Transcript
Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge No Bullshit Fauna.
Tim Uhlott: Heute leider ohne Ole, der es leider verhindert.
Tim Uhlott: Deswegen sind es Moritz und ich heute nur.
Tim Uhlott: Wir haben uns das Thema vorgenommen, heute über spannende Unternehmer oder Unternehmerinnen bzw.
Tim Uhlott: deren Unternehmen zu sprechen.
Tim Uhlott: Und das sind Unternehmen, die ihr wahrscheinlich alle kennt, aber die Gründer kennt ihr wahrscheinlich nicht.
Tim Uhlott: Und das finde ich macht es irgendwie so besonders spannend.
Tim Uhlott: Moritz, du hast bestimmt schon mal in Termin ein Planungstool für dein Business oder deine Businesses genutzt, oder?
Tim Uhlott: Wenn ja, was war das?
Moritz Hofmann: Calendly.
Tim Uhlott: Aha, und warum?
Moritz Hofmann: Das ging sehr einfach, das war sehr komfortabel.
Moritz Hofmann: Ich wollte, ich mochte es halt nicht, drei Nachrichten hin und her zu schicken, nur um einen Termin auszumachen.
Moritz Hofmann: Das muss ja nicht sein eigentlich.
Tim Uhlott: Kennst du denn irgendwelche Alternativen zu Calendly?
Moritz Hofmann: Ja, so cal.com, cal.com oder so.
Moritz Hofmann: Und mittlerweile ist ja auch Google Kalender ein bisschen besser geworden, dass die auch so ein bisschen sowas können, aber ich glaube noch nicht ganz auf demselben Level.
Tim Uhlott: Deswegen, ich habe auch ein bisschen geguckt, das KAL.com ist ja so eine Open-Source-Lösung, die du halt selber hosten kannst.
Tim Uhlott: Die macht es ja entsprechend halt relativ günstig.
Tim Uhlott: Du musst dich halt noch selber ums Hosten kümmern.
Tim Uhlott: Da habe ich noch simplybook.me gefunden.
Tim Uhlott: Das kann ich zum Beispiel auch nicht.
Tim Uhlott: Das ist ein bisschen mehr Business-orientiert.
Tim Uhlott: Es hat also so ein bisschen Zahlungsabwicklung, ein paar Marketing-Tools und sowas hat das wohl noch mit dabei.
Tim Uhlott: Und dann gibt es ja, wie du schon gesagt hast, so Google-Kalender oder Microsoft-Bookings gibt es irgendwie noch.
Tim Uhlott: Aber
Tim Uhlott: Ja, irgendwie nutzen ja trotzdem alle Calendly.
Tim Uhlott: Also ich weiß nicht, was glaubst du, macht die denn so erfolgreicher als die andere Konkurrenz?
Tim Uhlott: Weil ich meine, Microsoft, Google sind ja große Hausnummern.
Moritz Hofmann: Ja, aber ich glaube, die gehen da ziemlich ins Detail rein.
Moritz Hofmann: Also zum Beispiel hatte ich dann mal Google Kalender versucht zu benutzen und dann wollte ich aber, dass nach einem bestehenden Termin für mindestens eine Stunde nichts Neues gebucht werden kann oder für einen Termin, den ich sowieso schon im Kalender hatte, der aber nicht über Google Kalender gebucht wurde.
Tim Uhlott: Ja, ja, ja, das stimmt.
Moritz Hofmann: Und das konnte man dann nicht einstellen.
Moritz Hofmann: Das können wir bei Calendly alles schön einstellen.
Moritz Hofmann: Und natürlich geht das Ganze kaputt, wenn die Leute auf einmal Termine buchen können, zu denen du noch gar nicht verfügbar bist.
Tim Uhlott: Das ist auch so ein bisschen, es ist halt wirklich so ein einfaches Interface, es ist irgendwie intuitiv und was sie auch ganz schlau gemacht haben, es ist halt immer direkte Werbung für sich selber.
Tim Uhlott: Du schickst halt diesen Calendly-Link irgendwem zu und da steht halt ganz dick prompt hier das Calendly-Logo und darunter halt die Auswahl, um Termine zu buchen.
Tim Uhlott: Das heißt, jeder sieht schon vielleicht andere Businesses, die vielleicht bei dir einen Termin buchen, sehen dann, ah, warte mal, ich benutze das.
Tim Uhlott: ist ja einfach zu benutzen.
Tim Uhlott: Das funktioniert ja.
Tim Uhlott: Und das kann ich ja vielleicht auch irgendwie benutzen.
Moritz Hofmann: Ja.
Moritz Hofmann: Jeder Kunde ist direkt ein Multiplikator.
Moritz Hofmann: Cool.
Tim Uhlott: Ja, ja, das ist ganz schlecht.
Tim Uhlott: Und was natürlich dann direkt dazu kommt, ist halt auch so ein Login-Effekt.
Tim Uhlott: Das heißt, für uns Menschengründer ist es natürlich schlecht, aber für Calendly ist es natürlich gut.
Tim Uhlott: Weil wenn du einmal in diesem Ökosystem drin bist und darüber deine ganzen Termine verwaltest,
Tim Uhlott: Du kannst ja mit den Paid Subscriptions kannst du ja nachher sogar noch ein bisschen mehr machen einfach.
Tim Uhlott: Bist ja immer drin.
Tim Uhlott: Und das ist ja wahrscheinlich dann gut, aber zu irgendwas anderem einfach dann auch zu wechseln.
Tim Uhlott: Ich hatte halt mal ein bisschen...
Moritz Hofmann: Ja, es ist ja schon gut durchdacht.
Moritz Hofmann: Wieso sprichst du Calently an?
Tim Uhlott: Thema zufolge, interessante Unternehmer, Unternehmerin mal ein bisschen recherchiert, von denen man halt ja noch nicht so gehört hat.
Tim Uhlott: Man kennt halt, ich sag mal, die Großen, beziehungsweise die, die halt viel auf sich aufmerksam machen auf Social Media.
Tim Uhlott: Die letzte Folge, wo wir über Edelmasker zum Beispiel geredet haben, den kennt ja jeder Arsch.
Tim Uhlott: Also zum Beispiel Calendly, die Software, beziehungsweise das Tool, kennt halt auch jeder, aber es kennt keiner
Tim Uhlott: den Gründer, oder beziehungsweise ich kenne jetzt keinen, der von dem Gründer jeweils mal nämlich gehört hat.
Moritz Hofmann: Ja.
Tim Uhlott: Also der Gründer heißt nämlich Tope Avutona und der hat Kalendi gegründet, eigentlich, was du auch schon beschrieben hast, weil sein eigentliches Problem war einfach, er wollte halt Termine halt finden mit irgendwelchen Kunden und das hat er immer über E-Mail gemacht und das war halt super nervig und halt irgendwie super schwierig, da die Abstimmung halt zu finden, der eine schreibt den einen Tag, dann
Tim Uhlott: hast du vielleicht irgendwie in einer anderen Zeitzone und das macht es natürlich irgendwie super schwierig.
Tim Uhlott: Und dadurch hat der dann halt einfach Calendly halt für sich gebaut, erst mal selbst genutzt und dann halt irgendwie erfolgreich gemacht.
Moritz Hofmann: Als du das nämlich erwähnt hattest, hatte ich mir diesen einen auch schon mal angeschaut kurz.
Tim Uhlott: Mhm.
Moritz Hofmann: Und was ich mega interessant fand, war, er hat ja Informatik studiert und dann aber sich sehr sogar verschuldet, um das Calendly zu gründen.
Moritz Hofmann: Das heißt, das ist jetzt nicht so das Beispiel von dem, er hat das zehn Jahre lang gebootstrappt oder so, ohne irgendwelche Kredite aufzunehmen.
Moritz Hofmann: Der scheint da richtig ins Risiko reingegangen zu sein.
Tim Uhlott: Ja, der hat auf jeden Fall.
Tim Uhlott: krass an seine Idee auf jeden Fall geglaubt.
Tim Uhlott: Ja, vielleicht noch mal ganz kurz dann, bevor wir eigentlich zu Kalenderin nochmal kommen, vielleicht noch mal kurz dann zu seiner Biografie.
Tim Uhlott: Also, der Tobe Avotona wurde 1981 in Nigeria geboren und ist dann mit 15 Jahren halt nach Atlanta, nach USA gezogen, hat dann in der University of Georgia Management and Information Systems studiert, also in
Tim Uhlott: typischer IT-Studiengang, sag ich dann einfach mal so ein bisschen, da hat dann danach dann bei IBM Perspective Software, Vetterforce oder Dell zum Beispiel gearbeitet, also eigentlich auch alles große Firmen, die man halt so irgendwie kennt.
Tim Uhlott: Man hat dann 2013 dann Calendly gegründet, mit 200.000 Dollar Eigenkapital, das halt, wie du schon gesagt hast, aus Eigenersparnissen halt irgendwie sich zusammengesetzt hat, plus halt natürlich auch
Tim Uhlott: Krediten.
Tim Uhlott: Aber das ist natürlich auch ganz interessant, Fim, ne?
Moritz Hofmann: Ach, witzig.
Tim Uhlott: Es war halt auch nicht sein erstes Software, sein erstes Unternehmen, was er gegründet hat.
Tim Uhlott: Er hatte vorher nämlich schon einiges schon gegründet, was er schon versucht hatte.
Tim Uhlott: Zum Beispiel hat er schon eine Dating-Webseite versucht aufzuziehen.
Tim Uhlott: Der hat einen Online-Shop versucht aufzuziehen für Projektoren oder einen E-Commerce-Shop für Gartengeräte und Grills.
Tim Uhlott: Hat aber nicht so ganz funktioniert.
Tim Uhlott: Und
Tim Uhlott: Da kann man als Unternehmer bzw.
Tim Uhlott: als Start-Up auch mal mitnehmen.
Tim Uhlott: Nur weil die erste Idee jetzt vielleicht nicht klappt oder die zweite oder die dritte vielleicht nicht, kann es vielleicht einfach die vierte sein.
Tim Uhlott: Also man muss halt wirklich mal dranbleiben.
Moritz Hofmann: Ja.
Moritz Hofmann: Ich bin mir nochmal nie so ganz sicher, bin ich zum Beispiel nicht risikofreudig genug, weil ich mich noch nicht irgendwie verschuldet habe, um ein Unternehmen zu gründen?
Moritz Hofmann: Ist das...
