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S4-03: Healing Architecture – warum Raumgestaltung über den Erfolg deiner Praxis entscheidet (mit Thomas Abendroth)

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Speaker: Gartenseitigen Patientinnen wurden einfach früher entlassen.

Speaker: Also der Raum hat schon eine Auswirkung auf den Prozess, der in dem Raum passiert.

Speaker: Wenn man zum Beispiel jetzt mit einem Geldkoffer in ein Finanzinstitut reingeht, und das schaut so aus, würde man wahrscheinlich am Absatzkehr machen und heimgehen.

Speaker: Aber mit der eigenen Gesundheit, was eigentlich das höchste Gut ist, geht man in eine Asspraxis rein, Kassenarzt, die runtergekommen ist.

Speaker: Warum soll man die eigene Professionalität unter einen Schemel darunter stellen?

Speaker: Weil man sich ein bisschen Geld sparen will.

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Hashtag Praxis, dem Podcast für selbstständige Therapeutinnen mit Tipps und Tricks zur erfolgreichen Praxisführung.

Speaker: Mein Name ist Adela Inzinger.

Speaker: Durch meine Arbeit bei AppointMed und unserem Online-Magazin Hashtag Praxis spreche ich täglich mit Therapeutinnen, die ihre Praxis verbessern und sich weiter optimieren möchten.

Speaker: In der heutigen Folge geht es darum, deine Praxis spricht noch bevor du es tust.

Speaker: Die Farben, das Licht, der Geruch beim Reinkommen in deine Räumlichkeiten, all das sendet Signale noch bevor du ein einziges Wort gesagt hast.

Speaker: Und mein heutiger Gast hat genau das zu seinem Beruf gemacht.

Speaker: Diplom-Ingenieur Thomas Abendroth, Architekt und Ziviltechniker, Gründer von MedLaunch,

Speaker: Und Experte für Praxisgestaltung.

Speaker: Er hat sich über 30 Jahre auf die Gestaltung von Arzt- und Therapiepraxen spezialisiert.

Speaker: Er ist Lektor an der TU Wien und Vortragender bei der Ärztekammer Wien.

Speaker: Und er weiß wie kein zweiter, ein gut gestalteter Praxisraum ist das erste Behandlungsinstrument.

Speaker: Ja, und heute sprechen wir über Healing Architecture, was das konkret bedeutet, wie die Digitalisierung unsere Räume verändert und was man mit kleineren Budget sofort umsetzen kann.

Speaker: Herzlich willkommen, Herr Abendroth.

Speaker: Hallo.

Speaker: Hallo, herzlich willkommen auch aus Wien vom Naschmarkt.

Speaker: Sprechen wir jetzt gleich mal über unser Hauptthema, da, wo Sie auch der Experte dazu sind, Healing Architecture.

Speaker: Das klingt erstmal sehr akademisch.

Speaker: Was kann man sich darunter vorstellen?

Speaker: Was bedeutet das denn ganz praktisch?

Speaker: Healing-Architektur, das kommt eigentlich auch aus dem Krankenhausbereich.

Speaker: Man hat Untersuchungen gemacht, dass Patientinnenzimmer, die straßenseitig sind, und hat verglichen mit Patientinnenzimmer, die gartenseitig sind.

Speaker: Und die gartenseitigen Patientinnen wurden einfach früher entlassen.

Speaker: Also der Raum hat schon eine Auswirkung auf den

Speaker: Prozess, der in dem Raum passiert.

Speaker: Und das kann man sich natürlich zunutze machen in der Raumgestaltung für soziale Bereiche und für Arztpraxen, für Therapieinstitutionen.

Speaker: Farben, Materialien, die Kombination davon, das Licht und auch, sie haben Geruch angesprochen, oder auch zum Beispiel, wenn man wertige Materialien verwendet, das zeugt auch von Respekt für die Klientinnen, die einen besuchen, denen man helfen möchte.

Speaker: Natürlich das Wichtigste ist Therapeut und Therapeutin.

Speaker: Das ist das ganz Wichtigste und das Personal.

