Transcript
Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge No Bullshit Farne.
Tim Uhlott: Wie immer mit Ole, Moritz und mir.
Tim Uhlott: Ich bin Tim und heute wollen wir uns nochmal weiter dem Thema widmen, welches EU-Land könnte das Beste zum Gründen sein.
Tim Uhlott: Die letzten Male haben uns darüber ein bisschen unterhalten, warum sich viele Unternehmen ja
Tim Uhlott: in die USA auswandern, also ganz besondere vielleicht auch Silicon Valley und was es vielleicht für Silicon Valley Alternativen auch weltweit geben kann.
Tim Uhlott: Aber heute wollen wir uns noch ein bisschen weiter auf die EU so ein bisschen weiter fokussieren.
Kai Ole Hartwig: Also ein bisschen zurück in die Heimat, nachdem ich ja letztes Mal, oder sagen wir heimatnah, nachdem ich ja letztes Mal so böse war und gesagt habe, Deutschland, alles ist voll doof.
Moritz Hofmann: Vielen Dank.
Kai Ole Hartwig: Aber ich wette mit euch, ihr werdet nicht, also ich habe eine Top 10 mitgebracht.
Tim Uhlott: Du hast den Top Ten gemacht.
Kai Ole Hartwig: Ich habe eine Top 10 mitgebracht und ich wette, ihr werdet falsch liegen mit dem, was ihr annimmt, wer da draufsteht.
Tim Uhlott: Okay.
Tim Uhlott: Okay, dann bin ich mal gespannt.
Tim Uhlott: Dann fangen wir mal mit dem letzten Platz vielleicht an, sonst Ole.
Tim Uhlott: Das dann vielleicht... Ja, ja, deswegen.
Kai Ole Hartwig: Ja, sonst ist ja die Überraschung weg, ne?
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Ja, so.
Kai Ole Hartwig: Also, mein Platz 10 ist Polen geworden.
Kai Ole Hartwig: Tja, Tja, Tja, also, ich fange mal mit den Problemen an von Polen.
Tim Uhlott: Wieso?
Tim Uhlott: Wie kommt es auf Polen?
Kai Ole Hartwig: Das Hauptproblem sehe ich bei Polen ist das Ökosystem und...
Tim Uhlott: Okay.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: das Risikokapitalzeug, das ist einfach noch nicht so ausgereift.
Kai Ole Hartwig: Das ist einfach im Aufbau.
Kai Ole Hartwig: War aber, ja, Risikokapital war erst mal 2024 über eine Milliarde Euro.
Kai Ole Hartwig: Also, finde ich für Top 10 gar nicht schlecht.
Kai Ole Hartwig: Was halt geil ist.
Kai Ole Hartwig: Und das ist jetzt so, ich meine, die ganzen osteuropäischen Länder hatten ja in den letzten Jahren so krasse Aufholeffekte.
Kai Ole Hartwig: was Lohn, Gehaltsentwicklung und so weiter angeht durch die EU-Ausweiterung.
Kai Ole Hartwig: Aber die Betriebskosten, mit denen man rechnen kann, sind immer noch so 50 bis 70 Prozent unter denen der westeuropäischen Länder.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Also sprich, eigentlich, es gibt...
Kai Ole Hartwig: Risikokapitalstrukturen, die wachsen auch, aber es ist, dieses ganze Ökosystem Startup-Zeug ist einfach noch im Aufbau.
Kai Ole Hartwig: Dafür hat man halt die niedrigeren Kosten, so ein bisschen.
Kai Ole Hartwig: Die Betriebskosten sind einfach günstiger.
Kai Ole Hartwig: Moritz schaust schon so, ne, da würde ich niemals hingehen.
Moritz Hofmann: Ich hatte nicht verstanden, welches Land ist das jetzt, wovon du redest?
Moritz Hofmann: Polen, okay.
Kai Ole Hartwig: Polen.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Polen auf Platz 10 bei Rüder.
Tim Uhlott: Ja, okay, spannend.
Tim Uhlott: Ja, Platz 9.
Tim Uhlott: Okay.
Tim Uhlott: Äh,
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: Also es gibt auch Startups, die man kennen könnte.
Kai Ole Hartwig: Inpost.
Kai Ole Hartwig: Ich denke Docplaner eher.
Kai Ole Hartwig: So, das ist meine Nummer 10.
Kai Ole Hartwig: Was haltet ihr denn von der?
Tim Uhlott: Der ist auf jeden Fall spannend.
Tim Uhlott: Ich finde so manchmal unterschätzt man so ein bisschen die osteuropäischen Länder so ein bisschen.
Tim Uhlott: Ich hätte auch mal ein bisschen weiter rum geguckt und zum Beispiel Estland sticht ja auch einfach ultra heraus, was ich auch gar nicht gedacht hätte, weil es ist halt so ein mini kleines Land ja irgendwie und da kommen halt trotzdem irgendwie riesen Firmen her, die irgendwie jeder kennt.
Tim Uhlott: Zum Beispiel Skype, ne?
Tim Uhlott: Kennt ihr da?
Tim Uhlott: Dann gibt es noch Wise oder Bold oder Pipedrive halt, auch richtig großen bekannt.
Kai Ole Hartwig: Ja, übrigens Platz 4 bei mir.
Tim Uhlott: Und das hätte man irgendwie gar nicht erwartet, finde ich.
Tim Uhlott: Ah, okay.
Kai Ole Hartwig: Also ich finde, Estland und so, das sind ja die baltischen Staaten.
Kai Ole Hartwig: Ich finde, das ist nochmal eine komplett eigene Kategorie.
Kai Ole Hartwig: Ja klar, das liegt auch im Osten der EU, richtig.
Tim Uhlott: Ja, ja, von uns aus.
Kai Ole Hartwig: Aber die baltischen Staaten, finde ich, sind nochmal ganz eigen.
Kai Ole Hartwig: in ihrer ganzen Dynamik und auch im Ausbau, ja, gerade Estland ist ja so krass digital unterwegs, das ist halt einfach, also das ist von der Infrastruktur und auch der Frühphasenfinanzierung mit keinem anderen EU-Land vergleichbar.
Kai Ole Hartwig: Also mein Tipp, wenn du Frühphasenfinanzierung willst und möglichst digitale Prozesse, Estland, auch wenn die insgesamt bei mir nur, nur auf Platz 4 gelandet sind,
Tim Uhlott: Was ich mir auch richtig gut vorstellen kann, weil dadurch, dass du in Estland hast ja nicht so eine riesen Bevölkerung, du musst ja trotzdem viele Kunden erreichen, ich kann mir vorstellen, dass viele, die halt da ihre Startups gründen, direkt auch ein bisschen intentionaler einfach denken.
Tim Uhlott: Das heißt, du hast dann ein paar Leutchen, die du in Estland vielleicht erreichen kannst, aber
Tim Uhlott: Das reicht halt vielleicht nicht aus, ne, für deinen Son, Tam, wie auch immer, je nachdem, wie weit du denkst, denken die vielleicht auch schon größer, internationaler.
Tim Uhlott: Das kann vielleicht auch ein Vorteil sein.
Kai Ole Hartwig: Ja, genau.
Kai Ole Hartwig: Und wenn man mal halt, Graffurt, Estland hat halt ein paar ganz spannende Vorteile, finde ich.
Kai Ole Hartwig: Zum einen relativ viel risikokapital finanzierte Startups pro Million Einwohner, nämlich 615.
Kai Ole Hartwig: Laut EU der höchste, also EU-Kommission der höchste Wert der EU.
Tim Uhlott: Krass.
Kai Ole Hartwig: Und gleichzeitig, ich weiß, es gibt da Verschiebungen, es gibt Pläne, das zu ändern, aber auf testogiertes Kapital 0% steuern.
Kai Ole Hartwig: Du steuerst erst, wenn du das Kapital ausschüttest.
Kai Ole Hartwig: ist auch so eine Besonderheit.
Kai Ole Hartwig: Ich weiß, Sie wollten das mal ändern, dass es zwei oder sechs oder so Prozent auf auch eingehaltene Gewinne Steuern geben soll.
Kai Ole Hartwig: Ich weiß gar nicht, wie weit das jetzt vorangeschritten ist, aber halt mega spannend, wenn man sich halt überlegt, dass man wachsen möchte und gerade frisch gründet, dann hat man ja eh ständig Kapitalbedarf da drin und wenn man auf das Kapital, was man halt im Unternehmen lässt, keine Steuern zahlen muss, finde ich, ist das ein riesen Anschubsding.
Tim Uhlott: schon nett.
Tim Uhlott: Kannst du halt investieren.
Moritz Hofmann: Allerdings habe ich gelesen, das hat mir das nämlich auch angeschaut.
Moritz Hofmann: Wenn ich jetzt zum Beispiel mit E-Residency in Estland was gründe, obwohl ich eigentlich in Deutschland ansässig bin,
Moritz Hofmann: dann bringt der 0% Vorteil auf gar nichts.
Moritz Hofmann: Und stattdessen hast du halt doppelte Compliance.
Moritz Hofmann: Du musst einmal in Deutschland, einmal in Estland die Sachen angeben.
Moritz Hofmann: Genau.
Moritz Hofmann: Und also...
Kai Ole Hartwig: die Interpretation des deutschen Finanzamtes, wo dein Geschäft sitzt, das Problem hast du bisher immer in der EU.
Kai Ole Hartwig: Also das hast du auch weltweit.
Kai Ole Hartwig: Wenn das sobald quasi die Geschäftsführung in Deutschland liegt, hast du diesen Nachteil immer.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Das ist jetzt nicht Estland-spezifisch.
Kai Ole Hartwig: Du musst halt dann eine gewisse Zeit deines Lebens in Estland verbringen oder
Kai Ole Hartwig: Du musst dir halt dort vor Ort jemanden suchen, der die Geschäfte führt und du bist da nur beteiligt oder dann auch irgendwie angestellt, aber steuerst das Ganze nicht.
Kai Ole Hartwig: Aber das sind ja alles so, ich sag mal, Gestaltungsmaßnahmen,
Tim Uhlott: Ich würde halt sagen, wir gehen einfach von der Annahme aus, dass einfach
Kai Ole Hartwig: die du aktuell für jedes Land treffen musst.
Kai Ole Hartwig: Also das ist egal, ob Polen, Spanien, Dänemark oder sonst wo.
Kai Ole Hartwig: Solange deine Geschäftsführung quasi hier in Deutschland liegt, bringen dir diese Vorteile nicht unbedingt etwas.
Moritz Hofmann: Genau, und für mich heißt das, dass ein Großteil der Vorteile einfach nur verpufft.
Tim Uhlott: alle Voraussetzungen gelten und du theoretisch vielleicht dann nach Island ausgewandert wärst oder vielleicht jemanden hast, der da vielleicht das gründet.
