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Staatsschutz

Muss Man Gesehen Haben!?
Muss Man Gesehen Haben!?

53 plays · Sep 5, 2026

Transcript

Speaker: Willkommen zu einer neuen Ausgabe Muss man gesehen haben.

Speaker: Ihr sind eure Gastgeber Emilia und Bastian.

Speaker: Hi na.

Speaker: Hi na.

Speaker: Liebe Emilia, hi.

Speaker: Wie geht's dir?

Speaker: Sehr gut, Basti.

Speaker: Und selber?

Speaker: Auch sehr gut, danke.

Speaker: Ich hoffe, euch zu Hause an den Empfangsgeräten geht es ähnlich gut.

Speaker: Schön, dass ihr wieder dabei seid.

Speaker: Freut uns sehr.

Speaker: Wir haben heute...

Speaker: einen wirklich interessanten Film.

Speaker: Ja, bevor wir richtig einsteigen, würde ich ja noch mal kurz sagen, hey, Basti, du warst doch im Kino.

Speaker: Sag doch mal, in welchem Kino warst du denn?

Speaker: Ich war wieder in meinem ausgesprochenen Lieblingskino, weil ich mir überlegt habe, dass ich wohl auch mal irgendwie vielleicht so Matthäser Filmpalast oder so.

Speaker: Ich sollte mal bewusster vielleicht auch in andere Kinos gehen.

Speaker: Aber ich bin sehr gerne im City-Kino in München, in der Sonnenstraße.

Speaker: Vor allem im Sommer ist es da total schön, weil die haben so einen Hinterhof.

Speaker: Da gibt es dann auch noch so Film-Gastronomie und kann man was essen und trinken, weil

Speaker: was ich allerdings, das Essen mache ich meistens nie, sollte ich vielleicht mal Notiz an mich selbst, nächstes Mal vielleicht auch mal das Essen probieren.

Speaker: Da war ich und es war was Besonderes, weil ich bin mit meiner Mutter und meinem Papa im Kino gewesen, was ich glaube ich,

Speaker: Seit gefühlt 185 Jahren.

Speaker: Ja, jeder, der sich fragt, so alt bin ich tatsächlich, ich schlafe in einem Sarg, nicht mehr gemacht habe.

Speaker: Bei Jurassic Park.

Speaker: Bei Jurassic Park war er bastionischer mit seinen Eltern im Kino.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und es war sehr schön.

Speaker: Also es war ein schöner Ausflug.

Speaker: Und genau, wie war es denn bei dir?

Speaker: Ich war im neuen Off und da war ich das letzte Mal bei The Drama, den wir ja besprochen haben und auch eine schöne Erinnerung war Con Clave, den habe ich auch dort gesehen.

Speaker: Das ist in Neukölln und tatsächlich, und ich war ja mal wieder nachmittags im Kino und ich liebe es, nachmittags ins Kino zu gehen.

Speaker: Weil man hat irgendwie, man hat vorher was geschafft und dadurch, dass wir das ja auch als Arbeit mehr oder minder betiteln können, ins Kino zu gehen.

Speaker: Offiziell.

Speaker: Offiziell.

Speaker: Fürs Finanzamt.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich kann mir die Kinotickets abrechnen.

Speaker: Finde ich das toll, dass man danach irgendwie die Sonne scheint noch und man kann auch danach eben noch die Nachbereitung machen und es ist nicht spät.

Speaker: Ich liebe Neues auf.

Speaker: Ich finde das toll.

Speaker: Aber es ist auch in meiner Nachbarschaft das einfacher machbar.

Speaker: Man kann sowohl hin als auch zurück laufen.

Speaker: Ja, das ist natürlich ein großer Standortvorteil dann, wenn man so ein Kino gleich nebendran hat.

Speaker: Ich glaube, ich habe da auch Konklave gesehen tatsächlich.

Speaker: Wir haben es zwar voneinander getrennt gesehen, aber ich war glaube ich auch in dem Kino.

Speaker: Aber im gleichen Kino, es war sehr schön.

Speaker: Finde ich auch ein wahnsinnig schönes Kino.

Speaker: Bevor wir richtig ansteigen, würde ich einfach kurz nochmal sagen, um welchen Film es sich handelt und worum es geht.

Speaker: Weil, sehr geehrtes Publikum, Sie können sich zurücklehnen.

Speaker: Basti hat heute, glaube ich, eine sehr emotionale Kurve vor sich.

Speaker: Und ich bin sehr, sehr, sehr gespannt, worauf wir uns heute hier einlassen.

Speaker: Also, let's go.

Speaker: Wow, okay, let's go.

Speaker: Deswegen haben wir gesagt, du machst das Intro nur ganz kurz.

Speaker: Eigentlich wäre ich dran, gell?

Speaker: Wir haben gesagt, ich habe heute hinten dran noch ein paar extra Punkte.

Speaker: Deswegen haben wir gesagt, dann machst du dafür das Intro.

Speaker: Das ist der Redeanteil, dass ihr euch...

Speaker: am Anfang noch an meine Stimme gewöhnt, damit dann Basti das das Mikrofon übernimmt.

Speaker: So schlimm wird es hoffentlich nicht werden.

Speaker: Das kann man ja niemandem zumuten.

Speaker: Schauen wir mal.

Speaker: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Speaker: Genau.

Speaker: Also, leg los.

Speaker: Basti und ich haben den Film Staatsschutz geguckt.

Speaker: In dem geht es um

Speaker: Als CEO Kim ihre neue Stelle als Staatsanwältin eintritt, weiß sie bereits, dass rechte Gewalt zu ihrem Arbeitsalltag gehören wird.

Speaker: Doch als sie selbst Opfer eines Anschlags wird, muss sie feststellen, dass die Unabhängigkeit der Justiz sehr brüchig sein kann, wenn Rassismus längst im System verwurzelt ist.

Speaker: Tiefer und tiefer gräbt sie sich durch die Fehlbarkeiten ihrer eigenen Behörde und kämpft mit allen Mitteln für Gerechtigkeit.

Speaker: sowohl vor als auch außerhalb des Gerichts, ausgezeichnet mit dem Publikumspreis der Berlinale.

Speaker: Mit Staatsschutz legt Pfarrers Schariat einen Film vor, der an Dringlichkeit und Wucht seinesgleichen sucht.

Speaker: Aufrüttend und wütend, aber nie ohne Hoffnung, untersucht Staatsschutz die Frage, wie sich ein korrumpiertes System auch von innen heraus verändern lässt.

Speaker: In den Hauptrollen beeindrucken die Newcomerin Jen Emelian als fruchtlose Programm-Rotha-Konistin.

Speaker: An der Seite von Julia Jentsch, Alef Irmak, Arndt Klawitter und Sebastian Uzondewski.

Speaker: Ja, also das war schon mal on point, würde ich sagen.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Also es zeigt, wir haben heute eigentlich ein dickes Brett zu bohren, so ein bisschen.

Speaker: Es ist ein sehr, sehr politischer Film.

Speaker: Und deswegen jetzt schon mal noch mal als Warnung an alle am Ende.

Speaker: Ich glaube, den Film kann man nicht wirklich besprechen, ohne ihn auch ein bisschen politisch einzuordnen.

Speaker: Und deswegen haben wir das jetzt heute so gemacht.

Speaker: Das kommt dann aber ganz am Ende.

Speaker: Jetzt geht es ja erst mal um den Film.

Speaker: Also ich finde, ich fange jetzt einfach mal an.

Speaker: Du hast ja die Leute schon vorgefahren, dankenswerterweise.

Speaker: Also ich finde ja immer ganz wichtig bei einem Film, das habe ich ja schon oft gesagt, ist ja immer der Anfang von einem Film, bei der den Ton setzt und auch zeigt, womit möchte man starten, was ist einem wichtig.

Speaker: Und die erste Szene in dem Film ist tatsächlich ein, erst mal dunkel und dann gehen Vorhänge ganz langsam auf und man merkt automatisch, also gehen die auf und man merkt, man befindet sich in einem Gerichtssaal.

Speaker: Stühle werden aufgebaut.

Speaker: Also man kriegt gleich so den

Speaker: Es wird dann gleich vermittelt, es geht um ein Gerichtstrama.

Speaker: Eigentlich ist es ein relativ klassisches Gerichtstrama, wenn du so möchtest.

Speaker: Oder wie siehst du das?

Speaker: Ich habe auch gehört, es ist ein gut gelungener Genrefilm.

Speaker: Gerichtstrama würde ich mitgehen, ja.

Speaker: Ja, Mensch, da sind wir ja mal einig wieder.

Speaker: Wir haben ja in letzter Zeit da so ein bisschen was liegen lassen, aber da sind wir uns zumindest heute einig.

Speaker: Genau, also du weißt gleich, worum es geht und wenn man sich über Gerichtsdramen, also ich meine Few Good Men oder was, da gibt es ja so viele, also da ist man gleich wirklich mit abgeholt, man weiß, worum es geht.

Speaker: Und es geht dann...

Speaker: Ja, mit einem Geschehen, genau.

Speaker: Das fängt dann auch gleich mit der Gerichtsverhandlung an.

Speaker: Da wird der Fall eines Rechtsextremisten verhandelt und da werden einem so die ersten, die Hauptverdächtigen oder, sag ich mal, die ProtagonistInnen des Films eigentlich auch vorgestellt.

Speaker: Also Seo Kim

Speaker: Gespielt, wie du ja schon gesagt hast, von der wundervollen Jen Emilia-Jahn.

Speaker: Newcomerin eigentlich.

Speaker: Sie hat, glaube ich, in einer Serie davor mitgespielt.

Speaker: Aber sie war noch, das kommen wir in den Funfacts nachher dazu, das war eigentlich ihre erste Rolle vor der Kamera.

Speaker: Beeindruckend, finde ich.

Speaker: Und sie ist die Staatsanwältin in dem Fall und soll eben dafür sorgen, dass dieser Rechtsextremist rechtskräftig verurteilt wird.

Speaker: Und dieser Rechtsextremist wird...

Speaker: ist angeklagt, einem schwarzen Bürger mit einem Luftgewehr ein Projektil in den Kopf geschossen zu haben.