Speaker: Aber auch die haben ihre Grenzen, menschliche Grenzen.

Speaker: Aber der Raum kann unterstützen.

Speaker: Das, was man von Raumseite dazu tun kann, das sollte man ausnützen.

Speaker: Und hier sollte man dann auch entsprechend Experten beiziehen.

Speaker: Das ist eine Spezialdisziplin, die zunächst einmal einen optimierten Grundriss liefern muss.

Speaker: Zum Arzt geht man ja auch zum Experten und nicht zum was auch immer.

Speaker: Auf jeden Fall.

Speaker: Bevor wir darauf zu sprechen kommen, was denn jetzt eine gut gestaltete Ordination und Therapiepraxis ausmacht, möchte ich noch kurz auf den Punkt zu sprechen kommen, den Sie vorher erwähnt hatten, mit gewissen

Speaker: Studien, die eben auch zum Thema Healing Architecture durchgeführt worden sind, wo man einfach diesen Unterschied merkt, wenn eine Patientin oder ein Patient einfach ins Grüne schaut, wo wir wieder diesen Farbaspekt haben, statt auf ein Betongrau oder gewisse andere Trialien, Lichteinfall.

Speaker: Infos zu den Studien verlinken wir hier auch noch in den Show Notes beziehungsweise dem Hashtag Praxisartikel, wo man alles nochmal findet.

Speaker: Die Konsequenz daraus ist einfach, dass die Patientinnen weniger Zeit dann in der Praxis benötigen, dass Schmerzmittel gesenkt werden, dass einfach dieser Heilungsprozess wirklich gesteigert wird, einfach durch diese Konstellationen der einfachen Einflüsse, die im Raum mitgestaltet werden.

Speaker: Darf ich da was dazu sagen?

Speaker: Sie haben sehr viel Wahres gesagt und ich möchte einfach mal ganz deutlich betonen, die Raumgestaltung ist ein wirtschaftlicher Faktor.

Speaker: Es wird immer vielfach gesagt, ja, die Gestaltung, das ist unwichtig, weil wir haben einen Kassenvertrag und die Leute kommen sowieso und das stimmt einfach nicht.

Speaker: Wenn eine Patientin in einem Warteraum sitzt und länger warten muss als ausgemacht, dann beginnt eine gewisse Unzufriedenheit.

Speaker: Wir machen Räume, wir haben schon Rückmeldungen gehabt, das ist ja wie im Fünf-Stern-Hotel.

Speaker: Und wenn man jetzt länger warten muss und in einem angenehmen Ambiente ist, das gut gestaltet ist, das Professionalität ausatmet, dann wird der Patient, die Patientin einfach nicht so ungehalten sein oder wird länger durchhalten.

Speaker: Das wirkt sich aufs Personal aus und das wirkt sich auf das Betriebsergebnis aus.

Speaker: Wir haben gehört, Healing Architecture, wenn die Patientinnen gartenseitig ins Grüne schauen und früher entlassen werden aus dem Krankenhaus, wenn man weiß, was ein Tag im Krankenhaus kostet, das ist bares Geld.

Speaker: Dann zu sagen, die Innenarchitektur ist Luxus, braucht man nicht, kostet viel Geld, ist nicht richtig.

Speaker: Es hat eine Verkettung und schlägt sozusagen in alle Richtungen, Wellen natürlich.

Speaker: Luxus versus Notwendigkeit, da werden wir vielleicht auch nochmal kurz dazu zu sprechen kommen.

Speaker: Jetzt konkret aus Ihrer Erfahrung, was ist denn eine gut gestaltete Ordination oder Therapiepraxis, worauf kommt es denn wirklich an?

Speaker: Naja, das Wichtigste habe ich ja schon gesagt, also ein logistisch optimierter Ordinationsgrundriss.

Speaker: Das ist einmal das Allerwichtigste, das ist die Basis.

Speaker: Und darauf aufbauend ist dann wichtig, dass die Patientinnenbedürfnisse befriedigt werden, nämlich eben Sicht nach draußen, Schutz der Privatheit, Tageslicht, eine gute Akustik.