Moritz Hofmann: ein gutes Merkmal, wenn man das tut oder ist das eher schlecht und bei ihm hat es ja dann am Ende funktioniert, aber du hast ja gesagt, er hat auch verschiedene Projekte vorher versucht zu gründen, die nicht funktioniert haben.
Moritz Hofmann: Das spricht dann ja wieder für mich dazu, eher vorsichtig an die Sache ranzugehen.
Moritz Hofmann: Was meinst du?
Tim Uhlott: Ja, da stimme ich dir zu.
Tim Uhlott: Ist bei mir nicht anders.
Tim Uhlott: Also ich bin ja auch nicht Vollzeit in meine Startups investiert, sondern ich nutze halt auch nur meine Freizeit nach der normalen Arbeit.
Tim Uhlott: Ich gehe halt auch eher auf Nummer sicher.
Tim Uhlott: Sag es jetzt einfach mal.
Tim Uhlott: Also ich bin dann auch eher risikoscheu.
Tim Uhlott: Wer weiß, vielleicht könnt ihr eines der Sachen, an denen ich so sitze,
Tim Uhlott: vielleicht klappen, würde ich mich dann wirklich 40 Stunden die Woche dransetzen oder 60 Stunden die Woche, statt dann halt mal nur so 1, 2, 3, je nachdem, wie es halt mal so in die Woche passt.
Tim Uhlott: Aber ja, das Problem mit dem Verschulden ist halt dann manchmal mal, dann klappt es halt bei den einen, bei den vielleicht 1, 2, 3 Prozent oder so, bei dem Großteil halt irgendwie nicht und dann kann es dann nach hinten losgehen.
Tim Uhlott: Das ist halt auch immer sehr gefährlich.
Moritz Hofmann: Mal schauen, wie das bei den anderen Unternehmern ist, die wir noch heute rausgesucht haben.
Moritz Hofmann: Ich bin gespannt.
Tim Uhlott: Ja, aber andere Zahlen sind nochmal zu Calendly.
Tim Uhlott: Was glaubst du denn, jetzt sind die ja 2013, wurden sie gegründet, 2026, 13 Jahre später.
Tim Uhlott: Was glaubst du denn, was sie für ein ARR haben?
Moritz Hofmann: Puh.
Moritz Hofmann: Irgendwas vielleicht so zwischen 20 und 200 Millionen oder so.
Tim Uhlott: 350 Millionen US-Dollar.
Moritz Hofmann: Ah, nicht schlecht.
Moritz Hofmann: Für so eine kleine Kalender-Solution, das ist schon krass.
Tim Uhlott: Das finde ich halt auch irgendwie verrückt.
Tim Uhlott: Also die haben 200 Millionen Nutzer und ungefähr 560 Mitarbeiter.
Tim Uhlott: Und ich finde, das denkt man manchmal nicht.
Tim Uhlott: Wie du schon sagst, okay, so ein kleines...
Tim Uhlott: Toolchen, da kann ich halt ein bisschen meine Kalendereinträge verwalten, beziehungsweise Terminbuchungen halt einfach planen und das ist einfach doch so krass, dass ich einfach so viel Geld dann einfach machen, so viel Umsatz dann einfach generieren.
Tim Uhlott: Das ist ja krass, also der hat ja am Anfang diese 200.000 ungefähr aufgenommen und bis 2021 nur
Tim Uhlott: Weitere 3.500.
Tim Uhlott: Das heißt, also die ganze Firma ist mit 550.000 US-Dollar Seeding halt wirklich nur gestartet und der Rest ist dann wahrscheinlich aufgebaut oder halt gebootstrapped dann einfach.
Moritz Hofmann: Nur in Anführungsstrichen, weil 550.000 Euro würde ich nicht einfach so aufnehmen.
Tim Uhlott: Ja gut, ist... Beziehungsweise Seed Capital, der Rest dann noch.
Moritz Hofmann: Ja, okay.
Tim Uhlott: Also halt mit Investoren dann irgendwie noch mit rein.
Tim Uhlott: Ja, aber schon trotzdem beeindruckend, was sie einfach gemacht haben.
Moritz Hofmann: Ja, es ist beeindruckend.
Moritz Hofmann: Es ist halt krass, weil das Internet erreicht so viele Menschen.
Moritz Hofmann: Das heißt, wenn man auch eine kleine Sache einfach richtig gut macht oder viel besser als andere, dann kann man so schnell und natürlich sein Multiplikator-Konzept, dass alle Leute direkt sehen, dass es Calendly,
Tim Uhlott: Ja, es ist auf jeden Fall smart.
Tim Uhlott: Da habe ich halt mal geguckt, okay, was kann man denn vielleicht so als Gründer vielleicht...
Tim Uhlott: Klauen, sag ich mal, so als Marketingstrategien oder vielleicht was Calendly einfach macht, was man vielleicht einfach nachmachen könnte.
Tim Uhlott: Wenn man guckt, okay, wie kam es eigentlich zu deren Wachstum, wie machen die Marketing vielleicht und eigentlich machen die gar keine Werbung, einfach nur ein Produkt, was einfach so gut funktioniert, dass es sich einfach selber vertreibt, so ein Product Lead Growth.
Tim Uhlott: Und das ist, wie du gerade schon gesagt hast, ist halt einfach diese virale Strategie.
Tim Uhlott: Du schickst jemanden deinen Calendly-Link, siehst dann einfach schon oben Calendly.com, dann siehst du da nochmal dick reingeschrieben, das Calendly-Logo und dann, ja, das ist das eigentliche Tool.
Tim Uhlott: Und das ist halt halt einfach, sag ich mal, einfach, einfach gemacht.
Tim Uhlott: Das heißt, jeder Nutzer wird direkt einfach zum...
Tim Uhlott: Vertriebskanal direkt halt irgendwie selber mit, ne?
Tim Uhlott: So ein bisschen Schneeballsystem, indirekt.
Tim Uhlott: Ja, verrückt, ne?
Moritz Hofmann: Ja, das ist ziemlich cool.
Moritz Hofmann: Und das ist krass, also die machen eigentlich keine Werbung.
Moritz Hofmann: Wow.
Moritz Hofmann: Das ist verrückt, ja.
Tim Uhlott: Also ist so ein bisschen indirekt Mund-zu-Mund-Propaganda.
Tim Uhlott: Was ist halt dann, ne?
Moritz Hofmann: Also wenn wir gleich, wir können ja so abwechselnd jeweils einen machen, einen Unternehmen machen.
Moritz Hofmann: Das ist interessant, weil bei den beiden, die ich rausgesucht habe, die haben auch sehr viel über Mund-zu-Mund-Propaganda gelaufen bei den Unternehmen.
Tim Uhlott: Ja, okay.
Moritz Hofmann: Ja, Ja, ja, ja, natürlich, nur klar.
Tim Uhlott: Sonst mache ich eben kurz das hier.
Tim Uhlott: Die ein, zwei Punkte, die ich noch hatte, eben.
Tim Uhlott: Okay, vielleicht sagst du vielleicht, wolltest du direkt einen Übergang machen.
Tim Uhlott: Ja, klar.
Moritz Hofmann: Nee, nee, nee, nee.
Moritz Hofmann: Ich wollte nur, weil das jetzt gerade kam.
Moritz Hofmann: Es kam so gerade.
Tim Uhlott: Sehr gerne, sehr gerne.
Tim Uhlott: Bin ich gleich gespannt, wie du noch so dabei hast.
Tim Uhlott: Vielleicht noch ganz kurz.
Tim Uhlott: Dann, was natürlich auch mal gut funktioniert, ist der Tremium.
Tim Uhlott: Das heißt, du hast einmal Calendly, hast du schon gesehen, weil du vielleicht schon mal irgendwo bei irgendeinem Unternehmen Termin gegründet hast.
Tim Uhlott: Dann registrierst du dich selber mal, ist erst mal kostenlos.
Tim Uhlott: Und dann kannst du das Produkt erst mal testen.
Tim Uhlott: Und wenn du dann vielleicht selber wächst mit deinem Unternehmen, kaufst du dir halt die Premium-Varianten, je nachdem.
Moritz Hofmann: Ja, mit dem Calendly kann man ja ziemlich viel machen, auch free.
Tim Uhlott: Und bis... Ja.
Moritz Hofmann: Also das kann man schon benutzen, das haben die aber so schön abgepasst, wenn man es dann halt mehr benutzen möchte, dann brauchst du halt eher die Premium-Variante.
Tim Uhlott: Ja, genau so.
Tim Uhlott: Deswegen, wir haben einfach erstmal ein simples Problem, sag ich mal, gefunden und das hat einfach perfekt erstmal gelöst, auch in der Free-Variante.
Tim Uhlott: Und wenn du mehr willst, kannst du halt gerne Geld bezahlen.
Tim Uhlott: Was glaubst du denn, so ganz einfach, können wir denn sonst noch so von Calendly lernen?
Tim Uhlott: Was wird dir noch so einfallen?
Moritz Hofmann: Also das erste ist, der Name ist gut, finde ich.
Tim Uhlott: Mhm.
Tim Uhlott: Mhm.
Moritz Hofmann: Der Name ist gut.
Moritz Hofmann: Also auch wenn es das Wort Calendly ja eigentlich nicht gibt, aber das bleibt einem sofort im Kopf.
Moritz Hofmann: Das ist direkt angelehnt an Kalender.
Moritz Hofmann: Das finde ich sehr gut.
Moritz Hofmann: Und die Umsetzung von denen, das haben die wirklich so gemacht, dass es sehr simpel ist für den Nutzer, finde ich.
Tim Uhlott: Ja, finde ich auch.
Tim Uhlott: Wie wichtig findest du denn das denn so ein Name von einem Produkt oder von einem Unternehmen?
Tim Uhlott: Hm?
Tim Uhlott: Hm?
Moritz Hofmann: Ich finde, zum Start, um zu testen, ist das irrelevant.
Moritz Hofmann: Aber wenn es darum geht, dass Leute darüber sprechen, das weiterempfehlen und wenn du so eine Strategie hast, dass Leute darüber sprechen und das weiterempfehlen sollten, dann finde ich das Name schon relevant an dem Punkt.
Tim Uhlott: Ja, ja.
Moritz Hofmann: Was meinst du denn?
Tim Uhlott: Ja, da stimme ich dir auf jeden Fall zu.
Tim Uhlott: Ich finde, es ist immer schwierig, sich für einen Namen zu entscheiden.
Tim Uhlott: Das macht es immer echt gar nicht so einfach.
Tim Uhlott: Aber manchmal wird man auch in eine Richtung getreten.
