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Im Prinzip Familie - mit Daniel Abma

Muss Man Gesehen Haben!?
Muss Man Gesehen Haben!?

85 plays · Jul 11, 2026

Diese Woche ist eine ganz besondere Folge. In dieser Episode ist Dokumentarregisseur  Daniel Abma zu Gast und gemeinsam sprechen Emilia und er über seinen preisgekrönten Film Im Prinzip Familie, der ein Jahr lang den Alltag einer intensivpädagogischen Wohngruppe begleitet. Sie haben sich bei einem Screening im Delphie-Lux-Kino kennengelernt.  Im Prinzip Familie begleitet über ein Jahr den Alltag einer Wohngruppe. Im Mittelpunkt stehen Kinder und Jugendliche, die vorübergehend nicht bei ihren Familien leben können, sowie die Fachkräfte, die ihnen mit viel Geduld, Vertrauen und Verlässlichkeit begegnen. Regisseur Daniel Abma beobachtet diesen Alltag einfühlsam und ohne zu bewerten und eröffnet so einen seltenen Einblick in eine Lebenswelt, die den meisten Menschen sonst verborgen bleibt. Außerdem sprechen sie über Daniels Weg zum Film, seine besondere Arbeitsweise als Langzeitdokumentarfilmer und darüber, weshalb seine Geschichten den Menschen stets mehr Raum geben als die Schlagzeilen. Defintiv ein muss man ihn gesehen haben! Hört rein, hinterlasst uns eine Sprachnachricht und werdet Teil der nächsten Episode: www.mussmangesehenhaben.de

Transcript

Speaker: Willkommen zu einer neuen Ausgabe, muss man gesehen haben.

Speaker: Hier sind eure Gastgeber Emilia und Bastian.

Speaker: Hi, na, wer sich jetzt wundert, wo Basti ist, dem ist richtig aufgefallen, dass Basti an dieser Folge nicht teilnehmen wird.

Speaker: Diese Folge ist nämlich eine ganz besondere Folge, das hatten wir ja schon angeteasert, die

Speaker: Die Idee zu dieser Folge fing an zu wachsen am 5.

Speaker: Juni 2026.

Speaker: Denn da bin ich ins Delphi Lux gegangen, zu einer ganz besonderen Filmvorstellung mit Regie und Protagonist.

Speaker: Besonders für mich, weil es die Arbeit eines sehr wichtigen Menschen in meinem Umfeld beschreibt.

Speaker: Ich habe sehr viel gelacht, ich habe sehr viel geweint und ich habe mich auch sehr darüber gefreut, die Zusage des Regisseurs zu bekommen, der hier nun mit mir zusammensitzt und über seinen Film im Prinzip Familie sprechen wird.

Speaker: Daniel Abma aus den Niederlanden.

Speaker: ist ein Dokumentarfilmer und Regisseur, der für seine einfühlsamen Langzeitdokumentation bekannt ist.

Speaker: In seinen Filmen begleitet er Menschen oft über mehrere Jahre und gibt Einblicke in Lebenswelten, die im Alltag häufig wenig Beachtung finden.

Speaker: Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Dokumentarfilme Autobahn und dieser wundervolle Film im Prinzip Familie.

Speaker: Seine besondere Stärke liegt darin, Vertrauen zu seinen Protagonisten und Protagonistinnen aufzubauen und ihre Geschichte authentisch, nahbar und ohne Wertung zu erzählen.

Speaker: Bei meiner Recherche habe ich Daniel den Namen Regisseur mit langen Atem gegeben, da seine Filme eben über viele Jahre hinweg entstehen.

Speaker: Es entstand mit Autobahn eine Langzeitdokumentation über die Menschen rund um den Bau der A33 bei Bad Oeynhäusen.

Speaker: den ich mir zu Gemüte fühlen konnte und hiermit noch einmal empfehlen möchte.

Speaker: Aber kommen wir eben jetzt zum Film Im Prinzip von mir hier.

Speaker: In einem Haus am Ufer eines idyllischen Sees arbeiten drei Erzieherinnen im Schichtdienst in einer Wohngruppe.

Speaker: Waschen, einkaufen und die Kinder mit dem Kleintransporter zur Schule und zu Freizeitaktivitäten zu bringen, gehört eben genauso zu ihrem Alltag wie zu hören, trösten, die Filmabende und Gute-Nacht-Geschichten.

Speaker: Die Betreuerin wollen keine Ersatzeltern sein.

Speaker: Trotzdem möchten sie zeigen, wie sich ein familiäres Miteinander anfühlen.

Speaker: Im Prinzip Familie ist ein Dokumentarfilm von Daniel, die den Alltag in einer intensivpädagogischen Wohngruppe begleitet.

Speaker: Über den Zeitraum eines Jahres beobachtet der Film Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren Familien leben können, sowie die Fachkräfte, die sie rund um die Uhr begleiten.

Speaker: Dabei zeigt der Film eindrucksvoll, wie Vertrauen, Stabilität und Beziehungen entstehen und welche Herausforderungen, aber eben auch Hoffnungen mit der Arbeit in einer solchen Einrichtung verbunden ist.

Speaker: Statt zu urteilen, lädt im Prinzip Familie dazu ein, die Menschen hinter den Geschichten kennenzulernen und ihre Perspektiven nachzuvollziehen.

Speaker: Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, hier miteinander zu sprechen und begrüße dich.

Speaker: Hallo Daniel.

Speaker: Wie schön, wie schön, wie schön, dich hier zu haben.

Speaker: Wir sprechen über einen ganz, ganz, ganz besonderen Film, den darfst du gleich vorstellen.

Speaker: Du bist Dokumentarregisseur, Filmemacher, Regiedozent, Tutor, Medienpädagoge und ausgebildeter Kindergärtner.

Speaker: Stimmt das?

Speaker: Das ist ein ganzer Mund voll.

Speaker: Hallo, erstmal danke, dass ich zu Gast sein darf.

Speaker: Und Kindergärtner bin ich nicht, aber ich bin Grundschulpädagoge.

Speaker: Aber das habe ich mal gelernt in den Niederlanden tatsächlich vor, dass es Richtung Film ging bei mir.

Speaker: Das ist total spannend.

Speaker: Du bist auf jeden Fall im Filmemachen und Filmbusiness drin und sitzt auch gerade in der Filmuni.

Speaker: Das hast du mir gerade noch verraten.

Speaker: Ich würde dich jetzt einfach den Regisseur mit langen Atem nennen.

Speaker: Warum?

Speaker: Weil du jeden Film oder die Filme, mit denen ich mich beschäftigt habe, über sehr viele Jahre hinweg begleitest und gemacht hast.

Speaker: Ja, tatsächlich, es heißt oft Langzeitbeobachtung.

Speaker: Das ist so eine Form innerhalb der Dokumentarfilmwelt, die ich selbst total liebe.

Speaker: Also dass man über längere Zeit, meine längste Langzeitbeobachtung geht über acht Jahre,

Speaker: Und jetzt den aktuellen Film, den du im Kino gesehen hast, ist ja über ein Jahr Zeit gefilmt.

Speaker: Und das ist immer so schön, weil man da eine Entwicklung hat und somit hat man da auch natürlich eine Dramaturgie.

Speaker: Weil etwas passiert mit den Menschen, die man im Film sieht, über ein Jahr.

Speaker: Wir haben ein Jahr lang in einer intensivpädagogischen Wohngruppe die Erziehenden, die dort arbeiten, begleitet.

Speaker: Also man taucht ein in das Leben, das Arbeitsleben von drei Erzieherinnen.

Speaker: Und die folgen wir über ein Jahr.

Speaker: Wir begleiten sie über ein Jahr mit allen schönen Momente, mit allen Herausforderungen und sind sehr eng bei denen dabei und kriegen auch das Leben von den Kindern mit, die in dieser Wohngruppe wohnen.

Speaker: Wieso hast du dich für dieses Thema entschieden?

Speaker: Wo kam die Idee her?

Speaker: Warum hast du dich für diese Wohngruppe entschieden?

Speaker: Da kurz noch vorher gesagt, also wir begleiten diese Wohngruppe in einem wunderschönen Örtchen irgendwie.

Speaker: Also das ist dieses Haus am See.

Speaker: Es ist aber so schön, dass außen ist, ist es ja doch auch relativ...

Speaker: kompliziertes Innen mit diesen Kindern, mit dieser Wohngruppe.

Speaker: Es ist halt im Prinzip Familie, aber man begleitet eben diese Kinder, die ganz anders als die Kinder in ihrem Alter eben nicht in ihrer normalen Familie sein können, sondern eben in dieser Wohngruppe.

Speaker: Genau, es sind Kinder, die nicht in deren Herkunftsfamilie wohnen können aus unterschiedlichen Gründen und jetzt in einer Wohngruppe wohnen.

Speaker: Es ist ein sehr besonderer Ort und auch nicht normal, dass man da Zugang bekommt.

Speaker: Wir haben da auch sehr viel Vorarbeit gehabt und sehr viel Beziehungsaufbau geleistet über fünf Jahre, um diesen Film machen zu können.

Speaker: Und wir sind sehr dankbar, dass wir da eintauchen dürften in dieser Welt.

Speaker: Wer sind da wir?

Speaker: Also du und?

Speaker: Ein Kameramann, eine Tonfrau und eine Produzentin.

Speaker: Also das ist sozusagen das engere Team, besteht aus vier Menschen.

Speaker: Und bei den Dreharbeiten waren wir eigentlich immer zu dritt.

Speaker: Da sind wir Kameraton und Regie.

Speaker: Und wie hast du dich für dieses Thema entschieden?

Speaker: Wie seid ihr genau zu diesem Haus am See gekommen?

Speaker: Ich bin zum Haus am See gekommen, ganz ursprünglich habe ich mal einen Artikel gelesen über die Kinder- und Jugendhilfe.

