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KI-Agenten im Solo-Business: Wie viel Arbeit übernehmen sie wirklich?

No Bullshit Founders
No Bullshit Founders

22 plays · Jul 29, 2026

Was unterscheidet einen Chatbot eigentlich von einem KI-Agenten – und ab wann wird's gefährlich autonom? Tim, Ole und Moritz nehmen sich diese Folge den kompletten Solo-Business-Alltag vor: von Marketing und Cold-Mails über Steuerkram (Moritz' Freitagsritual mit Claude spart ihm mittlerweile ganze Jahre an Buchhaltung) bis zu Support-Agenten, die Ole aus tiefster Seele hasst. Dazwischen: die Geschichte, wie ein OpenAI-Modell aus seiner abgeschotteten Testumgebung ausgebrochen ist und Hugging Face angegriffen hat, ein Disput über digitale Souveränität und europäische Rechenzentren, und eine McKinsey-Zahl, bei der alle drei danebenliegen. Plus: die ewige Frage, ob man lieber 80% schnell raushaut oder eine Sache zu 110% macht.

Transcript

Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder einschaltet zu einer neuen Folge No Bullshit vorne.

Tim Uhlott: Wie immer mit Ole, Moritz und mir.

Tim Uhlott: Ich bin Tim.

Tim Uhlott: Und heute wollen wir uns mit dem Thema beschäftigen, KI-Agenten im Solo-Business.

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Tim Uhlott: Wie viel Arbeit können Agenten wirklich übernehmen?

Tim Uhlott: Das ist, glaube ich, so eine schöne Frage in die Runde, so eine generelle.

Tim Uhlott: Was unterscheidet ein Chatbot denn überhaupt von einem KI-Agenten?

Tim Uhlott: Dass wir überhaupt in die Richtung KI-Agenten überhaupt erstmal kommen.

Moritz Hofmann: Will Ole vielleicht zuerst was dazu sagen, weil als Informatiker hat er wahrscheinlich den besseren... Bevor ich hier irgendwie Papier mit Stein verwechsle...

Kai Ole Hartwig: Soll ich eine Ahnung davon haben, was ein KI-Agent ist?

Tim Uhlott: Ja, das kam erst alles deutlich nach uns her, ja.

Kai Ole Hartwig: Also bei mir im Informatikstudium haben wir noch über wissensbasierte Systeme geredet und neuronale Netze.

Kai Ole Hartwig: Oder auch nicht, ne?

Kai Ole Hartwig: Also eigentlich ist der KI-Shit ja alt.

Kai Ole Hartwig: Wir haben jetzt nur die Rechenleistung, dass das funktioniert.

Kai Ole Hartwig: Also in der Theorie ist es uralt für die Informatik.

Kai Ole Hartwig: Aber ja, was macht ein KI-Agenten zum KI-Agenten?

Kai Ole Hartwig: Reden hat mich an die Dampfmaschine, ne?

Kai Ole Hartwig: Kennt ihr das noch?

Kai Ole Hartwig: Nein, was ist denn?

Kai Ole Hartwig: Ach, egal.

Kai Ole Hartwig: Oder alkoholische Gärung.

Kai Ole Hartwig: Ihr seht schon, wir müssen mal zusammen wegfahren und dann müssen wir Filme schauen.

Kai Ole Hartwig: Nicht Location, sondern egal.

Tim Uhlott: Ja gerne.

Kai Ole Hartwig: Ja, ein KI-Agent.

Kai Ole Hartwig: Das ist, ich bin da ja ein bisschen kätzerisch, aber ein Chatbot erzählt halt erstmal nett ein paar Sachen, die es weiß.

Kai Ole Hartwig: Wenn er eine KI dahinter hat, manchmal auch das, was er sich vorstellt, was es sein könnte.

Kai Ole Hartwig: dann halluziniert er ja gerne.

Kai Ole Hartwig: Und der Agent sagt ja, er ist autonom.

Kai Ole Hartwig: Aber was heißt, er ist autonom und agiert selbstständig?

Kai Ole Hartwig: Erstmal hat er mehr Zugriffsmöglichkeiten in der Regel.

Kai Ole Hartwig: Und das Zweite ist, es läuft irgendeine Art von Timer, Sleep oder irgendein Shit, der den halt regelmäßig aufweckt und sagt, hey, mach mal.

Kai Ole Hartwig: Was auch immer mach mal ist.

Tim Uhlott: Ja genau, ist auch so ein bisschen

Kai Ole Hartwig: So.

Moritz Hofmann: Aber auch diese Unterteilung in einzelne Arbeitsschritte und so, das ist doch auch wahrscheinlich Agent, oder nicht?

Moritz Hofmann: Dass man sozusagen nicht nur diese eine Antwort hat, sondern dass er sich dann immer so weiter entwickelt in seinem Prompt.

Kai Ole Hartwig: Das ist nachher ja, wie du es aufbaust.

Kai Ole Hartwig: Du meinst diese Nachdenkfähigkeiten oder was?

Moritz Hofmann: Ja, also wenn ich jetzt an ein Chatbot denke, dann denke ich an zum Beispiel, ich rede mit ChatGPT und der gibt mir einfach eine Antwort, aber der KI-Agent, der sagt dann, ach so, ja, das ist eine gute Idee, dann erstellen wir zuerst die zehn Dateien, dann will ich die 13 Queries machen und dann setzen wir das so auf und dann hast du ja am Ende ein ganzes Projekt.

Kai Ole Hartwig: Okay, aber das sind ja schon jetzt drei unterschiedliche Dinge, über die du redest.

Moritz Hofmann: Deswegen habe ich gesagt, du sagst am besten, was Papier ist und was Stein ist.

Kai Ole Hartwig: Also, wir haben seit 100 Jahren KI in der Theorie.

Moritz Hofmann: Aber du sagst ja, wir haben seit 100 Jahren schon KI-Agenten.

Moritz Hofmann: Das hat mir auch nichts gesagt.

Moritz Hofmann: Das musst du mir auch nochmal erklären.

Kai Ole Hartwig: Also das Dateienschreiben ist ja nur, wir benutzen die Steine, um damit Leute zu bewerfen oder die Stöcke, um jemanden aufzuspießen.

Kai Ole Hartwig: Wenn du so willst.

Moritz Hofmann: Sagt mir nichts.

Moritz Hofmann: Tim, sagt dir das was?

Tim Uhlott: Ich weiß, du bist ein bisschen älter als wir, aber so alt weiß ich dann auch nicht.

Kai Ole Hartwig: Ach, Kinder, heute ist hier aber mal ein Schloss.

Kai Ole Hartwig: Ich wollte es jetzt einfach machen, weil Mohitz hat ja mit Steinen und Papier angefangen.

Kai Ole Hartwig: Ja, ich dachte, ich überfordere ihn jetzt hier nicht zu sehr an einem Freitag.

Moritz Hofmann: Danke, jetzt kann ich weinen gehen.

Kai Ole Hartwig: Ja, bitte.

Moritz Hofmann: Ich bin also der richtig dämliche Typ hier in der Runde.

Tim Uhlott: Bringen wir deinen Metara zu Ende, Ole.

Kai Ole Hartwig: Also, warum war ich denn in meiner Metapher?

Kai Ole Hartwig: Ich wollte jetzt eigentlich weiterbäschen.

Kai Ole Hartwig: Nein, also das, was du ja meinst mit, hey, hier werden Dateien geschrieben, ist ja einfach nur, wir geben der KI ein Werkzeug, das sie versteht oder feindlich versteht, also Anweisungen hat, um es zu benutzen.

Kai Ole Hartwig: Das andere Ding ist, was du meinst mit, okay, wir finden oder die KI findet raus, was sie denn eigentlich tun soll und entwickelt diese Idee weiter, ist ja im Prinzip das mehrfache Aufrufen von den Prozessen dahinter.

Kai Ole Hartwig: die nächste mögliche bessere antwort herauszufinden eine kai antwort ist ja nie der eine aufruf einer kai eines eines eines modells dahinter sondern es sind ja immer mehrere aufrufe die zusammen die höchsten die wahrscheinlichste antwort berechnet haben die rauskommen sollen

Moritz Hofmann: Wenn ich jetzt also dann das Gegenteil denke, dann würden nicht verschiedene Aufrufe gemacht werden, sondern irgendwie nur, das würde direkt entscheiden, jetzt mache ich die zehn Sachen fertig.

Moritz Hofmann: Oder was?

Moritz Hofmann: Weil wenn ich ChatGPT was frage, dann macht er ja nicht mal zehn Sachen fertig.

Moritz Hofmann: Oder weißt du, was ich meine?

Moritz Hofmann: Was ist der Unterschied?

Tim Uhlott: Ich kann so gerne mal was lesen.

Moritz Hofmann: Tim, vielleicht.

Moritz Hofmann: Tim will was sagen.

Kai Ole Hartwig: Ja, Tim, du mal.

Tim Uhlott: Ja, genau.

Tim Uhlott: Ich helfe dir mal ein bisschen, oder?

Tim Uhlott: Ja, als Softwarearchitekt weiß man das alles.

Kai Ole Hartwig: Ja, mach mal.

Kai Ole Hartwig: Ja, perfekt.

Kai Ole Hartwig: Als Architekt musst du das natürlich auch.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Moritz Hofmann: Das musst du jetzt nochmal erwähnen, während Tim ist der Architekt.

Tim Uhlott: Da weiß ich alles.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich, hoffe ich.

Tim Uhlott: Was habt ihr alles für Fragen?

Tim Uhlott: Also für mich ganz stumpf ist halt ein Chatbot einfach das, was ChatGPT, einfaches Cloud, Gemini und so weiter einfach tun.

Tim Uhlott: Dürfen das dann am Handy oder an deinem PC, stellst du eine Frage rein, der macht dann irgendwas, vielleicht recherchiert der vielleicht nochmal irgendwie was und das ist für mich jetzt erstmal der simple Chatbot.

Tim Uhlott: Für einen KI-Agent ist dann

Tim Uhlott: Die nächste Stufe für mich, das heißt, du gibst dem eine Aufgabe und die löst ja möglichst autonom und ist in der Lage, verschiedene Tools dafür auch zu benutzen.

Tim Uhlott: Zum Beispiel irgendwas, was auf deinem Computer rumliegt, der kann ins Internet gehen, recherchieren, der kann vielleicht nur Sachen zusammenfassen, der kann vielleicht noch eine E-Mail schreiben, was auch immer, im Notfall noch einen Anruf tätigen.

Tim Uhlott: Das wäre für mich ein KI-Agent.

Kai Ole Hartwig: Aber das ist ja halt, wenn wir jetzt bei ChatGPT und um das direkt zu revidieren und zu sagen, hey, ChatGPT ist ja nur ein

Moritz Hofmann: Das hört sich für mich zum Beispiel übrigens schlüssig an, nur um das nochmal so zu sagen.

Kai Ole Hartwig: Das hat halt auch Tool Use.

Tim Uhlott: Ja, ein bisschen mehr können wir mittlerweile schauen.

Kai Ole Hartwig: Usage drin und alles.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Das ist halt die Schwierigkeit.

