren und es gibt keine Schlaglöcher am Radweg.

Kai Ole Hartwig: Ja, also wenn ich bestimmte Strecken mit echt vielen Umwegen mache, dann gibt es schön Radweg.

Moritz Hofmann: Das ist so gerade bei drei von zehn.

Moritz Hofmann: Ich habe nicht erwartet.

Moritz Hofmann: Ich habe nicht erwartet.

Kai Ole Hartwig: Also 3 ist schon hoch, vielleicht 2.

Tim Uhlott: Okay.

Moritz Hofmann: Okay.

Moritz Hofmann: Okay.

Kai Ole Hartwig: Ja, komm.

Kai Ole Hartwig: Also jetzt realistisch, die Zugstrecke Köln, Bonn, Düsseldorf ist extrem gestört.

Kai Ole Hartwig: Ich könnte mich jetzt nicht spontan in den Eurostar setzen und selbst bis Brüssel würde ich nicht kommen.

Kai Ole Hartwig: So.

Kai Ole Hartwig: Mit dem Fahrradfahren kann ich, ich bräuchte aber selbst in der Stadt ein Mountainbike, damit man nicht völlig kaputt runtersteigt vom Fahrrad.

Kai Ole Hartwig: So, Autobahn, okay, jetzt ist eine Richtung total schick saniert.

Moritz Hofmann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Damit sind die aber noch nicht fertig, die müssen wieder für ein halbes Jahr alles komplett sperren.

Kai Ole Hartwig: Die Brücken fallen hier zusammen.

Kai Ole Hartwig: Die Schule, die Grundschule von meinem Sohn bittet die Eltern darum, dass die Klassenräume in einer Elternaktion gestrichen werden.

Kai Ole Hartwig: So, also, ja, schwierig.

Tim Uhlott: Ich meinte auch positive Erfahrungen Richtung Unternehmertum, die du gesammelt hast.

Kai Ole Hartwig: Kommt, Tipp.

Moritz Hofmann: Und du könntest mal googlen, so Trauma-Bearbeitung bei Google.

Tim Uhlott: Ich habe es nochmal vorhin gegoogelt, im Bundesstaat, der dich meinte, wo Toronto drin liegt, ist Ontario.

Tim Uhlott: Da kriege ich immer den ganzen Tag YouTube-Werbung.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Von morgen bis abends.

Tim Uhlott: Alles, komm, komm nach Ontario.

Kai Ole Hartwig: Genau, positive...

Kai Ole Hartwig: Erfahrungen im Zusammenhang mit Unternehmertum.

Kai Ole Hartwig: In den letzten 20 Jahren oder 23 Jahren, um das Gesamt abzublicken, ja, das Finanzamt in dem Ort, wo ich früher gelebt habe, Brühl, war extrem zuvorkommend und gut.

Tim Uhlott: Ja, ja.

Kai Ole Hartwig: Da konnte man anrufen und die haben einem auch wirklich mal eine Auskunft gegeben, die einem weiterhilft.

Kai Ole Hartwig: Das war aber auch das Letzte.

Kai Ole Hartwig: anstrengend.

Kai Ole Hartwig: Ach ja, und positiv, die Gewerbeabmeldung ist auch kostenlos.

Moritz Hofmann: Das ist die positive Sache.

Moritz Hofmann: Nicht schlecht.

Kai Ole Hartwig: So.

Moritz Hofmann: Keine 20 Euro bezahlt?

Kai Ole Hartwig: Ne, abmelden ist umsonst.

Moritz Hofmann: Na gut.

Tim Uhlott: Nicht wie in der Kirche, da musst du auch bezahlen.

Moritz Hofmann: Vielleicht hat er doch 2,1 von 10.

Kai Ole Hartwig: Ja, also ich kann, um das mal zu unterstreichen, da wo ich mal im Startup Space vorbeigegangen bin in Solingen, da bist du in den Eingang reingekommen und das roch nach Bahnhofsunterführung.

Tim Uhlott: Okay, Ole ist also nicht begeistert.

Tim Uhlott: Jetzt, warte, dann lass uns doch mal ein bisschen...

