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S4-04: Fachtagungen-Recap 2026 – die Highlights aus der Therapie-Branche

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Speaker: Mein persönliches Highlight war der Vortrag von der Barbara Bachmann und da ging es um die Frage, wie die Ergotherapie auch von Geschlechterverhältnissen geprägt ist.

Speaker: Dazu muss man wissen, dass 94 Prozent der Ergotherapeutinnen in Österreich weiblich sind.

Speaker: Da sieht man, auch wenn die einzelnen Punkte dann natürlich variieren, aber dass alle Berufsgruppen laufend um Anerkennung, um Raum, um Stellenwert, um Ressourcen kämpfen.

Speaker: Und das, obwohl es ja viele Studien gibt, die zeigen, was für eine präventive Kraft therapeutische Maßnahmen haben.

Speaker: Ich glaube, man kann noch viel selbstbewusster und noch viel mehr nach außen tragen, welche Vielfalt und welche wertvolle wissenschaftliche Arbeit auch in diesen ganzen Fachrichtungen passiert.

Speaker: Und ich finde, das kann man noch oder sollte man eigentlich noch viel mehr nach außen präsentieren und da sehr selbstbewusst auftreten, weil man muss sich definitiv nicht verstecken.

Speaker: Hallo und willkommen zu einer neuen Folge von Hashtag Praxis, der Podcast für selbstständige Therapeutinnen mit Tipps und Tricks zur erfolgreichen Praxisführung.

Speaker: Mein Name ist Adela.

Speaker: In meiner Rolle als Kundenansprechpartnerin bei der Praxissoftware Appointment spreche ich täglich mit Therapeutinnen

Speaker: die dabei sind, ihre Praxis zu optimieren.

Speaker: Dieser Podcast ist für dich ganz egal, ob du gerade in deinem Gesundheitsberuf gestartet hast oder auch wenn du bereits eine etablierte Praxis führst.

Speaker: Bei uns bekommst du Erfolgsstories aus der Community.

Speaker: Wir sprechen über gezielte Quick-Wins, die du sofort einsetzen kannst und natürlich auch über Top-Themen aus unserem gleichnamigen Online-Magazin.

Speaker: Das alles für deine smartere Praxisführung.

Speaker: Apropos Online-Magazin, in dieser Folge ist wieder meine liebe Kollegin Angela Sierch, Chefredakteurin von Hashtag Praxis zu Gast.

Speaker: Und wir geben euch Einblicke über bisherige Tagungen und Events aus dem Gesundheitsbereich, an denen wir teilgenommen haben.

Speaker: Hallo Angela.

Speaker: Hallo Adela.

Speaker: Ich freue mich, dass du heute wieder dabei bist.

Speaker: Ich freue mich auch sehr, dass ich heute ein bisschen über die Highlights von den Fachtagungen sprechen darf.

Speaker: Ich war ja in den letzten Wochen und Monaten viel unterwegs, von Wien bis Weimar.

Speaker: Ich möchte auch gleich vorab einen kleinen Verweis geben.

Speaker: Wir haben in unserem Magazin nach jeder Fachtagung immer einen Recap-Artikel und wir werden den dann auch in den Shownotes verlinken natürlich zu dieser Podcast-Folge.

Speaker: Das heißt, wenn irgendjemandem ein Thema besonders gut gefällt und er möchte sich noch weiter drin vertiefen, dann kann man das bei uns im Magazin im Anschluss tun.

Speaker: Danke für den Hinweis.

Speaker: Mit welchen Fachtagungen möchtest du denn beginnen?

Speaker: Ich möchte gerne mit der Fachtagung der ÖGO beginnen.

Speaker: Ich war im März und April gleich auf vier Fachtagungen.

Speaker: Das war eine intensive Fachtagungszeit.

Speaker: Und den Beginn hat die Fachtagung der Osteopathie gemacht, veranstaltet vom Berufsverband der ÖGO.

Speaker: Und in der Eröffnungsrede hat die Präsidentin Margit Halbfurter-Mandler gleich mal das primäre Ziel des Fachverbandes in den Mittelpunkt gestellt und das ist die gesetzliche Anerkennung der Osteopathie als eigenständiger Gesundheitsberuf in Österreich.

Speaker: Und in 13 Ländern ist das ja schon der Fall.

Speaker: Unter anderem auch der Nachbar Italien und Deutschland ist auch dabei.

Speaker: Und da war auf jeden Fall ein Punkt, dass Österreich da nicht hinterherhinken darf.

