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Ornithologie, Technik und Umweltbildung - Im Gespräch mit Kalle Nibbenhagen

Wildlife Foto Talk
Wildlife Foto Talk

557 plays · Mar 8, 2026

Kalle von Ornithologie für Anfänger ist bei uns zu Gast und wir reden über Video- und Tonaufnahmen von Vögeln, den Alltag als Naturfilmer und über diverse technischen Aspekte.  Kalles YouTube Kanal: https://www.youtube.com/@KalleNibbenhagenHier geht es zum Buch von Kalle „Natur Guide Vögel“: https://amzn.to/40Rw3Hc Kalles Website: https://www.ornithologiefueranfaenger.de   Postkarten von Levi: https://levifitze.ch/shop Das Nikon Autofokus E-Book von Fabian & Nicolas: https://naturfotografie-fopp.ch/wp/e-book-autofokus-guide-fuer-nikon-z-kameras/  Website von Levi: https://levifitze.ch/ Website von Nicolas: https://www.nicolas-stettler.ch/de/ Website von Fabian: https://naturfotografie-fopp.ch/

Transcript

Speaker: Ja, ganz herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast-Episode.

Speaker: Ich glaube, heute sind wir bei der Nummer 61.

Speaker: Und es freut mich noch besonders, dass wir heute mal wieder einen Gast bei uns haben, und zwar Kalle Nibbenhagen.

Speaker: Wir haben uns, glaube ich, vor ungefähr anderthalb Jahren das erste Mal getroffen, kurz zumindest.

Speaker: in Cuxhaven, da über Birding Tours, konnten aber gar nicht so groß miteinander sprechen, konnten das jetzt in diesem Winter ein bisschen mal noch wieder aufgreifen und es freut mich jetzt besonders, dass du es noch geschafft hast, jetzt mal für den Podcast und bin gespannt, was wir heute so alles über dich erfahren dürfen.

Speaker: Ich hätte es sonst vorgeschlagen, dir einfach mal das Wort zu übergeben.

Speaker: Was gibt es so über dich zu sagen?

Speaker: Wo bist du aufgewachsen?

Speaker: Was machst du im Moment so?

Speaker: Ja, erstmal vielen Dank für die Einladung.

Speaker: Schön, dass das geklappt hat.

Speaker: Ja, ich bin Kalle, Kalle Nippenhagen.

Speaker: Mir fällt es immer schwer, mich selbst vorzustellen.

Speaker: Ich mache irgendwas zwischen Naturfilmer und Umweltbildung und vieles drumherum.

Speaker: Ich komme eigentlich gar nicht so weit weg von euch aus der Ecke Freiburg, Südbaden.

Speaker: Und ja, macht das Ganze jetzt seit sieben Jahren, glaube ich schon.

Speaker: Genau, wir zwei kennen uns noch nicht so lange, aber Fabian, dich oder wir beide hatten ja sogar relativ zu Beginn schon mal, dass sich unsere Wege das erste Mal gekreuzt haben.

Speaker: Genau, das war zumindest bei mir ganz der Beginn von der YouTube-Karriere.

Speaker: Aber wo mein YouTube-Kanal noch unter 1000 Abonnenten hatte, da hatten wir ja ein paar coole Foto-Challenges.

Speaker: Und wir hatten ja immer schon so ein bisschen ein anderes Zielpublikum, würde ich sagen, weil du immer mehr auf die Ornithologie gemacht hast.

Speaker: Du hast mehr über die Arten erzählt, wo man gewisse Arten findet.

Speaker: Hat sich das irgendwie verändert in den letzten Jahren?

Speaker: Also Nikolaus hat schon ein bisschen was angeschnitten mit mehr Naturfilmen.

Speaker: Ja, ich glaube, kein Stein ist auf dem anderen geblieben.

Speaker: Also alles hat sich über die Jahre mehrfach, also wirklich mehrfach geändert.

Speaker: Das ist, glaube ich, auch gut so.

Speaker: Und ich meine, wenn man auch deine Anfänge oder eure beiden Anfänge sieht, ich glaube, wenn alles so geblieben wäre wie zu Beginn, dann würden wir jetzt hier nicht zu dritt sitzen.

Speaker: Ja, auf jeden Fall.

Speaker: Also ich war zu dem Zeitpunkt 19, als ich begonnen habe, wusste einfach eigentlich ziemlich wenig über alles.

Speaker: Und dementsprechend habe ich halt einfach mit irgendwas angefangen.

Speaker: Und ja, zum Glück hat sich das Ganze irgendwie mehr und mehr geändert.

Speaker: Mir macht es mittlerweile nicht nur Spaß, über die Vögel zu sprechen, die ich gerne beobachte, sondern ich bin unglaublich gerne auch einfach mit der Kamera draußen beobachtet.

Speaker: Ja, logischerweise soll irgendwie die Qualität auch besser werden.

Speaker: Ich habe total Spaß daran, mich auch mit Audio, mit Ton zu beschäftigen.

Speaker: Und ja, je tiefer man irgendwie in dieses Thema eintaucht, desto mehr offene Fragen irgendwie tauchen erstmal auf.

Speaker: Also ich bin da nach wie vor, glaube ich, erst am Anfang.

Speaker: Da könnte sich definitiv eine Nachhilfestunde brauchen zum Thema Audio und Ton zum Vögel aufnehmen.

Speaker: Ich nehme an, es geht ja vor allem um die Vogelgesänge und Rufe und so weiter.

Speaker: Darf ich mal ganz grob fragen, was setzt du da für eine Technik ein?

Speaker: Hast du da irgendwie ein Mikrofon, das du näher an die Vögel tust?

Speaker: Oder ist das immer noch ein Mikrofon, das auf der Kamera ist?

Speaker: Hast du noch da, ich kenne die Namen gar nicht, aber so ein Deck, wo du noch irgendwie...

Speaker: den Input steuern kannst?

Speaker: Wie sieht das ungefähr aus?

Speaker: Wir können ja auf dem YouTube-Kanal vielleicht noch ein paar Bilder einblenden.

Speaker: Es hat sich auch sehr entwickelt.

Speaker: Also anfangs habe ich sehr viel einfach mit so einem Shotgun-Mikrofon auf der Kamera gemacht.

Speaker: Aber da kommt man natürlich schon auch an seine Grenzen und

Speaker: Naja, ich lebe jetzt nicht im ländlichen Finnland oder sowas, wo man halt einfach irgendwie eine ruhige Umgebung hat, sondern man hat halt hier permanent den nächsten Güterzug, die Autobahn, mindestens drei Bundesstraßen und so weiter.

Speaker: Also da ist nicht viel mit Ruhe.

Speaker: Dementsprechend habe ich dann relativ schnell auf so einen kleinen Parabolspiegel, also wie so eine kleine Satellitenschüssel, aufgerüstet und mir jetzt auch nochmal eine größere geholt.

Speaker: Ich meine, da ist es ähnlich wie mit Kameras.

Speaker: Da kann man auch Open End, glaube ich, nach oben irgendwie noch besser und noch teurer und nochmal minimal irgendwie was rausholen.

Speaker: Zum Schluss ist es, ja, viel dann einfach auch im Nachhinein nochmal machen.

Speaker: Klar, die Vogelgesänge könnte man theoretisch auch nachvertonen, aber vieles wird dann auch, je nachdem, was für ein Projekt das ist, im Nachhinein zusammen wieder geschustert, dass man verschiedene Ebenen von Wind über Vogelstimmen über Hintergrundgeräusche hinzufügt, um für den Zuschauer irgendwie ein kompletteres Bild oder einen kompletteren Ton in dem Fall zu schaffen.