Tim Uhlott: Zum Beispiel meine eine Firma hieß ja erst Orange Pair Software.
Tim Uhlott: Muss ich da denn gar den Pair Software umbenennen?
Tim Uhlott: War eigentlich erst gar nicht so zufrieden mit dem Namen.
Tim Uhlott: Aber jetzt gefällt er mir einfach doch umso viel besser.
Tim Uhlott: Und wenn du halt irgendwie deutlich machst, dass du erst vorher so hießt und jetzt so heißt,
Tim Uhlott: verliert man glaube ich auch dadurch auch keine Kunden und den Kunden ist es vielleicht sogar auch egal, vielleicht wieder am Ende heißt, ne, aus wenn man sich viel gut findet.
Moritz Hofmann: Ja.
Tim Uhlott: Was ich dann auch noch sehr interessant fand, für Karl Lenley wurde jetzt keine Marktrecherche gemacht, sondern er hat einfach sich hingesetzt, das Produkt angefangen zu bauen, Geld zu sammeln oder nachher, ne, Seed Money und so weiter und so fort.
Tim Uhlott: Er fand einfach das Problem, hat er selber einfach so groß einfach gehabt,
Tim Uhlott: Und dann dachte er sich einfach, ja gut, das haben bestimmt ganz viele andere auch.
Tim Uhlott: Ist vielleicht nicht dieser Standard-Startup-Weg, den wir jetzt auch so ein bisschen gelernt haben, Moritz.
Moritz Hofmann: Hm.
Moritz Hofmann: Hm.
Tim Uhlott: Erst mal wirklich das Produkt wirklich validieren und vielleicht dann schon mal Kunden suchen oder so.
Tim Uhlott: Aber manchmal hilft es auch wirklich, wenn man selber das Problem hat, dann haben es wahrscheinlich auch andere Leute, die in deinem Umkreis sind, die auch Termine.
Tim Uhlott: buchen wollen oder so.
Tim Uhlott: Und er hat das halt so gemacht, er ist ein Mini-MVP gebaut, damit ist er rausgegangen, getestet dann und hat dann iterativ verbessert mit dem Geld, was er dann einfach selber aufgenommen hat, plus er nachher gesammelt hat.
Moritz Hofmann: das ist ja auch so interessant, also man stößt immer wieder auf Unternehmer, die auf eine ganz andere Art und Weise gestartet sind, als man das aus dem Textbuch kennt und ich glaube, dass es einfach ganz viele Arten und Weisen gibt, wie man als Unternehmen starten kann und wir wissen ja nicht, ähm, ähm,
Moritz Hofmann: ob er jetzt einfach viel Glück hatte oder ob die normale Variante einfach auch genauso viel Glück braucht.
Moritz Hofmann: Also welche Variante jetzt wirklich besser ist.
Moritz Hofmann: Ich habe noch nie eine Studie darüber gesehen, die sagt ja, wenn man eine Marktrecherche macht, dann wird es alles gut.
Tim Uhlott: Ja, ich glaube, es ist einfach überall auch viel Glück einfach mit dabei.
Tim Uhlott: Und ich glaube, wie du es vielleicht auch danach einfach verkaufst und einfach auftrittst mit dem Produkt.
Tim Uhlott: Weil so wie Nils es ja in unserer Folge gesagt hat, als er Gast war, du musst halt irgendwie Neugier für dein Produkt erschaffen.
Tim Uhlott: Und ich glaube vielleicht, wenn du das dann irgendwie schaffst, erst recht, wenn du selber davon begeistert bist, hilft das vielleicht und so kannst du es vielleicht dann
Tim Uhlott: Größe aufzählen.
Tim Uhlott: Aber ja, interessante Frage.
Tim Uhlott: Ja, und dann, wen hast du rausgesucht, Moritz?
Moritz Hofmann: Dann fange ich jetzt zuerst mit dem an, wo ich denke, der hat auch ziemlich viel ohne Werbung gemacht.
Moritz Hofmann: Also beide haben das eigentlich, aber mit dem ich jetzt anfangen möchte, das ist, denke ich, Nick Francis.
Moritz Hofmann: Der, sagt dir das was?
Moritz Hofmann: Der Name?
Tim Uhlott: Ja, ich glaube, das hast du letzte Woche einmal schon mal erwähnt, meine ich.
Moritz Hofmann: Genau, richtig.
Moritz Hofmann: Genau und also der hat die Firma HelpScout gegründet im Jahr 2011 und war da jetzt auch 15 Jahre lang CEO, ist jetzt davon zurückgetreten, ist jetzt Shareman und unterstützt auch andere Gründer und sowas.
Moritz Hofmann: Und was ich da einfach, also ich fand das Produkt einfach so toll, was mich eigentlich so viele Jahre schon da fasziniert hat.
Moritz Hofmann: Eigentlich ist es nur einfach ein Helpdesk.
Moritz Hofmann: Also es ist nur eine Lösung, um deinen Kunden Support zu bieten, mehr oder weniger.
Moritz Hofmann: Aber Aber die wollten...
Moritz Hofmann: Die wollten den Support so machen, dass der sich menschlich anfühlt und dass man sozusagen nicht wie ein Ticket behandelt wird, sondern wie ein Mensch.
Moritz Hofmann: Das haben die total durchgezogen.
Moritz Hofmann: Nicht nur in allen Details im Produkt, sondern auch wie die eigenen Mitarbeiter mit ihren Kunden umgegangen sind.
Moritz Hofmann: Und dadurch...
Moritz Hofmann: Das Ziel war dann so, die freundlichste Supportfirma der Welt zu werden und dadurch sind die halt ganz viel auch über Mundpropaganda weiterempfohlen worden.
Moritz Hofmann: Hat eine sehr hohe Kundenbindung.
Moritz Hofmann: Wie gesagt, ich habe das Produkt vielleicht mal sechs Monate lang benutzt, aber ich liebe es immer noch.
Moritz Hofmann: Und ja, das finde ich einfach spannend.
Moritz Hofmann: Besonders, dass man das so sehr lebt, diese Mission, die man auch hat.
Tim Uhlott: Ja, das ist schon richtig cool.
Tim Uhlott: Frag ihn mal, ob er in einen Podcast kommen möchte.
Moritz Hofmann: Dass zum Beispiel, als ich ihn da mal angeschrieben hatte, also den Geschäftsführer von so einem großen Unternehmen, hat er mir geantwortet.
Tim Uhlott: Da war er einen guten, interessanten Gast.
Moritz Hofmann: Hat er mir mehrmals geantwortet, mir irgendwie Tipps gegeben, wie ich mein eigenes Startup aufziehen kann.
Moritz Hofmann: Also das ist schon Next Level, finde ich, also von diesen Werten her und so.
Moritz Hofmann: Ja, und ja, ich weiß nicht, also das ist, das bewundere ich und das natürlich würde ich auch gerne, also das finde ich eigentlich fast noch wichtiger, also so eine
Moritz Hofmann: ein Produkt, was das Problem wirklich in den kleinsten Details super löst und die richtigen Werte oder die richtige Mission beeindruckt mich mehr, als ob die Firma jetzt Milliarden oder Millionen Umsatz hat.
Tim Uhlott: Funktioniert Helpdesk dann so, dass ich als Unternehmen mir Supportkräfte einkaufen kann, die für mich dann meine Tickets bearbeiten?
Tim Uhlott: Oder wie funktioniert das?
Moritz Hofmann: Nee, du kaufst ein Support-Suit, also womit du als Team Support-Tickets bearbeiten kannst oder womit du auch einen Live-Chat hast auf deiner Webseite.
Tim Uhlott: Ah, okay, verstehe.
Moritz Hofmann: Und das haben die halt so für ihre Kunden gelöst, dass die Kunden von deren Kunden das Gefühl haben, sie werden total Mensch, also dass sie einfach nur mit einem Mensch sprechen und nicht irgendwie eine Nummer sind oder sowas.
Tim Uhlott: Wie hast du das denn benutzt?
Tim Uhlott: Für was?
Moritz Hofmann: Wie habe ich das benutzt?
Moritz Hofmann: Ich hatte das benutzt eine Zeit lang bei meinem Online-Shop, Gold4SMS, damals.
Moritz Hofmann: Und was ganz...
Moritz Hofmann: Was ganz cool war, man konnte sich so Regeln erstellen.
Moritz Hofmann: Zum Beispiel konnte ich dann die einzelnen Kunden von mir mit einem Wert versehen, zum Beispiel wie viel Geld die schon bei mir ausgegeben haben.
Moritz Hofmann: Und dann konnte ich die Support-Tickets danach sortieren, wenn ich das möchte.
Moritz Hofmann: Und in den E-Mails war keine Art von Nummer oder so ein Code für das Ticket sichtbar.
Moritz Hofmann: Trotzdem hat das System das richtig in das richtige Ticket eingeordnet.
Moritz Hofmann: Also für den Kunden sah es dann eher so aus, als wenn er mir einfach eine E-Mail geschrieben hat, obwohl es halt in der Support Suite drin ist.
Tim Uhlott: Ah, okay.
Tim Uhlott: Ja, ist doch schon ziemlich cool.
Tim Uhlott: Ja.
Moritz Hofmann: Ja, und man konnte für damalige Verhältnisse, das war irgendwie bei mir so 2015 oder so, konnte man halt schon sehr viel mit den Daten machen, an wen die zugewiesen werden, wie die geordnet werden und so weiter.
Moritz Hofmann: Und
Moritz Hofmann: Genau, das war, das hat mich beeindruckt und halt, dass das einzige, die einzige Software, die ich damals gefunden hatte, die das halt so macht, dass es sich wie eine persönliche Konversation anfühlt.
Tim Uhlott: Okay, das ist cool.
Tim Uhlott: Weißt du, wann die gegründet wurden?
Tim Uhlott: 2011.
Tim Uhlott: Okay.
Moritz Hofmann: 2011, glaube ich.
Tim Uhlott: Weißt du, was die für einen Umsatz machen?
Tim Uhlott: Okay.
Moritz Hofmann: Ich glaube, irgendwas im Millionenbereich, zwei- oder dreistelligen Millionenbereich, glaube ich, ja.
Moritz Hofmann: Genau.
Moritz Hofmann: Und die Firma ist komplett bootstrapped.
Moritz Hofmann: Also die haben kein Geld aufgenommen.
Moritz Hofmann: Das macht es für mich auch nochmal sympathisch, weil das waren drei Gründer.
Moritz Hofmann: Und die wollten was gründen.