Speaker: Es gab sehr viele spannende Vorträge zu sehr unterschiedlichen Themen, unter anderem Migräne, Narben, Nachsorge.

Speaker: Es war auch ein Osteopath, der im Spitzensport tätig ist dabei, genauer gesagt im Herrenfußball.

Speaker: Also wirklich sehr breit gefächert.

Speaker: Und mein persönliches Highlight war der Vortrag von Tanja Singer zum Thema Empathie.

Speaker: Und da ging es zum einen um die Unterscheidung von Empathie und Mitgefühl.

Speaker: Empathie ist ja eher, dass man mit der anderen Person, dass man da sehr ins Leid hineinsinkt und beim Mitgefühl bietet man Fürsorge und Stabilität, aber geht nicht so im Leid der anderen Person auf.

Speaker: Und ich glaube, das ist ja ein

Speaker: Sehr wichtiges Thema für alle Therapeutinnen und Therapeuten, egal welcher Fachrichtung sie angehören.

Speaker: Und sie hat dann auch über das Resource-Projekt gesprochen, wo sie der Frage nachgegangen sind, ob man mit Gefühl auch trainieren kann.

Speaker: Kleiner Spoiler-Alert, ja, kann man.

Speaker: Und die hatten einen ganz interessanten Zugang über so ein dyadisches Training, also 30 Minuten am Tag mit einer anderen Person telefonieren.

Speaker: und wirklich zuhören und dann hört die andere Person zu.

Speaker: Also das war sehr spannend und dabei hat sich auch gezeigt, unter anderem, dass man den sozialen Stress um bis zu 50 Prozent reduzieren kann mit so einem Training.

Speaker: Wenn man weiß, dass Therapeutinnen und Therapeuten ja auch eine Berufsgruppe sind, die recht Burnout gefährdet sind, dann ist das auf jeden Fall ein sehr spannender Punkt.

Speaker: Und ich glaube, alles, was Stress im Praxisalltag reduzieren kann, ist auf jeden Fall gut.

Speaker: Muss ich euch nicht sagen von der PointMAT, das ist ja auch ein vorrangiges Ziel von euch.

Speaker: Das auf jeden Fall, das höre ich immer wieder auch in meinen Interviews und Gesprächen als positives Feedback, dass eben alle unsere PointMAT-Kundinnen das so schätzen,

Speaker: wie sehr sie sich einfach Zeit sparen, Arbeitsabläufe sparen und einfach diesen Mental Load verringern können, indem sie Appointment als ihre Praxissoftware nutzen.

Speaker: Wir verlinken mehr Infos natürlich auch hierzu in den Shownotes.

Speaker: Ja, guter Hinweis.

Speaker: Und ich habe mir ja die Artikel auch zu den Events, die du geschrieben hast, auch nochmal durchgelesen.

Speaker: Und da sind mir noch zwei Artikel drin.

Speaker: besonders ins Auge gestochen, beziehungsweise zwei Berichte von der Fachtagung der ÖGO.

Speaker: Zum einen war ja, dass in der Leistungsmedizin im Profifußball ja interdisziplinär auch die Themen Ernährung, Psychologie, Analyse neben der Athletik und dem Training auch noch eine große Rolle spielen, also dass man da wirklich im Therapie- und Präventionsbereich so eng miteinander zusammenarbeitet.

Speaker: Also das ist definitiv auch ein Punkt, den ich überall bei den Fachtagungen gesehen habe, dass diese interdisziplinäre Zusammenarbeit einfach auch immer wichtiger wird, weil das ja auch im Praxisalltag wichtig ist.

Speaker: Viele Patientinnen und Patienten gehen ja auch zu mehreren Therapeutinnen und Therapeuten.

Speaker: Also das sieht man auf jeden Fall, dass es hier auch eine sehr große Tendenz jetzt mehr zur Zusammenarbeit gibt, auch weil man auch berufspolitisch ja oft ähnliche Ziele hat.

Speaker: Abschließend dazu, weil wir auch über Empathie und Mitgefühl vorhin gesprochen hatten, möchte ich auch gerne unseren Hashtag-Praxisartikel im Punkto Burnout und Burnout-Prävention bei Therapeutinnen vielleicht noch in die Show Notes verlinken, denn das passt ja auch ganz gut zum Thema.

Speaker: Auf jeden Fall.

Speaker: Genau, dann würde ich weitergehen.

Speaker: Ich war dann als nächstes beim 43.

Speaker: Ernährungskongress der Diätologie Austria.