Speaker: Ich wollte gerade noch fragen, wenn du jetzt die Stimmen aufnimmst, dann bist du schon wirklich einfach am Stimmen aufnehmen und nicht noch am Filmen?

Speaker: Oder machst du das dann trotzdem irgendwie noch parallel?

Speaker: Ja, also jetzt mit dem neuen Parabolspiegel ist es wirklich so, auf der einen Schulter das Stativ, dann den Kamerarucksack, dann irgendwie noch diesen Parabolspiegel in der Hand.

Speaker: Also da ist man dann überhaupt nicht mehr mobil.

Speaker: Also da geht jetzt schon mehr und mehr der Trend dahin, entweder das eine oder das andere zu machen.

Speaker: Und ja, dementsprechend, je mehr Zeugs ich habe, desto aufwendiger wird das Ganze irgendwie, weil man dann ja eigentlich jede Situation zweimal braucht, um dann auch alles zu haben.

Speaker: Aber ja, ich meine, Nikolas, du trägst ja auch immer deine Zwei-Kamera-Rucksäcke mit dir rum.

Speaker: So ist das halt nun mal, wenn man irgendwie eine bestimmte Qualität abliefern will.

Speaker: Gehst du dann für die Audioaufnahmen auch gezielt für irgendwas raus oder gibt es auch Tage, wo du denkst, du gehst einfach mal raus und dann schaust du, was du für Vögel findest und du nimmst einfach mal auf, dass du sozusagen ein bisschen, ja, so eine Bibliothek oder eine Sammlung an verschiedenen Naturklängen, seien es jetzt Vogelstimmen oder du hast vorher Winde angesprochen, ich könnte mir vorstellen, raschelnde Blätter oder ich weiß nicht was alles.

Speaker: Ist das immer genau gezielt mit einem

Speaker: Klaren Hintergedanken, für welches Projekt du das brauchst?

Speaker: Oder gibt es auch Tage, wo du sagst, heute ist mal ein bisschen sabbelnd, dass ich wieder mehr Material habe, das ich dann allenfalls für zukünftige Projekte brauchen könnte?

Speaker: Beides.

Speaker: Also am schönsten ist, wenn das Archiv schon das hergibt, was man braucht.

Speaker: Weil ja, irgendwie Natur ist ja dann doch immer noch unberechenbar.

Speaker: Und jetzt zu sagen, ich brauche jetzt den Drosselrohrsängergesang irgendwie auf einmal im Februar schon für irgendein Projekt...

Speaker: Und dann hat man die nicht.

Speaker: Dann muss man nur drei Monate warten, bis die nächste Möglichkeit sich ergeben würde.

Speaker: Also da, ja, das Archiv wächst und wächst.

Speaker: Und so nach und nach kann ich die schlechteren Aufnahmen aus den letzten Jahren langsam aussortieren.

Speaker: Und vieles läuft dann auch.

Speaker: Also gerade was jetzt so dieses Ambiente angeht, über auch Stockbibliotheken, dass man da sich Wind oder Fußstapfen oder

Speaker: was auch immer sich einfach noch dazu holt.

Speaker: Also auch dort habe ich mittlerweile mein Repertoire, was ich gerne nutze.

Speaker: Ich wollte gerade fragen, ob du schon ein Foley-Studio auch zu Hause hast, aber dann lädst du das eher noch über Stockbibliotheken runter.

Speaker: Oder hast du dir das schon überlegt mal?

Speaker: Noch nicht, nee.

Speaker: Aber ich kenne die Videos.

Speaker: Wenn irgendwelche Zeichentrickfilme oder sowas dann nachsynchronisiert werden, das ist dann nochmal Next Level.

Speaker: Es macht Spaß irgendwie damit rumzuprobieren und wer weiß, also den ein oder anderen Soundeffekt habe ich mir auch schon selber irgendwie, ja, zusammengebaut, aber es ist ein...

Speaker: Also wirklich auch so ein Rabbit Hole, wo man reinfallen kann und sich tagelang mit beschäftigen.

Speaker: Und zum Schluss muss man sich doch immer noch fragen, gerade auf YouTube, vieles kriegen die Leute auch gar nicht mit, ehrlich gesagt.

Speaker: Also wenn ich mir da Stunden Zeit nehme, um irgendwie noch eine zwölfte Lage an Soundlayern übereinander zu lagern, das kriegt nicht mal ich mit, ob der jetzt da ist oder nicht.

Speaker: Und die anderen, die es gar nicht wissen, meistens ja auch erst recht nicht.

Speaker: Also gerade Ton ist ja irgendwie was, was...

Speaker: Vor allem dann auffällt, wenn es schlecht ist und wenn es gut ist, dann im besten Fall denkt man gar nicht drüber nach, sondern man fühlt sich einfach in die Situation reingesogen und das war es dann.

Speaker: Das ist natürlich immer so das Optimalste, was ich probiere zu erreichen, aber es klappt auch längst nicht immer.

Speaker: Jetzt vielleicht noch eine Frage, wie häufig kommt es vor, dass du Tonaufnahmen nehmen gehst, wie du sagst, vielleicht gezielt, eben weil sonst zu viel ist und es gibt irgendeine coole Szene und du nervst dich darüber, dass du jetzt da kein Video machen konntest?

Speaker: Zu häufig, ja.

Speaker: Vor ein paar Tagen hatte ich einen Sperlingscouts vor mir und war da auch schon mit Kamera, da hat er sich nicht gezeigt und dann war ich nochmal da ohne Kamera und dann saß er direkt vor mir.

Speaker: Das ist schon bitter.

Speaker: Aber ja, was weiß ich, wenn man das Ganze irgendwie langfristig denkt, dann klappt das alles irgendwann.

Speaker: Ja, es kommt zu häufig vor.

Speaker: Vielleicht nochmals ein bisschen zu den Anfängen zurückzukommen.

Speaker: Du hast ja gesagt, du hast mit YouTube mit 19 begonnen.

Speaker: Hast du aber vorher auch schon Vögel beobachtet und fotografiert?

Speaker: Wie kam das eigentlich so ein bisschen zustande, dass du dann mit YouTube angefangen hast?

Speaker: Also ich war schon immer, also meine ganze Familie, wobei ich eigentlich dann zum Schluss am meisten, wir waren immer viel draußen.

Speaker: Also wir sind am Waldrand aufgewachsen, wir waren immer irgendwie Freizeit, was weiß ich, immer draußen im Garten, auf der Straße, im Wald.

Speaker: Und ich fand vor allem Säugetiere früher auch spannend, hat man gesehen.

Speaker: Ich habe mich über jedes Reh, über jeden Fuchs, über jeden Dachs gefreut und hatte mir dann irgendwann auch, ja, so ein, was war das, ein 70 bis 300 Objektiv, Millimeterobjektiv von Tamron.

Speaker: So eins der günstigsten, ähm,

Speaker: Ja, mir mal irgendwann in Sommerferien gekauft, weiß noch, die Hälfte habe ich gezahlt, die andere Hälfte mein Vater.

Speaker: Und dann bin ich mit meiner kleinen Schwester so auf die Wiese hinterm Haus in den Wald gegangen und habe dort probiert, vom Hochsitz aus Rehe zu fotografieren.

Speaker: Und das war so der Start.

Speaker: Ja, und je mehr ich dann irgendwie mich damit beschäftigt habe, habe ich gemerkt, naja, irgendwie bei diesem ganzen Warten,

Speaker: Vögel sind immer da, sind zumindest immer zu hören.

Speaker: Da sitzt die Mistedrossel auf der Wiese, wo das Reh sein sollte, was aber nicht auftaucht und so.

Speaker: Oder keine Ahnung, der erste Uhu ist dann mal da auf der Wiese abends gewesen oder auf dieser Lichtung.