Speaker: In der Artikel ging es darum, dass es an Fachkräfte fehlt und sogar Händeringen fehlt.

Speaker: Und das war so ein erster Impuls.

Speaker: Ich habe dann durch einen persönlichen Kontakt mich umschauen können in der Kinder- und Jugendhilfe, habe auch mit verschiedenen Wohngruppen Kontakt gehabt.

Speaker: Und bei dieser Wohngruppe, die jetzt im Film zu sehen ist, bei das schöne Haus am See, da bin ich auf Offenheit gestoßen.

Speaker: Die kannten auch schon einen vorherigen Film von mir.

Speaker: Und waren offen und haben auch festgestellt, es wäre gut, wenn dieses Thema mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Speaker: Und ob das hier klappt, wissen wir nicht.

Speaker: So sind wir das auch angegangen.

Speaker: Also ein ergebnisoffener Prozess.

Speaker: Lass uns diese Recherche, dieses Kennenlernen angehen.

Speaker: Lass uns gucken, ob man hier einen Dokumentarfilm machen dreht.

Speaker: Lass uns gucken, ob wir Leute finden, die da auch mitwirken, mitarbeiten wollen.

Speaker: Und lass uns auch zusammen, das ist vielleicht die wichtigste Frage, schauen,

Speaker: was müssen wir als Filmteam berücksichtigen?

Speaker: Also was geht, was geht nicht?

Speaker: Lass uns zusammen gucken, wo die Grenzen auch liegen.

Speaker: Und das sind ja alles sehr vulnerable Menschen.

Speaker: Alle Menschen, die im Bild und im Ton zu hören sind, sind vulnerable.

Speaker: Sowohl die Menschen vom Jugendamt als auch die minderjährigen Kinder, als auch die Erziehenden und die Kinderpsychologinnen.

Speaker: Und das ganze Konglomerat müssen wir, ja, die müssen nachher zufrieden sein mit dem Film, die müssen dahinterstehen, die müssen stolz auf den Film sein.

Speaker: und müssen keine Nachteile empfinden, indem sie an dem Film mitgewirkt haben.

Speaker: Und das war eine spannende Herausforderung, aber eine schöne.

Speaker: Ja, das klingt total eine spannende Herausforderung.

Speaker: Wie war denn deine Erfahrung mit auch den Downs?

Speaker: Weil ich kann mir das so vorstellen, dass du da hingehst.

Speaker: Du hast, glaube ich, erwähnt, dass da irgendwie eine Magie auch lag, dass du genau in dieser Wohngruppe, das ja für mich total erstaunlich irgendwie ist, weil

Speaker: Und ich da plötzlich so einen Bezug dazu habe, weil eben dieses Familienmitglied da arbeitet und ich damit sozusagen aufgewachsen bin.

Speaker: Und plötzlich kommst du und zeigst mir diesen Einblick in diese Arbeit.

Speaker: Und ich erinnere mich an diesen Film, da eben auch nochmal gesagt, dieser Dokumentarfilm über ein Jahr.

Speaker: begleiten wir da diese Kinder und dieses Jahr ist eben auch ganz viel begleitet mit diesen Außenaufnahmen über diese Jahreszeiten und du hast eben diesen See, dieser Nebendarsteller, der für mich irgendwie eine ganz besondere Aufmerksamkeit bekommt, ist dieser Fuchs, der immer und immer wieder auftaucht und dann auf dieser Terrasse ist und irgendwie so unecht wirkt und dann trotzdem da ist.

Speaker: Wir tauchen ja schon sehr tief ein, auch in sehr emotional und sehr geprägte Geschichten der Kinder.

Speaker: Und als jemand, der außenstehend ist, kann ich nur sagen, dass ich bei diesem Film einfach da saß und so oft so Gänsehaut hatte und so mit dabei im Geschehen war.

Speaker: Und ich finde, wie ihr das aufgenommen habt, einfach so sehr sensibel und trotzdem sehr echt.

Speaker: Aber ich kann mir eben vorstellen, dass dieses eine Ja, diese Begleitung ja wahrscheinlich trotzdem auch an die Grenzen gestoßen ist.

Speaker: Magst du uns davon was erzählen?

Speaker: Ich freue mich erstmal, dass das so bei dir angekommen ist, weil das war unsere große Hoffnung, dass genau das passiert, dass man so wirklich...

Speaker: Vielleicht ist Empathie ein richtiges Wort, dass man mit ganz viel Empathie durch diesen Film mitgenommen wird in eine Welt, die man vorher nicht so kannte.

Speaker: Also du kanntest sie ja schon ein bisschen über deine Familie mitgehen.

Speaker: Und dass diese wunderbare Umgebung, dieses Magische oder dieses, wir haben oft auch gesagt Märchenhafte, es ist wirklich ein Ort fast wie ein Märchen.

Speaker: Das ist so ein wunderbares Haus am See, mitten im Wald.

Speaker: Es gab auch eine Weile, am Anfang gab es da gar keinen Handyempfang zum Beispiel.

Speaker: Wie gibt es das?

Speaker: Also man war wirklich weg, man war ab von alles.

Speaker: Und der Fuchs, den du erwähnt hast, ist tatsächlich, das war so ein dokumentarisches Geschenk für uns.

Speaker: Der Fuchs ist immer mal wieder aufgetaucht.

Speaker: Das ist so eine Art von Fuchs, der fühlt sich da sehr wohl.

Speaker: Der weiß auch, wo das Katzenfutter steht.

Speaker: Also das ist auch ein Grund, warum der immer mal wieder vorbeikommt.

Speaker: Die Kinder haben ihm auch einen Namen gegeben.

Speaker: Der Fuchs heißt Björn.

Speaker: Der Fuchs heißt Björn, das ist ein fantastisch, toller Name.

Speaker: Und Björn läuft da immer rum.

Speaker: Und ja, man hat manchmal Glück, dass die Kamera,

Speaker: gerade lief und dann ist Björn durch Bild gelaufen.

Speaker: Das war natürlich ein großartiges Glück.

Speaker: Aber du hast gefragt nach den Tiefen und nach Tiefen würde ich es vielleicht gar nicht nennen.

Speaker: Es gab auf jeden Fall Momente, wo die ProtagonistInnen gesagt haben, das ist vielleicht jetzt nicht ein Moment für den Film.

Speaker: Also das ist zu intim oder da werden Sachen besprochen,

Speaker: Über ein Kind, das kann man nicht in einem Film zumuten.

Speaker: Das ist wirklich Privatsphäre und das haben wir natürlich berücksichtigt.

Speaker: Und das war so schön, dass wir gemeinsam mit den Beteiligten, die jetzt im Film vorkommen, genau solche Sachen ausloten konnten.

Speaker: Wenn es ein Hilfeplangespräch gibt, das ist ein Gespräch mit allen Menschen, die mit und für das Kind und die Familie arbeiten.

Speaker: Die treffen sich zweimal pro Jahr zusammen, das heißt Hilfeplangespräch und machen einen Hilfeplan für das kommende Halbjahr.

Speaker: Und ja, da geht es natürlich auch um Themen, die vielleicht jetzt nicht für Außenstehende relevant sind oder so sensibel sind.

Speaker: Und dann haben wir immer so

Speaker: ja, auch Möglichkeiten gefunden und vorher Verabredungen getroffen, wo können wir dabei sein und wo eben nicht.

Speaker: Oder wo dürfen wir dabei sein, aber der Kamera läuft gerade nicht in diesem Moment bei diesem Thema.

Speaker: Das war auch wichtig.

Speaker: Das war für uns natürlich okay.

Speaker: Und was auch schön war, dass es Momente gab, wo zum Beispiel Kinder selbst eine Art von

Speaker: Regeln entworfen haben.

Speaker: Also ein Kind hat eine Idee gehabt bei einer Szene.

Speaker: Er wusste, wir wollen gerne dabei sein mit der Kamera, aber er war sich selbst ein bisschen unsicher und hat dann vorgeschlagen, hey, wie wäre es?

Speaker: Ihr dürft dabei sein, aber wenn dann die Szene gedreht ist und ich auch weiß, wie die Situation, wie das Gespräch ausgegangen ist, darf ich euch dann sagen, ob ihr es verwenden dürft im Film.

Speaker: Und das war natürlich super.

Speaker: Das war ein voll guter Vorschlag und das würde dann auch wirklich eine Regel, was öfter hantiert würde durch die Kinder,

Speaker: Ich erinnere mich an diese eine Szene, wo eben dieses eine Kind dort sitzt und sich dann in seinen Pullover so zurückzieht und anfängt zu weinen.

Speaker: Das ist eine unfassbar emotionale Szene.

Speaker: Es geht eben um die Eltern, die dann schon wieder, glaube ich, Nein gesagt haben und ihn dann doch wieder irgendwie sitzen lassen.

Speaker: Und mit dieser ganzen Hoffnung wird ja sehr viel, wenn wir jetzt im Filmischen sind, eben gespielt.

Speaker: Aber es ist ja so real.

Speaker: Es ist ja total da und das echte Leben.

Speaker: Da die Frage, wie hast du oder wie erklärt man eben diesen Kindern diese Filmarbeit am Anfang?

Speaker: Wie macht man denen klar, dass das so aufgenommen wird und plötzlich auf die große Leinwand kommt, deren Leben und deren Lebenssituationen?

Speaker: Ja, voll die gute Frage.

Speaker: Also wir haben da, diese spezifische Szene hat stattgefunden ganz am Ende der Dreharbeiten, also wo auch die Beziehung zwischen uns und der Protagonist schon sehr lange bestand und gewachsen war und sehr präsentiert.

Speaker: persönlich war, also wo Ehrlichkeit und Offenheit war.

Speaker: Ganz am Anfang haben wir mit allen Kindern auch so medienpädagogische Workshops gemacht.