Speaker: Da sind wir gleich bei der nächsten Disziplin.

Speaker: Da war das Thema Mikronährstoffe und bioaktive Substanzen.

Speaker: Und es gab auch was zu feiern, nämlich das 65-jährige Abwandsjubiläum.

Speaker: Und die Präsidentin Andrea Hofbauer hat in ihrer Eröffnungsrede auch da natürlich wieder auf die berufspolitischen Forderungen hingewiesen.

Speaker: Und das dringlichste Ziel der Diätologie Austria ist tatsächlich die Kostenübernahme diätologischer Leistungen durch die gesetzlichen Sozialversicherungsträger.

Speaker: Sie hat dabei eine ganz interessante Schätzung präsentiert und zwar wird geschätzt, dass jährlich eine Milliarde Euro an eigentlich vermeidbaren Gesundheitskosten anfällt, dadurch, dass die ernährungstherapeutischen Maßnahmen nicht so genutzt werden, wie sie es vielleicht könnten.

Speaker: Und das hat mich dann doch etwas überrascht, weil das ist schon eine sehr hohe Zahl.

Speaker: Und wie vielfältig der Beruf oder auch diese ganze Sparte ist, hat man dann gesehen bei den Diät-Awards, die wurden gleich am Anfang vergeben, in drei Kategorien.

Speaker: Die eine war im Bereich Nachwuchs, da ging es um Kolin in der Ernährung von heute und da hat die Preisträgerin eine Studie durchgeführt mit Ernährungsprotokollen, mit Fragebögen bei Jugendlichen an Wiener Schulen.

Speaker: Und dabei hat sich gezeigt, dass die Kolin-Versorgung eigentlich bei über 86 Prozent nicht optimal ist.

Speaker: Und der Appell war dann, dass die Ernährungsunterlagen einfach in die Richtung angepasst werden.

Speaker: Darf ich da ganz kurz nur anhaken, weil ich höre das Wort jetzt nicht so oft.

Speaker: Kolin, hast du da noch ein, zwei Sätze dazu für diejenigen, die das zum ersten Mal hören?

Speaker: Das ist wichtig für die Muskel- und Lebergesundheit.

Speaker: Und wenn es in der Unterversorgung ist, dann kann das eben auch zu Schäden führen.

Speaker: Und gerade bei Jugendlichen ist das offensichtlich ein sehr wichtiges Thema.

Speaker: Also gerade Teenager kamen auch sehr oft während der Tagung vor,

Speaker: weil im Wachstum natürlich sehr viele Nährstoffe wichtig sind, um den Körper optimal zu versorgen, weil er einfach sehr viel arbeitet.

Speaker: Ja, da ist super, dass da mehr Forschung in die Richtung passiert und auch die Resultate dann präsenter gespiegelt werden, weil wenn das wirklich so ein wichtiger Nährstoff ist, Mikronährstoff, dann ist es natürlich auch wichtig, dass man überall nachlesen kann und das auch in den unterschiedlichsten

Speaker: Und dass es einfach Mikronährstoffe noch nicht so präsent sind, noch mehr in die Ernährungskataloge auch aufgenommen werden und auch gesehen wird, wie wichtig sie sind in vielen Bereichen.

Speaker: Der zweite Preis war im Bereich innovative diätologische Praxis.

Speaker: Und da hat die Preisträgerin einen digitalen Ernährungsbegleiter für onkologische PatientInnen entwickelt, also sowohl für Erwachsene als auch für Kinder.

Speaker: Der dritte Preis war im Bereich Wissenschaft und Forschung und da ging es um gesundheitliche Chancengerechtigkeit.

Speaker: Das war ein regionales Projekt aus der Steiermark, was da näher vorgestellt wurde.

Speaker: Und der Hintergrund ist, dass sozioökonomisch benachteiligte Gruppen überdurchschnittlich oft von Übergewicht und Adipositas betroffen sind.

Speaker: Und es gibt hier ein steiermarkweites Programm, das heißt Gemeinsam Gesund Genießen.

Speaker: Und da wurden die Ergebnisse ausgewertet in dieser Studie und wie viel das gebracht hat, auch eben ernährungstherapeutische Begleitung anzubieten.

Speaker: Und das hat auf jeden Fall sehr positive Ergebnisse gezeigt.

Speaker: Das ist eigentlich eine ganz gute Überleitung zur Fachtagung von der Ergotherapie Austria, weil da ging es auch um Chancengerechtigkeit.