Speaker: Und da habe ich dann irgendwie so mehr und mehr gemerkt, naja, da gibt es doch ganz schön viel.

Speaker: Und habe dann eben auch mal das Fernglas mitgenommen und so die Zeit vertrieben.

Speaker: Also da fing das dann so das grundsätzliche Interesse schon langsam an.

Speaker: Und dann hatte ich im Studium einen Professor, der ornithologisch sehr begeistert war und mich da auch begeistern konnte.

Speaker: Und wir hatten halt relativ zu Beginn im ersten Semester eine Exkursion und der hatte da aufgezählt, was weiß ich, da ist ein Rotkehlchen, da ist eine Kohlmeise, eben aber Arten, die man nur gehört hat in dem Moment.

Speaker: Und das fand ich...

Speaker: Erstaunlicherweise, wie jetzt rückwirkend gesehen, extrem spannend und unmöglich.

Speaker: Also dass es eine Person gibt, die die Vogelstimmen bestimmen kann und deshalb weiß, welche Vögel das sind.

Speaker: Und dann wollte ich das auch machen.

Speaker: Und dann habe ich halt eben online gesucht.

Speaker: Naja, habe aber wenig gefunden, bis auf so zwei, drei Videos irgendwie vom NABU.

Speaker: Und dann habe ich mir gedacht, also erstmal habe ich nichts gemacht.

Speaker: Und dann ein paar Wochen später habe ich mir gedacht,

Speaker: Ja, wäre ich ja nicht der Einzige sein, der nach diesen Infos sucht, dann gebe ich halt diese Infos.

Speaker: Auch wenn ich selber keine Ahnung habe.

Speaker: Ich kann ja Wikipedia-Artikel lesen und Skripte dazu schreiben und dann mache ich da einfach ein Video zu.

Speaker: Stockbibliotheken gibt es auch, Pixabay, was auch immer.

Speaker: Hol ich mir ein paar Bilder über den Kiebitz und dann mache ich einen Steckbrief dazu.

Speaker: Dann habe ich was gelernt und andere können auch was damit lernen.

Speaker: Und so ist irgendwie diese Idee von Ornithologie für Anfänger geboren.

Speaker: Also eigentlich ziemlich primitiv alles zu Beginn oder die ersten Jahre.

Speaker: Also es ist noch sehr spannend, weil ich werde häufig gefragt oder es wird davon ausgegangen, dass weil ich Biologie studiert habe, dass ich deswegen irgendwie alle Tiere und Pflanzen im Wald kenne.

Speaker: Es scheint aber bei dir zumindest einen starken Einfluss gehabt zu haben, dann doch auf das, was du jetzt machst.

Speaker: Wie war es denn bei dir nach dem Studium?

Speaker: Hast du noch sagen wir einen konventionellen Job begonnen oder dich dann komplett auf deine Arbeit mit YouTube und den Büchern und so konzentriert?

Speaker: Ich hatte das Glück, dass ich während des Studiums mir so viel Zeit nehmen konnte, dass ich mir da schon was aufbauen konnte.

Speaker: Und in dem Moment, wo das Ganze sich gerade auch nach der Corona-Zeit dann auch gut getragen hat, selber getragen hat, dass ich meinen

Speaker: Studium so langsam auslaufen lassen konnte und direkt mehr und mehr einfach mit Arbeiten durchstarten konnte, sodass ich nie irgendwie noch groß was anderes machen musste.

Speaker: Da hatte ich ziemlich Glück oder ja, eigentlich optimal so, weil gerade zu Beginn waren das hunderte, wenn nicht tausende Stunden, ohne groß irgendwie was dafür zu bekommen.

Speaker: einfach nur, weil, ja, keine Ahnung, weil ich Spaß daran hatte.

Speaker: Das hätte ich natürlich nicht machen können, wenn ich irgendwie da 40 Stunden hätte arbeiten müssen.

Speaker: Ja, und ich denke, der Spaß ist sicher was Wichtiges, weil man weiß ja nicht, ob es schlussendlich dann sich tatsächlich zu einem Modell oder irgendwas entwickelt, was sich

Speaker: was man längerfristig machen kann.

Speaker: Und wenn der Spass nicht da ist, und man steckt so viel Arbeit rein, dann ist die Frustration schon fast vorprogrammiert.

Speaker: Du hast zu Beginn schon mal noch ein bisschen erwähnt, dass du relativ viele verschiedene Sachen machst.

Speaker: Und ich glaube, das geht uns allen so ein wenig auf diese Art und Weise so.

Speaker: Wie sieht so dein Alltag generell aus?

Speaker: Du machst ja hauptsächlich YouTube-Videos.

Speaker: Aber es gibt ja noch einige andere Sachen, die du noch so machst.

Speaker: Was sind da so die hauptsächlichen Dinge, die Projekte, die du da eigentlich verfolgst schlussendlich?

Speaker: Ja, die Hauptzeit geht auf jeden Fall in YouTube-Videos, seien es für den, für den Hauptkanal oder auch für den Zweitkanal.

Speaker: Hin und wieder sind es Auftragsarbeiten.

Speaker: Es ist ja leider viel auch einfach Schreibtischarbeit.

Speaker: Man, man ist halt doch, ich meine, ihr kennt das ja auch, man,

Speaker: Man ist zwar irgendwie viel draußen, aber die ganzen Dateien müssen geordnet werden, da muss sortiert und aussortiert werden, da muss geschnitten werden, da müssen E-Mails beantwortet werden.

Speaker: Also ich will mich da überhaupt nicht beschweren, aber eben vieles, vieles passiert zum Schluss auch einfach am Schreibtisch.

Speaker: Ja, jetzt hatte ich vor ein paar Jahren ein Buchprojekt, das war mal was anderes.

Speaker: Mittlerweile mache ich die eine oder andere Reise jedes Jahr, also vorgekundliche Reisen, zum Teil aber auch einfach Tagesexkursionen.

Speaker: Das ist immer mal wieder so, ja, auch was, was mich einige Tage wieder nach draußen bringt.

Speaker: irgendwas Neues kommt immer wieder dazu und das ist irgendwie auch das Schöne, dass das von Jahr zu Jahr auch so ein bisschen schwankt und die Sachen, die gut laufen, die Spaß machen, können ein bisschen vertieft werden, während andere Dinge, die vielleicht nicht ganz so gut laufen oder nicht ganz so viel Spaß machen, dann auch langsam aussortiert werden können.

Speaker: Aber ja, mein Alltag ist erstaunlich monoton.

Speaker: Es ist morgens draußen sein und den Rest des Tages am Schreibtisch sein und an vielen Tagen eben nicht mal draußen sein, sondern einfach nur den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen.

Speaker: Bei dir auf Instagram sehe ich immer mal wieder noch Bilder oder Storys von Kartierungen.

Speaker: Die machst du aber dann eher freiwillig oder wirst du dafür auch nie bezahlt?

Speaker: Also da geht es jetzt vor allem um das Adebar-Projekt.

Speaker: Da geht es um den deutschen Brutvogel-Atlas.

Speaker: Das ist alles ehrenamtlich, wobei ich da auch bei der Bewerbung einen Auftrag hatte.

Speaker: Aber eben diese Kartierungen sind rein ehrenamtlich.

Speaker: Aber klar, jedes Mal, wenn ich draußen bin, ist das letztendlich auch ein Scouten von...

Speaker: was weiß ich, ich sehe den Zaunkönig da am Nest bauen und schon habe ich irgendwie im Kopf, wie ich da ein paar Tage später mit dem Tanzzelt irgendwie sitze oder jede Eule, jeden Tageseinstand, den man findet, ist irgendwie potenziell wieder ein neues Fotoprojekt, ein neues Videoprojekt.