Tim Uhlott: Ich würde sagen, das ist so ein bisschen die Voraussetzung, von der wir ausgehen sollen, oder?
Tim Uhlott: Also uns kannst du ja immer sagen... Ja, nochmal zurück zu den Kapitalertragsteuern, was du gerade gesagt hattest, Ole.
Kai Ole Hartwig: Sonst ist nie ein Land so geil wie Deutschland und Deutschland... Ja, dazu habe ich nicht so richtig konkrete Sachen auf den offiziellen Seiten gefunden.
Tim Uhlott: Ist das nicht so, dass es mittlerweile diese Mindeststeuer schon irgendwie gibt?
Tim Uhlott: Ja, das... Ja.
Tim Uhlott: Ähnlich.
Tim Uhlott: Hm.
Kai Ole Hartwig: Ich weiß, das wurde letztes Jahr auch sehr intensiv behandelt und sehr intensiv geschrieben.
Kai Ole Hartwig: So richtig offizielle Angaben habe ich jetzt bei Estland dazu nicht gefunden.
Kai Ole Hartwig: Der Vorteil ist trotzdem weiter, du kannst halt super schnell gründen.
Kai Ole Hartwig: Es gibt viel Kapital irgendwie, Risikokapital.
Kai Ole Hartwig: Und auf der anderen Seite, ich finde, die Nachbarschaft, die da entstanden ist und dann größer geworden ist, ist eigentlich ganz beeindruckend.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Kai Ole Hartwig: Also da, das muss man ja auch so sehen, wenn man sich anschaut, wer daraus hervorgegangen ist für die Größe und auch dafür, dass Estland ja erst relativ kurz, ähnlich wie Polen, Zugang zum europäischen Binnenmarkt hat, in der Form, mega Möglichkeiten einfach, ja.
Kai Ole Hartwig: Mega schnell gewachsen, mega aufgebaut.
Kai Ole Hartwig: Gerüchten zufolge soll auch die Partykultur gut sein, also von daher.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht ein Zusatzfaktor.
Tim Uhlott: Ja, man, da müssen wir vielleicht mal ein paar Tage jünger sein.
Kai Ole Hartwig: Du bist ein paar Tage jünger als ich.
Tim Uhlott: Mit 30 ist das nicht mehr so.
Kai Ole Hartwig: Oh Mann.
Tim Uhlott: Ach, aber 33, 34, ach ja.
Tim Uhlott: Ja, was ich mir auch ganz gut vorstellen kann, wie gesagt, das ist relativ viel digital, das ist relativ günstig.
Tim Uhlott: frage ich mich, diese neue EU-Ink, über die ihr heute die ganze Zeit diskutiert, beziehungsweise die dieses Jahr auch ein bisschen in den Raum kam, ob vielleicht ISN halt auch ein bisschen als Vorlage dient.
Tim Uhlott: Da ist es ja auch möglich, dass du von 15 bis 60 Minuten so im Schnitt ja digital, einfach online, einfach der Unternehmen registrieren kannst, kostet dann, okay, dann ist dann noch 265 Euro, die EU-Ink soll ja unter 100 kosten, aber
Kai Ole Hartwig: Ja, plus du musst erst die E-Residency haben, die dauert tatsächlich verhältnismäßig lange zu bekommen.
Kai Ole Hartwig: Also im Vergleich zur Gründung dann.
Kai Ole Hartwig: Für deutsche Verhältnisse ist es immer noch alles grasend schnell und grasend günstig.
Kai Ole Hartwig: Ich glaube, E-Residency kostet aktuell 70 Euro, wenn ich richtig im Kopf habe.
Kai Ole Hartwig: Kannst du dir in Frankfurt zum Beispiel einsammeln, also...
Moritz Hofmann: Wisst ihr denn vielleicht, wie viel es bringt, jetzt zum Beispiel in einem Estland zu gründen, wo so viel mehr Risikokapital zur Verfügung steht?
Moritz Hofmann: Also gibt es darüber irgendwelche, habt ihr darüber was gelesen?
Moritz Hofmann: Also wie viel sicherer ist denn dein Erfolg oder wie erfolgreich du wirst, wenn du jetzt in einem anderen Land gründest, als dem, wo du selber herkommst?
Kai Ole Hartwig: Ich glaube, dazu gibt es keine Statistiken.
Kai Ole Hartwig: Aber ich finde, 615 risikokapitalfinanzierte Unternehmen pro eine Million Einwohner ist eine deutliche Sprache.
Kai Ole Hartwig: EU.
Moritz Hofmann: Ja.
Kai Ole Hartwig: Es gibt Länder, und deswegen sage ich ja, Estland ist bei mir nur auf Platz 4.
Kai Ole Hartwig: Es gibt da noch Länder, drei Stück, die deutlich besser sind im Ökosystem.
Tim Uhlott: Aber wir sind ja ein bisschen vorgesprintet.
Tim Uhlott: Sorry, dass ich das reingeworfen habe.
Tim Uhlott: Du hattest noch deinen Platz.
Tim Uhlott: Platz 9.
Tim Uhlott: Oder vielleicht machen wir erstmal damit weiter.
Tim Uhlott: Ja, ja, warum nicht?
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Tapas.
Kai Ole Hartwig: Jetzt gehen wir nach meiner Top 10 durch.
Kai Ole Hartwig: Auf 9.
Kai Ole Hartwig: Espanja.
Kai Ole Hartwig: Also klare Favoriten.
Kai Ole Hartwig: Es gibt Paella.
Kai Ole Hartwig: Es gibt Sangria.
Kai Ole Hartwig: Tapas.
Tim Uhlott: Okay.
Kai Ole Hartwig: Der Tagesablauf ist entspannter als bei uns.
Kai Ole Hartwig: Und wenn wir auf die harten Fakten schauen, Bürokratie können die auch wirklich.
Kai Ole Hartwig: Also das ist nicht so geil, wenn man außerhalb der Startup-Bubble ist, dann ist die Bürokratie in Spanien schlimm.
Kai Ole Hartwig: Aber für die Startups mit Sondervergünstigungen und mit Stockoptions etc.
Kai Ole Hartwig: ist gerade Barcelona extrem attraktiv.
Tim Uhlott: Ah, ist ja eine wunderschöne Stadt.
Kai Ole Hartwig: Barcelona ist so ein Magnet in Spanien, verstehe ich auch.
Kai Ole Hartwig: Also ich meine, wer möchte nach Salamanca oder so, oder das ist nicht so geil wie Barcelona.
Kai Ole Hartwig: Also Barcelona verstehe ich, völlig gute Entscheidung dahin zu gehen.
Kai Ole Hartwig: daher.
Kai Ole Hartwig: Ich glaube, die anderen kennt man hier auch wieder nicht, die kennt man ja im Spanischsprachigen kaum, aber so.
Kai Ole Hartwig: Und wie gesagt, es gibt halt
Tim Uhlott: Warte, ist das kein Startup?
Tim Uhlott: Aber kommt Zara nicht aus Spanien?
Tim Uhlott: Oder ist Portugal?
Kai Ole Hartwig: Oh, zack, habe ich gar nicht auf meiner Liste.
Tim Uhlott: Okay, es ist auch kein Startup.
Kai Ole Hartwig: Aber ja, so.
Kai Ole Hartwig: Also viele weiche Faktoren finde ich für Spanien.
Kai Ole Hartwig: Im Winter ist das Wetter besser als hier.
Tim Uhlott: Das stimmt auch.
Tim Uhlott: Die haben wahrscheinlich mehr Klimaanlagen als wir jeweils.
Tim Uhlott: Für den Sommer.
Kai Ole Hartwig: Ja, für den Sommer.
Kai Ole Hartwig: Kann es ja auch im Sommer woanders hingehen.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht als Wintersitz für die Firma.
Tim Uhlott: Ah, so, zwei Sitze.
Tim Uhlott: Dann nach Estland im Sommer.
Tim Uhlott: Oder noch ein bisschen nördlicher.
Kai Ole Hartwig: Ja, weiß ich nicht, vielleicht auch in ein anderes Land.
Kai Ole Hartwig: Ich habe ja noch mal einen Top-Einser irgendwo rumfliegen.
Tim Uhlott: Okay, okay.
Kai Ole Hartwig: Moritz ist schon wieder so, nee, Spanien, nee, bloß nicht.
Kai Ole Hartwig: Sehe ich schon.
Kai Ole Hartwig: Die verschenkten Arme so, nee.
Moritz Hofmann: Ich weiß nicht.
Moritz Hofmann: Habt ihr überhaupt schon mal im Ausland gelebt?
Moritz Hofmann: Das sind so die beiden so, oh, ja, ja, das wird so geil, wenn wir in Spanien sind.
Tim Uhlott: Nee.
Kai Ole Hartwig: Definieren...
Tim Uhlott: Leider nicht.
Kai Ole Hartwig: definiere gelebt, also gewisse Zeit, so, das ist ja auch, ja, ich war schon gewisse Zeit im Ausland, ausreichend, aber nicht in der Form von Unternehmensgründung oder machen, ich sage ja nicht, ey, das ist viel geiler da, aber ich sage, das sind die Chancen und es gibt die Programme und die Kultur ist da so, dass du ein Startup, mit einem Startup, eine krasse Vergünstigung hast, so,
Moritz Hofmann: Ja, mindestens ein Jahr oder mindestens sechs Monate im Ausland gelebt.
Moritz Hofmann: Ja, da soll ich nichts kriegen.
Moritz Hofmann: Stimmt.
Kai Ole Hartwig: Also jetzt mal, überleg mal, Berlin versus Barcelona.
Tim Uhlott: Ich persönlich mag Berlin ganz gerne.
Tim Uhlott: Also ich bin häufig in Berlin und wenn du öfter mal da warst und nicht diese ganzen Standard-Tourisachen immer nur machst oder vielleicht in Standard-Touriregionen bist, ist es eigentlich eine ganz coole Stadt.
Tim Uhlott: Für mich persönlich.
Kai Ole Hartwig: Ja, aber überleg doch mal, also Strand versus Bundeskanzleramt.
Tim Uhlott: Eindeutig, eindeutig Bundeskanzleramt und diese Wiese davor.
Kai Ole Hartwig: als Feierabendprogramm.
Kai Ole Hartwig: So ein Klappstuhl, so ein Spiegel und dann... Okay.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: Dann erst mal möchte ich ein Foto davon.
Tim Uhlott: Super.
Kai Ole Hartwig: Ja, perfekt, perfekt.
Kai Ole Hartwig: Dänemark.
Tim Uhlott: ja vielleicht sind wir im september das wir da schickte oder okay okay spanien schweiz schon mal platz 9 was haben auf acht dänemark heißt kann ich hin
Kai Ole Hartwig: Was kommt daher?