Speaker: Das war tatsächlich das Motto in diesem Jahr.

Speaker: Die Präsidentin Marian Hackl hat in der Eröffnungsrede auch betont, dass die Rolle der Ergotherapeutinnen die der Gesundheitsfürsprecherinnen ist.

Speaker: Also, dass man Institutionen und sozialen Systemen für Teilhabe eintritt und dass man auch Barrieren aufdeckt.

Speaker: Das war so ein bisschen der Appell auch in die Runde.

Speaker: Und es gab da sehr vielfältige Vorträge und Workshops wieder mal, also Chancengerechtigkeit in allen Facetten könnte man sagen, von Non-Profit-Mentoring über LGBTQIA-Themen.

Speaker: Es war auch ein Vortrag von Karim El-Gohari dabei zum Thema Völkerrecht, also wirklich sehr breit gefächert.

Speaker: Nur ganz kurz Werbung in eigener Sache.

Speaker: Dieser Podcast wird dir präsentiert von AppointMate, der unkomplizierten Praxissoftware für Therapeutinnen.

Speaker: Mit dem Code PODCAST10 erhältst du jetzt minus 10% auf die monatliche Gebühr.

Speaker: Interessiert?

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Speaker: Und jetzt zurück zum Interview.

Speaker: Mein persönliches Highlight war der Vortrag von der Barbara Bachmann und da ging es um die Frage, wie die Ergotherapie auch von Geschlechterverhältnissen geprägt ist.

Speaker: Dazu muss man wissen, dass 94 Prozent der Ergotherapeutinnen in Österreich weiblich sind.

Speaker: Also es ist ein sehr frauenlastiger Beruf, definitiv.

Speaker: Und sie hat da auch ganz spannend ein Pamphlet gezeigt.

Speaker: Ich glaube, es war aus den 40er, 50er Jahren, aus den USA,

Speaker: wo zusammengefasst wurde, was die Ergotherapeutin alles so können und mitbringen muss.

Speaker: Und da war sehr viel Fürsorglichkeit, Anpassungsfähigkeit, Selbstaufopferung, also sehr viele Punkte, die auch heute noch sehr mit Frauen in Verbindung gebracht werden.

Speaker: Und das hält sich auch sehr hartnäckig.

Speaker: Und Frauenberufe, unter Anführungszeichen, die gehen auch oft mit geringerer Bezahlung einher, mit weniger Prestige oder es braucht länger, um sie zu professionalisieren.

Speaker: Kann ich da kurz nur eine Frage stellen und zwar ich kann mir auch vorstellen, wenn man sagt, 94% der Ergotherapeutinnen in Österreich sind Frauen, dass dann die restlichen 6% vielleicht wegen dieser Konnotation dieser, sag ich mal, Soft Skills eher auch ein bisschen stigmatisiert werden oder hier auch in ein anderes Licht gestellt werden.

Speaker: Hast du da vielleicht Einblicke oder wurde so etwas in die Richtung erwähnt?

Speaker: Ja, das ist auch ein Punkt, den sie angesprochen hat in dem Vortrag.

Speaker: Also es ist zum einen eben diese Punkte, die weiblich konnotiert sind, aber eben auch natürlich wieder andere Vorurteile, die dann die Männer treffen.

Speaker: Auf der anderen Seite ist es aber auch spannenderweise so, dass trotz des Umstandes, dass Männer in dem Beruf in der Minderheit sind, sie sehr oft Führungspositionen einnehmen.

Speaker: Also auch das sehen wir halt wieder.

Speaker: Und deswegen war auch ihr klarer Appell, dass man selbstbewusster beruflich auftritt, sowohl nach außen als auch nach innen und dass man sich vor allem auch mal der Geschichte der Ergotherapie bewusst wird und diese Machtstrukturen auch ein bisschen bewusster wahrnimmt und das vielleicht ein bisschen aufbricht und auch diese Vorurteile abbaut.

Speaker: Also auf jeden Fall sehr spannend, weil ich wusste, dass die Ergotherapie sehr weiblich ist, aber dass sie so weiblich ist, das war für mich dann auch wieder eine Überraschung.

Speaker: Ich war dann im April auch noch auf der 16.

Speaker: Tagung der ÖGP, das ist die Österreichische Gesellschaft für Psychologie.

Speaker: Das fand an der Paris-Lodon-Uni in Salzburg statt und das hat sich sehr gut getroffen mit dem 60-jährigen Jubiläum des Studiengangs Psychologie an der Uni.