Speaker: Also da ist ja eigentlich jede Minute draußen auch irgendwie Arbeitsvorbereitung in irgendeiner Form.

Speaker: Cool.

Speaker: Wie ist es bei dir so?

Speaker: Ich glaube, ich weiss die Antwort, aber du fokussierst dich, wenn es jetzt hart auf hart kommt, eher auf das, also entscheidest du dich dazu, das Video zu machen und nicht das Foto, nehme ich an.

Speaker: Gibt es das auch manchmal, dass du das bereust, dir im Nachhinein denkst, hätte ich jetzt lieber anders gemacht oder ist für dich wirklich das Video schlussendlich dann wichtiger?

Speaker: Das Video ist auf jeden Fall wichtiger für mich.

Speaker: Ich habe letztes Jahr zum ersten Mal einen Kalender gemacht, also für dieses Jahr.

Speaker: Und da habe ich zwölf Bilder gebraucht.

Speaker: Und über die Jahre des Fotografierens, also meistens fotografiere ich, wenn ich gut genug Aufnahmen habe,

Speaker: Oder schon mal so die Basics abgedeckt habe.

Speaker: Und eben zwölf Bilder oder 13 Bilder mit Titelbild habe ich sehr gut zusammenbekommen.

Speaker: Und ich glaube, ich würde das auch, ohne dieses Jahr irgendwas Brauchbares hinzubekommen, auch noch einen Kalender vollbekommen.

Speaker: Wenn das irgendwann nicht mehr klappt, ich glaube, dann kommt der Punkt, wo ich es bereuen würde, nicht häufiger mal schon zwischendrin zum Fotografieren zu switchen.

Speaker: Aber ansonsten ist Fotografieren nur für die Thumbnails und für die Kalender für mich so wirklich irgendwie was, was beruflich auch wichtig wäre.

Speaker: Es ist sehr spannend, weil für mich ist es immer noch irgendwie umgekehrt.

Speaker: Aber ich merke schon, dass das Filmen trotzdem immer wichtiger wird, weil ich sonst manchmal zu Hause bin und ein Video zusammenschneiden will und merke, dass es irgendwie ein bisschen langweilig wird, weil es zu viel einfach mein Gesicht ist, das da irgendwo zwar in einer schönen Landschaft sitzt, aber ich würde gerne noch ein bisschen mehr von der Landschaft oder von irgendwelchen Vögeln zeigen.

Speaker: Spannend, dass du die Prioritäten ganz anders hast, weil bei mir ist wirklich immer der erste Gedanke, ich wechsle nur aufs Filmen, wenn ich schon gute Bilder habe.

Speaker: Oder wenn ich merke, das Licht wird langsam härter, dann denke ich, ja gut, dann filme ich noch.

Speaker: Oder der Hintergrund ist nicht mehr so schön, aber es ist trotzdem irgendwie noch cool von der Action.

Speaker: Ja, also genau andersrum.

Speaker: Aber ich finde eben, das Film verzeiht einem deutlich mehr.

Speaker: Also klar, wenn man jetzt das Ganze irgendwie in einer National Geographic-Doku unterbringen will, ist es was anderes.

Speaker: Aber ansonsten sitze ich häufig da und brauche noch irgendwas für einen Auftrag oder für ein eigenes Projekt und kann dann im Archiv rumstöbern.

Speaker: Und dann ist es so ein bisschen egal, dass die Turteltaube von unten irgendwie im harten Licht gefilmt wurde.

Speaker: Das ist nicht optimal, aber es ist brauchbar für das Video in dem Moment, während dasselbe jetzt als Foto keinesfalls den Weg in den Kalender oder auch nur auf Instagram geschafft hätte.

Speaker: Also es stimmt ja absolut zu, von der Perspektive und von der Bildgestaltung.

Speaker: Ich finde aber gleichzeitig so von der Aufnahmetechnik, finde ich, verzeihen die Fotos deutlich mehr, weil, ja, blöd gesagt, man braucht ein scharfes Bild.

Speaker: Bei einem Video braucht man irgendwie 30 scharfe Bilder.

Speaker: Also, nein, aber man muss die Kamera für mehrere Sekunden ruhig halten.

Speaker: Dann gibt es auch den Aspekt vom Ton, den du vorher schon erwähnt hast.

Speaker: Und da habe ich irgendwie das Gefühl, der Fokus, wenn der einmal daneben ist, ist der ganze Clip schnell mal ruiniert.

Speaker: Also ich finde es da doch auch noch sehr anspruchsvoll, aber es ist vielleicht auch, da kommen jetzt unsere unterschiedlichen Hintergründe wahrscheinlich ein bisschen durch, dass du mit den Filmen mehr Erfahrung hast.

Speaker: Und bei mir ist es wahrscheinlich einfach umgekehrt.

Speaker: Vermutlich, ja.

Speaker: Also wenn du es so sagst, stimmt das natürlich schon.

Speaker: Aber in dem Moment, wo ich eh schon das Stativ habe und also sozusagen die Vorbereitungen … Genau, sind eben schon fürs Filmen gemacht und dann ist das Film das, was ganz gut läuft.

Speaker: Und andersrum das Fotografieren, das Schwierige.

Speaker: Und klar, wenn man dann natürlich andersrum unterwegs ist, dann sieht es schon wieder anders aus.

Speaker: Ich glaube, ich habe dich das auch schon gefragt, als wir am Bodensee unterwegs waren.

Speaker: Habe ich das noch richtig im Kopf, dass du generell eher einfach gerade nicht im N-Log oder im C-Log-Film bist, sondern eigentlich im Standard-Fahrraum?

Speaker: Oder wechselst du da ab und zu so ein bisschen hin und her auch?

Speaker: Es kommt darauf an, wenn, also mittlerweile mache ich einige Projekte schon im Log-Format, wenn ich weiß, dass das Ganze irgendwie ein bisschen besser werden soll oder muss.

Speaker: Mein Archiv ist überwiegend einfach im Standard-Farbprofil, weil es einfach...

Speaker: Ja, so habe ich angefangen.

Speaker: Die erste Kamera, die ich hatte, die konnte das auch gar nicht.

Speaker: Die zweite vermutlich auch nicht so richtig.

Speaker: Es hat sich irgendwie angeboten und es hat den Workflow so ein bisschen vereinfacht.

Speaker: Und ja, an solchen Stellen merke ich dann doch immer, es ist alles ganz schön unprofessionell gewachsen und vieles davon merke ich auch immer noch.

Speaker: Also so ein bestimmtes Datenchaos ist.

Speaker: So bestimmte alte Angewohnheiten sind auf jeden Fall noch drin, wo, glaube ich, sich Leute, die Film studiert hätten oder eine Ausbildung haben, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden.

Speaker: Ja, aber das Datenchaos, ich glaube, das existiert bei sehr vielen, wie du vielleicht sagst, nicht ausgebildeten Fotografen, Fotografinnen, Filmemacherinnen.

Speaker: Das kann ich sehr gut nachvollziehen.

Speaker: Jetzt zum Technischen vielleicht noch ganz kurz.

Speaker: Was ist deine Lieblingskombination oder die Kombination Kameraobjektiv, die du jetzt am meisten nutzt zum Filmen?

Speaker: Da würde es mich wundern, ob du auf eine Festbrennweite setzt oder sagst, zum Filmen, da hast du lieber die Flexibilität von einem Zoom.

Speaker: Es ist Fluch und Segen zusammen.

Speaker: Also ich habe die Canon R5 Mark II, da bin ich sehr zufrieden mit.

Speaker: Und das 600 Millimeter F4 von Canon, das macht super Spaß, super scharf, aber klar, natürlich, man ist etwas weniger flexibel.