Speaker: Dazu ganz kurz, ich war freudig überrascht, denn der Rechtsextreme wird gespielt von einem alten Kollegen von mir, Bela Lenz, mit dem ich zusammen der Lehrer gedreht habe, den ich tatsächlich auch angefragt habe, ganz spontan, ob er Lust hätte mit uns zu sprechen.

Speaker: Hier diesen seinen Film mitzubesprechen, der leider abgesagt hatte, weil er keine Zeit hatte.

Speaker: Liebe Grüße aber.

Speaker: Grüße gehen raus, ja.

Speaker: Schön, jemand Bekanntes gesehen zu haben, der eben in eine sehr anspruchsvolle Rolle reingeschlüpft ist.

Speaker: Ja, ist doch auch schön für dich, wenn du bekannte Gesichter auf dem Bildschirm siehst, oder?

Speaker: Oder auf der Leinwand auch in diesem Fall.

Speaker: Also Grüße sind raus.

Speaker: Auf jeden Fall, der sitzt dort und muss sich dafür verantworten.

Speaker: Und wir fangen gleich damit an.

Speaker: Seo Kim nimmt dann ihre Akten hoch und wendet sich jemand in den Gerichtssaal, macht ihr Schlussplädoyer und sagt eben, dass die Schuld des Angeklagten nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.

Speaker: Und für sie ist damit eigentlich der Fall mehr oder weniger vorbei.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dann erhebt sich noch Alexandra Tiedemann, die Gespielte von Julia Jentsch, auch ganz großartig.

Speaker: Und die in ihrem Schlussplädoyer dann aber deutlich macht, dass sie eigentlich eklatante Verfahrensfehler in diesem ganzen Verfahren sieht und überhaupt nicht zufrieden ist mit dieser Rechtsprechung.

Speaker: Da sind dann eigentlich gleich die Fronten geklärt.

Speaker: Wo geht es hin?

Speaker: Und was mich an dem Film auch gleich zu Anfang so ein bisschen abgeholt hat, war, während dieses ganzen Vorgangs im Gerichtssaal hörst du eigentlich im Hintergrund immer sehr, sehr viele rechtsextreme und menschenfeindliche Parolen schon.

Speaker: Die sind so ein bisschen so im Hintergrund.

Speaker: Und was mir ganz wichtig ist in der Besprechung heute ist auch...

Speaker: zu unterscheiden, was ist denn als filmische Fiktion und was ist denn tatsächlich eigentlich auch gesellschaftlich schon Realität.

Speaker: Und als ich das so gehört habe, hat mich das tatsächlich an viele Videos erinnert, die ich in letzter Zeit gesehen habe von Marc Kant, das ist ein YouTuber, den viele vielleicht kennen, der sich wirklich in Gespräche hinein begibt, gerade in Sachsen-Anhalt auf Veranstaltungen der AfD.

Speaker: und dort versucht, mit den Leuten zu sprechen.

Speaker: Ich finde, das ist ein absolut ehrenwertes Unternehmen und er macht das ganz großartig, ist aber dazu auch so ein richtiger Hasssymbol geworden.

Speaker: Und in diesen Videos wird wirklich klar, wie viel verbale und auch angedrohte Gewalt tatsächlich mittlerweile bei diesen Veranstaltungen allgegenwärtig ist.

Speaker: Klar ist es so, du hast einen kleinen Ausschnitt, du siehst nicht alles.

Speaker: Das ist natürlich, bündelt das das Ganze auch ein bisschen, du siehst da mit einem Vergrößerungsglas drauf.

Speaker: Aber

Speaker: Das hat mich daran erinnert und deswegen hat mich das auch tatsächlich da schon erschüttert an dieser Stelle, gleich zu Anfang des Films.

Speaker: Und wie ging es dir denn das?

Speaker: Wie hast du denn das wahrgenommen, ganz zu Anfang diese Gerichtsverhandlung?

Speaker: Diese Gerichtsverhandlung hat mich aufstutzen lassen in einer Art und Weise, dadurch, dass ich mich, glaube ich, so ein bisschen vorher schon mit dem Film oder mit dem Trailer oder mit der Website beschäftigt habe und so ein bisschen irritiert war von der Staatsanwältin, die eben das...

Speaker: gefühlt ein bisschen lapidar eben einfach abhakt, nächster Fall.

Speaker: Direkt anschließend kommt er dann auch in die Szene, wo sie mit einem Berg voll Dokumenten an ihrem Schreibtisch sitzt und die Assistentin kommt und sagt, oh, wir müssen 80 Prozent der Fälle als abgeschlossen abstempeln.

Speaker: Also es ist sozusagen... Eingestellt, also ohne Rechtsspruch.

Speaker: Also man darf sich eben nicht mit zu vielen Details aufhalten, sondern es muss irgendwie den Regeln dieses Gerichts folgen.

Speaker: Und 80% fand ich eine große Zahl.

Speaker: Ich glaube, sie sagt sinngemäß, dass 80 Prozent der Fälle tatsächlich eingestellt werden.

Speaker: Es ist also keine Forderung des Gerichts, sondern es ist einfach der Schnitt, glaube ich, den sie in diesem Moment wiedergibt, dass 80 Prozent eingestellt werden.

Speaker: Aber auch die Szene, wie sich diese Sekretärin so rüberlegt und zwei, drei Seiten macht und sagt, ach, das kannst du, das ist abgeschlossen, das ist abgeschlossen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also als ob man so nach Keywords sucht und dann sagt, okay.

Speaker: Und das ist ja auch so ein bisschen dieser O-Ton des Films.

Speaker: Das ist alles dann schon wieder diese große Frage nach der Einzeltat war.

Speaker: Oder Einzelfall.

Speaker: Ganz genau.

Speaker: Das ist der Einzelfall.

Speaker: Und so wird ein Ton gesetzt, der sich dann aber über den Film wendet um 180 Grad.

Speaker: Genau, also zuerst ist ja SEO noch die Staatsanwältin, die einen Fall verhandelt.

Speaker: Und dann, und da kommt jetzt eben der große Wandel auch in der Geschichte, sie geht dann aus dem Gerichtssaal hinaus, man sieht dann auch kurz darauf sind dann ihre Reifen durchstochen.

Speaker: Also man merkt, es ist dort irgendwie, will jemand nichts Gutes, was Böses.

Speaker: Und dann sieht man sie schon kurz darauf mit dem Fahrradfahren und das ist eigentlich die Szene, wo es wirklich zur Wendung kommt.

Speaker: Da ist sie unterwegs.

Speaker: Man sieht sie auch, wie sie unter einer Brücke durchfährt von hinten.

Speaker: Auf einmal kommt ein Fahrradfahrer, der streift sie, stößt sie um.

Speaker: Sie stürzt gleich unter der Brücke, wo es von der Brücke, von dem Tunnel quasi ins Offene wieder übergeht.

Speaker: Und kurz darauf fallen zwei Molotow-Cocktails runter und sie fängt sogar an zu brennen.

Speaker: Ihre Jacke fängt Feuer.

Speaker: Und alleine dieses Bild ist, finde ich, ein ganz furchtbares, das so zu sehen.

Speaker: Und sehr gut.

Speaker: gedreht.

Speaker: Also man weiß sofort, jetzt passiert hier was.

Speaker: Sobald sie in diesen Tunnel reinfährt und davor war sogar noch die Frage, ob sie nicht hätte auch ein Taxi nehmen können, um nach Hause zu fahren, weil es war schon spät in der Nacht und der Kollege fährt sie dann aber nach Hause und die entschließt sich dann eben zur Arbeit mit dem Fahrrad zu fahren.

Speaker: Und sobald, also mit dieser Kameraanstellung wird halt sofort klar, okay, jetzt passiert was.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Und es ist wirklich beklemmend auch gefilmt.

Speaker: Es ist auch gar nicht sensationalistisch gefilmt im Sinne von nah dran, sondern es ist wirklich sehr weit weg eben von der Unterführung noch aus gefilmt.

Speaker: Aber es ist, ja, es ist ganz furchtbar, man anzuschauen, finde ich.

Speaker: Und sie geht dann aber sofort über, nachdem sich die brennende Jacke abgestreift hat, ist dann eigentlich schon die nächste Einstellung, wie sie der Polizei, die dann in der Zwischenzeit schon angerückt ist, tatsächlich Anweisungen gibt, wie sie den Tatort zu sichern hat, was sie gesehen hat, auch ein Gedächtnisprotokoll aufzunehmen.

Speaker: Also sie ist sofort von der Betroffenen, vom Opfer wird sie auch gleich zu Agierenden, zu Handelnden.

Speaker: Ich glaube, das ist auch ganz wichtig an dem Punkt, weil es zeigt auch, wie sie charakterlich veranlagt ist.

Speaker: Und dass sie eben eine gute Staatsanwaltin ist, um sofort zu wissen, was muss man detailliert aufnehmen, was darf nicht dem Zufall überlassen werden.

Speaker: Und aufgrund Sachen, die dann auch mehr und mehr geklärt werden, dass man dann auch der Staatsgewalt der Polizei eben nicht das größte Vertrauen schenken sollte, sondern detailliert das bei sich zu behalten hat.

Speaker: Ja, also ich möchte hier an dieser Stelle auch mal vorausschicken, es geht natürlich dort um Polizei, es geht um Staatsgewalt, es geht auch um die Neutralität der Staatsgewalt.

Speaker: Und deswegen, bevor wir da weiter tiefer einsteigen, möchte ich mal so ganz vorab etwas loswerden.

Speaker: Darf ich ganz kurz?

Speaker: Es soll hier überhaupt gar nicht dazu führen.

Speaker: Willkommen zu Bassis Politikgecke.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Da bräuchte ich mir jetzt noch einen Jingle, glaube ich, um das Ganze noch richtig abzuholen.

Speaker: Aber das war schon sehr gut, liebe Emilia.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Ich möchte nur vorausschicken, ich kenne sehr, sehr viele, oder sehr viele ist jetzt übertrieben, aber ich kenne einige PolizistInnen, die sind fantastische Menschen, die stehen felsenfest auf der freiheitdemokratischen Grundordnung.