Speaker: Und auch hier gab es ein sehr vielfältiges Programm.

Speaker: Also es gab Symposien zum Thema digitale Medien, also wie zum Beispiel die Smartphone-Nutzung, die Eltern-Kind-Interaktion beeinflusst, wie es den Schlafrhythmus beeinflusst, wie Social Media sich auf den Selbstwert bei Jugendlichen auch auswirkt.

Speaker: aber auch das Smartphone als Ressource zum Beispiel für Eltern.

Speaker: Also es war jetzt nicht nur negativ, sondern auch positiv.

Speaker: In einem sehr spannenden Vortrag ging es auch um die geschlechtsspezifische Diagnostik und Behandlung von Männern.

Speaker: Die Fachtagung ging über zwei Tage und am zweiten Tag gab es einen Vortrag von Ramin Asadolahi zum Thema KI in der Psychologie.

Speaker: weil ja die KI-gestützte psychologische Unterstützung ein immer größeres Thema wird.

Speaker: Ich habe die Möglichkeit dann gleich genutzt und ihn für ein Interview angefragt.

Speaker: Das gibt es auch bei uns im Magazin, nachzulesen zu dem Thema, weil das natürlich etwas ist, was viele Therapeutinnen und Therapeuten aktuell beschäftigt, das Thema KI und wie man das in den Praxisalltag einbauen kann.

Speaker: Ja, das ist auf jeden Fall ein großes Thema auch bei uns gerade, wie du ja auch sagst,

Speaker: mitbekommen hast, da tut sich auch einiges in der Praxis-Software-Appointment, dass wir hier mittels der KI auch gewisse Abläufe dort, wo es Sinn macht und dort, wo es sicher gegeben ist,

Speaker: auch mit hineinfließen lassen, um hier auch unsere Abläufe, vor allem im Bereich der Dokumentation, Terminverwaltung etc., auch nochmal auf Schiene zu bringen, modernisieren und natürlich noch effizienter zu machen.

Speaker: Also es ist definitiv in allen Bereichen von Praxis, Alltag und Therapie ein sehr großes Thema.

Speaker: Aktuell, das sieht man auch, es ist eigentlich bei jeder Fachtagung irgendwo ein Bereich, wo es um KI geht, dabei ein Symposium oder ein Vortrag.

Speaker: Mein persönliches Highlight war das Symposium zum Thema Schadenfreude, Schädlichkeit und Schrecken.

Speaker: Da war ich sehr überrascht.

Speaker: Da ging es um die Frage, was zieht Menschen an negativen, schädlichen oder beängstigenden Medieninhalten an?

Speaker: Und das fand ich ein sehr spannendes Thema.

Speaker: Da ging es zum Beispiel um Fail-Videos, also dass man sich bewusst Videos anschaut, wo sich jemand verletzt, wo jemand stürzt zum Beispiel, aber auch

Speaker: True-Crime-Podcasts, die übrigens auch sehr weiblich sind.

Speaker: Also ich glaube 95 Prozent der Hörerinnen sind Frauen und das war auch wieder so ein Punkt, warum ist das so?

Speaker: Aber auch zum Beispiel, warum schaut man sich gerne Horrorfilme an oder was liegt da psychologisch dahinter?

Speaker: Und ein spannender Punkt oder eine Erkenntnis war dabei für mich, dass diese morbide Neugier sozusagen im Gehirn

Speaker: mit Arealen zusammenhängt zum Thema Informationssuche, Neubewertung, kognitive Flexibilität und Theory of Mind.

Speaker: Ich habe noch eine Frage zu einem Punkt.

Speaker: Bei dieser Fachtagung oder dem Symposium bin ich neugierig geworden, und zwar zum Thema männerspezifische Psychotherapie.

Speaker: Was ist so, wenn du zusammenfassen würdest, das Key Takeaway-

Speaker: warum die klassische Therapie oder dieser Ansatz eben bei männlichen Patientinnen und Klientinnen nicht so greift.

Speaker: Da kam sehr stark auch rein, auch das, was wir vorher zum Beispiel schon hatten bei der Ergotherapie, dieses so, wie wird das auch nach außen wahrgenommen.

Speaker: Und wir wissen ja, dass viele Männer nicht in Therapie gehen oder sehr spät auch Hilfe erst suchen.

Speaker: Also das war natürlich ein wichtiger Punkt, wie man das ändern kann, wie man das auch

Speaker: entstigmatisieren kann für Männer.