Kai Ole Hartwig: Pleo, Trustpilot, Templify, ich glaube, das kennt man hier wieder nicht, aber so, Pleo, krasses Ding, Unicorn-Startup mit 1,7 Milliarden Dollar
Kai Ole Hartwig: Krass gut in Biotech und Fintech-Setups.
Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich, da ist jetzt auch, ähm,
Kai Ole Hartwig: sehr auf Kopenhagen bezogen, die Startup-Szene, also jetzt im ländlich-touristischen Gebiet wirst du jetzt nicht die krassen Startups finden.
Kai Ole Hartwig: Hast auch hohe Kosten, der Markt ist relativ klein, deswegen du musst immer international denken, wenn man mal Grönland außen vor lässt, also da wirst du auch nicht mit so einem Startup-Groß viele Leute finden, da hast du noch viel Fläche.
Kai Ole Hartwig: Also heißt,
Kai Ole Hartwig: gibt ein paar interessante Sachen da.
Kai Ole Hartwig: Es gibt auch aus der Security Bubble da ein paar interessante Unternehmen.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Und, ähm, ja, wenn ich jetzt sage, so mal die anderen Faktoren, wenn man sich überlegt, nach Dänemark auszuwandern, Schulsystem ist spannend.
Kai Ole Hartwig: Ganz anders geprägt als hier in Deutschland.
Kai Ole Hartwig: Sehr viel skandinavischer alles.
Kai Ole Hartwig: Und, ähm,
Kai Ole Hartwig: Misstrauen.
Kai Ole Hartwig: Wir haben nur eine kleine Anekdote dazu.
Kai Ole Hartwig: Leihfahrräder werden da ohne Schlösser geliefert.
Kai Ole Hartwig: Weil die eh keinen Menschen mit... Also, so, ja?
Kai Ole Hartwig: Also, du brauchst kein Schloss für dein Fahrrad.
Kai Ole Hartwig: Okay, die Kriminalitätsstatistik sagt auch, in Dänemark werden die meisten Kinderwagen geklaut.
Kai Ole Hartwig: In der EU.
Kai Ole Hartwig: Das liegt aber auch wieder daran, dass die Dinge einfach überall rumstehen.
Tim Uhlott: Ja, dann kommen wir nach Münster.
Tim Uhlott: Da lässt sein Fahrrad nur fünf Sekunden mit Schlosses auf weg.
Kai Ole Hartwig: Ja, mit Schloss.
Tim Uhlott: Außer es sieht aus, als wäre es 100 Jahre alt und wo auch immer schon durchgezogen worden.
Tim Uhlott: Dann bleibt es für leichter stehen.
Tim Uhlott: Ansonsten musst du aufpassen.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: Und noch am Rande, also Dänemark wirbt auch sehr krass aktiv um Fachkräfte aus Deutschland.
Kai Ole Hartwig: Auch gerade in der Tech-Branche.
Kai Ole Hartwig: Nur Autos da kaufen, ist teuer.
Kai Ole Hartwig: kaufen.
Kai Ole Hartwig: Und ansonsten noch eine Warnung vor Dänemark.
Kai Ole Hartwig: Alkohol ist ja wie in allen skandinavischen Ländern unfassbar teuer.
Kai Ole Hartwig: Wenn man sich das überlegt.
Kai Ole Hartwig: Ach und man darf nicht süßigkeitsüchtig sein.
Tim Uhlott: Warum?
Kai Ole Hartwig: Auch Zucker wird da extrem krass besteuert.
Tim Uhlott: Okay, auch vernünftig eigentlich.
Kai Ole Hartwig: Aber die mischen auch in alles Zucker rein.
Tim Uhlott: Achso, sind... Ich wollte gerade sagen, wenn du nicht ein Bierchen trinkst, dann trinkst du halt ein Angie-Drink.
Kai Ole Hartwig: Das ist nicht so, dass du jetzt irgendwie was bekommst ohne Zucker.
Kai Ole Hartwig: Zuckerfrei.
Kai Ole Hartwig: Zuckerfrei.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Aber da ist ja auch wieder Zucker drin.
Tim Uhlott: Ja, Zuckerfresch und das wird ja günstiger.
Tim Uhlott: Ja, okay, spannend.
Tim Uhlott: Ja, ja, ja, Dänemark.
Tim Uhlott: Ähm...
Tim Uhlott: Weißt du, wie es mit der Bürokratie oder Steuern da so ein bisschen ist, im Vergleich zu Deutschland?
Kai Ole Hartwig: Oh, das habe ich tatsächlich gar nicht nachgeschaut.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Ich weiß, dass Dänemark hohe Steuern hat, aber Bürokratie eigentlich ganz gechillt ist.
Kai Ole Hartwig: Ähm, warte mal, habe ich das irgendwo tatsächlich in meiner Liste?
Kai Ole Hartwig: Ne, da Steuern habe ich jetzt.
Kai Ole Hartwig: Ne, ne, wenn man nach Steuern sortiert wäre, mein Favorit auch ein völlig anderer nachher, aber
Tim Uhlott: Okay.
Kai Ole Hartwig: Ja, ich habe das Gesamtpaket bewertet.
Tim Uhlott: Okay.
Tim Uhlott: Platz sieben von Denemark.
Tim Uhlott: Wo geht es hin?
Kai Ole Hartwig: Nach Litauen.
Tim Uhlott: Nach Litauen.
Tim Uhlott: Okay, ja.
Kai Ole Hartwig: So.
Kai Ole Hartwig: an.
Kai Ole Hartwig: Jüngeres Ökosystem, klar.
Kai Ole Hartwig: EU-Osterweiterung, das gleiche wie Estland, ne?
Kai Ole Hartwig: sind in den baltischen Staaten, aber du hast auch ein Talentpool-Problem, nämlich du hast weniger Seniorität in deinem Talentpool.
Kai Ole Hartwig: Trotzdem, es gibt also Startups wie Vinted oder Nord Security mit NordVPN, die daherkommen.
Tim Uhlott: Ah, krass, ja.
Tim Uhlott: Geht man auch.
Tim Uhlott: Das ist nett.
Tim Uhlott: Was meinst du mit EMI?
Kai Ole Hartwig: Bis 300.000 Euro Umsatz zahlst du nur eine Mikrounternehmenssteuer von 6%.
Kai Ole Hartwig: EU.
Kai Ole Hartwig: Ihr müsst das schon nachgeschaut haben.
Kai Ole Hartwig: Ich weiß, haut das sehr raus?
Moritz Hofmann: da liest er ohne die im jahr vor niemand weiß was ich finde hier
Kai Ole Hartwig: Ja, perfekt, ne?
Kai Ole Hartwig: Vorbereitung.
Kai Ole Hartwig: Was ist die Vorbereitung hier heute?
Kai Ole Hartwig: Ich meine, Moritz ist ja heute so, ihr habt ja ja noch nie und was und überhaupt.
Moritz Hofmann: wenn wir entscheiden wollen, welches das beste Land zu gründen ist, man muss auch davon ausgegangen werden, wo man selber herkommt, was in der Umgebung ist.
Kai Ole Hartwig: Ich habe er weg.
Moritz Hofmann: Mein Top-Favorit ist zum Beispiel Holland.
Moritz Hofmann: Da muss ich eine Stunde hinfahren, dann kann ich da an der Grenze mir was aufmachen und dann kann ich da wirklich, ohne meine eigenen Kontakte oder meinen eigenen Social Circle zu verlieren, langfristig da bleiben.
Moritz Hofmann: Das wäre gar kein Problem.
Moritz Hofmann: Aber mal eben wo ganz anders hinzueinander, jahrelang mit meinen Mitgründern da zu bleiben, das ist schon...
Moritz Hofmann: Habe ich, finde ich.
Moritz Hofmann: Aber auch ein halbes Jahr da sein, dann bleibe ich lieber ganz da, ganz ehrlich.
Kai Ole Hartwig: Aber musst du ja gar nicht, du musst ja nur eine gewisse Mindestanzahl da sein.
Kai Ole Hartwig: Anyway, das sind E-Geld-Lizenzen oder Institute.
Kai Ole Hartwig: Also quasi digitale Banklizenzen oder sowas in der Richtung.
Kai Ole Hartwig: Das ist jetzt nicht der Sektor, in dem ich unterwegs bin.
Tim Uhlott: Okay.
Kai Ole Hartwig: Aber ja, natürlich, Holland ist oder Niederlande sind total spannend.
Tim Uhlott: Okay.
Tim Uhlott: Ist wahrscheinlich auch noch deine Liste dabei.
Kai Ole Hartwig: Keine Angst.
Tim Uhlott: Ja, okay.
Kai Ole Hartwig: Ja, tatsächlich.
Kai Ole Hartwig: Selbstverständlich, weil sie sind nah dran.
Kai Ole Hartwig: Ich sage jetzt ja nicht, dass ich jetzt nach Litauen auswandere.
Kai Ole Hartwig: Dafür fehlt halt auch das Russisch komplett, um da mit anderen Leuten zu kommunizieren unter Umständen.
Kai Ole Hartwig: Das ist ja in den baltischen Staaten halt immer noch ganz krass verankert.
Tim Uhlott: Ja, und ich finde, wir müssen ja nicht so sehr darauf achten, ob wir jetzt da einen auswandern würden, sondern vielleicht, was die Länder selber und vielleicht die Menschen, die da halt wohnen, genau da auch für Vorteile haben, wenn du da herkommst.
Kai Ole Hartwig: So.
Moritz Hofmann: Was sie so bieten, ne?
Moritz Hofmann: ja.
Kai Ole Hartwig: Ja, so.
Kai Ole Hartwig: Also für einen persönlich ist die Liste wahrscheinlich nochmal eine komplett andere.
Tim Uhlott: So.
Kai Ole Hartwig: Da wird man ja Sachen ganz anders gewichten, ne?
Moritz Hofmann: Ich finde nur, wenn wir zum Beispiel Estland nehmen, dann Estland, da geht es ja weniger um die Leute, die da leben, die dann gründen wollen, sondern mehr um die Leute, die aus dem Ausland dahin gehen.
Kai Ole Hartwig: ja, der Zugang zu Kapital, zu Wissen und zu Netzwerk.
Kai Ole Hartwig: Das ist das für, also, ne, für mich ist das ja komplett raus, das passt ja nicht, dass ich jetzt mal spontan dahin umziehe.
Tim Uhlott: Mhm.
Moritz Hofmann: Stimmt.
Kai Ole Hartwig: So, ja, aber
Moritz Hofmann: Was würde für dich denn in Frage kommen, in deiner Situation?
Moritz Hofmann: Das würde mich auch interessieren.