Speaker: Also alle Kinder haben selbst die Kamera aufbauen, Tonangel aufbauen, selbst hören, filmen, ausprobieren, um dadurch auch ein Verständnis zu bekommen von was für

Speaker: Macht wir auch haben oder was für Power wir haben.

Speaker: Also wenn jemand am anderen Ende vom Fußballplatz steht und was flüstert, dass wir das mit unserer Tonhangel durchaus hören können.

Speaker: Also dass die das erfahren haben und auch damit spielerisch umgegangen sind.

Speaker: Das war für uns ganz wichtig, damit die verstehen, weitestgehend verstehen können, was wir da machen.

Speaker: Und was auch richtig war, dass wir, ich habe gerade schon geredet über dieses Thema, dass die immer vor Ort sagen konnten, jetzt nicht oder jetzt doch, dass wir da immer schön im Gespräch waren, aber auch bei der Postproduktion vom Film.

Speaker: Also wir haben mehrere Schnittfassungen gezeigt und immer wieder das Feedback eingeholt und gespiegelt bekommen, wo die Menschen, die im Film zu sehen sind, sich wohlfühlen mit Szenen, wo sie sagen, damit fühle ich mich nicht wohl.

Speaker: Können wir das anders lösen?

Speaker: Könnt ihr im Schnitt eine Lösung finden, damit das nicht drin kommt, aber der Inhalt auf eine andere Art und Weise.

Speaker: Also das war voll schön.

Speaker: Das war wirklich auf Augenhöhe.

Speaker: einen Austausch auf Augenhöhe.

Speaker: Das ist natürlich als Filmschaffende sehr spannend.

Speaker: Wenn eine Protagonistin jetzt sagt Nein zu einer bestimmten Sache, ist dann die ganze Szene weg.

Speaker: Aber die Protagonistinnen haben das tatsächlich manchmal gesagt.

Speaker: Und dann mussten wir da auch natürlich damit umgehen und das auch zugeben.

Speaker: Okay, dann ist es so.

Speaker: Aber in manchen Fällen konnten wir auch zusammen eine gute Lösung erarbeiten, womit beide Parteien jetzt total glücklich sind.

Speaker: Also die Szene, die du gerade genannt hast, das Kind, was sich in seinem Kapuzenpulli versteckt, das Kind will unbedingt, dass die Szene im Film ist.

Speaker: Und das ist schön.

Speaker: Er sagt, das gehört zu meinem Leben dazu.

Speaker: Und er findet die Art, wie es jetzt im Film ist, damit ist er einverstanden.

Speaker: Das findet er wichtig.

Speaker: Wenn es nicht drin wäre, sagt er, dann fehlt da ein wichtiger Teil von Leben in Wohngruppen.

Speaker: Und das ist auch das Schöne, diese Kinder in dieser Wohngruppe, das war in jedem Fall, das ist jetzt meine persönliche Empfindung, die können so gut reflektieren und die haben schon so viel erlebt und die wissen ganz genau, was sie wollen und was sie nie wollen und können das total gut in Wörter fassen.

Speaker: Und das fand ich sehr toll, auch in diesem Fall, dass dieses Kind das so spiegeln konnte und auch stolz darauf ist, dass diese Szene drin ist.

Speaker: Und der Blick natürlich inzwischen auch zurück mehr darauf.

Speaker: Also das ist inzwischen drei, vier Jahre her, wo das gesilmt worden ist.

Speaker: Da war er ja noch klein, da war er ja noch jung, sagt er selber inzwischen.

Speaker: Also das ist auch schön, wie in den Kinderleben vier Jahre Abstand ja eine unglaublich lange Zeit ist.

Speaker: Woran glaubst du liegt das, weil du gerade gesagt hast, dass die Kinder in den Wohngruppen so wahnsinnig reflektiert auch sind?

Speaker: Glaubst du, dass Kinder eben in, ich mache das jetzt in Anführungsstrichen, normalen Verhältnissen, glaubst du, die sind auch so reflektiert?

Speaker: Und dazu glaube ich, also die Kinder gehen ja auch ganz normal in die Schule und anstatt eben nach Hause zu ihren Familien zu gehen, kommen die eben in diese Wohngruppe.

Speaker: Wie ist denn das auch angekommen bei den Wohngruppen?

Speaker: Schulkameraden.

Speaker: Ich denke, dass Kinder, das ist natürlich generalisierend, was ich jetzt sage, somit muss man das mit ein bisschen tatsächlich Häkchen und Gänsefüschchen und so weiter sehen.

Speaker: Ich denke, dass Kinder, die in Wohngruppen arbeiten, sich mit sich selbst so dermaßen

Speaker: mehr auseinandersetzen müssten als Kinder, die in anderen Familienstrukturen aufwachsen, wie vielleicht ich früher als Kind aufgewachsen bin, dass da eine große Reflexion stattfinden muss durch die Umstände, was viele andere Kinder vielleicht nicht haben.

Speaker: Aber das ist, wie gesagt, total generalisiert.

Speaker: Das ist eine persönliche Empfindung, die ich so gemacht habe in dieser Wohngruppe.

Speaker: Lass ich es vielleicht so formulieren.

Speaker: Und jetzt habe ich den zweiten Teil, deine Frage, verloren.

Speaker: Wie denn die Klassenkameraden darauf reagiert haben, dass ihr eben, also ihr habt in der Schule nicht gedreht, aber ihr habt zum Beispiel den Weg zur Schule mit begleitet, wo man dann eben auch merkt, dass tatsächlich auch

Speaker: die Mitarbeiter ab und zu an die Grenzen kommen, vor allem frühmorgens, wenn dann irgendwie sechs Jungs da Lust haben, ein bisschen am Rad zu drehen.

Speaker: Und das, glaube ich, findet überall statt und wahrscheinlich kann, dass jeder Elternteil zustimmt, zu sagen, dass es

Speaker: sehr kompliziert sein kann ab und an, dieses Kind in die Jacke mit dem Rucksack irgendwo vor die Schule zu transportieren.

Speaker: Pünktlich.

Speaker: Und jetzt, wo du hast dann sechs Kinder und bist alleine.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Respekt.

Speaker: Aber ich kann mir vorstellen, dass da wahrscheinlich sehr viel Neugierde eben passiert ist.

Speaker: Aber auch, wie erklärt man plötzlich als Achtjähriger oder Zehnjähriger jemanden in der Schule, oh, wir werden jetzt ein Jahr einem Filmteam zu sein.

Speaker: Also ihr habt da ja auch gewohnt, das hast du erzählt bei diesem Interview nach dem Film, dass da die Möglichkeit war, ab und zu eben in diesen Bunker los, die es da gibt für die Elternteile, dass ihr da irgendwie ab und zu mal sein durftet und eben auch über Nacht und so.

Speaker: Aber wie war denn da diese Aufnahme von den Kindern, die eben nicht aus der Wohngruppe kamen?

Speaker: Ich denke, das, was mir auch ein bisschen gespiegelt wurde, dass es für andere Kinder, die nicht in Wohngruppen wohnen, voll der Augenöffner ist, um endlich mal zu verstehen, was eine

Speaker: alltagliche Realität ist für die Klassenkameradinnen, die in Wohngruppen wollen.

Speaker: Also der Film kann wirklich ganz gut dazu beitragen, um dafür ein Verständnis und eine Offenheit zu erzeugen.

Speaker: Das ist auch das Schöne, dass der Film jetzt für die Schulkino-Wochen zum Beispiel genutzt wird und da eingesetzt wird.

Speaker: Also in jede Schulklasse sitzt doch

Speaker: Ich weiß nicht, was die Statistiken sind, das wäre jetzt interessant, aber es gibt doch einige Schulklassen, wo auch Kinder drin sind, die in Wohngruppen wohnen.

Speaker: Und wie schön ist es, den Film zu zeigen, damit alle anderen Kinder in der Klasse eigentlich mal verstehen, was dieses Kind, was da die Normalität ist sozusagen oder eine Normalität ist.

Speaker: Und was wir hatten, wir haben so eine Probevorführung gemacht mit den Kindern und die dürften auch Gäste einladen.

Speaker: Das war in ein Kino in der Nähe, wo sie wohnen und das war extrem schön, weil da würden dann durch die KlassenkameradInnen oder durch befreundete Kinder genau solche Fragen gestellt von, hey, wie war das für dich?

Speaker: Kälfin, war das nicht voll merkwürdig, dass sie da mit dem Kamera in dein Zimmer waren?

Speaker: Und dann hat Calvin ganz professionell geantwortet, von ja, am Anfang war das schon ein bisschen merkwürdig, auch gewöhnlich dran.

Speaker: Und dann hat er das so erklärt und erläutert und das war voll schön.

Speaker: Also ich denke, das ist ein großes gegenseitiges, respektvolles und interessiert sein und aufklärendes, so eine Mischung war aus allem.

Speaker: Ja, wow.

Speaker: Wie war denn, um nochmal auch darauf zurückzukommen, wie ihr diesen Prozess hattet mit den Szenen, die gedreht wurden, um dann zu sagen, ihr zeigt die und dann zu sagen, ja, das möchte ich doch nicht drin haben.

Speaker: Gab es manchmal den Moment, dass das Kind gesagt hat, oh, das stört mich nicht, das würde ich gerne drin haben und dann eben der Mitarbeiter, die Mitarbeiter gesagt hat,

Speaker: in der Weitsicht, die sie oder er empfindet, sollte das aber trotzdem nicht drin sein oder gab es da doch überraschend Vereinigkeit?

Speaker: Es gab die Situation tatsächlich und wir sind auch so vorgegangen, dass wir die ersten drei Rohschnittsrichtungen nur mit den Erwachsenen gemacht haben.

Speaker: Und genau das Wort Weitsicht hast du sehr schön gewählt und mit diesem Blick

Speaker: Die Erzieherinnen haben auch eine Schutzfunktion für die Kinder, um deren Expertise da auch zu nutzen.

Speaker: Und das hat auch dazu geführt, dass schon einige Szenen geändert worden sind.