Kai Ole Hartwig: Eigentlich ist halt das Benutzen von Tools einfach eine Fähigkeit, die ab einer bestimmten Generation von Modellen möglich ist.

Kai Ole Hartwig: Und der einfache Chatbot, wenn wir mal zurückdenken an die Dinger ohne KI drin, die gibt es halt auch schon länger.

Kai Ole Hartwig: Die beantworten halt ganz stumpf Fragen und können halt nichts anderes außer Fragen beantworten.

Tim Uhlott: Jetzt können wir uns vielleicht darauf einigen, dass ich sag mal, vielleicht bis ChatGBT 4 waren es Chatbots und ab da drüber hinaus, weil sie Tools verwenden konnten oder können, sind es einfache KI-Agenten.

Tim Uhlott: Ja.

Moritz Hofmann: Das habe ich auch gerade, sogar bevor du das gesagt hast, habe ich das gedacht, weil ich habe mich genau daran erinnert, dass bei ShedGPT ja auch erst irgendwann das kam, dass es dann irgendwelche Sachen aufruft und dann noch irgendwelche anderen Sachen macht.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Moritz Hofmann: Okay, wir sind wieder hier.

Moritz Hofmann: Wie ich gerade schon gesagt hatte, ich erinnere mich noch genau, dass ich, Chat-GPT habe ich ja schon recht früh benutzt und dann irgendwann gab es diese Änderung, dass es dann irgendwie ein bisschen mehr konnte, dass dann irgendwie stand da, ich suche nochmal irgendwie nach dem Internet irgendwann auch irgendwas oder so, mach noch irgendwas.

Moritz Hofmann: Und deswegen habe ich da auch an einen KI-Agent, einfachen KI-Agent gedacht, wie du das meinst, Tim.

Moritz Hofmann: Aber als ich gerade am Anfang über Chatbots geredet habe, habe ich halt eher an den Chat-JPT gedacht, bevor der irgendwelche anderen Sachen noch dazu gemacht hat.

Tim Uhlott: Okay.

Tim Uhlott: Habt ihr es mitbekommen?

Tim Uhlott: Sorry, sorry.

Kai Ole Hartwig: Aber dann haben wir ja auch die logische nächste Stufe noch, diese quasi autonomen KI-Agenten.

Kai Ole Hartwig: Die wir heute jetzt so rumlaufen lassen und die ganz wilde Sachen tun oder auch nicht tun, je nachdem, wie sie drauf sind.

Tim Uhlott: Hast du das von der OpenAI mitbekommen oder habt ihr das von der OpenAI mitbekommen?

Moritz Hofmann: Erzähl, aber habe ich nicht mitbekommen.

Tim Uhlott: Nicht?

Tim Uhlott: Du Ole?

Tim Uhlott: Ja, natürlich.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: OpenAI hat jetzt ein neues Modell gebaut, was sie sich bei sich dann getestet haben, lokal, in irgendeiner, was auch immer, super abgespaceden Simulations-VM, die keinen Zugriff nach außen haben sollte, nicht ins Internet.

Tim Uhlott: Wir haben dann so ein paar Tests gegeben, so ein paar Standardtests, die es gibt, um zu gucken, wie gut diese Modelle halt im Hacking theoretisch wären.

Tim Uhlott: Und ja, das Modell kam dann dazu, sich irgendwie aus der VM beziehungsweise aus der Simulation auszubrechen und hat halt angefangen, einen Konkurrenten von OpenAI zu hacken.

Tim Uhlott: Das ist einmal Hugging Face.

Tim Uhlott: Ich weiß nicht, vielleicht kennen das einige, vielleicht auch nicht.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber ist das wirklich ein Konkurrent?

Moritz Hofmann: Mhm.

Tim Uhlott: Hugging Face ist noch

Kai Ole Hartwig: Ich finde, das ist eher eine Hosting-Plattform für Open-Bait-Modelle, ne?

Tim Uhlott: Okay, oder vielleicht eine Hosting-Plattform, genau, für Open-World, Open-Modelle einfach, die halt nicht so closed sind wie zum Beispiel von OpenAI.

Tim Uhlott: Und was das Modell nämlich versucht hat, weil es keine Lust hatte, die Aufgaben selber zu lösen, also es hat ausgebrochen, ist zu HikingFace gegangen und hat bei HikingFace gesucht, ob irgendwer die Lösung dahinterlegt hat, um damit halt die Aufgaben zu lösen, statt sie selber zu lösen.

Kai Ole Hartwig: Ja, es war halt nicht ergebt, sondern halt hatte ein Proxy noch dazwischen und den hat es sich quasi dann für die eigenen Zwecke zugänglich gemacht und genutzt.

Tim Uhlott: Auch schon krass.

Moritz Hofmann: Was heißt AirGapped?

Moritz Hofmann: Also eine direkte Verbindung sozusagen, oder was meinst du?

Kai Ole Hartwig: Und hat damit auch ein ergebt, wäre halt, okay, es gibt tatsächlich keine Verbindung.

Kai Ole Hartwig: Also, das

Kai Ole Hartwig: ja auch kein Proxy oder so, sondern ergibt es halt wirklich losgelöst vom Rest, steht irgendwo rum, kannst du hingehen, kannst du benutzen, kommst nur intern ran, wie auch immer und hast kein Proxy oder ähnliche Methoden, um rauszukommen oder reinzukommen.

Tim Uhlott: Also du stellst einen PC-Ref irgendwo hin, der hat keine Internetverbindung.

Tim Uhlott: Da ist kein Kabel drin, der hat keine WLAN-Karte drin, der hat dafür nichts.

Tim Uhlott: Das ist dann so ein R-Tide-Mann.

Moritz Hofmann: Okay, und was bedeutet das in diesem Kontext jetzt mit diesem Fall?

Moritz Hofmann: Das habe ich jetzt nicht verstanden.

Moritz Hofmann: Zugang zu Internet und so weiter, das meinst du?

Kai Ole Hartwig: Naja, das war halt eben nicht ergibt, also sprich, es hatte halt

Kai Ole Hartwig: eher grundsätzlichen Zugang, zwar abgesichert, aber es gab einen grundsätzlichen Zugang.

Kai Ole Hartwig: Und diesen grundsätzlichen Zugang hat es halt genutzt und hat ja auch einen wirklich großen, großen Angriff auf Fragment-Face ausgelöst.

Kai Ole Hartwig: Und die haben dann jetzt auch veröffentlicht gehabt, dass sie ja auch KI eingesetzt haben zum Abwehren, hatten beim Abwehren aber Schwierigkeiten, weil die KI-Modelle sich geweigert haben,

Kai Ole Hartwig: die Maßnahmen durchzuführen, weil sie gedacht haben, die greifen sich quasi selber an.

Tim Uhlott: wirklich?

Kai Ole Hartwig: Also das ist nämlich ja auch die nächste Schwierigkeit dabei dann gewesen, dass sie halt zwar abwehren wollten mit Hilfe von KI, die Modelle das aber halt so nicht mitgemacht haben.

Moritz Hofmann: Hm, interessant, ja.

Kai Ole Hartwig: Schon eine neue Welt, ne?

Tim Uhlott: Das wird richtig verrückt.

Tim Uhlott: Die nächsten Jahre.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Schauen wir mal.

Kai Ole Hartwig: So.

Moritz Hofmann: Wird spannend.

Moritz Hofmann: Ich finde, also um wieder zum Thema zurückzukommen, ich finde vielleicht Leute, die schnell gestresst sind oder die schnell so erschlagen sind, auch als Einzelunternehmer oder sowas, die können sowas von profitieren, von dieser aktuellen Entwicklung, wenn ich mir das bei mir selber anschaue.

Tim Uhlott: Stimmt, erinnere mich nicht, Moritz.

Moritz Hofmann: Ich...

Moritz Hofmann: hatte zum Beispiel immer das Problem, dass ich viel zu spät meine Steuersachen eingereicht habe.

Tim Uhlott: Ich muss es auch noch fertig machen.

Tim Uhlott: Das ist noch eine Woche.

Moritz Hofmann: Und ich mache das jetzt mit, ja, also einmal gibt es eine Software, die das halt alles perfekt gelöst hat, Cevdesk, aber die halt auch eine API hat.

Moritz Hofmann: Und die API gehe ich an Claude und dann sage ich einfach, Claude, ja, was muss ich als nächstes machen?

Moritz Hofmann: Dann gibt es mir eine kleine Liste.

Tim Uhlott: Haha.

Moritz Hofmann: Und dann hatte ich auch, bevor ich auf Claude gewechselt bin, hatte ich auch noch ein Jahr vorher einen Buchhalter.

Moritz Hofmann: Dann hat Claude sich noch angeschaut, genau wie der Buchhalter manche fragwürdigen Fälle gebucht hat und imitiert das jetzt einfach.

Moritz Hofmann: Und jetzt habe ich, ich hatte dann echt an einem Tag so zweieinhalb Jahre Steuer nachgeholt.

Moritz Hofmann: Und jetzt mache ich einfach jeden Freitag,

Moritz Hofmann: habe ich so einen Alarm auf meinem Handy, nicht so einen normalen Alarm, sondern so einen Alarm, wenn du den wegdrücken willst, dann musst du drei schwierige Matheaufgaben lösen.

Tim Uhlott: Ach du Scheiße.

Moritz Hofmann: Und deswegen, wenn der Alarm kommt, dann mache ich kurz meinen Cloud an, gebe da Slash Freitag ein, dann arbeite ich zusammen mit Cloud alle noch offenen E-Mails ab, alle offenen Steuersachen für die Woche und bin jetzt immer top auf dem neuesten Stand.

Tim Uhlott: Das ist richtig smart, Moritz.

Tim Uhlott: Das finde ich richtig gut.

Tim Uhlott: Hast du einen eigenen Skill dann gebaut?

Tim Uhlott: Schräg-schräg Freitag?

Moritz Hofmann: Ja, sozusagen, ja.

Moritz Hofmann: Und das ist... Ah, neues Site-Business.

Moritz Hofmann: Na gut, na gut.

Tim Uhlott: Cool.

Tim Uhlott: Das gefällt mir.

Kai Ole Hartwig: So, das heißt, du machst das jetzt für uns alle, ne?

Tim Uhlott: Ja, kann ich dir einfach einmal Dokumente schicken?

Tim Uhlott: Hm.

Kai Ole Hartwig: Na, tatsächlich, kurzer Seitenschwenk, im Prinzip Y-Combinator sagt jetzt ja,

Kai Ole Hartwig: Es ist nicht mehr die Leute, die die Software bauen, sondern die Leute, die das Endergebnis verkaufen, diejenigen, die jetzt reich werden und die jetzt das so nutzen können.

Kai Ole Hartwig: Also die, die quasi genau diese Skills bauen, selber anwenden und dann die Ergebnisse davon verkaufen.

Kai Ole Hartwig: Das ist die Zukunft.

Kai Ole Hartwig: Also ich meine, wir haben ja früher schon die Ergebnisse verkauft.

Kai Ole Hartwig: Dann kam irgendjemand und dachte, nö, ihr müsst den Weg.

Kai Ole Hartwig: Und hast du nicht gesehen?

Kai Ole Hartwig: Nee.