Speaker: Also es geht hier nicht um eine generelle Kritik an Polizei, sondern es geht um Einzelfälle, aber auch wie diese Einzelfälle oder vielleicht auch gewisse Tendenzen durchaus ein großes Problem für eine Demokratie sein können.

Speaker: Darum geht es.

Speaker: Also es geht jetzt nicht darum, die ganze Polizei hier in den Verrug zu bringen.

Speaker: Ja, es gibt keinen Fingerzeig.

Speaker: Keiner kommt von der Antifa und sagt ganz...

Speaker: Ja.

Speaker: Genau.

Speaker: Das ist mir ganz wichtig an dieser Stelle, das zu sagen, weil das kann sonst sehr schnell auch missverstanden werden.

Speaker: Also, auf jeden Fall siehst du da noch sofort, und das finde ich auch ganz spannend, dass Seou dann kommt dann nach Hause und sie fängt dann eben an zu recherchieren.

Speaker: Und was mir als Bild so im Kopf geblieben ist, weißt du noch, was sie macht, als sie nach Hause kommt?

Speaker: Eine der ersten Sachen, die sie tut?

Speaker: Die Druck-Sachen?

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Sie druckt Sachen aus.

Speaker: So Memento Mori sind das eigentlich.

Speaker: Also so vom...

Speaker: da, wo der Anschlag passierte, eben vom Tatort, auch von Verdächtigen und so weiter, sie hängt sich die ans Fenster.

Speaker: Ja?

Speaker: Also so wirklich wie so eine große Tafel hängt sie die ans Fenster.

Speaker: Das heißt eigentlich quasi, sie hält das Licht draußen.

Speaker: Sie blockt das Licht, um sich jetzt mit ihrem eigenen Fall zu beschäftigen.

Speaker: Und ich finde, das ist metaphorisch auch wahnsinnig wichtig.

Speaker: Ist ein gutes Bild, finde ich.

Speaker: Das hat sich bei mir in dem Moment ziemlich eingeprägt.

Speaker: Und

Speaker: Und ich finde, mit diesem Anschlag, wie wir schon gesagt haben, verändert sich dann auch so ein bisschen die Tonalität des Films, weil eben die neutrale Staatsanwältin auf einmal selber zum Opfer wird.

Speaker: Und das natürlich mit der Neutralität einer Staatsanwältin sich nur sehr schlecht verträgt.

Speaker: Und genau das ist der Spannungspoken, der jetzt eigentlich den Rest des Films bestimmt.

Speaker: Ja, und das Spannende daran ist ja auch, sie nimmt sich eine Anwältin und zwar nicht irgendeine, sondern die Frau Tiedemann, die vorher...

Speaker: mit ihrem Beschlussplädoyer verloren hat gegen den Rechtsextrem, der ja am Anfang freigelassen wurde.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Und die offensichtlich da auch sehr, sehr stark Kontakte, auch sehr stark verankert ist, eben in dieser anti-rechtsextremen Szene, würde ich jetzt gerne mal einfach so sagen, die sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht hat, sich diesem Rechtsextremismus zu stellen und auch dagegen gerichtlich, juristisch vorzugehen.

Speaker: Das ist ihr Inhalt.

Speaker: Ja, und die Flagge hochrät, um zu sagen, es sind keine Einzelfälle, dass die sich schon organisieren und sich gegenseitig kennen und gegenseitig unterstützen und ab und zu dann eben auch jemanden mal in Anführungszeichen vor das Messer laufen lassen, wenn es eben um Drogendelikte geht, damit sich die andere, also die Gruppe weiterhin connecten kann und vergrößern kann und supporten kann.

Speaker: Und da ist eben diese Staatsanwältin, die Anwältin, Frau Tiedemann, genau, hält da eben, wie gesagt, die Flagge hoch, um zu sagen, es sind alles keine Einzelfälle.

Speaker: Man muss da...

Speaker: diese Community mit anfangen zu zerschlagen und eben hinter die Fassaden gucken.

Speaker: Und da sind dann eben die Staatsanwälte, also sowohl die Frau Seo Kim, die am Anfang ja auch gesagt hat, naja, wir müssen hier aber die Fakten uns angucken, die hier vorgelegt sind und das reicht einfach nicht als Beweislage.

Speaker: Wie dann eben auch der andere Oberstaatsanwalt Forch, der dann noch die Rolle spielt und der Herr Quandt.

Speaker: die dann auch oft genug in anderen Fällen auftauchen und eben sich immer nur mit diesem einen Fall beschäftigen und dann eben nicht eins und eins zusammenzählen wollen, um gewisse Sachen zu connecten.

Speaker: Und das übernimmt dann eben SEO, die von ihrem Fall in

Speaker: das Gewirr der rechtsextremen Szene reinrutscht und in Ihren Fall mit anderen Fällen, die vorher passiert sind, connected, um zu sagen, ach, aber da war der ja auch schon mit dabei und in Mitgliedschaft gezogen und wo fängt das an und wo hört das auf?

Speaker: Und so wie Basti das schon beschrieben hat, ist dann eben dieses eine...

Speaker: Dieser eine Ausdruck von ihrem Fall findet sich dann an der ganzen Fensterfront statt und es werden neue Opfer herausgefunden und so spinnt sich sozusagen ein Netz in die rechtsextreme Szene.

Speaker: Also das ist ein total wichtiger Punkt oder das sind sehr viele wichtige Punkte, die du da machst.

Speaker: Total, also dieses, genau, sie holt sich ja dann, also dass sie diese Punkte miteinander verknüpft, dass sie das eben als strukturelles Problem und nicht als Einzelfälle sieht.

Speaker: Genau das ist der wichtige Punkt und die wichtige Entwicklung, die es dann nimmt, dadurch, dass sie jetzt selbst eben zum Opfer geworden ist.

Speaker: Wobei sie sich gar nicht wie ein Opfer verhält, sondern tatsächlich wie sie wird zu Handelnden, auch zu Agierenden.

Speaker: Das ist ja auch ganz wichtig in dem Zusammenhang.

Speaker: Und deswegen schließt es sich ja dann auch teilweise in den Archiven ein.

Speaker: Da kommt es auch zu einer Szene, wo so eine Kollegin dann eben fragt, ob sie den Code nicht verraten kann zu den Archiven, beziehungsweise dann klaut sie sich auch irgendwie den Schlüssel, weil sie eigentlich darauf keinen Zugriff hat, um eben diese Neutralität zu gewähren.

Speaker: Also da müssen auch Freigaben erfolgen und so weiter und so fort.

Speaker: Die hat sie nicht.

Speaker: Und dann schleicht sie sich quasi in diese Archive ein, um ganz heimlich und klandestin diese Archive zu betreten und sich Akten zusammenzusuchen, die miteinander verknüpft sein könnten.

Speaker: So, da würde ich kurz nochmal die Schauspielerin erwähnen, die die spielt.

Speaker: Das ist die Alev Irmak, türkisch.

Speaker: Und das macht das, also ist erwähnenswert.

Speaker: Deutsch, türkisch.

Speaker: Deutsch, türkisch.

Speaker: Ist erwähnenswert, da eben diese Strukturen, die sie in diesem ländlichen Bereich sehen, sich dann aber auch eben in dieser Arbeitsstätte wiederfinden.

Speaker: Und das Erste, was sie macht, ist eben diese...

Speaker: Assistentinnen nach den Unterlagen zu fragen, die sich dann aber querstellen und ihr sagen, ja, sie wäre dafür nicht befugt.

Speaker: Und die Aiten kommt dann aber als unterstützende geheimliche Fee und gibt ihr dann aber den Schlüssel und wird dann aber aufgrund ihrer Herkunft mehr oder minder sofort verabschiedet.

Speaker: verdächtig.

Speaker: Also es gibt, also das sagt sie dann auch und auch das ist dann schon wieder Thema zu sagen, ach so, ja, die eine hat koreanische Abstimmungen, die andere hat türkische Wurzeln und das in einem sehr deutschen Büro.

Speaker: Und wie sich das dann eben auch in einer Art

Speaker: Gruppenzwang in so ganz kleinen Nuancen widerspiegelt.

Speaker: Ja, die auch immer so ein bisschen weiter zunehmen.

Speaker: Also das ist ja auch so, dieser Film steigert sich ja auch immer so, immer weiter.

Speaker: Also am Anfang hattest du so ein Unbehagen, das sich ständig immer weiter steigert.

Speaker: Also am Anfang, wie ich ja schon gesagt habe, hast du schon so einen Kloß am Hals, weil du hörst, diese 80 Prozent werden eingestellt, der Verfahren.

Speaker: Und dieses anfängliche Unbehagen, das eigentlich dort anfängt, setzt sich über den Film hin fort und wächst ständig weiter an.

Speaker: Und das hat dann auch mit ihrem Vorgesetzten zu tun, Oberstaatsanwalt Forch.

Speaker: Sie macht dann tatsächlich auch Entdeckungen, ihre Recherchen bringen durchaus Resultate, die sie ihm dann auch mitteilt.

Speaker: Und anstatt sie weiter mit einzubeziehen, wobei ich jetzt auch an der Stelle auch sagen muss, die Neutralität, das Neutralitätsgebot hat ja durchaus seine Berechtigung und ist unglaublich wichtig.

Speaker: Also deswegen, ich möchte es jetzt gar nicht irgendwie so, ich bin kein Jurist natürlich auch, aber natürlich ist es wichtig, dass der Staat neutral ist und dass da nicht jeder einfach rumvorwerkt, wie er möchte.

Speaker: Und gerade auch, wenn du Opfer bist, hast du natürlich eine Befangenheit, die man nicht in so einen Fall mit einbeziehen darf und die außen vor gelassen werden muss.

Speaker: Dennoch wird dieses Verhältnis zu dem Oberstaatsanwalt immer feindseliger.

Speaker: Und er unterstellt ihr auch viele, viele Dinge.

Speaker: Es kommt zu vielen Konfrontationen.

Speaker: Er droht ja auch, sie zu beurlauben, wenn sie das jetzt nicht sein lässt.

Speaker: Aber sie kann nicht anders und sie ist wie besessen von dem Fall.