Speaker: Aber das ist so meine Kombination, mit der ich eigentlich immer unterwegs bin.

Speaker: Ich glaube, wenn ich mit dem Zoom unterwegs bin, dann fehlt mir eben die Schärfe der Festbrennweite, der gute Bildstabilisator, die Offenblende und so weiter.

Speaker: Andersrum fehlt mir manchmal eben die Flexibilität.

Speaker: So ist es immer das, was man nicht hat, könnte man gerade gebrauchen.

Speaker: Aber mit der Ausrüstung bin ich sehr zufrieden.

Speaker: Der nächste Schritt nach oben wäre dann dieses Canon 50 bis 1000-Sinne-Objektiv.

Speaker: Aber da ist man dann, glaube ich, eben auch gebraucht 70.000 oder sowas los.

Speaker: Da bräuchte ich erstmal noch jemanden, der mich da ein bisschen finanzieren möchte.

Speaker: Ja, und das Gewicht wird dann auch gleich nochmal eine andere Nummer, glaube ich.

Speaker: Ja, dann zieht man mit dem Bollerwagen den Wald los.

Speaker: Hast du denn noch ein Zoom-Objektiv, das du gelegentlich mal einsetzt oder bist du da hardcore im Telebereich nur mit einer Festbrennweite unterwegs?

Speaker: Ich habe ein 100-400, so dieses günstige, damit kann man mal filmen, damit kann man auch mal aus der Hand filmen.

Speaker: Das ist aber überwiegend, wenn ich einfach mit dem Rad unterwegs bin, ist das halt mit dem Fernglas und eben dieses Objektiv ist dabei.

Speaker: Und wenn ich dann irgendwie, was weiß ich, Libellen, Schmetterlinge, Vögel irgendwo habe, dann wird da mal so ein bisschen Schnappschuss gemacht, um das später bestimmen zu können.

Speaker: Also zum Filmen ist es schon unbekannt.

Speaker: Überwiegend das 600er mal mit Konverter mal ohne und der Rest ist dann überwiegend im Weitwinkelbereich oder so bis 70 Millimeter.

Speaker: Damit laufe ich ganz gut, ja.

Speaker: Bevor ich Nikolas wieder zu Wort kommen lasse, noch eine letzte technische Frage.

Speaker: Stativ, weil ich da ja eben ziemlich auf Kriegsfuß stehe.

Speaker: Was hast du denn da?

Speaker: Vor allem der Stativkopf würde mich interessieren.

Speaker: Ist das ein Videoneiger, nehme ich an?

Speaker: Und was für Dimensionen, also vor allem Gewicht hat der?

Speaker: Weil ich finde das immer beeindruckend, wie groß und schwer die Dinge werden können.

Speaker: Darum würde es mich da mal wundernehmen, was du da mitschleppst.

Speaker: Ja, in dem Moment, wo ich von so einem Standard 150, 600er auf die Festbrennweite des 600er gewechselt bin, hat mein alter Orni-Stativkopf eben gemerkt, also in dem Moment, wo es windet oder nicht mal windet, wackelt alles.

Speaker: Und dann habe ich schweren Herzens mir einen Sachtler geholt.

Speaker: Eben mit, also wirklich so dieses Einsteiger von den, von den Guten.

Speaker: Und ich meine, das wiegt fünf Kilo allein der Kopf oder sowas.

Speaker: Also es ist schon, ja, es ist schon was anderes.

Speaker: Aber es, man merkt es, also gerade solche Schwenkaufnahmen, das, das läuft deutlich, deutlich ruhiger jetzt.

Speaker: Das hat auf jeden Fall einiges verbessert, wo ich, wenn ich mir alte Videos anschaue, wie einfach eine normale Aufnahme, wo ich weder Kamera noch Stativ berühre und trotzdem wackelt alles, dass man das nicht mehr hat, das ist schon ganz angenehm und das ist wirklich eine deutliche Verbesserung.

Speaker: Ja, ich denke, das ist auch etwas, was im Gegensatz zu den zwölf Tonspuren, die du vorher erwähnt hast, wahrscheinlich auch auf YouTube so gut wie jeder feststellen wird.

Speaker: Jetzt habe ich doch noch eine Zusatzfrage.

Speaker: Sorry, Nikolas.

Speaker: Filmst du das meiste eigentlich in Zeitlupe oder gehst du da bei der Canon M5 II, bist du ja sonst auf 30 Bilder pro Sekunde, wo du noch das Oversampling in 4K hast?

Speaker: Also gehst du da meistens auf Zeitlupe, dafür leichtere Qualität, oder auf die beste Qualität dafür ohne Zeitlupe, oder wirklich je nach Anwendungsfall?

Speaker: Je nach Anwendung.

Speaker: Also ich würde sagen, im Herbst und Winter ist schon sehr viel Zeitlupe.

Speaker: Im Frühling ist es viel 30 FPS und fertig.

Speaker: Aber ich habe mir das so programmiert, dass ich mit einem Klick zwischen beiden Standardeinstellungen hin und her switchen kann und so halt eben auch, ja, je nach Anwendungsbereich meistens schnell genug auch im richtigen Programm bin.

Speaker: Ich sehe die MFN-Taste vorne.

Speaker: Genau, ganz genau.

Speaker: Ich bin ein bisschen neidisch.

Speaker: Ich würde das auch gerne so können mit meiner Kamera.

Speaker: Das kannst du, wenn du Canon kaufst.

Speaker: Ja, das ist ein teurer Wechsel.

Speaker: Plus vermisse ich dann meinen Objektivkonverter, den eingebauten.

Speaker: Ja, und ich muss noch sagen, was ich bei Nikon richtig cool finde, ist den Crop auf einen Tastendruck zu haben im Video.

Speaker: Der fehlt bei Canon, den muss man immer ein bisschen... Dann sind wir auch wieder beim Thema, es gibt eben einfach keine perfekte Kamera.

Speaker: Nein.

Speaker: Dann müsste man eigentlich alle Systeme, nicht nur immer Zoom und Festbrennweite, sondern auch noch unterschiedliche Kameramarken dabei haben.

Speaker: Und dann braucht es dann wirklich noch zwei Bollerwagen oder so, um das irgendwie in den Wald zu bringen.

Speaker: Der Bollerwagen mit Anhänger noch hinten ran.

Speaker: Ja, dann braucht es aber auch mehrere Videos ziehen dann.

Speaker: Du warst ja auch noch unterwegs am Bodensee, nachdem wir unterwegs waren, eben mit Birding Tours bei den Reisen.

Speaker: Magst du da vielleicht noch kurz erzählen, was habt ihr da so gemacht?

Speaker: Was waren da so die Highlights dieses Jahr?

Speaker: Was waren die Highlights?

Speaker: Ich war mit zwei Touren im Februar, genau die erste Februarhälfte letztendlich komplett dort.

Speaker: Ja, es ist eigentlich eine super Jahreszeit.

Speaker: Die Wintergäste sind alle noch da, fast alle.

Speaker: Und langsam werden die Spechte, die Meisen, die ersten Singvögel so nach und nach aktiver.

Speaker: Es ist einfach eine tolle Kombination.

Speaker: ja, es ist jedes Mal wieder ein Highlight.

Speaker: Also klar, die Vögel, die arktischen Gäste, seien es Sing- und Zwergschwäne, seien es mal Zwergsäger, seien es Eistaucher, Sterntaucher, Prachttaucher, Ohrentaucher zu sehen.