Kai Ole Hartwig: Das ist jetzt wieder, hey, die Ergebnisse sind das, was zählt.

Tim Uhlott: Das kennen wir alle so gut.

Kai Ole Hartwig: Und ich glaube, das wird auch relativ spannend.

Kai Ole Hartwig: Aber ich finde, das ist gar nicht so der große Game Changer.

Kai Ole Hartwig: Also wenn man wollte, konnte man das ja auch schon haben.

Kai Ole Hartwig: Aber was ich denke, wir werden auf einmal diese ganzen Menschen, die tausend Dinge anfangen und tausend Dinge gleichzeitig machen,

Kai Ole Hartwig: Die werden durch die ganzen KI-Agenten, dadurch, dass sie einfach eine Million Agenten starten, auf einmal verdammt viel erfolgreicher werden, als die Leute, die dieses lineare Abarbeiten machen.

Moritz Hofmann: Du beschreibst dich gerade, oder?

Moritz Hofmann: Nee, aber ich muss sagen, für mich ist es halt eher so, und bei meinem Fall, glaube ich, ist das auch sehr hilfreich.

Tim Uhlott: Sürger?

Moritz Hofmann: Ich bin jetzt nicht jemand, der tausend Dinge gleichzeitig machen will, aber ich habe sehr, sehr viele Ideen, die ich machen will.

Moritz Hofmann: Und das Problem ist meistens, ich will die Sachen immer extrem detailliert machen.

Moritz Hofmann: Das heißt, ich...

Moritz Hofmann: will das ganz bis zum Ende denken.

Moritz Hofmann: Und das heißt, wenn ich eine Sache ganz bis zum Ende gedacht habe und das formuliert habe und so weiter, das ist vielleicht schon von zeitlich schon vielleicht so sehr wie ein anderer, der das einfach auch schon in der Zeit erledigt hat.

Moritz Hofmann: Und das heißt, aber dadurch, dass ich das jetzt so nutzen kann, mit diesem Chlor zum Beispiel, kann ich einfach das so detailliert beschreiben und dann kann es umso besser das umsetzen und es ist dann sozusagen perfekt umgesetzt für mich, mehr oder weniger.

Moritz Hofmann: Das ist halt geil.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber ich finde, das ist der komplett falsche Anspruch.

Kai Ole Hartwig: Die 80% raushauen und mal machen, ist ja viel billiger geworden.

Kai Ole Hartwig: Und die kannst du jetzt halt auch viel...

Moritz Hofmann: Ich finde, ich mache lieber eine Sache und dann 110%.

Moritz Hofmann: Dann kannst du es auch besser verkaufen.

Moritz Hofmann: Meine Meinung.

Moritz Hofmann: Was ist deine Meinung, Tim?

Tim Uhlott: Schwierig, beide so ein bisschen.

Tim Uhlott: Also ich mag das auch immer.

Tim Uhlott: Ich bin auch mal so ein kleiner Control-Freak vielleicht mit der KI.

Tim Uhlott: Ich mache das gerne auch etwas detaillierter, immer alles zu formulieren, wie du das auch machst, Moritz.

Tim Uhlott: Und dann auch zu gucken, was die KI dann wirklich genau am Ende getan hat.

Moritz Hofmann: Ja, ich lese sogar alles, was die mir da hinschreibt.

Tim Uhlott: Ja, aber, warte, warte, warte.

Moritz Hofmann: Alles.

Moritz Hofmann: Und dann sage ich so, oh, hier habe ich eine Anmerkung, da habe ich eine Anmerkung.

Moritz Hofmann: Das hast du ein bisschen falsch gesehen.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Deswegen bin ich 50-50 zwischen euch.

Tim Uhlott: Das mache ich an Projekten, mit denen ich schon Umsatz mache.

Tim Uhlott: Wo ich weiß, die laufen schon und die müssen auch weiterhin laufen.

Tim Uhlott: Aber bei neueren Sachen, die ich mal schnell ausprobieren möchte oder die halt nicht so wichtig sind oder die halt klein sind, zum Beispiel ich baue mir sehr viele so Microservices einfach, die sehr viel Arbeit abnehmen.

Tim Uhlott: Zum Beispiel Microservices für Instagram-Sachen posten, Posts generieren, Twitter, Threads, Blue Sky, alles, was es so gibt, für LinkedIn-Sachen vorbereiten.

Tim Uhlott: Das sind alles für mich so kleine Microservices, die ich mir alle gebaut habe oder Facebook-Sachen veröffentlichen und so.

Tim Uhlott: Die habe ich alle komplett mit der KI gemacht.

Tim Uhlott: Das war mir auch egal.

Tim Uhlott: Habe ich gesagt, das...

Tim Uhlott: Ich baue mir diesen Mini-Service, der, ich gebe was rein, du kümmerst dich darum, dass es da am Ende rauskommt, passt es, kommt raus, ja.

Tim Uhlott: So.

Tim Uhlott: Aber wenn es größere Sachen sind, dann bin ich da auch mal gerne ein bisschen detailverliebt.

Tim Uhlott: Aber vielleicht ist das auch ein Fehler.

Tim Uhlott: Also ich bin da so, mal so, mal so vielleicht.

Moritz Hofmann: Ja, und das kommt natürlich auch ein bisschen bei mir drauf an, wenn das jetzt für mich geldtechnisch sehr relevant ist, dann mache ich da natürlich zehn Schleifen hinterher noch und wenn das jetzt nur, ich habe auch letztens so einen Scheduler gebaut für Instagram und Facebook, dann soll es einfach nur nicht nach Crap aussehen und es soll funktionieren.

Tim Uhlott: Du hast es.

Moritz Hofmann: Das ist alles.

Kai Ole Hartwig: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Aber also die KI-Genäquete eh nur Mittelmaß, da sind wir uns einig, oder?

Kai Ole Hartwig: Und du kannst das halt dadurch korrigieren.

Moritz Hofmann: Wie definierst du Mittelmaß?

Moritz Hofmann: Also mittlerweile, ich würde einfach Non-KI eigentlich nur noch einsetzen, wenn es wirklich um sehr viel Geld geht.

Moritz Hofmann: Bis es um eine bestimmte Menge Geld geht, kann ich alles mit KI machen.

Moritz Hofmann: Ich meine, jetzt mache ich auch die ganzen Designumsetzungen und so kann ich auch mittlerweile perfekt mit KI machen.

Moritz Hofmann: Also die Leute erkennen nicht mal mehr, wenn ich das nicht will, dass es eine KI umgesetzt hat.

Moritz Hofmann: Wenn ich bereit dafür bin, da noch ein bisschen ein handgefertigtes Design auszugeben,

Moritz Hofmann: dann ist das... Das ist aber nur im Design-Fall so.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber das ist halt das, was ich meine.

Kai Ole Hartwig: Also da fertigst du ja quasi nach.

Kai Ole Hartwig: Aber wenn du die Aufgabe erstmal der KI gibst, und das ist ja die Natur der KI, geht sie hin und sagt, was kommt denn am meisten vor und nimmt genau das und repliziert das.

Moritz Hofmann: Im anderen Fall definierst du ja genau, was dein Fall ist.

Kai Ole Hartwig: Ja, auch beim Programmieren und so.

Kai Ole Hartwig: Auch bei Texten.

Moritz Hofmann: Was denn da zum Beispiel?

Moritz Hofmann: Gib mir mal ein Beispiel.

Kai Ole Hartwig: Es wiederholt ja immer wieder die Sachen, die am meisten vorkommen.

Kai Ole Hartwig: Diese langen Bindestriche.

Kai Ole Hartwig: Wo kommen die her?

Moritz Hofmann: Das ist doch, das hast du doch selber am einfachsten gelöst, indem du von Wikipedia, das habe ich auch mittlerweile einfach, dass es einfach nicht mehr nach KI aussieht.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich.

Moritz Hofmann: Das geht ja nur um Textumsetzung.

Moritz Hofmann: Das ist ja nicht die Aufgaben, die es erledigt.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber das ist doch das Prinzip der... Ja, aber die Aufgaben löst es doch...

Moritz Hofmann: Das Prinzip sind ja die Aufgaben, die es löst.

Moritz Hofmann: Und die sind nicht nur mittelmäßig gelöst.

Kai Ole Hartwig: Die Aufgaben löst es doch so, wie in den Lerndaten meistens dieses Problem gelöst wurde.

Moritz Hofmann: Außer du schreibst, ich will es auf diese Weise lösen.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich, aber dann gibst du doch schon wieder mehr rein.

Moritz Hofmann: aber ich muss nicht selber programmieren.

Moritz Hofmann: Und ich muss dafür auch keinen Programmierer bezahlen.

Moritz Hofmann: Ich meine, Programmiererfreund hat mir heute noch geschrieben, oh, ich verdiene nicht so viel Geld und wenn du mal wieder was zu programmieren hast, ich weiß, du machst gerne mit KI und so, aber Programmierer haben Meaning oder so.

Moritz Hofmann: Was meinte er?

Moritz Hofmann: Also irgendwas komisches.

Moritz Hofmann: Ich meine so, ja, bei Programmieren geht es nicht um Meaning, bei Programmieren geht es um Geld.

Moritz Hofmann: Für mich zumindest.

Moritz Hofmann: Was hat er geschrieben?

Moritz Hofmann: We developers can program things manually which carries more meaning than AI generated code.

Moritz Hofmann: Was soll das mit heißen?

Moritz Hofmann: Von wegen more meaning.

Moritz Hofmann: Also das ist, das ist, finde ich so komisch, die Aussage.

Moritz Hofmann: Das ist so jemand, der langsam überholt wird von Programmen und sich nicht adaptiert, sich nicht irgendwie darauf einstellt und dann sagt so, ja, zwar machen AI alles besser, aber irgendwie hat nicht so viel Bedeutung.

Kai Ole Hartwig: Ja, hat er recht, aber... Naja, also man muss ja auch immer bereit sein, Werkzeug nutzen zu wollen.

Moritz Hofmann: What the fuck?

Moritz Hofmann: Ja, das stimmt.

Kai Ole Hartwig: So, wenn man halt sagt so, hey...

Kai Ole Hartwig: Also die Pferdekutsche ist einfach geiler als das Auto.

Kai Ole Hartwig: Ja, so what?

Kai Ole Hartwig: Dann fahr halt weiter mit der Pferdekutsche, aber wundere dich nicht, warum Autobahn nicht funktioniert.

Moritz Hofmann: Und frag nicht mich, dass ich dir Jobs geben soll.

Moritz Hofmann: Also bitte.

Moritz Hofmann: Ja gut.

Kai Ole Hartwig: Ja, ist auch okay, wenn er dann nur für einen Zehner arbeitet in der Stunde.

Kai Ole Hartwig: Aber also, so, ähm, weich ein bisschen vom Thema ab, ne?

Kai Ole Hartwig: Aber,

Tim Uhlott: Eigentlich passt das ganz gut, wenn ich ehrlich sein soll.

Kai Ole Hartwig: Findest du?

Tim Uhlott: Ja, ja, weil eigentlich geht es ja darum, so ein bisschen auch, welche Aufgaben kannst du als Solo-Unternehmer gut automatisieren oder dein KI abgeben.