Speaker: Und wie du schon gesagt hast, sie klaut sich dann auch den Schlüssel zum Beispiel, um Zugang zu den Archiven zu bekommen, was dann auch wieder Konsequenzen für Freunde, ihre Freundin dort hat.

Speaker: Und

Speaker: Sie lädt sogar ein ehemaliges Opfer aus einem der abgeschlossenen Fälle vor, obwohl sie gesagt hat, sie möchte nicht, weil sie Angst hat um ihre Zukunft und sie betreut ein Wohnheim und sie möchte nicht, dass da irgendeine Gefahr für die BewohnerInnen entsteht.

Speaker: Und trotzdem lädt sie sie polizeilich vor, weil sie einfach überhaupt nicht mehr unterscheiden kann zwischen dem Fall und zwischen den persönlichen Befindungen anderen.

Speaker: Und da finde ich das Spannende und ich weiß nicht, wie das bei dir ist, aber...

Speaker: Ich finde, man kann total nachvollziehen, wie eben dieser Oberstaatsanwalt vor euch handelt und dass er eben auch handelt im Sinne seiner Berufung und ihr eben sagt, okay, du hast hier gerade erst angefangen, du bist hier irgendwie Opfer geworden, du kannst hier nicht deine Berufung als Schutzschild nehmen und einfach tun und lassen, was du willst.

Speaker: Du musst trotzdem so handeln und auch von uns behandelt werden, wie eben die

Speaker: du als Opfer in diesem Fall bist.

Speaker: Und dann fängt sie ja an, so ein bisschen...

Speaker: Robin Hood-mäßig dann auf eigene Faust zu handeln.

Speaker: Und wo man irgendwie auch das Gefühl hat, ja gut, aber sie kann sich das jetzt irgendwie leisten als Staatsanwältin, aber wie wäre das denn bei anderen?

Speaker: Und wo man da irgendwie kurz sozusagen das Gericht versteht, wo er dann sagt, ja, ich muss dich sonst beurlauben.

Speaker: Also was möchtest du hier?

Speaker: Du kriegst jetzt keine Sonderbehandlung.

Speaker: Und sie sich dann aber so ein bisschen hinweg setzt.

Speaker: Was ja da nochmal hin aufbaut zu diesem anderen Twist, der ja dann im Verlauf des Films passiert.

Speaker: Ja, und ich finde, das ist auch eine wahnsinnig wichtige Frage.

Speaker: Und du weißt ja, ich bin ja nie ein großer Freund davon, dass man ganz klare, oder dass man, wie soll ich sagen, dass man keinen Spannungsbogen baut, dass man eindeutige Antworten findet auf komplexe Fragen.

Speaker: Und die Frage nach der staatlichen Neutralität und dann auf der anderen Seite der eigenen Betroffenheit ist eine sehr schwierige und die der Film auch aufwirkt.

Speaker: Also auf der einen Seite ist es durchaus nachvollziehbar, dass sie als Staatsanwältin dort nicht aktiv werden soll.

Speaker: Also auch die Drohung an der Beurlaubung ist durchaus nachvollziehbar.

Speaker: Nur kippt diese Beziehung eben immer weiter und irgendwann wird auch klar, wenn sie sich nicht darum kümmert, dann wird dieser Fall wohl auch einfach wieder eingestellt.

Speaker: Und das kann sie nicht wollen, auch nicht im eigenen Interesse, aber natürlich auch als Staatsanwältin nicht, die jetzt in ihrer Recherche eigentlich zum ersten Mal so richtig das Ausmaß wahrnimmt und sieht, dass es dort wirklich sehr viele Verknüpfungen gibt und dass es ein strukturelles Problem ist und eben keine Einzelfälle.

Speaker: Und wie gehst du dann damit um?

Speaker: Machst du dann einfach nicht weiter, weil du sagst, ich bin Staatsanwältin oder kannst du einfach nicht anders?

Speaker: Es gibt ja dann diese Szene, wenn eben dieses andere Opfer vorgeladen wird, wo die Rechtsanwältin mit ihr diese Unterhaltung führt und dann sieht, dass sie zwangsvorgeladen wird, also das andere Opfer und dann einfach auch sagt, lass stecken, Seyo.

Speaker: Weil anstatt eben mit den Mitteln, die sie hat, sprich der Unterstützung der Rechtsanwältin vorzugehen, macht sie das eben auf eigene Faust.

Speaker: Und da ist schon auch ein großes Fragezeichen, weil sie hat da einfach...

Speaker: Was und ein Recht und ein Hintergrund, den halt ganz viele andere nicht haben.

Speaker: Und dann jemanden einfach zwangsvoll zu laden, der dann wahrscheinlich wieder, also einfach mehr in Gefahr steckt, weil da die Unterstützung nicht ist, ist dann eben auch ein bisschen bitter.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Und aber da eben auch, und das ist genau dieser Punkt, wo fängt dann die Mitmenschlichkeit an, die Empathie und wo geht es dann um die Sache?

Speaker: Das ist auch ganz schwierig abzuwägen.

Speaker: Also der Film gibt darauf keine einfache Antwort.

Speaker: Er macht es sich wirklich nicht einfach und das finde ich sehr, sehr gut auch an dieser Stelle, weil das wichtig ist.

Speaker: Es gibt immer wieder Spannungsbögen und auch Konfliktpotenzial in diesen Situationen, die der Film beschreibt.

Speaker: Die gibt es tagtäglich.

Speaker: Die werden sich auch in Zukunft immer wieder auftun.

Speaker: Und die kann man auch nicht irgendwie vollumfänglich auflösen.

Speaker: Und das ist das Schwierige eben auch an Rechtsprechung, die der Film dort eigentlich auch klar benennt, finde ich.

Speaker: Und das finde ich sehr, sehr gut gelöst.

Speaker: Ich würde vielleicht noch einmal erwähnen, dass sie...

Speaker: eben sehr viel auf eigene Faust agiert und nicht nur kontrolliert wird oder kontrolliert werden soll oder will durch ihre Kollegen der anderen Staatsanwälte, sondern plötzlich dann eben auch auf die Polizei trifft.

Speaker: Und dass dem ganzen Film also für mich in meiner Sicht eine Farbe noch mal gibt, die so ganz weit von der Fiktion ist und die so unfassbar unangenehm wird, weil das realistisch ist und passiert.

Speaker: Und wenn Polizisten...

Speaker: auf einer politischen Seite stehen und die Macht, die sie haben, so missbrauchen, kann man schon eine große Frage an den Staat stellen.

Speaker: Und ja, das ist einfach sehr unangenehm und fast schon beängstigend.

Speaker: Ja, es gibt da auch eine... Die Szene meine ich, ich weiß nicht, ob wir die jetzt detailliert nochmal machen oder besprechen sollen können.

Speaker: Das überlasse ich dir.

Speaker: Ich glaube, das ist mal eine Szene des Films tatsächlich sogar.

Speaker: Aber ich wollte das sagen.

Speaker: Achso, enttäuscht.

Speaker: Das habe ich doch erwähnt.

Speaker: Achso, dann kannst du die auch gerne haben.

Speaker: Mir fällt auch noch eine andere ein, bestimmt.

Speaker: Ja.

Speaker: Dann besprechen wir die nochmal detaillierter, wenn wir dann bei der Szene des Films sind.

Speaker: Aber staatliche Willkür ist da, glaube ich, das Stichwort, oder?

Speaker: Wie kann man sich vor staatlicher Willkür schützen?

Speaker: Und da wirft ja eben auch wieder die Frage nach staatlicher Neutralität auf.

Speaker: Wie kann man die gewährleisten?

Speaker: Und vor allem, was kann man aber auch machen?

Speaker: Ja, staatliche Willkür und Machtmissbrauch.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Absolut.

Speaker: Für mich sind es fast Synonyme, aber ja, absolut.

Speaker: Sollen wir dann mal ein bisschen zum Hintergrundwissen kommen, liebe Emilia?

Speaker: Wieder hier bei einem Film, der wenig Fun beinhaltet.

Speaker: Hintergrundwissen.

Speaker: Ja, wir sagen Hintergrundwissen, genau.

Speaker: So viel Fun haben wir nämlich gar nicht gefunden tatsächlich.

Speaker: Lieber Jünter, machst du mal bitte?

Speaker: Fun Facts.

Speaker: Danke, Jünter.

Speaker: Super.

Speaker: Also, willst du loslegen?

Speaker: Du fängst an.

Speaker: Ich fange an.

Speaker: Okay, also ich finde es ja immer ganz spannend, weil wir haben ja jetzt schon festgestellt, glaube ich, alle hier, es ist kein leichtes Thema.

Speaker: Es ist keine Komödie, es ist nicht seichte Unterhaltung und dennoch hat der Film in diesem Jahr den Panorama-Publikumspreis auf der Berlinale gewonnen mit insgesamt 26.500 abgegebenen Stimmen.

Speaker: Und das finde ich bemerkenswert.

Speaker: Und ich finde es auch eigentlich ein sehr schönes Zeichen, weil es ja auch heißt, dass vielen Leuten dieses Thema wichtig ist.

Speaker: Und ich glaube, das ist ein wichtiges Thema.

Speaker: Und ja, deshalb fand ich das heute ein Funfact, wenn du so möchtest, oder Hintergrundwissen, das ich durchaus teilenswert finde.

Speaker: Und nicht nur du fandest das spannend.

Speaker: Auch unser Kollege und guter Freund, also einseitiger Freund, Knut Elstermann aus Radio 1.

Speaker: Ja.

Speaker: hat dazu gesagt... Grüße an dieser Stelle auch.

Speaker: Wir kennen uns so nicht, aber vielleicht wird es ja irgendwann so weit überflut.

Speaker: Sehr freuen wir ihn kennenzulernen.

Speaker: Sagt, dass er das so spannend fand, weil das Publikum lügt nicht.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Also für mich als Filmschaffender finde ich auch Publikumspreise tatsächlich

Speaker: Mit die schönsten, weil eine Jury ist das eine und natürlich, die haben in der Regel auch Ahnung von Filmen und das ist auch total schön, aber wir machen ja Filme nicht für neun oder zehn Leute in einer Jury, die dann über den Film beraten, intellektuell, sondern wir wollen ja Menschen damit erreichen.