Moritz Hofmann: Statt nur die Top Ten der Liste durchzugehen, die ich auch eben bei Google abrufen kann.
Moritz Hofmann: Nein.
Kai Ole Hartwig: Kannst du die bei Google abrufen?
Kai Ole Hartwig: Meine gewichtete Liste, dann habe ich mehr Einfluss mit meinem Blog, als ich dachte.
Moritz Hofmann: Nein, ich warte jetzt nicht deine Liste, sondern einfach die Vorteile, die ein Land bietet, wenn man da gründet.
Kai Ole Hartwig: Ja, lass uns erstmal die Top Ten durchgehen, dann kann ich auch meine krass sicherlich beeinflusste Meinung dazu abgeben, wo ich nochmal was gründen kann.
Moritz Hofmann: Das ist ja... Okay, okay.
Moritz Hofmann: Bin gespannt.
Moritz Hofmann: Okay, mach weiter.
Kai Ole Hartwig: Naja, so.
Tim Uhlott: Litauen waren schon, genau.
Tim Uhlott: Finnland, ja.
Tim Uhlott: Auch schön.
Tim Uhlott: Hm.
Kai Ole Hartwig: Wir waren bei Dänemark, ne?
Kai Ole Hartwig: Nein, Litauen hatten wir schon.
Kai Ole Hartwig: Ja, wir bleiben in der Region Finnland.
Kai Ole Hartwig: So, kleiner Markt ist ja ein großer Nachteil.
Kai Ole Hartwig: her.
Kai Ole Hartwig: So, Supercell, weiß ich nicht.
Kai Ole Hartwig: Kennt man wahrscheinlich auch nicht so extrem krass, aber Angry Birds.
Kai Ole Hartwig: So, Deep Tech Gaming Szene ist riesig.
Kai Ole Hartwig: Und es gibt krass hohe Investitionen in Research and Development und gleichzeitig eine hohe Anzahl an Patenten.
Kai Ole Hartwig: Also sprich, da findet Forschung und Innovation tatsächlich statt.
Kai Ole Hartwig: Ich weiß, Angry Birds ist jetzt so, ne?
Tim Uhlott: Ja, so ein Spiel macht auch schon viel Umsatz.
Kai Ole Hartwig: Was hat man da geforscht?
Kai Ole Hartwig: Aber...
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Die ganzen Spiele, einige von denen machen ja unglaublich viel Umsatz.
Tim Uhlott: Angry Birds oder Candy Crush oder sowas.
Kai Ole Hartwig: Ich darf davon gar nicht unterschätzen.
Tim Uhlott: Die machen ja Milliarden von Umsatz.
Kai Ole Hartwig: Ja, aber Candy Crush habe ich auch in meiner Liste kommt im Top-1-Land.
Tim Uhlott: Okay, okay.
Kai Ole Hartwig: Das Candy Crush ist nicht aus Finnland.
Tim Uhlott: Ach, kommt auch aus der EU.
Tim Uhlott: Okay.
Tim Uhlott: Ja, ich glaube, es gehört mittlerweile zu Electronic Arts oder sowas auch, das Spiel.
Tim Uhlott: Aber nochmal zu Finnland zurück, weil ich bin ja ein bisschen in der Gaming-Bronche.
Tim Uhlott: was ich ziemlich cool finde, in Finnland gibt es so ein paar Organisationen, die haben so kleine Dörfchen gebaut für so Game-Developer, wo du dich halt dann einfach hinsetzen kannst mit deinen Spieleideen und einfach mit ganz vielen anderen Spieleentwicklern an deinen Spielen arbeiten kannst.
Tim Uhlott: Das ist ziemlich cool, wie so ein Hackathon-Dialog.
Kai Ole Hartwig: Krass, das wusste ich zum Beispiel gar nicht.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Örtchen so ein bisschen.
Tim Uhlott: Das ist ziemlich cool.
Moritz Hofmann: Das finde ich, hört sich mega cool an.
Moritz Hofmann: Ich habe mir das früher mal vorgestellt, so ein Unternehmer-Village oder so, wo du einfach hingehen kannst und dann so...
Tim Uhlott: Naja, sowas in Richtung zum Gain-Vergänom-Bereich.
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Das ist ganz cool.
Tim Uhlott: Wir haben dann immer so richtig Programme da.
Tim Uhlott: Dann gibt's dann morgens irgendwie Yoga oder gehst du mit allen joggen oder sowas.
Tim Uhlott: Dann gibt's dann Kantinen.
Kai Ole Hartwig: Okay, bei diesem Yoga-Joggen-Ding bin ich schon raus.
Tim Uhlott: Schon ganz cool durchdacht.
Kai Ole Hartwig: Wenn ich mich da morgens schon so verrenke, dann ist der Tag schon gelaufen, weil ich mich ja nicht mehr bewegen kann.
Moritz Hofmann: Ole, wir beziehen uns doch noch gar nicht auf unsere eigene Erfahrung.
Kai Ole Hartwig: Ja, das muss ich aber als Gewichtung jetzt gerade reinbringen kurz.
Tim Uhlott: Das muss mir reichen, ja.
Moritz Hofmann: Okay, okay.
Moritz Hofmann: Okay.
Kai Ole Hartwig: Du sagst ja auch immer, oh, ihr habt da nicht gelebt.
Kai Ole Hartwig: Dann kann ich jetzt auch rummeckern, dass Yoga morgens ist.
Kai Ole Hartwig: Also Entschuldigung, ich brauche Yoga abends und danach dann bitte den Physiotherapeuten, der mich wieder einrenkt und zusammenbastelt über Nacht.
Kai Ole Hartwig: Morgens bitte mit einem sanften Latte Macchiato oder so in den Tag starten.
Kai Ole Hartwig: Rührei gereicht bekommen und mehr nicht.
Kai Ole Hartwig: Irgendwie sowas.
Kai Ole Hartwig: Also sportliche Aktivitäten bitte erst ab Nachmittags.
Moritz Hofmann: Aber wenn es auch so für normale so Unternehmer und sowas gibt, so Unternehmer Village, würde ich gerne mal probieren.
Tim Uhlott: Das gibt es bestimmt auch hundertprozentig irgendwo.
Moritz Hofmann: Hätte ich mal Bock drauf.
Kai Ole Hartwig: Ja, nicht in Deutschland.
Tim Uhlott: Weiß ich gar nicht.
Tim Uhlott: nachsuchen.
Tim Uhlott: Aber lass uns mit deiner Liste weitermachen.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: Ja, habe ich im Prinzip.
Kai Ole Hartwig: Deutschland, Platz 5.
Tim Uhlott: Deutschland Platz 5.
Tim Uhlott: Okay.
Kai Ole Hartwig: Ja, ich war gnädig zu Deutschland, ne?
Kai Ole Hartwig: Nach letzter Woche.
Tim Uhlott: Ja, ich wollte schon sagen, wie war die Bewertung nochmal?
Tim Uhlott: Was hast du gesagt, Moritz?
Tim Uhlott: 2,1 oder so?
Tim Uhlott: Von 10.
Tim Uhlott: Ohne Stimmung.
Kai Ole Hartwig: ne?
Kai Ole Hartwig: Pesonium, N26, Diepel, Helsing, Trade Republic, Zalando, Head of Fresh, alles aus Deutschland.
Tim Uhlott: Ach, Trade Republic kommt auch aus
Tim Uhlott: Sind die auch international unterwegs oder sind die nur in Deutschland bekannt?
Kai Ole Hartwig: Es gibt halt auch krass viel Förderprogramme.
Kai Ole Hartwig: Das darf man gar nicht unterschätzen.
Kai Ole Hartwig: Deutschland hat die krasse Bürokratie und es ist alles langsamer als in allen anderen Ländern der EU, laut Statistik.
Tim Uhlott: Ja, viele.
Kai Ole Hartwig: Nicht nur mein Gefühl ist so, alles ist scheiße.
Kai Ole Hartwig: Nein, laut Statistik ist es so scheiße.
Kai Ole Hartwig: Aber es gibt halt auch das dichteste Förderprogrammnetz.
Moritz Hofmann: Aber die richtigen Förderprogramme sind doch immer so, investier selber eine Million, dann geben wir dir auch 300.000.
Kai Ole Hartwig: Ja, nicht ganz.
Kai Ole Hartwig: Also bei Hochschulausgründung Exit-Gründerstipendium bis 150.000 Euro als Zuschuss, nicht zurückzahlbar.
Tim Uhlott: Ja, okay, die sind ganz gut, die Gründerstipendien, je nachdem, Bachelor, Master, Doktor.
Moritz Hofmann: Aber das ist jetzt nur eine Sache, oder was?
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Genau nur eine Sache.
Kai Ole Hartwig: Ich habe noch mehr im Angebot.
Kai Ole Hartwig: Ich habe Investzuschuss, 15-20% des Investments als Zuschuss über Angel-finanzierte Startups.
Kai Ole Hartwig: Ist auch ein relativ neues Programm.
Kai Ole Hartwig: Dann gibt es das zentrale Innovationsprogramm Mittelstand.
Kai Ole Hartwig: Klingt schon sexy, ne?
Kai Ole Hartwig: Aber für KMU Innovationsprojekte
Kai Ole Hartwig: Zuschuss.
Kai Ole Hartwig: Dann gibt es einen Hightech-Gründerfonds.
Kai Ole Hartwig: Das ist über eine Beteiligung mit Tech, also und das ist halt variabel dann.
Kai Ole Hartwig: Finde ich ein bisschen unattraktiv, weil es Beteiligung gibt.
Kai Ole Hartwig: Es gibt halt direkt ein Stück von deinem Kuchen ab.
Kai Ole Hartwig: Forschungszulage bis 4,2 Millionen im Jahr ist aber natürlich wieder so bürokratiemäßig, kannst du aber halt auf deine Research und Development Kosten rückwirkend beantragen und das ist eine steuerliche Förderung.
Kai Ole Hartwig: So, dann gibt es noch von der KfW zinsgünstige Darlehen, das meinst du ja, da muss man selber investieren, genau gibt es nur bis 125.000 Euro und dann gibt es noch, natürlich, weil wir in diesem tollen Fördergelsystem liegen, in jedem Bundesland unterschiedliche
Tim Uhlott: Na ja, nochmal nösschen.
Kai Ole Hartwig: Sachen, das habe ich jetzt dann auch mir gedacht, nee, das schaue ich dann auch nicht mehr nach.
Kai Ole Hartwig: Aber es gibt viel, es ist mit viel Bürokratie verbunden, das zu bekommen, es ist langsam und nervig, das zu bekommen, aber theoretisch gibt es auch viel.
Kai Ole Hartwig: Und es ist immer noch leichter, an das Geld zu kommen, als an das Geld, das es in den EU-Programmen gibt.