Speaker: Aber noch viel schöner ist, das finde ich immer, einfach Leuten, die

Speaker: begeistert sind, aber vielleicht bestimmter Art noch nicht gesehen haben oder vielleicht auch noch nicht so richtig tief in der Materie drin sind, denen so einen Lebensraum zu zeigen und zu sehen, wie man auch in drei, vier, fünf Tagen schon ziemlich viel lernen kann, wie sich Freundschaften bilden, wie man einfach eine schöne Zeit gemeinsam hat und sich einfach

Speaker: ja, 16 Stunden am Tag über Vögel, über Fotografie, über Natur, über Naturschutz austauschen kann und keinen, ja, also man einfach so richtig abnerden kann.

Speaker: Ich finde, das macht einfach total Spaß.

Speaker: Das ist immer so ein schöner Raum für genau sowas.

Speaker: Sind die bei deinen Exkursionen die Teilnehmenden, kommen die alle mit Fernglas und Spektiv oder gibt es auch noch welche, die sich vielleicht was ausleihen?

Speaker: Ich weiß nicht, ob du da was anbietest.

Speaker: Bringen gewisse vielleicht noch eine Fotokamera mit?

Speaker: Oder ist das wirklich rein nur, ich sag mal, beobachten und dann vielleicht noch, ich weiß nicht, die Digiskopie Adapter oder sowas?

Speaker: Sowohl als auch.

Speaker: Also eigentlich haben alle ein Fernglas dabei und was dann Spektiv angeht, sind schon, sagen wir mal, 80 Prozent wieder raus, aber ich meine, das kann man ja auch gut teilen.

Speaker: Kameras haben mittlerweile echt ziemlich viele dabei, also viele sind da so nebenher am Knipsen, am Fotografieren.

Speaker: Aber je nach Reise auch, also gerade die Auslandsreisen, im Sommer werde ich auf Spitzbergen sein, ich glaube, da wird niemand ohne Kameraden reisen, selbst wenn man nur irgendwie oder primär Beobachter oder sich Vogelbeobachter nennt, weil man sich ja solche Erlebnisse irgendwie auch nicht nehmen lassen möchte, die auch festzuhalten für Freunde, Familie oder wen auch immer.

Speaker: Sonst kann man auch immer noch durch Spektiv ganz gut fotografieren.

Speaker: Gerade auf Spitzbergen seid ihr ja dann hauptsächlich mit dem Boot unterwegs.

Speaker: Ich glaube, da wird es dann wahrscheinlich durch Spektiv schon ein bisschen schwieriger, wenn es dann noch vibriert.

Speaker: Aber sonst geht es ja eigentlich auch einigermassen gut.

Speaker: Ja, ich hoffe, wir können viel segeln, dann vibriert es nicht ganz so.

Speaker: Aber ja, wir sind ja auch viel an Land.

Speaker: Klar, an die Eisbären kommt man, glaube ich, nur auf 500 Meter gesetzlich dran.

Speaker: Da werden keine Close-Ups entstehen, aber wenn man dann mal irgendwie in diesen Brutkolonien von Krabbentauchern oder bei den Kolonien der Dreizehnmöwen oder so ist,

Speaker: Da wird es sicherlich auch die eine oder andere fotografische Gelegenheit geben.

Speaker: In dem Fall leite ich ja sogar auch eine Fotoreise, meine erste.

Speaker: Da werden dann wirklich alle auch eine Kamera dabei haben.

Speaker: Gut, ich finde Sachen wie Eisbären ist auch schon cool, das mal zu sehen.

Speaker: Ich weiß noch, wie ich völlig...

Speaker: Ja, es war heftig, als ich meinen ersten Eisbärenbild gesehen habe.

Speaker: Ich war eigentlich noch am Arbeiten auf dem Schiff, was ganz anderes am Machen und einfach draußen irgendwo auf so einer Eisscholle ein Eisbär, das war schon heftig.

Speaker: Und auch wenn das erste Bild dann nur so mit einem 100-500er gemacht wurde und der war viel zu weit weg, hatte ich einfach, oder habe immer noch Freude an dem Bild.

Speaker: Auch wenn es objektiv betrachtet ist, nicht so ein gutes Bild ist, aber irgendwie der Erinnerungswert, der bleibt ja dann.

Speaker: Ja, total.

Speaker: Auf genau so eine Beobachtung freue ich mich auch schon.

Speaker: Also gerne darf der erste Eisbär auch auf anderthalb Kilometer weiß in weiß erstmal sein.

Speaker: Das wird trotzdem eine wunderschöne Beobachtung, die ich lange im Kopf behalten werde.

Speaker: Ja, und dann, ich habe immer das Gefühl, beim Video kann man auch noch ein wenig mehr zuschneiden.

Speaker: Beziehungsweise zum einen verleiht es ein Telekonverter auch nochmals ein bisschen besser.

Speaker: würde ich mal behaupten bei mir.

Speaker: Und dann hat man ja meistens auch noch nie eine Möglichkeit da zu croppen.

Speaker: Zumindest bei mir ist das glaube ich bei der Z9 kann ich vielleicht mal 2,3 oder so.

Speaker: Klar, man muss dann eben auch entsprechend noch ein Stativ haben und wenn es dann eben in mir wackelt, wird es auch schwierig.

Speaker: Ich wollte gerade sagen, wenn du 15.000 PS Dieselmotoren unter dir hast, kann ich dir als Erfahrung sagen, das geht nicht gut.

Speaker: Ich muss hochspringen in dem Moment.

Speaker: Wäre die bessere Lösung.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, stimmt.

Speaker: Hochspringen funktioniert dann auch wieder nur mit dem Fotografieren, wenn überhaupt.

Speaker: Abseilen.

Speaker: So, sonst ist es auf dem Deck irgendwie.

Speaker: Es gibt ja noch so relativ teure Gimbal-Systeme.

Speaker: Das wäre dann vielleicht der nächste Schritt vom teuren Stativ.

Speaker: Wobei ich dann nicht weiss, ob das 50 bis 1000 mm vielleicht noch die Anschaffung vorher ist, bevor man sich dann da dieses teure Gimbal-System noch dazu kauft.

Speaker: Aber das wäre wahrscheinlich noch eine Lösung.

Speaker: Ich glaube, solche Gimbals sind noch nicht erfunden oder noch nicht produziert.

Speaker: Ich glaube, auch der Markt wäre relativ klein, aber der ein oder andere Naturfilmer hätte bestimmt irgendwie Nutzen dafür.

Speaker: Ja, ich dachte jetzt so an ein BBC-Kran-Gimbal-System.

Speaker: Ich glaube, die gibt es schon, aber ich glaube, da wird man dann eher so ab einer halben Million vielleicht.

Speaker: Das ist aber noch ein guter Punkt.

Speaker: Ich meine, gewisse Schiffe haben schon so einen Kran obendrauf für die Lasten.

Speaker: Ich meine, wenn man da was elegant anhängt.

Speaker: Ja, ich meine, wenn das in Afrika mit den Jeeps geht, dann muss das auch auf den Schiffen irgendwie gehen.

Speaker: Keine Ahnung.

Speaker: Bestimmt.

Speaker: Genau, ich bin auch gespannt auf die Videos.

Speaker: Ja, ich hoffe, dass ich zwischendurch ein bisschen Zeit habe zum Filmen.

Speaker: Aber bestimmt, also irgendwas wird da auf jeden Fall kommen.

Speaker: Aber ich merke das Ganze auch, also je mehr Ausrüstung man hat,

Speaker: Und desto schwieriger wird das Ganze auch, desto mehr Zeit braucht man.

Speaker: Und zumindest eine Zeit oder einen Teil des Jahres verbringe ich auch viel mit so Run-and-Gun-Filmen.

Speaker: Und da merke ich schon auch, also so ein sachter Stativ ist was ganz anderes als so ein,

Speaker: Kleines Carbon-Stativ, ein 600er Festbrennweite ist was anderes als das 150, 600er.