Speaker: Und da war ein Punkt, dass man in der Therapie einfach auch darauf eingeht, wie das in der Gesellschaft gesehen wird und was einfach auch sehr internalisiert ist.

Speaker: Also, dass man das in der Therapie einfach auch anspricht viel mehr, dass man sie auch irgendwie bestärkt, dass das sozusagen ein Zeichen von Stärke ist, wenn man sich Hilfe sucht, wenn man Themen auflöst, die einen einfach sehr stark beschäftigen oder auch einschränken im Alltag.

Speaker: Das ist, wie ich finde, ein sehr, sehr wichtiges Thema, hier diesen Unterschied zu kennen, gerade auch über die Psychologie oder Psychotherapie auch hinausgehenden Disziplinen.

Speaker: Denn hier geht es auch darum, in anderen Gesundheitsberufen diese Alarmglocke vielleicht präsent zu haben.

Speaker: Wie äußert sich denn diese Tendenz zu einer Depression versus wenn ich eine weibliche Patientin habe und einfach hier präsent zu haben, dass das wirklich ein großer Unterschied sein kann?

Speaker: Wenn wir uns diese besprochenen Tagungen rückblickend ansehen, könntest du vielleicht noch zusammenfassen, wo du die größte Gemeinsamkeit oder vielleicht einen roten Faden hier erkennen kannst?

Speaker: Also für mich gibt es zwei rote Fäden, die sich durchziehen.

Speaker: Der eine ist der berufspolitische und da sieht man,

Speaker: Auch wenn die einzelnen Punkte dann natürlich variieren, aber dass alle Berufsgruppen laufend um Anerkennung, um Raum, um Stellenwert, um Ressourcen kämpfen.

Speaker: Und das, obwohl es ja viele Studien gibt, die zeigen, was für eine präventive Kraft therapeutische Maßnahmen haben, auch egal welche Fachrichtung.

Speaker: Also wir sehen ja zum Beispiel, dass therapeutische Maßnahmen OPs verzögern können oder vielleicht sogar obsolet machen.

Speaker: Man sieht, dass

Speaker: therapeutische Maßnahmen ein Burnout verhindern oder auch Krankenstände reduzieren können.

Speaker: Man sieht, dass therapeutische Maßnahmen im Bereich Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie zum Beispiel ältere Menschen länger in einem selbstbestimmten Leben halten.

Speaker: Also das sind alles Punkte, die das Gesundheitssystem oder generell das System betrifft.

Speaker: Und trotzdem ist es so, dass man da oft sehr langwierig, sehr langjährig dranbleiben muss.

Speaker: Und wie wir jetzt auch an Deutschland sehen mit dem GKV-Stabilisierungsgesetz, ist es auch so, dass Räume, die schon erkämpft wurden, manchmal wieder zurückgebaut werden oder irgendwie reduziert werden.

Speaker: Und da muss man wieder von vorn beginnen.

Speaker: Also es ist wirklich, oftmals braucht man da einen sehr langen Atem.

Speaker: Und da komme ich eigentlich zum zweiten roten Faden, den ich aber sehr schön finde bei den Fachtagungen, dass man sieht, trotz dieser teilweise mühsamen Arbeit sicherlich, sieht man sehr viel Optimismus, sehr viel Enthusiasmus und Leidenschaft für den Beruf.

Speaker: Und die Fachtagungen sind auch immer sehr gut besucht.

Speaker: Also da sieht man, dass da sehr viel Wunsch auch nach Austausch, nach Vernetzen da ist und sich gegenseitig auch stärken, damit man wieder Kraft und Motivation hat für die berufspolitischen Themen.

Speaker: Und das andere, was wir auch schon angesprochen haben, Bereich Interdisziplinarität, aber auch die Vielfalt der Themen.

Speaker: Also ich bin jetzt nicht mehr überrascht darüber, aber ich bin trotzdem immer wieder begeistert, wie vielfältig die Themen sind.

Speaker: Also was für tolle Forschungsprojekte es gibt und in wie viele Lebensbereiche diese therapeutischen Maßnahmen und überhaupt die Therapie einfach hineingeht.

Speaker: Das ist immer wieder sehr spannend zu sehen.

Speaker: Du warst ja neben den österreichischen Events auch in Deutschland.

Speaker: Magst du darüber noch erzählen?

Speaker: Ja, sehr gerne.

Speaker: Ich war am 54.

Speaker: DBL-Kongress.

Speaker: Der DBL ist der Berufsverband der Logopädinnen in Deutschland.