Tim Uhlott: Hast du auch ein Beispiel für EU-Programme?
Kai Ole Hartwig: naja, sicher, den EIC Accelerator.
Tim Uhlott: Okay, Okay, ist sehr gut.
Kai Ole Hartwig: So, gibt es pro Projekt bis zu zweieinhalb Millionen Euro Zutchuss.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Es wäre spannend, wie man sich für sowas bewirbt.
Tim Uhlott: Wer die 2,5 Millionen kriegt, wie man die kriegt, was man vielleicht dafür machen muss.
Kai Ole Hartwig: Genau, aber da müssen wir vielleicht nochmal was extra machen jetzt zu diesem Förderprogramm.
Kai Ole Hartwig: Das ist ja kein...
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Kai Ole Hartwig: Und es gibt auch ein extra Scale-Up-Programm, da gibt es dann zum Beispiel 10 bis 30 Millionen tatsächlich, wenn man skaliert.
Kai Ole Hartwig: Da gibt es dieses Jahr ein Budget von 300 Millionen nur.
Kai Ole Hartwig: Also von 300 Millionen und jeder kann 10 bis 30 Millionen bekommen.
Kai Ole Hartwig: Da sieht man schon, das ist ein relativ knappes Paket irgendwie an der Stelle.
Kai Ole Hartwig: Genau, aber da muss man halt dann nochmal auch mit einem Berater rangehen, der das, glaube ich, explizit ausarbeitet.
Tim Uhlott: Ja, das glaube ich brauchst du schon.
Tim Uhlott: Was mir dazu noch einfällt, vielleicht dann wieder Richtung Gaming-Bereich, was es ja auch gibt, vom Kulturministerium gibt es auch verschiedene Förderprogramme, da gibt es zum Beispiel auch eins, wenn du auch Spiele entwickelst, kannst du auch bis zu 300.000 Euro auch beantragen, wenn du irgendwie nachweisen kannst, dass dein Spiel kulturell wertvoll so ein bisschen ist.
Tim Uhlott: Ist auch nicht so super komplex, der Antrag, also
Tim Uhlott: Kann man wohl ganz gut machen.
Tim Uhlott: sein.
Kai Ole Hartwig: Genau, aber das ist, glaube ich, dann auch wieder Länderprogramme.
Kai Ole Hartwig: Ich glaube, Kultur ist Landesaufgabe.
Tim Uhlott: Das habe ich gerade nicht mehr im Kopf.
Tim Uhlott: Das muss ich mal nachgucken.
Kai Ole Hartwig: Ja, aber deswegen, das fällt so ein bisschen unter.
Kai Ole Hartwig: Und wenn wir nochmal kurz nach Estland zurückschauen, da gibt es halt auch zum Beispiel einfach einen Zuschuss von bis 35.000 Euro für KMUs und wenn man dann im Wachstum ist, gibt es einen Zuschuss von bis zu 500.000 Euro, da musst du aber nochmal 55% Eigenanteil oben drauf fliegen.
Kai Ole Hartwig: Also da ist das Paket an Förderprogrammen deutlich geringer, das sind nämlich alle.
Tim Uhlott: Ja, das ist mal das Problem.
Tim Uhlott: Muss man das zurückzahlen?
Kai Ole Hartwig: Nee, Zuschuss.
Tim Uhlott: Das ist halt immer ganz gut.
Tim Uhlott: Wenn du eh schon Geld reininvestierst und was dazubekommst, dann ist ja vollkommen okay.
Tim Uhlott: Das Problem ist immer nur, finde ich, wenn das so Stipendien oder Förderungen sind, die am Ende eigentlich nur ein Kredit sind.
Kai Ole Hartwig: Ja, genau.
Tim Uhlott: Dass ihr dann zurückzahlen müsst.
Tim Uhlott: Das ist mal blöd.
Kai Ole Hartwig: Das macht es nicht besser.
Kai Ole Hartwig: Ach Ach nee, ich habe gesagt, zurückgehen.
Tim Uhlott: Schuldest du dich direkt immer.
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Äh.
Kai Ole Hartwig: Wir waren bei Estland noch gar nicht.
Kai Ole Hartwig: Estland wäre nämlich meine Top 4.
Tim Uhlott: Nee, nee.
Tim Uhlott: Es kommt gleich.
Tim Uhlott: Wir waren gerade bei 5, ne? 5.
Kai Ole Hartwig: Ja, genau, da waren wir bei Deutschland.
Tim Uhlott: Deutschland, okay, jetzt kommt vier, jetzt kommt Estland, okay, ja, vier, Estland, ja, da haben wir ja gerade schon viel drüber gesprochen.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: Deutschland.
Tim Uhlott: Das ist nur ein Bundesland.
Kai Ole Hartwig: Genau.
Kai Ole Hartwig: Genau, deswegen war ich verwirrt.
Kai Ole Hartwig: Weil wir hatten schon, du bist ja so vorgeprasht eben mit dem Ding.
Kai Ole Hartwig: So, dann können wir da drüber hinweggehen, ne?
Kai Ole Hartwig: Und jetzt kommen wir zu Moritz am Favoriten.
Moritz Hofmann: Ah, deine Top 3 ist Holland oder was?
Kai Ole Hartwig: Auf drei, bei mir.
Kai Ole Hartwig: Niederlande, nicht Holland.
Kai Ole Hartwig: Region.
Kai Ole Hartwig: Ja, was haben wir denn da im Angebot?
Kai Ole Hartwig: Booking.com.
Kai Ole Hartwig: Genau.
Tim Uhlott: Okay, ich wollte gerade schon sagen, ja.
Kai Ole Hartwig: hat das beste Startup-Visum in der EU, Gerüchten zufolge.
Kai Ole Hartwig: Also wenn man einwandern möchte und nicht aus der EU kommt, sind die Niederlanden die geilsten.
Kai Ole Hartwig: Ja, wir haben die Freizügigkeit.
Tim Uhlott: Ja, ja, ja, klar, wir können da einfach hin.
Kai Ole Hartwig: Wir können heute sagen, ich zieh um nach Dänemark.
Tim Uhlott: Ja, du hast ja gerade Molly erwähnt.
Kai Ole Hartwig: Viel geiler, ich mach jetzt DevSecOps bei Lego.
Kai Ole Hartwig: Dann go for Advent.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: So.
Tim Uhlott: Ich finde, ich habe mir Molly auch einmal angeguckt, also Molly ist auch ein Payment Provider, vergleichbar mit Stripe, nimmt einem leider nur nicht so viel ab wie Stripe.
Tim Uhlott: weil ich hatte ein paar Optionen gesucht, das ist recht auch europäische Optionen, weil ich möchte mich ein bisschen von den ganzen amerikanischen Konzernen so ein bisschen los sagen, sag ich mal so ein bisschen eher auf europäische Firmen konzentrieren, wie Payment oder E-Mail oder Speichern, Cloud, was auch immer, halt irgendwie, da ich Molli halt angeguckt, das hast du mir ja damals auch mal vorhin ohne, hast du ja auch benutzt.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Ich kann es empfehlen, wenn man ein bisschen größer ist, wenn man mehr als ein, zwei, drei Personen ist, weil Molly nimmt dir nicht die Umsatzsteuern oder generell Steuern ab.
Tim Uhlott: Das heißt, du musst ja je nachdem, in welchem Land jemand deine Produkte kauft, unterschiedliche Steuersätze anwenden und entsprechend auch abführen.
Tim Uhlott: Es gibt natürlich dann verschiedene Grenzen, wie zum Beispiel in einigen Bundesstaaten von den USA zum Beispiel ab 100.000.
Tim Uhlott: Aber das musst du natürlich irgendwo irgendwie selber für dich alles festhalten.
Tim Uhlott: Und dann, wenn du in den USA verkaufst, in die Bundesstaaten entsprechend Steuern draufrechnen.
Tim Uhlott: Dann gibt es natürlich inklusiv, exklusiv, je nach Land halt.
Tim Uhlott: Da nimmt dem Molli leider alles nicht ab.
Tim Uhlott: Das fand ich ein bisschen schade.
Tim Uhlott: Also generell, sich zu implementieren,
Kai Ole Hartwig: Ja, genau.
Kai Ole Hartwig: Da sind die einfach schwächer als die Konkurrenz.
Tim Uhlott: Ja, das fand ich ein bisschen schade, weil an sich fand ich es ganz gut zu benutzen, aber das mit den Steuern, das hat mich ehrlich gesagt ein bisschen gestört, weil entweder man muss sich selber darum kümmern oder halt dann zukünftig vielleicht mal umwechseln, je nachdem, wie viel Umsatz man halt dann entsprechend macht, aber dann muss man den ganzen Payment Provider wechseln und ja, da bin ich halt dann lieber bei Stripe dann leider wieder geblieben.
Kai Ole Hartwig: Ja, so, noch ein Nachteil für die Niederlande.
Kai Ole Hartwig: Relativ hohe Körperschaftssteuer mit 25,8 Prozent.
Kai Ole Hartwig: Für Deutschland aber natürlich noch verschwendend gering, mit unserem circa 30 Prozent.
Tim Uhlott: So ich warte Zeit.
Kai Ole Hartwig: Deswegen, aber im EU-Vergleich, ja, relativ teuer.
Kai Ole Hartwig: Also, ich meine, da müssen wir auch über Deutschland nicht reden, ne?
Kai Ole Hartwig: Mit Steuern.
Kai Ole Hartwig: So, aber da, also, ne, wenn du Steuern halt sagst, es soll nah sein,
Kai Ole Hartwig: und du möchtest halt ein bisschen weniger zahlen als Deutschland und das ist eh nur eine Stunde, dann verstehe ich Moritz.
Kai Ole Hartwig: Und es gibt halt eine Steuervergünstigung, wo der effektive Satz nur bei circa 9% liegt, wenn du entsprechend forfst und entwickelst.
Kai Ole Hartwig: Da kannst du dann nochmal darüber steuern und ein bisschen sparen.
Kai Ole Hartwig: Und ich meine, du musst halt auch irgendwie bereit sein für Holland und ein Niederlande.
Kai Ole Hartwig: Tag.
Tim Uhlott: natürlich natürlich
Kai Ole Hartwig: Dein Einsatz ist jetzt die Niederlande zu verkaufen.
Moritz Hofmann: Ja, du hast das ja schon alles gut gesagt.
Moritz Hofmann: Also ich kenne zum Beispiel jemanden, der aus den USA nach Holland mit seiner Frau ausgewandert ist und auch auf so ein eigene Firma-Visum und...
Kai Ole Hartwig: Definitiv, ne?
Kai Ole Hartwig: Also gerade für Ausländer ist halt die Niederlande super attraktiv, auch die niederländische BV als Investitionsform.