Speaker: Je besser die Aufenthaltsqualität im Wartezimmer, desto reibungsfreier verläuft der Praxisalltag.

Speaker: Die gut gestaltete Praxis, ich habe schon wertige Materialien angesprochen, da geht es jetzt nicht darum, teure Dinge einzukaufen und dort zu verbauen, sondern es geht darum, die Dinge zu kombinieren.

Speaker: Es gibt Industrieprodukte wie Boden, Leder, Schichtstoffplatten, Rohstoffe,

Speaker: Holz und die geschickte Kombination zu einem harmonischen Ambiente, das macht dann die Raumgestaltung aus.

Speaker: Und da kann man dann Atmosphäre schaffen.

Speaker: Also man braucht nicht den berühmten goldenen Wasserhahn, um eine Gestaltung zu erzeugen, sondern es geht einfach, das Vermögen mit Farben, Materialien und Proportionen umgehen zu können.

Speaker: Das ist das Wichtigste.

Speaker: Und das kriegt man halt bei Experten und Expertinnen.

Speaker: Und wir machen das schon seit, wie Sie schon gesagt haben, 30 Jahren.

Speaker: Da ist ein gewisses Repertoire schon vorhanden mittlerweile.

Speaker: Wenn ich das jetzt so höre, gerade die letzten Kombinationsfaktoren, sowas wie eben Materialien, Proportionen, Farben, sind das Dinge, die in den Praxisräumen sehr oft unterschätzt werden oder vielleicht am Anfang bei neuen Praxisbauten oder Umbauten vielleicht schneller mal unterschätzt werden, wenn man das nicht so im Blick hat?

Speaker: Naja, viele machen es ja auch selber, die Gestaltung, und sind aber auch nicht in der Lage, das einzuschätzen.

Speaker: Sie haben nicht den Blick dafür.

Speaker: Es ist ja auch eine Mode, es gibt Moden, und wenn man glaubt, dass man irgendwas macht, was in der Mode reinfällt, dann ist das auch gut.

Speaker: Wir machen zum Beispiel die Farbgestaltung so in allgemeinen Bereichen, Wartebereichen, Empfangs,

Speaker: sind wir auf der warmen Seite.

Speaker: Patientinnen kommen mit einem Problem und sollen sich zunächst einmal aufgehoben fühlen.

Speaker: Sie sollen Sicherheit verspüren und Geborgenheit und Professionalität.

Speaker: Dann warten sie da und wenn es dann aber zur Behandlung geht, dann sind die kühlen Farben dran.

Speaker: Weil man möchte ja nicht, dass das Gemütliche in den Behandlungsbereich reingetragen wird.

Speaker: Dafür geht es zur Sache, da wird behandelt und das schafft auch Vertrauen.

Speaker: Diese Kombination aus Vertrauen, aber auch Effizienz für beide Seiten, sowohl für die Patienten als auch für die Behandlerin oder Behandler.

Speaker: Wenn es jetzt zum Beispiel um psychotherapeutische Einrichtungen geht, dann ist es auch ganz, ganz interessant, vielleicht wie Farben auch auf das Gespräch wirken.

Speaker: Ich war neulich mal in einer Einrichtung, da war der Raum interessant gestaltet mit einer androzitfarbenen Wandfarbe, also nahezu schwarz.

Speaker: Und das Fenster war nicht übermäßig groß, es hat interessant ausgesehen.

Speaker: Also als Architekt finde ich einen schwarzen Raum ganz interessant.

Speaker: Aber wenn jetzt dort zum Beispiel jemand mit Depressionen Gespräche führen muss

Speaker: Und wir sind dann aber in ein anderes Zimmer gegangen und das war eine große Verglasung mit Blick ins Grüne und das war ein lindgrün ausgemalter Raum.

Speaker: Das hat einfach eine große Auswirkung, die Farbgestalt.

Speaker: Oder ich war mal in Mönchengladbach, war das ein Museum von Hollein.

Speaker: Und da gab es einen Besprechungsraum, der war in Orange und Rot gehalten.