Speaker: Und da wurde natürlich, was ich gerade angesprochen habe, dieses GKV-Stabilisierungsgesetz natürlich war da auch ein großes Thema veröffentlicht.

Speaker: Und die Präsidentin Dagmar Karasch hat in ihrer Eröffnungsrede natürlich auch erwähnt, es gibt zu lange Wartelisten und es gibt auch einen gewissen Frust aufgrund der ausbleibenden politischen Reformen oder dass eben Dinge wieder zurückgebaut werden, die man eigentlich schon geschaffen hat.

Speaker: Dazu auch, es gibt einen Arbeitskreis Berufsgesetz und der wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen.

Speaker: Das ist natürlich ein kleines Jubiläum, aber eigentlich ein nicht so ganz erfreuliches Jubiläum, weil das heißt, dass man noch nicht am Ziel angelangt ist.

Speaker: Bei dem neuen Berufsgesetz, das der Berufsverband auch fordert, geht es vor allem um die Vollakademisierung.

Speaker: in diesem Bereich.

Speaker: Was da der Status quo ist, kann man gerne auch bei uns im Magazin nachlesen.

Speaker: Wir haben im Anschluss an die Fachtagung ein Interview mit Antje Krüger vom Verband gemacht zu diesem Thema.

Speaker: Auch hier gab es natürlich wieder die angesprochene große Vielfalt, die

Speaker: Es gab ein Symposium zum Bereich selektiver Mutismus bei Kindern und wie man das auch im Schulalltag gut begleiten kann.

Speaker: Auch hier war wieder KI ein Thema in der Logopädie.

Speaker: Die Stimmprävention im Lehrberuf war ein eigenes Symposium, das ich auch sehr spannend gefunden habe.

Speaker: Stottern und psychische Gesundheit war auch ein Vortrag.

Speaker: Und die logopädische Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankungen war auch ein eigenes Symposium.

Speaker: Und ein besonderes Highlight war die Eröffnungs-Keynote, dem Titel aus 12 mach 1.

Speaker: Die Ausgangslage oder die Ausgangsfrage war, machen wir eigentlich alle dasselbe?

Speaker: Weil es gibt nämlich zwölf Ausbildungsgänge im Bereich Sprach-

Speaker: Sprechstimmtherapie.

Speaker: Es gibt 13 GKV-Berufsbezeichnungen und es gibt eine gemeinsame Forderung an einem einheitlichen Berufsgesetz.

Speaker: Das ist so ein gemeinsames Thema und dafür braucht es halt auch ein gemeinsames Selbstverständnis von diesen zwölf Ausbildungsgängen und den unterschiedlichen Berufen.

Speaker: Und das haben die zwei Vortragenden versucht umzusetzen.

Speaker: Das haben sie sehr charmant gemacht in Form eines Gesprächs.

Speaker: und sind auch darauf eingegangen, dass sie auch aus unterschiedlichen Generationen kommen und da natürlich auch andere Blickpunkte auf den Beruf natürlich nochmal reinkommen.

Speaker: Das Herzstück von ihrer Präsentation oder von ihrem Vortrag waren dann so vier ineinandergreifende Kreise.

Speaker: Und das sind die kommunikativen Funktionen, die Aktivitäten, die Umwelt und die Identität.

Speaker: Und das übergeordnete Ziel von diesen vier Kreisen ist die kommunikative Partizipation.

Speaker: Das war so das Conclusio.

Speaker: Und das Ziel sollte sein, dass die therapeutische Arbeit ein dialogischer Prozess ist mit den PatientInnen und dass da einfach viele Punkte reinkommen.

Speaker: Wenn ich Beeinträchtigungen habe, dann

Speaker: hat das natürlich auch Auswirkungen auf meine psychische Gesundheit und das ist wiederum ein Punkt, der dann in der logopädischen Therapie natürlich auch wieder reinkommen muss.

Speaker: Also es sind so viele Aspekte, es ist nicht nur das eigentliche Problem, das therapiert wird, sondern sehr viele andere Punkte und das haben sie sehr schön zusammengefasst und das hat man auch gemerkt, dass das die Leute im Saal sehr begeistert hat.

Speaker: Also es gab

Speaker: tosenden Applaus und auch ein paar Standing Ovations, weil sie das so gut auf den Punkt gebracht haben.

Speaker: Also ein sehr guter Einstieg in die Tagung.

Speaker: Das klingt auf jeden Fall auch sehr, sehr spannend.