Speaker: Und deswegen ist ein Publikumspreis noch was ganz Besonderes und genau, fand ich in diesem Zusammenhang auch bemerkenswert.

Speaker: Ein nächster doch Funfact, würde ich sagen, weil das toll ist und selten passiert ist, dass eine Rolle beim Casting das Geschlecht wechselt.

Speaker: Und zwar haben wir die Rechtsanwältin Franziska Haas, die die Vertreterin der rechtsextremen Nazis ist.

Speaker: Und die, wie kann es anders sein, im Drehbuch als Mann gedacht war.

Speaker: Und erst durch das Casting von der Katrin Angeres wurde die Figur weiblich.

Speaker: Und ich finde, das merkt, also sie ist eine unfassbar starke Persönlichkeit.

Speaker: Und wie sie das spielt.

Speaker: Und sie erinnert mich aus irgendwelchen Gründen auch an die Familie Talbach.

Speaker: Vielleicht liegt es an dieser verrauchten oder eher hauflgraufigen Stimme.

Speaker: Aber als Hauptnebenrolle ist sie so präsent und so stark und auch durch das, was sie sagt, sehr, sehr, sehr gut geschrieben und gespielt.

Speaker: Ja, finde ich auch.

Speaker: Ich fand ihre Rolle sehr gut und schön, dass du das nochmal hier in den Mittelpunkt rückst.

Speaker: Das hat sie durchaus verdient.

Speaker: Das sind ja manchmal auch solche Nebenrollen, die dann durchaus unglaublichen Raum einnehmen.

Speaker: Und gerade das Casting von Katrin Angerer hat da wirklich einiges noch zu dem Film beigetragen.

Speaker: Und wie man sich das vorstellen muss.

Speaker: Also wahrscheinlich, wo war sie angedacht?

Speaker: Vielleicht für die Rolle der Alexandra Tiedemann oder so?

Speaker: Weil wenn sich im Casting ja Mann steht, kann man...

Speaker: oder es war einfach eine wahnsinnig mutige Casting-Direktorin.

Speaker: Aber spannend, dass da jemand kommt und dann diese Rolle, die ja in den Köpfen, und das kennen wir aus vielen Filmen, dass es eben weniger Chancen gibt für Frauen, so eine starke Rolle.

Speaker: Und sie sich da so reingekniet hat und das sehr, also sie spielt die Rolle, wie als wäre sie für sie geschrieben.

Speaker: Und das finde ich wirklich spannend.

Speaker: gut, dass man auch da eine Überzeugung verändern kann.

Speaker: Ja, vor allem, weil sie ja auch so ein bisschen so menschenfeindlich unterwegs als Anwältin, also als Rechtsanwältin von dem Angeklagten, weil sie ja eigentlich alles immer in Frage stellt und wirklich mit den unglaubwürdigsten Entschuldigungen und Erklärungen um die Ecke kommt, warum das jetzt so vorgefallen ist und schiebt eigentlich immer

Speaker: die Schuld denen zu, die eben gerade im Verhör sitzen oder sonstiges und ist unglaublich unsympathisch.

Speaker: Und das ist ja auch eine Leistung an sich.

Speaker: Und das macht sie wahnsinnig gut, weil sie eben auch zeigt, wie angreifbar ein Justizsystem eben ist.

Speaker: Wie man eben auch Lügen oder auch Falschbehauptungen erstmal wirklich entkräften muss und wie viel Arbeit das ist.

Speaker: Also das macht sie wirklich ganz fantastisch.

Speaker: Deswegen ist es schön, dass du sie nochmal extra erwähnt hast.

Speaker: Ja, ganz großer Shoutout hier an dieser Stelle an Sie.

Speaker: Genau.

Speaker: Also, was auch noch ganz spannend ist, ist, dass die Jen Emilia-Jan, also die Hauptdarstellerin, Faras Shariat schon bei dem Casting tatsächlich überzeugt hat.

Speaker: Und es war für sie tatsächlich das erste Mal, dass sie von der Kamera gespielt hat.

Speaker: Sie war davor, hat sie die Schauspielausbildung in Graz beendet und kam dann vom Theater Ingolstadt und hatte noch nie von der Kamera gespielt.

Speaker: Zumindest hat das Faras Shariat so gesagt.

Speaker: Und das finde ich spannend.

Speaker: Erstmal, dass er sie dann gleich so in diesen Film einbaut, weil ich glaube, es gibt

Speaker: keine einzige Szene in dem Film, in dem sie nicht auftaucht.

Speaker: Also könnte ich mich jetzt zumindest nicht erinnern, nicht, dass ich jetzt jede Szene parat habe, also jetzt außer mal irgendwelche Establishing Shots oder so mal dahingestellt oder Fahrten von außen, das Auto, aber ich glaube ansonsten ist sie eigentlich in jedem Bild zu sehen und das finde ich bemerkenswert und sie hat das ganz großartig gemacht und diesen Vertrauensbeweis doch wirklich auch voll und ganz gerechtfertigt.

Speaker: Hast du noch was?

Speaker: Ja, ich glaube, ich überlasse dir das noch.

Speaker: Wir beginnen jetzt mit Bastis Politikmonolog.

Speaker: Ja, also wie gesagt, ich versuche mich doch einigermaßen kurz zu sein.

Speaker: Es ist nicht meine Stärke.

Speaker: Oder willst du das hinter der Lieblingszene und dem Lieblingszitat machen?

Speaker: Ich würde einen kurzen Teil machen.

Speaker: Ich glaube am Ende, also nur dieses jetzt, weil das fängt noch in die Filmrecherche ein bisschen.

Speaker: Und das ist, finde ich, auch noch ein bisschen Hintergrundwissen.

Speaker: Weil es durchaus so ist, dass

Speaker: sich schon während der Recherche einige Abgründe aufgetan haben.

Speaker: Also man muss sich überlegen, dass dieser Film, der wurde natürlich auch mit sehr, sehr viel Recherche erst mal geschrieben und entwickelt.

Speaker: Also insgesamt drei Jahre lang haben sie entwickelt, recherchiert und geschrieben.

Speaker: Drehbuchfassung war 170 Seiten.

Speaker: Und dann haben sie noch mal anderthalb Jahre das Ganze weiterentwickelt, weiter recherchiert.

Speaker: Also da steckt sehr, sehr viel Arbeit drin.

Speaker: Und da nochmal zu sagen, 170 Seiten klingt vielleicht nicht viel, aber bei einem 90-Minütiger kann man so denken, dass jede Szene mehr oder minder 1 bis 2 Seiten ist.

Speaker: Also 90 Minuten sind dann 90 bis 100 Seiten.

Speaker: So 170 ist schon viel.

Speaker: Dann schon ein episches Werk, bei dem man dann doch auch vielleicht ein wenig Red Bull trinken muss, um es durchzuhalten.

Speaker: Reine Markennennung.

Speaker: Oh nein, um Gottes Willen.

Speaker: Also jeden Energydrink, den ihr präpariert, könnt ihr an dieser Stelle einsetzen.

Speaker: Also das nur mal vorab, also dass da wirklich durchaus auch viel, viel Zeit reingeflossen ist und dieses ist ja auch ein bisschen, ich sag's jetzt mal vielleicht ein bisschen überspitzt, aber auch eine gewisse Milieustudie und da haben sie dann durchaus wirklich viel Zeit reingebuttert und da haben sich wirklich auch einige Abgründe aufgetan und das ist

Speaker: beschreibt eben Claudia Schäfer, eine der Drehbuchautorinnen, eben auch in ihrer Writer's Note.

Speaker: Also sie erzählt da wirklich von einem Richter, der frauenfeindlich war, der lediglich die Zusammenfassungen von Akten liest, seiner Darstellung nach und behauptet tatsächlich vor ihr in den Gesprächen, Anzeigen wegen Vergewaltigung seien größtenteils falsch anzeigen.

Speaker: Also sowas muss man sich mal vorstellen.

Speaker: Und als sie ihn dann gefragt hat, ob er sich keine Sorgen macht, dass wenn das veröffentlicht wird, ob das denn nicht für ihn ein Problem werden kann, er hat gesagt, er kann das ja einfach alles ganz einfach dementieren.

Speaker: Und so hat sie tatsächlich mehrere Fälle beschrieben, wo diese politische Neutralität aus ihrer Sicht durchaus nicht gegeben war.

Speaker: Und auch durchaus mit vielen Leuten im Staatsdienst geredet, die in der AfD Mitglied waren und so weiter und so fort.

Speaker: Also ich glaube, das ist durchaus erwähnenswert, weil man natürlich bei so einem Film, der durchaus fiktional ist, die Frage auch danach stellen muss, inwiefern ist das jetzt Fiktion oder inwiefern spiegelt das auch die Realität wieder, bildet sie ab.

Speaker: Und da gehe ich jetzt am Ende dann nochmal näher drauf ein, aber das ist mal soweit eben noch, was die Filmrecherche an sich und jetzt nicht einen größeren gesellschaftlichen Rahmen betrifft.

Speaker: Genau.

Speaker: So, dann.

Speaker: So.

Speaker: Bisher hast du es ganz gut ausgehalten mit mir heute, muss ich sagen.

Speaker: Also überraschenderweise hältst du dich kürzer, als ich erwartet habe.

Speaker: Oh wow, das freut mich aber.

Speaker: Ja genau, ich wollte was sagen.

Speaker: Mal schauen, ob ich das bis zum Ende durchhalte.

Speaker: Ich habe ja immer noch den Plan, dass wir unter einer Stunde bleiben heute, liebe Emilia.

Speaker: Von daher, glaube ich, ist das durchaus möglich.

Speaker: Kommen wir zu den Zitaten, oder?

Speaker: Ja.

Speaker: Jünter, machst du mal Zitat bitte?

Speaker: Das Filmzitat.

Speaker: Und ich habe, ich kann sie leider nicht wortwörtlich zutieren, aber eines der Filmzitate, die mich wirklich beschäftigen, ist eine Diskussion zwischen dem Oberstaatsanwalt Quantsch und der CEO, wo Quantsch kurz aus der Haut fährt und im übertragenen Sinne sagt, ja, auch in einer Demokratie darf es sein, dass ein Richter oder ein Staatsanwalt rechts...