Kai Ole Hartwig: Und dann möchtest du doch da nicht dein Unternehmen ansiedeln und Leute einladen, die durch diesen Eingang laufen und

Tim Uhlott: Er muss ja nach Münster kommen.

Kai Ole Hartwig: Also, verstehst du?

Tim Uhlott: Das Reach ist super.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich.

Kai Ole Hartwig: So.

Kai Ole Hartwig: Ja, vielleicht bin ich in der falschen Region.

Kai Ole Hartwig: So, hier ist alles.

Tim Uhlott: So, genau.

Tim Uhlott: Da wollte ich nämlich gerade hin.

Kai Ole Hartwig: So, jetzt kommst du mit den Sachen, die wirklich gut funktionieren.

Kai Ole Hartwig: Perfekt.

Kai Ole Hartwig: Ah ja, perfekt, okay.

Tim Uhlott: Nee, eigentlich wollte ich auch was anderes hin.

Tim Uhlott: Ich habe mal so ein bisschen geguckt, wo du dann hin könntest.

Tim Uhlott: Neben Silicon Valley.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Ich habe mal geguckt, was es nämlich neben Silicon Valley halt so gibt, weil es lohnt sich natürlich für die ganze Tech-Bubble.

Tim Uhlott: Aber was gibt es denn vielleicht noch, wenn du nicht direkt nach Amerika möchtest?

Tim Uhlott: Also direkt da nach Kalifornien, die Sonne.

Kai Ole Hartwig: Ja, perfekt.

Kai Ole Hartwig: Jetzt kommen die Vorschläge.

Tim Uhlott: So, ich gebe dir ein bisschen Auswahl und dann kannst du dich für was entscheiden, wo du gerne hin möchtest.

Tim Uhlott: So.

Tim Uhlott: Ganz groß im Kommen ist auch gerade London.

Tim Uhlott: Ist im Moment Europas.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Perfekt.

Kai Ole Hartwig: Ja, du brauchst gar nicht weitergeben, nehme ich.

Tim Uhlott: Nimmst du?

Tim Uhlott: Okay, zack.

Kai Ole Hartwig: Obwohl, also wenn du jetzt sagst, ah, Zypern auch, dann bin ich hin und her gerissen.

Kai Ole Hartwig: Ja, okay.

Tim Uhlott: Ja, warte, warte, warte mal ab.

Tim Uhlott: Also die Stärken von London sind im Moment, das ist Europas größer wie Sea-Market.

Tim Uhlott: Also das heißt, da hast du die größte Chance für die Venture Capital einzusammeln.

Tim Uhlott: Es gibt ein riesiges Fintech-Zentrum aufgrund der ganzen Banken.

Tim Uhlott: Und

Tim Uhlott: London ist halt auch bekannt für Firmen wie Revolut oder Wise oder Monzo zum Beispiel auch.

Tim Uhlott: Dann Alternative 2 für dich, Ole.

Tim Uhlott: Paris, auch ein bisschen näher.

Tim Uhlott: Ist nämlich gerade auch richtig im Kommen, abgesehen dafür, dass es sehr heiß da ist im Moment im Sommer.

Tim Uhlott: Kriegst du im Moment halt wirklich massive staatliche Förderung.

Tim Uhlott: Es gibt im Moment sehr viele Unicorns, die gerade so ein bisschen aus Paris sind.

Tim Uhlott: entstehend eine starke KI-Szene, wie zum Beispiel Mystery AI zum Beispiel, wir sind ja nach Paris.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber die Tendenzen zum Barrikaden errichten und zu Revolutionen ist mir in Frankreich zu krass.

Kai Ole Hartwig: Also ich bin ja sehr für Barrikaden und Revolution und so.

Moritz Hofmann: Also ich bin 100% sicher, egal wo Ole hingehen würde, nach zwei Jahren ist er wieder bei 2,5 von 10 mit der Happiness-Skala.

Kai Ole Hartwig: Nein, nein, London ist, ich bin sofort bei London.

Tim Uhlott: Okay, lassen wir London auf Platz 1.