Tim Uhlott: Und ich finde, so ein bisschen haben wir jetzt den Marketing-Teil ja so ein bisschen abgedeckt.

Tim Uhlott: Marketing geht eigentlich doch erstaunlich gut.

Kai Ole Hartwig: Weil ich finde gerade Marketing finde ich total schwierig, weil ich halt die Ergebnisse so beliebig finde.

Kai Ole Hartwig: Wenn du nicht hundertprozentig weißt, was du willst und weißt, in welche Richtung es geht, dann ist halt das, was rauskommt, zu beliebig.

Kai Ole Hartwig: Das gilt aber für alle anderen Dinge, wo wir auch hinkommen, ne?

Kai Ole Hartwig: Also außer Buchhaltung.

Kai Ole Hartwig: Buchhaltung ist eh immer Crap, aber... Gerade wenn man... Aber das sind ja so Sachen, wenn man...

Tim Uhlott: Genau.

Tim Uhlott: Das muss er wissen.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: ehrlich ist, man muss halt, die Ergebnisse sind halt wirklich gut, wenn du viel Plan hast von dem, was rauskommen willst, wenn du eine gewisse Vorstellung hast.

Kai Ole Hartwig: Und warum arbeite ich nicht seriell mit einer Session oder so, sondern hab halt x Sessions laufen bei der KI?

Kai Ole Hartwig: Naja, am Anfang saß ich auch da und hab gedacht, das ist aber voll scheiße, hab dann geschrieben, nee, mach das anders und so.

Kai Ole Hartwig: Aber ich hab halt einfach Hooks und Regeln und Skills und Plugins daraus gebaut.

Tim Uhlott: ja natürlich

Kai Ole Hartwig: die jetzt die KI dazu bringen, das so zu machen, wie ich das haben möchte.

Kai Ole Hartwig: Ja, dass grundsätzlich rosa Schneeflocken zu Silvester runtergehen, dann auf jeder Webseite, die ich baue, Weihnachtsmusik abgespielt wird, damit sich alle ein bisschen weihnachtlicher fühlen.

Kai Ole Hartwig: Aber das sind ja so, du kannst ja prinzipiell alles als

Kai Ole Hartwig: deiner KI mitgeben.

Kai Ole Hartwig: Die Frage ist halt nur, wann wird es zu viel?

Kai Ole Hartwig: Und das ist das größere Problem, finde ich.

Kai Ole Hartwig: Wenn man zu viele Skills da reinbaut und zu viel vorgibt, dann wird es nämlich halt auch schon wieder schuldig.

Kai Ole Hartwig: Du musst halt die richtige Menge finden aus Vorgaben und Möglichkeiten, bevor es halt schlecht wird.

Tim Uhlott: Das stimmt.

Tim Uhlott: Also was ich gemacht habe, was auch jeder machen muss, finde ich, das ist das Wichtigste, das ist für jedes Business, du musst natürlich deinen ICP erstmal kennen, ideal customer profit, du musst wissen, wen willst du überhaupt ansprechen, das musst du natürlich immer für dich definieren, du musst für dich definieren, was willst du mit deiner Brand überhaupt aussagen, wer bist du, was tust du, was kannst du alles, was hast du alles, und

Kai Ole Hartwig: Ja.

Moritz Hofmann: Hmm.

Moritz Hofmann: Hmm.

Tim Uhlott: Dann natürlich, was für dich wichtig ist oder für deine Brand vielleicht wichtig ist, vielleicht noch ein paar Guidelines generell fürs Marketing und dann kannst du das eigentlich ganz gut in KI-Agenten halt reinschmeißen.

Tim Uhlott: Das wirfst alles rein.

Tim Uhlott: Okay, jetzt meine Fragestellung XYZ.

Tim Uhlott: Recherchiere mal ein bisschen was für mich.

Tim Uhlott: Baue daraus mal einen Blogartikel.

Tim Uhlott: Dann guckst du dir das mal an.

Tim Uhlott: Ja, es geht in eine gute Richtung, es geht in eine schlechte Richtung.

Tim Uhlott: Passe mal so an, dann guck mal in die Richtung.

Tim Uhlott: Vielleicht benutze ich dieses Wording, benutze ich jedes Wording, weil ich das für meine Brand haben möchte.

Tim Uhlott: dann geht das, finde ich persönlich, erstaunlich gut.

Tim Uhlott: Also ich könnte niemals so gute Artikel schreiben, die ich da persönlich selber noch interessant finde.

Moritz Hofmann: Also eine Falle, die ich finde durch dieses ganze KI-Agenten und kann ja alles machen und so weiter, eine große Falle, wie ich finde, was ich so auch bei ein paar Leuten sehe, wo ich manchmal was lese oder so ist, jeder denkt, ich kann mir ja jetzt alles mit KI machen, ach, dann machen wir doch mal das Business, die Leute brauchen doch bestimmt das und dann denkt man sich das so aus, dann setzt man das so um und hat man keinen Kunden und dann irgendwann bemerkt man, ja,

Tim Uhlott: Mhm.

Moritz Hofmann: Ach, hast du einen gefragt und der sagt dann, nee, sowas brauche ich doch gar nicht, das kann ich doch irgendwie selber anders machen oder so bla bla bla.

Moritz Hofmann: Und das ist halt dann, das ist so eine Gefahrenstelle, wo ich halt im Moment sage, wenn ich jetzt an einem eigenen Projekt arbeite, dann arbeite ich an was, was ich selber brauche, weil ich dann wenigstens weiß, dass ich das wenigstens brauche.

Moritz Hofmann: Und dann, dass ich nicht irgendwelche falschen Schlüsse ziehe, sozusagen.

Tim Uhlott: Ah.

Tim Uhlott: Nee, nee, nee.

Tim Uhlott: Nee, nee.

Tim Uhlott: Nee, nee.

Tim Uhlott: Nee.

Tim Uhlott: Nee.

Tim Uhlott: Nee.

Kai Ole Hartwig: Ja, die KI ist halt ein großer Cheerleader, ne?

Moritz Hofmann: Ja.

Kai Ole Hartwig: Die sagt dir halt jeden Tag, mega Idee, damit wirst du, damit wirst du reichst.

Moritz Hofmann: Darum geht es mir nicht.

Moritz Hofmann: Ich habe jetzt nicht die Ideen in die KI gegeben.

Moritz Hofmann: Darum ging es mir jetzt nicht.

Kai Ole Hartwig: Naja, aber auch wenn du... Ja, aber da sagst du ja auch, also da sagt ja auch die KI, wenn du die dann fragen solltest, sagst du halt sofort, ja, geiles Idee brauchen wir, machen wir.

Moritz Hofmann: Es geht mir darum, dass du selber denkst, du kannst jetzt alles umsetzen.

Moritz Hofmann: Du sagst, Handwerker brauchen doch bestimmt nur ein Freundesnetzwerk.

Moritz Hofmann: Machen wir doch SchülerVZ für Handwerker.

Moritz Hofmann: So was, weißt du?

Moritz Hofmann: Und dann machst du das?

Tim Uhlott: Und alle Handwerker, ja.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Natürlich.

Moritz Hofmann: Ja, die KI sagt das, aber darum geht es ja gar nicht.

Moritz Hofmann: Die KI muss das ja gar nicht mehr sagen, weil du es dir selber so sagst, weil du halt irgendwelche Annahmen hast oder so, dass irgendwie... Wisst ihr, was ich meine?

Tim Uhlott: Natürlich.

Tim Uhlott: Du darfst natürlich nicht von stumpfen Annahmen ausgehen, du musst sie natürlich validieren.

Tim Uhlott: Tolle Hypothesen wieder.

Kai Ole Hartwig: Ja, und zwar halt mit Menschen validieren.

Tim Uhlott: Das ist wichtig.

Moritz Hofmann: Mit Menschen sprechen, so.

Moritz Hofmann: Das ist halt...

Kai Ole Hartwig: Wie schlimm.

Kai Ole Hartwig: Also das größte Problem ist halt immer noch nicht löst.

Tim Uhlott: Ich sag dir alles.

Kai Ole Hartwig: Man muss immer noch mit Menschen

Moritz Hofmann: Das wird dann die nächste Evolution, wenn das nicht mehr nötig ist.

Kai Ole Hartwig: Also ist die KI nutzlos.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Ist die Frage, dann habe ich direkt ein nächstes Gebiet so ein bisschen für euch.

Tim Uhlott: Wir haben jetzt über ein bisschen Marketing geredet.

Tim Uhlott: Jetzt wurde es gerade, sagst du, Menschen reden.

Tim Uhlott: Was haltet ihr denn von Vertrieb?

Tim Uhlott: Kann KI Vertrieb machen?

Tim Uhlott: Kann das Ding für dich einfach so Codemails schreiben, Code Calls, das CRM aktualisieren, das Team recherchieren?

Moritz Hofmann: Ich weiß nicht, ob das die richtige Frage ist, ob es das kann, ob es das sollte, ist die Frage, ob es das effektiv macht, ist die Frage für mich.

Tim Uhlott: Genau.

Moritz Hofmann: Dass es das kann, ist für mich ein Fakt, dass es das kann.

Tim Uhlott: Kann.

Tim Uhlott: Okay, dann sollte es das.

Tim Uhlott: Wäre es sinnvoll?

Moritz Hofmann: Ne, würde ich sagen, im Moment nicht.

Kai Ole Hartwig: Warum?

Kai Ole Hartwig: Ja, aber gerade das ist doch...

Moritz Hofmann: Weil ich habe selber die eigene Erfahrung gemacht mit Cold-E-Mails, dass es nicht sehr effektiv ist, selbst wenn ich sie manuell mache.

Moritz Hofmann: Ja, und ich habe auch die Erfahrung mit irgendwelche KI-Anrufe zu kriegen, das ist auch nicht sonderlich effektiv.

Moritz Hofmann: Also klar, wenn du sagst, ich muss einfach nur eine Milliarde Leute anrufen, dann kriege ich ja auch zwei Kunden.

Moritz Hofmann: Klar, das geht natürlich dann schon, aber das machen sollte es nicht.

Moritz Hofmann: Würde mich erst mal auf andere Sachen fokussieren, das würde ich sagen.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Das ist aber ja ein anderer Punkt.

Kai Ole Hartwig: Ich finde gerade bei Maßnahmen, die nicht so effektiv sind wie halt Cold Mails, hey, lass die scheiß KI das machen, weil dann haust du halt 10.000 Stück davon raus und

Moritz Hofmann: Ist mir schon klar, dass da wieder deine, wie nennt man das, dass so dein Wesen wieder rauskommt, viel machen, 80 Prozent.

Moritz Hofmann: Ich denke, man sollte erstmal eine Sache machen, die gut funktioniert, weitermachen, weitermachen, aufbauen, aufbauen und dann irgendwann eine zweite Sache.

Moritz Hofmann: Hä?

Kai Ole Hartwig: Ja, ich meine, ich kann auch bei TikTok tanzen, ne?

Kai Ole Hartwig: Aber das bringt jetzt ja auch nichts.

Kai Ole Hartwig: Das kann ich auch mit der KI automatisieren lassen und KI-generiert machen, aber dadurch wird es ja auch nicht besser.