Speaker: nicht rechtsradikal, sondern rechtsgesinnt ist.

Speaker: Rechtsextrem.

Speaker: Rechtsextrem.

Speaker: Nicht extrem.

Speaker: Ich weiß, wie gesagt, das ist nicht wortend.

Speaker: Doch, ich glaube, er sagt Rechtsextremer.

Speaker: Ich bin mir relativ sicher.

Speaker: Genau das sollte eine Demokratie aushalten können, weil wo fängt eine Demokratie sonst an, wenn man eben nicht gewisse Sachen akzeptieren kann?

Speaker: Und ich wünsche, ich hatte jetzt das Originalzitat, aber ich weiß, dass das einfach bei mir so drin ist und ich darüber nachdenke und mein Schriftsteller

Speaker: Meine Meinung dazu ist, nee.

Speaker: Ich finde in einer Demokratie das eigentlich nicht okay, wenn ein rechtsextremer Staatsanwalt sein darf oder Richter.

Speaker: Weil ich finde, für mich klingt das und auch ohne Jura studiert haben nach Befangenheit.

Speaker: Ja, ich glaube, da liegt das Problem so ein bisschen begraben.

Speaker: Also ich glaube, ich bin mir ziemlich sicher, das Originalzitat, du warst da super nah dran.

Speaker: Ich glaube, er hat gesagt, auch ein Rechtsextremist darf Staatsanwalt sein.

Speaker: Ich glaube, so hat er es gesagt im Film.

Speaker: Und was du sagst, ja, also zunächst mal klingt das so ein bisschen schockierend.

Speaker: Ja, aber auf der anderen Seite muss man natürlich auch sagen, unsere staatlichen Institutionen leben davon, dass sie die Breite der Gesellschaft abbilden.

Speaker: Ja.

Speaker: Und das ist wichtig und das ist auch im Sinne der Demokratie, Pluralismus, Vielfalt.

Speaker: Und dann ist natürlich die Frage, aber wann schließt man denn die Tür und am besten gar nicht.

Speaker: Allerdings, und da kommt eben das Problem zum Tragen, wenn Rechtsextremisten tatsächlich Neutralität bewahren könnten, dann ist das absolut richtig.

Speaker: Aber da sind wir wieder genau in diesem Spannungsfeld, das der Film ja auch beschreibt.

Speaker: Neutralität in staatlichen Ämtern.

Speaker: muss immer gewährt sein.

Speaker: Und ich würde jetzt mal die steile These aufstellen, dass gerade ExtremistInnen dazu eher wenig bewegt sind, Neutralität walten zu lassen.

Speaker: Und da fängt eben genau das Problem an.

Speaker: Also das heißt, wenn ich jetzt wirklich einen Rechtsextremisten hätte, der sagen würde, ja, ich bin Rechtsextremist überzeugt, aber ich kann zwischen meiner politischen Ansicht und meinem Amt unterscheiden, dann würde ich sagen, herzlich willkommen, legen Sie los, machen Sie mal.

Speaker: Ja, das ist schön, dass du da so offen sein kannst.

Speaker: Aber wie gesagt, ich glaube, das liegt in der Natur des Extremismus und da zähle ich jetzt jede Form des Extremismus auch dazu, eher nicht so veranlagt.

Speaker: Ja, und dann ist eben auch die Frage, wer prüft denn das?

Speaker: Aber das ist ja genau die wichtigste Frage in dem Zusammenhang und wer bewertet es dann vor allem?

Speaker: Ja.

Speaker: Da wird es dann eben schwierig und deswegen ist die Aussage an sich nicht falsch natürlich, aber sie ist auch wahnsinnig schwierig zu akzeptieren.

Speaker: Aber sie ist so mutig platziert in diesem Film.

Speaker: Ja, absolut, finde ich auch.

Speaker: Und eben in einer so direkten und Ehrlichkeit, wo, wie gesagt, ich in meiner Meinung, die nicht Jura studiert hat, da denkt so, ach, hast du nicht?

Speaker: Nee, finde ich nicht.

Speaker: Aber das so anzuregen.

Speaker: Also ich habe den Film vor zwei Tagen gesehen.

Speaker: Und diese Frage oder diese Aussage hängt bei mir.

Speaker: Und ich denke drüber nach.

Speaker: Und das finde ich ganz wertvoll.

Speaker: Und das ist ja auch das Schöne an einem Film.

Speaker: Wie gesagt, ich bin ja immer ein großer Fan, keine einfachen Antworten zu geben, sondern die Dinge auf sich wirken zu lassen und sich auch mal ein bisschen Zeit zu nehmen, die Dinge zu verarbeiten.

Speaker: Und deshalb, ja, also an und für sich ist dieser Satz absolut richtig.

Speaker: Und trotzdem verursacht er einen Schmerzen.

Speaker: Und das muss man aber manchmal eben auch aushalten.

Speaker: Man muss in einer Demokratie manchmal Dinge eben auch aushalten.

Speaker: Und das ist glaube ich auch ganz wichtig und ich glaube das ist vielleicht die wichtigste Aussage an diesem Punkt.

Speaker: In der Demokratie muss man Dinge auch aushalten, aber man muss Dinge nicht hinnehmen, vor allem wenn sie unserer Demokratie zuwiderlaufen.

Speaker: Okay, was ist denn dein Diversitat?

Speaker: Das war tatsächlich auch mein Lieblingszitat.

Speaker: Das hat mich auch genauso abgeholt wie dich.

Speaker: Deswegen halte ich es eigentlich relativ kurz.

Speaker: Das ist ja auch gut, dann bleiben wir vielleicht noch in einer Stunde.

Speaker: Ich habe nämlich noch ein anderes, ich glaube, das war in einer anderen Szene, ist aber sehr, sehr ähnlich, wo dann eben Oberstaatsanwalt Quandt zu ihr ankommt, der dann auch durchaus Gewissensbisse hat, weil dann auch einer seiner Fälle auftaucht, den sie im Archiv findet, der nicht wirklich nach besten Verfahren verhandelt wurde, weil dann

Speaker: Oberstaatsanwalt Feuch übernommen hat.

Speaker: Da war er noch kurz zuvor erst ins Amt gekommen.

Speaker: Aber das hat durchaus Fragen aufgeworfen, warum er gerade in diesem Fall dann die Befragung an sich gerissen hat und ihn das nicht hat machen lassen.

Speaker: Und auf jeden Fall gibt es die eine Szene, wo er eben auch vorwirft, in dieses Archiv eingebrochen zu sein und so weiter.

Speaker: Und sagt er eben,

Speaker: auch zu ihr, es ist, dass sich Staatsanwalt Forch einfach Gedanken macht oder empfindet, dass sie nicht die nötige Distanz zu den Opfern hätte.

Speaker: Und spricht sie ihm da auch wieder ganz klar an die staatliche Neutralität an.

Speaker: Und dann macht sie aber diesen, finde ich, bemerkenswerten Wandel und entgegnet ihm

Speaker: Ich glaube, es ist eher ein Problem, wenn es zwischen der Staatsanwalt und den Tätern nicht genügend Distanz gibt.

Speaker: Und das fand ich auch eine sehr, sehr gute Szene, weil genau, welche Distanz und welche geht es denn?

Speaker: Und das kann man dann durchaus nochmal längerfristig auch besprechen.

Speaker: Genau, also von daher haben wir da, wohl hat uns das beide sehr ähnlich getriggert.

Speaker: Wir sind doch gar nicht so unterschiedlich, obwohl Mathefilme das behaupten können.

Speaker: Manche ZuhörerInnen.

Speaker: Ja gut, dann kommen wir zur Szene des Films, oder?

Speaker: Die Lieblingsszene.

Speaker: Ich schiebe dir jetzt die Szene zu, die wir besprechen wollen und ich habe mich jetzt kurzfristig geändert und das ist eine Szene gen Ende des Films, wo sie nochmal im Disziplinarverfahren sitzt.

Speaker: Und sich rechtfertigen soll und legt das Grundgesetz neben das weiß ich nicht Gesetz, also mit großen Brocken an Büchern und bereitet sich auf ihre Aussage vor und zitiert.

Speaker: Und dann wird die Sekretärin kurz laut und sagt, ja, sie hätten ja jetzt gar keine Zeit für die linken Parolen.

Speaker: Und die Leiterin des Disziplinarverfahren lächelt nur ganz kurz und sagt, die Frau Kim zitiert das Grundgesetz.

Speaker: Und so schnell kann man dann gewisse Leute dann auch entlarven.

Speaker: Das fand ich sehr schön.

Speaker: Es hatte genau die richtige Art von Humor und es hat irgendwie trotzdem auch eine gewisse Leichtigkeit dabei, die im Film nicht oft passiert.

Speaker: Ich finde es sehr schön, dass du dir diese Szene ausgesucht hast, weil die war auch ganz bei mir oben oder bei mir auch ganz oben mit dabei.

Speaker: Und ich habe mir tatsächlich schwer gemacht, da auszuwählen.

Speaker: Deswegen hat sich das jetzt perfekt ergänzt.

Speaker: Bei mir ist es die Szene, die du vorhin ja schon angeteasert hast.

Speaker: Also man merkt ja dann durchaus in dem Film, dass es durchaus dort sehr viel rechtsextremistische Verknüpfungen gibt und auch

Speaker: auch ein Netzwerk wohl in der Partei.

Speaker: Irgendwann sagt sie eben auch, es ist ja schon mal aufgefallen zu dem Quandt in derselben Unterhaltung, die ich gerade schon beschrieben habe, ist ja eigentlich schon mal aufgefallen, dass die Wachtmeister alle per Duse mit denen auf der Anklagebank.

Speaker: Also es wird dann relativ offensichtlich.

Speaker: Und eines Tages fährt sie nach Hause,

Speaker: nichts ahnend und wird dann von einer Polizeistreife überholt und angehalten.

Speaker: Und nichts ahnend gibt es ihnen Führerschein und Fahrzeugpapiere, wie man das eben so macht.

Speaker: Und es wird dann sehr, sehr schnell klar, dass diese Polizisten, sind zwei Männer, ihr nichts Gutes wollen.