Kai Ole Hartwig: Also das muss man den Niederlanden zugutehalten trotzdem.
Kai Ole Hartwig: Also nicht vergessen, die liegen unter dem Meeresspiegel.
Kai Ole Hartwig: Ja, und was haben diese Fla?
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Na, ist vielleicht super.
Kai Ole Hartwig: Also ich meine, Fla ist auch so ein Produkt.
Tim Uhlott: Jetzt hätte ich doch noch mal tauschen müssen.
Kai Ole Hartwig: Meine Frau liebt es, ich verstehe es nicht.
Kai Ole Hartwig: Nee, Kohlslack ist super.
Kai Ole Hartwig: Deswegen ja Dänemark.
Kai Ole Hartwig: Ich hätte Dänemark höher setzen müssen.
Kai Ole Hartwig: Ich hätte die Niederlande hier runter auf 8 und Dänemark auf 3.
Kai Ole Hartwig: Kohlslack ist eindeutig viel besser als Fla.
Kai Ole Hartwig: So.
Kai Ole Hartwig: Aber gut, in Dänemark zahlt es mehr Streifen.
Moritz Hofmann: Aber ich weiß zum Beispiel nicht, also wenn man jetzt erstmal viele deutsche Kunden hat, dann ist glaube ich so eine GmbH, ist ja auch irgendwo so Reputation, also du kriegst schon so ein bisschen mehr Vertrauensvorschuss, ich würde denken, als wenn du jetzt mit einer BV zum deutschen Unternehmen hinkommen würdest.
Moritz Hofmann: Das kennen die vielleicht gar nicht.
Kai Ole Hartwig: Ist das so?
Moritz Hofmann: Oder siehst du das nicht?
Kai Ole Hartwig: Ne.
Kai Ole Hartwig: Ich glaube, die Unternehmensform interessiert heute die wenigsten Leute noch.
Kai Ole Hartwig: Dafür gibt es auch zu viele, die jetzt auf dem Markt rum unterwegs sind.
Moritz Hofmann: Okay.
Moritz Hofmann: Also mich als Unternehmer interessiert schon, wenn ich, ob ich mit einer UG was ausmache und einer UG irgendwie vertraue oder ob das eine GmbH ist.
Moritz Hofmann: Das ist schon für mich so nur gefühlsmäßig ein Unterschied erstmal.
Tim Uhlott: Ehrlich?
Tim Uhlott: Das macht für dich einen Unterschied, ob es jetzt eine GbR ist, eine UG oder GmbH?
Tim Uhlott: Das macht für dich einen Unterschied.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Moritz Hofmann: Also es sagt mir halt, ja für mich sagt das halt aus, ist das irgendwie, ist das ein Tacken professioneller, fangen die gerade erst irgendwie mit ihrer Idee an oder ein bisschen.
Moritz Hofmann: Ja, ist jetzt nicht so sehr, dass ich jetzt nicht mit der UG Geschäft machen würde, weil es eine UG ist, so nicht.
Moritz Hofmann: Aber es ist schon, finde ich, macht es einen anderen Eindruck.
Kai Ole Hartwig: vorher.
Tim Uhlott: nicht.
Moritz Hofmann: Vielen Dank.
Kai Ole Hartwig: Die sind den ganzen Tag professioneller als die ganzen GmbHs da draußen.
Tim Uhlott: GBA ist ja nur, dass immer 25.000 reingesteckt.
Kai Ole Hartwig: Ja, das ist
Kai Ole Hartwig: Genau, die, die, ja, nur 12,5, ne?
Tim Uhlott: Ach stimmt, stimmt.
Kai Ole Hartwig: Das ist ja der Punkt.
Tim Uhlott: Den Rest füllst du ja im Rohr auf.
Kai Ole Hartwig: Du musst bei der GmbH reichen ja 12,5.000 als, und du musst ja nur nachher, wenn was ist, auf 25 auffüllen.
Tim Uhlott: Ja, stimmt.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: So, und, ähm, ich finde, eine GmbH sagt am Tagesende nichts aus.
Kai Ole Hartwig: Was, also, das, was was aussagt, ist nachher das Ergebnis oder wie die Leute drauf sind.
Kai Ole Hartwig: Und da ist die Unternehmensform mir immer echt herzlich egal.
Kai Ole Hartwig: Und das größere Problem sehe ich eher daran, dass du halt die echte Performance von den Leuten erst nach ein, zwei Monaten siehst.
Kai Ole Hartwig: Wenn du nicht mehr gerade der neue Kunde bist, der gerade interessant ist, dann siehst du erst die echte Performance von den Leuten.
Tim Uhlott: Ja, das stimmt auch.
Moritz Hofmann: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Und da ist die Geschäftsform völlig egal.
Kai Ole Hartwig: Ich finde eine niederländische BV als Unternehmensform echt in Ordnung.
Kai Ole Hartwig: Also, solange die nicht jetzt irgendwie mehr Flam mitliefern wollen, finde ich die geil.
Moritz Hofmann: Aber auch neben der Sache mit der GmbH, also wenn wir das mal außen vor lassen, könnte ich mir auch vorstellen, wenn man jetzt größtenteils deutsche Kunden hat, dass die zufriedener sind, obwohl Niederlande EU ist, wären die vielleicht nochmal ein bisschen zufriedener, wenn der Kooperationspartner auch in Deutschland angesiedelt ist.
Moritz Hofmann: Kann ich mir auch vorstellen.
Moritz Hofmann: Wäre bei mir genauso.
Moritz Hofmann: Also einfach nur, ja,
Kai Ole Hartwig: Ich glaube, da sind wir sehr unterschiedlich.
Kai Ole Hartwig: Also ich liebe ja auch dieses ganze EU-Prinzip erstmal, ja, die Freizügigkeit, die Niederlassungsfreiheit und solche Sachen, die feiere ich ganz extrem, auch mit Sicherheit mit der Nähe zu Schengen und allem, was damit zu tun hat.
Kai Ole Hartwig: Ja, wir sind früher sehr, sehr häufig aus der Eifel rüber nach Luxemburg gefahren und so Sachen und da war ja schon
Kai Ole Hartwig: bevor überhaupt Schengen-Raum so irgendwie existierte, war da ja quasi keine Grenze.
Kai Ole Hartwig: Und so Sachen, das war ja alles sehr laschkontrolliert, auch in die Niederlande rüber.
Kai Ole Hartwig: ganz ehrlich, ich verstehe nicht, warum wir künstlich Unterschiede machen.
Kai Ole Hartwig: Aber das ist nur meine Meinung.
Kai Ole Hartwig: Also für mein Gefühl,
Kai Ole Hartwig: Nee, ist das egal, welche Rechtschirm ein Unternehmen hat, wo das herkommt, solange die geil sind, sind die geil.
Kai Ole Hartwig: Der Rest interessiert mich nicht weiter.
Kai Ole Hartwig: Und ob da jetzt eine GmbH, eine BV, eine UE oder eine Limited steht...
Moritz Hofmann: Also klar, generell stimme ich dir zu, nur was ist, wenn irgendwas falsch läuft oder irgendwie irgendwas über einen Anwalt machen musst oder wenn irgendwas, du hast auch schon allein das Gefühl, dass die in einem anderen Land sind, dass du die, dass du
Moritz Hofmann: Also wenn alles gleich ist vom Customer Service und so, dann habe ich trotzdem das Gefühl bei dem holländischen Unternehmen, dass ich die schwerer erreichen kann, dass ich die schwerer, so weißt du, dass sie ihr Zeug auch entsprechend abliefern.
Kai Ole Hartwig: Das Problem hast du überall.
Kai Ole Hartwig: Das ist egal.
Moritz Hofmann: Ich meine, schon alleine, ich wollte mit dem Amerikaner, der in Holland ausgewandert ist, wollte ich was gründen.
Moritz Hofmann: Und der Notar, den ich angerufen hatte, mit dem ich sonst immer zusammengearbeitet hatte, der hatte gar keinen Plan, wie er das mit jemandem in Holland-Ansässigen jetzt machen soll, hier in Deutschland was zu gründen.
Moritz Hofmann: Das sind solche Sachen, das ist nur ein Beispiel, aber das kann ja bei allen möglichen Sachen auftreten.
Tim Uhlott: Ja, da brauchst du vielleicht... Ja, klar, da brauchst du natürlich irgendwie einen Experten.
Tim Uhlott: Das stimmt.
Kai Ole Hartwig: Ja, so, da musst du halt zu den richtigen Leuten gehen, die Erfahrung damit haben.
Kai Ole Hartwig: Aber mein Punkt ist, ist, du kannst das Pech mit allen haben.
Kai Ole Hartwig: So, das ist völlig egal, wo die Leute herkommen, wo die Leute heute sitzen, wo die Leute hantieren.
Kai Ole Hartwig: Ich habe ja so einen ganz krassen Fall gesehen,
Kai Ole Hartwig: gehabt, wo jemand hier aus der Region, ja, bei mir, gekommen ist, der ist dann erst in die Eifel umgezogen, dann hat er sich gedacht, nee, es ist alles ganz bescheuert hier, ist dann über Schweden nach endgültig Dänemark ausgewandert und hat jetzt hier alles abgebrochen und auch seine Rechnungen einfach nicht mehr bezahlt.
Kai Ole Hartwig: Ja, und sitzt formal, das Unternehmen sitzt formal weiter in Deutschland, du kommst aber an nichts ran.
Kai Ole Hartwig: So, ja, das hilft nichts, wo ein Unternehmen sitzt.
Kai Ole Hartwig: Das ist völlig egal.
Kai Ole Hartwig: Du kannst dir mit allem Möglichen das so abkapseln und so dich da rausziehen, dass es dir egal sein kann.
Kai Ole Hartwig: Dann ist es den Leuten auch tatsächlich egal.
Tim Uhlott: Ja, aber, ja, ja, da kannst du einfach dann sonst hinfahren, ne.
Kai Ole Hartwig: Also, ne, das ist, also, in den Niederlande bin ich schneller als jetzt nach Bornholm, um dem auf die, aber...
Tim Uhlott: Aber ja, ja, ja, das stimmt schon, was du schon sagst, Moritz, so ein bisschen, ich weiß nicht, was haben wir jetzt hier, 27, 26 EU-Länder oder irgendwie sowas.
Tim Uhlott: es hat jeder seine eigenen Gesetze, seine eigenen Rechtsformen, da hast du im Vergleich zu den USA natürlich einen großen Unterschied, da hast du genauso viele Einwohner wie in der EU, es gibt eine Art von Rechtsform, dann einfach, oder vielleicht ein paar unterschiedliche, aber wie hier halt auch, in den GbR okay, GmbH und so weiter, und hier musst du halt je nach Land auch gucken, was noch zu Konflikten führen kann, oder wie du zum Beispiel ganz jetzt zu deinem Anwalt, zu deinem Mutar sagst du hier, ich will jetzt mit wegen aus Holland, oder beziehungsweise Niederlande, oder vielleicht mit wegen aus Spanien zusammen gründen,
Tim Uhlott: Da brauchst du auch einen EU-Experten wahrscheinlich irgendwie.