Speaker: Also die erste Fassung, die mir die Kinder dann jemals gezeigt haben, war schon sozusagen,

Speaker: Aus dem Blick, wo die Erwachsenen gesagt haben, wir denken jetzt, dass ihr diese Fassung den Kindern zeigen könnt und wir haben jetzt mit dieser Fassung ein gutes Gefühl.

Speaker: Also hier wird niemand vorgeführt, was ja ganz wichtig ist oder niemand belastet, sondern das geht so und jetzt können die Kinder sprechen.

Speaker: Einfach, weil wir in Bürokratie Deutschland leben.

Speaker: Wie war denn die Erfahrung mit dem Jugendamt für dich?

Speaker: Ja, ein schöner, auch ein herausfordernder teilweise, was ja genau deren Aufgabe ist und deren Job, um die Kinder zu schützen.

Speaker: Also das ist ja in diesem Feld enorm wichtig.

Speaker: Und da war auch Beziehungsaufbau ein sehr wichtiges Element.

Speaker: Also da mussten wir natürlich Vertrauen gewinnen, um

Speaker: Wenn ein Filmteam an der Tür klopft, dann sagt man natürlich nein.

Speaker: Weil Filmteam ist ja so ein breites Wort und man weiß ja nicht, was die Intentionen sind von so einem Filmteam und möglicherweise denkt man erstmal an,

Speaker: eine gewisse Art von Journalistik, die Skandale, ja genau, Reality und das sind wir ja nicht, also da mussten wir versuchen auch zu erläutern, was da unsere Vorhaben sind und wie wir arbeiten wollen und dass wir da sehr gute Intentionen haben und das auch mit ganz viel Fingerspitzengefühl und

Speaker: Und das war dann so ein Ping-Pong.

Speaker: Das war ein Austausch, dass wir Menschen alle einbinden wollen.

Speaker: Das musste geklärt werden.

Speaker: Und erst nach mehreren Jahren dieser Recherche teilweise

Speaker: kam dann das Okay auch von einem Jugendamt, von Okay, ich bin einverstanden und erst dann konnten wir natürlich anfangen mit auch Probeaufnahmen oder mal solche Sachen oder der richtige Dreh konnte natürlich vorher nicht stattfinden.

Speaker: Da mussten vorher alle Beteiligten, deren grünes Licht gegeben haben.

Speaker: Das war uns ganz wichtig.

Speaker: Wusstest du schon von vornherein, wenn du also diese Recherche angefangen hast, was dir wichtig sein wird oder war eben das auch ein Prozess?

Speaker: Und man sieht ja mehrere Perspektiven in diesem Jahr.

Speaker: Also man sieht die Perspektiven der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, man sieht die Perspektiven der Kinder, man hat aber eben auch so ein bisschen die Perspektive von aus, also man hat die Perspektive der Eltern, oh mein Gott, das darf ich gar nicht vergessen, das ist ja auch total wichtig, aber

Speaker: Was ich dazu auch noch wahnsinnig, wahnsinnig toll finde, wie ihr das hinbekommen habt, eben die Eltern da ein Verständnis in diesem Film mitzuhaben, dass man nicht irgendwie anfängt zu judgen und sie zu verurteilen, sondern eben diese Lebensumstände so breit irgendwie dann doch erklärt, dass man zwar tatsächlich irgendwie auch ein bisschen mit den Kindern leidet, aber ohne so einen Schuldigen zu finden.

Speaker: war ein ganz wichtiger Punkt.

Speaker: Also wir wollten niemals mit dem Zeigefinger auf jemanden zeigen, guck mal, nee, wir sind da sehr ergebnisoffen rangegangen, aber hatten immer im Kopf, dass wir da alle Menschen, die mitwirken, auch wieder schützen wollen.

Speaker: Also es darf nicht sein, dass nach dem Sehen von einem Film jemand rauskommt,

Speaker: ganz schlecht urteilt über eine Person.

Speaker: Und das ist natürlich auch wieder, das ist eine Gratwanderung, das ist ganz dünnes Eis, das ist ein Abwägen und die Testsichtungen, die ich schon erwähnt hatte, waren da ein sehr wichtiges Instrument für uns.

Speaker: um in der Phase der Schnitt vom Film zu gucken, welche Szenen brauchen wir, was muss raus, weil es kippt in die falsche Richtung.

Speaker: Und das war so ein Balanceakt.

Speaker: Das war ein sehr schöner Prozess, ein sehr spannender Prozess.

Speaker: Und wir sind sehr glücklich damit, wie es jetzt ist, aber haben auch festgestellt, jetzt mit der Veröffentlichung vom Film, da wurde ja auch ein Trailer gemacht und veröffentlicht und dass dann doch auf Social Media doch ein bisschen urteilende Reaktionen kamen in die Kommentare zu bestimmten Menschen aus dem Film und mussten das dann auch moderiert.

Speaker: Also es bleibt immer spannend.

Speaker: Man kann wahrscheinlich nie alles vermeiden.

Speaker: Was ich für gedacht habe, um da so richtig über die Filmsprache und Filmsein zu reden, was glaubst du, wäre jetzt der Unterschied zwischen deinem Dokumentarfilm und einem eventuell entstehenden Spielfilm?

Speaker: Also tatsächlich hat mich dein Film auch ein bisschen an den Spielfilm Systemsprenger erinnert, ohne das eben so doll zu überspitzen.

Speaker: Also ich finde, euren Dokumentarfilm, der ist halt sehr echt und sehr

Speaker: nah und sehr emotional, aber eben sehr feinfühlig.

Speaker: Wie glaubst du aber, wie man das gestalten würde, wenn man jetzt aus dem Thema Wohngruppe einen Spielfilm machen würde?

Speaker: Müsste man das dann nicht mehr... Entschuldigung.

Speaker: Ich denke, dass der Film Systemspringer das ganz gut gemacht hat.

Speaker: Der Film basiert ja auch auf jahrelanger Recherche von Nora Fingscheid.

Speaker: Und bei Spielfilmen hatten wir ja die Möglichkeit, Sachen zu dramatisieren.

Speaker: Und man hat die Möglichkeit, indem die Kinder dort natürlich durch Schauspielerinnen dargestellt werden,

Speaker: Man kann da alles zeigen, was man will.

Speaker: Also man kann da auch Eskalationen zeigen oder große Krisen.

Speaker: Und bei uns, wenn man non-fictional arbeitet, kann man das unter Umständen eben nicht.

Speaker: Aber das ist auch eine Sache, das finde ich voll schön am Film grundsätzlich, wenn man mit Auslassung arbeiten kann.

Speaker: Unsere Editorin Jana Dugnus hat das sehr oft auch gesagt, dass indem man mit Leerstellen arbeitet, indem man mit Sachen eben nicht erklärt und nicht zeigt, dass da vielleicht viel mehr Wirkung passiert bei den Zuschauenden, weil man es nicht sieht und nicht hört, aber im Kopf

Speaker: Oder man hört es vielleicht, aber sieht es nicht tatsächlich.

Speaker: Im Kopf hat man ja Kopfkino und das ist sowas Wunderbares, wenn dieses Kopfkino angeschaltet wird bei den Zuschauenden.

Speaker: Und man muss nicht alles zeigen und erklären, auch wieder zwischen Klammern jetzt erklären.

Speaker: Ja, man sollte nicht alles erklären.

Speaker: Wobei da doch das deutsche Fernsehen sehr gut ist, um öfter und noch dreimal Sachen zu erklären.

Speaker: Das tut ihr tatsächlich gar nicht.

Speaker: Was ist die Hoffnung, die hinter dieser Arbeit steckt?

Speaker: Na, wir hoffen.

Speaker: Und zum Teil können wir auch schon sagen, dass es tatsächlich passiert, womit wir total glücklich sind, dass diesem Film Aufmerksamkeit generiert für das Thema Kinder- und Jugendhilfe grundsätzlich und dass der Film genutzt werden kann, genutzt als Instrument,

Speaker: um über das Thema zu sprechen.

Speaker: Und wir haben jetzt eine ziemlich große Impact-Kampagne am Laufen, seit über ein Jahr jetzt.

Speaker: Und das heißt, Impact generieren mit dem Film.

Speaker: Also wir wollen eine Veränderung oder eine Bewegung oder wir wollen etwas bewegen mit dem Film als Instrument.

Speaker: Und das ist wunderbar.

Speaker: Also das ist...

Speaker: Podiumsveranstaltungen gibt, wo der Film gezeigt wird und anschließend sitzen von Einträger, jemand vom Jugendamt, jemand aus der lokale Politik auf der Bühne und diskutieren über das Thema und sind im Austausch mit dem Publikum.

Speaker: So was ist wunderbar und das passiert gerade sehr viel.

Speaker: Ein anderes Beispiel, was auch sehr häufig vorkommt, ist, dass jetzt die, wenn man Erzieherin oder Sozialarbeiterin lernt, in der Ausbildung ist oder im Studium,

Speaker: dass der Film dann in der Studiengruppe oder in der Klasse gezeigt wird oder dass die Klasse ins Kino geht und den Film guckt und anschließend auch mit Filmgespräch.

Speaker: Also dass eine Erzieherin aus dem Film vor Ort ist oder jemand von einem lokalen Träger vor Ort ist und erzählt, guck mal, jetzt habt ihr den Film gesehen, ich stelle jetzt unser Träger vor, hier aus dieser Region und dass da ein Interesse, ein Neugierde und ein Verständnis für die Kinder- und Jugendhilfe geschaffen wird.

Speaker: Und es gibt ja da auch...

Speaker: Vielleicht ist es auch ein bisschen vorurteilhaft, was ich jetzt sage, aber in der Ausbildung zu erzielen wollen schon sehr viele Richtung Kita.

Speaker: Das ist ja auch ein sehr wichtiger Bereich, wo auch Menschen gebraucht werden, definitiv.