Speaker: Die Zusammenfassung davon, alle Highlights nochmal im Detail finden wir ja in unserem Artikel auf hashtagpraxis.com.

Speaker: Ja, ich kann nun am Ende so als Fazit kann ich sagen, dass man einfach vor Ort bei den Fachtagungen sieht, dass es einen sehr produktiven Austausch auch zwischen den Teilnehmenden gibt und den Berufsverbänden, dass die Veranstaltungen noch sehr zum Netzwerken genutzt werden und eben, was wir jetzt schon angesprochen haben, die Zusammenarbeit, die Interdisziplinarität, das

Speaker: Auch gegenseitige Verstehen, das steht auf jeden Fall im Mittelpunkt und ich glaube, man kann noch viel selbstbewusster und noch viel mehr nach außen tragen, welche Vielfalt und welche wertvolle wissenschaftliche Arbeit auch in diesen ganzen Fachrichtungen passiert.

Speaker: Also gerade auch die Abschlussarbeiten, die ja dann sehr oft auch präsentiert.

Speaker: Da sind so viele spannende Forschungsthemen dabei und so vieles, von dem ich auch noch nie irgendwas gehört habe.

Speaker: Also ich lerne jedes Mal sehr viel Neues dazu und ich finde, das kann man noch oder sollte man eigentlich noch viel mehr nach außen präsentieren und da sehr selbstbewusst auftreten, weil man muss sich definitiv nicht verstecken.

Speaker: Das ist ja auch eines unserer Ziele mit Hashtag Praxis.

Speaker: Das muss ich dir ja nicht erzählen.

Speaker: Du bist ja hier Chefredakteurin und Vorreiterin, dass wir auch einen Beitrag dazu leisten möchten, dass genau diese Themen und dieser Wert, der hier gebracht wird von Therapeutinnen, dass das hier nochmal präsenter dargestellt wird.

Speaker: und alles nochmal aufgearbeitet, zusammengefasst und auch für die Community hier geteilt wird.

Speaker: Ganz genau.

Speaker: Und man sieht ja auch, dass Weiterbildung, Fortbildung für viele Therapeutinnen und Therapeuten einfach sehr, sehr wichtig ist.

Speaker: Man kann natürlich nicht immer überall teilnehmen, man hat vielleicht nicht immer die Zeit.

Speaker: Und da versuchen wir natürlich auch einen Beitrag zu leisten, dass wenn man mal irgendwo nicht dabei sein kann, dass man das auch in Ruhe der Praxis oder von zu Hause aus dann nachlesen kann.

Speaker: Ja, wenn dir diese Folge gefallen hat, fragst du,

Speaker: freuen wir uns natürlich über eine Bewertung auf Spotify, Apple oder sonst wo du deinen Podcast hörst.

Speaker: Das hilft uns auf jeden Fall, hier mehr Therapeutinnen zu erreichen.

Speaker: Schreib uns gerne in die Kommentare, wenn es eine Fachtagung gibt, vielleicht auch in Zukunft, die interessant sein könnte, wo du denkst, dass wir auch darüber berichten.

Speaker: oder vielleicht die du selber auch organisierst oder ansonsten auch Themen, die dich besonders interessieren.

Speaker: Genau, Angela, möchtest du abschließend noch etwas sagen?

Speaker: Nachdem wir jetzt einen Rückblick gemacht haben, können wir noch ein bisschen eine Vorschau machen.

Speaker: Wir sind im Dezember noch bei der Sportärztewoche in Kaprun.

Speaker: Da wird es dann auch wieder ein Recap geben.

Speaker: Und wir sind natürlich auch schon fleißig am Planen, wo wir nächstes Jahr dabei sind bei den Fachtagungen.

Speaker: Grundsätzlich gibt es vom Magazin auch einen Newsletter und wir sind natürlich auch auf Instagram und auf LinkedIn.

Speaker: Das heißt, wenn man da auf dem Laufenden bleiben möchte, wo wir mit dabei sind, entweder mit einem Stand oder wo ich mit einer Presseakkreditierung um die Wege bin und mir viele Vorträge anhöre, über die ich danach schreibe, dann gerne folgen oder den Newsletter abonnieren, da kriegt man immer die neuesten Infos.

Speaker: Dann sagen wir vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge.

Speaker: Alles Gute für deine Praxis.

Speaker: Dieser Podcast wird präsentiert von Appointment, der unkomplizierten Praxissoftware.

Speaker: Um dich voll auf deine Patientinnen und Patienten konzentrieren zu können, brauchst du einen freien Kopf.

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