Speaker: Und rücken ihr auf den Leib, holen auf einmal irgendwie eine Alkoholflasche raus, bespritzen sie damit, gießen es übers Auto und sagen ihr dann halt so, ja, sie wissen ja, wie das läuft.

Speaker: Ähm...

Speaker: Jetzt werden wir einfach sagen, alkoholisiertes Fahren.

Speaker: Sie haben es verweigert, uns einen Alkoholtest mit uns zu machen.

Speaker: Wir haben sie aufgrund dessen in Schutzhaft genommen oder Untersuchungshaft.

Speaker: Sperren sie jetzt ein, damit sie nicht weiter Auto fahren und sind jetzt erstmal in der Nacht bei uns und werden unheimlich übergriffig, aggressiv.

Speaker: Und da wird ja auf einmal klar, dass sie dem Gegenüber überhaupt nichts auszurichten hat.

Speaker: Und wird dann auch ins Gefängnis gesperrt.

Speaker: schreit dort, ist denen vollkommen ausgeliefert.

Speaker: Es ist wirklich eine sehr bedrückende Szene, weil du merkst, sie kann nichts tun in diesem Moment.

Speaker: Und irgendwann kommt sogar einer der beiden Polizisten noch rein, steckt sich eine Kippe an und es wird so ein bisschen offengelassen.

Speaker: Er wird nicht nur übergriffig, er wird einfach wirklich, es grenzt wirklich an Vergewaltigung.

Speaker: Er bläst dir dann den Rauch ins Gesicht.

Speaker: Es ist auf jeden Fall ein sexueller Übergriff der übelsten Sorte.

Speaker: Und

Speaker: Damit endet das am nächsten Tag, wird sie eben aus dem Gefängnis entlassen, kriegt ihr Zeug und kehrt zurück ins Auto, wo wir dann schnell lernen, dass sie aber so eine Dashcam im Auto hatte, die das aufgezeichnet hat.

Speaker: Gott sei Dank, hat jetzt nicht jeder so eine Dashcam im Auto.

Speaker: Ich will auch nicht sagen, dass es sich jeder haben sollte, deswegen um Gottes Willen, wir sollten auch nicht alle paranoid durch die Gegend laufen, aber sie hatte das in diesem Moment.

Speaker: Und die Szene dann, als sie gerade versucht, ein Gedächtnisprotokoll einzusprechen, um das Erfahrene zusammenzufassen, Beweisaufnahme, wenn du so möchtest, da überrollt sie das wirklich und sie fängt wirklich an zu schreien und schreien.

Speaker: Das geht so unter die Haut.

Speaker: Das ging mir so unter die Haut, weil du das so nachvollziehen kannst in diesem Moment.

Speaker: Diese Willkür, dieses was mache ich bei staatlichem Machtmissbrauch.

Speaker: Und das ist tatsächlich auch ein kleines bisschen ein Problem, denn ich würde jetzt mal sagen, in Deutschland ist es so, wir haben es immer noch nicht hinbekommen, dass wir eine...

Speaker: für Rassismus und auch staatliche Übergriffe haben.

Speaker: Also eine bundesweite, unabhängige.

Speaker: Das heißt sehr, sehr häufig, nicht immer, das ist auch Ländersache oft und das hängt davon ab, in welchem Bundesland du bist.

Speaker: Also das kann man jetzt auch nicht allgemein so hinstellen, aber es gibt keine bundesweite, einheitliche Meldestelle, die das unabhängig untersuchen würde.

Speaker: Und dann wird es natürlich auch ein Interessenskonflikt, wenn die Polizei teilweise ihre eigenen Verfehlungen oder Übergriffe prüfen muss.

Speaker: Also allein das, finde ich, könnte man besser machen.

Speaker: Und diese Szene ist deswegen eine, die geht mir wahnsinnig unter die Haut und diese Schreie, die sie da eben dann von sich gibt, die vergesse ich auch nicht so schnell, um ehrlich zu sein.

Speaker: Ja, das war sie.

Speaker: Die Szene des Films.

Speaker: Sollen wir dann mal urteilen?

Speaker: Ja.

Speaker: Über das Ganze?

Speaker: Ja, okay.

Speaker: Jünter, startest du mal einen Countdown, bitte?

Speaker: T-minus 6, 5, 4, 3,

Speaker: Ja.

Speaker: Ja.

Speaker: Oh Mann!

Speaker: Ja, komm.

Speaker: Also das ist jetzt keine große, große Überraschung.

Speaker: Ich habe nicht einmal erwähnt, dass es ja ein deutscher Film ist und deswegen... Nee, gar nicht.

Speaker: Also den Film kann man auch... Ja, also ohne großartige weitere Erklärung.

Speaker: Wir haben jetzt 50 Minuten darüber gesprochen.

Speaker: Ich glaube, es ist klar, warum das wichtig ist und ich glaube...

Speaker: Ja, ich freue mich einfach nur, dass wir mal wieder eine Meinung haben.

Speaker: Ich freue mich doch einfach nur, dass wir einmal dieselbe Meinung haben.

Speaker: In letzter Zeit war es ja nicht so ganz rund.

Speaker: Deswegen, ich freue mich einfach, dass wir einen Film gesehen haben, wo wir beide sagen können.

Speaker: Ja, weil der irgendwann einfach ein Scheiß-Film ist.

Speaker: Ist ja auch nicht meine Schuld.

Speaker: Hier verweise ich dann an die letzte Episode dieses Podcast, dieses Familien-Podcast.

Speaker: Genau, also ich sehe das so wie du.

Speaker: Erstmal ein wahnsinnig wichtiges Thema.

Speaker: Der Film ist unglaublich spannend, Gehen unter die Haut.

Speaker: Ja.

Speaker: Auf jeden Fall.

Speaker: Und er stellt unglaublich wichtige Fragen, die wir ja schon angedeutet haben oder auch schon durchaus ein bisschen mehr als angedeutet haben, warum staatliche Neutralität wichtig ist und was passiert, wenn sie nicht mehr gegeben ist.

Speaker: Und weil das aber ein sehr politischer Film ist, würde ich gerne nochmal drei, vier Minuten kurz ausnommen und den auch politisch einordnen.

Speaker: Willkommen zu Bassis Politik, Erke.

Speaker: Weil natürlich stellt sich die Frage, danke dafür, natürlich stellt sich die Frage bei so einem Film, wie gesagt, ein fiktiver Film,

Speaker: was ist da dran in der Realität und wie geht man damit am besten um, wenn man aus dem Kino kommt.

Speaker: Und ich habe ein bisschen recherchiert, ist nicht vollumfänglich, ich lade jeden ein auch dazu, das Thema auch vielleicht auf anderen Kanälen noch zu verfolgen.

Speaker: Aber was mir die ganze Zeit natürlich in den Kopf gegangen ist, als ich mir diesen Film angeschaut habe, waren die NSU-Morde.

Speaker: Und ich meine, wenn man wirklich darüber spricht, ist das jetzt Fiktion oder ist es echt?

Speaker: Also wenn man sich wirklich mal mit den NSU-Morden befasst,

Speaker: dann muss man zugeben, dass es durchaus strukturelle Probleme gibt.

Speaker: Denn über ein ganzes Jahrzehnt wurde eigentlich den Hinweisen, dass es sich um einen rechtsextremen Hintergrund handeln könnte, niemals nachgegangen.

Speaker: Wurde von der Polizei vollkommen außer Acht gelassen.

Speaker: Es ging dann irgendwie um Szenemorde, um Ausländermorde, Mafiamorde und so weiter und so fort.

Speaker: Und es mussten erst, ich glaube, 13 Leute sterben.

Speaker: Bis dann irgendwann es durchgesickert ist, dass es das sein könnte.

Speaker: Und als es dann raus war und es auch zu Verhandlungen kam, wurden Akten geschreddert, das Verfassungsschutz und so weiter und so fort, die bis heute nicht auffindbar sind.

Speaker: Also daraus lässt sich schon mal ablesen, dass es durchaus auch größere Dimensionen haben kann.

Speaker: Und wie gesagt, das, was ich jetzt zu Anfang gesagt habe, ist keine...

Speaker: Es ist keine Generalkritik an der Polizei.

Speaker: Die Polizei ist wichtig.

Speaker: Sie ist unglaublich wichtig, auch für unsere Demokratie.

Speaker: Ich kenne viele PolizistInnen, die einen ganz großartigen Dienst leisten, auch an der Gesellschaft.

Speaker: Also darum geht es gar nicht.

Speaker: Und ich will auch nachher noch sagen, warum es auch gar nicht wichtig ist, ob es eine Mehrheit ist oder eine Minderheit.

Speaker: Dann haben wir auch die Fälle gehabt des Idiotentreffs in Frankfurt, der Frankfurter Polizei.

Speaker: wo unter dem Kürzel NSU 2.0 Drohschreiben verfasst wurden.

Speaker: Dieser Chat hat eine unglaubliche Menschenfeindlichkeit an den Tag gelegt.

Speaker: Das gab es.

Speaker: Und es gab auch noch von Prinz Reus die Patriotische Union.

Speaker: Da waren Richterinnen drin, Polizistinnen und Soldatinnen, die Waffen organisiert haben, um den großen Umsturz in Deutschland zu organisieren.

Speaker: Auch das gab es.

Speaker: Also wir sehen schon, wenn man sich mal in der Tiefe damit beschäftigt, es gibt durchaus Vorfälle in Deutschland, die uns eine Warnung sein sollten.

Speaker: Und deshalb würde ich mit diesem Thema nicht allzu leicht umgehen und sagen, ist ja nur ein Film, sondern vielleicht auch überlegen, was man vielleicht auch anders machen könnte oder wo es da eben Bedarf gibt.

Speaker: Und ich habe schon die Meldestelle für Rassismus zum Beispiel angesprochen, sowas könnte man zum Beispiel machen, bundesweit.

Speaker: Und weil ich eben auch in der letzten Szene, wie du die ja gerade schon so schön zusammengefasst hast, deine Lieblingsszene, liebe Emilia, ja auch gesagt hast, aus dem Grundgesetz zitiert und dir dann eine linke Parole unterstellt wird.