Speaker: Aber für die Kinder- und Jugendhilfe oder Hilfe zur Erziehung ist oft ein bisschen mehr Respekt oder vielleicht auch Ängstlichkeit oder das ist vielleicht auch einfach unbekannter.

Speaker: Und dass der Film da jetzt gezeigt wird, motiviert tatsächlich, so haben uns schon mehrere Ausbildungszentren gespiegelt, motiviert, um mal ein Praktikum zu machen in diesem Bereich.

Speaker: Weil der Film...

Speaker: Lust und Laune macht darauf, von ja, das ist interessant, da kann ich wirklich was Gutes tun und was bewegen und was beitragen.

Speaker: Und das ist schön, dass das passiert.

Speaker: Weil das war ja die Ursprungsgedanke.

Speaker: Ich habe diesen Artikel mal gelesen, dass da Fachkräfte fehlen und dass der Film jetzt tatsächlich dienen kann oder verursachen kann, dass mehr Fachkräfte in dem Bereich möglicherweise arbeiten.

Speaker: Das ist natürlich wunderschön.

Speaker: Zu der Motivation, tatsächlich habe ich mich nach eurem Film, deinem Film und dem Gespräch danach ehrenamtlich beworben beim Jugendamt.

Speaker: Wirklich?

Speaker: Wie schön.

Speaker: Also, um da einfach zu sagen, das hatte eine sehr große Wirkung.

Speaker: Und ich habe ja, wie gesagt, auch mit meinem Familienmitglied nochmal darüber gesprochen.

Speaker: Also das Spannende finde ich ja, zu sagen, es ist ja trotzdem ein Film.

Speaker: Also es ist sehr filmisch und ihr spielt eben mit auch den großen Emotionen.

Speaker: Und ich stelle jetzt die Frage, um zu sagen...

Speaker: Wie hast du das Gefühl, also wie war eben die Rückmeldung der Fachkräfte auch, die das gesehen haben?

Speaker: Gab es irgendwie dann doch auch mal so ein bisschen diesen Einwurf zu sagen, es verschönigt dann auch?

Speaker: Also ich meine natürlich, ihr habt ein Jahr von Funnage.

Speaker: Ihr seid da tagtäglich und es schwingt wahrscheinlich von wirklich extrem zu einem anderen Extrem.

Speaker: Und ihr müsst da irgendwie die Balance finden.

Speaker: Ihr müsst ja eine Geschichte erzählen und das aber eben alles auch...

Speaker: Bestenfalls unter drei Stunden, weil man möchte ja den Zuschauer nicht überfordern und auch, verstehst du meine Frage?

Speaker: Total, total.

Speaker: Und tatsächlich, also das Feedback von Menschen vom Fach ist grundlegend sehr positiv.

Speaker: Aber tatsächlich, das ist genau der Punkt, worauf du hindeutest, denke ich, es ist natürlich nur eine Wohngruppe, die wir zeigen, ein Ausschnitt aus der Arbeit von bestimmten Menschen.

Speaker: Es ist ein Beispiel und es ist nicht stellvertretend, dass es so ist.

Speaker: Es ist tatsächlich nur ein Beispiel.

Speaker: Und wir sind auch in einer intensivpädagogischen Wohngruppe.

Speaker: Das heißt, da gibt es einen ziemlich hohen Personalschlüssel.

Speaker: Da sind tagsüber immer zwei Menschen im Dienst auf fünf Kinder.

Speaker: Und es gibt viel mehr Wohngruppen als intensivpädagogische Wohngruppen, wo die Personalschlüssel anders ist.

Speaker: Also wo man vielleicht tagsüber alleine im Dienst ist mit zehn Kindern.

Speaker: Also unsere Wohngruppe ist ja auch dieses Magische, haben wir angesprochen, so schön verortet.

Speaker: Also das ist alles sehr schön auf eine gewisse Art und Weise und das ist nicht die Realität für alle Wohngruppen.

Speaker: Aber es ist ein Beispiel und ein Beispiel, was wir auch sehr filmisch erzählen konnten.

Speaker: wo wir auch mit alle filmischen Gewerke, alle filmischen Mittel, die wir haben, wirklich einen Kinofilm machen wollten und gemacht haben.

Speaker: Also wo es richtig schöne Bilder gibt von der Kampfermann Johannes Braus, wo die Tonarbeit von Alexandra Braat total zu Geltung kommt, die da unglaublich viel investiert hat auch.

Speaker: Also das war unser Ziel von das Ganze.

Speaker: Und

Speaker: Da freuen wir uns drüber, dass es so ist, wie es ist.

Speaker: Ich erinnere mich auch, dass du noch mal die internationalen Reaktionen erwähnt hast beim Filmgespräch.

Speaker: Ich meine, erst mal Glückwunsch, das ist ja gar fantastisch, dass das eben nicht nur im Dachraum so viel Aufmerksamkeit hat, sondern eben auch international, europaweit gezeigt wird und deren Fachkräfte und da hoffentlich irgendwie auch einen Anklang findet, damit man das

Speaker: Und eben wie diese Motivation weitergibt.

Speaker: Aber wie sind dann da die Reaktionen?

Speaker: Auch staunend tatsächlich öfters mal miterlebt.

Speaker: Also dass die Fachkräfte, die dort den Film sehen, sagen, wow, habt ihr es gut in Deutschland?

Speaker: Was auch nochmal interessant ist, um das so zu hören.

Speaker: Ja.

Speaker: Also ein Fachkräft hat mir gesagt, ich sehe, die haben ein Auto, die haben ja in unserem Film einen Bus, einen kleinen Personentransporter, um die Kinder auch bewegen zu können, zu Fußballvereinen, zu der Schule und so weiter.

Speaker: Und die meinte, wow, so ein Auto, das ist ein Traum, den wir seit Jahren haben, aber wir haben keins.

Speaker: Das heißt, bei uns sind die Kinder gebunden an den kleinen Radius, die man hier zu Fuß und mit Fahrrad machen kann, aber darüber hinaus geht es eben nicht.

Speaker: Und was auch schon gespiegelt worden ist, wo Leute gesagt haben, ist das in Deutschland tatsächlich so, dass das alles, gibt es nur noch Wohngruppen?

Speaker: Also gibt es da gar nicht mehr das klassische Kinderheim mit einem Schlafsaal mit 30 Betten?

Speaker: Weil das ist bei uns der Fall.

Speaker: Und okay.

Speaker: Wo war das?

Speaker: In Tschechien war das tatsächlich so, wo mir das so gespiegelt wurde.

Speaker: Das war eine Stimme aus dem Publikum, von einem Fachkraft, das ist vielleicht jetzt nicht stellvertretend für alle, aber diese Person hat mir gespiegelt, er kennt es nur so, dass es noch in diesen altmodischeren Kinderheimen gibt.

Speaker: Ja, spannend.

Speaker: Was ist denn, wenn du, also ich meine, du hast wirklich, wirklich, wirklich, wirklich viel Zeit mit diesem Film verbracht, in diesen Film investiert.

Speaker: Du hast ja auch gesagt, du bist tatsächlich noch in Kontakt mit den jetzt Pubertärenden.

Speaker: Jungs, die, der eine Protagonist lebt jetzt bei seiner Familie und der andere Protagonist ist halt weiterhin in dieser Wohngruppe, ist dann jetzt aber auch schon, was, 15?

Speaker: Na genau, alle wachsen und gedeihen und das ist schön und es ist auch schön, dass wir nach wie vor noch immer in Kontakt sein dürfen, dass wir immer nach wie vor eingeladen werden und uns gegenseitig besuchen und das ist

Speaker: Ja, das ist wirklich toll.

Speaker: Also Frau Wagner hat bei einer Filmpremiere mal gesagt, dass wir auch wieder, zwischen Klammern, im Prinzip ein bisschen zu Familie, auch wieder in Klammern, dazugehören.

Speaker: Und das in so einer Rolle von, vielleicht kann man es Onkels und Tanten nennen, die ab und zu mal zu Besuch kommen.

Speaker: Aber tatsächlich haben wir mit manchen Kindern, habe ich jetzt über acht Jahre schon Kontakt.

Speaker: Und das ist natürlich auch ein Kinderleben eine ziemlich lange Zeit.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dafür bin ich total dankbar und das ist total schön.

Speaker: Und ich hoffe, dass ich die Kinder da auch, das ist ja nicht nur ein Geben oder ein Nehmen, es ist ein schöner Austausch tatsächlich.

Speaker: Ja, wenn du dich entscheiden müsstest bei diesem Film, was wäre denn deine absolute Lieblingsszene?

Speaker: Und gibt es vielleicht auch eine Szene, über die du reden willst, die es gar nicht geschafft hat in dem Film?

Speaker: Oh ja.

Speaker: Also eine Szene, die es nicht geschafft hat, wo ich immer noch ein bisschen traurig bin, aber ja, dann gibt es auch bestimmte dramaturgische Gründe und da muss man seine, kill your darlings heißt es dann in der Fachsprache,

Speaker: Es gab eine Szene, wo sie allen als Gruppe geangelt haben, am Steg am See, mit Frau Wagner gemeinsam.

Speaker: Und dann gingen alle Angeln durcheinander.

Speaker: Ein Kind hatte einen Haken von der Angel in seinen Finger, ein Schuh ist ins Wasser.

Speaker: Also es war Chaos.

Speaker: Und das war schön.

Speaker: Aber der Film hat es aus bestimmten Gründen nicht geschafft.

Speaker: Im Film, das war sehr schade.

Speaker: Und ein Film, der jetzt im Film ist, der mich sehr immer nach wie vor jedes Mal total berührt, ist der Abschied von einem Kind im Film.

Speaker: Also ein Kind, das fünf Jahre in der Wohngruppe gewohnt hat und auszieht.

Speaker: Und das ist so rührend.

Speaker: Und das gehört auch dazu, dass man sich freut, dass ein Kind zurückgeht in seine Familie.