Speaker: Also dass man da auch sich ganz schön einschränkt, indem man irgendwie eine bestimmte Qualität, die man vielleicht primär auch für sich erstmal macht, irgendwie sich aufzwängt.

Speaker: Also da suche ich auch immer wieder so einen Zwischen- oder so einen guten Mittelpunkt,

Speaker: Zwischen gute Qualität und trotzdem aber mobil sein, trotzdem diese Art von Film zu machen, die mir Spaß macht, mit der ich auch erfolgreich sein kann, weil ich eben nicht, also gerade was jetzt singende Vögel angeht, nicht unbedingt immer die Vögel zu mir kommen lasse, sondern

Speaker: zu ihnen gehen muss oder ja, nochmal zwei Wege weiter gehen muss, nochmal eine Kreuzung weiter, nochmal da vielleicht zwei Meter in den Wald rein und sowas und wenn ich da dann den Bollerwagen hinter mir herziehe, dann bis ich aufgebaut habe, ist die Möglichkeit halt eben schon wieder vorbei.

Speaker: Ja, ich habe auch letztes Jahr, als ich in Australien war, sechs Wochen lang, habe ich zwei oder drei Videos schlussendlich einfach komplett mit dem iPhone gefilmt.

Speaker: Einfach, weil es in dem Moment gerade irgendwie einfacher war.

Speaker: Das eine war doch, mit dem Känguru aus dem Auto raus und mit so Safari-Style zu filmen und manchmal ist dann auch ganz schön mühsam vom Platz oder einfach von der Zeit, wie du sagst, zum noch eine Kamera mit Stativ aufstellen und

Speaker: Da finde ich, ist manchmal weniger, definitiv mehr.

Speaker: Auch wenn ich normalerweise lieber diesen richtigen Bildlook von der Kamera habe, auch mit der Hintergrundunschärfe und so weiter.

Speaker: Aber ich finde auch manchmal, ja, ist es etwas, was man sonst einfach nicht hätte umsetzen können.

Speaker: Und dann nehme ich lieber ein bisschen Kompromisse in Kauf.

Speaker: Dafür gibt es überhaupt was.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Und ich glaube, man muss bei sowas auch immer von der Story-Seite aus denken.

Speaker: Also die, was die Leute interessiert, ist nicht, meiner Meinung nach, ist nicht die perfekte Aufnahme, die aber keine Emotionen irgendwie weitergibt, sondern die Leute wollen eine Geschichte haben.

Speaker: Sie wollen entweder die Geschichte haben von einem Vogel, der...

Speaker: was weiß ich, sein Nest baut, sich fortpflanzt, Jungen aufzieht, vielleicht den Feind vertreibt, dem Wetter trotzt und trotzdem klappt alles oder eben auch nicht.

Speaker: Oder sie wollen sehen, wie ich irgendwie ein Problem habe, was, ich muss auf diesen Berg hoch und ich muss früh aufstehen und ich werde nass.

Speaker: Mit dem Sachter.

Speaker: Und ja, mir fällt am besten noch irgendwie die Kamera ins Wasser und was auch immer.

Speaker: So was wollen die Leute ja irgendwie sehen und das dann lieber mit einer GoPro gefilmt und alles ist grisselig und was auch immer, anstatt irgendwie die perfekte, klinisch reine Aufnahme zu haben, die aber irgendwie diese Emotionen, die man in dem Moment fühlt, nicht rüberbringen kann.

Speaker: Ja, es kann dann schon fast gestellt wirken oder blöd gesagt.

Speaker: Ja, oder das ein oder andere Projekt ist halt einfach nicht möglich.

Speaker: Ich kann nicht 700 Höhenmeter vor Sonnenaufgang machen und zwei Stative mitnehmen und irgendwie 15 Mal die Kamera noch vor mir aufstellen und dann dran vorbeilaufen und davon wieder weglaufen und sie wiederholen und so weiter.

Speaker: Das funktioniert halt einfach nicht, wenn ich das Ganze alleine machen will.

Speaker: Das geht alles gut, bis du Schnee hast.

Speaker: Dann hast du ein Problem, weil dann klappt das nicht mehr mit den frischen Schneespuren.

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Nee, das verstehe ich absolut.

Speaker: Also ja, hast du im Prinzip da auch eine schöne Mischung, je nach Projekt, auch die Videos, die vielleicht technisch ein bisschen perfekter sind und die anderen, wo du sagst, wo es dir mehr um die Story geht und ums Erlebnis, das dahinter ist.

Speaker: Ja, ja, absolut.

Speaker: Also die Story ist die erste Priorität und eben die Technik ist Mittel zum Zweck, wie ich es erreiche.

Speaker: Und manchmal ist es eben dann das kleinere Objektiv und aus der Hand mit, ja, was weiß ich, sich auf den Bildstabilisator verlassen und hoffen.

Speaker: Und wenn es dann halt nicht ganz so wird, wie gedacht, ist es immer noch besser, als wenn ich irgendwie noch das Stativ hätte aufstellen müssen und der Vogel bis dahin schon wieder im nächsten Busch verschwunden wäre.

Speaker: Absolut.

Speaker: Ich würde gerne nochmals kurz zur Technik aber zurückkehren, weil mich das einfach generell immer interessiert, gerade wenn man eben so ein bisschen mehr im Thema Video ist, wie du das dann schlussendlich handhabst mit all den Videodateien.

Speaker: Du hast gesagt, bei den Tonaufnahmen hast du da so ein bisschen eine Datenbank.

Speaker: Wie machst du das dann mit den Videos, dass du da irgendwie die Übersicht behalten kannst?

Speaker: Weil ich habe das bei mir überhaupt nicht mehr, wo da genau was an Videos noch zu finden ist.

Speaker: Ja, da muss ich dich leider enttäuschen.

Speaker: Ich verliere auch gerade den Überblick.

Speaker: Also ich habe angefangen, das Ganze in Art-Ordnern einfach reinzupacken.

Speaker: Also ich habe einen Ordner mit Amsel und da ist alles drin von der Amsel.

Speaker: Und das geht bis zu dem Zeitpunkt gut, wo man, bis man einfach viel zu viel hat.

Speaker: Dann müsste man eigentlich aussortieren und rausschmeißen.

Speaker: Und den Zeitpunkt habe ich leider schon verpasst bei einigen Arten.

Speaker: Plus, mehr und mehr hat sich das Ganze geändert, hin von ich gehe raus und schaue, was passiert, hin zu ich gehe raus, weil ich dieses und jenes festhalten will.

Speaker: Und in dem Moment habe ich mehrere Drehtage für ein Videoprojekt und das Ganze habe ich dann in Projektordner.

Speaker: Und solange ich noch nicht geschnitten habe oder während ich schneide, habe ich das Ganze in diesem Projektordner geschnitten.

Speaker: Dann habe ich diesen ominösen Ordner bei mir auf der Festplatte mit noch sortieren.

Speaker: Und dann geht das los mit noch sortieren 24, 25 und 26 mittlerweile.

Speaker: Und sagen wir mal, bis 2025 konnte ich das noch ganz gut irgendwie aus dem Kopf heraus machen, dass ich wusste, okay,

Speaker: Den Drosselrohrsänger oder die Wasserralle habe ich 2024 in dem Videoprojekt gefilmt.

Speaker: Wenn ich da jetzt nochmal dran muss, dann komme ich über diesen Noch-Sortieren-Ordner dahin und nicht über den Wasserrallen-Ordner.

Speaker: Je mehr man aber filmt, desto, also ich kriege es nicht mehr hin.

Speaker: Keine Ahnung.

Speaker: Ich muss mich irgendwann mal eine Woche hinsetzen und das ganze Problem irgendwie lösen.

Speaker: Dann habe ich aber natürlich das Problem, dass die Ordner sich oder die Daten sich verändert haben.