Kai Ole Hartwig: So, aber wenn du halt Masse erreichen möchtest und Masse erreichen willst, ja, das ist ja auch der Hintergrund hinter Aufklebern, Kugelschreiber und so weiter, hinter diesem ganzen Wurf-Material beim Marketing, Masse.

Kai Ole Hartwig: Und aus dieser Masse generierst du irgendwann kommt jemand.

Moritz Hofmann: Okay, also OnlyOle ruft alle deine möglichen Kunden in Deutschland an und dann bist du auf einer Messe und willst irgendwie da Kunden ansprechen.

Moritz Hofmann: Die sagen alle, boah, davon habe ich einen scheiß Anruf bekommen.

Moritz Hofmann: Ah, der Wichser, da gehe ich hin, den haue ich jetzt mal eins ins Gesicht.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht sollte ich auch ohne nochmal umformulieren zu Onlyfans Consulting oder so.

Kai Ole Hartwig: Manchmal, da gibt es mehr Kontaktpunkte, glaube ich.

Kai Ole Hartwig: Oder mehr Kontaktbedarf, habe ich gehört.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber der Punkt ist doch, und das kommt, glaube ich, auf Business an.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, wenn du als Einzelunternehmer oder so unterwegs bist,

Kai Ole Hartwig: sind die Marketingmaßnahmen ja grundsätzlich anders, als wenn du jetzt sagst, so, ich mache jetzt hier Massenvertrieb.

Moritz Hofmann: Aber ich finde eher, wenn du eine Sache findest, die funktioniert, dann kannst du ja auch Leute anfangen einzustellen.

Kai Ole Hartwig: Wenn du vorher die Leute... Ist das so?

Moritz Hofmann: Du bist ja nur einzelne Personen, Solo, weil du noch nicht groß bist, weil du noch nichts hast, was funktioniert eigentlich.

Moritz Hofmann: Oder noch nicht gut funktioniert.

Moritz Hofmann: Zumindest bis zu einem bestimmten Level.

Kai Ole Hartwig: Also, nö, weiß ich nicht.

Moritz Hofmann: Finde ich.

Kai Ole Hartwig: Also da muss ich sagen, ich habe dir ein passendes Buch für dich, Company of One.

Kai Ole Hartwig: Manchmal ist Kleinbleiben auch das Ziel.

Moritz Hofmann: Ja, es gibt Ausnahmen.

Moritz Hofmann: Ich habe auch schon solche Geschichten gelesen von Leuten.

Moritz Hofmann: Ja, ich mache 40.000 im Monat, ich bin Solo-Gründer.

Moritz Hofmann: Aber du musst dir auch anschauen, wie wahrscheinlich das ist.

Moritz Hofmann: Das ist klar.

Moritz Hofmann: Der 0,1% ist auch genau die gleiche 0,1%, die ein Buch schreibt, ist jetzt nicht repräsentativ.

Tim Uhlott: Das ist richtig, Moritz.

Tim Uhlott: Das stimmt, ja.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber trotzdem kann man nicht verallgemeinern und sagen, ah, nur große Unternehmen verdienen viel Geld.

Kai Ole Hartwig: aus.

Kai Ole Hartwig: Deswegen, ja, nur weil du groß bist, machst du nicht viel Gewinn.

Tim Uhlott: Das habe ich aber auch alleine.

Tim Uhlott: Ich habe auch alleine viel Geld auszugeben.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau, so, aber der Punkt ist doch, die hoch zu skalieren und viele Personen zu beschäftigen, ist ja kein Garant dafür, dass nachher viel übrig bleibt.

Moritz Hofmann: Ich habe übrigens zu dem Thema, ich finde das ein sehr lukratives oder mit sehr viel Potenzial bei größeren Unternehmen, also größeren als Ein-Personen-Unternehmen zu schauen, dass die KI-Agenten pro Person als Mitarbeiter effektiver einsetzen.

Tim Uhlott: Ne, wiederholen wir mal bitte, sorry.

Moritz Hofmann: Tim, hast du gehört?

Moritz Hofmann: Also nur weil wir gerade darüber gesprochen haben, so größere Unternehmen und so weiter, die haben ja auch viel mehr Kosten und so weiter.

Moritz Hofmann: Und ich finde, es könnte eventuell viel Potenzial haben, sich im Moment anzuschauen, wie könnte jetzt jemand von uns oder so, der sich viel mit KI-Agenten teilweise auskennt oder...

Moritz Hofmann: Papier und Stein und so, dann anderen größeren Unternehmen zu helfen, wo die meisten oder alle, keine Mitarbeiter, KI-Agenten aktuell einsetzen.

Tim Uhlott: Dampfmaschine.

Tim Uhlott: Als Consulting meinst du das?

Moritz Hofmann: Die könnten ja theoretisch so viel produktiver sein, wenn die das wirklich einsetzen könnten.

Moritz Hofmann: Ich weiß nicht, ob da irgendwie so ein Gap ist oder so, aber...

Kai Ole Hartwig: Aber soll ich dir was sagen?

Kai Ole Hartwig: Du bist nicht der Erste, der diese Idee hat.

Kai Ole Hartwig: Also es gibt ja drei Trends in dem Bereich, mal wieder drei, ich klinge heute sehr nach KI, aber zum einen gibt es jetzt diesen Trend der Corporate Influencer, die aber gar nicht mehr als ich bin irgendwo angestellt auftreten, sondern als ganz normale Influencer, die quasi den Shit der Company für diese Arbeiten verkaufen.

Kai Ole Hartwig: Und auch im KI-Umfeld wird das halt massiv gemacht.

Kai Ole Hartwig: Auch YC macht das gerade ganz massiv.

Kai Ole Hartwig: Die kaufen Influencer ein, die dir bei Instagram, TikTok und so weiter zählen, wie geil das ist und welche Runden jetzt laufen und wo sie denn jetzt Geld investieren wollen.

Tim Uhlott: Okay.

Kai Ole Hartwig: Und gleichzeitig gibt es jetzt diesen forwarded

Kai Ole Hartwig: Deployed Engineer, das ist nichts anderes, als das, was jahrelang Freelancer ja gemacht haben, was als Scheinselbstständigkeit ja quasi abgestempelt ist, mit zum Kunden fahren, beim Kunden vor Ort arbeiten, dort im Team mitarbeiten und die Software und die Skills und alles zu implementieren, was quasi der Kunde jetzt braucht aus dem Portfolio seines Auftraggebers und ja, natürlich auch das.

Moritz Hofmann: Warte, warte.

Moritz Hofmann: Meinst du damit auch, dass dann die Person dahin fährt und den Leuten beibringt, dann zum Beispiel Cloud Code zu benutzen?

Moritz Hofmann: Okay.

Kai Ole Hartwig: Antropic stellt dich an und du fährst zu den Kunden von Antropic hin und sagst, ja, aber wenn ihr noch das und das und das von uns einkauft und ich implementiere euch das natürlich, dass es perfekt für euch passt, dann wird eure Produktivität nach oben schnellen.

Tim Uhlott: 20 mal.

Moritz Hofmann: Ja, ja, gibt es den, ja.

Kai Ole Hartwig: Dann seid ihr das geilste Unternehmen.

Kai Ole Hartwig: Was machen die halt mit allen Unternehmen?

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Warte, warte.

Tim Uhlott: Weißt du, woran mich das erinnert?

Tim Uhlott: An SAP.

Tim Uhlott: Aber mach weiter.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Ja, hab ich auch schon mal so gemacht.

Kai Ole Hartwig: Ja, ich glaube, SAP macht das jetzt auch.

Kai Ole Hartwig: Ich weiß es gar nicht genau.

Tim Uhlott: Die haben ihr CM da irgendwie verkauft und damit das nicht funktioniert, genau, musst du diese SAP-Wahl gaben.

Kai Ole Hartwig: Ja, so.

Kai Ole Hartwig: Und dann hast du die SAP-Berater eingekauft.

Kai Ole Hartwig: Aber ich dachte immer, die SAP-Berater sind auch zum Teil Freelancer und so.

Kai Ole Hartwig: Also ich glaube, die waren gar nicht bei SAP angestellt.

Tim Uhlott: Das kann auch sein.

Tim Uhlott: Ich glaube auch, ja.

Tim Uhlott: Das kann sein, ja.

Kai Ole Hartwig: Das war nämlich noch so eine ganz coole Dreiecksbeziehung.

Tim Uhlott: Entschuldigung.

Kai Ole Hartwig: Den dritten Punkt habe ich jetzt gerade vergessen, das hat mich mit SAP abgelenkt und kurz kamen so Erinnerungen.

Tim Uhlott: Ganz schnell.

Moritz Hofmann: Mhm.

Kai Ole Hartwig: An Anbindungen, an SAP.

Kai Ole Hartwig: So, ich hatte Corporate Influencer, ich hatte den Forwarded Deployed Engineer und irgendwen habe ich jetzt vergessen, aber letztendlich genau das, was du halt auch sagst, Moritz, es gibt genau diesen Trend, dass Leute halt hingehen, in die Unternehmen gehen und denen weiterhelfen und weiterbringen mit, hey, ich glaube mittlerweile gibt es sogar Beratungszuschüsse und so einen Scheiß dafür, wenn du das machst.

Tim Uhlott: Hm.

Kai Ole Hartwig: Du kannst dich BAFA oder so zertifizieren lassen und dann werden 80% oder so für deine Kunden werden aus Steuermitteln finanziert.

Kai Ole Hartwig: Als Beratungsgutschein oder irgend so ein Scheiß.

Moritz Hofmann: Ja, aber es gibt ja nicht nur, es muss ja nicht nur Man-Hours sein, es gibt doch sicherlich auch Ansätze, andere, man könnte doch auch, ja, keine Ahnung.

Moritz Hofmann: Das war auch nur so ein kleiner Kommentar.

Moritz Hofmann: Was?

Moritz Hofmann: Ist das möglich?

Moritz Hofmann: Was?

Kai Ole Hartwig: Nee, du hast ja völlig recht damit.

Kai Ole Hartwig: Ich unterstütze dich ja diesmal vollkommen.

Kai Ole Hartwig: Ja?

Tim Uhlott: Wie hieß er, deiner Meinung?

Tim Uhlott: Das darf ich erleben.

Tim Uhlott: Genau, jetzt habe ich die Sitzung.

Kai Ole Hartwig: Wir sind diesmal einer Meinung.

Kai Ole Hartwig: Falls du es nicht so mitbekommen hast, ich hab dich gar nicht... Ich hab dich jetzt gerade mal gar nicht gebashed.

Moritz Hofmann: Holy shit.

Moritz Hofmann: Jetzt wissen wir, was wir gründen müssen.

Kai Ole Hartwig: Also... Das...

Moritz Hofmann: Süß von dir.

Moritz Hofmann: Das ist echt lieb von dir, oder?

Kai Ole Hartwig: Ja, kannst du dir gut im Kalender anstreichen?

Kai Ole Hartwig: Das einzige Mal in diesem Jahr.

Moritz Hofmann: Was habe ich hier noch auf meiner...