Speaker: Und ich habe körperlich gespürt, wie ich aggressiv werde.

Speaker: Bei Rot und Orange, da war auch der Teppichboden und die Wände.

Speaker: Und man kommt, glaube ich, da sehr schnell in eine Diskussion rein in so einem Raum.

Speaker: Und dann gab es noch in dem gleichen Museum einen Vortragsraum, der war in Lindgrün.

Speaker: Da habe ich dann dazu geneigt, einzuschlafen.

Speaker: Also was Farben für Auswirkungen haben.

Speaker: Und das kann man sich zunutze machen.

Speaker: Es gibt zum Beispiel einen Rosaton, den setzt man in Amerika ein im Strafvollzug.

Speaker: Wenn Häftlinge randalieren, kommen die in so eine rosa Zelle rein.

Speaker: Und dann geht der Puls runter und ja...

Speaker: Verstehe.

Speaker: Also starke Hebel hier, je nachdem, was der Sinn und Zweck sein soll, kann man entsprechend auch die Farbe einsetzen.

Speaker: Welche Erfahrungen haben Sie oder das Team auch mit anderen Elementen, ob das jetzt ist, dass man die Patientinnen in einer großen Praxis durch Markierungen sicher auch anleitet oder durch Veränderungen?

Speaker: Schalldichtungen, wenn es viele Behandlungsgeräte gibt, die sehr schrille Töne ausgeben, dass man das ein bisschen dämpft.

Speaker: Kann man da auch zwei, drei noch aufzählen, wo man vielleicht nicht gleich dran denken würde, aber etwas viel ausmachen könnte.

Speaker: Naja, die Orientierung ist ein ganz wichtiger Faktor, weil die Menschen kommen in der Regel in eine Behandlungsstätte und sind das erste Mal dort.

Speaker: Also die Orientierung kann man schon mal durch einen gut gemachten Grundriss vereinfachen.

Speaker: Übersichtlichkeit, man kommt rein, man sieht sofort den Empfang, man sieht sofort den Warteraum, man sieht sofort auch die Toilette.

Speaker: Das sind die wichtigen Dinge zunächst einmal vereinfachen.

Speaker: für die Patientinnen und dann geht es weiter, wo muss ich hin?

Speaker: Ordination 1, 2, 3.

Speaker: Durch einen guten Grundriss und auch durch klar erfließbare Raumelemente kann man das auch ohne Beschilderung schon mal sehr gut lösen.

Speaker: Die Beschilderung kommt dann natürlich auch noch dazu, aber wenn ich jetzt sicher einen Raum habe, der sich nicht erschließt von selber, dann bin ich auf die Schilder wirklich angewiesen.

Speaker: Und dann haben Sie, glaube ich, noch die Akustik angesprochen.

Speaker: Also zum Beispiel, wenn man zum Zahnarzt geht, da geht es um kurzfristige Angst vor Schmerzen, weil es meistens nicht um lebenswichtige, bedrohende Sachen geht.

Speaker: Und da kann man natürlich, wenn man durch eine Musik zum Beispiel das Geräusch des Zahnarztohres maskieren würde, dass das bringt was oder Gerüche, dass man Gerüche wegbekommt, da kann man auch viel machen für Ablenkungssorgen.

Speaker: Nur ganz kurz Werbung in eigener Sache.

Speaker: Dieser Podcast wird dir präsentiert von AppointMate, der unkomplizierten Praxissoftware für Therapeutinnen.

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Speaker: Interessiert?

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Speaker: Und jetzt zurück zum Interview.

Speaker: Jetzt haben wir auch kurz angesprochen am Anfang, und wir leben im Zeitalter der Digitalisierung, sind voll angekommen, dass auch dieses Thema einen Einfluss darauf hat, wie die Anforderungen an Praxisräumlichkeiten, an Ordinationen sich entwickelt hatten.

Speaker: Also ich spreche jetzt von mehr Telemedizin, Telemedizin.