Moritz Hofmann: Am Anfang haben die dann einfach eine Werbeagentur gemacht und immer wieder kleine Projekte selber versucht zu machen, die ja auch oft dann halt nicht funktioniert haben.
Moritz Hofmann: Bis sie dann auf diese Helpdesk-Sache gestoßen sind und dann...
Moritz Hofmann: waren deren erste Kunden auch die Kunden, die die schon in der Werbeagentur hatten.
Tim Uhlott: Okay, das hilft natürlich, wenn du irgendwelche Kunden direkt mitnehmen kannst und die direkt mit dem Produkt begeistern kannst.
Tim Uhlott: Das ist halt schon ganz cool, nimmt dann viel Arbeit ab.
Tim Uhlott: Okay.
Moritz Hofmann: Ja, und ich weiß nicht, ich hatte einfach immer das Gefühl, dass es irgendwie so ein hochqualitatives Produkt ist.
Moritz Hofmann: Es kommt nicht mal nur von dem Produkt selber, sondern auch der Blog, den die haben.
Moritz Hofmann: Der ist so interessant.
Moritz Hofmann: Also von meinen eigenen Projekten in der Vergangenheit, das ist dann eher so, ja, lass mal schnell einen Blogbeitrag mit ChatGPT generieren, damit wir ein bisschen SEO kriegen.
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Ja.
Moritz Hofmann: Und das war, das war komplett anderes Level.
Moritz Hofmann: Also die hatten, die waren eine der ersten größeren Unternehmen, die komplett remote aufgebaut waren und
Moritz Hofmann: das hatten die dann in ihren Blogbeiträgen auch oft thematisiert, wie die ihre Mitarbeiter remote aufgebaut haben, wie die die Teamfähigkeit oder wie sich das Team besser kennenlernen konnte über Remote und was die da so für Aktionen machen, jede Woche oder jeden Monat oder so.
Moritz Hofmann: Interessante Ideen dabei gewesen.
Moritz Hofmann: Also zum Beispiel haben die eingeführt, dass einmal pro Woche
Moritz Hofmann: hat ein Random-Mitarbeiter mit einem anderen Random-Mitarbeiter jeweils ein One-on-One-Videogespräch, wo die sich einfach besser kennenlernen.
Tim Uhlott: Go ahead.
Moritz Hofmann: Oder wenn zum Beispiel irgendwas Größeres passiert ist, zum Beispiel, die haben jemand Neues angestellt oder so, dann hat die Person, die für Human Resources zuständig ist, hat dann ein Video aufgenommen, so ein witziges Video über die neue Person und wie man das...
Moritz Hofmann: wie das so in die Firma integriert wird oder so.
Moritz Hofmann: Das eine Video, was ich gesehen hatte, da hatte die Human Resources Frau, hat dann so getan, als wäre sie Center.
Moritz Hofmann: Ho, ho, ho.
Moritz Hofmann: Und dann hat das ganze Video da rein so eingebettet, so weißt du.
Moritz Hofmann: Ja.
Tim Uhlott: Okay, das ist ja krass.
Tim Uhlott: Das war auch schon alles vor Corona.
Tim Uhlott: Dann gefühlt erst die ganze Remote-Arbeitswelt so ein bisschen los.
Tim Uhlott: verrückt.
Tim Uhlott: Wie ist denn dein Standpunkt dazu?
Moritz Hofmann: Genau.
Tim Uhlott: Als Gründer dann eher auch dann Full Remote, Half Remote, immer alle vor Ort?
Moritz Hofmann: Das ist so schwierig.
Moritz Hofmann: Das kommt, glaube ich, ganz auch darauf an, mit wem du zusammenarbeitest.
Moritz Hofmann: Also wie man miteinander so kann und wie die Atmosphäre so ist.
Tim Uhlott: Mhm.
Moritz Hofmann: Was meinst du denn?
Tim Uhlott: Stimme ich dir eigentlich zu.
Tim Uhlott: Es ist so ein 50-50-Ding.
Tim Uhlott: Wenn man Sachen zu besprechen hat, dann finde ich es gut, wenn man zusammen irgendwo sitzt.
Tim Uhlott: Weil wenn man sich persönlich gegenüber übersetzt, kann man manchmal besser diskutieren.
Tim Uhlott: Man hat manchmal bessere Arbeitsmittel einfach.
Tim Uhlott: kannst du das in Whiteboard oder hast vielleicht nochmal deinen Blog dabei, hat dir nochmal seinen eigenen Laptop vielleicht noch dabei, man kann mehr recherchieren, mehr aufschreiben, mehr zeigen.
Tim Uhlott: Klar, es gibt dann so einige Tools dann wirklich auch, die du halt nutzen kannst.
Tim Uhlott: Im Online hast du so ein Whiteboard oder so, aber ich finde, das funktioniert nicht so gut, wie wenn du zusammen vor Ort einfach bist und dann einfach mal in so einen Markkernier nimmst und einfach mal was dran schreibst.
Tim Uhlott: Aber ich bin auch großer Fan von Remote Work,
Moritz Hofmann: Ja, ja.
Moritz Hofmann: Total.
Tim Uhlott: Ich hasse dieses Hin- und Herfahren.
Tim Uhlott: Das finde ich ist immer viel Zeitverschwendung.
Tim Uhlott: Und manchmal kann man es einfach besser auch zu Hause.
Tim Uhlott: Einfach konzentrieren.
Tim Uhlott: Man schafft einfach mehr.
Tim Uhlott: Das ist einfach mein Gefühl.
Moritz Hofmann: Ich stimme dir da auch komplett zu.
Moritz Hofmann: Ich meine, bei meinem Job, den ich aktuell ausübe als E-Commerce Manager, da ist es für mich perfekt, einen Tag die Woche da zu sein.
Tim Uhlott: Hm.
Moritz Hofmann: Nicht mal, um da zu arbeiten, sondern einfach, um die Leute besser kennenzulernen vor Ort, um da irgendwie das Teamgefühl auch weiter auszubauen und so ein bisschen so Networking zu betreiben, fast schon.
Tim Uhlott: Ja.
Moritz Hofmann: Und die meiste Arbeit mache ich dann zu Hause.
Moritz Hofmann: Auf der anderen Seite, bei meiner ersten Firma, bei meinem Online-Shop, den habe ich ja auch komplett remote aufgebaut.
Moritz Hofmann: Das ging für mich gar kein Problem, weil ich hatte ja auch am Anfang, war ich der einzigste Angestellte, da habe ich immer alles alleine remote gemacht.
Tim Uhlott: egal wo du bist oder da ist der firmen sitzt du bist
Moritz Hofmann: Genau, aber immer so als Ein-Mann-Armee, aber da hat dann leider oft die Enttäuschung bekommen, dass Mitarbeiter von mir remote nicht so viel gearbeitet haben.
Moritz Hofmann: Und ich wollte natürlich, für mich hat das Geschäft auch gestresst und ich wollte möglichst schnell vorankommen und so und das war dann natürlich...
Moritz Hofmann: ja, hat auch negative Seiten, ne, wenn du natürlich die richtigen Leute hast, die dann wirklich auch remote dann reinhauen, sozusagen.
Tim Uhlott: Ich glaube, das ist dann wirklich personenabhängig.
Tim Uhlott: Also man kann auch im Büro so tun, als würde man arbeiten.
Moritz Hofmann: Deswegen.
Moritz Hofmann: Verstanden.
Tim Uhlott: Du kannst 20 Tabs auf dem Arm und hier und da überklicken.
Tim Uhlott: Das heißt nicht nur, weil man zusammen vor Ort ist, dass die Person da vielleicht besser arbeitet.
Tim Uhlott: Hm.
Moritz Hofmann: Du hast vollkommen recht.
Moritz Hofmann: Ich glaube auch, dass es personenabhängig ist.
Moritz Hofmann: Es gibt auch manche Leute, die arbeiten einfach remote mehr oder manche Leute, die arbeiten einfach in Person mehr.
Moritz Hofmann: Und man muss, das ist halt auch so ein bisschen, man muss das herausfinden mit der Person, mit der man jetzt arbeiten möchte, wie funktioniert es am besten.
Tim Uhlott: Ja, ja.
Tim Uhlott: Auf jeden Fall.
Tim Uhlott: Sollen wir dann zu der nächsten Person, zum nächsten Unternehmen kommen, Moritz?
Moritz Hofmann: Sehr gerne.
Tim Uhlott: Was hältst du davon?
Tim Uhlott: Sehr gut.
Tim Uhlott: Für deine verschiedenen Unternehmen, die du ja schon mal gegründet hast, ausprobiert hast, hast du wahrscheinlich schon mal irgendwelche Design-Pools benutzt.
Tim Uhlott: Was hast du da genutzt?
Moritz Hofmann: Photoshop, Figma, Canva, Canva, was noch?
Moritz Hofmann: Früher viel Paint.
Moritz Hofmann: Ja, also, ja, also.
Moritz Hofmann: Ähm.
Tim Uhlott: Hast du auch mal diese Boxen gezogen und die mal ausgefüllt dann?
Tim Uhlott: Mit Farbe?
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Was gefällt dir davon am besten?
Tim Uhlott: Den Tools, die du gerade genannt hast?
Moritz Hofmann: Je nachdem, ob ich das jetzt, also zum Beispiel Figma kann ich nicht so gut bedienen, aber als jemand, der dann nur bewertet und dem Designer sagt, was er tun soll, finde ich Figma eigentlich total top.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Tim Uhlott: Hm.
Moritz Hofmann: Paint kann ich sehr gut bedienen.
Moritz Hofmann: Und sogar Photoshop kann ich auch noch gut Sachen selber ändern oder so.
Moritz Hofmann: Aber mit Figma habe ich mich noch nicht so sehr auseinandergesetzt, selber da Sachen zu machen.
Moritz Hofmann: Deswegen, das kommt ein bisschen darauf an, in welcher Rolle ich das dann benutze.
Moritz Hofmann: Und du?
Tim Uhlott: Ich benutze relativ viel Canva, weil ich finde, das ist sehr einfach und auch sehr gut gut zu benutzen.
Moritz Hofmann: Ja.
Tim Uhlott: Und was ich auch ganz cool finde, es gibt halt, ich bin jetzt nicht so super kreativ, es gibt halt sehr viele Templates einfach.
Tim Uhlott: bei Canva.
Tim Uhlott: Das heißt, es gibt viele Sachen, die einfach durch externe Dritte halt irgendwie entwickelt wurden und die du einfach bei dir reinziehen kannst.
Tim Uhlott: Die größten Teil davon ist kostenlos, aber es gibt natürlich auch eine Paid-Variante und so weiter und so fort.