Kai Ole Hartwig: So, also London ist, ja, ja.

Tim Uhlott: Paris kommt nach unten.

Tim Uhlott: Was haben wir denn noch?

Kai Ole Hartwig: Außer ich bin selber bei der Revolution dabei.

Kai Ole Hartwig: Gute Musik.

Kai Ole Hartwig: Sauna.

Kai Ole Hartwig: Sauna.

Tim Uhlott: Dann haben wir noch Schweden mit Stockholm.

Tim Uhlott: Das ist nämlich gemessen an der Bevölkerung eine erfolgreichste Startup-Städte der Welt.

Tim Uhlott: Spotify kommt daher, Klana kommt daher, King kommt daher.

Tim Uhlott: Die sagen mir jetzt nichts.

Tim Uhlott: Musik, bezahlen.

Tim Uhlott: So.

Tim Uhlott: Willst du mehr?

Tim Uhlott: Sauna, super.

Kai Ole Hartwig: Aber Mücken.

Tim Uhlott: Aber Mücken, okay.

Kai Ole Hartwig: Mücken.

Kai Ole Hartwig: Ja, ja, ja, okay, okay, okay.

Kai Ole Hartwig: Ja, mach weiter.

Tim Uhlott: England immer noch Platz 1, beziehungsweise London.

Tim Uhlott: Dann, auch sehr cool, wo ich unbedingt gerne mal hin möchte, wo ich noch nicht war, Singapur.

Tim Uhlott: Ist auch ein schöner Hub in Südostasien.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Vorteile?

Kai Ole Hartwig: Habe ich jetzt gar nichts Negatives.

Kai Ole Hartwig: Okay, weiter.

Kai Ole Hartwig: Klingt interessant.

Tim Uhlott: Niedrige Steuern.

Tim Uhlott: Da sind viele Menschen aus der ganzen Welt.

Tim Uhlott: Nationale Talente hast du da.

Tim Uhlott: Und du hast natürlich direkt einen einfachen Marktzugang zu der restlichen asiatischen Welt, der sonst mal nicht ganz so einfach ist.

Kai Ole Hartwig: das ist raus so das ist zu warm ja

Tim Uhlott: Dann noch zwei andere Alternativen.

Tim Uhlott: Dubai.

Tim Uhlott: Aber auch wieder warm.

Tim Uhlott: Ja, okay.

Tim Uhlott: Also, du möchtest ja Dropshipping machen, dann kannst du nach Dubai.

Tim Uhlott: Dann aber noch aus China.

Tim Uhlott: China.

Tim Uhlott: Shenzhen.

Tim Uhlott: Das ist so ein bisschen mittlerweile die Hardware-Hauptstadt der Welt.

Tim Uhlott: Ist halt ideal in Richtung Hardware, Robotik, Elektronik oder Fertigung oder sowas.

Tim Uhlott: Das hat auch Zugang zu dem riesigen chinesischen Markt.

Kai Ole Hartwig: Wobei, da haben wir jetzt auch im Bergischen ein krasses Start-up.

Kai Ole Hartwig: Ich habe den Namen schon wieder vergessen, aber... aber... Jetzt komme ich doch mit den positiven Sachen an.

Tim Uhlott: Bergischen.

Tim Uhlott: oder?

Tim Uhlott: So, siehste, siehste, siehste.

Tim Uhlott: Aber guck mal, jetzt habe ich dir noch eine kleine Liste so ein bisschen als Alternativen genannt.

Kai Ole Hartwig: Wer mir aber tatsächlich fehlt als Spots, Sydney, Kapstadt, Zypern.

Tim Uhlott: Okay.

Kai Ole Hartwig: Oder vielleicht auch nicht nur Kapstadt, aber so allgemein Südafrika.

Kai Ole Hartwig: Brasilien.

Kai Ole Hartwig: Brasilien hat nämlich eine krasse Open Source und Linux Community tatsächlich.

Kai Ole Hartwig: Die sind nämlich sehr, sehr stark in dem Bereich, da ist sicherlich YC nicht so geil, aber VC gar nicht so geil, also Venture Capital bekommst du halt sicherlich nicht so krass.