Speaker: Digitalen Anmeldungen, Online-Terminbuchungen, die KI, also dieses ganze digitale Entwicklung, was sich ja in den letzten Jahren etabliert hat, auch im Gesundheitsbereich, das merken wir auch ja sehr stark.

Speaker: Was haben Sie denn da für Erfahrungen?

Speaker: Ja, also es ist noch nicht etabliert.

Speaker: Es ist gerade dabei, sich zu etablieren.

Speaker: Unaufhaltsam natürlich.

Speaker: Wir haben es natürlich in ärztlichen Einrichtungen viel mit alten Menschen zu tun.

Speaker: Es wird also zeitversetzt, auch in der Arztpraxis Einzug halten.

Speaker: Also wir tun in jeder Ordination die Self-Check-In, LAN, Steckdosen und Positionen schon mal einbauen, dass man das nachrüsten kann.

Speaker: Teilweise gibt es das schon.

Speaker: Wird den Empfang entlasten?

Speaker: weil Empfang ist auch immer der Punkt in der Orde, wo es dann mal zu viel wird.

Speaker: Also ich habe eine Ordination, die haben 500 Patientinnen pro Tag und da kann man mit architektonischen Mitteln nicht mehr viel machen.

Speaker: Das geht dann nur mal mit der Digitalisierung, indem man zum Beispiel eben diese Selbstterminisierung ausbaut und Self-Check-Ins macht oder App-Lösungen, wo man schon im Vorfeld die Patientendaten eingeben kann,

Speaker: Also die ganzen Empfang entlasten.

Speaker: Und Telemedizin, das ist auch, also speziell in Skandinavien, Schweden wird sehr eingesetzt, weil Schweden ist ein großes Land mit wenig Einwohnern und großen Distanzen.

Speaker: Da setzt sich das schneller durch als bei uns.

Speaker: Wir haben eine sehr gute Versorgung, auch flächendeckend.

Speaker: Es bringt auch viel Entlastung, auch für die Krankenhäuser, weil die

Speaker: da Patientinnen früher entlassen werden können und mit der Telemedizin nach Versorgung sehr gut behandelt werden können.

Speaker: Wichtig ist halt schon, dass sich Arzt und Patient doch zunächst einmal treffen und dann kann es für telemedizinische Maßnahmen gesetzt werden.

Speaker: Und auch dafür räumlich gesehen,

Speaker: braucht man künftig dann auch zumindest einen Raum, wo man Telemedizin stattfinden kann.

Speaker: Wobei da, glaube ich, die Qualität der Übertragung und des Hintergrundes sehr, sehr wichtig ist.

Speaker: Also speziell eigentlich auf Patientenseite, weil wenn der Arzt oder Ärztin einen Patienten anschaut, der schaut sich die ganzen Menschen an.

Speaker: Wie ist die Mimik?

Speaker: Die Augen, das gehört, glaube ich, perfektioniert.

Speaker: Ich glaube auch, dass es in Ortschaften dann auch so Stellen gibt, wo man hingehen kann und dort die Telemedizin nützen kann.

Speaker: Also, dass die Patientinnen in einen Raum gehen, der perfekt hergerichtet ist für ein Telemedizin-Setting und dann kann man mit dem Arzt sprechen.

Speaker: Das sind schon einmal ein paar gute Schritte in die Richtung und ich kann auf jeden Fall von uns erzählen, dass wir als Praxissoftware ja da schon ein Stück weit in kleineren Gruppenpraxen oder vielleicht auch bei Einzeltherapeutinnen diese Entwicklungen schon sehen.

Speaker: Sei es jetzt zum Beispiel seit dem ersten Lockdown, dass wir innerhalb von zwei bis drei Wochen unsere eigene Videosprechstundenlösung integriert haben, um einfach so eine Online-Sprechstunde zu ermöglichen überhaupt.

Speaker: Da bekommen wir sehr, sehr viel Feedback, dass das eine tolle Lösung ist für alle, die Patientinnen haben, die zum Beispiel den eigenen Raum oder das Haus nicht verlassen können.