Speaker: Aber ja, man nimmt auch Abschied von einem Kind, womit man fünf Jahre zusammengewohnt hat, im Fall der Erziehenden jetzt, wo man fünf Jahre lang begleitet hat.

Speaker: Im Prinzip vermehrbar.

Speaker: Im Prinzip, zwischen Klammern Familie, richtig.

Speaker: Und das ist natürlich mit ein Tränchen und mit Emotionen verbunden und sagt Frau Wagner, so etwas Wunderschönes im Film von ich verweist.

Speaker: freue mich für dich.

Speaker: Ich sage zum Wunderschöne Formulierung, ich bin traurig, aber nicht wegen dich, sondern nur, dass du gehst.

Speaker: Ich bin traurig für mich, weil ich dich nicht mehr sehen werde.

Speaker: Aber ich freue mich für dich, dass du gehen wirst und dass du zu deiner Familie gehst und ein schönes Leben haben wirst.

Speaker: Das ist eine Szene, der mich immer sehr, sehr, sehr rührt.

Speaker: Auch wenn ich ihn inzwischen schon über 200 Mal gesehen habe.

Speaker: Aber immer wieder kommt so ein Tränchen in meine Auge.

Speaker: Wow.

Speaker: Ja, ich finde tatsächlich, dass du oder ihr mit diesem Film so viel

Speaker: Also diese Transparenz eben vorzeigt und ihr seid so nah dran und diese Vorstellung, also man geht ja ein Jahr mit euch mit und dann verbringt man eben auch so was Weihnachten zusammen.

Speaker: Man verbringt Silvester, also große Feiern.

Speaker: Es gibt eine Jugendfeier, die man mit begleitet und dann...

Speaker: gibt es aber einfach so die Kleinigkeiten wie das Abendessen und große Gefühle beim Abendessen.

Speaker: Das kann wahrscheinlich auch jede wieder, in Anführungszeichen, normale Familie bestätigen, dass auch das viel Drama sein kann, aber eben auch viel Spaß.

Speaker: Und ich erinnere mich auch an eine Kleinigkeit, wo die Mitarbeiter sich anscheinend nicht abgesprochen haben und dann hatten die am ganzen Wochenende Nudeln mit Tomatensauce.

Speaker: Und der Mitarbeiter hat das so ein bisschen, ja, als etwas betitelt, dass das ja so nicht sein kann, weil es braucht ja Abwechslung und die Jungs waren dann, strahlten einfach in die Kamera und waren so, ja, ich verstehe das Problem nicht, nur du mit Tomatensoße ist fantastisch, könnte ich den ganzen Tag irgendwie haben.

Speaker: Ja, auch diese schöne Leichtigkeit vom normalen Leben, die ja jeder in seinem Alltag hat.

Speaker: Ich meine, oft genug ist es ja dann auch so, du kommst spät nach Hause, du hast gearbeitet und dann ist so, ja, ich würde gerne kochen, aber ja gut, dann machen wir halt Nudeln mit Pesto.

Speaker: Komm, wir machen jetzt einfach Nudeln mit Pesto, das geht schnell.

Speaker: Und dann hat man das aber drei Tage hintereinander und sagt so, okay, ich muss mal was anderes essen als Nudeln mit Pesto.

Speaker: Dass es da aber auch, dass da nicht der Unterschied gemacht wird.

Speaker: sondern dass auch eben diese normalen Charaktere eben zusammen Zeit verbringen.

Speaker: Und ich bewundere, ich bewundere, bewundere diese Arbeit so extrem, dass da der Mitarbeitende muss ja sozusagen sein Privatleben und alles um mich herum an den Jackenhaken hängen und dann diese Arbeit vorfühlen.

Speaker: Und manchmal sind es eben diese Eintagesschichten, wo man die ganze Zeit vorfühlt,

Speaker: so wie ihr das eben auch erklärt habt oder beziehungsweise dann auch nochmal mir anders erklärt habt, diese Arbeit meines Familienmitgliedes, das ich jetzt seit 28 Jahren kenne und mich begleitet und da plötzlich diese Augen so geöffnet habt, ist es einfach, ich finde, ihr habt eine unfassbare Arbeit geleistet auf eine Art und Weise, die, was ich ja beim Film immer so toll finde,

Speaker: dass Film das so machen kann.

Speaker: Aber eben anstatt das Spielfilm mäßig zu machen, habt ihr eben diesen Dokumentarfilm gemacht.

Speaker: Und um da mein Fazit zu ziehen oder unser Fazit hier in dem Podcast zu ziehen, würde ich sagen, ja, es ist absolut ein Film, den man gesehen haben muss.

Speaker: Ich hoffe, dass der weiter und lange diesen Anklang findet.

Speaker: Und ich finde eben auch da nochmal auf deinen vorherigen Film, den ich gesehen habe, den Autobahnfilm, habe ich das Gefühl, dass du dich so sehr mit Menschen und deren Schicksalen, jetzt auch nochmal mit Gänsefüßchen beschäftigst, um dann aber da eine Leichtigkeit und eben auch so eine humoristische Ebene zu finden.

Speaker: Da dann noch eine Frage, bevor wir dann zu deinem persönlichen Ebenen.

Speaker: Interview kommen.

Speaker: Gibt es denn schon Sachen, die du verraten kannst für dein nächstes Projekt?

Speaker: Noch nicht, aber das ist auf jeden Fall etwas, jetzt genau wieder mit diesen Facetten, die du gerade genannt hast.

Speaker: Also etwas mit

Speaker: ganz viel mitfühlen, Empathie Menschen zeigen, die in der Gesellschaft oft ein bisschen zu wenig Aufmerksamkeit bekommen oder ein Thema, was einfach gesehen werden sollte.

Speaker: Das wird es auf jeden Fall sein, aber mehr kann ich noch nicht dazu verraten.

Speaker: Schade.

Speaker: Möchtest du sonst noch etwas Abschließendes deinem Film sagen?

Speaker: Möchtest du etwas teilen, das du gelernt hast durch die Arbeit mit dem Film, vielleicht auch beim Abschluss oder jetzt mit der Kinotour?

Speaker: Ich habe durch den Film einen Einblick bekommen dürfen und natürlich einen kleinen Einblick und natürlich nur einen Ausschnitt in ein Berufswelt, in eine Lebensrealität von Kindern, die

Speaker: Lass mich auf die Berufswelt vielleicht eingehen, wo ich einen unglaublich großen Respekt habe.

Speaker: Du hast es gerade auch schon in Wörter gefasst, dass dieses Familienmitglied, was diese Menschen, die da arbeiten, alles leisten, das ist.

Speaker: Wahnsinnig.

Speaker: Das ist absolut krass, toll, wichtig, unersetzlich.

Speaker: Und wenn man dann guckt, in der Politik, wenn da jetzt in Berlin ist das jetzt ein Riesenthema, sogar deutschlandweit ist es ein Riesenthema, dass da wieder gekürzt werden sollte, auch vor allem in der Kinder- und Jugendhilfe.

Speaker: Und wo ich denke, nein, bitte nicht hier.

Speaker: Es ist so wichtig, es ist essentiell, es ist definitiv unkürzbar.

Speaker: Und das ist ja auch die Zukunft.

Speaker: Man investiert ja sozusagen in unsere Zukunft, wenn man sich darum kümmert, dass Kinder- und Jugendarbeit unterstützt wird und geleistet wird.

Speaker: Richtig.

Speaker: Also da gibt es tatsächlich auch Statistiken, die sagen, wenn man hier jede Euro, die man da jetzt investiert, zahlt sich später im Sinne dreifach aus.

Speaker: Ich weiß nicht genau die Statistik jetzt, aber wenn man es da nicht macht, dann wird es später.

Speaker: Wenn ein Teil von dieser Menschen erwachsen ist, wird es vielleicht teurer für die Gesellschaft, für die Steuerzahlerin.

Speaker: Also das ist, bitte, bitte nicht kürzen, denkt darüber nach.

Speaker: Und das ist auch natürlich, schaut bitte unser Film, ein Appell an alle Menschen, die da auch an die Hebel sitzen und in der Politik arbeiten, schaut unser Film, macht euch einen Einblick und versteht bitte, dass da nicht gekürzt werden sollte.

Speaker: Oh, wow.

Speaker: Lieber Daniel, vielen, vielen, vielen Dank.

Speaker: Ich freue mich total.

Speaker: Ich fühle mich so geehrt, dass wir zusammen diesen Film gesehen haben im Juni und du jetzt irgendwie bei mir hier im Podcast bist.

Speaker: Ich danke, danke, danke, danke.

Speaker: Wenn dir das nicht ausmacht, würde ich jetzt dir noch ein paar Fragen zu deiner Person stellen, damit vielleicht auch die Leute nochmal einen anderen Einblick bekommen von dir als Filmemacher.

Speaker: Sehr gerne und danke, dass ich zu Gast sein darf.

Speaker: Vom Grundschullehramt zum Film.

Speaker: Was hat dich denn eigentlich dazu inspiriert, Regie zu studieren und Regisseur, schwieriges Wort, es bleibt ein schwieriges Wort, Regisseur zu werden?

Speaker: Ich habe immer während Grundschulpädagogik und sozialer Arbeit, was ich in den Niederlanden studiert habe, habe ich schon immer so Medieninteresse gehabt.

Speaker: Also ich habe beim

Speaker: Beim Krankenhausfernsehen ehrenamtlich gearbeitet.

Speaker: Die hatten so ein kleiner Radio- und Fernsehsender für intern ins Krankenhaus und die hatten eine Kindersendung, da habe ich mitgewerkt.

Speaker: Und ich habe später beim Schülerfernsehen gearbeitet, als Redaktionsmitglied, also so eine Art von Sendung mit der Maus-Programm.

Speaker: Also ich war immer schon ein bisschen interessiert an... Wie heißt da der Originaltitel?