Kai Ole Hartwig: Aber rein so mein Open-Source-Herz ist auch dafür zu begeistern.

Kai Ole Hartwig: Und ich denke auch... Oh, tatsächlich streiten sich eher in meinem Herzen London und Stockholm gerade.

Tim Uhlott: spannend das heißt was wir zu favorisieren das ist ja noch london oben oder ist es jetzt schon brasilien aha

Kai Ole Hartwig: So.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Moritz Hofmann: Oh Gott.

Moritz Hofmann: Wo kommen wir hier noch hin?

Kai Ole Hartwig: weiß ich nicht.

Kai Ole Hartwig: Also bei mir fährt der Eurostar, deswegen ist man schnell sowohl in Brüssel, Paris als auch in London.

Tim Uhlott: Wenn er fährt, wie du gerade gesagt hast.

Kai Ole Hartwig: Ja, das liegt aber ja an dem deutschen Schreckennetz, dass da schon wieder gesperrt ist.

Kai Ole Hartwig: Das liegt ja nicht an dem Eurostar-Service, der nicht fährt.

Kai Ole Hartwig: Aber man kann natürlich auch erst nach Amsterdam, von Amsterdam nach Brüssel und dann rüber macht man eine kleine Europa-Rundfahrt.

Tim Uhlott: Das geht auch.

Kai Ole Hartwig: Ist ja auch schön.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Jetzt haben wir deine Favoriten gehört.

Tim Uhlott: Moritz, was fändst du denn?

Tim Uhlott: Würdest du auswandern wollen in all dieser Städtchen, die wir jetzt mal so ein bisschen durchgeklappert haben?

Tim Uhlott: Was fändst du davon interessantesten?

Moritz Hofmann: Im Moment finde ich relativ interessant New York City.

Moritz Hofmann: Aber das ist, ich habe mir gar nicht genannt, aber es ist auch eigentlich ein großer Ort für so Sachen.

Tim Uhlott: Okay.

Tim Uhlott: Ja, das hat nur eine gewisse Liste einfach mal rausgesucht.

Tim Uhlott: Natürlich gibt es auch viele Alternativen.

Moritz Hofmann: Ja, ich habe, aber das ist bei mir, weißt du, das ist eher so, weil ich im Moment Interesse an der Stadt habe, nicht weil ich irgendwie finde, dass die Stadt irgendwie besonders gut für Unternehmer ist.

Tim Uhlott: Mhm.

Moritz Hofmann: Aber ich denke, die wird relativ viel für Unternehmer bieten, weil es ist ja riesig, viele Startups gibt es ja auch.

Kai Ole Hartwig: So, und wer auch in deiner Liste fehlt, nur um da nochmal reinzugrätchen, bevor du uns verrätst, was deine Favoriten sind.

Kai Ole Hartwig: Die Niederlande hast du komplett vergessen.

Tim Uhlott: Niederlande, ja.

Kai Ole Hartwig: Ähm, Estland ist es, glaube ich, von den baltischen.

Tim Uhlott: Island oder Island?

Tim Uhlott: Island oder Island?

Kai Ole Hartwig: Hm?

Kai Ole Hartwig: Estland.

Tim Uhlott: E. Island.

Kai Ole Hartwig: Ja, die baltischen Staaten.

Kai Ole Hartwig: Ähm, und Irland.

Tim Uhlott: Aber da musst du ja bald nicht mehr hinauswandern, sondern da kannst du ja bald die neue europäische Struktur da drücken.

Kai Ole Hartwig: So, mal ganz greif.

Kai Ole Hartwig: Ja, wenn das kommt, aber jetzt, was, was, was, was

Tim Uhlott: Aber das hat schön.

Tim Uhlott: Okay, das stimmt.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ich würde, glaube ich, auch Schweden favorisieren.

Tim Uhlott: Da ist es ein bisschen kühler als hier im Sommer.

Tim Uhlott: Ja, schöne Landschaft.

Tim Uhlott: Deswegen, also.