Kai Ole Hartwig: Tim weiß gar nicht, was er sagen soll.

Tim Uhlott: Ja, ich bin hier komplett überfordert von der Situation.

Kai Ole Hartwig: Was ist denn deine Meinung dazu?

Tim Uhlott: Ja, habe ich gar nicht so sehr.

Tim Uhlott: Das ist so stark da diskutiert.

Tim Uhlott: Ja, bin ich nicht mehr.

Kai Ole Hartwig: Oh nein, eine eigene Meinung.

Kai Ole Hartwig: Ich habe keine, ich habe nur Fragen.

Moritz Hofmann: Ja, Tim hat einfach vergessen, worüber wir geredet haben.

Moritz Hofmann: Das ist das Problem.

Kai Ole Hartwig: Ja, genau, da hat es ganz klar nicht zugehört.

Moritz Hofmann: Tim, ich kann dich nochmal abholen.

Tim Uhlott: Ich habe schon ein bisschen weitergeguckt, worüber wir noch diskutieren können.

Moritz Hofmann: Ich habe gerade schon selber vergessen, worüber wir geredet haben.

Moritz Hofmann: Nee, aber es ging darum...

Moritz Hofmann: dass wir ja diese Entwicklung mit den AI-Agenten haben und so.

Moritz Hofmann: Was ich jetzt zum Beispiel merke in der Firma, wo ich jetzt angestellt bin, dass einfach niemand anderes das benutzt und alle denken so, wieso kannst du hundertmal so viel machen wie ich?

Moritz Hofmann: Und alle denken so, what?

Moritz Hofmann: Und der Owner sagt mir schon, ja, hier, das wollen wir am besten, dass du hilfst, dass die anderen Leute auch viel mehr schaffen und so weiter.

Moritz Hofmann: So.

Kai Ole Hartwig: Du musst die Illusion aufrechterhalten, dass du das natürlich alles so machst.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Ja, natürlich.

Tim Uhlott: Das ist eine Gefahr.

Tim Uhlott: Wenn das alle anderen auch können, ist dein Vorteil weg, Moritz.

Tim Uhlott: Ich hatte schon ein bisschen weiter geguckt, worüber wir noch so weiter diskutieren.

Tim Uhlott: Um mir fallend auch drei, abseits davon, dass man natürlich Consulting machen kann, um KI-Agendien zu verkaufen oder den Leuten das Geld anzudrehen,

Tim Uhlott: Habe ich nochmal so drei Kategorien?

Tim Uhlott: Wir haben ja so ein bisschen über Marketing und Vertrieb ja jetzt ein bisschen geredet.

Tim Uhlott: Moritz hatte ja am Anfang das Thema Finanzamt.

Tim Uhlott: Scheiße.

Tim Uhlott: Ich muss einfach mal kurz den Zebra holen.

Moritz Hofmann: Oh scheiße, das tut mir leid Tim, ist das ausgelaufen?

Tim Uhlott: Ja, das war der Kaffee.

Moritz Hofmann: Scheiße!

Moritz Hofmann: Ich hoffe nicht auf die Tastatur, ey.

Kai Ole Hartwig: Hervorragend.

Moritz Hofmann: Was für ein Tag, oder?

Kai Ole Hartwig: Hervorragend.

Kai Ole Hartwig: Es läuft heute richtig gut bei uns allen.

Kai Ole Hartwig: Wollen wir Pause machen nochmal?

Kai Ole Hartwig: Wir machen nochmal Pause, bis der Kaffee von der Tessertur verschwunden ist.

Tim Uhlott: So, da sind wir wieder.

Tim Uhlott: Leider zweite Unterbrechung.

Tim Uhlott: Heute läuft es irgendwie richtig.

Tim Uhlott: War nicht so viel Kaffee zum Glück in meiner Tasse drin, deswegen war es nicht ganz so schlimm.

Tim Uhlott: Tastatur liegt noch.

Tim Uhlott: Was ich gerade fragen wollte, Moritz, wenn ich das umgeworfen habe.

Tim Uhlott: Zwei Bereiche hatten wir schon so ein bisschen abgedeckt.

Tim Uhlott: Vertrieb, Support, Finanzen hast du ja am Anfang ja schon so ein bisschen erwähnt.

Moritz Hofmann: Vielen Dank.

Tim Uhlott: Dass du es ja auch mittlerweile ein bisschen automatisiert mit Cloud-Porten

Tim Uhlott: Was haltet ihr noch von den Themen Support oder Administration?

Tim Uhlott: Also Support ist so Kundenanfragen beantworten, Tickets kategorisieren, Antworten formulieren oder vielleicht so Wissensdatenbanken durchsuchen, um halt gute, ja guten Support einfach zu liefern.

Tim Uhlott: Was haltet ihr von diesen aktuellen Supportagenden, die es überall so gibt?

Moritz Hofmann: Also ich finde, man muss irgendwo sehen, wo man sich so die Linie setzt.

Tim Uhlott: Ist das gut, schlecht?

Kai Ole Hartwig: Vielen Dank.

Moritz Hofmann: Und meine Linie wäre da, KI-Agent da, wo der Kunde weiß, es ist ein KI-Agent und nicht, ah, Support-Mitarbeiterin Lindy ist da.

Tim Uhlott: Mhm.

Moritz Hofmann: Shatte doch mal mit ihr.

Moritz Hofmann: Ah, ja, wir haben auch den 24-Monate-Vertrag.

Moritz Hofmann: Nein, aber das, also KI-Agent,

Moritz Hofmann: da im Chat oder so, wenn das vielleicht dann in Ordnung ist.

Moritz Hofmann: Aber ich würde jetzt nicht eine direkte Support-E-Mail automatisch von einem KI-Agenten beantworten lassen, weil ich als Kunde auch erwarte, wenn ich eine Support-E-Mail schreibe, dass ich auch eine echte Antwort kriege.

Tim Uhlott: Ist das bei dir, Ole?

Moritz Hofmann: Das ist meine Meinung.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ja, ja, ich kann da zurückkommen.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ich hasse Support über KI-Agenten.

Kai Ole Hartwig: So, ganz.

Kai Ole Hartwig: So, beantwortet das alles.

Kai Ole Hartwig: Es ist halt mega nervig.

Kai Ole Hartwig: Meistens ist es halt nicht krebsicher, die Antwort.

Kai Ole Hartwig: Und meistens dreht man sich im Kreis und ich finde es mega ätzend, gerade diese Chatfunktion, wo du dann erstmal mit dem System diskutieren musst, hey, jetzt gib mir einen Menschen, du sagst ja selber, hey, ich kann das nicht lösen und das muss ein Mitarbeiter lösen und jetzt gib mir doch diesen Mitarbeiter.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Ich finde halt, viele von diesen Systemen sind einfach zu schlecht gemacht mit zu sehr dem Ziel, die Kunden von den Mitarbeitern fernzuhalten.

Moritz Hofmann: Richtig, das sehe ich ganz genauso.

Moritz Hofmann: Deiner Meinung wieder.

Moritz Hofmann: Jetzt haben wir schon zwei Sachen, wo wir einer Meinung sind.

Moritz Hofmann: Jetzt haben wir also ein gemeinsames Startup und wir wissen auch, wie wir Support handeln.

Moritz Hofmann: Perfekt.

Kai Ole Hartwig: Es wird langsam kritisch, Moritz.

Kai Ole Hartwig: Dieser Freitag, also heute ist seltsam.

Tim Uhlott: Das ist nicht Freitag der 13., das ist ja 24.

Kai Ole Hartwig: Nee, nee, wir sind beim 24.

Kai Ole Hartwig: Aber das ist trotzdem diese Einigkeit bei uns.

Moritz Hofmann: 13.

Moritz Hofmann: Das wäre ja schlimm dann, 13.

Moritz Hofmann: Nee, wir finden hier Gemeinsamkeiten, wir werden Freunde.

Moritz Hofmann: Okay.

Kai Ole Hartwig: Das macht mir Angst.

Tim Uhlott: Aber was glaubt ihr denn, könnte man denn aus diesen Teilen automatisieren?

Tim Uhlott: Also ein bisschen kann man sich ja in die Vorhinein.

Kai Ole Hartwig: Na, du kannst halt schon relativ gut triagieren, finde ich.

Tim Uhlott: Das reicht mal so alleine.

Kai Ole Hartwig: Also wie dringlich ist ein Problem?

Kai Ole Hartwig: Finde ich, kann man halt wunderbar daraus ableiten, mit was schlägt denn da jemand auf?

Tim Uhlott: Ja, du hast die Krippe.

Kai Ole Hartwig: Also wie dringlich muss ein echter Mensch damit interagieren?

Moritz Hofmann: Und ich finde, manche Sachen kann ja ein KI-Agent gut beantworten und da muss einfach nur der KI-Agent auch lernen, welche Sachen das sind, die er wirklich gut beantworten kann, die wirklich funktionieren und wo der Kunde wirklich sehr zufrieden mit der Antwort ist.

Moritz Hofmann: Und all anderen Crap geht an den Kunden, äh, geht an den Mitarbeiter.

Kai Ole Hartwig: Fragen konnten.

Kai Ole Hartwig: So.

Kai Ole Hartwig: Frag den anderen Kunden in der Warteschleife.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht hat der eine Idee, wie du das löst.

Tim Uhlott: Das ist eine sehr gute Idee.

Kai Ole Hartwig: Auch eine schöne Idee.

Moritz Hofmann: Einen Fehler im Podcast gemacht und alle springen drauf wie Haie.

Kai Ole Hartwig: Ja, natürlich.

Kai Ole Hartwig: Was ich auch noch gut finde, ist, die KI-Systeme können ja wunderbar einfach das, was an Daten generiert wird, in diesen Support-Anfragen, halt zu neuen Support-Hilfstexten machen, zu neuen FAQs und so weiter.

Kai Ole Hartwig: Das funktioniert nämlich auch ganz wunderbar, weil dann hast du halt mal wirklich Anfragen, wirklich Daten und aus diesen Daten hast du ja auch Antworten drauf und die kannst du dann halt sinnvoll veröffentlichen.

Tim Uhlott: Das ist ein sehr guter Punkt.

Moritz Hofmann: Ich finde eine, weil ich das, weil ich ja immer, ich folge immer Help Scout, weil das ja mit Nick Francis und so weiter.

Moritz Hofmann: Und Help Scout ist ja auch so eine Support Software, das passt zum Thema.

Moritz Hofmann: Und eine Sache, was die da jetzt neu haben, was ich auch...

Moritz Hofmann: Ich weiß nicht, ob ich es cool finde, aber ich finde es interessant, wie die das gemacht haben.

Moritz Hofmann: Die haben halt so ein, man kann optional so einen KI-Agent einsetzen, dann um, und da wo der Kunde sich dann entscheiden kann, will er mit Mitarbeiter oder mit KI-Agent kurz oder so, oder zuerst kommt der KI-Agent und wenn nicht, dann der Mitarbeiter.

Moritz Hofmann: Auf jeden Fall das Pricing-Modell von denen.

Moritz Hofmann: Man zahlt nämlich

Moritz Hofmann: pro erfolgreichen, von dem Kunden gut bewerteten Support Case, der der KI-Agent bearbeitet hat.