Speaker: Ja, und eben diese ganzen Digitalisierungsthemen wie die Dokumentation, die Verrechnung, alles digital mit ein paar Klicks, beziehungsweise ich kann meinen Patientinnen schon vorab einen digitalen Anmeldebogen schicken, dass sie mir das alles ausfüllen und das auch.

Speaker: Zeit spart, Papier spart, ich keinen Ordner mehr brauche im Raum.

Speaker: Einfach diese vielen, vielen kleinen Stellschrauben, die ja alle darauf einzahlen, dass ich weniger Prozessarbeit habe, aber hier auch ein modernes Standing habe und die Patientinnen dort abholen, wo es ihnen auch am bequemsten ist.

Speaker: Das vielleicht noch von unserer Seite hier als Einblick.

Speaker: Ja, das ist toll, dass es eben Softwarehersteller gibt, die Schnittstellen haben und schon vorbereitet sind.

Speaker: Das ist nicht selbstverständlich.

Speaker: Ja.

Speaker: Viele sagen, ich leiste mir jetzt die Praxissoftware, vielleicht bin ich sehr preissensibel und weiß, okay, das ist eine Investition, aber dann auch wieder das Thema wirtschaftliche Notwendigkeit und hier möchte ich wieder zum Thema Raumgestaltung dazukommen, um einfach nochmal die Frage zu besprechen.

Speaker: Ob eine schön gestaltete Praxis heutzutage denn wirklich Luxus ist oder eben eine wirtschaftlich begründete Notwendigkeit?

Speaker: Was sagen Sie?

Speaker: Ja, was soll ich sagen als Architekt?

Speaker: Also unser Beruf als Architekt ist einmal Ordnung zu schaffen und optimale Bedingungen zu legen für ärztliches Handeln und auch das Zusammenwirken von Patientinnen, Personal,

Speaker: Das ist einmal unsere Aufgabe und es gehört auch dazu, das zu gestalten, diese Begegnungsorte.

Speaker: Das ist unser Beruf.

Speaker: Und wenn dann jemand kommt und sagt, wir sollen unseren Beruf nicht wahrnehmen, das brauchen wir nicht, das reicht, wenn alles weiß ist und wir stellen dann Möbel rein und so weiter, dann sagen wir, okay, macht es so.

Speaker: Aber es ist nicht klug, weil es wirtschaftlich schon eine Relevanz hat, ob die Patientinnen, wenn sie ein bisschen länger warten müssen, dann unzufrieden werden oder den Raum verlassen.

Speaker: und zu einem anderen Arzt gehen.

Speaker: Ich mache es jetzt schon einige Zeit.

Speaker: Es war schon so, dass die ärztlichen Ordinationen, die Kassenordinationen, da hat man sich schon gewundert, wie das dort ausschaut, dass man Vertrauen hat, dass einem der Arzt auch wirklich behandeln wird.

Speaker: Wenn man zum Beispiel jetzt mit einem Geldkoffer

Speaker: in ein Finanzinstitut reingehen, das schaut so aus, würde man wahrscheinlich am Absatzkehrt machen und heimgehen.

Speaker: Aber mit der eigenen Gesundheit, was eigentlich das höchste Gut ist, geht man in eine Asspraxis rein, Kassenarzt, die runtergekommen ist.

Speaker: Also ich war schon in den tollsten Sachen, wo der Kleiderständer auf Halbmast war und hygienische Bedingungen, die man sich gar nicht vorstellen kann, überall Sachen auf Kästen oben vollgeräumt und es hat sich jetzt gewandelt, weil wir

Speaker: Jetzt haben dann eben zunehmend die Wahlerztinnen angefangen, schöne Orte zu machen und auch die Kassenärzte, also die Zeit ist vorbei.

Speaker: Und es gibt dann Konkurrenzkampf trotz allem und Patientinnen sind wählerischer.

Speaker: Das ist auch der erste Eindruck, weil wenn man einen Termin bucht, man geht auf die Website, meistens sieht man ja die Räume nicht, wird auch einen Grund haben, ja.

Speaker: Aber wenn jetzt zum Beispiel eine Ärzte eine tolle Orde hat, dann kommt das natürlich auf die Website.