Tim Uhlott: Aber ich benutze das meistens beziehungsweise im Moment wieder kostenlos.
Tim Uhlott: Ich hatte mal kurz die Paid-Variante von Canva, weil man dann nur HD-Bilder downloaden konnte, sonst war das immer so eine schlechte Qualität einfach.
Tim Uhlott: Aber im Moment bin ich wieder umgestiegen.
Tim Uhlott: Erstmal auf die Free-Variante.
Tim Uhlott: wurde?
Moritz Hofmann: Vielleicht, dass man es einfacher macht, für Nicht-Designer Design zu erstellen?
Moritz Hofmann: Nein.
Tim Uhlott: So ein bisschen, genau.
Tim Uhlott: Canva wurde nämlich von Melanie Perkins gegründet.
Tim Uhlott: Kennst du die Frau?
Tim Uhlott: Okay, ja, ist halt auch so.
Tim Uhlott: Kenner kennt dann auch jeder, aber die CEO, CEOin dann dahinter oder die Gründerin ist dann meistens einfach so unbekannt.
Tim Uhlott: Wenn man die Personen einfach nicht so krass in der Öffentlichkeit dann stehen wie andere.
Tim Uhlott: Aber ja, sie hatte das dann auch zum Beispiel.
Tim Uhlott: Sie hat erkannt, dass einfach viele Menschen Schwierigkeiten haben, Design-Tools zu benutzen.
Tim Uhlott: Zum Beispiel Photoshop, wie du zum Beispiel gerade genannt hast.
Tim Uhlott: Erstens musst du dafür viel Geld blechen, außer man kommt irgendwie anders an, die Möglichkeit das zu nutzen.
Tim Uhlott: Aber auch wenn man es dann hat, ist es halt sehr kompliziert auch einfach zu benutzen.
Tim Uhlott: Es ist nicht unbedingt immer so anfängerfreundlich.
Tim Uhlott: Es gibt natürlich auch noch andere Tools, wie du schon gesagt hast, wie Figma oder Crello.
Tim Uhlott: Crello?
Tim Uhlott: Soll ich das auch spreche?
Tim Uhlott: Das ist ähnlich.
Tim Uhlott: Wir kennen das so ein bisschen, aber weniger bekannt.
Tim Uhlott: Die Sachen gab es dann auch noch nicht, als Kenner gegründet wurde.
Tim Uhlott: Und ihre Idee war halt einfach ein Tool zu schaffen, das einfach zu bedienen ist und das einfach jedem Noob ermöglicht, einfach schöne Grafiken einfach zu erstellen, die du dann ja heutzutage einfach bei Instagram, bei Facebook, bei LinkedIn ja einfach alle dann ganz super easy posten kannst.
Moritz Hofmann: Ja.
Tim Uhlott: Du kannst die Sachen einfach zusammenklickern, Schriften dahin schreiben, Text dahin hinpacken, ein bisschen Bilder noch zusammensuchen, da mal ein bisschen was rotieren und mittlerweile gibt es ja die ganzen Animationen,
Tim Uhlott: Was ja auch einfach super easy ist für Anfänger einfach.
Moritz Hofmann: Ja, richtig.
Moritz Hofmann: Ich erinnere mich auch, als ich Canva mal benutzt habe, da wollte ich auch was selber gestalten und ich war selber der Designer sozusagen.
Moritz Hofmann: Das ging richtig gut eigentlich damit.
Moritz Hofmann: Und natürlich, das hätte ich jetzt nicht mit Paint machen können, was ich mit Canva gemacht habe.
Moritz Hofmann: Also von daher.
Moritz Hofmann: Okay.
Tim Uhlott: Kannst du schon?
Tim Uhlott: Wahrscheinlich dauert es einfach nur ein bisschen länger.
Tim Uhlott: Melanie Perkins, 1987 geboren, kommt aus Australien, hat dann mit 14 ihr erstes kleines Unternehmen ein bisschen gestartet, hat dann handgemachte Schals auf lokalen Märkten verkauft, hat dann Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Wirtschaft an der University of Western Australia studiert und hat halt
Tim Uhlott: neben des Studiums, weil es dann noch ein bisschen ihr Hobby war, weil sie einfach so ein Händchen dafür hatte, als Tutorin für Grafikdesign gearbeitet und halt wirklich erkannt, dass einfach ihre ganzen Schülerinnen einfach richtig Probleme haben.
Tim Uhlott: Die haben dann mit irgendwelchen Adobe-Tools gearbeitet, wie Photoshop oder Adobe Express und so weiter und so fort.
Tim Uhlott: Und die hatten halt richtig Probleme einfach damit.
Tim Uhlott: Und dann hat sie sich überlegt, okay, da kann man doch irgendwie was draus machen, das geht doch irgendwie besser.
Tim Uhlott: Und hat dann angefangen, 2013 Canva zu gründen.
Tim Uhlott: Aber bevor sie Canva gegründet hat, also die hat das ziemlich gut gemacht, ziemlich erfolgreich, denn nämlich 2007, also als sie 20 war,
Tim Uhlott: durch, naja.
Tim Uhlott: Der 20-Jahr hat sie Fusion Books gegründet.
Tim Uhlott: Das war ihr zweites Unternehmen, nachdem Charles auf den Märkten.
Tim Uhlott: Fusion Books ist nämlich eine Online-Plattform für Schuljahresbücher.
Tim Uhlott: Das heißt, dass die Schulen in Australien einfach online darüber diese Jahresbücher gestalten können.
Moritz Hofmann: Ach, interessant.
Moritz Hofmann: Ging auch wieder um Gestaltung und Design.
Moritz Hofmann: Okay.
Tim Uhlott: Und statt halt alles zu drücken und so.
Tim Uhlott: Ja, genau.
Tim Uhlott: Immer Design, immer Gestaltung.
Tim Uhlott: Und wurde dann halt Marktführer in Australien.
Tim Uhlott: Also schon nicht schlecht.
Tim Uhlott: Und danach, sechs Jahre später, 2013, hat sein Canva gegründet.
Tim Uhlott: Das ist heute eines der weltweit bekanntesten Tools für Grafikdesign, Vermögen von Privatpersonen und halt unternehmerfähig genutzt.
Tim Uhlott: Aber jetzt ist das Interessante.
Tim Uhlott: Was glaubst du, mit wie vielen Investoren sie gequatscht hat?
Tim Uhlott: Von wie vielen Investoren sie gepitcht hat, bis Canva finanziert war?
Moritz Hofmann: Gar keinen, weil sie schon die ganzen Leute kannte?
Tim Uhlott: Nee, nee.
Tim Uhlott: Wäre auch eine gute Antwort.
Tim Uhlott: Nee, sie hat von 100 Investoren Absagen bekommen.
Moritz Hofmann: Was?
Tim Uhlott: Ja, bevor sie die ersten Zusagen gekriegt hat.
Tim Uhlott: Verrückt, ne?
Moritz Hofmann: Da ist sie aber lange dran geblieben, würde ich mal sagen.
Tim Uhlott: Das ist... Ja.
Moritz Hofmann: Andere Leute probieren sechs Wochen eine Idee aus und sagen, wir haben nur fünf Kunden gekriegt.
Moritz Hofmann: oder nur fünf Interessenten, hören wir mal wieder auf und sie macht einfach 100 Investoren durch.
Tim Uhlott: Ja, da kann man auch wieder für sich selber mitnehmen.
Tim Uhlott: Einfach dranbleiben, einfach versuchen.
Tim Uhlott: Einfach an die eigene Idee glauben, dahinterstehen.
Tim Uhlott: Da hörst du vielleicht 100 Mal Nein und dann das 101 Mal hast du wählen, jo, geil, ich teile die Vision wie du, finde ich gut, verstehe ich.
Tim Uhlott: Lass uns das durchziehen.
Tim Uhlott: Ist schon ziemlich cool.
Moritz Hofmann: Das ist inspirierend schon irgendwie, ne?
Tim Uhlott: Auf jeden Fall.
Tim Uhlott: Was glaubst du denn, was sie denn jetzt für einen Jahresumsatz machen?
Moritz Hofmann: Dreistelliger Millionenbereich?
Moritz Hofmann: Ich weiß nicht.
Tim Uhlott: 3,5 Milliarden US-Dollar.
Tim Uhlott: Ja, ist schon krass.
Tim Uhlott: Dann stellt man diese 100 Investoren davor und die ärgern sich wahrscheinlich zu Tode.
Moritz Hofmann: War nur ihr Sprungbrett, die 100 Investoren.
Moritz Hofmann: Geil.
Tim Uhlott: Erst recht haben sie wahrscheinlich schon nach zwei Jahren geärgert, weil 2015, 2013 die Gründung, 2015 50 Mitarbeiter schon und dann schon ein Jahresumsatz von 165 Millionen US-Dollar.
Tim Uhlott: dann ging es 21 auf eine Milliarde, 24, 2,7, 2,8 und jetzt halt ja die über 3,5 Milliarden, eine Bewertung von 42 Milliarden und ja, über 5000 Mitarbeiter.
Tim Uhlott: Ist schon eine Hausnummer, ne?
Moritz Hofmann: cool.
Tim Uhlott: Was glaubst du, wie viele Leute monatlich Kernwaren nutzen?
Moritz Hofmann: Oh, ich weiß nicht genau, wie teuer Canva ist, aber wenn Canva so 10 Dollar im Monat ist, dann müssen das jetzt schon, ja, da gibt es noch die kostenlosen, das wollte ich gerade sagen.
Tim Uhlott: Auch die kostenlosen Nutzer.
Moritz Hofmann: Das heißt, ich denke im Milliardenbereich auf jeden Fall.
Moritz Hofmann: Okay.
Tim Uhlott: Es sind 265 Millionen monatlich aktive Nutzer und wird in 95% der Fortun 500 Unternehmen eingesetzt.
Tim Uhlott: Kunden.
Tim Uhlott: Das heißt, knapp 10%.
Moritz Hofmann: Sie hat jetzt selber diesen schwierigen Weg mit den Investoren durchgemacht.
Moritz Hofmann: Unterstützt sie jetzt heute selber auch junge Startups oder finanziert die oder so?
Tim Uhlott: Das ist eine sehr gute Frage.
Tim Uhlott: Das hatte ich leider nicht recherchiert, aber wäre eigentlich ganz cool, wenn sie das jetzt macht, wenn sie erst selber so viele Probleme einfach damit hatte und jetzt ohne eine Knete macht.