Speaker: Der Brett in die Bett Show, also der Spaß in dein Bett Show.

Speaker: So hieß diese Krankenhaus-Sendung.

Speaker: Und wo ich dann nach Berlin gekommen bin, habe ich ein Praktiker gemacht, Praktikum gemacht beim Offenen Kanal Berlin, was jetzt Alex Berlin heißt.

Speaker: Und die hat dann einen Bereich, der heißt Medienpädagogik.

Speaker: Und da habe ich dieses Wort Medienpädagogik zum ersten Mal begegnet.

Speaker: Bin da in der Weite gegangen, würde durch einen ganz tollen Mentor, Mischka Franke, würde ich unterstützt.

Speaker: Und der hat mich da erste Kontakte auch ermöglicht.

Speaker: Und so habe ich Jobs, angefangen zu jobben als Medienpädagoge in Berlin und Brandenburg, viel mit Jugendgruppen, also immer Affinität mit Pädagogik und jungen Menschen.

Speaker: Und daraus sind dann Produkte entstanden, was langsam Richtung Dokumentarfilm ging.

Speaker: Das ist so gewachsen.

Speaker: Am Ende waren das tatsächlich halbstündige Dokumentarfilme über bestimmte Themen, wo also Jugendlichen selbst gefilmt, selbst geschnitten, selbst moderiert und alles gemacht haben über ein bestimmtes Thema.

Speaker: Und dann habe ich mich irgendwann an der Filmschule beworben, weil ich dachte, ich probiere es mal, ich hatte Lust.

Speaker: Ich finde Dokumentarfilm schön und wurde angenommen.

Speaker: Habe dann Regie studiert in Potsdam-Babelsberg und durfte da das Fach erlernen.

Speaker: So, und jetzt lehrst du ja dort auch, richtig?

Speaker: Richtig.

Speaker: Ich bin inzwischen Dozent dort.

Speaker: Also ich war eine Weile aus der Schule raus nach dem Abschlussbuchstudium.

Speaker: Und dann konnte ich da jemanden vertreten und bin langsam so reingehört.

Speaker: rutscht als Dozent jetzt, als künstlerische Mitarbeiter und habe einen unglaublich großen Spaß und Freude daran, vor allem im Bachelor ist es, wo ich unterrichte, die jungen Regiestudierenden etwas über Dokumentarfilm beizubringen.

Speaker: Das ist natürlich toll.

Speaker: Und das ist ein sehr praktisches Studium.

Speaker: Es geht vor allem tatsächlich um das Machen von Erfahrungen und das Lernen vom Dokumentarfilmregiefach selber.

Speaker: Ja, und wahrscheinlich auch für Finanzierung und den ganzen...

Speaker: am liebsten nicht so viel Zeit miteinander verbringen muss, aber was ja wahrscheinlich auch viel Zeit in Anspruch nimmt.

Speaker: Gehört definitiv dazu.

Speaker: Vielleicht im ersten Jahr vom Studium noch nicht so ganz viel.

Speaker: Und es gibt auch, das ist ganz toll, in Potsdam an der Filmuniversität, es gibt ganz viele verschiedene Studiengänge.

Speaker: Also es gibt einen Studiengang Kamera, es gibt einen Studiengang Montage, wo man vier Jahre lang Filme schneiden lernt im Batschland.

Speaker: oder sich damit auseinandersetzt.

Speaker: Und es gibt den Studiengang Produktion.

Speaker: Und da geht das Wort finanziell, ich darf sofort, wahrscheinlich ab der ersten Unterrichtswoche ein Thema.

Speaker: Mit der Gefahr hin, dass du das jetzt auch nicht beantwortest, weil du wahrscheinlich vielleicht ja schon verwirklicht hast.

Speaker: Aber gibt es ein bestimmtes Thema oder eine Geschichte, die dir so präsent ist, dass du sagst, okay, ich möchte das einmal verwirklichen.

Speaker: Das wäre der nächste oder das größte Daniel-Projekt in Zukunft.

Speaker: Und ich werde nicht von dieser Welt gehen, bevor ich nicht dieses Thema oder diese Geschichte erzählt habe.

Speaker: Habe ich tatsächlich nicht.

Speaker: Aber es bleibt, dieses Wort Underdog fällt mir jetzt ein.

Speaker: Vielleicht ist das ein roter Faden durch die Filme, die ich bisher gemacht habe, dass es immer Menschen betrifft, die man nicht auf den ersten Blick vielleicht wahrnimmt oder sieht oder die in der Gesellschaft irgendwie nicht so ein großes Standing haben, als dass ich denke, dass es vielleicht sollte.

Speaker: Also das sind die Themen, die mich immer interessieren und ich hoffe immer mit meinen Filmen diese Menschen ein kleiner

Speaker: vielleicht eine kleine Statue zu geben und ein bisschen ein Spotlight drauf.

Speaker: Einmal auf die Bühne zu stellen.

Speaker: Genau, genau.

Speaker: Was bedeutet denn Dokumentarfilm für dich?

Speaker: Also du hast jetzt gesagt, also im Prinzip hast du es glaube ich gerade auch schon erwähnt, um zu sagen, okay, du möchtest einfach Leuten oder Themen einen Raum geben, weil du das Gefühl hast, dass die Gesellschaft dich so ein bisschen an den Rand drängt oder überhaupt nicht wirklich

Speaker: Aber Film ist ja eben auch was sehr breit gefächertes, aber trotzdem was so essentielles.

Speaker: Also wahrscheinlich definitiv für dich und mich.

Speaker: Ich hörte von Menschen, die sich nicht für Film interessieren und ich frage mich, was sie in ihrem Leben anfangen.

Speaker: Aber so sind die Menschen verschieden.

Speaker: Aber hast du eine persönliche Geschichte, wo du sagst, es musste irgendwie Film sein, weil...

Speaker: Ja, du ja auch sehr, sehr, sehr früh angefangen hast.

Speaker: Ich denke, dass der Kinodokumentarfilm was ganz Besonderes ist, was von unglaublich fassbarem Wert, dass man in ein...

Speaker: wunderbaren Raum sitzt im Dunkeln, gemeinsam mit anderen Menschen so ein Erlebnis hat, dass man 90 Minuten lang nicht auf sein Handy guckt, sogar das Handy im Flugmodus hat und eintaucht in eine Welt und dass man da mit allen Emotionen, die es gibt und ganz viel Empathie einfach 90 Minuten lang

Speaker: einsteigt und sich offnet für etwas.

Speaker: Das ist etwas Magisches, was Dokumentarfilm kann.

Speaker: Und das liebe ich.

Speaker: Und deswegen muss es unbedingt Dokumentarfilm sein.

Speaker: Was ist für dich da das Schönste an der Regie beim Dokumentar?

Speaker: Ich würde jetzt wahrscheinlich davon ausgehen, so nah an Menschen zu sein und die zu begleiten, also auch nochmal wegzukommen von im Prinzip Familie, was ja…

Speaker: warst du ja eben bei diesem Autobahn-Thema eben auch bei so vielen Charakteren mit dabei, die ja auch sehr, sehr eigen sind und hast die irgendwie eingefangen.

Speaker: Aber du trittst ja auch in die Beziehung mit den Menschen dann auch für die längere Geschichte.

Speaker: Also du bist ja nicht der Regisseur, der einfach sagt so, ich sage den Schauspielern, was sie zu machen haben und komme 8 Uhr morgens am Set und verlasse das Set dann um 19 Uhr, sondern du bist ja...

Speaker: Du als Mensch bist ja nicht nur Regisseur, sondern du bist ja dann persönlich eben da und baust da diese Beziehungen auf.

Speaker: Das ist wichtig.

Speaker: Und das ist, denke ich, tatsächlich das, was ich so schön finde an dem Beruf, den ich jetzt habe, dass ich das darf.

Speaker: Ich habe ja immer einen Vorwand, warum ich das darf, nämlich ich bin Filmemacher und schaue mir einen neuen Film oder darf ich mal.

Speaker: Und das ist so schön.

Speaker: Ich darf da...

Speaker: auf wildfremde Leute zugehen und fragen, ob ich für eine bestimmte Zeit Teil von deren Leben werden darf.

Speaker: Und das ist ein Privileg, das ist eine wunderschöne Sache und ich bin immer sehr offen und interessiert anderen gegenüber und das darf ich da ausleben.

Speaker: Das ist ein großes Geschenk und das klappt auch nicht immer, selbstverständlich und Leute haben Grenzen, selbstverständlich.

Speaker: Aber die Menschen, die man in meinen Filmen sieht, da hat es dann geklappt.

Speaker: Und das ist toll.

Speaker: Und daraus entstehen auch eine Art von Freundschaften.

Speaker: Mit vielen Menschen, auch aus dem Film Autobahn, stehe ich nach wie vor in Kontakt zum Beispiel.

Speaker: Und immer wieder, wenn ich da an den Ort vorbeifahre, halte ich kurz an und trinke kurz Kaffee mit der Herr und Frau Weihe und streichel den Dackel.

Speaker: Gibt es den noch?

Speaker: Den gibt es noch.

Speaker: Oh, wow.

Speaker: Da kurz die Anekdote, dass du, genau, es gibt dieses ältere Paar, das dieses wunderschöne Haus hatte, wo die große Autobahnzerstörung der Landschaft kam und sie haben einen Dackel und es gibt dieses Zitat, dass der ältere Herr dann eben sagt, ein Dackel hört immer halt nur nicht auf das erste Wort und die, die sich dann immer darüber lustig machen, dass es eine ältere Dackeldame ist und du dann fragst,

Speaker: Wie alt ist denn dieser Dackel?

Speaker: 13.

Speaker: Wie alt werden denn Dackel?

Speaker: 13.

Speaker: Und das freut mich irgendwie sehr, dass dieser Dackel eine Zeit älter geworden ist.