Speaker: Was auch ganz wichtig ist zum Beispiel ein Profifoto, ein Profiporträt.

Speaker: Da wird ja auch gespart.

Speaker: Da wird ein Handyklick gemacht.

Speaker: Das Porträt von einer Ärzte, von einem Arzt auf der Website ist das Wichtigste überhaupt.

Speaker: Das gehört ein Profibild hin.

Speaker: Bei der Architektur ist das gleiche.

Speaker: Wir können auf jeden Fall sagen, dass das eine Investition ist.

Speaker: Und wenn man sich dann anschaut,

Speaker: Weiterempfehlungsrate, Patientinnenbindung, eben was wir vorher kurz besprochen hatten, oder einfach auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden in der Gruppenpraxis.

Speaker: in der Ordination, die tagtäglich auch ein- und ausspazieren, das macht ja auch etwas mit einem, wenn man so viel Zeit da drinnen verbringt.

Speaker: Ich möchte es ja dann auch schön haben, wenn ich dort oft bin.

Speaker: Könnte man sagen, was denn die minimale Investition ist, die sich auszahlt?

Speaker: Oder wenn ich jetzt ein oder zwei Dinge nur gleich mal als erstes vorab optimieren müsste, wo würde ich da die Priorität legen?

Speaker: Das ist schwer zu sagen, weil ich ja jetzt nicht weiß, dass es in jeder Ordination eine andere Ausgangsbasis ist.

Speaker: Es gibt Ärztinnen, die bestehende Ordinationen übernehmen, die vielleicht vor 30 Jahren von einem Profi geplant wurden, wo der Grundriss funktioniert.

Speaker: Vielleicht nicht mehr ganz so nach heutigen Besichtspunkten, aber doch.

Speaker: Und wo halt der Stil der 80er Jahre da ist.

Speaker: Also da könnte man hergehen und einfach die Oberflächen erneuern.

Speaker: Empfangspult wahrscheinlich, das würde man austauschen müssen und solche Sachen.

Speaker: Aber die Beleuchtung ist dann vielleicht auch noch alt.

Speaker: Früher hatten wir so Spiegelrasterleuchten mit Leuchtstoffröhren und heute ist alles LED, viel zarter, schlanker, besser.

Speaker: Die billigste Investition mit Farben und Licht kann man sehr, sehr viel machen.

Speaker: Jetzt ist es natürlich so, es macht einen Unterschied, ob es jetzt eine große Ordination, Gruppenpraxis, Arztpraxis mit vielleicht 20, 30 oder mehr auch Behandelten ist oder ob jetzt eine Therapeutin oder vielleicht zwei, 30 zusammengeschlossen haben und eine kleine Praxis gründen.

Speaker: Kann man das irgendwie sagen, was jetzt zum Beispiel kleinere oder neuere Praxen von größeren Ordinationen lernen können oder sich als Tipp mitnehmen können, auch aus der langjährigen Erfahrung, was auch euer Team gesehen hat bis jetzt?

Speaker: Der Tipp ist eigentlich, dass man bei der Einrichtung sich Experten holt.

Speaker: Also man holt sich Experten, zum Beispiel bei Steuerberatern, einem Steuerberater, der sich mit Arztpraxen auskennt, der spezialisiert ist, weil auskennen tun sich alle, aber spezialisiert, das

Speaker: Das heißt, der Steuerberater oder die Steuerberaterin, die haben 20 Augenärzte und 20 Orthopäden und 20 psychotherapeutische Praxen und haben Benchmarks und wissen ganz genau, wie das wirtschaftlich funktioniert, Daten für den Businessplan.

Speaker: Beim Rechtsanwalt auch ein Spezialist, der mit Ärzten zu tun hat.

Speaker: Und das geht dann bei der Praxisgestaltung weiter, dass jemand kommt,

Speaker: der einfach genau weiß, was gebraucht wird.

Speaker: Also Ärzte, Ärztinnen, die sind Vertretungsärztinnen, sie kennen Ordinationen, die mehr oder weniger gut sind.