Speaker: Was ich in diesen Tagen eben so häufig höre ist, und das kommt tatsächlich auch bei uns aus dem Bundesinnenministerium sehr häufig, Rechtsextremismus, aber es gibt ja auch den Linksextremismus.

Speaker: Und historisch gesehen ist es absolut richtig.

Speaker: Und ich will da auch gar nicht sagen, es gibt nur Terrorismus von der einen Seite.

Speaker: Nein, natürlich gibt es die überall.

Speaker: Aber jede Zeit hat ihren eigenen Extremismus.

Speaker: Und im Moment ist es nicht der Linksextremismus, der von dem Gefahr für unsere Demokratie ausgeht, sondern es ist der Rechtsextremismus.

Speaker: Es gibt eine Partei in Deutschland, die sich dieses Thema zu eigen macht.

Speaker: Es gibt in dieser Partei sehr, sehr viele Menschen, die sehr rechtsextreme Ansichten vertreten und haben damit...

Speaker: in ein paar Tagen die Wahl, ein ganzes Bundesland in Deutschland zu regieren.

Speaker: Also organisierter Linksextremismus ist im Moment nicht unser Problem.

Speaker: Wenn es einen weiteren Bader-Meinhof-Komplex gäbe und eine RAF, könnten wir darüber sehr, sehr gerne reden, aber davon sind wir im Moment weit entfernt.

Speaker: Und deshalb ist es für mich wichtig, einfach zu sagen, im Moment haben wir ein rechtsextremistisches Problem, lasst uns damit umgehen und nicht immer nach links schielen und sagen, ja, aber der Linksextremismus, im Moment ist das nicht unser Problem.

Speaker: Ich hoffe, es wird nicht in Zukunft unser Problem sein, aber wenn es soweit ist, können wir gerne darüber reden.

Speaker: Lieber Antifa, schreibt uns doch dann diesbezüglich mal.

Speaker: Eine E-Mail, ob da irgendwas geplant ist.

Speaker: Da, ich würde jetzt, danke, Basti, vielen, vielen Dank.

Speaker: Da wir immer noch ein Film-Podcast sind, würde ich kurz einmal sagen, es gibt eine dreiteilige Filmreihe, die heißt NSU mit beispielsweise Anna-Maria Mür.

Speaker: Die ist bestimmt auf der ZDF ARD im Mediathek zu finden.

Speaker: Falls nicht, gibt es sie tatsächlich auch auf Netflix.

Speaker: Und was Basti ja angesprochen hat, es gibt eine Jan-Böhmermann-Folge über genau diesen Gruppenchat in

Speaker: Frankfurt, da gibt es eben auch eine Folge zu finden auf ZDF und auf YouTube.

Speaker: Falls man nicht genau weiß, was Basti gemeint hat, wird da das nochmal gut besprochen.

Speaker: Und um nochmal mit etwas Leichtem zu beenden diese Folge, kommen wir zu Bastis Lieblingsrubrik.

Speaker: Und ich weiß, es ist verwundernswert, aber ich bin vorbereitet.

Speaker: Das ist total bemerkenswert, muss ich sagen, an dieser Stelle.

Speaker: Danke.

Speaker: Ja, sehr gerne.

Speaker: Allerdings muss ich dir sagen, ich habe leider auch eine Szene, das ist aber leider so, die ich diese Woche gefunden habe, die auch dieses Thema so ein bisschen beinhaltet.

Speaker: Dann fang du doch an, weil meine Szene hat gar nichts damit zu tun.

Speaker: Okay.

Speaker: Also ich habe tatsächlich von Luisa Neubauer einen Clip gesehen.

Speaker: Fun Facts.

Speaker: Wie, bei Fun Facts?

Speaker: Ach nee, nein.

Speaker: Achso, du meinst von Marco Will Klingens Fun Facts?

Speaker: Ja.

Speaker: nicht gelingt.

Speaker: Ich glaube, weil wir sehr häufig unsere nationalsozialistische Vergangenheit so ein bisschen als Singularität betrachten, aber nicht als das, was es auch im privaten Umfeld ausgelöst hat, schlägt sie diese Brücke und das ist wahnsinnig wichtig, weil wir glaube ich nur so auch tatsächlich langfristig die richtigen Schlüsse daraus ziehen können.

Speaker: Und sie endet mit dem Satz, den ich sehr gut finde und der vielleicht auch zu einer Überschrift für die nächsten Jahre werden könnte.

Speaker: Sie sagt nämlich dann am Ende, jetzt ist keine Zeit für Gleichgültigkeit.

Speaker: Und ich würde den Satz einfach mal so stehen lassen.

Speaker: Am liebsten tätowieren lassen.

Speaker: Hättest du nicht Angst davor?

Speaker: Fast am liebsten tätowieren lassen.

Speaker: Und deswegen würde ich einfach nochmal einen Appell ganz hinten dran stellen.

Speaker: Heute ist Samstag, wenn ihr diese Folge seht.

Speaker: Morgen sind die Wahlen in Sachsen-Anhalt.

Speaker: Jeder, der dort wählen kann, wählt demokratisch und seid nicht gleichgültig.

Speaker: Gut, eigentlich auch ein schönes Schlussfeldoyer.

Speaker: Na gut, also meine Szene der Woche ist keine Szene der Woche, sondern ein Film der Woche.

Speaker: Denn zur allgegenwärtigen Erheiterung habe ich The End of Oak Street gesehen, wo Jurassic Park Star Wars trifft.

Speaker: Und mit Star Wars meine ich eigentlich nur Ewan McGuagher, den man auf Deutsch auch gerne Ewan ausspricht.

Speaker: Das ist ein Running Gag in meinem sozialen Umfeld.

Speaker: Und ich muss sagen...

Speaker: Ich hatte seit langer, langer, langer Zeit nicht mehr so viel Spaß im Kino.

Speaker: Denn es ist eine ganz einfache, simple Geschichte.

Speaker: Ein Kleinstadtteil kommt zurück in die Dinosaurierwelt und Mensch trifft auf Dinosaurier.

Speaker: Und es ist die richtige Portion Action.

Speaker: Es handelt auch in den 80ern.

Speaker: Also es ist immer noch ein bisschen Wehmut und Sentimentalität dabei.

Speaker: Es ist ein toller Soundtrack.

Speaker: Es sieht fantastisch aus.

Speaker: Es geht um nichts.

Speaker: Und er macht einfach nur Spaß.

Speaker: Schön.

Speaker: Wir werden verlinken, auf jeden Fall.

Speaker: Jetzt sind wir knapp bei einer Stunde gelandet, weil du mich so elegant abmoderiert hast vorhin.

Speaker: Sonst wären wir wahrscheinlich noch eine Minute oder zwei länger drauf geblieben.

Speaker: Aber so ist es fantastisch.

Speaker: Dazu, wer noch Interesse hat an Willkommen zu Bastis Politik-Ecke.

Speaker: Basti hat einen neuen Podcast.

Speaker: Wo ich ihn gerne mit den Themen, die er hier besprechen will, doch nochmal auf seinen eigenen Podcast verweise, wo er mehr Zeit und Kraft investieren kann, über die wichtigen Dinge des Lebens zu sprechen, die nicht Fan sind.

Speaker: Kino ist schon sehr wichtig.

Speaker: Jetzt hast du meine Pause kaputt gemacht.

Speaker: Anyhow.

Speaker: Jedenfalls, Basti, sag doch nochmal, wo man dich und wie man dich mit diesem Podcast finden kann.

Speaker: Das ist total lieb von dir, Emilia.

Speaker: Es wird das einzige Mal sein, dass ich diesen Querverweis mache.

Speaker: Der Podcast heißt Nachgefasst.

Speaker: Den mache ich mit meinem wunderbaren Kollegen Sebastian H. Schröder.

Speaker: Sebastian mit Basti.

Speaker: Ja, sozusagen, genau.

Speaker: Wir sagen auch immer zu Anfang, ja, das ist so eine Unschärfe, die können wir nicht auflösen.

Speaker: Alles andere versuchen wir dann doch irgendwie kontextuell anzureichen.

Speaker: Also in der Regel, wir nehmen uns einen...

Speaker: eine Überschrift oder ein Thema, das in den Medien war, aber dann ein bisschen wieder untergegangen ist und wollen da noch immer zusätzlich Licht drauf werfen, mehr Hintergrundwissen, mehr Kontext liefern, weil wir denken, dass es wichtig ist, Kontext zu haben für Themen.

Speaker: Und die kommen sehr, sehr häufig zu kurz und wir versuchen, einen kleinen, winzig kleinen Beitrag zu leisten, vielleicht ein wenig mehr Kontext dann zu liefern.

Speaker: Und wir sind alle sehr dankbar dafür, auch für diese Folge.

Speaker: Es war mehr ein Fest über Wasti.

Speaker: Vielen Dank für deine Geduld mit mir, vielen Dank für eure Geduld mit mir.

Speaker: Und ja, schaltet wieder eine, zwei Wochen.

Speaker: Wir freuen uns auf euch.

Speaker: Ich freue mich auf dich.

Speaker: Ich will mich auf dich.

Speaker: Bis dahin, liebe Grüße, schönes Wochenende.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Das war Muss man gesehen haben mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.

Speaker: So, das Urteil ist gefallen.

Speaker: Wie Forrest Gump sagen würde, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen.

Speaker: Man weiß nie, was man kriegt.

Speaker: Genau wie bei Filmen.

Speaker: Manchmal ein Treffer und manchmal... Reden wir lieber nicht drüber.

Speaker: Und jetzt kommt der Teil, wo wir euch brauchen.

Speaker: Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns eine Bewertung da.

Speaker: Kommentiert, schreibt uns, sagt uns eure Meinung.

Speaker: Wir lesen wirklich alles.

Speaker: Auf Instagram findet ihr uns auch.

Speaker: Hinter den Kulissen, mit Kinonews und gelegentlich auch Fotos von uns.

Speaker: Wie Schwarzenegger schon sagte, I'll be back.

Speaker: In unserem Fall, we'll be back.

Speaker: Bis in zwei Wochen mit dem nächsten Film.

Speaker: Tschüss.

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