Moritz Hofmann: Okay, okay, okay.
Tim Uhlott: Dann kann man wahrscheinlich auch mal gut irgendwie Leute selber unterstützen.
Tim Uhlott: Aber das kann ich dir leider nicht sagen.
Tim Uhlott: Fürs nächste Mal müssen wir mal recherchieren.
Tim Uhlott: Ja, und hier ist es halt auch wieder genau das Gleiche wie bei Calendly.
Tim Uhlott: wieder keine teure Werbung halt wirklich gemacht, ne?
Tim Uhlott: Wirklich einfach ein gutes Produkt einfach gebaut, was er einfach wieder durch Mundpropaganda sich einfach wieder verbreitet hat einfach, ne?
Moritz Hofmann: Ja, das ist ist schon cool.
Moritz Hofmann: Ich weiß nicht, wieso, aber mich sprechen... Also, das ist cool, dass sie so erfolgreich geworden sind, dass der Herr mit dem Calendly auch so erfolgreich geworden ist.
Moritz Hofmann: Aber mir gefällt es noch mehr, wenn das halt so missionsgetrieben ist, wenn die sozusagen genau das leben, was sie leben wollen.
Moritz Hofmann: Weißt du, was ich meine?
Tim Uhlott: Aber weiß ich gar nicht.
Tim Uhlott: Also die beiden Produkte von den beiden, die kamen ja aus eigenen Problemen.
Moritz Hofmann: Stimmt, aus eigenem Problem heraus entstanden.
Moritz Hofmann: Das stimmt.
Tim Uhlott: Also ich glaube schon, dass die selber sehr begeistert von ihren Produkten sind, weil die sind halt immer noch CEOs auch von den Produkten, die beiden.
Tim Uhlott: Sind ja weltweit einer der größten privaten Unternehmen noch.
Tim Uhlott: Und ich glaube schon, wenn du an so krass auch dahinter stehst, dann baust du halt auch ein geiles Produkt erst recht, wenn du es selber geil findest.
Tim Uhlott: Also ich glaube, man muss halt wirklich gut dahinter stehen, wirklich Interesse einfach an seinem eigenen Produkt auch einfach haben und nicht nur denken, ja, ich baue jetzt hier mit ChatGPT das neue SAS-Tool, um einfach jetzt viel Geld zu machen.
Moritz Hofmann: naja.
Tim Uhlott: Ich glaube, das funktioniert in 99,9% der Fälle wahrscheinlich nicht.
Tim Uhlott: nicht vielleicht mal glück aber ich glaube ja nicht ich glaube dass dahinter stehen das ist echt echt wichtig ja genau das ist iterativ einfach verbessern sei natürlich auch mal guckt was wir vielleicht davon mitnehmen können was ein bisschen strategien von denen auch so ein bisschen sind weil
Moritz Hofmann: Ja, das dahinterstehen geht ja nicht nur darum, dass man irgendwie einen Kredit aufnimmt, geht auch einfach darum, dass man lange dran glaubt und immer weiter dran arbeitet, oder?
Tim Uhlott: Wieder, wie gesagt, keine Werbung.
Tim Uhlott: Irgendwie muss er trotzdem die Leute begeistern, irgendwie dranhalten.
Tim Uhlott: Und Kenner hat am Ende drei Strategien so ein bisschen.
Tim Uhlott: Die haben einmal dieses Template-Prinzip.
Tim Uhlott: Das heißt, du hast ganz einfache Vorlagen.
Tim Uhlott: Jeder kann direkt loslegen.
Tim Uhlott: Also auch, wenn du bei Google einfach suchst.
Tim Uhlott: Ich will jetzt bei Instagram was posten.
Tim Uhlott: Ich brauche eine Instagram-Vorlage.
Tim Uhlott: Wo landest du?
Tim Uhlott: Bei Kenner.
Tim Uhlott: ich will einen Lebenslauf machen, wo bist du?
Tim Uhlott: Canva.
Tim Uhlott: Ich brauche eine Speisekarte, ich bin im Restaurant, wo bist du?
Moritz Hofmann: Mhm.
Tim Uhlott: Canva.
Tim Uhlott: SEO haben die einfach super optimiert und einfach dieses Template-Prinzip, du kannst direkt loslegen, ist einfach gemacht, einfach gestaltet.
Tim Uhlott: Du kannst einfach dann direkt loslegen mit deinen Ideen, mit deinen Produkten, du musst dir um wenig Gedanken machen, musst du es halt nur hübsch machen und da hilft dir Canva ja auch einfach entspannt, weil
Tim Uhlott: Und das, was ich persönlich halt ziemlich cool finde, am Anfang erwähnt habe, es gibt ja diesen Community-Content dann einfach.
Tim Uhlott: Das heißt, du kannst nicht nur die Sachen einfach, die Canva dir vorgibt, sondern es gibt halt auch wirklich Millionen von Designern, die ihre Ideen, ihre Templates, ihre Elemente einfach entweder verkaufen auch, die du dann kaufen kannst, kannst du dir so Bibliotheken freischalten oder halt die einfach kostenlos einfach veröffentlichen.
Tim Uhlott: Dadurch wächst halt Canva von alleine einfach, ne?
Moritz Hofmann: Krass.
Tim Uhlott: Du musst selber dann wenig Content hinzufügen, sondern hast einfach deine Millionen von Designern, die geile Ideen haben und die helfen dir selber einfach mit zu wachsen.
Moritz Hofmann: Free.
Moritz Hofmann: Das ist fast schon free Wachstum.
Tim Uhlott: Und, ja, wirklich.
Tim Uhlott: Freer wachst du wirklich.
Tim Uhlott: Und es kann sich halt, halt, jeder kann direkt loslegen.
Tim Uhlott: Du brauchst keine Schulung, du brauchst keine Tutorials, du klickst auf Canva drauf,
Tim Uhlott: Das ist ein dicker Button, neues Projekt, der sagt dir, mit was willst du starten?
Tim Uhlott: Willst du jetzt deinen Instagram-Post machen?
Tim Uhlott: Willst du deinen Lebenslauf machen?
Tim Uhlott: Klickst du drauf, ziehst deine Sachen zusammen, hast einen dicken Speichern-Button, der speichert dir das als PNG oder was auch immer.
Tim Uhlott: Fertig.
Tim Uhlott: 30 Sekunden hast du das Produkt einfach verstanden.
Moritz Hofmann: schon krass krass ja hat sie gut aufgesetzt aber sie hat wahrscheinlich auch sehr viel sehr viel trial and error gemacht ich meine wenn man sich zum beispiel so was die google anschaut google erste google war auch nicht so geil also
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Das ist schon verrückt.
Tim Uhlott: auf jeden fall ja ja natürlich sind produkt muss halt auch irgendwie wachsen aber hier fand ich auch wieder interessant sie hätte selber auch wieder keine marktrecherche gemacht sondern hat eigenes problem gehabt hat gedacht das ist cool los geht's aber weil sie jetzt selber grafik begeistert ist war und dachte das brauchen wahrscheinlich auch direkt meine schüler
Moritz Hofmann: Ja, ja.
Tim Uhlott: Warum nicht?
Tim Uhlott: Baue ich mal was Eigenes, Kleines, iterativ weiterbauen.
Tim Uhlott: Dann hast du irgendwann deine Investoren dann einfach und dann geht es halt irgendwie weiter.
Tim Uhlott: Das kann man auf jeden Fall für sich selber mitnehmen.
Tim Uhlott: Auch wieder MVP bauen, ausprobieren, lernen und nicht aufgeben.
Moritz Hofmann: Cool.
Tim Uhlott: So, und dann zu der zweiten Person, Moritz.
Moritz Hofmann: Das gibt mir auf jeden Fall viel Motivation, wieder an meinen eigenen Sachen zu arbeiten.
Tim Uhlott: Ja, auf jeden Fall.
Moritz Hofmann: Also... Alter?
Tim Uhlott: Ja, auf jeden Fall.
Tim Uhlott: Also, ja.
Tim Uhlott: Muss einfach dranbleiben.
Moritz Hofmann: Ey, da entfacht doch wieder das Feuer so ein bisschen.
Tim Uhlott: Ja, muss einfach dranbleiben.
Moritz Hofmann: Okay, kommen wir noch zu einem von mir kurz und dann noch den dritten.
Moritz Hofmann: Du hast ja noch einen dritten.
Moritz Hofmann: Khan.
Moritz Hofmann: Er hat
Moritz Hofmann: Khan Academy gegründet.
Moritz Hofmann: Das ist eine Plattform, auf der man lernen kann, also so eine Bildungsplattform, die von vielen Schulen in den USA auch schon eingesetzt wird, also schon länger.
Moritz Hofmann: Und ich fand das einfach inspirierend.
Moritz Hofmann: Also ich finde die Person, Simon Khan, inspirierend, weil sehr sympathisch und man kann irgendwie, hat er so einen
Moritz Hofmann: der hat so die Fähigkeit, Sachen sehr gut zu vermitteln.
Moritz Hofmann: Und im Gegensatz vielleicht zu vielen anderen inhaltsbasierten Firmen hat er die allermeisten Inhalte alle selber gemacht, also die Videos zu den Aufgaben und so.
Tim Uhlott: Krass.
Moritz Hofmann: Also heute existieren da über 6.500 Lernvideos, die er selber aufgenommen hat.
Moritz Hofmann: Er hat bei MIT Mathematik und Informatik studiert, dann MBA bei Harvard und dann hat er als Hedgefonds-Analyst gearbeitet.
Moritz Hofmann: Aber 2004 wollte seine Cousine Mathematik-Nachhilfe haben.
Moritz Hofmann: Und er hat das dann angefangen, aber hat gemerkt, das ist ja irgendwie ineffizient und hat angefangen, diese Videos aufzunehmen und direkt auch auf YouTube zu stellen für seine Cousine.
Moritz Hofmann: Ja, und fünf Jahre später hat er dann seinen gut bezahlten Finanzjob gekündigt und sich nur auf seine Kahnakademie konzentriert.
Tim Uhlott: Krass.
Tim Uhlott: Weißt du, wie groß die jetzt mittlerweile sind?
Tim Uhlott: Hm.
Moritz Hofmann: Aufrufe.
Moritz Hofmann: Und ich glaube, das Team ist so 30 oder 40 Leute.
Moritz Hofmann: Aber das, ja...
Moritz Hofmann: Es gibt halt keinen Support oder sowas.
Moritz Hofmann: Die Leute, die da irgendwie arbeiten, die arbeiten direkt am Produkt oder so und die machen auch kein Marketing.