Moritz Hofmann: Das sind die Top-Merkmale für Unternehmer, damit sie erfolgreich werden.

Tim Uhlott: Ja, deswegen.

Moritz Hofmann: Das sehe ich auch so.

Tim Uhlott: Ja, man muss ja auch zufrieden sein.

Kai Ole Hartwig: Ja, also mal ganz ernsthaft, Skandinavien finde ich mega attraktiv, wie gesagt, bis auf die Mücken.

Tim Uhlott: So.

Kai Ole Hartwig: Da in Schweden, die sind wirklich übel.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Im Sommer, das macht wenig Spaß mit den Viechern.

Moritz Hofmann: Ich frage mich, ob du so ein Tagebuch hast, Ole, wo du so alle Bemerkungen aufschreibst, jedem Ort, wo du warst, was dir alles nicht gefallen hat.

Moritz Hofmann: Oh.

Kai Ole Hartwig: Ich habe an Schweden total gute und schöne Erinnerungen.

Kai Ole Hartwig: Also ich war ja mehrfach in Schweden und auch mehrfach in Dänemark.

Kai Ole Hartwig: Dänemark ist auch so ehrlicherweise mein Sommer-Favorite, aber das ist ein völlig anderes Thema.

Kai Ole Hartwig: Schöne große Ferienhäuser, aber Schweden hat mega viele Vorteile.

Kai Ole Hartwig: Also wirklich landschaftlich schön, es gibt coole Seen zum Schwimmen, es gibt hervorragende Sauna, jedermann zu atmen, wenn man zelten möchte, außerhalb der großen Städte.

Kai Ole Hartwig: Tim hüpft jetzt ganz aufgeregt rum, weil er sagt, wir machen Wandertour diesen Sommer in Schweden und wir gehen nächsten Montag los.

Tim Uhlott: Schön wär's.

Tim Uhlott: Podcast Adventure.

Tim Uhlott: Wo ist das?

Moritz Hofmann: Zu dritt, ey, das machen wir.

Tim Uhlott: Wo ist das?

Moritz Hofmann: Wir müssen alle mit unseren Frauen sprechen und mit unseren Kindern, also Ole mit seinen Kindern, aber das wäre doch mal was.

Moritz Hofmann: So ein Podcast irgendwo...

Kai Ole Hartwig: Ich überlege auch, also was ich wirklich überlege, zu laufen, und ich versuche, dass dieses, ja Tim, ich unterbreche dich, sorry, aber was ich wirklich überlege, so, und ich fände es geil, das auch gar nicht alleine zu machen, den Camino del Norte zu laufen.

Kai Ole Hartwig: Der Jakobsweg, aber der nördliche an der Küste lang.

Tim Uhlott: Ah, an Frankreich lang und Spanien.

Kai Ole Hartwig: Ja, an der Küste direkt lang.

Tim Uhlott: Uh, das ist geil.

Kai Ole Hartwig: So.

Kai Ole Hartwig: Aber ich meine, zum Aufhören könnte man auch Schweden machen.

Tim Uhlott: Ja, so.

Kai Ole Hartwig: Das war's.

Moritz Hofmann: Also ich habe noch nicht all meinen Urlaub genommen für dieses Jahr.

Tim Uhlott: Nee, nee.

Moritz Hofmann: Wollte ich euch nur mal so anbieten, schmackhaft machen.

Tim Uhlott: Ich würde gerne langsam zum Ende kommen.

Tim Uhlott: Deswegen hätte ich vielleicht mal so eine kleine Abschluss-Schätzfrage für euch so ein bisschen, wenn wir nochmal zum Thema erfolgreiche Unternehmen kommen wollen.

Tim Uhlott: Ist ja vielleicht auch interessant, sich anzugucken, wie viele Unicorns es gibt.

Tim Uhlott: Ich finde, so ein Unicorn kann man schon als schnell erfolgreiches Unternehmen bezeichnen.

Tim Uhlott: Was glaubt ihr denn, wie viele Unicorns es in den USA gibt?

Kai Ole Hartwig: Magst du nochmal Unicorn kurz definieren?