Moritz Hofmann: Das heißt, sozusagen geben sie sich die Motivation möglichst, und damit werben die auch, dass es immer besser wird, diese Prozentsatz, wo der Endkunde dann gar nicht mehr nach dem Menschen fragt.

Moritz Hofmann: Und dann wirklich, wo der Endkunde dann bewertet, das ist jetzt fertig, da verdienen die nur Geld sozusagen.

Tim Uhlott: Das ist ja smart.

Moritz Hofmann: Das fand ich ganz interessant.

Tim Uhlott: Das ist ganz cool.

Tim Uhlott: Das fällt mir gerade so ein.

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Hattet ihr schon mal diesen Reverse Case, dass bei euch ein Kunde einen Support angefragt hat, selber versucht hat, das Problem in KI reinzuwerfen, damit die KI sagt, wo das Problem sein könnte in deiner Software?

Tim Uhlott: Hattet ihr das schon mal?

Moritz Hofmann: Was hast du gesagt?

Tim Uhlott: Also, ich hatte einen Kunden, das mir das erste Mal passiert, das Software von mir nutzt, hat da irgendeinen Bug drin, hat dann einen Bug gefunden, das ist auch okay so, hat dann Claude gefragt, was Claude glaubt, was das Problem sein könnte, hat mir sein Problem kurz beschrieben und dann diese Riesenantwort von Claude

Tim Uhlott: geschickt, was Claude glauben könnte, aber Claude kennt ja gar nicht die Software und den Source Code.

Tim Uhlott: Okay.

Kai Ole Hartwig: Naja gut, bei mir jetzt ja schon, weil Open Source Zeugs.

Kai Ole Hartwig: Aber die Antwort ist halt trotzdem für die Tonne gewesen.

Moritz Hofmann: Aber witzigerweise, ich habe einen ähnlichen Fall, das war jetzt bei der Firma, wo ich jetzt angestellt bin und der IT-Provider sollte für mich eine Nummer einrichten, aber eine deutsche Nummer und dann hat er eine deutsche Nummer eingerichtet, aber dann waren alle ausgehenden Anrufe von der Nummer anonym.

Moritz Hofmann: Das war sehr schlecht.

Tim Uhlott: Das hört sich immer so nah an uns.

Moritz Hofmann: Und er hat es einfach nicht gelöst bekommen.

Moritz Hofmann: Und dann habe ich da angerufen, habe ich einfach nur die Cloud-Optionen durchgegangen zum Lösen.

Moritz Hofmann: Da meinte er, oh, da bin ich ja gar nicht drauf gekommen.

Moritz Hofmann: Junge, du bist IT-Support, frag doch mal als erstes selber deinen scheiß Cloud, bevor ich hier meinen Cloud anschmeißen muss, dich anrufen muss.

Moritz Hofmann: Was soll das?

Kai Ole Hartwig: Was kriegst du dich denn jetzt so auf?

Moritz Hofmann: Ja, Junge, das war ein Monat oder so, dass diese scheiß Anrufe nicht richtig funktioniert hat.

Kai Ole Hartwig: Vielleicht hat der gar keinen Cloud.

Moritz Hofmann: Was soll das?

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber du musst dir mal überlegen, ganz viele Unternehmen haben halt einfach keine KI, können die nicht einsetzen und wir haben ja auch immer noch das Riesenproblem, ja, wir verkaufen das ja immer, digitale Souveränität, bla bla bla, mit, oh, das sind ja böse US-Unternehmen.

Kai Ole Hartwig: Jetzt gibt es doch den Riesenaufschrei gerade.

Kai Ole Hartwig: dass Mistral mit Microsoft zusammenarbeitet und da GPU-Kapazitäten einkauft.

Kai Ole Hartwig: Ja, Freunde der Nacht, wenn wir keine Rechenzentren haben in Europa, die das können und auch nicht absehbar haben und keine Hyperscaler haben, die das können, wo soll es denn dann bitte herkommen?

Moritz Hofmann: Hm.

Moritz Hofmann: Hm.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Die fünf GPUs, die irgendwo in einem Keller stehen,

Kai Ole Hartwig: die retten hier Europa nicht.

Kai Ole Hartwig: Das ist nett, dass da auch die öffentliche Verwaltung mit GPUs spielt und irgendwelche Chatbots damit baut.

Kai Ole Hartwig: Das ist nicht das, was die Wirtschaft braucht und was wir brauchen als Gesellschaft, wenn wir sagen, wir wollen digitale Souveränität.

Kai Ole Hartwig: Und es ist auch total nett, dass es jetzt von Fraunhofer und noch irgendwem jetzt ein neues, tolles Modell gibt, das noch nicht mal Open Rate ist,

Kai Ole Hartwig: Okay, aber dass man halt de facto nirgendwo nutzen kann in der Form, wie man die US- oder auch die chinesischen Modelle nutzen kann.

Tim Uhlott: Okay.

Kai Ole Hartwig: Und da kommen doch die Probleme her.

Kai Ole Hartwig: Wir sind immer so furchtbar...

Moritz Hofmann: Das ist so ein Crap.

Moritz Hofmann: Also ich meine, das ist so ein Crap, was die machen.

Moritz Hofmann: Also das ist so ein Crap, weil wenn das halt so ist, dann ist nie Europa eine gute Option.

Kai Ole Hartwig: weil wir immer moralisch überlegen sein wollen.

Kai Ole Hartwig: Moralisch sind wir immer total toll, haben alles super reguliert, aber am Tagesende kommen wir mit diesen Positionen einfach nicht weiter, weil wir stellen uns halt immer wieder hin und sagen, ja, aber das kannst du nicht machen, der Datenschutz und dieses und jenes und welches.

Moritz Hofmann: Das ist so ein Crap, so dein letzter Crap.

Kai Ole Hartwig: Wir haben immer ganz viele Gefahren und ganz viele Risiken und ganz viel zum Aufhalten und deswegen werden wir auch nie weiterkommen, solange gerade wir Deutschen, ja, wir Deutschen sind ja ganz schlimm da drin, nicht vorankommen, weil

Moritz Hofmann: solange man so dumme Überlegungen darüber stellt, dass man innovativ sein möchte.

Moritz Hofmann: Die Welt muss doch sich drehen, sie muss sich entwickeln.

Moritz Hofmann: Und ich habe keinen Bock, mein Leben lang Technik aus den USA zu kaufen, nur weil Europa oder Deutschland sagt, ja, das ist aber nicht moralisch richtig, dass wir hier einen Server aufsetzen wollen, der Zugriff auf XY hat.

Moritz Hofmann: Fick dich, wirklich.

Tim Uhlott: Okay, da bin ich anderer Meinung.

Kai Ole Hartwig: Toll, jetzt müssen wir den Podcast als Ü18 wieder einstufen.

Kai Ole Hartwig: Danke.

Moritz Hofmann: Hahaha!

Tim Uhlott: Da bin ich ein bisschen anderer Meinung als ihr.

Kai Ole Hartwig: Oha, jetzt kommt.

Tim Uhlott: Also ich finde das eigentlich sogar ganz gut ist in Europa, die ganzen, wenn man sehr darauf achtet, auf Regularien und dass erst recht Patente und auf was auch immer alles geachtet wird, auf die ganzen verschiedenen Rechte einfach von den Menschen oder auch wer halt den ganzen Kram einfach geschaffen hat, dass einfach darauf geachtet wird, dass

Tim Uhlott: Das finde ich eigentlich nicht schon vernünftig.

Kai Ole Hartwig: Aber müssen wir zuerst.

Tim Uhlott: Sinnlose Rechte, das stimmt natürlich.

Moritz Hofmann: Auf Rechte achten ist gut, aber sinnlose Rechte einführen ist das Problem.

Kai Ole Hartwig: Und müssen wir immer erst Gefahren sehen und analysieren, bevor wir etwas machen?

Kai Ole Hartwig: Warum muss immer alles zu 100% sicher sein und deswegen machen wir auch nie etwas und entscheiden nie etwas mehr und gehen keine Risiken ein, weil es könnte ja etwas passieren?

Tim Uhlott: Ach, das weiß ich gar nicht.

Tim Uhlott: Also die ganzen Forschungsinstitute in Europa, die machen schon alle sehr, sehr, sehr viel.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber das ist doch...

Tim Uhlott: Sehr viel coole Technik kommt ja eigentlich aus Europa.

Tim Uhlott: Dann ist eher das Problem... Das ist das Problem.

Kai Ole Hartwig: Genau, und dann versagen wir halt immer, weil wir dann nicht das Risiko eingehen, zu sagen, okay, jetzt machen wir das groß, jetzt investieren wir da rein und jetzt machen wir weiter damit.

Kai Ole Hartwig: Den Grundstein legen wir und nach dem Grundstein hören wir auf, weil wir sagen, oh, das könnte aber.

Kai Ole Hartwig: Und ist das denn auch...

Tim Uhlott: Das weiß ich nicht.

Tim Uhlott: Ich glaube eher, das Problem sind zwei Sachen.

Tim Uhlott: Es ist einmal, es fehlt der Gedanke dieser Investitionen, es fehlt diese große Start-up-Szene einfach wie in den USA, es fehlen diese großen Geldgeber, die sich jetzt denken, ja geil, schmeißen wir 100 Minuten mal rein, schauen wir mal, was passiert.

Tim Uhlott: Da gibt es vielleicht ein, zwei ausgewählte Projekte in ganz Europa, die noch ordentlich finanziert werden.

Tim Uhlott: Aber der Rest ist eher, ich glaube, da habe ich manchmal das Gefühl, da besteht in Europa nicht so dieses Rieseninteresse irgendwie drin oder man hat zu viel Angst, dass man sein Geld verliert.

Tim Uhlott: Und da haben die Amerikaner, glaube ich, einfach eine andere Mentalität,

Moritz Hofmann: Das ist schon richtig, ja, aber diese sinnlosen Gesetze, wenn du irgendwann soweit bist, dass du schon alleine Cloud-Code brauchst, nur um die Gesetze zu navigieren, damit du deinen scheiß Staubsauger verkaufen kannst.

Tim Uhlott: Das ist es.

Tim Uhlott: Und, warte, warte, warte, warte.

Moritz Hofmann: Irgendwo kommen wir denn hin?

Kai Ole Hartwig: Ja.

Tim Uhlott: Und das zweite ist zu den Rechenzentren.

Tim Uhlott: Da ist in Europa ja das Problem, beziehungsweise erst recht auch in Deutschland, hier ist Strom extrem teuer.

Tim Uhlott: ist woanders überall nicht.

Tim Uhlott: Und dadurch lohnt sich das halt nicht.

Tim Uhlott: Wenn halt hier Strom 30 Cent die Kilowattstunde kostet, in den USA aber 5 Cent, dann hast du ja sechsmal, äh, äh, ist mal den Umsatz verloren, dann musst du erst mal hier wieder reinholen.

Kai Ole Hartwig: Ja, aber das Absurde ist, Frankfurt ist trotzdem der größte Knotenpunkt fürs Internet.

Kai Ole Hartwig: Und jeder hostet in Frankfurt.