Moritz Hofmann: Natürlich, die Videos auf YouTube sind Marketing für sich selber und und das fand ich halt spannend, auch dass der halt selber diese Videos alle aufgenommen hat.
Tim Uhlott: ja.
Tim Uhlott: Auf jeden Fall.
Moritz Hofmann: Und ja, und werden halt, wird halt von, also das ist Non-Profit halt und er kriegt halt ganz viele Gelder immer von Google, Bill und Melinda Gates, Elon Musk und solchen Leuten.
Tim Uhlott: Spannend.
Tim Uhlott: Macht ihr dann
Tim Uhlott: sonst verstanden nur youtube videos oder hat er auch eine plattform dazu noch
Moritz Hofmann: Er hat auch die Plattform dazu und zum Beispiel, was ich immer sehr interessant fand, da war dieser Mathematik Teil.
Moritz Hofmann: Da sind halt nicht nur diese Videos, da sind auch Textseiten oder auch ganz, ganz viele Aufgaben.
Moritz Hofmann: Also zu jedem
Moritz Hofmann: Das ist auch interessant, wie sich das entwickelt hat.
Moritz Hofmann: Ich kenne die Seite schon seit 2008.
Moritz Hofmann: Am Anfang hatte der das so dargestellt aus seiner Plattform Mathematik wie so ein Universum und man konnte sich dann da so durcharbeiten durch das Universum.
Tim Uhlott: Mhm.
Moritz Hofmann: Und mittlerweile ist das halt sehr wahrscheinlich optimiert dafür, dass die Leute das auch immer weitermachen und so.
Moritz Hofmann: Dann gibt es dann zum Beispiel halt die Inhalte dann geordnet nach dem, was in welcher Klasse drankommt und so und dann kann man sich da so durcharbeiten.
Moritz Hofmann: Genau, man hat dann zum Beispiel zu jedem Mini-Thema dann halt immer diesen Aufgabenkomplex und da musst du dann immer...
Moritz Hofmann: irgendwie fünf oder sieben Aufgaben in Folge richtig beantworten, um die Höchstpunktzahl für diesen Aufgabenkomplex zu bekommen.
Tim Uhlott: Ja.
Moritz Hofmann: Dann jeweils irgendwie fünf oder zehn Aufgabenkomplexe, gibt es dann immer ein Quiz zu und dann gibt es noch für die ganze Sektion noch so eine Art Examen und dann kannst du auch jeweils schauen, dass du halt, schaut man halt, weil das ist auch sehr, so ein bisschen gamified, man schaut dann halt, dass man halt irgendwann halt die Höchstpunktzahl für die Sektion oder so erreicht
Moritz Hofmann: Um dann halt auch in jedem, und ich will, wenn ich jetzt zum Beispiel da was mache, was ich manchmal auch mache, dann will ich halt in jedem, ich will in jedem Aufgabenbereich, den ich bearbeite, immer die Höchstpunktzahl erreichen.
Moritz Hofmann: Genau.
Moritz Hofmann: Um dann halt auch die Höchstpunkte auf mein Konto gutgeschrieben zu bekommen.
Tim Uhlott: Ja.
Tim Uhlott: Geil.
Moritz Hofmann: Und was halt dann auch, man hat dann da so, man kriegt dann so Badges zum Beispiel.
Moritz Hofmann: Badge, du hast jetzt seit drei Stunden an der Sache gearbeitet.
Moritz Hofmann: Oder Badge, du hast jetzt hier 250 Themenkomplexe fertig oder sowas.
Moritz Hofmann: So funktioniert das.
Tim Uhlott: Ja, ist halt wirklich Gamification einfach.
Tim Uhlott: Hältst du die Leute irgendwie dran.
Tim Uhlott: Das macht Spaß.
Tim Uhlott: Das ist cool.
Tim Uhlott: Was findest du?
Tim Uhlott: Kann man sich da abschauen als Gründer?
Tim Uhlott: von der Khan Academy.
Tim Uhlott: Hm.
Moritz Hofmann: Ich finde, der hat hundertprozentig wieder was gemacht, was ihn erfüllt, weil ihm das Spaß gemacht hat, diese Videos zu machen.
Moritz Hofmann: Hat er dann einfach immer weiter gemacht und hat das dann langsam immer weiter aufgebaut, sodass er das dann Vollzeit machen konnte, dann Leute eingestellt hat und so weiter.
Moritz Hofmann: Und ja, das finde ich
Moritz Hofmann: Ich weiß nicht, zum Beispiel...
Moritz Hofmann: Es gibt auch einen Fragen-Antworten-Teil bei jedem Video und so.
Tim Uhlott: So Community Feature.
Moritz Hofmann: Und dann ist es aber auch so interessant gelöst, dass es jetzt nicht die Khan Academy-Leute, die das beantworten, sondern halt andere Nutzer.
Moritz Hofmann: Und da kann man dann auch wieder, wenn man mehr Votes kriegt auf seine Antwort, kriegt man wieder mehr Punkte für sein Konto und dann wird das auch mehr hervorgehoben und man kriegt da Badges und so weiter.
Moritz Hofmann: Also man hat eigentlich, ja, also man hat
Moritz Hofmann: Zu allen möglichen Fragen gibt es da in den Frage-Antworten-Teilen-Antworten und die antworten sie meistens auch sehr gut, weil die Leute sich dann Mühe geben.
Tim Uhlott: Ja klar, wenn du diese Punkte sammeln kannst.
Tim Uhlott: Da fällt mir ein, vielleicht ein Thema für nächste Woche, je nachdem.
Tim Uhlott: Das können ja mittlerweile wahrscheinlich die ganzen Fragen, können ja die ganzen KI-Agenden ja wahrscheinlich alle beantworten, wie sich das auf solche Communities auswirkt.
Tim Uhlott: Da können wir ja vielleicht mal nächste Woche vielleicht mal drüber sprechen.
Tim Uhlott: Fällt mir dazu ein.
Tim Uhlott: Ich sehe das ja bei Stack Overflow oder so.
Tim Uhlott: Da gehen die Fragen immer hoch, hoch, hoch, hoch.
Tim Uhlott: Und seit dem 2020, wann gab es ChatGPT?
Tim Uhlott: 2021?
Tim Uhlott: Dann ging es ja steil bergab.
Tim Uhlott: Einfach mit den neu gestellten Fragen.
Tim Uhlott: Aber können wir ja dann im nächsten Thema darüber reden.
Moritz Hofmann: Das ist ja eigentlich, ja, das ist natürlich, vielleicht werden immer noch die Sachen gefragt, die Chat-GPT nicht beantworten kann, aber ist natürlich ein bisschen schade, dass weniger so User-Interaktion da ist.
Tim Uhlott: Aber dann lass es dann nächste Woche oder übernächste Woche oder so mal ein Thema zu machen.
Tim Uhlott: Ich glaube, das ist ganz spannend, auch wenn Ola wieder da ist.
Tim Uhlott: Ich glaube, der hat wahrscheinlich auch eine gute Meinung zu.
Tim Uhlott: Dann.
Tim Uhlott: Ja.
Moritz Hofmann: Und was ich halt cool fand noch bei Salman Khan, ist, dass
Moritz Hofmann: dass er so eine Milliarden an Leute erreicht, obwohl er nie versucht hat, maximalen Profit zu machen.
Moritz Hofmann: Ich meine, das ist ja einer der coolsten Non-Profits, die ich kenne.
Moritz Hofmann: Das ist schon interessant.
Tim Uhlott: Das stimmt, das ist schon echt besonders, dass man sowas macht und auf Non-Profit aufbaut, aber es ist schon respektabel, dass man sowas macht.
Moritz Hofmann: Jetzt bin ich gespannt auf deine dritte Person.
Tim Uhlott: Stimmt, cool.
Tim Uhlott: Ja, das können wir jetzt ein bisschen abspecken, ein bisschen kürzer machen, weil wir haben jetzt fast schon eine Stunde voll.
Tim Uhlott: Schon wieder eine der langen Folgen.
Tim Uhlott: Du hast ja
Tim Uhlott: Online ja jetzt schon mal Sachen verkauft, mit deinem Go to SMS oder Go to SMS und so weiter und so fort.
Tim Uhlott: Hast du da irgendein System benutzt, irgendeine Plattform, mit der du das Verkaufen gemacht hast, irgendein System, irgendein Tool, irgendeine Plattform?
Tim Uhlott: Wie hast du das gemacht?
Moritz Hofmann: Klar.
Moritz Hofmann: Also Gold4SMS hat für mich so angefangen, die erste, das war einfach nur eine Homepage, die habe ich mit Dreamweaver damals gemacht, wenn du Dreamweaver kennst noch.
Tim Uhlott: Okay, spannend.
Moritz Hofmann: Das ist das Macromedia Dreamweaver, das war so ein Programm zum Programmieren damals, also für Leute, die halt das nicht so ganz alleine konnten, so Drop and, Click and Drop und so weiter.
Moritz Hofmann: und dann habe ich da einfach einen Link zu einem Google-Dokument draufgetan.
Moritz Hofmann: Da konnten sich die Leute eintragen, die mir Geld geschickt haben, dass ich denen dann Sachen ausliefere.
Moritz Hofmann: Die zweite Webseite war dann, hatte ich einen Entwickler, der hat ein Mini-Shop-System für mich programmiert, also so eine One-Click-Shop-Seite, mehr oder weniger, ohne irgendein System zu benutzen.
Tim Uhlott: Aber dann sagt ihr bestimmt auch Shopify was, oder Moritz?
Moritz Hofmann: Und dann, als das auch gut funktioniert hat, dann habe ich als nächstes so einen Magento-Onlineshop aufgesetzt.
Moritz Hofmann: Da habe ich dann schon deutlich mehr Geld investieren müssen, aber dann hat auch gut funktioniert.
Moritz Hofmann: Das waren die Software, die ich so benutzt habe.
Moritz Hofmann: Ja, sicher.
Tim Uhlott: Ist Magento sowas ähnliches?
Moritz Hofmann: Ja, also klar, dass Magento etwas ehrlich ist.
Moritz Hofmann: Shopify ist sehr einfach, sehr schnell aufzusetzen und so weiter.
Moritz Hofmann: Magento ist eher, wenn du Sachen, entweder wenn du sehr, sehr große Produktkataloge hast oder wenn du Sachen machen möchtest, die ein Standard-Shop nicht macht.
Tim Uhlott: Ah, okay, verstehe.
Tim Uhlott: Ja, weil, ne?