Tim Uhlott: Ja, das wäre ja ganz cool.
Tim Uhlott: Ja, das stimmt.
Kai Ole Hartwig: Ja, genau das soll ja die EU-Inke auch beheben.
Tim Uhlott: Aber okay.
Tim Uhlott: Genau, komm mal zu deinem Platz 2.
Tim Uhlott: Frankreich, ja.
Kai Ole Hartwig: Aber ich finde, es macht halt keine Schmerzen, mit denen zusammenzuarbeiten, weil Pech haben kannst du halt immer.
Kai Ole Hartwig: Aber wollen wir mal zu Platz 2 kommen.
Kai Ole Hartwig: Frankreich.
Kai Ole Hartwig: Blablaka.
Kai Ole Hartwig: Mistral.
Kai Ole Hartwig: Doclip.
Kai Ole Hartwig: Und noch ein paar mehr habe ich im Angebot.
Kai Ole Hartwig: Arbeitsrecht ist da scheiße.
Kai Ole Hartwig: Und die bauen ständig Barrikaden und zünden auch die Städte an.
Tim Uhlott: Das hast du ja schon gesagt.
Kai Ole Hartwig: Die Lohnnebenkosten sind hoch auf der Negativseite.
Kai Ole Hartwig: Aber ich meine, bei Revolution Mark, der ist da vielleicht ganz gut aufgehoben.
Kai Ole Hartwig: Es gibt großzügige Research und Development Steuerkredite.
Kai Ole Hartwig: Viel krasser als überall anders.
Kai Ole Hartwig: Das heißt, 30% der bis zu 100 Millionen Euro im Jahr können nämlich als Research & Development, als Steuerkredit reduziert werden.
Tim Uhlott: Du hast die Liste ja auch so ein bisschen nach deinen persönlichen Vorlieben mitoptimiert.
Kai Ole Hartwig: Und in der Frühphase gibt es bis zu 30.000 Euro Zuschuss.
Tim Uhlott: Was spricht denn für dich sonst noch so für Frankreich?
Tim Uhlott: Warum hast du es auf Platz 2 zum Beispiel gesetzt?
Kai Ole Hartwig: Es gibt Krebs, es gibt Südfrankreich, es gibt Bordeaux.
Kai Ole Hartwig: Also du bist mit dem Eurostar schnell dort und auch schnell in London.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Ich sehe jetzt viele Vorteile.
Kai Ole Hartwig: TGV, bist du schnell in Südfrankreich zum Urlaub machen.
Kai Ole Hartwig: Großer Nachteil, die Sprache, die ich gar nicht spreche und verstehe.
Kai Ole Hartwig: Auf der anderen Seite an der Atlantikküste gibt es spannende Orte mit Meeresfrüchten etc.
Kai Ole Hartwig: Also die Auswahl und die Vielfalt neben der Startup-Szene ist relativ groß.
Kai Ole Hartwig: Zumindest für die Freizeitbeschäftigung.
Tim Uhlott: Du guckst gerade so ein bisschen traurig, Moritz.
Kai Ole Hartwig: Und Moritz schaut schon wieder so, boah, Frankreich, würde ich niemals hingehen.
Kai Ole Hartwig: Meine Liste sagt dir gar nichts, das ist okay.
Moritz Hofmann: Oder heute bist du komplett auf Konfrontation mit mir, oder?
Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich, natürlich.
Moritz Hofmann: Ist das... Kommt mir das nur so vor, Tim, oder ist das wirklich so?
Kai Ole Hartwig: Du hast mich eh...
Moritz Hofmann: Alles gut, alles gut, Leute.
Moritz Hofmann: Ich weiß nicht.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Kai Ole Hartwig: Irgendwie so, Frankreich wäre viel besser gewesen damals.
Tim Uhlott: Das Video hat er gesagt.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht ist es auch das, vielleicht habe ich das falsch interpretiert.
Tim Uhlott: Ciao, Mann.
Kai Ole Hartwig: Wie alle anderen Paris verlassen im Sommer, zum Urlaub machen.
Tim Uhlott: Einfach nach Paris ziehen würde ich jetzt nicht so bedingt.
Tim Uhlott: Also da bin ich ja nach Moritz Seite.
Kai Ole Hartwig: Ja, ich auch nicht, aber...
Tim Uhlott: Da kannst du ja direkt nach unten machen.
Kai Ole Hartwig: Ja, würde ich auch nicht unbedingt.
Kai Ole Hartwig: Aber von Paris aus bis heute in, ich glaube, zwei Stunden oder so in London.
Kai Ole Hartwig: Ja, könnte man auch, ist aber nicht mehr EU.
Tim Uhlott: Stimmt, vergesse ich mal wieder.
Tim Uhlott: Ja, ist so bescheuert alles.
Kai Ole Hartwig: Einwandern ist schwieriger, das ist alles komplexer geworden.
Tim Uhlott: Stimmt, stimmt, stimmt.
Tim Uhlott: Guter Punkt.
Kai Ole Hartwig: Deswegen ist Großbritannien auch gar nicht in meiner Liste drin, logischerweise.
Kai Ole Hartwig: Und auch die Schweiz ja nicht, weil es nicht EU ist.
Kai Ole Hartwig: So.
Kai Ole Hartwig: So, ihr könnt jetzt mal raten, was ist denn die Nummer 1 bei mir?
Kai Ole Hartwig: Ja, Tempo machen.
Kai Ole Hartwig: Sonst werden wir zu lang.
Tim Uhlott: Schweden.
Tim Uhlott: Oder Portugal.
Tim Uhlott: Schweden?
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: So.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Kai Ole Hartwig: Ja, Schweden, Schweden.
Kai Ole Hartwig: Mit Spotify, Klana, Candy Crush, Minecraft.
Moritz Hofmann: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Laut EU tatsächlich das beste Land.
Kai Ole Hartwig: Für, in der Spätphase des Startups.
Kai Ole Hartwig: Wir haben 409 Unicorns pro Million Einwohner, mehr als jedes andere EU-Land.
Kai Ole Hartwig: Die Lebens- und Personalkosten sind relativ hoch.
Kai Ole Hartwig: Und die Dichte an Mücken.
Kai Ole Hartwig: Das muss man eindeutig als Soundside sehen.
Kai Ole Hartwig: Die Förderung von Startups außerhalb Stockholms ist enorm hoch.
Kai Ole Hartwig: Da fließen Fördersummen oder Anträge auf Fördersummen werden außerhalb des Raums von Stockholm deutlich häufiger wohlwollend genehmigt.
Kai Ole Hartwig: Da gehen nämlich 40% der Förderanträge so durch.
Kai Ole Hartwig: Im Großraum Stockholm sind es nur 12%.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Aber man kann natürlich auch die Nähe zu Dänemark da suchen.
Kai Ole Hartwig: Ja, mit Malmö, Kopenhagen, bist du schnell angebunden, Zugverbindung ist super günstig, Autofahren würde ich über die Bucke nie.
Kai Ole Hartwig: Das ist ein sehr teurer Spaß.
Kai Ole Hartwig: Nachteile für Schweden neben den Mücken, Alkohol ist teuer.
Kai Ole Hartwig: Und je nach der Region natürlich ist es enorm lange dunkel im Winter.
Kai Ole Hartwig: Das muss man auch aushalten können.
Tim Uhlott: Ja, stimmt, das muss ich eben hinbekommen, ja.
Kai Ole Hartwig: Aber viele, und da kommt nämlich jetzt mein...
Tim Uhlott: Immer ein bisschen switchen.
Kai Ole Hartwig: Vielleicht braucht man einfach zwei Länder, wo man sitzt.
Kai Ole Hartwig: Schweden, Spanien, Rüchten zufolge Marbella im Winter ist eine gute Idee für die Schweden.
Kai Ole Hartwig: Ja, ein bisschen mehr Internationalisierung drin, ne?
Kai Ole Hartwig: So, was könnte man noch zu Schweden sagen?
Kai Ole Hartwig: Es gibt relativ viele Zuschüsse, natürlich in schwedischen Kronen.
Kai Ole Hartwig: Wenn man jetzt sagt, so, yay, in der Frühphase gibt es irgendwie 300.000 schwedische Kronen.
Kai Ole Hartwig: Klingt viel, sind 27.000 Euro.
Kai Ole Hartwig: Naja.
Tim Uhlott: durch sieben und durch sieben würde ich acht irgendwie sowas an die mehrheit mittlerweile schon mhm
Kai Ole Hartwig: Genau, du musst aber auch für die ganzen Förderungen musst du eine AB gegründet haben.
Kai Ole Hartwig: Also eine Aktie Bollage.
Kai Ole Hartwig: Ich hoffe, ich habe es richtig ausgesprochen.
Kai Ole Hartwig: Mein Schwedisch ist nicht so gut.
Kai Ole Hartwig: Also irgendwas, es ist so eine Mischung aus...
Kai Ole Hartwig: GmbH und AG im deutschen Recht.
Kai Ole Hartwig: Es gibt da die privaten und die öffentlichen und die privaten sind ein bisschen mehr in der GmbH quasi drin.
Moritz Hofmann: Vielen Dank.
Kai Ole Hartwig: Für die Gründung brauchst du im Gegensatz zu Deutschland zwar auf 25.000, aber schwedische Kronen, das sind wieder nur so 2.200 Euro.
Kai Ole Hartwig: Und du kannst halt einfach digital mal eben nebenbei kunden.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Ja, das ist schon mal ein richtig gutes Argument.
Tim Uhlott: Also dieses digitale Gründen einfach machst du mal immer online, das ist nicht so teuer und
Tim Uhlott: Das finde ich echt ein bisschen blöd gelöst in Deutschland.
Tim Uhlott: Aber vielleicht wäre es mit der EU-Ink ja dann besser.
Tim Uhlott: Ja, aber sehr spannende Liste auf jeden Fall.
Tim Uhlott: Ja, Schweden finde ich auch persönlich ziemlich cool.
Moritz Hofmann: Mhm.
Tim Uhlott: Möchte ich auch noch hin.
Tim Uhlott: Aber was du ja auch vorhin erwähnt hattest, Moritz, was du ja auch sehr gut fand, sehr wichtig fand.
Tim Uhlott: Du hast ja gefragt, ob wir schon mal länger irgendwo gewohnt haben.
Tim Uhlott: Wir sind ja nicht so wohl und ich so, ich sag mal Mr. Worldwide.