Kai Ole Hartwig: Keiner geht hin und sagt, naja, gut, wir schmeißen unser Zeug nach Stockholm oder so, da ist Energie billiger.

Kai Ole Hartwig: Oder nach Paris oder sonst irgendwo.

Kai Ole Hartwig: Sondern es wird trotzdem da hingeschmissen und der Knotenpunkt wächst weiter.

Kai Ole Hartwig: Da entstehen weiter Rechenzentren, nur nicht für GPUs.

Tim Uhlott: Ach, das stimmt, die gibt es so irgendwie in Irland oder so, das GPU-Cluster hier in Europa.

Tim Uhlott: Nein, nicht.

Kai Ole Hartwig: Es gibt kleine Cluster, aber halt nichts Großes.

Kai Ole Hartwig: Also wir können zu Daniel fahren, der hat da auch die GPUs auf seinem Schreibtisch stehen.

Kai Ole Hartwig: Der ist gerade in Urlaub, also wir nehmen die schnell mit, dann haben wir welche.

Tim Uhlott: Dann können wir mal ein schnelles Cluster, ja, easy.

Kai Ole Hartwig: Ja, so.

Tim Uhlott: Aber jetzt zwei.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Aber damit haben wir halt, also ganz ehrlich, nur weil wir da die paar Dinger mitnehmen, haben wir halt keine GPU-Revolutionen.

Tim Uhlott: Das stimmt, aber ich glaube, da ist halt wirklich dieses Stromproblem entwickelt, dass es sich einfach nicht finanziert.

Tim Uhlott: Und wenn wir das erstmal ordentlich gelöst bekommen, dass wir einfach mal vernünftigen grünen Strom haben oder auch grünen Strom entsprechend auch bewerten, der kostet dann nur 8 Cent, aber wir bezahlen ja trotzdem alles für das Gaskraftwerk, was dann 40 Cent die Wattstunde kostet.

Tim Uhlott: Also haben wir immer 40 Cent, 30 Cent Stromkosten.

Tim Uhlott: Aber es ist ein anderes Thema.

Tim Uhlott: Ja.

Kai Ole Hartwig: Also, ich bekomme meinen Strom selber und müsste, glaube ich, jetzt auch mal wieder mehr verbrauchen, weil die Sonne so stark scheint.

Kai Ole Hartwig: Ich muss gleich die Poolheizung anmachen oder so.

Tim Uhlott: Ja, so.

Kai Ole Hartwig: Sonst weise ich wieder alles an die Nachbarn ein.

Tim Uhlott: Mensch.

Tim Uhlott: Du hast GPU-Klasse jetzt.

Kai Ole Hartwig: Ja, weil mein Akku schon wieder voll ist.

Tim Uhlott: Ist das GPU-Klasse?

Kai Ole Hartwig: Ja, so.

Kai Ole Hartwig: Ganz, ganz, ganz schlimm alles.

Moritz Hofmann: Okay, was für top große Punkte haben wir noch oder wollen wir langsam...

Tim Uhlott: Ja, also ich habe noch eine Sache.

Tim Uhlott: Wir können vielleicht noch mal ganz kurz so Administrationsthema ansprechen.

Tim Uhlott: Das war noch so eine Kategorie, die ich mir noch aufgeschrieben habe.

Tim Uhlott: Dazu fällt dann sowas drunter wie so Rechnungen erstellen, Angebote schreiben, Termine koordinieren, PDFs auslesen, zusammenfassen, Verträge, vielleicht zusammenfassende Verträge schreiben lassen.

Tim Uhlott: Würde sowas KI machen lassen?

Kai Ole Hartwig: In Teilen.

Tim Uhlott: KI-Agenten?

Kai Ole Hartwig: Also ich finde, Termine buchen ist immer so ein bisschen anstrengend.

Kai Ole Hartwig: Da sollen die Leute einfach selber auf den Buchungslink klicken und buchen.

Tim Uhlott: Hm?

Kai Ole Hartwig: So.

Kai Ole Hartwig: Ob die jetzt mit mir diskutieren oder mit der KI diskutieren, das bringt kein weiter.

Kai Ole Hartwig: Da gibt es einfachere Wege für.

Tim Uhlott: Ja.

Tim Uhlott: Mhm.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Meinetwegen kann auch deren KI-Agent da draufklicken.

Kai Ole Hartwig: I don't care.

Kai Ole Hartwig: Angebote schreiben.

Kai Ole Hartwig: Also ich finde, die KI ist schlecht in Schätzungen und in Summen.

Kai Ole Hartwig: weil sie einfach nicht die aktuelle Marktlage kennt?

Moritz Hofmann: Aber da musstest du ja auch einfach nur noch deine eigenen Gedanken als Memory hinterlegen und dann könntest du ja auch trotzdem deine Angebote generieren, basierend auf Agent plus Du.

Kai Ole Hartwig: Ja, auf der anderen Seite, so viel Arbeit ist das auch nicht.

Moritz Hofmann: Ja, und ich denke auch, wenn Tim sagt, Angebote generieren und so, geht es für mich eher so um die ganzen Regeln oder die ganzen Sätze, was man da alles so in so einen Vertrag reinschreibt, eine Datenschutzerklärung reinschreibt.

Tim Uhlott: Mhm.

Moritz Hofmann: Und to be honest, es wird wahrscheinlich verschiedene Leute geben, die das verschieden sehen,

Moritz Hofmann: Aber da ich sowieso jemand bin, der erst mal daran glaubt, dass jemand, mit dem ich irgendwie Geschäft mache, jetzt nicht mich abzockt oder mich da fertig macht oder so, deswegen ist es für mich völlig okay, was erstmal so eine KI generiert.

Moritz Hofmann: Wenn ich natürlich genug Geld habe, genug Umsatz habe, dann kann ich auch alle diese Sachen...

Moritz Hofmann: mir handgefertigt machen lassen, genauso wie wenn ich in Porsche fahre, ich mir auch handgefertigte T-Shirts machen lasse.

Moritz Hofmann: Das ist eigentlich dasselbe für mich.

Tim Uhlott: Mhm.

Tim Uhlott: Mhm.

Kai Ole Hartwig: Ich gehe da noch einen Schritt weiter.

Kai Ole Hartwig: Ich sage mal, wofür brauche ich den Vertrag?

Kai Ole Hartwig: Also ein kurzes Angebot mit, hey, wir machen das und wir sind uns einig, wir arbeiten zusammen.

Kai Ole Hartwig: Finde ich, ist meistens ehrlicher und stichhaltiger als 20, 25 Seiten Vertragswerk, weil am Tagesende, wenn du so ein Vertragswerk hast und irgendjemand hat eh keinen Bock auf den ganzen Spaß, egal wie lang der Vertrag ist,

Moritz Hofmann: Stimmt.

Tim Uhlott: Hm.

Tim Uhlott: Hm.

Kai Ole Hartwig: dann hilft dir das auch nichts.

Kai Ole Hartwig: Dann landest du irgendwann vor Gericht, musst dich da rumschreiten.

Kai Ole Hartwig: Kein Mensch hat daraus irgendwas gewonnen.

Kai Ole Hartwig: Aber das ist meine sehr persönliche Meinung.

Kai Ole Hartwig: Ich sag mal, je kleiner das Gesamtkunstwerk ist, je besser ist es und je eher funktionieren auch die Sachen.

Kai Ole Hartwig: Wenn man sich nachher darüber streiten muss, was gehört denn da rein und was gehört nicht da rein und so weiter und so fort, ist eh alles zu spät und verloren.

Kai Ole Hartwig: Dann ist es auch völlig egal.

Tim Uhlott: Ich hätte vielleicht jetzt als Schlusswort vielleicht nochmal eine kleine Schätzfrage für euch.

Moritz Hofmann: Der war gut, der war gut, oder?

Tim Uhlott: Ganz zum Schluss vielleicht nochmal.

Kai Ole Hartwig: Wie überraschend!

Tim Uhlott: Hey, weißt du, wo will ich dir ja noch hier?

Tim Uhlott: Was ist denn das?

Tim Uhlott: Das gefällt mir heute nicht.

Tim Uhlott: McKinsey hat eine Studie herausgegeben, um einmal zu ermitteln,

Tim Uhlott: was sie glauben, wie viele Prozent aller Arbeitsstunden in Deutschland automatisierbar wären.

Tim Uhlott: Was glaubt ihr, wie viel Prozent eures Tages oder von den meisten Menschen automatisierbar wären?

Tim Uhlott: Wie viel Prozent der gesamten Stunden?

Moritz Hofmann: Als erstes kommt mir eine Frage auf.

Moritz Hofmann: Ich meine, wenn ich jetzt eine Sache nicht mache würde, würde ich ja trotzdem eine andere Sache machen.

Moritz Hofmann: Oder meinst du, von dem, was ich jetzt an einem Tag mache?

Tim Uhlott: Im Moment, was du im Moment machst, was du jetzt im Moment alles so machst.

Tim Uhlott: Ole, was glaubst du?

Moritz Hofmann: Okay.

Moritz Hofmann: Ich denke, viel von dem, was man nicht mit anderen Menschen macht.

Moritz Hofmann: Aber alles, was du mit anderen Menschen machst und Arbeit ist,

Moritz Hofmann: wird ja immer noch anfallen, denke ich.

Moritz Hofmann: Und deswegen würde ich schätzen, dass die vielleicht auf sowas gekommen sind wie 65%.

Kai Ole Hartwig: branchenspezifisch.

Tim Uhlott: Ist branchenübergreifend gemeint.

Kai Ole Hartwig: Dann bin ich bei wesentlich weniger.

Kai Ole Hartwig: Ich glaube, dann sind nur 30 Prozent automatisierbar.

Tim Uhlott: McKinsey schätzt, da ist Moritz dann näher dran, dass 59% aller aktuellen Arbeitsstunden technisch

Moritz Hofmann: Wie nah ich dran bin, Alter.

Moritz Hofmann: Was habe ich gewonnen?

Moritz Hofmann: Was habe ich gewonnen?

Tim Uhlott: technisch automatisierbar werden.

Tim Uhlott: Aber wie du gesagt hast, Moritz, nur weil wir dann nachher die 50% automatisieren, machen wir natürlich mit 50% der Zeit natürlich dann nachher irgendwas anderes.

Tim Uhlott: Das ist eine kleine Schlussschätzfrage für euch nochmal.

Moritz Hofmann: Ja, danke dir.

Tim Uhlott: Okay.

Tim Uhlott: Gerne.

Kai Ole Hartwig: Es ist unfassbar hier heute.

Moritz Hofmann: Das war eine coole Frage.

Kai Ole Hartwig: Unfassbar.

Kai Ole Hartwig: Dein Abbaus.

Kai Ole Hartwig: Bis dann, Tom.

Tim Uhlott: Okay, dann haben wir es doch, oder?

Tim Uhlott: Heute.

Tim Uhlott: Ja, okay, Jungs.

Tim Uhlott: Dann

Tim Uhlott: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt.

Tim Uhlott: Dann haben wir uns nächste Woche.

Moritz Hofmann: Bis zum nächsten Mal.

Tim Uhlott: Bis dahin.

Tim Uhlott: Tschüss.

Tim Uhlott

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