Speaker: Und diese Erfahrungen haben sie von dem, was sie kennen.

Speaker: Und der Ärztespezialist, also wir sind Ärztespezialisten, meine Partnerin und ich,

Speaker: Wir kennen halt wirklich sehr, sehr viele und wir müssen ja immer vorhandene Räumlichkeiten, vorwiegend sind es Umbauten, optimieren und das Maximale rausholen.

Speaker: Und das ist einfach unser Job und das haben wir im kleinen Finger.

Speaker: Und diese Expertise ist wichtig, zum Experten gehen.

Speaker: Das ist mein Tipp und das sollten die Kleinen von den Großen lernen, um auch einfach entsprechend professionell aufzutreten mit ihrer eigenen Professionalität.

Speaker: Warum soll man die eigene Professionalität unter einen Schemel drunter stellen, weil man sich ein bisschen Geld sparen will oder weil man glaubt, man kann es selber machen.

Speaker: Das schadet einem nur.

Speaker: Also das kann ich nur unterschreiben, auch in unseren unzähligen Gesprächen.

Speaker: Da tauchen auch immer wieder eben diese Themen auf Steuerberatung oder mal Marketing oder Businessplanung, sonstiges.

Speaker: Also alles das, was jetzt nicht meine unmittelbare Kompetenz betrifft oder Rechtsberatung, wie wir es gehört haben.

Speaker: Oder jetzt eben Umbau, Architektur, Raumgestaltung.

Speaker: Darf ich mir ruhig Expertise holen?

Speaker: Finde ich toll, dass wir das an der Stelle auch nochmal so gehört haben.

Speaker: Herr Abendrot, vielen, vielen Dank für die spannenden Einblicke.

Speaker: Und wer jetzt sagt, genau das brauche ich jetzt für meine Praxisneugründung, meinen neuen Raum oder meinen Umbau.

Speaker: Wo findet man Medlounge und was kann Medlounge anbieten?

Speaker: Wie kann mir Medlounge helfen?

Speaker: Ja, also Medlounge findet man mal im Internet unter medlounge.at.

Speaker: Wir sind natürlich vernetzt mit unserem Umfeld, Steuerberater, Rechtsanwälte, ärztliche Beratungen.

Speaker: Wir sind ein gutes Team, wir sind aufgestellt, wir sind eigentlich Komplettanbieter.

Speaker: Wir haben die Generalunternehmer, Beleuchter, Grafik, wir haben alles dabei.

Speaker: Also wir sind ein One-Stop-Shop.

Speaker: Unser Büro ist am Naschmark, sind auch zentral erreichbar.

Speaker: Unser Arbeitsgebiet, könnte man sagen, ist Ostösterreich, also bis Salzburg.

Speaker: Wir haben in Oberösterreich und Steyr auch ein Büro.

Speaker: Und wir haben alle ärztlichen Disziplinen schon bearbeitet, kennen uns aus und stehen mir so viel.

Speaker: Dann werden wir gerne den Link zur Webseite und zu den weiterfunden Informationen bei uns in die Show Notes packen und natürlich auch sehr, sehr gerne teilen.

Speaker: Ja, und weil das Thema eben Praxisraumgestaltung auch sehr viel visuell hergibt, möchten wir natürlich auch mit unserem Online-Magazin Einblicke geben und Beispiele nennen wie

Speaker: andere großartige Therapiepraxen noch aussehen.

Speaker: Das heißt, auf hashtagpraxis.com findet man auch eine eigene Reihe namens Best in Practice, wo wir auch Interieur, Branddesign von wirklich echten Praxen auch als Inspiration teilen.

Speaker: Und natürlich auch den großen Leitartikel zu Healing Architecture, den packe ich auch noch gerne in die Shownotes zum Nachlesen.

Speaker: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.

Speaker: Alles Gute für deine Praxis.

Speaker: Dieser Podcast wird präsentiert von Appointment, der unkomplizierten Praxissoftware.

Speaker: Um dich voll auf deine Patientinnen und Patienten konzentrieren zu können, brauchst du einen freien Kopf.

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