Speaker: Und wenn ich dann alte Videoprojekte öffne, dann habe ich natürlich, also sind die Daten an anderen Speicherorten und kann dann da nicht mehr theoretisch rein.

Speaker: Ich glaube, das ist aber den Preis, den ich dafür zahlen müsste.

Speaker: Ich glaube, noch edler wäre es, wenn man unendlich viel Speicherplatz hat, dass man einmal diese Projekte mit den Daten archiviert und danach in Art-Ordnern speichert.

Speaker: Und dann habe ich einmal alles in Artenordnern und einmal trotzdem alles noch als Backup in den Videoordnern.

Speaker: Und dann bräuchte man noch ein zweites oder noch ein drittes Backup in dem Fall.

Speaker: Aber es ist ein reines Chaos bei mir.

Speaker: Es ist ein komplettes Chaos.

Speaker: Ich sehe sehr viele Parallelen zu meinem System.

Speaker: Ich weiß nicht, wer das jetzt von wem abgeschaut hat, aber einiges kommt mir sehr bekannt vor.

Speaker: Was ich tatsächlich mache, ist, meine alten Projekte lösche ich mittlerweile einfach.

Speaker: Ich behalte nur noch das Exportierte und ziehe dann mehr oder weniger konsequent die guten Clips tatsächlich dann in die sortierten Ordner.

Speaker: Und weil ich dann keine, wie soll ich sagen, weil ich keine Abhängigkeiten mehr habe zu den alten Projekten, kann ich das auch ein bisschen besser durchziehen.

Speaker: Weil ich dann einfach irgendwie die, also die YouTube-Videos, die sind für mich dann irgendwann abgeschlossen.

Speaker: Meistens warte ich so ein paar Wochen nach der Veröffentlichung noch.

Speaker: Aber ich weiß, dass ich die eigentlich nicht mehr anrühre.

Speaker: Und ich behalte die gut die exportierten Videos in 4K, weil die sind doch nochmal deutlich besser als bei YouTube, falls ich nochmal was reinnehmen möchte.

Speaker: Aber ich weiß, dass ich da eigentlich nicht nochmal neu zu schneiden beginne.

Speaker: Und so schaffe ich das Ganze bei mir eigentlich, dass meine ganze YouTube-Bibliothek mit den aktuellen Videos und den wichtigsten Naturvideos auf einer 4-TB-Platte irgendwie noch Platz hat.

Speaker: Aber hier wollte ich gerade fragen, wenn wir bei dem Thema sind mit unbegrenztem Speicherplatz, wie viele CF-Express-Karten und SSDs oder weiß nicht was liegen bei dir so rum?

Speaker: Du kannst offen reden, wir sind mit Leni im Podcast, also...

Speaker: Ja, ich sammle mittlerweile ganz schön.

Speaker: Ich muss mal kurz in die Schublade, also es passt doch alles in eine Schublade.

Speaker: Ja, es sind, boah, in Summe habe ich...

Speaker: Klar, es ist nicht alles nur Foto und Film, aber das müssten so knapp 40 Terabyte Aufnahmen sein.

Speaker: Und, also ein Teil davon ist auch Backup, aber vieles davon ist eigentlich auch, ja, könnte man auch irgendwie langsam mal aussortieren.

Speaker: Es ist nur irgendwann, keine Ahnung, man kommt an den Punkt, wo man gar nicht mehr weiß, wo man anfangen soll.

Speaker: Aber es wird auch nicht besser, wenn man es nicht angeht.

Speaker: Vielleicht mal so ein Projekt für den nächsten Winter.

Speaker: Oder wenn du den Knöchel noch stärker verstaucht hast als jetzt.

Speaker: Wenn der andere auch noch kaputt geht, dann bin ich gezwungen.

Speaker: Ich hätte noch so eine letzte Frage, die mich eigentlich generell noch interessiert.

Speaker: Du machst extrem viele Videos eben auch zu spezifischen Arten.

Speaker: Jetzt, wenn du so ein Video vorbereitest oder auch generell, wie kommst du so eigentlich zu deinen Infos?

Speaker: Es gibt Internet und Bücher, aber was sind deine

Speaker: deine Seiten und Orte, wo du die Sachen findest, die Infos, die du dann schlussendlich präsentieren kannst.

Speaker: Also ich würde sagen, so die, die Oberfläche oder oberflächliche Recherche, die, die beginnt meistens im Kopf.

Speaker: Also was weiß ich, ich habe mich jetzt viele Jahre eben kaum mit anderen Dingen beschäftigt.

Speaker: Da geht einfach vieles mittlerweile so schon.

Speaker: Aber klar, in dem Moment, wenn es mehr in die Tiefe gehen sollte, ich habe mich jetzt neulich mal länger wieder mit Muscheln beschäftigt, für ein Videoprojekt, was wir ja auch zusammen am Bodensee gefilmt haben.

Speaker: Da habe ich mittlerweile einfach so einen Ordner oder auch wieder so eine Ordnerstruktur mit ganz vielen Paper, die ich mir irgendwann mal irgendwo per Mail oder irgendwo mal gefunden habe oder auch während der Uni mal gebraucht habe.

Speaker: Und da lese ich dann gerne immer wieder rein.

Speaker: Mittlerweile kenne ich einfach auch viele Leute, die, was weiß ich, auch verrückt sind nach irgendwelchen speziellen Themen und sich da so gut auskennen, dass sie mir da irgendwie weiterhelfen können.

Speaker: Und ansonsten habe ich mittlerweile auch einfach ein viel zu großes Bücherregal mit irgendwelcher Fachliteratur.

Speaker: Da steht auch immer mal wieder gerade so sehr spezifische Infos drin, die dann für so ein Video mal ganz interessant sein könnten und über dieses Standard-Steckbrief- oder Wikipedia-Artikel-Wissen hinausgehen.

Speaker: Ja, wunderbar.

Speaker: Und du hast ja auch noch dein eigenes Buch da rausgebracht, den Nature Guide Vögel.

Speaker: Ich nehme an, das ist besonders für Anfänger sicher mal ein sehr, sehr guter Startpunkt.

Speaker: Und ich denke, das wäre auch ein Thema, wo man vielleicht noch in einer weiteren Podcast-Folge noch ausgiebiger darüber reden könnte.

Speaker: Heute haben wir ja doch relativ viel über Technik geredet.

Speaker: Also ich denke, ihr könnt uns auf jeden Fall in den Kommentaren Bescheid geben.

Speaker: Ja, wenn ihr da konkrete Fragen an Kalle hättet, die wir da vielleicht in Form von einem weiteren Podcast eben mal thematisieren können, falls das für dich okay ist, Kalle.

Speaker: Absolut, sehr gerne.

Speaker: Und falls es hier irgendwelche tschechischsprachigen Leute gibt, das Buch ist mittlerweile auch auf Tschechisch erschienen, aber die Story kann ich dann auch im nächsten Podcast gerne mal erzählen.

Speaker: Das ist auch ganz lustig, wie es dazu kam.

Speaker: Also das gibt es auf Deutsch und auf Tschechisch oder noch andere Sprache?

Speaker: Ja, nur Deutsch und Tschechisch.

Speaker: Ja, wunderbar.

Speaker: Das ist doch ein wunderbarer Cliffhanger, würde ich sagen.

Speaker: Dann würde ich sagen, bedanken wir uns ganz herzlich bei dir.

Speaker: War sehr cool, mit dir mal wieder zu reden.

Speaker: War ja schon doch ein Weilchen her und war ein sehr cooler Austausch.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Ja, vielen Dank für die Einladung.

Speaker: Hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Speaker: Ja gut, dann bis zum nächsten Mal.

Speaker

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