Kai Ole Hartwig: Unicorn ist ja nicht mein favorisiertes Unternehmensmodell.

Tim Uhlott: Das habe ich gerade auch nicht mehr ganz im Kopf.

Tim Uhlott: Wenn du in einer gewissen Zeit irgendwie x Millionen irgendwie... Ich habe es auch gar nicht mehr ganz im Kopf.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau, so.

Kai Ole Hartwig: Okay.

Kai Ole Hartwig: In den USA.

Kai Ole Hartwig: Insgesamt oder pro Einwohner oder was ist die...

Tim Uhlott: Ja, insgesamt.

Moritz Hofmann: Kann ich verstehen, dass das schwer zu beantworten ist.

Moritz Hofmann: Ich weiß nicht mal, wie viele Leute in den USA wohnen.

Kai Ole Hartwig: ich weiß nicht mal wie viele unicorn und wie viele unicorns das insgesamt auf der welt gibt es eine frage für meine tochter so ich sag 100 keine ahnung

Tim Uhlott: 4 bis 500 Millionen irgendwie so.

Tim Uhlott: Okay, haben wir.

Tim Uhlott: Okay, Moritz.

Moritz Hofmann: Dann sage ich 1000.

Tim Uhlott: Ah, guck mal, Moritz ist näher dran.

Tim Uhlott: Also in den USA gibt es ungefähr 940 Unicorns im Moment.

Tim Uhlott: Was glaubt ihr, wie viele in Deutschland?

Moritz Hofmann: Weniger. 25.

Tim Uhlott: Ja, aber wie viel weniger?

Kai Ole Hartwig: Ich sage 50.

Tim Uhlott: Das sind so ungefähr so 35 Stück so ungefähr.

Tim Uhlott: Also im Verhältnis zu USA gar nicht so viel.

Tim Uhlott: Aber ich finde, man muss ja ein bisschen mehr, kann ich mit Deutschland USA mal vergleichen, weil es ist natürlich eine komplett andere Bevölkerungsgröße.

Tim Uhlott: Was glaubt ihr denn?

Tim Uhlott: wie viele Unicorns es in ganz Europa gibt.

Tim Uhlott: Ist ja so ein bisschen vergleichbar mit der Bevölkerungsgröße.

Kai Ole Hartwig: Wir hatten letztens ja sehr große Finanzierungsrunden, die durch die Medien gegangen sind.

Kai Ole Hartwig: Ich sage mal 150.

Tim Uhlott: Moritz?

Tim Uhlott: Okay, es sind so ungefähr so 200.

Tim Uhlott: Aber trotzdem, weniger als, trotzdem noch viermal mehr in den USA.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: bewerten.

Kai Ole Hartwig: Gut, also Aufgabe bis nächste Woche, viermal mehr Unicorns gründen.

Tim Uhlott: So, easy, machen wir alle.

Kai Ole Hartwig: Easy.

Tim Uhlott: Ja, aber ich fand, das war heute auf jeden Fall eine spannende Diskussion, auf jeden Fall.

Tim Uhlott: Und wir müssen vielleicht mal ein paar Punkte finden, deswegen es vielleicht doch lohnt, in Deutschland zu gründen und nicht abzuhauen.

Kai Ole Hartwig: Die Flugtaxis sind auch nicht gekommen, die da sein sollten.

Tim Uhlott: Mist, die werden auch nur in Bayern kommen.

Moritz Hofmann: Liebe Politiker, lieber Bundeskanzler, also wenn irgendjemand zuhört, dann wisst ihr Bescheid.

Tim Uhlott: Stimmt.

Moritz Hofmann: Inspiration habt ihr jetzt.

Tim Uhlott: Okay, dann...

Kai Ole Hartwig: Ja, ich komme mir schon vor wie so ein Fenstergäntner hier.

Kai Ole Hartwig: Ciao.

Tim Uhlott: Dann lasst uns mal unsere kleine Diskussionsrunde hier beenden.

Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt.

Tim Uhlott: Dann haben wir uns nächste Woche wieder.

Moritz Hofmann: Bis dann.

Tim Uhlott: Bis dann.

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