Speaker: Nein, nein, nein, nein.

Speaker: Der Dackel ist tatsächlich gestorben.

Speaker: Es gibt einen neuen Dackel.

Speaker: Ach so, okay, dann habe ich das bisschen gestanden.

Speaker: Im Film sieht man die, ganz später sieht man die auch gut im Film, die taucht mini-gutes auf und dann diesen Dackel gibt es noch sozusagen.

Speaker: Okay, es gibt einen neuen Dackel.

Speaker: Der 13-Jährige ist tatsächlich 13 geworden.

Speaker: Okay, okay.

Speaker: Trotzdem sehr, sehr entzückend.

Speaker: Dass du eben auch so, dass du es gespürt dafür hast, so kleine...

Speaker: Geschichten da noch mit einzubringen.

Speaker: Und plötzlich ist dann dieser Dacke der Protagonist, der so im Kopf bleibt.

Speaker: Das ist total schön.

Speaker: Ist auch dokumentarisches Glück, was so was Schönes ist im Dokumentarfilm.

Speaker: Dass man in einem Filmskript für einen Spielfilm schreibt, man schreibt das Drehbuch, man kann sich alles ausdenken.

Speaker: Und bei Dokumentarfilmen wird man oft überrascht.

Speaker: Und dazu muss man aber offen sein.

Speaker: Als gesamtes Filmteam muss man dafür offen sein.

Speaker: Auch Ton und Kamera müssen...

Speaker: Diese Offenheit mitbringen und das finde ich eine der ganz schönen Sachen im Dokumentarfilm, dass das passiert immer, dokumentarisches Glück.

Speaker: Und genau die Szene mit dem Dackel, wie alt ist sie 13, das war so eine Sache, die kann man ja nicht planen.

Speaker: Das passierte und das ist eine goldene Szene im Film jetzt.

Speaker: Aber nicht nur offen, sondern eben auch geduldig, oder?

Speaker: Also ihr müsst ja dann einfach auch sagen, okay, wir packen jetzt die Kamera hier hin und die läuft.

Speaker: Und dann läuft sie.

Speaker: Und die läuft aber auch, selbst wenn nichts passiert.

Speaker: Und dann gibt es dann eben diesen Fuchs in im Prinzip Familie, der dann da ist und für mich einfach so total präsent und eben dieses...

Speaker: Diese Natur nochmal zeigt schon dieses Lebendige, was eben dazwischen noch passiert.

Speaker: Also obwohl dieser Hauptfokus bei mir auf dieser Wohngruppe ist, geht aber das Leben noch drumherum weiter.

Speaker: Und es ist alles irgendwie trotzdem in einem sehr schönen Einklang.

Speaker: Das nochmal kurz aus meiner Erinnerung.

Speaker: Daniel, die letzten zwei Fragen, die letzte Frage, die haben wir jedem schon gestellt, der hier einmal Gast war und zwar, welchen Rat würdest du den Menschen geben, die in deine Fußstapfen treten wollen, die auch Filmemacher werden wollen?

Speaker: Hast du da etwas, was du Leuten gerne mit auf den Weg geben würdest, würdest wollen?

Speaker: Es ist vielleicht zu naheliegend, aber ich finde immer dieses Wort Instinkt oder Bauchgefühl so gut und so wichtig.

Speaker: Und was ich jetzt sehr oft selbst schon erfahren habe, dass ich aus bestimmten Einflüssen oder auch productionellen Gründen, mehr gab es bestimmte, wie sage ich das jetzt,

Speaker: Regeln oder Sachen oder habe ich mich gegen etwas entschieden oder für etwas entschieden und dann sitzt man im Schneideraum und dann kommt... Also, ich fasse mich nicht so gut zusammen, Entschuldigung, aber dieses Wort Bauchgefühl ist für mich, das ist etwas, was ich gerne auch die Studierenden hier an der Filmuniversität gerne mitgebe.

Speaker: Also,

Speaker: Auch was die Teamzusammenstellung angeht, zum Beispiel, was ja an der Filmuniversität ein großes Thema ist, um mit vielen Gewerken zusammenzuarbeiten, das Bauchgefühl da was ganz Wichtiges ist und dass man sich auch trauen darf, darauf zu vertrauen.

Speaker: natürlich im Rahmen der Möglichkeiten, aber das ist was Essentielles und das finde ich voll schön bei Dokumentarfilmen, auch Bauchgefühl was Protagonistinwahl, Protagonistinnenwahl.

Speaker: Wer wird jetzt Protagonistin in meinem Film?

Speaker: Ja, nein, da gibt es natürlich formelle Gründe und das kann man alles so faktisch und pragmatisch angucken, aber denke auch an das Bauchgefühl und mit wem habe ich einen persönlichen Klick, wo funkt es und wo nicht und das wäre für mich ein Punkt, was ich gerne anderen Leuten immer mitgebe.

Speaker: Also eben offen, geduldig zu sein und eben sich auch inspirieren zu lassen, um dann zu sagen, oh, ich...

Speaker: hatte gedacht, dass das irgendwie am Anfang das ist, aber irgendwie läuft das jetzt mehr in eine andere Richtung und ich verlasse mich jetzt darauf und ich gehe jetzt einfach diesen Weg mal mit oder nehme die Welle mit.

Speaker: Genau, weil es sich gut anfühlt und weil ich da ein gutes Gefühl habe, um dann das einfach zu machen und dann die Pläne ein bisschen, aber der Möglichkeit vielleicht umzuwerfen.

Speaker: Nehmen deine Studierenden das auf?

Speaker: Also können die damit was anfangen?

Speaker: Und fühlen sie dich dann ermutigt oder eher verunsichert?

Speaker: Ich hoffe, sie fühlen sich ermutigt.

Speaker: Das ist natürlich auch die Art und Weise, wie man unterrichtet.

Speaker: Und ich bin nicht ein Dozent, der vor einer Klasse steht und lektoriert.

Speaker: Wie sagt man das?

Speaker: Lektoriert ist das falsche Wort gerade.

Speaker: Du verstehst doch, was ich meine.

Speaker: Ich will, dass die Erfahrungen machen.

Speaker: Und ich finde, Erfahrungen machen ist das Wichtigste, um im Fach zu lernen.

Speaker: Wir haben hier in Potsdam ganz viele kleine Übungen etabliert, die die Studierenden in verschiedensten Konstellationen machen.

Speaker: wo sie dann Erfahrungen sammeln und darüber reflektieren und dadurch zu Erkenntnissen kommen.

Speaker: Und dieses Reflektieren passiert immer eigentlich im Gruppenprozess, also immer mit der gesamten Regie-Klasse, damit alle was daraus schöpfen können und daraus was lernen können.

Speaker: Und das ist sozusagen mein pädagogischer Ansatz, sehr wichtig finde.

Speaker: Ja, wie gut, dass du das vorher mitgenommen hast, bevor die Filmbranche dich in die Fang genommen hat.

Speaker: Dann kommen wir natürlich zu deinen Empfehlungen.

Speaker: Gibt es Filme und Serien, die du einmal empfehlen wollen würdest, um zu sagen, hier für eure Letterboxd gibt es etwas für die Watchlist?

Speaker: Ah, ja.

Speaker: Auf jeden Fall.

Speaker: Ich würde sagen, der Film Fassaden, der Dokumentarfilm Fassaden von Alina Siranek, den würde ich euch tippen.

Speaker: Das ist ein großartiger, teils hybrider Dokumentarfilm.

Speaker: Es geht über ein schweres Thema, häusliche Gewalt.

Speaker: Und Alina hat das so gut und so klug und präzise aufgearbeitet.

Speaker: Und es gibt eine fantastische, künstlerische Ebene in diesem Film, nämlich ein

Speaker: temporärer Tanz und moderner Tanzebene.

Speaker: Der Film hat mich echt die Augen geöffnet für viele Themenbereiche innerhalb dieses Thema und kann ich euch sehr empfehlen.

Speaker: Also der wird bestimmt noch hier und da mal in den Kino laufen und bald bestimmt auch irgendwie streambar sein.

Speaker: Cool.

Speaker: Vielen, vielen Dank.

Speaker: Daniel, ich, Gott, ich werde das die ganze Woche mitnehmen.

Speaker: Ich freue mich total.

Speaker: Ich danke dir.

Speaker: Ich danke dir für deine Arbeit.

Speaker: Ich danke dir für deine Zeit.

Speaker: Ich wünsche dir und euch in der Film-Uni alles, alles Gute und dass da tolle, tolle, tolle Dokumentarfilme entstehen.

Speaker: Und ich freue mich auf dein nächstes Projekt.

Speaker: voll vielen lieben Dank, dass ich zu Gast sein darf.

Speaker: Danke für das wunderbare Gespräch.

Speaker: Dann schauen wir mal, wann wir uns das nächste Mal sprechen.

Speaker: Wunderbar im nächsten Film vielleicht.

Speaker: Das war Muss man gesehen haben mit Emilia Bernsdorf und Bastian Fischer.

Speaker: So, das Urteil ist gefallen.

Speaker: Wie Forrest Gump sagen würde, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen.

Speaker: Man weiß nie, was man kriegt.

Speaker: Genau wie bei Filmen.

Speaker: Manchmal ein Treffer und manchmal... Reden wir lieber nicht drüber.

Speaker: Und jetzt kommt der Teil, wo wir euch brauchen.

Speaker: Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns eine Bewertung da.

Speaker: Kommentiert, schreibt uns, sagt uns eure Meinung.

Speaker: Wir lesen wirklich alles.

Speaker: Auf Instagram findet ihr uns auch.

Speaker: Hinter den Kulissen, mit Kino-News und gelegentlich auch Fotos von uns.

Speaker: Wie Schwarzenegger schon sagte, I'll be back.

Speaker: In unserem Fall, we'll be back.

Speaker: Bis in zwei Wochen mit dem nächsten Film.

Speaker: Tschüss.

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