Moritz Hofmann: Zum Beispiel bei mir war das,
Moritz Hofmann: Account-Guthaben für Kunden, die konnten per Handy-Account-Guthaben aufladen, haben digitale Codes automatisch ausgeliefert bekommen, also Sachen, die ein normales Shop-System nicht kann, kannst du dann dazu programmieren bei Magento.
Moritz Hofmann: Das kannst du bei Shopify nicht so einfach.
Tim Uhlott: Wie gesagt, Shopify kennt wahrscheinlich mittlerweile jeder, aber hier auch wieder den Gründer.
Tim Uhlott: Kennen wahrscheinlich auch wenige oder keiner und der Gründer ist halt immer noch, wie bei den ganzen anderen Lösungen, Canva oder Calendi, sind auch immer noch die gleichen CEOs, also die stehen immer noch komplett mit voll dahinter.
Tim Uhlott: Bei Shopify ist es der Tobi Lüttke, wahrscheinlich sogar Tobias Lüttke, der kommt aus Deutschland.
Tim Uhlott: aus Koblenz, 1980 geboren, hat dann eine Ausbildung zum Informatiker gemacht, 2002 nach Kanada ausgewandert, hat dann weiter ein bisschen Software entwickelt, war großer Fan von Snowboardfahren und hat sich dann überlegt, ach komm, bauen wir doch mal so einen Shop, mit dem ich Snowboards online verkaufen kann.
Tim Uhlott: Dann fehlte ihm aber auch so ein bisschen das Problem, okay, jetzt sind meine Torhüteren Snowboards, die will ich verkaufen.
Tim Uhlott: Es gibt aber keine gut E-Commerce-Plattform, beziehungsweise er hat keine für sich gefunden oder die waren immer zu teuer.
Tim Uhlott: Und da hat er gedacht, ach komm, dann baue ich für meinen Snowboard-Shop einfach ein eigenes System.
Tim Uhlott: Und dann ist er dann aufgefallen, ja warte mal, das kann nicht nur ich gebrauchen, sondern das können auch andere gebrauchen.
Moritz Hofmann: Pfuh!
Tim Uhlott: Dann hat er 2006, hat er dann Shopify gegründet.
Tim Uhlott: hat dann 2008 schon die ersten 10 Millionen Jahresumsatz gemacht.
Tim Uhlott: 2015 kam dann der IPO, also der Börsengang.
Tim Uhlott: Also knapp neun Jahre später und dann ging es ja eigentlich so richtig los.
Tim Uhlott: Was meinst du, was sie jetzt für einen Umsatz im Jahr machen?
Tim Uhlott: Ja, ja.
Moritz Hofmann: Einen sehr großen Umsatz, das ist ja sehr, sehr bekannt.
Moritz Hofmann: Ich glaube auch, dass es Milliarden sein müssen, oder?
Tim Uhlott: Also 2016, kurz nach dem Browsengang, ging es ungefähr bei 380 Millionen los und jetzt mittlerweile 2026 bei knapp 10 Milliarden US-Dollar mit 8000 Mitarbeitern.
Moritz Hofmann: Geil.
Tim Uhlott: Wird in 4 Millionen Online-Shops, wird Spotify, Shopify eingesetzt und die verschiedenen Händler in ihren 4 Millionen Shops haben Waren im Wert von einer Billion US-Dollar
Tim Uhlott: Shopify schon verkauft.
Tim Uhlott: Hm?
Moritz Hofmann: Was mich jetzt die Geschichte zu einer Frage bringt, vielleicht können wir die ja auch sonst nochmal separat beantworten.
Moritz Hofmann: Du hast erzählt, dass er ist Deutscher, aber er ist nach Kanada ausgewandert.
Moritz Hofmann: Ich würde gerne mal wissen, ob es oft so ist, dass die Deutschen so erfolgreich mit ihren Firmen werden, wenn die Richtung Nordamerika auswandern oder ob das auch viele deutsche Unternehmer so erfolgreich werden, die in Deutschland bleiben.
Tim Uhlott: Ja, habe ich mich dabei auch gefragt, weil viele sind halt ausgewandert.
Tim Uhlott: Also der Gründer von Calendly und Gründer von Shopify, der eine aus Nigeria, der andere aus Deutschland, beide nach Amerika ausgewandert, in Nordamerika.
Tim Uhlott: Ja, und dann große, kleine Firma, die wir aufgenommen haben.
Tim Uhlott: Außer hier die Gründerin von Kenner, die ist in Australien geblieben.
Tim Uhlott: Aber ja, ist ein interessantes...
Tim Uhlott: Thema, vielleicht für eine spätere Folge.
Tim Uhlott: Es gibt bestimmt interessante Statistiken dazu.
Tim Uhlott: Aber natürlich auch bei Shopify habe ich natürlich geguckt, was können wir uns natürlich abgucken als Gründer, was macht ihr denn so erfolgreich und deren Idee ist so ein bisschen, okay, wir verkaufen, also unser Marketingprinzip ist, wir verkaufen nicht
Moritz Hofmann: Mhm.
Tim Uhlott: Shops, wir verkaufen, starte dein Business.
Tim Uhlott: Das ist so ein bisschen deren Botschaft von Shopify.
Tim Uhlott: Komm mal mit uns, wirst du erfolgreich, indem du hier ganz einfach deinen Shop aufbauen kannst.
Tim Uhlott: Du musst eigentlich nur ein paar Bildchen hochladen, ein bisschen sagen, was deine Produkte kosten.
Tim Uhlott: Fertig.
Tim Uhlott: Alles dreht sich halt wirklich, das ganze Marketing, um diesen Unternehmer, der halt wirklich bei Shopify seine Shops machen möchte.
Tim Uhlott: Es dreht sich nicht um die Software, es dreht sich wirklich um den Unternehmer.
Tim Uhlott: Ich weiß nicht, vielleicht auch schon mal Werbung
Tim Uhlott: Da haben wir auch relativ viele Werbung von Shopify auch mal online.
Moritz Hofmann: Ja.
Tim Uhlott: Das habe ich schon mal gesehen.
Tim Uhlott: Das ist dann häufig auch so.
Tim Uhlott: Du willst Fahrräder verkaufen, zack, hier drei Klicks und dann kannst du deine Fahrräder verkaufen.
Tim Uhlott: Oder du verkaufst was auch immer.
Tim Uhlott: Super easy.
Tim Uhlott: Und was sie halt auch sehr erfolgreich machen, deren Strategie ist halt Content-Marketing-Marketing.
Tim Uhlott: Blogs, YouTube, Podcasts, Onlinekurse, es gibt Business Guides und es gibt Erfolgsgeschichten, also auch wieder, daran nehmen dann wieder die Unternehmer daran teil, die Shopify ihre Shops halt aufgemacht haben, einfach deren Brandstories einfach und auch dadurch ist deren SEO einfach so gut geworden, dass wenn du halt Googles, wie öffentlich einen Online-Shop, was muss ich tun, landest du wahrscheinlich auch einfach immer bei Shopify.
Moritz Hofmann: Ja, Shopify ist schon sehr beeindruckend und ich meine, ganz normaler Deutscher hat seine Informatik gemacht, hat das dann einfach mal eben nach einem
Moritz Hofmann: für seinen eigenen Shop gemodelt, dann aufgebaut.
Moritz Hofmann: Das ist schon krank.
Moritz Hofmann: Also ich würde mich da auch dafür interessieren zu sehen, wie er das aufgebaut hat oder wie, ob er da von vornherein Investoren hatte.
Tim Uhlott: Ja, auf jeden Fall.
Moritz Hofmann: Ja, aber das ist, aber ja, ich finde das ist eine sehr eindruckende Firma auf jeden Fall.
Moritz Hofmann: Keine Frage.
Tim Uhlott: Deswegen vielleicht nochmal zum Abschluss, was die alle drei halt gemeinsam haben, die haben ein Produkt irgendwie so entwickelt, was sich einfach fast von alleine verkauft.
Tim Uhlott: Außer jetzt Shopify, die machen jetzt in letzter Zeit halt relativ viel Werbung, also Deutschland ist mir jetzt aufgefallen.
Tim Uhlott: Sonst wenig aktiven Vertrieb eigentlich, die haben einfach ein
Tim Uhlott: Tool entwickelt, was einfach ein Problem löst.
Tim Uhlott: Calendly, Termine, Canva, Design, Shopify, Tools Online verkaufen, mach deinen Shop bei uns.
Tim Uhlott: Dann noch die Möglichkeit, alle drei haben natürlich eine kostenlose Version oder eine Trial-Version, das heißt, du kommst erstmal einfach rein, easy, und dann, wenn es dir gefällt, kannst du weitermachen.
Tim Uhlott: Und
Tim Uhlott: was natürlich jetzt auch immer in aller Munde so ein bisschen ist, SEO, Geo, da setzen die drei, viermal auch alle voll drauf.
Tim Uhlott: Einfach viel irgendwie in den Medien, ja nicht medienaktiv sein, sondern einfach viel Content, wertvollen Content einfach erzeugen, damit sie einfach bei den Standardplattformen wie Google oder halt auch dann jetzt bei den ganzen Chat-GPTs natürlich gelistet werden, statt halt Werbung.
Moritz Hofmann: Ja, sehr interessant.
Tim Uhlott: so ein bisschen deren Strategien.
Tim Uhlott: Ich fand, da hatten wir auf jeden Fall sehr interessante Unternehmen und Gründer und Gründerinnen auf jeden Fall mit dabei.
Tim Uhlott: Ich hoffe, man konnte einiges mitnehmen, dass man auch eigene Strategien für sich so ein bisschen mitnehmen kann und weiter motiviert einfach bleibt, selber einfach fortzusetzen mit seinem Unternehmen und
Tim Uhlott: Nur weil es vielleicht mit den, wie gesagt, 100 Investoren nicht klappt, klappt es mit dem R101.
Tim Uhlott: Immer dranbleiben.
Moritz Hofmann: Und wenn es nicht mit dem Unternehmen ist, einfach weiter auch an seinem Traum zu arbeiten.
Moritz Hofmann: Wir sind ja alle hier, weil wir es lieben, ein eigenes Unternehmen zu haben.
Moritz Hofmann: Und ich finde, das sollte man nicht unbedingt aufgeben.
Tim Uhlott: Auf jeden Fall.
Tim Uhlott: Gutes Schlusswort, Moritz.
Tim Uhlott: Dann, schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt.
Tim Uhlott: Und dann hören wir uns nächste Woche.
Moritz Hofmann: Bis dann.