Tim Uhlott: Nee, es klingt auch nicht gut, aber
Tim Uhlott: Du hast ja schon mal ein bisschen mehr irgendwo gewohnt.
Tim Uhlott: Du hast ja schon in den USA gewohnt, du hast ja in Thailand gewohnt, wenn nicht sogar in Vietnam meine ich auch.
Moritz Hofmann: Vietnam wohne mein Bruder, Spanien wohne mein Vater.
Moritz Hofmann: Ich habe in Kalifornien gewohnt, in Alabama gewohnt, in Brüssel gewohnt, fast zwei Jahre.
Moritz Hofmann: Ja, ich finde, wir haben jetzt die Vorteile der verschiedenen EU-Staaten so aufgezählt und ich finde,
Tim Uhlott: Wie sind deine Erfahrungen, deine Meinung dazu, zu dann da gründen, dann da leben in den Orten?
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Moritz Hofmann: Die Vorteile sind für mich nicht so exzessiv, dass ich nur wegen diesen Vorteilen das jeweilige Land gehen würde.
Moritz Hofmann: wäre, wenn dann, wenn irgendwie dann auch irgendwie so ein Special wäre, was mich besonders interessiert, zum Beispiel so ein Unternehmer-Village oder sowas, dann würde ich das vielleicht versuchen, aber die Sache ist, ja, selbst wenn man in ein Land geht, was einem besonders gefällt oder ein Ort, der einem besonders gefällt, überall gibt es auch Nachteile.
Moritz Hofmann: Jedes Land hat auch Nachteile zum Wohnen jetzt, nicht nur als Unternehmer.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Moritz Hofmann: Und irgendwann siehst du die Nachteile ziemlich stark und dann denkst du auch so, was mache ich hier eigentlich?
Moritz Hofmann: Ich habe meine ganzen sozialen Kontakte aufgegeben.
Moritz Hofmann: Jetzt habe ich hier auch diese ganzen Nachteile.
Moritz Hofmann: Wieso bin ich jetzt so weit weg von meiner Familie gezogen oder so?
Moritz Hofmann: Das sind so Gedanken, die man dann so hat.
Moritz Hofmann: Und deswegen nur...
Moritz Hofmann: Also, sagen wir mal so, zum Beispiel nur weil mein Unternehmen eine 10% bessere Chance hat in einem anderen Land, würde ich nicht da hinziehen.
Moritz Hofmann: Aber wenn natürlich die Chance 150% so hoch ist wie in meinem eigenen Land, wäre das ein anderes Argument.
Moritz Hofmann: Das hast du genau das Gleiche, richtig.
Tim Uhlott: Mhm.
Kai Ole Hartwig: Naja, aber das Gleiche hast du doch, wenn du sagst, so, hey, ich gehe jetzt in Silicon Valley.
Kai Ole Hartwig: Also ich finde, das sind ja die, also diese
Moritz Hofmann: Ich bin ja auch nicht ins Silicon Valley gegangen.
Moritz Hofmann: Ich hätte es ja tun können.
Kai Ole Hartwig: Ja, das sind ja so die, ich sag mal, weichen privaten Faktoren, die da mit rein spielen.
Kai Ole Hartwig: Klar, die sind am Tagesende total wichtig und total entscheidend.
Kai Ole Hartwig: Ich sag ja, ich würde jetzt auch am ehesten, würde ich noch sagen, hey, okay, komm, Unternehmen in den Niederlanden, weil mit dem Auto dreiviertel Stunde Stunde und gut ist.
Moritz Hofmann: Ja.
Kai Ole Hartwig: Das ist ja auch quasi über die ganze Spucken von hier aus.
Kai Ole Hartwig: Also wir sehen ja die, also wenn ich hier rausschaue bei mir aus dem Fenster abends, dann sehe ich die Flugzeuge in den Niederlanden da fliegen und starten und haste nicht gesehen.
Tim Uhlott: Hm.
Kai Ole Hartwig: Das ist halt nicht so weit, wenn man ehrlich ist.
Kai Ole Hartwig: Und ja, ich könnte mir jetzt in meiner Lebensrealität, in der ich ja bin, könnte ich mir jetzt auch nicht vorstellen, in die baltischen Staaten zu gehen und zu leben.
Kai Ole Hartwig: Ja, ich kann mir halt aber trotzdem halt gut vorstellen, einfach wieder international ein bisschen mehr unterwegs zu sein, Benelux, Großbritannien, weil ich das halt in der Vergangenheit auch entsprechend war.
Kai Ole Hartwig: Und ich finde, man muss ja auch nicht, gerade wir hier in diesen Grenzregionen, in denen wir jetzt ja mehr oder weniger sind, ist das ja auch, also finde ich, merkt man ja ganz krass zum einen die EU und die Vorteile der EU.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Kai Ole Hartwig: Es gibt ja auch mega viele Nachteile, aber da merkt man halt auch diese Freizügigkeit zu sagen, okay, komm, ich mache das einen im einen Land und das andere im anderen.
Kai Ole Hartwig: als Grenzgänger im Ausland zu arbeiten, hat ja auch steuerliche Vorteile.
Kai Ole Hartwig: Darf man auch gar nichts außer Acht lassen.
Kai Ole Hartwig: Das sind ja alles so Sachen, wo man halt sagen muss, ja, okay, man kann das machen.
Kai Ole Hartwig: Also ob ich jetzt in Deutschland eine Stunde zur Arbeit fahre oder ob ich eine Stunde zur Arbeit fahre und dann in einem anderen Land bin, ist jetzt nicht so das Entscheidende.
Kai Ole Hartwig: Jetzt würde ich aber zum Beispiel jetzt auch nicht sagen, ich gründe hier von Düsseldorf aus in
Kai Ole Hartwig: Dänemark, eine Firma, das wäre halt Unsinn.
Tim Uhlott: Ja, das ist wirklich kein Sinn, klar.
Kai Ole Hartwig: Dann fährst du da elf Stunden hin oder sowas, das ist ja unrealistisch.
Kai Ole Hartwig: Wenn der Familienmittelpunkt weiter hier liegt, ist das nicht gut machbar.
Moritz Hofmann: Aber das ist halt auch ein ziemlich wichtiges Thema, finde ich, weil ich bin auch schon auf Leute gestoßen, Bekannte von mir vielleicht zum Beispiel, die dann gesagt haben, ja, genau, ich mache jetzt einfach hier, melde mir da irgendwie so No-Name irgendwie meine Firma in irgendeinem Land und dann kann ich ja alles profitieren von den anderen Steuersätzen und von dem ganzen Schnickschnack-Schnack-Schnack.
Moritz Hofmann: wo sich manche Leute so manövrieren, weil die gar nicht so genau wissen, wie es gemacht werden muss.
Tim Uhlott: So ist es, so ist es.
Moritz Hofmann: Das ist auch wichtig.
Kai Ole Hartwig: Genau, das ist ja auch einfach Unfug.
Kai Ole Hartwig: Also man muss sagen, halt diese ganzen Vorteile und Nachteile kann man erst dann vollständig ausschöpfen, wenn man auch dahin geht und da lebt.
Kai Ole Hartwig: Aber das ist ja überall so.
Kai Ole Hartwig: Deswegen habe ich das so ein bisschen rausgelassen, zumindest aus meiner Liste zu sagen, ah ja, aber ich brauche da dieses und jenes.
Kai Ole Hartwig: Weil wenn ich das mitbewerte, dann lande ich immer wieder bei, ja okay, der Wohnort ist eigentlich das Kriterium und hoffen wir mal, dass die EU Inc.
Kai Ole Hartwig: existiert und kommt.
Kai Ole Hartwig: Ja, und dass sie auch irgendwie so kommt, dass man mal sagen kann, wir
Moritz Hofmann: Ja.
Kai Ole Hartwig: gründen das Unternehmen an dem Standort und wir bekommen mal die Länder auch dazu, also die Mitgliedsländer der EU dazu, dass dann halt nicht es, ja, aber die Geschäftsführung sitzt ja woanders, deswegen habt ihr jetzt diesen bürokratischen Aufwand und diese Steuern und dieses noch mit an der Backe.
Tim Uhlott: Ja.
Kai Ole Hartwig: So, aber das ist halt Zukunftsmusik, damit kann man jetzt ja nicht planen.
Kai Ole Hartwig: Wir wissen ja nicht, was kommt.
Kai Ole Hartwig: Deutschland ist ja massiv gegen die EU-Ink und von daher mal schauen.
Tim Uhlott: Ich finde, da haben wir jetzt auf jeden Fall wieder ein richtig spannendes Thema.
Tim Uhlott: Auf jeden Fall wieder.
Tim Uhlott: Jetzt die Woche.
Tim Uhlott: Ich finde, da kann man echt viel diskutieren.
Tim Uhlott: Weil der hat ja auch wieder seine eigenen Vorlieben, seine eigene Meinung und so.
Tim Uhlott: Das ist schon echt ein spannendes Thema.
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Kai Ole Hartwig: Ich habe halt zum Beispiel auch Freunde, die leben in Brüssel.
Kai Ole Hartwig: Und einer von denen arbeitet aber in Paris.
Kai Ole Hartwig: Andere in Brüssel.
Kai Ole Hartwig: Also das ist halt auch so, wo ich mir so denke, okay, für Angestellt ist das aber auch krass viel Pendelei.
Tim Uhlott: Ja, ja, klar.
Kai Ole Hartwig: Und gleichzeitig regelmäßig nach Deutschland fahren, weil man eigentlich da arbeitet und verkauft.
Kai Ole Hartwig: Also das ist jetzt so ein, da will ich auch gar nicht wissen, wie das mit den A1-Bescheinigungen funktioniert.
Tim Uhlott: Aber ich würde sagen, dann lassen Sie auch langsam zum Ende kommen, oder?
Tim Uhlott: Okay, sehr schön.
Kai Ole Hartwig: Ja.
Tim Uhlott: Ja, du.
Kai Ole Hartwig: Moment, Bürokratie.
Kai Ole Hartwig: Brüsseler Bürokratie verschwinden.
Kai Ole Hartwig: Bis dahin.
Tim Uhlott: Ja, ja, wie gesagt, ich finde, richtig cooles Thema.
Tim Uhlott: Richtig Spaß gemacht.
Tim Uhlott: Also coole Liste, die du rausgesucht hast, Ole.
Tim Uhlott: War auf jeden Fall sehr spannend.
Tim Uhlott: Und dann hätte ich gesagt, schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt.
Tim Uhlott: Und dann hören wir uns nächste Woche.
Moritz Hofmann: Bis dann.
Tim Uhlott: Bis dann.
Kai Ole Hartwig: Ciao.
Tim Uhlott: Ciao.

